Liveblog Ukrainekrieg: Putin verkostet Kaviar – und provoziert Japan
Liveblog Ukrainekrieg : Putin verkostet Kaviar – und provoziert Japan
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Geschmackstest: Putin in einer Fischfabrik auf den umstrittenen Kurilen-InselnAFP
Besuch auf umstrittener Insel +++ Ukraine will keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen machen +++ Stromausfall auf der Krim +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
Alle Texte, Hintergründe und Kommentare zum Krieg in der Ukraine finden Sie auch auf unserer Sonderseite.
Putin provoziert Japan – mit einem Besuch in einer Fischfabrik
Russlands Präsident Wladimir Putin hat erstmals die von Japan beanspruchten Kurilen-Inseln besucht. Der Kreml veröffentlichte am Donnerstag ein Video von Putin auf den Kurilen. Russischen Medienberichten zufolge besuchte er dort eine Fischverarbeitungsanlage, wo ihm Kaviar überreicht worden sei.
Japan kritisierte Putins Besuch auf den Kurilen scharf. „Die Nördlichen Territorien (...) sind sowohl historisch als auch völkerrechtlich ein fester Bestandteil des japanischen Territoriums und die japanische Regierung protestiert entschieden gegen diesen Besuch“, erklärte Außenminister Toshimitsu Motegi.
Die Inselgruppe, die in Russland Kurilen und in Japan Nördliche Territorien genannt wird, liegt vor der Nordostküste Japans. Das sowjetische Militär hatte die vier Inseln in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs erobert, seitdem unterhält das Militär dort eine Präsenz.
2010 hatte der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew das umstrittene Gebiet besucht. Medwedew reiste auch später als Ministerpräsident mehrmals dorthin.
Die Beziehungen zwischen Japan und Russland haben sich seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 weiter verschlechtert. Moskau verbesserte gleichzeitig seine Beziehungen zu Peking und Pjöngjang.
Japan kritisierte Putins Besuch auf den Kurilen scharf. „Die Nördlichen Territorien (...) sind sowohl historisch als auch völkerrechtlich ein fester Bestandteil des japanischen Territoriums und die japanische Regierung protestiert entschieden gegen diesen Besuch“, erklärte Außenminister Toshimitsu Motegi.
Die Inselgruppe, die in Russland Kurilen und in Japan Nördliche Territorien genannt wird, liegt vor der Nordostküste Japans. Das sowjetische Militär hatte die vier Inseln in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs erobert, seitdem unterhält das Militär dort eine Präsenz.
2010 hatte der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew das umstrittene Gebiet besucht. Medwedew reiste auch später als Ministerpräsident mehrmals dorthin.
Die Beziehungen zwischen Japan und Russland haben sich seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 weiter verschlechtert. Moskau verbesserte gleichzeitig seine Beziehungen zu Peking und Pjöngjang.
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Russische Drohne trifft Passagierzug
Nach Angaben der ukrainischen Eisenbahn hat eine russische Drohne im Gebiet Odessa einen Passagierzug getroffen. Durch den Einschlag seien der Lokführer und sein Assistent ums Leben gekommen. Von den 340 Fahrgästen sei hingegen niemand zu Schaden gekommen. Laut dem Chef der ukrainischen Eisenbahn handelte es sich um einen gezielten Angriff. Dabei kam offenbar eine neue Geran-Drohne mit Strahlantrieb zum Einsatz. Diese sind weitaus schneller als frühere Modelle mit Propellerantrieb und deshalb schwerer abzufangen.
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Sabrina Frangos
Selenskyj: Ukraine braucht mindestens fünf Prozent der US-Patriot-Raketen
Die Ukraine benötigt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj fünf Prozent der Patriot-Abfangraketen der USA, um angesichts der zunehmenden russischen Angriffe durch den bevorstehenden Winter zu kommen. Um alle von Moskaus Truppen abgefeuerten ballistischen Raketen zu zerstören, seien zehn Prozent der US-Lagerbestände nötig, sagte der Staatschef in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem US-Sender CNN.
Seinem Land stünden in diesem Jahr „zweieinhalb Mal weniger Abfangraketen zur Verfügung als im Jahr 2025“, sagte Selenskyj. Dagegen habe Russland „monatlich mehr als doppelt so viele ballistische Raketen wie zuvor“.
