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Montag, 27. Juli 2026
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Spanien: „Mallorca am Limit“: Proteste gegen Massentourismus

Medienspektrum

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27. Juli
Neues Deutschland

Massentourismus | Mallorca: Weniger Touristen, mehr Mietwohnungen

- Kommentare - Massentourismus Mallorca: Weniger Touristen, mehr Mietwohnungen Der Massentourismus muss begrenzt werden. Diese Einsicht hat sich längst herumgesprochen. Bisher greifen die Maßnahmen zu wenig. Ein Kommentar. Der Massentourismus muss begrenzt werden. Diese Einsicht hat sich in den Ländern mit Destinationen, in denen es den sogenannten Overtourism gibt, längst herumgesprochen. Der Begriff beschreibt eine Lage, in der die Ballung von Touristen die Kapazitätsgrenzen sprengt und die Belastbarkeit übersteigt. Mallorca, wo es am Sonntag in der Inselhauptstadt Palma erneut zu einem Protest gegen Massentourismus unter dem Motto »Menys Turisme, Més Vida« (Weniger Tourismus, mehr Leben) kam, gehört zweifellos zu einer von Overtourism betroffenen Region, das gilt aber auch für die Kanaren oder für Städte wie Barcelona oder Venedig neben vielen anderen. In Mallorca ging die Bevölkerung auf die Straße, weil sich viele die Mieten nicht mehr leisten können. Nicht nur dort wird Wohnraum knapper, weil es massenhaft Umwidmungen zu Ferienwohnungen gibt, ob die von den Neueigentümern selbst im Urlaub genutzt oder an Touristen vermietet werden, macht für die Einheimischen keinen Unterschied. Mallorcas konservative Regierung agiert nur zaghaft: Ein Verbot neuer Ferienwohnungen in Mehrfamilienhäusern wurde verhängt und eine Obergrenze für Autos ist geplant. Der beispiellosen Wohnungskrise mit laut Organisatoren mehr als 100 000 auf Mallorca legal und illegal touristisch genutzten Wohnungen lässt sich so nicht beikommen. Barcelona ist radikaler. Dort wurde die Touristensteuer verdoppelt. Mindestens 25 Prozent der Mehreinnahmen sollen für Maßnahmen gegen den Wohnungsmangel genutzt werden. Und ab 2028 soll das Geschäftsmodell von Airbnb & Co. komplett verboten werden. Außerdem gilt schon seit 2015 eine Obergrenze von 170 000 Betten – vom Jugendherbergsbett bis zum Luxus-Ferienappartement. Am Overtourism hat das noch nichts geändert, allerdings gab es in Ansätzen die gewünschte Verlagerung raus aus der Innenstadt. Patentrezepte zur Begrenzung und Steuerung des Massentourismus gibt es nicht. Der Slogan »Menys Turisme, Més Vida« sollte der Politik als Richtschnur dienen. Tourismus zu Lasten der Einwohner ist keine nachhaltige Lösung. Die Proteste sind mehr als berechtigt. Sie sind eine zwingende Aufforderung zur besseren Regulierung des Tourismus. Wir stehen zum Verkauf. Aber nur an unsere Leser*innen. Die »nd.Genossenschaft« gehört denen, die sie lesen und schreiben. Sie sichern mit ihrem Beitrag, dass unser Journalismus für alle zugänglich bleibt – ganz ohne Medienkonzern, Milliardär oder Paywall. Dank Ihrer Unterstützung können wir: → unabhängig und kritisch berichten → übersehene Themen in den Fokus rücken → marginalisierten Stimmen eine Plattform geben → Falschinformationen etwas entgegensetzen → linke Debatten anstoßen und weiterentwickeln Mit »Freiwillig zahlen« oder einem Genossenschaftsanteil machen Sie den Unterschied. Sie helfen, diese Zeitung am Leben zu halten. Damit nd.bleibt.

