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Samstag, 15. August 2026
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Virus breitet sich aus - Ebola in weiterer Provinz im Kongo festgestellt

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13. August
Handelsblatt

Ebola im Kongo: Ebola in weiterer Provinz im Kongo festgestellt

Ebola im Kongo: Ebola in weiterer Provinz im Kongo festgestellt Kinshasa/Bunia. In der Demokratischen Republik Kongo sind nun bereits sechs Provinzen des zentralafrikanischen Landes von Ebola betroffen. Mittlerweile seien auch Fälle in der Stadt Buta in der Provinz Bas Uélé bestätigt worden, die auf Infizierte aus der Nachbarprovinz Haut Uélé zurückzuführen sind, sagte der Direktor der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC, Jean Kaseya, in seinem wöchentlichen Lagebericht. Nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums sind seit Mai 4.566 Fälle bestätigt, 2.128 Menschen starben an der hochansteckenden Infektionskrankheit. Ausbruch könnte sich zum weltweit größten entwickeln Doch dies seien nur die Zahlen seit der offiziellen Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs, betonte Kaseya. „Alle uns vorliegenden Studien deuten darauf hin, dass der Ausbruch etwa im Februar begann, und wir haben keine Ahnung, was zwischen Februar und Mai passiert ist.“ Alle Daten zu Fallzahlen umfassten lediglich die Zeit von Mai bis jetzt. „Wir behaupten nicht, dass diese Daten korrekt sind“, sagte Kaseya. Doch angesichts des rasanten Anstiegs der Fallzahlen oder Todesopfer, die schon jetzt um ein Mehrfaches größer sind als nach zwölf Wochen im bisher größten Ebola-Ausbruch in Westafrika warnte Kaseya: „Wenn wir diesen Ausbruch nicht stoppen, wird er länger als ein Jahr andauern und der größte weltweit sein.“ Dann steige auch das Risiko, dass sich der Ausbruch auf weitere Staaten ausbreite. In der ersten Phase des Ausbruchs hatte es auch Fälle in Uganda gegeben, die auf Reisende aus dem Kongo zurückzuführen waren. Fast zwei Drittel der Ebola-Patienten sterben nicht in Krankenhäusern Hinzu komme: Normalerweise treten Todesfälle in Krankenhäusern und Isolierstationen auf, in denen Ebola-Patienten behandelt werden und dann dort sterben. Derzeit stammen jedoch mehr als 63 Prozent der Todesfälle aus der allgemeinen Bevölkerung in Dörfern und Städten und werden häufig nicht von geschulten Helfern beigesetzt. „Wir wissen nicht, wie mit dem Leichnam umgegangen wird, und deshalb findet der Ausbruch auf Gemeindeebene statt und breitet sich auf Gemeindeebene aus“, sagte Kaseya mit Blick auf die hochansteckenden Leichen verstorbener Ebola-Patienten. Lebensbedrohliches Fieber Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. Angesichts der Schwere des Ausbruchs soll zudem abgeklärt werden, ob der Erreger womöglich mutiert ist.

