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Donnerstag, 23. Juli 2026
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Vorsorge: Die Frühstartrente hat zwei Vorteile

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22. Juli
FAZ (Wirtschaft)

120 Euro im Jahr vom Staat: Die Frühstartrente für Kinder kommt

120 Euro im Jahr vom Staat : Die Frühstartrente für Kinder kommt Sorgenfrei in der Rente? Kinder bekommen ein staatlich bezuschusstes Vorsorgedepot. Der Gesetzentwurf ist fertig, zehn Euro im Monat soll es geben. Für die Koalition ist es ein wichtiger Baustein der Rentenreform. Vier Wochen nach dem großen Reformkonzept der Rentenkommission nimmt der Umbau der Alterssicherung nun zunächst an anderer Stelle konkrete Formen an: Mit der neuen Frühstartrente bekommt jedes schulpflichtige Kind ein öffentlich bezuschusstes Vorsorgedepot. Wie schon im Koalitionsvertrag von Union und SPD vereinbart, zahlt der Staat künftig zehn Euro im Monat für jedes berechtigte Kind ein. Den schon 2025 angekündigten Gesetzentwurf dazu hat das Bundesfinanzministerium nun fertiggestellt. Die geplante Frühstartrente ist ein dritter Baustein im Konzept zur Stärkung der kapitalgedeckten Altersvorsorge, das die Regierung verfolgt. Das Paket ihrer Rentenkommission sieht daneben die Einführung einer beitragsfinanzierten Kapitalrente für alle Arbeitnehmer vor. Und schon im Frühjahr hatte die Koalition eine Neuaufstellung der geförderten Privatvorsorge („Riester-Rente“) beschlossen. Der Geburtsjahrgang 2019 geht noch leer aus Konkret sieht der Entwurf zur Frühstartrente vor, dass der Bund für jedes Kind vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr die zehn Euro im Monat zahlt, als Startkapital für ein privates Vorsorgedepot. Allerdings geht es erst mit dem Geburtsjahrgang 2020 los, früher Geborene gehen leer aus. Nächstes Jahr folgen alle, die 2021 geboren sind, und so weiter. Die geförderten Vorsorgeverträge müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Sie können in gewissem Rahmen privat aufgestockt werden. Schließen die Eltern für ihre Kinder keinen Vertrag bei einem Privatanbieter ab, wird das Geld kollektiv am Kapitalmarkt angelegt. Die Begünstigten können ihren Anspruch dann später in ein individuelles Depot überführen. Mehr Rente, aber auch mehr Finanzbildung sind wichtige Ziele Die Reform hat mehrere Ziele. Zum einen sollen mit dem sehr langen Anlagehorizont von mehr als sechs Jahrzehnten schon die 120 Euro im Jahr eine spürbare Zusatzrente bringen. Die Vergangenheit zeige, dass eine diversifizierte Anlage in Aktien bei langen Anlagehorizonten hohe Renditen bei geringem Risiko ermögliche, heißt es im Entwurf. Doch seien solche Investitionen in Deutschland im europäischen Vergleich weiterhin niedrig. „Durch den frühen Start können mit geringen regelmäßigen Beiträgen Vermögenswerte aufgebaut werden.“ Zugleich hofft die Regierung auf einen Lerneffekt: „Wer den Kapitalmarkt schon in jungen Jahren erlebt, entwickelt Verständnis für langfristiges Investieren und baut Vertrauen auf“, schreibt das Finanzministerium in dem Entwurf. Drittens soll die Frühstartrente einer wachsenden Ungleichheit vorbeugen. „Die angestrebte Lösung soll den langfristigen Vermögensaufbau zur privaten Altersvorsorge für alle Kinder nutzbar machen – unabhängig von der Initiative, den finanziellen Möglichkeiten oder der Finanzkompetenz der Eltern.“ Mehrausgaben von gut einer Milliarde Euro bis 2030 Die Erträge des so angelegten Geldes bleiben steuerfrei, bis sie im Alter als Renten ausgezahlt werden. Das soll frühestens nach dem 65. Geburtstag möglich sein. Wenn das Geld dann fließt, wird der Fiskus allerdings seinen Anteil daran verlangen. Das Bundesfinanzministerium beziffert die Kosten der Frühstartrente auf knapp 200 Millionen Euro im kommenden Jahr. Bis 2030 werden daraus mehr als 400 Millionen Euro. Über die vier Jahre kommen die Fachleute von Lars Klingbeil (SPD) auf insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro. Die Anlage der kollektiven Frühstartrenten, deren Berechtigte kein eigenes Depot haben, soll dem Entwurf zufolge die Bundesbank übernehmen. Dies ist insofern bemerkenswert, als auch der Staatsfonds Kenfo als Anwärter auf diese Aufgabe galt. Dieser verwaltet bisher die Ablösezahlungen der Kernkraftwerksbetreiber für die Atommülllagerung und hat im vergangenen Jahr eine Rendite von 6,2 Prozent erzielt. Für die Anlage der geplanten neuen Kapitalrente für Arbeitnehmer hat die Rentenkommission explizit den Kenfo empfohlen. Außerdem sollen Sparer mit der Reform der Riester-Rente neben privaten Fonds ein öffentlich-rechtliches Standarddepot nutzen können. Auch dafür wird noch eine geeignete Stelle gesucht.

