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Sonntag, 2. August 2026
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Deutsche Bahn: „Organisierte Verantwortungslosigkeit“: Bahnchefin rügt frühere Leistungsmängel im Management

Medienspektrum

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2. August
Wirtschaftswoche

„Organisierte Verantwortungslosigkeit“: Palla wettert gegen alte Bahn-Kultur

„Organisierte Verantwortungslosigkeit“: Palla wettert gegen alte Bahn-Kultur Bahnchefin Evelyn Palla hat die mangelnde Leistungsbereitschaft von Führungskräften in ihrem Unternehmen angeprangert. „Die Leistungskultur der Vergangenheit war für die Performance der Bahn nicht ausreichend, das wollen wir ändern“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn der „Welt am Sonntag“. Es sei mehr Energie zum Erklären der Probleme verwendet worden als zu deren Lösung. „Das war am Ende so etwas wie organisierte Verantwortungslosigkeit. Das muss der Vergangenheit angehören.“ Palla hat nach ihrem Amtsantritt im vergangenen Jahr mit einem Konzernumbau begonnen, der unter anderem eine Verschlankung der Zentrale und eine Verlagerung von Verantwortung in die Fläche vorsieht. „Wir haben viele Ebenen in der Verwaltung gestrichen. Aber das allein macht noch keine bessere Bahn. Verändern wird sich erst etwas, wenn sich das Management verändert, wenn Verantwortung in den dezentralen Einheiten auch wahrgenommen und gelebt wird“, fügte sie hinzu. „Leistung beginnt ganz oben – zuerst bei mir selbst. Dann beim Konzernvorstand. Wir sind die erste Ebene, die das verkörpern und vorleben muss“, stellte die Bahnchefin heraus. Pünktlichkeit bei 59 Prozent – Palla: „Kein guter Wert“ Im ersten Halbjahr waren lediglich 58,7 Prozent der Fernzüge der Bahn pünktlich unterwegs. „Das ist kein guter Wert. Da müssen wir auch nichts beschönigen“, sagte Palla in dem Gespräch. Allerdings hätten in drei Vierteln der Fälle die Verspätungen unter 15 Minuten gelegen. „Auch wenn wir insgesamt noch nicht zufrieden sind, dürfen wir die Deutsche Bahn nicht immer schlechter reden, als sie ist“, meinte Palla. Ein Fernzug geht bei der Deutschen Bahn ab einer Verzögerung von sechs Minuten in die Verspätungsstatistik ein. Zugausfälle hingegen werden in der betrieblichen Pünktlichkeit – sie misst, wie viele Züge in einem bestimmten Zeitraum pünktlich am Ziel ankamen – nicht berücksichtigt. Für das laufende Jahr hatte Palla ein Pünktlichkeitsziel von mindestens 60 Prozent ausgegeben. Bisher fährt die Bahn diesem Ziel hinterher. Palla würde dem eigenen Unternehmen deshalb bei der Zuverlässigkeit die Schulnote 4 minus, insgesamt aber eine 3 geben. „Wir werden oft nur an der Pünktlichkeit im Fernverkehr gemessen, das ist aber nur das halbe Bild“, sagte sie.

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1. August
Tagesschau

Bahn-Chefin Palla kritisiert "organisierte Verantwortungslosigkeit"

