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Montag, 23. März 2026
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Technische Störung - Flächendeckende Stromausfälle in der Ukraine und in Moldau zum Teil behoben

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31. Januar
ZDF heute

Weitreichender Stromausfall in der Ukraine und Moldau

Wegen "technischer Störung":Weitreichender Stromausfall in der Ukraine und Moldau Weite Teil der Ukraine und Moldaus sind ohne Strom. In Kiew wurden der U-Bahn-Betrieb und die Wasserversorgung unterbrochen. Als Ursache gelten defekte Hochspannungsleitungen. Großflächige Stromausfälle haben am Samstag Teile der Ukraine und der benachbarten Republik Moldau lahmgelegt. Die Behörden führten den Vorfall auf technische Probleme zurück und schlossen einen direkten Zusammenhang mit Kampfhandlungen aus. Der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal sprach von einem "Kettenausfall im ukrainischen Stromnetz", der automatische Schutzsysteme aktiviert habe. Betroffen waren demnach eine Verbindung zwischen den Stromnetzen Rumäniens und Moldaus sowie eine Leitung in der West- und Zentralukraine. Ausfälle wurden aus der Hauptstadt Kiew und den Regionen Schytomyr und Charkiw gemeldet. Dies habe auch zu einer Unterbrechung der Wasserversorgung und einer vorübergehenden Einstellung des U-Bahn-Betriebs in Kiew geführt, teilten die Behörden in der Hauptstadt mit. Drohnenangriffe und extreme Lebensbedingungen ohne Strom und Wärme. ZDF-Korrespondent Henner Hebestreit berichtet, wie die Menschen das aushalten. 31.01.2026 | 1:22 minStromausfälle auch in Moldau In Moldau betrafen die Ausfälle auch die Hauptstadt Chisinau, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Dort funktionierten Ampeln und der öffentliche Nahverkehr teilweise nicht mehr. Olexander Chartschenko, Direktor des Energie-Forschungszentrums in Kiew, sagte der Nachrichtenagentur Reuters mit Blick auf die Reparaturarbeiten: Bis zum Abend werden wir den Zustand vor dem Störfall wiederhergestellt haben. Olexander Chartschenko, Direktor des Energie-Forschungszentrums in Kiew Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erklärte, das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl sei zwischenzeitlich von der externen Stromversorgung abgeschnitten gewesen. Für das kommende Wochenende drohen in der Ukraine Temperaturen bis zu minus 30 Grad. Viele Menschen sind bereits ohne Strom und Heizung, weil russische Angriffe die Infrastruktur zerstören. 29.01.2026 | 1:37 minDen weitreichenden Stromausfällen gingen wochenlange Angriffe des russischen Militärs auf das bereits schwer angeschlagene Stromnetz der Ukraine voraus. Die Ukraine hat dem Kreml vorgeworfen, den Winter als Waffe einzusetzen, indem der Bevölkerung des angegriffenen Landes Licht, Wärme und Wasser genommen werde. US-Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag, der russische Präsident Wladimir Putin habe ihm zugesichert, Kiew und andere ukrainische Städte wegen extremer Wetterbedingungen vorübergehend nicht unter Beschuss zu nehmen. Auf Bitten Trumps hat Russland eine begrenzte Angriffspause in der Ukraine bekannt gegeben. Sie soll bis zum Verhandlungstreffen in Abu Dhabi am Sonntag gelten. 30.01.2026 | 1:57 minAktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

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1. Februar
Neues Deutschland