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12. August
Tagesschau

Ebola in DR Kongo: WHO warnt vor nie dagewesenem Ausmaß

Ebola-Ausbruch in DR Kongo WHO warnt vor nie dagewesenem Ausmaß der Epidemie Die Ebola-Epidemie in der DR Kongo breitet sich so schnell aus, dass die WHO vor einem nie dagewesenen Ausbruch der potenziell tödlichen Krankheit warnt. Der Höhepunkt sei noch lange nicht erreicht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schlägt Alarm: Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo könnte ein bislang nicht dagewesenes Ausmaß annehmen: Die Epidemie breite sich derzeit in Rekordgeschwindigkeit aus, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Bei der derzeitigen Geschwindigkeit droht sie, den Ebola-Ausbruch in Westafrika von 2014 bis 2016 in den Schatten zu stellen", warnte er. Damals waren mehr als 28.000 Menschen erkrankt und mehr als 11.000 gestorben. Der zuständige WHO-Notfalldirektor Abdirahman Mahamud sagte, die Organisation gehe davon aus, dass der Höhepunkt des aktuellen Ausbruchs in sechs Monaten erreicht werde. "Aber (…) das ist das moderate Szenario", fügte er hinzu. Nach anderen Berechnungen könne der Ausbruch neun bis zwölf Monate dauern. Das Virus breitet sich nach Ansicht von Experten derzeit auf jeden Fall schneller aus, als die Bemühungen, es einzudämmen. Bereits mehr als 2.000 Tote Der Ausbruch in dem afrikanischen Land hat schon jetzt bei mehr als 4.300 nachgewiesenen Infektionsfällen mehr als 2.000 Todesopfer gefordert. Der Ausbruch wurde am 15. Mai gemeldet, die WHO geht jedoch davon aus, dass er bereits im Februar begonnen hat. Er geht auf die seltene Virusvariante Bundibugyo zurück, gegen die es keinen Impfstoff und keine zugelassene Therapie gibt. Viele betroffene Gemeinden sind zudem nur schwer zugänglich oder werden von Rebellen kontrolliert. Das hochansteckende Ebola-Virus kann durch Körperflüssigkeiten wie Erbrochenes, Blut oder Sperma übertragen werden. Eine Infektion führt zu Fieber und Muskelschmerzen, in schweren Fällen kommt es zu inneren und äußeren Blutungen sowie Organversagen.

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12. August
Tagesschau

Ebola in DR Kongo: WHO warnt vor nie dagewesenem Ausmaß

Ebola-Ausbruch in DR Kongo WHO warnt vor nie dagewesenem Ausmaß der Epidemie Die Ebola-Epidemie in der DR Kongo breitet sich so schnell aus, dass die WHO vor einem nie dagewesenen Ausbruch der potenziell tödlichen Krankheit warnt. Der Höhepunkt sei noch lange nicht erreicht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schlägt Alarm: Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo könnte ein bislang nicht dagewesenes Ausmaß annehmen: Die Epidemie bereite sich derzeit in Rekordgeschwindigkeit aus, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Bei der derzeitigen Geschwindigkeit droht sie, den Ebola-Ausbruch in Westafrika von 2014 bis 2016 in den Schatten zu stellen", warnte er. Damals waren mehr als 28.000 Menschen erkrankt und mehr als 11.000 gestorben. Der zuständige WHO-Notfalldirektor Abdirahman Mahamud sagte, die Organisation gehe davon aus, dass der Höhepunkt des aktuellen Ausbruchs in sechs Monaten erreicht werde. "Aber (…) das ist das moderate Szenario", fügte er hinzu. Nach anderen Berechnungen könne der Ausbruch neun bis zwölf Monate dauern. Das Virus breitet sich nach Ansicht von Experten derzeit auf jeden Fall schneller aus, als die Bemühungen, es einzudämmen. Bereits mehr als 2.000 Tote Der Ausbruch in dem afrikanischen Land hat schon jetzt bei mehr als 4.300 nachgewiesenen Infektionsfällen mehr als 2.000 Todesopfer gefordert. Der Ausbruch wurde am 15. Mai gemeldet, die WHO geht jedoch davon aus, dass er bereits im Februar begonnen hat. Er geht auf die seltene Virusvariante Bundibugyo zurück, gegen die es keinen Impfstoff und keine zugelassene Therapie gibt. Viele betroffene Gemeinden sind zudem nur schwer zugänglich oder werden von Rebellen kontrolliert. Das hochansteckende Ebola-Virus kann durch Körperflüssigkeiten wie Erbrochenes, Blut oder Sperma übertragen werden. Eine Infektion führt zu Fieber und Muskelschmerzen, in schweren Fällen kommt es zu inneren und äußeren Blutungen und Organversagen.

