Themen
lage

Samstag, 15. August 2026
Zurück zur Übersicht

„Nicht im Einklang mit dem Stand der Wissenschaft“ – WHO kritisiert Trump scharf

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
13. August
Die Welt (Politik)

„Nicht im Einklang mit dem Stand der Wissenschaft“ – WHO kritisiert Trump scharf

„Nicht im Einklang mit dem Stand der Wissenschaft“ – WHO kritisiert Trump scharf Die WHO geht auf Konfrontationskurs zu US-Präsident Donald Trump. Die geplanten Einschränkungen bei Kinderimpfungen seien wissenschaftlich nicht haltbar und könnten Kinder gefährden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert mit Sorge und scharfer Kritik auf die Kinderimpf-Politik der US-Regierung. Präsident Donald Trump verfügte zuletzt in einem Dekret, die Zahl der empfohlenen Impfungen zu reduzieren. Außerdem fordert er die Aufteilung von Kombi-Impfungen auf mehrere Arztbesuche. Dies stehe „nicht im Einklang mit dem Stand der Wissenschaft“, konterte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. „Impfpolitik sollte sich an einer fundierten, unabhängigen und transparenten Bewertung des besten verfügbaren Kenntnisstandes orientieren und nicht an politischer Einflussnahme“, forderte Tedros in einer Pressekonferenz. Die aktuelle Beweislage sei eindeutig: Impfstoffe – einschließlich des MMR-Impfstoffs gegen Masern, Mumps und Röteln – seien sicher, so Tedros. Die Präparate würden keinen Autismus verursachen, betonte er. Trump hatte seinen neuen Kurs erneut in einen Zusammenhang mit der stark gestiegenen Zahl von Autismus-Diagnosen gestellt. WHO-Fachleute wiesen darauf hin, dass mit der MMR-Kombinationsimpfung auf einfache Weise viele Kinder geschützt würden. Die Aufteilung auf mehrere Stiche und Termine würde hingegen den Aufwand für Eltern erhöhen. Dies könne dazu führen, dass Kinder nicht alle Teilimpfungen erhielten und steigere das Krankheits- und Sterberisiko, warnten sie. „Das geht genau in die falsche Richtung“, sagte WHO-Chefwissenschaftlerin Kate O'Brien über die US-Politik.

Artikel lesen
12. August
Der Spiegel

WHO kritisiert Donald Trumps Dekret zu Kinderimpfungen scharf

Weniger Schutz empfohlen WHO kritisiert Trumps Dekret zu Reduzierung von Kinderimpfungen Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert mit Sorge und scharfer Kritik auf die Kinderimpf-Politik der US-Regierung. Präsident Donald Trump verfügte zuletzt in einem Dekret, die Zahl der empfohlenen Impfungen zu reduzieren. Immunisierungen etwa gegen Hepatitis B, Covid-19 und Grippe sollten demnach nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Außerdem fordert er die Aufteilung von Kombi-Impfungen auf mehrere Arztbesuche. Dies stehe »nicht im Einklang mit dem Stand der Wissenschaft«, konterte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Trump hatte gesagt, dass die Impfstoffe zusammen möglicherweise »ziemlich tödlich« sein könnten. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: »Nein.« Er habe aber von Menschen gehört, die dies behaupteten. »Impfpolitik sollte sich an einer fundierten, unabhängigen und transparenten Bewertung des besten verfügbaren Kenntnisstandes orientieren und nicht an politischer Einflussnahme«, forderte Tedros in einer Pressekonferenz. Die aktuelle Beweislage sei eindeutig: Impfstoffe – einschließlich des MMR-Impfstoffs gegen Masern, Mumps und Röteln – seien sicher, so Tedros. Die Präparate würden keinen Autismus verursachen, betonte er. Trump hatte seinen neuen Kurs erneut in einen Zusammenhang mit der stark gestiegenen Zahl von Autismus-Diagnosen gestellt. WHO-Fachleute wiesen darauf hin, dass mit der MMR-Kombinationsimpfung auf einfache Weise viele Kinder geschützt würden. Die Aufteilung auf mehrere Stiche und Termine würde hingegen den Aufwand für Eltern erhöhen. Dies könne dazu führen, dass Kinder nicht alle Teilimpfungen erhielten und steigere das Krankheits- und Sterberisiko, warnten sie. »Das geht genau in die falsche Richtung«, sagte WHO-Chefwissenschaftlerin Kate O'Brien über die US-Politik. In den USA ist seit geraumer Zeit eine steigende Impfskepsis zu beobachten – befördert auch durch Aussagen des amtierenden Gesundheitsministers Robert F. Kennedy. Fachleute warnen vor einer Rückkehr potenziell tödlicher Krankheiten, die als weitgehend ausgerottet galten. In diesem Jahr sind die Maserninfektionen auf den höchsten Stand seit 35 Jahren gestiegen. Die US-Seuchenschutzbehörde schürt unbegründete Ängste vor Impfungen im Kindesalter. Dabei gelten Impfungen als eine der größten Errungenschaften der Medizin .

