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Donnerstag, 6. August 2026
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Commerzbank: Bettina Orlopp besteht auf Mitsprache bei möglicher UniCredit-Übernahme

Medienspektrum

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6. August
Der Spiegel (Wirtschaft)

Commerzbank: Bettina Orlopp besteht auf Mitsprache bei möglicher UniCredit-Übernahme

Rekordgewinn im ersten Halbjahr Commerzbank-Chefin besteht auf Mitsprache bei möglicher UniCredit-Übernahme Die Commerzbank hat ein Rekordergebnis vor der möglichen Übernahme durch die italienische UniCredit vermeldet – und drängt auf Mitbestimmung angesichts des Einflusses ihres mächtigen italienischen Anteilseigners. »Auch wenn die UniCredit über eine Mehrheit auf der nächsten Hauptversammlung verfügt, kann sie über wesentliche Strukturmaßnahmen nicht allein entscheiden«, sagte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp. Nur ein gemeinsamer Ansatz habe das Potenzial, Mehrwert zu schaffen. »Wir sind bereit für konstruktive Gespräche«, sagte Orlopp. Im zweiten Quartal erzielte die Commerzbank einen Überschuss von fast 898 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr erzielte die Bank so nach eigenen Angaben ein Rekordergebnis von 1,8 Milliarden Euro. Nun sollen 1,2 Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Aktien fließen. Ein Jahr zuvor hatten Kosten für den Abbau von Tausenden Jobs den Gewinn geschmälert. Die italienische Großbank UniCredit hält zwei Jahre nach ihrem Einstieg bei der Commerzbank inzwischen Zugriff auf fast die Hälfte der Anteile – und hofft, bald das Unternehmen übernehmen zu können. UniCredit-Chef Andrea Orcel erwartet nach jüngsten Aussagen eine baldige Kontrollübernahme bei dem Frankfurter Institut. Heftiger Widerstand aus Frankfurt Orcel plant mit der Übernahme der Commerzbank eine europäische Großbank als Konkurrenz zu profitableren Geldhäusern aus den USA zu schmieden. Die UniCredit hofft wohl auf Potenzial für Milliardeneinsparungen inklusive des Abbaus Tausender Stellen. Das aus Commerzbank-Sicht »feindliche Vorgehen« der UniCredit sorgte für heftigen Widerstand bei Management und Belegschaft des Dax-Konzerns. Zwischenzeitlich hatte die Commerzbank der UniCredit vorgeworfen, ihre Aktienposition »künstlich aufzublähen« und die Finanzaufsicht Bafin eingeschaltet. Ein Ergebnis der Prüfung durch die Bankenaufsicht steht aus. Eine Strafanzeige des Commerzbank-Gesamtbetriebsrats wegen des Verdachts der Marktmanipulation lief bereits ins Leere. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt lehnte es ab, ein Ermittlungsverfahren aufzunehmen. Auch die Bundesregierung äußerte sich kritisch zu der Übernahme, das Vorgehen der italienischen Bank sei »unfair«. Der Bund, dessen Aktienverkauf im September 2024 zum Einfallstor für die UniCredit wurde, hat mit seinen verbliebenen gut zwölf Prozent Anteil ein Wort mitzureden. Die Beteiligung ist eine Folge der Finanzkrise 2008/2009, als der Staat das Institut mit Steuermilliarden vor dem Kollaps bewahrte. Seit Anfang Juli ist die UniCredit der feindlichen Übernahme der Commerzbank einen großen Schritt näher. Doch den weiteren Fahrplan lässt die Mailänder Bank offen. In Frankfurt machen sich die ersten Mitarbeiter offenbar schon auf alles gefasst. Mehr über den Bankenkrimi lesen Sie hier .

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6. August
Handelsblatt

Dax-Konzern vor Übernahme?: Commerzbank: Mit Rekordgewinn in Gespräche mit der Unicredit

