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Donnerstag, 23. Juli 2026
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Verstoß gegen Digitalregeln: EU verhängt Rekordstrafe gegen Google

Medienspektrum

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23. Juli
Tagesschau

Verstoß gegen Digitalregeln: EU verhängt Rekordstrafe gegen Google

Verstoß gegen Digitalregeln EU verhängt Strafe von 890 Millionen Euro gegen Google Die EU-Kommission verhängt eine Strafe in Höhe von 890 Millionen Euro gegen Google. Die bekannte Suchmaschine bevorzuge die eigenen Angebote und etabliere unfaire Bedingungen im eigenen Play Store. Die insgesamt 890 Millionen Euro Strafe werden fällig, weil Google in mehreren Fällen gegen Europäische Digitalregeln verstößt. Zunächst - dafür werden 460 Millionen Euro Strafe verhängt - sei Google als marktbeherrschende Online-Plattform verpflichtet, die eigenen Dienste nicht gegenüber Diensten von Drittanbietern zu bevorzugen. Genau das tut Google aber nach den Analysen der EU-Kommission andauernd. Ein Beispiel: Bei der Suche nach einem WM-Spiel wurde häufig zuerst eine durch Google lizensierte Info-Box zu allem rund um das Spiel angezeigt, bevor andere unabhängige Websiten rund um das Sportereignis angeführt wurden. Ein Verstoß gegen die Europäischen Digitalregeln, denn nach dem Digital Markets Act (DMA) müssen transparente, faire und diskriminierungsfreie Kriterien für das Ranking in den Suchergebnissen angewendet werden. Google aber stellt seine eigenen lizenzierten Inhalte in Bereichen wie Sport, Übersetzungssoftware oder Dienstleistungen zur Hotel-, Restaurant-, Flug oder Bahnverbindungs-Suche in den Ergebnissen prominenter dar als andere. Das geschieht etwa durch verbesserte Darstellungen und Filter oder die Platzierung ganz oben auf der Suchergebnisseite. Außerdem können Nutzer nicht mehr daran gehindert werden, vorinstallierte Software oder Apps problemlos zu deinstallieren oder Anwendungen und App-Stores Dritter zu nutzen. Schließlich dürfen Gatekeeper personenbezogene Daten von Nutzern nicht mehr für gezielte Werbung zu nutzen, es sei denn, sie stimmen zu. Bei Verstößen gegen den DMA drohen als Sanktion Bußgelder von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes. Beim DSA können bis zu sechs Prozent fällig werden, wenn die Vorschriften nicht eingehalten werden. EU sanktioniert Verhalten im Google Playstore Kritikpunkt zwei der EU-Kommission ist Googles Gebaren im hauseigen App-Store, dem Google Play Store. Hier würden Europäische Verbraucherinnen und Verbraucher im Dunklen gehalten, dass sie etwa Features für beliebte Online-Games über externe Plattformen deutlich günstiger beziehen können als im Google Playstore selbst. Dafür wurden 430-Millionen-Euro-Strafe verhängt. Laut den Europäischen Digitalgesetzen muss es Entwicklern, die ihre Apps über den Google Play Store vertreiben, möglich sein, Kunden kostenlos über alternative, oft günstigere Angebote zu informieren. Außerdem müssen sie sie zu diesen Angeboten weiterleiten können, um dort Käufe zu tätigen, beispielsweise auf Websites oder in alternativen App-Stores. Der EU-Kommission zufolge hindert Google App-Entwickler aber daran, frei über Angebote zu kommunizieren und diese zu bewerben sowie Verträge mit Nutzern über Vertriebskanäle ihrer Wahl abzuschließen. Oder aber Google veranschlage für dieses Vorgehen eine Gebühr, die weit über das hinausgehen, was der DMA erlaubt. Google spricht von unfairem Wettbewerb Kent Walker, Präsident für globale Angelegenheiten und Chief Legal Officer bei Google und Alphabet, kritisiert die Brüsseler Entscheidung. "Diese Umsetzung des DMA macht zum wiederholten Mal täglich genutzte Dienste kaputt. Um die Vorgaben zu erfüllen, müssen wir Echtzeit-Suchfunktionen entfernen, die die Europäer schätzen, wie sofortige Preisangebote und direkte Verfügbarkeit von Hotels, Flügen und Restaurants." Ähnliche Nachbesserungen werden im Google Playstore fällig - zum Unverständnis des Konzerns. Das bedeute, "wir müssen Sicherheitsfunktionen bei Google Play abbauen. Das ist kein fairer Wettbewerb. Regulierung sollte Produkte verbessern und sie nicht schlechter machen." Laut EU-Kommission aber, die Transparenz und Wahlfreiheit der Verbraucher priorisiert, muss Google die Bevorzugung der eigene Dienste innerhalb von 60 Tagen abbauen. Andernfalls drohten regelmäßige Strafzahlungen in Höhe von bis zu 5 Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes.

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23. Juli
Süddeutsche Zeitung (Wirtschaft)

Wettbewerb: EU verhängt 890-Millionen-Euro-Strafe gegen Google

Die EU verhängt gegen Google wegen unfairer Geschäftspraktiken eine Strafe von 890 Millionen Euro. Der US-Konzern hat nach Ansicht der Europäischen Kommission mit seiner Suchmaschine sowie dem App-Marktplatz Google Play Wettbewerbsregeln verletzt und seine Konkurrenz widerrechtlich benachteiligt. Konkret wirft die Brüsseler Behörde dem US-Konzern laut Mitteilung vor, eigene Angebote wie Googles Sportergebnisse oder Hotelsuchen in den Suchergebnissen stärker in den Vordergrund zu stellen. Die eigenen Produkte würden zum Beispiel durch optisch hervorgehobene Darstellungen – etwa eingefärbte Boxen mit Spielpaarungen bei der WM – prominenter angezeigt als die der Konkurrenz, so die EU-Kommission. Zudem hindere der Online-Riese App-Entwickler bei Google Play zu sehr daran, günstigere Angebote auf anderen Plattformen zu bewerben – also etwa auf einen besseren Preis in einem anderen App-Store zu verweisen. Der US-Konzern kritisierte, die Entscheidung mache zum wiederholten Mal täglich genutzte Dienste kaputt. „Um die Vorgaben zu erfüllen, müssen wir Echtzeit-Suchfunktionen entfernen, die die Europäer schätzen, wie sofortige Preisangebote und direkte Verfügbarkeit von Hotels, Flügen und Restaurants“, teilte Google mit. Bei Google Play müssten zudem Sicherheitsfunktionen abgebaut werden. Leidtragende seien europäische Unternehmen und Verbraucher. „Regulierung sollte Produkte verbessern und sie nicht schlechter machen“, hieß es weiter. Mit der Strafe riskiert die EU-Kommission erneute Spannungen mit Washington. US-Präsident Donald Trump hatte die Digitalgesetze der Union in der Vergangenheit scharf kritisiert und mit Gegenmaßnahmen gedroht. Es ist nicht die erste Strafe der EU-Kommission gegen Google. Anfang Juli wurde eine Rekord-Wettbewerbsstrafe über 4,1 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Google hatte Herstellern und Mobilfunkanbietern auferlegt, ein Paket von Google-Apps auf Android-Geräten vorzuinstallieren, darunter der Browser Google Chrome und die Google-Suche. Den Großteil seiner Einnahmen erzielt Google über die Suchmaschine. Die EU-Kommission, die für die Einhaltung von Wettbewerbsregeln in der EU zuständig ist, sah darin einen Verstoß.

