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Dienstag, 21. Juli 2026
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Neue Regierung in Großbritannien: Am Kabinettstisch in London wird es nordenglischer

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21. Juli
taz (Öko & Co)

Neue Regierung in Großbritannien: Am Kabinettstisch in London wird es nordenglischer

Neue Regierung in Großbritannien: Am Kabinettstisch in London wird es nordenglischer Labour-Premierminister Andy Burnham platziert enge Vertraute in der Regierung. Bei den wichtigsten Ministern gibt es Überraschungen. Nach seinem Amtsantritt am Montag hat der neue britische Premierminister Andy Burnham mit der Aufstellung seines Kabinetts begonnen. Es zog sich bis spät in die Nacht und hat zahlreiche Überraschungen gebracht. Die größte Überraschung ist der neue Finanzminister, mächtigstes Regierungsmitglied nach dem Premierminister. John Healey hatte niemand auf dem Schirm. Er war bis Mitte Juni Verteidigungsminister unter Keir Starmer gewesen und trat zurück, weil Starmer und die damalige Finanzministerin Rachel Reeves seiner Meinung nach den Verteidigungsetat nicht ausreichend finanzieren wollten. Nun sitzt Healey selber am Hebel und muss selber dafür sorgen, dass er die von ihm verlangte Drei-Prozent-Marke des BIP erreichen kann. In Finanzen unerfahren ist Healey nicht, denn er war bereits unter Tony Blair parlamentarischer Sekretär des damaligen Finanzministers Gordon Brown. Healey bestätigte nach seiner Berufung, dass er die Verteidigungsausgaben erhöhen werde, betonte jedoch gleichzeitig, dass finanzielle Glaubwürdigkeit das Fundament wirtschaftlicher Stabilität und nationaler Sicherheit darstelle. Gerüchte, Burnham habe im Gegenzug Rachel Reeves das Verteidigungsministerium angeboten und sie habe abgelehnt, blieben am Dienstag unbestätigt. Die bisherige Finanzministerin, bis zuletzt Keir Starmer treu, darf sich ab jetzt auf den Hinterbänken ausruhen. Ihre Schwester Ellie Reeves wird derweil neue Generalstaatsanwältin. Verteidigungsminister ohne Militärerfahrung Neuer Verteidigungsminister wird nun Wes Streeting – der allererste Starmer-Herausforderer, der sich nach den verlorenen Kommunalwahlen von Anfang Mai aus der Deckung wagte und als Gesundheitsminister zurücktrat. Streeting war potenzieller Kandidat für die Nachfolge Starmers, stellte seine Ambitionen jedoch im Interesse Burnhams zurück. Nun wird er Verteidigungsminister, obwohl er keinerlei Erfahrung in Sachen Militär und Verteidigung besitzt. Zwei in den Medien als Favoriten für das Amt des Finanzministers gehandelte Schwergewichte erhielten überraschend andere Aufgaben. Innenministerin Shabana Mahmood, die unter Starmer einen harten Kurs gegen illegale Einwanderung einschlug, bleibt im Amt. Damit bestätigt sich, dass es Burnham ernst meinte, als er in seinem Wahlkampf für den Wahlkreis Makerfield im Juni angegeben hatte, er wolle die Einwanderung noch weiter senken. Der zweite Favorit, Klima- und Energieminister Ed Miliband, wird jetzt Außenminister. Miliband gab nach seiner Ernennung zu verstehen, dass er sein Amt in Ehre seiner Eltern annehme, die als jüdische Flüchtlinge nach Großbritannien gekommen waren. Milibands Vater war der berühmte Denker und marxistische Soziologe Ralph Miliband, aus einer polnisch-jüdischen Familie, die 1922 nach Belgien ausgewandert war und 1940 vor den Deutschen fliehen musste. Die bisherige Außenministerin Yvette Cooper, ebenso wie Burnham ein Überbleibsel aus der Ära Tony Blair und Gordon Brown, bekommt den in Großbritannien sehr wichtigen Posten der Gesundheitsministerin, zuständig für das staatliche Gesundheitswesen NHS. Sie bekleidete schon früher Aufgaben im Gesundheitsministerium und gilt als seriös, erfahren und solide. Sie will sich für Verbesserungen in der Pflege und der Schwangeren- und Geburtenfürsorge einsetzen. Eine weitere Labour-Veteranin, Angela Eagle, wird Ministerin für Landwirtschaft. Pat McFadden, der einstige Wahlstratege Starmers und zwischen 2002 und 2005 – der Zeit des Irakkrieges – politischer Sekretär von Tony Blair, bleibt in seinem Amt als Arbeitsminister. Jonathan Reynolds, der bereits unter Starmer ein Jahr lang Wirtschaftsminister war und dann Labour-Fraktionschef wurde, kehrt auf dieses Ministeramt zurück. Gewerkschaftlerin als Fraktionschefin Neue Labour-Fraktionschefin im Unterhaus wird Anneliese Midgley, die den nordenglischen Wahlkreis Knowsley unweit von Burnhams eigenem in Merseyside vertritt und eher als Politneuling gilt – sie sitzt erst seit 2024 im Parlament und führte bisher die Arbeitsgruppe der Gewerkschaftler in der Fraktion. Die enge Burnham-Vertraute Louise Haigh, die als Verkehrsministerin unter Starmer wegen einer Falschaussage vor Gericht zurücktreten musste, kehrt in die Regierung auf einem zentralen organisatorischen Posten zurück: Sie wird Leiterin der parlamentarischen Regierungsgeschäfte im Unterhaus. Eine andere Burnham-Vertraute, die stellvertretende Parteichefin Lucy Powell, erhält das Bildungsministerium. Ihr Ministerium wird aufgeteilt, den Teil für Frauen und Gleichberechtigung behält die bisherige Ministerin Bridget Phillipson, jetzt mit Kabinettsrang. Angela Rayner, ehemalige stellvertretende Premierministerin und Parteichefin, die 2025 wegen Steuerhinterziehung zum Rücktritt gezwungen worden war und seitdem Front gegen Starmer machte, kehrt auf ihren alten Posten als Wohnungsministerin zurück. Ihre Steuerprobleme hat sie mittlerweile geregelt. Ein massives Sozialwohnungsbauprogramm gehört zu Burnhams Vorhaben. Passend zu Andy Burnhams Betonung, er wolle Macht weg von London dezentralisieren, gehen die meisten wichtigen Ministerposten an Abgeordnete für nord- und mittelenglische Wahlkreise. Politisch ist das Kabinett eine Mischung aus dem gemäßigt linken Flügel der Partei, dem Burnham zugerechnet wird, und dem zentristischen rechten Flügel, der seine Machtübernahme förderte. Enge Starmer-Verbündete werden alle auf die Hinterbänke verbannt. Neben der bisherigen Finanzministerin Rachel Reeves sind das etwa der bisherige Justiz- und vorherige Außenminister David Lammy und der bisherige Generalstaatsanwalt Richard Hermer. Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen meistkommentiert

