Themen
lage

Mittwoch, 22. Juli 2026
Zurück zur Übersicht

Medienberichte - USA und Saudi-Arabien wollen Nuklearabkommen unterzeichnen

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
22. Juli
Der Spiegel

USA und Saudi-Arabien einigen sich offenbar auf Nukleardeal

Ziviles Atomprogramm USA und Saudi-Arabien einigen sich offenbar auf Nukleardeal Die USA und Saudi-Arabien haben sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge auf ein Atomabkommen geeinigt. Die Einigung könnte dem Königreich ermöglichen, im Rahmen eines zivilen Atomprogramms eigens Uran anzureichern. Das berichten die Nachrichtenagenturen AP und Reuters sowie die Zeitung »New York Times« unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Zuerst hatte das »Wall Street Journal« berichtet. Den Berichten zufolge soll das Abkommen zeitnah offiziell verkündet werden, ehe es dem US-Kongress zur Prüfung vorgelegt wird. Die milliardenschwere Vereinbarung solle eine Laufzeit von 30 Jahren haben, US-Unternehmen eine Schlüsselrolle beim Aufbau der saudischen Atominfrastruktur sichern und andere ausländische Konkurrenten ausschließen, heißt es weiter in dem Bericht des »Wall Street Journal«. Eine zentrale Regelung sieht demnach vor, dass US-Unternehmen eine Urananreicherungsanlage in Saudi-Arabien bauen, sofern eine gemeinsame US-saudische Studie zu dem Schluss kommt, dass ein solcher Schritt gerechtfertigt ist. USA wollen militärische Nutzung ausschließen Nach Auffassung der Trump-Regierung würde diese Bestimmung den USA Einfluss auf das saudische Atomprogramm verschaffen und zugleich sicherstellen, dass es nicht für militärische Zwecke missbraucht werden könne. Dennoch dürfte die Vereinbarung den Berichten zufolge im Kongress auf Widerstand stoßen. Viele Abgeordnete lehnten eine Ausweitung atomarer Technologie im politisch instabilen Nahen Osten ab. Die »New York Times« berichtete unter Berufung auf Regierungsbeamte, Trump habe Kompromisse machen müssen, um die Vereinbarung zu erreichen. So habe er Bedingungen zugestimmt, die internationale Inspektoren möglicherweise daran hindern könnten, Zugang zu bestimmten Standorten zu bekommen. Gemeint seien Standorte, an denen der Verdacht aufkomme, dass dort Kernbrennstoff für Waffenprogramme abgezweigt werden könne. Deal könnte noch am Mittwoch unterschrieben werden Laut den Berichten könnte die Vereinbarung noch am Mittwoch unterzeichnet werden. US-Energieminister Chris Wright hatte bereits bei einer Reise in die Region im April 2025 über einen solchen Deal Gespräche geführt. Schon damals hieß es, denkbar sei ein neues Energie-Abkommen beider Länder, das den Weg für ein Atomprogramm in dem Wüstenstaat ebnen könnte. Die USA hatten zuvor mit Saudi-Arabien Gespräche über eine mögliche Normalisierung der bilateralen Beziehungen mit Israel geführt. Im Gegenzug waren Unterstützung für Riad beim Atomprogramm und ein mögliches neues Sicherheitsabkommen im Gespräch. Die Verhandlungen wurden nach Beginn des Gazakriegs ausgesetzt. Saudi-Arabiens Kronprinz und faktischer Herrscher, Mohammed bin Salman, hat aber weiter ein »großes Interesse« seines Landes daran geäußert. In einem Interview des US-Senders CBS hatte der Kronprinz 2018 gesagt, dass Riad »so schnell wie möglich« Atomwaffen anstreben würde, wenn Iran dies tun sollte. Saudi-Arabien und Iran ringen seit Langem um die Vorherrschaft in der Region. Beide Staaten näherten sich 2023 unter Vermittlung Chinas an. Das Misstrauen bleibt aber groß, nach einer jahrelangen Rivalität, die auch vom konfessionellen Konflikt zwischen dem sunnitischen Islam in Saudi-Arabien und dem schiitischen Islam in Iran geprägt wird. Wie Reuters berichtet, soll in dem Abkommen der sogenannte »Gold-Standard« fehlen. Dieser würde dem Königreich die Anreicherung von Uran und die Wiederaufbereitung von abgebrannten Brennelementen untersagen – zwei mögliche Wege zur Entwicklung von Atomwaffen. Zudem sei das »Zusatzprotokoll« nicht enthalten, das der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weitreichende und unangemeldete Inspektionen ermöglicht. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten dem »Gold-Standard« in einem ähnlichen Abkommen mit den USA im Jahr 2009 zugestimmt.

