Themen
lage

Sonntag, 2. August 2026
Zurück zur Übersicht

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Warum die Chance der AfD auf eine Alleinregierung schwindet

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
30. Juli
Handelsblatt

Landtagswahl: Umfrage: AfD in Sachsen-Anhalt weiter vorn – Kleine legen zu

Landtagswahl: Umfrage: AfD in Sachsen-Anhalt weiter vorn – Kleine legen zu Magdeburg. Mehrere Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD in Umfragen weiter deutlich vorn. Im aktuellen „Sachsen-AnhaltTREND“ von Infratest dimap im Auftrag von MDR, WDR, „Magdeburger Volksstimme“ und „Mitteldeutscher Zeitung“ kommt die AfD unverändert auf 41 Prozent. Neben AfD, CDU, Linken und SPD haben demnach aber auch die Grünen mit 5 Prozent Chancen auf einen Einzug in den Landtag - was eine Alleinregierung der AfD unwahrscheinlicher machen würde. Die Partei wird in Sachsen-Anhalt als rechtsextrem eingestuft. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze verliert im Vergleich zur letzten Befragung im Mai zwei Prozentpunkte und kommt nun auf 24 Prozent. Sie regiert zurzeit mit SPD und FDP. Es folgen die Linke mit 13 Prozent und die SPD mit 7 Prozent. Zuletzt mussten die Sozialdemokraten mit Umfragewerten um 5 Prozent eher um den Einzug in den Landtag bangen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) würde dagegen mit 4 Prozent weiter an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die noch mitregierende FDP wird wegen ihrer niedrigen Werte nicht einzeln ausgewiesen. Infratest dimap befragte 1.149 wahlberechtigte Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter telefonisch und online im Zeitraum vom 23. bis 28. Juli. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ. Schulze: Bundesregierung hat Wahlkampf ausgebremst Ministerpräsident Schulze wertete die jüngsten Ergebnisse als positives Zeichen. „Die Umfrage sagt ganz klar, dass keiner hier eine Mehrheit hat, dass es am Ende hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen ist“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Nun gelte es, um jede Stimme zu kämpfen. Dieser Kampf sei allerdings wegen des Handelns der Bundesregierung in den vergangenen Wochen „unheimlich schwer“ gewesen, so der CDU-Politiker. „Wenn diese Berliner Themen nun jetzt endlich mal zu Ende sind und diese Schlagzeilen nicht den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt überlagern, dann wird es uns auch gelingen, Unterstützung aus der Bevölkerung noch stärker zu bekommen als das, was wir jetzt in der Umfrage sehen.“ SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann erklärte zu den Umfrageergebnissen: „Das ist für uns ein Fundament, das wir in den verbleibenden Wochen bis zur Wahl weiter ausbauen wollen.“ Er ergänzte: „Eine stabile Regierung aus der demokratischen Mitte wird es in Sachsen-Anhalt nur mit einer starken SPD geben. Dafür werden wir bis zum Wahltag um jede Stimme kämpfen.“ Grüne und Linke zufrieden mit neustem Ergebnis Für die Grünen seien die neuen Umfragewerte Antrieb und Motivationsschub, sagte der Bundesvorsitzende Felix Banaszak. „Je mehr Parteien in den Landtag einziehen, die eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, desto unwahrscheinlicher ist, dass Regierungsmacht und damit der Zugriff auf Polizei, Justiz und Schule an die AfD übertragen wird“, erklärte er. Die hohen Werte der AfD seien „bedrückend“ und ein Ausdruck großer Unzufriedenheit. „Vor allem aber weisen sie auf die immense Gefahr hin, die für das Land droht“, so der Grünen-Chef. Für seine Partei ist in Sachsen-Anhalt Susan Sziborra-Seidlitz die Spitzenkandidatin. Auch sie zeigte sich zuversichtlich. „Wir können es schaffen“, erklärte die Grünen-Politikerin. Die Werte der Umfrage zeigten jedoch auch, wie knapp es sei. „Wer die Fünf-Prozent-Hürde schafft, ist wichtiger als wer vorne liegt“, so Sziborra-Seidlitz. „Wir werden alles daransetzen, dass rechte Politik keine Wirkung hat“, betonte Linken-Politikerin Eva von Angern. Auch ihre Partei zeigte sich zufrieden mit den neuesten Umfragewerten. Unzufriedenheit mit Landesregierung wächst Laut Infratest dimap ist die Unzufriedenheit mit der Landesregierung aus CDU, SPD und FDP weiter gewachsen. Nur noch 29 Prozent der Befragten sind mit der Regierungsarbeit sehr zufrieden oder zufrieden. Parlamentarische Mehrheiten könnte die CDU nur gemeinsam mit SPD und Linken oder der AfD organisieren. Die Landes-CDU hat allerdings bekräftigt, weder mit der Linken noch der AfD zusammenarbeiten zu wollen. Potenzielle CDU-Bündnisse mit der Linken oder der AfD stoßen in Sachsen-Anhalt auch in der Bevölkerung mehrheitlich auf Skepsis. Bei der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen sollte, liegen AfD und CDU nach der jüngsten Umfrage nahezu gleichauf. Für die AfD sprechen sich 44 Prozent aus, 43 Prozent sind dafür, dass die CDU die nächste Landesregierung anführt. Verwandte Themen CDU-Spitzenkandidat Schulze kann seine Bekanntheit zwar deutlich steigern, doch nur 29 Prozent sind mit ihm zufrieden. Mit AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund sind 35 Prozent zufrieden. AfD liegt auch bei Parteienkompetenz weit vorn Deutlich vorn liegt die AfD auch bei der Frage nach der Parteikompetenz. 36 Prozent und damit fünf Prozentpunkte mehr als bei der vorherigen Umfrage trauen der AfD am ehesten zu, die wichtigsten Aufgaben in Sachsen-Anhalt zu lösen. Die CDU folgt mit 16 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als beim letzten Mal. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

