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Samstag, 25. Juli 2026
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Rotes Meer - Von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition greift Huthi-Ziele im Jemen an, Berichte über Gegenangriffe

Medienspektrum

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24. Juli
Die Zeit (Politik)

Huthi-Miliz: Was hinter der Seeblockade der Huthis im Roten Meer steckt

Internationale Reedereien und die Weltwirtschaft blicken sorgenvoll auf einen weiteren Krisenherd in Nahost. Sein Name: Bab al-Mandab – das »Tor der Tränen«. Die Meerenge vor der Westküste des Jemen bildet den südlichen Zugang zum Roten Meer. Sie ist ein Nadelöhr für den globalen Schiffsverkehr und viele Öltanker. Anfang der Woche hat die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz genau dort eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt. Erste Schiffe wurden bereits angegriffen. Was steht hinter der Eskalation und welche Konsequenzen drohen der Weltwirtschaft? Ein Überblick Wer sind die Huthis? Die Huthis sind eine religiöse und politische Gruppierung im Jemen. Als Miliz kämpfen sie dort seit Beginn der 2000er-Jahre in einem Krieg gegen die Regierung. Dabei konnten sie wiederholt militärische Erfolge erzielen und den Nordwesten des Landes größtenteils unter ihre Kontrolle bringen. Dabei nutzten sie auch ein Machtvakuum, das durch Proteste gegen die Regierung im Zuge des Arabischen Frühlings entstand. Die Huthis konnten die Hauptstadt Sanaa einnehmen. Ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis griff 2015 allerdings zugunsten der Regierungstruppen ein. Die Folge war ein jahrelanger, schwerer Bürgerkrieg mit rund 400.000 Toten, darunter viele Kinder. 2022 wurden die Kämpfe durch eine von den UN vermittelte Waffenruhe weitgehend beendet. Seitdem herrscht eine Art Pattsituation. Während die Huthis im Norden dominieren, verteilt sich die Macht im Süden des Landes auf ein fragmentiertes Regierungsbündnis. Der Huthi-Miliz gehören mehrere Zehntausend bewaffnete Kämpfer an, einige Schätzungen gehen gar von bis zu 200.000 Kämpfern aus. Die Waffenruhe innerhalb des Jemen hielt auch während des Gazakrieges. Allerdings griffen die Huthis internationale Schiffe im Roten Meer an und feuerten Raketen auf Israel. Daraufhin starteten Israel und die USA Luftangriffe auf Orte im Gebiet der Huthis, die mit Unterbrechungen bis ins Jahr 2025 andauerten. Im Mai 2025 vermittelte der Oman dann eine Feuerpause zwischen den Huthis und den USA. Im vergangenen Jahr flammte der Konflikt im Land wieder auf. Eine von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) unterstützte Separatistenbewegung hatte Gebiete im Süden eingenommen und damit die gegen die Huthis gerichtete Koalition mehrerer arabischer Staaten gespalten. Saudi-Arabien stellte sich dagegen und bombardierte verschiedene Städte im Südjemen. Welche Verbindung haben die Huthis zum Iran? Offiziell hat der Iran eine Zusammenarbeit mit den Huthis in der Vergangenheit wiederholt zurückgewiesen. Dennoch sind sich zahlreiche Experten einig: Das iranische Regime ist der wichtigste Verbündete der Huthis. Vielen gelten die Huthis gar als ein sogenannter Proxy des Iran, vergleichbar mit der Hisbollah-Miliz im Libanon. Dass die iranische Führung die Huthis trotz religiöser Differenzen unterstützt, lässt sich über die gemeinsame politische Ideologie erklären, in der die USA, Israel und das sunnitische Saudi-Arabien die Hauptfeinde darstellen. Warum startet die Huthi-Miliz ausgerechnet jetzt eine Seeblockade? Der konkrete Anlass der Seeblockade ist laut den Huthis ein folgenschwerer Zwischenfall aus der vergangenen Woche: ein Angriff der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung auf den Flughafen von Sanaa. Offenbar wollte sie ein iranisches Flugzeug treffen, in dem sich eine ranghohe Huthi-Delegation befand – auf dem Rückweg von der Trauerfeier für den obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei. Als Reaktion beschossen die Huthis den Flughafen Abha im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen. Am Montag verkündete die Miliz dann die Seeblockade, und zwar explizit für Schiffe, die in Verbindung mit Saudi-Arabien stehen. Die auf maritime Sicherheit spezialisierte Firma Neptune P2P Group berichtet von einem entsprechenden Funkspruch der Huthis. US-Außenminister Marco Rubio brachte eine weitere Lesart ins Spiel: Die Huthis könnten demnach auf Anweisungen des Iran handeln. Bisher habe sich die Miliz im Irankrieg »weitestgehend klug« verhalten und sich aus dem Konflikt herausgehalten, sagte Rubio. »Nun sind sie offenbar dazu verleitet worden, sich einzumischen und Saudi-Arabien und seine Schiffe ins Visier zu nehmen.