Artikel lesen
22. Juli
Tagesschau

Trump genehmigt offenbar Atomabkommen mit Saudi-Arabien

Medienberichte USA und Saudi-Arabien bei Atomabkommen offenbar einig Kann Saudi-Arabien künftig Uran anreichern? Medienberichten zufolge hat US-Präsident Trump ein ziviles Atomabkommen mit dem Königreich vereinbart. Offenbar fehlen jedoch wichtige Schutzklauseln. US-Präsident Donald Trump hat nach Informationen mehrerer Nachrichtenagenturen und des Wall Street Journals ein Atomabkommen mit Saudi-Arabien genehmigt. Die Vereinbarung soll eine Laufzeit von 30 Jahren haben und die Beteiligung US-amerikanischer Unternehmen am Aufbau des Programms vorsehen. Das Weiße Haus und die saudische Regierung in Riad äußerten sich noch nicht zu der Entscheidung. Laut den Berichten könnte die Vereinbarung noch am Mittwoch unterzeichnet werden. Fehlen Schutzklauseln im Atomprogramm? Eine zentrale Regelung sieht laut den Berichten vor, dass US-Unternehmen eine Urananreicherungsanlage in Saudi-Arabien bauen, sofern eine gemeinsame amerikanisch-saudische Studie zu dem Schluss kommt, dass ein solcher Schritt gerechtfertigt ist. Nach Auffassung der Trump-Regierung würde diese Bestimmung den USA Einfluss auf das saudische Atomprogramm verschaffen und zugleich sicherstellen, dass es nicht für militärische Zwecke missbraucht werden könne. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters fehlen in dem Abkommen allerdings Regeln, die Saudi-Arabien die Anreicherung von Uran und die Wiederaufbereitung von abgebrannten Brennelementen untersagen. Beides sind mögliche Wege zur Entwicklung von Atomwaffen. Zudem sollen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) keine weitreichenden und unangemeldeten Inspektionen ermöglicht werden. Saudi-Arabien will den Berichten zufolge die Anlage nur für zivile Zwecke nutzen. In der Vergangenheit hatte der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman aber angedeutet, sollte Iran eine Atombombe bauen, wolle sein Land das auch tun. Iranisches Atomprogramm besorgt Nachbarn Die erwartete Ankündigung fällt in eine Zeit des Krieges gegen Iran, den die USA und Israel unter anderem mit dem Ziel begonnen haben, Teherans Fähigkeit zur Entwicklung einer Atomwaffe auszuschalten. Iran betont dagegen, sein Urananreicherungsprogramm diene ebenfalls ausschließlich friedlichen Zwecken. Daran gibt es aber seit Jahren Zweifel. Vor Saudi-Arabien sind bereits andere Länder im Nahen Osten in die Atomkraft eingestiegen. In der Vereinigten Arabischen Emiraten ist bereits ein Reaktor am Netz. Ägypten und Jordanien haben ähnliche Pläne. Mit Informationen von Carsten Kühntopp, ARD-Studio Washington.

Artikel lesen
22. Juli
Süddeutsche Zeitung (Wirtschaft)

