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Montag, 17. August 2026
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Trump-Schwiegersohn trifft Hamas-Chef – Terrororganisation stellt Forderungen an Israel

Medienspektrum

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16. August
Die Welt (Politik)

Trump-Schwiegersohn trifft Hamas-Chef – Terrororganisation stellt Forderungen an Israel

Trump-Schwiegersohn trifft Hamas-Chef – Terrororganisation stellt Forderungen an Israel Bei dem Treffen in Ägypten hat der US-Gesandte Jared Kushner die Hamas erneut zu einer überprüfbaren Entwaffnung aufgefordert. Ein Hamas-Vertreter bekräftigt, dass die Gruppe zum 15-Punkte-Fahrplan für eine Waffenruhe im Gazastreifen stehe. Er stellt aber auch Forderungen. Die Hamas hat vor einer Umsetzung des neuen Fahrplans für eine Waffenruhe im Gazastreifen einen Stopp der israelischen Angriffe und einen Rückzug der israelischen Truppen bis zur „gelben Linie“ gefordert. Das sagte ein Hamas-Vertreter nach dem mehr als zweistündigen Treffen von Hamas-Chef Chalil al-Haja mit dem US-Gesandten Jared Kushner am Sonntag in Ägypten. An dem Treffen hätten auch Vertreter der Vermittlerstaaten Ägypten, Katar und Türkei teilgenommen, hieß es aus regionalen Regierungskreisen. Die gelbe Linie wurde nie genau definiert. Israelische Streitkräfte sind über sie hinaus vorgedrungen und kontrollieren inzwischen rund 60 Prozent des Gazastreifens. Das Weiße Haus äußerte sich nicht zu den Gesprächen. Bei dem Treffen ging es nach Angaben aus regionalen Regierungskreisen auch darum, die Zusicherung der Hamas für den 15-Punkte-Fahrplan und insbesondere ihre Bereitschaft zur Entwaffnung zu erhalten. Kushner forderte die Hamas erneut zu einer überprüfbaren Entwaffnung auf, wie aus mit den Gesprächen vertrauten Quellen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP verlautete. Eine Rolle der Hamas bei einer künftigen Regierung des Gazastreifens schloss Kushner demnach weiter aus. Zudem habe er betont, dass der Gazastreifen „nie wieder eine Quelle des Terrors gegen Israel“ werden dürfe. Der Hamas-Vertreter sagte nach dem Treffen, die Gruppe stehe zu dem Fahrplan und warte nun darauf, dass die Vermittler die 14-tägige Verhandlungsphase zur Festlegung eines Zeitplans für die Umsetzung einleiten. Die Hamas forderte die Vermittler und den von den USA geschaffenen Friedensrat in einer Erklärung auf, Israel zur Zustimmung zu dem Fahrplan für die nächsten Schritte zu „zwingen“. Die Forderungen kommen vor dem für Montag geplanten Treffen Kushners mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Dieser lehnt einen Rückzug israelischer Truppen ab, solange die Hamas nicht vollständig entwaffnet ist. Neben Kushner sollen auch der ehemalige britische Premierminister Tony Blair und der Direktor des Friedensrats, Nikolaj Mladenow, an dem Treffen teilnehmen, wie aus damit vertrauten Kreisen verlautete. Regionalmächte verurteilen Israels Ablehnung Mehrere Regionalmächte, darunter Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, verurteilten Israels Ablehnung des Fahrplans. „Israel trägt nun die Verantwortung dafür, die Bemühungen um Frieden im Gazastreifen zu behindern“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Zu den weiteren Unterzeichnern gehörten Jordanien, Pakistan, Indonesien und die Vermittler der Waffenruhe. Die Außenminister forderten den Friedensrat und die USA auf, „sofortige und konkrete Maßnahmen“ zu ergreifen, damit keine Partei die Umsetzung des Plans behindern könne. Die Hamas und ihre Verbündeten hatten bei ihrem Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 mehr als 1220 Menschen getötet und 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel griff daraufhin massiv im Gazastreifen an. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben mehr als 70.000 Menschen getötet. Seit Oktober 2025 gilt eine Waffenruhe, beide Seiten werfen sich jedoch immer wieder Verstöße vor. Nach palästinensischen Angaben wurden im Gazastreifen seitdem mindestens 1259 Menschen getötet.

