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Samstag, 1. August 2026
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Rente mit 63: CDU-Spitzen halten an Abschaffung fest

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1. August
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Rente mit 63: CDU-Spitzen halten an Abschaffung fest

Abschlagsfreie Frührente:Rente mit 63: CDU-Spitzen halten an Abschaffung fest Die CDU-Führung will an der Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren festhalten. CDU-Fraktionschef Thorsten Frei nennt die Vorschläge ein "Gesamtkunstwerk". Im parteiinternen Streit um die Abschaffung der "Rente mit 63" stellt die CDU-Führung ihren Kurs klar. Unionsfraktionschef Thorsten Frei und die neue Generalsekretärin Franziska Hoppermann machten deutlich, dass die CDU an der Abschaffung der abschlagsfreien Frührente ("Rente mit 63") als Teil eines Reformpakets bei der Rente festhält. Die Reform ist als ausgewogenes Gesamtpaket angelegt. Franziska Hoppermann, CDU-Generalsekretärin Wer einzelne, politische Punkte wie die "Rente mit 63" herauslöse, gefährde die Tragfähigkeit des Kompromisses. "Das muss richtungsweisend für beide Koalitionspartner sein. Unser Ziel bleibt eine verlässliche Rente, die Lebensleistung anerkennt und zugleich auch für die jüngeren Generationen finanzierbar ist." Frei bestätigt Reformwillen der Koalition Frei sagte mit Blick auf die Vorschläge der Rentenkommission gegenüber der "Bild-Zeitung": Wir haben uns in der Koalition darauf verständigt, dass wir dieses Gesamtkunstwerk, das es ist, auch in seinen Grundzügen so umsetzen möchten. Und dazu stehe ich auch ganz persönlich. Thorsten Frei, Unionsfraktionschef Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten bekundet, alle Empfehlungen der Rentenkommission vollständig umsetzen zu wollen. Auch Bas hatte von einem "Gesamtkunstwerk" gesprochen. Die Kommission plant zudem einen am Kapitalmarkt angelegten Zusatzbetrag, um das Rentenniveau langfristig zu sichern. Das Echo bei Arbeitnehmern ist geteilt. 23.06.2026 | 2:15 minOstdeutsche Regierungschefs gegen Abschaffung Doch hatten sich zuletzt die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen) offen gegen die Empfehlung der Kommission gestellt. In einem Brief an die Bundesregierung verteidigten sie die "Rente mit 63". "Wer 45 Jahre eingezahlt hat, hat genug eingezahlt. Diesen Grundsatz geben wir nicht auf", heißt es darin. Auch Junge Union mahnt Die Junge Union warnt vor einem "leichtfertigen Spiel" mit den schwarz-roten Rentenreformplänen. "Bei allem Verständnis für Wahlkampf- und Parteiprofilierung: Bitte bleibt verantwortungsvoll und seriös", sagte ihr Vorsitzender, der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Winkel, dem "Tagesspiegel": "Mit der Zukunft und der erzielten Renteneinigung sollte man nicht so leichtfertig spielen." Einige der Kommissionsvorschläge zur Rentenreform betreffen vor allem jüngere Menschen. Viele junge Arbeitnehmer sind sich jetzt bereits sicher, dass die Rente allein nicht zum Leben reichen wird. 23.06.2026 | 1:26 minSPD verlangt Klärung von CDU Vor den Äußerungen der CDU-Führungsebene hatte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf die Partei aufgefordert, ihre Position zu klären. "Ich frage mich, wo die CDU in der Debatte über die "Rente mit 63" nun genau steht", sagt er der "Bild"-Zeitung. Deren Abschaffung sei immer eine zentrale Forderung der CDU gewesen. Und mit Blick auf die Kritik der Ministerpräsidenten: Wenn die CDU ihre Position in dieser wichtigen Frage jetzt ändert und sich unserer Sicht annähert, wäre das ein richtiges Signal. Tim Klüssendorf, SPD-Generalsekretär Klüssendorf sagte, die SPD habe die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren eingeführt: "Menschen, die sehr lange gearbeitet und ihre Beiträge gezahlt haben, sollten die Möglichkeit haben, früher abschlagsfrei in Rente zu gehen. Das ist kein Geschenk und keine Sonderbehandlung. Sie haben sich das verdient." Auf die Rente mit 63 zu verzichten, sei für die SPD nicht einfach, aber die Kommission habe gute Vorschläge für die nächsten Generationen gemacht, so Bundesarbeitsministerin Bas. 23.06.2026 | 7:11 minVorschlag der Rentenkommission Im Bericht der Experten-Kommission heißt es, vom abschlagsfreien früheren Rentenzugang profitierten vor allem Besserverdienende, Gesündere und Männer. "Die Abschlagsfreiheit führt faktisch zu höheren Renten zu Lasten der Versichertengemeinschaft." Würden alle Versicherten ihren Renteneintritt um ein Jahr aufschieben, ergäben sich Einsparungen für die Rentenversicherung von rund 6,5 Milliarden Euro pro Rentenzugangsjahrgang. Zudem sei mit zusätzlichen Beitragseinnahmen zu rechnen, da zumindest ein Teil der Betroffenen den Renteneintritt aufschiebe, dem Arbeitsmarkt länger zur Verfügung stehe und länger erwerbstätig sein dürfte. Die Rentenkommission hat ihre Vorschläge vorgelegt. Bundeskanzler Merz und Arbeitsministerin Bas kündigten eine vollständige und zügige Umsetzung der Empfehlungen an. 23.06.2026 | 2:44 minWichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zu den reformen der Koalition - Nachrichten | heute journal:"Neue Gesellschaftsmelodie" für DeutschlandVideo3:48 - ExklusivZDF-Politbarometer:Klare Mehrheit sieht Reformen der Bundesregierung kritischmit Video6:02 - Nachrichten | ZDF spezial:Großer Wurf? Rentenreform soll kommenVideo17:09 - Nachrichten | ZDF spezial:Rente ab 63 „teurer Luxus“Video2:36

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1. August
Handelsblatt

Rentenreform: CDU-Führung besteht auf Abschaffung der „Rente mit 63“

Rentenreform: CDU-Führung besteht auf Abschaffung der „Rente mit 63“ Berlin. Im parteiinternen Streit um die Abschaffung der „Rente mit 63“ stellt die CDU-Führung ihren Kurs klar. Unionsfraktionschef Thorsten Frei und die neue Generalsekretärin Franziska Hoppermann machten deutlich, dass die CDU an der Abschaffung der abschlagsfreien Frührente („Rente mit 63“) als Teil eines Reformpakets bei der Rente festhält. „Die Reform ist als ausgewogenes Gesamtpaket angelegt“, sagte Hoppermann der Deutschen Presse-Agentur. Wer einzelne, politische Punkte wie die „Rente mit 63“ herauslöse, gefährde die Tragfähigkeit des Kompromisses. „Das muss richtungsweisend für beide Koalitionspartner sein. Unser Ziel bleibt eine verlässliche Rente, die Lebensleistung anerkennt und zugleich auch für die jüngeren Generationen finanzierbar ist.“ Frei sagte der „Bild“-Zeitung, der Vorschlag der Rentenkommission zur „Rente mit 63“ sei „vollkommen richtig“ und „ein wirklich kluger Vorschlag“. Mit Blick auf die Vorschläge der Rentenkommission sagte er: „Wir haben uns in der Koalition darauf verständigt, dass wir dieses Gesamtkunstwerk, das es ist, auch in seinen Grundzügen so umsetzen möchten. Und dazu stehe ich auch ganz persönlich.“ Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten bekundet, alle Empfehlungen der Rentenkommission vollständig umsetzen zu wollen. Bas hatte von einem „Gesamtkunstwerk“ gesprochen. Ostdeutsche Regierungschefs gegen Abschaffung Doch hatten sich zuletzt die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalts) und Mario Voigt (Thüringen) offen gegen die Empfehlung der Kommission gestellt. In einem Brief an die Bundesregierung verteidigten sie die „Rente mit 63“. „Wer 45 Jahre eingezahlt hat, hat genug eingezahlt. Diesen Grundsatz geben wir nicht auf“, heißt es darin. Voigt sagte: „Gerade im Osten ist wichtig: Wer 45 Jahre eingezahlt hat, der muss auch abschlagsfrei in die Rente gehen können.“ Kretschmer drohte mit einem Nein im Bundesrat. Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, unterstützte die Kritik der Ministerpräsidenten. Die „Rente mit 63“ ist ein gebräuchliches, aber nicht mehr ganz korrektes Schlagwort: Aktuell ist der frühere Renteneintritt ohne Abschläge bei ausreichend Versicherungszeit ab einem Alter von 64,5 Jahren möglich. Auch Junge Union mahnt Die Junge Union warnt vor einem „leichtfertigen Spiel“ mit den schwarz-roten Rentenreformplänen. „Bei allem Verständnis für Wahlkampf- und Parteiprofilierung: Bitte bleibt verantwortungsvoll und seriös“, sagte ihr Vorsitzender, der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Winkel, dem „Tagesspiegel“ (Online- und Sonntag-Ausgabe): „Mit der Zukunft und der erzielten Renteneinigung sollte man nicht so leichtfertig spielen.“ SPD verlangt Klärung von CDU Vor den Äußerungen der CDU-Führungsebene hatte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf die Partei aufgefordert, ihre Position zu klären. „Ich frage mich, wo die CDU in der Debatte über die "Rente mit 63" nun genau steht“, sagt er der „Bild“-Zeitung. Deren Abschaffung sei immer eine zentrale Forderung der CDU gewesen. Und mit Blick auf die Kritik der Ministerpräsidenten: „Wenn die CDU ihre Position in dieser wichtigen Frage jetzt ändert und sich unserer Sicht annähert, wäre das ein richtiges Signal.“ Verwandte Themen Klüssendorf sagte, die SPD habe die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren eingeführt. „Für uns ist die Empfehlung der Kommission, sie wieder abzuschaffen, ein schmerzhafter Bestandteil des Gesamtpaketes zur Rentenreform.“ Für die SPD bleibe die Position klar: „Menschen, die sehr lange gearbeitet und ihre Beiträge gezahlt haben, sollten die Möglichkeit haben, früher abschlagsfrei in Rente zu gehen. Das ist kein Geschenk und keine Sonderbehandlung. Sie haben sich das verdient.“ Vorschlag der Rentenkommission Im Bericht der Experten-Kommission heißt es, vom abschlagsfreien früheren Rentenzugang profitierten vor allem Besserverdienende, Gesündere und Männer - während Geringverdienende, Personen mit weniger stabilen Erwerbsverläufen und Frauen sie nicht in Anspruch nehmen könnten. „Die Abschlagsfreiheit führt faktisch zu höheren Renten zu Lasten der Versichertengemeinschaft.“ Die Abschaffung des abschlagsfreien vorgezogenen Rentenzugangs könne die Finanzen der gesetzlichen Rentenversicherung dauerhaft entlasten, heißt es im Bericht der Alterssicherungskommission weiter. Würden alle Versicherten ihren Renteneintritt um ein Jahr aufschieben, ergäben sich Einsparungen für die Rentenversicherung von rund 6,5 Milliarden Euro pro Rentenzugangsjahrgang. Zudem sei mit zusätzlichen Beitragseinnahmen zu rechnen, da zumindest ein Teil der Betroffenen den Renteneintritt aufschiebe, dem Arbeitsmarkt länger zur Verfügung stehe und länger erwerbstätig sein dürfte.

