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Montag, 6. April 2026
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Orion-Raumkapsel - Artemis-2-Crew soll heute den Mond umfliegen

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6. April
ZDF heute

Artemis 2: Das ist die Crew, die auf dem Weg zum Mond ist

Historische Mondmission:Artemis 2: Das ist die Crew, die auf dem Weg zum Mond ist Wer sind die Menschen, die mit der Artemis-2-Mission zum Mond aufgebrochen sind? Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen im Porträt. Es ist die erste bemannte Mond-Mission seit mehr als einem halben Jahrhundert: Die Crew der Mission Artemis 2 besteht aus drei Männern und einer Frau. Vergangene Woche hoben sie mit der Trägerrakete SLS ab, um zum Mond zu fliegen und diesen zu umrunden. Wer sind sie? Ein Überblick: Reid Wiseman Der 50-Jährige ist der Kommandant der Mission. "Wir haben einen schönen Mondaufgang. Wir steuern direkt darauf zu", sagte der ehemalige Marine- und Testpilot, als er sich nach dem Start aus der Raumkapsel meldete. Wiseman war erst 2009 nach 27 Jahren bei der US-Marine zur Raumfahrtbehörde Nasa gewechselt. "Ich hätte nie gedacht, dass ich Astronaut werde", erzählte er in einem Nasa-Podcast. Ich meine, echt mal, das ist wie ein unerreichbarer Traum. Reid Wiseman, Astronaut Von links: Jeremy Hansen, Victor Glover, Christina Koch und Reid Wiseman. Quelle: Imago2014 flog Wiseman jedoch zum ersten Mal ins All. Seine Mission auf der Internationalen Raumstation ISS dauerte 165 Tage. Später stieg Wiseman zum Chef der Astronauten-Abteilung der Nasa auf. Auch privat meisterte er große Herausforderungen. Nach dem Krebstod seiner Frau zog er allein ihre beiden Töchter auf, die mittlerweile Teenager sind. Vier Astronauten auf dem Weg zum Mond: Die Weltraummission Artemis 2 ist erfolgreich gestartet. Der historische Moment im Video. 02.04.2026 | 0:57 minIm Januar erklärte er, dass er mit ihnen offen über die Risiken seines Jobs und insbesondere der bevorstehenden Mondmission spreche. "Ich habe ihnen gesagt: 'Hier liegt das Testament, hier sind die Treuhandsunterlagen'", sagte Wiseman. "Und wenn mir irgendetwas zustößt, wird Folgendes mit euch geschehen." Victor Glover Der 49-Jährige ist ebenfalls ein Veteran der Navy. Er ist bei der Artemis-2-Mission der Pilot der Orion-Raumkapsel. Bevor er 2013 von der Nasa ausgewählt wurde, arbeitete der Kalifornier und Vater von vier Töchtern als Rechtsberater für den US-Senat. In seiner Kindheit träumte Glover nach eigener Schilderung davon, Polizist zu werden, so wie sein Vater. Als er dann aber im Fernsehen den Start eines Space Shuttle gesehen habe, habe er gedacht: "Ich möchte so eins echt mal fahren." Und ja, ich sagte 'fahren', weil ich keine Piloten oder Ingenieure kannte. Victor Glover, Astronaut Diesen Traum darf Glover sich nun erfüllen. Mit seiner Teilnahme an Artemis 2 ist er zugleich der erste nicht-weiße Mensch, der zum Mond fliegt. 2020 war Glover bereits der erste Afroamerikaner, der an einer Langzeitmission auf der ISS im Weltall teilnahm. Die historische Mondmission Artemis 2 läuft: Die vierköpfige Crew ist auf dem Weg zum Mond. Zwar wird sie nicht auf ihm landen, künftige Mondmissionen aber vorbereiten. ZDFheute live ordnet ein. 02.04.2026 | 30:45 minChristina Koch Die 47-jährige US-Astronautin ist die erste Frau, die für eine Mondmission ausgewählt wurde. Wie Glover stieß sie 2013 zur Nasa. Für die Mondmission bringt Koch einige wertvolle Erfahrungen mit: Sie ist ausgebildete Ingenieurin und hat sich an Expeditionen in Gebiete mit extremen Bedingungen wie die Antarktis beteiligt. Koch hat lange davon geträumt, Astronautin zu werden. In ihrer Kindheit hing ein Poster von dem weltberühmten "Earthrise"-Bild in ihrem Zimmer. Dieses Foto von der halb verdunkelten Erde hatte die Besatzung der Apollo-8-Mission 1968 vom Mond aus aufgenommen. Ich sage zu den Leuten immer: 'Tu, was Dir Angst macht.' Christina Koch, Astronautin "Und das bedeutet, dass ich meinem eigenen Rat folgen muss", sagt sie. Die US-Astronautin hält mit 328 Tagen den Rekord der längsten Raummission einer Frau und war 2019 mit ihrer Kollegin Jessica Meir am ersten Weltraum-Außeneinsatz beteiligt, der ausschließlich von Frauen absolviert wurde. Christian Sievers zeigt, wie sich die Pläne der NASA geändert haben. Großes US-Ziel ist, den Mond vor China bald wieder zu betreten. 01.04.2026 | 1:04 minJeremy Hansen Der 50 Jahre alte Kanadier ist der erste Nicht-US-Astronaut bei einer Mondmission. Nach seiner Zeit als Kampfpilot bei der kanadischen Luftwaffe wechselte er 2009 zur kanadischen Raumfahrtbehörde. Nach seiner dortigen Ausbildung diente er mehrere Jahre lang als Verbindungsmann zwischen Erde und ISS, danach wurde er mit der Ausbildung einer neuen Generation von Astronauten betraut. Seine Leidenschaft für die Raumfahrt wurde bei Hansen nach eigenen Angaben bereits in seiner Kindheit entfacht, als er ein Foto des US-Astronauten Neil Armstrong auf dem Mond sah. Die Erde verlassen hat Hansen bei der Artemis-2-Mission allerdings zum ersten Mal. Der Vater dreier Kinder erfüllt sich damit einen Lebenstraum. Mehr zur Artemis-2-Mission Nachrichten | ZDF-Morgenmagazin:Artemis-Mission: "Beginn einer neuen Ära" Video5:14Nachrichten | ZDF-Morgenmagazin:Artemis 2: "Absoluter Bilderbuchstart" Video5:13Nach jahrelangen Vorbereitungen:Artemis 2 gestartet: Vier Astronauten auf dem Weg zum Mond mit Video2:38Krisengeplagte "Artemis"-Missionen:Nasa schmeißt Plan für Mondprogramm um mit Video0:45

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6. April
ZDF heute

"Artemis 2"-Crew erreicht Einflusssphäre des Mondes

Chance auf neuen Entfernungsrekord:"Artemis 2"-Crew erreicht Einflusssphäre des Mondes Die Crew der "Artemis 2"-Mission hat die Einflusssphäre des Mondes erreicht. Erstmals seit der Apollo-Ära könnten die Astronauten dabei einen neuen Entfernungsrekord aufstellen. Die vier Astronauten der "Artemis 2"-Mission haben die Einflusssphäre des Mondes erreicht. "Orion" sei an dem Punkt angekommen, an dem die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirke als die der Erde, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die Astronauten seien am Montag um 06:42 Uhr MESZ in den "Mond-Einflussbereich" eingetreten. Die Crew - bestehend aus den US-Astronauten Victor Glover, Christina Koch und Reid Wiseman sowie dem kanadischen Astronauten Jeremy Hansen - sind derzeit als erste Menschen seit mehr als 50 Jahren auf dem Weg zum Mond. Für Glover, Koch und Wiseman ist es der zweite Flug ins All, für Hansen der erste. Koch ist die erste Frau an Bord einer Mond-Mission der Nasa, Glover der erste schwarze Mensch und Hansen der erste Kanadier. "Artemis 2" fliegt um den Mond herum Sie waren in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) an Bord der "Orion"-Kapsel mit dem Raketensystem "Space Launch System" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben. Rund 24 Stunden später verließen sie mit einem speziellen Manöver die Erdumlaufbahn. Mit “Artemis 2” fliegen seit über 50 Jahren wieder Menschen zum Mond. Vier Astronauten sollen den Mond umrunden. Damit ist diese Crew so weit im All wie noch ein Mensch zuvor. 02.04.2026 | 39:19 min"Artemis 2" baut auf den Erfahrungen der unbemannten Mission "Artemis 1" von 2022 auf. Der Flugverlauf von "Artemis 2" gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die Crew soll nun um den Trabanten herumfliegen und am Samstag (MESZ) im Meer wieder auf der Erde aufkommen. Crew könnte neuen Rekord aufstellen In den nächsten Stunden soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen - etwa 7.500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen - und sogar auch eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne aus der Perspektive von "Orion" hinter dem Mond verschwindet. Zudem könnten sie sich auch weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der "Apollo 13"-Mission 1970 mit rund 400.171 Kilometern auf. Der Weg zum Mond wird auch durch Wettbewerb angetrieben. Dies ginge aber nicht auf Kosten der Sicherheit für die Astronauten, sagte der Physiker und Astronaut Reinhold Ewald. 02.04.2026 | 4:56 minMehr zur Artemis-2-Mission Historische Mondmission:Artemis 2: Das ist die Crew, die auf dem Weg zum Mond ist mit Video2:34"Artemis 2" schickt Fotos aus dem All:Astronauten näher an Mond als an Erde: "Ihr seht toll aus" mit Video0:19Auf dem Weg zum Mond:Bemanntes Raumschiff der "Artemis 2" verlässt Erdumlaufbahn mit Video0:16- Interview Expertin zur Artemis-2-Mission:"Ziel ist eine Basis auf dem Mond" mit Video22:02

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4. April
ZDF heute

Astronauten näher an Mond als an Erde: "Ihr seht toll aus"

"Artemis 2" schickt Fotos aus dem All:Astronauten näher an Mond als an Erde: "Ihr seht toll aus" Die "Orion"-Kapsel hat mehr als die halbe Strecke zum Mond zurückgelegt - und die Astronauten schicken beeindruckende Aufnahmen der Erde zurück. Die vier Astronauten der "Artemis 2"-Mission sind dem Mond mittlerweile näher als der Erde. "Die 'Artemis 2'-Mission hat mehr als die Hälfte der Strecke zum Mond zurückgelegt", teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa in der Nacht zum Samstag mit - und veröffentlichte die ersten Fotos, die die Astronauten aus dem Weltall von der Erde aufgenommen haben. Nasa-Astronaut Victor Glover sagte aus der "Orion"-Kapsel zu den Bildern, auf denen unser Planet als blauer Ball mit weißen Schlieren vor schwarzem Hintergrund zu sehen ist: Ihr seht toll aus, ihr seht wunderschön aus. Victor Glover, Astronaut der US-Raumfahrtbehörde Nasa Das erste Foto wurde von Kommandant Reid Wiseman geschossen. Es zeigt einen gekrümmten Ausschnitt der Erde in einem der Fenster der Kapsel. Der blaue Planet ist aus dem Fenster der Orion-Kapsel zu sehen. Quelle: Reid Wiseman/Nasa/AP/dpaAuf dem zweiten Foto mit dem Titel "Hello, World" ist der gesamte Globus zu sehen, dessen Ozeane von wirbelnden weißen Wolkenfäden bedeckt sind. Nach Nasa-Angaben ist sogar ein grünes Polarlicht zu sehen. Auf der "Artemis"-Mondmission hat das "Orion"-Raumschiff die Erdumlaufbahn verlassen. Die vier Astronauten an Bord werden nun um den Mond herum fliegen - auch um die dunkle Rückseite zu erkunden. 03.04.2026 | 0:16 min"Artemis 2" soll am Montag den Mond erreichen "Es ist großartig, sich vorzustellen, dass - mit Ausnahme unserer vier Freunde - wir alle auf diesem Bild vertreten sind", sagte Lakiesha Hawkins, eine Leiterin im Bereich Explorationssysteme bei Nasa. Sie ergänzte, dass die Mission gut verlaufe. Die Astronauten sollen den Mond am Montag erreichen. Die Erde - halb im Dunkeln, fotografiert von Reid Wiseman. Quelle: AFP PHOTO / NasaWiseman, die US-Astronautin Christina Koch, ihr amerikanischer Kollege Victor Glover sowie der Kanadier Jeremy Hansen waren am Mittwoch (Ortszeit) erfolgreich vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida mit der "Orion"-Kapsel gestartet. Die Astronauten der Artemis 2 haben gut die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Am Montag soll die Orion-Kapsel den Mond erreichen, bereits jetzt bietet sich der Crew ein spektakulärer Blick. 05.04.2026 | 1:37 minEinen Tag lang blieb die Besatzung in der Erdumlaufbahn, um vor dem Weiterflug zum Mond die lebenserhaltenden Systeme des Raumschiffs zu testen. Die Crew zündete dann am Donnerstagabend das Haupttriebwerk von "Orion", das sie auf ihren Kurs Richtung Mond brachte. Bei "Artemis 2" wollen erstmals seit über 50 Jahren wieder Astronauten den Mond ansteuern. Sie werden mehr als eine Million Kilometer fliegen. Das Video zeigt die Route in 3D. 31.03.2026 | 0:47 minSpektakuläre Sicht auf die Erde Als die Flugkontrolle die Position ihrer Kapsel angepasst hatte, war die Erde - einschließlich der Nordlichter - von ihren Fenstern aus in ihrer ganzen Pracht zu sehen. Es war der spektakulärste Moment, und er ließ uns alle vier innehalten. Reid Wiseman, Kommandant der "Artemis 2"-Mission Mit "Artemis 2" fliegen erstmals seit der Mission Apollo 17 im Jahr 1972 wieder Menschen zum Mond. "Artemis 2" ist gestartet: Flugzeugpassagiere beobachteten den Raketenstart aus der Luft. 03.04.2026 | 0:28 minMehr zu "Artemis 2" Auf dem Weg zum Mond:Bemanntes Raumschiff der "Artemis 2" verlässt Erdumlaufbahn mit Video0:16Nach jahrelangen Vorbereitungen:Artemis 2 gestartet: Vier Astronauten auf dem Weg zum Mond mit Video2:38- Interview Expertin zur Artemis-2-Mission:"Ziel ist eine Basis auf dem Mond" mit Video22:02 Auf dem Weg zum Mond:Toilettenpanne nach Start von "Artemis 2"

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6. April
Tagesschau

NASA-Raumkapsel erreicht Einflusssphäre des Mondes

Artemis-2-Mission Raumkapsel erreicht Einflusssphäre des Mondes Als erste Menschen seit mehr als 50 Jahren haben sich die Astronauten der Artemis-2-Mission Richtung Mond aufgemacht. Nun sind sie zu dessen Einflusssphäre vorgedrungen - und die entscheidende Umrundung beginnt. Die Astronauten der Artemis-2-Mission haben die Einflusssphäre des Mondes erreicht. Das teilte die US-Raumfahrtagentur NASA mit. Die "Orion"-Raumkapsel sei nun an dem Punkt angekommen, an dem die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirke als die der Erde, hieß es. Die aus drei US-Amerikanern und einem Kanadier bestehende Crew soll nun um den Mond herumfliegen und am Samstag (MESZ) wieder auf die Erde zurückkommen. In den nächsten Stunden soll sich das Raumschiff dem Mond am dichtesten annähern. Die Distanz beträgt auf der erdabgewandten Seite etwa 7.500 Kilometer. Erste bemannte Mission seit Apollo 17 Die Astronauten waren in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) an Bord der "Orion"-Kapsel vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) gestartet. Rund 24 Stunden später verließen sie die Erdumlaufbahn. Der Start war zuvor wegen technischer Probleme mehrfach verschoben worden. Die Astronauten sind seit mehr als 50 Jahren die ersten Menschen, die sich in einer Mission auf dem Weg zum Mond gemacht haben. Dabei könnten sie bei planmäßigem Verlauf sogar einen Rekord aufstellen - und sich mit etwa 370.000 Kilometern Distanz weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Die bislang letzte bemannte Mission hatte mit der Landung der Apollo 17 im Jahr 1972 stattgefunden. Artemis 2 dient nun der Vorbereitung erneuter bemannter Mondlandungen, die ab 2028 geplant sind.

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6. April
Süddeutsche Zeitung

Mondmission: Artemis 2-Astronauten erreichen sogenannte Einflusssphäre des Mondes

