Iran-News heute: Wer ist der neue Chef von Irans Nationalem Sicherheitsrat?
live •Eskalation in Nahost Wer ist der neue Chef von Irans Nationalem Sicherheitsrat?
Ali Larijani ist tot, nun steht Berichten zufolge sein Nachfolger fest: ein ehemaliger Kommandeur der Revolutionswächter. Bundespräsident Steinmeier kritisiert die USA – und erntet Widerspruch aus der CDU. Die Liveanalyse.
Von
Anna-Lena Abbott,
Anna Ehlebracht,
Matthias Gebauer,
Armin Himmelrath,
Miriam Khan,
Maximilian Popp,
Florian Pütz,
Alessandra Röder,
Fritz Schaap,
Julius Seibt und
Nadine Wolter sowie Michelle Maicher (Bildredaktion)
Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.
Wichtige Updates
Sortierung
Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Israel greift weiter Ziele in Iran und im Libanon an. Das Regime in Teheran reagiert mit Gegenangriffen.
- Bei iranischen Attacken auf Zentralisrael gibt es mehrere Verletzte. Einschläge werden unter anderem in Tel Aviv gemeldet.
- Im Südlibanon will Israel die Kontrolle über ein als »Sicherheitszone« bezeichnetes Gebiet übernehmen. Die Bewohner fürchten die dauerhafte Vertreibung. Die Hisbollah kündigt an, gegen jeden Besetzungsversuch Israels zu kämpfen.
- Weiterhin herrscht Unklarheit darüber, ob die USA tatsächlich – wie von Präsident Donald Trump behauptet – mit Iran verhandeln. Ein iranischer Armeesprecher kündigt jedenfalls einen Kampf »bis zum vollständigen Sieg« an. Auch ein Nachfolger für den getöteten Sicherheitschef Ali Larijani wird benannt.
- Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kritisiert den Irankrieg als »völkerrechtswidrig«. Aus der Union kommt umgehend Kritik an der Wortwahl.
- Nach einem kurzzeitigen Rückgang steigen die Ölpreise wieder an.
Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+
- Mutmaßlicher Angriff auf Stützpunkt im Indischen Ozean: Reichen Irans Raketen bis nach Deutschland?
- Rekonstruktion einer Eskalation: So stolperten die USA in den Krieg gegen Iran
- Trumps Krisenkurs im Nahen Osten: Ein Sprücheklopfer als Kriegsherr
Hinweis: Der SPIEGEL zeigt ab sofort die berichteten Angriffe der letzten beiden Tage und nicht nur die des vergangenen Tages. So können die Ereignisse besser abgebildet werden, die erst später in den Daten erfasst wurden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Analyse: Das ist der neue Chef von Irans Nationalem Sicherheitsrat
Laut staatlichen Medien ist Mohammad Bagher Zolghadr zum Chef des iranischen Nationalen Sicherheitsrats ernannt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Ali Larijani an, der vergangene Woche bei israelischen Luftangriffen ums Leben kam. Nach dem Tod von Ajatollah Ali Khamenei galt Larijani als mächtigster Mann im Land und Strippenzieher hinter den Kulissen.
Der 72-jährige Zolghadr ist ein ehemaliger Kommandeur der Revolutionswächter. Zuletzt war er Vorsitzender des iranischen Schlichtungsrats, zuvor stellvertretender Innenminister unter dem damaligen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad. Zolghadr gilt als Hardliner, der nun den vergleichsweise pragmatischen Larijani ersetzt.
Der getötete ehemalige Sicherheitschef Ali Larijani (Archivbild). Foto: Snsc / ZUMA Press Wire / IMAGO
Die Ernennung des diplomatisch unerfahrenen Zolghadr bestätigt einen umfassenderen Trend: Die strategische Entscheidungsfindung in Iran konzentriert sich immer weiter im Sicherheitsapparat. Kompromisse am Verhandlungstisch werden dadurch nicht wahrscheinlicher.
»Iran geht einen weiteren Schritt in Richtung Militärdiktatur unter dem direkten Einfluss der Revolutionswächter«, schreibt der Iranexperte Danny Citrinowicz. »Die Frage nach der Ermordung von Ali Larijani stellt sich erneut. Die Entfernung von Personen, die innerhalb der sehr extremen Landschaft der Revolutionswächter relativ pragmatisch sind, dürfte am Tag nach dem Konflikt kaum helfen. Iran wird in mancher Hinsicht schwächer und gleichzeitig extremer und militaristischer.«
»Iran geht einen weiteren Schritt in Richtung Militärdiktatur unter dem direkten Einfluss der Revolutionswächter«, schreibt der Iranexperte Danny Citrinowicz. »Die Frage nach der Ermordung von Ali Larijani stellt sich erneut. Die Entfernung von Personen, die innerhalb der sehr extremen Landschaft der Revolutionswächter relativ pragmatisch sind, dürfte am Tag nach dem Konflikt kaum helfen. Iran wird in mancher Hinsicht schwächer und gleichzeitig extremer und militaristischer.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Katar: Vermitteln nicht zwischen USA und Iran
Katar vermittelt nach eigener Darstellung nicht zwischen den USA und Iran. Der Pressesprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, sagte dazu vor Journalisten: »Wir waren nicht in diese Gespräche involviert.«
Al-Ansari antwortete dabei auf Nachfragen zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der angedrohte Angriffe auf iranische Energieanlagen vorerst verschoben und von »produktiven Gesprächen« mit Iran gesprochen hatte. »Unser Hauptanliegen und unser Fokus liegen derzeit darauf, unser Land zu schützen und diplomatische Schritte zu unternehmen, damit das passiert«, sagte Al-Ansari. Eine komplette Zerstörung Irans sei keine Option, sagte der Sprecher. »Wir in der Golfregion glauben an ein gemeinsames Nebeneinander. Wir glauben daran, auf Iran zuzugehen.«
Al-Ansari antwortete dabei auf Nachfragen zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der angedrohte Angriffe auf iranische Energieanlagen vorerst verschoben und von »produktiven Gesprächen« mit Iran gesprochen hatte. »Unser Hauptanliegen und unser Fokus liegen derzeit darauf, unser Land zu schützen und diplomatische Schritte zu unternehmen, damit das passiert«, sagte Al-Ansari. Eine komplette Zerstörung Irans sei keine Option, sagte der Sprecher. »Wir in der Golfregion glauben an ein gemeinsames Nebeneinander. Wir glauben daran, auf Iran zuzugehen.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Pakistan bietet sich offiziell als Vermittler im Krieg an
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif bringt sein Land offiziell als Vermittler im Irankrieg ins Spiel. »Vorbehaltlich der Zustimmung der USA und Irans ist Pakistan bereit und fühlt sich geehrt, als Gastgeber für sinnvolle und abschließende Gespräche zur umfassenden Beilegung des andauernden Konflikts zu fungieren«, schreibt Sharif auf X.
Weiter hieß es: »Pakistan begrüßt und unterstützt die laufenden Bemühungen um einen Dialog zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten im Interesse von Frieden und Stabilität in der Region und darüber hinaus.« Um sicherzustellen, dass sein Posting auch die richtigen Leute erreicht, markierte Sharif die X-Profile von US-Präsident Trump sowie dessen Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner. Letzterer ist Trumps Schwiegersohn.
Weiter hieß es: »Pakistan begrüßt und unterstützt die laufenden Bemühungen um einen Dialog zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten im Interesse von Frieden und Stabilität in der Region und darüber hinaus.« Um sicherzustellen, dass sein Posting auch die richtigen Leute erreicht, markierte Sharif die X-Profile von US-Präsident Trump sowie dessen Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner. Letzterer ist Trumps Schwiegersohn.
Dass Pakistan als Mediator in dem Konflikt auftreten könnte, war zuvor bereits spekuliert worden. Laut der »Financial Times« soll Islamabad den Emissären Washingtons und Teherans schon für diese Woche ein Treffen in der Hauptstadt angeboten haben. Weitere Hintergründe dazu lesen Sie hier in der Analyse meines Kollegen Claus Hecking zu Trumps Krisenkurs im Nahen Osten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Unbekannte setzen 580 Millionen Dollar auf Ölwetten – Minuten vor Trumps Post
Der Irankrieg ermöglicht Spekulanten ein sehr lukratives Geschäft mit Öl: Nur rund eine Viertelstunde vor Donald Trumps Post über »konstruktive Gespräche« mit Iran haben Händler mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar in Termingeschäfte auf Ölpreise investiert. Das berichtet die »Financial Times« (»FT«).
In einem um 7.04 Uhr New Yorker Ortszeit am Montag geposteten Beitrag auf seinem Netzwerk Truth Social hatte der US-Präsident mit den angeblichen Gesprächen begründet, sein Ultimatum an die iranische Führung zu verlängern. Daraufhin fielen die Ölpreise stark, gleichzeitig stiegen die Kurse von Terminkontrakten auf US- und europäische Aktien. Um 6.49 und 6.50 Uhr wurden dem Bericht zufolge 6200 Terminkontrakte auf die Ölsorten WTI und Brent gehandelt, deren Wert sich laut Berechnungen der »FT« auf 580 Millionen Dollar belief. Mehr dazu lesen Sie hier.