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21. Juli
Handelsblatt

Neue Regierung: Britischer Premier beruft Kabinett – Telefonat mit Trump

Neue Regierung: Britischer Premier beruft Kabinett – Telefonat mit Trump London. Der neue britische Premierminister verliert keine Zeit – kurz nach seiner Ernennung hat Andy Burnham das Kabinett neu geordnet. Überraschend machte der 56-Jährige, der am Montag von König Charles III. mit der Regierungsbildung beauftragt worden war, den früheren Verteidigungsminister John Healey zum Finanzminister. Healey hatte das Kabinett im Juni aus Protest gegen den Kurs von Burnhams Vorgänger Keir Starmer verlassen. Vor allem ging es um die Höhe der Verteidigungsausgaben, die ihn nun auch in seiner neuen Rolle weiter beschäftigen dürfte. Die Berufung zum „Chancellor of the Exchequer“ sei „die größte Ehre“, sagte der erfahrene Minister. „Gemeinsam werden wir eine neue Wirtschaft aufbauen, neue Hoffnung schaffen und die Interessen der arbeitenden Menschen in diesem Land voranbringen.“ Ebenso überraschend wurde in der Nacht der ehemalige Gesundheitsminister Wes Streeting als Verteidigungsminister berufen. Streeting galt kurzzeitig als Rivale für Burnham um den Parteivorsitz, hatte sich aber nach dessen Einzug ins Parlament aus dem Rennen zurückgezogen. Auf der Plattform X versicherte der neue Verteidigungsminister: „Wir werden sicherstellen, dass unsere Streitkräfte über die notwendigen Ressourcen verfügen, und unseren internationalen Verbündeten, insbesondere der Ukraine, entschlossen zur Seite stehen.“ Zur Lage im Iran-Krieg und in der Straße von Hormus äußerte er sich in der Mitteilung nicht. Große Änderungen an der Verteidigungs- und Außenpolitik werden aber unter der neuen Regierung nicht erwartet. Alte Bekannte kehren zurück Neuer Außenminister ist der bisherige Energieminister und ehemalige Labour-Parteivorsitzende Ed Miliband, der zwischenzeitlich für den Posten des Finanzministers gehandelt wurde. Sein älterer Bruder, David Miliband, war bereits zuvor Außenminister im Kabinett von Premier Gordon Brown. Für Ed Miliband musste nun die bisherige Chefin im Foreign Office, Yvette Cooper, weichen. Sie ist jetzt Gesundheitsministerin. Innenministerin bleibt Shabana Mahmood. Mit Angela Rayner kehrt zudem ein bekanntes Gesicht der Partei-Linken als Wohnungsbauministerin zurück. Diese Rolle hatte sie bereits unter Keir Starmer von 2024 bis 2025 inne. In dieser Zeit war sie auch Starmers Vize, musste aber wegen einer Steueraffäre zurücktreten. Inzwischen ist sie vom Verdacht der Steuerhinterziehung entlastet. Etliche Vertraute von Starmer spielen unter dem neuen Regierungschef dagegen künftig keine große Rolle mehr, darunter der frühere Vize-Regierungschef und Justizminister David Lammy und die bisherige Finanzministerin Rachel Reeves. „Ich wäre stolz gewesen, weiterhin im Kabinett zu dienen. Aber ein neuer Premierminister hat das Recht, sein eigenes Team zusammenzustellen“, sagte Lammy der Nachrichtenagentur PA zufolge. Telefonat mit Trump Eine der ersten offiziellen Amtshandlungen des neuen Premiers war ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Unter Starmer war das Verhältnis der Downing Street zum Weißen Haus merklich abgekühlt, was vor allem aber an Trump lag. Auf Truth Social versicherte der US-Präsident nun, das Gespräch mit Burnham sei „sehr gut“ verlaufen. „Der Premierminister hat eine große Aufgabe vor sich, aber er wird sie meistern können, und natürlich werden die USA ihm dabei zur Seite stehen!“ In einer Mitteilung der Downing Street zu dem Telefonat hieß es, bei der Darlegung seiner Vision als Premier des Vereinigten Königreichs habe Burnham erklärt, „dass sein Schwerpunkt auf der Reindustrialisierung des gesamten Landes liegen werde“. Zudem habe Burnham sein Engagement für Verteidigung und Sicherheit bekräftigt. Die Gewährleistung der Sicherheit des Vereinigten Königreichs und seiner Verbündeten habe für ihn oberste Priorität. Konkret ging es in dem Gespräch laut Trump um „Nordseeöl, Handel, das Militärbündnis, die Minenräumung in der Straße von Hormus und viele andere Themen“. Auch werde man sich „in nicht allzu ferner Zukunft treffen, um Themen von gemeinsamem Interesse zu erörtern“. Burnham habe seinerseits die Hoffnung geäußert, „dem Präsidenten bei einem künftigen Besuch zeigen zu können, was Manchester zu bieten hat“, teilte ein Sprecher mit Blick auf Burnhams vorheriges Amt als Bürgermeister von Greater Manchester mit. Der US-Präsident hatte vor kurzem noch Zweifel an Burnham geäußert und ihn als „Bürgermeister einer Kleinstadt“ und „extrem liberal“ bezeichnet. Später äußerte er seine Hoffnung, Burnham könne als Premier wieder Öl- und Gasbohrungen in der Nordsee erlauben. Verwandte Themen Gespräch mit Macron und Einladung von Merz In einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron ging es laut der Downing Street auch um die Notwendigkeit, die Ukraine weiterhin zu unterstützen, unter anderem durch die gemeinsame Leitung der sogenannten Koalition der Willigen. Burnham telefonierte ebenfalls mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. In Bezug auf den Nahen Osten waren sich Macron und Burnham den Angaben zufolge einig, dass die Bemühungen um eine Deeskalation fortgesetzt und die Straße von Hormus wieder geöffnet werden müssen. Auf der Plattform X äußerte Macron zudem den Wunsch, dass die Beziehungen zwischen Großbritannien und Frankreich auch den Beziehungen der Briten zur Europäischen Union wieder „neuen Schwung“ verleihen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Burnham am Montagmittag gratuliert. „Das Vereinigte Königreich und Deutschland sind einander enge Verbündete und Partner“, schrieb Merz. „Gerade in diesen Zeiten beweist sich unsere tiefe Verbundenheit. Sehr gern möchte ich mich mit Ihnen zu den vor uns liegenden Herausforderungen austauschen und lade Sie daher gern zu einem baldigen Besuch nach Berlin ein.“