« Welche Auswirkungen hat die Seeblockade? Nach Angaben der Huthis sind am Donnerstag zwei saudi-arabische Öltanker beschossen worden. Saudi-Arabien selbst bestätigte bislang nur, dass ein Schiff getroffen wurde. Auf dem Schiff sei ein Feuer ausgebrochen. Weitere Angriffe sind bislang nicht bekannt geworden. Schiffsdaten zeigen jedoch, dass mehrere Tanker mit saudi-arabischem Rohöl an Bord im Roten Meer umdrehten, die auf dem Weg nach China und Indien waren. Sie änderten ihren Kurs und fuhren Richtung Norden zum Suezkanal, um die jemenitische Küste zu meiden. Es fahren allerdings auch weiterhin Schiffe durch das Rote Meer. Laut dem Datenanbieter Kpler waren es am Donnerstag 18 Schiffe, Mittwoch 26. Mehrere Schiffe änderten nach Angaben der Website Marinetraffic ihre elektronischen Anzeigen und notierten dort etwa »bewaffneter Sicherheitsdienst an Bord«, »von der indischen Regierung erwartet« oder »Eigentümer der Ladung ist China«. An der Meerenge Bab al-Mandab selbst ging der Schiffsverkehr nach der Warnung der Huthis zurück. Wie reagiert die internationale Politik? International wird die Eskalation der Huthis verurteilt. US-Präsident Donald Trump drohte der Miliz mit einer »bedeutenden militärischen Bestrafung«. Trump schrieb online, er sei »sehr enttäuscht« über die Miliz. Sollte sie erneut Öltanker angreifen, würden sie und auch der Iran militärisch bestraft. Bundeskanzler Friedrich Merz forderte die Huthis auf, die Angriffe unverzüglich einzustellen. »Jede Form einer Seeblockade ist inakzeptabel«, sagte er. Die »rücksichtslosen Angriffe« gefährdeten die Freiheit der Schifffahrt. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas verurteilte den Angriff auf den saudi-arabischen Öltanker als »nicht hinnehmbar« und »illegal«. Die Huthis müssten »alle Handlungen einstellen, die die internationale Schifffahrt und das Leben von Seeleuten gefährden«. Auch müssten sie das »Völkerrecht einhalten«, forderte Kallas. Was droht der Weltwirtschaft? Der Ölpreis ist auch durch den neuen Huthi-Angriff wieder auf über 100 Dollar gestiegen. Der Grund: Das Rote Meer ist nach der Blockade der Straße von Hormus durch den Iran zu einer wichtigen Alternativroute für den Export von Öl und anderen Produkten aus den Golfstaaten geworden. Die sogenannte Ost-West-Pipeline pumpt das saudische Öl in Richtung Küste am Roten Meer, zum Hafen von Yanbu. Mehr als 70 Prozent seiner normalen täglichen Rohölexporte hat das Land in den Hafen umgeleitet. So sollte die heikle Lage in der Straße von Hormus umgangen werden. Sollte sich jetzt allerdings auch die Lage im Roten Meer zuspitzen, wären beide wichtigen Ölexportrouten im Nahen Osten gleichzeitig unterbrochen. 70 Prozent aller saudischen Ölexporte laufen mittlerweile über das Rote Meer Schiffe aus Yanbu mit Ziel Europa fahren zwar nach Norden durch den ägyptischen Suezkanal. Die Frachter nach Asien müssen aber südlich Kurs auf Bab al-Mandab nehmen. Schätzungen zufolge werden täglich rund 2,5 Millionen Barrel Rohöl von Yanbu in Richtung Süden transportiert. Allerdings hat das Nadelöhr insgesamt an Bedeutung für den Welthandel verloren. Zwar passieren noch immer gut ein Viertel aller Containertransporte das Rote Meer, aber laut Daten der Suezkanal-Behörde ist das Verkehrsaufkommen durch den Suezkanal im Jahr 2025 im Vergleich zu 2023 um 52 Prozent zurückgegangen. 7,4 Millionen Barrel Rohöl passieren die Meerenge Bab al-Mandab täglich Seit den Angriffen der Huthi-Miliz im Zuge des Gazakrieges haben große Reeder wie Maersk und Hapag-Lloyd ihre Routen umgeleitet und werden um die Südspitze Afrikas geführt – eine weitaus längere und rund zwei Millionen US-Dollar teurere Strecke. Was kann die EU-Mission Aspides bewirken? Nach den Angriffen der Huthis auf Schiffe im Roten Meer im Zuge des Gazakrieges hat die Europäische Union 2024 die defensive Marine-Mission EUNAVFOR Aspides gestartet, an der sich auch die Bundeswehr beteiligt. Die Abkürzung EUNAVOR steht für European Union’s Naval Force. Das Einsatzgebiet umfasst auch die Meerenge von Bab al-Mandab sowie die internationalen Gewässer im Roten Meer und im Golf. Laut Angaben vom Oktober 2025 sind derzeit drei Marineschiffe an dem Einsatz beteiligt Die EU-Mission warnte diese Woche Handelsschiffe mit Bezug zu Saudi-Arabien, Israel und den USA, das Rote Meer und den Golf von Aden zu passieren, und stufte die Gefahrenlage hoch. Schiffe könnten Unterstützung anfragen, um bei der Passage eskortiert zu werden. Es müsse aber wegen der begrenzten Kapazitäten mit Wartezeiten gerechnet werden. Am Donnerstagmorgen gab Aspides bekannt, dass mehrere Containerschiffe durch eine an der Mission beteiligte italienische Fregatte durchs Rote Meer begleitet worden seien. Die EU-Außenbeauftragte Kallas sagte, die EU-Marinemission Aspides sei weiterhin »fest entschlossen, die Freiheit der Schifffahrt für alle im Roten Meer und den angrenzenden internationalen Gewässern zu schützen«. Neben der Eskorte durch Marineschiffe hilft der Einsatzverband auch mit Aufklärungsflügen, um die Lage zu beobachten.  Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, AFP