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1. August
Der Spiegel (Politik)

»Rente mit 63«: Thorsten Frei widerspricht Ost-Ministerpräsidenten der CDU

Streit in CDU über »Rente mit 63« Thorsten Frei legt sich mit Ministerpräsidenten im Osten an Unionsfraktionschef Thorsten Frei hat die vorgeschlagene Abschaffung der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren gegen Kritik aus der eigenen Partei verteidigt. Der Vorschlag der Rentenkommission zur sogenannten Rente mit 63 sei »vollkommen richtig« und »ein wirklich kluger Vorschlag«, sagte er der »Bild«-Zeitung. »Es ist auch einer, der gerecht ist im Sinne der Generationengerechtigkeit«, sagte er. Eine ganz kleine Gruppe von Menschen zu bevorzugen – »und zwar zulasten der jüngeren Generation« – sei nicht in Ordnung. Mit Blick auf den Empfehlungskatalog der Kommission sagte er: »Wir haben uns in der Koalition darauf verständigt, dass wir dieses Gesamtkunstwerk, das es ist, auch in seinen Grundzügen so umsetzen möchten. Und dazu stehe ich auch ganz persönlich.« Allerdings geht es diesmal nicht um Zwist mit dem Koalitionspartner SPD. Zuvor hatten die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen) sich offen gegen die Empfehlung der Kommission gestellt, Führungskräfte der eigenen Partei also. In einem Brief an die Bundesregierung verteidigten sie die »Rente mit 63«. »Wer 45 Jahre eingezahlt hat, hat genug eingezahlt. Diesen Grundsatz geben wir nicht auf«, heißt es darin. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hatte deshalb die CDU aufgefordert, ihre Position zu klären. »Ich frage mich, wo die CDU in der Debatte über die ›Rente mit 63‹ nun genau steht«, sagt er der »Bild«. Die Abschaffung der »Rente mit 63« sei immer eine zentrale Forderung der CDU gewesen. »Für uns bleibt unsere Position in dieser Frage klar: Menschen, die sehr lange gearbeitet und ihre Beiträge gezahlt haben, sollten die Möglichkeit haben, früher abschlagsfrei in Rente zu gehen.« Unterstützung bekomme Fraktionschef Frei von der neuen CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann: »Die Reform ist als ausgewogenes Gesamtpaket angelegt. Wer einzelne, politische Punkte wie die ›Rente mit 63‹ herauslöst, gefährdet die Tragfähigkeit des Kompromisses. Das muss richtungsweisend für beide Koalitionspartner sein.« Ziel bleibe »eine verlässliche Rente, die Lebensleistung anerkennt und zugleich auch für die jüngeren Generationen finanzierbar ist«. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten bei der Präsentation der Expertenkommission bekundet, alle Empfehlungen vollständig umsetzen zu wollen.

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1. August
Der Spiegel (Politik)

»Rente mit 63«: Thorsten Frei legt sich mit CDU-Ministerpräsidenten im Osten an

Streit in CDU über »Rente mit 63« Thorsten Frei legt sich mit Ministerpräsidenten im Osten an Unionsfraktionschef Thorsten Frei hat die vorgeschlagene Abschaffung der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren gegen Kritik aus der eigenen Partei verteidigt. Der Vorschlag der Rentenkommission zur sogenannten Rente mit 63 sei »vollkommen richtig« und »ein wirklich kluger Vorschlag«, sagte er der »Bild«-Zeitung. »Es ist auch einer, der gerecht ist im Sinne der Generationengerechtigkeit«, sagte er. Eine ganz kleine Gruppe von Menschen zu bevorzugen – »und zwar zulasten der jüngeren Generation« – sei nicht in Ordnung. Mit Blick auf den Empfehlungskatalog der Kommission sagte er: »Wir haben uns in der Koalition darauf verständigt, dass wir dieses Gesamtkunstwerk, das es ist, auch in seinen Grundzügen so umsetzen möchten. Und dazu stehe ich auch ganz persönlich.« Allerdings geht es diesmal nicht um Zwist mit dem Koalitionspartner SPD. Zuvor hatten die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen) sich offen gegen die Empfehlung der Kommission gestellt, Führungskräfte der eigenen Partei also. In einem Brief an die Bundesregierung verteidigten sie die »Rente mit 63«. »Wer 45 Jahre eingezahlt hat, hat genug eingezahlt. Diesen Grundsatz geben wir nicht auf«, heißt es darin. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hatte deshalb die CDU aufgefordert, ihre Position zu klären. »Ich frage mich, wo die CDU in der Debatte über die ›Rente mit 63‹ nun genau steht«, sagt er der »Bild«. Die Abschaffung der »Rente mit 63« sei immer eine zentrale Forderung der CDU gewesen. »Für uns bleibt unsere Position in dieser Frage klar: Menschen, die sehr lange gearbeitet und ihre Beiträge gezahlt haben, sollten die Möglichkeit haben, früher abschlagsfrei in Rente zu gehen.« Unterstützung bekomme Fraktionschef Frei von der neuen CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann: »Die Reform ist als ausgewogenes Gesamtpaket angelegt. Wer einzelne, politische Punkte wie die ›Rente mit 63‹ herauslöst, gefährdet die Tragfähigkeit des Kompromisses. Das muss richtungsweisend für beide Koalitionspartner sein.« Ziel bleibe »eine verlässliche Rente, die Lebensleistung anerkennt und zugleich auch für die jüngeren Generationen finanzierbar ist«. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten bei der Präsentation der Expertenkommission bekundet, alle Empfehlungen vollständig umsetzen zu wollen.

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1. August
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Bundespolitik: Frei verteidigt geplante Abschaffung der „Rente mit 63“ gegen Kritiker aus der CDU