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23. Juli
ZDF heute

EU-Kommission verhängt 890-Millionen-Strafe gegen Google

Wettbewerbsverstöße:EU-Kommission verhängt 890-Millionen-Strafe gegen Google Die EU verhängt eine Strafe in Höhe von 890 Millionen Euro gegen Google. Als Grund nennt sie Wettbewerbsverstöße. Der US-Konzern kritisierte die Entscheidung. Die EU verhängt gegen Google wegen unfairer Geschäftspraktiken eine Strafe von 890 Millionen Euro. Der US-Konzern hat nach Ansicht der Europäischen Kommission mit seiner Suchmaschine sowie dem App-Marktplatz Google Play Wettbewerbsregeln verletzt und seine Konkurrenz widerrechtlich benachteiligt. Konkret wirft die Brüsseler Behörde dem US-Konzern laut Mitteilung vor, eigene Angebote wie etwa Googles Sportergebnisse oder Hotelsuche in den Suchergebnissen stärker in den Vordergrund zu stellen. Die eigenen Produkte würden zum Beispiel durch optisch hervorgehobene Darstellungen - etwa eingefärbte Boxen mit Spielpaarungen bei der WM - prominenter angezeigt als die der Konkurrenz, so die EU-Kommission. Zudem hindere der Online-Riese App-Entwickler bei Google Play zu sehr daran, günstigere Angebote auf anderen Plattformen zu bewerben - also etwa auf einen besseren Preis in einem anderen App-Store zu verweisen. Die EU-Kommission hat das Verhängen der Strafe gegen Google immer wieder aufgeschoben. Es bestehe Sorge, dass US-Präsident Trump "zurückschlägt", so ZDF-Korrespondent Röller. 23.07.2026 | 1:11 minKonflikt mit Trump? Mit der Strafe riskiert die EU-Kommission erneute Spannungen mit Washington. US-Präsident Donald Trump hatte die Digitalgesetze der Union in der Vergangenheit scharf kritisiert und mit Gegenmaßnahmen gedroht. Nach einer Milliardenstrafe im September 2025 gegen Google wegen Verstößen gegen Wettbewerbsregeln im Werbegeschäft drohte Trump sogar mit Zöllen. Der US-Präsident hatte die Entscheidung als nächsten Schlag gegen "ein großartiges amerikanisches Unternehmen" beklagt. Er werde sich gezwungen sehen, ein Verfahren für neue Zölle einzuleiten, wenn US-Konzerne weiter zur Kasse gebeten würden, schrieb Trump damals. Besonders brisant ist daher auch der Zeitpunkt der verhängten Strafe. Denn an diesem Freitag endet der zeitliche Rahmen für die von den USA erhobenen Einfuhrzölle. Theoretisch kann Trump das gleiche Handelsgesetz heranziehen, um auf Basis eines anderen Paragrafen neue Zölle zu verhängen. Der Europäische Gerichtshof hat die Rechtmäßigkeit einer Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission für Google bestätigt. Der Konzern muss nun 4,1 Milliarden Euro Strafe zahlen. 02.07.2026 | 1:37 minGoogle: Entscheidung macht Dienste kaputt Der US-Konzern kritisierte, die Entscheidung mache zum wiederholten Mal täglich genutzte Dienste kaputt. "Um die Vorgaben zu erfüllen, müssen wir Echtzeit-Suchfunktionen entfernen, die die Europäer schätzen, wie sofortige Preisangebote und direkte Verfügbarkeit von Hotels, Flügen und Restaurants", teilte Google mit. Bei Google Play müssten zudem Sicherheitsfunktionen abgebaut werden. Leidtragende seien europäische Unternehmen und Verbraucher. "Regulierung sollte Produkte verbessern und sie nicht schlechter machen", hieß es weiter. EU-Kommission verlangt Änderungen Neben der Strafzahlung verlangen die Brüsseler Wettbewerbshüter auch, dass Google seine Angebote anpasst. Zum einen müssten in den Suchergebnissen Drittanbieter-Dienste künftig fair und ohne Diskriminierung im Vergleich zu Googles Angeboten erscheinen. Die EU-Kommission begrüßte gleichzeitig, dass Google Änderungen an der Darstellung seiner eigenen Dienste in der Google-Suche vorgeschlagen habe und diese bereits teste. Zum anderen sollen App-Entwickler den Forderungen nach sowohl technisch als auch vertraglich die Möglichkeit bekommen, beim App-Marktplatz Google Play Angebote auf anderen Internetseiten oder App-Stores zu bewerben. Für die erstmalige Akquise eines neuen Kunden dürfe das US-Unternehmen dann zwar eine Gebühr verlangen. Sowohl die von Google angesetzte Höhe dieser Vermittlungsgebühr als auch die Dauer des Abrechnungszeitraums seien aber bisher nicht mit den EU-Regeln vereinbar gewesen. EU-Verfahren könnte wieder vor Gericht landen Google hat nun 60 Tage Zeit, die Änderungen umzusetzen. Ansonsten drohen dem US-Konzern regelmäßige Strafen von bis zu fünf Prozent des weltweiten Umsatzes. Google kann sich gegen die Strafe vor Gericht wehren. Zuletzt kam es nach ähnlichen Entscheidungen der EU-Kommission zu Gerichtsprozessen, die sich zum Teil über Jahre erstreckten. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr Nachrichten - Erwartungen an der Wall Street verfehlt:Tesla: Gewinneinbußen und höhere Kostenmit Video0:18 - EilmeldungWettbewerbsverstöße:EU-Kommission verhängt 890-Millionen-Strafe gegen Googlemit Video0:27 - LiveblogRussland greift die Ukraine an:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine - DFB lädt zu Pressekonferenz:Klopp wird offenbar am Freitag als Bundestrainer vorgestelltmit Video1:47 - Verletzung des "Digital Markets Act":Europäische Union will mit Bußgeld gegen Google durchgreifenvon Karen Grassmit Video0:27 - LiveblogAktuelle Entwicklungen :Iran-Krieg und Nahost-Konflikt: Alle Nachrichten im Liveblog - Urteil im Streit um "Heizungsgesetz":Verfassungsgericht: Kein "Tempolimit" bei Gesetzgebungvon Jan Henrichmit Video1:51 - Außenminister auf Afrikareise:Wadephul: Afrika als "Chancenkontinent" sehenmit Video5:54

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23. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Business-Ticker: EU verhängt 890-Millionen-Strafe gegen Google

