4. August FAZ (Wirtschaft)
Business-Ticker: Gewinn bei Lufthansa bricht wegen Kerosinkosten und Streiks ein
Business-Ticker : Gewinn bei Lufthansa bricht wegen Kerosinkosten und Streiks ein
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Eine Boeing 747 der Lufthansa steuert den Flughafen Frankfurt an: Der Gewinn des Kranich-Konzerns bricht ein.Lando Hass
Palantir mit 93 Prozent Umsatzplus +++ Zalando verfehlt Erwartungen +++ Continental profitiert von starkem Reifengeschäft +++ Nachfolger für Biontech-Gründer steht fest +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.
Gewinn bei Lufthansa bricht wegen Kerosinkosten und Streiks ein
Die mit dem Irankrieg gestiegenen Kerosinkosten und eine Woche Streik im April haben die Lufthansa im zweiten Quartal schwer belastet. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) brach um 56 Prozent auf 383 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Wegen der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Ölpreise und eines Trends zum sehr kurzfristigen Buchen schließt der MDax-Konzern einen operativen Gewinnrückgang im Gesamtjahr nicht mehr aus. Die Prognose änderte die Lufthansa auf eine Spanne von 1,7 bis 2,2 Milliarden nach 2,0 Milliarden Euro im Vorjahr. Bislang hatte sie das obere Ende angepeilt. Das Sitzplatzangebot der Airlines bleibt unverändert, statt um bis zu zwei Prozent zu steigen. Dabei spielt der Abbau von Kurzstreckenflügen durch die Schließung der Tochter Cityline eine Rolle.
Die Lufthansa verdiente von April bis Juni trotz eines Umsatzanstiegs um acht Prozent auf 11,1 Milliarden Euro weniger als erwartet: Analysten hatten einen Gewinnrückgang auf rund 400 Millionen Euro erwartet. Die höheren Kerosinpreise schlugen trotz umfangreicher Absicherung gegen Preisausschläge mit zusätzlichen Kosten von 750 Millionen Euro ins Kontor. Die sechs Streiktage der Cockpit-Beschäftigten im April belasteten das Ergebnis mit 150 Millionen Euro.
Die Lufthansa verdiente von April bis Juni trotz eines Umsatzanstiegs um acht Prozent auf 11,1 Milliarden Euro weniger als erwartet: Analysten hatten einen Gewinnrückgang auf rund 400 Millionen Euro erwartet. Die höheren Kerosinpreise schlugen trotz umfangreicher Absicherung gegen Preisausschläge mit zusätzlichen Kosten von 750 Millionen Euro ins Kontor. Die sechs Streiktage der Cockpit-Beschäftigten im April belasteten das Ergebnis mit 150 Millionen Euro.
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Schwieriges Marktumfeld: Gewinn von Evonik sinkt um ein Drittel
Der Spezialchemiekonzern Evonik sieht sich trotz Zuwächsen im zweiten Quartal in einem weiterhin schwierigen Umfeld. Wie bereits bekannt, profitierte der MDax-Konzern von Lieferengpässen der Konkurrenz aus Asien, die europäischen Anbietern zuvor das Leben zunehmend schwer gemacht hatte. Diese litt wegen des Iran-Krieges und der teilweisen Sperrung der Straße von Hormus unter Versorgungsproblemen bei Röhol. In diesem Umfeld konnte Evonik den Jahresgewinnausblick Ende Juni anheben. Vorstandschef Christian Kullmann betonte nun aber am Dienstag zur Vorlage der endgültigen Resultate des zweiten Quartals, dass er sich „über einen warmen Sommerregen“ freue, sich an den fundamentalen Problemen unserer Branche allerdings nichts geändert habe.
Bei einem Umsatzwachstum um 11 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro steigert Evonik das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Jahresvergleich um rund ein Viertel auf 630 Millionen Euro; Ende Juni war von 600 bis 650 Millionen die Rede gewesen. Der Gewinn unter dem Strich sank um fast ein Drittel auf 84 Millionen Euro. Wegen des schwierigen Umfelds setzt Evonik aktuell ein Effizienzprogramm um, inklusive Stellenabbau. 2026 strebt Kullmann einen bereinigten operativen Gewinn zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Euro an. Damit soll im laufenden Jahr nun in jedem Fall ein Anstieg erzielt werden nach rund 1,9 Milliarden Euro 2025.
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HSBC nimmt Aktienrückkäufe wieder auf – und steigert Gewinn um 23 Prozent
Europas größte Bank HSBC hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr dank höherer Zinsen und eines starken Vermögensverwaltungsgeschäfts um 23 Prozent gesteigert. Die britische Bank kündigte zudem an, den Rückkauf eigener Aktien wieder aufzunehmen und das bisherige Ziel bei den Einsparungen zu erhöhen. Im zweiten Quartal legte der Gewinn vor Steuern um 60 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar zu, wie das Geldhaus am Dienstag in Hongkong und London mitteilte. Die um Sonder- und Währungseffekte bereinigten Erträge stiegen um rund sieben Prozent auf 19 Milliarden Dollar (16,5 Mrd Euro). Damit übertraf die Bank die Erwartungen bei diesen beiden Kenngrößen.
