30. Juli FAZ (Wirtschaft)
Business-Ticker: BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein
Business-Ticker : BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein
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Die BMW-Konzernzentrale in Münchendpa
Deutsche Bahn offenbar erstmals seit sieben Jahren wieder mit Gewinn +++ Operativer Gewinn von Samsung steigt um mehr als 1800 Prozent +++ Amazon investiert mehr als 300 Millionen Euro in Pforzheim +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.
BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein
Die Krise auf dem chinesischen Automarkt reißt Löcher in die Bilanz des Autobauers BMW. Im abgelaufenen Quartal brach der Gewinn der Münchner nach Angaben vom Donnerstag unter dem Strich um 34,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein. Der Umsatz schrumpfte zugleich um 7,9 Prozent auf knapp 31,3 Milliarden Euro.
Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. Der Umsatzrückgang fiel damit stärker aus, als vom Unternehmen befragte Analysten vorhergesagt hatten. „Der Wettbewerb hat sich im globalen Automobilmarkt spürbar verschärft“, sagte Finanzchef Walter Mertl. Entsprechend verstärke BMW seinen Sparkurs. Am Mittwoch hatte BMW angekündigt, Tausende Stellen in Deutschland zu streichen.
Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. Der Umsatzrückgang fiel damit stärker aus, als vom Unternehmen befragte Analysten vorhergesagt hatten. „Der Wettbewerb hat sich im globalen Automobilmarkt spürbar verschärft“, sagte Finanzchef Walter Mertl. Entsprechend verstärke BMW seinen Sparkurs. Am Mittwoch hatte BMW angekündigt, Tausende Stellen in Deutschland zu streichen.
An seiner erst im Juni gesenkten Prognose hält BMW fest. Statt eines moderaten Dämpfers sagen die Münchner für das Gesamtjahr einen Rückgang des Vorsteuergewinns um mehr als 15 Prozent voraus. Die für das Unternehmen wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft soll bei gerade einmal einem bis drei Prozent liegen.
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Übernahme in Polen beflügelt Erste Group
Die Erste Group profitiert von ihrer Übernahme der Santander Bank Polska. Zum Halbjahr bilanzierte Österreichs größtes Geldhaus mit einem Nettogewinn von fast zwei Milliarden Euro, das war um 18,6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, wie das Management am Donnerstag mitteilte. Auch die Risikokosten des stark in Zentral- und Osteuropa engagierten Instituts stiegen deutlich von 182 Millionen Euro auf 583 Millionen Euro an.
Ausschlaggebend hierfür waren erwartete Einmaleffekte aus der Integration der 2025 übernommenen polnischen Bank, die erstmals bilanzwirksam werden. Die Einmaleffekte beliefen sich auf 302 Millionen Euro, weitere 60 Millionen Euro kamen aufgrund des bestehenden Kreditportfolios in Polen dazu. Die Kreditqualität ist den Angaben zufolge jedoch robust geblieben. Die Quote notleidender blieb mit 2,3 Prozent knapp unter dem Niveau vom Dezember 2025 (2,4 Prozent).
Aufgrund der Ergebnisse hat das Management den Ausblick angehoben. "Das kräftige Wachstum unseres Kreditportfolios in den vergangenen sechs Monaten hat uns bereits an unser ursprüngliches Kreditvolumenziel von 285 Milliarden Euro herangeführt. Daher erhöhen wir dieses nun auf 290 Milliarden Euro", sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Bosek. Die Eigenkapitalverzinsung (ROTE) soll bei über 20 Prozent liegen, das Ergebnis je Aktie um mehr als 20 Prozent steigen.
Schon vor einigen Tagen hatte der Vorstand auch angekündigt, ihr Ergebnis je Aktie bis 2030 auf mehr als 15 Euro verdoppeln zu wollen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Ergebnisses je Titel soll bei 15 Prozent liegen
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Wasserkraft treibt Andritz an
Der österreichische Anlagenbauer Andritz bilanziert zum Halbjahr mit einem Rekord beim Auftragsbestand. Dank starker Nachfrage, insbesondere aus der Wasserkraftsparte, stieg der Auftragseingang um 25,2 Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro.