Business-Ticker : EU verhängt 890-Millionen-Strafe gegen Google Lesezeit: Eine neue Geldbuße für den Google-Konzern.dpa Unicredit rechnet fest mit Commerzbank-Übernahme +++ Razzia in Zentrale der Deutschen Bank wegen Cum-Cum +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog. EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google Die EU verhängt gegen Google wegen unfairer Geschäftspraktiken eine Strafe von 890 Millionen Euro. Der US-Konzern hat nach Ansicht der Europäischen Kommission mit seiner Suchmaschine sowie dem App-Marktplatz Google Play Wettbewerbsregeln verletzt und seine Konkurrenz widerrechtlich benachteiligt. Mit der Strafe riskiert die EU-Kommission erneute Spannungen mit Washington. US-Präsident Donald Trump hatte die Digitalgesetze der Union in der Vergangenheit scharf kritisiert und mit Gegenmaßnahmen gedroht. Konkret wirft die Brüsseler Behörde dem US-Konzern laut Mitteilung vor, eigene Angebote wie etwa Googles Sportergebnisse oder Hotelsuche in den Suchergebnissen stärker in den Vordergrund zu stellen. Die eigenen Produkte würden zum Beispiel durch optisch hervorgehobene Darstellungen, etwa eingefärbte Boxen mit Spielpaarungen bei der WM, prominenter angezeigt als die der Konkurrenz, so die EU-Kommission nach einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA. Zudem hindere der Online-Riese App-Entwickler bei Google Play zu sehr daran, günstigere Angebote auf anderen Plattformen zu bewerben – also etwa auf einen besseren Preis in einem anderen App-Store zu verweisen. Der Google-Konzern kritisierte, die Entscheidung mache zum wiederholten Mal täglich genutzte Dienste kaputt. „Um die Vorgaben zu erfüllen, müssen wir Echtzeit-Suchfunktionen entfernen, die die Europäer schätzen, wie sofortige Preisangebote und direkte Verfügbarkeit von Hotels, Flügen und Restaurants“, teilte Google mit. Bei Google Play müssten zudem Sicherheitsfunktionen abgebaut werden. Leidtragende seien europäische Unternehmen und Verbraucher. „Regulierung sollte Produkte verbessern und sie nicht schlechter machen“, hieß es weiter.  Schon vor der Entscheidung in dem EU-Verfahren wurde darüber spekuliert, ob eine solche Strafe US-Präsident Trump verärgern und politische Folgen haben könnte. Die europäischen Digitalgesetze hatte seine Regierung besonders dann kritisiert, wenn die Brüsseler Behörde gegen US-Konzerne vorgegangen war. Nach einer Milliardenstrafe im September 2025 gegen Google wegen Verstößen gegen Wettbewerbsregeln im Werbegeschäft drohte Trump sogar mit Zöllen. Der US-Präsident hatte die Entscheidung als nächsten Schlag gegen „ein großartiges amerikanisches Unternehmen“ beklagt. Er werde sich gezwungen sehen, ein Verfahren für neue Zölle einzuleiten, wenn US-Konzerne weiter zur Kasse gebeten würden, schrieb Trump damals auf seiner Online-Plattform Truth Social. In der EU gilt die Google-Mutter Alphabet nach dem Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act, kurz DMA) als sogenannter Torwächter (Gatekeeper), stellt also mit seinen Angeboten ein wichtiges Zugangstor zu Verbraucherinnen und Verbrauchern dar. Nach dem DMA müssen Unternehmen wie Alphabet, Amazon oder Microsoft sich deshalb an besondere Pflichten halten, um einen fairen Wettbewerb auf digitalen Märkten sicherzustellen. Hintergrund ist die Befürchtung, dass manche große Plattform-Betreiber so mächtig geworden sind, dass sie ihre Marktposition zementieren könnten. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Unicredit rechnet fest mit Commerzbank-Übernahme und erhöht Gewinnziel Die italienische Großbank Unicredit rechnet fest mit einer Übernahme der Commerzbank. „Die Commerzbank entwickelt sich von einer attraktiven Finanzbeteiligung zu einer strategischen Transaktion mit substanziellem industriellen Wert durch die Umsetzung unserer bewährten Blaupause“, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Präsentation von Unicredit-Chef Andrea Orcel zu den Quartalszahlen. Mit den Genehmigungen der Aufseher sei vielleicht noch in diesem Jahr zu rechnen. Kurz danach werde man die Kontrolle über die Commerzbank übernehmen und die Strategie implementieren. Wenn nötig, werde Unicredit eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, heißt es in der Präsentation. Orcel hatte seine strategischen Pläne im April vorgestellt. Er will der Commerzbank das eigene Geschäftsmodell überstülpen. Das war sowohl beim Vorstand als auch beim Betriebsrat des Frankfurter Geldhauses, auf erbitterten Widerstand gestoßen und zog auch Kritik der Bundesregierung auf sich. Trotzdem sicherten sich die Italiener mit einem Tauschangebot fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile. Unicredit erklärte, man wolle sich konstruktiv mit der Bundesregierung, den Arbeitnehmervertretern und der Führung der polnischen Commerzbank-Tochter mBank ins Benehmen setzen. Ein Pflichtangebot für die mBank sei aber nicht nötig und derzeit auch nicht geplant, betonte Unicredit. Dieses wäre nach bisherigen Aussagen erst mit einer Beteiligung von 50 Prozent an der Commerzbank fällig. Orcel hatte seine strategischen Pläne im April vorgestellt. Er will der Commerzbank das eigene Geschäftsmodell überstülpen. Das war sowohl beim Vorstand als auch beim Betriebsrat des Frankfurter Geldhauses, auf erbitterten Widerstand gestoßen und zog auch Kritik der Bundesregierung auf sich. Trotzdem sicherten sich die Italiener mit einem Tauschangebot fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile. Unicredit erklärte, man wolle sich konstruktiv mit der Bundesregierung, den Arbeitnehmervertretern und der Führung der polnischen Commerzbank-Tochter mBank ins Benehmen setzen. Ein Pflichtangebot für die mBank sei aber nicht nötig und derzeit auch nicht geplant, betonte Unicredit. Dieses wäre nach bisherigen Aussagen erst mit einer Beteiligung von 50 Prozent an der Commerzbank fällig. Die Auswirkungen einer Commerzbank-Übernahme auf die Bilanz von UniCredit würden offenbar geringer ausfallen als gedacht. Die Mailänder Großbank rechne für diesen Fall mit einer harten Kernkapitalquote von rund 13 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als ohne die Commerzbank. Bisher hatte Orcel von einem Negativ-Effekt von rund 2,8 Prozentpunkten gesprochen, wenn UniCredit auch für die Risiken der Commerzbank vorsorgen müsse. Nun hat die Bank aber einen 4,75 Milliarden Euro schweren Aktienrückkauf gekippt. Die Übernahme werde schon in diesem und den beiden folgenden Jahren zu einem zweistelligen Gewinnwachstum führen. Aber auch ohne die Commerzbank rechnet Unicredit mit mehr Gewinn. Für das laufende Jahr schraubte Orcel die Prognose von „mindestens elf Milliarden Euro“ Nettogewinn auf „deutlich über elf Milliarden oder 11,5 Milliarden“ nach oben. Im zweiten Quartal sank der Nettogewinn um 13 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Dabei habe man sich die Absicherungsgeschäfte (Hedging) im Zuge der Commerzbank-Übernahme 245 Millionen Euro kosten lassen. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem Nettogewinn von 2,84 Milliarden Euro gerechnet. Für 2028 sagt Unicredit - die Commerzbank-Zahlen noch nicht eingerechnet - nun einen Gewinn von mehr als 13 Milliarden, für 2030 von mehr als 15 Milliarden Euro voraus. Aber auch ohne die Commerzbank rechnet Unicredit mit mehr Gewinn. Für das laufende Jahr schraubte Orcel die Prognose von „mindestens elf Milliarden Euro“ Nettogewinn auf „deutlich über elf Milliarden oder 11,5 Milliarden“ nach oben. Im zweiten Quartal sank der Nettogewinn um 13 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Dabei habe man sich die Absicherungsgeschäfte (Hedging) im Zuge der Commerzbank-Übernahme 245 Millionen Euro kosten lassen. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem Nettogewinn von 2,84 Milliarden Euro gerechnet. Für 2028 sagt Unicredit - die Commerzbank-Zahlen noch nicht eingerechnet - nun einen Gewinn von mehr als 13 Milliarden, für 2030 von mehr als 15 Milliarden Euro voraus. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sartorius entschädigt Kunden für US-Zölle – Jahresziele bestätigt Der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius hat seine Kunden für unrechtmäßig gezahlte US-Zölle kompensiert, was das ausgewiesene Umsatzwachstum im ersten Halbjahr dämpfte. Der Dax-Konzern verbuchte in den ersten sechs Monaten ein nominales Umsatzplus von 2,5 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ohne die Kompensationszahlungen und bereinigt um Wechselkurseffekte hätte das Plus bei 7,7 Prozent gelegen. „Mit Blick auf die US-Zollrückzahlungen, bei denen Zeitpunkt und Höhe lange ungewiss waren, ist es gut, nun mehr Klarheit zu haben – trotz des nicht operativen Effekts auf unsere berichteten Zahlen“, erläuterte Konzernchef Michael Grosse. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte den Großteil der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle für unzulässig erklärt. Operativ legte der Dax-Konzern zu: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um knapp vier Prozent auf 548 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich um einen halben Prozentpunkt auf 30,3 Prozent, was im Rahmen der Analystenerwartungen lag. Unter dem Strich stand ein leicht höherer Nettogewinn von 172 Millionen Euro. An seiner Prognose für das Gesamtjahr hielt Sartorius fest. Grosse zeigte sich angesichts der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung und der sich verbessernden Lage auf den Endmärkten optimistisch. Für 2026 rechnet der Vorstand weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von fünf bis neun Prozent und einer operativen Ebitda-Marge von etwas über 30 Prozent. Operativ legte der Dax-Konzern zu: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um knapp vier Prozent auf 548 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich um einen halben Prozentpunkt auf 30,3 Prozent, was im Rahmen der Analystenerwartungen lag. Unter dem Strich stand ein leicht höherer Nettogewinn von 172 Millionen Euro. An seiner Prognose für das Gesamtjahr hielt Sartorius fest. Grosse zeigte sich angesichts der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung und der sich verbessernden Lage auf den Endmärkten optimistisch. Für 2026 rechnet der Vorstand weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von fünf bis neun Prozent und einer operativen Ebitda-Marge von etwas über 30 Prozent. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Roche machen weiter Währungseffekte zu schaffen Der starke Schweizer Franken hat das Wachstum von Roche im ersten Halbjahr gebremst. Der Umsatz fiel in der Berichtswährung um zwei Prozent auf 30,36 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Währungsbereinigt wuchsen die Erlöse dagegen um sechs Prozent. Der Währungsdruck ließ zuletzt spürbar nach, nachdem der Umsatz im ersten Quartal in Franken noch um fünf Prozent gesunken war. Analysten hatten mit einem Umsatz von 30,3 Milliarden Franken gerechnet. Der Kerngewinn je Aktie sank im Halbjahr um zwei Prozent auf 10,85 Franken, legte währungsbereinigt jedoch um neun Prozent zu. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Basler Konzern. Roche rechnet weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich und einem Gewinnwachstum im hohen einstelligen Bereich.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Daimler Truck erhöht trotz Rückgängen Umsatz- und Gewinnprognose Der Nutzfahrzeug-Hersteller Daimler Truck hat trotz eines erneuten Umsatz- und Gewinnrückgangs im zweiten Quartal die Prognose für das laufende Jahr erhöht. Grund für die Erhöhung sind die aktualisierten US-Zollregelungen und ein höherer erwarteter Absatz in Nordamerika. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll der erhöhten Prognose zufolge im laufenden Jahr zwischen 3,6 und 4,1 Milliarden Euro liegen. Damit wurde die Spanne um jeweils 400 Millionen erhöht. Beim Umsatz liegt das Mittel der neuen Zielspanne zudem über der bisherigen durchschnittlichen Analystenprognose. Beim Umsatz im Industriegeschäft – also ohne Finanzdienstleistungen – wurde die Zielspanne um eine Milliarde Euro auf 43 bis 47 Milliarden Euro erhöht. Hier liegt die Mitte der neuen Spanne leicht unter der bisherigen Durchschnittsprognose der Experten. 