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22. Juli
taz (Öko & Co)

Zehn Euro im Monat: Entwurf für die Frühstartrente liegt vor

Zehn Euro im Monat: Entwurf für die Frühstartrente liegt vor Die schwarz-rote Frühstartrente rückt näher. Alle Kinder ab sechs Jahren sollen regelmäßig Geld fürs Alter bekommen. Die wichtigsten Fragen und Antworten. dpa | Die Frühstartrente mit 10 Euro pro Monat vom Staat für jedes Kind in Deutschland ab sechs Jahren rückt näher. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) gab den entsprechenden Gesetzentwurf in die Ressortabstimmung innerhalb der Bundesregierung. Aus dem Finanzministerium wurde der Deutschen Presse-Agentur ein entsprechender Bericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe bestätigt. Der Gesetzentwurf liegt der dpa vor. Für jedes Kind vom 6. bis zum 18. Lebensjahr will der Bund demnach künftig 10 Euro pro Monat in ein individuelles, kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot zahlen. Ausgezahlt werden soll das geförderte Kapital erst nach Vollendung des 65. Lebensjahrs. Zuzahlungen sollen bis zu 6.840 Euro im Jahr möglich sein. Das Depot soll von den Eltern bei einem Anbieter nach Wahl eröffnet werden können oder in einer öffentlichen Kapitalanlage erfolgen. Die Erträge sollen bis Auszahlungsbeginn steuerfrei sein. Starten soll die Frühstartrente mit dem Geburtsjahrgang 2020 rückwirkend zum 1. Januar 2026. Ab kommendem Jahr soll jährlich der Jahrgang der dann Sechsjährigen dazukommen. Ein Antrag soll nicht nötig sein. Soziales Ziel – Millionen an Kosten Erklärtes Ziel der Koalition ist, dass auch Menschen mit geringem Einkommen künftig leichter privat fürs Alter vorsorgen können. „Heute hängt das viel zu oft davon ab, ob die Eltern hohe Einkommen oder Vermögen haben“, sagte Klingbeil den Funke-Medien. Diese Ungleichheit setze sich dann oft bis ins Alter fort. „Das wollen wir ändern.“ Wie das Depot funktionieren soll Das Depot soll von den Eltern bei einem Anbieter nach Wahl eröffnet werden können oder in einer öffentlichen Kapitalanlage erfolgen. Die Erträge sollen bis Auszahlungsbeginn steuerfrei sein. Starten soll die Frühstartrente mit dem Geburtsjahrgang 2020 rückwirkend zum 1. Januar 2026. Ab kommendem Jahr soll jährlich der Jahrgang der dann Sechsjährigen dazukommen. Auch für frühere Geburtsjahrgänge, jene der unter 18-Jährigen, sollen Verträge geschlossen werden können, aber ohne staatliche Zuwendungen. Ein Antrag soll generell nicht nötig sein. Die Ausgaben des Bundes für die Frühstartrente sollen zunächst bei 198 Millionen Euro im Jahr liegen und bis 2030 auf 411 Millionen Euro steigen. Frühstartrente als Weiterbildung Mit dem Projekt will die schwarz-rote Koalition laut Gesetzentwurf auch die Finanzkompetenz in Deutschland stärken. Die Wertentwicklung soll für die jungen Menschen „in ihren persönlichen Depots unmittelbar erlebbar“ werden, heißt es aus Ministeriumskreisen. Der Gesetzentwurf spricht von „einer frühen praktischen Kapitalmarkterfahrung junger Menschen“ mit den Eltern. Eltern und Kinder sollten nachvollziehen können, wie sich das Vermögen entwickele und welche Rolle Kapitalmarktmechanismen für die private Altersvorsorge spielten. Anbieter und öffentliche Stellen sollen dazu regelmäßig verständlich und transparent informieren. So sollen Anreize entstehen, die private Vorsorge im Erwachsenenalter mit eigenen Beiträgen fortzuführen. Mit Zuzahlung winkt 320.000-Euro-Depot Inklusive Zinseffekten und Zuschüssen der Eltern rechnet man im Finanzministerium mit großen Ertragschancen. Zahlen beispielsweise die Eltern monatlich 10 Euro zu, steigt der Depotwert bis 18 auf rund 4.400 Euro, wie das Ministerium vorrechnet. Mit 65 liegt der Wert bei 107.000 Euro. Schießen die Eltern pro Monat 50 Euro zu, können die Kinder mit 65 mit einem 320.000-Euro-Depot rechnen. Wenn die Eltern nichts dazugeben, dann liegt der Depotwert mit 18 demnach bei 2.200 Euro und mit 65 Jahren bei rund 53.000 Euro. Was Schwarz-Rot bei der Vorsorge noch plant Klingbeil wertete die Frühstartrente als „wichtigen Beitrag für eine bessere Altersvorsorge“. In der Bundesregierung, vor allem im Ressort von Sozialministerin Bärbel Bas (SPD), ist auch eine große Rentenreform in Vorbereitung, für die eine Expertenkommission umfangreiche Vorschläge vorgelegt hatte. Eine größere Reform der privaten Altersvorsorge hatte Schwarz-Rot bereits in Angriff genommen. Erklärtes Ziel: Die private Altersvorsorge soll günstiger, einfacher und unbürokratischer werden. Im Frühjahr hatten sich Union und SPD im Bundestag auf Änderungen an einer Vorlage Klingbeils geeinigt. Geben soll es einen Nachfolger für die wenig beliebte private Riester-Rente. Die Riester-Rente sollte Sicherheit bringen, wenn die gesetzliche Rente perspektivisch nicht reicht – gefördert mit Zulagen und Steuervorteilen. Doch viele zahlen nicht weiter in ihre Riester-Verträge ein oder haben sie gekündigt. Denn die Attraktivität leidet unter der Null-Risiko-Strategie beim Anlegen und Abschluss- und Verwaltungskosten. Neues Altersvorsorgedepot Eingeführt werden soll nun ein Altersvorsorgedepot, das auch hohe Renditen am Kapitalmarkt ermöglicht. Der Staat will die Anlagen je nach Einzahlungshöhe gestaffelt fördern. Von der Frühstartrente soll es nun laut Gesetzentwurf einen nahtlosen Übergang in die steuerlich geförderte private Altersvorsorge ab Volljährigkeit geben. Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. 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22. Juli
Wirtschaftswoche

