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Donnerstag, 23. Juli 2026
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Pharmaindustrie: Trump droht den Generika-Herstellern mit Zöllen

Medienspektrum

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23. Juli
Süddeutsche Zeitung (Wirtschaft)

Pharmaindustrie: Trump droht den Generika-Herstellern mit Zöllen

Erst knöpfte sich Donald Trump die Hersteller patentierter Medikamente vor, jetzt sind die Lieferanten von Generika dran. Das sind Medikamente, deren Patentschutz abgelaufen ist. Noch zwei Jahre dürfen sie weiter zollfrei in die USA eingeführt werden dürfen, kündigte der US-Präsident auf seiner virtuellen Plattform Truth Social an. Danach sollen für ein Jahr Zölle von 100 Prozent erhoben werden, später dann 200 Prozent. So will Trump die Hersteller dazu bewegen, die Medikamente in den USA herzustellen. Wer sich innerhalb der zweijährigen Frist dagegen entscheide, eine Produktion in den USA aufzubauen, werde „bestraft“. Die Maßnahme diene dem Schutz der US-Bevölkerung, schrieb Trump am Dienstag. Die Aktienkurse von Herstellern wie Sandoz und Teva reagierten mit Kursverlusten. Anders als der israelische Konzern Teva hat der Schweizer Konzern Sandoz keine Werke in den USA. Sollten die Zölle tatsächlich in Kraft treten, würden sie nach Einschätzung des Verbandes Pro Generika vor allem den USA selbst schaden. Sie seien auf Importe angewiesen. Das zeigen Daten der Association for Accessible Medicines (AAM). Sie vertritt die Interessen der US-Anbieter von Generika und Biosimilars, das sind Nachahmerprodukte von biotechnologisch hergestellten Medikamenten. 2024 machten laut AAM Generika und Biosimilars 90 Prozent aller verschriebenen Medikamente in den USA aus, aber nur zwölf Prozent der Kosten. Patentgeschützte Medikamente machten dagegen nur zehn Prozent der Verordnungen aus, aber 88 Prozent der Kosten. Allein in den vergangenen zehn Jahren hätten die nachgeahmten Medikamente das US-Gesundheitssystem um 3,7 Billionen Dollar entlastet, heißt es in der Studie des Verbandes. Laut Pro Generika werden 70 Prozent der benötigten Wirkstoffe aus dem Ausland bezogen – aus Indien, Europa und China. Zölle von 100 oder gar 200 Prozent würden ausländische Hersteller aus dem US-Markt drängen und könnten die Versorgung weiter destabilisieren. So sieht das auch AAM. Schon jetzt ist der Preisdruck hoch. Der deutliche Preisverfall in den vergangenen 30 Jahren habe die Marktbedingungen für die Hersteller verschlechtert, gefährde die Versorgung der Patienten und erhöhe die Gefahr von Lieferengpässen, einige Medikamente könnten ganz vom Markt verschwinden. AAM warnt eindringlich vor Preiskontrollen. Ein Werk kostet Milliarden Das eigenmächtige Durchsetzen nationaler Interessen dürfe nicht zu Lasten von Patientinnen und Patienten gehen – weder in den USA noch in Europa, sagt Pro-Generika-Geschäftsführer Bork Bretthauer: „Medikamente sollten niemals in Handelskriegen zur Waffe werden.“ Die Übergangsfrist bis Sommer 2028 geht nach Darstellung des Verbandes an der wirtschaftlichen Realität vorbei. Ein neues Werk erfordere Investitionen in Milliardenhöhe und jahrelange Genehmigungsverfahren. Bei den ohnehin geringen Margen im Generika-Geschäft sei das keine realistische Perspektive. Trump hegte schon in seiner ersten Amtszeit einen Groll gegen die Pharmakonzerne, in seiner zweiten ist er noch gewachsen. Ende Juli 2025 verschickte er Briefe an die Bosse von 17 Pharmaunternehmen und drängte sie, die Preise zu senken. Patentierte Medikamente, und zwar die identischen Präparate, seien in den USA bis zu dreimal so teuer wie anderswo, wetterte Trump. So weit es Originalpräparate betrifft, war der Vorwurf, das zeigen Studien, gerechtfertigt, Generika sind in den USA häufig jedoch preiswerter als in anderen Staaten. Einige Hersteller patentierter Medikamente, darunter Pfizer, Merck und Boehringer Ingelheim, gaben dem Druck des Präsidenten nach und bieten über die Plattform Trump RX bestimmten Gruppen, zum Beispiel Unversicherten, rabattierte Arzneimittel an. Im Gegenzug wurden ihnen Strafzölle erlassen.

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22. Juli
Handelsblatt

Kommentar: Trump droht mit Generika-Zöllen – umsetzen wird er sie kaum

Kommentar: Trump droht mit Generika-Zöllen – umsetzen wird er sie kaum Das Muster ist altbekannt: Der US-Präsident spricht apokalyptisch anmutende Drohungen aus, um sich eine bessere Verhandlungsposition zu verschaffen. So auch im Fall der Generikahersteller. Im Sommer 2028 will Donald Trump zunächst für ein Jahr Zölle von 100 Prozent auf Generika einführen. Danach soll der Wert dieser Medikamente, die Markenpräparaten gleichen, aber meist deutlich günstiger sind, auf 200 Prozent steigen. Der Präsident will damit die Versorgungssicherheit erhöhen, Arbeitsplätze schaffen und Investitionen im Land fördern. Zugleich nutzt er das Thema niedrigerer Medikamentenpreise für den Wahlkampf vor den Kongresswahlen 2026. Dabei dürfte er genau das Gegenteil erreichen: höhere Preise für US-Patienten, weniger Anbieter und eine stärkere Abhängigkeit von wenigen Produzenten. Warum die Rechnung für Washington nicht aufgeht Die Generikabranche hat niedrige Margen im Gegensatz zu Markenpharmaprodukten. Die zusätzliche Zollbelastung könnte deshalb die Wirtschaftlichkeit vieler Generika beeinträchtigen und so zu höheren Preisen und geringerer Verfügbarkeit führen. Aus gutem Grund hatte Trump Generika bislang von Zöllen ausgenommen. Er weiß, dass Zölle die Lieferketten für unverzichtbare Arzneimittel gefährden würden. Genau deshalb ist ein Preisdeal der wahrscheinlichste Ausgang. So wie die US-Regierung bereits mit der Pharmaindustrie Vereinbarungen ausgehandelt hat, dürfte sie auch hier auf Zusagen zu Investitionen und Preisen setzen – gegen einen Verzicht auf Zölle.

