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Samstag, 15. August 2026
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USS »Abraham Lincoln«: Lassen die USA die Besatzung des Flugzeugträgers im Stich?

Medienspektrum

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14. August
Die Zeit (Politik)

USS »Abraham Lincoln«: US-Militär weist Berichte über Missstände auf Flugzeugträger zurück

Das US-Militär hat Berichte über Missstände an Bord des im Nahen Osten eingesetzten Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln zurückgewiesen. Der Flugzeugträger verzeichne mit 84,4 Prozent eine der höchsten Wiederverpflichtungsraten in der US Navy, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Die Rate gibt an, wie viele Soldatinnen und Soldaten nach Ablauf ihrer Vertragszeit freiwillig im Militär bleiben. Die Matrosen und Marines an Bord seien auch nach mehr als 260 Tagen auf See widerstandsfähig und entschlossen, teilte Centcom mit. Anders als in Medienberichten dargestellt, sei kein Besatzungsmitglied auf dem Flugzeugträger ums Leben gekommen. Ein Matrose, der am 3. August über Bord gegangen sei, habe schnell und sicher geborgen werden können. Centcom sprach in dem Zusammenhang von Falschberichterstattung. Zuvor hatten iranische Medien berichtet, bei gewaltsamen Auseinandersetzungen an Bord des Flugzeugträgers seien sieben Menschen getötet worden. Außerdem sei die Stimmung unter der Besatzung angespannt. Verschlechterung der psychischen Gesundheit und Sicherheitsbedenken Der Senator des Bundesstaats Connecticut, Richard Blumenthal, hatte die US-Regierung unterdessen auf X aufgefordert, darzulegen, was sie zur Unterstützung der Streitkräfte an Bord unternehme. »Weitverbreitete Berichte über Versorgungsengpässe, Probleme bei den Sanitäranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr erfordern sofortiges Handeln«, schrieb er. Fehlende Seife und verstopfte Toiletten seien demnach noch die geringsten Probleme. In einer offiziellen Anfrage hieß es, bei den Soldatinnen und Soldaten sei eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit festzustellen. Zudem seien »Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Außendecks« geäußert worden. Auch der Postverkehr funktioniere offenbar nicht zuverlässig. Viele an das Schiff adressierte Versorgungspakete seien über Monate auf dem Transportweg verloren gegangen. Weiterer US-Flugzeugträger wird in den Nahen Osten verlegt Der Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, forderte unterdessen auf X die sofortige Entlassung von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Bei dessen Nominierung habe jeder gewusst, dass er völlig inkompetent sei, schreibt Schumer. »Jetzt zahlen unsere tapferen Matrosen dafür auf schreckliche und unfassbare Weise den Preis.« Unterdessen ist ein weiterer US-Flugzeugträger auf dem Weg in den Nahen Osten. Die USS George Washington verließ nach Angaben der US-Marine in der vergangenen Woche den Hafen der vietnamesischen Stadt Da Nang. Seitdem wurde der Flugzeugträger gemeinsam mit einem Kreuzer und einem Zerstörer bei der Durchfahrt durch die Straße von Singapur gesichtet. Ein Vertreter der US-Marine bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass sich die USS George Washington in der Straße von Malakka befand. Die Meerenge verbindet den Pazifischen mit dem Indischen Ozean.

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14. August
FAZ (Politik)

Berichte über Suizidversuche: Was ist auf der USS Abraham Lincoln los?