USA: Trump genehmigt Atom-Deal mit Saudi-Arabien

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Mamdani: New York kann Netanjahu nicht festnehmen Trump droht mit Zöllen auf Arznei-Generika ab Sommer 2028 USA fordern nach Wahl-Absage Isolierung Nicaraguas  Mann legt aus Protest gegen US-Behörde ICE Feuer in New York Neue Zölle gegen Kanada Lilly Zerbst Trump genehmigt Atom-Deal mit Saudi-Arabien US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge ein Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien genehmigt. Die Vereinbarung werde dem Königreich – einem langjährigen Rivalen Irans – beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms helfen. Das schrieb das Wall Street Journal, das als erstes US-Medium unter Berufung auf Regierungsvertreter über den Deal berichtete. Auch Anlagen zur Urananreicherung auf saudischem Gebiet seien mit dem milliardenschweren Deal denkbar. Die Vereinbarung solle eine Laufzeit von 30 Jahren haben, US-Unternehmen eine Schlüsselrolle beim Aufbau der saudischen Atominfrastruktur sichern und andere ausländische Konkurrenten ausschließen, heißt es weiter. Nach Auffassung der Trump-Regierung würde diese Bestimmung den USA Einfluss auf das saudische Atomprogramm verschaffen und zugleich sicherstellen, dass es nicht für militärische Zwecke missbraucht werden könne. Dennoch dürfte die Vereinbarung, die in den kommenden Tagen dem Kongress in Washington zur Prüfung vorgelegt werden solle, nach Einschätzung berichtender Zeitungen auf Widerstand stoßen. Kritiker warnen vor einem atomaren Wettrüsten in der instabilen Region. Auch Anlagen zur Urananreicherung auf saudischem Gebiet seien mit dem milliardenschweren Deal denkbar. Die Vereinbarung solle eine Laufzeit von 30 Jahren haben, US-Unternehmen eine Schlüsselrolle beim Aufbau der saudischen Atominfrastruktur sichern und andere ausländische Konkurrenten ausschließen, heißt es weiter. Nach Auffassung der Trump-Regierung würde diese Bestimmung den USA Einfluss auf das saudische Atomprogramm verschaffen und zugleich sicherstellen, dass es nicht für militärische Zwecke missbraucht werden könne. Dennoch dürfte die Vereinbarung, die in den kommenden Tagen dem Kongress in Washington zur Prüfung vorgelegt werden solle, nach Einschätzung berichtender Zeitungen auf Widerstand stoßen. Kritiker warnen vor einem atomaren Wettrüsten in der instabilen Region. Trumps kanadische Strafzölle treffen nur alte Eishockeyschläger aus Holz Mit seinen am Montag angekündigten Strafzöllen wollte US-Präsident Donald Trump Kanada dort treffen, wo es wehtut: beim geliebten Nationalsport Eishockey. Trump hatte einen Strafzoll von 50 Prozent auf eine Reihe kanadischer Waren, die in die USA importiert werden, angekündigt, darunter auch Eishockeyschläger. Der symbolische Hieb gegen das Nachbarland dürfte jedoch kaum spürbare Folgen haben. In Kanada gibt es nur noch eine einzige große Fabrik für Eishockeyschläger, die zudem ein Nischenprodukt für einen schrumpfenden Markt herstellt. Bei dem Hersteller Roustan Hockey in der Provinz Ontario laufen traditionelle Holzschläger vom Band. Diese werden von Profis und den meisten Nachwuchsspielern heute jedoch kaum noch verwendet. Stattdessen dominieren ultraleichte Schläger aus Verbundwerkstoffen wie Karbon den Markt. Diese werden überwiegend in Asien, meistens in China, gefertigt. Diese Entwicklung bestätigt der Fachhandel. „Die Nachfrage nach Holzschlägern ist rückläufig“, sagte Fiorenzo Arcadi vom Fachgeschäft Toronto Hockey Repair der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir verkaufen zwar eine ganze Menge, aber hauptsächlich an Torhüter in Hobbyligen.“ Das Werk von Roustan Hockey stellt pro Jahr etwa 400 000 Holzschläger her, von denen rund 100 000 in die USA exportiert werden. Eine Stellungnahme des Unternehmens zu den neuen Zöllen lag zunächst nicht vor. Diese Entwicklung bestätigt der Fachhandel. „Die Nachfrage nach Holzschlägern ist rückläufig“, sagte Fiorenzo Arcadi vom Fachgeschäft Toronto Hockey Repair der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir verkaufen zwar eine ganze Menge, aber hauptsächlich an Torhüter in Hobbyligen.“ Das Werk von Roustan Hockey stellt pro Jahr etwa 400 000 Holzschläger her, von denen rund 100 000 in die USA exportiert werden. Eine Stellungnahme des Unternehmens zu den neuen Zöllen lag zunächst nicht vor. Gemeinsame Eröffnungsfeier für Brücke zwischen Kanada und USA nach Trump-Zöllen abgesagt Die gemeinsame Feier zur Eröffnung der neuen Brücke zwischen Detroit und Windsor (Ontario) fällt aus. Nachdem US-Präsident Donald Trump neue Zölle in Höhe von 50 Prozent auf kanadische Waren angekündigt hatte, sagte Kanada das Fest ab. Wie eine Sprecherin des kanadischen Infrastrukturministers per E-Mail mitteilte, hält Kanada weiterhin an der für den 27. Juli geplanten Eröffnung der 6,4 Milliarden Kanadische Dollar (4,5 Milliarden US-Dollar) teuren Gordie-Howe-International-Brücke fest. Doch „angesichts der Handelsmaßnahmen, mit denen die USA Anfang der Woche gedroht haben, wäre es unangemessen, eine gemeinsame Feier beider Länder abzuhalten“, erklärte sie. Der US-Botschafter in Kanada, Pete Hoekstra, hatte am Montag erklärt, gemeinsam mit seinem kanadischen Amtskollegen Mark Wiseman und dem kanadischen Minister für den Handel mit den USA, Dominic LeBlanc, an der nun abgesagten Zeremonie teilzunehmen. Wenige Stunden später kündigten die USA Zölle auf kanadische Waren im Wert von schätzungsweise 20 Milliarden US-Dollar an, was die Beziehungen erheblich belastet. Stattdessen werden die Kanadier am 24. Juli „unter sich“ feiern, hieß es in der Erklärung des Ministeriums. Wie eine Sprecherin des kanadischen Infrastrukturministers per E-Mail mitteilte, hält Kanada weiterhin an der für den 27. Juli geplanten Eröffnung der 6,4 Milliarden Kanadische Dollar (4,5 Milliarden US-Dollar) teuren Gordie-Howe-International-Brücke fest. Doch „angesichts der Handelsmaßnahmen, mit denen die USA Anfang der Woche gedroht haben, wäre es unangemessen, eine gemeinsame Feier beider Länder abzuhalten“, erklärte sie. Der US-Botschafter in Kanada, Pete Hoekstra, hatte am Montag erklärt, gemeinsam mit seinem kanadischen Amtskollegen Mark Wiseman und dem kanadischen Minister für den Handel mit den USA, Dominic LeBlanc, an der nun abgesagten Zeremonie teilzunehmen. Wenige Stunden später kündigten