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23. Juli
Tagesschau

Rotes Meer: Huthi beschießen Tanker aus Saudi-Arabien

Rotes Meer Warum die Huthi saudische Tanker beschießen Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz hat saudi-arabische Öltanker im Roten Meer angegriffen. Die Schiffe hätten gegen das Durchfahrtsverbot verstoßen. Saudi-Arabien spricht von einem Verstoß gegen das Völkerrecht. Nach der Straße von Hormus am Persischen Golf wird auch die Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer für den Schiffsverkehr wieder gefährlicher. Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen teilte mit, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker angegriffen. "Unsere Streitkräfte haben eine gezielte militärische Operation durchgeführt, die auf zwei saudische Öltanker abzielte", erklärt der Militärsprecher. Diese hätten gegen das von den Streitkräften verhängte Durchfahrtsverbot im Roten Meer verstoßen. Der Angriff sei mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen erfolgt. Die Streitkräfte des Jemen hätten auch fast zehn Schiffe zum Rückzug und zur Umkehr gezwungen. Krieg gegen die jemenitische Regierung Mit "Streitkräfte" meint der Militärsprecher der Huthi-Miliz deren Kämpfer. Die schiitische Miliz kontrolliert die Hauptstadt Sanaa und weite Teile der Küste am Roten Meer. Seit mehr als zehn Jahren führen die Huthi, unterstützt von Iran, einen Bürgerkrieg gegen die international anerkannte jemenitische Regierung im Süden des Landes. Die wiederum hat Saudi-Arabien hinter sich. Die saudische Verkehrsbehörde bestätigten einen Vorfall im Roten Meer. Nach Angaben des Kapitäns wurde ein Schiff von einem unbekannten Geschoss getroffen, das Feuer auslöste. Der Angriff verstoße gegen das Völkerrecht und das Prinzip der sicheren Passage von Handelsschiffen. Warnung vor Folgen für Weltwirtschaft Kapitän Haitham Shaaban aus Beirut berät internationale Seeschifffahrts-Organisationen. Er warnt im katarischen Fernsehsender Al-Arabi vor den Folgen für die Weltwirtschaft: "Die Mehrheit der Reeder und Schifffahrtsgesellschaften könnten gezwungen sein, ihre Schiffe nicht mehr durch die Bab al-Mandab-Straße fahren zu lassen. Dies ist ein Zeichen für das rücksichtslose Vorgehen der Huthi. Wir stehen vor einem massiven Chaos in den Lieferketten." Vier Schiffe hätten bereits die Route verlassen und würden den Weg über das Kap der Guten Hoffnung nehmen. Dies werde die Seereise um einen zusätzlichen Monat verlängern. Saudi-Arabien nutzt Meerenge als Alternative Bislang richten sich die Huthi-Angriffe im Roten Meer auf Saudi-Arabien. Das Königreich nutzt als größter Erdölexporteur die Meerenge Bab al-Mandab vor Jemens Küste zunehmend als Alternative für den Transport nach Asien. Auch, um die durch Iran immer wieder blockierten Straße von Hormus zu umgehen. Die Huthi hatten am Montag verkündet, Schiffe aus Saudi-Arabien dürften nicht mehr durch das Roten Meer passieren. Diese Ankündigung kam rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit Saudi-Arabien. Einen mehrjährigen Waffenstillstand mit dem benachbarten Königreich erklärten die Huthi damit für hinfällig.