Das Konzernergebnis kletterte um 4,9 Prozent auf 201 Millionen Euro, wie das zu den führenden Anbietern von Technologie- und Produktionssystemen für die Zellstoff- und Papierindustrie, die Wasserkraftindustrie, die Stahlindustrie und andere spezialisierte Wirtschaftszweige gehörende Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 3,84 Milliarden Euro. Die operative Marge vor Abschreibungen verbesserte sich von 8,3 auf 8,6 Prozent. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei rund 12,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 20,5 Prozent gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht.
Für das Gesamtjahr hat das Management seine bisherige Prognose bestätigt. Entsprechend dürfte der Jahresumsatz in einer Spanne von 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro ausfallen und die operative Spanne vor Abschreibungen zwischen 8,7 und 9,1 Prozent.
Das Konzernergebnis kletterte um 4,9 Prozent auf 201 Millionen Euro, wie das zu den führenden Anbietern von Technologie- und Produktionssystemen für die Zellstoff- und Papierindustrie, die Wasserkraftindustrie, die Stahlindustrie und andere spezialisierte Wirtschaftszweige gehörende Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 3,84 Milliarden Euro. Die operative Marge vor Abschreibungen verbesserte sich von 8,3 auf 8,6 Prozent. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei rund 12,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 20,5 Prozent gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht.
Für das Gesamtjahr hat das Management seine bisherige Prognose bestätigt. Entsprechend dürfte der Jahresumsatz in einer Spanne von 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro ausfallen und die operative Spanne vor Abschreibungen zwischen 8,7 und 9,1 Prozent.
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Lufthansa will bei Portugals Fluglinie TPA einsteigen
Deutschlands Lufthansa und ihre französische Konkurrentin Air France KLM liefern sich einen Bieterkampf um die portugiesische Fluggesellschaft TPA. Die gehört dem Staat.
Laut Nachrichtenagentur Reuters haben Lufthansa und Air France verbindliche Angebote für den Kauf eines Minderheitsanteils bei der portugiesischen Regierung abgegeben. Portugal wolle 44,9 Prozent von TPA an einen strategischen Partner verkaufen.
Laut Nachrichtenagentur Reuters haben Lufthansa und Air France verbindliche Angebote für den Kauf eines Minderheitsanteils bei der portugiesischen Regierung abgegeben. Portugal wolle 44,9 Prozent von TPA an einen strategischen Partner verkaufen.
Lufthansa und Air France heben laut Reuters ihre guten Absichten hervor. "Wir wollen die nationale Airline Portugals als Teil der Lufthansa Gruppe und führende Fluggesellschaft für den Südatlantik mit Lissabon als strategischem Drehkreuz stärken", wird Lufthansa-Chef Carsten Spohr zitiert. Lissabon solle als Drehkreuz gestärkt werden, und die nationale Identität der Airline TAP wie bei anderen Töchtern der Gruppe gewahrt bleiben.
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Adidas erwartet nach Fußball-WM zweistelliges Umsatzwachstum
Die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika gibt Adidas Rückenwind. Die weltweite Nummer zwei auf dem Sportartikelmarkt nimmt nun im laufenden Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum ins Visier, bleibt aber bei der Gewinnprognose. Bei der Fußball-WM liefen 14 von 48 Nationalteams in Adidas-Trikots auf, darunter die beiden Finalisten Spanien und Argentinien. Das trieb den Absatz von Fan-Trikots nach oben, der Umsatz mit Bekleidung stieg im zweiten Quartal währungsbereinigt um 35 Prozent. Börsianer zeigten sich trotzdem enttäuscht: Sie hätten eine stärkere Anhebung der Ziele erwartet, sagte ein Händler. Die Aktie des Herzogenauracher Unternehmens brach um mehr als 15 Prozent ein.