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27. Juli
ZDF heute

Mallorca: Erneut Proteste gegen Massentourismus

Einwohner fordern Besuchergrenze:Mallorca: Erneut Proteste gegen Massentourismus Auf Mallorca protestieren zahlreiche Einwohner auch in diesem Sommer wieder gegen zu viele Urlauber. Tausende prangerten bei einer Demo die Wohnungsnot und Umweltprobleme an. Tausende Menschen sind auf Mallorca gegen den Massentourismus auf die Straßen gezogen. Die Demonstranten versammelten sich am Abend zunächst auf der Plaza de España im Zentrum von Palma, der Hauptstadt der spanischen Mittelmeerinsel. Von dort zog der Demonstrationszug durch die Innenstadt zur Kathedrale, wo später am Abend ein Manifest verlesen werden sollte. Die Initiative "Menys Turisme, Més Vida" (Weniger Tourismus, mehr Leben) hatte unter dem Motto "Mallorca am Limit" bereits das dritte Jahr in Folge auf der vor allem bei Touristen aus Deutschland und Großbritannien beliebten Insel zum Protest aufgerufen - und mit bis zu 40.000 Teilnehmern gerechnet. Die mallorquinische Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten derweil auf 25.000. Auf Mallorca nimmt der Tourismus überhand. Einheimische erkennen ihre Heimat kaum wieder, Wohnraum ist rar und teuer. Bereits im vergangenen Sommer regte sich Protest, wie heute in Europa berichtete. 20.05.2025 | 2:06 minViele Teilnehmer trugen selbstgebastelte Plakate. "Mallorca overbooked" oder "Keine Kapazität mehr" stand unter anderem darauf. Ein Jahr vor den Regionalwahlen auf den Balearen wolle man seine Meinung kundtun, sagte ein Sprecher der Veranstalter vor Journalisten. Der Zeitpunkt sei bewusst mit Blick auf die aktuelle Hauptreisezeit gewählt worden. Ende Juli und Anfang August gelten als die Wochen mit den meisten Urlaubern auf der Baleareninsel. Protestler beklagen Wohnungsnot, Staus, Schmutz und Lärm Die zentrale Forderung ist eine Begrenzung der Besucherzahl. Die steigende Zahl der Urlauber und der Ferienwohnungen wird für die schlimme Wohnungsnot verantwortlich gemacht. Die Organisatoren der Protestaktion beklagen, dass viele Menschen mit einem normalen Einkommen sich auf der Insel kaum noch eine Wohnung leisten können. Abzocke mit Fake-Ferienwohnungen auf Mallorca. Die Masche: Urlauber buchen eine Unterkunft, zahlen, doch vor Ort gibt es keine Wohnung. Die tatsächlichen Bewohner der Adresse sind ahnungslos. 11.08.2025 | 5:39 minNachbarschaftsverbände, Umweltschutzgruppen und andere Organisationen führen aber auch Probleme wie Verschmutzung, Staus und Lärm sowie die Zerstörung der Natur auf den Massentourismus zurück. Bei der Kundgebung sollte die deutsch-mallorquinische Sängerin Maria Hein die Mallorca-Hymne "La Balanguera" singen. Nennenswerte Zwischenfälle oder Angriffe mit Wasserspritzpistolen auf Urlauber, wie sie bei früheren Protesten in Barcelona oder Madrid vorgekommen waren, wurden zunächst in Palma nicht gemeldet. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zu Spanien - LiveblogWaldbrände in Südeuropa:Brände bei Bordeaux: "Rauchige Luft kratzt in den Augen" - Nach Sieg gegen Argentinien:Spaniens Weltmeister feiern Titel mit Riesenparty in Madridmit Video2:14 - Reisen werden einfacher:Keine Grenzkontrollen mehr zwischen Gibraltar und SpanienBrigitte Müller, Gibraltarmit Video2:13 - Reisebudget im Rahmen halten:Wo man in Europa günstig Urlaub machen kannvon Jenna Busannymit Video0:44