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12. August
Handelsblatt

Ebola im Kongo: Ebola: WHO warnt vor Rekord-Epidemie im Kongo

Ebola im Kongo: Ebola: WHO warnt vor Rekord-Epidemie im Kongo Genf. Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo könnte nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nie dagewesene Ausmaße annehmen. Die Epidemie im Kongo breite sich mit Rekordgeschwindigkeit aus, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Bei der derzeitigen Geschwindigkeit droht sie, den Ebola-Ausbruch in Westafrika von 2014 bis 2016 in den Schatten zu stellen“, warnte er bei einer Pressekonferenz in Genf. In Westafrika wurden damals mehr als 28.600 Menschen infiziert; mehr als 11.300 starben. Im Kongo haben sich in den vergangenen Monaten nach den jüngsten WHO-Angaben bislang rund 4.400 Menschen angesteckt, und mehr als 2.000 sind an der gefährlichen Krankheit gestorben. Noch immer würden zu wenige Kontaktpersonen von Infizierten nachverfolgt, um den Ausbruch zu stoppen, sagte Tedros. Es sei besorgniserregend, wie viele Tote nach wie vor in ihren Gemeinden sterben, ohne zuvor auf den Ebola-Kontaktlisten registriert worden zu sein, meinte der WHO-Chef. Die meisten Infektionen würden von unbehandelten Patienten im späten Krankheitsstadium ausgehen, oder von Begräbnissen. Personalbedarf im Gesundheitswesen geht in die Tausende „Der Ausbruch hatte einen großen Vorsprung und ist uns nach wie vor weit voraus. Wir versuchen nun, diesen Rückstand aufzuholen“, sagte er. Um die Ansteckungsketten zu unterbrechen, müssten künftig 95 Prozent aller Kontakte erfasst werden, statt nur 80 Prozent wie bisher. Außerdem sei es notwendig, Tausende zusätzliche Menschen im Gesundheitsbereich auszubilden und die Zahl der Behandlungsbetten auf 3.000 zu verdreifachen, sagte Tedros. Das Virus wird durch Körperkontakt und Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren, und auch an Vakzinen wird gearbeitet. Bislang keine gefährlichen Virus-Mutationen Bislang seien im Kongo keine gefährlichen Mutationen an dem Virus beobachtet worden, sagte Sylvie Briand, die leitende Wissenschaftlerin der WHO. Ursachen für die rasche Ausbreitung seien vielmehr die starken Bevölkerungsbewegungen und anhaltende Gewalt in betroffenen Gebieten, sowie soziale und wirtschaftliche Faktoren. Das Zentrum des Ausbruchs befindet sich in der Provinz Ituri, die von Unsicherheit und einer großen Zahl von Binnenflüchtlingen geprägt ist. Viele andere Fälle gibt es in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu, in denen die Sicherheitslage ebenfalls ein großes Problem ist.