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Auf der Rückseite des Mondes Dem Mond nun näher als der Erde So sehen die Astronauten die Welt Liveschalte in den Weltraum Wo sich die Orion-Raumkapsel derzeit befindet Artemis 2-Astronauten erreichen Einflusssphäre des Mondes Die vier Astronauten der Artemis 2-Mission haben die Einflusssphäre des Mondes erreicht. Orion sei an dem Punkt angekommen, an dem die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirke als die der Erde, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Dieser Bereich wird auch als Hill-Sphäre bezeichnet. Artemis 2 baut auf den Erfahrungen der unbemannten Mission Artemis 1 von 2022 auf. Der Flugverlauf von Artemis 2 gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die Crew soll nun um den Mond herumfliegen und am Samstag (MESZ) im Meer wieder auf der Erde aufkommen. In den nächsten Stunden soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen - etwa 7 500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen - und sogar auch eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne aus der Perspektive von Orion hinter dem Mond verschwindet. Zudem könnten sie sich auch weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der Apollo 13 -Mission 1970 mit rund 400 171 Kilometern auf. Artemis 2 baut auf den Erfahrungen der unbemannten Mission Artemis 1 von 2022 auf. Der Flugverlauf von Artemis 2 gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die Crew soll nun um den Mond herumfliegen und am Samstag (MESZ) im Meer wieder auf der Erde aufkommen. In den nächsten Stunden soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen - etwa 7 500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen - und sogar auch eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne aus der Perspektive von Orion hinter dem Mond verschwindet. Zudem könnten sie sich auch weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der Apollo 13 -Mission 1970 mit rund 400 171 Kilometern auf. Artemis 2-Astronauten feiern Ostern auf dem Weg zum Mond Die vier Astronauten der Artemis 2-Mission haben auch auf dem Weg zum Mond Ostern gefeiert. In der Orion-Kapsel, die etwa so viel Platz bietet wie zwei Minivans, hätten sie Ostereier versteckt, sagte die US-Astronautin Christina Koch. "Es waren zwar eigentlich dehydrierte Rühreier, aber wir waren alle ziemlich glücklich damit." Die vier Astronauten der Artemis 2-Crew - Koch und ihre US-Kollegen Victor Glover und Reid Wiseman sowie der kanadische Astronaut Jeremy Hansen - sind die ersten Menschen seit mehr als 50 Jahren auf dem Weg zum Mond. Die vier Astronauten der Artemis 2-Crew - Koch und ihre US-Kollegen Victor Glover und Reid Wiseman sowie der kanadische Astronaut Jeremy Hansen - sind die ersten Menschen seit mehr als 50 Jahren auf dem Weg zum Mond. Auf der Rückseite des Mondes Der Höhepunkt der Artemis-2-Mission wird der Vorbeiflug am Mond sein. Nach Angaben der Nasa erreicht die Orion-Kapsel Integrity am Ostermontag um 6.41 Uhr deutscher Zeit den Bereich, in dem die Gravitation des Mondes stärker ist als die der Erde. Er liegt bei etwa 66 100 Kilometern Entfernung vom Mond. Ob die Crew dann angesichts der zunehmend überwältigenden Blicke aus dem Fenster überhaupt schlafen kann, ist unklar, doch muss sie laut Plan achteinhalb Stunden in die Schlafsäcke, um für den wohl wichtigsten Tag des Fluges fit zu sein. Die etwa sechseinhalbstündige Phase des Vorbeiflugs mit wissenschaftlichen Beobachtungen des Mondes beginnt der Nasa zufolge am Montag um 20.45 Uhr deutscher Zeit. Dabei sollen die drei Astronauten und die Astronautin an Bord zum Beispiel Einschlagkrater, alte Lavaströme sowie Oberflächenrisse fotografieren und beschreiben. Zum Abschluss kann die Crew eine Sonnenfinsternis beobachten. Der Mond verdeckt aus Orion-Sicht die Sonne, sodass die Astronauten die Sonnenkorona am Mondrand analysieren kann. Für Montag um 19.56 Uhr wird erwartet, dass Orion den Rekordpunkt von Apollo 13 mit 400 171 Kilometern Erdentfernung erreicht, weiter sind Menschen bislang nicht geflogen. Orion selbst soll dann am Dienstag deutscher Zeit um 1.07 Uhr morgens den neuen Distanzrekord von 406 773 Kilometern erreichen. Fünf Minuten vorher soll sie dem Mond mit 6550 Kilometern am nächsten kommen. Bereits am Dienstag um 0.44 Uhr erreicht Orion dem Flugplan zufolge den so genannten Mondschatten, befindet sich also auf der Mondrückseite, wodurch die Funkverbindung für etwa 40 Minuten abbricht. Die Zeiten können sich noch leicht ändern, so die Nasa. Die etwa sechseinhalbstündige Phase des Vorbeiflugs mit wissenschaftlichen Beobachtungen des Mondes beginnt der Nasa zufolge am Montag um 20.45 Uhr deutscher Zeit. Dabei sollen die drei Astronauten und die Astronautin an Bord zum Beispiel Einschlagkrater, alte Lavaströme sowie Oberflächenrisse fotografieren und beschreiben. Zum Abschluss kann die Crew eine Sonnenfinsternis beobachten. Der Mond verdeckt aus Orion-Sicht die Sonne, sodass die Astronauten die Sonnenkorona am Mondrand analysieren kann. Für Montag um 19.56 Uhr wird erwartet, dass Orion den Rekordpunkt von Apollo 13 mit 400 171 Kilometern Erdentfernung erreicht, weiter sind Menschen bislang nicht geflogen. Orion selbst soll dann am Dienstag deutscher Zeit um 1.07 Uhr morgens den neuen Distanzrekord von 406 773 Kilometern erreichen. Fünf Minuten vorher soll sie dem Mond mit 6550 Kilometern am nächsten kommen. Bereits am Dienstag um 0.44 Uhr erreicht Orion dem Flugplan zufolge den so genannten Mondschatten, befindet sich also auf der Mondrückseite, wodurch die Funkverbindung für etwa 40 Minuten abbricht. Die Zeiten können sich noch leicht ändern, so die Nasa. Die Fotoausrüstung der Astronauten Die Welt staunt über die Fotos, die die Artemis-2-Astronauten aus dem All senden – und viele Fotografie-Interessierte fragen sich: Wie wurden diese gemacht? Das erste Missions-Foto der Erde, das am 2. April entstand, wurde von Kommandant Reid Wiseman mit einer Nikon D5 aufgenommen. Die Verschlusszeit betrug 1/4 Sekunde, bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 51 200. Das Objektiv hatte eine Brennweite von 22 Millimetern und eine Blendenöffnung von 4. Die gewählte Kamera mag überraschen: Bei der D5 handelt es sich um ein zehn Jahre altes Modell, das noch über einen Spiegel vor dem Sensor verfügt. Inzwischen werden im Profi-Bereich meist spiegellose Kameras verwendet. Was (noch) für die D5 spricht: ihre extrem hohe Lichtempfindlichkeit. Und dass sie erprobt ist. Zwei D5 sind an Bord. Bei den folgenden Artemis-Missionen sollen modifizierte und spiegellose Nikon Z9 zum Einsatz kommen – das aktuelle Top-Modell der japanischen Firma. Eine dieser Kameras ist auch jetzt an Bord; Wiseman hatte hart darum gekämpft, sie auf die Ausrüstungsliste setzen zu dürfen – was erst in den Wochen vor dem Start glückte. Für Kamerafirmen sind die All-Expeditionen extrem prestigeträchtig. Die Partnerschaft zwischen Nikon und der Nasa reicht mehr als 50 Jahre zurück. Die erste Mondlandung 1969 wurde allerdings hauptsächlich mit (modifizierten) Hasselblad-Mittelformatkameras und Objektiven der Firma Zeiss aufgenommen, die an der Brust der Raumanzüge der Astronauten befestigt waren. Die schwedische Marke nutzt das noch heute zu Werbezwecken. Aus Gewichtsgründen wurden die meisten Kameragehäuse auf dem Mond zurückgelassen, nur die Kassetten mit den unentwickelten Filmen flogen zur Erde zurück. Bei den folgenden Artemis-Missionen sollen modifizierte und spiegellose Nikon Z9 zum Einsatz kommen – das aktuelle Top-Modell der japanischen Firma. Eine dieser Kameras ist auch jetzt an Bord; Wiseman hatte hart darum gekämpft, sie auf die Ausrüstungsliste setzen zu dürfen – was erst in den Wochen vor dem Start glückte. Für Kamerafirmen sind die All-Expeditionen extrem prestigeträchtig. Die Partnerschaft zwischen Nikon und der Nasa reicht mehr als 50 Jahre zurück. Die erste Mondlandung 1969 wurde allerdings hauptsächlich mit (modifizierten) Hasselblad-Mittelformatkameras und Objektiven der Firma Zeiss aufgenommen, die an der Brust der Raumanzüge der Astronauten befestigt waren. Die schwedische Marke nutzt das noch heute zu Werbezwecken. Aus Gewichtsgründen wurden die meisten Kameragehäuse auf dem Mond zurückgelassen, nur die Kassetten mit den unentwickelten Filmen flogen zur Erde zurück. Das Bild der Erde, aufgenommen von Reid Wiseman. Foto: Nasa via Reuters Newsdesk Willi Winkler Der Mond in der Literatur Kein anderer Autor deutscher Sprache hat so viele Mondmetaphern erdacht wie Arno Schmidt. Seit 2004 trägt ein Asteroid seinen Namen. In dem Novellchen „Schulausflug“ träumt der Erzähler (und natürlich träumt er für den Autor) von einem kleinen Glück, einem Häuschen in der Heide, ein ordentliches Bett, „nichts mehr ums liebe Brot schreiben zu brauchen“, Zeit, endlich den ganzen Lessing zu lesen, Ruhe, Ruhe. „An Uhren werden nur die lautlosen geduldet, die mit Sand und Sonne, oder höchstens im Korridor eine Standuhr, die alle Ewigkeiten, nachdem man vieles und vielfältiges gedacht hat, vor sich hin ‚Mnja‘ sagen. Den Mond untergehen sehen, über Wieseneinsamkeiten, ganz rot würde das silberne Wesen geworden sein, wenn es einsank in Dunstband und Kiefernborte…“. Auf und unter geht der Mond bei Arno Schmidt, in seinen Büchern unermüdlich bestaunt, bewundert, beschwärmt, allein, zu zweien, immer ist der Mond dabei: „Wir besahen zusammen eine zeitlang den mageren Mond, der sich im weißgestrickten Gewölk eins fror.“ Ein „Kupfergong“ ist er, „sehr niedrig im Äther“, ein „Mondkeil“, „margarinen“ manchmal, erscheint „traurig und glänzend im Fenstervier“, allgegenwärtig. Beim Aufwachen, heißt es einmal, „stierte der Mond durchs Seitenfenster in mein taubes Gesicht“. Kein Autor, keine Autorin deutscher Sprache hat den bleichen Gesellen da oben in schöneren Farben gemalt: „am Silberkraal des Mondes kauerte ein löwengelbes Gestern“. Schon in der frühen Erzählung „Leviathan“ wird er aufwändig beschworen: „Als junger Mensch hing mir der Mond wie eine Frucht mit schaumiger Seidenschale und schartigem Silberkern in den Weinranken.“ In romantischste Romantik verfällt der Dichter, wenn er sich zu seiner Obsession bekennt: „Das ist doch das Schönste im Leben: nachttief und Mond, Waldsäume, ein stillglänzendes Gewässer fern in bescheidener Wieseneinsamkeit.“ Und erliegt ihr doch nie, wird unbezahlbar grotesk: „… da schteht, genau mittn uff der een’n Schneise, ‘n rotes versoffenes Gesicht, mit schwarzer Ohrnklappe: sah aus, wie 3 Kommunistn! – Der Mond natürlich.“ Lange vor der ersten Landung auf dem Trabanten spielt Schmidts Roman „KAFF auch Mare Crisium“, 1960 erschienen, „in seinen entscheidenden Partien im Jahre 1980 auf dem Monde“, auf dem sich - „wo der Moont doch jetz so modärn iss –“ Russen und Amerikaner angesiedelt haben. Ende 1958 wird besagtes Häuschen endlich erworben, Schmidt ist glücklich, sein Nachtlicht schon zur Stelle: „schön zunehmender Mond“, notiert der Träumer im Tagebuch, „1. Mondlust an Bäumen & Besitz“. Selbstbewusst erinnert er Mit- und Nachwelt an seine Verdienste: „was ich schon so an Mondmetaphern ersonnen habe; es wäre nicht mehr als recht und billig, einen Mondkrater nach mir zu benennen“. Es wurde kein Mondkrater, aber ein vor 45 Jahren, kurz nach dem Tod des Mondomanen entdeckter Hauptgürtelasteroid trägt seit 2004 seinen Namen. Seither rauscht (12211) Arnoschmidt durchs All, unbemannt, wenig besungen, wie geträumt vom mondsüchtigen Arno Schmidt. Mehr zu Arno Schmidt erfahren Sie in diesem Text, der zum Anlass seines 100. Geburtstags im Jahr 2014 erschienen ist Mehr zu Arno Schmidt erfahren Sie in diesem Text, der zum Anlass seines 100. Geburtstags im Jahr 2014 erschienen ist IT-Probleme im All „Houston, ich habe ein Problem“, mag Astronautin Christina Koch gedacht haben, als sie ihr Tablet in Betrieb nehmen wollte, es aber nicht funktionierte. An der Nasa liegt es jedenfalls nicht, wollte Artemis-Flugdirektor Judd Frieling wohl sagen, als er während der Samstags-Pressekonferenz von einem „Computerausfall“ sprach. Er sei nicht mehr zu benutzen, „aber wir haben ja noch die drei von Reid, Victor und Jeremy“, meinte er trocken. Koch könne ja Neuigkeiten mit ihnen austauschen und sich einen Computer von ihnen ausleihen. Das sei jedenfalls kein großes Problem und komme auch auf der Raumstation ISS vor. Wer weiß, wie ungern man E-Mails von einem fremden Computer aus verschickt, was grundsätzlich von der Orion aus zumindest eingeschränkt geht, der kann sich auch vorstellen, dass dies durchaus ein großes Problem sein kann für jemanden, der 400 000 Kilometer weit weg nach Hause „telefonieren“ möchte. Und Fans des Films „E.T.“ sowieso. Welche Tablets an Bord des Raumschiffs sind, verriet der Flugdirektor nicht. Der Tech-Plattform Gizmodo zufolge handelt es sich um Microsoft Surface Tablets, die auch für private Konferenzen gedacht seien. Allerdings verfügen die Astronauten auch über iPhones. Der Nasa zufolge herrscht auch sonst ein reger Datenverkehr. Bis 18 Uhr deutscher Zeit seien über ein neues Laserkommunikationssystem im Demomode bereits mehr als 100 Gigabytes Daten zur Erde gesendet worden – inklusive hochaufgelöster Bilder. Wer weiß, wie ungern man E-Mails von einem fremden Computer aus verschickt, was grundsätzlich von der Orion aus zumindest eingeschränkt geht, der kann sich auch vorstellen, dass dies durchaus ein großes Problem sein kann für jemanden, der 400 000 Kilometer weit weg nach Hause „telefonieren“ möchte. Und Fans des Films „E.T.“ sowieso. Welche Tablets an Bord des Raumschiffs sind, verriet der Flugdirektor nicht. Der Tech-Plattform Gizmodo zufolge handelt es sich um Microsoft Surface Tablets, die auch für private Konferenzen gedacht seien. Allerdings verfügen die Astronauten auch über iPhones. Der Nasa zufolge herrscht auch sonst ein reger Datenverkehr. Bis 18 Uhr deutscher Zeit seien über ein neues Laserkommunikationssystem im Demomode bereits mehr als 100 Gigabytes Daten zur Erde gesendet worden – inklusive hochaufgelöster Bilder. Die Orion-Kapsel, von außen betrachtet. NASA Der Apollo-13-Moment Die Orion-Kapsel wird am Ostersonntag 200 000 Meilen von der Erde entfernt sein, rund 320 000 Kilometer. Auf dieser Distanz wurde der Mondflug von Apollo 13 am 13. April 1970, knapp 56 Stunden nach dem Start, jäh unterbrochen. Im Versorgungsmodul der Kapsel war ein Sauerstofftank explodiert. Ursache war laut Nasa, dass das System überhitzt war, weil Thermostate nicht an technische Verbesserungen angepasst worden waren. Dadurch seien auch Teflonisolierungen beschädigt worden. „Houston, wir haben hier ein Problem“, meldete Jack Swigert der Bodenkontrolle nach der Explosion. Sauerstoff entwich ins All, die Mondfähre musste als eine Art Rettungsboot dienen. Verbunden mit weniger Energie, Trinkwasser und Nahrung für die drei Astronauten, denn die Systeme in der Kapsel mussten zeitweise heruntergefahren werden. Um den CO₂-Gehalt in der Mondfähre zu reduzieren, mussten die Astronauten mithilfe der Ingenieure am Boden einen Filter zusammenbasteln. Letztlich konnten die Astronauten dank des Sauerstoffs der Mondfähre nach einem Flug um den Mond nach vier Tagen wohlbehalten zur Erde zurückkehren. Auf die Havarie angesprochen, sagte Artemis-Commander Reid Wiseman 2023 bei einem Airbus-Besuch der vier Astronauten in Bremen: „Wir lernen viel aus den Missionen, die wir fliegen“. Natürlich könne immer etwas passieren, und man spreche über alle möglichen Risiken. Das Bordsystem sei so redundant ausgelegt, dass man im Notfall gewappnet sei. „Houston, wir haben hier ein Problem“, meldete Jack Swigert der Bodenkontrolle nach der Explosion. Sauerstoff entwich ins All, die Mondfähre musste als eine Art Rettungsboot dienen. Verbunden mit weniger Energie, Trinkwasser und Nahrung für die drei Astronauten, denn die Systeme in der Kapsel mussten zeitweise heruntergefahren werden. Um den CO₂-Gehalt in der Mondfähre zu reduzieren, mussten die Astronauten mithilfe der Ingenieure am Boden einen Filter zusammenbasteln. Letztlich konnten die Astronauten dank des Sauerstoffs der Mondfähre nach einem Flug um den Mond nach vier Tagen wohlbehalten zur Erde zurückkehren. Auf die Havarie angesprochen, sagte Artemis-Commander Reid Wiseman 2023 bei einem Airbus-Besuch der vier Astronauten in Bremen: „Wir lernen viel aus den Missionen, die wir fliegen“. Natürlich könne immer etwas passieren, und man spreche über alle möglichen Risiken. Das Bordsystem sei so redundant ausgelegt, dass man im Notfall gewappnet sei. Die vier Artemis Astronauten haben im September 2023 die Airbus-Fertigung des Europäischen Servicemoduls in Bremen besucht. (von links:) Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen. Dieter Sürig Airbus baut in Bremen das Europäische Servicemodul, das dem Versorgungsmodul aus Apollo-Zeiten entspricht. Jeremy Hansen sagte damals, dass die internationale Zusammenarbeit auch deswegen so wichtig sei, um die besten Technologien zusammenzubringen. Und ja, die Astronauten lieben den Film „Apollo 13“ mit Tom Hanks, wie sie bekannten. Die Geschwindigkeit der Orion schwankt übrigens, da sie seit dem Mondschuss in der Nacht zum Donnerstag ohne Antrieb unterwegs ist. Diverse Gravitationskräfte wie von Erde und Mond zerren an der Kapsel und verlangsamen oder beschleunigen sie wieder. Die Geschwindigkeit der Orion schwankt übrigens, da sie seit dem Mondschuss in der Nacht zum Donnerstag ohne Antrieb unterwegs ist. Diverse Gravitationskräfte wie von Erde und Mond zerren an der Kapsel und verlangsamen oder beschleunigen sie wieder. Der Mond in der Musik: Die Entstehung von „Walking on the Moon“ von Police Eigentlich passt „Walking on the Moon“ natürlich nicht. Es wird niemand über den Mond spazieren. Aber erstens gibt es auf der Welt keine (oder allerhöchstens sehr, sehr wenige) Instrumente, die derart mondsilbrig umherflirren, wie Andy Summers’ Gitarre in dem Police-Song aus dem Jahr 1979. Und zweitens geht in dem Stück ja auch niemand auf dem Mond spazieren. Sting hat über die Jahre ein paar Versionen zur Entstehung verbreitet, und in der schönsten davon taperte er nach einem Konzert rabenstramm durch ein Münchner Hotelzimmer, der Whirlpool blubberte und er sang – absolut wahrheitsgemäß: „Walking round the room, ya, ya, walking round the room“. Am nächsten Morgen griff die gute alte Regel: Besoffen schreiben, nüchtern gegenhören. Also änderte er den „dämlichen Titel in einen noch dämlicheren“ (Selbstbeschreibung). Et voilà: Giant steps are what you take Walking on the moon I hope my leg don't break Walking on the moon Walking on the moon I hope my leg don't break Walking on the moon Und auch das ja ein sehr irdischer Blick auf diese Art des Flanierens. Die Wahrscheinlichkeit, sich bei einem Mondspaziergang das Bein zu brechen, ist schließlich (die Schwerkraft beziehungsweise deren geringerer Einfluss) deutlich niedriger als auf der Erde. Dem Mond nun näher als der Erde Die vier Astronauten an Bord der Orion-Kapsel sind dem Mond mittlerweile näher als der Erde. „Die Artemis 2-Mission hat mehr als die Hälfte der Strecke zum Mond zurückgelegt“, teilte die Nasa mit. Für Victor Glover, seine US-Kollegen Christina Koch und Reid Wiseman sowie den kanadischen Astronauten Jeremy Hansen stehen während der Mission wissenschaftliche Tests und Trainingsaufgaben auf dem Programm – und immer wieder besondere Ausblicke: „Wir können durch die Andockluke gerade den Mond sehen. Es ist ein wunderschöner Anblick“, sagte Astronautin Christina Koch laut Nasa. Während der insgesamt zehntägigen Mission bleibt für die vier wenig dem Zufall überlassen: So teilt die Nasa sogar öffentlich mit, wenn die Astronauten sich aufs Zubettgehen vorbereiten und wann sie ihre Schlafphase beginnen sollen. Geweckt wird das Artemis-Team von Kollegen am Boden – am Freitag etwa durch den Song „In a Daydream“ von der Freddy Jones Band, in dem es unter anderem heißt „No one around just me and the sky“ (deutsch: „Niemand ist hier, nur ich und der Himmel“). Übermorgen, am fünften Flugtag, soll Orion den Punkt erreichen, wenn die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirkt als die der Erde. Am sechsten Flugtag soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen – etwa 7500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen – und sogar auch eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne aus der Perspektive von Orion hinter dem Mond verschwindet. An diesem Flugtag könnten sie sich auch weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der Apollo 13-Mission 1970 mit rund 400 171 Kilometern auf. Während der insgesamt zehntägigen Mission bleibt für die vier wenig dem Zufall überlassen: So teilt die Nasa sogar öffentlich mit, wenn die Astronauten sich aufs Zubettgehen vorbereiten und wann sie ihre Schlafphase beginnen sollen. Geweckt wird das Artemis-Team von Kollegen am Boden – am Freitag etwa durch den Song „In a Daydream“ von der Freddy Jones Band, in dem es unter anderem heißt „No one around just me and the sky“ (deutsch: „Niemand ist hier, nur ich und der Himmel“). Übermorgen, am fünften Flugtag, soll Orion den Punkt erreichen, wenn die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirkt als die der Erde. Am sechsten Flugtag soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen – etwa 7500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen – und sogar auch eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne aus der Perspektive von Orion hinter dem Mond verschwindet. An diesem Flugtag könnten sie sich auch weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der Apollo 13-Mission 1970 mit rund 400 171 Kilometern auf. Was tut diese Plüschkugel im All? Wer sich das Interview von ABC News mit den Astronauten im Weltall anschaut, sieht nicht nur vier Menschen in einem Raumschiff, sondern auch eine kleine Plüschkugel. Sie hat ein Gesicht und trägt eine Mütze in den Farben der Erde. Mit dem Namen „Rise“ soll sie an das berühmte Foto „Earthrise“ erinnern, das Apollo-8-Astronaut William Anders 1968 aufgenommen hat. Die Plüschkugel ist ein Glücksbringer, hat aber auch eine ganz praktische Funktion: „Rise“ ist ein Schwerelosigkeitsindikator. Als solcher hat sie den angeschnallten Astronauten neun Minuten nach ihrem Start angezeigt, dass sie in der Schwerelosigkeit angekommen sind. Mehr zu „Rise“ weiß Martin Zips. Mehr zu „Rise“ weiß Martin Zips. Zweimal am Mond, aber nie gelandet Wenn Nasa-Astronautin Christina Koch und ihre Kollegen Reid Wiseman, Victor Glover und Jeremy Hansen bald den Mond umkreisen und womöglich nie wieder dorthin kommen, dann teilen sie das Schicksal mit einigen Apollo-Astronauten, die zwar den Mond umrundet haben, aber nie auf der Oberfläche gelandet sind. Dem Nasa-Astronauten Jim Lovell ist das gleich zweimal passiert: Mit Apollo 8 flog er im Dezember 1968 zehnmal um den Mond, mit Apollo 13 kehrte er 1970 dorthin zurück. Die Beinahe-Katastrophe bei der Explosion eines Sauerstofftanks brachte ihn um die Mondflandung. Kapsel und Mondfähre flogen einmal um den Mond und gleich wieder zurück – was die Crew rettete. Lovell war damit der bisher einzige Astronaut, der zwar zweimal zum Mond geflogen ist, aber nicht im Mondstaub spazieren durfte. Besser getroffen hat es hingegen John Young, der 1969 mit Apollo 10 zum Mond flog, um die Mondfähre zu testen, und 1972 mit Apollo 16 auf dem Mond landen durfte. Apollo-10-Kollege Gene Cernan tat es ihm gleich und war mit der bisher letzten Mondmission Apollo 17 in der Kraterlandschaft unterwegs. Insgesamt flogen in der Apollo-Zeit 24 verschiedene Astronauten zum Mond, zwölf landeten dort auch. Lovell war damit der bisher einzige Astronaut, der zwar zweimal zum Mond geflogen ist, aber nicht im Mondstaub spazieren durfte. Besser getroffen hat es hingegen John Young, der 1969 mit Apollo 10 zum Mond flog, um die Mondfähre zu testen, und 1972 mit Apollo 16 auf dem Mond landen durfte. Apollo-10-Kollege Gene Cernan tat es ihm gleich und war mit der bisher letzten Mondmission Apollo 17 in der Kraterlandschaft unterwegs. Insgesamt flogen in der Apollo-Zeit 24 verschiedene Astronauten zum Mond, zwölf landeten dort auch. Kniebeugen im All Im Weltall gibt es keinen Wellpass und kein FitX — die Nachfrage ist, gelinde gesagt, überschaubar. Immerhin hält die Orion-Kapsel ein Ersatzangebot bereit: das sogenannte Flywheel, ein ausziehbares Widerstandsband mit Halterung, grob verwandt mit dem vorderen Teil einer Rudermaschine. Daran absolvieren die Astronauten ihre tägliche Pflichteinheit Weltraumsport. Das ist weniger Wellness als medizinische Notwendigkeit: Wer im schwerelosen Raum auf Bewegung verzichtet, verliert in erschreckender Geschwindigkeit Muskelmasse und Knochendichte — auch das lernt der interessierte Zuschauer im Nasa-Livestream, ob er will oder nicht. Als Vorturner der Nacht bietet sich der kanadische Astronaut Jeremy Hansen an — und enttäuscht nicht. Mit der Hingabe eines Mannes, der einen besonders hartnäckigen Fahrradreifen aufpumpt, streckt er sich rauf und runter, immer wieder, mit stoischer Regelmäßigkeit. Es folgt eine Kaskade kosmischer Kniebeugen. Soweit das zu erkennen ist — denn zwischendurch segeln die Locken seiner Kollegin Christina Koch durchs Bild und verdecken die Szenerie. Screenshot: Nasa So sehen die Astronauten die Welt Die Nasa hat zwei Fotos veröffentlicht, die der Astronaut Reid Wiseman nach dem Mondschuss vom Weltall aus von der Erde gemacht hat. Das erste zeigt die Polarlichter, von denen Wiseman im Interview mit ABC so geschwärmt hat. Sie sind oben rechts und unten links zu sehen. Reid Wiseman/NASA Das zweite Bild zeigt den Blick aus einem der vier großen Fenster des Raumschiffs. Die Erde funkelt blau im Hintergrund. Man kann sich gut vorstellen, wie es den Astronauten bei dem Anblick die Sprache verschlägt. AFP Was die Astronauten vor dem Mondschuss getestet haben Warum hat es eigentlich rund 25 Stunden gedauert, bis die Astronauten die Orion-Kapsel auf die Flugbahn zum Mond geschossen haben? Dass Nasa-Astronautin Christina Koch und ihre Kollegen Reid Wiseman, Victor Glover und Jeremy Hansen noch fast zweimal die Erde umrundet haben, war kein Sightseeing. Grund waren auch diverse Tests und Systemchecks, die sie gemeinsam mit dem Kontrollzentrum in Houston vornehmen mussten. So haben sie im Erdorbit die Manövrierfähigkeit der Kapsel getestet, auch im manuellen Modus. Dazu zählten Annäherungsflüge an die zuvor abgesprengte Oberstufe der Rakete. Die Crew hat damit Annäherungsmanöver der Orion an den Mondlander in der Mondumlaufbahn vorbereitet. Die Nasa kann damit Leistungsdaten und Betriebserfahrungen sammeln, „die am Boden nicht ohne Weiteres gewonnen werden können“. Ferner haben die Astronauten laut Nasa ihre Sicherheits-Raumanzüge gegen leichtere Kleidung getauscht. Sie brauchen die Raumanzüge erst wieder vor der Landung kommende Woche. Weitere Checks betrafen die Lebenserhaltungssysteme. „Die lange Umlaufzeit um die Erde bietet die Gelegenheit, die Systeme während Trainingsphasen zu testen, in denen der Stoffwechsel der Besatzung am höchsten ist“, so die Nasa. Last not least mussten sie den Translunar Injection Burn vorbereiten, eine fast sechsminütige Zündung des Orion-Haupttriebwerks, mit der die Kapsel aus dem Erdorbit auf eine ballistische freie Rückkehrbahn um den Mond geschossen wird. Dabei macht sich die Nasa die Gravitationskraft des Mondes zunutze, die Kapsel fliegt somit nach der Mondumrundung automatisch zurück zur Erde. Derzeit befindet sich die Orion bereits rund 150 000 Kilometer entfernt von der Erde, mit 6600 Stundenkilometern. Bis zum Mond sind es noch knapp 270 000 Kilometer – und die Crew befindet sich gerade im wohlverdienten Schlaf. Ferner haben die Astronauten laut Nasa ihre Sicherheits-Raumanzüge gegen leichtere Kleidung getauscht. Sie brauchen die Raumanzüge erst wieder vor der Landung kommende Woche. Weitere Checks betrafen die Lebenserhaltungssysteme. „Die lange Umlaufzeit um die Erde bietet die Gelegenheit, die Systeme während Trainingsphasen zu testen, in denen der Stoffwechsel der Besatzung am höchsten ist“, so die Nasa. Last not least mussten sie den Translunar Injection Burn vorbereiten, eine fast sechsminütige Zündung des Orion-Haupttriebwerks, mit der die Kapsel aus dem Erdorbit auf eine ballistische freie Rückkehrbahn um den Mond geschossen wird. Dabei macht sich die Nasa die Gravitationskraft des Mondes zunutze, die Kapsel fliegt somit nach der Mondumrundung automatisch zurück zur Erde. Derzeit befindet sich die Orion bereits rund 150 000 Kilometer entfernt von der Erde, mit 6600 Stundenkilometern. Bis zum Mond sind es noch knapp 270 000 Kilometer – und die Crew befindet sich gerade im wohlverdienten Schlaf. Newsdesk Joachim Käppner Per „Erdbrücke“ zum Mond: Johannes Keplers wissenschaftlich fundiertes Märchen Könnten Menschen den Mond erreichen? Dieser Gedanke faszinierte im frühen 17. Jahrhundert den kaiserlichen Hof-Astronomen Johannes Kepler (1571 bis 1630). Er hatte die Gesetzmäßigkeiten entdeckt, nach denen sich die Planeten um die Sonne bewegen. Das brachte ihm Probleme mit der katholischen Kirche ein, die Angelegenheiten des Himmels als ausschließlich die ihren betrachtete. Noch im Jahr 1600 war der italienische Philosoph Giordano Bruno als Ketzer verbrannt worden, weil er in seinen Schriften „auf den Flügeln des Geistes“ zum Mond gereist war. Wohl auch deshalb wurde erst vier Jahre nach Keplers Tod sein Werk „Somnium“ veröffentlicht – eine Art wissenschaftlich fundiertes Märchen. Es beschreibt die Schwerkraft und den Lauf der Himmelskörper. Der Held der Geschichte besucht eine Mond-Zivilisation. Auf die Frage, wie der Himmelplanet zu erreichen sei, bleibt Kepler allerdings eine Antwort schuldig: „Denn wenn ein Körper von der Schwere eines Menschen in einem Zeitraum von einer Stunde 12 000 Meilen in die Höhe gerissen wird, und noch der Mangel an Luft hinzukommt, so muss er sterben, wie die Fische, wenn sie kein Wasser haben.“ Der Astronom erdachte stattdessen eine Erdbrücke zum Mond, einen Himmelspfad, auf dem man nur reisen kann, wenn Sonne, Mond und Sterne in einer ganz bestimmten Konstellation zueinanderstehen. Für den Transport ist praktischerweise ein Dämon vorhanden, der allein die Erdbrücke zu benutzen versteht. Wohl auch deshalb wurde erst vier Jahre nach Keplers Tod sein Werk „Somnium“ veröffentlicht – eine Art wissenschaftlich fundiertes Märchen. Es beschreibt die Schwerkraft und den Lauf der Himmelskörper. Der Held der Geschichte besucht eine Mond-Zivilisation. Auf die Frage, wie der Himmelplanet zu erreichen sei, bleibt Kepler allerdings eine Antwort schuldig: „Denn wenn ein Körper von der Schwere eines Menschen in einem Zeitraum von einer Stunde 12 000 Meilen in die Höhe gerissen wird, und noch der Mangel an Luft hinzukommt, so muss er sterben, wie die Fische, wenn sie kein Wasser haben.“ Der Astronom erdachte stattdessen eine Erdbrücke zum Mond, einen Himmelspfad, auf dem man nur reisen kann, wenn Sonne, Mond und Sterne in einer ganz bestimmten Konstellation zueinanderstehen. Für den Transport ist praktischerweise ein Dämon vorhanden, der allein die Erdbrücke zu benutzen versteht.