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22. Juli
Tagesschau

Bis zu 200 Prozent: Trump kündigt Zölle auf Arzneimittel an

Handelspolitik der USA Trump droht mit neuen Zöllen auf Arzneimittel US-Präsident Donald Trump will Arzneimittelhersteller zu einer Produktion in den USA bewegen. Für Generika kündigte er deshalb ab Sommer 2028 Strafzölle an - die auf bis zu 200 Prozent steigen sollen. US-Präsident Donald Trump setzt die Pharmabranche unter Druck: Er hat neue Strafzölle auf importierte Arznei-Generika angekündigt. Nach seinen Angaben sollen ab Sommer 2028 zunächst für ein Jahr Sonderabgaben in Höhe von 100 Prozent erhoben werden. Anschließend soll der Zollsatz auf 200 Prozent steigen. Die Ankündigung machte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Generika sind Medikamente, die den Wirkstoffen ehemals patentgeschützter Präparate entsprechen, in der Regel aber deutlich günstiger angeboten werden. Produktion soll in die USA verlagert werden Bis zum Sommer 2028 sollen danach keine Zölle auf Generika erhoben werden. "Mit Wirkung vom 1. August 2026 unterliegen alle in die Vereinigten Staaten eingeführten Generika für einen Zeitraum von zwei Jahren weiterhin einem Zollsatz von null Prozent", erklärte Trump. Diese Frist sollen Unternehmen nutzen, um ihre Produktion in die USA zu verlagern. Firmen, die ihre Fertigung nicht in den Vereinigten Staaten aufbauen, würden bestraft, drohte Trump. "Diese Maßnahme dient dem Schutz der amerikanischen Bevölkerung", hieß es in diesem Post. Wie das konkret umgesetzt werden soll und auf welcher rechtlichen Grundlage die Zölle erhoben würden, ließ er offen. Druck auf Pharmabranche wächst Mit der Ankündigung erhöht Trump den Druck auf Arzneimittelhersteller außerhalb der USA. Bereits im Frühjahr hatte er Zölle von 100 Prozent auf patentgeschützte Markenmedikamente angekündigt, die gestaffelt eingeführt werden sollen. Ausnahmen gelten unter anderem für Unternehmen, die auch in den USA produzieren, sowie in bestimmten Fällen aufgrund von Handelsabkommen. Trump begründet seine Zollpolitik mit dem Ziel, die vergleichsweise hohen Medikamentenpreise in den USA zu senken. Er wirft Pharmaunternehmen vor, durch günstigere Produktion im Ausland den Wettbewerb zulasten von US-Unternehmen zu verzerren. Zudem verweist er auf die hohen Forschungskosten der US-Pharmabranche. Neue Zölle in Brasilien ab Mittwoch Erst vergangene Woche hatte Trump neue Zölle in Höhe von 25 Prozent für Produkte aus Brasilien angekündigt. Ab Mittwoch gelten diese auf zahlreiche Importe aus dem südamerikanischen Land. Die neuen Zölle folgen auf eine einjährige Untersuchung der US-Regierung. Dabei seien zahlreiche Handelspraktiken Brasiliens festgestellt worden, die aus Sicht Washingtons "unangemessen oder diskriminierend" seien und den US-Handel beeinträchtigten. Von den Maßnahmen ausgenommen sind demnach unter anderem Rindfleisch, Kaffee, Orangensaft, Erdöl und Gas sowie bestimmte Flugzeugteile. Dabei handelt es sich laut US-Regierung um Produkte, die in den Vereinigten Staaten nicht ausreichend verfügbar oder bei denen besonders sensible Lieferketten betroffen sind.

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22. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Business-Ticker: Trump droht mit Zöllen auf Arznei-Generika ab Sommer 2028