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11. August
Tagesschau

DR Kongo: Müttersterblichkeit seit Ebola-Ausbruch fast verdoppelt

Müttersterblichkeit in der DR Kongo Die "Schattenkrise" des Ebola-Ausbruchs Die Demokratische Republik Kongo gehört zu den gefährlichsten Ländern, um ein Kind zu bekommen. Seit dem Ebola-Ausbruch hat sich die Lage weiter verschärft: Aus Angst verzichten viele Schwangere auf wichtige Arztbesuche. Die Schwangere Esther Lutula war nicht mehr bei der Vorsorgeuntersuchung, seit im Mai der Ebola-Notstand ausgerufen wurde. Sie lebt im Epizentrum des Ausbruchs, in der Provinzhauptstadt Bunia. Die 26-Jährige fürchtet, dass sie bei den geringsten Anzeichen von Fieber isoliert werden könnte. Sie ist im vierten Monat schwanger und hat vier Kinder. Vor dem Ausbruch gab es in diesem Jahr durchschnittlich 3,1 Todesfälle bei Müttern pro Woche. Diese Zahl stieg vom 25. Mai bis zum 19. Juli auf 5,8 Todesfälle. Sterblichkeit von Müttern und Kindern ohnehin hoch Während der Kongo mit dem am schnellsten fortschreitenden Ebola-Ausbruch seit Beginn der Aufzeichnungen zu kämpfen hat - mit mehr als 2.000 bestätigten Todesfällen -, warnen Gesundheits- und Hilfskräfte vor einer "Schattenkrise", da schwangere Frauen Krankenhäuser meiden und die ohnehin schon hohe Müttersterblichkeitsrate des Landes noch weiter steigt. Während einige misstrauische Einwohner bezweifeln, dass Ebola überhaupt existiert, kämpft das Gesundheitspersonal in einer der abgelegensten und instabilsten Regionen des Kongo mit knappen Vorräten darum, auf den Ausbruch zu reagieren. Deswegen erhalten schwangere Frauen weniger Versorgung als je zuvor. Die Demokratische Republik Kongo war schon vor dem Ebola-Ausbruch einer der gefährlichsten Orte der Welt, um ein Kind zu bekommen. Sowohl die Kindersterblichkeit als auch die Müttersterblichkeit gehörten zu den höchsten weltweit. Hauptursache ist zum einen das schlechte Gesundheitssystem. In vielen Kliniken fehlt es an gut ausgebildetem Personal, Medikamenten, Strom und medizinischen Geräten. Dazu kommt Mangelernährung: Millionen schwangere Frauen sind akut unterernährt, was das Risiko bei der Geburt stark erhöht. Falschinformationen schüren Angst vor Klinikbesuch In der Bénédicte-Klinik in Bunia ist die Zahl der Frauen, die sich zur Schwangerschaftsvorsorge angemeldet haben, von 60 pro Monat auf etwa zehn gesunken, sagte der medizinische Leiter Dr. Sonny Mwembo. Selbst jetzt, wo bereits seit Wochen Maßnahmen zur Bekämpfung von Falschinformationen ergriffen werden, haben einige Einwohner falsche Vorstellungen von dem Ausbruch. "Wenn man sich derzeit krank fühlt und ins Krankenhaus geht, sagen sie, es sei Ebola, und man wird sofort unter Quarantäne gestellt", sagte Elodie Yabiri, eine hochschwangere Einwohnerin von Bunia. Das mache den Menschen Angst. Yabiri sagte, sie meide Krankenhäuser so gut es geht. Solange sie spürt, wie sich ihr ungeborenes Kind bewegt, glaubt sie, dass noch alles in Ordnung ist. Ebola-Infektion birgt hohe Risiken für Schwangere Schwangere Frauen, die an Ebola erkrankt sind, haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie Fehlgeburten, wie die US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) in ihren klinischen Leitlinien mitteilten. Eine Ebola-Infektion während der Schwangerschaft führt in fast 100 Prozent der Fälle zum Verlust des Fötus. Für Schwangere endet eine Ebola-Infektion nach Angaben des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, UNFPA, in mehr als 90 Prozent der Fälle tödlich. UN-Organisation will Versorgung aufrechterhalten Gleichzeitig könnten schwangere Frauen, die die medizinische Versorgung hinauszögern und Gesundheitseinrichtungen meiden, "nicht an Ebola selbst sterben, sondern daran, dass sie der Behandlung, die sie hätte retten können, nicht mehr zugänglich waren", sagte Noemi Dalmonte von der UNFPA im Kongo. UNFPA, die für sexuelle und reproduktive Gesundheit zuständige Organisation der Vereinten Nationen, ist derzeit in 29 Gesundheitszonen im Osten des Landes im Einsatz, um während des Ausbruchs die Versorgung mit geburtshilflichen und anderen lebenswichtigen Gesundheitsdiensten aufrechtzuerhalten. Um die Risiken für rund 63.700 schwangere Frauen in den betroffenen Gebieten zu mindern, arbeitet UNFPA mit lokalen Frauengruppen, Jugendnetzwerken und Hebammenverbänden zusammen, um fundierte Beratung und Unterstützung anzubieten. Frauen sind generell einem hohen Risiko ausgesetzt, sich mit dem Virus zu infizieren, da sie in den Haushalten meist die Hauptverantwortung für die Pflege kranker Familienangehöriger tragen und zudem an vorderster Front im Gesundheitswesen tätig sind, unter anderem als Hebammen und Krankenschwestern.