„Dieses Jahr bitte ich unsere US-Partner, mir fünf Prozent ihrer Raketenbestände zu verkaufen“, sagte Selenskyj. „Wenn sie uns fünf Prozent verkaufen, werden wir den Winter überstehen und Menschenleben retten. Wenn sie uns zehn Prozent verkaufen, werden wir alle ballistischen Raketen Russlands zerstören.“
Die russische Armee hat in jüngster Zeit ihre Angriffe auf die Ukraine verstärkt, mindestens einmal pro Woche feuerte sie dabei auch massive Raketensalven auf die Hauptstadt Kiew ab. Bei einem dieser Angriffe gelang es der Ukraine nach eigenen Angaben nicht, auch nur eine der 28 auf sie abgefeuerten ballistischen Raketen abzufangen. Es fehle die nötige Luftabwehr, erklärte die Regierung in Kiew.
Inmitten der zunehmenden russischen Attacken entschied die Ukraine am Mittwoch, ab sofort keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen zu machen. Es würden „bestimmte Änderungen“ bei den täglichen Morgenberichten eingeführt, erklärte Luftwaffensprecher Jurij Ihnat im Onlinedienst Facebook. Unter anderem solle nicht mehr die Zahl der von Russland auf die Ukraine abgefeuerten Raketen genannt werden.
Die Ukraine drängt bei ihren westlichen Verbündeten vor allem auf die Lieferung von US-Patriot-Abwehrsystemen. Allerdings haben die USA im Iran-Krieg seit Februar selbst zahlreiche Angriffs- und Abwehrraketen verbraucht, laut Medienberichten droht ein Munitionsmangel.
Fast viereinhalb Jahre nach Beginn der russischen Angriffe auf die Ukraine gibt es weiterhin keine konkreten Aussichten auf ein Ende des Krieges. Die maßgeblich von den USA vermittelten Verhandlungen über eine Waffenruhe liegen derzeit auf Eis.
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Sabrina Frangos
Moskaus Krieg gegen Kiew – Eskalation statt Verhandlungen
Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine stehen die Zeichen derzeit auf Eskalation. Verhandlungen sind nicht in Sicht. An der Front gibt es kaum Bewegung. Weder für Moskau noch für Kiew ist der Abnutzungskrieg zu gewinnen. Zugleich haben beide Seiten ihren Luft- und Seekrieg intensiviert – mit empfindlichen Treffern im Hinterland. Zur Lage und zu den Perspektiven im fünften Jahr der russischen Invasion einige Fragen und Antworten:
Wie ist die Lage entlang der Frontlinie?
Entlang der über 1.200 Kilometer langen Frontlinie gibt es seit Monaten nur wenig Bewegung zu verzeichnen.
Trotz des langsamen russischen Vormarsches räumten aber selbst dem ukrainischen Verteidigungsministerium nahestehende Militärbeobachter von DeepState seit Jahresbeginn Gebietsverluste von mehr als 700 Quadratkilometer ein. Dagegen hat Kiew nach Darstellung von Präsident Wolodymyr Selenskyj etwa die gleiche Fläche zurückerobert.
Das russische Militär konzentriert sich nach dem weitgehenden Erlangen der Kontrolle über die Stadt Kostjantyniwka vor allem auf die weiter unter ukrainischer Kontrolle verbliebenen Teile des Gebietes Donezk um die Städte Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka. Große Frontdurchbrüche werden dabei weiterhin erfolgreich von den ukrainischen Drohnenpiloten verhindert.
Beim aktuellen Tempo hält der Militärexperte Dmitri Kusnez des kremlkritischen Onlineportals „Meduza“ zwar keine vom Kreml geplante Eroberung des Donbass in diesem Jahr für möglich, wohl aber 2027.
Welche Entwicklungen gibt es bei den Angriffen auf das Hinterland?
Ukrainische Drohnen treffen seit Wochen immer wieder Ölraffinerien und Logistikzentren des größten russischen Online-Versandhandels Wildberries. Es gibt wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe, die Moskaus Kriegswirtschaft treffen. Russland verliert Einnahmen aus dem Ölexport, das Haushaltsdefizit wächst. Die Menschen klagen über Benzinknappheit. Der Rubel verliert an Wert – und ist aktuell so schwach wie seit Monaten nicht mehr.
Weniger sichtbar sind die Auswirkungen ukrainischer Angriffe auf den russischen Schiffsverkehr. Mehr als 200 Tanker und Frachter wollen die ukrainischen Drohnentruppen eigenen Angaben nach seit dem 6. Juli beschädigt haben. Russische Raketen- und Drohnenangriffe auf Schiffe, die ukrainische Schwarzmeerhäfen anliefen, führten wiederum zu einer Einstellung des für Kiews Getreideexport wichtigen Seehandels.