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21. Juli
ZDF heute

Neuer britischer Premier stellt sein Kabinett auf

Andy Burnham ersetzt Keir Starmer:Neuer britischer Premier stellt sein Kabinett auf Andy Burnham setzt von Beginn an auf Tempo: Der neue britische Premierminister bildet kurz nach seiner Ernennung sein Kabinett - mit überraschenden Personalentscheidungen. Wenige Stunden nach seiner Ernennung hat der britische Premierminister Andy Burnham das Kabinett neu geordnet. Der 56-Jährige, der am Vormittag von König Charles III. mit der Regierungsbildung beauftragt worden war, machte überraschend unter anderem den früheren Verteidigungsminister John Healey zum Finanzminister. Healey hatte das Kabinett im Juni aus Protest gegen den Kurs von Burnhams Vorgänger Keir Starmer verlassen. Die Berufung zum sogenannten "Chancellor of the Exchequer" sei "die größte Ehre", sagte der erfahrene Minister. "Gemeinsam werden wir eine neue Wirtschaft aufbauen, neue Hoffnung schaffen und die Interessen der arbeitenden Menschen in diesem Land voranbringen." Neuer Außenminister ist der bisherige Energieminister Ed Miliband, die bisherige Chefin im Foreign Office, Yvette Cooper, ist jetzt Gesundheitsministerin. Innenministerin bleibt Shabana Mahmood. Großbritannien hat einen neuen Premierminister: Labour-Chef Andy Burnham. Er soll das Land aus der Krise führen. Für die Briten ist es der siebte Regierungschef in zehn Jahren. 20.07.2026 | 2:18 minAlte und neue Gesichter Am Abend und in der Nacht wurden weitere Personalien bekannt. Der ehemalige Gesundheitsminister Wes Streeting ist neuer Verteidigungsminister, Alex Norris übernimmt das Justizministerium, Angela Eagle das Umweltministerium, Miatta Fahnbulleh ist neue Energieministerin. Streeting galt kurzzeitig als Rivale für Burnham um den Parteivorsitz, hatte sich aber nach dessen Einzug ins Parlament aus dem Rennen zurückgezogen. Angela Rayner ist neue Wohnungsbauministerin, Jonathan Reynolds ist Wirtschaftsminister und Lucy Powell Bildungsministerin. Anneliese Midgley wurde zur Fraktionsvorsitzenden der Labour-Partei ernannt. Lisa Nandy bleibt als Kulturministerin. Etliche Vertraute von Starmer spielen unter dem neuen Regierungschef dagegen künftig keine große Rolle mehr, darunter der frühere Vize-Regierungschef und Justizminister David Lammy und die bisherige Finanzministerin Rachel Reeves. "Ich wäre stolz gewesen, weiterhin im Kabinett zu dienen. Aber ein neuer Premierminister hat das Recht, sein eigenes Team zusammenzustellen", sagte Lammy der Nachrichtenagentur PA zufolge. Der neue Labour-Parteivorsitzende Andy Burnham wurde heute zum neuen Premierminister Englands ernannt. ZDF-Korrespondentin Hilke Petersen berichtet. 20.07.2026 | 1:18 minBurnham telefoniert mit Trump Eine der ersten offiziellen Amtshandlungen des neuen Premiers war ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Unter Starmer war das Verhältnis der Downing Street zum Weißen Haus merklich abgekühlt, was vor allem aber an Trump lag. Der Premierminister habe die Hoffnung geäußert, "dem Präsidenten bei einem künftigen Besuch zeigen zu können, was Manchester zu bieten hat", teilte ein Sprecher mit Blick auf Burnhams vorheriges Amt als Bürgermeister von Greater Manchester mit. Trump war zuletzt im September 2025 von König Charles III. zum Staatsbesuch empfangen worden. Bei der Darlegung seiner Vision als Premierminister des Vereinigten Königreichs habe Burnham erklärt, "dass sein Schwerpunkt auf der Reindustrialisierung des gesamten Landes liegen werde", hieß es in der Mitteilung der Downing Street. Außerdem habe Burnham sein Engagement für Verteidigung und Sicherheit bekräftigt. Die Gewährleistung der Sicherheit des Vereinigten Königreichs und seiner Verbündeten habe oberste Priorität auf seiner politischen Agenda, wurde Trump demnach gesagt. Nach dem Rücktritt von Keir Starmer wurde der neue Labour-Parteivorsitzende Andy Burnham zum Premierminister ernannt. 20.07.2026 | 1:31 minTelefonat mit Selenskyj, Einladung von Merz Auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefonierte Burnham. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Burnham am Mittag gratuliert. "Das Vereinigte Königreich und Deutschland sind einander enge Verbündete und Partner", schrieb Merz. "Gerade in diesen Zeiten beweist sich unsere tiefe Verbundenheit. Sehr gern möchte ich mich mit Ihnen zu den vor uns liegenden Herausforderungen austauschen und lade Sie daher gern zu einem baldigen Besuch nach Berlin ein." Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zu Andy Burnham - Diese fünf Punkte will er ändern:Großbritannien: Andy Burnham ist neuer PremierministerSonja Dawson, Londonmit Video2:18 - Designierter Premierminister :Großbritannien: Wer ist Andy Burnham?Hilke Petersen, Londonmit Video2:00 - Britische Regierungspartei:Andy Burnham ist neuer Labour-Chef: Der Hoffnungsträgermit Video0:36 - Debatte um Labour-Führung:Hat Andy Burnham eine neue Vision für Großbritannien?von Sonja Dawsonmit Video1:38

