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Donnerstag, 30. Juli 2026
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Deutsche Autoindustrie: Das Versagen einer ganzen Manager-Generation

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30. Juli
Wirtschaftswoche

Deutsche Autoindustrie: Das Versagen einer ganzen Manager-Generation

Deutsche Autoindustrie: Das Versagen einer ganzen Manager-Generation „BMW: China-Krise lässt Gewinn einbrechen.“ So oder so ähnlich titeln gerade viele Medien. Im Bereich Automobile kollabierte das operative Ergebnis der Münchner im zurückliegenden Quartal förmlich, um mehr als 60 Prozent. Der Hauptgrund ist der chinesische Markt. Dort brach der Absatz um rund ein Drittel ein. Man muss in diesen Tagen aufpassen, dass man bei den Quartalszahlen der deutschen Autobauer und den mitgelieferten Begründungen nicht durcheinanderkommt. Denn: Sie ähneln sich auf frappierende Weise. Ein Drittel Gewinnrückgang, ein Drittel weniger Absatz in China – Volkswagen Das haben sie natürlich nicht. Aber umso schlimmer ist es: Keinem gelingt es, in China endlich wieder Tritt zu fassen – trotz unterschiedlicher Modelle und Methoden. China heißt die Krankheit und die deutschen Autobauer finden einfach kein Heilmittel. Ihre Autos werden in China immer weniger gebraucht, ihre Marken sind dort immer weniger begehrt. Deshalb müssen sie endlich der grausamen Wahrheit ins Gesicht sehen: China könnte verloren sein. Das Schlimmste daran ist, dass die Autobauer es wissen konnten. Sie hätten die hohe Abhängigkeit von China schon vor Jahren verringern können. „China ist verloren! Gewöhnt euch dran, liebe Autobauer“, titelte die WirtschaftsWoche am 22. September 2024. Monate zuvor hatte die Redaktion der Wirtschaftswoche zum ersten Mal ein bedrohliches Gefühl beschlichen: Was, wenn die deutschen Autohersteller den chinesischen Markt komplett verlieren? Sorgen gab es schon lange, aber kaum jemand in der Branche wagte, die ganz große Katastrophe zu denken. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Jedoch verdichteten sich bei Recherchen die Anzeichen, dass Volkswagen, BMW und Mercedes fast komplett aus dem Markt fliegen könnten. „Game over in China?“ Die WirtschaftsWoche hielt damit nicht hinterm Berg, auch wenn sie dafür aus der Branche mitunter hart angegangen wurde. „Schon bald könnte es für VW heißen: Game over auf dem größten und wichtigsten Fahrzeugmarkt der Welt“, hieß es in einem WirtschaftsWoche-Kommentar im September 2024. Und drei Monate später: „Ist das noch eine Delle, ein Zwischentief? Oder schon: Game over in China?“ Auch die Dimensionen des Problems waren bekannt. Schon vor viereinhalb Jahren war in der WirtschaftsWoche zu lesen: „Volkswagen setzt mehr als jedes dritte Auto in China ab; allein die drei Joint Ventures zwischen VW und chinesischen Autobauern erwirtschaften mehr als ein Drittel des Konzerngewinns. Anders gesagt: Bricht die Säule des Chinageschäfts weg, ist VW einsturzgefährdet.“ Nicht weniger groß war und ist die Abhängigkeit von China bei BMW und Mercedes. Und schon 2015 listete die WirtschaftsWoche auf, was der damalige VW-Chef dringend ändern müsste. Ein Punkt, natürlich, China: „Es rächen sich strategische Fehlentscheidungen. Die Abhängigkeit von China ist zu groß, Südostasien wurde vernachlässigt.“ Was die Mitarbeiter bei den Autokonzernen und den Zulieferern heute ausbaden müssen, sind nicht etwa schicksalhafte Turbulenzen im chinesischen Markt. Es ist das Versagen einer ganzen Manager-Generation, die kurzfristige, einfache Gewinnmitnahmen den eigentlich nötigen, harten Strategieänderungen vorzog. Und die Gewerkschafter machten mit, weil man nur mit den China-Gewinnen die hohen Gehälter in Deutschland finanzieren konnte. Alle hofften, es werde einfach alles irgendwie gut gehen. Ging es nicht. China ist keine wirklich tragende Säule mehr für die deutschen Hersteller und das wird wohl so bleiben. Deshalb muss aber nicht alles verloren sein. Die neue Haltung bei Porsche Lesen Sie auch: BMW nimmt Gehälter seiner Leistungsträger ins Visier

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30. Juli
Wirtschaftswoche

Milan Nedeljkovic: Neuer BMW-Chef startet mit massivem Gewinneinbruch und Sparhammer

Milan Nedeljkovic: Neuer BMW-Chef startet mit massivem Gewinneinbruch und Sparhammer BMW Blickt man nur auf den Bereich Automobile, ist der Einbruch sogar noch drastischer. In diesem Geschäftsbereich sackte das operative Ergebnis (Ebit) um mehr als 60 Prozent auf 629 Millionen ab. Das führt zur ungewöhnlichen Situation, dass BMW im abgelaufenen Quartal mehr mit seinen Finanzdienstleistungen verdiente als mit der Herstellung von Autos. Vor allem die Geschäfte in China liefen für die Münchner schlecht. Der weltgrößte Automarkt, der früher regelmäßig für sprudelnde Gewinne gesorgt hatte, ist für BMW – wie für die anderen deutschen Hersteller – inzwischen zum Sorgenkind geworden, weil die Verkäufe dort einbrechen, während sich der Wettbewerb zuletzt immer weiter verschärft hat. Der BMW-Absatz war dort im zweiten Quartal um fast ein Drittel eingebrochen. Milan Nedeljkovic: Ein schwerer Start im Krisenquartal Es ist ein schwerer Einstand für den neuen BMW-Chef Milan Nedeljkovic, der Mitte Mai vom Produktionsvorstand zum Vorstandsvorsitzenden aufgestiegen ist. In den nicht einmal drei Monaten seiner Amtszeit musste er schon eine kräftige Gewinnwarnung verkünden, und erst gestern wurde aus Unternehmenskreisen bekannt, dass BMW weltweit 8.000 Stellen abbauen will. Dazu legt der Konzern unter anderem ein Abfindungsprogramm in Deutschland auf. Recherchen der WirtschaftsWoche zeigen zudem, dass der Autobauer im Zuge der Sparmaßnahmen eine pauschale Arbeitszeit- und Lohnkürzung für tausende besonders qualifizierte und geforderte Mitarbeiter plant. Ab 1. April 2027 soll es demnach pauschal nur noch 35-Stunden-Verträge bei BMW geben. Mitarbeiter, die derzeit 38- oder 40-Stunden-Verträge haben, müssen deshalb mit Gehaltseinbußen rechnen. Jetzt äußert sich auch Nedeljkovic direkt zu den Sparplänen. „Die Herausforderungen in der gesamten Automobilindustrie nehmen rasant zu: Ein harter globaler Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren prägen. Daher gilt es, schlank und agil zu sein.“ Auch Finanzvorstand Walter Mertl verweist auf den verschärften Wettbewerb. „Nach Einsparungen von 2,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr intensivieren und beschleunigen wir unsere Effizienzmaßnahmen und gehen strukturelle Veränderungen gezielt an. Unser Ziel ist weniger Komplexität und eine niedrigere Kostenbasis“, sagt er. Schon vergangenes Jahr war die Zahl der Mitarbeiter bei BMW gesunken. Lange war BMW etwas besser als die beiden anderen großen deutschen Autokonzerne Mercedes-Benz Neue Klasse als Hoffnung: Kann BMW die Talfahrt stoppen? Doch trotz allem steckt BMW – wie die anderen deutschen Hersteller – derzeit in einer Abwärtsspirale. Wie steil sie ausfällt, macht ein Blick in den Rückspiegel klar. Im gerade abgelaufenen Halbjahr machten die Münchner insgesamt 2,9 Milliarden Euro Gewinn. 2025 waren es noch 4,0 Milliarden Euro, 2024 satte 5,7 Milliarden und 2023 sogar 6,6 Milliarden. 2022 waren es sogar mehr als 13 Milliarden – wegen eines extrem positiven Sondereffekts ist zumindest diese Zahl aber kein fairer Vergleich. Hoffnung setzt BMW unter anderem auf die Fahrzeuge der Neuen Klasse. Das erste Modell iX3 ist inzwischen mehr als 50.000-mal gebaut worden. Die Zahl der Bestellungen insgesamt soll sich sogar schon auf dem Weg zur 100.000 befinden. Eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Zum einen werden die Belastungen aus der geplanten Restrukturierung im zweiten Halbjahr aufs Ergebnis drücken. Zum anderen ist der weltweite Automarkt derzeit zu herausfordernd, um eine schnelle Kehrtwende hinzulegen. Lesen Sie auch: BMW nimmt Gehälter seiner Leistungsträger ins Visier