2025 hatte Daimler Truck im Industriegeschäft knapp 46 Milliarden Euro umgesetzt und dabei operativ 3,8 Milliarden Euro verdient. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll der erhöhten Prognose zufolge im laufenden Jahr zwischen 3,6 und 4,1 Milliarden Euro liegen. Damit wurde die Spanne um jeweils 400 Millionen erhöht. Beim Umsatz liegt das Mittel der neuen Zielspanne zudem über der bisherigen durchschnittlichen Analystenprognose. Beim Umsatz im Industriegeschäft – also ohne Finanzdienstleistungen – wurde die Zielspanne um eine Milliarde Euro auf 43 bis 47 Milliarden Euro erhöht. Hier liegt die Mitte der neuen Spanne leicht unter der bisherigen Durchschnittsprognose der Experten. 2025 hatte Daimler Truck im Industriegeschäft knapp 46 Milliarden Euro umgesetzt und dabei operativ 3,8 Milliarden Euro verdient. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Ian Liesch Mobilfunker O2 beschließt Abbau von jeder sechsten Stelle Der Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica möchte in Deutschland jede sechste Stelle abbauen. Wie die Tochter des spanischen Telefónica-Konzerns in München mitteilte, soll die Anzahl der Vollzeitstellen bis Ende dieses Jahres um bis zu 1.100 sinken. Für die Beschäftigten liegen nun Abfindungen und andere Angebote bereit, damit sie freiwillig gehen. Im Januar hatte die Firma 6.820 Vollzeitstellen.  Außerdem soll die Anzahl der aktuell rund 800 O2-Shops ebenfalls bis zum Jahresende um 60 sinken - betroffen sind eigene Standorte und nicht die Standorte von Franchise-Partnern. Die Kosten der Restrukturierung sollen sich auf 265 Millionen Euro belaufen, entsprechende Rückstellungen werden gebildet. Mit den Maßnahmen sichere man die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Telefónica Deutschland, sagt Deutschlandchef Santiago Argelich Hesse. „Wir vereinfachen die Organisation, bündeln Tätigkeiten und intensivieren den Einsatz Künstlicher Intelligenz in zentralen Abläufen.“ Mit den Maßnahmen sichere man die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Telefónica Deutschland, sagt Deutschlandchef Santiago Argelich Hesse. „Wir vereinfachen die Organisation, bündeln Tätigkeiten und intensivieren den Einsatz Künstlicher Intelligenz in zentralen Abläufen.“ Nächstes Jahr sollen die Kürzungen und Kostensenkungen weitergehen. Man wolle die Organisation bis 2028 „bedarfsgerecht weiter verschlanken“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Dann wird der Rotstift vor allem beim Personal von Callcentern angesetzt. Für die zweite Sparrunde werden Rückstellungen von bis zu 155 Millionen Euro gebildet. Sind beide Phasen der Kostensenkungen umgesetzt, möchte das Unternehmen von 2028 an seine jährlichen Kosten um etwa 185 Millionen Euro gesenkt haben.  O2 Telefónica hatte seinen größten Kunden verloren: 1&1 nutzte jahrelang das O2-Netz und zahlte dafür Miete, inzwischen ist die Firma mit ihren 12 Millionen Handykunden zum Konkurrenten Vodafone gewechselt. Dadurch bekam O2 deutlich weniger Geld in die Kasse. Der langjährige Firmenchef Markus Haas nahm Ende vergangenen Jahres den Hut. Anfang 2026 übernahm der Deutsch-Spanier Argelich Hesse das Ruder, um den Laden wieder flottzubekommen. O2 Telefónica hatte seinen größten Kunden verloren: 1&1 nutzte jahrelang das O2-Netz und zahlte dafür Miete, inzwischen ist die Firma mit ihren 12 Millionen Handykunden zum Konkurrenten Vodafone gewechselt. Dadurch bekam O2 deutlich weniger Geld in die Kasse. Der langjährige Firmenchef Markus Haas nahm Ende vergangenen Jahres den Hut. Anfang 2026 übernahm der Deutsch-Spanier Argelich Hesse das Ruder, um den Laden wieder flottzubekommen. Laut Bundesnetzagentur erreichte O2 Telefónica im Dezember 88,6 Prozent der Fläche Deutschlands mit seinem 4G-Netz und 76,2 Prozent der Fläche mit 5G. Der Abstand zur Telekom, deren Flächenabdeckung den Zahlen zufolge besser ist, hat sich damit deutlich verringert. Die Abdeckung der Telekom liegt bei 92,5 Prozent (4G) und 87,9 Prozent (5G). Vodafone kommt auf 91,7 Prozent bei 4G und 75,7 Prozent bei 5G. Das Hauptgeschäft von O2 ist der Mobilfunk. Die Firma verkauft zwar auch Verträge für Festnetz-Internet, dafür nutzt sie aber das Netz von Konkurrenten - Festnetz ist eher ein Nebengeschäft für O2. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Cum-Ex-Whistleblower Seith muss erneut vor Schweizer Gericht Der in Deutschland als Cum-Ex-Whistleblower gefeierte Stuttgarter Anwalt Eckart Seith soll sich in der Schweiz erneut vor Gericht verantworten. Das Bundesgericht in Lausanne hat die Beschwerde der Oberstaatsanwalt von Zürich gegen ein früheres Urteil stattgegeben und den Fall erneut an das dortige Obergericht verwiesen. Seith zeigte sich in einer ersten Reaktion ungerührt. Er sei nicht überrascht, sagte er der dpa. Die Schweizer hatten Seith Wirtschaftsspionage vorgeworfen, weil er deutschen Behörden Schweizer Bankdokumente präsentierte, die die Verfahren um die illegalen Cum-Ex-Geschäfte maßgeblich ins Rollen brachten. Mit ihm waren zwei deutsche ehemalige Mitarbeiter der Bank J. Safra Sarasin angeklagt. Das Verfahren begann in Zürich 2019 und ging durch mehrere Instanzen. Es wurde 2024 eingestellt, weil der zuerst ermittelnde Staatsanwalt nicht unvoreingenommen gewesen sei, hieß es zur Begründung. Das akzeptierte die Oberstaatsanwaltschaft nicht. Das Bundesgericht gab ihr nun Recht. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass die Weitergabe interner Schweizer Bankdokumente an deutsche Behörden wirtschaftlicher Nachrichtendienst ist, unabhängig davon, dass damit schwere Straftaten aufgedeckt wurden. Banken gelten nach Schweizer Gesetz als Geheimnisträger, die vertrauliche Dokumente nicht weitergeben dürfen. Seith hatte als Anwalt des Drogerieunternehmers Erwin Müller, der bei illegalen Cum-Ex-Geschäften seiner Schweizer Bank Millionen verloren hatte, mit solchen Dokumenten zur Aufarbeitung eines Milliardenbetrugs gegen den deutschen Staat und andere Länder beigetragen. „Die Aufklärung schwerer Straftaten auch durch Geheimnisträger ist von der europäischen Rechtsordnung gewünscht und gedeckt“, sagte Seith der dpa. „Ich erwarte nicht, dass die Schweiz sich außerhalb der europäischen Rechtsordnung stellt.“ Bei den Cum-Ex-Geschäften sind Aktien rund um den Dividendenstichtag so schnell hin- und hergeschoben worden, das die Behörden den Überblick verloren und Beteiligte sich Kapitalertragsteuer erstatten ließen, die sie vorher gar nicht gezahlt hatten. In den vergangenen Jahren sind mehrere Beteiligte von deutschen Gerichten zu Haftstrafen verurteilt worden. Die Schweizer hatten Seith Wirtschaftsspionage vorgeworfen, weil er deutschen Behörden Schweizer Bankdokumente präsentierte, die die Verfahren um die illegalen Cum-Ex-Geschäfte maßgeblich ins Rollen brachten. Mit ihm waren zwei deutsche ehemalige Mitarbeiter der Bank J. Safra Sarasin angeklagt. Das Verfahren begann in Zürich 2019 und ging durch mehrere Instanzen. Es wurde 2024 eingestellt, weil der zuerst ermittelnde Staatsanwalt nicht unvoreingenommen gewesen sei, hieß es zur Begründung. Das akzeptierte die Oberstaatsanwaltschaft nicht. Das Bundesgericht gab ihr nun Recht. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass die Weitergabe interner Schweizer Bankdokumente an deutsche Behörden wirtschaftlicher Nachrichtendienst ist, unabhängig davon, dass damit schwere Straftaten aufgedeckt wurden. Banken gelten nach Schweizer Gesetz als Geheimnisträger, die vertrauliche Dokumente nicht weitergeben dürfen. Seith hatte als Anwalt des Drogerieunternehmers Erwin Müller, der bei illegalen Cum-Ex-Geschäften seiner Schweizer Bank Millionen verloren hatte, mit solchen Dokumenten zur Aufarbeitung eines Milliardenbetrugs gegen den deutschen Staat und andere Länder beigetragen. „Die Aufklärung schwerer Straftaten auch durch Geheimnisträger ist von der europäischen Rechtsordnung gewünscht und gedeckt“, sagte Seith der dpa. „Ich erwarte nicht, dass die Schweiz sich außerhalb der europäischen Rechtsordnung stellt.“ Bei den Cum-Ex-Geschäften sind Aktien rund um den Dividendenstichtag so schnell hin- und hergeschoben worden, das die Behörden den Überblick verloren und Beteiligte sich Kapitalertragsteuer erstatten ließen, die sie vorher gar nicht gezahlt hatten. In den vergangenen Jahren sind mehrere Beteiligte von deutschen Gerichten zu Haftstrafen verurteilt worden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Razzia in Zentrale der Deutschen Bank wegen Cum-Cum Auf der Suche nach Beweisen für fragwürdige Aktiengeschäfte aus früheren Postbank-Zeiten haben Ermittler die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt durchsucht. „Wir bestätigen, dass in den Geschäftsräumen der Deutschen Bank eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Düsseldorf durchgeführt wird“, teilte ein Sprecher des größten deutschen Geldhauses in Frankfurt auf Anfrage mit. „Hierbei geht es nach unserer Kenntnis um Geschäfte der Postbank aus den Jahren 2008 bis 2010.“ Berichten von „Welt“ und „Business Insider“ sowie „Süddeutscher Zeitung“, WDR und NDR zufolge drehen sich die Ermittlungen um den Verdacht der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Cum-Geschäften, bei denen Akteure im In- und Ausland Aktien deutscher Unternehmen rund um den Dividendenstichtag hin- und herschoben: Aktien wurden zeitweise an inländische Banken oder Fonds übertragen, die sich - anders als ausländische Anleger - die fällige Kapitalertragsteuer erstatten lassen konnten. Cum-Cum-Geschäfte gelten als großer Bruder der Cum-Ex-Aktiendeals. Während es bei Cum-Ex um die Erstattung gar nicht gezahlter Kapitalertragsteuern ging, generierten Banken bei Cum-Cum-Deals Steuervorteile für ausländische Inhaber deutscher Aktien. Dem Fiskus entstand geschätzt ein Schaden von 28 Milliarden Euro - weit höher als bei Cum-Ex-Geschäften. Nach Informationen von „SZ“, NDR und WDR führt die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft im konkreten Fall zehn ehemalige Topmanager der Postbank als Beschuldigte. Sie sollen dafür verantwortlich sein, dass die Postbank falsche oder unvollständige Körperschaftsteuererklärungen abgegeben hat. Die Fahnder gehen demnach von einem Schaden von mehr als 350 Millionen Euro aus. Die Deutsche Bank ist in diesem Fall als Rechtsnachfolgerin der Postbank Ziel von Durchsuchungen. Der Dax-Konzern war 2008 bei dem Bonner Institut eingestiegen, hatte sich 2010 die Aktienmehrheit gesichert und schließlich 2018 die Postbank vollständig rechtlich integriert. Die Deutsche Bank sicherte zu, „vollumfänglich“ mit den Behörden zusammenzuarbeiten. „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns darüber hinaus nicht äußern.“  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen China wettert gegen EU-Strafe für AliExpress China hat die Millionenstrafe der EU gegen den Online-Marktplatz AliExpress scharf kritisiert. China äußere „starke Unzufriedenheit und ernste Besorgnis“, teilte das Handelsministerium in Peking mit. Man lehne es entschieden ab, dass die EU unter Berufung auf die Plattformregulierung digitale Barrieren errichte und chinesische E-Commerce-Unternehmen mit diskriminierenden Maßnahmen in ihrem normalen Geschäftsbetrieb in Europa einschränke und unter Druck setze. China werde chinesische Unternehmen dabei unterstützen, ihre Rechte zu verteidigen. Zudem werde die chinesische Regierung wirksame Maßnahmen ergreifen, um deren Interessen zu schützen. Die EU hatte eine Millionenstrafe gegen den Online-Marktplatz AliExpress wegen des Verkaufs illegaler Produkte verhängt. Der chinesische Online-Riese muss 550 Millionen Euro zahlen, unter anderem weil gefälschte Kleidung, unsicheres Spielzeug und gefährliche Kosmetika widerrechtlich wochenlang nicht von der Plattform genommen wurden, wie die Europäische Kommission mitteilte. Nach Ansicht der EU-Kommission hat das Unternehmen nicht genug getan, um die Verbraucher in der EU vor illegalen Produkten zu schützen. Die Händler, die von AliExpress eigentlich für den Verkauf illegaler Produkte auf der Online-Plattform bestraft werden sollten, kamen nach Ansicht der EU-Kommission zum Teil davon. Sie hätten ihr Geschäft oft weiterbetreiben können, hieß es.