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Recht auf Reparatur tritt in Kraft Weidel für Abschaffung der Fünf Prozent-Hürde bei Wahlen  Wahlhürde von fünf Prozent senken? - Nein aus Union Unionsfraktion wählt Thorsten Frei zum neuen Vorsitzenden Amtsübergabe im Verkehrsministerium: Bilger hält erste Rede als Verkehrsminister Frei verteidigt geplante Abschaffung der „Rente mit 63“ gegen Kritiker aus der CDU Unionsfraktionschef Thorsten Frei hat die vorgeschlagene Abschaffung der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren gegen Kritik aus der eigenen Partei verteidigt. Der Vorschlag der Rentenkommission zur sogenannten Rente mit 63 sei „vollkommen richtig“ und „ein wirklich kluger Vorschlag“, sagte er der Bild-Zeitung. „Es ist auch einer, der gerecht ist im Sinne der Generationengerechtigkeit.“ Eine ganz kleine Gruppe von Menschen zu bevorzugen – „und zwar zulasten der jüngeren Generation“ – sei nicht in Ordnung. Zuvor hatten die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalts) und Mario Voigt (Thüringen) sich offen gegen die Empfehlung der Kommission gestellt. In einem Brief an die Bundesregierung verteidigten sie die Rente mit 63. „Wer 45 Jahre eingezahlt hat, hat genug eingezahlt. Diesen Grundsatz geben wir nicht auf“, heißt es darin. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten bekundet, alle Empfehlungen der Expertenkommission vollständig umsetzen zu wollen. Zuvor hatten die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalts) und Mario Voigt (Thüringen) sich offen gegen die Empfehlung der Kommission gestellt. In einem Brief an die Bundesregierung verteidigten sie die Rente mit 63. „Wer 45 Jahre eingezahlt hat, hat genug eingezahlt. Diesen Grundsatz geben wir nicht auf“, heißt es darin. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten bekundet, alle Empfehlungen der Expertenkommission vollständig umsetzen zu wollen. SPD-Fraktionschef wünscht sich Besuch des Kanzlers beim CSD SPD-Fraktionschef Matthias Miersch wünscht sich nach dem islamistischen Terroranschlag in Berlin einen Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei einem Christopher Street Day. „Es wäre ein sehr gutes Zeichen, wenn der Kanzler zu einem CSD kommen würde“, sagte Miersch der Funke Mediengruppe. „Ich finde es wichtig, dass wir als politische Verantwortungsträger in der aktuellen Lage Flagge zeigen.“ Miersch selbst will heute beim CSD in Hamburg dabei sein, zu dem rund 250 000 Menschen erwartet werden. „Viele der CSD-Teilnehmenden leiden nach der Tat sehr, auch wenn sie nicht unmittelbar betroffen gewesen sind“, sagte der SPD-Fraktionschef. „Ich bin Teil dieser Community, die angegriffen wurde, und kann sehr gut nachvollziehen, wie viele sich emotional fühlen.“ Miersch selbst will heute beim CSD in Hamburg dabei sein, zu dem rund 250 000 Menschen erwartet werden. „Viele der CSD-Teilnehmenden leiden nach der Tat sehr, auch wenn sie nicht unmittelbar betroffen gewesen sind“, sagte der SPD-Fraktionschef. „Ich bin Teil dieser Community, die angegriffen wurde, und kann sehr gut nachvollziehen, wie viele sich emotional fühlen.“ Miersch sieht keinen Grund für Personalwechsel in der SPD SPD-Fraktionschef Matthias Miersch sieht keine Notwendigkeit für einen Personalwechsel in seiner Partei. „Ich finde, dass die SPD derzeit gut aufgestellt ist und an vielen Stellen eigene Impulse setzt“, sagte Miersch der Funke Mediengruppe. „Deshalb halte ich gegenwärtig von Personaldebatten nichts.“ Die interne Kritik daran, dass die SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas als Finanzminister und Arbeitsministerin auch Teil der Regierung sind, wies Miersch zurück. „Diese Diskussion kenne ich fast so lange, wie ich Mitglied der SPD bin. Wir haben Parteivorsitzende erlebt, die im Kabinett waren, und solche, die es nicht waren“, so der Fraktionschef. „Beides hat Vor- und Nachteile.“ Der SPD-Unterbezirk Bielefeld hatte Bas und Klingbeil aufgefordert, sich zwischen dem SPD-Vorsitz und ihren Ministerämtern zu entscheiden – also eines der beiden Ämter aufzugeben. Parteiführung und Regierungsamt seien nicht miteinander vereinbar, für eine glaubwürdige Erneuerung müssten beide Rollen wieder klar getrennt werden, hieß es in einem Brief. Parteivorsitzende müssten auch gegenüber der eigenen Regierung kritisch Position beziehen können. Die interne Kritik daran, dass die SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas als Finanzminister und Arbeitsministerin auch Teil der Regierung sind, wies Miersch zurück. „Diese Diskussion kenne ich fast so lange, wie ich Mitglied der SPD bin. Wir haben Parteivorsitzende erlebt, die im Kabinett waren, und solche, die es nicht waren“, so der Fraktionschef. „Beides hat Vor- und Nachteile.“ Der SPD-Unterbezirk Bielefeld hatte Bas und Klingbeil aufgefordert, sich zwischen dem SPD-Vorsitz und ihren Ministerämtern zu entscheiden – also eines der beiden Ämter aufzugeben. Parteiführung und Regierungsamt seien nicht miteinander vereinbar, für eine glaubwürdige Erneuerung müssten beide Rollen wieder klar getrennt werden, hieß es in einem Brief. Parteivorsitzende müssten auch gegenüber der eigenen Regierung kritisch Position beziehen können. Nach Absage an Ministeramt: CDU-Abgeordneter lobt Kanzler Sein Rückzieher hatte den Kanzler in heftige Turbulenzen gestürzt – nun hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler die Reaktion von Friedrich Merz auf seine kurzfristige Absage des Verkehrsministerpostens gelobt. Der CDU-Chef sei nicht wütend geworden, das Gespräch sei „äußerst wertschätzend“ gewesen, sagte Güntzler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er habe dem Kanzler offen gesagt, dass er kein gutes Gefühl habe und der falsche Mann für das Amt wäre. „Er hat sehr fair und sehr menschlich reagiert.“ Merz hatte im Zuge der Kabinettsumbildung vergangene Woche beschlossen, Verkehrsminister Patrick Schnieder zu entlassen und das Ministeramt dem Finanzfachmann Güntzler anzubieten. Der sagte zunächst zu, zog die Zusage aber wenige Stunden vor der geplanten Verkündung der Personalie zurück. Merz verzichtete deshalb zunächst darauf, die geplante Entlassung Schnieders öffentlich zu kommunizieren, obwohl der Plan bereits durchgesickert war. Merz hatte im Zuge der Kabinettsumbildung vergangene Woche beschlossen, Verkehrsminister Patrick Schnieder zu entlassen und das Ministeramt dem Finanzfachmann Güntzler anzubieten. Der sagte zunächst zu, zog die Zusage aber wenige Stunden vor der geplanten Verkündung der Personalie zurück. Merz verzichtete deshalb zunächst darauf, die geplante Entlassung Schnieders öffentlich zu kommunizieren, obwohl der Plan bereits durchgesickert war. Klüssendorf: „Rente mit 63“ haben sich Betroffene verdient SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf will an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren („Rente mit 63“) festhalten. „Denn für uns bleibt unsere Position in dieser Frage klar: Menschen, die sehr lange gearbeitet und ihre Beiträge gezahlt haben, sollten die Möglichkeit haben, früher abschlagsfrei in Rente zu gehen“, sagte er der Bild. Betroffene hätten sich das verdient.  „Ich frage mich, wo die CDU in der Debatte über die Rente mit 63 nun genau steht. Die Abschaffung der Rente mit 63 war immer eine zentrale Forderung der CDU“, sagte Klüssendorf über den Koalitionspartner. Sollte sich die CDU in dieser Frage nun der SPD annähern, wäre das ein wichtiges Signal. Zuletzt hatten sich fünf ostdeutsche Ministerpräsidenten gegen die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 ausgesprochen. Hintergrund der Debatte sind die Empfehlungen der Rentenkommission für ein Ende dieser abschlagsfreien Frührente. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten angekündigt, alle Empfehlungen der Expertenkommission vollständig umsetzen zu wollen. Zuletzt hatten sich fünf ostdeutsche Ministerpräsidenten gegen die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 ausgesprochen. Hintergrund der Debatte sind die Empfehlungen der Rentenkommission für ein Ende dieser abschlagsfreien Frührente. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten angekündigt, alle Empfehlungen der Expertenkommission vollständig umsetzen zu wollen. Recht auf Reparatur tritt in Kraft Kaputte Waschmaschine, defektes Smartphone oder streikender Kühlschrank: Von diesem Freitag an stärkt europaweit ein neues Recht auf Reparatur die Ansprüche von Verbraucherinnen und Verbrauchen. Sie haben einen Anspruch darauf, dass Hersteller defekte Geräte reparieren - im Rahmen einer angemessenen Zeitspanne und gratis oder zu einem angemessenen Preis, so die EU-Kommission. Sie dürfen Reparaturen nicht durch Software oder Bauweise erschweren und müssen über Reparaturmöglichkeiten informieren. Ziel ist es, Elektroschrott zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und Geld zu sparen.  Der neue Rechtsanspruch gilt unter anderem für Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler, Kühlgeräte, Fernseher und Monitore sowie Smartphones und Tablets. Für diese Produkte müssen Ersatzteile verfügbar sein. Für einige weitere Dinge wie Staubsauger oder bestimmte Akkus gelten zwar Reparaturrechte, laut Verbraucherzentrale gibt es dafür aber noch keine explizite Verpflichtung der Hersteller, die Ersatzteile vorzuhalten. Wie lange Ersatzteile verfügbar sein müssen, hängt vom Gerät ab. Für Waschmaschinen sind es zehn Jahre, für Smartphones sieben Jahre. Maßgeblich ist, wann das letzte Modell dieser Baureihe auf den Markt kam. Es hat also nichts mit dem Kaufdatum zu tun. Das Reparaturrecht gilt unabhängig von der Gewährleistung und auch dann, wenn der Kunde den Schaden selbst verursacht hat. Für Neukäufe gilt die übliche zweijährige Frist, in der der Verkäufer für Mängel haftet. Verbraucher können nun zwischen Reparatur und Ersatz wählen. Für die Reparatur setzt das Gesetz einen Anreiz: Dann verlängert sich der Haftungszeitraum des Verkäufers um ein Jahr. Wenn sich ein gerät nicht reparieren lässt, begründet das einen Sachmangel. Dann können Verbraucherinnen und Verbraucher Gewährleistungsrechte geltend machen. Der neue Rechtsanspruch gilt unter anderem für Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler, Kühlgeräte, Fernseher und Monitore sowie Smartphones und Tablets. Für diese Produkte müssen Ersatzteile verfügbar sein. Für einige weitere Dinge wie Staubsauger oder bestimmte Akkus gelten zwar Reparaturrechte, laut Verbraucherzentrale gibt es dafür aber noch keine explizite Verpflichtung der Hersteller, die Ersatzteile vorzuhalten. Wie lange Ersatzteile verfügbar sein müssen, hängt vom Gerät ab. Für Waschmaschinen sind es zehn Jahre, für Smartphones sieben Jahre. Maßgeblich ist, wann das letzte Modell dieser Baureihe auf den Markt kam. Es hat also nichts mit dem Kaufdatum zu tun. Das Reparaturrecht gilt unabhängig von der Gewährleistung und auch dann, wenn der Kunde den Schaden selbst verursacht hat. Für Neukäufe gilt die übliche zweijährige Frist, in der der Verkäufer für Mängel haftet. Verbraucher können nun zwischen Reparatur und Ersatz wählen. Für die Reparatur setzt das Gesetz einen Anreiz: Dann verlängert sich der Haftungszeitraum des Verkäufers um ein Jahr. Wenn sich ein gerät nicht reparieren lässt, begründet das einen Sachmangel. Dann können Verbraucherinnen und Verbraucher Gewährleistungsrechte geltend machen. Luzia Geier Hoppermann: Landtagswahlen kein Risiko für Merz Die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann sieht in einem möglichen schlechten Abschneiden ihrer Partei bei den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland keine Gefahr für die Kanzlerschaft von Friedrich Merz. Auf die Frage, ob er sich in diesem Fall halten könne, sagte Hoppermann der Funke Mediengruppe: „Das steht überhaupt nicht zur Debatte. Das sind auch völlig unterschiedlich gelagerte Wahlen.“ In Sachsen-Anhalt gehe es darum, eine gesichert rechtsextreme Partei von der Regierung abzuhalten. In Berlin gehe es darum, eine linksgeführte Landesregierung zu verhindern. In Mecklenburg-Vorpommern sei das Ziel der CDU, „die Partei der Mitte zu bleiben“. Merz sei dagegen in der Regierungsverantwortung für Gesamtdeutschland. „Daran ändert sich durch die Landtagswahlen nichts.“ Den Unvereinbarkeitsbeschluss zu AfD und Linke nannte Hoppermann „dringend erforderlich“. Er sei nicht beliebig, sondern die Folge politischer Werte und Positionen. „Die AfD steht inhaltlich und kulturell für alles das, wofür wir als Union nicht stehen. Und das Gleiche gilt auch für die Linkspartei.“ In Sachsen-Anhalt gehe es darum, eine gesichert rechtsextreme Partei von der Regierung abzuhalten. In Berlin gehe es darum, eine linksgeführte Landesregierung zu verhindern. In Mecklenburg-Vorpommern sei das Ziel der CDU, „die Partei der Mitte zu bleiben“. Merz sei dagegen in der Regierungsverantwortung für Gesamtdeutschland. „Daran ändert sich durch die Landtagswahlen nichts.“ Den Unvereinbarkeitsbeschluss zu AfD und Linke nannte Hoppermann „dringend erforderlich“. Er sei nicht beliebig, sondern die Folge politischer Werte und Positionen. „Die AfD steht inhaltlich und kulturell für alles das, wofür wir als Union nicht stehen. Und das Gleiche gilt auch für die Linkspartei.