Berichte über Suizidversuche : Was ist auf der USS Abraham Lincoln los? Auf dem im Nahen Osten stationierten Flugzeugträger kommt es nach sechs Monaten auf offener See laut Angehörigen vermehrt zu psychologischen Notfällen. Die Marine widerspricht. Die Nachricht kam inmitten beunruhigender Berichte von der USS Abraham Lincoln: Nach Informationen amerikanischer Medien soll der seit Januar im Nahen Osten stationierte Flugzeugträger von der USS George Washington abgelöst werden, die aus Vietnam auf dem Weg in die Region ist. Wann genau der Wechsel kommt, ist demnach noch nicht klar. Aber er kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der psychische Zustand vieler Matrosen an Bord offenbar beträchtlich verschlechtert hat – und demokratische Kongressmitglieder Aufklärung vom Pentagon fordern. Der Sender MS Now berichtete am Donnerstag von einem Matrosen der USS Abraham Lincoln, der nach Aussage seiner Frau am 3. August in einem Suizidversuch über Bord ging und nach einer Stunde im Wasser gerettet wurde. Erfahren habe sie von dem Vorfall von einem Freund des Mannes, nicht von offizieller Stelle. Laut CNN ging im Juli außerdem ein Mann in Rettungsweste über Bord, der schnell aus dem Wasser geholt wurde. Die Marine soll den Vorfall als psychischen Zwischenfall eingestuft haben. Seit mehr als 200 Tagen keinen Hafen mehr angelaufen Die Berichte decken sich mit in dieser Woche veröffentlichten Informationen zweier Militärzeitungen, wonach Angehörige auf dem Flugzeugträger stationierter Matrosen wegen sich häufender psychologischer Notfälle Alarm schlagen. Die etwa 5000 Matrosen der USS Abraham Lincoln sind seit knapp neun Monaten im Einsatz und haben seit mehr als 200 Tagen keinen Hafen mehr angelaufen. Das entspricht mehr als sechs Monaten und ist nach Angaben des demokratischen Senators Richard Blumenthal ein Rekord für die längste ununterbrochene Zeit auf See. Eigentlich sollte der Einsatz im Mai dieses Jahres enden, er wurde wegen des Irankriegs jedoch auf unbestimmte Zeit verlängert. Das hinterlässt offenbar Spuren. Die „Navy Times“ zitierte die Ehefrau eines Mannes, der versucht haben soll, vom Flugzeugträger zu springen. Er sei vorher über lange Zeit überlastet gewesen, sagte sie der Zeitung. Nun fürchte er, nach 13 Jahren unehrenhaft entlassen zu werden, „nur weil er ausgebrannt war“. Das Medium „Stars and Stripes“ berichtete, ein Matrose habe seiner Familie geschrieben, die „mentale und physische Gesundheit“ der Matrosen sei in Gefahr. „Wir brauchen Hilfe.