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30. Juli
Tagesschau

BMW-Gewinn bricht ein: Die Krise der deutschen Autobauer

Autobauer melden Umsatzeinbrüche Die Krise der deutschen Schlüsselindustrie BMW meldet einen deutlichen Gewinneinbruch. Nicht nur die Münchner, auch die anderen deutschen Autobauer haben in den vergangenen Tagen ihre Bücher geöffnet. Es zeigt sich: Die Krise sitzt tief. Die deutsche Autoindustrie steckt in eine tiefen Krise, wie die jüngsten Quartalszahlen der großen Autobauer einmal mehr zeigen. Vor allem auf dem chinesischen Markt rächt sich nun aber das lange Festhalten am Verbrennermotor - eine Entscheidung, die deutsche Autobauer auch trafen, weil sich die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU mehrfach änderten und noch immer nicht klar sind. So ist weiter unklar, wie es mit dem Verbrenner-Aus weitergehen wird. Mittlerweile dominieren in China heimische, sehr wettbewerbsfähige E‑Auto-Anbieter, und deutsche Marken verlieren Marktanteile und Margen. Hinzu kommen aktuell die US-Zölle und zuletzt die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten auf die weltweite Konjunktur. All das schlägt sich in den Büchern der Autobauer nieder. BMW vor dem Verlust des Musterschüler-Image? Aktuelle Lage Die Lage beim einstigen Musterschüler BMW ist angespannt: Im zweiten Quartal ist der Gewinn nach Steuern auf 1,2 Milliarden Euro gefallen, rund 35 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch der Umsatz ging spürbar zurück - von 34 auf 31 Milliarden Euro. Besonders problematisch ist die Autosparte: Dort brach das operative Ergebnis um über 60 Prozent auf 629 Millionen Euro ein, sodass BMW im Quartal mehr mit Finanzdienstleistungen verdient hat als mit dem Kerngeschäft, der Herstellung von Autos. Während BMW in Europa und den USA mehr Pkw verkaufte - vor allem die Elektromodelle der sogenannten Neuen Klasse sind hier gefragt -, schrumpfte der Absatz in China deutlich. Die Schwäche auf dem chinesischen Markt ist ein wesentlicher Belastungsfaktor. Hier ging der Auto-Absatz im ersten Halbjahr um 20,4 Prozent, im zweiten Quartal um 30,2 Prozent zurück. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerb, vor allem durch lokale und E-Auto-Hersteller, weiter zu. Die Gewinnentwicklung zeigt insgesamt eine klare Abwärtsspirale: Im ersten Halbjahr 2026 erzielte BMW 2,9 Milliarden Euro Gewinn, nach 4,0 Milliarden im Vorjahr und noch deutlich höheren Werten in den Jahren zuvor. Sparmaßnahmen Angesichts der neuerlichen Rückgänge verschärft BMW seine Sparmaßnahmen und hat nun - wie zuvor auch die anderen großen Autobauer - ebenfalls einen Stellenabbau angekündigt. Der Konzern will weltweit rund 8.000 Stellen abbauen und legt dafür unter anderem ein Abfindungsprogramm in Deutschland auf. Bereits im vergangenen Jahr wurden 2,5 Milliarden Euro eingespart, nun sollen Effizienzmaßnahmen weiter intensiviert und beschleunigt werden. Ausblick Eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Die Restrukturierung - inklusive Stellenabbau und Umbaukosten - wird das Ergebnis im zweiten Halbjahr zusätzlich belasten. Gleichzeitig bleibt der weltweite Automarkt schwierig, allen voran China. Mercedes kann Betriebsergebnis steigern Aktuelle Lage Im zweiten Quartal hat sich Mercedes-Benz im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum spürbar verbessert: Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 21,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro, der Konzernumsatz ging nur leicht um 3,3 Prozent auf 32 Milliarden Euro zurück. Besonders profitabel waren zuletzt vor allem das Van-Geschäft und die Finanzdienstleistungen: Sie konnten zulegen. Ähnlich wie BMW machte Mercedes also vor allem außerhalb des Kerngeschäfts Profite. Im Auto-Segment belastet aber weiterhin vor allem die Schwäche in China das Ergebnis: Im Bereich Mercedes-Benz Cars sank das bereinigte Betriebsergebnis um rund ein Viertel auf 909 Millionen Euro, der Absatz ging um knapp acht Prozent auf 417.765 Fahrzeuge zurück. Hinzu kommen ein ungünstiger Modellmix und zusätzliche Kosten für die Einführung neuer Modelle. Besonders schwer wiegt eine Wertminderung auf die China-Beteiligung, die den unbereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern auf nur noch 49 Millionen Euro drückte - ein Rückgang um 704 Millionen Euro. Sparmaßnahmen Um sich für die Zukunft aufzustellen, hat Mercedes Benz bereits das Sparprogramm Next Level Performance aufgelegt. Dabei sollen mehr als 5.000 Arbeitsplätze abgebaut wurden. Und dieser Kurs wurde jüngst noch einmal verschärft: Seit Juni wird eine globale Produktivitätsoffensive gefahren, insbesondere an den deutschen Standorten. Konzernchef Ola Källenius fordert längere Arbeitszeiten in Deutschland bei gleichem Lohn, um die Produktivität zu steigern. Auch eine tarifliche Sonderzahlung wurde verschoben. Das sorgt für erheblichen Unmut in der Belegschaft: Viele Beschäftigte demonstrierten für den Erhalt der 35-Stunden-Woche vor den deutschen Werken. Ausblick Trotz der aktuellen Belastungen hält Källenius an einer positiven Prognose fest. Er setzt auf eine Belebung des Geschäfts in der zweiten Jahreshälfte, vor allem durch neue Modelle. Die Jahresprognose für das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern sowie für die operative Marge im Pkw-Geschäft wurde bestätigt. VW muss Prognose für das Gesamtjahr senken Aktuelle Lage Volkswagen muss im zweiten Quartal erneut einen geringen Gewinn verkraften: Der Nettogewinn ist um rund ein Drittel auf 1,54 Milliarden Euro gefallen. Im gesamten ersten Halbjahr sank der Gewinn unterm Strich ebenfalls um gut 30 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Belastend wirkten Sondereffekte wie das Produktionsende des Elektro-Modells ID.4 in den USA. Besonders problematisch ist der drastische Einbruch in China: Die Verkäufe gingen dort um mehr als ein Drittel auf 424.300 Fahrzeuge zurück. Zwar ist der Absatz außerhalb Chinas etwas stabiler, doch Zölle, Kriege, geopolitische Spannungen, strenge Regulierung und härterer Wettbewerb setzen Volkswagen insgesamt stark unter Druck. Sparmaßnahmen Um gegenzusteuern, setzt VW auf ein umfangreiches Sparprogramm. Bis 2030 ist bereits der Abbau von 50.000 Stellen in Deutschland geplant - 35.000 bei der Kernmarke VW, der Rest bei Audi, Porsche und anderen Töchtern. Mehr als 37.000 Beschäftigte haben entsprechenden Vereinbarungen schon zugestimmt. Konzernchef Oliver Blume will das Programm nun sogar noch erweitern: Noch in diesem Jahr soll ein neues Sparpaket vom Aufsichtsrat beschlossen werden. Vier Werke haben aktuell keine belastbare Perspektive für die 2030er-Jahre; Blume schließt Schließungen nicht aus, betont aber, dies sei die letzte Option. Beim Personal droht ein sehr großer Stellenabbau: Bis zu 50.000 zusätzliche Jobs stehen auf der Kippe, zusätzlich zu den bereits beschlossenen Einsparungen. Ausblick Angesichts der aktuellen Krisen ist VW-Konzern bei der Prognose vorsichtig: Der Konzern rechnet für das Gesamtjahr nicht mehr mit Wachstum, sondern mit einem möglichen Umsatzrückgang von bis zu drei Prozent. Beim Gewinn wird ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Porsche-Gewinn stabilisiert sich - aber die Krise bleibt Aktuelle Lage Die aktuellen Zahlen des Sportwagenbauers Porsche zeigen auf den ersten Blick eine deutliche Verbesserung: Der Gewinn nach Steuern lag im ersten Halbjahr bei 1,07 Milliarden Euro und damit fast 50 Prozent über dem sehr schwachen Vergleichszeitraum 2025. Auf den zweiten Blick zeigt sich aber, dass dieses Plus zum großen Teil Sondereffekten geschuldet ist: 2025 hatten rund 800 Millionen Euro Sonderkosten - unter anderem für die E-Auto-Strategie und den Konzernumbau das Ergebnis stark belastet; 2026 fielen dafür nur noch etwa 400 Millionen Euro an. Davon konnten zudem rund 300 Millionen Euro kompensiert wurden. Ohne diese Effekte wäre Porsche operativ kaum besser als im Vorjahr. So ist denn auch der Umsatz um gut fünf Prozent auf rund 17,23 Milliarden Euro gesunken. Denn die Absatzentwicklung ist weiterhin schwach: 2025 fiel der Absatz um rund zehn Prozent auf 279.400 Fahrzeuge - den niedrigsten Stand seit 2020. Besonders dramatisch ist China, wo sich die Verkäufe zwischen 2021 und 2025 mehr als halbiert haben; auch für 2027 werden weiter sinkende Absatzzahlen erwartet. Neben dem kriselnden China-Geschäft ist außerdem die Nachfrage nach E-Modellen gesunken, und die US-Zollpolitik belastet zusätzlich. Strategische Entscheidungen wie die Rückkehr zu mehr Verbrenner-Modellen verursachen weiterhin hohe Kosten im dreistelligen Millionenbereich. Sparmaßnahmen Als Reaktion fährt Porsche ein umfangreiches Sparprogramm im Rahmen des Zukunftspakets. Bis 2035 sollen insgesamt fast 9.000 von 42.000 Arbeitsplätzen wegfallen. Ziel ist es, die Personalkosten deutlich zu senken und die Arbeit an den Standorten flexibler und produktiver zu machen. Konkret heißt das: Tariferhöhungen werden bis 2035 teilweise einbehalten, das Weihnachtsgeld wird gekürzt, der Mitarbeiterbonus stärker an den Unternehmenserfolg gekoppelt. Teile des Managements verzichten 2027 und 2028 auf Erhöhungen der Grundvergütung. Ausblick Trotz des schwierigen Umfelds hält Porsche an seiner Jahresprognose fest, formuliert sie aber vorsichtig. Angepeilt wird ein Umsatz von rund 35 bis 36 Milliarden Euro, wobei der operative Gewinn wieder über dem Vorjahresniveau liegen soll. Die Verbesserung soll vor allem durch den Wegfall hoher Sondereffekte und die eingeleiteten Sparmaßnahmen erreicht werden, während das Markt- und Absatzumfeld - insbesondere in China - weiter als problematisch eingeschätzt wird. Schwächstes erstes Halbjahr seit 2021 bei Audi Aktuelle Lage Beim Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt sich auch die Krise bei Audi klar: Der Gewinn im zweiten Quartal fiel um rund 21 Prozent auf 563 Millionen Euro nach Steuern. Auch die Zahlen für das erste Halbjahr sind ernüchternd: Mit 29,2 Milliarden Euro erwirtschaftete der Autobauer so wenig Umsatz wie in der Corona-Krise 2021 nicht mehr, der Gewinn lag mit 1,1 Milliarden Euro unter dem Strich um 220 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Besonders schwach ist auch bei Audi das China-Geschäft, das im ersten Halbjahr nur noch 73 Millionen Euro zum Ergebnis beitrug- im Vorjahr war es fast viermal so viel. Aber auch Absatzverluste in den USA, harter Preiswettbewerb und die Belastungen durch die Eskalation im Nahen Osten stellen die VW-Tochter vor Herausforderungen. Sparmaßnahmen Um gegenzusteuern, setzt Audi auf harte Sparmaßnahmen. Bis Ende 2029 sollen in Deutschland 7.500 Arbeitsplätze abgebaut werden. Zusammen mit weiteren finanziellen Einschnitten bei den Beschäftigten will das Unternehmen mittelfristig über eine Milliarde Euro pro Jahr einsparen. Finanzchef Jürgen Rittersberger betont, Audi müsse wettbewerbsfähiger und effizienter werden, Kostenstrukturen verbessern und Entscheidungen schneller treffen. Dabei könnten auch Produktionskapazitäten gesenkt werden, um die Standorte Neckarsulm und Ingolstadt zu sichern - bereits bestätigt ist beispielsweise die Streichung der Nachtischicht in Neckarsulm. Ausblick Gleichzeitig wurde die Prognose nach unten korrigiert: Audi rechnet nun nur noch mit Umsätzen zwischen 58 und 63 Milliarden Euro, zuvor waren 63 bis 68 Milliarden erwartet worden. Gleichzeitig senkt das Unternehmen die Zielspanne für die operative Rendite von bislang sechs bis acht Prozent auf nun fünf bis sieben Prozent - zusammen würde das voraussichtlich auch einen niedrigeren Gewinn bedeuten.