“ Luzia Geier CDA-Vorsitzender stellt sich hinter Ost-Ministerpräsidenten Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, unterstützt die Kritik der Ministerpräsidenten aus dem Osten an der geplanten Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. „Wer 45 Jahre gearbeitet, Verantwortung übernommen und seinen Beitrag geleistet hat, verdient Respekt und Verlässlichkeit“, sagte der CDA-Vorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Niemand darf das Gefühl haben, dass seine Lebensleistung unter die Räder kommt.“  Deshalb sei der Vorstoß der Ministerpräsidenten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Michael Kretschmer, Sven Schulze und Mario Voigt (alle CDU), wichtig. „Sie machen zu Recht deutlich, dass Politik die Lebensrealität der Menschen ernst nehmen muss“, betonte Radtke. „Notwendige Reformen müssen fair und sozial ausgewogen gestaltet werden – sonst verspielen wir das Vertrauen derjenigen, die dieses Land über Jahrzehnte getragen haben.“ Deshalb sei der Vorstoß der Ministerpräsidenten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Michael Kretschmer, Sven Schulze und Mario Voigt (alle CDU), wichtig. „Sie machen zu Recht deutlich, dass Politik die Lebensrealität der Menschen ernst nehmen muss“, betonte Radtke. „Notwendige Reformen müssen fair und sozial ausgewogen gestaltet werden – sonst verspielen wir das Vertrauen derjenigen, die dieses Land über Jahrzehnte getragen haben.“ Luzia Geier Reiche drängt auf weitere Reformen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche drängt auf weitere Reformen, um die deutsche Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. „Wir müssen das Reformpaket, was vor dem Sommer beschlossen wurde, unbedingt umsetzen. Das ist ein erster Anfang“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur: „Reicht dies für die Zukunft aus? Nein, wenn wir zu selbsttragendem Wachstum kommen wollen.“ Die Lohnnebenkosten müssten perspektivisch gesenkt werden, sagte Reiche. „Mit dem Rentenpaket wird es gelingen, zumindest den Anstieg zu verringern. Auf der anderen Seite gibt es erstmal einen Anstieg, wenn wir den Einstieg in die private kapitalgedeckte Altersvorsorge vollziehen. Ein richtiger Schritt, aber auch der wird erst kosten.“Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Die geplante Einkommensteuerreform glätte die sogenannte kalte Progression ein wenig, belaste aber auch Leistungsträger. „Es gibt große Mittelständler in unserem Land, wo über die Hälfte der Belegschaft, die aus Ingenieuren, aus Technikern besteht, Spitzenverdiener sind, und die werden durch die Reform eher belastet.“ Luzia Geier Kretschmer bekräftigt: keine Zusammenarbeit mit der AfD Nach Kritik an seiner Äußerung zur Brandmauer hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer seine grundsätzliche Ablehnung der AfD bekräftigt. „Es wird und kann mit der AfD als gesichert rechtsextremer Partei keine Koalition oder Zusammenarbeit geben“, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Aber natürlich haben AfD-Abgeordnete parlamentarische Rechte.“ Sie könnten Anträge stellen und einige stünden Ausschüssen im Landtag vor. „Es wird jeden Tag mit ihnen gesprochen und gerungen.“ Kretschmer hatte jüngst mit einer Interview-Äußerung im Handelsblatt eine Debatte ausgelöst. „Wer noch über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir müssen mit jedem reden, der reden will“, sagte er der Zeitung. Kretschmer hatte jüngst mit einer Interview-Äußerung im Handelsblatt eine Debatte ausgelöst. „Wer noch über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir müssen mit jedem reden, der reden will“, sagte er der Zeitung. „Ich erlebe eine naive Hoffnung, dass diese Entwicklung einfach so wieder verschwindet. Gerade in den westdeutschen Bundesländern glauben viele, das sei nicht ihr Problem. Dabei ist die Realität doch längst auch dort angekommen.“Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) Der Begriff Brandmauer steht für die Haltung, nicht mit der AfD zu kooperieren. Der Begriff nutze der AfD mehr, als er ihr schade, bekräftigte Sachsens Regierungschef Kretschmer. „Das wollte ich mit diesem Satz verdeutlichen.“ Er kritisierte: Es werde viel mehr über den Umgang mit der AfD gesprochen statt darüber, warum sie gewählt wird. Es brauche ein gemeinsames Verständnis dafür, was die Gründe für die Frustration sind.  Luzia Geier SPD-Politiker Fechner: Fünf-Prozent-Hürde schafft Stabilität Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, hat Forderungen nach einer Senkung der Fünf-Prozent-Hürde bei Wahlen zurückgewiesen. „Die Fünf-Prozent-Hürde hat sich bewährt“, sagte Fechner der Rheinischen Post. Die Sperrklausel schaffe Stabilität und erleichtere die Regierungsbildung. „Die Abschaffung oder Herabsenkung würde die Regierungsbildung erheblich erschweren. Denn je mehr Parteien an einer Regierung beteiligt sind, desto schwieriger ist die Kompromissfindung“, sagte der SPD-Politiker. „Es ist sinnvoll, dass nur Parteien in Parlamenten mitgestalten, die einen gewissen Rückhalt in der Bevölkerung haben, und das ist bei Kleinstparteien, die nur drei Prozent holen, nicht der Fall.“ Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hatte eine Absenkung der Sperrklausel auf drei Prozent angeregt. Fechners Parteikollege, Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann, zeigte sich dafür offen. Widerstand kam aus der Union, unter anderem vom Vizevorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings. Eine Senkung der Hürde bedürfte im Bund einer Änderung des Bundeswahlgesetzes. Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hatte eine Absenkung der Sperrklausel auf drei Prozent angeregt. Fechners Parteikollege, Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann, zeigte sich dafür offen. Widerstand kam aus der Union, unter anderem vom Vizevorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings. Eine Senkung der Hürde bedürfte im Bund einer Änderung des Bundeswahlgesetzes. Weidel für Abschaffung der Fünf Prozent-Hürde bei Wahlen AfD-Chefin Alice Weidel befürwortet eine Streichung der Fünf-Prozent-Hürde bei Bundestags- und Landtagswahlen.  „Grundsätzlich ist es ein gravierender Mangel und eine Verzerrung des demokratischen Wettbewerbs, wenn große Anteile der Wählerstimmen durch eine Sperrklausel faktisch entwertet werden und das Prinzip der Wahlrechtsgleichheit dadurch ausgehebelt wird.“Alice Weidel, Vorsitzende der AfD im "Tagesspiegel" Auch eine Absenkung auf eine Drei-Prozent-Hürde hält die AfD-Partei- und -Fraktionsvorsitzende nicht für zielführend. „Ehrlicher“ wäre es, die Sperrklausel „gleich ganz abzuschaffen“, sagte sie. Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann und der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hatten sich für eine Senkung der Hürde ausgesprochen. Ein solcher Schritt bedürfte im Bund einer Änderung des Grundgesetzes, wofür im Bundestag eine Zweidrittelmehrheit nötig wäre. Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann und der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hatten sich für eine Senkung der Hürde ausgesprochen. Ein solcher Schritt bedürfte im Bund einer Änderung des Grundgesetzes, wofür im Bundestag eine Zweidrittelmehrheit nötig wäre. Luzia Geier Bundesregierung will Gästehaus aus Kostengründen aufgeben Die Bundesregierung setzt künftig nicht mehr auf ein einziges Gästehaus für Empfänge und Kabinettsklausuren. Damit geht die Zeit von Schloss Meseberg als Gästehaus der Bundesregierung zu Ende - der Nutzungsvertrag mit der Messerschmitt-Stiftung läuft im Februar 2027 aus. „Künftig sollen hochrangige Veranstaltungsformate an verschiedenen, dem Anlass angemessenen Veranstaltungsorten oder auch in dem voraussichtlich 2028 fertiggestellten Veranstaltungsbereich im Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes durchgeführt werden“, sagte eine Regierungssprecherin der Deutschen Presse-Agentur.  Das Barockschloss Meseberg im Landkreis Oberhavel in Brandenburg war seit 2007 Ort für Empfänge von Staatsgästen sowie für Kabinettsklausuren. Die Regierungssprecherin verwies für das Vertragsende auf finanzielle Gründe. „Die Kosten für einmalige Anmietungen externer Veranstaltungsorte werden deutlich unter den Gesamtkosten liegen, die bisher jährlich für Schloss Meseberg angefallen sind“, sagte sie. Auf die Frage, ob die Bundesregierung Schloss Meseberg auch künftig in irgendeiner Form unterstützen werde, antwortete sie, dass dies nicht vorgesehen sei. Luzia Geier Wahlhürde von fünf Prozent senken? - Nein aus Union Der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings, weist Forderungen nach einer Senkung der Fünf-Prozent-Hürde bei Wahlen zurück. „Wir sollten die Finger davon lassen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Gerade in unseren Zeiten brauchen wir mehr und nicht weniger Stabilität in der parlamentarischen Arbeit. Durch ein Absenken der bewährten Fünf-Prozent-Hürde würden ohnehin schon schwierige Regierungsbildungen noch schwerer werden. Außerdem könnte das ein Anreiz für Parteiabspaltungen und Parteineugründungen sein.“Günter Krings (CDU) Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann und der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hatten sich für eine Senkung ausgesprochen. Dies bedürfte im Bund einer Änderung des Grundgesetzes, wofür im Bundestag eine Zweidrittelmehrheit nötig wäre. Die Linke im Bundestag unterstützt Papiers Vorschlag: „An uns würde eine Wahlrechtsänderung, die sich an seinem Vorschlag orientiert, nicht scheitern“, sagte die Parlamentsgeschäftsführerin Ina Latendorf der Rheinischen Post. „Es ist kritisch zu sehen, dass durch die Fünf-Prozent-Hürde viele Wählerstimmen am Ende unberücksichtigt bleiben. Der Wählerwille wird dadurch nicht bestmöglich repräsentiert, was in einer Demokratie aber das Ziel sein sollte.“ Willingmann unterstützte Papier vor dem Hintergrund der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September. Für die SPD könnte es knapp werden: Sie kam in einer Umfrage zuletzt auf 5 Prozent. Grüne, FDP und BSW liegen mit 4 Prozent unter der Hürde für den Einzug ins Parlament. FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens sprach sich allerdings gegen eine Senkung der Hürde aus. Die Linke im Bundestag unterstützt Papiers Vorschlag: „An uns würde eine Wahlrechtsänderung, die sich an seinem Vorschlag orientiert, nicht scheitern“, sagte die Parlamentsgeschäftsführerin Ina Latendorf der Rheinischen Post. „Es ist kritisch zu sehen, dass durch die Fünf-Prozent-Hürde viele Wählerstimmen am Ende unberücksichtigt bleiben. Der Wählerwille wird dadurch nicht bestmöglich repräsentiert, was in einer Demokratie aber das Ziel sein sollte.“ Willingmann unterstützte Papier vor dem Hintergrund der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September. Für die SPD könnte es knapp werden: Sie kam in einer Umfrage zuletzt auf 5 Prozent. Grüne, FDP und BSW liegen mit 4 Prozent unter der Hürde für den Einzug ins Parlament. FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens sprach sich allerdings gegen eine Senkung der Hürde aus. Linnemann übernimmt Amt von Warken: Gesundheitssystem eine „Dauerbaustelle“ Der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann hat bei der Amtsübernahme von Nina Warken (beide CDU) seinen vollen Einsatz für ein effizientes Gesundheitswesen angekündigt. An Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums gewandt sagte er: „Mit der Expertise (...) kann man ein Gesundheitssystem, was mit zu den teuersten weltweit gehört, besser machen, effizienter machen, ja, vielleicht auch gerechter machen und leistungsfähiger.“ Linnemann beschrieb sich der Ministeriumsbelegschaft als „Teamplayer“, lobte die Leistungen und den Geist des Hauses und sagte: „Deswegen möchte ich mich dafür bedanken, dass ich Kollege von Ihnen sein darf.“ Bei der bereits angekündigten Pflegereform komm es darauf an, dass die „Alltagshelden“, die fast fünf Millionen Menschen zu Hause pflegen, nicht vor den Kopf gestoßen würden. Zuvor übergab Warken die Amtsgeschäfte an Linnemann und bilanzierte ihre Gesetze. Sie schenkte ihm einen Werkzeugkasten, weil das Gesundheitssystem „eine Dauerbaustelle“ sei und er als Minister nun viele Werkzeuge zur Gestaltung in der Hand habe. Sie bescheinigte Linnemann die Kenntnisse und Tatkraft, seine künftigen Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen. Linnemann beschrieb sich der Ministeriumsbelegschaft als „Teamplayer“, lobte die Leistungen und den Geist des Hauses und sagte: „Deswegen möchte ich mich dafür bedanken, dass ich Kollege von Ihnen sein darf.“ Bei der bereits angekündigten Pflegereform komm es darauf an, dass die „Alltagshelden“, die fast fünf Millionen Menschen zu Hause pflegen, nicht vor den Kopf gestoßen würden. Zuvor übergab Warken die Amtsgeschäfte an Linnemann und bilanzierte ihre Gesetze. Sie schenkte ihm einen Werkzeugkasten, weil das Gesundheitssystem „eine Dauerbaustelle“ sei und er als Minister nun viele Werkzeuge zur Gestaltung in der Hand habe. Sie bescheinigte Linnemann die Kenntnisse und Tatkraft, seine künftigen Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen. Der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann bei der Amtsübernahme von Nina Warken (beide CDU) . Xander Heinl/Bundesministerium f