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21. Juli
Die Welt (Politik)

Burnham sorgt für Überraschung bei Ministerposten – Telefonate mit Merz und Trump

Burnham sorgt für Überraschung bei Ministerposten – Telefonate mit Merz und Trump Andy Burnham ist offiziell britischer Premierminister. Er nutzt seine ersten Stunden im Amt für Telefonate mit hochrangigen Regierungschefs und eine Neuordnung des Kabinetts. Etliche Vertraute seines Vorgängers spielen keine Rolle mehr. Wenige Stunden nach seiner Ernennung hat der britische Premierminister Andy Burnham das Kabinett neu geordnet. Der 56-Jährige, der am Vormittag von König Charles III. mit der Regierungsbildung beauftragt worden war, machte überraschend unter anderem den früheren Verteidigungsminister John Healey zum Finanzminister. Healey hatte das Kabinett im Juni aus Protest gegen den Kurs von Burnhams Vorgänger Keir Starmer verlassen. Die Berufung zum sogenannten „Chancellor of the Exchequer“ sei „die größte Ehre“, sagte der erfahrene Minister. „Gemeinsam werden wir eine neue Wirtschaft aufbauen, neue Hoffnung schaffen und die Interessen der arbeitenden Menschen in diesem Land voranbringen.“ Neuer Außenminister ist der bisherige Energieminister Ed Miliband, die bisherige Chefin im Foreign Office, Yvette Cooper, ist jetzt Gesundheitsministerin. Innenministerin bleibt Shabana Mahmood. Am Abend und in der Nacht wurden weitere Personalien bekannt. Der ehemalige Gesundheitsminister Wes Streeting ist neuer Verteidigungsminister, Alex Norris übernimmt das Justizministerium, Angela Eagle das Umweltministerium, Miatta Fahnbulleh ist neue Energieministerin. Streeting galt kurzzeitig als Rivale für Burnham um den Parteivorsitz, hatte sich aber nach dessen Einzug ins Parlament aus dem Rennen zurückgezogen. Angela Rayner ist neue Wohnungsbauministerin, Jonathan Reynolds ist Wirtschaftsminister und Lucy Powell Bildungsministerin. Anneliese Midgley wurde zur Fraktionsvorsitzenden der Labour-Partei ernannt. Lisa Nandy bleibt als Kulturministerin. Etliche Vertraute von Starmer spielen unter dem neuen Regierungschef dagegen künftig keine große Rolle mehr, darunter der frühere Vize-Regierungschef und Justizminister David Lammy und die bisherige Finanzministerin Rachel Reeves. „Ich wäre stolz gewesen, weiterhin im Kabinett zu dienen. Aber ein neuer Premierminister hat das Recht, sein eigenes Team zusammenzustellen“, sagte Lammy der Nachrichtenagentur PA zufolge. Telefonat mit Trump, Einladung nach Berlin von Merz Eine der ersten offiziellen Amtshandlungen des neuen Premiers war ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Unter Starmer war das Verhältnis der Downing Street zum Weißen Haus merklich abgekühlt, was vor allem aber an Trump lag. Der Premierminister habe die Hoffnung geäußert, „dem Präsidenten bei einem künftigen Besuch zeigen zu können, was Manchester zu bieten hat“, teilte ein Sprecher mit Blick auf Burnhams vorheriges Amt als Bürgermeister von Greater Manchester mit. Trump war zuletzt im September 2025 von König Charles III. zum Staatsbesuch empfangen worden. Bei der Darlegung seiner Vision als Premierminister des Vereinigten Königreichs habe Burnham erklärt, „dass sein Schwerpunkt auf der Reindustrialisierung des gesamten Landes liegen werde“, hieß es in der Mitteilung der Downing Street. Außerdem habe Burnham sein Engagement für Verteidigung und Sicherheit bekräftigt. Die Gewährleistung der Sicherheit des Vereinigten Königreichs und seiner Verbündeten habe oberste Priorität auf seiner politischen Agenda, wurde Trump demnach gesagt. Auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefonierte Burnham. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Burnham am Mittag gratuliert. „Das Vereinigte Königreich und Deutschland sind einander enge Verbündete und Partner“, schrieb Merz. „Gerade in diesen Zeiten beweist sich unsere tiefe Verbundenheit. Sehr gern möchte ich mich mit Ihnen zu den vor uns liegenden Herausforderungen austauschen und lade Sie daher gern zu einem baldigen Besuch nach Berlin ein.“ Noch am selben Tag telefonierten Trump und Burnham miteinander. Beide hätten den Wunsch ausgedrückt, die enge Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern fortzusetzen und auch die Umsetzung des Vertrags von Kensington weiter voranzutreiben, erklärte die Bundesregierung am Abend. Den deutsch-britischen Freundschaftsvertrag hatte Merz am 17. Juli 2025 mit Vorgänger Starmer in London unterzeichnet. Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg waren sich Merz und Burnham den Angaben zufolge einig, „die Ukraine weiter umfassend zu unterstützen und den Druck auf Russland zu erhöhen“. Das Ziel blieben ernsthafte Verhandlungen, um einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen.