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30. Juli
ZDF heute

BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein

China-Krise:BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein BMW brechen die Gewinne weg. Im zweiten Quartal verdiente der Konzern nach Steuern nur noch 1,2 Milliarden Euro - das waren 35 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Krise auf dem chinesischen Automarkt, ein schärferer Wettbewerb vor allem in Asien und die Folgen des Iran-Kriegs machen dem Autobauer BMW schwer zu schaffen. Die Münchner meldeten an diesem Donnerstag einen Gewinneinbruch unter dem Strich um 34,9 Prozent, also um gut ein Drittel auf 1,2 Milliarden Euro. "Die Herausforderungen in der gesamten Automobilindustrie nehmen rasant zu", sagte der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic. "Ein harter globaler Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren prägen." Umsatzrückgang stärker als erwartet Der Umsatz schrumpfte zugleich um 7,9 Prozent auf knapp 31,3 Milliarden Euro. Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. Der Umsatzrückgang fiel damit stärker aus, als vom Unternehmen befragte Analysten vorhergesagt hatten. Der Wettbewerb hat sich im globalen Automobilmarkt spürbar verschärft. Walter Mertl, BMW-Finanzchef Entsprechend verstärke BMW seinen Sparkurs, sagte der Finanzchef des Unternehmens, Walter Mertl. Am Mittwoch hatte BMW angekündigt, Tausende Stellen in Deutschland zu streichen. BMW will bis Ende 2027 rund 8.000 Jobs streichen, vor allem in der Verwaltung, nicht aber in der Produktion. Dafür sollen etwa 40.000 Beschäftigte Abfindungsangebote bekommen. 29.07.2026 | 0:18 minAn seiner erst im Juni gesenkten Prognose hält BMW fest. Statt eines moderaten Dämpfers sagen die Münchner für das Gesamtjahr einen Rückgang des Vorsteuergewinns um mehr als 15 Prozent voraus. Die für das Unternehmen wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft soll bei gerade einmal einem bis drei Prozent liegen. Mehr zum deutschen Automarkt - Im zweiten Quartal:Mercedes verbessert Ergebnis - aber Auto-Sparte straucheltmit Video0:20 - Stuttgarter Autobauer:Porsche baut bis 2035 weitere 5.000 Stellen abmit Video1:53 - InterviewAutomesse in Peking:Was Chinas Autobauer unternehmen, um in Europa Fuß zu fassenmit Video1:41 - Europas größter Autobauer:VW-Gewinn im zweiten Quartal um ein Drittel eingebrochenmit Video3:33

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30. Juli
Süddeutsche Zeitung (Wirtschaft)

