Themen
lage

Donnerstag, 6. August 2026
Zurück zur Übersicht

Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier: Rufe nach Frau als Staatsoberhaupt auch aus der CDU

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
6. August
Die Zeit (Politik)

Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier: Rufe nach Frau als Staatsoberhaupt auch aus der CDU

Nach führenden SPD-Politikern haben sich auch einflussreiche CDU-Vertreter für eine Frau als Nachfolgerin des aktuellen Bundespräsidenten ausgesprochen. »Es wäre schön, wenn auf Frank-Walter Steinmeier eine Frau folgte«, sagte Unionsfraktionschef Thorsten Frei den Zeitungen der Funke Mediengruppe. »Ich persönlich würde mir das wünschen.« Notwendig sei generell eine Kandidatin oder ein Kandidat »mit einer gefestigten Persönlichkeit, einer möglichst unerschütterlichen Autorität und einer großen Fachkunde der politischen Abläufe«. Angesprochen auf die CSU-Politikerin Ilse Aigner, die CSU-Chef Markus Söder vor einigen Wochen ins Spiel gebracht hatte, sagte Frei: »Ilse Aigner als erfahrene, qualifizierte und beliebte Politikerin wäre für das Amt der Bundespräsidentin unzweifelhaft geeignet. Ich schätze sie außerordentlich.« Auf die Frage, ob Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) ein gutes Staatsoberhaupt wäre, sagte Frei: »Boris Rhein ist ein starker Ministerpräsident und eine untadelige Persönlichkeit. Es besteht nicht der geringste Zweifel daran, dass er ein gutes Staatsoberhaupt sein könnte.« Die Bild-Zeitung hatte kürzlich berichtet, dass in Regierungs- und Unionskreisen der Name von Rhein immer häufiger genannt werde. CDU-Vizechefin wünscht sich Gegenmodell zu radikalen Kräften Für eine Bundespräsidentin wirbt auch CDU-Vizechefin Silvia Breher. »Wir brauchen gerade in diesen herausfordernden Zeiten, in denen die Polarisierung zunimmt und radikale Kräfte an Zulauf gewinnen, ein Gegenmodell im Bundespräsidialamt: eine Person, die empathisch ist, eine positive Ausstrahlung hat und Menschen tatsächlich erreichen kann«, sagte Breher dem Focus. »Es sind vor allem Frauen, die diese wichtigen Eigenschaften vereinen.« Auch aus Sicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir wäre die Wahl einer Frau ein Signal: »Nach zwölf Männern im Amt des Bundespräsidenten fände ich es ein starkes und wichtiges Zeichen, wenn Deutschland erstmals eine Bundespräsidentin bekäme«, sagte der Grünen-Politiker den Funke-Zeitungen. »Denn es gibt in unserem Land so viele herausragende Frauen, die die Erfahrung, die Autorität und die verbindende Kraft für dieses Amt mitbringen.« Die Amtszeit von Bundespräsident Steinmeier endet im Frühjahr 2027. Am 30. Januar kommenden Jahres wird ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gewählt. Nach zwei Amtszeiten darf Steinmeier nicht mehr kandidieren. Für eine Nachfolgerin hatten sich schon führende Politikerinnen und Politiker von SPD und Grünen ausgesprochen.