“ Kriegsminister Hegseth: Lage „völlig falsch dargestellt“ Senator Blumenthal schrieb am Mittwoch einen Brandbrief an Verteidigungsminister Pete Hegseth, in dem er Auskunft forderte. Er habe „ernsthafte Bedenken“ angesichts der Länge des Einsatzes und des Wohlergehens der Matrosen, schrieb der Demokrat. So gebe es zahlreiche Berichte über „Mängel bei der Grundversorgung, kontaminiertes Wasser, Probleme mit den Sanitäranlagen, eine sich verschlechternde psychische Gesundheit der Stationierten“ sowie Probleme mit dem Postsystem, wodurch Carepakete verloren gingen. Hinzukomme, dass die Regierung ihre Ziele im Irankrieg noch nicht hinreichend erläutert habe, der Einsatz von Streitkräften also bis auf Weiteres nötig werde. Hegseth reagierte am Donnerstag erbost: Die Lage werde „völlig falsch dargestellt“, sagte er vor Journalisten. Das Pentagon stelle sicher, dass „jedes Schiff zu jedem Zeitpunkt“ über alles Nötige verfüge. Für den Einsatz sei er dankbarer „als jeder andere“. Angehörige der Matrosen hatten während eines Treffens mit dem amtierenden Marineminister Hung Cao in der vorigen Woche aber offenbar auch schon auf die Situation aufmerksam gemacht. Wie „Stars and Stripes“ berichtete, erzählte eine Frau bei der Veranstaltung in San Diego unter Tränen von einer Nachricht ihres Mannes. Der habe geschrieben, er hoffe, am nächsten Morgen nicht mehr aufzuwachen. In Reaktion darauf hieß es offenbar, die Matrosen an Bord hätten Zugang zu Psychologen, Seelsorgern und Ärzten. Außerdem sei es geplant, mehr psychologische Fachkräfte auf das Schiff zu entsenden. In einer Stellungnahme gegenüber CNN äußerte die Marine, man habe „keinen Anstieg von Selbstmordgedanken oder -versuchen“ festgestellt und nehme das Wohlergehen jedes einzelnen Soldaten ernst. Dusche dreckig – es fehlen Zahnpasta, Seife und Deo Schon im April gab es Berichte über unzulängliche Versorgung auf dem Flugzeugträger. In den sozialen Medien verbreiteten sich Fotos undefinierbarer Lebensmittel und kleiner Portionen. Die amerikanische Marine veröffentlichte daraufhin Fotos dampfender Nudelberge und üppig gefüllter Tabletts mit frittiertem Hähnchen und Mac and Cheese. „Keine Unterbrechungen, keine Engpässe“, hieß es dazu. Laut einem Bericht von CNN besserte sich die Versorgungslage nach einer Lieferung tatsächlich wieder. Der Sender MS Now berichtete jedoch kürzlich, die Moral an Bord leide auch unter mangelnder Hygiene. So seien die Duschen dreckig und über Tage geschlossen gewesen, die Wäscherei zeitweilig nicht verfügbar, und es habe an Grundausstattung wie Zahnpasta, Seife und Deo gefehlt. Joseph Hontz, Sprecher der 5. Flotte der Marine, sprach gegenüber dem Sender von einem „herausfordernden Einsatz“, hob jedoch hervor, der Flugzeugträger sei voll und ganz in der Lage, alle Aufgaben der Mission zu erfüllen. Es gebe höchstens kurzfristige Versorgungsengpässe; Obst und Gemüse seien häufig verdorben, bis sie bei den Matrosen ankämen. Gelegentliche Probleme mit dem Wasser würden schnell behoben. Und im Übrigen seien die Matrosen selbst dafür zuständig, die Sanitärräume sauber zu halten.