Artikel lesen
30. Juli
Die Zeit (Politik)

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD in Umfrage weiter deutlich vor CDU in Sachsen-Anhalt

Gut fünf Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD laut einer Umfrage weiter deutlich vorn. Im aktuellen Sachsen-Anhalt-Trend des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von MDR, WDR, Magdeburger Volksstimme und Mitteldeutsche Zeitung kommt die Partei von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund weiter auf 41 Prozent und behauptet damit ihren Vorsprung auf die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Die CDU verliert im Vergleich zur vorangegangenen Befragung im Mai zwei Prozentpunkte und kommt auf 24 Prozent. Es folgen die Linke mit 13 Prozent und die SPD mit 7 Prozent. Auch die Grünen haben mit 5 Prozent eine Chance auf den Einzug in den Landtag. Dagegen würde das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) der Umfrage zufolge mit 4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die noch mitregierende FDP wird wegen ihrer niedrigen Werte nicht mehr einzeln ausgewiesen. Landtagswahl könnte Zäsur bedeuten Für das derzeit von CDU, SPD und FDP regierte Sachsen-Anhalt könnte die Wahl nicht nur zur Zäsur, sondern zum Kipppunkt werden für alles, was bisher in der Bundesrepublik politisch als vorstellbar und machbar galt. Die AfD strebt eine Alleinregierung in dem Bundesland an und will erstmals in Deutschland mit ihrem Spitzenkandidaten Siegmund einen Ministerpräsidenten stellen. Womöglich kommt es zu einer absoluten Mehrheit für die AfD, falls neben Grünen und BSW auch die SPD an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert. Es würden schwierige, neue Verhältnisse drohen: Die CDU schließt eine Koalition mit der AfD strikt aus, ebenso mit der seit Jahrzehnten im Landtag vertretenen Linken. Es gibt Anzeichen, dass das BSW eine AfD-Minderheitsregierung tolerieren könnte. Sollte die AfD die parlamentarische Mehrheit verfehlen, wäre eine von den Christdemokraten geführte Minderheitsregierung denkbar, die dann aber auf eine Zusammenarbeit unter anderem mit der Linkspartei angewiesen wäre. Laut dem aktuellen Sachsen-Anhalt-Trend wächst die Unzufriedenheit mit der Landesregierung aus CDU, SPD und FDP weiter. Nur noch 29 Prozent der Befragten sind mit der Regierungsarbeit sehr zufrieden oder zufrieden. Bei der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen sollte, liegen AfD und CDU nach der jüngsten Umfrage nahezu gleichauf. Die AfD erfährt 44 Prozent Zustimmung. 43 Prozent sind dafür, dass die CDU die nächste Landesregierung anführt. Nur 29 Prozent mit Regierungschef Schulze zufrieden CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze konnte seine Bekanntheit laut der Umfrage zwar deutlich steigern, doch nur 29 Prozent sind mit ihm zufrieden. Auch AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund ist von einer mehrheitlich positiven Bewertung weit entfernt. Mit ihm sind 35 Prozent zufrieden. Deutlich vorn liegt die AfD auch bei der Frage nach der Parteikompetenz. 36 Prozent und damit fünf Prozentpunkte mehr als bei der vorherigen Umfrage trauen der AfD am ehesten zu, die wichtigsten Aufgaben in Sachsen-Anhalt zu lösen. Die CDU folgt mit 16 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als beim letzten Mal. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Infratest dimap befragte 1.149 wahlberechtigte Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter telefonisch und online im Zeitraum vom 23. bis 28. Juli. Die Umfrage gilt als repräsentativ. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