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23. Juli
ZDF heute

Saudi-arabischer Tanker von Huthi-Miliz angegriffen

Rotes Meer:Saudi-arabischer Tanker von Huthi-Miliz angegriffen Die jemenitische Huthi-Miliz hat im Roten Meer mindestens einen saudi-arabischen Öltanker beschossen. Saudi-Arabien meldet, an Bord sei Feuer ausgebrochen, die Crew sei unverletzt. Ein Schiff einer Reederei aus Saudi-Arabien ist im Roten Meer angegriffen worden. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Verletzte gebe es nicht. Die Huthi-Miliz will eine wichtige Ölroute im Roten Meer blockieren. So sollen Schiffe daran gehindert werden, saudische Häfen anzusteuern. Was dahintersteckt – ZDFheute live analysiert. 22.07.2026 | 22:27 minSaudi-Arabien: Besatzung ist in Sicherheit Ein Beamter der saudi-arabischen Verkehrsbehörde TGA sagte der amtlichen Nachrichtenagentur Spa, der Brand sei am Bug der "Encelia" ausgebrochen, die Besatzung in Sicherheit. Der Angriff verstoße gegen Völkerrecht und das Prinzip der sicheren Passage von Handelsschiffen. Der Vorfall ereignete sich laut UKMTO knapp 130 Kilometer südwestlich des Küstenorts Al-Schukaik in Saudi-Arabien. Die Huthi-Miliz in Jemen hat mithilfe Irans im Bürgerkrieg 2014 einen Teil des Landes erobert und erhält weiterhin Waffen. Im roten Meer drohen die Huthi-Rebellen nun mit einer Seeblockade. 22.07.2026 | 6:20 minDie von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen teilte etwa zur gleichen Zeit mit, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker angegriffen, die die von ihr ausgerufene "Blockade" im Roten Meer verletzt hätten. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba. Es seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden. Huthi rufen Blokade für Schiffe aus Saudi-Arabien aus Die Huthi hatten am Montag eine "Blockade" für saudi-arabische Schiffe angekündigt - rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem benachbarten Königreich, das seit mehr als zehn Jahren Krieg gegen die Miliz führt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein "Verbot der Schifffahrt", sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Er ließ aber offen, in welchen Gewässern das Verbot gelten solle. Die Huthi behindern den Schiffverkehr im Roten Meer an der Meerenge Bab al-Mandab. Quelle: ZDFDie Huthi kontrollieren im Jemen vor allem den Norden des Landes und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von dort aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen, die zusammen mit der Straße von Hormus zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt. Situation an Straße von Hormus Ursache Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus im Iran-Krieg exportiert Saudi-Arabien einen großen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline aus dem Osten zum Hafen Janbu am Roten Meer. Blockierte Meeresengen belasteten den Welthandel, sagt ZDF-Wirtschaftsexperte Florian Neuhann. Die Abriegelung von Bab al-Mandab könne sich zudem auf Rohöl-Exporte auswirken. 21.07.2026 | 2:48 minIn den vergangenen Jahren beeinträchtigten die Huthi mit Angriffen im Roten Meer - im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg - den Welthandel mehrfach massiv. Durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab ("Tor der Tränen" oder "Tor der Klagen") vor Jemens Küste führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  - AnalyseReeder ziehen Bilanz:Iran-Krieg: Sorge um Seeleute, Schiffe und Lieferkettenvon Britta Hilpertmit Video1:52 - Huthi Seeblockade :"Gewaltige Probleme für den Welthandel"Video10:02 - Politik | auslandsjournal:die doku: Mullahs, Macht, MilizenVideo43:44 - Kritische Lage in der Straße von Hormus:Neue US-Angriffe und Sorgen vor Ausweitung des Iran-Kriegsmit Video2:33