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16. August
Handelsblatt

+++ Iran-Krieg +++: Nach Gespräch mit Kushner – Hamas stellt Bedingungen für Gaza-Fahrplan

Hamas stellt Bedingungen für Umsetzung des Gaza-Fahrplans Die Hamas hat vor einer Umsetzung des neuen Fahrplans für eine Waffenruhe im Gazastreifen einen Stopp der israelischen Angriffe und einen Rückzug der israelischen Truppen bis zur „gelben Linie“ gefordert. Das sagte ein Hamas-Vertreter nach dem mehr als zweistündigen Treffen von Hamas-Chef Chalil al-Haja mit dem US-Gesandten Jared Kushner am Sonntag in Ägypten. Die gelbe Linie wurde nie genau definiert. Israelische Streitkräfte sind über sie hinaus vorgedrungen und kontrollieren inzwischen rund 60 Prozent des Gazastreifens. Das Weiße Haus äußerte sich nicht zu den Gesprächen. Bei dem Treffen ging es nach Angaben aus regionalen Regierungskreisen auch darum, die Zusicherung der Hamas für den Fahrplan und insbesondere ihre Bereitschaft zur Entwaffnung zu erhalten. Der Hamas-Vertreter sagte, die Gruppe stehe zu dem Fahrplan und warte nun darauf, dass die Vermittler die 14-tägige Verhandlungsphase zur Festlegung eines Zeitplans für die Umsetzung einleiten. Die Hamas forderte die Vermittler und den von den USA geschaffenen Friedensrat in einer Erklärung auf, Israel zur Zustimmung zu dem Fahrplan für die nächsten Schritte zu „zwingen“. Die Forderungen kommen vor dem für Montag geplanten Treffen Kushners mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Dieser lehnt einen Rückzug israelischer Truppen ab, solange die Hamas nicht vollständig entwaffnet ist.

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16. August
Der Spiegel

Gaza-Friedensplan: US-Gesandter Jared Kushner berät mit Hamas-Spitze

Friedensverhandlungen im Nahen Osten US-Gesandter Kushner berät mit Hamas-Spitze US-Sondergesandter Jared Kushner hat in Ägypten mit führenden Vertretern der Hamas über den US-Friedensplan für den Gazastreifen gesprochen. Bei dem Treffen am Sonntag soll der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump eine Beteiligung der Hamas an einer künftigen Regierung des Gazastreifens weiter ausgeschlossen haben. Zudem habe er betont, dass der Gazastreifen »nie wieder eine Quelle des Terrors gegen Israel« werden dürfe. Die Hamas beteuerte den Angaben zufolge bei dem Treffen ihr Bekenntnis zu dem Friedensplan, der von Israel zurückgewiesen wird. Die Hamas, die von den USA als Terrororganisation eingestuft wird, wurde bei dem Treffen unter anderem durch ihren neuen Anführer Khalil al-Hayya vertreten. Harte Kritik an Israel Vertreter von acht mehrheitlich muslimischen Staaten verurteilten derweil die Zurückweisung des Gaza-Friedensplans durch Israel. In einer am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung kritisierten die Außenminister von Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, Pakistan, Indonesien, Katar, der Türkei und der Vereinigten Arabischen Emirate »die von Israel erklärte Zurückweisung des Rahmenplans« sowie eines Palästinenserstaats. Sie warfen Israel vor, die Umsetzung des Plans sowie »die gemeinsamen Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden« im Gazastreifen zu torpedieren. Treffen mit el-Sisi Kushner traf am Sonntag auch den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi zu Beratungen über den US-Plan für das Palästinensergebiet. Beide Politiker hätten dabei »die Notwendigkeit betont, dass alle Parteien ihren Verpflichtungen aus dem Waffenruhe-Abkommen nachkommen«, sagte ein Sprecher el-Sisis im Anschluss. Zudem führte Trumps Sondergesandter Gespräche mit Vermittlern aus Ägypten, Katar und der Türkei sowie dem Gaza-Gesandten des vom US-Präsidenten ins Leben gerufenen »Friedensrats«, Nickolay Mladenov. Der von Trump vorangetriebene Gaza-Friedensplan sieht vor, dass die islamistische Hamas schrittweise ihre Waffen abgibt, während sich die israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen zurückziehen. Eine internationale Stabilisierungstruppe und eine neue palästinensische Polizei sollen die Verantwortung in dem Küstenstreifen übernehmen. Trump würdigt Ankündigung als »großen Meilenstein« Die Hamas hatte Ende Juli eingewilligt, in der nächsten Phase des Gaza-Friedensplans ihre Waffen an eine neue palästinensische Übergangsverwaltung im Gazastreifen zu übergeben. Trump hatte die Ankündigung als »großen Meilenstein« begrüßt. - 14 Min - 6 Min - Führungswechsel in Gaza: Was will der neue Hamas-Chef Khalil al-Hayya?Von Thore Schröder, Hamburg6 Min6 Min Seit Oktober 2025 gilt eine Waffenruhe, beide Seiten werfen sich jedoch immer wieder Verstöße vor.