Altersvorsorge: Zehn Euro im Monat – so soll die Frühstartrente funktionieren

Altersvorsorge: Zehn Euro im Monat – so soll die Frühstartrente funktionieren Monatlich zehn Euro vom Staat für jedes Kind soll den Menschen in Deutschland eigenes Altersvermögen von zehntausenden Euro ermöglichen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) gab den angekündigten Gesetzentwurf für eine Frühstartrente in die Ressortabstimmung der Regierung. Mit eigenen Zuzahlungen sollen sechsstellige Summen angespart werden können. Laut dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Gesetzentwurf will der Bund für jedes Kind vom 6. bis zum 18. Lebensjahr künftig zehn Euro pro Monat in ein individuelles, kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot zahlen. Ausgezahlt werden soll das geförderte Kapital erst nach Vollendung des 65. Lebensjahrs. Zuzahlungen sollen bis zu 6.840 Euro im Jahr möglich sein. Zentrales Ziel sei „mehr Chancengleichheit“, sagte Klingbeil den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die zuerst berichtete. Eine frühe Altersvorsorge hänge heute oft von der Einkommens- oder Vermögenshöhe bei den Eltern ab. „Diese Ungleichheit setzt sich dann oft bis ins Alter fort. Das wollen wir ändern.“ Wie soll das Depot funktionieren? Das Depot soll von den Eltern bei einem Anbieter nach Wahl eröffnet werden können oder in einer öffentlichen Kapitalanlage erfolgen. Die Erträge sollen bis Auszahlungsbeginn steuerfrei sein. Starten soll die Frühstartrente mit dem Geburtsjahrgang 2020 rückwirkend zum 1. Januar 2026. Ab kommendem Jahr soll jährlich der Jahrgang der dann Sechsjährigen dazukommen. Auch für frühere Geburtsjahrgänge, jene der unter 18-Jährigen, sollen Verträge geschlossen werden können, aber ohne staatliche Zuwendungen. Ein Antrag soll generell nicht nötig sein. Die Ausgaben des Bundes für die Frühstartrente sollen zunächst bei 198 Millionen Euro im Jahr liegen und bis 2030 auf 411 Millionen Euro steigen. Frühstartrente als Weiterbildung Mit dem Projekt will die schwarz-rote Koalition laut Gesetzentwurf auch die Finanzkompetenz in Deutschland stärken. Die Wertentwicklung soll für die jungen Menschen „in ihren persönlichen Depots unmittelbar erlebbar“ werden, heißt es aus Ministeriumskreisen. Der Gesetzentwurf spricht von „einer frühen praktischen Kapitalmarkterfahrung junger Menschen“ mit den Eltern. Eltern und Kinder sollten nachvollziehen können, wie sich das Vermögen entwickele und welche Rolle Kapitalmarktmechanismen für die private Altersvorsorge spielten. Anbieter und öffentliche Stellen sollen dazu regelmäßig verständlich und transparent informieren. So sollen Anreize entstehen, die private Vorsorge im Erwachsenenalter mit eigenen Beiträgen fortzuführen. Wie viel Geld kann im Depot landen? Inklusive Zinseffekten und Zuschüssen der Eltern rechnet man im Finanzministerium mit großen Ertragschancen. Zahlen beispielsweise die Eltern monatlich 10 Euro zu, steigt der Depotwert bis 18 auf rund 4.400 Euro, wie das Ministerium vorrechnet. Mit 65 liegt der Wert bei 107.000 Euro. Schießen die Eltern pro Monat 50 Euro zu, können die Kinder mit 65 mit einem 320.000-Euro-Depot rechnen. Wenn die Eltern nichts dazugeben, dann liegt der Depotwert mit 18 demnach bei 2.200 Euro und mit 65 Jahren bei rund 53.000 Euro. Was plant Schwarz-Rot bei der Vorsorge noch? Klingbeil wertete die Frühstartrente als „wichtigen Beitrag für eine bessere Altersvorsorge“. In der Bundesregierung, vor allem im Ressort von Sozialministerin Bärbel Bas (SPD), ist auch eine große Rentenreform in Vorbereitung, für die eine Expertenkommission umfangreiche Vorschläge vorgelegt hatte. Eine größere Reform der privaten Altersvorsorge hatte Schwarz-Rot bereits in Angriff genommen. Erklärtes Ziel: Die private Altersvorsorge soll günstiger, einfacher und unbürokratischer werden. Im Frühjahr hatten sich Union und SPD im Bundestag auf Änderungen an einer Vorlage Klingbeils geeinigt. Geben soll es einen Nachfolger für die wenig beliebte private Riester-Rente. Die Riester-Rente sollte Sicherheit bringen, wenn die gesetzliche Rente perspektivisch nicht reicht – gefördert mit Zulagen und Steuervorteilen. Doch viele zahlen nicht weiter in ihre Riester-Verträge ein oder haben sie gekündigt. Denn die Attraktivität leidet unter der Null-Risiko-Strategie beim Anlegen und Abschluss- und Verwaltungskosten. Neues Altersvorsorgedepot Eingeführt werden soll nun ein Altersvorsorgedepot, das auch hohe Renditen am Kapitalmarkt ermöglicht. Der Staat will die Anlagen je nach Einzahlungshöhe gestaffelt fördern. Von der Frühstartrente soll es nun laut Gesetzentwurf einen nahtlosen Übergang in die steuerlich geförderte private Altersvorsorge ab Volljährigkeit geben.