Dax-Konzern vor Übernahme?: Commerzbank: Mit Rekordgewinn in Gespräche mit der Unicredit Frankfurt/Main. Die Commerzbank De facto habe die Commerzbank nun „einen Kontrollaktionär“, sagte Orlopp in einer Telefonkonferenz mit Journalistinnen und Journalisten. „Vom Zeitplan gehen wir davon aus, dass es im vierten Quartal die Genehmigungen alle geben wird“, sagte sie mit Blick auf Prüfungen der Unicredit-Pläne durch die Aufseher. Auf die Frage nach ihrer beruflichen Zukunft antwortete Orlopp, für sie stelle sich nicht die Frage, wie es mit ihr persönlich weitergehe. Sie sehe ihre Verantwortung als Vorstandsvorsitzende der Commerzbank darin, „das Maximale aus der Situation für alle rauszuholen“. Man dürfe nicht vergessen, dass derzeit mehr als 50 Prozent der Aktien nicht von der Unicredit Gewinnsprung im zweiten Quartal Von April bis Juni 2026 verdiente Deutschlands zweitgrößte börsennotierte Bank unter dem Strich fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Der Überschuss kletterte von 462 Millionen Euro auf 898 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatten allerdings Kosten für den Abbau von Tausenden Jobs den Gewinn geschmälert. Nach einem Rekordergebnis von 1,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr sieht der Vorstand die Commerzbank „voll auf Kurs, ihr Gewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro im Gesamtjahr zu erreichen“. Unabhängigkeit passé? Der Frankfurter Dax-Konzern will nun weitere bis zu 1,2 Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Mit Aktienrückkäufen und höheren Gewinnen wollte der Vorstand um Konzernchefin Orlopp die Aktionäre bei der Stange halten und so die Unabhängigkeit des 1870 gegründeten Instituts sichern. Doch die italienische Großbank Unicredit hat knapp zwei Jahre nach ihrem Einstieg bei der Commerzbank inzwischen Zugriff auf fast die Hälfte der Anteile. Unicredit-Chef Andrea Orcel erwartet nach jüngsten Aussagen eine baldige Kontrollübernahme bei dem Frankfurter Institut. Orlopp sieht „Gestaltungsauftrag für beide Seiten“ „Auch wenn die Unicredit über eine Mehrheit auf der nächsten Hauptversammlung verfügt, kann sie über wesentliche Strukturmaßnahmen nicht allein entscheiden“, bekräftigte Commerzbank-Chefin Orlopp. „Das ist ein klarer Gestaltungsauftrag für beide Seiten. Dafür braucht es ein gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells und die Einbindung aller Stakeholder.“ Der Bund, dessen Aktienverkauf im September 2024 zum Einfallstor für die Unicredit wurde, hat mit seinen verbliebenen gut zwölf Prozent Anteil ein Wort mitzureden. Die Beteiligung ist eine Folge der Finanzkrise 2008/2009, als der Staat das Institut mit Steuermilliarden vor dem Kollaps bewahrte. Auf die Frage, ob es in den Gesprächen mit der Unicredit nun auch um die Standortfrage für eine künftige Zentrale gehe - Frankfurt oder München, wo die Unicredit-Tochter Hypovereinsbank (HVB) sitzt und die Unicredit einen neuen Büroturm errichten will - antwortete Orlopp: „Wir werden alle potenziellen Gestaltungskriterien im Hinblick auf die Zielbilder prüfen.“ Droht der Abbau Tausender Jobs? Orcel will mit einer Übernahme der Commerzbank eine europäische Großbank schmieden, auch als Gegengewicht zu den deutlich profitableren Geldhäusern aus den USA. Die Unicredit sieht Potenzial für Milliardeneinsparungen inklusive des Abbaus Tausender Stellen. Das aus Commerzbank-Sicht „feindliche Vorgehen“ der Italiener sorgt für reichlich Widerstand bei Management, Betriebsrat und Belegschaft des Dax-Konzerns. Auch der Bund äußerte sich wiederholt kritisch. Verwandte Themen Die Unicredit jedoch ließ nicht locker und zog bis Anfang Juli per freiwilligem Übernahmeangebot nach eigenen Angaben weitere 17,6 Prozent der Commerzbank-Papiere an Land. Zusammen mit den 26,77 Prozent, die die Unicredit schon zuvor hielt, steigt ihr Anteil damit rechnerisch auf 44,37 Prozent. Zudem haben die Italiener über Kaufoptionen Zugriff auf weitere 3,22 Prozent der Commerzbank-Aktien und könnten so nach jüngsten Angaben auf 47,59 Prozent aufstocken. Trickreiches Übernahmekonstrukt Dabei zog der Investmentbanker Orcel trickreich alle Register. Nach Erkenntnissen der Commerzbank dienten Profi-Investoren und Privatanleger der Unicredit im Zuge des Übernahmeangebots zusammen gerade einmal 2,7 Prozent der Anteile an. Der Rest stammt demnach überwiegend von Banken, mit denen die Unicredit über Finanzinstrumente Geschäfte macht. Zwischenzeitlich hatte die Commerzbank der Unicredit vorgeworfen, ihre Aktienposition „künstlich aufzublähen“. Zwecks Klärung hat der Dax-Konzern die Finanzaufsicht Bafin eingeschaltet. Ein Ergebnis dieser Prüfung steht aus. Unterdessen lief eine Strafanzeige des Commerzbank-Gesamtbetriebsrats wegen des Verdachts der Marktmanipulation ins Leere: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt lehnte es ab, in der Sache ein Ermittlungsverfahren aufzunehmen, „da zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat nicht festgestellt werden konnten“, wie die Behörde Anfang Juli mitteilte.