HSBC-Chef Georges Elhedery geht außerdem jetzt davon aus, dass die jährlichen Kosten wegen des Sparkurses um 2 Milliarden Dollar sinken werden. Bisher hatte er mit 1,5 Milliarden Dollar gerechnet. Seit seinem Antritt an der HSBC-Spitze im Jahr 2024 hat Elhedery einen radikalen Umbau der Bank eingeleitet. Er strich tausende Jobs und stieß mehrere Geschäftsbereiche ab oder machte sie dicht. Die HSBC erzielt den größten Teil ihrer Erträge und Gewinne in Asien. Elhedery setzt auf den Ausbau des Geschäfts dort.
Zuletzt hatte die Bank in Hongkong die Komplettübernahme der dortigen Tochter für 14 Milliarden Dollar angekündigt. Deswegen kaufte die HSBC in den vergangenen Monaten keine eigenen Aktien zurück. Jetzt fühlt sich die Bank wieder mit genügend Kapital ausgestattet, um eigene Anteile vom Markt zu nehmen. Das neue Programm zum Aktienrückkauf hat ein Volumen von bis zu einer Milliarde Dollar.
HSBC-Chef Georges Elhedery geht außerdem jetzt davon aus, dass die jährlichen Kosten wegen des Sparkurses um 2 Milliarden Dollar sinken werden. Bisher hatte er mit 1,5 Milliarden Dollar gerechnet. Seit seinem Antritt an der HSBC-Spitze im Jahr 2024 hat Elhedery einen radikalen Umbau der Bank eingeleitet. Er strich tausende Jobs und stieß mehrere Geschäftsbereiche ab oder machte sie dicht. Die HSBC erzielt den größten Teil ihrer Erträge und Gewinne in Asien. Elhedery setzt auf den Ausbau des Geschäfts dort.
Zuletzt hatte die Bank in Hongkong die Komplettübernahme der dortigen Tochter für 14 Milliarden Dollar angekündigt. Deswegen kaufte die HSBC in den vergangenen Monaten keine eigenen Aktien zurück. Jetzt fühlt sich die Bank wieder mit genügend Kapital ausgestattet, um eigene Anteile vom Markt zu nehmen. Das neue Programm zum Aktienrückkauf hat ein Volumen von bis zu einer Milliarde Dollar.
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Continental profitiert von starkem Reifengeschäft und verdient mehr als erwartet
Der Reifenhersteller Continental hat im zweiten Quartal weiter vom guten Lauf bei großen und teuren Reifen gezehrt. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Konzern lag mit 570 Millionen um ein gutes Drittel über dem Wert ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte. Die Hannoveraner erzielten in der Reifensparte eine unerwartet starke operative Marge von 15,3 Prozent. Das war ein Plus von 3,2 Prozentpunkten und auch mehr, als Analysten dem Geschäft zugetraut hatten. Der höhere Anteil von großen Reifen sowie günstigere Preise für Rohmaterialien und geringere Zoll- und Wechselkurseffekte halfen.
Der Umsatz im Konzern sank vorwiegend wegen des erfolgten Verkaufs eines Unternehmensteils der Kunststofftechniksparte von 4,9 Milliarden Euro auf 4,4 Milliarden Euro. Der Nettogewinn sank um fast die Hälfte auf 274 Millionen Euro, weil unter anderem im vergangenen Herbst das gesamte Autozuliefergeschäft abgespalten worden war. Den Ausblick auf das Geschäftsjahr passte Conti nach der vereinbarten milliardenschweren Veräußerung der restlichen Kunststofftechniksparte Contitech an. Insgesamt soll der Umsatz 2026 zwischen 13,2 und 14,2 Milliarden Euro liegen, die bereinigte operative Marge bei 12,0 bis 13,5 Prozent.
Der Umsatz im Konzern sank vorwiegend wegen des erfolgten Verkaufs eines Unternehmensteils der Kunststofftechniksparte von 4,9 Milliarden Euro auf 4,4 Milliarden Euro. Der Nettogewinn sank um fast die Hälfte auf 274 Millionen Euro, weil unter anderem im vergangenen Herbst das gesamte Autozuliefergeschäft abgespalten worden war. Den Ausblick auf das Geschäftsjahr passte Conti nach der vereinbarten milliardenschweren Veräußerung der restlichen Kunststofftechniksparte Contitech an. Insgesamt soll der Umsatz 2026 zwischen 13,2 und 14,2 Milliarden Euro liegen, die bereinigte operative Marge bei 12,0 bis 13,5 Prozent.