Artikel lesen
12. August
Handelsblatt

Umstrittene Gesundheitspolitik: Weniger Impfempfehlungen: WHO kritisiert USA scharf

Umstrittene Gesundheitspolitik: Weniger Impfempfehlungen: WHO kritisiert USA scharf Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert mit Sorge und scharfer Kritik auf die Kinderimpf-Politik der US-Regierung. Präsident Donald Trump verfügte zuletzt in einem Dekret, die Zahl der empfohlenen Impfungen zu reduzieren. Außerdem fordert er die Aufteilung von Kombi-Impfungen auf mehrere Arztbesuche. Dies stehe „nicht im Einklang mit dem Stand der Wissenschaft“, konterte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. „Impfpolitik sollte sich an einer fundierten, unabhängigen und transparenten Bewertung des besten verfügbaren Kenntnisstandes orientieren und nicht an politischer Einflussnahme“, forderte Tedros in einer Pressekonferenz. WHO-Chef: Kein Zusammenhang mit Autismus Die aktuelle Beweislage sei eindeutig: Impfstoffe - einschließlich des MMR-Impfstoffs gegen Masern, Mumps und Röteln - seien sicher, so Tedros. Die Präparate würden keinen Autismus verursachen, betonte er. Trump hatte seinen neuen Kurs erneut in einen Zusammenhang mit der stark gestiegenen Zahl von Autismus-Diagnosen gestellt. WHO-Fachleute wiesen darauf hin, dass mit der MMR-Kombinationsimpfung auf einfache Weise viele Kinder geschützt würden. Die Aufteilung auf mehrere Stiche und Termine würde hingegen den Aufwand für Eltern erhöhen. Dies könne dazu führen, dass Kinder nicht alle Teilimpfungen erhielten und steigere das Krankheits- und Sterberisiko, warnten sie. „Das geht genau in die falsche Richtung“, sagte WHO-Chefwissenschaftlerin Kate O'Brien über die US-Politik.

Artikel lesen
11. August
Deutschlandfunk

Weltgesundheits-Organisation - WHO kritisiert US-Präsident Trumps reduzierte Impfempfehlungen für Kinder - auch Ärzte warnen

Zudem betonte er, der Zeitpunkt für die einzelnen Impfungen sei durch eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung ermittelt worden, wann Menschen am anfälligsten für bestimmte Krankheiten seien und wie sich das Immunsystem entwickle. Trump hatte eine Änderung der Impfempfehlungen für Kinder verfügt. In seinem Dekret wird unter anderem dazu aufgerufen, den Abstand zwischen den Immunisierungen zu vergrößern. Zudem zählten Hepatitis B, Covid-19 und Grippe nicht mehr zu den Krankheiten, gegen die Kinder geimpft werden müssten, hieß es weiter. Trump kritisierte auch den Kombi-Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln. Gegen diese Krankheiten solle den Angaben zufolge fortan einzeln geimpft werden - und in größerem zeitlichen Abstand, heißt es in dem Dekret aus dem Weißen Haus. Kritik auch von Ärzten und Impfstoffhersteller Ärzte warnten laut WHO, dass eine Reduzierung der Anzahl der empfohlenen Impfungen dazu führen könne, dass mehr Kinder anfällig für vermeidbare Krankheiten würden und bei Eltern Verwirrung darüber entstehen könne, wann Kinder geimpft werden sollten. Der Impfstoffhersteller Merck erklärte, es gebe keine wissenschaftlichen Belege für einen Nutzen, wenn die Impfungen aufgeteilt würden. Die Notwendigkeit separater Arztbesuche könne vielmehr das Risiko von verspäteten oder versäumten Impfungen erhöhen. Diese Nachricht wurde am 11.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Artikel lesen
11. August
Neues Deutschland