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1. August
Die Welt (Politik)

CDU-Fraktionschef Frei pocht auf Ende der „Rente mit 63“ – Klüssendorf (SPD) stellt Aus infrage

CDU-Fraktionschef Frei pocht auf Ende der „Rente mit 63“ – Klüssendorf (SPD) stellt Aus infrage Gleich drei CDU-Ministerpräsidenten aus Ostdeutschland hatten gefordert, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren doch zu erhalten. Fraktionschef Thorsten Frei weist den Vorstoß nun zurück – während der SPD-Koalitionspartner nun doch wieder wackelt. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) pocht auf das Aus für die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte. „Was die Rente mit 63 anbelangt, glaube ich, dass der Vorschlag, den die Alterssicherungskommission gemacht hat, ein wirklich kluger Vorschlag ist“, sagte Frei der „Bild“-Zeitung. Der CDU-Politiker wandte sich damit gegen Einwände mehrerer ostdeutscher Ministerpräsidenten, auch von seiner eigenen Partei. Die abschlagsfreie Rente könnten Menschen in Anspruch nehmen, die mindestens 45 Versicherungsjahre nachweisen können. Dies galt ursprünglich ab einer Altersgrenze von 63 Jahren, diese steigt jedoch schrittweise auf 65 Jahre an. Derzeit beträgt der Grenzwert etwa 64,5 Jahre. Die von der Regierung eingesetzte Reformkommission für die gesetzliche Rentenversicherung hat sich dafür ausgesprochen, diese Möglichkeit komplett zu streichen. „Gesamtkunstwerk“ Rentenreform Dies sei auch „gerecht im Sinne der Generationengerechtigkeit“, sagte Frei dazu. Eine kleine Gruppe von Menschen zu bevorzugen „und zwar zulasten der jüngeren Generation, das sei „nicht in Ordnung“. Der Fraktionschef verwies auch auf die diesbezüglichen Absprachen zwischen Union und SPD hinsichtlich der Kommissionsvorschläge: „Wir haben uns in der Koalition darauf verständigt, dass wir dieses Gesamtkunstwerk, das es ist, auch in seinen Grundzügen so umsetzen möchten. Und dazu stehe ich auch ganz persönlich.“ Die drei CDU-Ministerpräsidenten in Ostdeutschland – Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen) – hatten am Donnerstag gemeinsam gefordert, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren doch zu erhalten. Sie begründeten dies damit, dass eine Abschaffung die Menschen in Ostdeutschland besonders hart treffen würde, wo viele im Alter ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen sind. Klüssendorf bezeichnet die Abschaffung als „schmerzhaften“ Schritt Unterstützung bekam das Trio der CDU-Ministerpräsidenten nun auch von SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf. Der betonte in der „Bild“-Zeitung vom Samstag, dass die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren „immer eine zentrale Forderung der CDU“ gewesen sei. Für die Sozialdemokraten wäre dies hingegen allenfalls „ein schmerzhafter Bestandteil eines Gesamtpakets zur Rentenreform“. „Für uns bleibt unsere Position in dieser Frage klar. Menschen, die sehr lange gearbeitet und ihre Beiträge gezahlt haben, sollten die Möglichkeit haben, früher abschlagsfrei in Rente zu gehen“, sagte Klüssendorf weiter. „Das ist kein Geschenk und keine Sonderbehandlung. Sie haben sich das verdient.“ Wenn daher die CDU „ihre Position in dieser wichtigen Frage jetzt ändert und sich unserer Sicht annähert, wäre das ein richtiges Signal“. Ähnlich äußerten sich auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (beide SPD). Hingegen dringt auch die CSU auf das Aus für die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte.