Artikel lesen
6. August
Tagesschau

Rufe nach einer Bundespräsidentin werden lauter

Steinmeier-Nachfolge Rufe nach einer Bundespräsidentin werden lauter Im Herbst wollen Union und SPD klären, wen sie für die Nachfolge von Bundespräsident Steinmeier vorschlagen. Die SPD will, dass es erstmals eine Frau wird. Die CDU äußert sich weniger eindeutig. Auch der Name eines Mannes kursiert. Immer mehr Stimmen aus der Politik fordern eine Frau als Staatsoberhaupt. Nach führenden SPD-Politikern sprechen sich auch einflussreiche CDU-Politiker dafür aus, nächstes Jahr eine Frau zur Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu wählen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, die CDU habe sich noch nicht dazu positioniert, wer ins Rennen geschickt werden soll. Aus seiner Sicht sollten zunächst die anstehenden Landtagswahlen abgewartet werden. Danach sei klar, wie die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung Anfang nächsten Jahres aussehen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuletzt deutlich gemacht, dass er sich noch nicht festgelegt hat. Frau, Mann, unentschieden? Der Funke Mediengruppe sagte Frei, "es wäre schön, wenn auf Frank-Walter Steinmeier eine Frau folgte". Zuvor hatte Frei dem Sender Welt-TV gesagt, "wir sollten da offen rangehen", auch ein Mann müsse im Amt möglich sein. Damit erntete er deutlichen Widerspruch aus den Reihen der SPD. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, sowie der stellvertretende SPD-Vorsitzende Alexander Schweitzer forderten eine Bundespräsidentin. Frei ruderte daraufhin zurück und sagte, grundsätzlich sollte der Kandidat oder die Kandidatin eine "starke, gefestigte Persönlichkeit sein, die in der Bevölkerung über ein hohes Maß an Zustimmung verfügt". Angesprochen auf die CSU-Politikerin Ilse Aigner, die von CSU-Chef Markus Söder ins Gespräch gebracht worden war, erwiderte Frei: "Ilse Aigner als erfahrene, qualifizierte und beliebte Politikerin wäre für das Amt der Bundespräsidentin unzweifelhaft geeignet. Ich schätze sie außerordentlich." Söder hatte im ARD-Sommerinterview erneut betont, dass er eine Kandidatur der bayerischen Landtagspräsidentin Aigner als Bundespräsidentin unterstützen würde. Özdemir: Frau wäre "ein starkes und wichtiges Zeichen" Aus Sicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir wäre die Wahl einer Frau ein Signal: "Nach zwölf Männern im Amt des Bundespräsidenten" wäre eine Bundespräsidentin ein "starkes und wichtiges Zeichen", sagte der Grünen-Politiker den Funke-Zeitungen. Es gebe "so viele herausragende Frauen, die die Erfahrung, die Autorität und die verbindende Kraft für dieses Amt mitbringen." Ähnlich äußerte sich die stellvertretende CDU-Vorsitzende Silvia Breher. "Wir brauchen gerade in diesen herausfordernden Zeiten, in denen die Polarisierung zunimmt und radikale Kräfte an Zulauf gewinnen, ein Gegenmodell im Bundespräsidialamt: eine Person, die empathisch ist, eine positive Ausstrahlung hat und Menschen tatsächlich erreichen kann", sagte sie dem "Focus". Vor allem Frauen vereinten diese wichtigen Eigenschaften. Name von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein fällt Kürzlich hatte die "Bild"-Zeitung einen weiteren Namen ins Spiel gebracht: Boris Rhein. Das Blatt berichtete, dass in Regierungs- und Unionskreisen Hessens Ministerpräsident als möglicher Steinmeier-Nachfolger immer häufiger genannt werde. Auf die Frage, ob CDU-Politiker Rhein ein gutes Staatsoberhaupt wäre, äußerte sich Unionsfraktionschef Frei wage: "Boris Rhein ist ein starker Ministerpräsident und eine untadelige Persönlichkeit. Es besteht nicht der geringste Zweifel daran, dass er ein gutes Staatsoberhaupt sein könnte." Die Nachfolgerin oder der Nachfolger Steinmeiers wird am 30. Januar kommenden Jahres von der Bundesversammlung gewählt. Steinmeier selbst darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Das Vorschlagsrecht für die Nachfolge liegt bei der Union. Sie und die SPD haben aber vereinbart, einen gemeinsamen Vorschlag zu machen. Das soll nach den Landtagswahlen im September geschehen, wenn genau feststeht, wie die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung sein werden. Diese setzt sich aus den 630 Bundestagsabgeordneten und einer gleich großen Zahl von Vertretern aus den 16 Bundesländern zusammen. Mit Informationen von Mario Kubina, ARD Berlin

Artikel lesen
5. August
Die Zeit (Politik)

