Themen
lage

Dienstag, 14. Juli 2026
Zurück zur Übersicht

Bundeswehr | Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt deutlich an

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
14. Juli
Neues Deutschland

Bundeswehr | Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt deutlich an

- Politik - Bundeswehr Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt deutlich an Im ersten Halbjahr 2026 sind schon 5862 Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben eingegangen. Berlin. Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung steigt steil an. Im ersten Halbjahr dieses Jahres seien bereits 5862 Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) eingegangen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Sprecherin der Behörde. Im gesamten Jahr 2025 hatten in Deutschland 3867 Menschen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt, 2024 waren es 2998. Im Jahr 2011, dem Jahr der Aussetzung der Wehrpflicht, wurden laut RND 4348 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung gezählt. Hintergrund für den Anstieg dürfte die angespannte Sicherheitslage und das Gesetz über den neuen Wehrdienst sein, das zum 1. Januar in Kraft trat. Kern ist die verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008. So sollen Freiwillige für einen Ausbau der Truppe rekrutiert werden. Sollten die Zielkorridore verfehlt werden, kann der Bundestag über eine sogenannte Bedarfswehrpflicht entscheiden. Die Wehrpflicht ist zwar ausgesetzt, bleibt aber weiter im Grundgesetz verankert. Unabhängig von der Aussetzung bleibt laut Bundesamt das Recht bestehen, den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen gemäß Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes zu verweigern. Parallel dazu gibt es auch eine Reihe von Menschen, die ihre bereits erfolgte Kriegsdienstverweigerung widerrufen. Die »Neue Osnabrücker Zeitung« hatte im April berichtet, im vergangenen Jahr sei dies 781 Mal der Fall gewesen, im ersten Quartal dieses Jahres bereits 233 Mal. Agenturen/nd Wir sind käuflich. Aber nur für unsere Leser*innen. Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär. Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin: → unabhängig und kritisch berichten → übersehene Themen aufgreifen → marginalisierten Stimmen Raum geben → Falschinformationen etwas entgegensetzen → linke Debatten voranbringen Mit »Freiwillig zahlen« machen Sie mit. Sie tragen dazu bei, dass diese Zeitung eine Zukunft hat. Damit nd.bleibt.

Artikel lesen
14. Juli
Die Welt (Politik)

Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt drastisch an – aber viele nehmen ihr Nein zurück

Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt drastisch an – aber viele nehmen ihr Nein zurück Die Anträge auf Kriegsdienstverweigerung schnellen in die Höhe. Schon jetzt übersteigt die Zahl den Gesamtwert von 2025. Parallel dazu gibt es jedoch auch eine Reihe von Menschen, die ihre bereits erfolgte Kriegsdienstverweigerung widerrufen. Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung steigt steil an. Im ersten Halbjahr dieses Jahres seien bereits 5862 Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) eingegangen, berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ unter Berufung auf eine Sprecherin der Behörde. Im gesamten Jahr 2025 hatten in Deutschland 3867 Menschen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt, 2024 waren es 2998. Im Jahr 2011, dem Jahr der Aussetzung der Wehrpflicht, wurden laut RND 4348 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung gezählt. Hintergrund für den Anstieg dürfte die angespannte Sicherheitslage und das Gesetz über den neuen Wehrdienst sein, das zum 1. Januar in Kraft trat. Kern ist die verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008. So sollen Freiwillige für einen Ausbau der Truppe rekrutiert werden. Sollten die Zielkorridore verfehlt werden, kann der Bundestag über eine sogenannte Bedarfswehrpflicht entscheiden. Die Wehrpflicht ist zwar ausgesetzt, bleibt aber weiter im Grundgesetz verankert. Unabhängig von der Aussetzung bleibt laut Bundesamt das Recht bestehen, den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen gemäß Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes zu verweigern. Parallel dazu gibt es auch eine Reihe von Menschen, die ihre bereits erfolgte Kriegsdienstverweigerung widerrufen. Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ hatte im April berichtet, im vergangenen Jahr sei dies 781 Mal der Fall gewesen, im ersten Quartal dieses Jahres bereits 233 Mal.