Artikel lesen
30. Juli
Die Zeit (Politik)

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD in Umfrage weiter deutlich vor CDU in Sachsen-Anhalt

Gut fünf Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD laut einer Umfrage weiter deutlich vorn. Im aktuellen Sachsen-Anhalt-Trend des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von MDR, WDR, Magdeburger Volksstimme und Mitteldeutsche Zeitung kommt die Partei von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund weiter auf 41 Prozent und behauptet damit ihren Vorsprung auf die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Die CDU verliert im Vergleich zur vorangegangenen Befragung im Mai zwei Prozentpunkte und kommt auf 24 Prozent. Es folgen die Linke mit 13 Prozent und die SPD mit 7 Prozent. Auch die Grünen haben mit 5 Prozent eine Chance auf den Einzug in den Landtag. Dagegen würde das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) der Umfrage zufolge mit 4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die noch mitregierende FDP wird wegen ihrer niedrigen Werte nicht mehr einzeln ausgewiesen. Landtagswahl könnte Zäsur bedeuten Für das derzeit von CDU, SPD und FDP regierte Sachsen-Anhalt könnte die Wahl nicht nur zur Zäsur, sondern zum Kipppunkt werden für alles, was bisher in der Bundesrepublik politisch als vorstellbar und machbar galt. Die AfD strebt eine Alleinregierung in dem Bundesland an und will erstmals in Deutschland mit ihrem Spitzenkandidaten Siegmund einen Ministerpräsidenten stellen. Womöglich kommt es zu einer absoluten Mehrheit für die AfD, falls neben Grünen und BSW auch die SPD an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert. Es würden schwierige, neue Verhältnisse drohen: Die CDU schließt eine Koalition mit der AfD strikt aus, ebenso mit der seit Jahrzehnten im Landtag vertretenen Linken. Es gibt Anzeichen, dass das BSW eine AfD-Minderheitsregierung tolerieren könnte. Sollte die AfD die parlamentarische Mehrheit verfehlen, wäre eine von den Christdemokraten geführte Minderheitsregierung denkbar, die dann aber auf eine Zusammenarbeit unter anderem mit der Linkspartei angewiesen wäre. Laut dem aktuellen Sachsen-Anhalt-Trend wächst die Unzufriedenheit mit der Landesregierung aus CDU, SPD und FDP weiter. Nur noch 29 Prozent der Befragten sind mit der Regierungsarbeit sehr zufrieden oder zufrieden. Bei der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen sollte, liegen AfD und CDU nach der jüngsten Umfrage nahezu gleichauf. Die AfD erfährt 44 Prozent Zustimmung. 43 Prozent sind dafür, dass die CDU die nächste Landesregierung anführt. Nur 29 Prozent mit Regierungschef Schulze zufrieden CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze konnte seine Bekanntheit laut der Umfrage zwar deutlich steigern, doch nur 29 Prozent sind mit ihm zufrieden. Auch AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund ist von einer mehrheitlich positiven Bewertung weit entfernt. Mit ihm sind 35 Prozent zufrieden. Deutlich vorn liegt die AfD auch bei der Frage nach der Parteikompetenz. 36 Prozent und damit fünf Prozentpunkte mehr als bei der vorherigen Umfrage trauen der AfD am ehesten zu, die wichtigsten Aufgaben in Sachsen-Anhalt zu lösen. Die CDU folgt mit 16 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als beim letzten Mal. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Infratest dimap befragte 1.149 wahlberechtigte Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter telefonisch und online im Zeitraum vom 23. bis 28. Juli. Die Umfrage gilt als repräsentativ. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

Artikel lesen
30. Juli
FAZ (Politik)

Sachsen-Anhalt: Verhageln die Grünen der AfD den Durchmarsch?