Bundespräsidentenwahl 2027: SPD und Grüne bestehen auf Frau als nächstes Staatsoberhaupt

Führende SPD-Politiker bestehen darauf, dass eine Frau die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier antritt. »Ich glaube, es ist Zeit für eine Präsidentin«, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, in Berlin. Zuvor hatte sich der stellvertretende SPD-Vorsitzende Alexander Schweitzer wortgleich geäußert. In der politischen Mitte herrsche eigentlich große Einigkeit darüber, sagte er dem Spiegel: »Es befremdet mich, dass nun einige aus der Union an diesem Konsens rütteln.« Beide SPD-Politiker reagierten damit auf Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU), der zuvor gesagt hatte, dass auch ein Mann im Amt möglich sein müsse. Es spreche zwar einiges für eine Frau, aber nicht unumstößlich. »Wir sollten da offen rangehen«, sagte Frei dem Sender Welt-TV. Schweitzer kritisierte: »Die CDU droht, in Verhaltensmuster zurückzufallen, die die Gesellschaft längst überwunden hat.« Die Grünen wollten sich zunächst nicht über ihr Vorgehen bei der Wahl des neuen Staatsoberhaupts äußern. Fraktionschefin Katharina Dröge legte sich aber ebenfalls darauf fest, dass eine Frau die Nachfolge von Steinmeier antreten soll. »Seit 77 Jahren ist der Bundespräsident ein Mann«, sagte Dröge. »Im Jahr 2027 ist die Zeit mehr als reif für eine Frau als Bundespräsidentin.« Das müsse auch der Anspruch von Bundeskanzler Friedrich Merz sein, wenn die Koalition über ihre Kandidaten entscheide. Söder schlägt Ilse Aigner vor Die Linke hatte sich bereits zuvor für eine Kandidatin oder einen Kandidaten außerhalb der Tagespolitik ausgesprochen. »Die Wahl einer parteiübergreifenden Kandidatin oder eines Kandidaten aus der Zivilgesellschaft mit breitem Rückhalt in der Bevölkerung wäre für uns durchaus vorstellbar«, sagte die parlamentarische Geschäftsführerin der Linksfraktion im Bundestag, Ina Latendorf, in Berlin. Der CSU-Vorsitzende Markus Söder hatte zuletzt mehrfach betont, dass er eine Kandidatur der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner als Bundespräsidentin unterstützen würde. Dafür wurde auch von der SPD Unterstützung signalisiert. Merz hatte angekündigt, dass Union und SPD im Herbst über eine Lösung der Nachfolgefrage beraten wollten. Steinmeiers Amtszeit endet im Frühjahr 2027. Am 30. Januar nächsten Jahres wird ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gewählt. Nach zwei Amtszeiten darf Steinmeier nicht mehr kandidieren. Der Bundesversammlung, die das Staatsoberhaupt wählt, gehören die 630 Abgeordneten des Bundestages an sowie eine gleiche Anzahl von Mitgliedern, die von den Landtagen bestimmt werden. Daher wird auch der Ausgang der drei Landtagswahlen im September die genaue Sitzverteilung in der Bundesversammlung beeinflussen.

Artikel lesen
5. August
Handelsblatt

Bundespräsident: SPD pocht auf Frau als nächstes Staatsoberhaupt

Bundespräsident: SPD pocht auf Frau als nächstes Staatsoberhaupt Berlin. Führende SPD-Politiker bestehen darauf, dass eine Frau die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier antritt. „Ich glaube, es ist Zeit für eine Präsidentin“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, in Berlin. Zuvor hatte sich der stellvertretende SPD-Vorsitzende Alexander Schweitzer fast wortgleich geäußert. In der politischen Mitte herrsche eigentlich große Einigkeit darüber, sagte er dem Spiegel Beide SPD-Politiker reagierten damit auf Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU), der zuvor gesagt hatte, auch ein Mann müsse im Amt möglich sein. Es spreche zwar einiges für eine Frau, aber nicht unumstößlich. „Wir sollten da offen rangehen“, sagte Frei dem Sender Welt-TV. Schweitzer kritisierte: „Die CDU droht, in Verhaltensmuster zurückzufallen, die die Gesellschaft längst überwunden hat.“ Widerspruch erhielt Frei auch aus den Reihen der CSU. „Eine Frau als unser Staatsoberhaupt ist ein Gewinn für die Menschen im Land und die Politik“, sagte die Vorsitzende der Frauenunion in der CSU, Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf, dem Bayerischen Rundfunk. „Halt und Orientierung geben und einen klaren Kompass aufzeigen können Frauen genauso. Es gibt absolut keinen Grund, daran zu zweifeln, dass eine Frau dieses Amt ausüben kann.“

