Liveblog: Waldbrand nähert sich deutscher Grenze - die Lage
Monschau in der Eifel:Belgischer Waldbrand nähert sich deutscher Grenze - die Lage
In Hürtgenwald hat sich am Abend die Lage entspannt. Doch es nähert sich von Belgien her ein großer Waldbrand der Stadt Monschau an der Grenze zu NRW. Alle Entwicklungen im Ticker.
Monschau: Bürger sollen wegen Rauch Häuser verlassen
Wegen möglicherweise gesundheitsgefährdender Rauchbelastung empfiehlt die von einem Waldbrand bedrohte nordrhein-westfälische Stadt Monschau Bürgerinnen und Bürgern einiger Ortsteile, ihre Häuser und Wohnungen vorübergehend zu verlassen. Angesichts der Ausbreitung der Feuerfront im Hohen Venn werde erwartet, dass es ab dem Vormittag zu erheblichen Rauchbelastungen und Rauchniederschlägen kommen werde, teilte die Stadt am frühen Morgen auf ihrer Webseite mit. Gesundheitliche Gefahren durch den Brandrauch seien nicht auszuschließen.
Den Einwohnern der Ortsteile Plattevenn, Leyloch und Kalterherberg westlich des Messewegs riet die Stadt, ihre Häuser bis 10.00 Uhr zu verlassen und bei Verwandten und Freunden unterzukommen. Für Menschen, die nicht eigenständig unterkommen, stellt die Stadt ab 07.00 Uhr eine Anlaufstelle zur Verfügung, wie es weiter hieß. Die Empfehlung gelte zunächst bis 18.00 Uhr.
Entspannung in Hürtgenwald
Insgesamt habe sich die Lage im Hürtgenwald deutlich entspannt, auch wenn der Waldbrand nicht komplett gelöscht sei, hieß es auf der Website des Landkreises weiter. An zwei Stellen gebe es noch eine sichtbare Flammenbildung. Rund 1.600 Einsatzkräfte sind den Angaben zufolge derzeit vor Ort.
Belgischer Waldbrand nähert sich deutscher Grenze
Ein großer Waldbrand nähert sich von Belgien her der nordrhein-westfälischen Stadt Monschau. Mehrere Ortsteile wurden aufgerufen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.
Feuerwehr wässert Felder bei Monschau
Die Feuerwehr in der nordrhein-westfälischen Stadt Monschau beobachtet den großen Waldbrand in Belgien intensiv, geht aktuell aber nicht von einem baldigen Übergreifen der Flammen auf deutsches Gebiet aus. "Wir behalten die Lage weiterhin auf jeden Fall im Blick", sagte Philipp Krüger, Einsatzleiter der Feuerwehr Monschau, der Nachrichtenagentur dpa. Einheiten würden jetzt erst einmal in die Pause geschickt. "Wir werden die Einsatzlage stetig überwachen, neu bewerten und gegebenenfalls Einheiten dazuziehen."
Die Einsatzkräfte hätten zuvor Feldgrundstücke nahe der deutsch-belgischen Grenze gewässert, um einen Zeitvorsprung vor dem Feuer zu gewinnen. Das Technische Hilfswerk habe die Feuerwehr unterstützt.
Lage bei Monschau spitzt sich zu
Die Lage für die Menschen in der grenznahen nordrhein-westfälischen Stadt Monschau spitzt sich zu. Die Feuerfront im Hohen Venn befinde sich nur noch etwa drei Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, teilte die Stadt in der Nacht auf ihrer Webseite mit und rief weitere Ortsteile dazu auf, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Monschau liegt rund zwei Kilometer von der Grenze entfernt.
Eine Sprecherin der Stadt sagte der Nachrichtenagentur dpa, betroffen seien rund 5.000 Menschen. Sie betonte, es seien Vorsichtsmaßnahmen. Stand jetzt gehe man von keiner Evakuierung aus.
Wüst in Hürtgenwald: "Danke für Euren Einsatz"
Der Ministerpräsident von NRW, Hendrik Wüst, fasst nach einer Besprechung die Lage im Hürtgenwald zusammen. "Es besteht jetzt erste Hoffnung, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden kann." Es sei verhindert worden, dass Menschen zu Schaden kamen. Bisher sei auch kein Haus verloren gegangen.
Hohes Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Die nordrhein-westfälische Stadt Monschau bittet wegen des großen Waldbrandes im Hohen Venn Bewohner mehrerer Siedlungen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Betroffen seien die Menschen in Ruitzhof, Leyloch, Vennhof, Haus Sonnentau und Plattevenn, teilte die Stadt an der deutsch-belgischen Grenze auf ihrer Facebook-Seite mit.
Wenn möglich, sollten Anwohner bei Verwandten oder Freunden unterkommen. Die Einrichtung von Notunterkünften werde vorbereitet. Es handele sich zunächst um eine vorbeugende Maßnahme, hieß es weiter. Auf belgischer Seite sei am Samstag die Evakuierung der Orte Küchelscheid und Leykaul eingeleitet worden.
Keine Lösch-Hubschrauber mehr im Hürtgenwald
Beim Kampf gegen den Waldbrand im Hürtgenwald in der Eifel gibt es offensichtlich weiteren Fortschritt. Am frühen Abend wurde der Einsatz von Hubschraubern zur Brandbekämpfung eingestellt. Es gebe aktuell keinen Bedarf mehr, sagte eine Sprecherin des Kreises Düren zur Begründung.
Erste Evakuierung an belgisch-deutscher Grenze
Der Brand im Hohen Venn verwüstete nach Behördenangaben bereits mehr als 1.650 Hektar Wald. Die Behörden riefen die Bewohner der rund 15 Kilometer von der deutschen Grenzen entferten Gemeinden Surbrot und Bütgenbach am Samstag zur Evakuierung auf. "Es besteht die Gefahr, dass die Flammen die Wohngebäude erreichen, aber wir tun alles, um sie zu schützen", sagte ein Behördensprecher der AFP.
Waldbrand breitet sich aus: 1.600 Hektar Vegetation im Hohen Venn zerstört
Der Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn breitet sich rasch aus. Die Flammen zerstörten bis zum frühen Samstagnachmittag mindestens 1.600 Hektar Vegetation, wie die belgischen Behörden der Nachrichtenagentur AFP mitteilten.
Waldbrand im Hohen Venn: Fast 850 Hektar nahe deutscher Grenze zerstört
Durch einen Waldbrand in Naturschutzgebiet Hohes Venn im Osten Belgiens nahe der deutschen Grenze sind Behördenangaben zufolge bislang fast 850 Hektar Fläche zerstört worden. Die Löscharbeiten dauerten an, teilte der Gouverneur der Provinz Lüttich, Hervé Jamar, am Samstag im Onlinedienst Facebook mit. Das Feuer war am Freitagmittag in dem Waldgebiet nahe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen und hatte sich in der Nacht rasch ausgebreitet.
Verstärkung aus ganz Belgien sowie aus Deutschland wurde mobilisiert. Der belgische Verteidigungsminister Theo Francken erklärte, drei Löschfahrzeuge seien auf dem Weg, um Unterstützung zu leisten. Die Behörden riefen zunächst nicht zu Evakuierungen auf.