die USA Zölle auf kanadische Waren im Wert von schätzungsweise 20 Milliarden US-Dollar an, was die Beziehungen erheblich belastet. Stattdessen werden die Kanadier am 24. Juli „unter sich“ feiern, hieß es in der Erklärung des Ministeriums. Die neue Brücke zwischen Michigan und Ontario wurde errichtet, um eine wichtige Versorgungsroute für die nordamerikanische Automobilindustrie zu verbessern. Sie wurde nach einem berühmten kanadischen Eishockeyspieler der Detroit Red Wings benannt, um die engen Beziehungen zwischen den USA und Kanada zu symbolisieren. Die Gordie Howe International Bridge soll künftig eine weitere Verbindung zwischen den USA und Kanada schaffen. REUTERS Luzia Geier Mamdani: New York kann Netanjahu nicht festnehmen Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu muss bei einer Reise nach New York vorerst wohl keine Festnahme erwarten. Eine rechtliche Prüfung habe ergeben, dass die Stadt keine Möglichkeit habe, den Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Netanjahu vollstrecken zu lassen, sagte New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. „Meine Verwaltung hat alle nach geltendem Recht verfügbaren Möglichkeiten geprüft.“ Netanjahu sei dennoch „in New York City nicht willkommen“. Im Wahlkampf hatte der Demokrat gesagt, Netanjahu im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister festnehmen zu lassen. Später äußerte er sich zurückhaltender und verwies auf eine Prüfung der Möglichkeiten. Netanjahu wird zur UN-Generaldebatte im September in New York erwartet. Gegen Netanjahu liegt seit November 2024 ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) wegen des Vorwurfs der Kriegsverbrechen im Gazastreifen vor. Netanjahu weist die Vorwürfe entschieden zurück. Mamdani richtet sich in dem Video an die Regierung von US-Präsident Donald Trump. Sie habe die Kompetenz, den Haftbefehl zu vollstrecken. Das jedoch hatte Trump bereits strikt ausgeschlossen. Ebenso wie Israel erkennen die USA das Gericht nicht an und sind dadurch nicht an dessen Entscheidungen gebunden. Im Wahlkampf hatte der Demokrat gesagt, Netanjahu im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister festnehmen zu lassen. Später äußerte er sich zurückhaltender und verwies auf eine Prüfung der Möglichkeiten. Netanjahu wird zur UN-Generaldebatte im September in New York erwartet. Gegen Netanjahu liegt seit November 2024 ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) wegen des Vorwurfs der Kriegsverbrechen im Gazastreifen vor. Netanjahu weist die Vorwürfe entschieden zurück. Mamdani richtet sich in dem Video an die Regierung von US-Präsident Donald Trump. Sie habe die Kompetenz, den Haftbefehl zu vollstrecken. Das jedoch hatte Trump bereits strikt ausgeschlossen. Ebenso wie Israel erkennen die USA das Gericht nicht an und sind dadurch nicht an dessen Entscheidungen gebunden. Luzia Geier Trump will Flugverbot für Libanon nach fast 40 Jahren aufheben US-Präsident Donald Trump will nach fast 40 Jahren wieder Direktflüge von den USA nach Libanon erlauben. Er habe die US-Regierung angewiesen, den heimischen Fluggesellschaften dies zu gestatten, sagte Trump nach einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun. Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Flüge ist jedoch eine umfassende Sicherheitsüberprüfung des Flughafens in Beirut durch US-Behörden. Es war zudem unklar, ob die US-Fluggesellschaften bereit wären, die Flüge wieder aufzunehmen. Die USA hatten 1985 alle Flüge in das Land ausgesetzt. Anlass war die Entführung einer Maschine der Fluggesellschaft TWA, die auf dem Weg von Athen nach Rom zur Landung in Beirut gezwungen wurde. Während der 17-tägigen Geiselnahme wurde ein Taucher der US-Marine getötet.  Luzia Geier Trump droht mit Zöllen auf Arznei-Generika ab Sommer 2028 US-Präsident Donald Trump will mit der Androhung von neuen Zöllen Arzneimittelfirmen dazu drängen, Medikamente in den USA zu produzieren. Ab Sommer 2028 sollen zunächst für ein Jahr Sonderabgaben in Höhe von 100 Prozent auf sogenannten Generika fällig werden, danach soll der Wert auf 200 Prozent steigen, wie Trump auf der Plattform Truth Social ankündigte. Generika sind Medikamente, die Marken-Präparaten gleichen, aber meist deutlich günstiger sind. Trump betonte in seinem Post auch, dass bis Sommer 2028 weiterhin keine Zölle für Generika erhoben würden. Diese Zeitspanne sollen Firmen nach seinem Willen dazu nutzen, um ihre Produktion von Generika in die USA zurück zu verlagern. Wer sich dagegen entscheide, Produktionsstätten in den USA zu errichten, werde bestraft, drohte Trump, ohne Einzelheiten zu nennen. Auf welche gesetzliche Grundlage er sich bei den angedrohten Zöllen berufen will, ließ der Republikaner in seinem Post ebenfalls offen. Mit der neuen Drohung verschärft der US-Präsident den Druck auf Arzneimittelhersteller außerhalb der USA. Bereits im Frühjahr hatte Trump einen 100-Prozent-Zoll auf patentgeschützte Marken-Arzneimittel mit einem gestaffelten Start ab Ende Juli angekündigt. Dabei gibt es Ausnahmen, etwa bei speziellen Handelsabkommen oder wenn Firmen auch in den USA produzieren. Trump will die vergleichsweise hohen Arzneimittelpreise in den USA drücken. Er wirft Herstellern vor, mit günstigerer Produktion im Ausland den Wettbewerb zulasten von US-Firmen zu verzerren. In den USA wird besonders kostenintensiv im Pharma-Bereich geforscht. Einen SZ-Kommentar zu den Trump-Zöllen lesen Sie hier: Einen SZ-Kommentar zu den Trump-Zöllen lesen Sie hier: USA fordern nach Wahl-Absage Isolierung Nicaraguas Nach der Absage künftiger Wahlen durch den nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega haben die USA die internationale Gemeinschaft zur Isolierung des Landes aufgerufen. US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Dienstag, Ortegas Äußerungen offenbarten dessen wahren autoritären Charakter. Nicaragua könne in den Beziehungen zu anderen Staaten keine Rückkehr zur Tagesordnung erwarten, solange es demokratische Prinzipien ablehne. Ortega und seine Ehefrau, Co-Präsidentin Rosario Murillo, hätten selbst den Schein aufgegeben, sich auf den Rückhalt der Bevölkerung zu stützen, fügte Rubio hinzu. Das für die Region zuständige Büro des US-Außenministeriums rief die Partner auf dem amerikanischen Kontinent dazu auf, gemeinsam mit den USA dafür zu sorgen, dass die Menschen