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6. August
Tagesschau

Halbjahresbilanz: Commerzbank macht Gewinnsprung

Halbjahresbilanz Commerzbank macht Gewinnsprung Die Commerzbank hat im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis erzielt. Bestärkt durch die guten Zahlen blickt der Vorstand selbstbewusst auf den Übernahmeversuch der UniCredit. Zu dem Thema stehen neue Gespräche an. Die Commerzbank hat im zweiten Quartal fast doppelt so viel verdient wie ein Jahr zuvor. Das operative Ergebnis stieg um rund 17 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro. Der Überschuss im Zeitraum April bis Juni legte auf 898 Millionen Euro zu, wie der DAX-Konzern mitteilte. Das war noch mehr als von Analysten erwartet. Das bescherte der Commerzbank im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis: Das operative Ergebnis legte in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu. Das Nettoergebnis kletterte um rund 40 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro. Das Rekordergebnis aus dem ersten Halbjahr zeige, "welche Kraft in unserem Geschäftsmodell steckt", betonte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp. Kontrollübernahme erwartet Nach einem Rekordergebnis im ersten Halbjahr sieht sich die Commerzbank nun "voll auf Kurs, ihr Gewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro im Gesamtjahr zu erreichen". Die Bank will weitere bis zu 1,2 Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Es ist nicht die erste Rückkaufaktion: Bereits zuvor hatte die Bank mit Aktienrückkäufen und höheren Gewinnen Aktionäre bei der Stange halten wollen. Doch die Unabhängigkeit der zweitgrößten börsennotierten Bank Deutschlands konnte es nicht sichern: Die italienische Großbank UniCredit hat knapp zwei Jahre nach ihrem Einstieg bei der Commerzbank inzwischen Zugriff auf fast die Hälfte der Anteile. UniCredit-Chef Andrea Orcel erwartet nach jüngsten Aussagen eine baldige Kontrollübernahme bei dem Frankfurter Institut. Bald stehen neue Gespräche an. Mit den dafür nötigen Genehmigungen der Aufseher sei vielleicht noch in diesem Jahr zu rechnen, sagte Orcel vor wenigen Tagen. Kurz danach werde man die Kontrolle über die Commerzbank übernehmen und die Strategie implementieren. Wenn nötig, werde UniCredit eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, heißt es in der Präsentation weiter. "Gestaltungsauftrag für beide Seiten" Orlopp gibt sich trotzdem kämpferisch: "Auch wenn die UniCredit über eine Mehrheit auf der nächsten Hauptversammlung verfügt, kann sie über wesentliche Strukturmaßnahmen nicht allein entscheiden", bekräftigte Orlopp. "Das ist ein klarer Gestaltungsauftrag für beide Seiten. Dafür braucht es ein gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells und die Einbindung aller Stakeholder." Die Übernahme durch die UniCredit ist weder dem Commerzbank-Vorstand unter Orlopp, noch den Arbeitnehmern, noch der Bundesregierung willkommen. Es wird vielmehr von einer "feindlichen Übernahme gesprochen". Der Bund, dessen Aktienverkauf im September 2024 zum Einfallstor für die UniCredit wurde, hält noch gut zwölf Prozent der Anteile. Die Beteiligung ist eine Folge der Finanzkrise 2008/2009, als der Staat das Institut mit Steuermilliarden vor dem Kollaps bewahrte.

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6. August
Wirtschaftswoche

Zwischenbilanz: Commerzbank macht Gewinnsprung im zweiten Quartal

Zwischenbilanz: Commerzbank macht Gewinnsprung im zweiten Quartal Die Commerzbank Ein Jahr zuvor hatte Kosten für den Abbau Tausender Jobs den Gewinn auf 462 Millionen Euro gedrückt. Nach einem Rekordergebnis im ersten Halbjahr sieht sich die Commerzbank „voll auf Kurs, ihr Gewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro im Gesamtjahr zu erreichen“. Die Bank will weitere bis zu 1,2 Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Mit Aktienrückkäufen und höheren Gewinnen wollte der Vorstand um Bettina Orlopp die Aktionäre bei der Stange halten und so die Unabhängigkeit der zweitgrößten börsennotierten Bank Deutschlands sichern. Doch die italienische Großbank Unicredit hat knapp zwei Jahre nach ihrem Einstieg bei der Commerzbank inzwischen Zugriff auf fast die Hälfte der Anteile. Unicredit-Chef Andrea Orcel erwartet nach jüngsten Aussagen eine baldige Kontrollübernahme bei dem Frankfurter Institut. Orlopp sieht „Gestaltungsauftrag für beide Seiten“ „Auch wenn die Unicredit über eine Mehrheit auf der nächsten Hauptversammlung verfügt, kann sie über wesentliche Strukturmaßnahmen nicht allein entscheiden“, bekräftigte Orlopp. „Das ist ein klarer Gestaltungsauftrag für beide Seiten. Dafür braucht es ein gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells und die Einbindung aller Stakeholder.“ Der Bund, dessen Aktienverkauf im September 2024 zum Einfallstor für die Unicredit wurde, hat mit seinen verbliebenen gut zwölf Prozent Anteil ein Wort mitzureden. Die Beteiligung ist eine Folge der Finanzkrise 2008/2009 als der Staat das Institut mit Steuermilliarden vor dem Kollaps bewahrte.

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