Entscheidend seien aber nicht die Luftangriffe im Hinterland, sondern die Lage am Boden, meint der Experte Kusnez. Sowohl Kremlchef Wladimir Putin als auch Wolodymyr Selenskyj haben ihren Truppen gerade neue Kommandeure zugeteilt, die nun das weitere Kriegsgeschehen bestimmen sollen.
Erreicht die Ukraine ihre Ziele mit den Angriffen auf Russland?
Der Ukraine gelingt es, mit ihren Angriffen zusätzlich zu westlichen Sanktionen Russlands Kosten für seinen Krieg weiter in die Höhe zu treiben. Präsident Selenskyjs erklärtes Ziel ist es, den Krieg nach Russland zurückzutragen. Das wirkt vor allem psychologisch bei den Menschen – auch weil es in den sozialen Netzwerken und anderen Medien eindrucksvolle Bilder von Großbränden in Russland gibt. Stärkere Auswirkungen auf die Logistik des russischen Militärs wurden aber nicht bekannt.
Selenskyj will auch durch weiteren militärischen Druck Kremlchef Putin an den Verhandlungstisch zwingen. Bisher aber ist nicht in Sicht, dass die Strategie aufgeht. Vielmehr registrierte das unabhängige russische Meinungsforschungszentrum Lewada zuletzt wieder eine steigende Zahl derer, die eine Fortsetzung des Krieges befürworten. Zugleich will laut Lewada aber weiter mehr als die Hälfte der Russen Friedensverhandlungen.
„Druck bewirkt keine Änderung der Position Putins“, sagt die Politikexpertin Tatjana Stanowaja. Hoffnungen, dass innere Probleme in Russland Putin zur Einsicht von Fehlern bei seinen Kriegszielen bewegten, hätten sich nicht erfüllt.
Wie sieht die russische Reaktion aus?
Moskaus Machtapparat räumt zwar ein, dass es Probleme gebe, betont aber, dass die Lage unter Kontrolle sei. Putin, der sich erst am Mittwoch in Militäruniform auf einem Kriegsschiff zeigte, demonstriert bei jeder Gelegenheit Siegessicherheit, obwohl seine Kriegsziele auch im fünften Jahr der Invasion in weiter Ferne liegen. Bei massiven Angriffen vor allem auch auf Kiew und Umgebung setzte Moskau zuletzt verstärkt ballistische Raketen gegen Ziele ein – und nutzt dabei die Schutzlosigkeit der Ukraine aus.
Seitdem dabei zuletzt keine einzige ballistische Rakete mehr abgewehrt werden konnte, macht die ukrainische Luftwaffe keine Angaben mehr zur Zahl der von Russland abgefeuerten Raketen. Als besonders effektiv gelten zwar die Patriot-Raketen bei der Abwehr russischer Raketen. Doch Selenskyj beklagt fehlende Lieferungen durch die westlichen Verbündeten.
Welchen Einfluss hat Russlands Parlamentswahl auf den Krieg?
Bei der Abstimmung vom 18. bis 20. September sind nach dem Ausschluss der Anti-Kriegs-Partei Jabloko nur noch kremltreue Parteien zugelassen, die Russlands Invasion befürworten. Kremlchef Putin will mit dem von Oppositionellen als Farce kritisierten Urnengang zeigen, dass er anders als die Ukraine auch in Kriegszeiten Wahlen abhalten kann. Erstmals dabei sind die von Russland besetzten Teile der vier annektierten ukrainischen Regionen Luhansk und Donezk, Cherson und Saporischschja.
Den absehbaren Sieg der regierenden Kremlpartei Geeintes Russland dürfte Putin als Legitimation nutzen, den Krieg fortzusetzen – und den Einsatz zu erhöhen. „Putin ist so sehr darauf fixiert, die Ukraine um jeden Preis in die Knie zu zwingen, dass dies alle innenpolitischen Probleme in den Hintergrund drängt“, hält die Expertin Stanowaja in einer Analyse für die Denkfabrik Carnegie fest.
In Putins Logik werde auf wachsenden Druck - auch vom Westen – nur noch radikaler reagiert. „Der Krieg Russlands gegen die Ukraine tritt in eine neue Phase“, meint sie. Die neue Qualität führe zu „einer allgemeinen Eskalation, einer geringeren Vorhersehbarkeit und wachsenden Risiken einer noch größeren geografischen Ausdehnung des Konflikts“.
