17. Juli Süddeutsche Zeitung
Fußball-WM 2026: Mehr als 200 Fifa-Mitglieder unterstützen Infantinos Wiederwahl
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Wichtige Updates
Waldbrände sorgen für Rauch über NY – auch Finale betroffen?
Final-Schiedsrichter kommt aus Slowenien
Zusätzliche Ringe für die Weltmeister
Falklandinseln: Fifa soll argentinisches Banner ahnden
Argentinier finden Pickfords XXL-Spickzettel fürs Elfmeterschießen
Mehr als 200 Unterstützerschreiben für Infantino
Im Gegensatz zum Deutschen Fußball-Bund hat sich eine überwältigende Mehrheit der Fifa-Mitgliedsverbände für eine Wiederwahl von Gianni Infantino ausgesprochen. Der amtierende Präsident des Weltverbands habe trotz des Wirbels um die aufgehobene Rot-Sperre für US-Profi Folarin Balogun die formale Unterstützung von mehr als 200 Ländern erhalten, berichtete der Guardian. Demnach habe nur eine Handvoll der 211 Verbände kein Unterstützungsschreiben unterschrieben. Die Größenordnung deckt sich mit Informationen der Deutschen Presse-Agentur.
Der DFB hatte zuletzt bestätigt, kein Unterstützungsschreiben für die Wiederwahl Infantinos unterzeichnet zu haben. „Weitere Schritte werden im DFB-Präsidium beraten“, hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes am vergangenen Mittwoch.
Bis zum 18. November können Kandidaten von den Fifa-Mitgliedsverbänden vorgeschlagen werden. Infantino hatte beim Fifa-Kongress Ende April in Vancouver angekündigt, im kommenden Jahr zum vierten Mal um den Posten als Fifa-Präsident zu kandidieren. Infantino war 2016 auf Joseph Blatter gefolgt und zweimal jeweils ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt worden. Laut Statuten wäre eine erneute Amtszeit bis 2031 seine letzte als Fifa-Chef.
Der DFB hatte zuletzt bestätigt, kein Unterstützungsschreiben für die Wiederwahl Infantinos unterzeichnet zu haben. „Weitere Schritte werden im DFB-Präsidium beraten“, hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes am vergangenen Mittwoch.
Bis zum 18. November können Kandidaten von den Fifa-Mitgliedsverbänden vorgeschlagen werden. Infantino hatte beim Fifa-Kongress Ende April in Vancouver angekündigt, im kommenden Jahr zum vierten Mal um den Posten als Fifa-Präsident zu kandidieren. Infantino war 2016 auf Joseph Blatter gefolgt und zweimal jeweils ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt worden. Laut Statuten wäre eine erneute Amtszeit bis 2031 seine letzte als Fifa-Chef.
Waldbrände sorgen für Rauch über NY – auch Finale betroffen?
Die Skyline Manhattans war in orangefarbene Rauchschwaden gehüllt, die zahlreichen Waldbrände in Kanada setzten auch New York trotz mehrerer tausend Kilometer Entfernung heftig zu. Kurz vor dem Finale vor ihren Toren befindet sich die Millionenstadt im wetterbedingten Ausnahmezustand – ist nun auch der große Höhepunkt des Turniers in Gefahr? Das Endspiel steigt im MetLife Stadium in East Rutherford und es wird regelrecht überschattet vom grauen Qualm.
Am Donnerstag verordnete die New Yorker Regierung die Luftqualität in Teilen der Millionenstadt in der Kategorie „ungesund“, zusätzlich ist die Stadt stark von hohen Temperaturen belastet. „Die Kombination aus gefährlicher Hitze und schlechter Luft stellt eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der New Yorker dar“, erklärte Bürgermeister Zohran Mamdani, weitreichende Maßnahmen wurden daher ergriffen. So waren in den letzten Tagen hunderte Kühlungszentren in den fünf Bezirken geöffnet, kostenlose Masken bei unzähligen öffentlichen Einrichtungen verfügbar.
Allein in der kanadischen Provinz Ontario sind derzeit fast 200 aktive Brände registriert, der Rauch zog in den letzten Tagen immer weiter Richtung Süden. Erlösung könnte allerdings am späten Samstagnachmittag kommen. Wie The Athletic berichtete, soll dann einsetzender Regen für Abkühlung sorgen und dabei auch den Rauch zumindest in Teilen vertreiben.