In einem um 7.04 Uhr New Yorker Ortszeit am Montag geposteten Beitrag auf seinem Netzwerk Truth Social hatte der US-Präsident mit den angeblichen Gesprächen begründet, sein Ultimatum an die iranische Führung zu verlängern. Daraufhin fielen die Ölpreise stark, gleichzeitig stiegen die Kurse von Terminkontrakten auf US- und europäische Aktien. Um 6.49 und 6.50 Uhr wurden dem Bericht zufolge 6200 Terminkontrakte auf die Ölsorten WTI und Brent gehandelt, deren Wert sich laut Berechnungen der »FT« auf 580 Millionen Dollar belief. Mehr dazu lesen Sie hier.
Foto: David Paul Morris / Bloomberg / Getty Images
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Hisbollah kündigt Kampf gegen israelische Besetzung im Südlibanon an
Israel will im Südlibanon eine sogenannte Sicherheitszone einrichten, über die die israelische Armee die Kontrolle ausüben soll. Die mit Iran verbündete libanesische Hisbollah will das eigenen Angaben nach nicht zulassen: Eine solche Besetzung würde eine »existenzielle Bedrohung« für den Libanon als Staat darstellen, sagte einer der führenden Köpfe der Gruppe, Hassan Fadlallah, zur Nachrichtenagentur Reuters. Man werde jeden Versuch Israels bekämpfen, Kontrolle über Gebiete im Südlibanon zu übernehmen.
Israels Verteidigungsminister hatte zuvor erklärt, er habe das Militär angewiesen, südlich des Litani-Flusses, der etwa 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze verläuft, eine Sicherheitszone einzurichten. Mehr dazu lesen Sie hier:
Israels Verteidigungsminister hatte zuvor erklärt, er habe das Militär angewiesen, südlich des Litani-Flusses, der etwa 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze verläuft, eine Sicherheitszone einzurichten. Mehr dazu lesen Sie hier:
Israel kündigt Kontrollübernahme im Südlibanon an
Der israelische Verteidigungsminister hat die Einrichtung einer »Sicherheitszone« im Süden des Libanon angekündigt. Die von dort vertriebenen Bewohner dürften nicht in das libanesische Gebiet südlich des Litani-Flusses zurückkehren, bis die Sicherheit für die Bewohner im Norden Israels »garantiert« sei, sagte Israel Katz nach übereinstimmenden Medienberichten. Israel hatte zuletzt immer wieder Aufforderungen an die Bevölkerung im Südlibanon herausgegeben, ihr Zuhause zu verlassen. Davon waren Hunderttausende betroffen.
Laut Katz habe Israels Armee alle Brücken über den Litani-Fluss gesprengt, die die proiranische Hisbollah laut Katz zum Transport von Waffen und Kämpfern genutzt habe. Die verbliebenen Brücken und die »Sicherheitszone« bis zum Litani werde das Militär kontrollieren, so der Minister weiter.
Laut Katz habe Israels Armee alle Brücken über den Litani-Fluss gesprengt, die die proiranische Hisbollah laut Katz zum Transport von Waffen und Kämpfern genutzt habe. Die verbliebenen Brücken und die »Sicherheitszone« bis zum Litani werde das Militär kontrollieren, so der Minister weiter.
Die Zerstörung von ziviler Infrastruktur wie Brücken ist im Krieg nur dann erlaubt, wenn nachweisbar ist, dass die Bauwerke von großer militärischer Bedeutung sind.
Mein Kollege Christoph Reuter war jüngst im Südlibanon unterwegs. In Tyros fürchten die Menschen, nie wieder in ihre Häuser zurückkehren zu können, sollte Israel dort einmarschieren. Seine Eindrücke schildert er hier. Schon länger wird spekuliert, dass Israel im Libanon eine größere Bodenoffensive plant. Mehr Hintergründe dazu lesen Sie hier.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Roter Halbmond: Zehntausende zivile Einrichtungen in Iran beschädigt
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen in Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 82.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Darunter seien etwa 62.000 Wohnungen sowie 281 medizinische Zentren, Krankenhäuser und Apotheken, sagte der Leiter der iranischen Rothalbmondgesellschaft, Pirhussein Koliwand.
Koliwand zufolge sollen insgesamt 498 Schulen beschädigt worden sein – bei direkten Angriffen oder bei Angriffen, die Zielen in der Nähe galten. Der Rote Halbmond ist nach seiner Darstellung auch Ziel von Angriffen geworden. Neben 17 Rettungswachen seien zwölf Rettungswagen direkt von Raketen getroffen worden.
Koliwand zufolge sollen insgesamt 498 Schulen beschädigt worden sein – bei direkten Angriffen oder bei Angriffen, die Zielen in der Nähe galten. Der Rote Halbmond ist nach seiner Darstellung auch Ziel von Angriffen geworden. Neben 17 Rettungswachen seien zwölf Rettungswagen direkt von Raketen getroffen worden.
Zerstörung in einem Krankenhaus in Teheran. Foto: Fatemeh Bahrami / Anadolu Agency / IMAGO
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Ein Israel-Freund, den die Netanyahu-Regierung loswerden möchte
Deutschlands Botschafter Steffen Seibert hat Hebräisch gelernt, Geiselfamilien unterstützt und palästinensischen Terror verurteilt. Trotzdem hat er nun den Ärger von Israels Außenminister auf sich gezogen – weil er auf die wachsende Gewalt von Siedlern hinwies. Mehr dazu lesen Sie hier.
Steffen Seibert. Foto: dts-Agentur / picture alliance
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Festival und Shakira-Konzert in Nahost werden verschoben
Der Krieg im Nahen Osten wirkt sich nun auch auf die örtliche Konzertszene aus: Ein für den 1. April in Doha geplanter Gig von Latin-Superstar Shakira muss aufgrund der »aktuellen regionalen Lage« verschoben werden, teilen die Veranstalter mit.
Auch das Offlimits Music Festival in Abu Dhabi, bei dem Shakira und die Jonas Brothers als Headliner auftreten sollten, wurde verlegt. Es sollte am 4. April stattfinden und wurde nun auf den 21. November verschoben, heißt es in einem Instagram-Beitrag.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
US-Außenminister Rubio reist zu G7-Gipfel
US-Außenminister Marco Rubio wird am Freitag an einem Treffen der Außenminister der G7 in der Nähe von Versailles bei Paris teilnehmen, um »wichtige US-Interessen voranzubringen« und »gemeinsame Sicherheitsanliegen sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erörtern«. Das teilt das US-Außenministerium mit. »Zu den Schwerpunkten gehören der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, die Lage im Nahen Osten sowie weltweite Bedrohungen für Frieden und Stabilität«, heißt es weiter.
Fast alle anderen G7-Staaten haben eine Beteiligung am Krieg der USA und Israels gegen Iran abgelehnt. Großbritannien erlaubt den USA die Nutzung seiner Militärbasen.
Fast alle anderen G7-Staaten haben eine Beteiligung am Krieg der USA und Israels gegen Iran abgelehnt. Großbritannien erlaubt den USA die Nutzung seiner Militärbasen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Verteidigungsminister Pistorius hält Debatte über Völkerrecht für wenig zielführend
Verteidigungsminister Boris Pistorius hält die Diskussion, ob die amerikanisch-israelischen Militärschläge gegen Iran völkerrechtswidrig sind, für wenig zielführend. Pistorius sagte am Rand eines Besuchs in Singapur, er müsse sich die aktuellen Aussagen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erst genau anhören. Grundsätzlich aber sei die ganze Debatte »eher etwas für akademische Kreise«, der Krieg sei im Gange, wichtig sei nun, dass dieser schnell beendet wird. »Das Leiden muss beendet werden, die Bombardierungen müssen beendet werden«, forderte der SPD-Minister in Singapur.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Alessandra Röder
Deutschlandressort
Bericht: Sechs kurdische Kämpfer bei iranischem Angriff im Irak getötet
In der halbautonomen kurdischen Region im Irak sollen nach einem iranischen Raketenbeschuss sechs Menschen ums Leben gekommen sein. Das berichtet die »New York Times«. Bei den Toten handle es sich um kurdische Kämpfer, 30 weitere Menschen seien verletzt worden. Die Regionalregierung Kurdistans habe in ihrer Stellungnahme erklärt, dass Iran in zwei getrennten Angriffen sechs iranische ballistische Raketen auf die Region abgefeuert habe.