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22. Juli
Handelsblatt

Altersvorsorge: Zehn Euro im Monat – So soll die Frühstartrente funktionieren

Altersvorsorge: Zehn Euro im Monat – So soll die Frühstartrente funktionieren Berlin. Monatlich zehn Euro vom Staat für jedes Kind soll den Menschen in Deutschland eigenes Altersvermögen von zehntausenden Euro ermöglichen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) gab den angekündigten Gesetzentwurf für eine Frühstartrente in die Ressortabstimmung der Regierung. Mit eigenen Zuzahlungen sollen sechsstellige Summen angespart werden können. Laut dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Gesetzentwurf will der Bund für jedes Kind vom 6. bis zum 18. Lebensjahr künftig zehn Euro pro Monat in ein individuelles, kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot zahlen. Ausgezahlt werden soll das geförderte Kapital erst nach Vollendung des 65. Lebensjahrs. Zuzahlungen sollen bis zu 6.840 Euro im Jahr möglich sein. Zentrales Ziel sei „mehr Chancengleichheit“, sagte Klingbeil den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die zuerst berichtete. Eine frühe Altersvorsorge hänge heute oft von der Einkommens- oder Vermögenshöhe bei den Eltern ab. „Diese Ungleichheit setzt sich dann oft bis ins Alter fort. Das wollen wir ändern.“ Das Depot soll von den Eltern bei einem Anbieter nach Wahl eröffnet werden können oder in einer öffentlichen Kapitalanlage erfolgen. Die Erträge sollen bis Auszahlungsbeginn steuerfrei sein. Starten soll die Frühstartrente mit dem Geburtsjahrgang 2020 rückwirkend zum 1. Januar 2026. Ab kommendem Jahr soll jährlich der Jahrgang der dann Sechsjährigen dazukommen.

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22. Juli
Handelsblatt

Altersvorsorge: Zehn Euro im Monat: So soll die Frühstartrente funktionieren

Altersvorsorge: Zehn Euro im Monat: So soll die Frühstartrente funktionieren Berlin. Monatlich zehn Euro vom Staat für jedes Kind soll den Menschen in Deutschland eigenes Altersvermögen von zehntausenden Euro ermöglichen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) gab den angekündigten Gesetzentwurf für eine Frühstartrente in die Ressortabstimmung der Regierung. Mit eigenen Zuzahlungen sollen sechsstellige Summen angespart werden können. Laut dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Gesetzentwurf will der Bund für jedes Kind vom 6. bis zum 18. Lebensjahr künftig zehn Euro pro Monat in ein individuelles, kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot zahlen. Ausgezahlt werden soll das geförderte Kapital erst nach Vollendung des 65. Lebensjahrs. Zuzahlungen sollen bis zu 6.840 Euro im Jahr möglich sein. Zentrales Ziel sei „mehr Chancengleichheit“, sagte Klingbeil den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die zuerst berichtete. Eine frühe Altersvorsorge hänge heute oft von der Einkommens- oder Vermögenshöhe bei den Eltern ab. „Diese Ungleichheit setzt sich dann oft bis ins Alter fort. Das wollen wir ändern.