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Montag, 27. Juli 2026
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Erfinder von "Körperwelten" - Leichenpräparator Gunther von Hagens gestorben

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27. Juli
Tagesschau

Leichenpräparator Gunther von Hagens gestorben

"Körperwelten"-Aussteller Leichenpräparator Gunther von Hagens gestorben Der Mediziner und Erfinder der Plastination, Gunther von Hagens, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Von Hagens ist Schöpfer der umstrittenen "Körperwelten"-Ausstellungen, die die Anatomie des menschlichen Körpers zeigen. Der Leichenpräparator Gunther von Hagens ist tot. Wie seine Familie in Heidelberg mitteilte, starb er am Freitag im Alter von 81 Jahren. Der Mediziner litt schon viele Jahre an einer Parkinson-Erkrankung. Von Hagens wurde 1945 bei Posen (Poznan) im heutigen Polen als Gunther Liebchen geboren. Später nahm er den Namen seiner ersten Ehefrau an. Er begann 1965 in Jena Medizin zu studieren, geriet dann in politische Gefangenschaft der DDR und wurde von der Bundesrepublik freigekauft. Kritiker warfen ihm Verletzung der Menschenwürde vor In den 1970er Jahren entwickelte von Hagens in Heidelberg eine Konservierungstechnik von Leichen zu anatomischen Präparaten. Dazu gründete er in den 1990ern ein eigenes Unternehmen, das Institut für Plastination. Er wurde weltweit durch seine "Körperwelten"-Ausstellungen bekannt, in denen er Plastinate - auch von Menschen - der Öffentlichkeit präsentierte. Kritiker des Leichenpräparators sehen darin eine Verletzung der Menschenwürde. Die Präparate stammen von Menschen, die zu Lebzeiten verfügt haben, ihren Körper nach dem Tod dafür zur Verfügung zu stellen. Dies sei auch von Hagens Wunsch gewesen, hieß es in der Mitteilung seiner Familie. "Seine Angehörigen werden diesen Wunsch respektieren und ausführen."

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27. Juli
ZDF heute

Leichenpräparator Gunther von Hagens gestorben

Ausstellungen "Körperwelten":Leichenpräparator Gunther von Hagens gestorben Gunther von Hagens ist mit 81 Jahren gestorben. Mit seinen Körperwelten-Ausstellungen machte er die Plastination von Leichen weltweit bekannt - und löste heftige Debatten aus. Der Leichenpräparator Gunther von Hagens ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Von Hagens litt schon viele Jahre an einer Parkinson-Erkrankung. Der Mediziner entwickelte in den 1970er Jahren in Heidelberg eine Konservierungstechnik von Leichen zu anatomischen Präparaten, die weltweit durch seine Körperwelten-Ausstellungen bekannt wurde. Von Hagens wurde 1945 bei Posen (Poznan) im heutigen Polen als Gunther Liebchen geboren. Später nahm er den Namen seiner ersten Ehefrau an. Er begann 1965 in Jena Medizin zu studieren, geriet dann in politische Gefangenschaft der DDR und wurde von der Bundesrepublik freigekauft. An der Universität Heidelberg promovierte er. Kritiker warfen ihm Verletzung der Menschenwürde vor Seit den 1970er Jahren widmete er sich dann der Plastination und gründete dafür in den 1990er Jahren ein privates Unternehmen, das Institut für Plastination. Seine Plastinate zeigte er auch in Ausstellungen - Kritiker des Leichenpräparators sehen darin die Menschenwürde verletzt. 2006 gründete von Hagens im brandenburgischen Guben die Gubener Plastinate GmbH, Geschäftsführer ist sein Sohn Rurik von Hagens. In der Werkstatt werden die Präparate, die von Körperspendern stammen, aber auch Tierplastinate hergestellt. In einer gläsernen Werkstatt können Besucher den Herstellungsprozess mitverfolgen. In Berlin öffnete 2015 ein Museum mit Plastinaten am Alexanderplatz. Der Bezirk Mitte wollte das von Beginn an verhindern mit der Argumentation, dass die ausgestellten Körper auch nach dem Konservierungsverfahren Leichen seien und deshalb bestattet werden müssten. Nach Gerichtsurteilen passte das Museum dann seine Schau an. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zu Parkinson - Welt-Parkinson-Tag:Parkinson: Wie Medikamentenpumpen Symptome lindernvon Thomas Förstermit Video4:52 - Musik im Operationssaal:Parkinson-Patientin spielt bei Hirn-OP Klarinettevon Maya Zanettinmit Video1:09 - Bluttest zur Früherkennung:Parkinson vor den ersten Symptomen aufspürenvon Corinna Kleemit Video5:31 - Gesellschaft | Volle Kanne:Bluttest zur Parkinson-FrüherkennungVideo5:31