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Trump droht mit Zöllen auf Arznei-Generika ab Sommer 2028 US-Präsident Donald Trump will mit der Androhung von neuen Zöllen Arzneimittelfirmen dazu drängen, Medikamente in den USA zu produzieren. Ab Sommer 2028 sollen zunächst für ein Jahr Sonderabgaben in Höhe von 100 Prozent auf sogenannten Generika fällig werden, danach soll der Wert auf 200 Prozent steigen, wie Trump auf der Plattform Truth Social ankündigte. Generika sind Medikamente, die Marken-Präparaten gleichen, aber meist deutlich günstiger sind. Trump betonte in seinem Post auch, dass bis Sommer 2028 weiterhin keine Zölle für Generika erhoben würden. Diese Zeitspanne sollen Firmen nach seinem Willen dazu nutzen, um ihre Produktion von Generika in die USA zurückzuverlagern. Wer sich dagegen entscheide, Produktionsstätten in den USA zu errichten, werde bestraft, drohte Trump, ohne Einzelheiten zu nennen. Auf welche gesetzliche Grundlage er sich bei den angedrohten Zöllen berufen will, ließ der Republikaner in seinem Post ebenfalls offen. Mit der neuen Drohung verschärft der US-Präsident den Druck auf Arzneimittelhersteller außerhalb der USA. Bereits im Frühjahr hatte Trump einen 100-Prozent-Zoll auf patentgeschützte Marken-Arzneimittel mit einem gestaffelten Start ab Ende Juli angekündigt. Dabei gibt es Ausnahmen, etwa bei speziellen Handelsabkommen oder wenn Firmen auch in den USA produzieren. Trump will die vergleichsweise hohen Arzneimittelpreise in den USA drücken. Er wirft Herstellern vor, mit günstigerer Produktion im Ausland den Wettbewerb zulasten von US-Firmen zu verzerren. In den USA wird besonders kostenintensiv im Pharma-Bereich geforscht.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen TKMS will Kieler Werft nicht mehr – „Kein Einvernehmen erzielt“ Die Thyssenkrupp-Marinetochter TKMS ist aus dem Bieterprozess für die Werft German Naval Yards Kiel (GNYK) ausgestiegen. Es habe keine Einigung über die wirtschaftlichen Konditionen einer Übernahme gegeben, erklärte TKMS-Chef Oliver Burkhard am Dienstag. Ins Visier genommen hat die Werft auch der Düsseldorfer Konkurrent Rheinmetall, der erklärtermaßen im Marine-Geschäft wachsen will. „Der Erwerb der German Naval Yards Kiel wäre eine schöne Option gewesen, aber kein Muss“, fügte Burkhard hinzu. Nach sorgfältiger Prüfung sehe TKMS aber „aktuell keine Notwendigkeit für einen Erwerb“, unterstrich er. „Da wir kein Einvernehmen über die wirtschaftlichen Konditionen erzielen konnten, wurde der Bieterprozess daher nun beendet“, begründete Burkharddie Entscheidung. Das Unternehmen wolle nun „andere Optionen in Kiel verfolgen, um unsere logistische Flexibilität zu steigern und Lösungen entwickeln, die größtmöglichen Wert für TKMS und unsere Anteilseigner schaffen“. „Wir sind nicht bereit, jeden Preis der Welt zu bezahlen“, hatte der TKMS-Chef im Mai mit Blick auf die Tochter des französischen Familienkonzerns CMN Naval gesagt. Diese war früher als Howaldtswerke-Deutsche Werft bekannt - und liegt auf dem TKMS-Gelände in Kiel. Neben TKMS hatte auch Konkurrent Rheinmetall Interesse an der Werft angemeldet. „Der Erwerb der German Naval Yards Kiel wäre eine schöne Option gewesen, aber kein Muss“, fügte Burkhard hinzu. Nach sorgfältiger Prüfung sehe TKMS aber „aktuell keine Notwendigkeit für einen Erwerb“, unterstrich er. „Da wir kein Einvernehmen über die wirtschaftlichen Konditionen erzielen konnten, wurde der Bieterprozess daher nun beendet“, begründete Burkharddie Entscheidung. Das Unternehmen wolle nun „andere Optionen in Kiel verfolgen, um unsere logistische Flexibilität zu steigern und Lösungen entwickeln, die größtmöglichen Wert für TKMS und unsere Anteilseigner schaffen“. „Wir sind nicht bereit, jeden Preis der Welt zu bezahlen“, hatte der TKMS-Chef im Mai mit Blick auf die Tochter des französischen Familienkonzerns CMN Naval gesagt. Diese war früher als Howaldtswerke-Deutsche Werft bekannt - und liegt auf dem TKMS-Gelände in Kiel. Neben TKMS hatte auch Konkurrent Rheinmetall Interesse an der Werft angemeldet. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Neue Ziele: Airbus will bis 2029 deutlich mehr Gewinn erzielen Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus will seinen Gewinn dank der starken Nachfrage nach Passagierjets bis 2029 kräftig nach oben treiben. Vor allem das Geschäft mit Passagier- und Frachtjets soll dazu beitragen, dass der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) auf zwölf bis 13 Milliarden Euro steigt. Für 2026 hat Konzernchef Guillaume Faury rund 7,5 Milliarden im Auge. Nach den Plänen des Verwaltungsrats soll Airbus binnen drei Jahren fünf Milliarden Euro für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben. Airbus fahre in allen Geschäftsbereichen die Produktion hoch, um der starken Nachfrage gerecht zu werden, sagte Faury am Dienstagabend in London. Derzeit präsentiert Airbus wie andere Flugzeughersteller seine Produkte auf der Farnborough Airshow nahe der britischen Hauptstadt. Am Finanzmarkt wurden die Neuigkeiten positiv aufgenommen: Die Airbus-Aktie legte im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um mehr als zwei Prozent zu. Airbus fahre in allen Geschäftsbereichen die Produktion hoch, um der starken Nachfrage gerecht zu werden, sagte Faury am Dienstagabend in London. Derzeit präsentiert Airbus wie andere Flugzeughersteller seine Produkte auf der Farnborough Airshow nahe der britischen Hauptstadt. Am Finanzmarkt wurden die Neuigkeiten positiv aufgenommen: Die Airbus-Aktie legte im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um mehr als zwei Prozent zu. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Streit um Abnehmspritzen: Novo Nordisk verklagt US-Rivalen Eli Lilly Im Kampf um den milliardenschweren Markt für Abnehmmittel hat der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk seinen US-Rivalen Eli Lilly wegen irreführender Werbung verklagt. In der am Dienstag bei einem Bundesgericht im US-Bundesstaat New Jersey eingereichten Klage wirft Novo Nordisk dem Konkurrenten unlauteren Wettbewerb vor. Eli Lilly habe in landesweiten Werbekampagnen für sein Adipositas-Medikament Zepbound und das Diabetes-Mittel Mounjaro die höchsten zugelassenen Dosierungen der eigenen Präparate mit niedrigeren Dosen der Novo-Mittel Wegovy und Ozempic verglichen. Neuere, höher dosierte Versionen der Medikamente der Dänen seien verschwiegen worden. In den Anzeigen werde ein Gewichtsverlust von etwa 22,7 Kilogramm durch Zepbound einem Minus von rund 15 Kilogramm durch Wegovy gegenübergestellt, erklärte Novo Nordisk. Direkte Vergleichsstudien der jeweils höchsten zugelassenen Dosierungen gebe es jedoch nicht. Separate Untersuchungen hätten bei diesen Höchstdosen einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von knapp 21,8 Kilogramm bei Zepbound und gut 21,3 Kilogramm bei Wegovy gezeigt. Novo Nordisk fordert per Gerichtsbeschluss den Stopp der Kampagne sowie eine Richtigstellung. Zudem verlangt das Unternehmen Schadenersatz, der auch die durch die Werbung erzielten Gewinne von Eli Lilly umfassen soll. Eine Stellungnahme des US-Unternehmens lag zunächst nicht vor. Novo Nordisk hatte nach eigenen Angaben im April eine Unterlassungsaufforderung verschickt, nachdem in den USA eine höhere Wegovy-Dosis zugelassen worden war. Eli Lilly habe daraufhin einen unzureichenden Hinweis in die Anzeigen eingefügt, die seither mehr als 700 Millionen Mal angezeigt worden seien. Die beiden Pharmakonzerne liefern sich ein erbittertes Ringen um die Vorherrschaft auf dem US-Markt für Adipositas-Medikamente. Analysten schätzen das Volumen bis 2030 auf mehr als 100 Milliarden Dollar. Novo Nordisk war mit der Abnehmspritze Wegovy als erstes Unternehmen auf dem Markt, verlor die Führung jedoch später an Zepbound. Zuletzt konnten die Dänen mit Wegovy in Tablettenform wieder Boden gutmachen. In den Anzeigen werde ein Gewichtsverlust von etwa 22,7 Kilogramm durch Zepbound einem Minus von rund 15 Kilogramm durch Wegovy gegenübergestellt, erklärte Novo Nordisk. Direkte Vergleichsstudien der jeweils höchsten zugelassenen Dosierungen gebe es jedoch nicht. Separate Untersuchungen hätten bei diesen Höchstdosen einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von knapp 21,8 Kilogramm bei Zepbound und gut 21,3 Kilogramm bei Wegovy gezeigt. Novo Nordisk fordert per Gerichtsbeschluss den Stopp der Kampagne sowie eine Richtigstellung. Zudem verlangt das Unternehmen Schadenersatz, der auch die durch die Werbung erzielten Gewinne von Eli Lilly umfassen soll. Eine Stellungnahme des US-Unternehmens lag zunächst nicht vor. Novo Nordisk hatte nach eigenen Angaben im April eine Unterlassungsaufforderung verschickt, nachdem in den USA eine höhere Wegovy-Dosis zugelassen worden war. Eli Lilly habe daraufhin einen unzureichenden Hinweis in die Anzeigen eingefügt, die seither mehr als 700 Millionen Mal angezeigt worden seien. Die beiden Pharmakonzerne liefern sich ein erbittertes Ringen um die Vorherrschaft auf dem US-Markt für Adipositas-Medikamente. Analysten schätzen das Volumen bis 2030 auf mehr als 100 Milliarden Dollar. Novo Nordisk war mit der Abnehmspritze Wegovy als erstes Unternehmen auf dem Markt, verlor die Führung jedoch später an Zepbound. Zuletzt konnten die Dänen mit Wegovy in Tablettenform wieder Boden gutmachen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Indischer Konzern könnte bei VW-Tochtergesellschaft einsteigen Der Volkswagen-Konzern verhandelt mit dem Mischkonzern JSW über eine Partnerschaft in Indien. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, könnte sich das in Mumbai ansässige Unternehmen an der VW-Gesellschaft Škoda Auto Volkswagen India beteiligen und so zusätzliches Kapital für die Expansion in dem Land bereitstellen. Im Gespräch ist offenbar, dass JSW eine Mehrheit übernimmt. Aber VW sieht offenbar auch andere Optionen, daher könnten die Gespräche ohne Ergebnis enden. Von Škoda hieß es am Dienstag nur, das Management bewerte „fortlaufend neue Geschäftsmöglichkeiten“ und verschiedene Optionen, „um die bestmögliche Lösung für die Umsetzung unserer Strategie in dem hochdynamischen indischen Markt zu finden“. Ein möglicher Zeitplan für die Gespräche wurde nicht genannt. Der VW-Konzern will schon lange die Geschäfte in Indien ausbauen. Der dortige Markt bietet viel Wachstumspotential, gilt aber als schwierig, weil er stark von günstigen Fahrzeugen geprägt ist. Lokale Anbieter wie Maruti Suzuki, Hyundai Motor India, Mahindra oder Tata Motors vereinen große Marktanteile auf sich. Die Expansion in Indien wird von der VW-Tochtergesellschaft Škoda gesteuert. Diese hat schon mehrere lokale Modelle auf den Markt gebracht, etwa das Kompakt-SUV Kushaq und die Limousine Slavia. Die Marktanteile sind vergleichsweise niedrig; auch deshalb wägt VW verschiedene Möglichkeiten für die Zukunft ab.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Bitburger profitiert von Fußball-WM Der Biersponsor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Mannschaft sehr zufrieden: „Wir haben von der WM profitiert“, teilte die Braugruppe mit. Das Turnier habe im Juni für „spürbar positive Impulse“ gesorgt. Bitburger hat demnach im Juni im Handel 28 Prozent mehr Bier verkauft. Auch das Exportgeschäft in Nordamerika habe profitiert. Erstmals habe Bitburger in den Vereinigten Staaten mehr als 1000 Fassbierkunden. Bitburger ist seit 2025 wieder Sponsor der deutschen Fußballnationalmannschaft. Andere Vertreter der Bierbranche äußerten sich deutlich zurückhaltender. Die Großbrauerei Veltins bezeichnete die Fußball-Weltmeisterschaft als „Flop“ für die deutschen Brauereien. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauerbundes Holger Eichele sagte lapidar: „Von der Fußball-WM hatten wir nichts erwartet, und wir wurden auch nicht enttäuscht." Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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23. Juli
Handelsblatt