Business-Ticker : Trump droht mit Zöllen auf Arznei-Generika ab Sommer 2028 Lesezeit: US-Präsident Donald Trumpdpa Generika-Produktion in USA hochfahren +++ TKMS zieht Angebot für Kieler Werft zurück +++ Novo Nordisk verklagt US-Rivalen Eli Lilly +++ Indischer Konzern könnte bei VW-Tochtergesellschaft einsteigen +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog. Trump droht mit Zöllen auf Arznei-Generika ab Sommer 2028 US-Präsident Donald Trump will mit der Androhung von neuen Zöllen Arzneimittelfirmen dazu drängen, Medikamente in den USA zu produzieren. Ab Sommer 2028 sollen zunächst für ein Jahr Sonderabgaben in Höhe von 100 Prozent auf sogenannten Generika fällig werden, danach soll der Wert auf 200 Prozent steigen, wie Trump auf der Plattform Truth Social ankündigte. Generika sind Medikamente, die Marken-Präparaten gleichen, aber meist deutlich günstiger sind. Trump betonte in seinem Post auch, dass bis Sommer 2028 weiterhin keine Zölle für Generika erhoben würden. Diese Zeitspanne sollen Firmen nach seinem Willen dazu nutzen, um ihre Produktion von Generika in die USA zurückzuverlagern. Wer sich dagegen entscheide, Produktionsstätten in den USA zu errichten, werde bestraft, drohte Trump, ohne Einzelheiten zu nennen. Auf welche gesetzliche Grundlage er sich bei den angedrohten Zöllen berufen will, ließ der Republikaner in seinem Post ebenfalls offen. Mit der neuen Drohung verschärft der US-Präsident den Druck auf Arzneimittelhersteller außerhalb der USA. Bereits im Frühjahr hatte Trump einen 100-Prozent-Zoll auf patentgeschützte Marken-Arzneimittel mit einem gestaffelten Start ab Ende Juli angekündigt. Dabei gibt es Ausnahmen, etwa bei speziellen Handelsabkommen oder wenn Firmen auch in den USA produzieren. Trump will die vergleichsweise hohen Arzneimittelpreise in den USA drücken. Er wirft Herstellern vor, mit günstigerer Produktion im Ausland den Wettbewerb zulasten von US-Firmen zu verzerren. In den USA wird besonders kostenintensiv im Pharma-Bereich geforscht.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen TKMS will Kieler Werft nicht mehr – „Kein Einvernehmen erzielt“ Die Thyssenkrupp-Marinetochter TKMS ist aus dem Bieterprozess für die Werft German Naval Yards Kiel (GNYK) ausgestiegen. Es habe keine Einigung über die wirtschaftlichen Konditionen einer Übernahme gegeben, erklärte TKMS-Chef Oliver Burkhard am Dienstag. Ins Visier genommen hat die Werft auch der Düsseldorfer Konkurrent Rheinmetall, der erklärtermaßen im Marine-Geschäft wachsen will. „Der Erwerb der German Naval Yards Kiel wäre eine schöne Option gewesen, aber kein Muss“, fügte Burkhard hinzu. Nach sorgfältiger Prüfung sehe TKMS aber „aktuell keine Notwendigkeit für einen Erwerb“, unterstrich er. „Da wir kein Einvernehmen über die wirtschaftlichen Konditionen erzielen konnten, wurde der Bieterprozess daher nun beendet“, begründete Burkharddie Entscheidung. Das Unternehmen wolle nun „andere Optionen in Kiel verfolgen, um unsere logistische Flexibilität zu steigern und Lösungen entwickeln, die größtmöglichen Wert für TKMS und unsere Anteilseigner schaffen“. „Wir sind nicht bereit, jeden Preis der Welt zu bezahlen“, hatte der TKMS-Chef im Mai mit Blick auf die Tochter des französischen Familienkonzerns CMN Naval gesagt. Diese war früher als Howaldtswerke-Deutsche Werft bekannt - und liegt auf dem TKMS-Gelände in Kiel. Neben TKMS hatte auch Konkurrent Rheinmetall Interesse an der Werft angemeldet. „Der Erwerb der German Naval Yards Kiel wäre eine schöne Option gewesen, aber kein Muss“, fügte Burkhard hinzu. Nach sorgfältiger Prüfung sehe TKMS aber „aktuell keine Notwendigkeit für einen Erwerb“, unterstrich er. „Da wir kein Einvernehmen über die wirtschaftlichen Konditionen erzielen konnten, wurde der Bieterprozess daher nun beendet“, begründete Burkharddie Entscheidung. Das Unternehmen wolle nun „andere Optionen in Kiel verfolgen, um unsere logistische Flexibilität zu steigern und Lösungen entwickeln, die größtmöglichen Wert für TKMS und unsere Anteilseigner schaffen“. „Wir sind nicht bereit, jeden Preis der Welt zu bezahlen“, hatte der TKMS-Chef im Mai mit Blick auf die Tochter des französischen Familienkonzerns CMN Naval gesagt. Diese war früher als Howaldtswerke-Deutsche Werft bekannt - und liegt auf dem TKMS-Gelände in Kiel. Neben TKMS hatte auch Konkurrent Rheinmetall Interesse an der Werft angemeldet. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Neue Ziele: Airbus will bis 2029 deutlich mehr Gewinn erzielen Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus will seinen Gewinn dank der starken Nachfrage nach Passagierjets bis 2029 kräftig nach oben treiben. Vor allem das Geschäft mit Passagier- und Frachtjets soll dazu beitragen, dass der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) auf zwölf bis 13 Milliarden Euro steigt. Für 2026 hat Konzernchef Guillaume Faury rund 7,5 Milliarden im Auge. Nach den Plänen des Verwaltungsrats soll Airbus binnen drei Jahren fünf Milliarden Euro für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben. Airbus fahre in allen Geschäftsbereichen die Produktion hoch, um der starken Nachfrage gerecht zu werden, sagte Faury am Dienstagabend in London. Derzeit präsentiert Airbus wie andere Flugzeughersteller seine Produkte auf der Farnborough Airshow nahe der britischen Hauptstadt. Am Finanzmarkt wurden die Neuigkeiten positiv aufgenommen: Die Airbus-Aktie legte im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um mehr als zwei Prozent zu. Airbus fahre in allen Geschäftsbereichen die Produktion hoch, um der starken Nachfrage gerecht zu werden, sagte Faury am Dienstagabend in London. Derzeit präsentiert Airbus wie andere Flugzeughersteller seine Produkte auf der Farnborough Airshow nahe der britischen Hauptstadt. Am Finanzmarkt wurden die Neuigkeiten positiv aufgenommen: Die Airbus-Aktie legte im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um mehr als zwei Prozent zu. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Streit um Abnehmspritzen: Novo Nordisk verklagt US-Rivalen Eli Lilly Im Kampf um den milliardenschweren Markt für Abnehmmittel hat der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk seinen US-Rivalen Eli Lilly wegen irreführender Werbung verklagt. In der am Dienstag bei einem Bundesgericht im US-Bundesstaat New Jersey eingereichten Klage wirft Novo Nordisk dem Konkurrenten unlauteren Wettbewerb vor. Eli Lilly habe in landesweiten Werbekampagnen für sein Adipositas-Medikament Zepbound und das Diabetes-Mittel Mounjaro die höchsten zugelassenen Dosierungen der eigenen Präparate mit niedrigeren Dosen der Novo-Mittel Wegovy und Ozempic verglichen. Neuere, höher dosierte Versionen der Medikamente der Dänen seien verschwiegen worden. In den Anzeigen werde ein Gewichtsverlust von etwa 22,7 Kilogramm durch Zepbound einem Minus von rund 15 Kilogramm durch Wegovy gegenübergestellt, erklärte Novo Nordisk. Direkte Vergleichsstudien der jeweils höchsten zugelassenen Dosierungen gebe es jedoch nicht. Separate Untersuchungen hätten bei diesen Höchstdosen einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von knapp 21,8 Kilogramm bei Zepbound und gut 21,3 Kilogramm bei Wegovy gezeigt. Novo Nordisk fordert per Gerichtsbeschluss den Stopp der Kampagne sowie eine Richtigstellung. Zudem verlangt das Unternehmen Schadenersatz, der