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20. Juli
Deutschlandfunk

Großbritannien - Premierminister Burnham vergibt Schlüsselposten im Kabinett

Healey hatte das Kabinett vor ein paar Wochen aus Protest gegen den Kurs von Burnhams Vorgänger Starmer verlassen. Außenminister wird der bisherige Energieminister Miliband, der von 2010 bis 2015 Labour-Parteichef war. Innenministerin bleibt Shabana Mahmood. Die bisherige Finanzministerin Reeves und der frühere Vize-Regierungschef und Justizminister Lammy wurden von Burnham entlassen. Der Sozialdemokrat war am Nachmittag von König Charles zum neuen Premierminister ernannt worden. Burnham kündigt Reformvorhaben an In seiner Antrittsrede erklärte der frühere Bürgermeister des Großraums Manchester die Reform des Pflegesystems zu einem zentralen Thema seiner Amtszeit. Der derzeitige Status sei nicht zu rechtfertigen und müsse in Ordnung gebracht werden, sagte Burnham. Die Finanzierung der Langzeitpflege ist ein seit Jahren ungelöstes Problem in Großbritannien. Der Premier kündigte eine offene Debatte mit der Bevölkerung darüber an, wie die Kosten künftig getragen werden sollten. Zudem will Burnham das Bildungssystem reformieren, die Industrie stärken und neue Sozialwohnungen bauen lassen. Außerdem erklärte er, Großbritannien werde die Ukraine im Krieg gegen Russland weiterhin unterstützen. Gratulation aus Brüssel und Berlin EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gratulierte Burnham zum Amtsantritt und erklärte, sie freue sich auf eine stärkere Partnerschaft mit Großbritannien. Bundeskanzler Merz betonte die tiefe Verbundenheit mit dem Land. Burnham folgt auf Starmer, der im Juni wegen schlechter Ergebnisse bei den Regional- und Kommunalwahlen zurückgetreten war. Der frühere Bürgermeister von Manchester war am vergangenen Freitag zum neuen Labour-Vorsitzenden gewählt worden. Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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20. Juli
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Großbritannien: Britischer Premier beruft Kabinett und telefoniert mit Trump