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Zalando verfehlt Erwartungen und verringert Prognose
Zalando hat mit seinen Quartalsergebnissen die Markterwartungen verfehlt. Daraufhin äußerte sich Europas größter Online-Modehändler am Dienstag zurückhaltender zu den Aussichten für das Gesamtjahr. Das Wachstum des über die Plattform gehandelten Brutto-Warenvolumens (GMV) und des Konzernumsatzes werde voraussichtlich am unteren Ende der angepeilten Spanne von zwölf bis 17 Prozent liegen. Die Prognose für den operativen Gewinn engte das Unternehmen auf 680 bis 720 Millionen von zuvor 660 bis 740 Millionen Euro ein. „Die Konkretisierung der Jahresprognose spiegelt die Ergebnisse des ersten Halbjahres wider und keine geänderten Erwartungen für den Rest des Jahres.“
Im abgelaufenen Quartal wuchsen GMV und Umsatz jeweils um knapp 21 Prozent auf 4,92 beziehungsweise 3,42 Milliarden Euro. Wachstumstreiber war vor allem das Firmenkundengeschäft. Das bereinigte Betriebsergebnis verbesserte sich um rund zehn Prozent auf 204,8 Millionen Euro. Hierbei drückten die Kosten für die Integration des übernommenen Wettbewerbers About You auf die Marge.
Im abgelaufenen Quartal wuchsen GMV und Umsatz jeweils um knapp 21 Prozent auf 4,92 beziehungsweise 3,42 Milliarden Euro. Wachstumstreiber war vor allem das Firmenkundengeschäft. Das bereinigte Betriebsergebnis verbesserte sich um rund zehn Prozent auf 204,8 Millionen Euro. Hierbei drückten die Kosten für die Integration des übernommenen Wettbewerbers About You auf die Marge.
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Robert Dikomeit
KI-Datenfirma Palantir mit 93 Prozent Umsatzplus
Das Geschäft der für ihre Zusammenarbeit mit US-Sicherheitsbehörden bekannten Datenanalyse-Firma Palantir ist im vergangenen Quartal rasant gewachsen. Das KI-Unternehmen konnte den Umsatz im Jahresvergleich mit einem Plus von 93 Prozent fast verdoppeln. Mit Erlösen von knapp 1,94 Milliarden Dollar übertraf Palantir deutlich die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt eher mit 1,8 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Allein binnen drei Monaten wuchs der Umsatz um rund ein Fünftel.
Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als neun Prozent. Palantir hob die Umsatzprognose für das gesamte Jahr an und übertraf mit der Vorhersage für das laufende Quartal die Markterwartungen.
Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als neun Prozent. Palantir hob die Umsatzprognose für das gesamte Jahr an und übertraf mit der Vorhersage für das laufende Quartal die Markterwartungen.
Palantir ist auf die Auswertung großer Datenmengen spezialisiert und liefert unter anderem Software, mit der Geheimdienst- und Militär-Informationen analysiert werden.
Das aktuelle Wachstum kommt vor allem aus dem US-Geschäft. Die Erlöse im Heimatmarkt waren im vergangenen Vierteljahr mit 1,57 Milliarden Dollar mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Das Geschäft mit Regierungsbehörden wuchs um 90 Prozent auf 809 Millionen Dollar. Software von Palantir wird unter anderem vom Heimatschutzministerium und vom Pentagon eingesetzt – Medienberichten zufolge auch im Irankrieg. Das Geschäft mit Unternehmen in den USA stieg um 149 Prozent auf 764 Millionen Dollar.
Das aktuelle Wachstum kommt vor allem aus dem US-Geschäft. Die Erlöse im Heimatmarkt waren im vergangenen Vierteljahr mit 1,57 Milliarden Dollar mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Das Geschäft mit Regierungsbehörden wuchs um 90 Prozent auf 809 Millionen Dollar. Software von Palantir wird unter anderem vom Heimatschutzministerium und vom Pentagon eingesetzt – Medienberichten zufolge auch im Irankrieg. Das Geschäft mit Unternehmen in den USA stieg um 149 Prozent auf 764 Millionen Dollar.
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Nachfolger für Biontech-Gründer gefunden
Lange war unklar, wer in die Fußstapfen des Biontech-Gründers Uğur Şahin treten wird. Nun steht fest, dass der Manager Guido Oelkers den Posten als Vorstandsvorsitzender spätestens zum 1. Februar 2027 übernehmen wird, das hat das Mainzer Biotechnologieunternehmen am Montag verkündet. Er bringt 30 Jahre Erfahrung in der Pharmaindustrie mit. Oelkers wechselt von dem weltweit tätigen Biopharma-Unternehmen Swedish Orphan Biovitrum AB (Sobi), bei dem er seit 2017 als Geschäftsführer tätig war. Zuvor bekleidete er Führungspositionen in verschiedenen Unternehmen, darunter bis zum Jahr 1999 bei der Hoechst AG, anschließend bei der heute zu Sanofi gehörende Aventis Pharma S.A., dem schwedischen Dialysespezialisten Gambro AB sowie beim Medizinprodukthersteller BSN Medical Holding.