“ Wie das Depot funktionieren soll Das Depot soll von den Eltern bei einem Anbieter nach Wahl eröffnet werden können oder in einer öffentlichen Kapitalanlage erfolgen. Die Erträge sollen bis Auszahlungsbeginn steuerfrei sein. Starten soll die Frühstartrente mit dem Geburtsjahrgang 2020 rückwirkend zum 1. Januar 2026. Ab kommendem Jahr soll jährlich der Jahrgang der dann Sechsjährigen dazukommen. Auch für frühere Geburtsjahrgänge, jene der unter 18-Jährigen, sollen Verträge geschlossen werden können, aber ohne staatliche Zuwendungen. Ein Antrag soll generell nicht nötig sein. Die Ausgaben des Bundes für die Frühstartrente sollen zunächst bei 198 Millionen Euro im Jahr liegen und bis 2030 auf 411 Millionen Euro steigen. Frühstartrente als Weiterbildung Mit dem Projekt will die schwarz-rote Koalition laut Gesetzentwurf auch die Finanzkompetenz in Deutschland stärken. Die Wertentwicklung soll für die jungen Menschen „in ihren persönlichen Depots unmittelbar erlebbar“ werden, heißt es aus Ministeriumskreisen. Der Gesetzentwurf spricht von „einer frühen praktischen Kapitalmarkterfahrung junger Menschen“ mit den Eltern. Eltern und Kinder sollten nachvollziehen können, wie sich das Vermögen entwickele und welche Rolle Kapitalmarktmechanismen für die private Altersvorsorge spielten. Anbieter und öffentliche Stellen sollen dazu regelmäßig verständlich und transparent informieren. So sollen Anreize entstehen, die private Vorsorge im Erwachsenenalter mit eigenen Beiträgen fortzuführen. Mit Zuzahlung winkt 320.000-Euro-Depot Inklusive Zinseffekten und Zuschüssen der Eltern rechnet man im Finanzministerium mit großen Ertragschancen. Zahlen beispielsweise die Eltern monatlich 10 Euro zu, steigt der Depotwert bis 18 auf rund 4.400 Euro, wie das Ministerium vorrechnet. Mit 65 liegt der Wert bei 107.000 Euro. Schießen die Eltern pro Monat 50 Euro zu, können die Kinder mit 65 mit einem 320.000-Euro-Depot rechnen. Wenn die Eltern nichts dazugeben, dann liegt der Depotwert mit 18 demnach bei 2.200 Euro und mit 65 Jahren bei rund 53.000 Euro. Was Schwarz-Rot bei der Vorsorge noch plant Klingbeil wertete die Frühstartrente als „wichtigen Beitrag für eine bessere Altersvorsorge“. In der Bundesregierung, vor allem im Ressort von Sozialministerin Bärbel Bas (SPD), ist auch eine große Rentenreform in Vorbereitung, für die eine Expertenkommission umfangreiche Vorschläge vorgelegt hatte. Verwandte Themen Eine größere Reform der privaten Altersvorsorge hatte Schwarz-Rot bereits in Angriff genommen. Erklärtes Ziel: Die private Altersvorsorge soll günstiger, einfacher und unbürokratischer werden. Im Frühjahr hatten sich Union und SPD im Bundestag auf Änderungen an einer Vorlage Klingbeils geeinigt. Geben soll es einen Nachfolger für die wenig beliebte private Riester-Rente. Die Riester-Rente sollte Sicherheit bringen, wenn die gesetzliche Rente perspektivisch nicht reicht - gefördert mit Zulagen und Steuervorteilen. Doch viele zahlen nicht weiter in ihre Riester-Verträge ein oder haben sie gekündigt. Denn die Attraktivität leidet unter der Null-Risiko-Strategie beim Anlegen und Abschluss- und Verwaltungskosten. Neues Altersvorsorgedepot Eingeführt werden soll nun ein Altersvorsorgedepot, das auch hohe Renditen am Kapitalmarkt ermöglicht. Der Staat will die Anlagen je nach Einzahlungshöhe gestaffelt fördern. Von der Frühstartrente soll es nun laut Gesetzentwurf einen nahtlosen Übergang in die steuerlich geförderte private Altersvorsorge ab Volljährigkeit geben.