Adidas erwartet für das laufende Jahr nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent. Bisher hatte Vorstandschef Björn Gulden bis zu neun Prozent in Aussicht gestellt. Nach den ersten sechs Monaten steht bereits ein Plus von währungsbereinigt 14 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu Buche. In Euro blieb ein Plus von zehn Prozent. Den operativen Gewinn sieht Adidas weiterhin bei rund 2,3 (Vorjahr: 2,06) Milliarden Euro. Dazu könnten Erstattungen von Zöllen zur Einfuhr in die USA von 250 bis 300 Millionen Dollar kommen, die noch nicht in der Prognose enthalten seien, aber „möglicherweise künftig realisiert werden können“. Im zweiten Quartal habe man bereits erste Zollerstattungen erhalten. Im ersten Halbjahr verbesserte sich das operative Ergebnis um elf Prozent auf 1,28 Milliarden Euro, die operative Marge stagnierte damit bei 9,6 Prozent. Die Bruttomarge lag bei 51,8 (51,9) Prozent. (Reuters)
Adidas erwartet für das laufende Jahr nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent. Bisher hatte Vorstandschef Björn Gulden bis zu neun Prozent in Aussicht gestellt. Nach den ersten sechs Monaten steht bereits ein Plus von währungsbereinigt 14 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu Buche. In Euro blieb ein Plus von zehn Prozent. Den operativen Gewinn sieht Adidas weiterhin bei rund 2,3 (Vorjahr: 2,06) Milliarden Euro. Dazu könnten Erstattungen von Zöllen zur Einfuhr in die USA von 250 bis 300 Millionen Dollar kommen, die noch nicht in der Prognose enthalten seien, aber „möglicherweise künftig realisiert werden können“. Im zweiten Quartal habe man bereits erste Zollerstattungen erhalten. Im ersten Halbjahr verbesserte sich das operative Ergebnis um elf Prozent auf 1,28 Milliarden Euro, die operative Marge stagnierte damit bei 9,6 Prozent. Die Bruttomarge lag bei 51,8 (51,9) Prozent. (Reuters)
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Mathias Peer
Operativer Gewinn von Samsung steigt um mehr als 1800 Prozent
Getrieben durch die weltweite Nachfrage nach Speicherchips für Künstliche Intelligenz hat der südkoreanische Technologiekonzern Samsung seinen Gewinn massiv steigern können. Im zweiten Quartal habe der operative Gewinn bei 89,49 Billionen Won (knapp 54 Milliarden Euro) gelegen, teilte das Unternehmen mit. Dies sei ein Anstieg um 1813 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz belief sich im Zeitraum von April bis Juni den Angaben zufolge auf 171,49 Billionen Won. Dies sei ein Plus von 130 Prozent im Jahresvergleich. Der Nettogewinn sprang um knapp 1300 Prozent auf 71,62 Billionen Won.
Der immense Umsatz- und Gewinnanstieg wurde inmitten schwieriger Börsenzeiten bekanntgegeben: Der südkoreanische Aktienmarkt hatte am Mittwoch einen der stärksten Einbrüche seiner Geschichte verzeichnet. Auch die großen Chiphersteller Samsung und SK Hynix, die in den vergangenen Monaten wegen der Nachfrage nach Halbleitern im Zuge des KI-Booms einen steilen Aufstieg hingelegt hatten, stürzten ab.
Der Umsatz belief sich im Zeitraum von April bis Juni den Angaben zufolge auf 171,49 Billionen Won. Dies sei ein Plus von 130 Prozent im Jahresvergleich. Der Nettogewinn sprang um knapp 1300 Prozent auf 71,62 Billionen Won.
Der immense Umsatz- und Gewinnanstieg wurde inmitten schwieriger Börsenzeiten bekanntgegeben: Der südkoreanische Aktienmarkt hatte am Mittwoch einen der stärksten Einbrüche seiner Geschichte verzeichnet. Auch die großen Chiphersteller Samsung und SK Hynix, die in den vergangenen Monaten wegen der Nachfrage nach Halbleitern im Zuge des KI-Booms einen steilen Aufstieg hingelegt hatten, stürzten ab.
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Mathias Peer
Amazon investiert mehr als 300 Millionen Euro in Pforzheim
Der Online-Handelsriese Amazon wird im Südwesten Deutschlands seinen Standort in Pforzheim deutlich erweitern, das Personal dort bis Ende 2029 mehr als verdoppeln und über 300 Millionen Euro investieren. Nach Worten eines Amazonsprechers geht damit auch eine Veränderung des Standorttyps einher: Statt wie bisher mittelgroße Artikel wie etwa Windelpackungen oder Spielkonsolen zu lagern, werden dort künftig kleine bis mittlere Artikel bereitgestellt werden – vom USB-Stick bis hin zum Bügeleisen, wie der Sprecher sagte.
Nach dem Umbau werde Platz sein für rund 20.000 dieser Artikel. Hunderte Transportroboter bringen dann mobile Regale zu den Mitarbeitenden und ersparten diesen somit Laufwege. „Wir wollen ein guter Nachbar in der Region sein – mit attraktiven Arbeitsplätzen, Perspektive für Mitarbeitende und Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort“, so der Sprecher weiter.