Mit der Einführung neuer Produkte auf dem US-Markt soll sich Oelkers auskennen. Die Mainzer erhoffen sich daher, dass der neue Chef die Kommerzialisierung ihrer Krebspipeline, insbesondere des Hoffnungsträgers Pumitamig, voranbringt. Der Wirkstoff soll gegen verschiedene Krebsarten, darunter Brustkarzinome, Darm- und Magenkrebs und zwei Varianten von Lungentumoren, eingesetzt werden. „Mein besonderer Fokus wird darauf liegen, das Unternehmen bis 2030 zu einem globalen biopharmazeutischen Unternehmen mit mehreren zugelassenen Produkten weiterzuentwickeln“, wird Oelkers in der Mitteilung des Unternehmens zitiert.
Die Biontech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci werden das Unternehmen bis Jahresende verlassen, um ein neues Start-up zu gründen. Dieses wird sich auf die Weiterentwicklung der sogenannten mRNA-Technologie, auf der unter anderem der Covid-19-Impfstoff basiert, fokussieren. Das hatte das Biotechnologieunternehmen im März bekanntgegeben. Für die Forschungschefin Türeci hat Biontech bisher noch keinen Nachfolger gefunden. Die Suche laufe aber nach Plan, heißt es vom Unternehmen. Gesucht würden Führungskräfte mit „herausragender medizinischer und wissenschaftlicher Expertise“ und einer „umfassenden Erfahrung“ in der spätklinischen Entwicklung. Ihr Ehemann Şahin zeigt sich über die Wahl seines Nachfolgers zufrieden: „Mit Guido Oelkers an der Unternehmensspitze bin ich zuversichtlich, dass Biontech in einer starken Position ist, um ihre Vision zu verwirklichen.“ Auch versichert Şahin für einen reibungslosen Übergang unterstützen zu wollen.
Mit der Einführung neuer Produkte auf dem US-Markt soll sich Oelkers auskennen. Die Mainzer erhoffen sich daher, dass der neue Chef die Kommerzialisierung ihrer Krebspipeline, insbesondere des Hoffnungsträgers Pumitamig, voranbringt. Der Wirkstoff soll gegen verschiedene Krebsarten, darunter Brustkarzinome, Darm- und Magenkrebs und zwei Varianten von Lungentumoren, eingesetzt werden. „Mein besonderer Fokus wird darauf liegen, das Unternehmen bis 2030 zu einem globalen biopharmazeutischen Unternehmen mit mehreren zugelassenen Produkten weiterzuentwickeln“, wird Oelkers in der Mitteilung des Unternehmens zitiert.
Die Biontech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci werden das Unternehmen bis Jahresende verlassen, um ein neues Start-up zu gründen. Dieses wird sich auf die Weiterentwicklung der sogenannten mRNA-Technologie, auf der unter anderem der Covid-19-Impfstoff basiert, fokussieren. Das hatte das Biotechnologieunternehmen im März bekanntgegeben. Für die Forschungschefin Türeci hat Biontech bisher noch keinen Nachfolger gefunden. Die Suche laufe aber nach Plan, heißt es vom Unternehmen. Gesucht würden Führungskräfte mit „herausragender medizinischer und wissenschaftlicher Expertise“ und einer „umfassenden Erfahrung“ in der spätklinischen Entwicklung. Ihr Ehemann Şahin zeigt sich über die Wahl seines Nachfolgers zufrieden: „Mit Guido Oelkers an der Unternehmensspitze bin ich zuversichtlich, dass Biontech in einer starken Position ist, um ihre Vision zu verwirklichen.“ Auch versichert Şahin für einen reibungslosen Übergang unterstützen zu wollen.
Guido Oelkers. dpa
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Shell verkauft europäisches Onshore-Geschäft an Total
Der britische Energiekonzern Shell verkauft sein europäisches Onshore-Geschäft mit erneuerbaren Energien an den französischen Konkurrenten Totalenergies. Die Transaktion umfasse Anlagen in Italien, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien, teilte Shell am Montag mit. Einen Kaufpreis nannte das Unternehmen nicht. Der Abschluss werde bis Ende 2026 erwartet.
