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Mittwoch, 22. Juli 2026
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Todesschütze von Stade begeht Suizid in JVA – Opposition fordert lückenlose Aufklärung

Medienspektrum

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21. Juli
taz (Öko & Co)

Gewalttat in Stade: Täter von Stade begeht Suizid

Gewalttat in Stade: Täter von Stade begeht Suizid Der Mann, der in Stade sechs Sozialarbeiter*innen in einer Mutter-Kind-Einrichtung erschoss, ist tot in seiner Zelle aufgefunden worden. Der Täter von Stade ist tot. Das teilte das niedersächsische Justizministerium am Dienstagmittag mit. Der Pressemitteilung zufolge wurde er morgens um 6 Uhr bei der üblichen Lebendkontrolle in seiner Einzelzelle tot aufgefunden. Sein Körper sei da schon erkaltet gewesen, ein Notarzt habe den Tod durch Strangulation festgestellt. Die Ermittlung der genauen Umstände laufe noch, bisher gäbe es aber keine Hinweise auf Fremdverschulden. Der 45-Jährige saß in der JVA Bremerförde in Untersuchungshaft, weil er dringend tatverdächtig war, Ende Juni sechs Mitarbeiter*innen bei einem geplanten Hilfeplangespräch in einem Mutter-Kind-Heim in Stade erschossen zu haben. Bei dem Gespräch sollte es um den zukünftigen Umgang mit seiner drei Monate alten Tochter gehen. Das Baby war vom Jugendamt in Obhut genommen worden, weil der Verdacht bestand, dass es geschüttelt worden war. Bei dem Termin starben vier Frauen und zwei Männer. Es handelte sich um drei Mitarbeitende der Einrichtung und drei Mitarbeitende des Jugendamtes der Region Hannover, aus der die Familie stammt. Die 34-jährige Mutter des Kindes soll der mutmaßliche Täter vorher aus dem Raum geschickt haben. Flucht mit der Patentante Danach flüchtete er gemeinsam mit einer 65-Jährigen, die sich selbst als Patentante des Kindes bezeichnet hat. Sie hatte sich zuvor wegen des anhaltenden Sorgerechtsstreits an die Presse gewandt und in langen, detaillierten Schreiben erklärt, der Familie sei Unrecht geschehen. Für Schlagzeilen hatte dabei auch gesorgt, dass es sich bei dieser Frau um die Schwiegermutter des niedersächsischen Landesbauftragten für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku, handelt. Das Ermittlungsverfahren wird nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Stade trotzdem zunächst fortgesetzt. Zwar kann gegen Tote keine Anklage erhoben werden, man arbeite aber nach wie vor daran, den Tathergang aufzuklären und eventuelle Tatbeteiligungen Dritter zu ermitteln, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Das betrifft auch die beiden Frauen aus dem Umfeld des mutmaßlichen Haupttäters. Dessen Vorgeschichte hatte einige Fragen aufgeworfen. Der Mann wurde zwar in Goslar geboren, war aber türkischer Staatsbürger. Medienberichten zufolge soll auch in der Türkei schon einmal wegen des Missbrauchs einer Tochter aus einer früheren Ehe gegen ihn ermittelt worden sein, er soll dort außerdem mit einem Haftbefehl gesucht worden sein. Bevor er in der Region Hannover ansässig wurde, habe er sich zudem in einer ganzen Reihe anderer Länder aufgehalten, berichtet unter anderem der Spiegel. Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen meistkommentiert