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11. August
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Virus: Mehr als 2000 Ebola-Tote in der Demokratischen Republik Kongo

Die Zahl der Ebola-Toten in der Demokratischen Republik Kongo ist auf mehr als 2000 gestiegen. Nach Angaben der kongolesischen Regierung sind knapp drei Monate nach der offiziellen Bekanntgabe des Ausbruchs 2011 Menschen an der hochansteckenden Krankheit gestorben. 4381 Menschen erkrankten in diesem Zeitraum an Ebola, 704 werden derzeit in Isolierstationen behandelt. Die Sterblichkeitsrate beträgt den Angaben zufolge derzeit 45,9 Prozent. Jean Kaseya, Direktor der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC, hatte erst vor wenigen Tagen betont, die Zahl der Erkrankten und Verstorbenen in den ersten zwölf Wochen des Ausbruchs sei achtmal beziehungsweise mehr als sechsmal so hoch wie im gleichen Zeitraum beim bisher schwersten Ausbruch in Westafrika in den Jahren 2014 bis 2016. Und während beim bisher schwersten Ebola-Ausbruch in Kongo von 2018 bis 2020 insgesamt 3400 Menschen erkrankten, sei die Zahl der Patienten beim aktuellen Ausbruch in nur zwölf Wochen auf ungefähr 4000 gestiegen. Bisher kein Impfstoff Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. Angesichts der Schwere des Ausbruchs soll zudem abgeklärt werden, ob der Erreger womöglich mutiert ist. Besondere Sorge bereitet den Experten, dass derzeit etwa 86 Prozent der neuen Ebola-Fälle nicht auf die nachverfolgten Kontakte von bestätigten Fällen zurückzuführen sind. „Wir glauben, dass es mehr und mehr Fälle gibt, die nicht gemeldet werden“, sagte Kaseya. Um den Ausbruch erfolgreich einzudämmen, ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO aber nötig, etwa 95 Prozent der Kontakte von Ebola-Patienten nachzuverfolgen. Ausbruch in einer Region voller Gewalt und Unsicherheit Hinzu kommt: Das Zentrum des Ausbruchs befindet sich in der nordostkongolesischen Provinz Ituri, die von Unsicherheit und einer großen Zahl von Binnenflüchtlingen geprägt ist, die unter äußerst beengten Verhältnissen leben. Zahlreiche andere Fälle gibt es in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu, in denen die Sicherheitslage ebenfalls ein großes Problem ist. Die Provinzen Nord- und Süd-Kivu werden von Rebellen kontrolliert, die gegen die Regierung und mit ihr verbündete Milizen kämpfen. In Ituri greift die mit der Terrormiliz IS verbündete Rebellengruppe ADF Dörfer an.