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27. Juli
Handelsblatt

Ausstellungen „Körperwelten“: Von Hagens: Ein Leben zwischen Faszination und Ablehnung

Ausstellungen „Körperwelten“: Von Hagens: Ein Leben zwischen Faszination und Ablehnung Heidelberg/Guben. Der Tod war der ständige Begleiter des Leichenplastinators Gunther von Hagens. Durch seine Parkinson-Erkrankung rückte das Thema auch an ihn persönlich näher heran. Als er 2008 die Diagnose bekam, gab er sich selbst noch fünf Jahre Lebenszeit, wie von Hagens der Deutschen Presse-Agentur einmal kurz vor seinem 70. Geburtstag erzählte. „Jetzt bin ich mutiger. Mein Vater ist mit 98 noch sehr vital, er ist mein Vorbild. Wenn ich gut bin, halte ich bis 90 durch.“ Doch am Freitag starb er im Alter von 81 Jahren, wie seine Familie in Heidelberg mitteilte. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. „Es war Gunther von Hagens’ eigener Wunsch, auch seinen Körper nach dem Tod der Plastination zur Verfügung zu stellen“, heißt es in einer Mitteilung. „Seine Angehörigen werden diesen Wunsch respektieren und ausführen.“ Die moralische Debatte über seine Arbeit gehörte ebenso zum Leben von Gunther von Hagens wie die Faszination von Millionen Menschen für seine Exponate. Von Hagens entwickelte die Plastinationstechnik in den 1970er Jahren in Heidelberg, wo er 1993 das Institut für Plastination gründete. Seine „Körperwelten“ verstand er als Anatomieausstellung. Arbeit mit dem Tod veränderte seinen Blick auf das Leben Die Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit des Menschen hatte einen prägenden Einfluss auf sein Leben, wie der Mediziner im Januar 2025 sagte. „Je älter ich werde, umso mehr empfinde ich das Leben als große Ausnahme und den Tod als das Normale. Letztlich ist es die Vergänglichkeit, die dem Leben überhaupt Bedeutung verleiht“, war von Hagens überzeugt. Wegen seiner Krankheit hatte er sich zuletzt weitestgehend aus dem Geschäft zurückgezogen. Von Hagens Frau Angelina Whalley fungierte schon seit längerem als seine Übersetzerin, da sein Sprachzentrum durch die Krankheit stark beeinträchtigt war. Er war seit Jahren kaum noch zu verstehen. Sein Sohn Rurik und seine Frau führen seine Arbeit fort. „Ich bin glücklich und stolz, meine Lebensarbeit in so guten Händen zu wissen“, sagte er. „Gunther wollte den Menschen den Blick unter die Haut ermöglichen – nicht aus Sensationslust, sondern aus der tiefen Überzeugung heraus, dass Wissen über den eigenen Körper zu einem bewussteren, gesünderen und verantwortungsvolleren Leben beitragen kann“, erklärte Whalley in der Mitteilung über den Tod. Er habe Millionen Menschen dazu gebracht, den eigenen Körper mit anderen Augen zu sehen. Sein Sohn sagte: „Mein Vater war ein Mensch, der nie akzeptierte, dass Grenzen unverrückbar sind.“ Er habe Anatomie aus dem geschlossenen Raum der Fachwelt in die Mitte der Gesellschaft gebracht. Ausstellungen sorgten für Kritik In der brandenburgischen Kleinstadt Guben werden die Plastinate seit 2006 in einer riesigen Werkstatt hergestellt - Besucher können das direkt mitverfolgen. Auch Tierkörper werden dort präpariert - 2017 ging zum Beispiel ein riesiges 300-Kilo-Blauwalherz an ein kanadisches Museum. Obwohl von Hagens Technik vor allem durch die „Körperwelten“ bekannt ist, werden mehr die meisten Präparate für Universitäten weltweit produziert, wie die Plastinate-Werkstatt in Guben 2016 mitteilte. Die präparierten Toten posieren in den „Körperwelten“ in allen erdenklichen Positionen, mal als Basketballspieler, mal als Skateboarder oder Denker. Sie sind jung, alt, schwanger, krank oder gesund. Manche sind beim Sex zu sehen. Die Haut ist abgezogen, Muskeln und Nervenstränge sind gut sichtbar. Nicht zuletzt die großen Kirchen lehnen diese Art der Zurschaustellung ab. Die evangelische Kirche spricht von einem würdelosen Umgang mit Verstorbenen. Die Städte Augsburg und Köln verboten von Hagens, eine Sexszene mit Leichen darzustellen. „Kontroversen sind ein Zeichen dafür, dass meine Arbeit die Menschen berührt, zum Nachdenken anregt und Diskussionen auslöst – genau das war von Anfang an mein Ziel“, sagte von Hagens einmal. Leichnam soll zum Ausstellungsstück werden Er wird nun wohl selbst zum Plastinat werden. Als Erfinder der Plastination und Schöpfer der Ausstellung sei es für ihn nur konsequent, sich selbst dem Prozess zu unterziehen, sagte von Hagens der dpa. „Es ist eine Möglichkeit, meine Überzeugung und meine Lebensarbeit über meinen Tod hinaus fortzuführen“, erklärte er kurz vor seinem 80. Geburtstag. Bei der Plastination seiner Leiche soll seine Frau selbst Hand anlegen, so wünschte es sich von Hagens, der 1945 bei Posen (Poznan) im heutigen Polen geboren wurde. „Erst fand ich diese Vorstellung ganz schrecklich“, sagte Whalley damals. „Je länger ich aber darüber nachgedacht habe, desto mehr habe ich es als einen Liebesbeweis am Partner gesehen.“ Das müsse aber nicht sofort nach seinem Tod passieren. „Ein Jahr Zeit brauche ich schon vorher, solange ist er in der Kühltruhe.“ Ehefrau: Er war schon immer anders Von Hagens Markenzeichen war stets sein Hut, den er so oft wie möglich trug - sogar zu Hause, wie seine Frau erzählte. „Die Anatomen trugen in der Renaissance einen Hut“, erläuterte Whalley. „Der Hut ist für ihn auch ein Symbol für das Selbstverständnis, anders zu sein.“ Und das sei er schon immer gewesen, nicht zuletzt wegen seiner Bluterkrankheit. „Er hat daraus gelernt, Kraft aus sich selbst zu schöpfen.“ Das habe ihm auch für andere Situationen Stärke gegeben. „Kaum jemand in der Anatomie hat ihn ernst genommen. Aber er brauchte das Schulterklopfen der Kollegen nicht.“