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2. April
ZDF heute

Auf zum Mond! Wer hat die Macht im Weltall?

heute journal - der Podcast:Auf zum Mond! Wer hat die Macht im Weltall? Mit “Artemis 2” fliegen seit über 50 Jahren wieder Menschen zum Mond. Die Rakete der NASA ist gestartet, drei Astronauten und eine Astronautin sollen den Mond in den kommenden Tagen umrunden. Damit ist diese Crew so weit im All wie noch ein Mensch zuvor. Warum rückt der Mond wieder in den Fokus? Welche Ziele verfolgen Staaten, Raumfahrt-Agenturen und private Unternehmen im Weltall? Der Weltraum ist derzeit vor allem in amerikanischer Hand. Neben der NASA, der nationalen Luft- und Raumfahrtbehörde der USA, spielen inzwischen auch private Unternehmen wie Space X von Elon Musk eine große Rolle. Von den rund 15.000 Satelliten im All sind etwa 10.000 von SpaceX. Host Helene Reiner und heute journal-Moderator Christian Sievers sprechen darüber mit dem Astronauten Reinhold Ewald, der selbst schon im All war. Er erklärt, wie sich solche Missionen anfühlen und welche Risiken es gibt. Außerdem ordnet die Politikwissenschaftlerin Dr. Antje Nötzold ein, wie sich die Kräfteverhältnisse im All verändern, warum und worum die USA und China konkurrieren und ob Europa noch eine Chance hat. Und: Eine Brauerei aus San Francisco zieht CO2 aus der Luft, um damit Bier mit Kohlensäure zu versetzen. Verändert sich so langfristig das Bierbrauen? Folge verpasst? Hier gibt es jederzeit alle derzeit verfügbaren Folgen von "heute journal - der Podcast".