Internet: EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google

Internet: EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google Brüssel. Die EU verhängt gegen Google wegen unfairer Geschäftspraktiken eine Strafe von 890 Millionen Euro. Der US-Konzern hat nach Ansicht der Europäischen Kommission mit seiner Suchmaschine sowie dem App-Marktplatz Google Play Wettbewerbsregeln verletzt und seine Konkurrenz widerrechtlich benachteiligt. Mit der Strafe riskiert die EU-Kommission erneute Spannungen mit Washington. US-Präsident Donald Trump hatte die Digitalgesetze der Union in der Vergangenheit scharf kritisiert und mit Gegenmaßnahmen gedroht. Konkret wirft die Brüsseler Behörde dem US-Konzern laut Mitteilung vor, eigene Angebote wie etwa Googles Sportergebnisse oder Hotelsuche in den Suchergebnissen stärker in den Vordergrund zu stellen. Die eigenen Produkte würden zum Beispiel durch optisch hervorgehobene Darstellungen - etwa eingefärbte Boxen mit Spielpaarungen bei der WM - prominenter angezeigt als die der Konkurrenz, so die EU-Kommission. Zudem hindere der Online-Riese App-Entwickler bei Google Play zu sehr daran, günstigere Angebote auf anderen Plattformen zu bewerben - also etwa auf einen besseren Preis in einem anderen App-Store zu verweisen. Google: Entscheidung macht Dienste kaputt Der US-Konzern kritisierte, die Entscheidung mache zum wiederholten Mal täglich genutzte Dienste kaputt. „Um die Vorgaben zu erfüllen, müssen wir Echtzeit-Suchfunktionen entfernen, die die Europäer schätzen, wie sofortige Preisangebote und direkte Verfügbarkeit von Hotels, Flügen und Restaurants“, teilte Google mit. Bei Google Play müssten zudem Sicherheitsfunktionen abgebaut werden. Leidtragende seien europäische Unternehmen und Verbraucher. „Regulierung sollte Produkte verbessern und sie nicht schlechter machen“, hieß es weiter. Gibt es Ärger mit Trump? - Zölle laufen eigentlich aus Bereits vor der Entscheidung in dem EU-Verfahren wurde darüber spekuliert, ob eine solche Strafe US-Präsident Trump verärgern und politische Folgen haben könnte. Die europäischen Digitalgesetze hatte seine Regierung besonders dann kritisiert, wenn die Brüsseler Behörde gegen US-Konzerne vorgegangen war. Nach einer Milliardenstrafe im September 2025 gegen Google wegen Verstößen gegen Wettbewerbsregeln im Werbegeschäft drohte Trump sogar mit Zöllen. Der US-Präsident hatte die Entscheidung als nächsten Schlag gegen „ein großartiges amerikanisches Unternehmen“ beklagt. Er werde sich gezwungen sehen, ein Verfahren für neue Zölle einzuleiten, wenn US-Konzerne weiter zur Kasse gebeten würden, schrieb Trump damals auf seiner Online-Plattform Truth Social. Besonders brisant ist daher auch der Zeitpunkt der verhängten Strafe. Denn an diesem Freitag (24. Juli) endet der zeitliche Rahmen für die von den USA erhobenen Einfuhrzölle. Theoretisch kann Trump das gleiche Handelsgesetz heranziehen, um auf Basis eines anderen Paragrafen neue Zölle zu verhängen. Google als Torwächter eingestuft In der EU gilt die Google-Mutter Alphabet Nach dem DMA müssen Unternehmen wie Alphabet, Amazon oder Microsoft sich deshalb an besondere Pflichten halten, um einen fairen Wettbewerb auf digitalen Märkten sicherzustellen. Hintergrund ist die Befürchtung, dass manche große Plattform-Betreiber so mächtig geworden sind, dass sie ihre Marktposition zementieren könnten. EU-Kommission verlangt Änderungen Neben der Strafzahlung verlangen die Brüsseler Wettbewerbshüter daher auch, dass Google seine Angebote anpasst. Zum einen müssten in den Suchergebnissen Drittanbieter-Dienste künftig fair und ohne Diskriminierung im Vergleich zu Googles Angeboten erscheinen. Die EU-Kommission begrüßte gleichzeitig, dass Google Änderungen an der Darstellung seiner eigenen Dienste in der Google-Suche vorgeschlagen habe und diese bereits teste. Zum anderen sollen App-Entwickler den Forderungen nach sowohl technisch als auch vertraglich die Möglichkeit bekommen, beim App-Marktplatz Google Play Angebote auf anderen Internetseiten oder App-Stores zu bewerben. Für die erstmalige Akquise eines neuen Kunden dürfe das US-Unternehmen dann zwar eine Gebühr verlangen. Sowohl die von Google angesetzte Höhe dieser Vermittlungsgebühr als auch die Dauer des Abrechnungszeitraums seien aber bisher nicht mit den EU-Regeln vereinbar gewesen. Verwandte Themen Google hat nun 60 Tage Zeit, die Änderungen umzusetzen. Ansonsten drohen dem US-Konzern regelmäßige Strafen von bis zu fünf Prozent des weltweiten Umsatzes. EU-Verfahren könnte wieder vor Gericht landen Google kann sich gegen die Strafe vor Gericht wehren. Zuletzt kam es nach ähnlichen Entscheidungen der EU-Kommission zu Gerichtsprozessen, die sich zum Teil über Jahre erstreckten. Erst Anfang des Monats bestätigte der Europäische Gerichtshof (EuGH) eine Rekord-Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission aus dem Jahr 2018. Google muss nach dem Urteil 4,1 Milliarden Euro zahlen. Das Unternehmen habe Herstellern von Android-Smartphones und Mobilfunkanbietern illegale Beschränkungen auferlegt, um die Marktdominanz seiner Suchmaschine zu stärken, bestätigten die Richterinnen und Richter in Luxemburg.