Das Paket beinhaltet Totalenergies zufolge rund 500 Megawatt an in Betrieb oder im Bau befindlichen Solar- und Windkraftanlagen sowie eine Projektpipeline von 3,5 Gigawatt. Gleichzeitig kündigte TotalEnergies an, einen Anteil von 50 Prozent an einem weiteren europäischen Erneuerbaren-Portfolio mit einer Kapazität von 1,2 Gigawatt an den Finanzinvestor KKR zu veräußern. Dieses Portfolio werde mit 1,8 Milliarden Euro bewertet.
Die Verkäufe spiegeln die unterschiedlichen Strategien der beiden Konzerne wider: Shell-Chef Wael Sawan fährt seit seinem Amtsantritt vor drei Jahren die Investitionen in erneuerbare Energien zurück, um sich stärker auf das klassische Fördergeschäft sowie den Handel zu konzentrieren. Totalenergies erklärte seinerseits, die Transaktionen stünden im Einklang mit der Strategie, Kapazitäten in wichtigen Märkten aufzubauen und gleichzeitig bis zur Hälfte der eigenen Erneuerbaren-Bestände mit Gewinn zu veräußern. Der französische Konzern kommt in Europa bei erneuerbaren Energien auf eine installierte oder im Bau befindliche Kapazität von fast zehn Gigawatt.
Das Paket beinhaltet Totalenergies zufolge rund 500 Megawatt an in Betrieb oder im Bau befindlichen Solar- und Windkraftanlagen sowie eine Projektpipeline von 3,5 Gigawatt. Gleichzeitig kündigte TotalEnergies an, einen Anteil von 50 Prozent an einem weiteren europäischen Erneuerbaren-Portfolio mit einer Kapazität von 1,2 Gigawatt an den Finanzinvestor KKR zu veräußern. Dieses Portfolio werde mit 1,8 Milliarden Euro bewertet.
Die Verkäufe spiegeln die unterschiedlichen Strategien der beiden Konzerne wider: Shell-Chef Wael Sawan fährt seit seinem Amtsantritt vor drei Jahren die Investitionen in erneuerbare Energien zurück, um sich stärker auf das klassische Fördergeschäft sowie den Handel zu konzentrieren. Totalenergies erklärte seinerseits, die Transaktionen stünden im Einklang mit der Strategie, Kapazitäten in wichtigen Märkten aufzubauen und gleichzeitig bis zur Hälfte der eigenen Erneuerbaren-Bestände mit Gewinn zu veräußern. Der französische Konzern kommt in Europa bei erneuerbaren Energien auf eine installierte oder im Bau befindliche Kapazität von fast zehn Gigawatt.
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Sabrina Frangos
Insider: AstraZeneca prüft 400-Milliarden-Dollar-Fusion mit Bristol Myers
Der britische Pharmakonzern AstraZeneca und der US-Konkurrent Bristol Myers Squibb haben Insidern zufolge Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss geführt. Damit würde einer der weltweit größten Pharmakonzerne mit einem gemeinsamen Börsenwert von knapp 400 Milliarden Dollar (rund 345 Milliarden Euro) entstehen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Ob die Gespräche noch andauern, blieb zunächst unklar. AstraZeneca lehnte eine Stellungnahme ab, Bristol Myers Squibb war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.
Ein Abschluss dürfte auf erhebliche kartellrechtliche Hürden stoßen. Dem Insider zufolge gibt es Bedenken, wie die US-Wettbewerbsbehörden unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump die Transaktion bewerten könnten. Trump legt den Fokus auf heimische Investitionen und den Ausbau der US-Produktion. Bei einer Fusion würde faktisch ein britisches Unternehmen einen großen US-Pharmakonzern übernehmen. Zudem überschneiden sich die Portfolios beider Firmen stark: Sowohl AstraZeneca als auch Bristol Myers Squibb erzielen einen Großteil ihrer Umsätze mit Krebsmedikamenten, die teilweise direkt miteinander konkurrieren.
Für Bristol Myers Squibb könnte ein Zusammenschluss strategisch sinnvoll sein, da das Unternehmen in den kommenden Jahren mit massiven Umsatzeinbrüchen rechnen muss. Der Patentschutz für wichtige Medikamente wie das Krebsmittel Opdivo und den Blutverdünner Eliquis könnte bis 2028 auslaufen. AstraZeneca-Chef Pascal Soriot treibt derweil die Ausrichtung auf den US-Markt voran. Der Konzern, das nach Marktkapitalisierung zweitwertvollste börsennotierte Unternehmen Großbritanniens, hatte erst im Juni seine Notierung in New York aufgewertet. Dies galt als Rückschlag für den Finanzplatz London. AstraZeneca kommt aktuell auf einen Börsenwert von rund 196 Milliarden Pfund (rund 264 Milliarden Dollar), Bristol Myers Squibb auf rund 133 Milliarden Dollar.