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21. Juli
ZDF heute

Schüsse in Stade mit sechs Toten: Verdächtiger ist tot

Niedersächsisches Justizministerium:Schüsse in Stade mit sechs Toten: Verdächtiger ist tot Der Tatverdächtige der Bluttat in Stade ist tot. Ende Juni soll der Mann in einer Jugendhilfeeinrichtung sechs Menschen getötet haben. Der Verdächtige der Bluttat mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade ist tot. Wie das niedersächsische Justizministerium am Dienstag in Hannover mitteilte, beging der Mann im Gefängnis Suizid. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es demnach nicht. Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt entdeckte den Mann den Angaben zufolge am Dienstag gegen 06:05 Uhr bei einer Routinekontrolle in seiner Einzelzelle. Er habe bereits keine Körpertemperatur mehr aufgewiesen, erklärte das Ministerium. Ein Notarzt habe dann um 06:29 Uhr den Tod des Manns festgestellt. Ermittlungen zu den konkreten Todesumständen seien eingeleitet worden. Schnell Hilfe bei Suizidgedanken finden Es gibt Hilfe, auch in scheinbar ausweglosen Situationen. "Ich weiß nicht mehr weiter", "Ich kann nicht mehr": Wenn Ihre Gedanken darum kreisen, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie unbedingt, mit jemandem darüber zu sprechen - egal, ob Familie, Freunde oder Menschen, die sich auf diese Themen spezialisiert haben. Schnelle Hilfe: Telefonseelsorge (0800 111 0 111), Nummer gegen Kummer (116 111), im Notfall Polizei (110) oder Rettungsdienst (112) anrufen! Die Gesellschaft für Suizidprävention führt eine Übersicht der Angebote auf ihrer Webseite www.suizidprophylaxe.de. Lass Dir helfen - Freunde fürs Leben ist ein Verein, der Jugendliche und junge Erwachsene über die Themen Suizid und seelische Gesundheit aufklärt. Info-Telefon der Deutschen Depressionshilfe (0800 33 44 533) - im Netz unter: www.deutsche-depressionshilfe.de Haftbefehl gegen Verdächtigen von Stade in der Türkei Am Montag wurde bekannt, dass gegen den zum Tatzeitpunkt 45-Jährigen ein offener Haftbefehl aus der Türkei vorliegt. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dass der Haftbefehl weiter ausgeschrieben sei, deute darauf hin, dass der Verdächtige dafür bisher keine Haftstrafe in der Türkei abgesessen habe. Nach der Tat in Stade hatte es Medienberichte darüber gegeben, dass der Verdächtige in der Türkei bereits in Haft gesessen habe. Der Grund für den jetzt bekanntgewordenen türkischen Haftbefehl ist unterdessen noch nicht bekannt und werde noch geklärt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungsbehörde teilte zudem mit, dass der mutmaßlichen Täter keinen deutschen Aufenthaltstitel habe. Es war bereits bekannt, dass der Verdächtige in Deutschland geboren ist, aber die türkische Staatsangehörigkeit hat. Sechs Menschen in Jugendhilfeeinrichtung getötet Ende Juni hatte der Mann in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade sechs Menschen getötet, darunter jeweils drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes Hannover und der Einrichtung in Stade. Hintergrund ist nach bisherigen Erkenntnissen ein Sorgerechtsstreit um die zur Tatzeit drei Monate alte Tochter des Verdächtigen. Der Verdächtige wurde nach der Tat festgenommen. Gegen ihn wurde wegen Mordes ermittelt. Im Fokus der Ermittler sind auch die Mutter des Kindes sowie eine weitere Frau, die den Fluchtwagen gefahren haben soll. Inwieweit sie aber tatsächlich an der Tat beteiligt waren, ist weiter offen, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Weitere Nachrichten - Blick hinter die Generalsanierung:"Absurd": Was bei der Bahn-Modernisierung schiefläuftvon Sebastian Bellwinkelmit Video43:30 - Marokkaner stirbt bei Festnahme:Rom verspricht umfassende Aufklärung im Todesfall in Bolognamit Video0:22 - LiveblogAktuelle Entwicklungen :Iran-Krieg und Nahost-Konflikt: Alle Nachrichten im Liveblog - Bilanz der Opferberatungsstellen:Rechte Gewalt geht nur leicht zurückmit Video12:16 - Niedersächsisches Justizministerium:Schüsse in Stade mit sechs Toten: Verdächtiger ist totmit Video2:00 - Bundesaußenminister auf Afrika-Reise:Nigeria: Land der Chancen für die deutsche Industrievon Susann von Lojewskimit Video0:28 - LiveblogRussland greift die Ukraine an:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine - Unwetter und Wassermassen:Mindestens 23 Tote bei Sturzfluten in Afghanistanmit Video0:40 - Letzte Woche der Tour de France:Schafft es Lipowitz neben Pogacar aufs Podest?von Benno Kriegermit Video1:35 - BilderseriePromi-News in Bildern:Matthias Schweighöfer bekommt wieder eine Hollywood-Rolle - Doppelmoral bei Leihmutterschaft?:Ethikrat: Probleme bei Kinderwunsch "ins Ausland verlagert"mit Video2:24 - 70 Jahre Wehrpflichtgesetz:Wehrpflicht: Pistorius hält an Freiwilligkeit festvon Andreas Huppertmit Video2:27 - Ab Mitte Oktober:Deutsche Bahn will Alkohol an allen Bahnhöfen verbietenmit Video43:30

