Themen
lage

Sonntag, 19. Juli 2026
Zurück zur Übersicht

Nach Rücktritt des Unionsfraktionschefs - Merz will Spahns Nachfolge wohl schon bald klären

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
19. Juli
Deutschlandfunk

Nach Rücktritt des Unionsfraktionschefs - Merz will Spahns Nachfolge wohl schon bald klären

Wie es weiter heißt, wollten diese über das Wochenende im Gespräch bleiben. Ein Treffen sei aber nicht geplant. Zuvor hatte das Magazin "Spiegel" über den weiteren Zeitplan berichtet. Am Montagvormittag tagt das CDU-Präsidium. Ob Merz dann bereits einen Vorschlag präsentieren kann, ist unklar. Gewählt wird der neue Vorsitzende von der Fraktion. Auch eine Sondersitzung in der Sommerpause ist möglich. "Persönliches Glück nicht vereinbar mit politischem Amt" Zuvor hatte Spahn nach fortwährenden Diskussionen um seine Elternschaft mit Hilfe einer Leihmutter in den USA die Konsequenzen gezogen und war von seinem Posten zurückgetreten. In einem Schreiben Spahns an die Fraktion, das auch dem Deutschlandfunk-Hauptstadtstudio vorliegt, heißt es, sein persönliches Glück, gemeinsam mit seinem Mann eine Familie zu gründen, sei nicht vereinbar mit seinem politischen Amt. Weiter heißt es, der Spagat zwischen seiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion sei "größer geworden, als ich es erwartet hatte". Er betonte, die "zunehmende Unerbittlichkeit" in der öffentlichen Auseinandersetzung habe ihn sehr nachdenklich gemacht. Respektsbekundungen in der Koalition Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Merz bezeichnete den Rücktritt als richtig und unvermeidlich. "Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut", teilte Merz in einer Erklärung mit. CSU-Landesgruppenchef Hoffmann sagte, Spahns Entscheidung verdiene allerhöchsten Respekt. Zugleich kündigte er an, dass er selbst bis zur Wahl eines neuen Fraktionsvorsitzenden die Amtsgeschäfte übernehmen werde. "Die Fraktion bleibt entscheidungs- und handlungsfähig." Auch SPD-Fraktionschef Miersch äußerte Respekt und fügte hinzu: "Wir haben in der Koalition sehr eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet." Auch der CSU-Vorsitzende Söder bekundete Respekt: "Ich danke Jens Spahn für die sehr gute Zusammenarbeit, gerade in schwierigen Zeiten". Deutliche Worte aus der Opposition Grünen-Kochefin Brantner sagte der "Rheinischen Post": "Der Rücktritt war überfällig – auch wenn dies nur der letzte Tropfen auf einem ohnehin heißen Stein war." Privat wünsche sie Spahn dennoch alles Gute. Der Kovorsitzende der Linken, Pantisano, nannte den Schritt "längst überfällig". Ebenfalls der "Rheinischen Post" sagte er: "Eigentlich hätte er schon nach der Maskenaffäre gehen müssen." Der FDP-Vorsitzende Kubicki warf der CDU generelle Probleme beim Umgang mit moralischen Fragen vor und sprach von einem "weiteren moralischen Tiefpunkt" der Partei. Er spielte damit auch auf die Vorgänge um Berlins scheidenden Regierenden Bürgermeister Wegner an. Kubicki ergänzte: "Schade, dass Jens Spahn nicht erklärt hat, auf Grund eigener Erfahrungen seine Haltung zur Leihmutterschaft geändert zu haben." Druck war stetig gewachsen Der Druck auf Spahn war in den vergangenen beiden Tagen stetig gewachsen. Zunächst hatte die Schatzmeisterin der Frauen-Union, Rosin, seinen Rücktritt gefordert, später dann auch der Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Peters, und der CDU-Politiker Bosbach. Bosbach sagte noch vor dem Rücktritt im Deutschlandfunk, es sei "hochproblematisch", wenn der Eindruck entstehe, dass für Politiker andere Regeln gelten. CDU-Parteitag war gegen Legalisierung in Deutschland Spahn und sein Mann waren mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden. Leihmutterschaften sind in Deutschland nicht zulässig. Die CDU hatte sich zuletzt im Februar gegen eine Legalisierung ausgesprochen, auch Spahn selbst war als Minister in der Vergangenheit dagegen. Die neue Ausgabe des Deutschlandfunk-Politik-Podcasts aus dem Hauptstadtstudio: Spahns Fehltritt - Kann die CDU den Schaden begrenzen? "Der Spagat wurde größer als ich erwartet hatte" - Das Rücktrittsschreiben von Unionsfraktionschef Spahn im Wortlaut Diese Nachricht wurde am 19.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Artikel lesen
18. Juli
Deutschlandfunk

Nach Rücktritt des Unionsfraktionschefs - Merz will Spahns Nachfolge wohl schon bald klären