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11. August
Handelsblatt

Ebola im Kongo: Schon mehr als 2.000 Ebola-Tote im Kongo

Ebola im Kongo: Schon mehr als 2.000 Ebola-Tote im Kongo Kinshasa/Bunia. Die Zahl der Ebola-Toten im Kongo ist auf mehr als 2.000 gestiegen. Nach Angaben der kongolesischen Regierung sind knapp drei Monate nach der offiziellen Bekanntgabe des Ausbruchs 2.011 Menschen an der hochansteckenden Krankheit gestorben. 4.381 Menschen erkrankten in diesem Zeitraum an Ebola, 704 werden derzeit in Isolierstationen behandelt. Die Sterblichkeitsrate beträgt den Angaben zufolge derzeit 45,9 Prozent. Jean Kaseya, der Direktor der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC, hatte erst vor wenigen Tagen betont, die Zahl der Erkrankten und Verstorbenen in den ersten zwölf Wochen des Ausbruchs sei achtmal beziehungsweise mehr als sechsmal so hoch wie im gleichen Zeitraum in dem bisher schwersten Ausbruch in Westafrika in den Jahren 2014 bis 2016. Und während im bisher schwersten Ebola-Ausbruch im Kongo von 2018 bis 2020 insgesamt 3.400 Menschen erkrankten, sei die Zahl der Patienten im aktuellen Ausbruch in nur zwölf Wochen auf rund 4.000 gestiegen. Bisher kein Impfstoff Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. Angesichts der Schwere des Ausbruchs soll zudem abgeklärt werden, ob der Erreger womöglich mutiert ist. Kontaktverfolgung ist schwierig Besondere Sorge bereitet den Experten, dass derzeit rund 86 Prozent der neuen Ebola-Fälle nicht auf die nachverfolgten Kontakte von bestätigten Fällen zurückzuführen sind. „Wir glauben, dass es mehr und mehr Fälle gibt, die nicht gemeldet werden“, sagte Kaseya. Um den Ausbruch erfolgreich einzudämmen, ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO aber nötig, etwa 95 Prozent der Kontakte von Ebola-Patienten nachzuverfolgen. Ausbruch in einer Region voller Gewalt und Unsicherheit Hinzu kommt: Das Zentrum des Ausbruchs befindet sich in der nordostkongolesischen Provinz Ituri, die von Unsicherheit und einer großen Zahl von Binnenflüchtlingen geprägt ist, die unter äußerst beengten Verhältnissen leben. Zahlreiche andere Fälle gibt es in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu, in denen die Sicherheitslage ebenfalls ein großes Problem ist. Die Provinzen Nord- und Süd-Kivu werden von Rebellen kontrolliert, die gegen die Regierung und mit ihr verbündete Milizen kämpfen. In Ituri greift die mit der Terrormiliz IS verbündete Rebellengruppe ADF Dörfer an.