Kinderkrankheiten | Empfohlen vom Impf-Pimpf

- Kommentare - Kinderkrankheiten Empfohlen vom Impf-Pimpf Donald Trumps Erlass zum Vakzin-Plan für Kinder ist hanebüchen und gefährlich. Donald Trump ist, seiner Ansicht nach, der beste Experte auf eigentlich allen Gebieten. Auch bei komplexen Gesundheitsthemen, insbesondere wenn es um Impfungen geht, stellt er bekanntlich alles Dagewesene in den Schatten. Man denke nur an seine Empfehlung zu Beginn der Coronazeit, sich Desinfektionsmittel oder Bleichmittel zu injizieren. Kaum jemand folgte, und es starben Millionen Menschen während der Pandemie. Diesmal will er die Ergebnisse seiner überragenden Expertise nicht dem Zufall überlassen: Kraft seiner Wassersuppe ordnet er an, den Impfplan für Kinder in den USA zu ändern. Vor allem soll die Anzahl reduziert werden, zur Freude aller rechter Impfskeptiker. Einen Präsidentenerlass kann man nicht scherzhaft abtun wie die Coronatipps, denn dieser kann ernste Folgen haben. Natürlich ist der Inhalt ähnlich hanebüchen. Die Behauptung, Impfungen für Kinder sei eine Ursache für steigende Autismusraten, wurde schon mehrfach untersucht, ohne dass sich irgendwelche Belege dafür fanden. Für Trump ist es dennoch Fakt. Genauso wie die vermeintliche Gefährlichkeit bestimmter Wirkverstärker, auch wenn die gemeinhin als sicher gelten. Der Gipfel ist die Anordnung, den kombinierten Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln in seine drei Bestandteile zu trennen. Dass er kombiniert »ziemlich tödlich« und nur getrennt sehr effektiv sei, ist einfach Nonsens. Käme der Präsident damit durch, stünden die USA ohne Impfstoff gegen die drei Kinderkrankheiten da, da einzelne Impfungen erst langwierig getestet werden müssten, bevor sie verabreicht werden können. Und im Ergebnis müssten Eltern entgegen Trumps Beteuerungen noch öfter mit dem Kind zum unbeliebten Pieks. Das eigentliche Problem ist aber nicht der Inhalt des Erlasses, zumal sich darin auch Überlegenswertes findet. So war in der Fachwelt immer umstritten, ob allen Kindern eine Covid-19-Impfung empfohlen werden sollte. Die US-Gesundheitsbehörden waren hier strikter als zum Beispiel die Kollegen in Deutschland. Nein, gefährlich ist vor allem die Art und Weise, wie der Präsident vorgeht. Es ist weltweit Standard, dass Fachleute auf Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse Impfpläne erarbeiten. Regelmäßig wird von ihnen kritisch hinterfragt, ob dies noch Stand der Dinge ist oder ob Änderungen vorgenommen werden müssen. Wenn nun ein einzelner Politiker dies aushebelt und sich zum einzig wahren Experten ernennt, wird ein wissenschaftlich gut begründeter, verlässlicher Vakzin-Plan eines ganzen Landes dequalifiziert zu bloßen Empfehlungen von einem Impf-Pimpf. Wir sind käuflich. Aber nur für unsere Leser*innen. Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär. Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin: → unabhängig und kritisch berichten → übersehene Themen aufgreifen → marginalisierten Stimmen Raum geben → Falschinformationen etwas entgegensetzen → linke Debatten voranbringen Mit »Freiwillig zahlen« machen Sie mit. Sie tragen dazu bei, dass diese Zeitung eine Zukunft hat. Damit nd.bleibt.

Artikel lesen
11. August
Die Welt (Politik)

Dann schimpft Trump auf Impfdosen „in der Größe einer Limonadenflasche“

Dann schimpft Trump auf Impfdosen „in der Größe einer Limonadenflasche“ Per Dekret stutzt Trump die Impfempfehlungen für Kinder – und spricht von Spritzen „in der Größe einer Limonadenflasche“. Vor Journalisten stellte er Impfungen wieder in Zusammenhang mit Autismus-Erkrankungen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump empfiehlt weniger Impfungen für Kinder und will Kombi-Impfungen künftig auf mehrere Arztbesuche verteilen lassen. Per Dekret verfügte Trump im Beisein seines Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr., fortan nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen für alle Kinder anzuerkennen. Ob die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Ein ähnlicher Umbau der Impfpolitik war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden, zudem liegen viele Befugnisse zu Impfregeln bei den Bundesstaaten. Der US-Präsident sprach vor Journalisten von Injektionen „in der Größe einer Limonadenflasche“, die Kindern in den USA verabreicht würden. Wie genau er auf diesen Vergleich kam, führte er nicht aus. In dem von Trump unterzeichneten Text wird unter anderem empfohlen, die Impfungen gegen Masern, Röteln und Mumps voneinander zu trennen, anstatt sie wie allgemein üblich in einer einzigen Injektion zu verabreichen. „Damals waren die Menschen weitaus gesünder“ „Vor Jahrzehnten erhielten Kinder nur einen Bruchteil der heute geforderten Impfungen“, führte Trump im Oval Office aus. „Damals waren die Menschen weitaus gesünder, und natürlich gab es die hohe Autismus-Rate nicht, die wir heute beobachten“, fügte er hinzu. Er habe seine eigenen Kinder früher selbst zu mehreren getrennten Impfterminen gebracht, sagte der Präsident. „Ich denke, das wird einen großen Einfluss auf Autismus haben.“ Überhaupt kam der Präsident bei der Vorstellung der neuen Impfempfehlungen mehrmals auf Autismus zu sprechen. Er schränkte allerdings zugleich ein: „Wir wissen nicht“, wodurch dieser ausgelöst werde. Trump warnt vor „ziemlich tödlicher“ Kombination Trump forderte auch, den kombinierten MMR-Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln künftig möglichst in drei einzelnen Impfungen aufzuteilen und diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu verabreichen. Zusammen könnten die Impfstoffe möglicherweise „ziemlich tödlich“ sein, sagte Trump. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: „Nein.“ Er habe aber von Menschen gehört, die dies behaupteten. Der neuen Anordnung von Trump zufolge sollen Impfungen gegen Krankheiten wie Hepatitis B, Covid-19 und Grippe nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Eltern könnten sich aber weiterhin für sämtliche Impfungen entscheiden, betonte Trump bei der Unterzeichnung des Dekrets im Weißen Haus. Die Kosten dafür sollen nach Angaben der Regierung auch weiterhin von Versicherungen übernommen werden. In den USA ist seit geraumer Zeit eine steigende Impfskepsis zu beobachten. Fachleute warnen vor einer Rückkehr potenziell tödlicher Krankheiten, die als weitgehend ausgerottet galten. Im vergangenen Jahr erlebten die USA den größten Masernausbruch seit mehr als 30 Jahren mit mehr als 1400 Fällen.