Wenige Stunden nach seiner Ernennung hat der britische Premierminister Andy Burnham das Kabinett neu geordnet. Der 56-Jährige, der am Vormittag von König Charles III. mit der Regierungsbildung beauftragt worden war, machte überraschend unter anderem den früheren Verteidigungsminister John Healey zum Finanzminister. Healey hatte das Kabinett im Juni aus Protest gegen den Kurs von Burnhams Vorgänger Keir Starmer verlassen. Die Berufung zum sogenannten „Chancellor of the Exchequer“ sei „die größte Ehre“, sagte der erfahrene Minister. „Gemeinsam werden wir eine neue Wirtschaft aufbauen, neue Hoffnung schaffen und die Interessen der arbeitenden Menschen in diesem Land voranbringen.“ Neuer Außenminister ist der bisherige Energieminister Ed Miliband, die bisherige Chefin im Foreign Office, Yvette Cooper, ist jetzt Gesundheitsministerin. Innenministerin bleibt Shabana Mahmood. Alte und neue Gesichter Am Abend und in der Nacht wurden weitere Personalien bekannt. Der ehemalige Gesundheitsminister Wes Streeting ist neuer Verteidigungsminister, Alex Norris übernimmt das Justizministerium, Angela Eagle das Umweltministerium, Miatta Fahnbulleh ist neue Energieministerin. Streeting galt kurzzeitig als Rivale für Burnham um den Parteivorsitz, hatte sich aber nach dessen Einzug ins Parlament aus dem Rennen zurückgezogen. Angela Rayner ist neue Wohnungsbauministerin, Jonathan Reynolds ist Wirtschaftsminister und Lucy Powell Bildungsministerin. Anneliese Midgley wurde zur Fraktionsvorsitzenden der Labour-Partei ernannt. Lisa Nandy bleibt als Kulturministerin. Etliche Vertraute von Starmer spielen unter dem neuen Regierungschef dagegen künftig keine große Rolle mehr, darunter der frühere Vize-Regierungschef und Justizminister David Lammy und die bisherige Finanzministerin Rachel Reeves. „Ich wäre stolz gewesen, weiterhin im Kabinett zu dienen. Aber ein neuer Premierminister hat das Recht, sein eigenes Team zusammenzustellen“, sagte Lammy der Nachrichtenagentur PA zufolge. Telefonat mit Trump, Einladung von Merz Eine der ersten offiziellen Amtshandlungen des neuen Premiers war ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Unter Starmer war das Verhältnis der Downing Street zum Weißen Haus merklich abgekühlt, was vor allem aber an Trump lag. Der Premierminister habe die Hoffnung geäußert, „dem Präsidenten bei einem künftigen Besuch zeigen zu können, was Manchester zu bieten hat“, teilte ein Sprecher mit Blick auf Burnhams vorheriges Amt als Bürgermeister von Greater Manchester mit. Trump war zuletzt im September 2025 von König Charles III. zum Staatsbesuch empfangen worden. Bei der Darlegung seiner Vision als Premierminister des Vereinigten Königreichs habe Burnham erklärt, „dass sein Schwerpunkt auf der Reindustrialisierung des gesamten Landes liegen werde“, hieß es in der Mitteilung der Downing Street. Außerdem habe Burnham sein Engagement für Verteidigung und Sicherheit bekräftigt. Die Gewährleistung der Sicherheit des Vereinigten Königreichs und seiner Verbündeten habe oberste Priorität auf seiner politischen Agenda, wurde Trump demnach gesagt. Auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij telefonierte Burnham. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Burnham am Mittag gratuliert. „Das Vereinigte Königreich und Deutschland sind einander enge Verbündete und Partner“, schrieb Merz. „Gerade in diesen Zeiten beweist sich unsere tiefe Verbundenheit. Sehr gern möchte ich mich mit Ihnen zu den vor uns liegenden Herausforderungen austauschen und lade Sie daher gern zu einem baldigen Besuch nach Berlin ein.“

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20. Juli
Tagesschau

Großbritanniens neuer Premier Burnham bildet Kabinett um

Regierungswechsel Großbritanniens neuer Premier bildet Kabinett um Nach seiner Ernennung zum britischen Premier hat der Labour-Politiker Burnham Ministerposten neu besetzt. Mehrere Vertraute seines Vorgängers Starmer müssen das Kabinett verlassen. Ex-Parteichef Miliband wurde überraschend Außenminister. Großbritanniens neuer Premierminister Andy Burnham hat bei der Bildung seines Kabinetts Schlüsselressorts neu besetzt. Ex-Verteidigungsminister übernimmt Finanzressort Das Finanzressort geht an John Healey, den ehemaligen Verteidigungsminister, der die vorangegangene Regierung vor einigen Wochen wegen der Finanzierungspläne für sein Ressort verlassen hatte. Er folgt auf Rachel Reeves, die als loyale Unterstützerin des Ex-Premiers das Kabinett verlässt. Healeys Ernennung zum Finanzminister kam überraschend, da der bisherigen Minister für Energiesicherheit und früheren Labour-Chef Ed Miliband als Favorit für den Posten gegolten hatte. Ex-Parteichef wird überraschend Außenminister Miliband übernimmt stattdessen nun das Außenministerium. Er tritt die Nachfolge von Yvette Cooper an,die nun das Gesundheitsressort übernimmt. Shabana Mahmood bleibt Innenministerin. Der ehemalige Gesundheitsminister Wes Streeting ist neuer Verteidigungsminister, Alex Norris übernimmt das Justizministerium, Angela Eagle das Umweltministerium, Miatta Fahnbulleh ist neue Energieministerin. Angela Rayner ist neue Wohnungsbauministerin, Jonathan Reynolds ist Wirtschaftsminister und Lucy Powell Bildungsministerin. Anneliese Midgley wurde zur Fraktionsvorsitzenden der Labour-Partei ernannt. Lisa Nandy bleibt als Kulturministerin. Etliche Vertraute von Starmer spielen unter dem neuen Regierungschef dagegen künftig keine große Rolle mehr, darunter der frühere Vize-Regierungschef und Justizminister David Lammy und die bisherige Finanzministerin Rachel Reeves.