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16. August
FAZ (Politik)

Liveblog Irankrieg: Jared Kushner trifft Hamas-Anführer in Ägypten

Liveblog Irankrieg : Jared Kushner trifft Hamas-Anführer in Ägypten Lesezeit: Jared Kushner spricht nach der Unterzeichnung der Gründungsurkunde beim Treffen des „Board of Peace“. (Archivbild)dpa Dabei schloss er eine Rolle der Hamas bei einer künftigen Regierung des Gazastreifens abermals aus +++ Israel meldet Tötung eines ranghohen Hizbullah-Kommandeurs +++ Weitere Todesopfer bei Angriff auf Südlibanon +++ alle Entwicklungen im Liveblog Ben Mengler Trumps Gesandter Kushner trifft mit Hamas-Anführern zusammen Im Bemühen um die Umsetzung des US-Friedensplans für den Gazastreifen ist der US-Sondergesandte Jared Kushner mit führenden Vertretern der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas zusammengetroffen. Bei dem Treffen in Ägypten am Sonntag forderte der Sondergesandte und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump die Hamas abermals zu einer überprüfbaren Entwaffnung auf, wie aus mit den Gesprächen vertrauten Quellen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP verlautete.  Eine Rolle der Hamas bei einer künftigen Regierung des Gazastreifens schloss Kushner demnach weiter aus. Zudem habe er betont, dass der Gazastreifen „nie wieder eine Quelle des Terrors gegen Israel“ werden dürfe. Die Hamas beteuerte den Angaben zufolge bei dem Treffen ihr Bekenntnis zu dem Friedensplan, der von Israel zurückgewiesen wird. Die Hamas, die von den USA als Terrororganisation eingestuft wird, wurde bei dem Treffen unter anderem durch ihren neuen Anführer Chalil al-Hajja vertreten. Vertreter von acht mehrheitlich muslimischen Staaten verurteilten derweil die Zurückweisung des Gaza-Friedensplans durch Israel. In einer am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung kritisierten die Außenminister von Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, Pakistan, Indonesien, Katar, der Türkei und der Vereinigten Arabischen Emirate „die von Israel erklärte Zurückweisung des Rahmenplans“ sowie eines Palästinenserstaats. Sie warfen Israel vor, die Umsetzung des Plans sowie „die gemeinsamen Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden“ im Gazastreifen zu torpedieren. Die Likud-Partei des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu beschuldigte die Unterzeichner daraufhin, Netanjahu „zur Strecke bringen“ zu wollen. Eine Rolle der Hamas bei einer künftigen Regierung des Gazastreifens schloss Kushner demnach weiter aus. Zudem habe er betont, dass der Gazastreifen „nie wieder eine Quelle des Terrors gegen Israel“ werden dürfe. Die Hamas beteuerte den Angaben zufolge bei dem Treffen ihr Bekenntnis zu dem Friedensplan, der von Israel zurückgewiesen wird. Die Hamas, die von den USA als Terrororganisation eingestuft wird, wurde bei dem Treffen unter anderem durch ihren neuen Anführer Chalil al-Hajja vertreten. Vertreter von acht mehrheitlich muslimischen Staaten verurteilten derweil die Zurückweisung des Gaza-Friedensplans durch Israel. In einer am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung kritisierten die Außenminister von Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, Pakistan, Indonesien, Katar, der Türkei und der Vereinigten Arabischen Emirate „die von Israel erklärte Zurückweisung des Rahmenplans“ sowie eines Palästinenserstaats. Sie warfen Israel vor, die Umsetzung des Plans sowie „die gemeinsamen Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden“ im Gazastreifen zu torpedieren. Die Likud-Partei des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu beschuldigte die Unterzeichner daraufhin, Netanjahu „zur Strecke bringen“ zu wollen. Kushner traf am Sonntag auch den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi zu Beratungen über den US-Plan für das Palästinensergebiet. Beide Politiker hätten dabei „die Notwendigkeit betont, dass alle Parteien ihren Verpflichtungen aus dem Waffenruhe-Abkommen nachkommen“, sagte ein Sprecher al-Sisis im Anschluss. Zudem führte Trumps Sondergesandter Gespräche mit Vermittlern aus Ägypten, Katar und der Türkei sowie dem Gaza-Gesandten des vom US-Präsidenten ins Leben gerufenen „Friedensrats“, Nickolay Mladenov.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Israel meldet Tötung eines ranghohen Hizbullah-Kommandeurs Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandeur der libanesischen Hizbullah-Miliz gezielt getötet. Der Befehlshaber sei am Samstag bei einem Angriff in Deir al-Sahrani im Südlibanon getroffen worden. Aus dem Ort waren nach offiziellen libanesischen Angaben vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden. Von der  Hizbullah gab es zunächst keine offizielle Mitteilung zur Tötung des Kommandeurs.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Hannah Sturm Qatar streitet Gefangennahme iranischer Piloten ab Qatar hat die Darstellung Irans zurückgewiesen, Piloten aus dem Land gefangenzuhalten. Der Sprecher des Außenministeriums, Madschid al-Ansari, drückte in einer Mitteilung auf der Plattform X zugleich Verwunderung über die „irreführenden Aussagen“ zu einem Zeitpunkt aus, in der diplomatische Bemühungen liefen, um die Spannungen in der Region zu deeskalieren.  