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Sabrina Frangos
Blatt: Roboter-Startup Agile Robots will Umsatz verdoppeln
Das Münchner Roboter-Start-up Agile Robots rechnet im laufenden Jahr mit einer Umsatzverdopplung und peilt die Gewinnzone an. Die Erlöse sollen von 300 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf rund 600 Millionen Euro steigen, sagte Firmenchef Zhaopeng Chen in einem am Sonntag (Ortszeit) veröffentlichten Interview mit der Zeitung „Wall Street Journal“. Damit könnte das Unternehmen in zwei bis drei Jahren profitabel wirtschaften. Die entsprechenden Kundenverträge für das prognostizierte Wachstum seien unterzeichnet, erklärte er weiter.
Bislang hat das 2018 gegründete Unternehmen rund 1,5 Milliarden Dollar von Investoren unter der Führung des japanischen Technologieinvestors Softbank eingesammelt. Bei seiner Expansion setzt Agile Robots auf Industrieerfahrung, die durch mehr als ein Dutzend Firmenübernahmen ausgebaut wurde.
Bislang hat das 2018 gegründete Unternehmen rund 1,5 Milliarden Dollar von Investoren unter der Führung des japanischen Technologieinvestors Softbank eingesammelt. Bei seiner Expansion setzt Agile Robots auf Industrieerfahrung, die durch mehr als ein Dutzend Firmenübernahmen ausgebaut wurde.
Die Roboter von Agile Robots werden bereits in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Strategische Kooperationen gibt es unter anderem mit Tinavi aus China, die orthopädische Chirurgie-Roboter herstellen und dem Neurochirurgie-Roboter-Anbieter Remebot. Während das aktuelle Geschäft stark auf Industrierobotern fußt, arbeitet das Start-up zudem an humanoiden Robotern. Um deren Fähigkeiten bei der Entscheidungsfindung zu verbessern, ist Agile Robots in diesem Jahr eine Partnerschaft mit Google DeepMind eingegangen. Firmenchef Chen ist überzeugt, dass Roboter in Zukunft zu Konsumgütern werden. In zehn bis 15 Jahren werde der Anblick von humanoiden Robotern auf der Straße so alltäglich sein wie heute der von Autos, sagte er der Zeitung.
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Sabrina Frangos
Fielmann dämpft Erwartungen an Smartglasses
Smartglasses werden das Smartphone nach Einschätzung von Fielmann-Chef Marc Fielmann zumindest in den nächsten Jahren nicht ablösen. Es sei unwahrscheinlich, dass sich das in den nächsten zwei bis drei Jahren ändern werde, sagte der Vorstandsvorsitzende der Hamburger Augenoptiker-Kette in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.
Fielmann zufolge gehen manche Tech-Enthusiasten davon aus, dass die Smartglasses die Smartphones ersetzen werden. Auch der Facebook-Konzern Meta setze darauf. „Wenn Meta deutlich zweistellige Milliardenbeträge investiert, wettet Meta darauf, das Smartphone abzulösen.“
Smartglasses sind nach Beobachtung Fielmanns zwar ein anhaltender Trend. Sie könnten derzeit von der Anwenderzahl aber noch nicht mit anderen sogenannten Wearables wie AirPods und Smartwatches verglichen werden - eher mit einer Spezialkategorie wie der Sportsonnenbrille.
Fielmann verkaufe in rund 200 der ungefähr 1.300 Filialen weltweit Smartglasses, berichtete er. „Wenn die Nachfrage bombastisch wäre, würden wir sie natürlich überall anbieten.“ Tendenziell gebe es eine höhere Nachfrage in Großstädten und im Ausland - etwa in Spanien und den USA. Auch dort betreibt die Fielmann-Gruppe Niederlassungen.
Smartglasses sehen zunächst aus wie normale Brillen, sie sind aber zusätzlich je nach Modell mit leichten Kameras, Mikrofonen, Lautsprechern und Displays ausgestattet. Träger können mit solchen Brillen die Umgebung aufzeichnen Telefonate führen und Gespräche übersetzen lassen.
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Deutz darf Rüstungsunternehmen FFG kaufen
Der Motorenhersteller Deutz aus Köln hat grünes Licht für die Übernahme der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) bekommen. Das Bundeskartellamt hat die geplante Transaktion am Freitag im Vorprüfverfahren freigegeben.
Kartellamtschef Andreas Mundt bezeichnete die Übernahme als unproblematisch aus wettbewerblicher Sicht. „Zwar stärkt Deutz damit seine Rüstungssparte, die Tätigkeitsbereiche beider Unternehmen überschneiden sich aber nicht“, sagte er laut einer Pressemitteilung. Auch spiele FFG als Abnehmer von Motoren bislang keine bedeutende Rolle, sodass für andere Motorenhersteller kein wesentlicher Kunde wegfalle.