Artikel lesen
11. August
taz (Öko & Co)

Dekret des US-Präsidenten: Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen

Dekret des US-Präsidenten: Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen Donald Trumps Regierung baut die Impfpolitik für Kinder um – und ignoriert sowohl explodierende Fallzahlen als auch wissenschaftliche Erkenntnisse. dpa | Die Regierung von US-Präsident Donald Trump empfiehlt weniger Impfungen für Kinder und will Kombi-Impfungen künftig auf mehrere Arztbesuche verteilen lassen. Per Dekret verfügte Trump im Beisein seines umstrittenen Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr., fortan nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen für alle Kinder anzuerkennen. Ob die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Ein ähnlicher Umbau der Impfpolitik war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden, zudem liegen viele Befugnisse zu Impfregeln bei den Bundesstaaten. Bei seinem Auftritt im Weißen Haus räumte der Präsident zudem selbst ein, sich auf unbewiesene Behauptungen zu stützen. Er wiederholte auch seine These eines möglichen Zusammenhangs zwischen Impfungen und Autismus, für den es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keinerlei Belege gibt. Der neuen Anordnung zufolge sollen Impfungen gegen Krankheiten wie Hepatitis B, Covid-19 und Grippe nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Eltern könnten sich aber weiterhin für sämtliche Impfungen entscheiden, betonte Trump bei der Unterzeichnung des Dekrets im Weißen Haus. Die Kosten dafür sollen nach Angaben der Regierung auch weiterhin von Versicherungen übernommen werden. Zahl der Maserninfektionen seit Trumps Amtsantritt explodiert Trump forderte, den kombinierten MMR-Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln künftig möglichst in drei einzelne Impfungen aufzuteilen und diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu verabreichen. Zusammen könnten die Impfstoffe möglicherweise „ziemlich tödlich“ sein, sagte Trump. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: „Nein.“ Er habe aber von Menschen gehört, die dies behaupteten. Für einen besonderen Nutzen einer Aufteilung des MMR-Impfstoffs gibt es nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC keine wissenschaftlichen Belege. Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln sind in den USA derzeit zudem nicht verfügbar. Gesundheitsexperten warnen, dass zusätzliche Arzttermine dazu führen könnten, dass Kinder länger ungeschützt bleiben oder spätere Impfungen ausfallen. Dabei ist die Zahl der Maserninfektionen schon jetzt auf dem höchsten Stand seit Jahrzehnten. Im Jahr 2000 hatte die Krankheit in den USA eigentlich schon als besiegt gegolten. Danach gab es nur sporadisch immer wieder kleinere Ausbrüche. In den vergangenen anderthalb Jahren – Trump ist seit Januar 2025 im Amt – gab es nun mehr Fälle als in den 25 Jahren davor zusammen. Studien zeigen keinen Zusammenhang mit Autismus Trump stellte den neuen Kurs erneut in einen Zusammenhang mit der stark gestiegenen Zahl von Autismus-Diagnosen. Er habe seine eigenen Kinder früher selbst zu mehreren getrennten Impfterminen gebracht, sagte der Präsident. „Ich denke, das wird einen großen Einfluss auf Autismus haben.“ Auch Gesundheitsminister Kennedy sagte, die Regierung wolle mögliche Zusammenhänge zwischen Impfungen, deren Zeitpunkt und Autismus weiter untersuchen. Er erklärte, ein Anstieg von Autismus-Diagnosen könne nicht allein mit besserer Erkennung erklärt werden und müsse auch Umweltursachen haben. Die Weltgesundheitsorganisation kommt dagegen nach wiederholter Auswertung zahlreicher Studien zu dem Schluss, dass es keinen Beleg dafür gibt, dass Impfungen Autismus verursachen. Auch ein Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus wurde in großen Studien nicht gefunden. Gericht schritt gegen Kurswechsel ein Die Anordnung setzt den seit Monaten verfolgten Kurs der Trump-Regierung fort. Kennedy hatte Anfang des Jahres bereits versucht, den nationalen Kinderimpfplan einzudampfen, allgemeine Empfehlungen nur noch für Impfungen gegen 11 statt 17 Krankheiten auszugeben und bei allen anderen Fällen stärker auf individuelle Entscheidungen von Eltern und Ärzten zu setzen. Ein Bundesgericht stoppte diese Änderungen im März jedoch vorläufig, nachdem Ärzteverbände dagegen geklagt hatten. In der Urteilsbegründung hieß es, in der Vergangenheit seien solche Entscheidungen nach „Methoden wissenschaftlicher Natur, die durch Verfahrensvorschriften im Gesetz kodifiziert sind“, getroffen worden, doch „leider hat die Regierung diese Methoden missachtet und dadurch die Integrität ihres Handelns untergraben“. Auch Trumps neue Anordnung hebt die Gerichtsentscheidung nicht auf. Sie macht den reduzierten Impfplan zur erklärten Politik der Regierung und stößt weitere Schritte an, ändert aber nicht automatisch die derzeit geltenden Impfempfehlungen oder die Impfanforderungen für Schulen. Letztere werden in den USA prinzipiell von den Bundesstaaten selbst festgelegt. Trump wies das Justizministerium nun an, rechtlich gegen Bundesstaaten vorzugehen, deren Regeln nach Auffassung der Regierung das Recht auf religiös oder medizinisch begründete Impfausnahmen verletzen. Regierung verweist auf hohe Impfquoten in Europa Trump und Kennedy begründeten ihren Kurs auch damit, dass europäische Länder hohe Impfquoten ohne umfassende Schul-Impfpflichten erreichten. Tatsächlich setzen viele europäische Staaten vor allem auf freiwillige Impfprogramme. In mehreren Ländern gibt es jedoch Pflichtimpfungen und entsprechende Nachweispflichten. In Deutschland etwa müssen Kinder in Kitas und Schulen einen ausreichenden Masernschutz nachweisen. Die US-Regierung betont, sie strebe weiterhin hohe Impfquoten an – wolle dieses Ziel aber eher durch Information und freiwillige Entscheidungen der Eltern als durch staatliche Vorgaben erreichen. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