Artikel lesen
14. Juli
Tagesschau

Anträge auf Kriegsdienstverweigerung laut Bericht deutlich gestiegen

Bundeswehr Viel mehr Anträge auf Kriegsdienstverweigerung Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist weiter steil angestiegen - und hat im ersten Halbjahr 2026 bereits den Vorjahreswert übertroffen. Ein Grund dafür dürfte das Inkrafttreten des neuen Wehrdienstgesetzes sein. Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist im ersten Halbjahr 2026 erneut stark gestiegen. Bis zum 30. Juni dieses Jahres seien bereits 5.862 Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben eingegangen, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Sprecherin der Behörde. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 gab es 3.867 Anträge, 2024 waren es 2.998. Im Jahr 2011, dem Jahr der Aussetzung der Wehrpflicht, wurden laut RND 4.348 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung gezählt. Als Hintergrund für den Anstieg werden die angespannte Sicherheitslage und das zum 1. Januar in Kraft getretene neue Wehrdienstgesetz gesehen. So sollen Freiwillige für den Ausbau der Bundeswehr rekrutiert werden. Sie soll von zuletzt 186.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten bis 2035 auf 260.000 wachsen. Gelingt der Ausbau auf Basis der Freiwilligkeit nicht, behalten sich insbesondere die Unionsparteien die Einführung einer Bedarfswehrpflicht vor. Kriegsdienst mit Waffe kann verweigert werden Die Wehrpflicht war 2011 ausgesetzt worden, ist aber weiter im Grundgesetz verankert. Unabhängig von der Aussetzung der Wehrpflicht bleibt laut dem Bundesamt das Recht bestehen, den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen gemäß dem Grundgesetz zu verweigern. Über den Antrag könne entschieden werden, wenn folgende Dokumente vorliegen: ein kurzes Anschreiben mit Unterschrift, ein vollständiger tabellarischer Lebenslauf sowie eine ausführlich und persönlich verfasste Begründung. Parallel dazu gibt es auch eine Reihe von Menschen, die ihre bereits erfolgte Kriegsdienstverweigerung widerrufen. Die Neue Osnabrücker Zeitung hatte im April berichtet, im vergangenen Jahr sei dies 781 Mal der Fall gewesen, im ersten Quartal dieses Jahres bereits 233 Mal. Der Antrag auf Kriegsdienstverweigerung muss schriftlich beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr eingereicht werden. Dabei muss man individuell begründen, warum man den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen verweigert. Eine frühzeitige Verweigerung kann vorsorglich gegen eine mögliche Reaktivierung der Wehrpflicht im Spannungs- oder Verteidigungsfall schützen. Anerkannte Kriegsdienstverweigerer sind dann rechtlich abgesichert und können nicht zum Dienst an der Waffe verpflichtet werden. Sie müssen bei Eintritt eines Spannungs- oder Verteidigungsfalls allerdings zivilen Ersatzdienst leisten.

Artikel lesen
14. Juli
Der Spiegel (Politik)

Bundeswehr: Zahl der Kriegsdienstverweigerer schnellt nach oben

Dienst an der Waffe Zahl der Kriegsdienstverweigerer schnellt nach oben Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist zuletzt deutlich angestiegen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, sind im ersten Halbjahr bereits 5862 solche Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) eingegangen. 2025 hatten 3867 Menschen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt. Im Jahr 2011, dem Jahr der Aussetzung der Wehrpflicht, wurden laut RND 4348 Anträge gezählt. Parallel dazu gibt es auch eine Reihe von Menschen, die ihre bereits erfolgte Kriegsdienstverweigerung widerrufen. Wie die »Neue Osnabrücker Zeitung« berichtet, sei das im vergangenen Jahr 781 Mal der Fall gewesen, im ersten Quartal dieses Jahres bereits 233 Mal. Hintergrund für den Anstieg der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung dürfte die angespannte Sicherheitslage sein. Der Kriegsdienst mit der Waffe kann in Deutschland aus Gewissensgründen verweigert werden. Die Begründung muss in einem ausführlichen und persönlich verfassten Schreiben dargelegt werden. Die wachsende Zahl der Kriegsdienstverweigerer dürfte bei der Bundeswehr genau beobachtet werden. Die Truppe hat sich ehrgeizige Ziele für den personellen Aufwuchs gesetzt. So will die Bundesregierung etwa mit der verpflichtenden Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008 wehrdiensttaugliche Männer erfassen und über gezielte Anschreiben mit Fragebögen mehr Freiwillige rekrutieren. Die Bundeswehr soll damit von zuletzt 186.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten bis 2035 auf 260.000 wachsen. Sollten die Zielkorridore für den Aufwuchs der Bundeswehr verfehlt werden, kann der Bundestag über eine sogenannte Bedarfswehrpflicht entscheiden. In diesem Fall würden junge Männer wieder zum Dienst an der Waffe verpflichtet werden. Die Wehrpflicht ist zwar seit 2011 ausgesetzt, bleibt aber weiter im Grundgesetz verankert. Unabhängig von der Aussetzung bleibt das Grundrecht bestehen, den Kriegsdienst aus Gewissensgründen zu verweigern.

Artikel lesen
14. Juli
FAZ (Politik)

Erstes Halbjahr 2026: Deutlich mehr Wehrdienstverweigerer

Erstes Halbjahr 2026 : Deutlich mehr Wehrdienstverweigerer Die Wehrpflicht bleibt ausgesetzt, doch immer mehr Menschen verweigern vorsorglich oder aus Prinzip. Im ersten Halbjahr waren es schon mehr als im ganzen Vorjahr. Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung steigt steil an. Im ersten Halbjahr dieses Jahres seien bereits 5.862 Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) eingegangen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Sprecherin der Behörde. Im gesamten Jahr 2025 hatten in Deutschland 3.867 Menschen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt, 2024 waren es 2.998. Im Jahr 2011, dem Jahr der Aussetzung der Wehrpflicht, wurden laut RND 4.348 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung gezählt. Neue Rechtslage seit diesem Jahr Hintergrund für den Anstieg dürfte die angespannte Sicherheitslage und das Gesetz über den neuen Wehrdienst sein, das zum 1. Januar in Kraft trat. Kern ist die verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008. So sollen Freiwillige für einen Ausbau der Truppe rekrutiert werden. Sollten die Zielkorridore verfehlt werden, kann der Bundestag über eine sogenannte Bedarfswehrpflicht entscheiden. Die Wehrpflicht ist zwar ausgesetzt, bleibt aber weiter im Grundgesetz verankert. Unabhängig von der Aussetzung bleibt laut Bundesamt das Recht bestehen, den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen gemäß Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes zu verweigern. Parallel dazu gibt es auch eine Reihe von Menschen, die ihre bereits erfolgte Kriegsdienstverweigerung widerrufen. Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ hatte im April berichtet, im vergangenen Jahr sei dies 781 Mal der Fall gewesen, im ersten Quartal dieses Jahres bereits 233 Mal.

Artikel lesen
© 2026 Themenlage