»Wir verurteilen diesen Angriff und alle anderen Terroranschläge auf die Region Kurdistan auf das Schärfste, bekräftigen jedoch, dass wir jedes Recht haben, auf jede Aggression gegen unser Volk und unser Land zu reagieren«, zitiert die »New York Times« aus der Erklärung des Ministeriums für Peschmerga-Angelegenheiten der KRG. Iran äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu dem Angriff.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Alessandra Röder
Deutschlandressort
China drängt USA und Israel, »ihre militärischen Aktionen einzustellen«
Der chinesische Sondergesandte für den Nahen Osten hat die Rolle Chinas als Friedensstifter im Irankrieg betont. Peking werde in seinen diplomatischen Bemühungen »nicht nachlassen«, sagte Zhai Jun nach seiner Rückkehr aus der Region. Das berichtet unter anderem CNN. Er besuchte Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Kuwait und Ägypten.
Demnach fordert Zhai die USA und Israel auf, »ihre militärischen Aktionen unverzüglich einzustellen«, um den Weg für einen Waffenstillstand zu ebnen. Der Sondergesandte sagte, er habe »ausführliche Gespräche« mit der iranischen Seite geführt. Die Frage, ob China mehr für eine politische Lösung tun könne, wies er zurück.
Demnach fordert Zhai die USA und Israel auf, »ihre militärischen Aktionen unverzüglich einzustellen«, um den Weg für einen Waffenstillstand zu ebnen. Der Sondergesandte sagte, er habe »ausführliche Gespräche« mit der iranischen Seite geführt. Die Frage, ob China mehr für eine politische Lösung tun könne, wies er zurück.
Zhai Jun, chinesischer Sondergesandter für Nahost. Foto: ANDRES MARTINEZ CASARES / EPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Außenpolitischer Sprecher der Union kritisiert Steinmeier
Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, hat kritisiert, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Irankrieg als völkerrechtswidrig bezeichnet hat. »Die für diese Frage allein zuständige Bundesregierung hat ihre völkerrechtliche Prüfung noch nicht abgeschlossen«, sagte Hardt dem Nachrichtenportal t-Online.
»Daran sollten sich alle Vertreter der Bundesrepublik Deutschland in Amt und Würden halten«, sagte Hardt weiter. »Die Bundesregierung handelt überlegt und souverän in einer komplexen Situation.«
»Daran sollten sich alle Vertreter der Bundesrepublik Deutschland in Amt und Würden halten«, sagte Hardt weiter. »Die Bundesregierung handelt überlegt und souverän in einer komplexen Situation.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Analyse: Greift Saudi-Arabien in den Irankrieg ein?
Saudi-Arabiens Machthaber Mohammed bin Salman, kurz MbS, hat in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Wandlung durchlaufen: Nachdem im Oktober 2018 der saudi-arabische Journalist und Regimekritiker Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul getötet wurde, galt MbS international vielen als Paria. Inzwischen hat er sich jedoch für viele Staats- und Regierungschefs längst wieder zu einem gefragten Gesprächs- und Handelspartner entwickelt, allen voran für US-Präsident Donald Trump.
Mohammed bin Salman bei einem Treffen mit Donald Trump im November 2025. Foto: Evelyn Hockstein / Reuters
Mohammed bin Salman hat viel Energie darauf verwendet, sein Land als Ort der Zukunft zu inszenieren, stabil, ambitioniert, unternehmerfreundlich. Dieses Image steht im Irankrieg nun auf dem Spiel. Von den Angriffen Irans ist nicht nur die saudi-arabische Infrastruktur betroffen. Vor allem erscheint Saudi-Arabien plötzlich wie ein Krisengebiet.
MbS steht deshalb vor einem Dilemma: Er muss einerseits Iran vor weiteren Angriffen abschrecken. Gleichzeitig ist es nicht in seinem Interesse, dass Saudi-Arabien noch weiter in den Krieg hineingezogen wird.
MbS steht deshalb vor einem Dilemma: Er muss einerseits Iran vor weiteren Angriffen abschrecken. Gleichzeitig ist es nicht in seinem Interesse, dass Saudi-Arabien noch weiter in den Krieg hineingezogen wird.
Mohammed bin Salman. Foto: Saudi Press Agency / SIPA / picture alliance
Saudi-Arabiens Führung hat nach einem Bericht des »Wall Street Journal« den USA nun erlaubt, einen Luftwaffenstützpunkt auf der Westseite der Arabischen Halbinsel zu nutzen. Ein Schritt, den man in Riad zunächst ausgeschlossen hatte. Laut »Wall Street Journal« könnte MbS sogar noch weitergehen. Er erwäge, aktiv in den Krieg einzugreifen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf anonyme Quellen.
Laut »New York Times« hat MbS zuletzt in mehreren Telefonaten versucht, Trump von einer Fortführung des Krieges zu überzeugen. MbS soll mehreren Quellen zufolge argumentiert haben, dass Iran eine langfristige Bedrohung für die Golfregion darstelle, die nur durch den Sturz des Regimes beseitigt werden könne. Der Krieg sei eine »historische Chance«, den Nahen Osten neu zu gestalten.
Ob MbS selbst aktiv in den Krieg eingreifen wird, ist fraglich. Es dürfte auch davon abhängen, wie sich der Konflikt in den kommenden Tagen und Wochen entwickelt. Gelingt es Trump, einen Ausweg durch Verhandlungen zu finden? Oder spitzen sich die Kämpfe eher noch weiter zu?
Laut »New York Times« hat MbS zuletzt in mehreren Telefonaten versucht, Trump von einer Fortführung des Krieges zu überzeugen. MbS soll mehreren Quellen zufolge argumentiert haben, dass Iran eine langfristige Bedrohung für die Golfregion darstelle, die nur durch den Sturz des Regimes beseitigt werden könne. Der Krieg sei eine »historische Chance«, den Nahen Osten neu zu gestalten.
Ob MbS selbst aktiv in den Krieg eingreifen wird, ist fraglich. Es dürfte auch davon abhängen, wie sich der Konflikt in den kommenden Tagen und Wochen entwickelt. Gelingt es Trump, einen Ausweg durch Verhandlungen zu finden? Oder spitzen sich die Kämpfe eher noch weiter zu?
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Bundeswehr übernimmt Führung von Nato-Einsatzgruppe im Nordatlantik
Die Bundeswehr übernimmt wegen der angespannten Lage im Nahen Osten mit der Fregatte Sachsen von Großbritannien aus die Führung der ständigen Nato-Einsatzgruppe (Standing Nato Maritime Group 1) im Nordatlantik. Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte am Rande einer Auslandsreise in Singapur, die Marine springe spontan mit der Fregatte Sachsen ein, weil Großbritannien den auf Flugabwehr spezialisierten Zerstörer HMS »Dragon« zum Schutz Zyperns ins östliche Mittelmeer verlegt hat.
Großbritannien sollte den Marine-Verband der Nato im Nordatlantik – in der Regel besteht dieser aus vier bis sechs Fregatten und Zerstörern – eigentlich von der HMS »Dragon« aus führen, nun wechselt der Stab der Briten auf die Fregatte Sachsen.
Marine-Inspekteur Jan Christian Kaack ergänzte, dass Deutschland aktuell auch die Fregatte Brandenburg in den Nordatlantik schickt, über die Gründe für die spontane Mission wollte er nichts sagen. In Bundeswehrkreisen heißt es seit einigen Tagen, dass Russland seine Marine-Aktivitäten im Nordatlantik seit dem Beginn des Kriegs gegen Iran verstärkt habe, dies gelte es genau zu beobachten.
Großbritannien sollte den Marine-Verband der Nato im Nordatlantik – in der Regel besteht dieser aus vier bis sechs Fregatten und Zerstörern – eigentlich von der HMS »Dragon« aus führen, nun wechselt der Stab der Briten auf die Fregatte Sachsen.
Marine-Inspekteur Jan Christian Kaack ergänzte, dass Deutschland aktuell auch die Fregatte Brandenburg in den Nordatlantik schickt, über die Gründe für die spontane Mission wollte er nichts sagen. In Bundeswehrkreisen heißt es seit einigen Tagen, dass Russland seine Marine-Aktivitäten im Nordatlantik seit dem Beginn des Kriegs gegen Iran verstärkt habe, dies gelte es genau zu beobachten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iranischer Armeesprecher kündigt Kampf »bis zum vollständigen Sieg« an
Mit seinem 48-stündigen Ultimatum an Teheran stellte US-Präsident Trump die Zeichen zuletzt auf Zuspitzung. Gestern verlängerte Trump die Frist dann um fünf Tage – angeblich, weil es Verhandlungen mit Iran gebe. Ali Abdollahi Aliabadi, der Sprecher des iranischen Oberkommandos, erklärte nun jedoch, die iranischen Streitkräfte würden »bis zum vollständigen Sieg« kämpfen. Das berichten die Nachrichtenagenturen dpa und AP unter Berufung auf den iranischen Rundfunk.
Teheran hatte zuvor bereits dementiert, dass es Gespräche mit den USA gebe. Das iranische Staatsfernsehen zitierte Aliabadi nun mit den Worten: »Die mächtigen Streitkräfte Irans sind stolz, siegreich und standhaft in der Verteidigung der Integrität Irans, und dieser Weg wird bis zum vollständigen Sieg fortgesetzt.« Er sagte allerdings nicht, wie ein »vollständiger Sieg« aussehen würde.