in Nicaragua eine Zukunft frei von Tyrannei wählen können. Ortega hatte am Sonntag in einer Rede erklärt, dass es in dem mittelamerikanischen Land keine Wahlen mehr geben werde. Damit wolle er verhindern, dass von den USA unterstützte Bewegungen die Macht an sich rissen. Ortega hatte am Sonntag in einer Rede erklärt, dass es in dem mittelamerikanischen Land keine Wahlen mehr geben werde. Damit wolle er verhindern, dass von den USA unterstützte Bewegungen die Macht an sich rissen. Luzia Geier Mann legt aus Protest gegen US-Behörde ICE Feuer in New York Ein Mann hat in New York aus Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE ein Feuer vor einem Behördengebäude gelegt und ist festgenommen worden. Der 43-Jährige habe auf den Stufen des Gebäudes im Stadtteil Lower Manhattan Benzin verschüttet, es angezündet und zudem Feuerwerkskörper gezündet, teilten die Behörden mit. Drei Menschen wurden dabei leicht verletzt, darunter ein Beamter des Bundesschutzdienstes. In dem Gebäude sind unter anderem die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) sowie das New Yorker Büro der Bundespolizei FBI untergebracht. Bei dem Festgenommenen handelt es sich den Angaben zufolge um einen Veteranen der US-Armee. Er habe Schriften gegen ICE bei sich getragen. Ein Vertreter des FBI bezeichnete den Verdächtigen als „antiamerikanischen, regierungsfeindlichen Extremisten“. Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani nannte den Vorfall „zutiefst beunruhigend“. Über eine Anklage wurde zunächst nicht entschieden, die Ermittlungen dauern an. Mehr über die US-Migrationspolitik unter Trump lesen Sie hier: Mehr über die US-Migrationspolitik unter Trump lesen Sie hier: Luzia Geier Neue Zölle gegen Kanada US-Präsident Donald Trump erhöht im Handelsstreit mit Kanada den Druck und kündigt neue Zusatzzölle in Höhe von 50 Prozent an. Betroffen ist laut dem Weißen Haus eine breite Palette von Gütern, die in die USA importiert werden – als Beispiele wurden Hockeyschläger, Wein und Zement genannt. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer teilte mit, dass die neuen Zölle auf Importe aus Kanada im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar gelten werden. Laut einer Erklärung aus dem Weißen Haus reagieren die USA damit „auf Kanadas diskriminierende Behandlung amerikanischer Produkte“.  Der kanadische Premierminister Mark Carney signalisierte in einer Reaktion auf die neueste Zollankündigung Washingtons Gesprächsbereitschaft. Kanada sei bereit, sich mit Nachdruck an Gesprächen zu beteiligen, um noch offene Streitpunkte mit den USA zu lösen. Zugleich machte er klar, dass man die Stärke Kanadas ausbauen wolle. Die Zölle sollen 30 Tage nach der Unterzeichnung in Kraft treten, am 19. August. Mit den Zöllen will Trump erreichen, dass die Bedingungen für den Export von amerikanischen Autos verbessert werden. Der kanadische Premierminister Mark Carney signalisierte in einer Reaktion auf die neueste Zollankündigung Washingtons Gesprächsbereitschaft. Kanada sei bereit, sich mit Nachdruck an Gesprächen zu beteiligen, um noch offene Streitpunkte mit den USA zu lösen. Zugleich machte er klar, dass man die Stärke Kanadas ausbauen wolle. Die Zölle sollen 30 Tage nach der Unterzeichnung in Kraft treten, am 19. August. Mit den Zöllen will Trump erreichen, dass die Bedingungen für den Export von amerikanischen Autos verbessert werden. „Während die Regierung weiterhin faire und gegenseitige Handelsabkommen sichert, übt Kanada im Gegensatz zu anderen Partnern und Verbündeten weiterhin Vergeltung gegen die Vereinigten Staaten.“US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer Die neuen Zölle sind eine weitere Umdrehung im Handelsstreit zwischen den beiden Nachbarländern. Immer wieder hatte Trump Kanada wie auch anderen Ländern weltweit ein Handelsungleichgewicht zulasten der USA vorgeworfen. Zölle sind ein wichtiges Instrument seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident. Kanada sieht hingegen einen Verstoß gegen ein Freihandelsabkommen der Nachbarländer. Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs in den USA hatte Trump mit seiner Zollpolitik jüngst zurückrudern müssen. Mehr zu Trumps Reaktion auf das Urteil des Obersten Gerichts im Februar lesen Sie hier: Mehr zu Trumps Reaktion auf das Urteil des Obersten Gerichts im Februar lesen Sie hier: Luzia Geier Trump telefoniert mit neuem britischen Premier Als eine seiner ersten offiziellen Amtshandlungen hat der neue Premierminister Großbritanniens, Andy Burnham, mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Der 56-Jährige ist seit Montag im Amt. Unter seinem Vorgänger, Keir Starmer, war das Verhältnis der Downing Street zum Weißen Haus merklich abgekühlt, was vor allem aber an Trump lag. Der neue Premier habe die Hoffnung geäußert, „dem Präsidenten bei einem künftigen Besuch zeigen zu können, was Manchester zu bieten hat“, teilte ein Sprecher mit Blick auf Burnhams vorheriges Amt als Bürgermeister von Manchester mit. Trump war zuletzt im September 2025 von König Charles zum Staatsbesuch empfangen worden. Trump schließt Festnahme Netanjahus in den USA aus US-Präsident Donald Trump hat eine Festnahme des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei einem Besuch in den USA ausgeschlossen. Der Regierungschef werde dort auf keinen Fall festgesetzt, erklärte Trump am Montag auf seiner Online-Plattform Truth Social. Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hatte in einem am Samstag ausgestrahlten Video-Podcast der New York Times gesagt, die Rechtsabteilung der Stadt prüfe ein solches Vorgehen. Mamdani bezeichnete Netanjahu als Kriegsverbrecher, der vor den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag gehöre. Netanjahu reist traditionell im September zur UN-Vollversammlung nach New York. Der IStGH hat gegen ihn einen Haftbefehl wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen im Gazastreifen erlassen. Israel weist die Zuständigkeit des Gerichts zurück und bestreitet die Vorwürfe.  