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27. Juli
Der Spiegel

Gunther von Hagens: Umstrittener Leichenpräparator ist gestorben

Ausstellung »Körperwelten« Umstrittener Leichenpräparator Gunther von Hagens ist gestorben Der Leichenpräparator Gunther von Hagens ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren, wie die Nachrichtenagentur dpa aus seinem Umfeld erfuhr. Zuvor hatten mehrere Medien über den Todesfall berichtet. Von Hagens litt schon viele Jahre an Parkinson. Der Mediziner entwickelte in den Siebzigerjahren in Heidelberg eine Konservierungstechnik von Leichen zu anatomischen Präparaten. In den Neunzigern gründete er dafür ein privates Unternehmen, das Institut für Plastination. Seine Plastinate zeigte er auch in Ausstellungen, die »Körperwelten« wurden weltweit Millionen bekannt. Kritikerinnen und Kritiker des Leichenpräparators sehen darin die Menschenwürde verletzt. In Berlin öffnete 2015 ein »Körperwelten-Museum« am Alexanderplatz. Der Bezirk Mitte wollte das von Beginn an verhindern, die ausgestellten Körper seien auch nach dem Konservierungsverfahren Leichen und müssten bestattet werden. Nach Gerichtsurteilen passte das Museum seine Schau an. Die menschlichen Plastinate stammen von Körperspendern, die zu Lebzeiten verfügten, dass ihr Körper nach dem Tod der Wissenschaft zur Verfügung stehen soll. 2017 etwa waren nach Angaben des Instituts für Plastination rund 16.680 Menschen in dem Körperspenderprogramm registriert. Die weltweite Konzeption der Ausstellungen betreut von Hagens’ zweite Ehefrau Angelina Whalley. - 1 Min Von Hagens wurde 1945 bei Posen im heutigen Polen als Gunther Liebchen geboren. Später nahm er den Namen seiner ersten Ehefrau an. Er begann 1965 in Jena Medizin zu studieren, geriet in der DDR in politische Gefangenschaft, die Bundesrepublik kaufte ihn frei. Er promovierte an der Universität Heidelberg.

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