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27. Juli
Wirtschaftswoche

Wohnungsnot: Erneut Protest gegen Massentourismus auf Mallorca

Wohnungsnot: Erneut Protest gegen Massentourismus auf Mallorca Tausende Menschen sind auf Mallorca gegen den Massentourismus auf die Straßen gezogen. Die Demonstranten versammelten sich am Abend zunächst auf der Plaza de España im Zentrum von Palma, der Hauptstadt der spanischen Mittelmeerinsel. Von dort zog der Demonstrationszug durch die Innenstadt zur Kathedrale, wo später am Abend ein Manifest verlesen werden sollte. Die Initiative „Menys Turisme, Més Vida“ (Weniger Tourismus, mehr Leben) hatte unter dem Motto „Mallorca am Limit“ bereits das dritte Jahr in Folge auf der vor allem bei Touristen aus Deutschland und Großbritannien beliebten Insel zum Protest aufgerufen – und mit bis zu 40.000 Teilnehmern gerechnet. Die mallorquinische Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten derweil auf 25.000. Viele Teilnehmer trugen selbstgebastelte Plakate. „Mallorca overbooked“ oder „Keine Kapazität mehr“ stand unter anderem darauf. Ein Jahr vor den Regionalwahlen auf den Balearen wolle man seine Meinung kundtun, sagte ein Sprecher der Veranstalter vor Journalisten. Der Zeitpunkt sei bewusst mit Blick auf die aktuelle Hauptreisezeit gewählt worden. Ende Juli und Anfang August gelten als die Wochen mit den meisten Urlaubern auf der Baleareninsel. Protestler beklagen Wohnungsnot, Staus, Schmutz und Lärm Die zentrale Forderung ist eine Begrenzung der Besucherzahl. Die steigende Zahl der Urlauber und der Ferienwohnungen wird für die schlimme Wohnungsnot verantwortlich gemacht. Die Organisatoren der Protestaktion beklagen, dass viele Menschen mit einem normalen Einkommen sich auf der Insel kaum noch eine Wohnung leisten können. Nachbarschaftsverbände, Umweltschutzgruppen und andere Organisationen führen aber auch Probleme wie Verschmutzung, Staus und Lärm sowie für die Zerstörung der Natur auf den Massentourismus zurück. Bei der Kundgebung sollte die deutsch-mallorquinische Sängerin Maria Hein die Mallorca-Hymne „La Balanguera“ singen. Nennenswerte Zwischenfälle oder Angriffe mit Wasserspritzpistolen auf Urlauber, wie sie bei früheren Protesten in Barcelona oder Madrid vorgekommen waren, wurden zunächst in Palma nicht gemeldet.

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27. Juli
Tagesschau

Zehntausende protestieren gegen Massentourismus auf Mallorca

Auswirkungen auf Mallorca Zehntausende protestieren gegen Massentourismus "Mallorca am Limit" - Zehntausende Menschen haben unter diesem Motto gegen zu viele Touristen auf der spanischen Insel demonstriert. Sie fordern etwa, die Besucherzahl zu begrenzen. Besonders eng wird es auf dem Wohnungsmarkt. Mit Trommeln und Trillerpfeifen demonstrieren Zehntausende Mallorquiner am Sonntagabend in Palma de Mallorca gegen die Auswirkungen des Tourismus auf ihrer Insel - mitten in der Hauptsaison. Aufgerufen zu der Demonstration unter dem Motto "Mallorca am Limit" hat die Plattform "Weniger Tourismus, mehr Leben". Der Tourismus habe die Grenzen der Insel längst überschritten, erklärt ein Teilnehmer der Demo. "Wir Einheimischen müssen doch auch auf unserem Land leben können. Verkehr, Klimawandel, Abgase, verschwendete Ressourcen - mehr als genug Gründe, um auf die Straße zu gehen, zu sagen: 'Jetzt ist Schluss.'" "Touristen geht nach Hause" steht auf diesem Plakat, das ein Teilnehmer der Demo hochhält. Begrenzung der Besucherzahl gefordert Auf selbstgebastelten Plakaten steht "Mallorca overbooked", "Keine Kapazität mehr" oder "Der Touristen-Tsunami löscht uns aus". Ein Kreuzfahrtschiff aus Pappmaschee wird mahnend durch die Straßen getragen. Protest gegen ein Wirtschaftsmodell, das nach Ansicht der Veranstalter auf Mallorca außer Kontrolle geraten ist. Die Demonstranten fordern, den Tourismus zu reduzieren und die Besucherzahl zu begrenzen. "Wir erleben jeden Tag, wie die Ressourcen schwinden. Das betrifft uns wirklich alle", erklärt eine Mallorquinerin. "Wir glauben, ein anderes Tourismusmodell ist möglich. Diese Überfüllung muss nicht sein. Uns ist Qualität wichtiger als Masse." Beispiellose Wohnungskrise Auf Mallorca ist insbesondere die Situation auf dem Wohnungsmarkt sehr angespannt. Viele Beschäftigte im Tourismus, Einzelhandel oder Gesundheitswesen können sich auf der Insel oft nur ein WG-Zimmer leisten. Viele müssen auf Wohnwagensiedlungen oder Elendsviertel ausweichen. Inmitten einer beispiellosen Wohnungskrise, so die Organisatoren, würden mehr als 100.000 Wohnungen auf Mallorca touristisch genutzt - legal wie illegal. Vorsichtige Gegenmaßnahmen der konservativen Balearenregierung - wie das Verbot neuer Touri-Wohnungen in Mehrfamilienhäusern oder eine geplante Obergrenze für Autos - reichen ihnen nicht. "Ferienvermietung, Überfüllung: Wir kommen nicht mal mehr an den Strand. Der Winter mag den Mallorquinern gehören, der Sommer nicht", sagt eine Demonstrantin. "Wir protestieren, damit endlich wieder Ordnung in dieses Chaos kommt." So viele Touristen wie nie 2025 kamen mit mehr als 13 Millionen Touristen so viele wie nie zuvor nach Mallorca. Jetzt in der Hauptsaison ist es voll auf der Insel und es wird noch voller. Zur Sonnenfinsternis am 12. August wird ein enormer Besucheransturm erwartet. Für die Demonstrierenden ein weiteres Zeichen dafür, dass der Tourismus auf Mallorca Grenzen überschreitet.