Lilly Zerbst "Air Force One soll" nachgerüstet werden Nach Spekulationen über die Sicherheit der neuen Air Force One hat US-Präsident Donald Trump eine Nachrüstung des Präsidentenflugzeugs angekündigt. Das aktuelle Flugzeug des US-Präsidenten, eine Maschine vom Typ Boeing 747, war ein Geschenk des Golfemirats Katar. Donald Trump hatte es im Mai 2025 trotz Korruptionsvorwürfen angenommen. Der Flieger verfüge über große Fähigkeiten, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) auf der Rückreise vom WM-Finale auf die Frage eines Reporters, warum der US-Präsident trotz angeblich fehlender Raketenabwehrsysteme damit unterwegs sei. „Aber so wie ich es verstehe, werden sie das Flugzeug in etwa einem Monat zur Nachrüstung schicken.“ Was genau nachgerüstet werden soll, führte Trump nicht weiter aus. Das Weiße Haus ließ Nachfragen von US-Medien zunächst unbeantwortet. Der Umbau werde etwa einen Monat dauern. Die New York Times und andere US-Medien hatten berichtet, die neue Maschine verfüge bislang nicht über sämtliche Sicherheits- und Abwehrsysteme des bisherigen Präsidentenflugzeugs. Bei seinem Rückflug vom Nato-Gipfel in der Türkei griff der US-Präsident überraschend auf eine der Vorgängermaschinen zurück, vermutlich auf Rat des Geheimdienstes, wie die New York Times ebenfalls berichtete. Der Flieger verfüge über große Fähigkeiten, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) auf der Rückreise vom WM-Finale auf die Frage eines Reporters, warum der US-Präsident trotz angeblich fehlender Raketenabwehrsysteme damit unterwegs sei. „Aber so wie ich es verstehe, werden sie das Flugzeug in etwa einem Monat zur Nachrüstung schicken.“ Was genau nachgerüstet werden soll, führte Trump nicht weiter aus. Das Weiße Haus ließ Nachfragen von US-Medien zunächst unbeantwortet. Der Umbau werde etwa einen Monat dauern. Die New York Times und andere US-Medien hatten berichtet, die neue Maschine verfüge bislang nicht über sämtliche Sicherheits- und Abwehrsysteme des bisherigen Präsidentenflugzeugs. Bei seinem Rückflug vom Nato-Gipfel in der Türkei griff der US-Präsident überraschend auf eine der Vorgängermaschinen zurück, vermutlich auf Rat des Geheimdienstes, wie die New York Times ebenfalls berichtete. Die Maschine vom Typ Boeing 747 soll Berichten zufolge einen Wert von etwa 400 Millionen US-Dollar haben. REUTERS/Kylie Cooper J. D. und Usha Vance verkünden Geburt ihres vierten Kindes US-Vizepräsident J. D. Vance und seine Ehefrau Usha Vance sind zum vierten Mal Eltern geworden. Sie freuten sich, bekannt zu geben, dass ihr Sohn, Alec Neel Vance, am Sonntag auf die Welt gekommen sei, teilten die beiden in einem Statement mit, das der US-Vizepräsident auf der Plattform X postete. „Usha und das Baby sind glücklich und gesund, und unsere Kinder sind überglücklich, ihren kleinen Bruder kennenzulernen.“ Im Januar hatte das Paar die Schwangerschaft der Second Lady öffentlich gemacht. J. D. und Usha Vance hatten sich vor Jahren an der Elite-Universität Yale kennengelernt, wo beide Jura studiert haben. Sie sind seit 2014 verheiratet und haben drei weitere Kinder: Ewan, 9, Vivek, 6, und die vierjährige Mirabel. Im Januar hatte das Paar die Schwangerschaft der Second Lady öffentlich gemacht. J. D. und Usha Vance hatten sich vor Jahren an der Elite-Universität Yale kennengelernt, wo beide Jura studiert haben. Sie sind seit 2014 verheiratet und haben drei weitere Kinder: Ewan, 9, Vivek, 6, und die vierjährige Mirabel. Trump jubelt voreilig über angeblichen Kurswechsel in London US-Präsident Donald Trump hat erneut voreilig eine mutmaßliche Entscheidung in der britischen Politik kommentiert. Die Menschen in der schottischen Stadt Aberdeen würden auf der Straße tanzen, weil der neue Premierminister Andy Burnham geäußert habe, dass er den Abbau des „unschätzbar wertvollen Nordseeöls“ gänzlich erlauben werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Das Problem dabei: Noch ist Burnham gar nicht offiziell Premier, erst am Montag wird er mit der Regierungsbildung beauftragt, und die Entscheidung über die Nordsee ist politisch extrem kompliziert.  Unter anderem die BBC berichtete am Wochenende aber in der Tat, dass Burnham möglicherweise Pläne für neue Öl- und Gasbohrungen in der Nordsee ankündigen werde. Dies würde dem Grundsatzprogramm seiner Labour-Partei vom Wahlsieg 2024 widersprechen, in dem festgehalten ist, dass keine neuen Lizenzen vergeben werden sollen. Im Mittelpunkt stehen sollen zwei Öl- und Gasfelder in Schottland – der Heimat von Trumps Mutter. Unter anderem die BBC berichtete am Wochenende aber in der Tat, dass Burnham möglicherweise Pläne für neue Öl- und Gasbohrungen in der Nordsee ankündigen werde. Dies würde dem Grundsatzprogramm seiner Labour-Partei vom Wahlsieg 2024 widersprechen, in dem festgehalten ist, dass keine neuen Lizenzen vergeben werden sollen. Im Mittelpunkt stehen sollen zwei Öl- und Gasfelder in Schottland – der Heimat von Trumps Mutter. US-Botschafter in Italien bringt mit Megayacht Venezianer gegen sich auf Mehrere Hundert Menschen haben in der Lagunenstadt Venedig dagegen protestiert, dass Tilman Fertitta, US-Botschafter, Milliardär und Vertrauter von Präsident Donald Trump, mit seinem Schiff Boardwalk vor Anker ging. Die Polizei riegelte in der Nähe des Markusplatzes auf dem Wasser und an Land den Zugang zu der 117 Meter langen Yacht ab. Dabei gab es auch kleinere Krawalle. Zugleich zog das riesige Schiff zahlreiche Schaulustige an. Es ist keine Seltenheit, dass vor der weltbekannten Kulisse Reichtum zur Schau gestellt wird, ähnliche Szenen hatte es vergangenes Jahr auch bei der Hochzeit von Amazon-Gründer Jeff Bezos gegeben. Mit einem geschätzten Vermögen von mehr als elf Milliarden US-Dollar gehört Fertitta zu den reichsten Amerikanern überhaupt. Seine derzeitige Italien-Tour per Yacht bezeichnet er als „Küstendiplomatie“ aus Anlass des 250. Jahrestags der Unabhängigkeitserklärung der USA. Dabei protestierten Kritiker auch auf früheren Stationen. Nach Venedig soll es weitergehen Richtung Triest. Zugleich zog das riesige Schiff zahlreiche Schaulustige an. Es ist keine Seltenheit, dass vor der weltbekannten Kulisse Reichtum zur Schau gestellt wird, ähnliche Szenen hatte es vergangenes Jahr auch bei der Hochzeit von Amazon-Gründer Jeff Bezos gegeben. Mit einem geschätzten Vermögen von mehr als elf Milliarden US-Dollar gehört Fertitta zu den reichsten Amerikanern überhaupt. Seine derzeitige Italien-Tour per Yacht bezeichnet er als „Küstendiplomatie“ aus Anlass des 250. Jahrestags der Unabhängigkeitserklärung der USA. Dabei protestierten Kritiker auch auf früheren Stationen. Nach Venedig soll es weitergehen Richtung Triest.