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Sabrina Frangos
Stromausfall auf der Krim nach ukrainischem Drohnenangriff
Die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine erneut ohne Strom. Die Stadt sei wegen eines massiven ukrainischen Angriffs von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass mit. Die Armee wehre einen ukrainischen Angriff ab. Derzeit begutachteten Experten die Schäden.
Russland führt seit fast viereinhalb Jahren Krieg in der Ukraine. Kiew wehrt sich gegen die Invasion auch mit Drohnenangriffen gegen strategisch wichtige Anlagen im russischen Hinterland. Das sind Militärobjekte und Einrichtungen der Öl- und Gasindustrie. Ziel dieser Schläge ist es, dem russischen Militär die Treibstoffversorgung zu erschweren und dem Kreml die Kriegsfinanzierung.
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Sabrina Frangos
Ukraine will keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen machen
Inmitten zunehmender russischer Attacken hat die Ukraine entschieden, ab sofort keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen zu machen. Es würden „bestimmte Änderungen“ bei den täglichen Morgenberichten eingeführt, erklärte am Mittwoch Luftwaffensprecher Jurij Ihnat im Onlinedienst Facebook. Unter anderem solle nicht mehr die Zahl der von Russland auf die Ukraine abgefeuerten Raketen genannt werden.
Auch die Zahl der von der ukrainischen Luftwaffe zerstörten oder abgefangenen Raketen werde nicht mehr genannt, teilte Ihnat mit. Gleiches gelte für russische Raketen, „die ihr Ziel nicht erreicht haben“. Bisher hatten die ukrainischen Streitkräfte de facto täglich eine Bilanz der russischen Angriffe mit genauen Zahlen veröffentlicht.
Künftig werde die Ukraine nur noch allgemeine Angaben zu den russischen Angriffen machen, kündigte der Luftwaffensprecher an. Zugleich versicherte er, dass die Bevölkerung weiterhin in Echtzeit vor Angriffen gewarnt und Luftalarm ausgelöst werden solle.
Die Truppen Moskaus feuerten laut Ihnat im Juli mehr als 450 Raketen verschiedener Typen auf die Ukraine ab. Darunter seien fast 200 ballistische Raketen gewesen.
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Selenskyj: 26 Ortschaften in diesem Jahr befreit
Ukrainische Truppen haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in diesem Jahr 745 Quadratkilometer russisch besetztes Gebiet im Südosten des Landes befreit. Dies entspricht etwa der Fläche Hamburgs. Dabei seien 26 Ortschaften in den Gebieten Dnipropetrowsk, Donezk und Saporischschja wieder unter die Kontrolle Kiews gebracht worden, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. Die Offensive sei genau nach Plan verlaufen.
Der ukrainischen Beobachtergruppe DeepState zufolge befindet sich ein Großteil des Areals jedoch in einem Niemandsland, das von keiner Seite vollständig kontrolliert wird. Die Angaben konnten von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüft werden.
Der ukrainischen Beobachtergruppe DeepState zufolge befindet sich ein Großteil des Areals jedoch in einem Niemandsland, das von keiner Seite vollständig kontrolliert wird. Die Angaben konnten von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüft werden.
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Russland rationiert Benzin in Region Orenburg nach Drohnenangriff
In der südrussischen Ural-Region Orenburg wird nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Raffinerie der Kraftstoff rationiert. Die Lage vor Ort sei „schwierig“, teilte Gouverneur Jewgeni Solnzew auf Telegram mit. Er führe deshalb Beschränkungen für den Verkauf von Benzin ein. Dazu gehören ein Verbot des Befüllens von Kanistern, Begrenzungen der Verkaufsmenge sowie ein System, das den Verkauf je nach Kennzeichen auf ungerade oder gerade Tage beschränkt.
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NATO: Russland trägt volle Verantwortung für Luftraumverletzungen
Die Botschafter der NATO-Staaten haben über die jüngsten Luftraumverletzungen in Polen und Rumänien sowie über Drohnen-Zwischenfälle beraten. Dies teilte das Bündnis mit. Die NATO-Mitglieder sichern den betroffenen Verbündeten ihre volle Solidarität und Unterstützung zu. Russland trage die volle Verantwortung für die Luftraumverletzungen. Diese seien gefährlich und inakzeptabel und zeigten eine zunehmende Risikobereitschaft Russlands.