Artikel lesen
5. August
Handelsblatt

Steinmeier-Nachfolge: SPD-Politiker Wiese: Es ist Zeit für eine Bundespräsidentin

Steinmeier-Nachfolge: SPD-Politiker Wiese: Es ist Zeit für eine Bundespräsidentin Berlin. Die SPD-Fraktion pocht weiter auf eine Frau im obersten deutschen Staatsamt. „Ich glaube, es ist Zeit für eine Präsidentin“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Dirk Wiese, in Berlin. Es wäre richtig und gut, in der Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier eine Bundespräsidentin zu haben. Wiese reagierte auf Äußerungen von Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU), auch ein Mann müsse im Amt möglich sein. „Wir sollten da offen rangehen“, hatte Frei dem Sender Welt-TV gesagt. Die Union beansprucht das Vorschlagsrecht für das Amt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte vor einem Jahr gesagt, er könne sich eine Bundespräsidentin sehr gut vorstellen. Es wäre das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik. Im Herbst wollen die Spitzen der Union ihren Wunschkandidaten bekanntgeben. Rückhalt für weibliche Besetzung auch aus der CSU Auch aus Aigners eigener Partei, der CSU, erhielt sie umgehend Rückendeckung: „Deutschland ist reif für eine Bundespräsidentin. Eine Frau als unser Staatsoberhaupt ist ein Gewinn für die Menschen im Land und die Politik“, sagte die Vorsitzende der Frauenunion in der CSU, Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf, dem BR. Frauen stünden für eine wertebasierte, verantwortungsvolle, demokratische, nahe und emphatische Politik. „Halt und Orientierung geben und einen klaren Kompass aufzeigen können Frauen genauso. Es gibt absolut keinen Grund daran zu zweifeln, dass eine Frau dieses Amt ausüben kann.“ Bundesversammlung findet Ende Januar 2027 statt Die Wahl von Steinmeiers Nachfolge steht am 30. Januar an. Steinmeier selbst darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Als mögliche Kandidatin kursiert seit einiger Zeit neben anderen die CSU-Politikerin Ilse Aigner. Wiese erklärte: „Das ist sicherlich etwas, dem können wir uns als SPD auch annähern“.

Artikel lesen
4. August
Neues Deutschland

Steinmeier-Nachfolge | Linke pocht auf Bundestagspräsidentin aus der Zivilgesellschaft