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14. August
Handelsblatt

Marine in Nahost: US-Militär kontert Klagen über Missstände auf Flugzeugträger

Marine in Nahost: US-Militär kontert Klagen über Missstände auf Flugzeugträger Washington. Das US-Militär hat Berichte über Missstände auf dem im Nahen Osten eingesetzten Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ zurückgewiesen. Der Flugzeugträger weise unter allen der US Navy eine der höchsten Wiederverpflichtungsraten der Besatzung mit 84,4 Prozent auf, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Eine solche Rate beschreibt den Anteil der Soldaten, die freiwillig weiter im Militär bleiben, nachdem ihre Vertragszeit abgelaufen ist. Von Centcom hieß es weiter, die Matrosen und Marines blieben widerstandsfähig und entschlossen, nachdem sie mehr als 260 Tage auf See verbracht hätten. Anders als berichtet sei kein Besatzungsmitglied an Bord des Flugzeugträgers ums Leben gekommen. Ein Matrose, der am 3. August über Bord gegangen sei, sei schnell und sicher geborgen worden, hieß es weiter. Centcom sprach von Falschberichterstattung. Iranische Medien hatten berichtet, bei gewaltsamen Auseinandersetzungen an Bord des Flugzeugträgers seien sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Stimmung an Bord sei angespannt. Berichte zu fehlender Seife, verstopften Klos und psychischen Problemen Der Senator aus dem Bundesstaat Connecticut, Richard Blumenthal, hatte die US-Regierung zuvor auf der Plattform X aufgefordert, sie solle erklären, was sie tue, um die Streitkräfte an Bord zu unterstützen. „Weitverbreitete Berichte über Versorgungsengpässe, Probleme bei den Sanitäranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr erfordern sofortiges Handeln“, hieß es weiter. Fehlende Seife und verstopfte Klos sind demnach nicht einmal das schlimmste Problem: Bei Soldatinnen und Soldaten sei eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit festzustellen, hieß es in der offiziellen Anfrage. Es seien „Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Außendecks“ geäußert worden und, ebenfalls unschön für die Besatzung: Störungen im Postverkehr hätten dazu geführt, dass viele an das Schiff adressierte Versorgungspakete über Monate auf dem Transportweg verloren gegangen seien. Derweil forderte der Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, auf der Plattform X den sofortigen Rauswurf von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Als dieser nominiert worden sei, habe jeder gewusst, dass er völlig inkompetent sei. „Jetzt zahlen unsere tapferen Matrosen dafür auf schreckliche und unfassbare Weise den Preis.“ Flugzeugträger soll ersetzt werden Laut Medienberichten soll der Flugzeugträger aus dem Nahen Osten abgezogen und durch die „USS George Washington“ ersetzt werden. Das berichteten das „Wall Street Journal“ sowie die US-Sender CNN und NBC News unter Berufung auf Insider. Laut CNN war der Austausch der Schiffe allerdings bereits vor den Beschwerden geplant. Mit der aus dem Südchinesischen Meer abgezogenen „USS Abraham Lincoln“ und ihren Begleitschiffen hatte das US-Militär bereits Anfang Januar seine Präsenz im Nahen Osten ausgebaut. Am 28. Februar hatten die USA und Israel Militärschläge gegen den Iran begonnen. Seither ist der Flugzeugträger im Arabischen Meer im Einsatz, um die US-Seeblockade gegen Schiffe durchzusetzen, die versuchen, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen.