Die NATO baue ihre integrierte Luft- und Raketenverteidigung im gesamten Bündnisgebiet weiter aus. Die Alliierten unterstreichen zudem ihre Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigung an der Ostflanke von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Die NATO sei bereit, jede Aggression abzuschrecken und abzuwehren.
Die NATO baue ihre integrierte Luft- und Raketenverteidigung im gesamten Bündnisgebiet weiter aus. Die Alliierten unterstreichen zudem ihre Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigung an der Ostflanke von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Die NATO sei bereit, jede Aggression abzuschrecken und abzuwehren.
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Putin droht europäischen Ländern wegen „Piraterie und Raub“ mit Vergeltung
Russland droht europäischen Ländern, die Öl und andere Güter von beschlagnahmten Schiffen seiner „Schattenflotte“ veräußern, mit Vergeltung. Herrscher Wladimir Putin bezeichnete die entsprechende Erlaubnis der EU in deren jüngstem Sanktionspaket am Mittwoch als „Piraterie und Raub“. Werde sie umgesetzt, „werden wir gezwungen sein, spiegelbildlich zu antworten. Und zwar nicht unbedingt in jenen Gewässern, in denen Angriffe auf unsere Schiffe und Boote geplant sind, sondern dort, wo wir selbst dies für notwendig und sinnvoll erachten“, fügte Putin hinzu und nannte als Beispiel den Zuständigkeitsbereich seiner Pazifikflotte, an deren Manöver er teilnahm.
Der Kommandeur der russischen Pazifikflotte sagte, allein im Bereich der Kurilen-Inseln seien von Ende April bis Anfang August von 1001 Schiffen 379 unter der Flagge „unfreundlicher Staaten“ (die Sanktionen gegen Russland verhängt haben) gefahren, darunter 26 aus Großbritannien und neun aus Frankreich. Diese Länder sowie Belgien und Schweden haben seit Jahresbeginn mindestens zehn Schiffe der „Schattenflotte“ beschlagnahmt. Auch die USA haben im Januar einen solchen Tanker aufgebracht und jüngst zur Verschrottung verkauft. Doch Putin, der sich stets um die Gunst von Präsident Donald Trump bemüht, beschränkte seine Kritik auf die Europäer.
Der Kommandeur der russischen Pazifikflotte sagte, allein im Bereich der Kurilen-Inseln seien von Ende April bis Anfang August von 1001 Schiffen 379 unter der Flagge „unfreundlicher Staaten“ (die Sanktionen gegen Russland verhängt haben) gefahren, darunter 26 aus Großbritannien und neun aus Frankreich. Diese Länder sowie Belgien und Schweden haben seit Jahresbeginn mindestens zehn Schiffe der „Schattenflotte“ beschlagnahmt. Auch die USA haben im Januar einen solchen Tanker aufgebracht und jüngst zur Verschrottung verkauft. Doch Putin, der sich stets um die Gunst von Präsident Donald Trump bemüht, beschränkte seine Kritik auf die Europäer.
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Drohnenangriff auf Kiew am Nachmittag
Am frühen Nachmittag hat Russland die ukrainische Hauptstadt mit zahlreichen Drohnen angegriffen. Im Zentrum der Stadt waren währenddessen lautes Flugabwehrfeuer und auch mehrere Einschläge zu hören. Bislang berichtete Bürgermeister Vitali Klitschko lediglich, ein Gebäude im Bezirk Darnitzkyj sei getroffen worden.
Den ukrainischen Luftstreitkräften zufolge setzte Russland neue Drohnen mit Strahlantrieb ein. Sie sind weitaus schneller als Drohnen mit Propeller und deshalb für die Luftverteidigung schwerer abzufangen.
Den ukrainischen Luftstreitkräften zufolge setzte Russland neue Drohnen mit Strahlantrieb ein. Sie sind weitaus schneller als Drohnen mit Propeller und deshalb für die Luftverteidigung schwerer abzufangen.
Drohnenangriff am Mittag: Flugabwehrfeuer in Kiew. Robert Putzbach
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Ukraine greift russischen Marinestützpunkt Noworossijsk an
Die russische Schwarzmeerküste ist nach Behördenangaben in der Nacht massiv von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Hauptziel war dabei die Hafenstadt Noworossijsk, wie der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, auf Telegram mitteilte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigt den Angriff auf den russischen Marinestützpunkt Noworossijsk. In der Nacht seien Drohnen, Raketen und unbemannte Boote zum Einsatz gekommen, teilte er auf Telegram mit. „Bestätigt sind Einschläge in Stellungen der Flugabwehr, Anlegestellen und Infrastruktur des Seehafens.“
Berichten russischer wie ukrainischer Telegramkanäle zufolge wurden in der Stadt der Marinehafen, der Handelshafen und das Ölverladeterminal getroffen. An diesen Stellen zeigte auch das Brandmeldesystem Firms der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa Feuer. Dem staatlichen Agrarexportunternehmen OZK zufolge wurde ein Getreideterminal beschädigt. Mitarbeiter seien nicht verletzt worden.