Wie es weiter heißt, wollten diese über das Wochenende im Gespräch bleiben. Ein Treffen sei aber nicht geplant. Zuvor hatte das Magazin "Spiegel" über den weiteren Zeitplan berichtet. Am Montagvormittag tagt das CDU-Präsidium. Ob Merz dann bereits einen Vorschlag präsentieren kann, ist unklar. Gewählt wird der neue Vorsitzende von der Fraktion. Auch eine Sondersitzung in der Sommerpause ist möglich. "Persönliches Glück nicht vereinbar mit politischem Amt" Zuvor hatte Spahn nach fortwährenden Diskussionen um seine Elternschaft mit Hilfe einer Leihmutter in den USA die Konsequenzen gezogen und war von seinem Posten zurückgetreten. In einem Schreiben Spahns an die Fraktion, das auch dem Deutschlandfunk-Hauptstadtstudio vorliegt, heißt es, sein persönliches Glück, gemeinsam mit seinem Mann eine Familie zu gründen, sei nicht vereinbar mit seinem politischen Amt. Weiter heißt es, der Spagat zwischen seiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion sei "größer geworden, als ich es erwartet hatte". Er betonte, die "zunehmende Unerbittlichkeit" in der öffentlichen Auseinandersetzung habe ihn sehr nachdenklich gemacht. Respektsbekundungen in der Koalition Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Merz bezeichnete den Rücktritt als richtig und unvermeidlich. "Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut", teilte Merz in einer Erklärung mit. CSU-Landesgruppenchef Hoffmann sagte, Spahns Entscheidung verdiene allerhöchsten Respekt. Zugleich kündigte er an, dass er selbst bis zur Wahl eines neuen Fraktionsvorsitzenden die Amtsgeschäfte übernehmen werde. "Die Fraktion bleibt entscheidungs- und handlungsfähig." Auch SPD-Fraktionschef Miersch äußerte Respekt und fügte hinzu: "Wir haben in der Koalition sehr eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet." Auch der CSU-Vorsitzende Söder bekundete Respekt: "Ich danke Jens Spahn für die sehr gute Zusammenarbeit, gerade in schwierigen Zeiten". Deutliche Worte aus der Opposition Grünen-Kochefin Brantner sagte der "Rheinischen Post": "Der Rücktritt war überfällig – auch wenn dies nur der letzte Tropfen auf einem ohnehin heißen Stein war." Privat wünsche sie Spahn dennoch alles Gute. Der Kovorsitzende der Linken, Pantisano, nannte den Schritt "längst überfällig". Ebenfalls der "Rheinischen Post" sagte er: "Eigentlich hätte er schon nach der Maskenaffäre gehen müssen." Der FDP-Vorsitzende Kubicki warf der CDU generelle Probleme beim Umgang mit moralischen Fragen vor und sprach von einem "weiteren moralischen Tiefpunkt" der Partei. Er spielte damit auch auf die Vorgänge um Berlins scheidenden Regierenden Bürgermeister Wegner an. Kubicki ergänzte: "Schade, dass Jens Spahn nicht erklärt hat, auf Grund eigener Erfahrungen seine Haltung zur Leihmutterschaft geändert zu haben." Druck war stetig gewachsen Der Druck auf Spahn war in den vergangenen beiden Tagen stetig gewachsen. Zunächst hatte die Schatzmeisterin der Frauen-Union, Rosin, seinen Rücktritt gefordert, später dann auch der Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Peters, und der CDU-Politiker Bosbach. Bosbach sagte noch vor dem Rücktritt im Deutschlandfunk, es sei "hochproblematisch", wenn der Eindruck entstehe, dass für Politiker andere Regeln gelten. CDU-Parteitag war gegen Legalisierung in Deutschland Spahn und sein Mann waren mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden. Leihmutterschaften sind in Deutschland nicht zulässig. Die CDU hatte sich zuletzt im Februar gegen eine Legalisierung ausgesprochen, auch Spahn selbst war als Minister in der Vergangenheit dagegen. Die neue Ausgabe des Deutschlandfunk-Politik-Podcasts aus dem Hauptstadtstudio: Spahns Fehltritt - Kann die CDU den Schaden begrenzen? "Der Spagat wurde größer als ich erwartet hatte" - Das Rücktrittsschreiben von Unionsfraktionschef Spahn im Wortlaut Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Artikel lesen
18. Juli
Die Zeit (Politik)

Rücktritt von Jens Spahn: Alexander Hoffmann betont Handlungsfähigkeit von Unionsfraktion

Nach dem Rücktritt von Jens Spahn hat Alexander Hoffmann vorübergehend die Leitung der Unionsfraktion im Bundestag übernommen. Die Parteichefs von CDU und CSU müssen sich noch über die Nachfolge abstimmen, was Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Fraktion bleibt jedoch handlungsfähig, betont Hoffmann. Bundeskanzler Friedrich Merz strebt eine Entscheidung über Spahns Nachfolge noch im Juli an, bevor er in den Urlaub geht. Spahn war wegen einer Leihmutterschaft in den USA in die Kritik geraten, während die CDU eine Legalisierung in Deutschland ablehnt. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? Diese Audioversion wurde künstlich erzeugt. Die Audioversion dieses Artikels wurde künstlich erzeugt. Wir entwickeln dieses Angebot stetig weiter und freuen uns über Ihr Feedback. Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat sein Stellvertreter Alexander Hoffmann nach eigenen Angaben die Leitung der Abgeordneten von CDU und CSU im Bundestag übernommen. »Ich werde diese Fraktion so lange führen, bis ein neuer oder eine neue Vorsitzende gewählt ist. Wir haben auch grundsätzlich keine Eile«, sagte der CSU-Politiker in der Sendung ZDF spezial. Die Parteichefs von CDU und CSU müssten sich erst in der Frage der Nachfolge abstimmen. »Und die Zeit werden sie sich jetzt nehmen.« Die Unionsfraktion sei aber weiterhin entscheidungsfähig, handlungsfähig und auch sprechfähig. »Und das werde ich so lange sicherstellen, bis ein neuer Vorsitzender, eine neue Vorsitzende gewählt ist«, sagte Hoffmann, der bislang stellvertretender Fraktionsvorsitzender war. Spahn war in die Kritik geraten, weil er und sein Mann Daniel Funke Eltern mithilfe einer Leihmutter in den USA geworden waren. Eine Leihmutterschaft in Deutschland ist verboten, die CDU spricht sich gegen eine Legalisierung aus.