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27. Juli
Tagesschau

Zehntausende protestieren gegen Massentourismus auf Mallorca

Auswirkungen auf Mallorca Zehntausende protestieren gegen Massentourismus "Mallorca am Limit" - Tausende Menschen haben unter diesem Motto gegen zu viele Touristen auf der spanischen Insel demonstriert. Sie fordern etwa die Besucherzahl zu begrenzen. Besonders eng wird es auf dem Wohnungsmarkt. Mit Trommeln und Trillerpfeifen demonstrieren Zehntausende Mallorquiner am Sonntagabend in Palma de Mallorca gegen die Auswirkungen des Tourismus auf ihrer Insel - mitten in der Hauptsaison. Aufgerufen zu der Demonstration unter dem Motto "Mallorca am Limit" hat die Plattform "Weniger Tourismus, mehr Leben". Der Tourismus habe die Grenzen der Insel längst überschritten, erklärt ein Teilnehmer der Demo. "Wir Einheimischen müssen doch auch auf unserem Land leben können. Verkehr, Klimawandel, Abgase, verschwendete Ressourcen - mehr als genug Gründe, um auf die Straße zu gehen, zu sagen: 'Jetzt ist Schluss.'" "Touristen geht nach Hause" steht auf diesem Plakat, das ein Teilnehmer der Demo hochhält. Begrenzung der Besucherzahl gefordert Auf selbstgebastelten Plakaten steht "Mallorca overbooked", "Keine Kapazität mehr" oder "Der Touristen-Tsunami löscht uns aus". Ein Kreuzfahrtschiff aus Pappmaschee wird mahnend durch die Straßen getragen. Protest gegen ein Wirtschaftsmodell, das nach Ansicht der Veranstalter auf Mallorca außer Kontrolle geraten ist. Die Demonstranten fordern, den Tourismus zu reduzieren und die Besucherzahl zu begrenzen. "Wir erleben jeden Tag, wie die Ressourcen schwinden. Das betrifft uns wirklich alle", erklärt eine Mallorquinerin. "Wir glauben, ein anderes Tourismusmodell ist möglich. Diese Überfüllung muss nicht sein. Uns ist Qualität wichtiger als Masse." Beispiellose Wohnungskrise Auf Mallorca ist insbesondere die Situation auf dem Wohnungsmarkt sehr angespannt. Viele Beschäftigte im Tourismus, Einzelhandel oder Gesundheitswesen können sich auf der Insel oft nur ein WG-Zimmer leisten. Viele müssen auf Wohnwagensiedlungen oder Elendsviertel ausweichen. Inmitten einer beispiellosen Wohnungskrise, so die Organisatoren, würden mehr als 100.000 Wohnungen auf Mallorca touristisch genutzt - legal wie illegal. Vorsichtige Gegenmaßnahmen der konservativen Balearenregierung - wie das Verbot neuer Touri-Wohnungen in Mehrfamilienhäusern oder eine geplante Obergrenze für Autos - reichen ihnen nicht. "Ferienvermietung, Überfüllung: Wir kommen nicht mal mehr an den Strand. Der Winter mag den Mallorquinern gehören, der Sommer nicht", sagt eine Demonstrantin. "Wir protestieren, damit endlich wieder Ordnung in dieses Chaos kommt." So viele Touristen wie nie 2025 kamen mit mehr als 13 Millionen Touristen so viele wie nie zuvor nach Mallorca. Jetzt in der Hauptsaison ist es voll auf der Insel und es wird noch voller. Zur Sonnenfinsternis am 12. August wird ein enormer Besucheransturm erwartet. Für die Demonstrierenden ein weiteres Zeichen dafür, dass der Tourismus auf Mallorca Grenzen überschreitet.

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