Autoindustrie: BMW-Gewinn bricht drastisch ein

Die Welt zerbricht gerade bei BMW. Nicht nur emotional – die Krise der Branche hat inzwischen auch den lange so stolzen Münchner Autokonzern mit Wucht erfasst –, sondern vor allem geografisch. Denn in den USA und Europa laufen die Geschäfte der Münchner eigentlich ordentlich, die Absatzzahlen lagen dies- und jenseits des Atlantiks im ersten Halbjahr deutlich über den Werten des Vorjahres, wie der Konzern am Donnerstag meldete. Und das zweite Quartal war demnach sogar noch stärker als das erste. Zugleich aber bricht das Geschäft am anderen Ende der Welt in dramatischem Tempo weg: Um gut 20 Prozent sanken die Verkaufszahlen auf dem weltweit größten Automarkt China von Januar bis Juni, allein im zweiten Quartal lag das Minus bei etwas mehr als 30 Prozent. Dieses Auseinanderdriften hinterlässt tiefe Spuren. So sank der Vorsteuer-Gewinn von BMW im ersten Halbjahr auf gut vier Milliarden Euro, fast ein Drittel weniger als noch vor einem Jahr. „Die Herausforderungen in der gesamten Automobilindustrie nehmen rasant zu“, ließ sich Konzernchef Milan Nedeljković zitieren. Zusätzlich zum rasant schrumpfenden Markt in China leide BMW auch unter der Zollpolitik der USA sowie der Verunsicherung durch den Iran-Krieg. So sackte der operative Gewinn im zentralen Konzernbereich Automobile im zweiten Quartal sogar um mehr als 60 Prozent ab. Der Konzern verdient damit inzwischen an den Autos weniger als an seinen Finanzdienstleistungen. Und dass es bald besser wird, damit rechnet Nedeljković offensichtlich nicht, im Gegenteil. Bereits am Mittwoch hatte er den Beschäftigten deshalb ein Sparprogramm vorgestellt, das Management und Betriebsräte ausgehandelt hatten. Rund 8000 Jobs sollen demnach bis Ende kommenden Jahres bei BMW wegfallen, vor allem in Deutschland, vor allem abseits der Werkshallen – und damit wohl vor allem am Stammsitz in München. Dafür werde rund die Hälfte der zuletzt etwa 84 000 Mitarbeiter in Deutschland demnächst ein Abfindungsangebot erhalten. Der Konzern plant dafür allein für dieses Jahr zusätzliche Kosten in dreistelliger Millionenhöhe ein. Wie viel das Programm dann im kommenden Jahr kosten wird, lasse sich noch nicht sagen, hieß es am Mittwoch. Ihre Hoffnungen setzen sie bei BMW nun vor allem in die Modelle der „Neuen Klasse“. Am Dienstag erst hatte BMW gemeldet, dass vom neuen Elektro-SUV iX3 bereits 50 000 Stück vom Band gelaufen seien, die Vorbestellungen würden zudem bald die Marke von 100 000 erreichen. Anfang Juli hatte Nedeljković zudem im US-Werk in Spartanburg das größere Schwester-Modell X5 vorgestellt, das in gleich fünf Antriebsvarianten gebaut werden soll. Und in diesen Wochen soll im Münchner Stammwerk die Serienproduktion der Elektro-Limousine i3 anlaufen. Vor diesem Hintergrund bestätigte der Konzern am Donnerstag dennoch die Prognosen für den Rest des Jahres – diejenigen natürlich, die Nedeljković vor sechs Wochen in Form einer drastischen Gewinnwarnung herausgegeben hatte: Bei lediglich ein bis drei Prozent soll die operative Marge demnach liegen, auch beim Vorsteuer-Ergebnis werde ein „deutlicher Rückgang“ erwartet.

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30. Juli
Wirtschaftswoche

Autoindustrie: BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein

Autoindustrie: BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein BMW Blickt man nur auf den Bereich Automobile, ist der Einbruch sogar noch drastischer. In diesem Geschäftsbereich sackte das operative Ergebnis (Ebit) um mehr als 60 Prozent auf 629 Millionen ab. Das führt zur ungewöhnlichen Situation, dass BMW im abgelaufenen Quartal mehr mit seinen Finanzdienstleistungen verdiente als mit der Herstellung von Autos. Vor allem die Geschäfte in China liefen für die Münchner schlecht. Der weltgrößte Automarkt, der früher regelmäßig für sprudelnde Gewinne gesorgt hatte, ist für BMW – wie für die anderen deutschen Hersteller – inzwischen zum Sorgenkind geworden, weil die Verkäufe dort einbrechen, während sich der Wettbewerb zuletzt immer weiter verschärft hat. Der BMW-Absatz war dort im zweiten Quartal um fast ein Drittel eingebrochen. Milan Nedeljkovic: Ein schwerer Start im Krisenquartal Es ist ein schwerer Einstand für den neuen BMW-Chef Milan Nedeljkovic, der Mitte Mai vom Produktionsvorstand zum Vorstandsvorsitzenden aufgestiegen ist. In den nicht einmal drei Monaten seiner Amtszeit musste er schon eine kräftige Gewinnwarnung verkünden, und erst gestern wurde aus Unternehmenskreisen bekannt, dass BMW weltweit 8.000 Stellen abbauen will. Dazu legt der Konzern unter anderem ein Abfindungsprogramm in Deutschland auf. Recherchen der WirtschaftsWoche zeigen zudem, dass der Autobauer im Zuge der Sparmaßnahmen eine pauschale Arbeitszeit- und Lohnkürzung für tausende besonders qualifizierte und geforderte Mitarbeiter plant. Ab 1. April 2027 soll es demnach pauschal nur noch 35-Stunden-Verträge bei BMW geben. Mitarbeiter, die derzeit 38- oder 40-Stunden-Verträge haben, müssen deshalb mit Gehaltseinbußen rechnen. Jetzt äußert sich auch Nedeljkovic direkt zu den Sparplänen. „Die Herausforderungen in der gesamten Automobilindustrie nehmen rasant zu: Ein harter globaler Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren prägen. Daher gilt es, schlank und agil zu sein.“ Auch Finanzvorstand Walter Mertl verweist auf den verschärften Wettbewerb. „Nach Einsparungen von 2,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr intensivieren und beschleunigen wir unsere Effizienzmaßnahmen und gehen strukturelle Veränderungen gezielt an. Unser Ziel ist weniger Komplexität und eine niedrigere Kostenbasis“, sagt er. Schon vergangenes Jahr war die Zahl der Mitarbeiter bei BMW gesunken. Lange war BMW etwas besser als die beiden anderen großen deutschen Autokonzerne Mercedes-Benz Neue Klasse als Hoffnung: Kann BMW die Talfahrt stoppen? Doch trotz allem steckt BMW – wie die anderen deutschen Hersteller – derzeit in einer Abwärtsspirale. Wie steil sie ausfällt, macht ein Blick in den Rückspiegel klar. Im gerade abgelaufenen Halbjahr machten die Münchner insgesamt 2,9 Milliarden Euro Gewinn. 2025 waren es noch 4,0 Milliarden Euro, 2024 satte 5,7 Milliarden und 2023 sogar 6,6 Milliarden. 2022 waren es sogar mehr als 13 Milliarden – wegen eines extrem positiven Sondereffekts ist zumindest diese Zahl aber kein fairer Vergleich. Hoffnung setzt BMW unter anderem auf die Fahrzeuge der Neuen Klasse. Das erste Modell iX3 ist inzwischen mehr als 50.000-mal gebaut worden. Die Zahl der Bestellungen insgesamt soll sich sogar schon auf dem Weg zur 100.000 befinden. Eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Zum einen werden die Belastungen aus der geplanten Restrukturierung im zweiten Halbjahr aufs Ergebnis drücken. Zum anderen ist der weltweite Automarkt derzeit zu herausfordernd, um eine schnelle Kehrtwende hinzulegen. Lesen Sie auch: BMW nimmt Gehälter seiner Leistungsträger ins Visier

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30. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

