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Missbrauchsvorwürfe: Bill Cosby soll Millionenstrafe zahlen

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24. März
ZDF heute

Missbrauchsvorwürfe: Bill Cosby soll Millionenstrafe zahlen

US-Komiker erneut verurteilt:Missbrauchsvorwürfe: Bill Cosby soll Millionenstrafe zahlen Der 88-jährige US-Komiker Bill Cosby muss nach einem weiteren Prozess wegen sexuellen Missbrauchs insgesamt 60 Millionen Dollar zahlen. Wie die Geschworenen das Urteil begründen. US-Komiker und Schauspieler Bill Cosby muss wegen Missbrauchsvorwürfen insgesamt fast 60 Millionen US-Dollar Entschädigung zahlen. Ein Geschworenengericht in Santa Monica sah es als erwiesen an, dass Cosby einer Frau im Jahr 1972 Drogen verabreicht und sie missbraucht hat. Jury verhängte Strafzahlung zusätzlich zur Entschädigung Die Geschworenen gewährten der Klägerin 17,5 Millionen US-Dollar Entschädigung. Zusätzlich wurden ihr 1,75 Millionen US-Dollar für künftige Schäden zugesprochen. Dazu gehören "psychisches Leiden, Verlust der Lebensfreude, Unannehmlichkeiten, Trauer, Angst, Demütigung und seelische Belastung", erklärten die Geschworenen. In einer zweiten Phase des Prozesses am Montagnachmittag sprachen die Geschworenen der Frau weitere 40 Millionen US-Dollar Schadenersatz zu. Die Beratungen der Jury dauerten zwei Tage. Bill Cosbys Anwältin will das Urteil anfechten Die Entscheidung fiel fast fünf Jahre, nachdem der heute 88-jährige Cosby in Pennsylvania aus dem Gefängnis entlassen wurde. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates hatte dort eine Strafverurteilung wegen ähnlicher Vorwürfe aufgehoben. Cosby war in dem Verfahren nicht persönlich erschienen, hatte die Vorwürfe aber über seine Verteidiger und in einer eidesstattlichen Aussage zurückgewiesen. Cosbys Anwältin Jennifer Bonjean erklärte per E-Mail, sie seien enttäuscht und würden das Urteil anfechten. Es ist die höchste Strafe, die Cosby je zahlen musste "Dieses Urteil geht nicht nur um mich - es geht darum, endlich gehört zu werden und Herrn Cosby zur Verantwortung zu ziehen", erklärte die heute 84-jährige Frau. Ich habe die Last dessen, was mir passiert ist, mehr als 50 Jahre lang getragen. Sie verschwindet nie. Heute hat eine Jury die Wahrheit erkannt und ihn zur Verantwortung gezogen. Das bedeutet alles. Missbrauchsopfer Ein neues Gesetz in Kalifornien ermöglicht Schadenersatzklagen wegen sexuellen Missbrauchs ohne Einschränkung durch eine Verjährungsfrist. Kann man Werk und Person trennen? Thea Dorn und Stefanie Lohaus im Studiogespräch 24.01.2020Bill Cosby soll die Frau betäubt und vergewaltigt haben In ihrer 2023 eingereichten Klage gab die ehemalige Kellnerin an, Cosby habe sie zu seiner Stand-up-Show in einem Theater in San Carlos eingeladen. Beide waren damals in ihren 30ern. Sie sagte, Cosby habe ihr Wein und zwei Pillen gegeben, die sie zunächst für Aspirin hielt. "Sie wachte in ihrem Haus auf, nackt bis auf ihre Unterwäsche - kein Oberteil, kein BH und keine Hose", hieß es in der Klageschrift. Sie wusste, dass sie von Bill Cosby betäubt und vergewaltigt worden war. Aus der Klageschrift In Gerichtsdokumenten argumentierten Cosbys Anwälte, die Vorwürfe stützten sich fast ausschließlich auf Spekulationen. Bill Cosby galt lange als Vorzeige-Vater Der Komiker war 2018 in einem Strafprozess wegen sexueller Nötigung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden, doch nach knapp drei Jahren im Gefängnis kam er 2021 frei. Wegen eines Verfahrensfehlers war die Verurteilung überraschend gekippt worden. Cosby, der einst als Amerikas Vorzeige-Vater gegolten hatte, wurde danach weiter mit Zivilklagen konfrontiert. 2022 befand eine Jury in Los Angeles ihn des sexuellen Missbrauchs einer 16-Jährigen im Jahr 1975 für schuldig und sprach der Klägerin 500.000 US-Dollar zu. Dutzende Frauen haben der ehemaligen TV-Ikone, bekannt durch die Sitcom "Die Bill Cosby Show", im Rahmen der MeToo-Bewegung Missbrauch vorgeworfen. Er hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Cosby hat einige weitere ähnliche Klagen außergerichtlich beigelegt und in anderen Fällen Zahlungen leisten müssen. Mehr Nachrichten über Prominente US-Komiker erneut verurteilt:Missbrauchsvorwürfe: Bill Cosby soll Millionenstrafe zahlen mit Video0:34- Bilderserie Promi-News in Bildern:Céline Dion: Warum es ein Comeback geben könnte In ZDF-Doku suchte sie 2024 nach Tätern:Fernandes zu Deepfake-Pornos: "Man wird zum Objekt" von Nils Metzgermit Video43:33- Interview Klara Deutschmann in ZDF-Serie:"Einfach Elli"-Darstellerin: "Ich kann kein Blut sehen!" 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24. März
Tagesschau