Artikel lesen
11. August
ZDF heute

Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen

Unbelegte Behauptungen zu Autismus:Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen Die US-Regierung verstärkt ihr Vorgehen gegen Impfungen. Trump begründet den Kurs unter anderem mit einem wissenschaftlich unbelegten Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus. US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret zur Überarbeitung der Impfempfehlungen für Kinder unterzeichnet. Demnach will die US-Regierung nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen für alle Kinder anerkennen. Die Anordnung sieht unter anderem vor, Impfungen möglichst auf mehrere Arzttermine aufzuteilen und die kombinierte MMR-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln durch drei Einzelimpfungen zu ersetzen. Trump begründete die Maßnahmen erneut mit einem wissenschaftlich unbelegten möglichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus. Er deutete an, dass die Anzahl oder der Zeitpunkt der Impfungen eine Rolle spielen könnte. Bei seinem Auftritt im Weißen Haus im Beisein von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. räumte Trump ein, sich auf unbewiesene Behauptungen zu stützen. Ein Gericht hatte im März den Kurswechsel in der US-Impfpolitik vorerst gestoppt. Die Änderungen von Gesundheitsminister Kennedy seien willkürlich, sie verstießen gegen wissenschaftliche Methoden. 17.03.2026 | 0:38 minGericht hatte Trumps Impfkurs im März gestoppt Ob die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Eine ähnliche Änderung der US-Impfpolitik war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden. Außerdem liegen viele Befugnisse zu Impfregeln bei den Bundesstaaten. Der neuen Anordnung zufolge sollen Impfungen gegen Krankheiten wie Hepatitis B, Covid-19 und Grippe nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Eltern könnten sich aber weiterhin für sämtliche Impfungen entscheiden, betonte Trump. Die Kosten dafür sollen nach Angaben der Regierung auch weiterhin von Versicherungen übernommen werden. Robert F. Kennedy Jr. wird zu einer polarisierenden Figur in der amerikanischen Öffentlichkeit. Er verbreitet Verschwörungstheorien und wird zum schwarzen Schaf der Kennedys. 30.04.2026 | 52:24 minTrump räumt fehlende Belege ein Der US-Präsident behauptete, zusammen könnten die Impfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln möglicherweise "ziemlich tödlich" sein. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: "Nein." Er habe aber von Menschen gehört, die dies behaupteten. Für einen besonderen Nutzen einer Aufteilung des MMR-Impfstoffs gibt es nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC keine wissenschaftlichen Belege. Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln sind in den USA derzeit zudem nicht verfügbar. Gesundheitsexperten warnen, dass zusätzliche Arzttermine dazu führen könnten, dass Kinder länger ungeschützt bleiben. Immer weniger Kinder sind ausreichend geimpft. Weltweit liegen die Impfraten hinter dem Vor-Corona-Niveau. Auch in Deutschland warnen Kinderärzte vor einer spürbaren Impflücke. 26.07.2024 | 1:34 minMehr Maserninfektionen seit Trumps Amtsantritt Die Zahl der Masernfälle ist in den USA schon jetzt auf dem höchsten Stand seit Jahrzehnten. Im Jahr 2000 galt die Krankheit in dem Land als eliminiert. Danach kam es nur sporadisch zu kleineren Ausbrüchen. In den vergangenen anderthalb Jahren - Trump ist seit Januar 2025 im Amt - gab es nun mehr Fälle als in den 25 Jahren davor zusammen. Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können in Extremfällen lebensbedrohlich sein. Übertragen werden sie unter anderem über Tröpfchen und Aerosole, die etwa beim Sprechen, Husten und Niesen abgegeben werden. Das Virus löst bei fast allen ungeschützten Menschen Symptome aus. Dazu gehören Fieber, Husten und der typische Hautausschlag, der sich über den ganzen Körper ausbreitet. Quelle: dpa Studien zeigen keinen Zusammenhang mit Autismus Trump stellte seinen Kurs erneut in einen Zusammenhang mit der stark gestiegenen Zahl von Autismus-Diagnosen. Kennedy sagte, die Regierung wolle mögliche Zusammenhänge zwischen Impfungen, deren Zeitpunkt und Autismus weiter untersuchen. Er erklärte, ein Anstieg von Autismus-Diagnosen könne nicht allein mit besserer Erkennung erklärt werden. Die Weltgesundheitsorganisation kommt dagegen nach wiederholter Auswertung zahlreicher Studien zu dem Schluss, dass es keinen Beleg dafür gibt, dass Impfungen Autismus verursachen. Auch ein Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus wurde in großen Studien nicht gefunden. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zur US-Gesundheitspolitik - Größter Ausbruch seit 1992:In den USA brechen die Masern aus - drei ToteBeatrice Steineke, Washington D.C. - Masernausbruch in den USA:US-Minister schlägt Vitamin A gegen Masern vor - Kritik nach Webseiten-Änderung:US-Behörde verbreitet falsche Infos zu Autismus und Impfungmit Video6:44 - FaktencheckÄrztin ordnet Trump-Aussagen ein:Autismus und Paracetamol: Kein Grund zur Panikvon Nils Metzgermit Video27:24