BMW: Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein

Autobranche in der Krise BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein BMW brechen die Gewinne weg. Im zweiten Quartal verdiente der Konzern nach Steuern nur noch 1,2 Milliarden Euro – 35 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie er mitteilte. Auch die Umsätze sanken deutlich, von 34 Milliarden auf 31 Milliarden Euro. Die Zahlen kommen nur einen Tag nachdem ein Stellenabbauprogramm bekannt wurde. Sie zeigen, wie nötig BMW die geplanten Einsparungen hat. Zudem bestätigte BMW laut Nachrichtenagentur dpa die Einigung mit Arbeitnehmervertretern auf ein Personalabbauprogramm. Blickt man nur auf den Bereich Automobile, ist der Einbruch sogar noch drastischer. In diesem Geschäftsbereich sackte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um mehr als 60 Prozent auf 629 Millionen ab. Das führt zur ungewöhnlichen Situation, dass BMW im abgelaufenen Quartal mehr mit seinen Finanzdienstleistungen verdiente als mit der Herstellung von Autos. Vor allem die Geschäfte in China liefen für die Münchner schlecht. Der weltgrößte Automarkt, der früher regelmäßig für sprudelnde Gewinne gesorgt hatte, ist für BMW, wie für die anderen deutschen Hersteller, inzwischen zum Sorgenkind geworden. Während sich der Wettbewerb zuletzt immer weiter verschärft hat, brechen dort die Verkäufe ein – bei BMW im zweiten Quartal um fast ein Drittel. Nedeljković bestätigt geplanten Stellenabbau BMW-Chef Milan Nedeljković, der Mitte Mai zum Vorstandsvorsitzenden aufgestiegen ist, warnte indes vor zunehmenden Herausforderungen. »Ein harter globaler Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren prägen«, prognostizierte Nedeljković. Es ist ein schwerer Einstand für den neuen BMW-Chef, der in den nicht einmal drei Monaten seiner Amtszeit bereits eine kräftige Gewinnwarnung verkünden musste. Zudem wurde gestern bekannt, dass BMW weltweit 8000 Stellen abbauen will. Nedeljković bestätigte die Pläne heute, ohne weitere Details zu nennen. Der Personalabbau soll unter anderem auch über ein Abfindungsprogramm erfolgen, wie es vom Unternehmen weiter hieß. BMW wird von Krise eingeholt Lange war BMW etwas besser als die beiden anderen großen deutschen Autokonzerne Mercedes-Benz und Volkswagen durch die Krise gekommen. Inzwischen holen die Probleme aber auch die Münchner immer stärker ein. Eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Zum einen werden die Belastungen aus der geplanten Restrukturierung im zweiten Halbjahr aufs Ergebnis drücken. Zum anderen ist der weltweite Automarkt derzeit zu herausfordernd, um eine schnelle Kehrtwende hinzulegen.

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30. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

BMW: Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein, Einigung mit Betriebsrat zum Personalabbau

Autobranche in der Krise BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein BMW brechen die Gewinne weg. Im zweiten Quartal verdiente der Konzern nach Steuern nur noch 1,2 Milliarden Euro – 35 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie er mitteilte. Auch die Umsätze sanken deutlich, von 34 Milliarden auf 31 Milliarden Euro. Die Zahlen kommen nur einen Tag nachdem ein Stellenabbauprogramm bekannt wurde. Sie zeigen, wie nötig BMW die geplanten Einsparungen hat. Zudem bestätigte BMW laut Nachrichtenagentur dpa die Einigung mit Arbeitnehmervertretern auf ein Personalabbauprogramm. Blickt man nur auf den Bereich Automobile, ist der Einbruch sogar noch drastischer. In diesem Geschäftsbereich sackte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um mehr als 60 Prozent auf 629 Millionen ab. Das führt zur ungewöhnlichen Situation, dass BMW im abgelaufenen Quartal mehr mit seinen Finanzdienstleistungen verdiente als mit der Herstellung von Autos. Vor allem die Geschäfte in China liefen für die Münchner schlecht. Der weltgrößte Automarkt, der früher regelmäßig für sprudelnde Gewinne gesorgt hatte, ist für BMW, wie für die anderen deutschen Hersteller, inzwischen zum Sorgenkind geworden. Während sich der Wettbewerb zuletzt immer weiter verschärft hat, brechen dort die Verkäufe ein – bei BMW im zweiten Quartal um fast ein Drittel. Nedeljković bestätigt geplanten Stellenabbau BMW-Chef Milan Nedeljković, der Mitte Mai zum Vorstandsvorsitzenden aufgestiegen ist, warnte indes vor zunehmenden Herausforderungen. »Ein harter globaler Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren prägen«, prognostizierte Nedeljković. Es ist ein schwerer Einstand für den neuen BMW-Chef, der in den nicht einmal drei Monaten seiner Amtszeit bereits eine kräftige Gewinnwarnung verkünden musste. Zudem wurde gestern bekannt, dass BMW weltweit 8000 Stellen abbauen will. Nedeljković bestätigte die Pläne heute, ohne weitere Details zu nennen. Der Personalabbau soll unter anderem auch über ein Abfindungsprogramm erfolgen, wie es vom Unternehmen weiter hieß. BMW wird von Krise eingeholt Lange war BMW etwas besser als die beiden anderen großen deutschen Autokonzerne Mercedes-Benz und Volkswagen durch die Krise gekommen. Inzwischen holen die Probleme aber auch die Münchner immer stärker ein. Eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Zum einen werden die Belastungen aus der geplanten Restrukturierung im zweiten Halbjahr aufs Ergebnis drücken. Zum anderen ist der weltweite Automarkt derzeit zu herausfordernd, um eine schnelle Kehrtwende hinzulegen.

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30. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Business-Ticker: BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein

Business-Ticker : BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein Lesezeit: Die BMW-Konzernzentrale in Münchendpa Deutsche Bahn offenbar erstmals seit sieben Jahren wieder mit Gewinn +++ Operativer Gewinn von Samsung steigt um mehr als 1800 Prozent +++ Amazon investiert mehr als 300 Millionen Euro in Pforzheim +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog. BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein Die Krise auf dem chinesischen Automarkt reißt Löcher in die Bilanz des Autobauers BMW. Im abgelaufenen Quartal brach der Gewinn der Münchner nach Angaben vom Donnerstag unter dem Strich um 34,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein. Der Umsatz schrumpfte zugleich um 7,9 Prozent auf knapp 31,3 Milliarden Euro. Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. Der Umsatzrückgang fiel damit stärker aus, als vom Unternehmen befragte Analysten vorhergesagt hatten. „Der Wettbewerb hat sich im globalen Automobilmarkt spürbar verschärft“, sagte Finanzchef Walter Mertl. Entsprechend verstärke BMW seinen Sparkurs. Am Mittwoch hatte BMW angekündigt, Tausende Stellen in Deutschland zu streichen. Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. Der Umsatzrückgang fiel damit stärker aus, als vom Unternehmen befragte Analysten vorhergesagt hatten. „Der Wettbewerb hat sich im globalen Automobilmarkt spürbar verschärft“, sagte Finanzchef Walter Mertl. Entsprechend verstärke BMW seinen Sparkurs. Am Mittwoch hatte BMW angekündigt, Tausende Stellen in Deutschland zu streichen. An seiner erst im Juni gesenkten Prognose hält BMW fest. Statt eines moderaten Dämpfers sagen die Münchner für das Gesamtjahr einen Rückgang des Vorsteuergewinns um mehr als 15 Prozent voraus. Die für das Unternehmen wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft soll bei gerade einmal einem bis drei Prozent liegen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Übernahme in Polen beflügelt Erste Group Die Erste Group profitiert von ihrer Übernahme der Santander Bank Polska. Zum Halbjahr bilanzierte Österreichs größtes Geldhaus mit einem Nettogewinn von fast zwei Milliarden Euro, das war um 18,6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, wie das Management am Donnerstag mitteilte. Auch die Risikokosten des stark in Zentral- und Osteuropa engagierten Instituts stiegen deutlich von 182 Millionen Euro auf 583 Millionen Euro an. Ausschlaggebend hierfür waren erwartete Einmaleffekte aus der Integration der 2025 übernommenen polnischen Bank, die erstmals bilanzwirksam werden. Die Einmaleffekte beliefen sich auf 302 Millionen Euro, weitere 60 Millionen Euro kamen aufgrund des bestehenden Kreditportfolios in Polen dazu. Die Kreditqualität ist den Angaben zufolge jedoch robust geblieben. Die Quote notleidender blieb mit 2,3 Prozent knapp unter dem Niveau vom Dezember 2025 (2,4 Prozent). Aufgrund der Ergebnisse hat das Management den Ausblick angehoben. "Das kräftige Wachstum unseres Kreditportfolios in den vergangenen sechs Monaten hat uns bereits an unser ursprüngliches Kreditvolumenziel von 285 Milliarden Euro herangeführt. Daher erhöhen wir dieses nun auf 290 Milliarden Euro", sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Bosek. Die Eigenkapitalverzinsung (ROTE) soll bei über 20 Prozent liegen, das Ergebnis je Aktie um mehr als 20 Prozent steigen. Schon vor einigen Tagen hatte der Vorstand auch angekündigt, ihr Ergebnis je Aktie bis 2030 auf mehr als 15 Euro verdoppeln zu wollen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Ergebnisses je Titel soll bei 15 Prozent liegen Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Wasserkraft treibt Andritz an Der österreichische Anlagenbauer Andritz bilanziert zum Halbjahr mit einem Rekord beim Auftragsbestand. Dank starker Nachfrage, insbesondere aus der Wasserkraftsparte, stieg der Auftragseingang um 25,2 Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro.  Das Konzernergebnis kletterte um 4,9 Prozent auf 201 Millionen Euro, wie das zu den führenden Anbietern von Technologie- und Produktionssystemen für die Zellstoff- und Papierindustrie, die Wasserkraftindustrie, die Stahlindustrie und andere spezialisierte Wirtschaftszweige gehörende Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 3,84 Milliarden Euro. Die operative Marge vor Abschreibungen verbesserte sich von 8,3 auf 8,6 Prozent. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei rund 12,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 20,5 Prozent gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht. Für das Gesamtjahr hat das Management seine bisherige Prognose bestätigt. Entsprechend dürfte der Jahresumsatz in einer Spanne von 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro ausfallen und die operative Spanne vor Abschreibungen zwischen 8,7 und 9,1 Prozent. Das Konzernergebnis kletterte um 4,9 Prozent auf 201 Millionen Euro, wie das zu den führenden Anbietern von Technologie- und Produktionssystemen für die Zellstoff- und Papierindustrie, die Wasserkraftindustrie, die Stahlindustrie und andere spezialisierte Wirtschaftszweige gehörende Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 3,84 Milliarden Euro. Die operative Marge vor Abschreibungen verbesserte sich von 8,3 auf 8,6 Prozent. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei rund 12,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 20,5 Prozent gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht. Für das Gesamtjahr hat das Management seine bisherige Prognose bestätigt. Entsprechend dürfte der Jahresumsatz in einer Spanne von 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro ausfallen und die operative Spanne vor Abschreibungen zwischen 8,7 und 9,1 Prozent. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Lufthansa will bei Portugals Fluglinie TPA einsteigen Deutschlands Lufthansa und ihre französische Konkurrentin Air France KLM liefern sich einen Bieterkampf um die portugiesische Fluggesellschaft TPA. Die gehört dem Staat. Laut Nachrichtenagentur Reuters haben Lufthansa und Air France verbindliche Angebote für den Kauf eines Minderheitsanteils bei der portugiesischen Regierung abgegeben. Portugal wolle 44,9 Prozent von TPA an einen strategischen Partner verkaufen. Laut Nachrichtenagentur Reuters haben Lufthansa und Air France verbindliche Angebote für den Kauf eines Minderheitsanteils bei der portugiesischen Regierung abgegeben. Portugal wolle 44,9 Prozent von TPA an einen strategischen Partner verkaufen. Lufthansa und Air France heben laut Reuters ihre guten Absichten hervor. "Wir wollen die nationale Airline Portugals als Teil der Lufthansa Gruppe und führende Fluggesellschaft für den Südatlantik mit Lissabon als strategischem Drehkreuz stärken", wird Lufthansa-Chef Carsten Spohr zitiert. Lissabon solle als Drehkreuz gestärkt werden, und die nationale Identität der Airline TAP wie bei anderen Töchtern der Gruppe gewahrt bleiben. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Adidas erwartet nach Fußball-WM zweistelliges Umsatzwachstum Die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika gibt Adidas Rückenwind. Die weltweite Nummer zwei auf dem Sportartikelmarkt nimmt nun im laufenden Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum ins Visier, bleibt aber bei der Gewinnprognose. Bei der Fußball-WM liefen 14 von 48 Nationalteams in Adidas-Trikots auf, darunter die beiden Finalisten Spanien und Argentinien. Das trieb den Absatz von Fan-Trikots nach oben, der Umsatz mit Bekleidung stieg im zweiten Quartal währungsbereinigt um 35 Prozent. Börsianer zeigten sich trotzdem enttäuscht: Sie hätten eine stärkere Anhebung der Ziele erwartet, sagte ein Händler. Die Aktie des Herzogenauracher Unternehmens brach um mehr als 15 Prozent ein. Adidas erwartet für das laufende Jahr nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent. Bisher hatte Vorstandschef Björn Gulden bis zu neun Prozent in Aussicht gestellt. Nach den ersten sechs Monaten steht bereits ein Plus von währungsbereinigt 14 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu Buche. In Euro blieb ein Plus von zehn Prozent. Den operativen Gewinn sieht Adidas weiterhin bei rund 2,3 (Vorjahr: 2,06) Milliarden Euro. Dazu könnten Erstattungen von Zöllen zur Einfuhr in die USA von 250 bis 300 Millionen Dollar kommen, die noch nicht in der Prognose enthalten seien, aber „möglicherweise künftig realisiert werden können“. Im zweiten Quartal habe man bereits erste Zollerstattungen erhalten. Im ersten Halbjahr verbesserte sich das operative Ergebnis um elf Prozent auf 1,28 Milliarden Euro, die operative Marge stagnierte damit bei 9,6 Prozent. Die Bruttomarge lag bei 51,8 (51,9) Prozent. (Reuters) Adidas erwartet für das laufende Jahr nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent. Bisher hatte Vorstandschef Björn Gulden bis zu neun Prozent in Aussicht gestellt. Nach den ersten sechs Monaten steht bereits ein Plus von währungsbereinigt 14 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu Buche. In Euro blieb ein Plus von zehn Prozent. Den operativen Gewinn sieht Adidas weiterhin bei rund 2,3 (Vorjahr: 2,06) Milliarden Euro. Dazu könnten Erstattungen von Zöllen zur Einfuhr in die USA von 250 bis 300 Millionen Dollar kommen, die noch nicht in der Prognose enthalten seien, aber „möglicherweise künftig realisiert werden können“. Im zweiten Quartal habe man bereits erste Zollerstattungen erhalten. Im ersten Halbjahr verbesserte sich das operative Ergebnis um elf Prozent auf 1,28 Milliarden Euro, die operative Marge stagnierte damit bei 9,6 Prozent. Die Bruttomarge lag bei 51,8 (51,9) Prozent. (Reuters) Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mathias Peer Operativer Gewinn von Samsung steigt um mehr als 1800 Prozent Getrieben durch die weltweite Nachfrage nach Speicherchips für Künstliche Intelligenz hat der südkoreanische Technologiekonzern Samsung seinen Gewinn massiv steigern können. Im zweiten Quartal habe der operative Gewinn bei 89,49 Billionen Won (knapp 54 Milliarden Euro) gelegen, teilte das Unternehmen mit. Dies sei ein Anstieg um 1813 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.  