Teheran hatte zuvor bereits dementiert, dass es Gespräche mit den USA gebe. Das iranische Staatsfernsehen zitierte Aliabadi nun mit den Worten: »Die mächtigen Streitkräfte Irans sind stolz, siegreich und standhaft in der Verteidigung der Integrität Irans, und dieser Weg wird bis zum vollständigen Sieg fortgesetzt.« Er sagte allerdings nicht, wie ein »vollständiger Sieg« aussehen würde.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Frankreichs Armeechef warnt: USA zunehmend unberechenbar
Die Kritik am planlosen Vorgehen insbesondere Washingtons im Irankrieg wird lauter. Auch Frankreichs Armeechef Fabien Mandon hat die USA nun scharf angegriffen: »Wir wurden von einem amerikanischen Verbündeten überrascht, der zwar ein Verbündeter bleibt, aber zunehmend unberechenbar wird und sich nicht einmal die Mühe macht, uns zu informieren, wenn er Militäreinsätze beginnt«, sagte Mandon auf einem Sicherheits- und Verteidigungsforum in Paris. »Dies hat Auswirkungen auf unsere Sicherheit und auf unsere Interessen«, zitierten ihn die Nachrichtenagentur Reuters und der Sender BFM.
US-Präsident Trump hatte zuvor andere Staaten heftig kritisiert, weil sie nicht bereit seien, sich aktiv an Operationen zur Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Dazu sagte Mandon nun: »Wir intervenierten in Afghanistan auf Bitte der Amerikaner, die sich auf Artikel 5 des Nato-Vertrags beriefen, und diese entschieden sich, sich zurückzuziehen, ohne uns zu informieren«. Nun hätten die USA »beschlossen, im Nahen Osten zu intervenieren, ohne uns zu informieren«.
US-Präsident Trump hatte zuvor andere Staaten heftig kritisiert, weil sie nicht bereit seien, sich aktiv an Operationen zur Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Dazu sagte Mandon nun: »Wir intervenierten in Afghanistan auf Bitte der Amerikaner, die sich auf Artikel 5 des Nato-Vertrags beriefen, und diese entschieden sich, sich zurückzuziehen, ohne uns zu informieren«. Nun hätten die USA »beschlossen, im Nahen Osten zu intervenieren, ohne uns zu informieren«.
Foto: Stephane de Sakutin / AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Libanon weist iranischen Botschafter aus
Der Libanon hat dem Botschafter Irans im Land, Mohammed Resa Scheibani, seine Akkreditierung entzogen und ihn zur Persona non grata erklärt. Er solle den Libanon bis Sonntag verlassen, teilte das Außenministerium mit, wie die Nachrichtenagenturen Reuters und AP melden.
Grund für die Ausweisung sei mutmaßliche Einflussnahme auf die Hisbollah. Die libanesische Regierung hat sich wiederholt kritisch gegenüber Iran geäußert und wirft dessen Revolutionswächtern vor, im Libanon Seite an Seite mit der militanten Hisbollah-Gruppe zu operieren und das Land in den Krieg gegen Israel hineinzuziehen.
Grund für die Ausweisung sei mutmaßliche Einflussnahme auf die Hisbollah. Die libanesische Regierung hat sich wiederholt kritisch gegenüber Iran geäußert und wirft dessen Revolutionswächtern vor, im Libanon Seite an Seite mit der militanten Hisbollah-Gruppe zu operieren und das Land in den Krieg gegen Israel hineinzuziehen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iran benennt Nachfolger für getöteten Sicherheitschef Larijani
Mohammad Bagher Zolghadr soll nach übereinstimmenden Berichten der Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrates in Iran werden. Das meldeten unter anderem die Nachrichtenagenturen AP und Reuters. Demnach ersetzt er den bei US-israelischen Angriffen getöteten früheren Sicherheitschef Ali Larijani.
Zolghadr ist ehemaliger Kommandeur der iranischen Revolutionswächter und war im Ruhestand, wurde nach Zustimmung durch die Staatsführung und per Erlass durch den Präsidenten nun aber für das Amt ernannt, berichteten iranische Medien. Sie bezogen sich dabei auf einen X-Post von Mehdi Tabatabai, Vize-Kommunikationschef im Präsidialamt.
Über den neuen Sicherheitschef ist wenig bekannt. Er wurde Mitte der Fünfzigerjahre geboren und ist ein Veteran des Iran-Irak-Kriegs (1980 bis 1988). Zuletzt war er ein führendes Mitglied des sogenannten Schlichtungsrats, eines einflussreichen Schiedsorgans im iranischen Machtapparat. Laut der iranischen Tageszeitung »Shargh« leitete er in der Vergangenheit den Wahlkampf der erzkonservativen »Volksfront der Kräfte der Islamischen Revolution«.
Zolghadr ist ehemaliger Kommandeur der iranischen Revolutionswächter und war im Ruhestand, wurde nach Zustimmung durch die Staatsführung und per Erlass durch den Präsidenten nun aber für das Amt ernannt, berichteten iranische Medien. Sie bezogen sich dabei auf einen X-Post von Mehdi Tabatabai, Vize-Kommunikationschef im Präsidialamt.
Über den neuen Sicherheitschef ist wenig bekannt. Er wurde Mitte der Fünfzigerjahre geboren und ist ein Veteran des Iran-Irak-Kriegs (1980 bis 1988). Zuletzt war er ein führendes Mitglied des sogenannten Schlichtungsrats, eines einflussreichen Schiedsorgans im iranischen Machtapparat. Laut der iranischen Tageszeitung »Shargh« leitete er in der Vergangenheit den Wahlkampf der erzkonservativen »Volksfront der Kräfte der Islamischen Revolution«.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
BSW drängt auf Nutzungsverbot für die US-Basen in Deutschland
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Irankrieg als »völkerrechtswidrig« bezeichnet, nun fordert BSW-Chef Fabio De Masi eine Reaktion der Bundesregierung ein. »Wie Spanien sollte Merz die Cojones haben, Trump die Stirn zu bieten und europäische Führung zu zeigen«, sagte De Masi dem SPIEGEL. Spanien hatte den USA die Nutzung ihrer Militärbasen untersagt, gleiches solle jetzt Deutschland tun, so der Nachfolger von BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht.
»Selbst die kleine Schweiz verweigert den USA Überflugrechte für ihre Brandstiftung«, sagte De Masi weiter. Schlösse Merz die Basen nicht, wäre das ein Affront des Kanzlers gegen Steinmeier. »Der Krieg ist nicht im deutschen Interesse, da er eine neue Flüchtlingskrise riskiert und unsere Wirtschaft zerstört«, warnt De Masi.
Steinmeier hatte zuvor in einer Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts in Berlin den Krieg der USA scharf kritisiert. »Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen«, sagte Steinmeier.
»Selbst die kleine Schweiz verweigert den USA Überflugrechte für ihre Brandstiftung«, sagte De Masi weiter. Schlösse Merz die Basen nicht, wäre das ein Affront des Kanzlers gegen Steinmeier. »Der Krieg ist nicht im deutschen Interesse, da er eine neue Flüchtlingskrise riskiert und unsere Wirtschaft zerstört«, warnt De Masi.
Steinmeier hatte zuvor in einer Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts in Berlin den Krieg der USA scharf kritisiert. »Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen«, sagte Steinmeier.
Foto: Michael Kappeler / dpa
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Katar verneint Vermittlung zwischen Iran und USA
Bei vergangenen Konflikten und Verhandlungen in Nahost trat oft Katar als Vermittler auf. Im aktuellen Krieg zwischen Iran und den USA spiele man aber keine Rolle als direkter Mediator, sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majed Al Ansari, nun auf einer Pressekonferenz. »Unser Fokus liegt momentan voll und ganz auf dem Schutz unseres Landes und der Bewältigung der Folgen der verschiedenen Angriffe, denen Katar ausgesetzt war«, zitierten ihn mehrere Medien.
Das Emirat unterstütze jedoch alle diplomatischen Kanäle zur Beendigung des Krieges, so der Sprecher weiter. Man stehe in engem Kontakt mit der US-Regierung, um eine Deeskalation zu erreichen und einen Ausweg aus der Krise zu finden. Er fügte hinzu, Katar habe seit Jahren gesagt, eine ungebremste Eskalation in der Region werde nicht nur zu einer Ausweitung des Konflikts führen, »sondern zu einem umfassenden Krieg, der uns alle erfasst. Und genau da sind wir jetzt.«
Das Emirat unterstütze jedoch alle diplomatischen Kanäle zur Beendigung des Krieges, so der Sprecher weiter. Man stehe in engem Kontakt mit der US-Regierung, um eine Deeskalation zu erreichen und einen Ausweg aus der Krise zu finden. Er fügte hinzu, Katar habe seit Jahren gesagt, eine ungebremste Eskalation in der Region werde nicht nur zu einer Ausweitung des Konflikts führen, »sondern zu einem umfassenden Krieg, der uns alle erfasst. Und genau da sind wir jetzt.«
Majed Al Ansari. Foto: John Lamparski / Concordia Annual Summit / Getty Images
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israel kündigt Kontrollübernahme im Südlibanon an
Der israelische Verteidigungsminister hat die Einrichtung einer »Sicherheitszone« im Süden des Libanon angekündigt. Die von dort vertriebenen Bewohner dürften nicht in das libanesische Gebiet südlich des Litani-Flusses zurückkehren, bis die Sicherheit für die Bewohner im Norden Israels »garantiert« sei, sagte Israel Katz nach übereinstimmenden Medienberichten. Israel hatte zuletzt immer wieder Aufforderungen an die Bevölkerung im Südlibanon herausgegeben, ihr Zuhause zu verlassen. Davon waren Hunderttausende betroffen.