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10. August
ZDF heute

Ebola im Kongo: Wie fehlende Mittel die Krise verschärfen

Gesundheitsversorgung vor dem Kollaps:Ebola im Kongo: Wie fehlende Mittel die Krise verschärfen 20.000 Kontaktpersonen, fast 4.000 bestätigte Fälle, 1.750 Tote: Global-Health-Expertin Kampmann erklärt, was die Eindämmung des Ebola-Ausbruchs im Kongo erschwert. ZDFheute: Der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus war in der Demokratischen Republik Kongo und sagt: "Ebola breitet sich schneller aus, als wir reagieren können." Was heißt das? Beate Kampmann: Das heißt, dass wir der Entwicklung weiterhin hinterherhinken und die Situation wirklich ziemlich desolat ist. Es ist mittlerweile der größte Ebola-Ausbruch, der jemals aus der Demokratischen Republik Kongo gemeldet wurde. Inzwischen gibt es fast 4.000 bestätigte Fälle und 1.750 Tote. Das sind nur die Fälle, die im Labor verifiziert wurden. Zurzeit werden fast 20.000 Kontaktpersonen nachverfolgt. Daran kann man sich vorstellen, wie groß die Aufgabe ist. ... ist Kinderinfektiologin und Professorin für Global Health an der Berliner Charité. Sie leitet das Institut für Internationale Gesundheit und ist wissenschaftliche Leiterin des Charité Center for Global Health. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der Impfstoffforschung und bei Tuberkulose im Kindesalter. ZDFheute: Ist der Ausbruch auch deshalb so schwer einzudämmen, weil internationale Hilfen gestrichen wurden? Kampmann: Ja, das ist ein ganz wesentlicher Faktor. Innerhalb eines Jahres ist die finanzielle Unterstützung der USA um mehr als eine Milliarde Dollar weggebrochen. Das betrifft die Überwachung von Erregern, die Laborinfrastruktur, Fachkräfte, lokale Netzwerke und die Koordination in Notfällen. Das ist eine flächendeckende Erodierung des Gesundheitssystems. Prof. Dr. Beate Kampmann Kommt dann noch ein Ebola-Ausbruch hinzu, entsteht ein perfect storm - ein perfekter Sturm verschiedener Faktoren, der durch den Verlust der Finanzierung besonders gefährlich wird. Im Kongo breitet sich Ebola weiter schneller aus als die Gegenmaßnahmen greifen. 07.08.2026 | 2:43 minZDFheute: Was muss jetzt geschehen? Kampmann: Ebola muss dort bekämpft werden, wo der Ausbruch stattfindet. Die Demokratische Republik Kongo hat in der Vergangenheit viele Ausbrüche gut bewältigt. Wissen und erfahrene Fachkräfte sind vor Ort vorhanden, aber die Ressourcen reichen nicht. Wir brauchen Material für Isolationsstationen, Therapeutika und unterstützende Behandlungen mit Infusionen, um die Sterblichkeit zu senken. Es geht auch um Schutzkleidung und Ausrüstung für das behandelnde Personal. Ein einfacher Schutzanzug kostet zwischen 10 und 20 Dollar. Damit ist bereits das gesamte Budget überschritten, das im Kongo pro Person und Jahr für die Gesundheitsversorgung zur Verfügung steht. Und ein solcher Anzug muss stündlich gewechselt werden. Hinzu kommt, dass es sich um ein konfliktgeprägtes Gebiet handelt. Deshalb müssen auch politisch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die benötigten Materialien ihre Zielorte erreichen. Prof. Dr. Beate Kampmann Außerdem braucht es Geld, um lokale Netzwerke und die Bevölkerung einzubeziehen. Auch Menschen, die Ebola bereits überlebt haben, können bei der Betreuung Erkrankter helfen. Dafür müssen Personal, Material und Diagnostik finanziert werden. Ärzte kämpfen mit fehlendem Personal, Geldmangel und Streiks - die Zahl der Toten und Infizierten steigt. 01.08.2026 | 2:34 minZDFheute: Was ist langfristig notwendig, um neue Ausbrüche einzudämmen oder zu verhindern? Kampmann: Langfristig brauchen wir wirksame Impfstoffe. Sie werden derzeit entwickelt und befinden sich in frühen Phasen klinischer Studien. Deutschland trägt mit seinen Investitionen in die internationale Impfstoffinitiative CEPI zur Finanzierung dieser Programme bei. Künftig müssen solche Impfstoffe auch in Afrika produziert werden können, damit der Kontinent selbst resilienter wird und sie bei Ausbrüchen schnell zur Verfügung stehen. Entsprechende Initiativen der EU und anderer Partner, an denen Deutschland maßgeblich beteiligt ist, müssen unbedingt fortgesetzt werden. Unser Institut ist an solchen Initiativen bereits beteiligt. Deutschland kann zudem bei der Entwicklung von Therapeutika und Diagnostika sowie bei der Ausbildung von Fachkräften einen wichtigen Beitrag leisten. ZDFheute: Ist Ebola gut behandelbar, wenn alle medizinischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen? Kampmann: Ebola ist nicht in jedem Fall tödlich. Die Sterblichkeit liegt im Kongo derzeit bei mehr als 45 Prozent. Mit guter medizinischer Unterstützung ist sie deutlich niedriger. Prof. Dr. Beate Kampmann Inzwischen gibt es auch monoklonale Antikörper. Sie sind jedoch teuer, schwer herzustellen und noch nicht überall verfügbar. ZDFheute: Welche Gefahr besteht für Deutschland? Droht eine Pandemie? Kampmann: Ebola ist keine Pandemie. Dafür müsste sich die Infektionskrankheit länder- und kontinentübergreifend ausbreiten. Einzelne importierte Fälle sind etwas anderes. Deutschland muss auf mögliche Erkrankte mit Reisehintergrund vorbereitet sein und Isolationsmöglichkeiten vorhalten. Menschen in der Inkubationszeit können zwar theoretisch reisen, sind aber noch nicht ansteckend. Ein Infektionsrisiko besteht erst bei symptomatischen Erkrankten. Deshalb sind Flughafenschließungen oder pauschale Abschottungsmaßnahmen nicht gerechtfertigt und nicht evidenzbasiert. Entscheidend ist, den Ausbruch vor Ort einzudämmen und die dortigen Gesundheitssysteme zu unterstützen. Das Interview führten Britta Spiekermann und Jordan Grawenhoff aus dem ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. 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