2. April Der Spiegel (Wirtschaft)
TAP: Lufthansa gibt Angebot für Anteile an portugiesischer Fluggesellschaft ab
Staatliche Airline Lufthansa gibt Angebot für Anteile an portugiesischer Fluggesellschaft TAP ab
Der Lufthansa-Konzern ist in das Bieterrennen um die portugiesische Fluggesellschaft TAP eingestiegen. Man habe im ersten Schritt ein nicht bindendes Angebot abgegeben, bestätigte ein Unternehmenssprecher in Frankfurt am Main. Zuvor hatte bereits die Holdinggesellschaft Air France-KLM eine Offerte für die Airline mit knapp hundert Flugzeugen vorgelegt. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.
Die portugiesische Regierung hat einen Minderheitsanteil von 44,9 Prozent zum Verkauf gestellt. Weitere 5 Prozent der Anteile sind für TAP-Beschäftigte reserviert, während die Mehrheit zunächst beim Staat bleiben soll. Die Angebote werden nun bewertet. In einem weiteren Schritt werden dann die ausgewählten Bieter aufgefordert, ein verbindliches Angebot abzulegen. Eine Entscheidung könnte im Sommer fallen.
Mehrere Airlines im Portfolio
Lufthansa hat auf dem europäischen Markt bereits etliche Fluggesellschaften vollständig übernommen. Zum Konzern gehören die ehemaligen Staatsairlines der Schweiz, Belgiens und Österreichs. Bei der italienischen Ita hält der deutsche Konzern derzeit eine Minderheit, kann aber noch im laufenden Jahr auf 90 Prozent aufstocken.
Lissabon könne im Lufthansa-Konzern zum atlantischen Drehkreuz vor allem nach Südamerika ausgebaut werden, hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärt. Ziel der Übernahme sei es, »die globale Anbindung Portugals zu stärken, die portugiesische Identität von TAP zu bewahren und das Wachstum der Airline nachhaltig zu sichern«.
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Am Dienstag hatte der Lufthansa-Vorstandschef die Belegschaft noch intern auf harte Zeiten eingeschworen. Hintergrund ist die angespannte Lage in der Golfregion rund um die Angriffe auf Iran. Man arbeite an der Vorbereitung zweier Krisenpakete. Und es klingt so, als würde mindestens eines zum Einsatz kommen. Für Passagiere könnte es teuer werden. Mehr dazu lesen Sie hier.