auch die durch die Werbung erzielten Gewinne von Eli Lilly umfassen soll. Eine Stellungnahme des US-Unternehmens lag zunächst nicht vor. Novo Nordisk hatte nach eigenen Angaben im April eine Unterlassungsaufforderung verschickt, nachdem in den USA eine höhere Wegovy-Dosis zugelassen worden war. Eli Lilly habe daraufhin einen unzureichenden Hinweis in die Anzeigen eingefügt, die seither mehr als 700 Millionen Mal angezeigt worden seien. Die beiden Pharmakonzerne liefern sich ein erbittertes Ringen um die Vorherrschaft auf dem US-Markt für Adipositas-Medikamente. Analysten schätzen das Volumen bis 2030 auf mehr als 100 Milliarden Dollar. Novo Nordisk war mit der Abnehmspritze Wegovy als erstes Unternehmen auf dem Markt, verlor die Führung jedoch später an Zepbound. Zuletzt konnten die Dänen mit Wegovy in Tablettenform wieder Boden gutmachen. In den Anzeigen werde ein Gewichtsverlust von etwa 22,7 Kilogramm durch Zepbound einem Minus von rund 15 Kilogramm durch Wegovy gegenübergestellt, erklärte Novo Nordisk. Direkte Vergleichsstudien der jeweils höchsten zugelassenen Dosierungen gebe es jedoch nicht. Separate Untersuchungen hätten bei diesen Höchstdosen einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von knapp 21,8 Kilogramm bei Zepbound und gut 21,3 Kilogramm bei Wegovy gezeigt. Novo Nordisk fordert per Gerichtsbeschluss den Stopp der Kampagne sowie eine Richtigstellung. Zudem verlangt das Unternehmen Schadenersatz, der auch die durch die Werbung erzielten Gewinne von Eli Lilly umfassen soll. Eine Stellungnahme des US-Unternehmens lag zunächst nicht vor. Novo Nordisk hatte nach eigenen Angaben im April eine Unterlassungsaufforderung verschickt, nachdem in den USA eine höhere Wegovy-Dosis zugelassen worden war. Eli Lilly habe daraufhin einen unzureichenden Hinweis in die Anzeigen eingefügt, die seither mehr als 700 Millionen Mal angezeigt worden seien. Die beiden Pharmakonzerne liefern sich ein erbittertes Ringen um die Vorherrschaft auf dem US-Markt für Adipositas-Medikamente. Analysten schätzen das Volumen bis 2030 auf mehr als 100 Milliarden Dollar. Novo Nordisk war mit der Abnehmspritze Wegovy als erstes Unternehmen auf dem Markt, verlor die Führung jedoch später an Zepbound. Zuletzt konnten die Dänen mit Wegovy in Tablettenform wieder Boden gutmachen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Indischer Konzern könnte bei VW-Tochtergesellschaft einsteigen Der Volkswagen-Konzern verhandelt mit dem Mischkonzern JSW über eine Partnerschaft in Indien. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, könnte sich das in Mumbai ansässige Unternehmen an der VW-Gesellschaft Škoda Auto Volkswagen India beteiligen und so zusätzliches Kapital für die Expansion in dem Land bereitstellen. Im Gespräch ist offenbar, dass JSW eine Mehrheit übernimmt. Aber VW sieht offenbar auch andere Optionen, daher könnten die Gespräche ohne Ergebnis enden. Von Škoda hieß es am Dienstag nur, das Management bewerte „fortlaufend neue Geschäftsmöglichkeiten“ und verschiedene Optionen, „um die bestmögliche Lösung für die Umsetzung unserer Strategie in dem hochdynamischen indischen Markt zu finden“. Ein möglicher Zeitplan für die Gespräche wurde nicht genannt. Der VW-Konzern will schon lange die Geschäfte in Indien ausbauen. Der dortige Markt bietet viel Wachstumspotential, gilt aber als schwierig, weil er stark von günstigen Fahrzeugen geprägt ist. Lokale Anbieter wie Maruti Suzuki, Hyundai Motor India, Mahindra oder Tata Motors vereinen große Marktanteile auf sich. Die Expansion in Indien wird von der VW-Tochtergesellschaft Škoda gesteuert. Diese hat schon mehrere lokale Modelle auf den Markt gebracht, etwa das Kompakt-SUV Kushaq und die Limousine Slavia. Die Marktanteile sind vergleichsweise niedrig; auch deshalb wägt VW verschiedene Möglichkeiten für die Zukunft ab.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Bitburger profitiert von Fußball-WM Der Biersponsor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Mannschaft sehr zufrieden: „Wir haben von der WM profitiert“, teilte die Braugruppe mit. Das Turnier habe im Juni für „spürbar positive Impulse“ gesorgt. Bitburger hat demnach im Juni im Handel 28 Prozent mehr Bier verkauft. Auch das Exportgeschäft in Nordamerika habe profitiert. Erstmals habe Bitburger in den Vereinigten Staaten mehr als 1000 Fassbierkunden. Bitburger ist seit 2025 wieder Sponsor der deutschen Fußballnationalmannschaft. Andere Vertreter der Bierbranche äußerten sich deutlich zurückhaltender. Die Großbrauerei Veltins bezeichnete die Fußball-Weltmeisterschaft als „Flop“ für die deutschen Brauereien. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauerbundes Holger Eichele sagte lapidar: „Von der Fußball-WM hatten wir nichts erwartet, und wir wurden auch nicht enttäuscht." Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Millionen-Geldbuße wegen Preisabsprachen von Reifenunternehmen Das Bundeskartellamt hat gegen drei Unternehmen Geldbußen von insgesamt 11,9 Millionen Euro verhängt, weil sie die Preisbildung beim Vertrieb von Reifen der Marken Maxxis und CST auf dem deutschen Markt unerlaubt eingeschränkt haben sollen. Die Absprachen seien über sogenannte Margengarantievereinbarungen getroffen worden. Das teilte die Bonner Behörde am Dienstag mit. Betroffen sind eine Einzelperson, das Unternehmen Maxxis aus dem schleswig-holsteinischen Dägeling, das Reifen des taiwanesischen Herstellers Cheng Shin Rubber importiert, sowie die Reifengroßhändler B4T Berlin und Reifen Müller aus dem unterfränkischen Hammelburg und eine Einzelperson. In den Vereinbarungen sei den Großhändlern eine bestimmte Marge je verkauftem Reifen zugesichert worden. „Vertikale Preisbindungen gehen regelmäßig zulasten der Verbraucherinnen und Verbraucher", sagte Kartellamtschef Andreas Mundt. „Sie führen häufig dazu, dass überhöhte Preise gezahlt werden müssen.“ Die Praktiken seien schon seit Anfang der 1970er Jahre verboten. Sie seien dann kartellrechtswidrig, „wenn sie – wie hier – Vorgaben für die Verkaufspreise der Händler enthalten und damit deren Preissetzungsfreiheit einschränken“. Die Bußgeldbescheide sind allerdings noch nicht rechtskräftig und ein Einspruch noch möglich. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen JPMorgan holt M&A-Experten von der Deutschen Bank Die US-Investmentbank JPMorgan bekommt eine neue Doppelspitze für ihr Geschäft mit Fusionen und Übernahmen in Deutschland und Österreich. Henrik Jansen, der bisher Kunden aus dem Telekom-, Medien- und Technologiesektor (TMT) beraten hatte, steigt in die Rolle des Co-Chefs für Mergers & Acquisitions (M&A) auf, wie aus einer internen Mitteilung von Europa-M&A-Chef Cassander Verwey hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorlag. Jansen war 2019 zu JPMorgan gekommen, vorher hatte er für Credit Suisse und Goldman Sachs gearbeitet. Im Laufe des Jahres werde zudem Simon Schneider zur Bank stoßen, der gleichberechtigt mit Jansen Co-Chef M&A wird. Er arbeitet derzeit für die Deutsche Bank, wo er sich um Kunden aus der Finanzinvestoren-Branche kümmert. Er war vor fünf Jahren – ebenfalls von der Credit Suisse – zur Deutschen Bank gewechselt. Jansen war 2019 zu JPMorgan gekommen, vorher hatte er für Credit Suisse und Goldman Sachs gearbeitet. Im Laufe des Jahres werde zudem Simon Schneider zur Bank stoßen, der