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4. April
Der Spiegel

Artemis 2: Astronauten sind dem Mond jetzt näher als der Erde

Artemis-2-Mission »Orion«-Kapsel erreicht Einflusssphäre des Mondes Die Astronauten der Artemis-2-Mission sind an einem wichtigen Punkt angelangt: Die Schwerkraft des Mondes wirkt inzwischen stärker auf das Raumschiff als die der Erde. Zuvor feierten sie an Bord Ostern. Das News-Update. Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Wichtige Updates Sortierung Etwa zehn Tage soll sie dauern, die Mission, bei der vier Nasa-Astronauten den Mond umrunden. Was passiert wann? Der Überblick: Mittwoch, 1. April: Start der zehntägigen Mission Freitag und Samstag: Die erste von drei kleineren Triebwerkszündungen stellt sicher, dass die Crew auf Kurs bleibt Sonntag: Ein Manöver zur Korrektur der Hinflugbahn soll den Kurs zum Mond weiter verfeinern Montag: Die »Orion« tritt in den Einflussbereich des Mondes ein Dienstag: Die Mondkapsel wird an Flugtag 6 am weitesten entfernt von der Erde sein Mittwoch: Rückreise zur Erde Donnerstag und Freitag: Geplante Tests und Experimente, etwa, wie man sich in der Raumkapsel vor Sonneneruptionen schützt Samstag, 11. April: Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und Landung im Pazifik Die Hintergründe: Die Mission in 3D: So soll die Reise ablaufen Die Crew: Sie fliegen so weit ins All wie nie ein Mensch zuvor Die Playlist: Moony Tunes für Ihren Trip Die Crew: Sie fliegen so weit ins All wie nie ein Mensch zuvor Die Playlist: Moony Tunes für Ihren Trip Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen »Orion«-Kapsel erreicht Einflusssphäre des Mondes Die vier Astronauten der Artemis-2-Mission haben auf ihrem Weg zum Mond einen wichtigen Punkt erreicht: Die »Orion«-Kapsel befindet sich in der Einflusssphäre des Mondes, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Das heißt, dass die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirkt als die der Erde. In den nächsten Stunden soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen – etwa 7.500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen und sogar eine Sonnenfinsternis beobachten, bei der die Sonne aus der Perspektive von »Orion« hinter dem Mond verschwindet. In den nächsten Stunden soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen – etwa 7.500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen und sogar eine Sonnenfinsternis beobachten, bei der die Sonne aus der Perspektive von »Orion« hinter dem Mond verschwindet. Zudem könnten sich die Wissenschaftler weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der »Apollo 13«-Mission 1970 mit rund 400.171 Kilometern auf. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Astronauten feiern Ostern mit dehydriertem Ei Man muss die Feste feiern, wie sie fallen – dachten sich offenbar auch die vier Astronauten der Artemis-2-Mission. In der »Orion«-Kapsel, die etwa so viel Platz bietet wie zwei Minivans, hätten sie Ostereier versteckt, sagte die US-Astronautin Christina Koch. »Es waren zwar eigentlich dehydrierte Rühreier, aber wir waren alle ziemlich glücklich damit.« Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Luana Partimo Crossmediaressort »Ich bin die Weltraum-Klempnerin« Astronautin Christina Koch stieß in der Orion-Kapsel auf ein ausgesprochen irdisches Problem: Die Bordtoilette streikte. Hilfe kam aus der Missionskontrolle in Houston – und Koch wurde kurzerhand zur Installateurin im All. Die Reparatur im Video. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mehr als 2,3 Millionen Kilometer um Mond und Erde Der Flugverlauf von »Artemis 2« gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die vier Astronauten sollen insgesamt mehr als 2,3 Millionen Kilometer zurücklegen. Am fünften Flugtag soll »Orion« den Punkt erreichen, wenn die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirkt als die der Erde. Am sechsten Flugtag soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen – etwa 7.500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen – und sogar auch eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne aus der Perspektive von »Orion« hinter dem Mond verschwindet. An diesem Flugtag könnten sie sich auch weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der »Apollo 13«-Mission 1970 mit rund 400.171 Kilometern auf. Am fünften Flugtag soll »Orion« den Punkt erreichen, wenn die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirkt als die der Erde. Am sechsten Flugtag soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen – etwa 7.500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen – und sogar auch eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne aus der Perspektive von »Orion« hinter dem Mond verschwindet. An diesem Flugtag könnten sie sich auch weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der »Apollo 13«-Mission 1970 mit rund 400.171 Kilometern auf. Crew der Artemis 2. Foto: NASA / AFP Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sogar der Schlaf ist durchgetaktet Während der Mission stehen für die Astronauten unter anderem wissenschaftliche Tests und Trainingsaufgaben auf dem Programm – und immer wieder besondere Ausblicke: »Wir können durch die Andockluke gerade den Mond sehen. Es ist ein wunderschöner Anblick«, sagte Astronautin Christina Koch laut Nasa. Während der zehntägigen Mission bleibt für die vier wenig dem Zufall überlassen: So teilt die Nasa sogar öffentlich mit, wenn die Astronauten sich aufs Zubettgehen vorbereiten und wann sie ihre Schlafphase beginnen sollen. Geweckt wird das Artemis-Team von Kollegen am Boden – am Freitag etwa durch den Song »In a Daydream« von der Freddy Jones Band, in dem es unter anderem heißt »No one around just me and the sky« (deutsch: »Niemand ist hier, nur ich und der Himmel«). Lesen Sie hier mehr über Songs, mit denen die Crew in den Tag startet. Lesen Sie hier mehr über Songs, mit denen die Crew in den Tag startet. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Astronauten sind dem Mond jetzt näher als der Erde Zum Ende des dritten Flugtages postete die Nasa auf X eine kleine Zusammenfassung der Höhepunkte der bisherigen Mondmission und ein Update: »Unsere Artemis 2-Crew ist jetzt näher am Mond als an der Erde.« Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Astronauten sind auf halber Strecke zum Mond Die Astronauten der Mondmission Artemis 2 haben die Hälfte ihrer Reise zum Mond hinter sich. »Wir sind auf halber Strecke«, erklärte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitagabend (Ortszeit). Gegen 4 Uhr nachts deutscher Zeit befand sich die »Orion«-Kapsel demnach bereits mehr als 219.000 Kilometer von der Erdoberfläche entfernt. »Wenn die Astronauten ankommen, werden sie einen Vorbeiflug am Mond durchführen und wissenschaftliche Beobachtungen der Mondoberfläche sammeln«, schrieb die Nasa weiter. »Wenn die Astronauten ankommen, werden sie einen Vorbeiflug am Mond durchführen und wissenschaftliche Beobachtungen der Mondoberfläche sammeln«, schrieb die Nasa weiter. In der Nacht zum Freitag hatte die Kapsel mit den vier Astronauten Jeremy Hansen, Christina Koch, Reid Wiseman und Victor Glover an Bord die Erdumlaufbahn verlassen. Bei der zehntägigen Nasa-Mission ist eine Umrundung des Erdtrabanten geplant, eine Mondlandung ist nicht Teil von Artemis 2. Die Nasa strebt eine Landung auf dem Mond für das Jahr 2028 an. Artemis 2 soll dafür die Voraussetzungen schaffen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen So wird Abwasser ins All entsorgt Nachdem die Bordtoilette zuvor für Interesse und Schlagzeilen gesorgt hatte, zeigte die Crew der »Orion« Zuschauerinnen und Zuschauer nun, wie sie ihr Abwasser ins All entsorgen. Zu dem geposteten Clip auf X schrieb die Nasa »Das universelle Abfallentsorgungssystem an Bord des Raumschiffs ›Orion‹ ist eine kompakte, für die Schwerelosigkeit konzipierte Toilette mit einem Fassungsvermögen von 5 Kubikfuß. Feste Abfälle werden in geruchsdichten Behältern gelagert, während der vorbehandelte Urin täglich ins All abgeleitet wird.« Zu dem geposteten Clip auf X schrieb die Nasa »Das universelle Abfallentsorgungssystem an Bord des Raumschiffs ›Orion‹ ist eine kompakte, für die Schwerelosigkeit konzipierte Toilette mit einem Fassungsvermögen von 5 Kubikfuß. Feste Abfälle werden in geruchsdichten Behältern gelagert, während der vorbehandelte Urin täglich ins All abgeleitet wird.« Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Crew schickt erste Bilder Die Nasa hat die ersten von der Besatzung übermittelten Bilder veröffentlicht. Das erste Foto, demnach aufgenommen von Kommandant Reid Wiseman, zeigt einen Ausschnitt der Erde in einem der Fenster der Kapsel. Das zweite zeigt den gesamten Globus, wobei »eine grüne Aurora« die Atmosphäre erhellt, wie es die Nasa beschreibt. In Bild Nummer drei sind »die Lichter menschlicher Aktivitäten« zu sehen. Und: »Unten rechts beleuchtet das Sonnenlicht den Rand des Planeten.« Bild vier zeigt die Tag-Nacht-Grenze. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen »Gute Nacht, Crew. Gute Nacht, Mond« Der zweite Flugtag der Mondmission endete erfolgreich. Neben Kontrollen und dem Beheben kleinerer Probleme, absolvierten die Besatzungsmitglieder ihre ersten Trainingseinheiten der Mission auf dem »Schwungrad-Trainingsgerät« an Bord – jeder Astronaut wird täglich 30 Minuten für Fitness einplanen, um den Muskel- und Knochenabbau zu minimieren, der in der Schwerelosigkeit auftritt. Die Nasa teilte ein Video und wünschte den Astronauten eine gute Nacht. Die Reise der Crew ist nun in vollem Gange, und es liegen noch acht volle Tage vor ihnen. »Wir fangen gerade erst an«, sagte Nasa-Pilot Victor Glover. »Auch wenn wir ein wenig überrascht waren, dass wir gestern tatsächlich gestartet sind, liegt noch ein großer Teil der Mission vor uns.« Die Nasa teilte ein Video und wünschte den Astronauten eine gute Nacht. Die Reise der Crew ist nun in vollem Gange, und es liegen noch acht volle Tage vor ihnen. »Wir fangen gerade erst an«, sagte Nasa-Pilot Victor Glover. »Auch wenn wir ein wenig überrascht waren, dass wir gestern tatsächlich gestartet sind, liegt noch ein großer Teil der Mission vor uns.« Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Erste Videokonferenz zwischen Weltraum und Boden Nach dem erfolgreichen Manöver haben die vier Astronauten an der ersten Videokonferenz teilgenommen und sich Fragen von Reporterinnen und Reportern gestellt. »Zuallererst wollten wir unseren Familien einen Gruß senden«, sagte Kommandant Reid Wiseman. Die Astronauten konnten noch nicht mit ihren Angehörigen sprechen. Er erwähnte auch, wie schön es sei, »den gesamten Globus von Pol zu Pol« zu sehen. Ihre ersten Stunden im All verbrachten die Astronauten damit, Kontrollen vorzunehmen und kleinere Probleme an der Raumkapsel zu beheben, die noch nie zuvor Menschen befördert hatte – darunter ein Kommunikationsproblem und eine nicht richtig funktionierende Toilette. Während des Videocalls erklärte Astronautin Christina Koch, dass sie die Toilette repariert habe: »Ich bin die Weltraumklempnerin, ich bin stolz darauf, mich so zu nennen.« Nasa teilte ein Video des Ausschnitts auf X und schrieb dazu: »Missionsspezialisten wie Christina Koch trainieren für alle Aufgaben, damit sie überall dort einspringen können, wo sie gebraucht werden. Manchmal bedeutet das, wichtige Maschinen zu reparieren, wie zum Beispiel die Toilette des Raumschiffs.« Während des Videocalls erklärte Astronautin Christina Koch, dass sie die Toilette repariert habe: »Ich bin die Weltraumklempnerin, ich bin stolz darauf, mich so zu nennen.« Nasa teilte ein Video des Ausschnitts auf X und schrieb dazu: »Missionsspezialisten wie Christina Koch trainieren für alle Aufgaben, damit sie überall dort einspringen können, wo sie gebraucht werden. Manchmal bedeutet das, wichtige Maschinen zu reparieren, wie zum Beispiel die Toilette des Raumschiffs.« In den kommenden Tagen sollen laut Nasa weitere Videokonferenzen stattfinden. Ausnahme seien Flugtag 7 – der freie Tag der Besatzung – und der Landetag. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Astronauten fliegen von der Erde Richtung Mond Rund 24 Stunden nach ihrem Start zum Mond haben die Astronauten der Artemis-2-Mission mit einem speziellen Manöver die Erdumlaufbahn verlassen – als erste Menschen seit mehr als 50 Jahren. Fast sechs Minuten lang feuerte das »Orion«-Raumschiff dafür sein Haupttriebwerk an, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. »Meine Damen und Herren, ich freue mich riesig, Ihnen mitteilen zu können, dass zum ersten Mal seit 1972 während der Apollo-17-Mission Menschen die Erdumlaufbahn verlassen haben«, verkündete Nasa-Managerin Lori Glaze auf einer Pressekonferenz. Das Manöver habe »einwandfrei» funktioniert. »Von diesem Punkt an werden die Gesetze der Raumflugmechanik unsere Crew bis zum Mond, um die Rückseite herum und zurück zur Erde tragen«, erklärte Glaze. »Meine Damen und Herren, ich freue mich riesig, Ihnen mitteilen zu können, dass zum ersten Mal seit 1972 während der Apollo-17-Mission Menschen die Erdumlaufbahn verlassen haben«, verkündete Nasa-Managerin Lori Glaze auf einer Pressekonferenz. Das Manöver habe »einwandfrei» funktioniert. »Von diesem Punkt an werden die Gesetze der Raumflugmechanik unsere Crew bis zum Mond, um die Rückseite herum und zurück zur Erde tragen«, erklärte Glaze. Foto: Ronaldo Schemidt / AFP Während des Manövers habe die Crew die »Kraft der Durchhaltefähigkeit« des ganzen Teams hinter der Mission gespürt, sagte der kanadische Astronaut Jeremy Hansen aus der »Orion«-Kapsel. »Die Menschheit hat wieder einmal gezeigt, wozu wir fähig sind und es sind eure Hoffnungen für die Zukunft, die uns jetzt auf diese Reise um den Mond tragen.« Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen »Orion«-Kapsel hat Erdumlaufbahn verlassen Die vier Astronauten der Mondmission Artemis 2 haben einen Tag nach ihrem Start die Erdumlaufbahn verlassen und fliegen Richtung Mond. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa gab am Donnerstag grünes Licht. Gegen 19.49 Uhr US-Ostküstenzeit (Freitagmorgen 1.49 Uhr MESZ) wurde das Triebwerk gezündet. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Obama zum Raketenstart: »Es war inspirierend« Während US-Präsident Donald Trump den geglückten Start der Mondmission als Sieg der USA »über die Sterne hinaus« bezeichnet hat, betont sein Vorgänger Barack Obama die aus seiner Sicht inspirierende Kraft der Mission. »Es war inspirierend, gestern den Start von Artemis II zu verfolgen – die erste bemannte Mission um den Mond seit 1972«, schreibt der ehemalige Präsident auf X: »Unser Raumfahrtprogramm hat schon immer einen wesentlichen Teil dessen verkörpert, was es bedeutet, über das für möglich gehaltene hinauszugehen, und ich hoffe, dass die vier mutigen Astronauten dieser Mission eine neue Generation dazu inspirieren werden, in ihre Fußstapfen zu treten.« »Es war inspirierend, gestern den Start von Artemis II zu verfolgen – die erste bemannte Mission um den Mond seit 1972«, schreibt der ehemalige Präsident auf X: »Unser Raumfahrtprogramm hat schon immer einen wesentlichen Teil dessen verkörpert, was es bedeutet, über das für möglich gehaltene hinauszugehen, und ich hoffe, dass die vier mutigen Astronauten dieser Mission eine neue Generation dazu inspirieren werden, in ihre Fußstapfen zu treten.« Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Diese Animation der Nasa verdeutlicht eines der vielen faszinierenden Ziele der Mission Artemis 2: Die Crew wird Gegenden des Mondes sehen, die noch nie zuvor ein Mensch mit bloßem Auge erblickt hat. Auf der Erde ist immer nur die »Vorderseite« des Mondes zu sehen, weil er sich in exakt der gleichen Zeit einmal um die Erde dreht, die er auch für eine Drehung um seine eigene Achse benötigt. Animation der Mondflächen, die »Apollo«-Astronauten bisher gesehen und nicht gesehen haben. Nasa Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen »Gottes Segen, Artemis« – Tom Hanks feiert Mondmission Der US-Schauspieler und Raumfahrt-Enthusiast Tom Hanks hat die Nasa-Mondmission Artemis 2 gewürdigt. »Wusstet ihr, dass seit 1972 keine Menschen mehr über den Einflussbereich der Erdgravitation hinaus gereist sind? Das ändert sich heute«, schrieb der Schauspieler in einem Beitrag auf der Plattform Instagram. Er wünschte der Mission »Gottes Segen«. Hanks spielte in dem Film »Apollo 13« über die Mondmission 1970, die nach der Explosion eines Sauerstofftanks umkehren musste, den Astronauten Jim Lovell. Der 69-Jährige hat auch Raumfahrt-Dokumentationen produziert. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Raumschiff ist jetzt etwa 70.000 Kilometer weit weg Die Mission läuft nach Plan: Die Crew der Artemis-2-Mission befindet sich derzeit in einer stabilen Umlaufbahn um die Erde. Bis zum Mond sind es »nur« noch etwa 358.000 Kilometer. Das Kommando in der »Orion«-Kapsel hat der 50-jährige US-Astronaut Reid Wiseman, ein ehemaliger Marine- und Testpilot, der auch schon die Astronautenabteilung der Nasa leitete. »Wir haben einen schönen Mondaufgang«, sagte Wiseman kurz nach dem Start. »Wir steuern direkt darauf zu.« Während ihrer zehntägigen Reise werden die Astronauten den Mond umrunden, ohne auf ihm zu landen. Sie werden sich dabei mehr als 400.000 Kilometer von der Erde entfernen – so weit wie noch nie ein Mensch zuvor. Bei der Mondumrundung soll die Crew auch einen möglichen Landeplatz für die Mission Artemis 4 erkunden. Die Nasa plant eine Landung am Südpol des Mondes, wo noch nie ein Mensch gewesen ist. Das Kommando in der »Orion«-Kapsel hat der 50-jährige US-Astronaut Reid Wiseman, ein ehemaliger Marine- und Testpilot, der auch schon die Astronautenabteilung der Nasa leitete. »Wir haben einen schönen Mondaufgang«, sagte Wiseman kurz nach dem Start. »Wir steuern direkt darauf zu.« Während ihrer zehntägigen Reise werden die Astronauten den Mond umrunden, ohne auf ihm zu landen. Sie werden sich dabei mehr als 400.000 Kilometer von der Erde entfernen – so weit wie noch nie ein Mensch zuvor. Bei der Mondumrundung soll die Crew auch einen möglichen Landeplatz für die Mission Artemis 4 erkunden. Die Nasa plant eine Landung am Südpol des Mondes, wo noch nie ein Mensch gewesen ist. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sternensensoren aus Jena navigieren das Raumschiff Nicht nur an Bord kommt Technik aus Deutschland während der Mission Artemis 2 zum Einsatz. Sternsensoren aus Jena sorgen für die exakte Ausrichtung und Navigation des Raumschiffs. Sie leiten es auf seinem Weg in die Mondumlaufbahn, teilte Jena-Optronik mit. Das auf Weltraumtechnik spezialisierte Unternehmen hat schon bei mehreren Weltraummissionen mitgewirkt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Noch eine persönliche Anekdote: Meine vierjährige Tochter sagte heute Morgen zu ihrer Kita-Freundin über die Artemis-Crew: »Da ist sogar eine Frau dabei!« Christina Hammock Koch, wie die Astronautin heißt, hat bereits All-Erfahrung. Im Jahr 2019 flog sie für 328 Tage auf die Internationale Raumstation. Damit war sie so lange im Weltraum wie keine Frau vor ihr. In der Vergangenheit tat sich die Nasa so manches Mal schwer mit dem Einsatz von Frauen. Im März 2019 musste etwa der erste Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation (ISS) nur mit Astronautinnen verschoben werden, weil es nicht ausreichend Raumanzüge in der passenden Größe gab. In den Achtzigerjahren entwarfen Nasa-Ingenieure gar ein Schminktäschen mit Lipgloss und Lidschatten. »Die Ingenieure der Nasa entschieden in ihrer unendlichen Weisheit, dass weibliche Astronauten Make-up haben wollen würden«, sagte Sally Ride, die 1983 als erste Frau für die Nasa ins All flog. Sie sei auch gefragt worden, ob hundert Tampons für eine Woche im All reichen würden. (Für alle, die die Antwort nicht kennen: Das reicht.) Die Stand-up-Comedian Marcia Belsky hat zur Causa dieses sehenswerte Video bei YouTube veröffentlicht: Christina Hammock Koch, wie die Astronautin heißt, hat bereits All-Erfahrung. Im Jahr 2019 flog sie für 328 Tage auf die Internationale Raumstation. Damit war sie so lange im Weltraum wie keine Frau vor ihr. In der Vergangenheit tat sich die Nasa so manches Mal schwer mit dem Einsatz von Frauen. Im März 2019 musste etwa der erste Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation (ISS) nur mit Astronautinnen verschoben werden, weil es nicht ausreichend Raumanzüge in der passenden Größe gab. In den Achtzigerjahren entwarfen Nasa-Ingenieure gar ein Schminktäschen mit Lipgloss und Lidschatten. »Die Ingenieure der Nasa entschieden in ihrer unendlichen Weisheit, dass weibliche Astronauten Make-up haben wollen würden«, sagte Sally Ride, die 1983 als erste Frau für die Nasa ins All flog. Sie sei auch gefragt worden, ob hundert Tampons für eine Woche im All reichen würden. (Für alle, die die Antwort nicht kennen: Das reicht.) Die Stand-up-Comedian Marcia Belsky hat zur Causa dieses sehenswerte Video bei YouTube veröffentlicht: Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Für alle, die erst jetzt einschalten: Darum geht es in der Mission: Artemis 2 ist der erste bemannte Flug zum Mond seit 1972. Während der etwa zehntägigen Reise umrunden vier Astronauten den Mond, ohne auf ihm zu landen. Sie werden sich dabei mehr als 400.000 Kilometer von der Erde entfernen. Ziel ist es, alle wichtigen Systeme des Raumschiffs unter echten Bedingungen zu testen. Die Mission endet mit einer Wasserung im Pazifik vor der Küste Kaliforniens, wo die Crew von Bergungsteams aus dem Meer geholt werden soll. Die Kosten für den Raketenstart der Artemis 2 werden auf etwa vier Milliarden Dollar geschätzt, für das gesamte Artemis-Programm könnten sie inzwischen sogar auf bis zu 93 Milliarden Dollar angewachsen sein. Ziel ist es, alle wichtigen Systeme des Raumschiffs unter echten Bedingungen zu testen. Die Mission endet mit einer Wasserung im Pazifik vor der Küste Kaliforniens, wo die Crew von Bergungsteams aus dem Meer geholt werden soll. Die Kosten für den Raketenstart der Artemis 2 werden auf etwa vier Milliarden Dollar geschätzt, für das gesamte Artemis-Programm könnten sie inzwischen sogar auf bis zu 93 Milliarden Dollar angewachsen sein. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Wann fliegt ein Europäer zum Mond? Quasi als Dankeschön für die Bauteile aus Europa hatte die Nasa der Europäischen Raumfahrtagentur Esa zugesichert, dass bei künftigen Missionen europäische Astronauten mitfliegen dürfen. Hervorragende Chancen hätten die Deutschen Alexander Gerst und Matthias Maurer (am Ende wird es sehr sehr wahrscheinlich nur einer von beiden). Allerdings hat die Nasa das Artemis-Programm jüngst umgeworfen. Statt einer Raumstation in der Umlaufbahn des Mondes (da war die Esa-Beteiligung schon praktisch eingetütet) soll nun ein Stützpunkt direkt auf dem Mond entstehen. Die Esa will jetzt mit den USA verhandeln, wie die europäische Beteiligung aussehen könnte. »Das Ziel ist, dass Europäer über den Mond laufen«, sagte Esa-Direktor Josef Aschbacher. Gerst und Maurer wären offenbar schon bei der aktuellen Mission gern dabei gewesen. »Ich habe schon zwischenzeitlich kurz überlegt: In der Toilette ist doch noch Platz, komme ich dann irgendwie rein?«, sagte Maurer der Deutschen Presse-Agentur in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Allerdings hat die Nasa das Artemis-Programm jüngst umgeworfen. Statt einer Raumstation in der Umlaufbahn des Mondes (da war die Esa-Beteiligung schon praktisch eingetütet) soll nun ein Stützpunkt direkt auf dem Mond entstehen. Die Esa will jetzt mit den USA verhandeln, wie die europäische Beteiligung aussehen könnte. »Das Ziel ist, dass Europäer über den Mond laufen«, sagte Esa-Direktor Josef Aschbacher. Gerst und Maurer wären offenbar schon bei der aktuellen Mission gern dabei gewesen. »Ich habe schon zwischenzeitlich kurz überlegt: In der Toilette ist doch noch Platz, komme ich dann irgendwie rein?«, sagte Maurer der Deutschen Presse-Agentur in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Astronauten Matthias Maurer (links) und Alexander Gerst (rechts). dpa-Bildfunk Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Das sind die deutschen Bauteile der Mission Ohne Technik aus Europa hätte die Artemis-Crew nicht abheben können. »Orion« besteht aus zwei Einheiten: Der Kapsel für die Crew und dem Servicemodul ESM-3, zusammengebaut von Airbus in Bremen. Das Bauteil ist quasi die Lebensversicherung der Raumfahrer. Es versorgt sie mit Sauerstoff und Wasser und reguliert die Wärme an Bord der Raumfähre, die an der sonnenabgewandten Seite eisig und an der -zugewandten glühend heiß wird. »Technik Made in Germany ist integraler Bestandteil des Raumschiffs«, sagte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär nach dem geglückten Raketenstart. Auch ein Satellit aus Berlin ist mit ins All geflogen. Mehr dazu lesen Sie hier. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Trump zum Raketenstart: »Das war ganz schön beeindruckend« Schon vor dem Start gab sich US-Präsident Donald Trump gewohnt selbstbewusst. »Wir gewinnen im Weltraum, auf der Erde und überall dazwischen – wirtschaftlich, militärisch und jetzt auch über die Sterne hinaus«, schrieb er auf seiner Onlineplattform Truth Social. Nach dem Start gratulierte er der Nasa und den »mutigen« Astronauten zu Beginn einer Rede an die Nation. »Das war ganz schön beeindruckend.« Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Kurzes Kommunikationsproblem bei Artemis 2 Kurz nach dem Start der Mondmission Artemis 2 ist vorübergehend die Kommunikation zwischen den vier Astronauten an Bord der »Orion«-Kapsel und dem Kontrollzentrum auf der Erde abgebrochen. Die Crew habe die Stimmen aus dem Kontrollzentrum hören können, aber die Mitarbeiter im Kontrollzentrum hätten die Astronauten nicht hören können, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman. Das Problem habe aber nach kurzer Zeit gelöst werden können und die Kommunikation sei wieder hergestellt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen »Orion«-Kapsel in Erdumlaufbahn Die Kapsel der Mission Artemis 2 befindet sich akuell weiterhin in einer sicheren Umlaufbahn um die Erde. Die Crew testet nun die Triebwerke, die Navigation und die Systeme zur Lebenserhaltung. Sind alle Checks bestanden, soll das Haupttriebwerk in einigen Stunden gezündet werden. Das Raumfahrzeug wird dadurch so stark beschleunigt, dass es praktisch aus der Erdumlaufbahn herausgeschleudert wird – erst dann ist die Crew auf dem Weg zum Mond. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Guten Morgen, die Artemis-Crew ist nun schon einige Stunden unterwegs. Womöglich wird es Zeit für den ersten Kaffee der Mission – 43 Portionen sind mit an Bord. die Artemis-Crew ist nun schon einige Stunden unterwegs. Womöglich wird es Zeit für den ersten Kaffee der Mission – 43 Portionen sind mit an Bord. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Probleme mit der Toilette behoben Bereits kurz nach dem Start gab es ein Problem mit der Toilette an Bord der »Orion«-Kapsel. »Die Toilette hat sich von selbst abgeschaltet, und eine gelbe Fehlerlampe blinkt«, teilte Christina Koch der Missionskontrolle mit. Der Astronautin wurde geraten, vorerst ein tragbares Beutel-Trichter-System zu verwenden. Inzwischen ist das offenbar nicht mehr notwendig, mehrere Medien, darunter BBC und CNN berichten, dass das Problem behoben sei. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Vier Mini-Satelliten werden flügge Jetzt werden vier Mini-Satelliten, sogenannte CubeSats, auf einer stark elliptischen Umlaufbahn ausgesetzt, die an einem Verbindungsring zwischen »Orion« und der Rakete auf ihren Einsatz gewartet haben. Sie sollen eigenständig wissenschaftliche Experimente durchführen. Für die beteiligten Teams ist der Flug eine einmalige Chance, ins tiefe Weltraumumfeld zu gelangen. Zu den Satelliten gehört »Tacheles«, den die Firma Neurospace aus Berlin gebaut hat. Er soll die Auswirkungen kosmischer Strahlung auf elektronische Bauteile untersuchen, die später einmal in Mondfahrzeugen eingesetzt werden sollen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Annäherungstests sollten jetzt abgeschlossen sein. »Orion« entfernt sich jetzt endgültig von der Oberstufe. Die zündet wenig später noch einmal ihr Triebwerk. Das Ziel: ein kontrollierter Flug in die dichteren Schichten der Erdatmosphäre, an dessen Ende sie über dem Pazifik verglühen soll. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Goodbye Oberstufe! Jetzt wird auch die Oberstufe der Rakete abgetrennt, ziemlich am Ende ihrer Einsatzzeit hat sie aber noch einen wichtigen Job. Sie dient als Zielscheibe für ein wichtiges Manöver: Die Crew übernimmt die manuelle Steuerung von »Orion« und fliegt mit dem Raumschiff auf die ausgebrannte Raketenstufe zu und um sie herum. So will man kritische Annäherungs – und Andockmanöver testen, die für spätere Artemis-Missionen wichtig sein werden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die neue Mondmission: Testlauf für Größeres Aktuell ist die »Orion«-Kapsel in einer Umlaufbahn um die Erde unterwegs. Die Zündung der Triebwerke Richtung Mond ist für den Donnerstagabend deutscher Zeit geplant. Insgesamt dauert die Mission etwa zehn Tage. In erster Linie ist Artemis 2 ein Techniktest, mit dem zukünftige Mondflüge vorbereitet werden sollen. Es ist aber nicht so, dass Forschung gar keine Rolle spielt: Die Astronauten nehmen auf ihrer Mondreise zum Beispiel Chips mit ihren eigenen Zellen mit. Die kleinen Geräte beim »Avatar«-Experiment sind kaum größer als ein USB-Stick und enthalten Knochenmarkzellen der vier Crewmitglieder. Sie sollen bei der Antwort auf die Frage helfen, was Schwerelosigkeit und Weltraumstrahlung mit dem menschlichen Körper machen. Nach der Rückkehr werden die Ergebnisse mit einer Vergleichsstudie auf der Erde kombiniert. Die Erkenntnisse sollen Weltraummissionen sicherer machen. Crew von Artemis 2. Foto: Steve Nesius / REUTERS Dass das Mondraumschiff in entscheidenden Momenten seinen Weg findet, dafür sorgt übrigens Technik aus Deutschland, konkret vom Unternehmen Jena-Optronik. Zwei Sensoren haben dafür ohne Pause den Sternenhimmel im Blick. Sie machen dafür Fotos, die sie mit einer intern gespeicherten Sternkarte vergleichen. So können sie jederzeit die Orientierung der Kapsel berechnen. Das ist besonders wichtig, wenn kritische Manöver anstehen. Das Europäische Servicemodul wiederum, das wie ein tonnenschwerer Rucksack am »Orion«-Raumschiff hängt, ist für Antrieb, Energieversorgung und die Lebenserhaltungssysteme des Raumschiffs verantwortlich. »Technik ›Made in Germany‹ ist integraler Bestandteil des Raumschiffs«, erklärte die deutsche Raumfahrtministerin Dorothee Bär nach dem Start. Läuft alles nach Plan, dann wird die Besatzung von Artemis 2 hinter dem Mond weiter von der Erde entfernt sein als je ein Mensch zuvor. Den bisherigen Rekord hatte die Crew der Mission Apollo 13 im Jahr 1970 aufgestellt, die wegen technischer Probleme nicht auf dem Mond landen konnte. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hatte kürzlich für den SPIEGEL nachgerechnet: Je nachdem, wann Artemis 2 genau am Mond ankommt, wird der bisherige Rekord jetzt um rund 6000 bis 8000 Kilometer übertroffen. Die Kapsel der vier Raumfahrer ist auf einer sogenannten freien Rückkehrbahn unterwegs. Sobald sie sich einmal aus der Erdumlaufbahn in Richtung Mond aufgemacht hat, müssen die Triebwerke im Prinzip nicht mehr gezündet werden. Die Gravitation von Erde und Mond wirken so zusammen, dass die Kapsel automatisch wieder nach Hause zurückfliegt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die weiteste Reise der Menschheit – so lief der Start Der erste astronautische Mondflug seit mehr als 50 Jahren ist auf dem Weg. Um 0.35 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit am Donnerstagmorgen (18.35 Uhr Ortszeit am Mittwochabend) sind die Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen vom Kennedy Space Center (KSC) im US-Bundesstaat Florida zur Mission Artemis 2 aufgebrochen. Dabei werden sie den Mond umfliegen, eine Landung ist nicht vorgesehen. Frühere Startversuche der Mission Anfang Februar und Anfang März waren jeweils wegen Technikproblemen abgebrochen worden. Dieses Mal ging jedoch alles glatt. Während des Countdowns aufgetretene kleinere Schwierigkeiten, etwa mit dem Temperatursensor einer Batterie des Start-Abbruch-Systems, konnten kurzfristig gelöst werden. Start von Artemis 2. Foto: Miguel J Rodriguez Carrillo / AFP Die SLS-Rakete der Nasa hob vom Startplatz 39-B am KSC ab. Dieser wurde schon vor mehr als 50 Jahren genutzt, als beim Apollo-Programm Menschen zum Mond flogen. So startete von hier aus die Mission Apollo 10, die Generalprobe für die erste Mondlandung im Jahr 1969. Die aktuelle Mondrakete SLS ist noch ein wenig kraftvoller als die damals verwendete »Saturn V«. Allerdings kostet sie auch mehr als vier Milliarden Dollar pro Start, weswegen ihre Zukunft im US-Mondprogramm umstritten ist. Doch bei diesem Start konnte das SLS zumindest zeigen, was in ihm steckt. Zum Start wurden die beiden 54 Meter hohen weißen Booster an den Seiten der Rakete gezündet. Die 635 Tonnen eines Festtreibstoffs, der unter anderem aus Aluminiumpulver besteht, wurden innerhalb von zwei Minuten verbrannt, da war die Crew bereits 40 Kilometer über dem Boden. Foto: Andrej Ivanov / AFP Zeitgleich feuerten die vier RS-25-Triebwerke der ersten Raketenstufe. Innerhalb von gut acht Minuten verbrauchten sie 144 Tonnen flüssigen Wasserstoff und 847 Tonnen flüssigen Sauerstoff. Nachdem zunächst die Feststoffbooster und später auch die erste Raketenstufe abgetrennt und als Altmetall in den Atlantik gestürzt waren, spürte die Crew von Artemis 2 zum ersten Mal die Schwerelosigkeit. Zuvor waren die Raumfahrer teils mit dem Dreifachen ihres Körpergewichts belastet worden. Das heißt, eine 80 Kilogramm schwere Person fühlt sich in diesem Moment, als sei sie 240 Kilogramm schwer. Das Atmen ist dadurch sehr anstrengend. Zuvor waren die Raumfahrer teils mit dem Dreifachen ihres Körpergewichts belastet worden. Das heißt, eine 80 Kilogramm schwere Person fühlt sich in diesem Moment, als sei sie 240 Kilogramm schwer. Das Atmen ist dadurch sehr anstrengend. Angezeigt wurde die Schwerelosigkeit von einem fliegenden Maskottchen. »Rise« war vom kalifornischen Schüler Lucas Ye gestaltet und bei einem Nasa-Wettbewerb unter mehr als 2600 Einsendungen ausgesucht worden: ein Plüschmond mit einem Basecap, das die Erde, den Sternenhimmel und Raumschiffe zeigt. In seinem Inneren trägt »Rise« eine Speicherkarte mit mehr als fünf Millionen Namen von Menschen, die sich vorab auf einer Nasa-Webseite registriert hatten. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Jetzt wird das Triebwerk der Oberstufe ein zweites Mal gezündet. Artemis 2 gelangt so auf eine sogenannte hochelliptische Umlaufbahn, auf der die Kapsel in den kommenden 23 Stunden unterwegs sein wird. In dieser Zeit sollen alle Systeme an Bord ausgiebig getestet werden, bevor es weiter Richtung Mond geht. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Schaulustige verfolgen den Start Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Das Triebwerk der Oberstufe zündet zum ersten Mal. Dadurch wird zunächst der niedrigste Punkt der Umlaufbahn angehoben. Geht alles glatt, sollte sich »Orion« danach auf einer stabilen, elliptischen Erdumlaufbahn befinden. Dann könnten Crew und Bodenkontrolle aufatmen, das erste Ziel wäre erreicht. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Der Moment des Starts im Video Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die vier Solarmodule am »Orion«-Raumschiff entfalten sich. Sie sind am Europäischen Servicemodul befestigt und haben eine Gesamtfläche von rund elf Quadratmetern. Ab jetzt sollten sie das Raumschiff und alle seine Systeme mit Strom versorgen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Richtung Mond, mit 27.000 Kilometer pro Stunde 20 Minuten nach dem Start fliegt die Artemis 2 mit einer Geschwindigkeit von etwa 17.000 Meilen pro Stunde, das sind mehr als 27.000 Kilometer pro Stunde. Damit ist sie etwa 30-mal so schnell, wie Passagierjets auf Langstrecken üblicherweise unterwegs sind, wenn sie keinen besonderen Rücken- oder Gegenwind haben. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Flug in suborbitaler Bahn Die zweite Raketenstufe und das »Orion«-Raumschiff fliegen jetzt auf einer suborbitalen Bahn um die Erde. Das heißt, die Kapsel würde ohne baldigen weiteren Schub wieder in die Atmosphäre eintreten. Deswegen wird jetzt schon mal das Triebwerk der Oberstufe vorbereitet. In ungefähr 40 Minuten wird es dann gezündet, um die Crew in eine stabile Erdumlaufbahn zu bringen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Gut acht Minuten nach dem Start schalten jetzt die vier RS-25-Raketentriebwerke der Kernstufe ab. Die Tanks sind leer. Zehn Sekunden später wird die erste Raketenstufe abgetrennt. Auch sie landet im Atlantik. Und ja, auch sie wird leider nicht wiederverwendet. Die Crew spürt jetzt Schwerelosigkeit. Willkommen im Weltall, Artemis 2! Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Bilder vom Start Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen »Wir haben einen wunderbaren Mondaufgang und halten genau darauf zu«, sagt Kommandant Wiseman über Funk. Nachdem das nicht mehr gebrauchte Launch Abort System abgesprengt wurde, kann die Crew inzwischen im Prinzip auch nach draußen schauen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Und noch ein nicht mehr benötigtes Teil wird abgesprengt: das Launch Abort System. Dieses Rettungssystem ist nun nicht mehr nötig, die kritischste Phase des Fluges ist vorbei, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht noch nicht so aussieht. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Gute zwei Minuten nach dem Start sind jetzt die beiden 54 Meter langen Feststoffraketen schon ausgebrannt. Sie werden abgesprengt und landen als Altmetall im Atlantik. Wiederverwendet werden sie nicht. Die Crew hat nach den heftigen Turbulenzen ganz am Anfang des Fluges einen kurzen Moment der Ruhe. Doch die Rakete wird von den vier RS-25-Triebwerken der Kernstufe weiter in Richtung Weltraum beschleunigt. Für die vier Raumfahrer an Bord wird es dabei ein wenig anstrengend, sie werden derzeit etwa mit dem Dreifachen ihres Körpergewichts belastet. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Rakete erreicht Überschallgeschwindigkeit Nicht ganz eine Minute nach dem Start erreicht die Rakete jetzt Überschallgeschwindigkeit. Die Crew an Bord dürfte ganz schön durchgeschüttelt werden. Dafür sorgen vor allem die Feststoffbooster. Der Punkt der maximalen Luftreibung, Experten sprechen von »Max-Q«, kommt etwa 15 Sekunden später. Da werden die Triebwerke kurz gedrosselt, um die Belastung der Rakete zu minimieren. Zuschauer vom Boden müssten spätestens ungefähr jetzt den Sichtkontakt zu Artemis 2 verlieren. Die Rakete sollte mittlerweile so weit vom Land entfernt sein, dass sie erst einmal nicht mehr zu sehen ist. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Es geht langsam los, aber gewaltig. Die Rakete braucht neun Sekunden, um den Startturm hinter sich zu lassen, an dem sie seit 20. März stand. Die Crew wird jetzt ungefähr mit dem Anderthalbfachen ihres Körpergewichts in die Sitze gedrückt. Das heißt, eine 80 Kilogramm schwere Person fühlt sich in diesem Moment, als sei sie 120 Kilogramm schwer. Das heißt, insbesondere das Atmen ist etwas anstrengender. Übrigens fliegt das SLS nicht einfach senkrecht nach oben. Es richtet seinen Kurs schon jetzt so aus, dass es auf genau der Aufstiegsbahn ist, die es für den Eintritt in die Erdumlaufbahn und den späteren Kurs zum Mond benötigt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Rakete fliegt Lift-off! Es geht los! Die beiden Feststoffraketen an den Seiten der Rakete zünden jetzt ebenfalls. Sie liefern etwa drei Viertel des Schubs beim Start. Und: Mehr Schub als dieses SLS gerade hat keine Nasa-Rakete je erzeugt. Donnernd steigt die Rakete in den Nachthimmel über Cape Canaveral. Es ist ein historischer Flug: Zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren sind Menschen wieder unterwegs in Richtung Mond. Go, Artemis 2! Go, Artemis 2! Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Was für ein Spektakel! Startplatz 39-B am Kennedy Space Center erzittert. Knapp sieben Sekunden vor dem Abheben legen die vier RS-25-Triebwerke der Rakete los, erst mit niedriger Leistung, dann mit vollem Schub. Gleichzeitig fluten mehr als eine Million Liter Wasser die Startanlagen. Das soll die gefährlichen Schallwellen dämpfen und so die Technik am Boden schützen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Bemerkenswert: Drei der vier Antriebe der Rakete waren schon bei früheren Nasa-Missionen im Einsatz, als Haupttriebwerke der seit 2011 stillgelegten Spaceshuttle-Flotte. Ja, im Ernst: Die neue Rakete fliegt mit alten Teilen. Zusammengerechnet waren die Triebwerke von Artemis 2 bei 22 Missionen der Raumfähre dabei. Das Unternehmen Aerojet Rocketdyne, das heute zu L3Harris Technologies gehört, hat insgesamt 16 der alten Shuttle-Antriebe für das Mondprogramm aufgearbeitet – für mehr als eine halbe Milliarde Dollar. Ein Schnäppchen. Und ja, das war ironisch gemeint. Jeder Start des SLS kostet mehr als vier Milliarden Dollar. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Aber noch einmal zum Antrieb: Die vier RS-25 Haupttriebwerke des SLS werden gleich nach dem Start gute acht Minuten laufen. Sie verbrennen tiefgekühlten Sauerstoff und Wasserstoff – und zwar zusammengerechnet zwei Tonnen pro Sekunde. Übrig bleibt hier nur Wasserdampf – und jede Menge Schub. RS-25 Triebwerk im Pressebereich des Kennedy Space Center. Foto: EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen An der Spitze der Rakete wird das sogenannte Launch Abort System scharf gestellt. Im Fall schwerwiegender technischer Probleme kann es die Kapsel von der Rakete wegziehen – indem es »Orion« innerhalb von zwei Sekunden auf eine Geschwindigkeit von mehr als 600 Kilometer pro Stunde beschleunigt. In diesem Fall würde die Crew teilweise mit dem Siebenfachen ihres Körpergewichts belastet. Doch das dürfte dann noch das kleinste Problem der vier sein. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Während die Sekunden langsam runterticken vielleicht einmal ein paar Worte zum Antrieb der SLS-Rakete, zunächst zu den beiden 54 Meter hohen weißen Booster an den Seiten. Sie sind gefüllt mit jeweils 635 Tonnen eines Festtreibstoffs, der unter anderem aus Aluminiumpulver besteht und die Konsistenz eines Radiergummis hat. Pro Sekunde werden jeweils sechs Tonnen dieses Treibstoffs verbrannt. Dabei entsteht unter anderem ätzende Salzsäure. Außerdem bemerkenswert: Einmal gezündet, können die Booster nicht mehr ausgeschaltet werden. Sie brennen dann gute zwei Minuten lang, bis die Rakete mehr als 40 Kilometer über dem Boden ist. Deswegen sind sie auch das Letzte, was gleich beim Start gezündet wird. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Jetzt übernimmt das automatisierte Startkontrollsystem Der sogenannte Terminal Count beginnt, das sind die letzten zehn Minuten vor dem Start. Kein Mensch gibt jetzt mehr einzelne Befehle, in einem hochpräzisen, computergesteuerten Ablauf werden Tausende Schritte in exakter Reihenfolge ausgeführt. Und die Crew in der Kapsel? Die klappt die Visiere ihrer Helme herunter. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Countdown läuft wieder. Jetzt läuft alles auf einen Start um 0.35 Uhr und zwölf Sekunden hinaus. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Kein »No-Go« zu hören. Der Countdown kann gleich weiterlaufen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Countdown gestoppt Countdown ist aktuell angehalten, das ist aber normal. Die Fachleute müssen noch einmal schauen, ob alles ok ist. Was man aber sagen kann: Wenn es heute losgeht, wird es nicht mehr 0.24 Uhr. Aber das Startfenster ist zwei Stunden lang. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen AFP Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Nasa überwacht den Start auch aus der Luft. Dazu nutzt die US-Luft- und Raumfahrtbehörde ein Höhenforschungsflugzeug des Typs WB-57, das auf einem britischen Bomber aus den Fünfzigerjahren basiert. Die Maschine für zwei Besatzungsmitglieder kann 6,5 Stunden in der Luft bleiben und mehr als 19 Kilometer hoch fliegen. Eine WB-57 der Nasa (Archivbild). Foto: AP/KENT GILBERT Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Jetzt gilt es. Blackwell-Thompson befragt die entscheidenden Experten einzeln: Wie geht es der Rakete? Wie ist das Wetter? Stehen alle Kommunikationsverbindungen? Jeder gibt sein »Go« oder »No-Go«. Dann kann der Countdown fortgesetzt werden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Das Batterieproblem am Start-Abbruchsystem scheint gelöst zu sein, höre ich im Livestream. Dann würden wir vielleicht in weniger als 20 Minuten einen Start sehen können... Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Wer sich die Rakete ansieht, dem fällt auf, dass da immer irgendwie Dampf zu sehen ist. Aber keine Sorge, das ist normal. Ein Teil des extrem kalten Treibstoffs – Wasserstoff und Sauerstoff – erwärmt sich und verdampft. Über Ventile wird dieses Gas kontrolliert abgegeben, um einen Überdruck in den Tanks zu verhindern. Im Bereich der eiskalten Treibstoffleitungen kondensiert auch Luftfeuchtigkeit aus der warmen, feuchten Meeresluft am Startplatz in Florida. Über Ventile wird dieses Gas kontrolliert abgegeben, um einen Überdruck in den Tanks zu verhindern. Im Bereich der eiskalten Treibstoffleitungen kondensiert auch Luftfeuchtigkeit aus der warmen, feuchten Meeresluft am Startplatz in Florida. SLS am Startplatz. Foto: EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen US-Verkehrsminister prophezeit Sieg im Wettlauf zum Mond und Mars Bis Dezember war US-Verkehrsminister Sean Duffy auch kommissarischer Nasa-Chef. Kurz vor dem Start der Artemis-2-Mission sagt der 54-jährige Politiker den Sieg der USA im Weltraum-Wettlauf gegen die Volksrepublik China voraus. »Reid, Victor, Christina und Jeremy! Wir alle drücken euch die Daumen – und es ist mir eine Ehre, persönlich dabei zu sein und euren Start zur Umrundung des Mondes mitzuerleben«, postet der Republikaner Duffy auf der Plattform X. »Der Start der Artemis-2-Mission der Nasa ist ein bedeutender Moment für den amerikanischen Stolz und unsere nationale Sicherheit. Wir WERDEN China beim Wettlauf zum Mond – und schließlich auch zum Mars – überholen.« »Reid, Victor, Christina und Jeremy! Wir alle drücken euch die Daumen – und es ist mir eine Ehre, persönlich dabei zu sein und euren Start zur Umrundung des Mondes mitzuerleben«, postet der Republikaner Duffy auf der Plattform X. »Der Start der Artemis-2-Mission der Nasa ist ein bedeutender Moment für den amerikanischen Stolz und unsere nationale Sicherheit. Wir WERDEN China beim Wettlauf zum Mond – und schließlich auch zum Mars – überholen.« Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Startdirektorin checkt die Lage Jetzt wird es langsam spannend. Eine halbe Stunde lang kann sich Startdirektorin Charlie Blackwell-Thompson noch einmal mit allen Fachleuten besprechen. Blackwell-Thompson ist übrigens die erste Frau in der Geschichte der Nasa, die als Startdirektorin fungiert. Die Computerspezialistin hat eine große Menge an Erfahrung, sie ist seit 35 Jahren am Kennedy Space Center und war an nahezu allen großen Programmen beteiligt, vom Spaceshuttle bis zu Artemis. Sie hat auch den erfolgreichen Start von Artemis 1 am 16. November 2022 geleitet. Damals waren im Gegensatz zu heute keine Menschen an Bord. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Techniker, die die Luke der Kapsel geschlossen haben, entfernen sich jetzt von der Rakete. Jetzt sind nur noch die vier Astronauten in ihrer »Orion«-Kapsel an der Spitze der Rakete. Die Frage, ob es ein Problem mit einer Batterie des Startabbruchsystems gibt, wird aus der Ferne geklärt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Es wäre so bitter, wenn die erste Mondmission seit 1972 an so etwas Banalem wie einer streikenden Batterie scheitert. Wie so ein dahergelaufener Handynutzer: Der Akku macht schlapp. Streikt eine Batterie? Ein mögliches weiteres Problem wird derzeit geprüft, höre ich im Livestream. Eine der Batterien des Startabbruchsystems meldet aktuell wohl eine zu hohe Temperatur. Im Moment ist das noch kein Grund zur Sorge, kurz vor dem Start wäre das aber ein No-Go. Jetzt prüfen Techniker, ob es sich um ein Problem mit einem Sensor handelt oder die Batterie tatsächlich Schwierigkeiten macht. Im Moment ist das noch kein Grund zur Sorge, kurz vor dem Start wäre das aber ein No-Go. Jetzt prüfen Techniker, ob es sich um ein Problem mit einem Sensor handelt oder die Batterie tatsächlich Schwierigkeiten macht. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die wichtigsten Fakten zu Artemis 2 Die Mission: Artemis 2 ist der erste bemannte Flug zum Mond seit 1972. Während der etwa zehntägigen Reise umrunden vier Astronauten den Mond, ohne auf ihm zu landen. Sie werden sich dabei mehr als 400.000 Kilometer von der Erde entfernen. Ziel ist es, alle wichtigen Systeme des Raumschiffs unter echten Bedingungen zu testen. Die Mission endet mit einer Wasserung im Pazifik vor der Küste Kaliforniens, wo die Crew von Bergungsteams geborgen werden soll. Pressebereich in Cape Canaveral. Foto: Brendan McDermid / REUTERS Die Kosten für den Raketenstart der Artemis 2 werden auf etwa vier Milliarden Dollar geschätzt, für das gesamte Artemis-Programm könnten sie inzwischen sogar auf bis zu 93 Milliarden Dollar angewachsen sein. Die Crew: Die Besatzung besteht aus vier Astronauten, drei davon aus den USA. Kommandant ist Reid Wiseman, ein erfahrener Raumfahrer und ehemaliger Chef der Nasa-Astronauten. Pilot Victor Glover wird der erste Schwarze sein, der an einer Mondmission teilnimmt. Christina Koch wird die erste Frau auf einem Flug zum Erdtrabanten. Und der Kanadier Jeremy Hansen ist der erste Nicht-Amerikaner, der zum Mond reist. Für ihn ist es zugleich der erste Flug ins All überhaupt. Die Rakete: Das Space Launch System (SLS) ist die stärkste Rakete, die die Nasa je gebaut hat. Sie ist 98 Meter hoch, wiegt beim Start rund 2600 Tonnen und erzeugt etwa 15 Prozent mehr Schub als die legendäre Saturn-V-Rakete der Apollo-Mondlandungen. Angetrieben wird sie von vier Haupttriebwerken, die flüssigen Wasserstoff und Sauerstoff verbrennen. Den größten Teil des Schubs direkt nach dem Start liefern zwei Zusatzraketen mit Festtreibstoff. Teile der Technik stammen noch aus dem Spaceshuttle-Programm der Nasa. Zum ersten Mal geflogen ist die Rakete im November 2022 mit der unbemannten Mission Artemis 1. Das Raumschiff – mit deutscher Technik Das »Orion«-Raumschiff besteht aus zwei Hauptteilen, der amerikanischen Crewkapsel und dem sogenannten European Service Module, das unter der Leitung von Airbus in Bremen zusammengebaut wird. Erstmals liefert damit ein nicht amerikanisches Unternehmen ein überlebenswichtiges Bauteil für eine astronautische Nasa-Mission. Das Servicemodul sorgt für Antrieb, Strom, Temperaturregelung sowie Wasser und Sauerstoff für die Crew. Die Crew: Die Besatzung besteht aus vier Astronauten, drei davon aus den USA. Kommandant ist Reid Wiseman, ein erfahrener Raumfahrer und ehemaliger Chef der Nasa-Astronauten. Pilot Victor Glover wird der erste Schwarze sein, der an einer Mondmission teilnimmt. Christina Koch wird die erste Frau auf einem Flug zum Erdtrabanten. Und der Kanadier Jeremy Hansen ist der erste Nicht-Amerikaner, der zum Mond reist. Für ihn ist es zugleich der erste Flug ins All überhaupt. Die Rakete: Das Space Launch System (SLS) ist die stärkste Rakete, die die Nasa je gebaut hat. Sie ist 98 Meter hoch, wiegt beim Start rund 2600 Tonnen und erzeugt etwa 15 Prozent mehr Schub als die legendäre Saturn-V-Rakete der Apollo-Mondlandungen. Angetrieben wird sie von vier Haupttriebwerken, die flüssigen Wasserstoff und Sauerstoff verbrennen. Den größten Teil des Schubs direkt nach dem Start liefern zwei Zusatzraketen mit Festtreibstoff. Teile der Technik stammen noch aus dem Spaceshuttle-Programm der Nasa. Zum ersten Mal geflogen ist die Rakete im November 2022 mit der unbemannten Mission Artemis 1. Das Raumschiff – mit deutscher Technik Das »Orion«-Raumschiff besteht aus zwei Hauptteilen, der amerikanischen Crewkapsel und dem sogenannten European Service Module, das unter der Leitung von Airbus in Bremen zusammengebaut wird. Erstmals liefert damit ein nicht amerikanisches Unternehmen ein überlebenswichtiges Bauteil für eine astronautische Nasa-Mission. Das Servicemodul sorgt für Antrieb, Strom, Temperaturregelung sowie Wasser und Sauerstoff für die Crew. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Streikt eine Batterie? Ein mögliches weiteres Problem wird derzeit geprüft, höre ich im Livestream. Eine der Batterien des Startabbruchsystems meldet aktuell wohl eine zu hohe Temperatur. Im Moment ist das noch kein Grund zur Sorge, kurz vor dem Start wäre das aber ein No-Go. Jetzt prüfen Techniker, ob es sich um ein Problem mit einem Sensor handelt oder die Batterie tatsächlich Schwierigkeiten macht. Im Moment ist das noch kein Grund zur Sorge, kurz vor dem Start wäre das aber ein No-Go. Jetzt prüfen Techniker, ob es sich um ein Problem mit einem Sensor handelt oder die Batterie tatsächlich Schwierigkeiten macht. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Durchkreuzt das Wetter die Mission? Sollte es zum geplanten Startzeitpunkt um 0.24 Uhr mitteleuropäischer Zeit regnen, kann die Mission komplizieren. Und es hat vorhin geregnet in Cape Canaveral. Jetzt aber sind die Schauer abgeklungen. Und wenn die Prognosen vieler Meteorologen stimmen, so wird in den nächsten Stunden vom Atlantik her trockenere Luft landeinwärts nach Cape Canaveral strömen. Die Meteorologen der Nasa haben gerade eine neue Vorhersage veröffentlicht; sie beziffern die Wahrscheinlichkeit für günstige Bedingungen innerhalb des zweistündigen Startfensters auf 90 Prozent. Jetzt aber sind die Schauer abgeklungen. Und wenn die Prognosen vieler Meteorologen stimmen, so wird in den nächsten Stunden vom Atlantik her trockenere Luft landeinwärts nach Cape Canaveral strömen. Die Meteorologen der Nasa haben gerade eine neue Vorhersage veröffentlicht; sie beziffern die Wahrscheinlichkeit für günstige Bedingungen innerhalb des zweistündigen Startfensters auf 90 Prozent. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Nur damit wir das Staunen nicht vergessen, bin ich gerade mal kurz auf meinen Balkon getreten, um dieses Bild vom Fast-Vollmond zu machen. Da geht’s hin! Foto: Christoph Seidler / DER SPIEGEL Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die letzte Stunde vor dem geplanten Start bricht gleich an. Die Nasa-Kommentatorinnen schalten auf Zeitüberbrückung und fragen einander, was die jeweils andere glaubt, was die Astronauten in der Kapsel wohl gerade denken könnten. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Ein mögliches technisches Problem mit dem Selbstzerstörungsmechanismus der Rakete ist, wenn ich den Livestream richtig verstehe, inzwischen vom Tisch. Das ist also wohl kein Showstopper mehr. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Techniker prüften Selbstzerstörungssystem der Rakete Die Nasa untersuchte bis eben ein technisches Problem. Es habe ein nicht näher spezifiziertes Problem mit dem Selbstzerstörungssystem der Rakete gegeben, das im Falle einer Kursabweichung und der Ansteuerung eines besiedelten Gebiets ein Signal zur Selbstzerstörung senden würde. »Eine ziemlich ungewöhnliche Situation«, erklärte Nasa-Kommentator Derrol Nail. Einer der Startleiter wurde herbeigerufen, um im angrenzenden Montagegebäude Ausrüstung aus der Spaceshuttle-Ära zu holen, sagte er. Er betonte, dass es kein Problem mit der Rakete selbst gebe. »Der Start ist momentan nicht möglich, aber das hindert uns nicht daran, den Countdown fortzusetzen«, berichtete Nail. Einer der Startleiter wurde herbeigerufen, um im angrenzenden Montagegebäude Ausrüstung aus der Spaceshuttle-Ära zu holen, sagte er. Er betonte, dass es kein Problem mit der Rakete selbst gebe. »Der Start ist momentan nicht möglich, aber das hindert uns nicht daran, den Countdown fortzusetzen«, berichtete Nail. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Musk will die Raumfahrt neu erfinden Niemand hat die Raumfahrt in den vergangenen Jahren so umgekrempelt wie Elon Musk mit seiner Firma SpaceX. New Space und so. Davon ist heute Abend wenig zu spüren. Artemis 2 ist nämlich ziemlich Old Space. Bei der nächsten Mission wird das anders sein, dann sollen die Mondlander fertig werden, die SpaceX und die ebenfalls private Weltraumfirma Blue Origin von Jeff Bezos liefern sollen. Und die Tage der teuren SLS-Rakete, die vier Milliarden Dollar pro Start kostet, sind wohl auch gezählt. Warum ich Ihnen das alles erzähle? Weil SpaceX US-Medien zufolge gerade einen vertraulichen Antrag für einen Rekord-Börsengang gestellt haben soll. Die Firma könnte demnach eine Bewertung von mehr als 1,75 Billionen Dollar anstreben. Musk hatte SpaceX zuvor mit seinem Start-up xAI für künstliche Intelligenz fusioniert. Davon ist heute Abend wenig zu spüren. Artemis 2 ist nämlich ziemlich Old Space. Bei der nächsten Mission wird das anders sein, dann sollen die Mondlander fertig werden, die SpaceX und die ebenfalls private Weltraumfirma Blue Origin von Jeff Bezos liefern sollen. Und die Tage der teuren SLS-Rakete, die vier Milliarden Dollar pro Start kostet, sind wohl auch gezählt. Warum ich Ihnen das alles erzähle? Weil SpaceX US-Medien zufolge gerade einen vertraulichen Antrag für einen Rekord-Börsengang gestellt haben soll. Die Firma könnte demnach eine Bewertung von mehr als 1,75 Billionen Dollar anstreben. Musk hatte SpaceX zuvor mit seinem Start-up xAI für künstliche Intelligenz fusioniert. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Eindrücke von Startrampe Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Wer ein passendes Teleskop hat, sollte Artemis 2 nach dem Start theoretisch auch von Deutschland aus immer mal wieder am Nachthimmel sehen können, Oliver. Je nachdem, wo man lebt, kommt die Kapsel aber nur knapp über den Horizont. Generelle Faustregel: Je weiter südlich, desto besser. Die Beobachtungszeiten kann ich Dir nicht aus dem Hut schütteln, die hängen davon ab, wann der Start letzten Endes erfolgt. Ich mache aber bei einer Citizen-Science-Kampagne mit einem smarten Teleskop mit, wo Artemis 2 beobachtet werden soll. (Wie das beim letzten Mal lief, kann man hier nachlesen.) So wish me luck. Je nachdem, wo man lebt, kommt die Kapsel aber nur knapp über den Horizont. Generelle Faustregel: Je weiter südlich, desto besser. Die Beobachtungszeiten kann ich Dir nicht aus dem Hut schütteln, die hängen davon ab, wann der Start letzten Endes erfolgt. Ich mache aber bei einer Citizen-Science-Kampagne mit einem smarten Teleskop mit, wo Artemis 2 beobachtet werden soll. (Wie das beim letzten Mal lief, kann man hier nachlesen.) So wish me luck. Astronomische Beobachtung (Archivbild). Foto: AP/Rob O'Neal Christoph, eine Kinderfrage: Wenn der Start klappt, können wir von Deutschland aus irgendwann während der Mission etwas am Himmel sehen? Mit zusammengekniffenen Aufen? Mit einem Fernglas? Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Christoph, eine Kinderfrage: Wenn der Start klappt, können wir von Deutschland aus irgendwann während der Mission etwas am Himmel sehen? Mit zusammengekniffenen Aufen? Mit einem Fernglas? Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News In Cape Canaveral hat Regen eingesetzt. Der Wind brist auf. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Techniker berichten von Problemen am Sicherheitssystem Das erste Mal, dass ich heute Abend im Livestream von Problemen höre. Es geht um ein Sicherheitssystem, mit dem sich die Rakete notfalls sprengen ließe, wenn sie vom Kurs abkommt. Da gibt es wohl technische Unstimmigkeiten. Es sollen jetzt wohl neue Checks unternommen werden. Dafür soll ein altes Gerät aus Zeiten der Spaceshuttles benutzt werden. Und bevor jemand Angst bekommt: Das Sprengen der Rakete wäre wirklich nur im absoluten Notfall nötig, die Crew würde hoffentlich mit dem Start-Abbruch-System in Sicherheit gebracht werden, über das wir heute Abend schon geschrieben haben. Und bevor jemand Angst bekommt: Das Sprengen der Rakete wäre wirklich nur im absoluten Notfall nötig, die Crew würde hoffentlich mit dem Start-Abbruch-System in Sicherheit gebracht werden, über das wir heute Abend schon geschrieben haben. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Der Start der Artemis-2-Rakete lockt auch viele Schaulustige nach Cape Canaveral. Sie alle warten gespannt darauf, dass die Rakete abhebt. In einer Minute öffnet sich das Startfenster für exakt zwei Stunden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News So halten sich die Artemis-2-Astronauten in der Schwerelosigkeit fit Um Knochen- und Muskelabbau im Weltraum vorzubeugen, nutzen die Astronauten ein Gerät, das wie ein Jojo funktioniert, um sich fit zu halten. Sie können Übungen wie Rudern, Kniebeugen und Kreuzheben durchführen. Jeder der vier trainiert täglich etwa eine halbe Stunde mit dem von der kanadischen Raumfahrtbehörde entwickelten Gerät. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Damit es nicht heißt, Wissenschaft würde gar keine Rolle spielen: Die Artemis-2-Astronauten nehmen auf ihrer Mondreise zum Beispiel Chips mit ihren eigenen Zellen mit. Die kleinen Geräte beim »Avatar«-Experiment sind kaum größer als ein USB-Stick und enthalten Knochenmarkzellen der vier Crewmitglieder. Sie sollen bei der Antwort auf die Frage helfen, was Schwerelosigkeit und Weltraumstrahlung mit dem menschlichen Körper machen. Die kleinen Geräte beim »Avatar«-Experiment sind kaum größer als ein USB-Stick und enthalten Knochenmarkzellen der vier Crewmitglieder. Sie sollen bei der Antwort auf die Frage helfen, was Schwerelosigkeit und Weltraumstrahlung mit dem menschlichen Körper machen. Nach der Rückkehr werden die Ergebnisse mit einer Vergleichsstudie auf der Erde kombiniert. Die Erkenntnisse sollen künftige Weltraummissionen sicherer machen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Jeder muss mal – auch im Weltraum Auf den Apollo-Missionen gab es keine Toiletten. Die Astronauten benutzten Beutel und Windeln. In den Siebzigerjahren gab es an Bord der US-Raumstation Skylab eine primitive Toilette. Die Internationale Raumstation (ISS) verfügt mittlerweile über drei Toiletten, da der Komplex erweitert wurde. Die »Orion«-Kapsel ist mit einer kompakten Mondtoilette ausgestattet, die vor einigen Jahren auf der Raumstation getestet wurde. Das sogenannte universelle Abfallmanagementsystem (UWS) nutzt, ähnlich wie frühere Weltraumtoiletten, Luftansaugung anstelle von Wasser und Schwerkraft zur Abfallentsorgung. Es ist zudem speziell für Astronautinnen konzipiert. Das System sammelt Urin und feste Ausscheidungen getrennt – Urin wird ins All abgeleitet, während die festen Ausscheidungen für die Rückreise verstaut werden. Die »Orion«-Kapsel ist mit einer kompakten Mondtoilette ausgestattet, die vor einigen Jahren auf der Raumstation getestet wurde. Das sogenannte universelle Abfallmanagementsystem (UWS) nutzt, ähnlich wie frühere Weltraumtoiletten, Luftansaugung anstelle von Wasser und Schwerkraft zur Abfallentsorgung. Es ist zudem speziell für Astronautinnen konzipiert. Das System sammelt Urin und feste Ausscheidungen getrennt – Urin wird ins All abgeleitet, während die festen Ausscheidungen für die Rückreise verstaut werden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Nasa macht in ihrem Livestream dauernd Umfragen, welcher Teil der Reise die Leute am meisten interessiert. Das können wir doch auch. Also: Welchen Aspekt der Artemis-2-Mission finden Sie am spannendsten? · Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Pink Floyd verzeiht man das, Christoph! Der Wissenschaftsredakteur wünscht sich: Bitte nie, nie, nie von der dunklen Seite des Mondes sprechen. Nie. Danke! Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Neuer Nasa-Chef Isaacman muss liefern Die Artemis-2-Mission ist die erste große Bewährungsprobe für den neuen Nasa-Chef Jared Isaacman. Erst kurz vor Weihnachten 2025 bestätigte der US-Senat die Ernennung des Milliardärs und Weltraumtouristen: nach monatelangem Hin und Her. Isaacman, Pilotenspitzname »Rook«, mit Militärjet seiner Firma Draken: Wohl größte private Kampfflugzeugflotte der Welt . Foto: Craig Bailey / Florida Today / USA TODAY Network / IMAGO Isaacman, 43, ist ein Vertrauter von Elon Musk, der seinen Buddy schon lange an die Nasa-Spitze hieven wollte. Nachdem Donald Trump die Präsidentschaftswahl 2024 gewann, schlug er Isaacman zunächst als Nasa-Chef vor. Im Frühling 2025 aber verkrachte sich Trump mit Musk, zog Isaacmans Nominierung zurück. Die nächste Kehrwende folgte im November 2025: Nachdem sich das Verhältnis des US-Präsidenten zu Musk wieder entspannte, nominierte er Isaacman erneut. Nun muss der neue Nasa-Chef liefern, und diese Mission hat oberste Priorität. Sein Geld hat Isaacman mit dem Zahlungsdienstleister Shift4 Payments verdient, dessen Vorgänger er als 16-jähriger Schulabbrecher gegründet hatte. Außerdem ist die von Isaacman ins Leben gerufene Firma Draken International an der Ausbildung von Militärpiloten beteiligt, hauptsächlich für die US-Armee, aber auch in Europa. Mehr als 30 ehemalige Astronautinnen und Astronauten hatten vor seiner Berufung in einem offenen Brief für ihn getrommelt. Er sei »eindeutig qualifiziert«, um die Behörde zu leiten, schrieben sie, getrieben von »echter Leidenschaft« für die Weltraumforschung und Bewunderung für die Nasa als »amerikanische Institution.« Ein SPIEGEL-Porträt von Jared Isaacman lesen sie hier. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Der Wissenschaftsredakteur wünscht sich: Bitte nie, nie, nie von der dunklen Seite des Mondes sprechen. Nie. Danke! Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Wollen wir mal hoffen, dass das niemand heute benötigt, Janko. Das Startabbruch-System käme zum Beispiel zum Einsatz, wenn die Rakete sozusagen unter der Kapsel explodieren würde. Das wollen wir wirklich nicht sehen. Was auch ganz beachtlich ist: Das Startabbruch-System würde wegen seiner krassen Beschleunigung – von 0 auf 600 Kilometer pro Stunde in zwei (!) Sekunden – die Crewmitglieder mit dem Siebenfachen ihres Körpergewichts belasten. Das muss man auch erst mal überstehen. Janko Tietz Ressortleiter News Was, wenn etwas schiefgeht? Das Startabbruchsystem von Orion ist ein Rettungssystem, das die Artemis-II-Astronauten im Notfall auf der Startrampe oder während des ersten Aufstiegs in Sicherheit bringt. Laut Lockheed Martin kann eine auf der Spitze von Orion montierte Turmstruktur aktiviert werden, um die Kapsel und die Astronauten schnell von der SLS-Rakete zu trennen und sie für eine Fallschirmwasserung im Ozean freizugeben. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Welche Sicherheitsmechanismen gibt es? Die »New York Times« hat die wichtigsten Maßnahmen und Mechanismen zusammengefasst, mit denen die Nasa die Risiken für die Astronauten möglichst gering halten will. Eine Auswahl: - Das Notfall-Fluchtsystem an der Startrampe und die Seilrutsche: Falls es kurz vor dem Start ein Problem gibt, kann die Crew in vier Fluchtkörben wie bei einer Skilift-Gondel schnell vom Startturm weg zu einem sicheren Bereich gebracht werden und anschließend in Notfallfahrzeuge umsteigen. - Das Startabbruchsystem: Wenn beim Start oder kurz danach etwas schiefgehen sollte, da ist das Risiko am größten, kann die »Orion«-Kapsel von der Rakete abgestoßen werden – wie eine Art Schleudersitz für die gesamte Kapsel. - Klingt überflüssig, ist aber redundant: Eins der wichtigsten Prinzipien der Raumfahrt (und der Luftfahrt) ist die Redundanz. Für alles Wichtige muss es einen Ersatz geben, etwa für die manuellen Steuergeräte. - Die Lebenserhaltung hat Back-ups: Temperatur, Kabinendruck und Sauerstoff müssen stabil bleiben, es gibt auch hier Reservesysteme. Als letzte Reserve würden den Astronauten ihre Raumanzüge dienen. - Die Back-up-Triebwerke: Die Raumkapsel »Orion« hat acht Hilfstriebwerke als Ersatz für das Haupttriebwerk; sie können die nötigen Manöver zum Mondflug übernehmen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Was, wenn etwas schiefgeht? Das Startabbruchsystem von »Orion« ist ein Rettungssystem, das die Artemis-2-Astronauten im Notfall auf der Startrampe oder während des ersten Aufstiegs in Sicherheit bringt. Laut Lockheed Martin kann eine auf der Spitze von »Orion« montierte Turmstruktur aktiviert werden, um die Kapsel und die Astronauten schnell von der SLS-Rakete zu trennen und sie für eine Fallschirmwasserung im Ozean freizugeben. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Nasa-Startsprache erklärt Einen Raketenstart zu beobachten, kann verwirrend sein, wenn man mit dem Nasa-Jargon nicht vertraut ist. Hier ist eine Erklärung einiger wichtiger Begriffe: - 1. LH2: Flüssiger Wasserstoff - 2. LOX: Flüssiger Sauerstoff - 3. Go/No-Go: Statusprüfung, ob der Start fortgesetzt werden soll. - 4. Nominal : Alles läuft nach Plan. - 5. LAS: Das Startabbruchsystem ist der Turm auf der Orion-Kapsel, der die Besatzung im Notfall in Sicherheit bringt. - 6. Stopp: Der Countdown wird angehalten. - 7. Scrub: Der Startversuch wird für den Tag abgesagt. Gründe hierfür können schlechtes Wetter, technische Probleme oder Sicherheitsbedenken sein. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sagen wir es mal so, Oliver: Wissenschaft spielt eine Rolle bei »Artemis 2«, ist aber mit Sicherheit nicht die Top-Priorität. In erster Linie ist das hier ein Techniktest für ein Mondprogramm, das noch immer seinen genauen Kurs sucht. Wenn sich die US-Gesellschaft irgendwie dafür begeistern lässt, wird der Nasa (fast) jedes PR-Mittel recht sein. Wobei man auch sagen muss: Auch zu Spitzenzeiten des »Apollo«-Programms vor mehr als 50 Jahren war kaum mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung begeistert vom Mond-Programm. Wenn sich die US-Gesellschaft irgendwie dafür begeistern lässt, wird der Nasa (fast) jedes PR-Mittel recht sein. Wobei man auch sagen muss: Auch zu Spitzenzeiten des »Apollo«-Programms vor mehr als 50 Jahren war kaum mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung begeistert vom Mond-Programm. Es scheint nicht alles streng wissenschaftlich zuzugehen im Nasa-Programm. Eben wurde Scarlett Johansson eingespielt, die eine Frage stellen durfte. Die PR-Formel für Artemis 2 könnte lauten: Promis, Patriotismus, Pizza. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Luke wird auf Dichtigkeit geprüft Jetzt machen sich die Techniker daran, die Luke der »Orion«-Kapsel zu verschließen. Das ist komplizierter als es klingt – und es dauert. Vor allem muss sichergestellt sein, dass die Luke dicht ist. Das wird akribisch geprüft. Wenn im Weltraum der Sauerstoff verloren gehen würde, wäre das lebensbedrohlich für die Crew. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Es scheint nicht alles streng wissenschaftlich zuzugehen im Nasa-Programm. Eben wurde Scarlett Johansson eingespielt, die eine Frage stellen durfte. Die PR-Formel für Artemis 2 könnte lauten: Promis, Patriotismus, Pizza. Nichts geht in den USA ohne Nationalhymne. Hier vorgetragen von der christlichen Sängerin Anne Wilson aus Kentucky. Ihr Album »My Jesus« hat ihr 2023 immerhin eine Grammy-Nominierung eingebracht. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Nichts geht in den USA ohne Nationalhymne. Hier vorgetragen von der christlichen Sängerin Anne Wilson aus Kentucky. Ihr Album »My Jesus« hat ihr 2023 immerhin eine Grammy-Nominierung eingebracht. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die nach oben wollen, von oben gesehen: Ein Satellitenbild der Startrampe AFP Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Wie funktionieren Mondraketen? Space Launch System vs. »Saturn V« Mit 98 Meter ist die SLS-Rakete kürzer als die »Saturn V« des Apollo-Programms. Dank zweier stärkerer Feststoffraketen ist sie beim Start jedoch deutlich leistungsstärker als ihr Vorgänger. Foto: NASA TV/Handout via REUTERS Auf der Spitze der Rakete befindet sich die »Orion«-Kapsel mit der Besatzung von Artemis 2. Die Feststoffraketen sind größere Versionen derjenigen, die bei den Spaceshuttles verwendet wurden, die den Großteil der Komponenten der Internationalen Raumstation (ISS) sowie die Astronauten zum Aufbau der Station transportierten. Die SLS verwendet denselben Treibstoff – flüssigen Wasserstoff – wie die Spaceshuttles. Wasserstofflecks führten 2022 und erneut Anfang dieses Jahres wiederholt zu Flugausfällen der Spaceshuttles und des SLS während der Tests, wodurch der Start von Artemis 2 auf April verschoben wurde. Die SLS verwendet denselben Treibstoff – flüssigen Wasserstoff – wie die Spaceshuttles. Wasserstofflecks führten 2022 und erneut Anfang dieses Jahres wiederholt zu Flugausfällen der Spaceshuttles und des SLS während der Tests, wodurch der Start von Artemis 2 auf April verschoben wurde. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Crew sitzt in der Kapsel, noch ist die Luke offen. Die Techniker haben noch einmal getestet, ob die Anzüge der vier Raumfahrer dicht sind. Den letzten Test gab es vor dem Einstieg in den Bus zur Startrampe. Jetzt wurde noch einmal alles geprüft, um sicherzustellen, dass es zwischendrin kein Leck gegeben hat. Aber sieht alles gut aus. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Verpflegung an Bord der »Orion«-Kapsel ist überraschend vielfältig, Oliver. Nach Nasa-Angaben sind »189 food items« an Bord, von Tortillas über Mango-Salat bis zum Brokkoli-Gratin. (What? Brokkoli-Gratin? Im Ernst?) Auch kanadische Produkte sind im Menü zu finden, Ahornsirup zum Beispiel. Wegen Jeremy Hansen, dem kanadischen Missionsspezialisten. Weil man in der Schwerelosigkeit traditionell wenig bis gar nichts schmeckt – was daran liegt, dass die Nasennebenhöhlen zuschwellen –, gibt es Saucen mit gleich fünf verschiedenen Schärfegraden, mit denen sich alle Gerichte aufpeppen lassen. Aber auch Erdnussbutter, scharfer Senf oder Honig sind im Angebot. Nasa-Astronaut Reid Wiseman in der Kapsel, nichts darf krümmeln. Foto: NASA TV/Handout via REUTERS Auch die Getränkeauswahl ist ganz beeindruckend: zehn Getränke, alle alkoholfrei, versteht sich, vom Annanassdrink über Kakao – und natürlich Kaffee. Davon konkret 43 Portionen. Klingt also ganz gut. Krümeln darf natürlich nichts, weil die Brösel sonst in der Kapsel rumschweben und was kaputtmachen können. Und die Getränke werden aus Beuteln geschlürft, wegen der möglichen Gefahr durch Tropfen. Was werden die Atsronauten an Bord zu essen bekommen, Christoph? Und wie verhindern sie, dass Essensreste durch die Gegend schweben? Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Was werden die Astronauten an Bord zu essen bekommen, Christoph? Und wie verhindern sie, dass Essensreste durch die Gegend schweben? Hier kocht der Chef noch selbst. Na ja, fast jedenfalls. Jared Isaacman, der Nasa-Chef, so heißt es gerade im Livestream, hat den Teams im Kontrollzentrum Pizza vorbeigebracht. Ich dagegen musste meine hier vorhin selbst aufbacken … Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Entdeckungsfahrt beginnt wieder Ein schneller Blick ins Archiv. Zum bislang letzten bemannten Mondflug, Apollo 17, schrieb der SPIEGEL 1972: »Nun endet Amerikas Entdeckungsfahrt zum Mond in einer Zeit, da den Fortschrittsgläubigen von einst Zweifel gekommen sind, ob alles technisch Machbare auch wirklich gemacht werden, ob technische Zivilisation grenzenlos und ungezügelt wachsen solle. Ob es Sinn habe, nach den Sternen zu greifen, wenn doch die Probleme auf der Erde derart vordringlich erscheinen.« Heute soll Amerikas Entdeckungsfahrt also neu beginnen. Damals hieß der Präsident Nixon, heute Trump. »Nun endet Amerikas Entdeckungsfahrt zum Mond in einer Zeit, da den Fortschrittsgläubigen von einst Zweifel gekommen sind, ob alles technisch Machbare auch wirklich gemacht werden, ob technische Zivilisation grenzenlos und ungezügelt wachsen solle. Ob es Sinn habe, nach den Sternen zu greifen, wenn doch die Probleme auf der Erde derart vordringlich erscheinen.« Heute soll Amerikas Entdeckungsfahrt also neu beginnen. Damals hieß der Präsident Nixon, heute Trump. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Trump protzt mit Mondprogramm Donald Trump wäre nicht Donald Trump, würde er nicht diese Gelegenheit nutzen, sich selbst darzustellen. »Wir GEWINNEN, im Weltraum, auf der Erde und überall dazwischen« , hat der US-Präsident gerade in den üblichen GROßBUCHSTABEN auf seiner Plattform Truth Social gepostet: »Wirtschaftlich, militärisch und nun auch JENSEITS DER STERNE. [...] Amerika macht nicht bloß im Wettbewerb mit – wir DOMINIEREN, und die ganze Welt schaut zu«, und so weiter. Die Realität sieht anders aus: ob im Irankrieg oder beim neuen Wettrennen zum Mond. Hier hat die Nasa mit Verzögerungen im Zeitplan zu kämpfen. China hat gute Chancen, den Amerikanern bei einer Landung zuvorzukommen, wie unser SPIEGEL-Weltraumexperte Christoph Seidler schreibt. Hier lesen sie seinen Report. Die Realität sieht anders aus: ob im Irankrieg oder beim neuen Wettrennen zum Mond. Hier hat die Nasa mit Verzögerungen im Zeitplan zu kämpfen. China hat gute Chancen, den Amerikanern bei einer Landung zuvorzukommen, wie unser SPIEGEL-Weltraumexperte Christoph Seidler schreibt. Hier lesen sie seinen Report. Rakete mit »Orion«-Kapsel für Artemis-2-Mission: Keine andere Rakete der Nasa hat so viel Kraft . Foto: Cristobal Herrera-Ulashkevich / EPA Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Hier kocht der Chef noch selbst. Na ja, fast jedenfalls. Jared Isaacman, der Nasa-Chef, so heißt es gerade im Livestream, hat den Teams im Kontrollzentrum Pizza vorbeigebracht. Ich dagegen musste meine hier vorhin selbst aufbacken… Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Wettervorhersage weiterhin stabil Das Wetter dürfte dem Start der Artemis-2-Mission heute keinen Strich durch die Rechnung machen. In Cape Canaveral ist es gerade angenehme 24 Grad Celsius warm, bei leichtem Ostwind, wie der National Weather Service mitteilt. Die Meteorologen halten Schauer im Laufe des Nachmittags Ortszeit für denkbar; diese sollten aber den Start nach jetzigem Stand nicht gefährden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Sollte es Probleme bei der Sauerstoffversorgung geben, können die Astronauten ganze sechs Tage in ihren Raumanzügen überleben, erklärt die Moderatorin des Livestreams der Nachrichtenagentur AP den Zuschauerinnen und Zuschauern. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen US-Bürger stehen hinter dem Nasa-Weltraumprogramm Hallo aus den USA, wo ich für den SPIEGEL als Wissenschafts-Korrespondent arbeite. Hier stand die Artemis-Mission bislang im Schatten von Donald Trump. Selbst heute beherrscht der US-Präsident die Schlagzeilen: mit seinen Andeutungen, den Irankrieg bald zu beenden, seiner Drohung, aus der Nato auszutreten – und seinem Besuch beim Obersten Gerichtshof, den Trump dazu bewegen will, das Recht auf US-Staatsbürgerschaft bei der Geburt einzuschränken. Trump bei seiner Ankunft am U.S. Supreme Court. Foto: Jonathan Erns / REUTERS Die US-Amerikanerinnen und -Amerikaner stehen größtenteils hinter der Nasa und deren Weltraumprogramm. In einer groß angelegten repräsentativen Umfrage des Pew-Instituts vom Sommer 2023 meinten 69 Prozent, es sei essenziell, dass die USA eine weltweit führende Rolle im All haben. 55 Prozent erwarteten, dass Menschen in einem halben Jahrhundert routinemäßig als Touristen in den Weltraum reisen werden. Als Hauptaufgaben der Nasa nannten 60 Prozent der Befragten die Überwachung von Asteroiden, die auf die Erde stürzen könnten. Dahinter folgten die Beobachtung des Klimasystems auf unserem Planeten (50 Prozent) sowie Grundlagenforschung, um das Weltall besser verstehen zu können (40 Prozent). Nur 12 Prozent sahen es als Toppriorität an, Astronauten ins All zu schicken, um den Mond zu erforschen. Aber vielleicht weckt die Artemis-2-Mission neue Begeisterung. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Astronauten nehmen nacheinander Platz in der Kapsel Am Startplatz angekommen, laufen die vier durch einen Zugangsarm zur Kapsel. In einem Raum unmittelbar vor der Kapsel, dem »White Room«, unterschreiben sie einen Aufkleber mit ihrem Missionslogo. Dann nehmen sie nacheinander in der Kapsel Platz. Techniker helfen beim Einsteigen und Anschnallen. Jedes Crewmitglied hat seinen eigenen Helfer zugeteilt bekommen, der einen weißen, feuerfesten Anzug trägt – und eine Maske, um die Astronauten nicht im letzten Moment noch mit einer Infektionskrankheit anzustecken. Erst steigt Wiseman ein, dann Hansen, Glover und Koch folgen. Das hat mit den Sitzplätzen in der doch recht engen Kapsel zu tun: Kommandant Wiseman vorn links, Glover vorn rechts. Koch und Hansen sitzen in der zweiten Reihe, er links, sie rechts. Monitore haben nur Wiseman und Glover. Koch und Hansen behelfen sich mit einem Minicomputer, auf den die Anzeigen des Raumschiffs übertragen werden. Techniker helfen beim Einsteigen und Anschnallen. Jedes Crewmitglied hat seinen eigenen Helfer zugeteilt bekommen, der einen weißen, feuerfesten Anzug trägt – und eine Maske, um die Astronauten nicht im letzten Moment noch mit einer Infektionskrankheit anzustecken. Erst steigt Wiseman ein, dann Hansen, Glover und Koch folgen. Das hat mit den Sitzplätzen in der doch recht engen Kapsel zu tun: Kommandant Wiseman vorn links, Glover vorn rechts. Koch und Hansen sitzen in der zweiten Reihe, er links, sie rechts. Monitore haben nur Wiseman und Glover. Koch und Hansen behelfen sich mit einem Minicomputer, auf den die Anzeigen des Raumschiffs übertragen werden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Die Astronauten haben die Startrampe 39-B erreicht und sind in den Aufzug nach oben gestiegen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Jedes Mitglied der Crew trägt auf dem Weg zur Kapsel eine »Portable Cooling Unit«, eine tragbare Kühleinheit. Die Box enthält also keine Schnittchen, sie hilft ihnen, auch im Wetter von Florida in ihren Anzügen nicht zu schwitzen. Heute sind 23 Grad Celsius am Kennedy Space Center, sagt meine Wetter-App. Die Geräte sind also wichtig, um nicht zu überhitzen. In der Kapsel werden die vier an eine Klimaanlage angeschlossen, die den Job dann übernimmt. Nasa-Mitarbeitende mit den tragbaren Klimaanlagen der Crew. Foto: AFP/JIM WATSON Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, veröffentlichte im Vorfeld des geplanten Starts von Artemis 2 einen Beitrag auf der Social-Media-Plattform X. »Ich bete für die Sicherheit und den Erfolg der Artemis-2-Besatzung und der Nasa auf ihrer Mission, die die Menschheit weiter ins All führen wird als je zuvor in den vergangenen 50 Jahren. Ich hatte die Ehre, diese mutigen Pioniere Anfang des Jahres bei der Rede zur Lage der Nation zu begrüßen. Die Amerikaner blicken voller Stolz darauf, wie unser Goldenes Zeitalter neue Höhen erreicht!«, schrieb Johnson. »Ich bete für die Sicherheit und den Erfolg der Artemis-2-Besatzung und der Nasa auf ihrer Mission, die die Menschheit weiter ins All führen wird als je zuvor in den vergangenen 50 Jahren. Ich hatte die Ehre, diese mutigen Pioniere Anfang des Jahres bei der Rede zur Lage der Nation zu begrüßen. Die Amerikaner blicken voller Stolz darauf, wie unser Goldenes Zeitalter neue Höhen erreicht!«, schrieb Johnson. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Während die Crew rund 14,5 Kilometer über das weitläufige Gelände des Kennedy Space Centers gefahren wird, vielleicht ein paar Worte zum Startplatz, von dem aus es später losgeht. Launchpad 39-B wurde schon vor mehr als 50 Jahren genutzt, als beim Apollo-Programm Menschen zum Mond flogen. So startete von hier aus die Mission Apollo 10, sozusagen die Generalprobe für die erste Mondlandung im Jahr 1969. Auch zahlreiche Missionen der Spaceshuttles hoben von hier aus ab, darunter der Flug nach der »Challenger«-Katastrophe im Jahr 1988. Auch die Mission Artemis 1 machte sich am 16. November 2022 von diesem Startplatz aus auf den Weg. Es war der erste Testflug, damals noch ohne Menschen. Über die Jahre wurde der Startplatz modernisiert. Doch eine Herausforderung bleibt: Er liegt direkt am Atlantik. Der Meereswind und die salzige Luft sind eine ständige Herausforderung für die Ingenieure, die die empfindliche Technik schützen müssen. Der »Astrovan« auf dem Weg zur Rakete. Foto: REUTERS/Brendan McDermid Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Der Weg der »Orion« im 3D-Modell Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Astronauten begeben sich auf den Weg zur Rakete Jetzt wird es schon mal ein bisschen emotional. Wiseman, Glover, Koch und Hansen in ihren orangfarbenen Anzügen verlassen das »Neil Armstrong Operations and Checkout Building« in ihren orangefarbenen Druckanzügen. Es ist Zeit, sich zu verabschieden. Die vier besteigen einen silbernen Kleinbus, der sie zur Startrampe 39-B bringt. Eigentlich sollten für die Fahrt futuristische Elektroautos der Firma Canoo genutzt werden. Doch die ist inzwischen pleite, sodass die Nasa ein umgebautes Airstream-Wohnmobil nutzt. Astronauten Hansen, Glover, Wiseman, Koch (von links). Foto: AFP/JIM WATSON Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Jetzt gibt es im Countdown eine geplante Pause von einer Stunde und zehn Minuten. Die Nasa hat bestätigt, dass die Tanks inzwischen vollständig befüllt sind. Das Startteam bekommt aber einen Zeitpuffer, um kleinere technische Schwierigkeiten kurzfristig beheben zu können. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Wer sind eigentlich Apollo und Artemis? Artemis ist in der griechischen Mythologie die Zwillingsschwester von Apollo. Sie sind die Kinder von Zeus und Leto. Artemis wird seit Langem mit dem Mond in Verbindung gebracht. Obwohl der Name Artemis auf dem »Apollo«-Programm aufbaut und diesem Tribut zollt, sagte Nasa-Astronautin Christina Koch, Mitglied der »Artemis-2«-Crew: »Wir können unmöglich dieselbe Mission durchführen oder jemals darauf hoffen.« Beim »Apollo«-Programm ging es darum, die Russen im Wettlauf zum Mond zu schlagen und die US-Flagge zu hissen. Die Nasa schickte zwischen 1968 und 1972 24 Astronauten zum Mond, darunter zwölf Mondspaziergänger. Nun ist China der Konkurrent. Die Nasa strebt mit »Artemis« eine langfristige Mondpräsenz an, danach folgt der Mars. Beim »Apollo«-Programm ging es darum, die Russen im Wettlauf zum Mond zu schlagen und die US-Flagge zu hissen. Die Nasa schickte zwischen 1968 und 1972 24 Astronauten zum Mond, darunter zwölf Mondspaziergänger. Nun ist China der Konkurrent. Die Nasa strebt mit »Artemis« eine langfristige Mondpräsenz an, danach folgt der Mars. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Bevor die Crew das »Neil A. Armstrong Operations and Checkout Building« verlässt, wird traditionell ein Kartenspiel gespielt. Nasa-Astronautenkollege Scott Tingle teilt dazu jeweils eine Karte an jedes Crewmitglied aus. Wer den höchsten Kartenwert hat, gewinnt und ist raus. Dann ist die nächste Runde dran. Kommandant Reid Wiseman bleibt als Letzter übrig. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Eigentlich jede Raumfahrtmission hat ein Maskottchen, oft sind es Plüschtiere. Wenn die in der Kapsel umherschweben, wissen die Raumfahrer an Bord, dass sie die Schwerelosigkeit erreicht haben. Die Crew von »Artemis 2« hat sich für ein knuddeliges Exemplar namens »Rise« entschieden. Gestaltet wurde »Rise« im Rahmen eines Wettbewerbs von dem Schüler Lucas Ye aus Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien. Das Maskottchen »Rise«. Foto: Nasa »Die Crew hat persönlich an der Auswahl unseres Kumpels, unseres blinden Passagiers, teilgenommen«, sagte Astronautin Christina Koch. »Rise« habe sie besonders angesprochen, da sein Thema das Foto des »Earthrise« (Erdaufgang) sei, »das uns alle inspiriert«. »Earthrise« ist ein ikonisches Foto, das die Crew der »Apollo 8«-Mission im Jahr 1968 aufgenommen hatte. Zu sehen ist darauf im Vordergrund der Mond, im Hintergrund die aufgehende Erde. Das Foto veränderte die Sicht der Menschheit auf unseren Planeten. Im Inneren von »Rise« hat die Nasa übrigens eine SD-Speicherkarte versteckt, darauf sind mehr als fünf Millionen Namen von Menschen, die sich auf einer speziellen Webseite vorab registrieren konnten. Sie fliegen jetzt mit zum Mond. Im Gegenzug gab es einen Boardingpass. Ich habe auch einen, den zeige ich Ihnen vielleicht später. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Ein Apollo-Ingenieur blickt auf die Rückkehr zum Mond zurück. »Wir hätten Artemis vor 50 Jahren durchführen sollen«, sagt John Tribe, ein Antriebsingenieur aus der »Apollo«-Ära laut Agentur AP. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen So sieht eine Bordkarte der Nasa für den »Artemis 2«-Flug aus. Ins Raumschiff komme ich damit natürlich nicht. Aber mein Name ist – angeblich – auf einer SD-Karte gespeichert, die den Trip zum Mond und zurück mitmacht. Mehr als fünf Millionen Menschen haben bei dieser Aktion mitgemacht. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Astronauten legen Raumanzüge an Die Astronautin und die drei Astronauten haben gefrühstückt und ihre ikonischen orangefarbenen Raumanzüge angelegt. Jetzt liegen sie auf vier Sesseln und werden von Nasa-Mitarbeitern betreut und auf den Start vorbereitet. Die Anzüge sind übrigens deshalb orange, damit man sie besser sehen kann, wenn die Astronauten wieder gelandet sind. Nasa-Astronautenanzug der Artemis-II-Mission. Foto: EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Crew sollte ungefähr jetzt ihr finales Wetterbriefing vom Wetterteam bekommen. Das heißt, Meteorologen präsentieren die aktuellen Bedingungen am Startplatz, aber auch im geplanten Landegebiet. Das könnten zum Beispiel drohende Gewitter sein, oft ein Problem am Startplatz in Florida, aber auch starke Winde oder Wolken, wie sie jetzt gerade aufziehen. Das dürfte aber keine größeren Schwierigkeiten machen. An der Startrampe laufen währenddessen die letzten Arbeiten. Auch die Bergungsmannschaften, die die Crew im Falle eines Problems nach dem Start aus dem Meer retten sollen, sollten an ihren Plätzen sein. An der Startrampe laufen währenddessen die letzten Arbeiten. Auch die Bergungsmannschaften, die die Crew im Falle eines Problems nach dem Start aus dem Meer retten sollen, sollten an ihren Plätzen sein. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Betankung abgeschlossen – Regen vorhergesagt Die Mondrakete ist betankt. Das Startteam hat über 700.000 Gallonen Treibstoff in die SLS-Rakete (Space Launch System) eingefüllt und damit alles für den Start der »Artemis-2«-Besatzung vorbereitet. Regen ist im Anmarsch, dürfte aber keine Gefahr bedeuten. Der Wind frischt in Cape Canaveral auf, es ziehen mehr Wolken auf und in etwa zwei Stunden wird Regen erwartet. Laut Nasa besteht jedoch keine Gewittergefahr, und die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Start liegt weiterhin bei 80 Prozent. Regen ist im Anmarsch, dürfte aber keine Gefahr bedeuten. Der Wind frischt in Cape Canaveral auf, es ziehen mehr Wolken auf und in etwa zwei Stunden wird Regen erwartet. Laut Nasa besteht jedoch keine Gewittergefahr, und die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Start liegt weiterhin bei 80 Prozent. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Das Fenster für den Start ist zwei Stunden und beginnt um 22.24 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom Kennedy Space Center in Florida. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Deutsches Unternehmen für Strahlenmessung zuständig Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt stellt Messgeräte zur Verfügung, um die Strahlenbelastung der Crew zu messen. Die ist im All deutlich höher als auf der Erde, wo das Magnetfeld uns schützt. Und zumindest ein Stück der Reise zum Mond wird auch ein Kleinsatellit aus Berlin mitmachen. Gebaut hat ihn das Unternehmen Neuospace. Auf dem Gerät namens »Tacheles« wird die Elektronik für einen kleinen Mondroboter getestet, an dem ein kleines Team um Firmenchefin Irene Selvanathan arbeitet. Auch hier geht es darum, ob die Technik mit der hohen Strahlungsbelastung im Weltraum klarkommt. Neurospace-Chefin Irene Selvanathan mit Satellit. Foto: Neurospace Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Apropos Deutschland: Dass das Mondraumschiff seinen Weg findet, dafür sorgt ebenfalls Technik aus Deutschland, konkret vom Unternehmen Jena-Optronik. Zwei Sensoren (»ASTRO-APS«) haben dafür ohne Pause den Sternenhimmel im Blick. Sie machen dafür Fotos, die sie mit einer intern gespeicherten Sternkarte vergleichen. So können sie jederzeit die Orientierung der Kapsel berechnen. Das ist besonders wichtig, wenn kritische Manöver anstehen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Dafür, dass sie das Servicemodul liefert, soll die Esa im Prinzip drei Tickets für zukünftige Mondmissionen der Amerikaner bekommen. Man muss das so vorsichtig formulieren, weil die Pläne gerade von der Nasa-Spitze gehörig durcheinandergewürfelt wurden. Wie es für die Europäer weitergeht, ist aktuell unklar. Dabei machen sich die deutschen Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer Hoffnungen auf einen Mondflug. Denn wenn jemand von der Esa auf einer zukünftigen »Artemis«-Mission mitfliegt, dann ist vereinbart, dass diese Person aus Deutschland kommt. (Hier können Sie nachlesen, wie Gerst und Maurer im vergangenen Herbst von der Entscheidung erfahren haben.) Matthias Maurer (li.) und Alexander Gerst. Foto: picture alliance/dpa/Britta Pedersen Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Das 13 Tonnen schwere Servicemodul kommt aus Deutschland Dass diese Mission – hoffentlich – starten kann, hat auch mit Technik aus Deutschland zu tun. Wichtigster Beitrag ist das 13 Tonnen schwere Europäische Servicemodul, das im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation Esa und unter der Leitung von Airbus in Bremen zusammengebaut wurde. Zahlreiche Firmen aus dem Rest Europas haben zugeliefert. (Hier hat mein Kollege Martin Schlak über dieses so wichtige Teil geschrieben.) Das Modul ist wie eine Art Rucksack am »Orion«-Raumschiff befestigt und für Antrieb, Energieversorgung und die Lebenserhaltungssysteme des Raumschiffs verantwortlich. Fun Fact: Das Haupttriebwerk am Servicemodul kommt aus den USA – und hat schon sechs Raumflüge mit dem Spaceshuttle »Atlantis« hinter sich, die zwischen 2000 und 2002 stattfanden. Das Modul ist wie eine Art Rucksack am »Orion«-Raumschiff befestigt und für Antrieb, Energieversorgung und die Lebenserhaltungssysteme des Raumschiffs verantwortlich. Fun Fact: Das Haupttriebwerk am Servicemodul kommt aus den USA – und hat schon sechs Raumflüge mit dem Spaceshuttle »Atlantis« hinter sich, die zwischen 2000 und 2002 stattfanden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter News Leseempfehlung Drei Männer, eine Frau, ein Ziel: Nach mehr als 50 Jahren fliegen wieder Menschen zum Mond. Christoph Seidler und Niklas Marienhagen beschreiben interaktiv, wie die Reise der Nasa-Crew ablaufen soll. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Aber auch die Datenübertragung aus dem Mondraumschiff ist viel leistungsfähiger als damals. Statt auf Funk setzt man dafür mittlerweile auf Laser, insgesamt 260 Megabit pro Sekunde lassen sich so zur Erde senden. Statt körniger Fernsehbilder wie zu »Apollo«-Zeiten werden die Mondfahrer von heute HD-Videos versenden können. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Was das Grundprinzip der SLS-Rakete angeht, hat sich im Vergleich zu den »Apollo«-Mondmissionen gar nicht so viel geändert. Doch in manchen Bereichen merkt man dann doch, was technologisch seitdem passiert ist. Da ist insbesondere die Rechenkraft an Bord: Das »Orion«-Raumschiff verfügt über zwei Computer, für den Fall, dass einmal einer ausfällt. Jeder von ihnen ist 20.000-mal schneller als der einzige Rechner in den »Apollo«-Raumschiffen. Bei einem 128.000-mal größeren Speicher. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Janko Tietz Ressortleiter Nachrichten Die Wetterbedingungen sind günstig Die Anspannung beim Betanken war groß. Gefährliche Wasserstofflecks waren Anfang des Jahres bei einem Countdown-Test aufgetreten und hatten eine längere Flugverzögerung erzwungen. Bis zum Vormittag wurden keine Lecks mehr gemeldet. »Es ist Zeit zu fliegen«, sagte Kommandant Reid Wiseman am Vorabend des Starts via X. Das günstige Wetter hält nach wie vor an. »Es ist Zeit zu fliegen«, sagte Kommandant Reid Wiseman am Vorabend des Starts via X. Das günstige Wetter hält nach wie vor an. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Beim bisher letzten Mondflug, der Mission »Apollo 17« im Dezember 1972 war keiner der vier Menschen auch nur auf der Welt, die jetzt in der Kapsel von »Artemis 2« sitzen. Kommandant Wiseman ist am 11. November 1975 geboren und damit der Älteste an Bord. Es folgen Jeremy Hansen (27. Januar 1976), Victor Glover (30. April 1976) und Christina Koch (28. Januar 1979). Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Besatzung der Mission wurde noch während der Amtszeit des demokratischen US-Präsidenten Joe Biden zusammengestellt und ist vergleichsweise divers. Koch ist die erste Frau, die die Erdumlaufbahn verlässt, Glover der erste schwarze Astronaut auf einer Mondmission und der Kanadier Hansen der erste Nichtamerikaner auf solch einem Flug. Das ist doch immerhin schon mal was. Mal sehen, wie die Crews zukünftiger Missionen aussehen werden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Vierter in der Gruppe ist der Kanadier Jeremy Hansen. Der 50-Jährige Missionsspezialist ist Kampfpilot und war zuvor noch nicht im Weltall. Jeremy Hansen. Foto: AFP/MIGUEL J. RODRIGUEZ CARRILLO Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Christina Koch ist als Missionsspezialistin an Bord. Die 46-jährige Ingenieurin hat unter anderem schon in der Antarktis überwintert. Als Astronautin war sie ungefähr so lange auf der ISS wie Wiseman und Glover zusammen, mit insgesamt 328 aufeinanderfolgenden Tagen im All hält sie den Rekord für Frauen. Koch hat keine Kinder. Christina Koch. Foto: EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Victor Glover ist der Pilot von »Artemis 2«. Der 49-jährige Marineoffizier und Testpilot war 2021/2022 schon auf der ISS, als erster schwarzer Mensch auf einer Langzeitmission. Glover ist vierfacher Vater, von der ISS aus soll er seinen Kindern bei den Hausaufgaben geholfen haben, hat sein Vater in einem Interview erzählt. Victor Glover. Foto: AFP/MIGUEL J. RODRIGUEZ CARRILLO Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Das ist der Kommandant Kommandant der Mission ist Reid Wiseman. Der 51-jährige Kampfpilot war bereits 2014 für 165 Tage auf der Internationalen Raumstation (ISS), damals übrigens zusammen mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst. Später leitete Wiseman das Astronautenbüro der Nasa. Jetzt hat der zweifache Vater die Gesamtverantwortung für Crew und Mission. Reid Wiseman. Foto: EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Prinzipiell ist der kommende Flug vergleichbar mit der Mission »Apollo 8« im Dezember 1968. Auch damals testete man Technik für eine spätere Mondlandung. Allerdings wird der Kurs dieses Mal etwas anders sein als bei »Apollo 8«. Die Kapsel der vier Raumfahrer ist auf einer sogenannten hybriden freien Rückkehrbahn unterwegs: Sobald sie sich einmal aus der Erdumlaufbahn in Richtung Mond aufgemacht hat, müssen die Triebwerke im Prinzip nicht mehr gezündet werden. Die Gravitation von Erde und Mond wirken so zusammen, dass die Kapsel automatisch wieder nach Hause zurückfliegt. Die Kapsel der vier Raumfahrer ist auf einer sogenannten hybriden freien Rückkehrbahn unterwegs: Sobald sie sich einmal aus der Erdumlaufbahn in Richtung Mond aufgemacht hat, müssen die Triebwerke im Prinzip nicht mehr gezündet werden. Die Gravitation von Erde und Mond wirken so zusammen, dass die Kapsel automatisch wieder nach Hause zurückfliegt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Die Crew von »Artemis 2« wird den Mond umrunden, aber nicht auf ihm landen. Es geht darum, die Technik für spätere Missionen zu testen, vor allem die »Orion«-Kapsel. Eine Raumfähre für die Landung auf dem Mond hat die Nasa derzeit nicht. Daran arbeiten Tesla-Gründer Elon Musk und Amazon-Gründer Jeff Bezos mit ihren Firmen SpaceX und Blue Origin. Ach ja, Astronautenanzüge für einen Einsatz auf dem Mond hat die Nasa aktuell auch nicht. Die Anzüge, die die vier Astronauten heute beim Start tragen, wären für die Mondoberfläche nicht geeignet. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Seit 14.35 Uhr wird betankt – soviel Treibstoff ist nötig Um die Kapsel auf die Reise zu schicken, braucht die Rakete jede Menge Treibstoff. Das Betanken der Hauptstufe begann bei strahlendem Sonnenschein etwa 14.35 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Es geht darum, 144 Tonnen flüssigen Wasserstoff, der -253 Grad Celsius kalt ist, und 847 Tonnen flüssigen Sauerstoff, der »nur« auf -183 Grad Celsius gekühlt wurde, ist die Tanks zu füllen. Wegen der extremen Temperaturen passierte das zunächst eher langsam, beim sogenannten slow fill wurden Tanks und Leitungen behutsam heruntergekühlt, um Materialschäden zu vermeiden. Das dauert. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen »Artemis 2« live bei SPIEGEL.de Herzlich willkommen zu unserem Liveblog zur Mondmission »Artemis 2«. Am Startplatz 39-B am Kennedy Space Center in Florida steht die 98 Meter hohe SLS-Rakete der US-Weltraumbehörde Nasa, die kurz nach Mitternacht drei Männer und eine Frau zum Mond bringen soll: Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen. Die vier werden mehr als neun Tage lang in einer Kapsel von der Größe eines kleineren Wohnwagens unterwegs sein. Sie heißt »Orion« und sitzt aktuell ganz oben auf der Rakete. SLS am Starplatz. Foto: REUTERS/Brendan McDermid Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mit Agenturen