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23. Juli
Die Zeit (Politik)

Schifffahrt im Roten Meer: Huthis greifen saudi-arabische Schiffe im Roten Meer an

Die jemenitische Huthi-Miliz hat eigenen Angaben zufolge zwei saudi-arabische Öltanker im Roten Meer beschossen. Damit setzte sie laut ihrer Darstellung eine kürzlich verhängte Seeblockade gegen Saudi-Arabien durch. Die mit dem Iran verbündete Miliz teilte mit, die Schiffe Encelia und Layla seien mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen worden. Dabei habe es sich um eine »gezielte militärische Operation gegen zwei saudi-arabische Öltanker« gehandelt, welche »die Blockade verletzt hatten«. Auf beiden Schiffen brach demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden. Die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur meldete, der Bug der Encelia sei nach einem Angriff im Roten Meer in Brand geraten. Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) bestätigte die Angaben unter Berufung auf den Kapitän des Schiffs. Verletzte gab es demnach nicht. Der Vorfall ereignete sich laut UKMTO rund 130 Kilometer südwestlich des saudi-arabischen Küstenorts Al-Schukaik. Rotes Meer als Ausweichroute für Straße von Hormus Die Huthis kontrollieren im Jemen unter anderem weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von dort aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen – und haben das in der Vergangenheit bereits getan. Damit kann die Miliz den Welthandel entscheidend beeinträchtigen, denn Bab al-Mandab gehört zu den wichtigsten Seewegen der Welt: Durch das Rote Meer und die Meerenge führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa. Für Saudi-Arabien hat das Rote Meer wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus eine besonders große Bedeutung. Das Königreich – der größte Rohölexporteur der Welt – verschiffte in der Vergangenheit große Teile seines Öls durch die Straße von Hormus. Seit dieser Seeweg wegen des Irankriegs eingeschränkt ist, nutzt Saudi-Arabien verstärkt den Hafen Janbu am Roten Meer für den Ölexport. Sollte dieser Weg durch die Angriffe der Huthis ebenfalls wegfallen, wären die wichtigsten Exportwege für Rohöl aus Saudi-Arabien blockiert. Seeblockade nach Feuergefecht Am Montag hatten die Huthis ein »Verbot der Schifffahrt« für Saudi-Arabien angekündigt – wenige Tage nachdem es eine neue bewaffnete Konfrontation zwischen der Miliz und dem benachbarten Königreich gegeben hatte. Bei der Blockade handele es sich um eine Reaktion auf die seit fast zwölf Jahren andauernde »ungerechte und unterdrückende Belagerung« des jemenitischen Volkes durch Saudi-Arabien, durch die Ressourcen im Jemen geplündert sowie Häfen und Flughäfen blockiert würden. US-Präsident Donald Trump kündigte am Dienstag eine Reaktion an, sollten die Huthis die Seeblockade durchsetzen. »Falls so etwas passiert, werden wir uns darum kümmern«, sagte Trump. »Wir sind schon früher gegen die Huthis vorgegangen und haben seitdem nichts mehr von ihnen gehört.« Seit mehr als zehn Jahren befinden sich die Huthis im Krieg mit der international anerkannten jemenitischen Regierung. 2015 trat eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition in den Konflikt ein. In den vergangenen Jahren galt in dem Krieg eine Waffenruhe.