- Politik - Steinmeier-Nachfolge Linke pocht auf Bundestagspräsidentin aus der Zivilgesellschaft Die Linkspartei fordert als Steinmeier-Nachfolge eine unabhängige Kandidatin. Sogar die Union hätte nichts gegen eine Frau im Amt – sofern möglich. Berlin. Ein halbes Jahr vor der Wahl des neuen Bundespräsidenten hat sich Die Linke für eine Kandidatin oder einen Kandidaten von außerhalb der Tagespolitik ausgesprochen. »Die Wahl einer parteiübergreifenden Kandidatin oder eines Kandidaten aus der Zivilgesellschaft mit breitem Rückhalt in der Bevölkerung wäre für uns durchaus vorstellbar«, sagte die parlamentarische Geschäftsführerin der Linksfraktion im Bundestag, Ina Latendorf, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Die Fraktion werde sich »zu gegebenem Zeitpunkt die vorliegenden Kandidaturen anschauen und darüber verständigen, ob wir mit einem eigenen Vorschlag ins Rennen gehen«, kündigte Latendorf an. Dabei stellte sie klar: »Postengeschiebe zwischen Union und SPD lehnen wir ab. Niemandem wäre damit geholfen, wenn das Amt als innerkoalitionärer Versorgungsposten beschädigt wird.« Die Grünen wollten sich zunächst nicht über ihr Vorgehen bei der Wahl des neuen Staatsoberhaupts äußern. Fraktionschefin Katharina Dröge legte sich aber darauf fest, dass eine Frau die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier antreten soll. »Seit 77 Jahren ist der Bundespräsident ein Mann«, sagte Dröge am Dienstag zu AFP. »Im Jahr 2027 ist die Zeit mehr als reif für eine Frau als Bundespräsidentin.« Das müsse auch »der Anspruch von Bundeskanzler Friedrich Merz« sein, wenn die Koalition über ihren Kandidaten entscheide. Amtszeit endet im Frühjahr 2027 Steinmeiers Amtszeit endet im Frühjahr 2027, am 30. Januar kommenden Jahres wird ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gewählt. Nach zwei Amtszeiten darf Steinmeier nicht mehr kandidieren. Parteiübergreifend gab es zuletzt Forderungen, erstmals eine Frau in das höchste Staatsamt zu wählen. Der Vorsitzende der CSU, Markus Söder, hatte zuletzt mehrfach betont, dass er eine Kandidatur der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner als Bundespräsidentin unterstützen würde. Laut Söder gibt es in der Führung der Unionsparteien große Sympathien für eine Frau als Steinmeier-Nachfolge. Auch aus der SPD wurde dafür Unterstützung signalisiert. Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU hatte angekündigt, dass Union und SPD im Herbst über eine Lösung der Nachfolgefrage beraten wollten. Der bayerische SPD-Vorsitzende Sebastian Roloff sagte dem »Tagesspiegel« vom Dienstag, Aigner habe sich als Landtagspräsidentin »überparteilich breites Ansehen erworben«. Sie zeichne sich »durch eine verbindliche, aber auch verbindende Art aus, was für das Amt der Bundespräsidentin sicher nicht von Nachteil wäre«. Der bayerische Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher (SPD) sagte der Zeitung: »Ilse Aigner bringt alles mit, was eine gute Bundespräsidentin auszeichnet: politische Erfahrung, menschliche Integrität und ein tiefes Verständnis für unsere parlamentarische Demokratie.« Frei offen für Frau im Amt Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) warnte indes vor einer zu schnellen Festlegung. Aus seiner Sicht müsse »beides möglich sein« – die Wahl eines Mannes oder einer Frau für die Steinmeier-Nachfolge, sagte Frei am Montag bei Welt TV. Es spreche aber »sicherlich einiges dafür, dass das Amt auch einmal von einer Frau ausgeführt wird«. Der Bundesversammlung, die das Staatsoberhaupt wählt, gehören die 630 Abgeordneten des Bundestages an sowie eine gleiche Anzahl von Mitgliedern, die von den Landtagen bestimmt werden. Deswegen wird auch der Ausgang der drei Landtagswahlen im September die genaue Sitzverteilung in der Bundesversammlung beeinflussen. AFP/nd Andere Zeitungen gehören Millionären. Wir gehören Menschen wie Ihnen. Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär. Dank der Unterstützung unserer Community können wir: → unabhängig und kritisch berichten → Themen ins Licht rücken, die sonst im Schatten bleiben → Stimmen Raum geben, die oft zum Schweigen gebracht werden → Desinformation mit Fakten begegnen → linke Perspektiven stärken und vertiefen Mit »Freiwillig zahlen« tragen Sie solidarisch zur Finanzierung unserer Zeitung bei. Damit nd.bleibt.