Artikel lesen
11. August
Der Spiegel

Trump will weniger Kinderimpfungen empfehlen

Dekret zu Immunisierungen Trump will weniger Kinderimpfungen empfehlen US-Präsident Donald Trump verstärkt sein Vorgehen gegen Impfungen: Er unterzeichnete am Montag im Weißen Haus ein Dekret mit neuen Impfempfehlungen für Kinder. Darin wird unter anderem dazu aufgerufen, den Abstand zwischen verabreichten Impfungen zu vergrößern. Im Gegensatz zum Stand der medizinischen Forschung suggerierte Trump bei der Präsentation seines Dekrets zudem erneut mehrmals einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus. Mit der neuen Anordnung erkenne die US-Regierung nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen für alle Kinder an, so der US-Präsident. Immunisierungen etwa gegen Hepatitis B, Covid-19 und Grippe sollten demnach nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Eltern könnten sich aber weiterhin für sämtliche Impfungen entscheiden, betonte Trump bei der Unterzeichnung der Anordnung im Weißen Haus. Die Impfungen sollten nach Angaben der Regierung auch weiterhin von Versicherungen übernommen werden. President Donald J. Trump Delivers Gold Standard Childhood Vaccine Recommendations for Americanshttps://t.co/FWnPKkI0Rl — Karoline Leavitt (@PressSec) August 10, 2026 Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Der US-Präsident sprach vor Journalisten von Injektionen »in der Größe einer Limonadenflasche«, die Kindern in den USA verabreicht würden. Wie genau er auf diesen Vergleich kam, führte er nicht aus. Trump forderte zudem, den kombinierten MMR-Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln künftig möglichst in drei einzelne Impfungen aufzuteilen und diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu verabreichen. Zusammen könnten die Impfstoffe möglicherweise »ziemlich tödlich« sein, sagte Trump. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: »Nein.« Er habe aber von Menschen gehört, die dies behaupteten. Für einen besonderen Nutzen einer Aufteilung des MMR-Impfstoffs gibt es nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC keine wissenschaftlichen Belege. Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln sind in den USA derzeit nicht verfügbar. Gesundheitsexperten warnen, dass zusätzliche Arzttermine dazu führen könnten, dass Kinder länger ungeschützt bleiben oder spätere Impfungen ausfallen. »Vor Jahrzehnten erhielten Kinder nur einen Bruchteil der heute geforderten Impfungen«, führte Trump im Oval Office aus. »Damals waren die Menschen weitaus gesünder, und natürlich gab es die hohe Autismus-Rate nicht, die wir heute beobachten«, fügte er hinzu. Überhaupt kam der Präsident bei der Vorstellung der neuen Impfempfehlungen mehrmals auf Autismus zu sprechen. Er schränkte allerdings zugleich ein: »Wir wissen nicht«, wodurch dieser ausgelöst werde. Die Weltgesundheitsorganisation kommt nach wiederholter Auswertung zahlreicher Studien zu dem Schluss, dass es keinen Beleg dafür gibt, dass Impfungen Autismus verursachen. Auch ein Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus wurde in großen Studien nicht gefunden. In den USA ist seit geraumer Zeit eine steigende Impfskepsis zu beobachten – befeuert auch durch Aussagen des amtierenden Gesundheitsministers Robert F. Kennedy . Fachleute warnen vor einer Rückkehr potenziell tödlicher Krankheiten, die als weitgehend ausgerottet galten. In diesem Jahr sind die Masern-Infektionen auf den höchsten Stand seit 35 Jahren gestiegen. Die Gesundheitsbehörde CDC teilte Ende Juli mit, dass 2026 bislang 2318 Fälle registriert worden seien. Im gesamten Vorjahr waren es 2289 gewesen. Es handele sich um die höchste Zahl seit dem Zeitraum von 1989 bis 1991, als mehr als 55.000 Infektionen und 123 Todesfälle verzeichnet wurden. Experten führen den Anstieg auf sinkende Impfquoten zurück. Die durchschnittliche Abdeckung bei Kindergartenkindern sank im vergangenen Jahr auf 92,5 Prozent und liegt damit unter der für die sogenannte Herdenimmunität erforderlichen Schwelle von 95 Prozent. In 16 Bundesstaaten fiel die Quote auf unter 90 Prozent. Die US-Seuchenschutzbehörde schürt unbegründete Ängste vor Impfungen im Kindesalter. Dabei gelten Impfungen als eine der größten Errungenschaften der Medizin .