Artikel lesen
18. Juli
Tagesschau

Mehrere potenzielle Kandidaten für den Vorsitz der Unionsfraktion

Unionsfraktionsvorsitz Wer könnte Spahn nachfolgen? Der Chefposten in der Unionsfraktion muss neu besetzt werden. Kanzler Merz will offenbar keine Zeit verlieren - und die Personalie Medienberichten zufolge noch vor Beginn der Urlaubszeit klären. Es gibt mehrere potenzielle Kandidaten. Nach der Maskenaffäre hatte sich Jens Spahn noch einmal gefangen, jetzt brachte ihn eine private Entscheidung zu Fall. Er und sein Mann hatten sich entschieden mit Hilfe einer Leihmutter aus den USA Eltern zu werden. In Deutschland ist Leihmutterschaft nicht erlaubt - und Spahns Partei strikt gegen eine Legalisierung. Auch er selbst hatte sich in der Vergangenheit dagegen ausgesprochen. Der Druck auf den 46-jährigen CDU-Politiker war in den vergangenen Tagen immer weiter gewachsen, auch in der eigenen Partei. Jetzt hat er seinen Rücktritt erklärt. Die Union steht also erstmal ohne Fraktionschef da und muss sich um eine Nachfolge kümmern. Wer kommt für den Posten in Frage? Thorsten Frei, Kanzleramtschef (CDU) Er gilt als ein Top-Kandidat für die Fraktionsspitze. Frei war in der vergangenen Legislaturperiode Parlamentarischer Geschäftsführer an der Seite des damaligen Fraktionschefs Friedrich Merz. Nach der gewonnenen Bundestagswahl nahm der ihn mit ins Kanzleramt. Frei ließ aber damals schon durchblicken, dass er gerne Unionsfraktionschef geworden wäre. Sollte er das Amt übernehmen, müsste sich Merz einen neuen Kanzleramtschef suchen. Alexander Dobrindt, Bundesinnenminister (CSU) Dobrindt hat bereits Erfahrung in der Führung einer Fraktion. Er war acht Jahre lang Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Bundestag, unter anderem in der Zeit der schwarz-roten Koalition von Angela Merkel. Er war bereits CSU-Generalsekretär, Bundesverkehrsminister und ist seit Mai 2025 Innenminister in der aktuellen Bundesregierung und würde mit einem Wechsel auch eine große Lücke reißen. Carsten Linnemann, Generalsekretär (CDU) Von 2022 bis 2024 war er stellvertretender Parteivorsitzender der CDU. Seit Juli 2023 ist er Generalsekretär der Partei. Merz hatte ihm nach eigener Aussage angeboten, Mitglied im Kabinett zu werden, Linnemann habe sich aber dagegen entschieden. In einer Mitteilung nennt ihn die Partei einen "Antreiber, Erklärer und Impulsgeber". Nina Warken, Bundesgesundheitsministerin (CDU) Warken ist Mitglieder der Frauen Union und seit Mai 2025 Bundesgesundheitsministerin. Davor war sie Generalsekretärin der CDU in Baden-Württemberg. Aktuell ist sie vor allem wegen der Reformen und Kürzungen im Gesundheitswesen im Fokus. Kanzler Merz bescheinigte ihr in dem Zusammenhang Mut, Augenmaß und Empathie. Auch bei Warken müsste ein Ministerposten neu besetzt werden, würde sie an die Fraktionsspitze wechseln. Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär im Familienministerium (CDU) Laut Bild-Zeitung ist auch er im Rennen um den Posten des Fraktionsvorsitzes. Derzeit ist er Parlamentarischer Staatssekretär im Familienministerium. Auf seiner Internetseite schreibt Brand, er sei von Merz damals gefragt worden, den Posten im Ministerium zu übernehmen. Vor dem Rücktritt hatte er Spahn einen "moralisch klaren Rechtsbruch" vorgeworfen und von einer "echten Zumutung" gesprochen. Günter Krings, stellvertretender Unionsfraktionschef (CDU) Nach einem Bericht des Spiegel könnte Krings möglicher Nachfolger von Frei im Kanzleramt werden. Offenbar wird er aber auch als möglicher Fraktionschef gehandelt. Derzeit ist er stellvertretender Unionsfraktionschef. Im Dezember 2025 kandidierte er als Wunschkandidat von Kanzler Merz für den Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er scheiterte aber in einer Kampfabstimmung an Annegret Kramp-Karrenbauer.

Artikel lesen
18. Juli
ZDF heute

Frei, Linnemann, Dobrindt: Wer auf Spahn folgen könnte

Fraktionsvorsitz muss neu besetzt werden:Frei, Linnemann, Dobrindt: Wer auf Spahn folgen könnte von Mathis Feldhoff Wer folgt auf Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender? Im Rennen sind Kanzleramtschef Thorsten Frei, Carsten Linnemann, Alexander Dobrindt - und ein Geheimfavorit. Friedrich Merz hat verlauten lassen, dass er sich erst zum Ende der Sommerpause mit CSU-Chef Markus Söder auf einen Kandidaten für die gemeinsame Fraktion einigen wolle. Bis dahin soll Alexander Hoffmann als erster Stellvertreter die Geschäfte führen. Traditionell wird die CDU/CSU-Fraktion von einem Christdemokraten geführt, die CSU kommt, aufgrund ihrer Größe, erst an Platz zwei. Trotzdem werden schon munter diverse Namen ins Gespräch gebracht. Jens Spahn hat seinen Rücktritt als Unionsfraktionschef erklärt. Hintergrund ist die Kritik an seiner Elternschaft mit Hilfe einer Leihmutter aus den USA. 18.07.2026 | 0:31 minKanzleramtschef könnte Spahn beerben Thorsten Frei, derzeit Kanzleramtsminister und zu Oppositionszeiten parlamentarischer Geschäftsführer, wird dabei als erster genannt. Es ist kein Geheimnis, dass er nach der Bundestagswahl mit dem Posten des Fraktionschefs geliebäugelt hatte. Die Entscheidung von Merz war eine andere. Carsten Linnemann wird genannt, derzeit Generalsekretär der CDU. Linnemann ist auch schon stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Seine konstruktive Rolle bei der Erarbeitung des CDU-Grundsatzprogramms hatte Merz ziemlich beeindruckt. Gerade auch, weil es Linnemann gelungen war, die verschiedenen Flügel der CDU auszutarieren. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat die Kanzlertausch-Diskussion als "Scheindebatte" kritisiert. Die Menschen interessierten sich für ganz andere Dinge. 31.05.2026 | 5:13 minCSU-Mann Dobrindt: Verbindliches Auftreten Alexander Dobrindt ist vielleicht der geeignetste Kandidat, der durch die Medien geistert. Der Bundesinnenminister hat sich in den vergangenen Monaten den Ruf eines guten und strategischen Verhandlers erarbeitet. Außerdem hat Dobrindt seine frühere, oft umstrittene Art nahezu abgelegt. Gewählte Ausdrucksweise, der Verzicht auf Provokation: Dobrindt hat bewiesen, dass man sich Respekt über die Fraktionsgrenzen der Union hinaus erarbeiten kann. Alexander Dobrindt war schon Sprüche klopfender CSU-Generalsekretär, Architekt der PKW-Maut, Verkehrsminister. In der Regierung Merz ist er Innenminister und mächtiger Strippenzieher. 29.05.2026 | 15:07 minEin Mann aus NRW als Geheimfavorit Und dann gibt es noch einen bisher kaum genannten Geheimfavoriten: Günther Krings aus Nordrhein-Westfalen, einst schon einmal Staatssekretär im Innenministerium. Ihm schuldet Friedrich Merz noch etwas. Im vergangenen Jahr hatte der Kanzler Krings gegen Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Vorsitzenden-Nachfolge bei der Adenauer-Stiftung in Stellung gebracht. Krings hatte die Wahl verloren. Keine Frau im Favoritinnenkreis? Auffällig ist, dass keine Frau unter den möglichen Kandidaten ist. Der Grund dafür ist betrüblich - Frauen sind in der Unionsfraktion ziemlich unterrepräsentiert. Im mächtigen geschäftsführenden Fraktionsvorstand sind ohnehin nur drei Frauen vertreten, von insgesamt 20 Personen. Die Union hat da eine Leerstelle, das hat sogar der Kanzler gerade eingeräumt. - Beben in der Union:Liveblog: Jens Spahn tritt zurückmit Video17:45 - Leihmutter-Debatte:Spahns Rücktritt und die Lawine aus den eigenen Reihenvon Wulf Schmiesemit Video17:45 - Als Gesundheitspolitiker war er dagegen:War Spahns Vorgehen mit einer Leihmutterschaft legal?von Oliver Kleinmit Video1:16