Nach dem Umbau werde Platz sein für rund 20.000 dieser Artikel. Hunderte Transportroboter bringen dann mobile Regale zu den Mitarbeitenden und ersparten diesen somit Laufwege. „Wir wollen ein guter Nachbar in der Region sein – mit attraktiven Arbeitsplätzen, Perspektive für Mitarbeitende und Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort“, so der Sprecher weiter.
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Mathias Peer
Deutsche Bahn macht offenbar erstmals seit sieben Jahren wieder Gewinn
Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge erstmals seit sieben Jahren wieder Gewinn gemacht. Der Konzern habe in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich erzielt, berichtete die Zeitung vor der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am Donnerstag. Außerdem verzeichnete die Bahn demzufolge die höchsten Passagierzahlen seit der Corona-Pandemie.
Im ersten Halbjahr seien rund 960 Millionen Fahrgäste mit der Bahn gefahren, hieß es. Die Bahn begründet den Anstieg der Passagierzahlen demnach mit den hohen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs. Die Ticketpreise seien weitgehend stabil geblieben. Zahlreiche Pendler seien deshalb vom Auto auf die Bahn umgestiegen. Das gleiche gelte auch für den Fernverkehr. Besonders beliebt waren den Angaben zufolge Sonderangebote wie das Last-Minute-Ticket und das Familienticket. Außerdem sei die kostenlose Bahncard 25 für junge Menschen rund 50.000 Mal bestellt worden.
Im ersten Halbjahr seien rund 960 Millionen Fahrgäste mit der Bahn gefahren, hieß es. Die Bahn begründet den Anstieg der Passagierzahlen demnach mit den hohen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs. Die Ticketpreise seien weitgehend stabil geblieben. Zahlreiche Pendler seien deshalb vom Auto auf die Bahn umgestiegen. Das gleiche gelte auch für den Fernverkehr. Besonders beliebt waren den Angaben zufolge Sonderangebote wie das Last-Minute-Ticket und das Familienticket. Außerdem sei die kostenlose Bahncard 25 für junge Menschen rund 50.000 Mal bestellt worden.
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Philipp von Reinersdorff
Microsofts steigert Gewinn um fast ein Drittel
Microsoft hat im vergangenen Geschäftsjahr 2026/27 dank einer hohen Nachfrage nach Produkten rund um Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Der Erlös sei in den zwölf Monaten bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 332 Milliarden Dollar (290 Mrd. Euro) nach oben geklettert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Redmond mit. Der Gewinn zog um fast ein Drittel auf knapp 134 Milliarden Dollar an. Operativ verdiente der Konzern 155 Milliarden Dollar und damit gut ein Fünftel mehr. Microsoft schnitt beim Umsatz und Ergebnis besser ab erwartet als erwartet. Die Aktie legte nachbörslich in einer ersten Reaktion auf die Zahlen zu.
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RBI übernimmt Addiko Bank
Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat im Ringen um die Übernahme der Addiko Bank gewonnen. Nach Ablauf der Annahmefrist haben die Aktionäre der Bank 56,16 Prozent ihrer Aktien angedient, wie die RBI Mittwochnachmittag mitteilte. Damit wurde die von dem zweitgrößten Finanzinstitut Österreichs gesetzte Mindestannahmeschwelle von 55 Prozent überschritten. Trotz eines preislich deutlich höheren Angebots muss sich der slowenische Konkurrent Nova Ljubljanska banka (NLB) nun geschlagen geben.
Seit Monaten hatten RBI und NLB um das auf Zentral- und Südosteuropa spezialisierte Geldhaus gebuhlt, das vor mehr als zehn Jahren aus den Hypo-Alpe-Adria-Balkanbanken hervorgegangen war. Am Ende bot die NLB mit 37,00 Euro je Aktie deutlich mehr als die RBI, die nur 26,50 Euro je Anteilsschein auf den Tisch legte – und ging dennoch leer aus.
Attraktiv war das niedrigere RBI-Angebot wohl deshalb, weil die Bank bereits eine Vereinbarung mit dem serbischen Addiko-Aktionär Alta Group geschlossen hat. Denn RBI will nach der Übernahme lediglich das Geschäft von Addiko in Kroatien, Slowenien und Österreich behalten. Die übrigen Märkte – Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro – will sie hingegen mittels abstoßen.