Am Donnerstag verordnete die New Yorker Regierung die Luftqualität in Teilen der Millionenstadt in der Kategorie „ungesund“, zusätzlich ist die Stadt stark von hohen Temperaturen belastet. „Die Kombination aus gefährlicher Hitze und schlechter Luft stellt eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der New Yorker dar“, erklärte Bürgermeister Zohran Mamdani, weitreichende Maßnahmen wurden daher ergriffen. So waren in den letzten Tagen hunderte Kühlungszentren in den fünf Bezirken geöffnet, kostenlose Masken bei unzähligen öffentlichen Einrichtungen verfügbar.
Allein in der kanadischen Provinz Ontario sind derzeit fast 200 aktive Brände registriert, der Rauch zog in den letzten Tagen immer weiter Richtung Süden. Erlösung könnte allerdings am späten Samstagnachmittag kommen. Wie The Athletic berichtete, soll dann einsetzender Regen für Abkühlung sorgen und dabei auch den Rauch zumindest in Teilen vertreiben.
Spaniens Regierungschef und Trump-Kritiker Sánchez kommt zum Finale
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez wird das Finale zwischen Spanien und Argentinien in East Rutherford besuchen. Das teilte die spanische Regierung am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mit. Der lautstarke Kritiker von Donald Trump dürfte dort auf den US-Präsidenten treffen, der ebenfalls sein Kommen angekündigt hat. Die Beziehung zwischen Sánchez und Trump ist seit längerer Zeit angespannt. Zuletzt hatte Trump gedroht, wegen des aus seiner Sicht mangelnden Engagements Madrids in der Nato den Handel mit dem „schrecklichen“ Bündnispartner Spanien einzustellen.
Unter anderem auch mit Kritik am US-Krieg gegen den Iran hatte sich Spanien bei Trump unbeliebt gemacht. Sánchez, der anschließend nach Algerien weiterreisen wird, schien zuletzt bemüht, die Wogen zu glätten. Auf einer Pressekonferenz betonte er, die Beziehungen zwischen beiden Ländern seien „positiv“. Er habe ein „informelles Gespräch“ mit Trump über Fußball geführt, und „es habe absolut keinerlei Spannungen gegeben“, sagte Spaniens Regierungschef. Fest steht, dass auch der spanische König Felipe VI. zum Endspiel reisen wird.
Begleitet wird er bei der Unterstützung von Lamine Yamal und Co. von seiner Ehefrau Letizia und den beiden Töchtern Leonor und Sofía. Argentiniens Präsident Javier Milei verzichtet dagegen auch aus Aberglaube auf einen Besuch des WM-Finales. Er werde „unter keinen Umständen“ mit seinem Glücksritual brechen, die WM-Spiele vom Präsidentensitz aus zu verfolgen, sagte der 55-Jährige dem Radiosender El Observador.
Unter anderem auch mit Kritik am US-Krieg gegen den Iran hatte sich Spanien bei Trump unbeliebt gemacht. Sánchez, der anschließend nach Algerien weiterreisen wird, schien zuletzt bemüht, die Wogen zu glätten. Auf einer Pressekonferenz betonte er, die Beziehungen zwischen beiden Ländern seien „positiv“. Er habe ein „informelles Gespräch“ mit Trump über Fußball geführt, und „es habe absolut keinerlei Spannungen gegeben“, sagte Spaniens Regierungschef. Fest steht, dass auch der spanische König Felipe VI. zum Endspiel reisen wird.
Begleitet wird er bei der Unterstützung von Lamine Yamal und Co. von seiner Ehefrau Letizia und den beiden Töchtern Leonor und Sofía. Argentiniens Präsident Javier Milei verzichtet dagegen auch aus Aberglaube auf einen Besuch des WM-Finales. Er werde „unter keinen Umständen“ mit seinem Glücksritual brechen, die WM-Spiele vom Präsidentensitz aus zu verfolgen, sagte der 55-Jährige dem Radiosender El Observador.