Artikel lesen
18. Juli
Die Zeit (Politik)

Fraktionsvorsitz: CDU will Nachfolger für Jens Spahn schnell bestimmen

Nach dem Rückzug von Jens Spahn vom Vorsitz der Fraktion von CDU und CSU soll schnell ein Nachfolger vorgeschlagen und gewählt werden. Der Bundesvorstand der CDU und die Parteivorsitzenden der Bundesländer wollen nach Informationen der ZEIT die wichtige Personalie bereits in den kommenden Tagen klären. Bundeskanzler Friedrich Merz teilte mit, er werde in Abstimmung mit der CSU einen Vorschlag für die Neubesetzung im Fraktionsvorsitz machen: »Verfahren und Zeitplan werden jetzt mit den Gremien der Partei und der Fraktion abgestimmt.« Am Montag soll das CDU-Präsidium beraten. Als ein möglicher Spahn-Nachfolger wird der Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) gehandelt. Er ist ein erfahrener Parlamentarier: Frei war in der vergangenen Legislaturperiode parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, als Merz Oppositionsführer war. Er kennt die Führungsarbeit in der Fraktion und war auch schon nach der Bundestagswahl 2025 für den Posten im Gespräch. Hoffmann übernimmt die Amtsgeschäfte Vorübergehend soll der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Hoffmann, die Amtsgeschäfte als Unionsfraktionschef übernehmen. Die Fraktion bleibe entscheidungs- und handlungsfähig, sagte Hoffmann. Der Posten des Unionsfraktionschefs zählt zu den einflussreichsten innerhalb der Regierungskoalition. Er hält die Abgeordneten hinter dem Regierungskurs zusammen und ist der zentrale Ansprechpartner im Parlament für Kanzleramt und Koalitionspartner. Außerordentliche Fraktionssitzung vor der Sommerpause? Offiziell bestimmt werden kann ein neuer Chef erst per Wahl in einer Fraktionssitzung. Die erste reguläre Fraktionssitzung nach der Sommerpause wäre erst am 8. September. Am Sonntag ist Merz zu Gast im ZDF-Sommerinterview. Die seit Tagen laufende Diskussion über Spahn sollte offensichtlich vor diesem Auftritt beendet werden. Auch wegen der laufenden Wahlkämpfe in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern war aus Sicht der CDU Eile geboten.

Artikel lesen
18. Juli
Die Zeit (Politik)

Unionsfraktionsvorsitz: CDU will Nachfolger für Jens Spahn schnell bestimmen

Nach dem Rückzug von Jens Spahn vom Vorsitz der Unionsfraktion soll schnell ein Nachfolger vorgeschlagen und gewählt werden. Der Bundesvorstand der CDU und die Parteivorsitzenden der Bundesländer wollen nach Informationen der ZEIT die wichtige Personalie bereits in den kommenden Tagen klären. In einer Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz heißt es, er werde in Abstimmung mit der CSU einen Vorschlag für die Neubesetzung im Fraktionsvorsitz machen: »Verfahren und Zeitplan werden jetzt mit den Gremien der Partei und der Fraktion abgestimmt.« Am Montag soll das CDU-Präsidium beraten. Thorsten Frei wird als erster Kandidat genannt Als ein möglicher Spahn-Nachfolger wird Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) gehandelt. Er ist ein erfahrener Parlamentarier: Frei war in der vorangegangenen Legislaturperiode Parlamentarischer Geschäftsführer, als Merz die damalige Oppositionsfraktion anführte. Er kennt die Führungsarbeit in der Fraktion und war auch schon nach der Bundestagswahl 2025 für den Posten im Gespräch. Vorübergehend übernimmt der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, die Amtsgeschäfte des Unionsfraktionsvorsitzenden. Die Fraktion bleibe entscheidungs- und handlungsfähig, sagte Hoffmann. Der Posten des Unionsfraktionschefs zählt zu den einflussreichsten innerhalb der Regierungskoalition. Er hält die Abgeordneten hinter dem Regierungskurs zusammen und ist der zentrale Ansprechpartner im Parlament für Kanzleramt und Koalitionspartner. Fraktionssitzung noch vor der Sommerpause? Offiziell bestimmt werden kann ein neuer Fraktionschef erst per Wahl in einer Fraktionssitzung. Die erste reguläre Fraktionssitzung nach der Sommerpause wäre erst am 8. September. Doch die intensiven Beratungen weisen darauf hin, dass die Personalie in der kommenden Woche geklärt wird. Am Sonntag ist Merz zu Gast im ZDF-Sommerinterview. Die seit Tagen laufende Diskussion über Spahn sollte offensichtlich vor diesem Auftritt beendet werden. Auch wegen der laufenden Wahlkämpfe in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern war aus Sicht der CDU Eile geboten.