Laut Katz habe Israels Armee alle Brücken über den Litani-Fluss gesprengt, die die proiranische Hisbollah laut Katz zum Transport von Waffen und Kämpfern genutzt habe. Die verbliebenen Brücken und die »Sicherheitszone« bis zum Litani werde das Militär kontrollieren, so der Minister weiter.
Laut Katz habe Israels Armee alle Brücken über den Litani-Fluss gesprengt, die die proiranische Hisbollah laut Katz zum Transport von Waffen und Kämpfern genutzt habe. Die verbliebenen Brücken und die »Sicherheitszone« bis zum Litani werde das Militär kontrollieren, so der Minister weiter.
Die Zerstörung von ziviler Infrastruktur wie Brücken ist im Krieg nur dann erlaubt, wenn nachweisbar ist, dass die Bauwerke von großer militärischer Bedeutung sind.
Mein Kollege Christoph Reuter war jüngst im Südlibanon unterwegs. In Tyros fürchten die Menschen, nie wieder in ihre Häuser zurückkehren zu können, sollte Israel dort einmarschieren. Seine Eindrücke schildert er hier. Schon länger wird spekuliert, dass Israel im Libanon eine größere Bodenoffensive plant. Mehr Hintergründe dazu lesen Sie hier.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Medienbericht: Energie-Infrastruktur in Iran bei Angriffen beschädigt
In Iran sind einem Medienbericht zufolge mehrere Einrichtungen der Energie-Infrastruktur bei Angriffen der USA und Israels beschädigt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars wurden unter anderem in der zweitgrößten Stadt Isfahan ein Verwaltungsgebäude und eine Gasdruckregelstation »teilweise beschädigt«. Zudem sei eine Erdgas-Pipeline im Kraftwerk Chorramschar im Südwesten Irans an der Grenze zum Irak attackiert worden.
US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende angekündigt, sollte Iran die Straße von Hormus binnen 48 Stunden nicht vollständig wieder öffnen, würden die USA gezielt iranische Energie-Anlagen attackieren. Am Montag verlängerte er dieses Ultimatum um fünf Tage, da es Verhandlungen mit iranischen Vertretern gebe. Teheran dementierte diese Gespräche jedoch.
US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende angekündigt, sollte Iran die Straße von Hormus binnen 48 Stunden nicht vollständig wieder öffnen, würden die USA gezielt iranische Energie-Anlagen attackieren. Am Montag verlängerte er dieses Ultimatum um fünf Tage, da es Verhandlungen mit iranischen Vertretern gebe. Teheran dementierte diese Gespräche jedoch.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Alessandra Röder
Deutschlandressort
Bericht: USA erwägen offenbar Einsatz von Luftlandetruppen in Iran
Hochrangige Vertreter des US-Militärs erwägen offenbar den möglichen Einsatz einer Kampfbrigade der 82. Luftlandedivision sowie einiger Teile des Divisionsstabs im Krieg gegen Iran einzusetzen. Das berichtet »die New York Times« unter Berufung auf Vertreter aus dem Verteidigungsministerium. Demnach sind die Pläne allerdings noch nicht konkret. Bisher sei weder vom Pentagon noch vom US-Zentralkommando ein entsprechender Befehl erteilt worden.
Die Kampftruppen würden aus der »Immediate Response Force« der 82. Luftlandedivision stammen, einer Brigade von etwa 3000 Soldaten, die innerhalb von 18 Stunden überall auf der Welt eingesetzt werden kann. Die Truppe rückten unter anderen 2021 bei Evakuierungen in Afghanistan aus. Nun könnten sie zur Eroberung der Insel Kharg, Irans wichtigstem Öl-Exportknotenpunkt, eingesetzt werden.
Die Kampftruppen würden aus der »Immediate Response Force« der 82. Luftlandedivision stammen, einer Brigade von etwa 3000 Soldaten, die innerhalb von 18 Stunden überall auf der Welt eingesetzt werden kann. Die Truppe rückten unter anderen 2021 bei Evakuierungen in Afghanistan aus. Nun könnten sie zur Eroberung der Insel Kharg, Irans wichtigstem Öl-Exportknotenpunkt, eingesetzt werden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Steinmeier kritisiert Irankrieg der USA als »völkerrechtswidrig«
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Krieg der USA und Israels gegen Iran als »völkerrechtswidrig« kritisiert. »Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen«, sagte Steinmeier in einer Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts in Berlin. »Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig – daran gibt es wenig Zweifel«, sagte er. Damit schlug Steinmeier einen anderen Ton an als die Bundesregierung, die bisher vermieden hat, den Krieg als völkerrechtswidrig einzustufen.
Dieser Krieg sei »ein politisch verhängnisvoller Fehler, und – das frustriert mich am meisten – ein vermeidbarer, ein unnötiger Krieg, wenn denn sein Ziel war, den Iran auf dem Weg zur Atombombe zu stoppen«, sagte der Bundespräsident.
Er verwies auf den Abschluss des internationalen Atomabkommens mit Iran 2015: »Wir waren nie so weit entfernt von einer atomaren Bewaffnung des Iran«, sagte Steinmeier. US-Präsident Trump habe dieses Abkommen scheitern lassen: »Im zweiten Jahr seiner ersten Amtszeit kündigte Präsident Trump das Abkommen auf, in seiner zweiten Amtszeit nun führt er Krieg.«
Dieser Krieg sei »ein politisch verhängnisvoller Fehler, und – das frustriert mich am meisten – ein vermeidbarer, ein unnötiger Krieg, wenn denn sein Ziel war, den Iran auf dem Weg zur Atombombe zu stoppen«, sagte der Bundespräsident.
Er verwies auf den Abschluss des internationalen Atomabkommens mit Iran 2015: »Wir waren nie so weit entfernt von einer atomaren Bewaffnung des Iran«, sagte Steinmeier. US-Präsident Trump habe dieses Abkommen scheitern lassen: »Im zweiten Jahr seiner ersten Amtszeit kündigte Präsident Trump das Abkommen auf, in seiner zweiten Amtszeit nun führt er Krieg.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Südkorea ruft zum Energiesparen auf: kürzer duschen, Wäschewaschen nur am Wochenende
Südkoreas Präsident Lee Jae-myung ruft übereinstimmenden Medienberichten zufolge wegen der Risiken für die Öl- und Gasversorgung durch die Eskalation in Nahost zum Energiesparen auf: Die Bevölkerung werde gebeten, im Alltag mehrere Maßnahmen zu beherzigen – etwa kürzeres Duschen oder das Aufladen von Handys und E-Autos nur während des Tages. Wäschewaschen oder Staubsaugen solle auf das Wochenende gelegt werden. Öffentliche Einrichtungen sollen Dienstwagen weniger nutzen. Einschränkungen für Privatfahrzeuge seien vorerst freiwillig, sagt Energieminister Kim Sung-whan. Dies könnte bei einer höheren Energiealarmstufe aber überdacht werden.
Zudem werde die Regierung die 50 Unternehmen mit dem größten Ölverbrauch auffordern, ihren Verbrauch zu drosseln. Um die Abhängigkeit von Flüssigerdgas (LNG) zu verringern, will die Regierung in Seoul zudem bis Mai fünf Atomreaktoren wieder anfahren, Beschränkungen für Kohlekraftwerke lockern und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Südkorea importiert laut Angaben von Abgeordneten und dem Industrieministerium rund 70 Prozent seines Rohöls über die Straße von Hormus.
Zudem werde die Regierung die 50 Unternehmen mit dem größten Ölverbrauch auffordern, ihren Verbrauch zu drosseln. Um die Abhängigkeit von Flüssigerdgas (LNG) zu verringern, will die Regierung in Seoul zudem bis Mai fünf Atomreaktoren wieder anfahren, Beschränkungen für Kohlekraftwerke lockern und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Südkorea importiert laut Angaben von Abgeordneten und dem Industrieministerium rund 70 Prozent seines Rohöls über die Straße von Hormus.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mindestens 15 Kämpfer von proiranischem Netzwerk bei Luftangriff im Irak getötet
Bei einem Luftangriff im Westen des Irak sind mindestens 15 Kämpfer eines proiranischen Netzwerks getötet worden. Es habe sich um einen Angriff der USA gehandelt, teilte das Netzwerk al-Haschd al-Schaabi am Morgen mit. Getötet wurde demnach unter anderem der örtliche Kommandeur der Organisation in der Provinz Anbar, Saad Dawai al-Baiji.