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21. Juli
taz (Öko & Co)

Nach der Bluttat mit sechs Toten: Verdächtiger von Stade begeht Suizid

Nach der Bluttat mit sechs Toten: Verdächtiger von Stade begeht Suizid Der Tod von sechs Menschen in einer Mutter-Kind-Einrichtung – mutmaßlich durch einen Vater – sorgte bundesweit für Erschütterung. Jetzt ist der Verdächtige tot. afp | Der Verdächtige der Bluttat mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade ist tot. Wie das niedersächsische Justizministerium am Dienstag in Hannover mitteilte, beging der Mann im Gefängnis Suizid. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es demnach nicht. Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt entdeckte den Mann den Angaben zufolge am Dienstag gegen 06.05 Uhr bei einer Routinekontrolle in seiner Einzelzelle. Er habe bereits keine Körpertemperatur mehr aufgewiesen, erklärte das Ministerium. Ein Notarzt habe dann um 06.29 Uhr den Tod des Manns festgestellt. Ermittlungen zu den konkreten Todesumständen seien eingeleitet worden. Der 45-Jährige soll vor drei Wochen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade während eines sogenannten Hilfeplangesprächs sechs Beschäftigte der Einrichtung und des Jugendamts erschossen haben. Hintergrund der Tat war nach Ermittlererkenntnissen mutmaßlich ein Sorgerechtsstreit. Haben Sie den Verdacht, an Depression zu leiden? Oder haben Sie sogar suizidale Gedanken? Andere Menschen können Ihnen helfen. Sie können sich an Familienmitglieder, Freund:innen und Bekannte wenden. Sie können sich auch professionelle oder ehrenamtliche Hilfe holen – auch anonym. Bitte suchen Sie sich Hilfe, Sie sind nicht allein. Anbei finden Sie einige Anlaufstellen. Akute suizidale Gedanken: Rufen Sie den Notruf unter 112 an, wenn Sie akute suizidale Gedanken haben. Wenn Sie sofort behandelt werden möchten, finden Sie Hilfe bei der psychiatrischen Klinik oder beim Krisendienst. Depression und depressive Stimmung: Holen Sie sich Hilfe durch eine Psychotherapie. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe kann Ihnen ferner Hilfe und Information zum Umgang mit Depression bieten. Kummer: Sind Sie traurig und möchten jemanden zum Reden haben? Wollen Sie Sorgen loswerden und möchten, dass Ihnen jemand zuhört? Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr besetzt. Die Telefonnummern sind 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222. Sie können auch das schriftliche Angebot via Chat oder Mail in Anspruch nehmen. Onlineberatung bei Suizidgedanken: Die MANO Suizidprävention bietet eine anonyme Onlineberatung an. Wenn Sie über 26 Jahre alt sind, können Sie sich auf der Webseite registrieren. Sollten Sie jünger sein, können Sie hier eine Helpmail formulieren. Hilfsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern: Die Nummer gegen Kummer hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern, Jugendlichen und Eltern zu helfen. Kinder erhalten dort Unterstützung unter der Nummer 116 111, Eltern unter 0800 111 0 550, und bei der Helpline Ukraine unter 0800 500 225 0 finden Sie auch Hilfe auf Russisch und Ukrainisch. Hilfsangebot für Muslim:innen: Die Ehrenamtlichen des Muslimischen Seelsorgetelefons erreichen Sie anonym und vertraulich unter 030 443 509 821. Bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention können Sie nach weiteren Seiten und Nummern suchen, die Ihrem Bedarf entsprechen. In der Einrichtung waren demnach die drei Monate alte Tochter des Verdächtigen sowie die 34-jährige Kindsmutter untergebracht. Der Mann wurde kurz nach der Tat auf der Flucht festgenommen und befand sich seitdem in Untersuchungshaft. Haben Sie suizidale Gedanken? Dann sollten Sie sich unverzüglich ärztliche und psychotherapeutische Hilfe holen. Bitte wenden Sie sich an die nächste psychiatrische Klinik oder rufen Sie in aktuen Fällen den Notruf an unter 112. Eine Liste mit weiteren Angeboten finden Sie unter taz.de/suizidgedanken. Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen meistkommentiert