Artikel lesen
18. Juli
Tagesschau

Nach dem Rücktritt von Spahn stellt sich die Frage nach dem Nachfolger

ARD-Korrespondent zum Rücktritt Spahns "Das Personalkarussell beginnt sich jetzt zu drehen" Die Union muss nach nach dem Rücktritt von Spahn einen neuen Fraktionsvorsitzenden suchen. Gehandelt werden unter anderem Kanzleramtschef Frei und Innenminister Dobrindt. Aber das hätte weitere Folgen. Der Druck war in den vergangenen Tagen enorm gewachsen - die CDU-Parteispitze musste handeln. So schätzt ARD-Hauptstadtkorrespondent Torben Lehning die Situation nach dem angekündigten Rücktritt ihres Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn ein. Gerade vor den anstehenden Landtagswahlen sei es notwendig geworden, eine schnelle Entscheidung zu treffen. Dabei sei es um die Glaubwürdigkeit der Partei gegebenüber den Wählern gegangen, aber auch die Forderungen innerhalb der Union hätten dazu beigetragen, die Diskussionen rasch zu beenden. "Es war ganz klar, je früher die Entscheidung fällt, desto besser ist es für die Partei", sagte Lehnert weiter. Der Rückhalt für den Fraktionsvorsitzenden sei eindeutig geschwunden. "Eine Verteidigung für Jens Spahn gab es kaum." Unter anderem hätten sich die Frauenunion und auch CDU-Politiker aus dem konservativen Lager gegen Spahn gestellt. Außerdem habe es Forderungen nach einer Entscheidung der Parteispitze aus den Landesverbänden gegeben. Die Suche nach einem Nachfolger beginnt Allerdings seien die Debatten nicht ganz zu Ende, so Lehnert. Es müsse ein Nachfolger gefunden werden. "Das Personalkarussell beginnt sich nun zu drehen." Es stünden bereits einige Namen im Raum, wie zum Beispiel Kanzleramtschef Thorsten Frei oder Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Aber wenn einer von beiden den Vorsitz übernehmen würde, würde das gleichzeitig bedeuten, dass ein weiteres wichtiges Amt neu besetzt werden muss. Auch die Debatten um die Glaubwürdigkeit der Partei seien laut Lehnert noch zu führen. Viele Bürger hätten sich gefragt, warum Spahn nicht zu seiner politischen Haltung zur Leihmutterschaft gestanden habe. Das müsse die Union nun aufarbeiten.

Artikel lesen
18. Juli
FAZ (Politik)