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1. August
FAZ (Politik)

Deutschland-Liveblog: Frei beharrt auf Ende der Rente mit 63

Deutschland-Liveblog : Frei beharrt auf Ende der Rente mit 63 Lesezeit: Thorsten Frei am Mittwoch in BerlinOmer Messinger Unions-Fraktionsvorsitzender: „Generationengerechtigkeit“ in Gefahr +++ Umfrage: Jeder Vierte fühlt sich nach CSD-Anschlag weniger sicher +++ Klüssendorf: „Rente mit 63“ haben sich Betroffene verdient +++ alle Entwicklungen im Liveblog Frei beharrt auf Ende der Rente mit 63 Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) pocht auf das Aus für die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte. „Was die Rente mit 63 anbelangt, glaube ich, dass der Vorschlag, den die Alterssicherungskommission gemacht hat, ein wirklich kluger Vorschlag ist“, sagte Frei der „Bild“-Zeitung. Der CDU-Politiker wandte sich damit gegen Einwände mehrerer ostdeutscher Ministerpräsidentinnen und -präsidenten auch von seiner eigenen Partei. Die abschlagsfreie Rente könnten Menschen in Anspruch nehmen, die mindestens 45 Versicherungsjahre nachweisen können. Dies galt ursprünglich ab einer Altersgrenze von 63 Jahren, diese steigt jedoch schrittweise auf 65 Jahre an. Derzeit beträgt der Grenzwert etwa 64,5 Jahre. Die von der Regierung eingesetzte Reformkommission für die gesetzliche Rentenversicherung hat sich dafür ausgesprochen, diese Möglichkeit komplett zu streichen. Dies sei auch „gerecht im Sinne der Generationengerechtigkeit“, sagte dazu Frei. Eine kleine Gruppe von Menschen zu bevorzugen „und zwar zulasten der jüngeren Generation“ das sei „nicht in Ordnung“. Der Fraktionschef verwies auch auf die diesbezüglichen Absprachen zwischen Union und SPD hinsichtlich der Kommissionsvorschläge: „Wir haben uns in der Koalition darauf verständigt, dass wir dieses Gesamtkunstwerk, das es ist, auch in seinen Grundzügen so umsetzen möchten. Und dazu stehe ich auch ganz persönlich.“ Die drei CDU-Ministerpräsidenten in Ostdeutschland – Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen) – hatten am Donnerstag gemeinsam gefordert, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren doch zu erhalten. Sie begründeten dies damit, dass eine Abschaffung die Menschen in Ostdeutschland besonders hart treffen würde, wo viele im Alter ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen sind.  Ähnlich äußerten sich auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (beide SPD). Hingegen dringt auch die CSU auf das Aus für die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Hoffmann mahnt in Rentendebatte Disziplin an In der Debatte um die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 hat die CSU ihre Schwesterpartei CDU zur Koalitionsdisziplin gemahnt. Wenn die Chance einer Rentenreform verpasst werde, hinterließen Union und SPD der jungen Generation leere Sozialkassen und enorme Verpflichtungen, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann der „Augsburger Allgemeinen“. „Diese Reform verfolgt ein klares Ziel: Wir wollen die Rente verlässlich und generationengerecht ausgestalten.“ Dafür brauche es „tragfähige Kompromisse von jeder Seite“. Zuvor hatten die CDU-Ministerpräsidenten Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens gefordert, auf die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren zu verzichten. Das Aus für die sogenannte Rente mit 63 ist Teil einer ganzen Reihe von Empfehlungen, die von der Rentenkommission im Auftrag der Koalition erarbeitet wurden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will das Paket ebenso wie die SPD-Führung möglichst eins zu eins umsetzen. In der Rentenkommission sorgte die Forderung der drei CDU-Ministerpräsidenten für Unverständnis: „Davor kann man nur warnen. Wird ein Stein herausgenommen, wird am Ende die gesamte Reform zerfleddert“, sagte der Würzburger Wirtschaftsprofessor Peter Bofinger der „Augsburger Allgemeinen“. „Deshalb sage ich, wehret den Anfängen.“  Alexander Hoffmann am Mittwoch in Berlin. Omer Messinger Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos ING-Deutschland-Chef: Frühstartrente als Chance nutzen Die Frühstartrente darf aus Sicht von ING-Deutschland-Chef Lars Stoy nicht der letzte Schritt zu mehr Finanzierung der Alterssicherung über den Kapitalmarkt sein. „Ich glaube, dass wir als Land eine Finanzbildungsstrategie entwickeln und umsetzen sollten“, sagte Stoy, der das Thema Altersvorsorge im Vorstand des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) federführend betreut, der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. „Es gibt viele lobenswerte Initiativen. Es braucht aber eine konzertierte Aktion“, forderte Stoy. „Wir müssen dahin kommen, dass Schülerinnen und Schüler nach ihrem Abschluss auch über finanzielle Fragestellungen aufgeklärt sind.“ In den vergangenen Jahren habe auch bei Jüngeren die Bereitschaft, am Kapitalmarkt zu investieren, deutlich zugenommen. „Die neuen Angebote zur privaten Altersvorsorge zahlen genau auf diesen Trend ein.“ Künftig soll jedes Kind vom 6. bis zum 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro vom Staat in ein individuelles, kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot erhalten. Losgehen soll es 2027. Den Anfang macht der Geburtsjahrgang 2020: Für Kinder die 2026 sechs Jahre alt geworden sind oder noch werden, soll es rückwirkend zum 1. Januar 2026 die staatliche Förderung geben. Von 2027 an soll jährlich der Jahrgang der dann Sechsjährigen dazukommen. „Ich hoffe, dass die Regierung noch Budgetmittel findet, um weitere Jahrgänge in die staatliche Förderung einzubinden“, sagte Stoy. Jeder verstehe, dass der Staat nicht unbegrenzt Geld zur Verfügung habe. „Aber das wäre schon ein Unikum, wenn man so viele Jahrgänge ausschließt.“ Insgesamt sei das Altersvorsorgedepot eine Chance. „Es wird aber brauchen, bis das alle merken, weil sich der Kapitalstock natürlich erst aufbauen muss“, sagt Stoy. „Das Beste, was dem Land in Sachen Altersvorsorge passieren könnte, ist, dass sich eine Bewegung in Gang setzt. Es mangelt vielen nicht an der Erkenntnis, dass sie etwas für ihre Altersvorsorge tun müssen. In Deutschland tun wir uns nur manchmal schwer, ins Handeln zu kommen.“ Eltern, Paten und Großeltern können dem Gesetzentwurf zufolge in das Altersvorsorgedepot pro Jahr bis zu 6.840 Euro zusätzlich einzahlen. So könnten über die gesamte Laufzeit sechsstellige Summen zusammenkommen. Ausgezahlt werden soll das geförderte Kapital erst nach Vollendung des 65. Lebensjahres. „Ich kann für unser Haus sagen, dass wir mit Hochdruck daran arbeiten, ein preislich attraktives Angebot in den Markt zu bringen, was sich im Wettbewerb gut positionieren sollte“, sagte der ING-Deutschland-Chef. „Eine dedizierte Beratung für dieses Produkt werden wir nicht anbieten, weil wir glauben, dass es so einfach erfassbar ist, dass eine Selbstbedienung möglich sein wird.“ Damit es 2027 losgehen kann, muss die Politik aber noch die Details festzurren. Stoy hofft, dass bald Klarheit herrscht: „Je schneller alle Details zum Gesetz bekannt sind, umso besser für die Anbieter. Wenn das viel später als Oktober kommt, wird es schwierig: So agil können sie gar nicht sein, dass sie die neuen Produkte dann auch noch in die IT implementieren.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Beauftragter verspricht schnelle Finanzhilfe für Terroropfer Die Opfer des Terroranschlags beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin können nicht nur auf medizinische oder seelische Hilfe hoffen, sondern auch auf schnelle materielle Unterstützung. „Terroropfer haben Anspruch auf sofortige finanzielle Hilfe“, sagte der Bundesopferbeauftragte Roland Weber der Deutschen Presse-Agentur.  Die sogenannten Härteleistungen werden demnach vom Bundesamt für Justiz ausgezahlt und können dort beantragt werden. Ihre Höhe richtet sich nach dem Verletzungsgrad. Verletzte Menschen erhalten laut Weber in einem abgestuften Verfahren zunächst 3.000 bis 5.000 Euro, Hinterbliebene von Todesopfern bis zu 30.000 Euro.  „Es handelt sich um eine erste Leistung zur Überbrückung bestimmter Kosten. Sie kann sehr schnell fließen“, so Weber. Seine Geschäftsstelle biete – wenn nötig – praktische Hilfe beim Ausfüllen der nötigen Anträge an.  Den Opfern stünden mittel- und langfristig je nach individueller Situation und Bedarf weitere Leistungen aus anderen Töpfen zu. Das könnten etwa Entschädigungszahlungen, die Finanzierung von Umschulungen, Renten oder Versicherungsleistungen sein. Auch hier bietet Weber praktische Hilfe an, um solche Ansprüche geltend zu machen.  Um den Opfern des Attentats zu helfen, hat Weber nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Zentralen Anlaufstelle für Betroffene von Terroranschlägen im Land Berlin Kontakt zu den Angehörigen der getöteten Frau und zu den Verletzten aufgenommen – soweit diese bekannt sind. Sie hätten umfassende Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten bekommen, etwa über Hotlines, Angebote im Internet, Netzwerke oder Hilfseinrichtungen.  