Berichten russischer wie ukrainischer Telegramkanäle zufolge wurden in der Stadt der Marinehafen, der Handelshafen und das Ölverladeterminal getroffen. An diesen Stellen zeigte auch das Brandmeldesystem Firms der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa Feuer. Dem staatlichen Agrarexportunternehmen OZK zufolge wurde ein Getreideterminal beschädigt. Mitarbeiter seien nicht verletzt worden.
Kondratjew sprach von Schäden an 21 Wohnhäusern und in vier Betrieben in Noworossijsk. Ein achtjähriges Kind sei getötet worden, es gebe außerdem acht Verletzte. Im Küstenort Temrjuk wurde demnach ein Mann getötet. Aus Anapa und Gelendschik wurden Schäden gemeldet. In Gelendschik wurde nach Angaben des Zivilschutzstabs zudem ein regionaler Notstand ausgerufen. Drei Menschen seien verletzt worden.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es seien über Nacht 502 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden – eine im Vergleich hohe Zahl. Heftige Angriffe wurden auch aus der Hafenstadt Sewastopol auf der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim gemeldet.
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Wieder Angriffe auf Saporischschja
Russland hat in der Nacht abermals Saporischschja in der südlichen Ukraine angegriffen. Durch den Angriff wurde ein Einkaufszentrum in einem der Wohnviertel beschädigt. In dem Zentrum brach ein Großbrand aus, wie der Leiter der Gebietsverwaltung von Saporischschja, Iwan Fedorow, auf Telegram mitteilte. Außerdem ist in einem Teil der Stadt demnach der Strom ausgefallen. Etwa 1200 Haushalte seien ohne Strom, so Fedorow.
Schon in der Nacht zu Dienstag war Saporischschja Ziel eines großangelegten russischen Angriffs. Dabei kamen mindestens sieben Menschen ums Leben, 24 wurden verletzt.
Schon in der Nacht zu Dienstag war Saporischschja Ziel eines großangelegten russischen Angriffs. Dabei kamen mindestens sieben Menschen ums Leben, 24 wurden verletzt.
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Russische Behörden: Getötetes Kind nach Drohnenangriff
Bei einem Drohnenangriff auf die russische Hafenstadt Noworossijsk am Schwarzen Meer ist Behördenangaben zufolge in der Nacht zum Mittwoch ein Kind getötet worden. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt Bürgermeister Andrej Krawtschenko auf Telegram mit. Zudem seien vier Unternehmen und mehr als zwei Dutzend Wohngebäude beschädigt worden. Weniamin Kondratjew, der Gouverneur der südrussischen Region Krasnodar, in der Noworossijsk liegt, erklärt auf Telegram, bei den Angriffen in der Region seien eine weitere Person getötet und mehrere andere verletzt worden.
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 502 insgesamt ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Betroffen gewesen seien mehrere russische Regionen. Wie viele der gegnerischen Drohnen entdeckt wurden oder ihr Ziel getroffen haben, teilt Russland nicht mit.
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 502 insgesamt ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Betroffen gewesen seien mehrere russische Regionen. Wie viele der gegnerischen Drohnen entdeckt wurden oder ihr Ziel getroffen haben, teilt Russland nicht mit.
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Mathias Peer
Ukraine stoppt offenbar auf US-Bitte Angriffe auf Tanker im Hafen Noworossijsk
Die Ukraine hat einem Medienbericht zufolge auf Bitten der USA ihre Angriffe auf Öltanker eingestellt, die den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nutzen. Ende Juli habe US-Vizepräsident JD Vance die Regierung in Kiew darum gebeten, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf Regierungskreise in Kiew. Die US-Regierung sei alarmiert gewesen, dass die Ukraine durch den Beschuss die Ölmärkte weiter destabilisiere und US-Firmen schädige. Die Angriffe hatten Tankern gegolten, die über ein Terminal des Caspian Pipeline Consortiums (CPC) im Hafen Noworossijsk Rohöl aus Kasachstan an Bord nehmen.
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