Qatar vermittelt neben Pakistan im Konflikt zwischen Iran und den USA. Iranische Medien hatten am Samstag eine Stellungnahme des Leiters des Ausschusses für vermisste Personen beim Generalstab der iranischen Streitkräfte verbreitet. Darin wird behauptet, dass die qatarischen Streitkräfte drei iranische Piloten gefangen nahmen, nachdem ihre Kampfflugzeuge kurz nach Beginn des Irankriegs abgestürzt waren. Das Schreiben, in dem nach iranischen Medienberichten auch angeprangert wurde, dass die qatarische Regierung den angeblichen Gefangenen nicht erlaube, ihre Familien oder mit ihrem Fall befasste iranische Vertreter zu kontaktieren oder zu treffen, soll an das internationale Rote Kreuz gerichtet worden sein.  Im Juni hatte Iran schon davon gesprochen, keine Informationen über den Verbleib der Piloten zu haben. Damals hieß es, die iranischen SU-24 Kampfjets seien bei einem Angriff auf den US-Militärstützpunkt al-Udeid von qatarischen Jets abgefangen worden. Früh im Irankrieg hatte die Islamische Republik die Basis mit Raketen getroffen. Aus der Reaktion des Sprechers des qatarischen Außenministeriums geht nun hervor, dass die Streitkräfte Luftverteidigungsmaßnahmen gegen die iranischen Kampfflugzeuge ergriffen - diese also möglicherweise abschossen - nachdem sie in den Luftraum des Landes eingedrungen waren. Such- und Rettungsteams hätten anschließend die sterblichen Überreste eines Piloten gefunden, schrieb al-Ansari. Es sei Kontakt zu Iran aufgenommen worden, um die Übergabe zu koordinieren. Qatar habe auch ein iranisches Team eingeladen, um sich über die Einzelheiten der Such- und Rettungsmaßnahmen zu informieren. Die Einladung sei jedoch unbeantwortet geblieben.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mindestens neun Tote in Südlibanon nach Angriff Israels Im Süden Libanons sind bei israelischen Luftangriffen dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge mindestens elf Menschen getötet worden. Allein sieben Menschen seien ums Leben gekommen, als Kampfflugzeuge im Morgengrauen ein Haus in dem Dorf Ansar bombardierten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Samstag. 19 Menschen seien verletzt worden. Unter den Toten seien drei Kinder und zwei Frauen.  Zwei weitere Menschen kamen demnach außerdem bei einem Angriff auf das Dorf Deir el-Zahrani ums Leben. Elf Menschen seien zudem verletzt worden. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten in der Nacht zum Samstag in einer von ihnen als Sicherheitszone bezeichneten Region in Südlibanon Infrastruktur der mit dem Iran verbündeten Hizbullah-Miliz attackiert. Das israelische Militär sprach von einer Reaktion auf Aktionen gegen seine Soldaten. „Die Märtyrer des israelischen Angriffs auf das Dorf Ansar sind keine 'militärische Infrastruktur', und die dabei getöteten Frauen und Kinder sind keine militärischen Ziele“, erklärte der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam auf der Plattform X. Es ist einer der Angriffe mit den meisten Todesopfern, seit Libanon vor einigen Wochen einem von den USA vermittelten Rahmenabkommen für einen Frieden mit Israel zugestimmt hat. Die Vereinbarung sieht vor, dass israelische Truppen im von ihnen besetzten Süden Libanons entwaffnet ist und die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt. Zwei weitere Menschen kamen demnach außerdem bei einem Angriff auf das Dorf Deir el-Zahrani ums Leben. Elf Menschen seien zudem verletzt worden. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten in der Nacht zum Samstag in einer von ihnen als Sicherheitszone bezeichneten Region in Südlibanon Infrastruktur der mit dem Iran verbündeten Hizbullah-Miliz attackiert. Das israelische Militär sprach von einer Reaktion auf Aktionen gegen seine Soldaten. „Die Märtyrer des israelischen Angriffs auf das Dorf Ansar sind keine 'militärische Infrastruktur', und die dabei getöteten Frauen und Kinder sind keine militärischen Ziele“, erklärte der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam auf der Plattform X. Es ist einer der Angriffe mit den meisten Todesopfern, seit Libanon vor einigen Wochen einem von den USA vermittelten Rahmenabkommen für einen Frieden mit Israel zugestimmt hat. Die Vereinbarung sieht vor, dass israelische Truppen im von ihnen besetzten Süden Libanons entwaffnet ist und die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt. Die radikalislamische Miliz lehnt die Bedingungen als Kapitulation ab. Hizbullah-Chef Naim Kassem sagte am Freitag in einer Rede, das Rahmenabkommen sei „ein israelischer Befehl, geschrieben mit israelischer Tinte, den die libanesischen Behörden unterzeichnet haben“. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Donnerstag bei einem Besuch in Südlibanon erklärt, das Militär werde sich nicht aus den kontrollierten Gebieten zurückziehen, bis die Hisbollah entwaffnet sei. Ein Vertreter des US-Außenministeriums erklärte, eine dauerhafte israelische Militärpräsenz in dem Gebiet stehe nicht im Einklang mit Israels Zusagen aus dem Abkommen mit der libanesischen Regierung. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Donnerstag bei einem Besuch in Südlibanon erklärt, das Militär werde sich nicht aus den kontrollierten Gebieten zurückziehen, bis die Hisbollah entwaffnet sei. Ein Vertreter des US-Außenministeriums erklärte, eine dauerhafte israelische Militärpräsenz in dem Gebiet stehe nicht im Einklang mit Israels Zusagen aus dem Abkommen mit der libanesischen Regierung. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Iran: Ölteppich nahe der Insel Geschm Nach Monaten der Gefechte um die Schifffahrt in der Straße von Hormus kämpft der Iran nach eigenen Angaben gegen eine Ölverschmutzung im Meer nahe der Insel Gheschm. Erste Maßnahmen zur Eindämmung eines Ölteppichs seien eingeleitet, berichtete die iranische Zeitung „Etemad“. Bereits am Freitag hatte der staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet, dass 3,2 Hektar eigene Küste sowie neun Hektar der Küstengewässer betroffen seien. Es seien unter anderem Mangrovenwäldern betroffen. Vorher hatte es von offiziellen Stellen noch geheißen, die Ölverschmutzung sei bereits eingedämmt. In dem Irna-Bericht hieß es, auch Brutgebiete für Meeresschildkröten seien betroffen. Man gehe davon aus, dass die Ölverschmutzung vom Meer aus an die Küste getrieben worden sei. Die genaue Ursache sei bisher nicht ausgemacht, hieß es bei „Etemad“. Um faktisch die Schifffahrt durch die für den internationalen Handel wichtige Straße von Hormus zu blockieren, hatten Streitkräfte der Islamischen Republik seit Ausbruch des Irankriegs viele Frachter attackiert. Die USA reagierten mit einer Seeblockade für iranische Schiffe und feuerten ebenfalls mehrfach auf sie, um sie manövrierunfähig zu machen. Auch an der Küste Omans breitet sich ein Ölteppich aus. Dort war der Tanker „Caroline Bezengi“ auf Grund gelaufen, der Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet wird und unter EU-Sanktionen steht. Er droht nach Experteneinschätzung auseinanderzubrechen. Ob die Ölverschmutzung an der iranischen Küste mit der „Caroline Bezengi“ in Zusammenhang steht, war zunächst unklar.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Araghtschi: Iran hat noch nicht über Wiederaufnahme von Gesprächen mit den USA entschieden Iran hat nach den Worten seines Außenministers Abbas Araghtschi noch nicht über eine Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA entschieden. Der Austausch von Botschaften über Qatar und Pakistan sei nicht mit Verhandlungen gleichzusetzen, sagt Araghtschi dem iranischen Nachrichtenportal Shahrara News. Gespräche mit dem Oman konzentrierten sich auf die Festlegung einer Seeroute durch die Straße von Hormus. Die USA müssten zuerst Bedingungen für eine Wiederherstellung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge erfüllen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Vier Tote bei Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf den Hafen von Mucha Bei einem Raketenangriff der von Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf die jemenitische Hafenstadt Mucha am Roten Meer sind mindestens vier Zivilisten getötet worden. Dies teilt die international anerkannte Regierung des Jemen mit. Die jemenitische Nachrichtenagentur Saba berichtet zudem unter Berufung auf Militärkreise, die Huthis hätten Mucha mit sechs Raketen getroffen, wobei vier Zivilisten getötet und mehrere Fischerboote in Brand gesetzt worden seien. Die Huthi-Rebellen erklären ihrerseits, sie hätten mit ballistischen Raketen Waffen und Kriegsschiffe angegriffen, die zu den von Saudi-Arabien unterstützten Truppen gehörten. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Frist verstreicht: Irankrieg vor ungewisser Zukunft Auch rund zwei Monate nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen Teheran und Washington scheint ein Ende des Irankrieges in weiter Ferne. Statt wie geplant Fortschritte in der Frage des iranischen Atomprogramms zu erzielen, provozierte US-Präsident Donald Trump am Abend mit der Ankündigung einer Übernahme der Straße von Hormus. Iran weist die Pläne zurück und stellt die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den USA offen infrage. Derweil läuft an diesem Wochenende die Frist aus, binnen derer die USA und Teheran Verhandlungen etwa über das iranische Atomprogramm abschließen wollten. Gegen die Waffenruhe und weitere Punkte des Abkommens war in den vergangenen Wochen allerdings mehrfach verstoßen worden. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß es zuletzt, die Waffenruhe solle verlängert werden – um weitere 60 oder gar 90 Tage. Bisher ist demnach aber nicht entschieden, ob diese neuerliche Waffenruhe öffentlich kommuniziert werde. Pakistan ist Vermittler in dem Konflikt. Trump hatte zuvor Öl ins Feuer gegossen und angekündigt, die Straße von Hormus als US-Territorium auszuweisen. „Sobald wir Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet –, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären“, sagte er bei einem Wahlkampfauftritt. Nähere Angaben dazu machte Trump zunächst nicht. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas und zudem zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran. Iran wies die Pläne entschieden zurück. „Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen“, schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Iran fürchte weder Drohungen noch lasse es sich von Machtdemonstrationen einschüchtern. Gharibabadi schrieb weiter, die USA müssten akzeptieren, eine strategische und schwere Niederlage erlitten zu haben. „Die Straße von Hormus gehörte Iran, gehört dem Iran und wird Iran gehören.“ Zudem endet die Frist, in der Iran sich zu einer gebührenfreien Durchfahrt der Straße von Hormus verpflichtet. Wie die Schifffahrt in der strategisch wichtigen Meerenge danach geregelt sein soll, ist Gegenstand von Verhandlungen zwischen Iran und Oman. Der Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde allerdings bisher nicht verkündet. Nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen steht diese aber bevor.  