Weber nimmt aber auch eine andere Gruppe mit womöglich seelischen Wunden in den Blick. „Es gibt Augenzeugen, Menschen, die in der Nähe eines Anschlags waren, und die laufen oft weg“, schilderte er. „Manchen geht es bald wieder gut, die stecken das weg und verkraften das. Andere nicht. Diese Gruppe ist am schwersten zu erreichen."  Betroffene des Anschlags, insbesondere Hinterbliebene, Verletzte und deren Angehörige, Augenzeugen oder Menschen, die am Tatort spontan erste Hilfe geleistet haben, können sich mit allen Anliegen an die kostenfreie Hotline des Opferbeauftragten 0800 0009546 wenden (aus dem Ausland: +49 30 18 580 – 8050).  „Dort bieten Fachleute auch 24 Stunden psychosoziale Beratung an“, so Weber. Viele Menschen hätten sich bereits gemeldet. Auf der Internetseite der Zentralen Anlaufstelle des Landes finden sich zahlreiche weitere Kontakte und Angebote für Betroffene.  Weber appellierte an Opfer des Anschlags, Angehörige, Augenzeugen, Helfer oder Personen, denen das Geschehen aus anderen Gründen stark zu schaffen macht, sich an ihn oder die Zentrale Anlaufstelle zu wenden. „Bitte melden Sie sich, haben Sie keine Scheu und keine Sorge, dass wir das womöglich nicht ernst nehmen. Wir unterstützen Sie“, so Weber.  Bei dem Terroranschlag am Samstag im Berliner Tiergarten hatte der 21-jährige Attentäter mit einem Auto mehrere Passanten angefahren, bevor er – vermutlich mit einer Machete - weitere Menschen verletzte. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden verletzt, darunter 7 schwer. Der Islamist wurde am Sonntagabend von Polizisten erschossen, nachdem sie ihn in einer Gartenkolonie gestellt hatten. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Klüssendorf: „Rente mit 63“ haben sich Betroffene verdient SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf will an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren („Rente mit 63") festhalten. „Denn für uns bleibt unsere Position in dieser Frage klar: Menschen, die sehr lange gearbeitet und ihre Beiträge gezahlt haben, sollten die Möglichkeit haben, früher abschlagsfrei in Rente zu gehen. Das ist kein Geschenk und keine Sonderbehandlung“, sagte er der „Bild“. Betroffene hätten sich das verdient.  „Ich frage mich, wo die CDU in der Debatte über die Rente mit 63 nun genau steht. Die Abschaffung der Rente mit 63 war immer eine zentrale Forderung der CDU“, sagte Klüssendorf über den Koalitionspartner. Sollte sich die CDU in dieser Frage nun der SPD annähern, wäre das ein wichtiges Signal.  Zuletzt hatten fünf ostdeutsche Ministerpräsidenten sich gegen die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 ausgesprochen. Hintergrund der Debatte sind die Empfehlungen der Rentenkommission, die sich für das Ende der abschlagsfreien Frührente ausspricht. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten angekündigt, alle Empfehlungen der Expertenkommission vollständig umsetzen zu wollen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Nach Absage an Ministeramt: CDU-Abgeordneter lobt Kanzler Sein Rückzieher hatte den Kanzler in heftige Turbulenzen gestürzt – nun hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler die Reaktion von Friedrich Merz auf seine kurzfristige Absage des Verkehrsministerpostens gelobt. Der CDU-Chef sei nicht wütend geworden, das Gespräch sei „äußerst wertschätzend“ gewesen, sagte Güntzler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er habe dem Kanzler offen gesagt, dass er kein gutes Gefühl habe und der falsche Mann für das Amt wäre. „Er hat sehr fair und sehr menschlich reagiert." Merz hatte im Zuge der Kabinettsumbildung vergangene Woche beschlossen, Verkehrsminister Patrick Schnieder zu entlassen und das Ministeramt dem Finanzfachmann Güntzler anzubieten. Der sagte zunächst zu, zog die Zusage aber wenige Stunden vor der geplanten Verkündung der Personalie zurück. Merz verzichtete deshalb zunächst darauf, die geplante Entlassung Schnieders öffentlich zu kommunizieren, obwohl der Plan bereits durchgesickert war. Am Sonntag bat der Minister selbst um Entlassung, um den „unwürdigen Zustand“ zu beenden. Aus der CDU gab es deutliche Kritik an Merz' Vorgehen.  Güntzer berichtete, er habe am Rande der Unionsfraktionssitzung am Mittwoch kurz persönlich mit Merz gesprochen und sich noch einmal für seine Kehrtwende entschuldigt. „Er hat vorgeschlagen, dass wir uns mal auf ein Bier treffen“, so der Bundestagsabgeordnete. Nach dem persönlichen Austausch mit dem Kanzler sei er „unheimlich erleichtert“ gewesen. 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Angesichts der großen Herausforderungen und sehr schwierigen Lage hängt der Erfolg der Politik nicht nur an einzelnen Personen.“ Der SPD-Unterbezirk Bielefeld hat Bas und Klingbeil aufgefordert, sich zwischen dem SPD-Vorsitz und ihren Ministerämtern zu entscheiden - also eines der beiden Ämter aufzugeben. Parteiführung und Regierungsamt seien nicht miteinander vereinbar, für eine glaubwürdige Erneuerung müssten beide Rollen wieder klar getrennt werden, hieß es in einem Brief. Parteivorsitzende müssten auch gegenüber der eigenen Regierung kritisch Position beziehen können. Nach der heftigen Kritik in der CDU an den Personalentscheidungen von Kanzler und Parteichef Friedrich Merz hofft Miersch, dass dadurch keine weitere Unruhe entsteht. „Friedrich Merz hat selbst eingeräumt, dass zuletzt nicht alles ideal gelaufen ist“, sagte der SPD-Politiker. „Ich bin aber sicher, dass allen ihre Verantwortung bewusst ist und mit den Personalentscheidungen nun auch wieder mehr Stabilität in die Koalition zurückkehrt.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Umfrage: Jeder Vierte fühlt sich nach CSD-Anschlag weniger sicher Nach dem islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin hat das Sicherheitsgefühl bei rund vier von zehn Deutschen einer Umfrage zufolge abgenommen. 38 Prozent der vom Meinungsforschungsinstitut Civey Befragten gaben an, dass ihr Sicherheitsgefühl seit dem Anschlag von vor einer Woche eindeutig oder eher abgenommen habe.  Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) schätzt ihr persönliches Sicherheitsgefühl in der Umfrage im Auftrag der Funke Mediengruppe unverändert ein. Sieben Prozent der Befragten sagten, ihr Sicherheitsgefühl habe eindeutig oder eher zugenommen. Ein Prozent antwortete mit „Weiß nicht“.  Auf die Frage „Inwieweit stimmen Sie der Aussage zu: „Deutschland ist ein stabiles und sicheres Land“?“ sagte rund die Hälfte (51 Prozent) der Befragten ab 18 Jahren, sie stimmten eindeutig oder eher nicht zu. Eher oder eindeutig zustimmend äußerten sich in der Umfrage 37 Prozent der Teilnehmer. Weitere 12 Prozent gaben an, unentschieden zu sein.  Für die den Angaben nach repräsentative Umfrage wurden zwischen dem 28. und 30. Juli online 5.000 Bürgerinnen und Bürger befragt. 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Miersch selbst will heute beim CSD in Hamburg dabei sein, zu dem rund 250.000 Menschen erwartet werden. „Viele der CSD-Teilnehmenden leiden nach der Tat sehr, auch wenn sie nicht unmittelbar betroffen gewesen sind“, sagte der SPD-Fraktionschef. „Ich bin Teil dieser Community, die angegriffen wurde, und kann sehr gut nachvollziehen, wie viele sich emotional fühlen.“ In Berlin hatte vor einer Woche der islamistische Attentäter Abdul B. am Rande des CSD mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere – vermutlich mit einer Machete – attackiert. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden verletzt. Der 21-Jährige wurde am Sonntagabend von Polizisten erschossen.  Miersch kritisierte, dass Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) die Mittel für Demokratie-Förderprogramme kürze. „Davon sind zum Beispiel Organisationen betroffen, die gerade außerhalb von Städten queere Menschen unterstützt haben“, so der SPD-Politiker. „Mich sprechen zunehmend jüngere Menschen an, die wegen ihrer sexuellen Identität Probleme haben. Deswegen werden wir die von Karin Prien geplanten Streichungen überprüfen.“ Das gelte auch für Programme und Projekte, die sich gegen Islamismus engagiert hätten. "Diese Kürzungen werden wir so nicht hinnehmen.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Blatt: Koalition plant keine weiteren Entlastungen für Autofahrer Die Benzinpreise sind erneut erheblich gestiegen, doch die Regierungskoaliton plant laut einem Medienbericht keine weiteren Entlastungen für Autofahrer. „Weitere Maßnahmen sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht geplant“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Sepp Müller, der „Bild“ einem Vorabbericht zufolge auf Anfrage. Er habe die Energieministerin Katherina Reiche gebeten, die Freigabe weiterer Ölmengen aus der Reserve zu prüfen. Müller ist Co-Vorsitzender der sogenannten Taskforce der Koalition, die die Entwicklung der Benzinpreise beobachtet. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte der Zeitung laut dem Vorabbericht, es werde einen „Roundtable nach dem Sommer“ geben. Das Ministerium beobachte die Entwicklung der Benzinpreise weiter sehr genau. Laut dem Zeitungsbericht hatten Müller und sein SPD-Amtskollege Armand Zorn im Juni in „Bild“ verkündet, die Koalition sei vorbereitet, um eine neuerliche deutliche Preiserhöhung beim Benzin zu stoppen. „Ändert sich die Lage ab 1. Juli dramatisch, können wir schnell reagieren. Das gilt auch in den Sommerferien und der sitzungsfreien Zeit“, hätten beide damals gesagt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Kommissarische Spitze für die JU Brandenburg Nach dem Rücktritt der Brandenburger Landeschefin der Jungen Union (JU), Laura Strohschneider, soll ihr Stellvertreter Carlo Wittlich kommissarisch übernehmen. Der geschäftsführende Landesvorstand empfahl den 27-Jährigen als kommissarischen Landesvorsitzenden, teilte die Brandenburger CDU mit. Der komplette Landesvorstand soll darüber am Montag entscheiden. „Gerade in einer Zeit, in der die etablierten Parteien an Rückhalt und Vertrauen verlieren, sind Beständigkeit und Geschlossenheit besonders wichtig“, erklärte der geschäftsführende Landesvorstand - das ist ein Teil des kompletten Vorstands. In der CDU wird davon ausgegangen, dass es eine Mehrheit für den Vorschlag geben wird.  Der vorgeschlagene Landeschef Wittlich sagte den drei Unions-Ministern Jan Redmann (CDU, Innen), Gordon Hoffmann (Bildung, CDU) und Martina Klement (CSU, Wirtschaft) in der Landesregierung Unterstützung, aber auch kritische Begleitung zu, wo notwendig. Bei einer Versammlung der JU soll der neue Landesvorsitzende formell gewählt werden. Strohschneider war am Donnerstag aus Kritik am Kurs der CDU von Friedrich Merz zurückgetreten und hatte ihren Parteiaustritt erklärt. Sie begründete den Schritt damit, dass dem Spitzenpersonal die Glaubwürdigkeit verloren gegangen sei und der Reformkurs der Bundesregierung nicht leistungsfreundlich sei. Sie kritisierte auch den Personalumbau von Merz.  Laura Strohschneider. Picture Alliance Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Nach CSD-Anschlag in Berlin: Mehr als eine Viertelmillion Menschen in Hamburg erwartet Eine Woche nach dem islamistischen Terroranschlag in Berlin versammeln sich am Samstag in mehreren Städten in Deutschland wieder Tausende Menschen zum Christopher Street Day (CSD). Die größte Veranstaltung findet in Hamburg statt, wo 250.000 Menschen erwartet werden.  Nach dem Anschlag am Rande des CSD in Berlin, bei dem eine Frau ums Leben kam und 31 Menschen verletzt wurden, hat die Hamburger Polizei angekündigt, die Demonstration mit doppelt so vielen Beamten wie im vergangenen Jahr zu schützen. In der Hansestadt wird auch ein Wagen des Berliner CSD-Vereins erwartet, auf dem die Teilnehmer dunkle Kleidung tragen sollen.  Auch in anderen europäischen Städten wie Amsterdam oder Brighton finden am Samstag Pride-Veranstaltungen statt. In Nordrhein-Westfalen sind CSDs in Bonn, Ahaus und Moers geplant. In Sachsen-Anhalt findet ein CSD in Naumburg (Burgenlandkreis) statt. Auch in anderen europäischen Städten wie Amsterdam oder Brighton finden am Samstag Pride-Veranstaltungen statt. In Nordrhein-Westfalen sind CSDs in Bonn, Ahaus und Moers geplant. In Sachsen-Anhalt findet ein CSD in Naumburg (Burgenlandkreis) statt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Dobrindt bekräftigt Verlängerung von Grenzkontrollen Angesichts des Ansturms von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bekräftigt, dass er die deutschen Grenzkontrollen zu den Nachbarländern beibehalten will. „Wir werden die Möglichkeit der Binnengrenzkontrollen über den September hinaus verlängern“, erklärte Dobrindt am Freitag. „Unsere Erfolge beim Zurückdrängen der illegalen Migration müssen erhalten und weiter ausgebaut werden.“ Flexible und angepasste Binnengrenzkontrollen müssten dazu weiterhin aufrechterhalten werden. „Der Migrationsdruck auf Europa ist weiterhin hoch, das zeigt aktuell der massive Ansturm von Migranten auf Spanien“, betonte der Minister. Er forderte Spanien auf, umgehend dafür zu sorgen, „dass der europäische Außengrenzschutz gewährleistet ist und die illegalen Migranten umgehend nach Marokko zurückgebracht werden“. Die Situation in Ceuta verdeutliche „die volatile Lage bei der illegalen Migration“. In Deutschland finden seit September 2024 Kontrollen an allen Grenzen zu den Nachbarländern statt. Schon seit 2015 hatte Deutschland an mehreren Landesgrenzen mit wechselnder Intensität praktisch durchgehend Kontrollen vorgenommen.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Ramelow spricht sich für Abschaffung der Fünf-Prozent-Hürde aus In die Diskussion um die Fünf-Prozent-Hürde hat sich auch Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) eingeschaltet und sich für die Abschaffung dieser Hürde ausgesprochen. „Die Debatte über die Senkung der Fünf-Prozent-Hürde ist notwendig“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Wenn immer mehr Wähler ihre Stimmen nicht mehr repräsentiert sehen, dann gefährdet das die Demokratie.“ Ramelow verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf Erfahrungen in Ostdeutschland. So sei der CDU-Politiker Dieter Althaus bereits 2004 mit 43 Prozent der Wählerstimmen zum thüringischen Ministerpräsidenten gewählt geworden.  Der Linken-Politiker warnte: „Bei einer weiteren Atomisierung des Parteiensystems könnten wie in Sachsen-Anhalt demnächst sogar 40 Prozent für das Ministerpräsidentenamt reichen.“ Der AfD helfe eine hohe Hürde, „weil sie ihr lästige Kleinparteien vom Hals hält“. Der frühere Verfassungsgerichtspräsident Hans-Jürgen Papier hatte die Debatte angestoßen. Er bezeichnete die Fünf-Prozent-Hürde Anfang der Woche im „Tagesspiegel“ als „nicht mehr zeitgemäß“. Millionen Wählerstimmen würden dadurch unter den Tisch fallen. Der Jurist plädiert deshalb dafür, die Sperrklausel bei Bundestagswahlen von fünf auf drei Prozent abzusenken. Zustimmung dafür bekam er vor allem von Linken und AfD, aber auch vom sachsen-anhaltischen SPD-Spitzenkandidaten Armin Willingmann. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Türmer und Schweitzer kritisieren SPD-Spitze Nach Kritik aus der Basis in Nordrhein-Westfalen an der SPD-Führung hat auch der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer sich kritisch gegenüber der Parteiführung geäußert. Der versprochene Aufbruch sei ein Jahr nach der Bundestagswahl ausgeblieben, sagte er dem Nachrichtenportal „Politico“. Die Partei stehe heute „noch desaströser da“ als nach der historischen Wahlniederlage 2025, so Türmer. Die Bedenken gegen die Doppelrolle von Bärbel Bas und Lars Klingbeil, die sowohl Bundesminister als auch Parteivorsitzende sind, seien „eher gewachsen“. Türmer sagte: „Revolutionen sind nicht vorhersehbar.“ Das könne ein schlechtes Ergebnis bei einer Landtagswahl sein oder eine weitere Kürzungsdebatte nach der Sommerpause. „Wie schnell die Stimmung in der SPD wieder anfangen kann zu brodeln“, hätten die Reformbeschlüsse gezeigt, so der Juso-Chef. Laut ihm verliert die Partei nicht nur die Arbeiter, sondern Stimmen in allen Berufsgruppen. Die Partei mache seit mehr als 20 Jahren „immer und immer wieder die gleichen Fehler“, sagte Türmer. Türmer sagte: „Revolutionen sind nicht vorhersehbar.“ Das könne ein schlechtes Ergebnis bei einer Landtagswahl sein oder eine weitere Kürzungsdebatte nach der Sommerpause. „Wie schnell die Stimmung in der SPD wieder anfangen kann zu brodeln“, hätten die Reformbeschlüsse gezeigt, so der Juso-Chef. Laut ihm verliert die Partei nicht nur die Arbeiter, sondern Stimmen in allen Berufsgruppen. Die Partei mache seit mehr als 20 Jahren „immer und immer wieder die gleichen Fehler“, sagte Türmer. Bas und Klingbeil im März im Willy-Brandt-Haus. dpa Eine inhaltliche Erneuerung der SPD forderte auch der rheinland-pfälzische SPD-Fraktionschef und ehemalige Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Die Partei müsse wieder „spürbar machen, für wen sie Politik macht“. Schweitzer, dem Ambitionen auf den Parteivorsitz nachgesagt werden, sagte zudem, es reiche nicht aus, Regierungserfolge aufzuzählen. Menschen wählten die Sozialdemokraten nicht, „weil man ihnen vorrechnet, dass es sich lohnt“, erklärte er – sondern weil sie sich in der Partei wiedererkennen und „ihr zutrauen, für ihre Lebensrealität einzustehen“. Das Gegenteil dessen, was gebraucht werde, seien Streitereien in Regierungsparteien. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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