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Ausgebrochene KI von Open AI hat wohl vier weitere Online-Dienste attackiert
Der Hackerangriff durch eine außer Kontrolle geratene KI-Software des amerikanischen Unternehmens Open AI hat größere Ausmaße als bislang bekannt. Wie Fachportale wie Wired.com und Hacker News berichten, hat der autonome KI-Agent von Open AI während seines Ausbruchs aus seiner Testumgebung nicht nur die Internetplattform Hugging Face attackiert, sondern gezielt fremde Zugangsdaten abgegriffen und mindestens vier weitere Online-Dienste gekapert, berichtet die Nachrichtenagentur DPA.
Der Vorfall ereignete sich beim Test eines neuartigen KI-Modells und eines Forschungsprototypen auf der Benchmark-Plattform ExploitGym. Um die maximalen Angriffsfähigkeiten zu messen, hatte Open AI die Sicherheitsleitplanken deaktiviert. Statt die gestellten Programmierrätsel regulär zu lösen, entschied sich die KI wohl autonom dazu, die Musterlösungen direkt von den Servern von Hugging Face zu stehlen.
In einer aktualisierten Stellungnahme betont Open AI jedoch, dass bisher keine weiteren Vorfälle von ähnlicher Schwere oder Skalierung wie bei Hugging Face festgestellt wurden. Die laufende Untersuchung ergab lediglich, dass die Modelle öffentlich einsehbare Zugangsdaten nutzten, um auf Account-Ebene in vier Konten bei vier Drittanbieter-Diensten einzudringen. Zudem war der Code eines Kunden des Anbieters Modal betroffen. Hinweise auf eine tiefere Beeinträchtigung dieser Anbieter oder anderer Nutzerkonten gebe es nicht. Zusätzlich nutzte die KI frei zugängliche Web-Werkzeuge wie Screenshot-Dienste als Steuerungsnetzwerk, ohne diese jedoch auf System- oder Account-Ebene zu kompromittieren. Bei Hugging Face hingegen erlangte der Agent Administrator-Rechte, Root-Zugriffe auf Produktionsservern und band 181 eigene Geräte ein.
Der Vorfall hat in den USA bereits politische Konsequenzen ausgelöst. Im US-Kongress wurde parteiübergreifend der „AI Kill Switch Act" eingebracht, um Notabschalt-Mechanismen für KI gesetzlich vorzuschreiben. Open AI hat den betroffenen Forschungsprototypen inzwischen deaktiviert und verschlüsselt.
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Gregor Brunner
Südkorea bremst wegen Kursausschlägen riskante Wetten auf Aktien aus
Angesichts extremer Kursschwankungen an der Börse verschärft Südkorea die Regeln für hochspekulative Finanzprodukte. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen Anleger künftig nur noch maximal 20 Prozent ihres gesamten Anlagevermögens in gehebelte, börsengehandelte Fonds (ETFs) investieren dürfen, die sich auf eine einzelne Aktie beziehen. Dies teilte das Finanzministerium am Mittwoch in Seoul nach einer Notfallsitzung mit. Die Aufsichtsbehörden machen konzentrierte Wetten auf diese Produkte für die jüngsten heftigen Marktbewegungen mitverantwortlich. Mit den gehebelten ETFs können Anleger überproportional an den Kursbewegungen einer einzelnen Aktie teilhaben. Als Kehrseite vervielfacht sich aber auch das Verlustrisiko.
Hintergrund der Notfallsitzung sind die drastischen Kursverluste am südkoreanischen Aktienmarkt. Der Leitindex Kospi fiel am Mittwoch um 5,98 Prozent, nachdem er schon am Vortag um 10,84 Prozent eingebrochen war. In der Spitze wurden umgerechnet bis zu gut 1,9 Billionen Euro am Aktienmarkt in Seoul vernichtet. Sorgen über die Profitabilität von milliardenschweren Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) verunsicherten die Anleger. Die Behörden kündigten an, die Finanzmärkte rund um die Uhr zu beobachten. Bei Bedarf sollen alle verfügbaren politischen Instrumente eingesetzt werden, um für Stabilität zu sorgen.