Iran betonte, dass es sich bei diesen Verhandlungen um technische Gespräche handele, bei denen die Schifffahrtsrouten durch die Meerenge festgelegt werden sollten. Sie seien abgetrennt von möglichen Waffenruhe-Verhandlungen mit den USA zu sehen.  Der seit Ende Februar andauernde Irankrieg hat den Schiffsverkehr in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Die Kriegsparteien ringen schon länger um eine vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Meerenge – bislang ohne Erfolg. Auch in der Nacht zu Samstag wurde derweil ein Angriff auf ein Handelsschiff in der Meerenge gemeldet: Die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM berichtete auf der Plattform X, ein Schiff des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc sei attackiert worden. Bei dem Vorfall sei niemand verletzt worden.  Über mögliche Schäden am Schiff gab es zunächst keine Angaben. Die Emirate hatten bereits in der Nacht zu Freitag mitgeteilt, zwei Schiffe von Adnoc seien von Iran angegriffen worden und verurteilten den Vorfall scharf. Iran hatte zuletzt für eine Öffnung der Meerenge neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen das Land, eine Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einen Abzug der US-Streitkräfte aus der Region und eine vollständige Entschädigung für die Kriegsschäden verlangt. Ungeachtet des Auslaufens der 60-tägigen Waffenruhe mit den USA hat Iran eigenen Angaben zufolge noch nicht entschieden, ob neue Verhandlungen mit Washington aufgenommen werden sollen. Außenminister Abbas Araghtschi sagte der regierungsnahen Nachrichtenagentur Isna zufolge, die USA hätten die Vereinbarung verletzt, die Kämpfe seien wieder aufgenommen worden. Damit habe es anders als abgesprochen keine Waffenruhe gegeben, die nun verlängert werden müsse. Die Spannungen zwischen den USA und Iran machen sich derweil weiter an den Energiemärkten bemerkbar: Die wichtige Nordseesorte Brent ging am Freitag mit weiteren Aufschlägen aus den Handel und kostete zuletzt knapp 89 Dollar – rund 20 Dollar mehr als vor einem halben Jahr. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos VAE: Angriff auf Schiff von staatlichem Ölkonzern in der Straße von Hormus Die staatliche Ölgesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), die Abu Dhabi National Oil Company, meldet einen Angriff auf eines ihrer Schiffe in der Straße von Hormus. Bei dem Vorfall am Freitag habe es keine Verletzten gegeben, teilt das Unternehmen mit. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Robert Dikomeit Iran: Straße von Hormus bleibt unter unserer Kontrolle Iran lässt sich nach den Worten von Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi nicht von Drohungen oder Machtdemonstrationen der USA einschüchtern. Die strategisch wichtige Straße von Hormus werde nur unter der Kontrolle Irans gesperrt oder freigegeben, teilt Gharibabadi auf der Kurznachrichtenplattform X mit. Er reagiert damit auf US-Präsident Donald Trump, der angekündigt hat, die Meerenge zu US-Territorium zu erklären. Es war zunächst unklar, wie ernst Trump diese Ankündigung meinte. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Robert Dikomeit Trump: Werde Straße von Hormus „bald“ zum US-Territorium erklären US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigenen Angaben „bald“ zu einem Territorium der Vereinigten Staaten erklären. „Nachdem wir Iran besiegt haben (...), werde ich die Straße von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären“, sagte er am Freitag mit einem Schmunzeln bei einer politischen Veranstaltung an einer Polizeiakademie im Bundesstaat New York. Trump hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass die USA die für den Welthandel äußerst wichtige Meerenge kontrollieren; Iran wiederum gibt an, einen Großteil der Wasserstraße unter seine Kontrolle gebracht zu haben. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mathias Peer Niedriger Ölpreis laut Vance derzeit wichtigstes Ziel im Iran-Krieg US-Vizepräsident JD Vance hat einen niedrigen Ölpreis als derzeit wichtigstes Ziel seines Landes im Iran-Krieg bezeichnet. Das zweitwichtigste Ziel sei es, dass der Iran nie in den Besitz von Atomwaffen gelange, sagte Vance dem Fernsehsender Fox News. Bisher hatte Präsident Donald Trump immer erklärt, der Grund für den Beginn des Krieges sei die Verhinderung von Atomwaffen in den Händen Teherans. „Ich weiß, dass der Ölpreis heute gefallen ist und weit unter den Höchstständen aus der Anfangsphase des Konflikts liegt“, sagte Vance. „Das ist das oberste Ziel: Öl und Gas für die US-Bürger im ganzen Land günstig zu halten.“ Weiter sagte der Vizepräsident: „Und das zweite Ziel ist es natürlich, sicherzustellen, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangt.“ Vance zeigte sich überzeugt, „dass wir dabei sind, beide Ziele zu erreichen“. „Ich weiß, dass der Ölpreis heute gefallen ist und weit unter den Höchstständen aus der Anfangsphase des Konflikts liegt“, sagte Vance. „Das ist das oberste Ziel: Öl und Gas für die US-Bürger im ganzen Land günstig zu halten.“ Weiter sagte der Vizepräsident: „Und das zweite Ziel ist es natürlich, sicherzustellen, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangt.“ Vance zeigte sich überzeugt, „dass wir dabei sind, beide Ziele zu erreichen“. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mathias Peer USA wollen Iran laut Bessent wirtschaftlich isolieren Die USA werden US-Finanzminister Scott Bessent zufolge beispiellose Maßnahmen gegen Iran ergreifen. „Wir werden Maßnahmen anwenden, wie sie in der Geschichte der wirtschaftlichen Isolierung eines Landes noch nie dagewesen sind“, sagte Bessent in der TV-Sendung „Rob Schmitt Tonight“ des US-Senders Newsmax. Für die kommende Woche kündigte er weitere Erklärungen an. „Es wird eine Kombination aus einer wirtschaftlichen Isolierung sein (...) und der fortgesetzten Blockade in der Straße von Hormus, die verhindern wird, dass irgendetwas in die iranischen Häfen hinein- oder herausgelangt“, sagte der Minister. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mathias Peer Emirate melden iranische Angriffe auf zwei Schiffe in Straße von Hormus Iran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen. Diese gehörten dem staatlichen Ölkonzern Adnoc, teilte das Außenministerium in Abu Dhabi mit. Bei dem „feindlichen iranischen Angriff“ sei niemand verletzt worden. Der staatliche Ölkonzern Adnoc erklärte, zwei seiner Schiffe seien am Donnerstagabend „während der Durchfahrt“ durch die Straße von Hormus angegriffen worden. Die Lage sei „unter Kontrolle gebracht“ worden. Das Außenministerium kritisierte das iranische Vorgehen scharf: „Angriffe auf die Handelsschifffahrt und die Ausnutzung der Straße von Hormus als Instrument für wirtschaftlichen Zwang oder Erpressung stellen Piraterie-Akte dar, die von der Islamischen Revolutionsgarde Irans begangen werden“, hieß es in der Erklärung. Dies sei „eine unmittelbare Bedrohung für die Stabilität der Region und ihre Bevölkerung sowie für die weltweite Energiesicherheit“. Der staatliche Ölkonzern Adnoc erklärte, zwei seiner Schiffe seien am Donnerstagabend „während der Durchfahrt“ durch die Straße von Hormus angegriffen worden. Die Lage sei „unter Kontrolle gebracht“ worden. Das Außenministerium kritisierte das iranische Vorgehen scharf: „Angriffe auf die Handelsschifffahrt und die Ausnutzung der Straße von Hormus als Instrument für wirtschaftlichen Zwang oder Erpressung stellen Piraterie-Akte dar, die von der Islamischen Revolutionsgarde Irans begangen werden“, hieß es in der Erklärung. Dies sei „eine unmittelbare Bedrohung für die Stabilität der Region und ihre Bevölkerung sowie für die weltweite Energiesicherheit“. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Geplante Gebühr für Straße von Hormus: Iran verweist auf Umweltschäden Iran verweist bei seinem Plan, für die Durchfahrt der Straße von Hormus künftig eine Gebühr zu kassieren, auf die von passierenden Schiffen verursachten Umweltschäden. Die massive und über Jahrzehnte entstandene Verschmutzung des Persischen Golfs und des Golfs von Oman hätten in Iran Schäden in Höhe von Billionen Dollar verursacht, behauptete der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, auf der Plattform X.  Die Parteien, die vom Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus profitierten, hätten eine rechtliche und moralische Verpflichtung, zur Behebung der Umweltschäden beizutragen, schrieb er weiter. Die Verbesserung der Umweltbedingungen müsse wesentlich für jede künftige Verwaltung der wichtigen Wasserstraße sein. Welche Umweltschutzmaßnahmen ihm vorschwebten, erläuterte der Sprecher allerdings nicht.  Baghai wies als Beispiel auf eine jüngste Ölverschmutzung entlang der Küste der in der Meerenge liegenden iranischen Insel Qeschm hin. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge sei ein ausländischer Frachter dafür verantwortlich. Genauere Angaben machte er dazu nicht.  Die Öffnung der faktisch durch Iran blockierten Straße von Hormus ist inzwischen eine der Schlüsselfragen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Der iranische Machtapparat betont, er wolle in Abstimmung mit dem Oman, dem anderen Anrainerstaat, eine Gebühr von Schiffen kassieren, die die Meerenge passieren. Die USA lehnen eine Maut vehement ab.  Noch vor kurzem hatte US-Präsident Donald Trump Iran gewarnt, das Land werde sehr hart getroffen, sollte die für den globalen Handel mit Öl, Flüssiggas und Dünger wichtige Meerenge nicht bald geöffnet werden. Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen Iran verlief die Schifffahrt in der Meerenge weitestgehend ungestört.  Umweltschützer weisen regelmäßig darauf hin, dass aufgrund des Iran-Kriegs die Gefahr groß sei, dass Schiffe beschädigt oder getroffen werden. Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass Öl von einem vor der Küste des Omans auf Grund gelaufenen Tankers, der Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet wird, das Festland des Omans erreicht hat.  Die Straße von Hormus und die angrenzenden Gewässer des Persischen Golfs und des Golfs von Oman beherbergen laut Greenpeace empfindliche Ökosysteme wie Korallenriffe, Mangrovenwälder und Seegraswiesen, die zahlreichen Arten als Lebensgrundlage dienen. Bei einer Ölhavarie könnte zudem die Wasserversorgung von Millionen Menschen gefährdet sein, da viele Golfstaaten auf Entsalzungsanlagen setzen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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16. August
Die Zeit (Politik)