Artikel lesen
22. Juli
Handelsblatt

Nuklearabkommen: Berichte: Trump genehmigt Atom-Deal mit Saudi-Arabien

Nuklearabkommen: Berichte: Trump genehmigt Atom-Deal mit Saudi-Arabien Washington/Riad. US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge ein Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien genehmigt. Die Vereinbarung werde dem Königreich – einem langjährigen Rivalen des Irans – beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms helfen und möglicherweise den Weg für die Urananreicherung auf saudischem Gebiet ebnen, schrieb das „Wall Street Journal“, das als erstes US-Medium unter Berufung auf Regierungsvertreter über den Deal berichtete. Auch Urananreicherungsanlage denkbar Die milliardenschwere Vereinbarung solle eine Laufzeit von 30 Jahren haben, US-Unternehmen eine Schlüsselrolle beim Aufbau der saudischen Atominfrastruktur sichern und andere ausländische Konkurrenten ausschließen, heißt es weiter. Eine zentrale Regelung sieht demnach vor, dass US-Unternehmen eine Urananreicherungsanlage in Saudi-Arabien bauen, sofern eine gemeinsame amerikanisch-saudische Studie zu dem Schluss kommt, dass ein solcher Schritt gerechtfertigt ist. USA wollen militärische Nutzung ausschließen Nach Auffassung der Trump-Regierung würde diese Bestimmung den USA Einfluss auf das saudische Atomprogramm verschaffen und zugleich sicherstellen, dass es nicht für militärische Zwecke missbraucht werden könne. Dennoch dürfte die Vereinbarung, die in den kommenden Tagen dem Kongress in Washington zur Prüfung vorgelegt werden solle, nach Einschätzung beider Zeitungen auf Widerstand stoßen. Viele Abgeordnete lehnten eine Ausweitung atomarer Technologie im politisch instabilen Nahen Osten ab. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf Regierungsbeamte, Trump habe Kompromisse machen müssen, um die Vereinbarung zu erreichen. So habe er Bedingungen zugestimmt, die internationale Inspektoren möglicherweise daran hindern könnten, Zugang zu bestimmten Standorten zu bekommen. Gemeint seien Standorte, an denen der Verdacht aufkomme, dass dort Kernbrennstoff für Waffenprogramme abgezweigt werden könne. Deal könnte noch am Mittwoch unterschrieben werden Laut den Berichten könnte die Vereinbarung noch am Mittwoch unterzeichnet werden. US-Energieminister Chris Wright hatte bereits bei einer Reise in die Region im April 2025 über einen solchen Deal Gespräche geführt. Schon damals hieß es, denkbar sei ein neues Energie-Abkommen beider Länder, das den Weg für ein Atomprogramm in dem Wüstenstaat ebnen könnte. Die USA hatten zuvor mit Saudi-Arabien Gespräche geführt über eine mögliche Normalisierung der bilateralen Beziehungen mit Israel. Im Gegenzug waren Unterstützung für Riad beim Atomprogramm und ein mögliches neues Sicherheitsabkommen im Gespräch. Die Verhandlungen wurden nach Beginn des Gaza-Kriegs Ende 2023 ausgesetzt. Saudi-Arabiens Kronprinz und faktischer Herrscher, Mohammed bin Salman, hat aber weiter ein „großes Interesse“ seines Landes daran geäußert. In einem Interview des US-Senders CBS hatte der Kronprinz 2018 gesagt, dass Riad „so schnell wie möglich“ Atomwaffen anstreben würde, wenn der Iran dies tun sollte. Saudi-Arabien und der Iran ringen seit langem um die Vorherrschaft in der Region. Beide Staaten näherten sich 2023 unter Vermittlung Chinas an. Das Misstrauen bleibt aber groß nach einer jahrelangen Rivalität, die auch vom konfessionellen Konflikt zwischen dem sunnitischen Islam in Saudi-Arabien und dem schiitischen Islam im Iran geprägt wird.

Artikel lesen
22. Juli
Die Zeit (Politik)

Naher Osten: USA und Saudi-Arabien einigen sich Berichten zufolge auf Atomabkommen

US-Präsident Donald Trump hat sich US-Medienberichten zufolge auf ein Atomabkommen mit Saudi-Arabien geeinigt. Die Vereinbarung könnte es dem Königreich ermöglichen, Uran im Rahmen eines zivilen Atomprogramms anzureichern, wie die New York Times sowie die Nachrichtenagenturen Reuters und AP unter Berufung auf nicht namentlich genannte Regierungsvertreter berichten. Zuerst hatte das Wall Street Journal die Sache gemeldet. US-Atomindustrie hofft auf Aufträge Das Abkommen wäre die Voraussetzung dafür, dass US-Firmen Saudi-Arabien beim Aufbau einer zivilen Atomindustrie unterstützen dürfen. Wie die New York Times berichtet, erhofft sich die US-Regierung insbesondere vor dem Hintergrund des Irankriegs eine Annäherung an Saudi-Arabien sowie Aufträge in Milliardenhöhe für die eigene Nuklearindustrie. Die Vereinbarung soll den Informationen zufolge eine Laufzeit von 30 Jahren haben und bereits am heutigen Mittwoch öffentlich bekannt gegeben werden. Kurz darauf sollen dem US-Kongress die Einzelheiten der Vereinbarung vorgelegt werden. Auch der Bau einer Urananreicherungsanlage in Saudi-Arabien soll unter bestimmten Auflagen ermöglicht werden. Über ein Abkommen dieser Art wird bereits länger gesprochen. Zahlreiche Demokraten und auch einige Republikaner hatten darauf bestanden, dass ein Abkommen mit Saudi-Arabien besondere Schutzklauseln enthalten müsse, die etwa Atominspektionen erlauben würden. Laut den Nachrichtenagenturen Reuters und AP sollen solche Klauseln allerdings nicht enthalten sein. Beobachter fürchten Wettrüsten in der Region Laut den Berichten verzichtet das Abkommen auf den sogenannten Gold-Standard. Dieser legt wichtige Schutzklauseln fest, um ein Atomwaffenprogramm zu verhindern. Verboten wären dann unter anderem die Anreicherung von Uran und die Wiederaufbereitung von abgebrannten Brennelementen. Beides sind mögliche Wege zur Entwicklung von Atomwaffen. Zudem sei das »Zusatzprotokoll« nicht enthalten, das der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) weitreichende und unangemeldete Inspektionen ermöglicht. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten dem »Gold-Standard« in einem ähnlichen Abkommen mit den USA im Jahr 2009 zugestimmt. Saudi-Arabien ist für die USA von großer strategischer Bedeutung. Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit ein Zeichen gesetzt, als er für seine erste Auslandsreise nach Amtsantritt Saudi-Arabien besuchte. Auch zu Beginn seiner zweiten Amtszeit reiste Trump erneut in das Land und schloss ein Rüstungsabkommen in Milliardenhöhe. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hatte in der Vergangenheit erklärt, sein Land werde nachziehen, sollte der regionale Konkurrent Iran eine Atombombe entwickeln. Dies schürte bei Rüstungskontrolleuren und einigen US-Abgeordneten die Sorge vor einem Wettrüsten in der Region.