Artikel lesen
4. August
Der Spiegel (Politik)

CDU: Thorsten Frei will nicht zwingend eine Frau im Bundespräsidenten-Amt

Nachfolge von Steinmeier CDU-Mann will nicht zwingend eine Frau im Bundespräsidentenamt Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hat Forderungen zurückgewiesen, das Amt des Bundespräsidenten müsse bei der nächsten Wahl zwingend an eine Frau gehen. »Aus meiner Sicht muss beides möglich sein«, sagte Frei dem Sender Welt-TV. Es spreche zwar »sicherlich einiges dafür, dass das Amt auch einmal von einer Frau ausgeführt wird«, dies sei aber nicht unumstößlich. »Wir sollten da offen rangehen.« Zugleich warnte Frei vor zu schnellen Festlegungen auf Nachfolger für die Rolle des Bundespräsidenten und plädierte für eine Entscheidung im Herbst, nach den Landtagswahlen. Erst dann stehe die Zusammensetzung der Bundesversammlung fest, sodass man über Mehrheiten nicht mehr spekulieren brauche. Bitte keine Personaldebatten Mit Blick auf Personaldebatten in der Union mahnte Frei zur Zurückhaltung. Die Parteivorsitzenden sollten »miteinander sprechen« und »die Für und Wider gegeneinander abwägen«, sagte er. In »politisch turbulenten Zeiten« könne dem Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin womöglich eine noch wichtigere Rolle als »Stabilitätsanker unserer Gesellschaft« zukommen. Das nächste deutsche Staatsoberhaupt nach dem amtierenden Präsidenten Frank-Walter Steinmeier wird am 30. Januar kommenden Jahres von der Bundesversammlung gewählt. Ende Juni hatte der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck der »Welt am Sonntag« gesagt, er halte eine Frau als Staatsoberhaupt für überfällig. Allerdings warnte das frühere Staatsoberhaupt auch: »Wenn die Debatte rein auf die Geschlechterfrage reduziert wird, ist das in der Tat nicht gut. Ein Mann an der Spitze muss selbstverständlich weiter möglich sein. Was wir primär brauchen, ist eine überzeugende, integrierende Figur.« Diskutiert wird unter anderem auch, ob der nächste Bundespräsident oder die erste Bundespräsidentin aus einer der Parteien kommen sollte – oder ob es jemand ohne enge Bindungen in den Politikbetrieb sein sollte wie damals Gauck.

Artikel lesen
3. August
Die Zeit (Politik)

Bundespräsident: Frei will Steinmeier-Nachfolge nicht auf Frauen beschränken

Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) will die Auswahl für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht auf Frauen eingrenzen. »Aus meiner Sicht muss beides möglich sein«, sagte Frei dem Sender Welt-TV. Es spreche zwar »sicherlich einiges dafür, dass das Amt auch einmal von einer Frau ausgeführt wird«, dies sei aber nicht unumstößlich: »Wir sollten da offen rangehen.« Zugleich warnte Frei vor zu schnellen Festlegungen für Kandidierende und plädierte für eine Entscheidung im Herbst, nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Erst dann stehe die Zusammensetzung der Bundesversammlung fest, sodass man über Mehrheiten nicht mehr spekulieren brauche. Mit Blick auf Personaldebatten in der Union sagte Frei, dass die Parteivorsitzenden »miteinander sprechen« und »die Für und Wider gegeneinander abwägen« sollten. In »politisch turbulenten Zeiten« könne dem Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin womöglich eine noch wichtigere Rolle als »Stabilitätsanker unserer Gesellschaft« zukommen. Ilse Aigner und Hape Kerkeling im Gespräch Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck hatte Ende Juni der Welt am Sonntag gesagt, dass er eine Frau als Staatsoberhaupt für »absolut angezeigt« halte. Allerdings lehnte er es ab, die Debatte auf das Geschlecht zu reduzieren. Als mögliche Nachfolge für das Amt wird unter anderem Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner gehandelt, die von CSU-Chef Markus Söder vorgeschlagen wurde. In einer Petition haben bisher rund 140.000 Menschen den Komiker Hape Kerkeling vorgeschlagen. Am 30. Januar 2027 wird das nächste deutsche Staatsoberhaupt von der Bundesversammlung gewählt. Bundespräsident Steinmeier darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

Artikel lesen
© 2026 Themenlage