Human Rights Watch: Mit Blick auf Menschenrechte „keine gute WM“
Wenige Tage vor dem Finale haben mehrere Organisationen massive Menschenrechtsverletzungen während des Turniers angeprangert. Mit Blick auf die Menschenrechte sei dies „keine gute WM“ gewesen, sagte Minky Worden von der Organisation Human Rights Watch bei einer Pressekonferenz in New York. Worden kritisierte vor allem die USA und die Fifa: „Diese Weltmeisterschaft wurde gespielt vor dem Hintergrund des missbräuchlichen harten Durchgreifens der US-Regierung gegen Einwanderer und des Versagens der Fifa, sich an ihre eigenen Menschenrechtsstandards zu halten“, sagte sie.
Nachdem es mehrere Monate lang vergleichsweise ruhig um die US-Migrationsbehörde ICE gewesen war, hatte es in den vergangenen Tagen wieder mehrere Todesfälle im Zusammenhang mit Einsätzen der umstrittenen Behörde gegeben. Unter anderem wurde in den US-Bundesstaaten Texas und Maine je ein Einwanderer erschossen. Für diese beiden Männer müsse es zu Beginn des Finales am Sonntag eine Schweigeminute geben, forderte Worden. Die Trump-Regierung habe die WM als Waffe eingesetzt, argumentierten die Menschenrechtsorganisationen.
Zudem seien viele Fans aus der ganzen Welt an der Teilnahme gehindert worden – durch überteuerte Ticketpreise und strenge Visa-Regeln. „Es war eine WM der wenigen Glücklichen“, sagte Ronan Evain von der Organisation Football Supporters Europe. „Eine sehr amerikanische WM.“
Nachdem es mehrere Monate lang vergleichsweise ruhig um die US-Migrationsbehörde ICE gewesen war, hatte es in den vergangenen Tagen wieder mehrere Todesfälle im Zusammenhang mit Einsätzen der umstrittenen Behörde gegeben. Unter anderem wurde in den US-Bundesstaaten Texas und Maine je ein Einwanderer erschossen. Für diese beiden Männer müsse es zu Beginn des Finales am Sonntag eine Schweigeminute geben, forderte Worden. Die Trump-Regierung habe die WM als Waffe eingesetzt, argumentierten die Menschenrechtsorganisationen.
Zudem seien viele Fans aus der ganzen Welt an der Teilnahme gehindert worden – durch überteuerte Ticketpreise und strenge Visa-Regeln. „Es war eine WM der wenigen Glücklichen“, sagte Ronan Evain von der Organisation Football Supporters Europe. „Eine sehr amerikanische WM.“
Zidane folgt auf Deschamps – was bedeutet diese Rochade?
Eine Partie – das Spiel um Platz drei – bleibt den Franzosen, um ihrem Trainer Didier Deschamps doch noch den Abschied zu versüßen. Der Weltmeistercoach von 2018 verlässt bekanntlich die Nationalelf und sein Nachfolger steht auch schon fest: Zinédine Zidane, an dessen Seite Deschamps bereits als Spieler 1998 Weltmeister wurde. SZ-Frankreich-Experte Oliver Meiler über einen sehr besonderen Personalwechsel im Nachbarland:
Final-Schiedsrichter kommt aus Slowenien
Der Slowene Slavko Vincic wird das Finale zwischen Spanien und Argentinien in East Rutherford vor den Toren New Yorks leiten. Dies teilte die Fifa in der Nacht zu Freitag mit. Für den 46-Jährigen, der bei der Partie am Sonntag von seinen Landsleuten Tomaz Klancnik und Andraz Kovacic als Assistenten unterstützt wird, ist es der bisherige Karrierehöhepunkt. Vincic, der seit 2010 als Fifa-Schiedsrichter im Einsatz ist, hatte bereits drei Einsätze bei seiner zweiten Weltmeisterschaft. Zuvor leitete er die Gruppenspiele Brasilien gegen Marokko sowie Algerien gegen Jordanien und das Sechzehntelfinale zwischen Mexiko und Ecuador.