Bahn-Chefin Palla kritisiert "organisierte Verantwortungslosigkeit" Verantwortung, die hin- und hergeschoben wird - und kaum Konsequenzen bei Fehlern. Bahnchefin Palla sieht massive Probleme im Management des Staatskonzern und übt ungewöhnlich scharfe Kritik. Sie sieht aber auch "Helden" bei der Bahn. Bahnchefin Evelyn Palla hat mit scharfen Worten Misstände im eigenen Konzern kritisiert. Es gebe eine "organisierte Verantwortungslosigkeit" im Management, beklagte Palla. Das müsse der Vergangenheit angehören, sagte sie der Wochenzeitung Welt am Sonntag. "Die Leistungskultur der Vergangenheit war für die Performance der Bahn nicht ausreichend, das wollen wir ändern." Zu oft sei Verantwortung hin- und hergeschoben worden zwischen der zentralen Verwaltung und der operativen Ebene vor Ort. Palla sagte der Zeitung: "Wesentliche Entscheidungen auch zu operativen Verbesserungen wurden häufig zentral in der Konzernleitung getroffen." Diejenigen in der Zentrale, die diese Entscheidungen getroffen hatten, hätten jedoch bislang keine Verantwortung für die Umsetzung in der Fläche getragen. "Umsetzen mussten es die Kollegen draußen. Die wiederum haben gesagt: Das habe ich nicht entschieden, und das funktioniert bei mir auch nicht." In der Zentrale habe es dann geheißen, die in der Fläche hätten es nicht richtig umgesetzt. "Das war am Ende so etwas wie organisierte Verantwortungslosigkeit." Fehlende Konsequenzen im Management Die Managerin kritisierte auch, dass in der Vergangenheit bei mehrfachen Zielverfehlungen kaum Konsequenzen gezogen worden seien. "Man musste nur gut genug erklären, warum die Ziele nicht erreicht werden konnten. Damit kam man oft jahrelang durch." Sie interessiere sich aber nicht für die Erklärung von Problemen, sondern für die Lösung. Seit ihrer Amtsübernahme im Oktober habe das Unternehmen Bahn "viel umgebaut, verschlankt, ein neues Führungsprinzip mit deutlich mehr dezentraler Verantwortung ausgerufen". Verändern werde sich aber erst etwas, wenn sich das Management verändere und wenn Verantwortung in den dezentralen Einheiten auch wahrgenommen und gelebt werde. Das habe viel mit einer neuen Kultur zu tun. "Und das ist der viel schwierigere Teil beim Neustart der Bahn, und der braucht Mut und Zeit." "Das sind meine Helden" Palla betonte, dass sie mit ihrer Kritik "explizit nicht" die Zugbegleiter, Lokführer, Fahrdienstleiter, Gleisarbeiter und Disponenten meine. "Alle, die jeden Tag mit einer unbefriedigenden Situation kämpfen und viel improvisieren müssen, das sind meine Helden, die die Eisenbahn täglich am Laufen halten." Schnelle Verbesserungen bei der Pünktlichkeit kann Palla nicht versprechen. "Die Pünktlichkeit bleibt in diesem Jahr weiter schwierig, weil es im Netz einfach noch zu viele Störungen und zudem zu viele Baustellen gibt. Wer hier etwas anderes verspricht, macht den Menschen etwas vor", sagte sie. Am Ende hänge alles davon ab, wie schnell das Schienennetz in Ordnung gebracht werde. "Auch hier müssen wir ehrlich sein: Das wird nicht schnell gehen." 2035 feiere die Bahn ihr 200-jähriges Jubiläum - "und das soll auch das Jahr sein, in dem wir das Gröbste hinter uns haben". Weniger als 60 Prozent der Züge sind pünktlich Die DB hatte am Donnerstag ihre Halbjahresbilanz vorgelegt. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr lag von Januar bis Juni bei 59 Prozent, im Regionalverkehr bei 88 Prozent. Dort befördere die Bahn im Jahr 1,8 Milliarden Menschen, im Fernverkehr seien es weniger als 140 Millionen, sagte Palla. Sie betonte, es komme immer auf das Gesamtbild an. "Auch wenn wir insgesamt noch nicht zufrieden sind, dürfen wir die Deutsche Bahn nicht immer schlechterreden, als sie ist."

