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Montag, 3. August 2026
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Wirtschaft - Staaten der Opec+ erhöhen im September abermals die Ölförderquote

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2. August
Wirtschaftswoche

Rohstoffe: Opec+ erhöht Ölförderziele für September

Rohstoffe: Opec+ erhöht Ölförderziele für September Mitten in der Versorgungskrise durch den Iran-Krieg will die Ölförder-Organisation Opec+ ihre Produktion ausweiten. Man werde die Fördermenge für September um rund 188.000 Barrel pro Tag erhöhen, um den Ölmarkt zu stabilisieren, erklärte die Allianz nach einer Schaltkonferenz am Sonntag. Sie äußerte sich allerdings nicht zum Vorgehen für Oktober bis Dezember. Zur Opec+ gehören die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) sowie weitere Ölproduzenten wie Russland, Kasachstan oder Oman. Die Opec teilte mit, beteiligt an der Ausweitung der Fördermengen seien die sieben Staaten Saudi-Arabien, Russland, Kuwait, Irak, Algerien und Oman. Das nächste Treffen finde am 6. September statt. Mit der Erhöhung im September wird die schrittweise Rücknahme einer ursprünglich 2023 vereinbarten Kürzung von 1,65 Millionen Barrel pro Tag abgeschlossen. Am damaligen Beschluss waren noch die Vereinigten Arabischen Emirate beteiligt, die die Opec jedoch im Mai verlassen haben. Der Konflikt im Nahen Osten hat den Ölpreis Grund dafür sind demnach potenziell schwierige Verhandlungen über neue Förderquoten. Die Opec+ prüft derzeit die Förderkapazitäten ihrer Mitglieder. Dies soll als Grundlage für die Förderquoten ab 2027 dienen. Einige Mitglieder, darunter der Irak, drängen auf höhere Einzelquoten, um ihre gestiegenen Kapazitäten widerzuspiegeln. Eine Pause sei nach wie vor eine realistische Option, sagte Jorge Leon, Analyst bei Rystad. „Die OPEC+ hat die Rücknahme ihrer freiwilligen Kürzungen abgeschlossen.“ Die nächste Herausforderung bestehe darin, mit dem Überschuss umzugehen, der entstehen könnte, sobald sich die Ölexporte normalisierten. Kuwait steigert Förderung trotz Hormus-Blockade Die sieben Kernmitglieder der Opec+ hatten ihre monatlichen Förderquoten in diesem Jahr bereits mehrfach erhöht. Diese Erhöhungen waren jedoch Insidern zufolge in der Praxis weitgehend folgenlos, da die Kriege im Iran und in der Ukraine die Exporte aus der Golfregion, Russland und Kasachstan beeinträchtigten. Die gestiegene kuwaitische Produktion deutet jedoch darauf hin, dass die Ölflüsse durch die Straße von Hormus aufrechterhalten werden. Kuwait steigerte seine durchschnittliche Rohölförderung im Juli auf 1,971 Millionen Barrel pro Tag, nach rund 1,65 Millionen im Juni, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Im Mai hatte die Produktion des Landes wegen der Folgen des Iran-Kriegs bei nur 580.000 Barrel pro Tag gelegen. Vor der faktischen Schließung der Meerenge durch den Iran Ende Februar hatte Kuwait noch 2,5 Millionen Barrel pro Tag gefördert. Um möglichen Angriffen durch den Iran zu entgehen, haben die Ölproduzenten am Golf zuletzt Tanker eingesetzt, deren Ortungssignale abgeschaltet waren. Eine Stellungnahme des staatlichen Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation lag zunächst nicht vor. Ein Ausschuss der Opec+ äußerte sich besorgt über Angriffe auf die Energieinfrastruktur und betonte, wie wichtig die Sicherung der Schifffahrtswege sei, um die Energieversorgung des Marktes zu gewährleisten. Lesen Sie auch: Anleger sollten Ölaktien trotz Rekordgewinnen verkaufen

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2. August
Handelsblatt

Ölförderung: Opec plus einigt sich wohl auf höhere Ölförderziele

Opec plus einigt sich wohl auf höhere Ölförderziele London. Die Staaten der Ölförder-Organisation Opec plus haben sich einem Insider zufolge grundsätzlich darauf geeinigt, ihre Förderziele ab September um 188.000 Barrel pro Tag anzuheben. Im vierten Quartal wollten sie dann eine Pause einlegen, sagte eine mit den Opec-plus-Gesprächen vertraute Person am Sonntag. Die Gruppe, zu der neben den Opec-Ländern andere Produzenten wie Russland gehören, trifft sich am Sonntag in London. Ein Delegierter und ein Insider aus dem Opec-plus-Umfeld sagten, sie erwarteten ein ähnliches Ergebnis von dem Treffen. Die Gruppe hat ihre Quoten seit Beginn des Nahost-Krieges monatlich angehoben – obwohl die tatsächlichen Lieferungen aus der Region durch den Konflikt nach wie vor eingeschränkt bleiben. Der durch den Konflikt ausgelöste Angebotsengpass treibt derzeit die Preise für Rohöl in die Höhe und schürt Inflationssorgen. US-Präsident Donald Trump erklärte am Wochenende allerdings, die USA würden vorerst keine neuen Angriffe auf Iran starten, nachdem die Islamische Republik und andere Staaten der Region Gespräche über eine Einigung signalisiert hätten. Eine künftige Produktionsausweitung durch Opec plus könnte einen vorübergehenden Angebotsüberschuss wiederbeleben, der sich während des letzten Waffenstillstands zwischen den USA und Iran angedeutet hatte. Der Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate im Mai – nach jahrelangem Unmut über die Opec-Mengenbeschränkungen – hat zudem Spekulationen befeuert, das Kartell könnte eines Tages in einen offenen Verdrängungswettbewerb um Marktanteile geraten.

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