Seit Beginn des Irankrieges wurden Stellungen der al-Haschd al-Schaabi bereits mehrfach angegriffen. Es handelt sich dabei um ein von Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs. Offiziell wurde das Bündnis in die irakischen Streitkräfte eingegliedert, agiert aber weitgehend autonom. Irak hatte zuvor bereits erklärt, nicht in den US-israelischen Krieg gegen Iran hineingezogen werden zu wollen.
Seit Beginn des Irankrieges wurden Stellungen der al-Haschd al-Schaabi bereits mehrfach angegriffen. Es handelt sich dabei um ein von Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs. Offiziell wurde das Bündnis in die irakischen Streitkräfte eingegliedert, agiert aber weitgehend autonom. Irak hatte zuvor bereits erklärt, nicht in den US-israelischen Krieg gegen Iran hineingezogen werden zu wollen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Bilder: Irans Raketen treffen Tel Aviv
Teheran meldete in der Nacht, eine neue Angriffswelle auf Israel gestartet zu haben. Offenbar konnten nicht alle Raketen von der israelischen Flugabwehr abgefangen werden, in Tel Aviv gab es mehrere Einschläge. Bilder zeigen das Ausmaß der Zerstörung.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Ölpreise legen erneut zu
Die Ölpreise ziehen nach widersprüchlichen Angaben über Gespräche zwischen den USA und Iran zur Beendigung des Krieges erneut an. Ein Barrel Brent aus der Nordsee verteuerte sich am Dienstag in der Spitze um 4,4 Prozent auf 104,35 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI steigt um bis zu 4,7 Prozent auf 92,29 Dollar.
Nachdem am Vortag US-Präsident Donald Trump eine fünftägige Verschiebung der Angriffe auf iranische Kraftwerke angeordnet hatte, waren die Ölpreise zunächst um mehr als zehn Prozent gefallen. Trump begründete die Aussetzung mit Gesprächen der USA mit nicht namentlich genannten iranischen Beamten. Die Regierung in Teheran wies die Behauptung über Kontakte mit Washington jedoch zurück und bezeichnete sie als Versuch, die Finanzmärkte zu manipulieren.
Nachdem am Vortag US-Präsident Donald Trump eine fünftägige Verschiebung der Angriffe auf iranische Kraftwerke angeordnet hatte, waren die Ölpreise zunächst um mehr als zehn Prozent gefallen. Trump begründete die Aussetzung mit Gesprächen der USA mit nicht namentlich genannten iranischen Beamten. Die Regierung in Teheran wies die Behauptung über Kontakte mit Washington jedoch zurück und bezeichnete sie als Versuch, die Finanzmärkte zu manipulieren.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
CDU-Außenpolitiker Röttgen: Iran derzeit glaubwürdiger als Trump
Nach dem aufgeschobenen Trump-Ultimatum gegen das Regime in Teheran hat CDU-Außenexperte Norbert Röttgen den US-Präsidenten deutlich kritisiert. Auf die Frage, wem er mit Blick auf angebliche US-iranische Verhandlungen glaube, sagte Röttgen in der Sendung »Frühstart« von RTL und ntv: »Man muss wahrscheinlich antworten, dass hier die iranische Seite über mehr Glaubwürdigkeit verfügt.« Trump hatte zuvor behauptet, es gebe gute Gespräche mit ungenannten iranischen Vertretern, deswegen schiebe er das Ultimatum an Iran zur kompletten Öffnung der Straße von Hormus um fünf Tage auf. Teheran dementierte, dass es Verhandlungen gebe.
Es zeige sich die Schwäche von Trumps Kriegsführung, sagte Röttgen dazu. Er spreche Drohungen aus und nehme sie dann mit einer Behauptung zurück, der die iranische Regierung auch noch widerspreche. »Also es sieht nicht gut aus für die Rolle von Trump hier.« Offenkundig gebe es für die Straße von Hormus kein strategisches Vorgehen der USA, erklärte Röttgen weiter. »Das ist ein erratisches Verhalten, ein widersprüchliches Verhalten.« Die Folge seien Unruhe und Panik an den Märkten.
Es zeige sich die Schwäche von Trumps Kriegsführung, sagte Röttgen dazu. Er spreche Drohungen aus und nehme sie dann mit einer Behauptung zurück, der die iranische Regierung auch noch widerspreche. »Also es sieht nicht gut aus für die Rolle von Trump hier.« Offenkundig gebe es für die Straße von Hormus kein strategisches Vorgehen der USA, erklärte Röttgen weiter. »Das ist ein erratisches Verhalten, ein widersprüchliches Verhalten.« Die Folge seien Unruhe und Panik an den Märkten.
Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rettungsdienst meldet sechs Verletzte nach iranischen Angriffen auf Tel Aviv
Mittlerweile ist klar, wie viele Menschen bei iranischen Angriffen auf die Küstenmetropole Tel Aviv verletzt wurden: Nach Angaben von Sicherheitskräften gibt es sechs Opfer. Die Betroffenen hätten leichte Blessuren erlitten, sie seien an vier verschiedenen Orten der Stadt verletzt worden, erklärte der Rettungsdienst Magen David Adom. Die Polizei erklärte, ihre Einsatzkräfte sowie Experten für Minenräumung seien an den Einschlagsorten unterwegs.
Das iranische Staatsfernsehen hatte zuvor einen erneuten Raketenangriff auf Israel bekannt gegeben – und erklärt, mehrere der Raketen hätten Israels Abwehrsysteme überwunden. Die israelische Armee schrieb ihrerseits, sie habe iranische Raketen geortet und arbeite daran, sie abzufangen.
Das iranische Staatsfernsehen hatte zuvor einen erneuten Raketenangriff auf Israel bekannt gegeben – und erklärt, mehrere der Raketen hätten Israels Abwehrsysteme überwunden. Die israelische Armee schrieb ihrerseits, sie habe iranische Raketen geortet und arbeite daran, sie abzufangen.
Mehrere Einschläge in Tel Aviv bei iranischem Raketenangriff
Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel hat es in der Küstenmetropole Tel Aviv nach Angaben von Sanitätern mehrere Einschläge gegeben. An vier Einschlagsorten seien sechs Menschen verletzt worden, berichtete der Rettungsdienst Magen David Adom nach Angaben des Nachrichtenportals »ynet«. Nach Polizeiangaben handelt es sich um den Einschlag von Raketentrümmern.
Videoaufnahmen zeigen, wie an einem Ort Rauch aufsteigt. Einwohner Tel Avivs berichteten, sie hätten starke Explosionsgeräusche gehört. Vorher hatte es in der Mittelmeerstadt erneut Raketenalarm gegeben.
Am Morgen hatte die Armee bereits auf X mitgeteilt, Rettungs- und Bergungskräfte seien auf dem Weg »zu Orten im Zentrum des Landes, an denen Opfer gemeldet wurden.«
Videoaufnahmen zeigen, wie an einem Ort Rauch aufsteigt. Einwohner Tel Avivs berichteten, sie hätten starke Explosionsgeräusche gehört. Vorher hatte es in der Mittelmeerstadt erneut Raketenalarm gegeben.
Am Morgen hatte die Armee bereits auf X mitgeteilt, Rettungs- und Bergungskräfte seien auf dem Weg »zu Orten im Zentrum des Landes, an denen Opfer gemeldet wurden.«
Rettungskräfte stehen in Tel Aviv am Ort eines Einschlags eines iranischen Geschosses. Foto: Oded Balilty / AP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Sechs Tote nach Luftangriff im Nordwesten Irans
Im Nordwesten Irans sind übereinstimmenden Medienberichten zufolge bei der Bombardierung eines Wohnviertels mindestens sechs Menschen getötet worden. Neun weitere Menschen seien bei dem Luftangriff in Tabris verletzt worden, meldeten iranische Medien. Betroffen war ein Stadtteil im Norden sowie ein Platz im Südwesten der iranischen Millionenmetropole. Nutzer in den sozialen Medien berichteten von schweren Explosionen in der Großstadt, die sich gegen zwei Uhr nachts ereigneten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Trump-Ultimatum gilt offenbar nur für iranische Energieanlagen
Mit einem Ultimatum wollte US-Präsident Trump die vollständige Öffnung der Straße von Hormus von Iran erzwingen. Am Montag lenkte er ein und verlängerte dieses – allerdings gilt die Zusage einem Bericht zufolge ausdrücklich nur für Angriffe auf iranische Energieanlagen. Militärische Ziele, Irans Marine, Raketen und die Rüstungsindustrie seien von dem Stopp ausgenommen und würden somit weiter angegriffen, zitierte das Nachrichtenportal »Semafor« einen US-Regierungsvertreter.