Artikel lesen
11. August
Handelsblatt

Umstrittene Gesundheitspolitik: Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen

Umstrittene Gesundheitspolitik: Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen Washington. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump empfiehlt weniger Impfungen für Kinder und will Kombi-Impfungen künftig auf mehrere Arztbesuche verteilen lassen. Per Dekret verfügte Trump im Beisein seines umstrittenen Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr., fortan nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen für alle Kinder anzuerkennen. Ob die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Ein ähnlicher Umbau der Impfpolitik war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden, zudem liegen viele Befugnisse zu Impfregeln bei den Bundesstaaten. Bei seinem Auftritt im Weißen Haus räumte der Präsident zudem selbst ein, sich auf unbewiesene Behauptungen zu stützen. Er wiederholte auch seine These eines möglichen Zusammenhangs zwischen Impfungen und Autismus, für den es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keinerlei Belege gibt. Der neuen Anordnung zufolge sollen Impfungen gegen Krankheiten wie Hepatitis B, Covid-19 und Grippe nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Eltern könnten sich aber weiterhin für sämtliche Impfungen entscheiden, betonte Trump bei der Unterzeichnung des Dekrets im Weißen Haus. Die Kosten dafür sollen nach Angaben der Regierung auch weiterhin von Versicherungen übernommen werden. Zahl der Maserninfektionen seit Trumps Amtsantritt explodiert Trump forderte, den kombinierten MMR-Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln künftig möglichst in drei einzelne Impfungen aufzuteilen und diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu verabreichen. Zusammen könnten die Impfstoffe möglicherweise „ziemlich tödlich“ sein, sagte Trump. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: „Nein.“ Er habe aber von Menschen gehört, die dies behaupteten. Für einen besonderen Nutzen einer Aufteilung des MMR-Impfstoffs gibt es nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC keine wissenschaftlichen Belege. Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln sind in den USA derzeit zudem nicht verfügbar. Gesundheitsexperten warnen, dass zusätzliche Arzttermine dazu führen könnten, dass Kinder länger ungeschützt bleiben oder spätere Impfungen ausfallen. Dabei ist die Zahl der Maserninfektionen schon jetzt auf dem höchsten Stand seit Jahrzehnten. Im Jahr 2000 hatte die Krankheit in den USA eigentlich schon als besiegt gegolten. Danach gab es nur sporadisch immer wieder kleinere Ausbrüche. In den vergangenen anderthalb Jahren - Trump ist seit Januar 2025 im Amt - gab es nun mehr Fälle als in den 25 Jahren davor zusammen. Studien zeigen keinen Zusammenhang mit Autismus Trump stellte den neuen Kurs erneut in einen Zusammenhang mit der stark gestiegenen Zahl von Autismus-Diagnosen. Er habe seine eigenen Kinder früher selbst zu mehreren getrennten Impfterminen gebracht, sagte der Präsident. „Ich denke, das wird einen großen Einfluss auf Autismus haben.“ Auch Gesundheitsminister Kennedy sagte, die Regierung wolle mögliche Zusammenhänge zwischen Impfungen, deren Zeitpunkt und Autismus weiter untersuchen. Er erklärte, ein Anstieg von Autismus-Diagnosen könne nicht allein mit besserer Erkennung erklärt werden und müsse auch Umweltursachen haben. Die Weltgesundheitsorganisation kommt dagegen nach wiederholter Auswertung zahlreicher Studien zu dem Schluss, dass es keinen Beleg dafür gibt, dass Impfungen Autismus verursachen. Auch ein Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus wurde in großen Studien nicht gefunden. Gericht schritt gegen Kurswechsel ein Die Anordnung setzt den seit Monaten verfolgten Kurs der Trump-Regierung fort. Kennedy hatte Anfang des Jahres bereits versucht, den nationalen Kinderimpfplan einzudampfen, allgemeine Empfehlungen nur noch für Impfungen gegen 11 statt 17 Krankheiten auszugeben und bei allen anderen Fällen stärker auf individuelle Entscheidungen von Eltern und Ärzten zu setzen. Ein Bundesgericht stoppte diese Änderungen im März jedoch vorläufig, nachdem Ärzteverbände dagegen geklagt hatten. In der Urteilsbegründung hieß es, in der Vergangenheit seien solche Entscheidungen nach „Methoden wissenschaftlicher Natur, die durch Verfahrensvorschriften im Gesetz kodifiziert sind“ getroffen worden, doch „leider hat die Regierung diese Methoden missachtet und dadurch die Integrität ihres Handelns untergraben“. Auch Trumps neue Anordnung hebt die Gerichtsentscheidung nicht auf. Sie macht den reduzierten Impfplan zur erklärten Politik der Regierung und stößt weitere Schritte an, ändert aber nicht automatisch die derzeit geltenden Impfempfehlungen oder die Impfanforderungen für Schulen. Letztere werden in den USA prinzipiell von den Bundesstaaten selbst festgelegt. Trump wies das Justizministerium nun an, rechtlich gegen Bundesstaaten vorzugehen, deren Regeln nach Auffassung der Regierung das Recht auf religiös oder medizinisch begründete Impfausnahmen verletzen. Verwandte Themen Regierung verweist auf hohe Impfquoten in Europa Trump und Kennedy begründeten ihren Kurs auch damit, dass europäische Länder hohe Impfquoten ohne umfassende Schul-Impfpflichten erreichten. Tatsächlich setzen viele europäische Staaten vor allem auf freiwillige Impfprogramme. In mehreren Ländern gibt es jedoch Pflichtimpfungen und entsprechende Nachweispflichten. In Deutschland etwa müssen Kinder in Kitas und Schulen einen ausreichenden Masernschutz nachweisen. Die US-Regierung betont, sie strebe weiterhin hohe Impfquoten an - wolle dieses Ziel aber eher durch Information und freiwillige Entscheidungen der Eltern als durch staatliche Vorgaben erreichen.