gleichberechtigt mit Jansen Co-Chef M&A wird. Er arbeitet derzeit für die Deutsche Bank, wo er sich um Kunden aus der Finanzinvestoren-Branche kümmert. Er war vor fünf Jahren – ebenfalls von der Credit Suisse – zur Deutschen Bank gewechselt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen US-Richterin legt Warner-Übernahme für zwei Wochen auf Eis Nach der Klage von zwölf US-Bundesstaaten wird die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount für zunächst zwei Wochen per Gerichtsbeschluss ausgesetzt. In dieser Zeit soll über die von den Bundesstaaten angestrebte längerfristige einstweilige Verfügung gegen den Vollzug des mehr als 100 Milliarden Dollar schweren Deals verhandelt werden. Die Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Aus Sicht der Richterin konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Geschäft hätten – was eine zeitweise Aussetzung der Fusion rechtfertige. Die US-Regierung hatte zuvor den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Die Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Aus Sicht der Richterin konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Geschäft hätten – was eine zeitweise Aussetzung der Fusion rechtfertige. Die US-Regierung hatte zuvor den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Hamburger Hafenkonzern HHLA kassiert seine Prognose Der Hamburger Hafenkonzern HHLA senkt seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Jahr. Umbaumaßnahmen zur Automatisierung der Hamburger Containerterminals hätten zu stärkeren operativen Beeinträchtigungen geführt als erwartet, teilte das von der Stadt Hamburg und der weltgrößten Reederei MSC kontrollierte Unternehmen am Montag mit. Auch die Auswirkungen des Wintereinbruchs zu Jahresbeginn könne die HHLA wohl nicht mehr vollständig kompensieren. Für den Teilkonzern Hafenlogistik wird nunmehr ein weniger starker Umsatzanstieg erwartet, auch das operative Betriebsergebnis (Ebit) soll mit 135 bis 155 (zuvor: 160 bis 180) Millionen Euro geringer ausfallen als bisher erwartet. Auch die Auswirkungen des Wintereinbruchs zu Jahresbeginn könne die HHLA wohl nicht mehr vollständig kompensieren. Für den Teilkonzern Hafenlogistik wird nunmehr ein weniger starker Umsatzanstieg erwartet, auch das operative Betriebsergebnis (Ebit) soll mit 135 bis 155 (zuvor: 160 bis 180) Millionen Euro geringer ausfallen als bisher erwartet. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Oettinger-Brauerei braucht schon wieder neuen Chef Die Großbrauerei Oettinger muss sich nach wenigen Monaten abermals einen neuen Geschäftsführer suchen. Wie das Unternehmen berichtet, hat sich Thilo R. Pomykala entschieden, sein Amt als Chef der Geschäftsführung der Brauerei im schwäbischen Oettingen niederzulegen. Die Entscheidung erfolge im gegenseitigen Einvernehmen mit der Gesellschafterfamilie. "Hintergrund sind unterschiedliche Auffassungen zur weiteren strategischen Ausrichtung des Unternehmens", hieß es zur Begründung. Es sei bereits die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin eingeleitet. Pomykala hatte erst im April den Posten übernommen, nachdem der vorhergehende Unternehmenschef Stefan Blaschak nach drei Jahren bei Oettinger seinen Vertrag auslaufen ließ und nicht verlängerte. Zu der Geschäftsführung des Unternehmens gehört auch Inhaberin Pia Kollmar, die die Bereiche Finanzen und Strategie verantwortet. Dritte Geschäftsführerin ist Dominika Steinberg, die unter anderem für die Produktion zuständig ist. Das Familienunternehmen hat rund 700 Beschäftigte und produziert außer am Stammsitz in Bayern auch in Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. Laut einer Statistik des weltgrößten Hopfenhändlers BarthHaas aus Nürnberg war der Bierausstoß von Oettinger im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent auf 674 Millionen Liter gesunken. Damit ist das Unternehmen nach Bierausstoß weltweit die Nummer 32, innerhalb Deutschlands die Nummer vier hinter Radeberger, Paulaner und der TCB Beteiligungsgesellschaft, zu der unter anderem Frankfurter Brauhaus, Feldschlößchen und die Gilde Brauerei gehören. (dpa-AFX) Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Thyssen-Tochter TK Accelis setzt sich neue Umsatz- und Gewinnziele Die Thyssenkrupp-Werkstoff-Handelstochter TK Accelis will nach ihrem angestrebten Börsengang den Umsatz steigern und profitabler arbeiten. Accelis strebe mittelfristig ein jährliches Umsatzwachstum von mehr als vier Prozent an und wolle bei der Gewinnmarge (bereinigte Ebitda-Marge) vier bis fünf Prozent erreichen, teilte das Unternehmen in einer im Internet veröffentlichten Präsentation für seinen Kapitalmarkttag am Montag mit. Chancen für eine weitere Expansion sehe die Thyssenkrupp-Tochter vor allem in Nordamerika. Auch Zukäufe seien möglich, um das Wachstum zu stützen. Die Tochter TK Accelis (bisher Thyssenkrupp Materials Services), soll an die Frankfurter Börse gebracht werden. Die Thyssenkrupp-Aktionäre bekommen dabei zu je 20 ihrer Aktien eine TK-Accelis-Aktie zusätzlich. Der Mutterkonzern behält 51 Prozent der Anteile. Über die Transaktion sollen die Thyssenkrupp-Aktionäre am 7. August bei einer außerordentlichen Hauptversammlung entscheiden. Materials Services war im Geschäftsjahr 2024/25 auf einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro gekommen. Die Sparte, die den Handel mit und die Verarbeitung von Materialien wie Stahl und Kunststoffen umfasst, beschäftigt mehr als 15.000 Mitarbeiter. Die Tochter TK Accelis (bisher Thyssenkrupp Materials Services), soll an die Frankfurter Börse gebracht werden. Die Thyssenkrupp-Aktionäre bekommen dabei zu je 20 ihrer Aktien eine TK-Accelis-Aktie zusätzlich. Der Mutterkonzern behält 51 Prozent der Anteile. Über die Transaktion sollen die Thyssenkrupp-Aktionäre am 7. August bei einer außerordentlichen Hauptversammlung entscheiden. Materials Services war im Geschäftsjahr 2024/25 auf einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro gekommen. Die Sparte, die den Handel mit und die Verarbeitung von Materialien wie Stahl und Kunststoffen umfasst, beschäftigt mehr als 15.000 Mitarbeiter. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Teures Kerosin kostet Ryanair viel Gewinn – Aktienkurs sackt ab Der Anstieg der Kerosinpreise infolge des Irankriegs hat dem Billigflieger Ryanair überraschend viel Gewinn gekostet. Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2026/27 sank der Überschuss im Jahresvergleich um gut ein Drittel auf 538 Millionen Euro. Um die Kunden anzulocken, verkauft Ryanair Flugtickets auch für den Sommer trotzdem günstiger als im Vorjahr. An der Börse kamen die Neuigkeiten vom Montagmorgen schlecht an. Die Ryanair-Aktie verlor in Dublin zeitweise um mehr als sieben Prozent auf 24,11 Euro. Damit wurde sie rund 18 Prozent billiger gehandelt als noch zum Jahreswechsel, allerdings noch deutlich teurer als zu den Tiefständen vom April und Mai. Analysten zeigten sich von dem jüngsten Gewinneinbruch negativ überrascht. Sie hatten mit einem geringeren Rückgang gerechnet. Europas größte Billigfluggesellschaft hatte zwar 80 Prozent ihres Treibstoffbedarfs preislich abgesichert. Der Preis für die restlichen 20 Prozent habe sich aber mehr als verdoppelt, sagte Ryanair-Chef Michael O’Leary. Daher konnte die Gesellschaft den Kostenanstieg nicht ausgleichen, zumal die Kundschaft wegen der allgemeinen Unsicherheit durch den Krieg im Nahen Osten beim Buchen eher zögert. Die Ryanair-Aktie verlor in Dublin zeitweise um mehr als sieben Prozent auf 24,11 Euro. Damit wurde sie rund 18 Prozent billiger gehandelt als noch zum Jahreswechsel, allerdings noch deutlich teurer als zu den Tiefständen vom April und Mai. Analysten zeigten sich von dem jüngsten Gewinneinbruch negativ überrascht. Sie hatten mit einem geringeren Rückgang gerechnet. Europas größte Billigfluggesellschaft hatte zwar 80 Prozent ihres Treibstoffbedarfs preislich abgesichert. Der Preis für die restlichen 20 Prozent habe sich aber mehr als verdoppelt, sagte Ryanair-Chef Michael O’Leary. Daher konnte die Gesellschaft den Kostenanstieg nicht ausgleichen, zumal die Kundschaft wegen der allgemeinen Unsicherheit durch den Krieg im Nahen Osten beim Buchen eher zögert. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Amazon erhöht Einstiegslohn an vielen Standorten auf 17 Euro je Stunde Der amerikanische Internetkonzern Amazon will seinen Beschäftigten in der Logistik in Deutschland ab September mehr Lohn zahlen. Dann würden die Einstiegslöhne für Logistikjobs in Deutschland von derzeit durchschnittlich 16 Euro auf im Mittel 16,66 Euro brutto pro Stunde und mehr steigen, kündigte Amazon am Montag an. An 40 Standorten liege der Einstiegslohn ab September bei mindestens 17 Euro. In den vergangenen fünf Jahren seien die Einstiegslöhne damit um rund 29 Prozent gestiegen. Die Erhöhung betreffe 23 Logistikzentren, neun Sortierzentren und mehr als 70 Verteilzentren. Die Gespräche mit den Betriebsräten haben dem Unternehmen zufolge begonnen. "Mit einem durchschnittlichen Einstiegslohn von 16,66 Euro pro Stunde deutschlandweit und nirgends unter 16,22 Euro investieren wir weiter in wettbewerbsfähige Vergütung und langfristige Karrieremöglichkeiten", erklärte Amazon-Deutschlandchef Rocco Bräuniger der Nachrichtenagentur Reuters. Amazon beschäftigt in Deutschland mehr als 40.000 Menschen, den Löwenanteil davon in der Logistik. Der Konzern baut zudem seine Präsenz in Deutschland weiter aus. Bis Ende 2026 soll ein neues Logistikzentrum in Zweibrücken mit rund 1000 Arbeitsplätzen eröffnen. Auch entstehen im laufenden Jahr fünf neue Verteilzentren. Amazon liegt in Deutschland seit Jahren mit der Gewerkschaft Verdi im Streit. Verdi fordert, dass der US-Konzern die Flächentarifverträge für den Handel anerkennt und unterstreicht dies immer wieder mit Protesten. „Dass Amazon jährliche Lohnerhöhungen eingeführt hat, ist der Entschlossenheit der Beschäftigten zu verdanken, die seit nunmehr zwölf Jahren für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen kämpfen", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer. „Trotz der Lohnerhöhungen bleibt es dabei: Die Beschäftigten fordern rechtsverbindliche Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels und Verhandlungen auf Augenhöhe", unterstrich sie. Amazon betont dagegen immer wieder, Bezahlung, Zusatzleistungen und Karrierechancen in dem Unternehmen seien „exzellent".  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mieten steigen um vier Prozent Wohnungsmieten sind einer Studie zufolge im Frühjahrsquartal deutlich gestiegen. Die Angebotsmieten zogen bundesweit um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an, wie aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervorgeht, über die der Finanzdienst Reuters berichtet. Zum Vergleich: Die allgemeine Inflationsrate lag trotz infolge des Iran-Kriegs stark gestiegener Energiepreise mit rund 2,6 Prozent deutlich niedriger. Allein zum Vorquartal zogen die Mieten von April bis Juni um 1,3 Prozent an. „Besonders kräftig fällt die Entwicklung derzeit in den Großstädten außerhalb der größten Metropolen aus", erklärten die Autoren Pekka Sagner und Michael Voigtländer. Hier habe der Zuwachs bei 4,9 Prozent gelegen. Im Umland dieser Städte fiel das Plus mit 3,9 Prozent ebenfalls kräftig aus. In den Top-7-Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf fiel das Plus mit 2,9 Prozent geringer aus. Die Angebotsmieten stiegen in nahezu allen Großstädten deutlich. Den stärksten Zuwachs verzeichnet Köln mit 7,9 Prozent. Auch Hamburg mit 5,5 Prozent, Leipzig mit 5,4 Prozent und Essen mit 5,0 Prozent wiesen eine hohe Dynamik auf. In Dortmund legten die Mieten um 4,7 Prozent zu, in Düsseldorf und München um 3,8 beziehungsweise 3,7 Prozent. Moderater fielen die Zuwächse in Frankfurt am Main mit 2,9 Prozent aus. Stuttgart und Berlin liegen mit 0,9 und ein Prozent deutlich unter dem Durchschnitt der übrigen Städte. Gestiegen sind auch die Kaufpreise für Wohnimmobilien. Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich bundesweit jeweils um 0,8 Prozent zum Vorjahresquartal. Im Vergleich zum Vorquartal legten die Preise um 0,2 beziehungsweise ein Prozent zu. "Von einem neuen kräftigen Preisaufschwung kann damit bislang nicht gesprochen werden", betonten Sagner und Voigtländer. Regional nimmt die Differenzierung zu. Bei den Kaufpreisen zeigen sich leichte Rückgänge in den Top-7-Städten, während die übrigen Großstädte und ihr Umland moderate Zuwächse verzeichnen. Bei den Kaufpreisen reicht die Jahresentwicklung von einem Plus von fünf Prozent in Dortmund bis zu einem Rückgang von 1,9 Prozent in München. Das Kaufangebot ist seit der Zinswende deutlich gestiegen, fanden die Forscher heraus: Verglichen mit dem ersten Quartal 2022 werden bundesweit nahezu doppelt so viele Eigentumswohnungen und rund 140 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser inseriert. "Das ist vor allem Ausdruck gesunkener Nachfrage und längerer Vermarktungszeiten, nicht einer entsprechend starken Zunahme des Wohnungsbestands", hieß es. Das Mietangebot bleibt dagegen vielerorts deutlich reduziert: Bundesweit liegt die Zahl der Inserate weiterhin knapp zwölf Prozent unter dem Niveau von Anfang 2022, besonders ausgeprägt in vielen Großstädten. Lediglich in Berlin liegt das sichtbare Mietangebot über dem Niveau von Anfang 2022, langfristig aber weiterhin deutlich hinter dem Niveau vor den Marktverwerfungen rund um den Mietendeckel zurück, so das IW. Insgesamt zeigt sich ein Wohnungsmarkt mit zwei unterschiedlichen Engpässen: Auf dem Kaufmarkt treffen viele Angebote auf eine durch die Finanzierungskosten begrenzte Nachfrage. Auf dem Mietmarkt trifft dagegen eine anhaltend hohe Nachfrage auf ein weiterhin knappes und regional sehr unterschiedlich verfügbares Angebot. Das Mietangebot bleibt dagegen vielerorts deutlich reduziert: Bundesweit liegt die Zahl der Inserate weiterhin knapp zwölf Prozent unter dem Niveau von Anfang 2022, besonders ausgeprägt in vielen Großstädten. Lediglich in Berlin liegt das sichtbare Mietangebot über dem Niveau von Anfang 2022, langfristig aber weiterhin deutlich hinter dem Niveau vor den Marktverwerfungen rund um den Mietendeckel zurück, so das IW. Insgesamt zeigt sich ein Wohnungsmarkt mit zwei unterschiedlichen Engpässen: Auf dem Kaufmarkt treffen viele Angebote auf eine durch die Finanzierungskosten begrenzte Nachfrage. Auf dem Mietmarkt trifft dagegen eine anhaltend hohe Nachfrage auf ein weiterhin knappes und regional sehr unterschiedlich verfügbares Angebot. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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22. Juli
Wirtschaftswoche