Deutz stellt vor allem starke Motoren für Traktoren oder Bagger her. Darüber hinaus kommen Deutz-Motoren und Generatoren laut Kartellamt für militärische Spezialfahrzeuge und die Stromversorgung des Militärs zum Einsatz.
Das Flensburger Rüstungsunternehmen FFG ist auf die Entwicklung, Fertigung und Instandhaltung von gepanzerten Ketten- und Radfahrzeugen spezialisiert. Unter anderem stellt FFG Module für den Kampfpanzer Leopard 2 her, die den Einsatz als Berge-, Pionier-, Minenräum- oder Brückenlegepanzer ermöglichen.
Kartellamtschef Andreas Mundt bezeichnete die Übernahme als unproblematisch aus wettbewerblicher Sicht. „Zwar stärkt Deutz damit seine Rüstungssparte, die Tätigkeitsbereiche beider Unternehmen überschneiden sich aber nicht“, sagte er laut einer Pressemitteilung. Auch spiele FFG als Abnehmer von Motoren bislang keine bedeutende Rolle, sodass für andere Motorenhersteller kein wesentlicher Kunde wegfalle.
Deutz stellt vor allem starke Motoren für Traktoren oder Bagger her. Darüber hinaus kommen Deutz-Motoren und Generatoren laut Kartellamt für militärische Spezialfahrzeuge und die Stromversorgung des Militärs zum Einsatz.
Das Flensburger Rüstungsunternehmen FFG ist auf die Entwicklung, Fertigung und Instandhaltung von gepanzerten Ketten- und Radfahrzeugen spezialisiert. Unter anderem stellt FFG Module für den Kampfpanzer Leopard 2 her, die den Einsatz als Berge-, Pionier-, Minenräum- oder Brückenlegepanzer ermöglichen.
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Commerzbank-Chefin Orlopp wirbt für „konstruktiven Dialog" mit Unicredit
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp wirbt im Übernahmekampf für konstruktive Gespräche mit der italienischen Großbank Unicredit. In einem bankintern verbreiteten Interview akzeptiert sie die baldige Führungsrolle der Italiener, die schon Zugriff auf fast die Hälfte der Commerzbank-Aktien haben. Doch auch bei einer Mehrheit auf der nächsten Hauptversammlung könne die Unicredit nicht allein über wesentliche Strukturmaßnahmen entscheiden. Zuerst hatte das „Handelsblatt“ berichtet.
„Es braucht zwischen unseren Häusern einen konstruktiven Dialog für einen wertschaffenden Weg nach vorn. Dazu gehört ein gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells und die Einbindung aller Stakeholder“, sagt die Chefin der zweitgrößten Privatbank in Deutschland. Man komme mit der stärksten Commerzbank der Geschichte an den Tisch und habe breiten Rückhalt bei Aufsichtsrat, Bundesregierung und Arbeitnehmern.
Die Vorstandschefin kündigt an: „Über die kommenden Wochen und Monate werden Commerzbank und Unicredit Gespräche führen, um Schritt für Schritt festzulegen, wie wir weitermachen. Das werden wir bei der Commerzbank im Schulterschluss mit dem Aufsichtsrat sowie den Arbeitnehmervertretern und im engen Austausch mit der Bundesregierung tun.“
Die Großbank Unicredit hat sich auf eine baldige Kontrollübernahme bei der Commerzbank eingestellt, für die eine Genehmigung durch die EZB erforderlich ist. Diese könnte nach Einschätzung der Italiener bereits im vierten Quartal dieses Jahres vorliegen.
„Es braucht zwischen unseren Häusern einen konstruktiven Dialog für einen wertschaffenden Weg nach vorn. Dazu gehört ein gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells und die Einbindung aller Stakeholder“, sagt die Chefin der zweitgrößten Privatbank in Deutschland. Man komme mit der stärksten Commerzbank der Geschichte an den Tisch und habe breiten Rückhalt bei Aufsichtsrat, Bundesregierung und Arbeitnehmern.
Die Vorstandschefin kündigt an: „Über die kommenden Wochen und Monate werden Commerzbank und Unicredit Gespräche führen, um Schritt für Schritt festzulegen, wie wir weitermachen. Das werden wir bei der Commerzbank im Schulterschluss mit dem Aufsichtsrat sowie den Arbeitnehmervertretern und im engen Austausch mit der Bundesregierung tun.“
Die Großbank Unicredit hat sich auf eine baldige Kontrollübernahme bei der Commerzbank eingestellt, für die eine Genehmigung durch die EZB erforderlich ist. Diese könnte nach Einschätzung der Italiener bereits im vierten Quartal dieses Jahres vorliegen.