Zudem will die Regierung die Kosten für den Handel mit diesen Produkten erhöhen, um exzessive Aktivitäten einzudämmen. Dies könnte durch Gebühren geschehen, die denen für eine übermäßige Anzahl von Order-Eingaben am Terminmarkt ähneln. Darüber hinaus sollen Anleger künftig zusätzlich zu den bestehenden Schulungen auch den Handel mit den Produkten simulieren müssen, bevor sie investieren dürfen. Die Maßnahmen sollen dem Ministerium zufolge umgehend auf den Weg gebracht werden.
Die neuen Schritte sind Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets. Bereits zuvor angekündigte Schutzmaßnahmen, wie die Anhebung der erforderlichen Mindesteinlage auf 30 Millionen Won (gut 18.100 Euro), treten am 31. Juli in Kraft. Die Neuemission von Produkten auf Einzelaktien sowie die Werbung dafür hatte Südkorea schon gestoppt. Zudem soll eine rechtliche Grundlage geschaffen werden, die es den Aufsichtsbehörden in Notfällen erlaubt, Maßnahmen zur Marktstabilisierung zu ergreifen. Als Vorbild dient dabei das flexiblere Hebelsystem in Hongkong.
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Zuckerberg gegen Verbot chinesischer KI-Modelle
Sollte die US-Regierung die Nutzung von chinesischen KI-Modellen unterbinden? Meta-Chef Mark Zuckerberg lehnt das gegenüber der Finanzzeitung „Financial Times“ ab. Dieser Schritt sei keine wirksame Lösung.
Das KI-Modell des chinesischen Unternehmens Moonshot AI sorgte vergangene Woche für verschärfte Spannungen zwischen den geopolitischen Rivalen USA und China. Im Kern geht es darum, dass Vertreter der US-Regierung Moonshot „Diebstahl“ amerikanischer KI-Technologien vorwerfen. Finanzminister Scott Bessent teilte auf der Plattform X mit, möglich wären Sanktionen sowie eine Eintragung in die „Entity List“, also eine Schwarze Liste der Regierung, die mit Restriktionen für Geschäfte in China verbunden ist.
Der Meta-Chef äußerte sich darüber hinaus zur KI-Regulierung. Washington könnte bald ein freiwilliges Rahmenwerk für die Vorab-Prüfung neuer KI-Modell präsentieren. Zuckerberg sieht das kritisch. Prüfverfahren könnten durchaus Sinn ergeben, aber sie dürften nicht von einigen wenigen Unternehmen durchgeführt werden. Eine mögliche Konzentration von Macht sei in diesem Zusammenhang problematisch.
Das KI-Modell des chinesischen Unternehmens Moonshot AI sorgte vergangene Woche für verschärfte Spannungen zwischen den geopolitischen Rivalen USA und China. Im Kern geht es darum, dass Vertreter der US-Regierung Moonshot „Diebstahl“ amerikanischer KI-Technologien vorwerfen. Finanzminister Scott Bessent teilte auf der Plattform X mit, möglich wären Sanktionen sowie eine Eintragung in die „Entity List“, also eine Schwarze Liste der Regierung, die mit Restriktionen für Geschäfte in China verbunden ist.
Der Meta-Chef äußerte sich darüber hinaus zur KI-Regulierung. Washington könnte bald ein freiwilliges Rahmenwerk für die Vorab-Prüfung neuer KI-Modell präsentieren. Zuckerberg sieht das kritisch. Prüfverfahren könnten durchaus Sinn ergeben, aber sie dürften nicht von einigen wenigen Unternehmen durchgeführt werden. Eine mögliche Konzentration von Macht sei in diesem Zusammenhang problematisch.
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Sogar große Hunde dürfen mit ins Flugzeug
Die italienische Lufthansa-Tochtergesellschaft Ita Airways lässt nun größere Hunde in ihren Maschinen mitfliegen. Ab kommendem Montag können die Tiere mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm ohne Transportbox in der Kabine mit dabei sein, wie die Fluglinie laut Nachrichtenagentur dpa in Rom ankündigte.
Mitfliegen können demnach zum Beispiel Schäferhunde, Dalmatiner oder sogar Bullterrier. Der Service „Large Dog On Board“ sei nach Angaben von Ita ab sofort buchbar.