Pharmabranche: Trump droht mit Zöllen auf Arznei-Generika ab Sommer 2028

Pharmabranche: Trump droht mit Zöllen auf Arznei-Generika ab Sommer 2028 US-Präsident Donald Trump will mit der Androhung von neuen Zöllen Arzneimittelfirmen dazu drängen, Medikamente in den USA zu produzieren. Ab Sommer 2028 sollen zunächst für ein Jahr Sonderabgaben in Höhe von 100 Prozent auf sogenannte Generika fällig werden, danach soll der Wert auf 200 Prozent steigen, wie Trump auf der Plattform Truth Social ankündigte. Generika sind Medikamente, die Marken-Präparaten gleichen, aber meist deutlich günstiger sind. Zweijährige Übergangsphase angekündigt Trump betonte in seinem Post auch, dass bis Sommer 2028 weiterhin keine Zölle für Generika erhoben würden. Diese Zeitspanne sollen Firmen nach seinem Willen dazu nutzen, um ihre Produktion von Generika in die USA zurückzuverlagern. Wer sich dagegen entscheide, Produktionsstätten in den USA zu errichten, werde bestraft, drohte Trump, ohne Einzelheiten zu nennen. Auf welche gesetzliche Grundlage er sich bei den angedrohten Zöllen berufen will, ließ der Republikaner in seinem Post ebenfalls offen. Mit der neuen Drohung verschärft der US-Präsident den Druck auf Arzneimittelhersteller außerhalb der USA. Bereits im Frühjahr hatte Trump einen 100-Prozent-Zoll auf patentgeschützte Marken-Arzneimittel mit einem gestaffelten Start ab Ende Juli angekündigt. Dabei gibt es Ausnahmen, etwa bei speziellen Handelsabkommen oder wenn Firmen auch in den USA produzieren. Trump will die vergleichsweise hohen Arzneimittelpreise in den USA drücken. Er wirft Herstellern vor, mit günstigerer Produktion im Ausland den Wettbewerb zulasten von US-Firmen zu verzerren. In den USA wird besonders kostenintensiv im Pharma-Bereich geforscht. Lesen Sie auch: Nah dran – ein Jahr mit dem Bayer-CEO