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4. April
FAZ (Politik)

Artemis-2-Mission: Hinter dem Mond zu leben ist noch teurer

Artemis-2-Mission : Hinter dem Mond zu leben ist noch teurer Bemannte Weltraumfahrt sei zu teuer, hieß es in Deutschland lange. Technikbegeisterung war etwas für Japaner. Die Mondmission hat mehr Aufmerksamkeit verdient. Zugegeben: Die Weltlage bietet derzeit nicht gerade ideale Voraussetzungen, um sich für Mondflüge zu begeistern. Der Wunsch, Menschen auf den Mond zu schießen, ist immer noch vorhanden, aber die meisten denken dabei wohl nicht zuerst an Astronauten. Dennoch hätte die Mission Artemis 2 auch in Deutschland noch mehr Aufmerksamkeit verdient. Horizont endet am Weißwurstäquator Zu lange galt Technikbegeisterung als Spleen der Japaner und Chinesen. Dass diese Fähigkeit unabdingbar für jede führende Industrienation ist, war oft mehr Floskel als Überzeugung. Die Bedenkenträger gaben den Ton an: Die bemannte Raumfahrt sei viel zu teuer, der Nutzen stehe in keinem Verhältnis zu den Kosten. Als die schwarz-rote Bundesregierung dem Namen des Forschungsministeriums das Wort „Raumfahrt“ hinzufügte, galt das als Wahlgeschenk der CSU an die bayerische Raumfahrtindustrie. Statt froh darüber zu sein, dass es deutsche Firmen gibt, die auch in der Musk-Liga des Weltraumgeschäfts ernst genommen werden, endete in diesem Fall der Horizont vieler Nichtbayern am Weißwurstäquator. Zu Recht haben Raumfahrtministerin Dorothee Bär und der thüringische Ministerpräsident Mario Voigt auf den nicht unerheblichen europäischen und deutschen Beitrag zur amerikanischen Mission hingewiesen. Auf den Mond zu fliegen ist teuer, aber hinter dem Mond zu leben, wird auf Dauer noch viel teurer.

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6. April
Handelsblatt

„Artemis 2“-Mission: „Artemis 2“-Astronauten erreichen Einflusssphäre des Mondes

„Artemis 2“-Mission: „Artemis 2“-Astronauten erreichen Einflusssphäre des Mondes Houston. Die vier Astronauten der „Artemis 2“-Mission haben die Einflusssphäre des Mondes erreicht. „Orion“ sei an dem Punkt angekommen, an dem die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirke als die der Erde, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die Crew - bestehend aus den US-Astronauten Victor Glover, Christina Koch und Reid Wiseman sowie dem kanadischen Astronauten Jeremy Hansen - sind derzeit als erste Menschen seit mehr als 50 Jahren auf dem Weg zum Mond. Für Glover, Koch und Wiseman ist es der zweite Flug ins All, für Hansen der erste. Koch ist die erste Frau an Bord einer Mond-Mission der Nasa, Glover der erste schwarze Mensch und Hansen der erste Kanadier. Sie waren in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) an Bord der „Orion“-Kapsel mit dem Raketensystem „Space Launch System“ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben. Rund 24 Stunden später verließen sie mit einem speziellen Manöver die Erdumlaufbahn. Crew hat ereignisreiche Stunden vor sich „Artemis 2“ baut auf den Erfahrungen der unbemannten Mission „Artemis 1“ von 2022 auf. Der Flugverlauf von „Artemis 2“ gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die Crew soll nun um den Mond herumfliegen und am Samstag (MESZ) im Meer wieder auf der Erde aufkommen. In den nächsten Stunden soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen - etwa 7.500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen - und sogar auch eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne aus der Perspektive von „Orion“ hinter dem Mond verschwindet. Zudem könnten sie sich auch weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der „Apollo 13“-Mission 1970 mit rund 400.171 Kilometern auf.

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