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20. Juli
Deutschlandfunk

Großbritannien - Premierminister Burnham vergibt Schlüsselposten im Kabinett

Healey hatte das Kabinett vor ein paar Wochen aus Protest gegen den Kurs von Burnhams Vorgänger Starmer verlassen. Außenminister wird der bisherige Energieminister Miliband, der von 2010 bis 2015 Labour-Parteichef war. Innenministerin bleibt Shabana Mahmood. Die bisherige Finanzministerin Reeves und der frühere Vize-Regierungschef und Justizminister Lammy wurden von Burnham entlassen. Der Sozialdemokrat war am Nachmittag von König Charles zum neuen Premierminister ernannt worden. Burnham kündigt Reformvorhaben an In seiner Antrittsrede kündigte der frühere Bürgermeister des Großraums Manchester unter anderem eine Reform des Bildungssystems, eine Stärkung der Industrie und den Bau von Sozialwohnungen an. Außerdem erklärte er, Großbritannien werde die Ukraine im Krieg gegen Russland weiterhin unterstützen. Burnham betonte, die Menschen hätten die Nase voll von der Politik. Die Politiker müssten wieder bessere Arbeit machen. Gratulation aus Brüssel und Berlin EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gratulierte Burnham zum Amtsantritt und erklärte, sie freue sich auf eine stärkere Partnerschaft mit Großbritannien. Bundeskanzler Merz betonte die tiefe Verbundenheit mit dem Land. Burnham folgt auf Starmer, der im Juni wegen schlechter Ergebnisse bei den Regional- und Kommunalwahlen zurückgetreten war. Der frühere Bürgermeister von Manchester war am vergangenen Freitag zum neuen Labour-Vorsitzenden gewählt worden. Diese Nachricht wurde am 20.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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20. Juli
FAZ (Politik)

Burnhams Kabinett: Alter Haudegen wird neuer Schatzkanzler

Burnhams Kabinett : Alter Haudegen wird neuer Schatzkanzler Nach seiner Berufung zum Premierminister stellt Andrew Burnham sein Kabinett zusammen: Es gibt viele neue Ressorts für altbekannte Gesichter. Der neue britische Premierminister Andrew Burnham hat am Abend seines ersten Arbeitstages die wichtigsten Mitglieder seiner Regierung benannt. Das Amt des Finanzministers übernimmt John Healey, der erst vor wenigen Wochen als Verteidigungsminister aus dem Kabinett von Burnhams Vorgänger Keir Starmer ausgetreten war. Neuer Außenminister wird Edward Miliband, der bisher dem Ressort Energie und Klimaschutz vorstand; Chefin des Innenministeriums bleibt Shabana Mahmood. Healey muss nun eigene Kritik entkräften Die Berufung Healeys zu ihrem Nachfolger machte vorherige Mutmaßungen gegenstandslos, Burnham werde entweder Miliband oder Mahmood auf diese Schlüsselposition berufen. Da Miliband den linken Parteiströmungen nahesteht, Mahmood aber dem rechten Parteiflügel angehört, hatten sich damit gegenseitige Unterstellungen verbunden, die neue Regierung werde entweder die Verschuldung ausweiten oder einen strikten Sparkurs verfolgen. Healey muss nun stattdessen als Schatzkanzler (Finanzminister) jener Kritik begegnen, die er selbst noch vor kurzem an diesem Ressort geübt hatte. Er war als Verteidigungsminister zurückgetreten, weil ihm seiner Auffassung nach nicht genügend Mittel für die Rüstungsinvestitionen der nächsten Jahre zugeteilt worden waren und hatte damals dem Finanzministerium „Unwillen“ unterstellt. Nun muss er in den künftigen Etats selbst für höhere Zuwendungen an das Verteidigungsressort sorgen. „Die Ehre meines Lebens“ Ed Miliband übernimmt das Ressort, das einst von seinem Bruder David versehen worden war, über dessen Rückkehr in die Regierung in den vergangenen Wochen gleichfalls spekuliert wurde. David Miliband war Außenminister im Kabinett Gordon Browns. Nach dessen Wahlniederlage kandidierte er 2010 um das Amt des Labour-Parteichefs – gegen seinen Bruder Ed, der die Kampfkandidatur gewann. Zu den weiteren, nicht erfolgreichen Kandidaten im Wettbewerb um die Parteiführung zählte damals auch Burnham. Miliband äußerte nach seiner Berufung am Montag, es sei „die Ehre meines Lebens“, in Burnhams Regierung als Außenminister zu dienen.