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13. August
Tagesschau

Klage über Missstände - Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" wird wohl abgelöst

Flugzeugträger in Nahost Klage über Missstände - "USS Abraham Lincoln" wird wohl abgelöst Die Lebensmittel knapp, seit Monaten kein Landgang: US-Senatoren sorgen sich um die Marinestreitkräfte auf dem Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln". Dieser soll offenbar nun abgelöst werden. Rund 200 Angehörige von Seeleuten der "USS Abraham Lincoln" haben in den vergangenen Tagen bei Treffen mit hochrangigen Marinevertretern in San Diego Alarm geschlagen. Sie berichten von Versorgungsproblemen, Erschöpfung und sinkender Moral an Bord des Flugzeugträgers. Und das inzwischen nicht nur hinter verschlossenen Türen, sondern auch öffentlich. Wie Nicole Conrads, deren Sohn auf der "USS Abraham Lincoln" dient: "Lebensmittel waren offenbar knapp. Er hat mir erzählt, dass er zeitweise nur eine halbe Tasse Reis und zwei Tortillas bekommen hat", sagt sie. Es gebe Probleme mit den Duschen, der Wäscherei und Toilettenanlagen. Außerdem kämpfe die Besatzung mit langen Arbeitszeiten und einer immer längeren Einsatzdauer. Seit Monaten kein Hafenaufenthalt Tatsächlich ist die Lincoln seit November vergangenen Jahres im Einsatz. Die ursprünglich auf sieben Monate angelegte Mission wurde mehrfach verlängert. Inzwischen dauert der Einsatz fast neun Monate. Über 200 Tage hat das Schiff ohne regulären Hafenaufenthalt verbracht. Letzteres gilt als Rekord für einen modernen US-Flugzeugträger. Zudem wissen die Besatzungsmitglieder schlicht nicht, wann dieser mehrfach verlängerte Einsatz endet. Das belastet die Stimmung zusätzlich. Brett Snow, dessen Sohn ebenfalls auf dem Flugzeugträger dient, beschreibt das so: "Klar, es gibt Soldaten, die sagen: Ich habe im Schlamm unter einem Panzer geschlafen und mich von Einsatzrationen ernährt. Aber eben nicht neun Monate am Stück." Die Vorwürfe wurden von Militär-Fachmedien dokumentiert. Auch psychische Krisen nehmen offenbar zu. Laut mehreren US-Medien sollen Seeleute versucht haben, über Bord zu springen. Der frühere Navy-Kapitän Armin Kurdian war selbst sechs Monate auf der Lincoln stationiert. Er sagt, solche Vorfälle seien alarmierend - aber leider nicht völlig ungewöhnlich: Bei so langen Einsätzen kommt es immer wieder vor, dass Besatzungsmitglieder in psychische Krisen geraten. Das passiert nicht jeden Tag, aber es kommt vor. US-Senatoren schalten sich ein Inzwischen haben sich verschiedene Politiker eingeschaltet. Der demokratische Senator Richard Blumenthal fordert in einem Brief an Verteidigungsminister Pete Hegseth und den amtierenden Marineminister Hung Cao detaillierte Auskünfte über die Zustände an Bord. Blumenthal, der Mitglied des Verteidigungsausschusses ist, will wissen, warum der Einsatz mehrfach verlängert wurde und kritisiert, dass die Regierung Ziele und Dauer der Mission bislang nicht ausreichend erklärt habe. Die US Navy weist die Vorwürfe zurück. Gegenüber CBS News erklärte ein Sprecher, die Abraham Lincoln operiere in einem hoch umkämpften Umfeld. Die Kampfhandlungen hätten die Nachschubwege zeitweise gestört. Deshalb habe die Marine zunächst Lebensmittel und Hygieneartikel priorisiert. Zugleich betont die Navy, an Bord gebe es sauberes Wasser, funktionierende Klimaanlagen und ausreichend Verpflegung. Auch Berichte über eine Zunahme von Suizidversuchen lägen der Navy nicht vor. Der Besatzung stünden psychologische Berater, Seelsorger und medizinisches Personal zur Verfügung. Ablösung soll auf dem Weg sein Kriegsminister Pete Hegseth hatte bereits frühere Berichte über Lebensmittelknappheit auf der "Abraham Lincoln" öffentlich als "Fake News" bezeichnet. Angehörige wie Brett Snow sagen dazu: "Sie haben sich freiwillig gemeldet. Sie geben ihr Bestes. Deshalb brauchen sie unsere Unterstützung. Und dazu gehört, dass sie alles bekommen, um ihren Auftrag zu erfüllen: Treibstoff, Nahrung, aber eben auch Dinge des täglichen Bedarfs wie Zahnpasta und Deo." Inzwischen ist offenbar eine Ablösung für die "Lincoln" in Sicht. Die "USS George Washington" soll bereits auf dem Weg in den Nahen Osten sein. Einen Termin für die Rückkehr der "Lincoln" hat die Navy allerdings nicht bekannt gegeben. Solange aber die offizielle Umbenennung per Gesetz noch ausstand, wurde in Nachrichtentexten auf tagesschau.de überwiegend die bisherige Bezeichnung Verteidigungsministerium oder Pentagon verwendet, oft verbunden mit dem Zusatz, dass sich das Ministerium selbst Kriegsministerium nennt. Bei der schriftlichen Einblendung des Titels in Fernsehbeiträgen der tagesschau kam die Bezeichnung zum Einsatz, die auch die jeweilige Institution benutzt, also Kriegsministerium bzw. Kriegsminister Hegseth. Sobald das entsprechende Gesetz auch die zweite US-Kammer passiert hat, ist die Namensänderung offiziell - und Pete Hegseth damit Kriegsminister. Der Name Kriegsministerium in den USA ist nicht neu. Er wurde auch bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verwendet.