Vincic verfügt über Erfahrung in großen Endspielen auf Klubebene, darunter das Champions-League-Finale 2024 zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund (2:0) in London. Auch deutsche Expertise ist am Sonntag gefragt: Bastian Dankert wurde vom Weltverband für das Endspiel als Video-Assistent nominiert. Der 46 Jahre alte Rostocker genießt bei der Fifa hohes Ansehen, bei seiner dritten WM-Endrunde als Video-Assistent ist es bereits sein zwölfter Einsatz.
Vincic verfügt über Erfahrung in großen Endspielen auf Klubebene, darunter das Champions-League-Finale 2024 zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund (2:0) in London. Auch deutsche Expertise ist am Sonntag gefragt: Bastian Dankert wurde vom Weltverband für das Endspiel als Video-Assistent nominiert. Der 46 Jahre alte Rostocker genießt bei der Fifa hohes Ansehen, bei seiner dritten WM-Endrunde als Video-Assistent ist es bereits sein zwölfter Einsatz.
Zusätzliche Ringe für die Weltmeister
Die neuen Weltmeister erhalten neben der WM-Trophäe und den Goldmedaillen einen weiteren Preis für ihren Titelgewinn. Die Fifa vergibt erstmals Ringe an den Sieger des Finals zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag in East Rutherford (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV), wie der Weltverband mitteilte. Eine Seite des Rings solle die WM-Trophäe zeigen, die andere die Identität des Teams widerspiegeln, hieß es weiter. Direkt nach dem Finale sollen der Kapitän und der Trainer der Siegermannschaft eine vorläufige Version erhalten.
Insgesamt gibt es 30 Ringe für das Gewinnerteam, diese werden zu einem späteren Zeitpunkt angefertigt. Dazu sollen 1.996 Ringe an Fans verkauft werden. Dass Meisterteams Ringe für ihren Triumph erhalten, ist vor allem im amerikanischen Sport Tradition. So werden unter anderem an die Champions in der NFL und NBA Meisterringe vergeben. Diese sind häufig mit wertvollen Edelsteinen besetzt und werden zum größten Teil von den Besitzern der Teams finanziert.
Insgesamt gibt es 30 Ringe für das Gewinnerteam, diese werden zu einem späteren Zeitpunkt angefertigt. Dazu sollen 1.996 Ringe an Fans verkauft werden. Dass Meisterteams Ringe für ihren Triumph erhalten, ist vor allem im amerikanischen Sport Tradition. So werden unter anderem an die Champions in der NFL und NBA Meisterringe vergeben. Diese sind häufig mit wertvollen Edelsteinen besetzt und werden zum größten Teil von den Besitzern der Teams finanziert.
Falklandinseln: Fifa soll argentinisches Banner ahnden
Die Regierung der Falklandinseln hat die Fifa nach der politischen Provokation durch argentinische Spieler im WM-Halbfinale zum Handeln aufgerufen. „Wir hoffen, dass die Fifa ihr Versprechen einlöst, die Politik aus dem Sport herauszuhalten, und jegliches Verhalten dieser Art gemäß ihrer eigenen Regeln ahndet“, hieß es in einer Mitteilung.
Argentinische Spieler hatten nach dem 2:1 gegen England in Atlanta auf dem Platz ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas" („Die Falklandinseln sind argentinisch“) gezeigt.
Argentinische Spieler hatten nach dem 2:1 gegen England in Atlanta auf dem Platz ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas" („Die Falklandinseln sind argentinisch“) gezeigt.
Wegen Haalands Waschbär: Western-Store ist ausverkauft
Die Bilder von Norwegens Stürmer Erling Haaland und seinem WM-Waschbären gingen um die Welt – und haben offenbar einen Hype ausgelöst. Der Western-Store („Wild Bill's“), in dem der norwegische Nationalspieler am Rande der Weltmeisterschaft das ausgestopfte Tierchen samt Gin-Flasche erstanden hatte, meldete jetzt: ausverkauft.
„Der vergangene Monat war der beste in der Geschichte des Ladens“, sagte dessen Besitzer Cody Newport dem norwegischen Rundfunk. Schon als Haaland sich nach seinem Besuch in dem Geschäft in Dallas, Texas, mit Cowboy-Hut und T-Shirt („Y'all can kiss my Dallas“, sinngemäß: Ihr könnt mich alle mal) gezeigt hatte, gab es einen Ansturm. Etwa 2300 der Shirts will Newport danach verkauft haben.