Ukraine-Krieg | »Die Menschen sind müde. Sie sehen, dass kein Ende in Sicht ist«

- Politik - Ukraine-Krieg »Die Menschen sind müde. Sie sehen, dass kein Ende in Sicht ist« Zur Wochenmitte sollen die Verhandlungen über ein Kriegsende für die Ukraine wieder aufgenommen werden Die Hauptstadt Kiew war am Sonnabend erneut im Ausnahmezustand. Bis zu 3500 Häuser in der gesamten Stadt hatten nach einem großen Stromausfall keine Heizung mehr. Auch im Rest des Landes gab es große Probleme. Grund dafür war ein Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem Gebiet der Ukraine. Auch im benachbarten Moldau waren viele Menschen deshalb ohne Strom. Noch in der Nacht schafften es die Experten in Kiew, 1500 Häuser wieder an die Versorgung anzuschließen. Nach dem Grund für den Stromausfall wird weiter gesucht, eine Einmischung oder ein Cyberangriff werden aber ausgeschlossen. Stattdessen könnten die Leitungen vereist gewesen sein, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Videoansprache. Schutzanlagen für Kraftwerke wurden nicht gebaut Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hatte angesichts der Lage zuvor aufgerufen, das kurzzeitige Aussetzen der russischen Angriffe auf Infrastruktur und Hauptstadt zu nutzen, um dringend benötigte Reparaturarbeiten voranzutreiben. Die französische Zeitung »Le Monde« prophezeite, Kiew sei auf dem Weg ins Mittelalter. Worte, die man als journalistische Zuspitzung ansehen darf. Warnungen gab es aber auch von den Behörden. »Wenn es kein Wasser gibt, werden wir graben. Wir werden Gruben ausheben und temporäre Toiletten einrichten, wie auf dem Dorf«, sagte Maksym Bachmatow, Leiter der Verwaltung des Kiewer Bezirks Desna. Präsident Selenskyj hatte wegen der russischen Angriffe auf die Infrastruktur zuletzt mehr Unterstützung von seinen westlichen Partnern und vor allem neue Abwehrwaffen gefordert. Recherchen ukrainischer Journalisten werfen aber die Frage auf, ob mehr Hilfe auch wirklich hilft oder nicht zumindest teilweise in dunklen Kanälen verschwindet. So habe das Staatsunternehmen Ukrhidenerho, das die großen Wasserkraftwerke am Dnepr betreibt, ohne Ausschreibung einen Auftrag über 5,6 Milliarden Hrywnja (109 Millionen Euro) für die Sicherung des Desnaer Kraftwerks vor den Toren Kiews an eine kleine Firma vergeben, die keinerlei Erfahrung in diesem Bereich aufweisen kann, berichtet das Nachrichtenportal »Obosrewatel«. Geschehen ist danach nichts. Insgesamt sollen an die 100 Milliarden Hrywnja (1,9 Milliarden Euro) für den Schutz der Anlagen im Land geflossen sein, ohne dass etwas gebaut wurde. Im Raum steht der Vorwurf, Funktionäre hätten sich bereichert, anstatt das Land auf den Krieg gegen die Infrastruktur vorzubereiten. Ukrainer wollen ein Ende des Krieges Die anhaltenden russischen Angriffe und die Kälte zermürben die Menschen in der Ukraine zunehmend, da helfen auch alle Durchhalte- und Stärkeparolen nicht. Viele wollen einfach nur, dass der Krieg endlich endet. »Die Frage, wann und wie der Krieg enden wird, wird mir meistens als Erstes gestellt, wenn ich in meinen Wahlkreis komme. Die Menschen sind müde, weil sie sehen, dass kein Ende in Sicht ist«, zitiert das Nachrichtenportal »Strana« einen Parlamentsabgeordneten. Die Verhandlungen vor einer Woche hatten die leise Hoffnung geschürt, diesem Kriegsende ein wenig näherzukommen. Nach den Gesprächen berichteten die Beteiligten von einer guten Atmosphäre und kündigten das nächste Treffen für diesen Sonntag an. Dazu kam es nicht. Statt am Sonntag wolle man sich am 4. und 5. Februar erneut zusammensetzen, so Selenskyj in seinen sozialen Netzwerken. »Die Ukraine ist bereit für eine substanzielle Diskussion, und wir sind an einem Ergebnis interessiert, das uns einem echten und würdigen Ende des Krieges näherbringt«, schrieb Selenskyj zur Verschiebung. Russland und die USA bestätigten den neuen Termin bisher nicht. Selenskyj will erst Sicherheitsgarantien, dann Frieden Dass sich die Unterhändler nicht treffen würden, hatte sich durchaus angedeutet. Selenskyjs Aufforderung an Trump, ihm doch bitte neue Informationen zukommen zu lassen, ließ aufhorchen. Für Verwirrung sorgten zudem die Aussagen des ukrainischen Präsidenten in der vergangenen Woche selbst, die von Beobachtern durchaus als Ausbremsen des Verhandlungsprozesses verstanden wurden. »Wenn es kein Wasser gibt, werden wir graben. Wir werden Gruben ausheben und temporäre Toiletten einrichten, wie auf dem Dorf.« Maksym Bachmatow Leiter der Verwaltung des Kiewer Bezirks Desna Selenskyjs hatte seine Forderung wiederholt, zunächst die Sicherheitsgarantien für die Ukraine unterzeichnen zu wollen, bevor eine endgültige Entscheidung über das Kriegsende fällt. Die Absichtserklärung der »Koalition der Willigen« reicht Selenskyj nicht, weil sie bisher von keinem der betreffenden Parlamente abgesegnet wurde. Eine reale Verpflichtung der Unterstützerländer gibt es damit nicht. Diskussion um Kriegsende faktisch in einer Sackgasse Vor allem US-Medien hatten immer wieder berichtet, dass Washington die Garantien nur im Tausch für ein Ja zum Friedensvertrag gewähren will. Die Diskussion befindet sich damit faktisch in einer Sackgasse. Die Partner der Ukraine wollen sich keine Verantwortung aufbürden, während der Krieg weitergeht. Und Selenskyj will den Krieg nicht ohne Sicherheitsgarantien beenden, die ihm niemand gibt. Diesen Knoten zu lösen, wird die große Aufgabe für die kommende Gesprächsrunde sein. Das gilt auch für den Donbass. Selenskyj will der russischen Forderung nach einer Abtretung nicht nachgeben, obwohl nach Angaben der »Welt« und ukrainischer Medien das Parlament durchaus bereit sein soll. Und Russlands Armee rückt zwar langsam voran, aber sie erobert immer wieder neue Orte im Donbass und könnte vielleicht doch die Fakten schaffen, die Präsident Wladimir Putin angedroht hatte. Wir haben einen Preis. Aber keinen Gewinn. Die »nd.Genossenschaft« gehört den Menschen, die sie ermöglichen: unseren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die mit ihrem Beitrag linken Journalismus für alle sichern: ohne Gewinnmaximierung, Medienkonzern oder Tech-Milliardär. 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