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13. August
Der Spiegel

USS »Abraham Lincoln«: Matrosen klagen über Zustände auf US-Flugzeugträger

Katastrophale Bedingungen Matrosen auf US-Flugzeugträger leiden unter langer Einsatzzeit Die psychische Verfassung der Matrosen an Bord der USS »Abraham Lincoln« scheint sich zunehmend zu verschlechtern. Die Besatzung befindet sich bereits im neunten Monat im Einsatz auf See – für den Flugzeugträger der USA ein Rekord, für die Matrosen eine mentale Herausforderung. Das Kriegsschiff verließ San Diego am 21. November 2025 mit Ziel Pazifik. Es wurde jedoch noch vor den am 28. Februar begonnenen US-israelischen Angriffen auf Iran in die Krisenregion umgeleitet. Seither ist der Flugzeugträger im Arabischen Meer im Einsatz, um die US-Seeblockade gegen Schiffe durchzusetzen, die versuchen, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen. Matrosen wollten offenbar über Bord springen Wegen der Zustände an Bord der »Lincoln« schlagen auch US-Politiker bereits Alarm. »Es gibt verschimmelte Duschen, kaputte Toiletten«, beschrieb Mike Levin, ein demokratischer Kongressabgeordneter, die Situation auf X . Es gebe »lange Phasen ohne warmes Wasser und eine Mahlzeit, die sich auf eine halbe Tasse Reis und zwei Tortillas beschränkt«, monierte Levin. Matrosen an der Reling der USS »Abraham Lincoln« (Dezember 2024) Foto:Kevin Carter / Getty Images In seinem Post erinnerte der Abgeordnete auch an eine emotionale Bürgerversammlung am vergangenen Donnerstag in San Diego, in der Familien ihre Sorgen um Angehörige an Bord der »Lincoln« gegenüber der Marineführung äußerten. Anwesend waren unter anderem der amtierende Marine-Staatssekretär Hung Cao und weitere hochrangige Offiziere. Über die Versammlung berichteten auch die beiden führenden Militärfachzeitschriften »Navy Times« und »Stars and Stripes« . Demnach habe eine der rund 200 anwesenden Ehefrauen erzählt, ihr Mann habe ihr an diesem Tag eine SMS geschickt, in der er schrieb: »Ich hoffe, dass ich morgen nicht mehr aufwache.« Eine weitere Frau berichtete von einem separaten Vorfall, in den ihr Ehemann verwickelt worden sei: Der Matrose habe einen Kameraden daran gehindert, über Bord zu springen, indem er ihn packte und zurück an Deck brachte. Senatoren verlangen Aufklärung Verteidigungsminister Pete Hegseth tat die Berichte als »weitere Fake News« ab , was der Kongressabgeordnete Levin scharf kritisierte: »Diese Männer und Frauen haben sich verpflichtet, ihrem Land zu dienen. Das Mindeste, was ihr Land ihnen schuldet, sind heißes Wasser, eine funktionierende Toilette und eine richtige Mahlzeit. Hegseth kann nicht einmal das gewährleisten und hat dann auch noch die Frechheit, ihren Familien in die Augen zu schauen und sie als Lügner zu bezeichnen.« Mittlerweile fordern auch Mitglieder des US-Senats Aufklärung. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump »muss erklären, was sie tut, um die Streitkräfte auf dem schwimmenden Luftwaffenstützpunkt zu unterstützen«, schrieb der Senator aus dem Bundesstaat Connecticut, Richard Blumenthal, auf X . Der Demokrat hat eine offizielle Anfrage als Mitglied des Senatskomitees für die US-Streitkräfte an Verteidigungsminister Hegseth und Marine-Staatssekretär Cao gerichtet. Sein demokratischer Senatskollege aus Arizona, Ruben Gallego, kündigte an , den Flugzeugträger mit einer parteiübergreifenden Delegation besuchen zu wollen, um die Lage in Augenschein zu nehmen. Studie belegt Belastung der Matrosen Dem »Guardian« sagte ein Vertreter der Marine, man sei sich bewusst, dass »längere Einsätze eine erhebliche Belastung für unsere Soldaten und ihre Familien darstellen, und wir sind dankbar für ihre Widerstandsfähigkeit und die Opfer, die sie bringen«. Der Sprecher fügte hinzu, dass die Gesundheit und das Wohlergehen jedes einzelnen Matrosen auf der »Lincoln« oberste Priorität hätten. Das Kommando habe bislang keinen Anstieg von Suizidgedanken oder -versuchen an Bord des Schiffes festgestellt. Eine Studie im Auftrag der US-Regierung , erschienen im vergangenen Jahr, untersuchte die besonderen Stressfaktoren, denen Matrosen im Einsatz ausgesetzt sind. Sie kam zu dem Ergebnis, dass laute Geräusche, Schlafmangel sowie unzureichende psychische und physische Gesundheitsversorgung zu den häufigsten Stressfaktoren zählen. Die Forscher führten eine Umfrage unter Matrosen im Einsatz durch und stellten fest, dass sich fast die Hälfte von ihnen darüber beklagte, keine angemessene Hilfe bei der Bewältigung von Stress auf See zu erhalten. »Angesichts der hohen Selbstmordraten im Militär, auch innerhalb der Marine, sind dringend Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zur medizinischen Versorgung auf Schiffen erforderlich«, mahnte die Studie.

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