Trump hatte Teheran zunächst ein 48-stündiges Ultimatum gestellt, das ursprünglich in der Nacht zu Dienstag (MEZ) abgelaufen wäre. Am Montag verlängerte er die Frist aber um fünf Tage mit der Begründung, dass es zwischen den USA und namentlich nicht genannten Vertretern Irans produktive Gespräche im Hinblick auf eine Einigung gegeben habe. Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf dementierte Trumps Darstellung. Es habe keine Verhandlungen mit den USA gegeben, erklärte er auf X.
Trump hatte Teheran zunächst ein 48-stündiges Ultimatum gestellt, das ursprünglich in der Nacht zu Dienstag (MEZ) abgelaufen wäre. Am Montag verlängerte er die Frist aber um fünf Tage mit der Begründung, dass es zwischen den USA und namentlich nicht genannten Vertretern Irans produktive Gespräche im Hinblick auf eine Einigung gegeben habe. Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf dementierte Trumps Darstellung. Es habe keine Verhandlungen mit den USA gegeben, erklärte er auf X.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mehrere Einschläge in Tel Aviv bei iranischem Raketenangriff
Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel hat es in der Küstenmetropole Tel Aviv nach Angaben von Sanitätern mehrere Einschläge gegeben. An vier Einschlagsorten seien sechs Menschen verletzt worden, berichtete der Rettungsdienst Magen David Adom nach Angaben des Nachrichtenportals »ynet«. Nach Polizeiangaben handelt es sich um den Einschlag von Raketentrümmern.
Videoaufnahmen zeigen, wie an einem Ort Rauch aufsteigt. Einwohner Tel Avivs berichteten, sie hätten starke Explosionsgeräusche gehört. Vorher hatte es in der Mittelmeerstadt erneut Raketenalarm gegeben.
Am Morgen hatte die Armee bereits auf X mitgeteilt, Rettungs- und Bergungskräfte seien auf dem Weg »zu Orten im Zentrum des Landes, an denen Opfer gemeldet wurden«.
Videoaufnahmen zeigen, wie an einem Ort Rauch aufsteigt. Einwohner Tel Avivs berichteten, sie hätten starke Explosionsgeräusche gehört. Vorher hatte es in der Mittelmeerstadt erneut Raketenalarm gegeben.
Am Morgen hatte die Armee bereits auf X mitgeteilt, Rettungs- und Bergungskräfte seien auf dem Weg »zu Orten im Zentrum des Landes, an denen Opfer gemeldet wurden«.
Rettungskräfte stehen in Tel Aviv am Ort eines Einschlags eines iranischen Geschosses. Foto: Oded Balilty / AP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Armee meldet Opfer im Zentrum Israels
Bei Angriffen in Zentralisrael hat es offenbar mehrere Verletzte gegeben. »Rettungs- und Bergungskräfte des Heimatfrontkommandos sind auf dem Weg zu den Orten im Zentrum des Landes, an denen Opfer gemeldet wurden«, schrieb die israelische Armee auf X. Menschenansammlungen sollten in diesen Gebieten gemieden werden, hieß es.
Bislang ist unklar, wie schwer verletzt die Opfer sind und um wie viele genau es sich handeln soll. »Das Heimatschutzkommando ruft die Bevölkerung auf, die Anweisungen weiterhin zu befolgen« schrieb die Armee weiter.
Bislang ist unklar, wie schwer verletzt die Opfer sind und um wie viele genau es sich handeln soll. »Das Heimatschutzkommando ruft die Bevölkerung auf, die Anweisungen weiterhin zu befolgen« schrieb die Armee weiter.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen fordert Ende der Kampfhandlungen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ein Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten gefordert. »Es ist von größter Bedeutung, dass wir zu einer ausgehandelten Lösung kommen, die den Kampfhandlungen, die wir im Nahen Osten beobachten, ein Ende setzt«, sagte von der Leyen vor Journalisten während eines Besuchs in Canberra.
Von der Leyen verwies insbesondere auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges. »Wir alle spüren die Folgewirkungen auf die Gas- und Ölpreise in unseren Unternehmen und unseren Gesellschaften«, so die EU-Kommissionspräsidentin.
Von der Leyen verwies insbesondere auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges. »Wir alle spüren die Folgewirkungen auf die Gas- und Ölpreise in unseren Unternehmen und unseren Gesellschaften«, so die EU-Kommissionspräsidentin.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Amazon meldet Störungen am AWS-Standort Bahrain
Beim Cloudservice AWS von Amazon gibt es eine größere Störung am Standort Bahrain. AWS sei aufgrund des aktuellen Konflikts im Nahen Osten »beeinträchtigt«, hieß es von Amazon dazu. Eine Sprecherin erklärte auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters, die Störung sei auf Drohnenaktivitäten in der Region zurückzuführen. Das Unternehmen machte keine weiteren Angaben, etwa zum Ausmaß des Schadens oder zur voraussichtlichen Dauer.
AWS ist Amazons Cloud-Computing-Sparte und für den Betrieb vieler bekannter Websites und Regierungsbehörden unerlässlich. Sie ist zudem der wichtigste Gewinnbringer des Unternehmens.
AWS ist Amazons Cloud-Computing-Sparte und für den Betrieb vieler bekannter Websites und Regierungsbehörden unerlässlich. Sie ist zudem der wichtigste Gewinnbringer des Unternehmens.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iran meldet neue Angriffe auf Israel
Die iranischen Streitkräfte haben eine neue Salve von Raketen auf Israel abgefeuert. Die iranischen Raketen hätten »mehrere israelische Flugabwehrsysteme durchdrungen«, erklärte der staatliche iranische Fernsehsender Irib. Die israelische Armee erklärte, sie habe anfliegende iranische Raketen geortet und arbeite daran, sie abzufangen.
Raketen über Israel (am 18. März). Foto: Ohad Zwigenberg / AP / dpa
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Börse in Tokio legt nach Trumps Iranwende zu
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat nach der Verschiebung angedrohter Angriffe auf iranische Kraftwerke durch US-Präsident Donald Trump etwas an Boden gut gemacht. Rund eine Dreiviertelstunde nach Handelsbeginn notierte der Nikkei-225-Index ein Plus von 66,78 Punkten oder 1,36 Prozent beim Stand von 52.215,27 Punkten.
Trump hatte gedroht, iranische Kraftwerke anzugreifen, falls Teheran die Straße von Hormus nicht freigibt. Dass der US-Präsident davon vorerst absieht und den Ablauf seines Ultimatums um mehrere Tage verschob, ließ die Ölpreise sinken.
Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social von produktiven Gesprächen über eine Beilegung der Feindseligkeiten geschrieben. Iran dementiert allerdings Verhandlungen mit den USA (mehr dazu erfahren Sie hier). Das dämpfte die Stimmung am Markt etwas.
Trump hatte gedroht, iranische Kraftwerke anzugreifen, falls Teheran die Straße von Hormus nicht freigibt. Dass der US-Präsident davon vorerst absieht und den Ablauf seines Ultimatums um mehrere Tage verschob, ließ die Ölpreise sinken.
Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social von produktiven Gesprächen über eine Beilegung der Feindseligkeiten geschrieben. Iran dementiert allerdings Verhandlungen mit den USA (mehr dazu erfahren Sie hier). Das dämpfte die Stimmung am Markt etwas.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israel greift Ziele im Libanon an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Attacken zielten auf Infrastruktur der proiranischen Hisbollah-Miliz, hieß es. Zuvor hatte die Armee die Bewohner südlicher Vororte von Beirut zur Evakuierung aufgerufen.
Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von einer Reihe von Angriffen in dem Gebiet. In und um Beirut seien niedrig fliegende israelische Kampfflugzeuge zu hören gewesen. NNA meldete außerdem weitere israelische Angriffe im Südlibanon.
SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter war kürzlich in Beirut, seinen Bericht können Sie hier nachlesen: Libanon steht vor einer brutalen Wahl
Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von einer Reihe von Angriffen in dem Gebiet. In und um Beirut seien niedrig fliegende israelische Kampfflugzeuge zu hören gewesen. NNA meldete außerdem weitere israelische Angriffe im Südlibanon.
SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter war kürzlich in Beirut, seinen Bericht können Sie hier nachlesen: Libanon steht vor einer brutalen Wahl
Rauch über dem Süden Beiruts. Foto: Ibrahim Amro / AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mehrheit der Deutschen skeptisch bei Aufnahme weiterer iranischer Flüchtlinge
Die Eskalation im Irankrieg hat auch eine Diskussion über mögliche Flüchtlingsbewegungen aus der Region ausgelöst. In Deutschland sind 73 Prozent der Menschen der Meinung, dass ihr Land mit der Aufnahme weiterer iranischer Flüchtlinge nicht gut zurechtkommen würde. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag von »Stern« und RTL.