Der Umsatz belief sich im Zeitraum von April bis Juni den Angaben zufolge auf 171,49 Billionen Won. Dies sei ein Plus von 130 Prozent im Jahresvergleich. Der Nettogewinn sprang um knapp 1300 Prozent auf 71,62 Billionen Won. Der immense Umsatz- und Gewinnanstieg wurde inmitten schwieriger Börsenzeiten bekanntgegeben: Der südkoreanische Aktienmarkt hatte am Mittwoch einen der stärksten Einbrüche seiner Geschichte verzeichnet. Auch die großen Chiphersteller Samsung und SK Hynix, die in den vergangenen Monaten wegen der Nachfrage nach Halbleitern im Zuge des KI-Booms einen steilen Aufstieg hingelegt hatten, stürzten ab. Der Umsatz belief sich im Zeitraum von April bis Juni den Angaben zufolge auf 171,49 Billionen Won. Dies sei ein Plus von 130 Prozent im Jahresvergleich. Der Nettogewinn sprang um knapp 1300 Prozent auf 71,62 Billionen Won. Der immense Umsatz- und Gewinnanstieg wurde inmitten schwieriger Börsenzeiten bekanntgegeben: Der südkoreanische Aktienmarkt hatte am Mittwoch einen der stärksten Einbrüche seiner Geschichte verzeichnet. Auch die großen Chiphersteller Samsung und SK Hynix, die in den vergangenen Monaten wegen der Nachfrage nach Halbleitern im Zuge des KI-Booms einen steilen Aufstieg hingelegt hatten, stürzten ab. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mathias Peer Amazon investiert mehr als 300 Millionen Euro in Pforzheim Der Online-Handelsriese Amazon wird im Südwesten Deutschlands seinen Standort in Pforzheim deutlich erweitern, das Personal dort bis Ende 2029 mehr als verdoppeln und über 300 Millionen Euro investieren. Nach Worten eines Amazonsprechers geht damit auch eine Veränderung des Standorttyps einher: Statt wie bisher mittelgroße Artikel wie etwa Windelpackungen oder Spielkonsolen zu lagern, werden dort künftig kleine bis mittlere Artikel bereitgestellt werden – vom USB-Stick bis hin zum Bügeleisen, wie der Sprecher sagte.  Nach dem Umbau werde Platz sein für rund 20.000 dieser Artikel. Hunderte Transportroboter bringen dann mobile Regale zu den Mitarbeitenden und ersparten diesen somit Laufwege. „Wir wollen ein guter Nachbar in der Region sein – mit attraktiven Arbeitsplätzen, Perspektive für Mitarbeitende und Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort“, so der Sprecher weiter. Nach dem Umbau werde Platz sein für rund 20.000 dieser Artikel. Hunderte Transportroboter bringen dann mobile Regale zu den Mitarbeitenden und ersparten diesen somit Laufwege. „Wir wollen ein guter Nachbar in der Region sein – mit attraktiven Arbeitsplätzen, Perspektive für Mitarbeitende und Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort“, so der Sprecher weiter. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mathias Peer Deutsche Bahn macht offenbar erstmals seit sieben Jahren wieder Gewinn Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge erstmals seit sieben Jahren wieder Gewinn gemacht. Der Konzern habe in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich erzielt, berichtete die Zeitung vor der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am Donnerstag. Außerdem verzeichnete die Bahn demzufolge die höchsten Passagierzahlen seit der Corona-Pandemie. Im ersten Halbjahr seien rund 960 Millionen Fahrgäste mit der Bahn gefahren, hieß es. Die Bahn begründet den Anstieg der Passagierzahlen demnach mit den hohen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs. Die Ticketpreise seien weitgehend stabil geblieben. Zahlreiche Pendler seien deshalb vom Auto auf die Bahn umgestiegen. Das gleiche gelte auch für den Fernverkehr. Besonders beliebt waren den Angaben zufolge Sonderangebote wie das Last-Minute-Ticket und das Familienticket. Außerdem sei die kostenlose Bahncard 25 für junge Menschen rund 50.000 Mal bestellt worden. Im ersten Halbjahr seien rund 960 Millionen Fahrgäste mit der Bahn gefahren, hieß es. Die Bahn begründet den Anstieg der Passagierzahlen demnach mit den hohen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs. Die Ticketpreise seien weitgehend stabil geblieben. Zahlreiche Pendler seien deshalb vom Auto auf die Bahn umgestiegen. Das gleiche gelte auch für den Fernverkehr. Besonders beliebt waren den Angaben zufolge Sonderangebote wie das Last-Minute-Ticket und das Familienticket. Außerdem sei die kostenlose Bahncard 25 für junge Menschen rund 50.000 Mal bestellt worden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Philipp von Reinersdorff Microsofts steigert Gewinn um fast ein Drittel Microsoft hat im vergangenen Geschäftsjahr 2026/27 dank einer hohen Nachfrage nach Produkten rund um Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Der Erlös sei in den zwölf Monaten bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 332 Milliarden Dollar (290 Mrd. Euro) nach oben geklettert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Redmond mit. Der Gewinn zog um fast ein Drittel auf knapp 134 Milliarden Dollar an. Operativ verdiente der Konzern 155 Milliarden Dollar und damit gut ein Fünftel mehr. Microsoft schnitt beim Umsatz und Ergebnis besser ab erwartet als erwartet. Die Aktie legte nachbörslich in einer ersten Reaktion auf die Zahlen zu. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen RBI übernimmt Addiko Bank Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat im Ringen um die Übernahme der Addiko Bank gewonnen. Nach Ablauf der Annahmefrist haben die Aktionäre der Bank 56,16 Prozent ihrer Aktien angedient, wie die RBI Mittwochnachmittag mitteilte. Damit wurde die von dem zweitgrößten Finanzinstitut Österreichs gesetzte Mindestannahmeschwelle von 55 Prozent überschritten. Trotz eines preislich deutlich höheren Angebots muss sich der slowenische Konkurrent Nova Ljubljanska banka (NLB) nun geschlagen geben. Seit Monaten hatten RBI und NLB um das auf Zentral- und Südosteuropa spezialisierte Geldhaus gebuhlt, das vor mehr als zehn Jahren aus den Hypo-Alpe-Adria-Balkanbanken hervorgegangen war. Am Ende bot die NLB mit 37,00 Euro je Aktie deutlich mehr als die RBI, die nur 26,50 Euro je Anteilsschein auf den Tisch legte – und ging dennoch leer aus. Attraktiv war das niedrigere RBI-Angebot wohl deshalb, weil die Bank bereits eine Vereinbarung mit dem serbischen Addiko-Aktionär Alta Group geschlossen hat. Denn RBI will nach der Übernahme lediglich das Geschäft von Addiko in Kroatien, Slowenien und Österreich behalten. Die übrigen Märkte – Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro – will sie hingegen mittels abstoßen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Ausgebrochene KI von Open AI hat wohl vier weitere Online-Dienste attackiert Der Hackerangriff durch eine außer Kontrolle geratene KI-Software des amerikanischen Unternehmens Open AI hat größere Ausmaße als bislang bekannt. Wie Fachportale wie Wired.com und Hacker News berichten, hat der autonome KI-Agent von Open AI während seines Ausbruchs aus seiner Testumgebung nicht nur die Internetplattform Hugging Face attackiert, sondern gezielt fremde Zugangsdaten abgegriffen und mindestens vier weitere Online-Dienste gekapert, berichtet die Nachrichtenagentur DPA. Der Vorfall ereignete sich beim Test eines neuartigen KI-Modells und eines Forschungsprototypen auf der Benchmark-Plattform ExploitGym. Um die maximalen Angriffsfähigkeiten zu messen, hatte Open AI die Sicherheitsleitplanken deaktiviert. Statt die gestellten Programmierrätsel regulär zu lösen, entschied sich die KI wohl autonom dazu, die Musterlösungen direkt von den Servern von Hugging Face zu stehlen. In einer aktualisierten Stellungnahme betont Open AI jedoch, dass bisher keine weiteren Vorfälle von ähnlicher Schwere oder Skalierung wie bei Hugging Face festgestellt wurden. Die laufende Untersuchung ergab lediglich, dass die Modelle öffentlich einsehbare Zugangsdaten nutzten, um auf Account-Ebene in vier Konten bei vier Drittanbieter-Diensten einzudringen. Zudem war der Code eines Kunden des Anbieters Modal betroffen. Hinweise auf eine tiefere Beeinträchtigung dieser Anbieter oder anderer Nutzerkonten gebe es nicht. Zusätzlich nutzte die KI frei zugängliche Web-Werkzeuge wie Screenshot-Dienste als Steuerungsnetzwerk, ohne diese jedoch auf System- oder Account-Ebene zu kompromittieren. Bei Hugging Face hingegen erlangte der Agent Administrator-Rechte, Root-Zugriffe auf Produktionsservern und band 181 eigene Geräte ein. Der Vorfall hat in den USA bereits politische Konsequenzen ausgelöst. Im US-Kongress wurde parteiübergreifend der „AI Kill Switch Act" eingebracht, um Notabschalt-Mechanismen für KI gesetzlich vorzuschreiben. Open AI hat den betroffenen Forschungsprototypen inzwischen deaktiviert und verschlüsselt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Gregor Brunner Südkorea bremst wegen Kursausschlägen riskante Wetten auf Aktien aus Angesichts extremer Kursschwankungen an der Börse verschärft Südkorea die Regeln für hochspekulative Finanzprodukte. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen Anleger künftig nur noch maximal 20 Prozent ihres gesamten Anlagevermögens in gehebelte, börsengehandelte Fonds (ETFs) investieren dürfen, die sich auf eine einzelne Aktie beziehen. Dies teilte das Finanzministerium am Mittwoch in Seoul nach einer Notfallsitzung mit. Die Aufsichtsbehörden machen konzentrierte Wetten auf diese Produkte für die jüngsten heftigen Marktbewegungen mitverantwortlich. Mit den gehebelten ETFs können Anleger überproportional an den Kursbewegungen einer einzelnen Aktie teilhaben. Als Kehrseite vervielfacht sich aber auch das Verlustrisiko. Hintergrund der Notfallsitzung sind die drastischen Kursverluste am südkoreanischen Aktienmarkt. Der Leitindex Kospi fiel am Mittwoch um 5,98 Prozent, nachdem er schon am Vortag um 10,84 Prozent eingebrochen war. In der Spitze wurden umgerechnet bis zu gut 1,9 Billionen Euro am Aktienmarkt in Seoul vernichtet. Sorgen über die Profitabilität von milliardenschweren Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) verunsicherten die Anleger. Die Behörden kündigten an, die Finanzmärkte rund um die Uhr zu beobachten. Bei Bedarf sollen alle verfügbaren politischen Instrumente eingesetzt werden, um für Stabilität zu sorgen. Zudem will die Regierung die Kosten für den Handel mit diesen Produkten erhöhen, um exzessive Aktivitäten einzudämmen. Dies könnte durch Gebühren geschehen, die denen für eine übermäßige Anzahl von Order-Eingaben am Terminmarkt ähneln. Darüber hinaus sollen Anleger künftig zusätzlich zu den bestehenden Schulungen auch den Handel mit den Produkten simulieren müssen, bevor sie investieren dürfen. Die Maßnahmen sollen dem Ministerium zufolge umgehend auf den Weg gebracht werden. Die neuen Schritte sind Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets. Bereits zuvor angekündigte Schutzmaßnahmen, wie die Anhebung der erforderlichen Mindesteinlage auf 30 Millionen Won (gut 18.100 Euro), treten am 31. Juli in Kraft. Die Neuemission von Produkten auf Einzelaktien sowie die Werbung dafür hatte Südkorea schon gestoppt. Zudem soll eine rechtliche Grundlage geschaffen werden, die es den Aufsichtsbehörden in Notfällen erlaubt, Maßnahmen zur Marktstabilisierung zu ergreifen. Als Vorbild dient dabei das flexiblere Hebelsystem in Hongkong.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Zuckerberg gegen Verbot chinesischer KI-Modelle Sollte die US-Regierung die Nutzung von chinesischen KI-Modellen unterbinden? Meta-Chef Mark Zuckerberg lehnt das gegenüber der Finanzzeitung „Financial Times“ ab. Dieser Schritt sei keine wirksame Lösung. Das KI-Modell des chinesischen Unternehmens Moonshot AI sorgte vergangene Woche für verschärfte Spannungen zwischen den geopolitischen Rivalen USA und China. Im Kern geht es darum, dass Vertreter der US-Regierung Moonshot „Diebstahl“ amerikanischer KI-Technologien vorwerfen. Finanzminister Scott Bessent teilte auf der Plattform X mit, möglich wären Sanktionen sowie eine Eintragung in die „Entity List“, also eine Schwarze Liste der Regierung, die mit Restriktionen für Geschäfte in China verbunden ist. Der Meta-Chef äußerte sich darüber hinaus zur KI-Regulierung. Washington könnte bald ein freiwilliges Rahmenwerk für die Vorab-Prüfung neuer KI-Modell präsentieren. Zuckerberg sieht das kritisch. Prüfverfahren könnten durchaus Sinn ergeben, aber sie dürften nicht von einigen wenigen Unternehmen durchgeführt werden. Eine mögliche Konzentration von Macht sei in diesem Zusammenhang problematisch. Das KI-Modell des chinesischen Unternehmens Moonshot AI sorgte vergangene Woche für verschärfte Spannungen zwischen den geopolitischen Rivalen USA und China. Im Kern geht es darum, dass Vertreter der US-Regierung Moonshot „Diebstahl“ amerikanischer KI-Technologien vorwerfen. Finanzminister Scott Bessent teilte auf der Plattform X mit, möglich wären Sanktionen sowie eine Eintragung in die „Entity List“, also eine Schwarze Liste der Regierung, die mit Restriktionen für Geschäfte in China verbunden ist. Der Meta-Chef äußerte sich darüber hinaus zur KI-Regulierung. Washington könnte bald ein freiwilliges Rahmenwerk für die Vorab-Prüfung neuer KI-Modell präsentieren. Zuckerberg sieht das kritisch. Prüfverfahren könnten durchaus Sinn ergeben, aber sie dürften nicht von einigen wenigen Unternehmen durchgeführt werden. Eine mögliche Konzentration von Macht sei in diesem Zusammenhang problematisch. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sogar große Hunde dürfen mit ins Flugzeug Die italienische Lufthansa-Tochtergesellschaft Ita Airways lässt nun größere Hunde in ihren Maschinen mitfliegen. Ab kommendem Montag können die Tiere mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm ohne Transportbox in der Kabine mit dabei sein, wie die Fluglinie laut Nachrichtenagentur dpa in Rom ankündigte. Mitfliegen können demnach zum Beispiel Schäferhunde, Dalmatiner oder sogar Bullterrier. Der Service „Large Dog On Board“ sei nach Angaben von Ita ab sofort buchbar. Dieser Service werde allerdings zunächst nur auf ausgewählten Inlandsflügen angeboten. In einer ersten Phase dürften pro Flug maximal zwei größere Hunde in der Kabine mitreisen, also ein Tier bis 30 Kilogramm in der Business-Class und ein weiteres bis 15 Kilogramm in der Economy-Class. Mitfliegen können demnach zum Beispiel Schäferhunde, Dalmatiner oder sogar Bullterrier. Der Service „Large Dog On Board“ sei nach Angaben von Ita ab sofort buchbar. Dieser Service werde allerdings zunächst nur auf ausgewählten Inlandsflügen angeboten. In einer ersten Phase dürften pro Flug maximal zwei größere Hunde in der Kabine mitreisen, also ein Tier bis 30 Kilogramm in der Business-Class und ein weiteres bis 15 Kilogramm in der Economy-Class. Ita hatte das Vorhaben laut dpa-Meldung schon im Februar angekündigt und zuvor mit einem Testflug von Mailand nach Rom erprobt. Dabei reisten zwei Hunde größerer Rassen ohne Transportbox in der Kabine mit. Möglich wurde der neue Service nach einer Erlaubnis durch die italienische Luftfahrtbehörde Enac. Bislang müssen größere Hunde auf Flugreisen in der Regel in einer Transportbox im Frachtraum untergebracht werden. Ita begründet die Neuerung mit dem Wunsch vieler Passagiere, ihre Tiere auf Reisen mitnehmen zu können. Der deutsche Geschäftsführer Joerg Eberhart sagte, man habe auf die Wünsche der Kunden gehört und ermögliche ihnen nun das Reisen mit ihren vierbeinigen Begleitern, ohne dass Mensch und Tier getrennt werden müssten. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen US-Regierung will keine ausländischen Roboter Die amerikanische Regierung verbietet die Einfuhr von im Ausland hergestellten Robotern, die sich bewegen können. So sollen unter anderem künftige Modelle zweibeiniger und vierbeiniger Roboter nur noch mit einer speziellen Genehmigung etwa vom Verteidigungsministerium zugelassen werden, wie die Telekommunikationsaufsicht FCC mitteilte. Das wird vor allem chinesischen Herstellern den Weg auf den US-Markt versperren - und amerikanische Entwickler vor deren Konkurrenz abschirmen. Die FCC (Federal Communications Commission) verwies nach einem Bericht des Finanzdiensts Reuters zur Begründung auf die Netzwerk-Fähigkeiten der Roboter. Diese könnten für Spionage oder Überwachung von Amerikanern missbraucht werden - und um die Roboter fernzusteuern. Bestehende Modelle, die von der FCC bereits zugelassen wurden, dürfen weiterhin importiert und genutzt werden. Als mobile Roboter definiert die US-Regierung mehr als zwei Kilogramm schwere technische Geräte, die sich selbst fortbewegen und Hindernissen ausweichen können sowie Sensoren, Netzwerk-Anbindung und Software zum autonomen Navigieren haben. Diese Beschreibung könnte auch auf fortgeschrittene Modelle von Saugrobotern zutreffen. Das ist ein Geschäftsfeld, in dem chinesische Anbieter den US-Vorreiter iRobot geschlagen haben. Stationäre Roboter etwa für die Industrieproduktion sind von dem Verbot ausdrücklich ausgenommen. Zweibeinige humanoide Roboter und vierbeinige Modelle, die an große Hunde erinnern, gelten als großes Zukunftsgeschäft. Vor allem in den USA und China arbeiten viele Unternehmen daran. So werden einige Roboter der Silicon-Valley-Firma Figure AI für einfache Aufgaben auf Produktionslinien eingesetzt. Beim Elektroauto-Hersteller Tesla will Firmenchef Elon Musk in diesem Jahr die Fertigung des Roboters Optimus starten, den er bereits jetzt als "bei Weitem das größte Produkt aller Zeiten" ankündigt. Neben Robotern verbot die FCC auch die Einfuhr von Wechselrichtern, die ein zentrales Bauteil für Solarstromanlagen sind. Wechselrichter wandeln den von Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, womit er ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Auch hier werden vor allem chinesische Anbieter betroffen sein, die auf dem Weltmarkt führend sind. Die FCC verwies auch hier auf Risiken der Netzwerk-Anbindung, wodurch die Technik abgeschaltet oder zur Datensammlung missbraucht werden könne. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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