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23. Juli
Die Zeit (Politik)

Schifffahrt im Roten Meer: Huthis greifen saudi-arabische Schiffe im Roten Meer an

Die jemenitische Huthi-Miliz hat eigenen Angaben zufolge zwei saudi-arabische Öltanker im Roten Meer beschossen. Damit setzte sie laut ihrer Darstellung eine kürzlich verhängte Seeblockade gegen Saudi-Arabien durch. Die mit dem Iran verbündete Miliz teilte mit, die Schiffe Encelia und Layla seien mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen worden. Dabei habe es sich um eine »gezielte militärische Operation gegen zwei saudi-arabische Öltanker« gehandelt, welche »die Blockade verletzt hatten«. Auf beiden Schiffen brach demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden. Die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur meldete, der Bug der Encelia sei nach einem Angriff im Roten Meer in Brand geraten. Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) bestätigte die Angaben unter Berufung auf den Kapitän des Schiffs. Verletzte gab es demnach nicht. Der Vorfall ereignete sich laut UKMTO rund 130 Kilometer südwestlich des saudi-arabischen Küstenorts Al-Schukaik. Rotes Meer als Ausweichroute für Straße von Hormus Die Huthis kontrollieren im Jemen unter anderem weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von dort aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen – und haben das in der Vergangenheit bereits getan. Damit kann die Miliz den Welthandel entscheidend beeinträchtigen, denn Bab al-Mandab gehört zu den wichtigsten Seewegen der Welt: Durch das Rote Meer und die Meerenge führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa. Für Saudi-Arabien hat das Rote Meer wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus eine besonders große Bedeutung. Das Königreich – der größte Rohölexporteur der Welt – verschiffte in der Vergangenheit große Teile seines Öls durch die Straße von Hormus. Seit dieser Seeweg wegen des Irankriegs eingeschränkt ist, nutzt Saudi-Arabien verstärkt den Hafen Janbu am Roten Meer für den Ölexport. Sollte dieser Weg durch die Angriffe der Huthis ebenfalls wegfallen, wären die wichtigsten Exportwege für Rohöl aus Saudi-Arabien blockiert. Seeblockade nach Feuergefecht Am Montag hatten die Huthis ein »Verbot der Schifffahrt« für Saudi-Arabien angekündigt – wenige Tage nachdem es eine neue bewaffnete Konfrontation zwischen der Miliz und dem benachbarten Königreich gegeben hatte. Bei der Blockade handele es sich um eine Reaktion auf die seit fast zwölf Jahren andauernde »ungerechte und unterdrückende Belagerung« des jemenitischen Volkes durch Saudi-Arabien, durch die Ressourcen im Jemen geplündert sowie Häfen und Flughäfen blockiert würden. US-Präsident Donald Trump kündigte am Dienstag eine Reaktion an, sollten die Huthis die Seeblockade durchsetzen. »Falls so etwas passiert, werden wir uns darum kümmern«, sagte Trump. »Wir sind schon früher gegen die Huthis vorgegangen und haben seitdem nichts mehr von ihnen gehört.« Seit mehr als zehn Jahren befinden sich die Huthis im Krieg mit der international anerkannten jemenitischen Regierung. 2015 trat eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition in den Konflikt ein. In den vergangenen Jahren galt in dem Krieg eine Waffenruhe.

