Erdbeben bei Neapel: Verletzte, Häuser und Autos beschädigt
Ungewöhnlich starker Erdstoß:Erdbeben bei Neapel: Verletzte, Häuser und Autos beschädigt
In der Region um die süditalienische Metropole Neapel hat es ein ungewöhnlich starkes Erdbeben gegeben. Menschen wurden verletzt, Häuser und Autos beschädigt.
Nach dem stärksten Erdbeben seit etwa 40 Jahren rund um die Großstadt Neapel im Süden Italiens hat es in der Nacht mehrere Nachbeben gegeben. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) in Italien registrierte nach dem Erdstoß am Freitagabend mit einer Stärke von 4,7 zahlreiche Nachbeben bis in den Morgen hinein - darunter ein besonders starkes der Stärke 3,8.
Das Erdbeben der Stärke 4,7 richtete in Pozzuoli, in der Nähe von Neapel, Schäden an.
Quelle: epa / FELICE DE MARTINONachbeben deutlich zu spüren
Das Epizentrum lag in den Phlegräischen Feldern. Der erste Erdstoß und die weiteren Nachbeben waren vor allem in den Ortschaften rund um die Phlegräischen Felder, aber auch in Neapel sowie auf den Inseln Ischia und Procida sehr deutlich zu spüren. Aus Angst verließen zahlreiche Menschen ihre Häuser und verbrachten die Nacht draußen auf der Straße. Es kam zudem zu Stromausfällen in einigen betroffenen Gegenden.
Neapels Viertel Sanità wächst aus Armut und Gewalt Hoffnung. Initiativen schaffen Perspektiven und helfen Jugendlichen, ihr Potenzial zu entdecken und sich eine Zukunft aufzubauen.
16.07.2026 | 4:35 min"Das Beben war so stark und anhaltend, dass ich die Wohnungstür nicht einmal öffnen konnte, weil sie klemmte", sagte ein Anwohner der Nachrichtenagentur Ansa. "Nach dem gestrigen Schrecken war es unmöglich, die Nacht zu Hause zu verbringen." Man sei zwar viel gewöhnt, aber nicht in dieser Stärke, sagte er.
Herabstürzende Felsbrocken, Putz und Mauern
Nach Angaben der Behörden wurden in der Region 21 Menschen verletzt. Besonders betroffen war die Küstenstadt Pozzuoli. Mauern und Fassadenteile stürzten dort herab, auch Tuffsteinhänge gaben den Stößen nach. Felsbrocken und Trümmerteile beschädigten zudem Autos, an Gebäuden entstanden Schäden. Die Behörden richteten noch am Abend ein Krisenzentrum ein.
Die Phlegräischen Felder - ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität - werden seit geraumer Zeit von zahlreichen kleinen sowie teils auch stärkeren Erdbeben heimgesucht. Sie sind Europas größter aktiver Supervulkan. Supervulkane zeichnen sich durch eine besonders große Magmakammer und enorme Gewalt aus: Anders als normale Vulkane explodieren Supervulkane regelrecht.
Seit einiger Zeit rumort es immer wieder in dieser Gegend. Meist sind die Erdstöße allerdings schwächer. Vergangenes Jahr hatte die Regierung in Rom neue Maßnahmen und Pläne für eine mögliche Evakuierung von Hunderttausenden auf den Weg gebracht. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni beobachtet nach Angaben ihres Amtssitzes die aktuellen Entwicklungen in dem Gebiet. Sie befinde sich in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden.
Wichtiger Hinweis in eigener Sache
Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt.
Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.
Mehr zu Erdbeben
- Japans Erdbebenschutz in der Kritik:Verheerende Gas-Explosion nach Erdbeben fordert OpferElisabeth Schmidt, Pekingmit Video0:21
- Schätzung der Weltbank:Venezuela: Erdbeben-Schäden bei fast 20 Milliarden Dollarmit Video0:21
- Wohl keine Toten:Erdbeben vor Küste von Mexiko und GuatemalaVideo0:33
- Berichte von Toten und Verletzten:Erdbeben auf Philippinen - Tsunami-Warnungen aufgehobenmit Video0:20