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Schaeffler kappt mittelfristige Umsatzprognose wegen Elektroflaute
Der Herzogenauracher Auto- und Industriezulieferer Schaeffler rechnet wegen der schleppenden Umstellung der Autobranche auf Elektromobilität mittelfristig mit weniger Umsatz. Insgesamt werde im Geschäftsjahr 2028 nun mit Erlösen zwischen 24 und 26 Milliarden Euro gerechnet, das sind jeweils drei Milliarden Euro weniger als bislang vorhergesagt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der wichtigste Grund dafür ist die geringere Nachfrage nach Teilen für Elektroautos. So soll die Sparte E-Mobility nur noch auf Erlöse zwischen 6,25 und 7,25 Milliarden Euro kommen, statt der bislang erwarteten 8,25 bis 9 Milliarden Euro. Entsprechend schreibe der Bereich weiterhin Verluste, die bereinigte Ergebnismarge dürfte zwischen minus vier und null Prozent liegen. Besser laufen dürfte es dagegen im Geschäft mit Antriebskomponenten und vor allem im Ersatzteilgeschäft. Hier dürfte die Marge jeweils einen halben Prozentpunkt höher ausfallen als bislang angenommen.
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Puma bleibt in der Verlustzone
Der in einem Umbau befindliche Sportartikelhersteller Puma hat im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang sowie einen Verlust verzeichnet. Wie der Vorstandsvorsitzende Arthur Höld am Freitag mitteilte, werde nach einem soliden ersten Quartal und einem erwartungsgemäß schwächeren zweiten Quartal mit einer schrittweisen Verbesserung der Umsätze in der zweiten Jahreshälfte gerechnet. Er bestätigte den Ausblick, wonach der Umsatz im Gesamtjahr im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgehen werde.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet er weiterhin zwischen minus 50 und minus 150 Millionen Euro. Nach den ersten sechs Monaten beträgt der operative Verlust 1,3 Millionen Euro, womit das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 98 Prozent besser ausfällt.
Für Höld stand das zurückliegende Quartal im Zeichen des Umbaus: Es seien wichtige Schritte unternommen worden, um das Geschäftsmodell strukturell zu verbessern. Es seien Ineffizienzen abgebaut worden, die Kostenbasis optimiert und die Organisationsstruktur verbessert worden. "Zusammen mit unserem markenorientierten Ansatz bilden diese Veränderungen die Grundlage für zukünftiges Wachstum", sagte er.
Die Einbußen durch den Nahost-Konflikt und die erwarteten Zoll-Rückerstattungen aus den USA hielten sich in etwa die Waage. Im zweiten Quartal habe Puma 15,4 Millionen Euro zurückbekommen, im Juli weitere 33,8 Millionen. Um Wechselkurseffekte bereinigt sank der Umsatz in der ersten Jahreshälfte um fünf Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal sei die Konsumentennachfrage in wichtigen Märkten schwächer gewesen. Überdies nimmt Höld von Händlern unverkäufliche Ware zurück. Entsprechend sanken die Lagerbestände um 15 Prozent.
An der Börse kamen die Zahlen schlecht an: Der Puma-Aktienkurs gab um sechs Prozent nach. Die sinkenden Umsätze verdeutlichten die Schwierigkeit, die Attraktivität der Marke wieder zu steigern, urteilen die Analysten von Jefferies.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet er weiterhin zwischen minus 50 und minus 150 Millionen Euro. Nach den ersten sechs Monaten beträgt der operative Verlust 1,3 Millionen Euro, womit das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 98 Prozent besser ausfällt.
Für Höld stand das zurückliegende Quartal im Zeichen des Umbaus: Es seien wichtige Schritte unternommen worden, um das Geschäftsmodell strukturell zu verbessern. Es seien Ineffizienzen abgebaut worden, die Kostenbasis optimiert und die Organisationsstruktur verbessert worden. "Zusammen mit unserem markenorientierten Ansatz bilden diese Veränderungen die Grundlage für zukünftiges Wachstum", sagte er.
Die Einbußen durch den Nahost-Konflikt und die erwarteten Zoll-Rückerstattungen aus den USA hielten sich in etwa die Waage. Im zweiten Quartal habe Puma 15,4 Millionen Euro zurückbekommen, im Juli weitere 33,8 Millionen. Um Wechselkurseffekte bereinigt sank der Umsatz in der ersten Jahreshälfte um fünf Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal sei die Konsumentennachfrage in wichtigen Märkten schwächer gewesen. Überdies nimmt Höld von Händlern unverkäufliche Ware zurück. Entsprechend sanken die Lagerbestände um 15 Prozent.
An der Börse kamen die Zahlen schlecht an: Der Puma-Aktienkurs gab um sechs Prozent nach. Die sinkenden Umsätze verdeutlichten die Schwierigkeit, die Attraktivität der Marke wieder zu steigern, urteilen die Analysten von Jefferies.
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