Artikel lesen
11. August
Die Zeit (Politik)

Impfungen: Trump ordnet grundlegende Änderungen bei Kinderimpfungen an

US-Präsident Donald Trump hat eine Anordnung zur Überarbeitung der Impfempfehlungen für Kinder unterzeichnet. Sie sieht unter anderem vor, Impfungen möglichst auf mehrere Arzttermine zu verteilen und die kombinierte Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) in drei Einzelimpfungen aufzuteilen. Zudem sollen Impfungen etwa gegen Hepatitis B, Covid-19 und Grippe nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Ob die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Ein ähnlicher Umbau von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden. Zudem liegt die Zuständigkeit für viele Impfregeln bei den Bundesstaaten. Trump stellt sich gegen wissenschaftlichen Konsens Für einen besonderen Nutzen einer Aufteilung des MMR-Impfstoffs gegen Masern, Mumps und Röteln gibt es nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC keine wissenschaftlichen Belege. Dennoch behauptete Trump, die Impfstoffe könnten zusammen möglicherweise »ziemlich tödlich« sein. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: »Nein.« Er habe aber von Menschen gehört, die dies behaupteten. Im Gegensatz zum Stand der medizinischen Forschung brachte Trump den neuen Kurs bei Kinderimpfungen zudem erneut mit der Debatte über Autismus in Verbindung. Der wissenschaftliche Konsens und zahlreiche Studien kommen zu dem Ergebnis, dass es keinen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus gibt. Trotzdem behauptete Trump, weniger und zeitlich getrennte Impfungen könnten die Zahl der Autismus-Diagnosen möglicherweise senken. Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln nicht verfügbar Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln sind in den USA derzeit nicht verfügbar. Gesundheitsexperten warnen, dass zusätzliche Arzttermine dazu führen könnten, dass Kinder länger ungeschützt bleiben oder spätere Impfungen ausfallen. In den USA ist seit geraumer Zeit eine steigende Impfskepsis zu beobachten, die Impfquoten bei Kindergartenkindern rückläufig. Fachleute warnen vor einer Rückkehr potenziell tödlicher Krankheiten, die als weitgehend ausgerottet galten. Im vergangenen Jahr erlebten die USA den größten Masernausbruch seit mehr als 30 Jahren mit mehr als 1400 Fällen. Experten warnen auch angesichts eines aktuellen Masernausbruchs vor einer weiteren Zunahme der Impfskepsis. Auch in Deutschland ist die kombinierte MMR-Impfung Standard.

Artikel lesen
© 2026 Themenlage