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20. Juli
Der Spiegel

Andy Burnham: Das sind die ersten Minister des neuen Premierministers

Neuer Premierminister Burnham besetzt erste Kabinettsposten, Miliband wird Außenminister Der neue Premierminister des Vereinigten Königreichs Andy Burnham hat nach seiner Ernennung durch König Charles III. erste Posten im Kabinett neu verteilt. Eine große Überraschung gibt es im Finanzministerium: Der frühere Verteidigungsminister John Healey soll das Ministeramt des Schatzkanzlers übernehmen. Healey hatte das Kabinett von Burnhams Vorgänger Keir Starmer im Juni aus Protest gegen dessen Kurs verlassen und maßgeblich zu dessen Rücktritt beigetragen. Innenministerin Shabana Mahmood wird ihren Posten behalten. Ed Miliband, zuvor Klima- und Energieminister, soll das Außenministerium führen. Andere Vertraute Starmers spielen unter dem neuen Regierungschef hingegen keine Rolle mehr, darunter der frühere Vizeregierungschef und Justizminister David Lammy und die bisherige Finanzministerin Rachel Reeves. Auch die Ministerien für Wirtschaft und Wohnungsbau sollen neu besetzt werden. »Ich wäre stolz gewesen, weiterhin im Kabinett zu dienen«, sagte Lammy der Nachrichtenagentur PA. »Aber ein neuer Premierminister hat das Recht, sein eigenes Team zusammenzustellen.« Telefonate mit Trump und Selenskyj Eine der ersten offiziellen Amtshandlungen des neuen Premiers war ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Unter Starmer war das Verhältnis Großbritanniens zu den USA merklich abgekühlt. Burnham habe die Hoffnung geäußert, »dem Präsidenten bei einem künftigen Besuch zeigen zu können, was Manchester zu bieten hat«, so ein Sprecher des Premiers. Vor seiner Rückkehr in die nationale Politik Anfang 2026 war Burnham fast zehn Jahre lang Bürgermeister von Greater Manchester. Trump war zuletzt im September 2025 von König Charles III. zum Staatsbesuch empfangen worden, im April besuchte das Königspaar den US-Präsidenten. Burnhams Schwerpunkt als Premierminister werde »auf der Reindustrialisierung des gesamten Landes liegen«, hieß es in der Mitteilung der Downing Street. Außerdem wolle er sich für Verteidigung und Sicherheit engagieren. Gegenüber Trump betonte Burnham demnach, dass es die oberste Priorität auf seiner politischen Agenda sei, die Sicherheit des Vereinigten Königreichs und seiner Verbündeten zu gewährleisten. Auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefonierte Burnham. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte dem neuen Premier am Mittag gratuliert. »Das Vereinigte Königreich und Deutschland sind einander enge Verbündete und Partner«, schrieb Merz. »Gerade in diesen Zeiten beweist sich unsere tiefe Verbundenheit.« Er lud Burnham zu einem Besuch in Berlin ein.

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20. Juli
Die Zeit (Politik)

Großbritannien: Britischer Premier Andy Burnham ernennt neues Kabinett

Der neue britische Premierminister Andy Burnham hat das Kabinett neu geordnet. Der am Montagnachmittag von König Charles III. mit der Regierungsbildung beauftragte Nachfolger von Keir Starmer versetzte dabei unter anderem den bisherigen Verteidigungsminister John Healey an die Spitze des Finanzressorts. Healey hatte das Kabinett im Juni aus Protest gegen den Kurs Starmers verlassen. Er warf dem damaligen Regierungschef vor, nicht genug in die Verteidigung zu investieren. Im Finanzministerium hatte der Politiker bereits zwischen 2002 und 2007 gearbeitet. Einige Vertraute des früheren Labour-Chefs spielen in Burnhams Kabinett hingegen keine Rolle mehr, darunter etwa der bisherige Vizeregierungschef und Justizminister David Lammy und Finanzministerin Rachel Reeves. Zum neuen Außenminister ernannte Burnham Ed Miliband, der in Starmers Kabinett für Energiesicherheit zuständig war. Von 2010 bis 2015 war Miliband zudem als Labour-Chef Oppositionsführer im britischen Unterhaus. Die bisherige Innenministerin Shabana Mahmood bleibt auch in Burnhams Kabinett im Amt. Neuer Premierminister setzt Fokus auf Industrie und Lebenshaltungskosten Als eine seiner ersten Amtshandlungen telefonierte Burnham nach Angaben eines Sprechers mit US-Präsident Donald Trump. Das Verhältnis zwischen Trump und Starmer galt trotz zahlreicher Annäherungsversuche des bisherigen britischen Premiers als kühl. Trump hatte bereits einen Tag vor Starmers Rücktritt am 22. Juni auf seiner Onlineplattform mitgeteilt, dass der britische Regierungschef sein Amt abgeben werde. Auch die Beziehungen zur EU, aus der Großbritannien 2020 ausgetreten war, will Burnham verbessern – ebenso wie sein Vorgänger Starmer. Kurz nach Amtsantritt vereinbarte Burnham mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, noch in diesem Jahr einen Gipfel zwischen Großbritannien und der EU abzuhalten. Was jetzt? - Der Nachrichtenpodcast: Großbritannien: Neuer Premier, alte Probleme (Update) Burnham, zuletzt Bürgermeister von Manchester, will seinen Fokus vor allem auf die kriselnde britische Wirtschaft legen. So bezeichnete er eine Reindustrialisierung des Landes als eines seiner wichtigsten Ziele. Zudem kündigte er an, demnächst Maßnahmen für die Beseitigung von Obdachlosigkeit vorzulegen und die Lebenshaltungskosten senken zu wollen. Der Labour-Politiker wurde 2001 erstmals ins Parlament gewählt und war in der Regierung von Tony Blair Staatssekretär im Innenministerium, später unter Gordon Brown im Finanzministerium. Anschließend war Burnham Minister für Kultur und Gesundheit, ehe er 2017 als Bürgermeister nach Manchester ging. Dort wurde er zweimal wiedergewählt. Burnham ist siebter britischer Premier in zehn Jahren Seitdem gilt Burnham, der sich 2010 und 2015 erfolglos um den Labour-Vorsitz beworben hatte, als Hoffnungsträger der britischen Sozialdemokraten. Seit dem hohen Wahlsieg Starmers 2024 ist Labour in Umfragen weit hinter Reform UK, die Partei des britischen Rechtspopulisten Nigel Farage, zurückgefallen. Der neue Premier will nach eigenen Angaben dafür sorgen, »dass wir unsere Stabilität wiedergewinnen können«. Burnham ist der sechste britische Regierungschef seit dem Ende der Amtszeit des Konservativen David Cameron 2016. Von den vier Konservativen und dem Sozialdemokraten Starmer, die seither das höchste Regierungsamt bekleideten, konnte sich keiner länger als drei Jahre im Amt halten.

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