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22. Juli
Die Zeit (Politik)

US-Zölle: Trump kündigt hohe Zölle auf Generika ab 2028 an

US-Zölle: Trump kündigt hohe Zölle auf Generika ab 2028 an Bereits im Frühjahr hatte der US-Präsident hohe Zölle auf Markenmedikamente angekündigt. Ab 2028 sollen nun auch günstige Nachahmerpräparate betroffen sein. Trump zieht bei Arzneiimporten die Zollschraube an. Auf seiner Plattform kündigte der US-Präsident an, dass importierte Generika ab August 2026 zunächst zwei Jahre verschont bleiben, ehe 2028 erst 100 und dann 200 Prozent Zoll fällig werden – ein brachialer Hebel, mit dem er Hersteller zur Relocation in die USA treiben will. Die Botschaft ist so simpel wie martialisch: Wer keine US-Fabrik baut, bekommt die volle protektionistische Breitseite, auch wenn Trump die juristische Tonspur dazu auffällig im Off lässt. Das fügt sich nahtlos in seine frühere Ansage zu patentgeschützten Markenmedikamenten ein, für die ebenfalls Strafzölle im Raum stehen, während die EU dank Handelsdeal vorerst aus dieser Episode des Zoll-Podcasts herausgeschnitten ist. Unterm Strich geht es also nicht nur um Pillen und Produktionsketten, sondern um Wirtschaftsnationalismus als Dauersendung – mit potenziell harten Folgen für Pharmaindustrie, Preise und globale Lieferketten. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? US-Präsident Donald Trump hat für Sommer 2028 hohe Zölle auf importierte Generika angekündigt und damit den Druck auf Arzneimittelhersteller verschärft. Ab dem 1. August 2026 blieben Generika für zwei Jahre zollfrei, danach werde für ein Jahr ein Importzoll von 100 Prozent fällig, anschließend von 200 Prozent, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform. Generika sind Nachahmerpräparate von Originalmedikamenten und meist deutlich günstiger. Die Übergangsphase sollen die Firmen nach Trumps Willen nutzen, um ihre Produktion in die USA zu verlagern. Wer sich gegen Produktionsstätten in den USA entscheide, werde bestraft, drohte er, ohne Einzelheiten zu nennen. Auf welche gesetzliche Grundlage er sich bei den Zöllen berufen will, ließ Trump offen. Bereits im Frühjahr hatte Trump einen Zoll von 100 Prozent auf patentgeschützte Markenmedikamente mit gestaffeltem Start ab Ende Juli angekündigt. Die EU und damit Deutschland sind wegen eines geschlossenen Handelsabkommens ausgenommen.

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22. Juli
Die Zeit (Politik)

US-Zölle: Trump kündigt hohe Zölle auf Generika ab 2028 an

US-Zölle: Trump kündigt hohe Zölle auf Generika ab 2028 an Bereits im Frühjahr hatte der US-Präsident hohe Zölle auf Markenmedikamente angekündigt. Ab 2028 sollen nun auch günstige Nachahmerpräparate betroffen sein. Trump zieht bei Arzneiimporten die Zollschraube an. Zunächst kündigte der US-Präsident an, dass importierte Generika ab dem 1. August 2026 noch zwei Jahre zollfrei bleiben, ehe 2028 erst 100 und dann 200 Prozent Aufschlag greifen sollen – ein brachialer Hebel, mit dem er Hersteller in die USA lotsen will. Generika, also die günstigen Copycats der Originalpräparate, geraten damit ins Zentrum einer industriepolitischen Drohkulisse, die nach klassischem America-first-Skript funktioniert: Wer nicht verlagert, wird abgestraft, Details folgen irgendwann, vielleicht. Schon im Frühjahr hatte Trump ein ähnliches Zollregime für patentgeschützte Markenmedikamente angeteasert, diesmal mit gestaffeltem Start ab Ende Juli, während die EU dank Handelsdeal vorerst aus dem Schussfeld bleibt. Offen bleibt allerdings der juristische Unterbau dieser Ansage – und genau dort zeigt sich, wie schnell aus einem markigen Plattform-Post ein globaler Pharma-Plot mit realen Folgen für Preise, Lieferketten und den transatlantischen Handel werden kann. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? US-Präsident Donald Trump hat für Sommer 2028 hohe Zölle auf importierte Generika angekündigt und damit den Druck auf Arzneimittelhersteller verschärft. Ab dem 1. August 2026 blieben Generika für zwei Jahre zollfrei, danach werde für ein Jahr ein Importzoll von 100 Prozent fällig, anschließend von 200 Prozent, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform. Generika sind Nachahmerpräparate von Originalmedikamenten und meist deutlich günstiger. Die Übergangsphase sollen die Firmen nach Trumps Willen nutzen, um ihre Produktion in die USA zu verlagern. Wer sich gegen Produktionsstätten in den USA entscheide, werde bestraft, drohte er, ohne Einzelheiten zu nennen. Auf welche gesetzliche Grundlage er sich bei den Zöllen berufen will, ließ Trump offen. Bereits im Frühjahr hatte Trump einen Zoll von 100 Prozent auf patentgeschützte Markenmedikamente mit gestaffeltem Start ab Ende Juli angekündigt. Die EU und damit Deutschland sind wegen eines geschlossenen Handelsabkommens ausgenommen.

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