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1. August
Der Spiegel (Wirtschaft)

Deutsche Bahn: Evelyn Palla beklagt »organisierte Verantwortungslosigkeit« im Konzern

Management in der Kritik DB-Chefin Palla beklagt »organisierte Verantwortungslosigkeit« im Konzern Die Chefin der Deutschen Bahn (DB), Evelyn Palla, hat eine »organisierte Verantwortungslosigkeit« im Staatskonzern beklagt. Das müsse der Vergangenheit angehören, sagte Palla der »Welt am Sonntag«. Pünktlichkeit beginne mit einer »klaren und transparenten Verantwortungsallokation an der richtigen Stelle«. Palla sagte der Zeitung: »Wesentliche Entscheidungen auch zu operativen Verbesserungen wurden häufig zentral in der Konzernleitung getroffen.« Diejenigen in der Zentrale, die diese Entscheidungen getroffen hatten, hätten jedoch keine Verantwortung für die Umsetzung in der Fläche getragen. »Umsetzen mussten es die Kollegen draußen. Die wiederum haben gesagt: Das habe ich nicht entschieden, und das funktioniert bei mir auch nicht.« In der Zentrale habe es dann geheißen, die in der Fläche hätten es nicht richtig umgesetzt. »Das war am Ende so etwas wie organisierte Verantwortungslosigkeit. »Damit kam man oft jahrelang durch« Die Managerin kritisierte auch, dass in der Vergangenheit bei mehrfachen Zielverfehlungen kaum Konsequenzen gezogen worden seien. »Man musste nur gut genug erklären, warum die Ziele nicht erreicht werden konnten. Damit kam man oft jahrelang durch.« Sie interessiere sich aber nicht für die Erklärung von Problemen, sondern für die Lösung. »Wir hatten bei der Bahn noch nie ein Erkenntnisproblem, aber viel zu lange ein Umsetzungsproblem. Das hat nachweislich nicht zum Erfolg geführt.« Insgesamt sei die »Leistungskultur der Vergangenheit für die Performance der Bahn nicht ausreichend«, sagte die DB-Chefin der Zeitung. »Das wollen wir ändern.« Seit ihrer Amtsübernahme im Oktober habe das Unternehmen Bahn »viel umgebaut, verschlankt, ein neues Führungsprinzip mit deutlich mehr dezentraler Verantwortung ausgerufen«. 58,7 Prozent – »Das ist kein guter Wert« Verändern werde sich aber erst etwas, wenn sich das Management verändere und wenn Verantwortung in den dezentralen Einheiten auch wahrgenommen und gelebt werde. Das habe viel mit einer neuen Kultur zu tun. »Und das ist der viel schwierigere Teil beim Neustart der Bahn, und der braucht Mut und Zeit.« Palla betonte, dass sie mit ihrer Kritik »explizit nicht« die Zugbegleiter, Lokführer, Fahrdienstleiter, Gleisarbeiter und Disponenten meine. »Alle, die jeden Tag mit einer unbefriedigenden Situation kämpfen und viel improvisieren müssen, das sind meine Helden, die die Eisenbahn täglich am Laufen halten.« Im ersten Halbjahr fuhren nur 58,7 Prozent der Fernzüge pünktlich. »Das ist kein guter Wert. Da müssen wir auch nichts beschönigen«, sagte Palla. Allerdings hätten in drei Viertel der Fälle die Verspätungen unter 15 Minuten gelegen. Schnelle Verbesserungen will die Managerin nicht versprechen. »Die Pünktlichkeit bleibt in diesem Jahr weiter schwierig, weil es im Netz einfach noch zu viele Störungen und zudem zu viele Baustellen gibt. Wer hier etwas anderes verspricht, macht den Menschen etwas vor.« Am Ende hänge alles davon ab, wie schnell das Schienennetz in Ordnung gebracht werde. »Auch hier müssen wir ehrlich sein: Das wird nicht schnell gehen.« 2035 feiere die Bahn ihr 200-jähriges Jubiläum – »und das soll auch das Jahr sein, in dem wir das Gröbste hinter uns haben«. Evelyn Palla verspricht, die Bahn gründlich zu sanieren. Doch ihre Kritiker verlangen mehr als Organigramme und wohlklingende Powerpoint-Präsentationen .