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22. Juli
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Altersvorsorge: Frühstartrente rückt näher

Altersvorsorge: Frühstartrente rückt näher Berlin. Die Frühstartrente mit zehn Euro pro Monat vom Staat für jedes Kind in Deutschland ab sechs Jahren rückt näher. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) gab den entsprechenden Gesetzentwurf in die Ressortabstimmung innerhalb der Bundesregierung. Aus dem Finanzministerium wurde der Deutschen Presse-Agentur ein entsprechender Bericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe bestätigt. Der Gesetzentwurf liegt der dpa vor. Für jedes Kind vom 6. bis zum 18. Lebensjahr will der Bund demnach künftig zehn Euro pro Monat in ein individuelles, kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot zahlen. Ausgezahlt werden soll das geförderte Kapital erst nach Vollendung des 65. Lebensjahrs. Zuzahlungen sollen bis zu 6.840 Euro im Jahr möglich sein. Das Depot soll von den Eltern bei einem Anbieter nach Wahl eröffnet werden können oder in einer öffentlichen Kapitalanlage erfolgen. Die Erträge sollen bis Auszahlungsbeginn steuerfrei sein. Starten soll die Frühstartrente mit dem Geburtsjahrgang 2020 rückwirkend zum 1. Januar 2026. Ab kommendem Jahr soll jährlich der Jahrgang der dann Sechsjährigen dazukommen. Ein Antrag soll nicht nötig sein. Soziales Ziel - Millionen an Kosten Erklärtes Ziel der Koalition ist, dass auch Menschen mit geringem Einkommen künftig leichter privat fürs Alter vorsorgen können. „Heute hängt das viel zu oft davon ab, ob die Eltern hohe Einkommen oder Vermögen haben“, sagte Klingbeil den Funke-Medien. Diese Ungleichheit setze sich dann oft bis ins Alter fort. „Das wollen wir ändern.“

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