Dieser Service werde allerdings zunächst nur auf ausgewählten Inlandsflügen angeboten. In einer ersten Phase dürften pro Flug maximal zwei größere Hunde in der Kabine mitreisen, also ein Tier bis 30 Kilogramm in der Business-Class und ein weiteres bis 15 Kilogramm in der Economy-Class.
Mitfliegen können demnach zum Beispiel Schäferhunde, Dalmatiner oder sogar Bullterrier. Der Service „Large Dog On Board“ sei nach Angaben von Ita ab sofort buchbar.
Dieser Service werde allerdings zunächst nur auf ausgewählten Inlandsflügen angeboten. In einer ersten Phase dürften pro Flug maximal zwei größere Hunde in der Kabine mitreisen, also ein Tier bis 30 Kilogramm in der Business-Class und ein weiteres bis 15 Kilogramm in der Economy-Class.
Ita hatte das Vorhaben laut dpa-Meldung schon im Februar angekündigt und zuvor mit einem Testflug von Mailand nach Rom erprobt. Dabei reisten zwei Hunde größerer Rassen ohne Transportbox in der Kabine mit. Möglich wurde der neue Service nach einer Erlaubnis durch die italienische Luftfahrtbehörde Enac.
Bislang müssen größere Hunde auf Flugreisen in der Regel in einer Transportbox im Frachtraum untergebracht werden. Ita begründet die Neuerung mit dem Wunsch vieler Passagiere, ihre Tiere auf Reisen mitnehmen zu können. Der deutsche Geschäftsführer Joerg Eberhart sagte, man habe auf die Wünsche der Kunden gehört und ermögliche ihnen nun das Reisen mit ihren vierbeinigen Begleitern, ohne dass Mensch und Tier getrennt werden müssten.
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US-Regierung will keine ausländischen Roboter
Die amerikanische Regierung verbietet die Einfuhr von im Ausland hergestellten Robotern, die sich bewegen können. So sollen unter anderem künftige Modelle zweibeiniger und vierbeiniger Roboter nur noch mit einer speziellen Genehmigung etwa vom Verteidigungsministerium zugelassen werden, wie die Telekommunikationsaufsicht FCC mitteilte. Das wird vor allem chinesischen Herstellern den Weg auf den US-Markt versperren - und amerikanische Entwickler vor deren Konkurrenz abschirmen.
Die FCC (Federal Communications Commission) verwies nach einem Bericht des Finanzdiensts Reuters zur Begründung auf die Netzwerk-Fähigkeiten der Roboter. Diese könnten für Spionage oder Überwachung von Amerikanern missbraucht werden - und um die Roboter fernzusteuern. Bestehende Modelle, die von der FCC bereits zugelassen wurden, dürfen weiterhin importiert und genutzt werden.
Als mobile Roboter definiert die US-Regierung mehr als zwei Kilogramm schwere technische Geräte, die sich selbst fortbewegen und Hindernissen ausweichen können sowie Sensoren, Netzwerk-Anbindung und Software zum autonomen Navigieren haben. Diese Beschreibung könnte auch auf fortgeschrittene Modelle von Saugrobotern zutreffen. Das ist ein Geschäftsfeld, in dem chinesische Anbieter den US-Vorreiter iRobot geschlagen haben. Stationäre Roboter etwa für die Industrieproduktion sind von dem Verbot ausdrücklich ausgenommen.
Zweibeinige humanoide Roboter und vierbeinige Modelle, die an große Hunde erinnern, gelten als großes Zukunftsgeschäft. Vor allem in den USA und China arbeiten viele Unternehmen daran. So werden einige Roboter der Silicon-Valley-Firma Figure AI für einfache Aufgaben auf Produktionslinien eingesetzt. Beim Elektroauto-Hersteller Tesla will Firmenchef Elon Musk in diesem Jahr die Fertigung des Roboters Optimus starten, den er bereits jetzt als "bei Weitem das größte Produkt aller Zeiten" ankündigt.
Neben Robotern verbot die FCC auch die Einfuhr von Wechselrichtern, die ein zentrales Bauteil für Solarstromanlagen sind. Wechselrichter wandeln den von Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, womit er ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Auch hier werden vor allem chinesische Anbieter betroffen sein, die auf dem Weltmarkt führend sind. Die FCC verwies auch hier auf Risiken der Netzwerk-Anbindung, wodurch die Technik abgeschaltet oder zur Datensammlung missbraucht werden könne.
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