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23. Juli
Tagesschau

Huthi-Miliz beschießt saudischen Tanker im Roten Meer

Jemen und Saudi-Arabien Huthis beschießen saudischen Tanker im Roten Meer Am Montag hatte die Huthi-Miliz eine Seeblockade ausgerufen - nun hat sie offenbar einen saudi-arabischen Tanker im Roten Meer attackiert. Die Miliz selbst spricht von noch einem zweiten angegriffenen Schiff. Im Roten Meer hat die Besatzung eines Tankers Beschuss gemeldet. Ein unbekanntes Geschoss habe das Schiff demnach getroffen und ein Feuer ausgelöst, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Es seien keine Verletzten gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 70 Seemeilen südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien. Zugleich erklärte die von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen, sie habe zwei saudische Öltanker angegriffen. Die Schiffe "Encelia" und "Layla" seien mit Raketen und Drohnen attackiert worden. Sie hätten eine von der Gruppe ausgerufene "Seeblockade" verletzt, hieß es zur Begründung. Die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur berichtete unter Berufung auf eine offizielle Quelle, dass die "Encelia" während der Fahrt im Roten Meer angegriffen worden sei, was zu einem Brand geführt habe. Auch Angriffe auf Schiffe in Meerenge Bab al-Mandab möglich Die Huthi hatten am Montag eine Blockade für saudische Schiffe angekündigt - rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Land, mit dem sie seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Die Miliz kontrolliert im Jemen vor allem den Norden des Landes und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von hier aus kann sie auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen, die zusammen mit der Straße von Hormus zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt. Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus im Iran-Krieg exportiert Saudi-Arabien einen großen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline aus dem Osten zum Hafen Janbu am Roten Meer.

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23. Juli
Tagesschau

Huthi-Miliz beschießt saudischen Tanker im Roten Meer

Jemen und Saudi-Arabien Huthi beschießen saudischen Tanker im Roten Meer Am Montag hatte die Huthi-Miliz eine Seeblockade ausgerufen - nun hat sie offenbar einen saudi-arabischen Tanker im Roten Meer attackiert. Die Miliz selbst spricht von noch einem zweiten angegriffenen Schiff. Im Roten Meer hat die Besatzung eines Tankers Beschuss gemeldet. Ein unbekanntes Geschoss habe das Schiff demnach getroffen und ein Feuer ausgelöst, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Es seien keine Verletzten gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 70 Seemeilen südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien. Zugleich erklärte die von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen, sie habe zwei saudische Öltanker angegriffen. Die Schiffe "Encelia" und "Layla" seien mit Raketen und Drohnen attackiert worden. Sie hätten eine von der Gruppe ausgerufene "Seeblockade" verletzt, hieß es zur Begründung. Die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur berichtete unter Berufung auf eine offizielle Quelle, dass die "Encelia" während der Fahrt im Roten Meer angegriffen worden sei, was zu einem Brand geführt habe. Auch Angriffe auf Schiffe in Meerenge Bab al-Mandab möglich Die Huthi hatten am Montag eine Blockade für saudische Schiffe angekündigt - rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Land, mit dem sie seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Die Miliz kontrolliert im Jemen vor allem den Norden des Landes und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von hier aus kann sie auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen, die zusammen mit der Straße von Hormus zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt. Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus im Iran-Krieg exportiert Saudi-Arabien einen großen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline aus dem Osten zum Hafen Janbu am Roten Meer.

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