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23. Juli
Handelsblatt

Techkonzern: EU verhängt Strafe in Höhe von einer Milliarde Dollar gegen Google

EU verhängt Strafe in Höhe von einer Milliarde Dollar gegen Google Brüssel, San Francisco. Die EU-Kommission verhängt zwei Geldstrafen in Höhe von 460 Millionen Euro und in Höhe von 430 Millionen Euro gegen den US-Techkonzern Google. Der Mutterkonzern Alphabet Addiert handelt es sich um die höchste Strafe, die die EU-Kommission bisher unter dem „Digital Markets Act“ (DMA) verhängt hat. In Dollar liegt die Strafe exakt bei einer Milliarde, in Euro bei 890 Millionen. Nur der Techkonzern Apple hatte bislang eine höhere Einzelstrafe in einem Verfahren in Höhe von 500 Millionen Euro im Jahr 2024 erhalten – weitere Verfahren gegen Apple Konkret wirft die EU Google vor, die eigenen Dienste in der Onlinesuche zu bevorzugen. Hierfür erhält Google die höhere Strafe. Außerdem hindere der Konzern App-Entwickler daran, auf bessere Angebote für einen Download außerhalb des Google-Play-Stores hinzuweisen. Das Verhängen der Strafen könnte transatlantische Probleme wieder intensivieren. US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach gesagt, dass er Strafen gegen US-Techkonzerne als Zölle verstehe – und zurückschlagen werde, sollte die EU Strafen verhängen. Nun kommt die Strafe genau zu dem Zeitpunkt, in dem Trump entscheiden muss, ob er die am Freitag auslaufenden globalen Zölle verlängert. „Es braut sich etwas zusammen“, sagte der Vorsitzende des Handelsausschusses, Bernd Lange (SPD), dem Handelsblatt. Er befindet sich gerade zu Gesprächen in Washington. Höhere Strafe wäre möglich gewesen Die Entscheidungen sendeten eine klare Botschaft, teilte EU-Vizepräsidentin Henna Virkkunen am Donnerstag mit. „Wir werden nicht zögern, unsere Instrumente einzusetzen, um die durch den DMA eröffneten Möglichkeiten für Unternehmen und Innovationen zu schützen.“ Die EU will mit dem DMA das Kartellrecht verstärken. Konzerne mit einer marktbeherrschenden Stellung müssen demnach Wettbewerb zulassen und dürfen kleinere Unternehmen nicht vom Markt ausschließen. Die großen US-Techkonzerne standen von Beginn an im Fokus dieser Gesetzgebung, weil sie in vielen Bereichen digitale Infrastruktur kontrollieren. Die Kommission hätte auch eine höhere Strafe verhängen können, laut DMA sind bis zu zehn Prozent des globalen Jahresumsatzes möglich. Im vergangenen Jahr lag dieser bei Google bei einem Rekordwert von 400 Milliarden Dollar. Zuletzt verdiente der Konzern rund 35 Milliarden Dollar pro Quartal. Kritiker wenden daher ein, dass die Buße für Google einfach zu verkraften sei. Die Höhe der Strafe sei „enttäuschend“ und stehe in keinem Verhältnis zu dem Schaden, den Google der europäischen Wirtschaft zugefügt habe, sagt etwa die EU-Abgeordnete Alexandra Geese (Grüne). Die Kommission solle konsequent tägliche Zwangsgelder verhängen, bis Google wieder einen fairen Wettbewerb im digitalen Raum ermögliche. Google muss der Aufforderung der EU-Kommission innerhalb von 60 Tagen nachkommen. Andernfalls kann die EU-Kommission Zwangsgelder in Höhe von fünf Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen. „Mit der Entscheidung zu Google kommt die Umsetzung des DMA zu einem vorläufigen Abschluss, weil nun fast alle offenen Wettbewerbsfragen im digitalen Binnenmarkt angegangen wurden“, sagt der EU-Abgeordnete Andreas Schwab (CDU). Angesichts des wirtschaftlichen Schadens, der in Europa in den vergangenen 15 Jahren entstanden ist, seien die beiden Strafen jedoch zu niedrig. Die Strafe „ändere nichts“, sagt der Politikwissenschaftler Mario Mariniello vom Brüssler Thinktank Bruegel. Der Betrag habe „keine abschreckende Wirkung“ und könne „die negativen Signale, die die Kommission durch die erhebliche Verzögerung der Entscheidung ausgesendet hat, nicht aufwiegen“. Mehr als 30 Verhandlungstermine Grund für die vergleichsweise niedrige Strafe sei, dass der Google-Mutterkonzern Alphabet bereits Anpassungen in seinen Diensten vorgenommen hat, teilte die EU-Kommission mit. So werden bei der Suche nach Flügen nun nicht mehr die Ergebnisse des Dienstes Google Flights bevorzugt angezeigt. Auch beim Google Play Store hat Alphabet bereits Anpassungen vorgenommen und ein neues Bezahlsystem eingeführt. Die Anpassungen seien allerdings noch nicht ausreichend. Insgesamt haben sich EU-Beamte mehr als 30 Mal mit Vertretern von Google getroffen, um über Anpassungen zu verhandeln, die mit den wettbewerbsrechtlichen Vorgaben des DMA im Einklang stehen. Für seine Suche hat Google zwölf Vorschläge zur Anpassung eingereicht. Für den Play Store sieben. Es gehe jetzt um die „letzte Meile“, sagte ein hochrangiger EU-Beamter am Donnerstag. Kritik kommt unterdessen vom Konzern: „Die Umsetzung des DMA macht zum wiederholten Mal täglich genutzte Dienste kaputt“, sagt Kent Walker, President of Global Affairs, Google & Alphabet. „Um die Vorgaben zu erfüllen, müssen wir Echtzeit-Suchfunktionen entfernen, die die Europäer schätzen, wie sofortige Preisangebote und direkte Verfügbarkeit von Hotels, Flügen und Restaurants.“ Außerdem müsse Google Sicherheitsfunktionen bei Google Play abbauen. Die EU-Kommission verwies am Donnerstag außerdem darauf, dass die Vorschläge zur Anpassung der sogenannten „KI-Übersicht“ ihrer Auffassung nach unzureichend seien. Dabei handelt es sich um eine vom Künstlichen-Intelligenz-Modell Gemini erstellte Zusammenfassung der wichtigsten Suchergebnisse. Das Handelsblatt hatte bereits darüber berichtet, dass die EU hier weiterverhandelt. Man benötige jetzt dringend Klarheit, hieß es von Google. Die wichtigste Entscheidung stehe nach wie vor aus, sagt die EU-Abgeordnete Geese. „Wird die Europäische Kommission die europäische Presse schützen oder nicht?“ Ohne eine Entscheidung bei der KI-Zusammenfassung stehe die Existenzgrundlage der freien Medien und der Pressevielfalt auf dem Spiel. Techkonzerne wollen Regulierung abschwächen Die EU hatte die beiden Verfahren im März 2024 eröffnet. Im Frühjahr 2025 teilte die Kommission Alphabet mit, dass sie vorläufig zu dem Ergebnis komme, dass Google gegen den DMA verstoße. Alphabet hatte Zeit, Stellung zu beziehen. Aus Sorge vor einer Reaktion des US-Präsidenten schob Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) die Entscheidung zur Strafe jedoch mehrfach auf. Zuletzt wollte sie das Gipfeltreffen des Verteidigungsbündnisses Nato abwarten, berichteten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen dem Handelsblatt. Das zeige, dass Handel und die Durchsetzung von Vorschriften miteinander verknüpft seien, kritisiert Mariniello vom Thinktank Bruegel. Stattdessen sucht die EU-Spitze nach Verständigung. Recherchen des Handelsblatts hatten offengelegt, dass die EU in einem sogenannten Dialog mit den USA über ihre Tech-Regulierung beraten will. Die Gesetzgebung der EU stünde nicht zur Disposition, teilte zwar ein Sprecher mit. Doch bei der Durchsetzung der Tech-Regulierung gibt es große Spielräume. Diese wollen die Chefs der großen US-Techkonzerne für sich nutzen. Sie unterstützen Trumps Republikanische Partei teils mit umfangreichen Wahlkampfspenden. Entscheidung zu globalen Zöllen steht an Trotz der mehrfachen Verschiebungen kommt die Google-Strafe nun zu einem kritischen Zeitpunkt: Diese Woche läuft der globale Zoll von zehn Prozent aus, mit dem die US-Regierung Importe belegt hatte. Der oberste US-Gerichtshof hatte die Maßnahme im Februar für ungültig erklärt. Trump hatte danach 150 Tage Zeit, eine neue dauerhafte Regelung zu finden. Diese Frist endet nun. Den globalen Zoll wolle die US-Regierung durch Maßnahmen in gleicher Höhe ersetzen, hieß es im Frühling. Auf EU-Importe hatte Trump weitere Zölle verhängt, zu denen der globale Zollsatz addiert wurde. Im Juli 2025 hatte er sich mit von der Leyen jedoch darauf verständigt, dass zusammen genommen maximal 15 Prozent fällig würden. Im Gegenzug hatte die EU ihre Zölle auf die Einfuhr von US-Produkten auf null gesenkt. „Die EU hat ihre wichtigsten Verpflichtungen aus der gemeinsamen Vereinbarung vollständig erfüllt“, sagt EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič. Die Zölle auf Einfuhren von US-Industriegütern seien abgeschafft und der Marktzugang für bestimmte nicht sensible Agrar- und Lebensmittelprodukte sowie Fischerzeugnisse sei verbessert worden. Verwandte Themen Trotzdem könnte Trump die Entscheidung gegen Google zum Anlass nehmen, neue handelspolitische Drohungen auszusprechen – so die Sorge in Brüssel. Google seinerseits könnte die EU-Entscheidung juristisch anfechten – so wie bislang jede Strafe. Der Streit über eine Wettbewerbsstrafe im Zusammenhang mit Googles Shoppingdienst von 2017 dauerte letztlich sieben Jahre, ehe der Europäische Gerichtshof sie 2024 endgültig bestätigte.

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23. Juli
ZDF heute

Wagt Europa die digitale Unabhängigkeit?