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1. August
Der Spiegel (Wirtschaft)

Bahn-Chefin Evelyn Palla beklagt »organisierte Verantwortungslosigkeit« im Konzern

Management in der Kritik DB-Chefin Palla beklagt »organisierte Verantwortungslosigkeit« im Konzern Die Chefin der Deutschen Bahn (DB), Evelyn Palla, hat eine »organisierte Verantwortungslosigkeit« im Staatskonzern beklagt. Das müsse der Vergangenheit angehören, sagte Palla der »Welt am Sonntag«. Pünktlichkeit beginne mit einer »klaren und transparenten Verantwortungsallokation an der richtigen Stelle«. Palla sagte der Zeitung: »Wesentliche Entscheidungen auch zu operativen Verbesserungen wurden häufig zentral in der Konzernleitung getroffen.« Diejenigen in der Zentrale, die diese Entscheidungen getroffen hatten, hätten jedoch keine Verantwortung für die Umsetzung in der Fläche getragen. »Umsetzen mussten es die Kollegen draußen. Die wiederum haben gesagt: Das habe ich nicht entschieden, und das funktioniert bei mir auch nicht.« In der Zentrale habe es dann geheißen, die in der Fläche hätten es nicht richtig umgesetzt. »Das war am Ende so etwas wie organisierte Verantwortungslosigkeit. »Damit kam man oft jahrelang durch« Die Managerin kritisierte auch, dass in der Vergangenheit bei mehrfachen Zielverfehlungen kaum Konsequenzen gezogen worden seien. »Man musste nur gut genug erklären, warum die Ziele nicht erreicht werden konnten. Damit kam man oft jahrelang durch.« Sie interessiere sich aber nicht für die Erklärung von Problemen, sondern für die Lösung. »Wir hatten bei der Bahn noch nie ein Erkenntnisproblem, aber viel zu lange ein Umsetzungsproblem. Das hat nachweislich nicht zum Erfolg geführt.« Insgesamt sei die »Leistungskultur der Vergangenheit für die Performance der Bahn nicht ausreichend«, sagte die DB-Chefin der Zeitung. »Das wollen wir ändern.« Seit ihrer Amtsübernahme im Oktober habe das Unternehmen Bahn »viel umgebaut, verschlankt, ein neues Führungsprinzip mit deutlich mehr dezentraler Verantwortung ausgerufen«. 58,7 Prozent – »Das ist kein guter Wert« Verändern werde sich aber erst etwas, wenn sich das Management verändere und wenn Verantwortung in den dezentralen Einheiten auch wahrgenommen und gelebt werde. Das habe viel mit einer neuen Kultur zu tun. »Und das ist der viel schwierigere Teil beim Neustart der Bahn, und der braucht Mut und Zeit.« Palla betonte, dass sie mit ihrer Kritik »explizit nicht« die Zugbegleiter, Lokführer, Fahrdienstleiter, Gleisarbeiter und Disponenten meine. »Alle, die jeden Tag mit einer unbefriedigenden Situation kämpfen und viel improvisieren müssen, das sind meine Helden, die die Eisenbahn täglich am Laufen halten.« Im ersten Halbjahr fuhren nur 58,7 Prozent der Fernzeuge pünktlich. »Das ist kein guter Wert. Da müssen wir auch nichts beschönigen«, sagte Palla. Allerdings hätten in drei Viertel der Fälle die Verspätungen unter 15 Minuten gelegen. Schnelle Verbesserungen will die Managerin nicht versprechen. »Die Pünktlichkeit bleibt in diesem Jahr weiter schwierig, weil es im Netz einfach noch zu viele Störungen und zudem zu viele Baustellen gibt. Wer hier etwas anderes verspricht, macht den Menschen etwas vor.« Am Ende hänge alles davon ab, wie schnell das Schienennetz in Ordnung gebracht werde. »Auch hier müssen wir ehrlich sein: Das wird nicht schnell gehen.« 2035 feiere die Bahn ihr 200-jähriges Jubiläum – »und das soll auch das Jahr sein, in dem wir das Gröbste hinter uns haben«. Evelyn Palla verspricht, die Bahn gründlich zu sanieren. Doch ihre Kritiker verlangen mehr als Organigramme und wohlklingende Power-Point-Präsentationen .

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