Artikel lesen
22. Juli
Die Zeit (Politik)

Naher Osten: USA und Saudi-Arabien einigen sich Berichten zufolge auf Atomabkommen

US-Präsident Donald Trump hat sich US-Medienberichten zufolge auf ein Atomabkommen mit Saudi-Arabien geeinigt. Die Vereinbarung könnte es dem Königreich ermöglichen, Uran im Rahmen eines zivilen Atomprogramms anzureichern, wie die New York Times sowie die Nachrichtenagenturen Reuters und AP unter Berufung auf nicht namentlich genannte Regierungsvertreter berichten. Zuerst hatte das Wall Street Journal die Sache gemeldet. US-Atomindustrie hofft auf Aufträge Das Abkommen wäre die Voraussetzung dafür, dass US-Firmen Saudi-Arabien beim Aufbau einer zivilen Atomindustrie unterstützen dürfen. Wie die New York Times berichtet, erhofft sich die US-Regierung insbesondere vor dem Hintergrund des Irankriegs eine Annäherung an Saudi-Arabien sowie Aufträge in Milliardenhöhe für die eigene Nuklearindustrie. Die Vereinbarung soll den Informationen zufolge eine Laufzeit von 30 Jahren haben und bereits am heutigen Mittwoch öffentlich bekannt gegeben werden. Kurz darauf sollen dem US-Kongress die Einzelheiten der Vereinbarung vorgelegt werden. Auch der Bau einer Urananreicherungsanlage in Saudi-Arabien soll unter bestimmten Auflagen ermöglicht werden. Über ein Abkommen dieser Art wird bereits länger gesprochen. Zahlreiche Demokraten und auch einige Republikaner hatten darauf bestanden, dass ein Abkommen mit Saudi-Arabien besondere Schutzklauseln enthalten müsse, die etwa Atominspektionen erlauben würden. Laut den Nachrichtenagenturen Reuters und AP sollen solche Klauseln allerdings nicht enthalten sein. Beobachter fürchten Wettrüsten in der Region Laut den Berichten verzichtet das Abkommen auf den sogenannten Gold-Standard. Dieser legt wichtige Schutzklauseln fest, um ein Atomwaffenprogramm zu verhindern. Verboten wären dann unter anderem die Anreicherung von Uran und die Wiederaufbereitung von abgebrannten Brennelementen. Beides sind mögliche Wege zur Entwicklung von Atomwaffen. Zudem sei das »Zusatzprotokoll« nicht enthalten, das der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) weitreichende und unangemeldete Inspektionen ermöglicht. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten dem »Gold-Standard« in einem ähnlichen Abkommen mit den USA im Jahr 2009 zugestimmt. Saudi-Arabien ist für die USA von großer strategischer Bedeutung. Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit ein Zeichen gesetzt, als er für seine erste Auslandsreise nach Amtsantritt Saudi-Arabien besuchte. Auch zu Beginn seiner zweiten Amtszeit reiste Trump erneut in das Land und schloss ein Rüstungsabkommen in Milliardenhöhe. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hatte in der Vergangenheit erklärt, sein Land werde nachziehen, sollte der regionale Konkurrent Iran eine Atombombe entwickeln. Dies schürte bei Rüstungskontrolleuren und einigen US-Abgeordneten die Sorge vor einem Wettrüsten in der Region.

Artikel lesen
22. Juli
Handelsblatt

Nukleare Zusammenarbeit: USA und Saudi-Arabien offenbar vor Atom-Pakt ohne wichtige Schutzklauseln

Nukleare Zusammenarbeit: USA und Saudi-Arabien offenbar vor Atom-Pakt ohne Schutzklauseln Washington. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will dem Kongress Insidern zufolge in Kürze ein Abkommen zur nuklearen Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien vorlegen, dem jedoch wichtige Schutzklauseln zur Verhinderung eines Atomwaffenprogramms fehlen. Demnach soll in den kommenden Tagen ein sogenanntes 123-Abkommen eingereicht werden, das von US-Energieminister Chris Wright und seinem saudischen Kollegen Abdulaziz bin Salman unterzeichnet werden soll. Es ist die Voraussetzung dafür, dass US-Firmen das Königreich beim Aufbau einer zivilen Atomindustrie unterstützen dürfen. Den Insidern zufolge fehlt in dem Abkommen der sogenannte „Gold-Standard“. Dieser würde dem Königreich die Anreicherung von Uran und die Wiederaufbereitung von abgebrannten Brennelementen untersagen – beides sind mögliche Wege zur Entwicklung von Atomwaffen. Zudem sei das „Zusatzprotokoll“ nicht enthalten, das der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weitreichende und unangemeldete Inspektionen ermöglicht. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten dem „Gold-Standard“ in einem ähnlichen Abkommen mit den USA im Jahr 2009 zugestimmt. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hatte in der Vergangenheit erklärt, sein Land werde nachziehen, sollte der regionale Konkurrent Iran eine Atombombe entwickeln. Dies schürt bei Rüstungskontrolleuren und einigen US-Abgeordneten die Sorge vor einem Wettrüsten in der Region.

Artikel lesen
© 2026 Themenlage