Sachsen-Anhalt : Verhageln die Grünen der AfD den Durchmarsch? Laut einer neuen Umfrage ist eine Aufholjagd der CDU in Sachsen-Anhalt nicht in Sicht. Stattdessen könnten SPD und Grüne den Machtplan der AfD durchkreuzen. Knapp sechs Wochen vor der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September kommt die AfD dort nach einer neuen Umfrage von Infratest dimap weiter auf 41 Prozent. Die CDU sinkt hingegen gegenüber der vorherigen Umfrage des renommierten Instituts im Mai von 26 Prozent auf nur noch 24 Prozent. Die Umfragen wurden jeweils vom MDR und den sachsen-anhaltischen Regionalzeitungen „Mitteldeutsche Zeitung“ und „Volksstimme“ beauftragt. Die Chancen der AfD auf eine absolute Mehrheit im Landtag sind nach der neuen Umfrage trotz der Verluste der regierenden CDU eher gesunken. Denn neben der Linkspartei, die um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent zulegt, sowie der SPD, die weiter stabil bei sieben Prozent liegt, zögen demnach auch die Grünen wieder in den Magdeburger Landtag ein. Die Grünen können in der Umfrage einen Punkt auf fünf Prozent zulegen. Je mehr Parteien im Landtag vertreten sind, desto geringer sind die Chancen der AfD auf die angestrebte Alleinregierung. Das BSW, das in Sachsen-Anhalt scharf gegen die etablierten Parteien polemisiert und sich zunehmend offen für die AfD zeigt, liegt hingegen weiter nur bei vier Prozent. Die bisher im Landtag vertretene FDP wird wegen geringer und daher nur schwer bezifferbarer Zustimmung weiter unter den „Sonstigen“ verbucht. Die Umfrage, für die 1149 Wahlberechtigte befragt worden sind, wurde zwischen dem 23. und dem 28. Juli erhoben, also im Zeitraum der personellen Turbulenzen innerhalb der Bundes-CDU und teils schon unter dem Eindruck des Anschlags auf den Berliner Christopher Street Day am 25. Juli. Sven Schulze weit unter den Werten seines Vorgängers Haseloff Bemerkenswerte Verschiebungen gibt es bei den persönlichen Umfragewerten der beiden aussichtsreichen Spitzenkandidaten: Erstmals kann sich der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund vor Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze schieben. Mit der Arbeit des 35 Jahre alten Siegmund zeigen sich 35 Prozent der Befragten zufrieden, bei Schulze sind es 29 Prozent. Im September 2025, kurz nach der Nominierung des damaligen Wirtschaftsministers Schulze zum Spitzenkandidaten, lagen die beiden bei Infratest dimap noch gleichauf bei 20 Prozent. Im Januar 2026 verzichtete der langjährige Ministerpräsident Reiner Haseloff dann zugunsten von Schulze auf sein Amt, damit dieser seine persönlichen Werte verbessern kann. Dies hat allerdings nicht wie geplant funktioniert. Bei der Bekanntheit liegt Schulze zwar weiter mit 65 Prozent knapp vor Siegmund, der auf 63 Prozent kommt. Insgesamt reicht Schulze bei Weitem nicht an die Bekanntheits- und Zufriedenheitswerte heran, die der langjährige Ministerpräsident Reiner Haseloff in den vergangenen Jahren erreicht hatte. Schlüsselt man die Zufriedenheitswerte nach Altersgruppen und Geschlecht auf, zeigt sich, dass Siegmund vor allem bei den Jüngeren, bei den Männern und bei den weniger gebildeten Gruppen vorne liegt, während Schulze nur bei den Älteren und – das ist bemerkenswert für einen CDU-Spitzenkandidaten – ebenfalls bei den weniger Gebildeten erkennbar positive Werte erzielt. Auch die Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung aus CDU, SPD und FDP hat in den vergangenen Monaten gelitten: Nach 33 Prozent im Mai zeigten sich aktuell nur noch 29 Prozent der Befragten zufrieden. CDU-Wählerschaft steht zur Brandmauer Mit Blick auf die Koalitionspräferenzen lehnen 82 Prozent der befragten CDU-Anhänger eine Kooperation der Union mit der AfD ab, nur 16 Prozent sind dafür. Die AfD-Anhängerschaft zeigt sich in dieser Frage gespalten, 55 Prozent sind für eine Koalition mit der CDU, 39 Prozent dagegen. Ein gespaltenes Bild gibt es aber auch in der CDU-Anhängerschaft, wenn es um die Linkspartei geht, mit der die Union zusammenwirken müsste, wenn sie bei ihrem Nein zur AfD bleibt. Eine Koalition mit der Linkspartei lehnen 52 Prozent der CDU-Anhänger ab, 41 Prozent sind dafür. Die Anhänger der Linkspartei sind mit 91 Prozent hingegen sehr klar für eine Koalition mit der CDU. Bei den wichtigsten politischen Themen gab es kaum Verschiebungen. Ganz oben stehen bei den Befragten weiter die Themen Migration und Integration, darauf folgen Bildung und Wirtschaft. Das Thema eines drohenden Rechtsrucks stieg allerdings auf Platz vier und verdrängte das Thema Arbeitslosigkeit.