TV-Star Cosby muss Frau wegen Missbrauchs 60 Millionen Dollar zahlen

Prozess um Missbrauch TV-Star Cosby muss 60 Millionen Dollar zahlen Er war einer der größten TV-Stars in den USA - und er soll Dutzende Frauen sexuell missbraucht haben. Knapp drei Jahre saß Bill Cosby in Haft. Nun wurde er zu einer Millionenstrafe verurteilt. Der frühere TV-Star Bill Cosby ist erneut des sexuellen Missbrauchs für schuldig befunden worden und muss fast 60 Millionen US-Dollar (etwa 52 Millionen Euro) als Schadenersatz und Strafe zahlen. Ein Geschworenengericht in Santa Monica sprach Cosby in einem Zivilprozess schuldig, einer Frau im Jahr 1972 Drogen verabreicht und sie missbraucht zu haben. Der 88-Jährige war in dem Verfahren nicht persönlich erschienen, hatte die Vorwürfe aber über seiner Verteidiger zurückgewiesen. Ein neues kalifornisches Gesetz ermöglicht Schadenersatzklagen wegen sexuellen Missbrauchs ohne Einschränkung durch eine Verjährungsfrist. Es habe 54 Jahre gedauert, um Gerechtigkeit zu erfahren, sagte die heute 84-jährige Klägerin nach Bekanntwerden des Urteils laut der New York Times. Sie hoffe damit, auch anderen Frauen ein wenig zu helfen. 2018 zu Haftstrafe verurteilt Dutzende Frauen haben der einstigen TV-Ikone, bekannt durch die Sitcom "Die Bill Cosby Show", im Rahmen der MeToo-Bewegung Missbrauch vorgeworfen. Er hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. 2018 war er in einem Strafprozess wegen sexueller Nötigung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden, nach knapp drei Jahren im Gefängnis kam er 2021 frei. Cosby, der einst als Amerikas Vorzeige-Vater gegolten hatte, wurde danach weiter mit Zivilklagen konfrontiert. 2022 befand ihn eine Jury in Los Angeles des sexuellen Missbrauchs einer 16-Jährigen im Jahr 1975 für schuldig und sprach der Klägerin 500.000 Dollar zu.

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