Demnach sind Anhänger der CDU/CSU mit 80 Prozent überwiegend dieser Meinung, unter den Wählern der AfD sind es 98 Prozent. Aber auch bei Anhängern der SPD (63 Prozent) und der Linken überwiegt die Skepsis. Allein Unterstützer der Grünen sehen den Angaben zufolge mehrheitlich in dieser Frage keine größeren Probleme auf Deutschland zukommen.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte für die repräsentative Erhebung am 19. und 20. März insgesamt 1000 Deutsche. Die mögliche Fehlerquote liegt bei plus oder minus drei Prozentpunkten. Mehr Hintergründe hier: Droht eine neue große Fluchtbewegung Richtung Europa?
Demnach sind Anhänger der CDU/CSU mit 80 Prozent überwiegend dieser Meinung, unter den Wählern der AfD sind es 98 Prozent. Aber auch bei Anhängern der SPD (63 Prozent) und der Linken überwiegt die Skepsis. Allein Unterstützer der Grünen sehen den Angaben zufolge mehrheitlich in dieser Frage keine größeren Probleme auf Deutschland zukommen.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte für die repräsentative Erhebung am 19. und 20. März insgesamt 1000 Deutsche. Die mögliche Fehlerquote liegt bei plus oder minus drei Prozentpunkten. Mehr Hintergründe hier: Droht eine neue große Fluchtbewegung Richtung Europa?
Trümmer in Teheran (am Montag). Foto: Fatemeh Bahrami / Anadolu Agency / Imago
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Selenskyj: Russland hilft Iran mit Geheimdienstinformationen
Der ukrainische Präsident wirft Russland vor, den Irankrieg durch die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zu verlängern. Es gebe weitere Belege dafür, dass Russland der iranischen Führung weiterhin mit Geheimdienstinformationen helfe, sagte Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft, er berief sich dabei auf den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Weitere Details nannte er nicht.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Leseempfehlung: Ein Sprücheklopfer als Kriegsherr
Haben die USA mit Iran verhandelt, wie Donald Trump behauptet? Die Börsen atmen auf, der Ölpreis stürzt ab, Teheran dementiert. Doch Experten halten einen Deal für denkbar – mit einem neuen Machthaber in Teheran. Hier geht’s zur Analyse von SPIEGEL-Korrespondent Claus Hecking.
Donald Trump am Flughafen Palm Beach: »Sie wollen unbedingt einen Deal machen, wir wollen einen Deal machen«. Foto: Mark Schiefelbein / AP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Netanyahu redet über Abkommen mit Iran – und will weiter angreifen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat in einer Videobotschaft die von den USA verkündeten Gespräche mit Iran kommentiert. »Präsident Trump ist überzeugt, dass es eine Chance gibt, die enormen Erfolge, die wir mit dem US-Militär erzielt haben, zu nutzen, um die Kriegsziele durch ein Abkommen zu verwirklichen – ein Abkommen, das unsere vitalen Interessen schützt«, sagte Netanyahu.
Israels Regierungschef sagte zugleich, dass die Angriffe auf Iran fortgesetzt würden: »Wir zerschlagen das Raketenprogramm und das Atomprogramm.« Israel werde außerdem weiterhin die Hisbollah-Miliz im Libanon bekämpfen. Trump hatte zuvor von »detaillierten und konstruktiven Gesprächen« mit der Islamischen Republik gesprochen – Iran dagegen dementierte jegliche Verhandlungen zwischen beiden Seiten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Klingbeil plädiert für Preisobergrenzen beim Benzin
SPD-Chef Lars Klingbeil will sich angesichts stark gestiegener Spritpreise infolge des Irankriegs an Maßnahmen in Luxemburg orientieren. »Wir sollten gerade mal genau gucken, was Luxemburg dort macht, die Preisgrenzen festlegen«, sagte Klingbeil in der ntv-Sendung »Pinar Atalay«.
In Luxemburg bestimmt das Wirtschaftsministerium Höchstpreise für Benzin, Diesel und Heizöl. Normalerweise werden die Preise etwa zweimal monatlich verändert – allerdings sind bei besonderen Marktschwankungen häufigere Neufestsetzungen üblich.
Mit Blick auf die besonders starken Preissprünge an deutschen Tankstellen im Vergleich zum europäischen Ausland sprach Klingbeil von einer »wahnsinnigen Abzocke«. Es werde immer offensichtlicher, dass die Mineralölkonzerne versuchten, jetzt mit dieser Kriegssituation Profit zu machen. »Und deswegen sind wir schon in der Pflicht, da politisch mit umzugehen.«
Tankstelle in München (am 20. März). Foto: Sven Simon / Imago
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Leseempfehlung: Trump sucht nach einem Ausweg. Aber zu welchem Preis?
Mit jedem weiteren Kriegstag wird klarer: Trump hat sich in Iran verrannt. Und wird früher oder später mit einem Regime verhandeln müssen, das radikaler und selbstbewusster ist denn je. Lesen Sie hier den Kommentar unseres Kollegen Maximilian Popp.
US-Präsident Trump: Hat sein Land in eine Sackgasse manövriert. Foto: Anna Moneymaker / Getty Images
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tausende Tote seit Kriegsbeginn
Weit über 4000 Menschen haben seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar ihr Leben verloren. Die Nachrichtenagentur Reuters hat die aktuell bekannten Todeszahlen aus allen am Krieg beteiligten Staaten recherchiert:
- In Iran sind nach einer Zählung der in den USA ansässigen Menschenrechtsgruppe HRANA bisher 3231 Menschen gestorben, darunter zahlreiche Zivilisten und Kinder. Die iranischen Behörden dagegen veröffentlichten bisher deutlich niedrigere Zahlen.
- Im Libanon sind durch israelische Angriffe bisher 1039 Menschen ums Leben gekommen, so die libanesischen Behörden.
- Mindestens 60 Tote meldet der Irak.
- Israel beklagt nach Angaben israelischer Rettungskräfte bisher 16 Tote durch iranischen Raketenbeschuss. Außerdem kamen vier palästinensische Frauen im Westjordanland bei einem Raketeneinschlag ums Leben. Zwei israelische Soldaten starben im Libanon, ein israelischer Landwirt im Norden des Landes wurde von fehlgeleiteter israelischer Artillerie getötet.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Britischer Zerstörer in Zypern eingetroffen
Drei Wochen nach dem Einschlag einer iranischen Drohne auf einem britischen Armeestützpunkt auf Zypern ist der Zerstörer HMS Dragon im östlichen Mittelmeer eingetroffen. Das gab das britische Verteidigungsministerium bekannt, meldet der »Guardian«.
Britischer Zerstörer HMS Dragon. Foto: Andrew Matthews/PA Wire/dpa
Die HMS Dragon werde ab Montagabend »in die operative Integration in die Verteidigung Zyperns eingebunden«, teilte Verteidigungsminister John Healey den Abgeordneten des Unterhauses mit. Außerdem seien britische Flugzeuge aktuell im Nahen Osten im Einsatz, um iranische Geschosse abzufangen.
Zuvor war die britische Regierung massiv kritisiert worden: Nach dem Drohnenangriff hatten Griechenland und Frankreich schnell zusätzliche Marineeinheiten nach Zypern verlegt, während Großbritannien zunächst zurückhaltend reagiert hatte.
Zuvor war die britische Regierung massiv kritisiert worden: Nach dem Drohnenangriff hatten Griechenland und Frankreich schnell zusätzliche Marineeinheiten nach Zypern verlegt, während Großbritannien zunächst zurückhaltend reagiert hatte.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Lufthansa-Airlines fliegen teilweise bis Herbst nicht nach Nahost
Die Airlines des Lufthansa-Konzerns meiden wegen des Irankriegs viele Ziele in Nahost noch für längere Zeit. Einzelne Flughäfen wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran sollen bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen werden, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilt. Es führt dafür Sicherheitsrisiken und betriebliche Gründe an.
Eine kürzere Frist wählt in dieser Flughafen-Gruppe nur die Direktflugtochter Eurowings, die Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April ausgesetzt hat. Die genannten Fristen gelten demnach für die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv sollen sie bis zum 31. Mai nicht anfliegen. Frachtflüge der Lufthansa Cargo und Eurowings-Passagierflüge in Israels Metropole pausieren zunächst bis zum 30. April.
Eine kürzere Frist wählt in dieser Flughafen-Gruppe nur die Direktflugtochter Eurowings, die Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April ausgesetzt hat. Die genannten Fristen gelten demnach für die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv sollen sie bis zum 31. Mai nicht anfliegen. Frachtflüge der Lufthansa Cargo und Eurowings-Passagierflüge in Israels Metropole pausieren zunächst bis zum 30. April.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
auch in den kommenden Stunden halten wir Sie über alle Entwicklungen rund um die Lage im Nahen Osten auf dem Laufenden. Die wichtigsten Ereignisse vom Montag können Sie hier nachlesen.
auch in den kommenden Stunden halten wir Sie über alle Entwicklungen rund um die Lage im Nahen Osten auf dem Laufenden. Die wichtigsten Ereignisse vom Montag können Sie hier nachlesen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mit Material der Agenturen