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21. Juli
Der Spiegel

Stade: Verdächtiger ist tot

Sechsfacher Mord in Mutter-Kind-Einrichtung Todesschüsse von Stade – Verdächtiger ist tot Fatih Khan G., der in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade sechs Menschen getötet haben soll, ist tot. G. nahm sich dem niedersächsischen Justizministerium zufolge nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde das Leben. Es liegen nach derzeitigem Stand keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Der 45-jährige G. wurde um 6.05 Uhr von einem Stationsbediensteten bei der sogenannten Lebend- und Vollzähligkeitskontrolle in seiner Einzelzelle aufgefunden. Der Notarzt stellte um 6.29 Uhr den Tod des Gefangenen durch Strangulation fest. Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hier finden Sie – auch anonyme – Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen. Per Telefon, Chat, E-Mail oder im persönlichen Gespräch. Die Behörden leiteten Ermittlungen zu den konkreten Umständen des Todes ein. Die Angehörigen des Toten und die Angehörigen der Opfer in Stade wurden informiert. Die Staatsanwaltschaft Stade teilte mit, dass das Verfahren gegen Fatih Khan G. nun eingestellt wird. »Gegen einen Toten als Beschuldigten kann man kein Ermittlungsverfahren führen«, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Julia Pirk dem SPIEGEL. Die Tat wird aber dennoch weiter aufgeklärt, auch hinsichtlich weiterer möglicher Tatbeteiligter. G. soll am 29. Juni vier Frauen und zwei Männer in Stade erschossen haben. Sie arbeiteten für das Jugendamt der Region Hannover und in der Einrichtung in Stade. Erkenntnissen der Polizei zufolge war G. zu einem sogenannten Hilfeplangespräch erschienen, bei dem es um das Sorgerecht für seine wenige Monate alte Tochter ging. Nach der Tat hatte sich G. nach SPIEGEL-Informationen bei der Polizei geäußert. Demnach gab er an, er habe sich mit seiner Schusswaffe nach der Tat das Leben nehmen wollen. Dafür habe er aber keine Munition mehr gehabt. Fatih Khan G. hielt sich in vielen Ländern auf Fatih Khan G., geboren am 4. April 1981 in Goslar, hatte die türkische Staatsbürgerschaft. Aus Unterlagen, die der SPIEGEL einsehen konnte, geht hervor, dass sich G. in den vergangenen Jahren in verschiedenen Ländern aufhielt und viel reiste. So lebte er in der Türkei, in Georgien und in Lettland. In der Türkei war G. den Behörden schon vor Jahren aufgefallen, wie auch die »Bild«-Zeitung berichtet. Auch deutschen Behörden lag eine Bestätigung aus der Türkei vor, dass Fatih Khan G. dort mit einem nationalen Haftbefehl gesucht wurde. Er soll aus einer türkischen Haftanstalt entwichen sein. Zudem bestand der Verdacht des Kindesmissbrauchs gegen G. Am 2. Juni protokollierten türkische Ermittler eine Zeugenaussage, die der SPIEGEL einsehen konnte. Demnach saß Fatih Khan G. im Jahr 2010 in einem türkischen Gefängnis; warum, ist unklar. Zu dieser Zeit besuchte ihn der Aussage zufolge eine Frau, die sich während seiner Haftzeit um seine Tochter kümmerte. Nach einer Verlegung in eine andere Haftanstalt und einer Lockerung der Haftbedingungen soll G. in den teilweise offenen Vollzug überstellt worden sein. Im Jahr 2016 oder 2017 soll er nach einem Freigang nicht in die Haftanstalt zurückgekehrt und zu der Frau und seiner Tochter nach Istanbul gezogen sein. Der Zeugenaussage zufolge reiste Fatih Khan G. mit seiner Tochter dann nach Georgien. Dort soll er die Tochter und auch die Frau misshandelt haben, nachdem er Drogen und Alkohol konsumiert hatte. G. und seine Tochter reisten den Angaben zufolge dann über die Ukraine nach Deutschland. Die Tochter lebt wohl inzwischen bei ihrer leiblichen Mutter. Der deutsche Rechtsanwalt von Fatih Khan G. ließ eine Anfrage zu den türkischen Ermittlungen unbeantwortet. Eine Verurteilung in diesem Fall gibt es nicht, es gilt die Unschuldsvermutung. Lesen Sie hier mehr zur Vergangenheit des Tatverdächtigen von Stade.

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