Als Haaland dann nach dem Turnier-Aus der „Wikinger“ im Viertelfinale gegen England (1:2 n. V.) mit dem ebenfalls in Dallas erstandenen Waschbären aus dem Flugzeug stieg, hätten sie in Dallas gedacht: „Oh nein, jetzt geht's von vorn los“, berichtete Verkaufsleiter Miguel Davila. Die Konsequenz: Beim Besuch der Reporter aus Norwegen wurde der letzte Waschbär verpackt und an einen Fan in Haalands Heimat geschickt.
Für die Leute bei „Wild Bill's“ ist das ein riesiges Geschäft – und ein Problem: Denn der Mann, der die Tiere ausgestopft hat (übrigens auch zwei von Haaland exportierte Eichhörnchen), ist in Rente. „Wir müssen jetzt schauen, ob wir irgendwie anders an die Dinger rankommen“, sagte Davila, hat aber schon eine Lösung parat: „Vielleicht“, sagte er schmunzelnd, „muss ich auf die Schule für Taxidermie.“ Also selbst Tiere präparieren.
„Der vergangene Monat war der beste in der Geschichte des Ladens“, sagte dessen Besitzer Cody Newport dem norwegischen Rundfunk. Schon als Haaland sich nach seinem Besuch in dem Geschäft in Dallas, Texas, mit Cowboy-Hut und T-Shirt („Y'all can kiss my Dallas“, sinngemäß: Ihr könnt mich alle mal) gezeigt hatte, gab es einen Ansturm. Etwa 2300 der Shirts will Newport danach verkauft haben.
Als Haaland dann nach dem Turnier-Aus der „Wikinger“ im Viertelfinale gegen England (1:2 n. V.) mit dem ebenfalls in Dallas erstandenen Waschbären aus dem Flugzeug stieg, hätten sie in Dallas gedacht: „Oh nein, jetzt geht's von vorn los“, berichtete Verkaufsleiter Miguel Davila. Die Konsequenz: Beim Besuch der Reporter aus Norwegen wurde der letzte Waschbär verpackt und an einen Fan in Haalands Heimat geschickt.
Für die Leute bei „Wild Bill's“ ist das ein riesiges Geschäft – und ein Problem: Denn der Mann, der die Tiere ausgestopft hat (übrigens auch zwei von Haaland exportierte Eichhörnchen), ist in Rente. „Wir müssen jetzt schauen, ob wir irgendwie anders an die Dinger rankommen“, sagte Davila, hat aber schon eine Lösung parat: „Vielleicht“, sagte er schmunzelnd, „muss ich auf die Schule für Taxidermie.“ Also selbst Tiere präparieren.
Der norwegische Stürmer Erling Haaland mit einem ausgestopften Waschbären bei seiner Ankunft am Flughafen in Oslo. AFP
Lorenz Zeck
Argentinier finden Pickfords XXL-Spickzettel fürs Elfmeterschießen
Lionel Messi kniff die Augen zusammen und las interessiert: Als ihm die Trinkflasche des englischen Nationaltorhüters Jordan Pickford gereicht wurde, staunte Argentiniens Superstar nicht schlecht, einige seiner Mitspieler amüsierten sich herzhaft. Pickford war mit einem XXL-Spickzettel bestens vorbereitet für ein eventuelles Elfmeterschießen ins WM-Halbfinale gegangen - auf dem Aufkleber auf seiner Plastikflasche standen säuberlich gedruckt sämtliche Schussvorlieben der 23 Feldspieler der Albiceleste.
Bei Messi, der im Turnierverlauf zweimal verschossen hatte, lautete die Handlungsempfehlung an Pickford etwa: rechts antäuschen, nach links abtauchen. Bei Enzo Fernández sollte der Goalie des FC Everton einfach stehen bleiben, bei Thiago Almada lautete der Rat: Entscheide nach Tagesform („Feel on the Day“).
Bei Messi, der im Turnierverlauf zweimal verschossen hatte, lautete die Handlungsempfehlung an Pickford etwa: rechts antäuschen, nach links abtauchen. Bei Enzo Fernández sollte der Goalie des FC Everton einfach stehen bleiben, bei Thiago Almada lautete der Rat: Entscheide nach Tagesform („Feel on the Day“).