US-Unterhändler: Kushner führt in Ägypten Gespräche über Gazastreifen

Jared Kushner hat in Ägypten Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt. Der US-Unterhändler und Schwiegersohn von US-Präsident Donald traf in El Alamein den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sissi, wie die Präsidentschaft mitteilte. Auch der ägyptische Außenminister Badr Abdel-Atti und Geheimdienstchef Hassan Raschad seien zugegen gewesen. Die Abgesandten Kushner und Nikolai Mladenow sollten zudem mit Vermittlern aus Ägypten, Katar und der Türkei zusammenkommen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Diplomatenkreise. Die islamistische Terrororganisation Hamas teilte mit, Kushner werde in Ägypten zudem eine Hamas-Delegation treffen. Die Zusammenkunft sei vom ägyptischen Geheimdienst vermittelt worden. Auch die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, Hamas-Vertreter hätten an einigen der Gespräche teilgenommen. Zuvor war eine Hamas-Delegation mit Geheimdienstchef Raschad zusammengetroffen. Kushner soll offenbar nach Israel weiterreisen Anschließend reise Kushner weiter zu Gesprächen in Israel, hieß es vonseiten der Hamas weiter. Er wolle dort Medienberichten zufolge unter anderem den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen. Netanjahu hatte vor einer Woche gesagt, Israel lehne einen Fahrplan des sogenannten »Board of Peace« für den im Krieg großflächig zerstörten Gazastreifen ab. »Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist«, sagte Netanjahu. Außerdem bekräftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Der ranghohe Hamas-Vertreter Bassem Naim sagte dagegen, die Hamas bleibe dem Gaza-Fahrplan verpflichtet. Trump hatte vergangenen Monat einen Durchbruch bei seinem Plan verkündet, dem beide Seiten zugestimmt hätten. Die Hamas teilte mit, sie habe zugestimmt, um eine Fortsetzung des Krieges zu verhindern. Die Umsetzung hänge jedoch davon ab, dass Israel seine Zusagen einhalte. Während der diplomatischen Bemühungen setzte Israel seine Luftangriffe im Gazastreifen fort. Nach Angaben aus medizinischen Kreisen wurden zuletzt bei Angriffen in Chan Junis und im Flüchtlingslager Nuseirat mehrere Menschen verletzt. Nach dem Fahrplan des sogenannten Board of Peace sollen Israel und die Hamas die Kämpfe einstellen. Eine palästinensische Übergangsverwaltung soll mit Unterstützung einer internationalen Stabilisierungstruppe die Kontrolle über Verwaltung und Sicherheit übernehmen. Erst nach einer schrittweisen und international verifizierten Übergabe aller Waffen durch die Hamas nach Sektoren werde von Israel ein Abzug aus dem Gazastreifen erwartet, sagte Mladenow. Ultrarechter Minister Ben-Gvir fordert gezielte Tötungen in Gaza Der ultrarechte israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir forderte indes, gezielt Menschen im Gazastreifen zu töten. »Ich finde, es sollten in Gaza gezielte Tötungen ausgeführt werden, wobei jede Nacht 30 bis 40 ausgeschaltet werden. Nicht nur diejenigen, die eine unmittelbare Gefahr bedeuten – es gibt dort Menschen, die es nicht verdient haben, zu leben. Sie sollten nicht am Leben sein. Sie sind nicht einmal Menschen«, sagte Ben-Gvir in einem Podcast. Er kritisierte den Rückgang israelischer Angriffe in dem palästinensischen Gebiet. Ben-Gvir ist für seine besonders extremistischen Ansichten bekannt. Er sprach sich auch für eine Massenvertreibung von Palästinenserinnen und Palästinensern aus dem Gazastreifen aus. Nach Einschätzung internationaler Anwälte könnte ein solches Vorgehen einer ethnischen Säuberung gleichkommen. Ben-Gvir, der als Minister für die Polizei und die Gefängnisse des Landes zuständig ist, gehört inzwischen zu den einflussreichsten Personen in Israel.

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