Update am Morgen:Wagt Europa die digitale Unabhängigkeit? von Anne Gellinek Guten Morgen, die Frage, ob Europa sich heute traut, ist berechtigt. Denn schon mindestens zweimal hat die EU-Kommission die Verhängung einer fetten Strafzahlung gegen den US-Tech-Giganten Google verschoben. Aus Angst vor der Strafzoll-Wut des amerikanischen Präsidenten. Doch nun mehren sich die Anzeichen, dass EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen heute tun wird, was eigentlich längst ihr Job ist: nämlich europäisches Recht für europäische Nutzer durchzusetzen. Auch wenn es die ganz großen US-Tech-Plattformen betrifft. Und darum geht's: Die EU hat vor vier Jahren eine Verordnung für faire und offene digitale Märkte verabschiedet, den sogenannten Digital Markets Act. Darin legt Europa fest, dass die großen Plattformen zum Beispiel bei Onlinesuchen nicht die eigenen Dienste bevorzugen dürfen, sondern auch Angebote von Wettbewerbern anzeigen müssen. Das geschieht bislang zu wenig - unfairer Wettbewerb, sagt die EU. Der zweite Vorwurf betrifft den App-Store Google Play. Hier müsste die Plattform die Kunden darüber informieren, dass es auch andere, günstigere Angebote außerhalb des Play Stores gibt. Heute soll nun also die Strafe verkündet werden, angeblich die höchste seit Inkrafttreten des Digital Markets Act. Möglich wären bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes eines Konzerns, bei Google waren das im letzten Jahr 400 Milliarden US-Dollar. Traut sich von der Leyen also, dem Tech-Giganten 40 Milliarden US-Dollar Strafe aufzubrummen? Vielleicht nicht, glauben viele in Brüssel, aber auch eine deutlich geringere Summe wäre schon ein Zeichen. Dass Europa nicht vor einem wütenden US-Präsidenten kuscht, der vermutlich mit Strafzöllen drohen wird. Dass Europa durchsetzt, worauf es stolz ist: nämlich Fairness im Wettbewerb und die Achtung von Gesetzen. Und dass Europa nicht nur von Souveränität redet, sondern sie auch lebt. Wenigstens ein bisschen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Tag Anne Gellinek, stellvertretende Chefredakteurin Was im Nahen Osten passiert ist Zwölfte Angriffswelle der USA auf Iran in Folge: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht auf Donnerstag seine Angriffe auf Iran fortgesetzt. Das Regionalkommando Centcom erklärte erneut, die Angriffe dienten dazu, "Irans Fähigkeit weiter zu schwächen, zivile Seeleute und Handelsschiffe in den Gewässern der Region zu bedrohen". Die USA versuchten, die Kontrolle über die Straße von Hormus zurückzugewinnen und den internationalen Schiffsverkehr wiederherzustellen. Huthi schießen auf Öltanker: Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben zwei saudiarabische Öltanker im Roten Meer beschossen. Die beiden Schiffe hätten gegen eine Seeblockade verstoßen, die Anfang der Woche von den Huthis gegen Saudi-Arabien verhängt worden war. Wie die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) berichtete, wurde ein Öltanker im Roten Meer von einem "unbekannten Geschoss" getroffen. Dadurch sei nach Angaben des Kapitäns ein Feuer ausgebrochen. Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zum Angriff auf Iran. Alle Berichte rund um Iran finden Sie auf unserer Themenseite. Was im Ukraine-Krieg passiert ist Kiew will Sitzung im UN-Sicherheitsrat: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben wegen russischer Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer eine Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrat beantragt. Außenminister Sybiha warf Russland in einem Post auf X vor, mindestens drei zivile Frachtschiffe in den vergangenen Tagen bombardiert zu haben. Er sprach von Dutzenden Toten und Verletzten in der Folge und warf Moskau vor, die globale Lebensmittelsicherheit zu gefährden. Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine. Was heute noch wichtig ist Bundesverfassungsgericht urteilt zu Tempo bei Gesetzgebung: Das alte "Heizungsgesetz" der Ampel-Regierung beschäftigt noch einmal das Bundesverfassungsgericht. Heute verkündet es in Karlsruhe sein Urteil über die Frage, ob das Gesetzgebungsverfahren im Sommer 2023 zu schnell lief. Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann sieht die Abgeordnetenrechte verletzt, weil wegen kurzfristiger Änderungen am Vorschlag nicht genug Zeit zur Beratung und Prüfung gewesen sei. Debatte über Nachfolge von UN-Generalsekretär: Die Amtszeit von UN-Generalsekretär Antonio Guterres ist Ende dieses Jahres vorbei. Bisher gibt es sechs offizielle Nominierungen für seine Nachfolge. In New York stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten heute den Fragen der UN-Mitgliedstaaten und der Zivilgesellschaft. EZB entscheidet über Zinsen: Nach der ersten Zinserhöhung seit fast drei Jahren im Juni dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) nun abwarten. Volkswirte rechnen damit, dass die Euro-Währungshüter bei ihrer geldpolitischen Sitzung heute die Leitzinsen unverändert lassen werden. Ausführlich informiert Daniel Siad, enger Vertrauter des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, war mutmaßlich in das Verschwinden der vermissten Michele verwickelt. Jetzt ist er tot. ZDFheute live mit den Hintergründen: ZDFheute live, 22.07.2026, 19:30 Uhr 22.07.2026 | 22:41 minSportlich in den Tag Los geht's heute mit den "Finals 2026" in Hannover. Am ersten Wettkampftag dieses Multisportevents werden die Deutschen Meistertitel unter anderem im Gerätturnen, Stabhochsprung oder Schwimmen vergeben, aber auch im Windsurfen, Karate und Siebener-Rugby. Wir zeigen die Wettkämpfe in mehreren parallelen Livestreams, los geht's um 9:35 Uhr. Im TV sendet das ZDF heute ab 13 Uhr. Wir begleiten das Multisport-Event mit einem umfassenden Angebot: - Tägliche parallele Livestreams - Kompakte Zusammenfassungen - Hintergründe, Emotionen und Highlights Gesagt Einen roten Baum zu sehen, bringt dich zum Nachdenken: Was bedeuten uns Bäume, wie stehe ich zu der Natur und was ist unsere Beziehung zu ihr? Jack White, Gitarrist und Sänger der Band "The White Stripes" Jack White ist als Gitarrist und Sänger der Band "The White Stripes" bekannt. Der Amerikaner macht aber auch visuelle Kunst. In London präsentiert er diese nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit: heute in Europa, 22.07.2026, 16 Uhr 22.07.2026 | 1:49 minWissenswertes zu Tieren und Natur Hitzewellen setzen Hummeln stark zu. Ab Temperaturen von etwa 28 bis 32 Grad können sie kaum noch fliegen, weil sie überhitzen. Das gefährdet ihre Nahrungssuche. heute in Europa, 22.07.2026, 16 Uhr 22.07.2026 | 0:22 minSpektakuläres zum Start in den Tag Extremsportler Elias Schwärzler ist mit seinem Mountainbike von einem Heißluftballon in 950 Metern Höhe gesprungen. Er zeigt einen doppelten Frontflip und landet dabei sicher - eine Weltpremiere. ZDFheute Xpress, 22.07.2026, 17:07 Uhr 22.07.2026 | 1:33 minWeitere Schlagzeilen - DNA-Probe von Buckelwal: "Timmy" gibt wieder Rätsel auf - Rekord-Haushaltsmittel in den USA: Mehr als eine Billion Dollar für Pentagon gebilligt - Zivile Nutzung: USA schließen Atomabkommen mit Saudi-Arabien - Verfassungsänderung geplant: Nicaragua will Wahlen abschaffen - Brennelementewerk in Niedersachsen: Atomkooperation mit Russland - darum geht es Die Nachrichten im Video Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden 23.07.2026 | 2:33 minWenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo. So wird das Wetter heute Heute scheint an der Ostsee und im Süden länger die Sonne. Sonst ist es oft bewölkt und vor allem im Osten, vereinzelt aber auch an den Alpen, sind Schauer unterwegs. Die Höchstwerte erreichen 18 bis 27 Grad. Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie jederzeit auf unserer Übersichtsseite. Quelle: ZDF Zusammengestellt von Annika Heffter. Alles gut? Danke, dass Sie unser ZDFheute Update lesen! Empfehlen Sie das Briefing gerne Ihren Freunden und Bekannten - hier ist der Anmelde-Link. Außerdem freuen wir uns weiterhin über Ihr Feedback, was Ihnen besonders gut gefällt und was wir noch besser machen sollten, an zdfheute-feedback@zdf.de. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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21. Juli
Handelsblatt

Kommentar: Strafe für Google – ein europäischer Akt der Selbstbehauptung

Kommentar: Strafe für Google – ein europäischer Akt der Selbstbehauptung Es mag naiv anmuten, eine wuchtige Strafe gegen einen Handelspartner zu verhängen, von dem man in vielerlei Hinsicht vollkommen abhängig ist. Die Rekordstrafe der EU-Kommission gegen Google ist ein solcher Fall. Und dennoch blieb Brüssel am Ende kaum eine Wahl, als den sogenannten „Digital Markets Act“ (DMA) konsequent anzuwenden, um dem monopolhaften Gebaren der Google-Mutter Alphabet Dreimal schon hatte die Kommission die Strafe hinausgezögert, allein aus politischer Opportunität, entweder weil man US-Präsident Donald Trump im transatlantischen Handelskonflikt milde stimmen, ihn unbedingt an der Seite der Europäer im Ukrainekrieg oder ihn im Vorfeld eines Nato-Gipfels nicht unnötig provozieren wollte. Das für sich genommen ist für eine Union, die sich als Rechtsgemeinschaft versteht, problematisch. Denn Gesetze aus politischem Kalkül nicht anzuwenden, widerspricht dem Rechtsstaatsprinzip, das so etwas wie die Raison d’être der EU ist. Nun traut sich die Kommission also doch an die Strafe, und das ist ein überfälliges Zeichen geopolitischer Souveränität, die in Europa oft beschworen, aber selten gelebt wird. Dass Brüssel gute Argumente für den Machtmissbrauch Alphabets in gleich drei Verfahren liefert, unterstreicht die Dringlichkeit. Im ersten wirft die Kommission Google vor, seine eigenen Dienste bei Onlinesuchen zu bevorzugen. In einem zweiten Fall geht es darum, dass Google andere App-Entwickler daran hindert, auf konkurrierende Angebote für einen Download außerhalb des Google-Stores hinzuweisen. Außerdem soll Google drittens systematisch Nachrichtenwebsites herabstufen, die Werbeanzeigen auf ihren eigenen Seiten schalten.

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