Deutschland-Liveblog: Merz will Spahn-Nachfolge noch im Juli klären

Deutschland-Liveblog : Merz will Spahn-Nachfolge noch im Juli klären Lesezeit: (FILES) German Chancellor Jens Spahn und Friedrich Merz am 11. Juni in BerlinAFP Bundeskanzler nennt Spahns Rücktritt „richtig“ und „unvermeidlich“ +++ Konsequenz nach Kritik an Leihmutterschaft +++ Hoffmann übernimmt vorerst Amtsgeschäfte als Unionsfraktionschef +++ alle Entwicklungen im Liveblog Merz will Spahn-Nachfolge noch im Juli klären Bundeskanzler Friedrich Merz strebt noch vor seiner ab Ende Juli geplanten Urlaubszeit eine Entscheidung über die Nachfolge des zurückgetretenen Unionsfraktionschefs Jens Spahn an. Aus dem Umfeld des CDU-Chefs erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass noch Optionen abgewogen werden.  Der Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag wird traditionell von den beiden Parteichefs von CDU und CSU vorgeschlagen, die über das Wochenende im Gespräch dazu bleiben wollen. Ein Treffen ist aber nicht geplant. Zuvor hatte der „Spiegel“ über den weiteren Zeitplan berichtet. Am Montag tagt um 11 Uhr das CDU-Präsidium. Ob Merz schon dann einen Vorschlag präsentieren kann, gilt als offen. Gewählt wird der neue Vorsitzende von der Fraktion. Möglich ist eine Sondersitzung in der Sommerpause. Die erste reguläre Fraktionssitzung danach ist erst am 8. September. Die terminfreie Zeit des Kanzlers beginnt Mitte übernächster Woche. Von „Urlaub“ spricht das Kanzleramt nicht, weil der Regierungschef eigentlich immer im Dienst ist. Der Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag wird traditionell von den beiden Parteichefs von CDU und CSU vorgeschlagen, die über das Wochenende im Gespräch dazu bleiben wollen. Ein Treffen ist aber nicht geplant. Zuvor hatte der „Spiegel“ über den weiteren Zeitplan berichtet. Am Montag tagt um 11 Uhr das CDU-Präsidium. Ob Merz schon dann einen Vorschlag präsentieren kann, gilt als offen. Gewählt wird der neue Vorsitzende von der Fraktion. Möglich ist eine Sondersitzung in der Sommerpause. Die erste reguläre Fraktionssitzung danach ist erst am 8. September. Die terminfreie Zeit des Kanzlers beginnt Mitte übernächster Woche. Von „Urlaub“ spricht das Kanzleramt nicht, weil der Regierungschef eigentlich immer im Dienst ist. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Jens Spahn erklärt seinen Rücktritt Jens Spahn ist von seinem Posten als Unionsfraktionschef zurückgetreten. In einem Schreiben an die Bundestagsfraktion, das der F.A.Z. vorliegt, teilt Spahn mit: „Ich habe die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, darüber informiert, dass ich mit diesem Schreiben an unsere Fraktion von meinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktrete.“ Beiden dankte er für das in ihn gesetzte Vertrauen. Wie die F.A.Z. aus Regierungskreisen erfuhr, hatte Merz Spahn am Vormittag den Rücktritt nahegelegt – nachdem die parteiinterne Kritik wegen der Inanspruchnahme einer Leihmutter durch den Fraktionsvorsitzenden immer größer geworden war. Wenig später verschickte Spahn seinen Brief an die Mitglieder der Unionsfraktion. „Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt“, schreibt Spahn darin. „Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte.“ Spahn kritisiert in seinem Schreiben eine „zunehmende Unerbittlichkeit in der öffentlichen Auseinandersetzung“, die ihn sehr nachdenklich gemacht hätten, und fordert, „bei aller Klarheit und Entschiedenheit in der Sache immer auch menschlich im Ton“ zu bleiben. In den vergangenen Tagen sei ihm klar geworden: „Meine Familie ist mir das Wichtigste.“ Wie die F.A.Z. aus Regierungskreisen erfuhr, hatte Merz Spahn am Vormittag den Rücktritt nahegelegt – nachdem die parteiinterne Kritik wegen der Inanspruchnahme einer Leihmutter durch den Fraktionsvorsitzenden immer größer geworden war. Wenig später verschickte Spahn seinen Brief an die Mitglieder der Unionsfraktion. „Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt“, schreibt Spahn darin. „Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte.“ Spahn kritisiert in seinem Schreiben eine „zunehmende Unerbittlichkeit in der öffentlichen Auseinandersetzung“, die ihn sehr nachdenklich gemacht hätten, und fordert, „bei aller Klarheit und Entschiedenheit in der Sache immer auch menschlich im Ton“ zu bleiben. In den vergangenen Tagen sei ihm klar geworden: „Meine Familie ist mir das Wichtigste.“ Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Spahn und sein Mann Daniel Funke mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden sind. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, die CDU lehnt eine Legalisierung ab. Mit seinem persönlichen Verhalten begab sich Spahn damit in Widerspruch zur Linie seiner Partei und erntete dafür in den vergangenen Tagen zunehmend Kritik.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Ian Liesch CSU-Politiker Hoffmann: Unionsfraktion ist weiterhin handlungsfähig Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat sein Stellvertreter Alexander Hoffmann nach eigenen Angaben die Leitung der Abgeordneten von CDU und CSU im Bundestag übernommen. „Ich werde diese Fraktion so lange führen, bis ein neuer oder eine neue Vorsitzende gewählt ist. Wir haben also grundsätzlich keine Eile“, sagte der CSU-Politiker Hoffmann im „ZDF spezial“. Die Parteichefs von CDU und CSU müssten sich in der Frage der Nachfolge abstimmen. „Und die Zeit werden sie sich jetzt nehmen.“ Die Unionsfraktion sei weiterhin entscheidungsfähig, handlungsfähig und auch sprechfähig. „Und das werde ich so lange sicherstellen, bis ein neuer Vorsitzender, eine neue Vorsitzende gewählt ist“, sagte Hoffmann, der bislang Erster Stellvertretender Fraktionsvorsitzender war. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Weidel gibt sich in Magdeburg siegessicher Beim Wahlkampfauftakt der AfD in Sachsen-Anhalt wird Alice Weidel mit frenetischem Applaus begrüßt. In ihrer Rede gibt sich die Bundesvorsitzende siegessicher: Spitzenkandidat Ulrich Siegmund werde der nächste Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, so Weidel – und Sachsen-Anhalt sei erst der Anfang.  Spitzenkandidat Ulrich Siegmund selbst sagte in seiner Rede, die AfD sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen. „Schauen sie sich doch mal um“, sagte Siegmund unter Applaus, „hier ist niemand rechtsextrem.“ Er rief seinen Anhängern zu: „Ihr seid Teil von Geschichte.“ Ziel der AfD seien „45 Prozent plus X“. Auf seine erste Handlung freue er sich besonders, die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages. Den Termin sollten sich seine Anhänger schon einmal im Kalender anstreichen. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund selbst sagte in seiner Rede, die AfD sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen. „Schauen sie sich doch mal um“, sagte Siegmund unter Applaus, „hier ist niemand rechtsextrem.“ Er rief seinen Anhängern zu: „Ihr seid Teil von Geschichte.“ Ziel der AfD seien „45 Prozent plus X“. Auf seine erste Handlung freue er sich besonders, die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages. Den Termin sollten sich seine Anhänger schon einmal im Kalender anstreichen. Bundesvorsitzende Alice Weidel zusammen mit Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt. AFP Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 06. September 2026 statt. dpa Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen AfD Sachsen-Anhalt eröffnet ihren Wahlkampf in Magdeburg Während sich in Berlin alles um den Rücktritt des CDU-Fraktionsvorsitzenden dreht, eröffnet die AfD Sachsen-Anhalt heute in Magdeburg ihren Wahlkampf – mit prominenter Verstärkung: Neben Spitzenkandidat Ulrich Siegmund und Landeschef Martin Reichardt wird auch die Bundesvorsitzende Alice Weidel erwartet. Gut sieben Wochen vor der Landtagswahl am 6. September führt die vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als rechtsextrem eingestufte Partei die Umfragen an – mit Werten jenseits der 40-Prozent-Marke liegt sie in Sachsen-Anhalt inzwischen weit vor der abgeschlagenen CDU. Die AfD hofft in Sachsen-Anhalt auf eine Alleinregierung. Auf dem Landesparteitag in Magdeburg vor einer Woche hat Spitzenkandidat Ulrich Siegmund unter dem Titel „100 Tage für Sachsen-Anhalt“ die Vorhaben präsentiert, die die AfD sofort umsetzen will, wenn sie im September an die Regierung kommen sollte. Meine Kollegen Katja Gelinsky war in der vergangenen Woche in Magdeburg dabei und hat sich das Programm angeschaut: Siegmund stellt 100-Tage-Programm der AfD für Sachsen-Anhalt vor | FAZ Auf dem Weg zum heutigen Veranstaltungsort, der Messe Magdeburg, werden die Anreisenden von einer Protestkundgebung begrüßt. Organisiert hat die Proteste das Bündnis „Solidarisches Magdeburg“. Laut Polizei zogen am frühen Nachmittag etwa 300 Demonstranten vom Kundgebungsort zur Messe. Die AfD hofft in Sachsen-Anhalt auf eine Alleinregierung. Auf dem Landesparteitag in Magdeburg vor einer Woche hat Spitzenkandidat Ulrich Siegmund unter dem Titel „100 Tage für Sachsen-Anhalt“ die Vorhaben präsentiert, die die AfD sofort umsetzen will, wenn sie im September an die Regierung kommen sollte. Meine Kollegen Katja Gelinsky war in der vergangenen Woche in Magdeburg dabei und hat sich das Programm angeschaut: Siegmund stellt 100-Tage-Programm der AfD für Sachsen-Anhalt vor | FAZ Auf dem Weg zum heutigen Veranstaltungsort, der Messe Magdeburg, werden die Anreisenden von einer Protestkundgebung begrüßt. Organisiert hat die Proteste das Bündnis „Solidarisches Magdeburg“. Laut Polizei zogen am frühen Nachmittag etwa 300 Demonstranten vom Kundgebungsort zur Messe. Eingang zum Veranstaltungsort, der Messe Magdeburg. Antea Obinja Auf dem Weg zur Messe werden die Teilnehmer von einer Protestkundgebung begrüßt. Antea Obinja Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Kubicki: „weiterer moralischer Tiefpunkt der CDU“ Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki wirft der CDU mit Blick auf den Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn moralische Fehler vor. „Neben den Lügen von (Bundeskanzler Friedrich) Merz und (dem Spitzenkandidaten für die Berlin-Wahl Kai) Wegner ist das ein weiterer moralischer Tiefpunkt der CDU“, sagte Kubicki der „Rheinischen Post“ (Samstag). Der Regierende Bürgermeister von Berlin Wegner hatte seine Spitzenkandidatur nach anhaltender Kritik an seinem Verhalten nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung am 3. Januar aufgegeben. Kubicki ergänzte: „Schade, dass Jens Spahn nicht erklärt hat, aufgrund eigener Erfahrungen seine Haltung zur Leihmutterschaft geändert zu haben.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Weidel: Spahns „Glaubwürdigkeit endgültig zerstört“ Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel sieht die Glaubwürdigkeit des zurückgetretenen Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn zerstört. Dessen Rückzug sei überfällig gewesen, schreibt Weidel auf X. Mit Blick auf Spahns Zeit als Gesundheitsminister in der Corona-Pandemie schreibt sie sie, schon seine Verantwortung für die Maskendeals und eine „undurchsichtige Finanzierung seiner Luxusvilla“ hätten Spahn als Fraktionschef untragbar gemacht. „Dass er nun ein Gesetz unterläuft, für das er selbst gestimmt hat, hat seine Glaubwürdigkeit endgültig zerstört.“  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Linke: Spahns Rücktritt überfällig Der Rücktritt Jens Spahns ist aus Sicht des Linken-Vorsitzenden Luigi Pantisano „längst überfällig“ gewesen. Mit Blick auf die Maskenaffäre, bei der es um teure Maskenkäufe des damaligen Gesundheitsministers Spahn während der Corona-Pandemie ging, sagte Pantisano der „Rheinischen Post“: „Unter seiner Verantwortung wurden Milliarden Euro Steuergeld verbrannt, Geld, das heute bei Schulen, Krankenhäusern und bezahlbaren Wohnungen fehlt.“ Jetzt zeige sich ein weiteres Mal Spahns Doppelmoral. „Für normale Menschen gelten die Gesetze, für Spitzenpolitiker offenbar nur so lange, bis sie genug Geld haben, sie im Ausland zu umgehen.“ Auch nach Ansicht des Linken-Fraktionsvorsitzenden Sören Pellmann kommt der Rücktritt spät. „Wer politische Verantwortung trägt, muss sich an den Maßstäben messen lassen, die er selbst für andere einfordert. Genau daran ist Jens Spahn gescheitert“, sagte er laut Mitteilung. Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner äußerte sich ähnlich: „Der Rücktritt war überfällig – auch wenn dies nur der letzte Tropfen auf einem ohnehin heißen Stein war“, sagte sie der „Rheinischen Post“. „Am Ende ging es um seine Glaubwürdigkeit, die schon durch frühere, eigentlich weitaus gravierendere Fälle massiv gelitten hatte.“ Privat wünsche sie ihm dennoch alles Gute. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Söder zollt Spahn Respekt für „persönliche Entscheidung“ CSU-Chef Markus Söder zollt Unionsfraktionschef Jens Spahn für dessen Rücktritt seinen Respekt. Dies sei „eine persönliche Entscheidung, dafür gebührt ihm Respekt. Ich danke Jens Spahn für die sehr gute Zusammenarbeit, gerade in schwierigen Zeiten“, sagte der bayerische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur in München.    