Artikel lesen
30. Juli
Die Welt (Politik)

AfD bleibt stärkste Kraft in Sachsen-Anhalt – CDU verliert, SPD und Grüne über Fünf-Prozent-Hürde

AfD bleibt stärkste Kraft in Sachsen-Anhalt – CDU verliert, SPD und Grüne über Fünf-Prozent-Hürde Die AfD hält in Sachsen-Anhalt ihren Vorsprung und kommt auf 41 Prozent. Die Zustimmung für die CDU sinkt leicht. 44 Prozent der Befragten wünschen sich eine AfD-geführte Landesregierung. Gut fünf Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD laut einer Umfrage weiter deutlich vorn. Im aktuellen „Sachsen-AnhaltTREND“ des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von MDR, WDR, „Magdeburger Volksstimme“ und „Mitteldeutsche Zeitung“ kommt die Partei weiter auf 41 Prozent und behauptet damit ihren deutlichen Vorsprung auf die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Die Union verliert im Vergleich zur letzten Befragung im Mai zwei Prozentpunkte und kommt auf 24 Prozent. Es folgen die Linke mit 13 Prozent und die SPD mit 7 Prozent. Auch die Grünen haben mit 5 Prozent eine Chance zum Einzug in den Landtag. Dagegen würde das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit 4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die noch mitregierende FDP wird wegen ihrer niedrigen Werte nicht einzeln ausgewiesen. Die Umfragewerte im Überblick: - AfD: 41 Prozent (unverändert) - CDU: 24 Prozent (minus zwei Prozentpunkte) - Linke: 13 Prozent (plus ein Prozentpunkt) - SPD: 7 Prozent (unverändert) - Grüne: 5 Prozent (plus ein Prozentpunkt) - BSW: 4 Prozent (unverändert) Unzufriedenheit mit Landesregierung wächst Laut Umfrage wächst die Unzufriedenheit mit der Landesregierung aus CDU, SPD und FDP weiter. Nur noch 29 Prozent der Befragten sind mit der Regierungsarbeit sehr zufrieden oder zufrieden. Parlamentarische Mehrheiten könnte die CDU nur gemeinsam mit der SPD und den Linken oder der AfD organisieren. Die Landes-CDU hat allerdings bekräftigt, weder mit der Linken noch mit der AfD zusammenarbeiten zu wollen. Potenzielle CDU-Bündnisse mit der Linken oder der AfD stoßen in Sachsen-Anhalt auch in der Bevölkerung mehrheitlich auf Skepsis. Bei der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen sollte, liegen AfD und CDU nach der jüngsten Umfrage nahezu gleichauf. Die AfD erfährt 44 Prozent Zustimmung. 43 Prozent sind dafür, dass die CDU die nächste Landesregierung anführt. CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze kann seine Bekanntheit zwar deutlich steigern, doch nur 29 Prozent sind mit ihm zufrieden. Auch AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund ist von einer mehrheitlich positiven Bewertung weit entfernt. Mit ihm sind 35 Prozent zufrieden. AfD liegt auch bei Parteienkompetenz weit vorn Deutlich vorn liegt die AfD auch bei der Frage nach der Parteikompetenz. 36 Prozent und damit fünf Prozentpunkte mehr als bei der vorherigen Umfrage trauen der AfD am ehesten zu, die wichtigsten Aufgaben in Sachsen-Anhalt zu lösen. Die CDU folgt mit 16 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als beim letzten Mal. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. Infratest dimap befragte 1149 wahlberechtigte Bürger in Sachsen-Anhalt telefonisch und online im Zeitraum vom 23. bis 28. Juli. Die Umfrage gilt als repräsentativ. Die Schwankungsbreite beträgt bei 10-Prozent-Anteilen ±2 Prozentpunkte, bei 50-Prozent-Anteilen ±3 Prozentpunkte.

Artikel lesen
© 2026 Themenlage