Lorenz Zeck
Falkland-Banner: London erwartet Fifa-Untersuchung
Die britische Regierung erwartet vom Fußball-Weltverband Fifa eine Untersuchung zu der Provokation mit einem politischen Banner der argentinischen Mannschaft. „Wir erwarten von der Fifa, dass sie das untersuchen“, sagte der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle im Programm der BBC. Politik müsse aus dem Fußball herausgehalten werden, so der Minister weiter.
Bislang äußerte sich die Fifa nicht zu dem Vorfall. Der Weltverband verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team könnte damit Ärger drohen. Bis heute hat Buenos Aires seine Ansprüche auf die in Argentinien als Las Malvinas bezeichnete Inselgruppe nicht aufgegeben.
Bislang äußerte sich die Fifa nicht zu dem Vorfall. Der Weltverband verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team könnte damit Ärger drohen. Bis heute hat Buenos Aires seine Ansprüche auf die in Argentinien als Las Malvinas bezeichnete Inselgruppe nicht aufgegeben.
Nach WM-Aus: Bellingham sorgt mit leichtem Schlag für Aufsehen
Englands Mittelfeldspieler Jude Bellingham hat nach dem Halbfinal-Aus kurzzeitig die Beherrschung verloren und mit einer Unsportlichkeit für Aufsehen gesorgt. Bellingham schlug dem argentinischen Ersatzspieler Valentín Barco mit der rechten Hand leicht auf den Hinterkopf, als dieser gerade auf dem Rasen von Atlanta den Finaleinzug mit seinen Teamkollegen feierte. Ein Video der Szene verbreitete sich in den Sozialen Netzwerken. Barco revanchierte sich mit einem Schubser, wenig später wurden die beiden Profis von Mitspielern getrennt.
Möglicher Hintergrund der Aktion: Barco hatte nach dem Ausgleich von Enzo Fernández (85. Minute) provozierend vor den englischen Spielern gefeiert. Ob Bellingham ein Nachspiel droht, ist offen. Der 23-Jährige, der bei der WM bisher sechs Treffer erzielt hat, äußerte sich im Nachgang des Spiels nicht zu der Aktion.
Möglicher Hintergrund der Aktion: Barco hatte nach dem Ausgleich von Enzo Fernández (85. Minute) provozierend vor den englischen Spielern gefeiert. Ob Bellingham ein Nachspiel droht, ist offen. Der 23-Jährige, der bei der WM bisher sechs Treffer erzielt hat, äußerte sich im Nachgang des Spiels nicht zu der Aktion.
Hadert mit Englands Niederlage: Jude Bellingham wird von Teamkollegen Jordan Henderson getröstet. Reuters
Argentinien feiert Sieg mit Plakat zum Falklandkrieg
Das argentinische Team hat den Sieg im WM-Halbfinale gegen England auf dem Rasen mit einem politischen Plakat mit Bezug auf den Krieg um die Falklandinseln gefeiert. „Las Malvinas son argentinas“ („Die Malvinas sind argentinisch“) war in Versalien in dunkler Schrift auf einem weißen Laken zu lesen, das unter anderem Mittelfeldspieler Giovani Lo Celso in der Hand hielt. Das Banner war auch auf den Zuschauerrängen zu sehen gewesen. Argentinien erreichte mit dem 2:1 das WM-Endspiel gegen Spanien.
Mit dem Spruch will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche auf die sogenannten Malvinas, wie die Inseln in Argentinien heißen, erklären. Argentinien und Großbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Falklandinseln vor der Küste Argentiniens geführt. Dabei starben rund 1000 Soldaten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Bis heute weigert sich Großbritannien, über den Anspruch auf die Malvinas zu verhandeln.
Der Weltverband Fifa verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team könnte damit Ärger drohen.
Schon vor der Partie war die Erinnerung an den Falklandkrieg sehr präsent gewesen. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hatte vor einer Vermischung des WM-Halbfinals mit dem Krieg gewarnt.