Auch CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek lobte die Lebensleistung von Spahn ausdrücklich. Er habe „großen Respekt“ vor dem Schritt, den Spahn jetzt gegangen sei. Spahn habe verschiedenste Ämter begleitet und sich in einer sicherlich schwierigen Situation nochmals nach vorne bewegt. Zugleich erinnerte Holetschek an die „Verpflichtung für den Schutz und die Würde zum Lebensbeginn des Kindes“. Das sei tatsächlich etwas, „was mich bewegt bei all der Diskussion, die schon richtig ist, dass wir das Verbot der Leihmutterschaft sehen und all die Dinge. Es ist ein Kind auf die Welt gekommen, das möglicherweise irgendwann mal auch sehen wird, was in dieser Zeit passiert ist“.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Wüst bedauert Spahn-Rücktritt NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat den Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (beide CDU) bedauert. „In der Entscheidung von Jens Spahn zum Rückzug liegt eine große Tragik“, erklärte Wüst. „Ich bedaure diesen Schritt persönlich sehr und kann ihn zugleich gut nachvollziehen. Ich bin überzeugt: Viele Menschen werden das Dilemma zwischen politischem Anspruch und persönlicher Realität wahrgenommen haben.“ Wüst befand, dass die Debatte in den vergangenen Tagen an vielen Stellen überzogen geführt worden sei. „Dennoch waren viele gestellte Fragen natürlich berechtigt.“ Er respektiere, dass Spahn „diesen wohl unausweichlichen Weg jetzt gewählt“ habe.  „Ich habe Verständnis dafür, dass Jens diesen Weg geht.“ Mit der öffentlichen Bekanntgabe der Geburt des Sohnes von Spahn und seinem Mann durch eine Leihmutterschaft seien Fragen gestellt worden „zu einem komplexen, sensiblen und persönlichen Thema mit gesellschaftlicher Tragweite“, sagte Wüst. Er appellierte an die Öffentlichkeit, in der Debatte Rücksicht auf das Kind zu nehmen. „Kinder können am allerwenigsten für die Umstände ihrer Herkunft“, so der NRW-Ministerpräsident. „Niemand sucht sich die Umstände seiner Geburt aus.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Merz nennt Spahns Rücktritt „richtig“ und „unvermeidlich“ Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezeichnet den Rücktritt von Jens Spahn als „richtig“ und „unvermeidlich“. „Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut“, heißt es in einer Erklärung des Bundeskanzlers von Samstag.  „Ich danke Jens Spahn für die Zusammenarbeit. Er hat den Weg der Fraktion aus der Opposition in die Regierung mitgeprägt und gestaltet“, heißt es darin weiter. Darüber hinaus sei Spahn in der Erarbeitung der großen Reformvorhaben der letzten Wochen „eine wichtige Stütze der Koalition“ gewesen, so Merz. „Ich danke Jens Spahn für die Zusammenarbeit. Er hat den Weg der Fraktion aus der Opposition in die Regierung mitgeprägt und gestaltet“, heißt es darin weiter. Darüber hinaus sei Spahn in der Erarbeitung der großen Reformvorhaben der letzten Wochen „eine wichtige Stütze der Koalition“ gewesen, so Merz. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Alexander Hoffmann übernimmt vorerst Amtsgeschäfte als Unionsfraktionschef Bis zur Wahl eines Nachfolgers soll CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann die Amtsgeschäfte als Unionsfraktionschef übernehmen.  Auf X erklärt der CSU-Politiker: „Die Entscheidung von Jens Spahn verdient allerhöchsten Respekt. Jens Spahn hat die Unionsfraktion durch herausfordernde Zeiten geführt und zum Erfolg dieser Koalition maßgeblich beigetragen, dafür danke ich ihm persönlich sehr. Bis zur Wahl eines neuen Fraktionsvorsitzenden werde ich die Amtsgeschäfte übernehmen. Die Fraktion bleibt entscheidungs- und handlungsfähig.“ Auf X erklärt der CSU-Politiker: „Die Entscheidung von Jens Spahn verdient allerhöchsten Respekt. Jens Spahn hat die Unionsfraktion durch herausfordernde Zeiten geführt und zum Erfolg dieser Koalition maßgeblich beigetragen, dafür danke ich ihm persönlich sehr. Bis zur Wahl eines neuen Fraktionsvorsitzenden werde ich die Amtsgeschäfte übernehmen. Die Fraktion bleibt entscheidungs- und handlungsfähig.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Miersch dankt Spahn Und schon äußert sich Matthias Miersch, der Fraktionsvorsitzende vom Koalitionspartner SPD: „Ich habe großen Respekt vor Jens Spahns Entscheidung. Wir haben in der Koalition sehr eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet“, teilt er mit. Zur politischen Bewertung der Vorgänge wolle er sich nicht äußern, diese Frage müsse die Union mit sich selbst klären.  „Als Mensch kann ich erahnen, was die letzten Stunden für Jens Spahn und seine Familie bedeutet haben“, schreibt Miersch. „Ich wünsche Jens Spahn und seiner Familie für die Zeit nach dem Amt alles Gute und viel Kraft.“ „Als Mensch kann ich erahnen, was die letzten Stunden für Jens Spahn und seine Familie bedeutet haben“, schreibt Miersch. „Ich wünsche Jens Spahn und seiner Familie für die Zeit nach dem Amt alles Gute und viel Kraft.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Spahns Rücktrittsschreiben im Wortlaut „Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, darüber informiert, dass ich mit diesem Schreiben an unsere Fraktion von meinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktrete. Beiden danke ich für das in mich gesetzte Vertrauen. Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt. Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte. Es war mir eine große Ehre, Vorsitzender unserer gemeinsamen Fraktion sein zu dürfen. Ich danke ganz besonders Alexander Hoffmann und dem gesamten Fraktionsvorstand für die immer vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit. Auch Matthias Miersch möchte ich ausdrücklich für die gute und enge Zusammenarbeit danken. Diese war ein Stabilitätsanker für die Koalition. Die zunehmende Unerbittlichkeit in der öffentlichen Auseinandersetzung hat mich sehr nachdenklich gemacht. Lasst uns bei aller Klarheit und Entschiedenheit in der Sache immer auch menschlich im Ton bleiben. Denn das zeichnet uns als christlich-demokratische Volksparteien der Mitte aus. Eines ist mir in den letzten Tagen immer klarer geworden: Meine Familie ist mir das Wichtigste. Ich danke Euch allen für die gemeinsame Arbeit in den letzten 14 Monaten und wünsche Euch alles Gute! Euer Jens Spahn“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Volt: Spahn soll nicht zurücktreten Während in seiner eigenen Partei immer mehr Rücktrittsforderungen laut werden, fordert Volt Jens Spahn explizit dazu auf, nicht zurückzutreten. Das löse „kein einziges Problem, sondern zementiert nur die lebensfremde und rückwärtsgewandte Haltung seiner Partei“, teilt die Kleinpartei mit. Spahn müsse stattdessen sein Amt nutzen, um in der Union dafür zu kämpfen, dass sein „persönlicher Weg zum Familienglück endlich legaler Standard für alle Menschen in Deutschland wird“.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

Artikel lesen
© 2026 Themenlage