Mit dem Spruch will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche auf die sogenannten Malvinas, wie die Inseln in Argentinien heißen, erklären. Argentinien und Großbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Falklandinseln vor der Küste Argentiniens geführt. Dabei starben rund 1000 Soldaten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Bis heute weigert sich Großbritannien, über den Anspruch auf die Malvinas zu verhandeln.
Der Weltverband Fifa verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team könnte damit Ärger drohen.
Schon vor der Partie war die Erinnerung an den Falklandkrieg sehr präsent gewesen. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hatte vor einer Vermischung des WM-Halbfinals mit dem Krieg gewarnt.
SHAUN BOTTERILL/Getty
Argentinien-Fans randalieren vor England-Spiel in Atlanta
Am Abend vor dem zweiten Halbfinale der Fußball-WM zwischen England und Argentinien ist es in Atlanta zu kleineren Ausschreitungen gekommen. Vor einer Sportsbar attackierten sich Anhänger der argentinischen Clubs San Lorenzo und Huracan gegenseitig. Die Polizei musste einschreiten. Das berichteten der TV-Sender Fox und die englische Zeitung The Telegraph. In einem Video ist zu sehen, wie Anhänger Mülleimer und Bänke in Richtung anderer Fans warfen. Zudem wurden Gastro-Mobiliar umgeworfen. Die Sportsbar sprach gegen alle Beteiligten ein Hausverbot aus. Die Polizei von Atlanta bestätigte den Vorfall, machte aber keine Angaben über Festnahmen oder rechtliche Konsequenzen.
Newsdesk
Nach WM-Aus: Ausschreitungen in 183 französischen Städten
Nach Frankreichs Niederlage im Halbfinale der Fußball-WM gegen Spanien ist es in zahlreichen Städten zu Gewalt gekommen, ohne dass es nach einer Bewertung des Innenministeriums zu schwerwiegenden Vorfällen kam. In 183 Städten, darunter insbesondere in Paris und Lyon, kam es zu Konfrontationen mit der Polizei, wie das Ministerium in Paris mitteilte. 342 Menschen wurden festgenommen, wovon 250 in Polizeigewahrsam kamen. In 688 Fällen wurden Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen, 1128 Böller wurden beschlagnahmt.
In Grenoble wurde ein 49 Jahre alter Mann, der auf der Terrasse einer Bar das Halbfinalspiel schaute, von Angreifern verfolgt und in einer Seitenstraße erschossen, berichtete die Zeitung Le Parisien unter Verweis auf die Polizei. Als Hintergrund wird ein Bandenkrieg vermutet. Das Opfer sei bei der Justiz in Zusammenhang mit kriminellen Abrechnungen bekannt gewesen.
Das Halbfinalspiel fiel in Frankreich auf den Nationalfeiertag, den 14. Juli, rund um den es traditionell häufig ohnehin zu Ausschreitungen, Sachbeschädigungen und Brandstiftungen kommt. Bereits in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli kam es in 141 Städten zu Gewalt, Brandstiftungen und dem verbotenen Abfeuern von Feuerwerkskörpern, teilte das Ministerium mit. 188 Menschen wurden festgenommen. An beiden Tagen wurden in Frankreich landesweit zusammengerechnet 701 Autos in Brand gesteckt.
In Grenoble wurde ein 49 Jahre alter Mann, der auf der Terrasse einer Bar das Halbfinalspiel schaute, von Angreifern verfolgt und in einer Seitenstraße erschossen, berichtete die Zeitung Le Parisien unter Verweis auf die Polizei. Als Hintergrund wird ein Bandenkrieg vermutet. Das Opfer sei bei der Justiz in Zusammenhang mit kriminellen Abrechnungen bekannt gewesen.
Das Halbfinalspiel fiel in Frankreich auf den Nationalfeiertag, den 14. Juli, rund um den es traditionell häufig ohnehin zu Ausschreitungen, Sachbeschädigungen und Brandstiftungen kommt. Bereits in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli kam es in 141 Städten zu Gewalt, Brandstiftungen und dem verbotenen Abfeuern von Feuerwerkskörpern, teilte das Ministerium mit. 188 Menschen wurden festgenommen. An beiden Tagen wurden in Frankreich landesweit zusammengerechnet 701 Autos in Brand gesteckt.