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Montag, 6. April 2026
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Günstigere Bahntickets? Neue Vorschläge für Entlastung der Bürger

Medienspektrum

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5. April
Handelsblatt

Folgen des Iran-Kriegs: Hohe Spritpreise: EVG-Chef bringt Bahn-Rabatte ins Gespräch

Folgen des Iran-Kriegs: Hohe Spritpreise: EVG-Chef bringt Bahn-Rabatte ins Gespräch Berlin. Entlastung für die Bürger mit Rabatten bei der Bahn? Das kann sich in der aktuellen Debatte über hohe Spritpreise zumindest der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bahn gut vorstellen. „Anstatt sich von den Öl-Konzernen an der Nase herumführen zu lassen, muss die Politik neben einer Übergewinnsteuer das Staatsunternehmen Deutsche Bahn nutzen“, sagte Martin Burkert der „Bild am Sonntag“. „Ein befristeter Rabatt von 30 Prozent auf das Deutschlandticket und Preissenkungen im Fernverkehr von bis zu 50 Prozent wären eine schnelle und wirksame Entlastung.“ Kommt neue Debatte über Finanzierung des Deutschlandtickets? Das Deutschlandticket kostet derzeit 63 Euro im Monat, mit einem Rabatt von 30 Prozent würden die etwa 14 Millionen Ticketinhaber also monatlich fast 20 Euro sparen. Das Deutschlandticket wird von Bund und Ländern sowie mit den Einnahmen aus dem Verkauf finanziert. Sollten sich Bund und Länder entscheiden, einen Rabatt zu gewähren, dürfte erneut eine Debatte über die Finanzierung des Tickets entstehen. Zuletzt waren weder der Bund noch die Länder bereit, mehr Geld für das Ticket bereitzustellen - dadurch ist der Preis des Tickets seit seiner Einführung im Mai 2023 schrittweise um 14 Euro gestiegen. Bund und Länder geben pro Jahr jeweils 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket. DB Fernverkehr steuert auf Sanierungsprogramm zu Die Tickets im Fernverkehr der Bahn kosten je nach Buchungszeitpunkt und Verbindung sehr unterschiedlich, die genaue Ersparnis wäre bei einem Rabatt von 50 Prozent sehr unterschiedlich. Günstigere Tickets dürften aber die Nachfrage nach Bahnfahrten deutlich ankurbeln. Offen wäre, wie ein solcher Fernverkehrs-Rabatt finanziert werden könnte. Die Bahn selbst dürfte abwinken: Der Konzern verzeichnete 2025 einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro - rund 0,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Die Fernverkehrssparte verzeichnete zwar einen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 45 Millionen Euro, blieb damit aber hinter den Erwartungen zurück. Bahnchefin Evelyn Palla stellte für den Fernverkehr ein Sanierungsprogramm in Aussicht.

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5. April
Tagesschau

Günstigere Bahntickets? Neue Vorschläge für Entlastung der Bürger

Debatte über Spritpreise Bahngewerkschaft für günstigere Tickets Wie kann man die Bürger angesichts der hohen Spritpreise entlasten? Die Eisenbahngewerkschaft EVG schlägt deutlich günstigere Bahntickets vor. Der Städte- und Gemeindebund plädiert für eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer. Angesichts hoher Spritpreise fordert die Eisenbahngewerkschaft EVG einem Bericht zufolge eine staatliche Preisreduzierung für Bahntickets. Ein befristeter Rabatt von 30 Prozent auf das Deutschlandticket und Preissenkungen im Fernverkehr von bis zu 50 Prozent wären eine schnelle und wirksame Entlastung, sagte EVG-Chef Martin Burkert der Bild am Sonntag . Weiter sagte Burkert: "Anstatt sich von den Öl-Konzernen an der Nase herumführen zu lassen, muss die Politik neben einer Übergewinnsteuer das Staatsunternehmen Deutsche Bahn nutzen." Gemeindebund fordert befristete Senkung der Mehrwertsteuer Ein weitere Forderung kommt vom Städte und Gemeindebund: Um den steigenden Energiepreisen zu begegnen, soll laut einem Bericht die Mehrwertsteuer wegen der steigenden Energiepreise für einen befristeten Zeitraum gesenkt werden. Notwendig sei eine "sofort wirksame und zeitlich befristete Entlastung für Bürgerinnen und Bürger sowie den Mittelstand und das Handwerk", sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. André Berghegger schlägt eine "spürbare Senkung der Steuern auf Energie und Güter des täglichen Bedarfs vor." "Dazu schlagen wir für zunächst sechs Monate eine spürbare Senkung der Steuern auf Energie und Güter des täglichen Bedarfs vor." Dies verringere die Energiekosten und entlaste die Pendler, das Handwerk und die Wirtschaft, heißt es weiter. Außerdem solle es laut Berghegger für Lebensmittel und weitere Güter des täglichen Bedarfs eine Senkung der Mehrwertsteuer geben, denn "eine befristete Steuersenkung erzielt schnell Effekte und ist anderen Vorschlägen, wie etwa einer Einmalzahlung, vorzuziehen", sagte er. Reiche gegen Tankrabatt und Tempolimit Gestern hatte sich Wirtschaftsministerin Katharina Reiche ausführlicher zu steigenden Energiepreisen geäußert. Viele der derzeit diskutierten Vorschläge lehnt sie ab - darunter ein Tempolimit. Nach Ansicht der Ministerin hätte es keinen nennenswerten Effekt, wenn Autofahrer langsamer über die Autobahn führen oder den Wagen an einem Tag in der Woche stehen lassen müssten. Offen zeigte sie sich für eine höhere Pendlerpauschale und die Senkung der Stromsteuer. Um die seit Beginn des Iran-Kriegs stark gestiegenen Preise für Benzin und Diesel unter Kontrolle zu bringen, hatte die schwarz-rote Koalition neue Maßnahmen eingeführt. Seit 1. April dürfen die Preise an den Tankstellen nur einmal pro Tag um 12.00 Uhr erhöht werden. Das hat bislang den Preisanstieg auf breiter Front aber nicht gebremst.

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5. April
Handelsblatt

Deutsche Bahn: Hohe Spritpreise – EVG-Chef bringt Bahn-Rabatte ins Gespräch

Deutsche Bahn: Hohe Spritpreise – EVG-Chef bringt Bahn-Rabatte ins Gespräch Düsseldorf. Entlastung für die Bürger mit Rabatten bei der Bahn? Das kann sich in der aktuellen Debatte über hohe Spritpreise zumindest der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bahn gut vorstellen. „Anstatt sich von den Öl-Konzernen an der Nase herumführen zu lassen, muss die Politik neben einer Übergewinnsteuer das Staatsunternehmen Deutsche Bahn nutzen“, sagte Martin Burkert der „Bild am Sonntag“. „Ein befristeter Rabatt von 30 Prozent auf das Deutschlandticket und Preissenkungen im Fernverkehr von bis zu 50 Prozent wären eine schnelle und wirksame Entlastung.“ Das Deutschlandticket kostet derzeit 63 Euro im Monat, mit einem Rabatt von 30 Prozent würden die etwa 14 Millionen Ticketinhaber also monatlich fast 20 Euro sparen. Das Deutschlandticket wird von Bund und Ländern sowie mit den Einnahmen aus dem Verkauf finanziert. Sollten sich Bund und Länder entscheiden, einen Rabatt zu gewähren, dürfte erneut eine Debatte über die Finanzierung des Tickets entstehen. Zuletzt waren weder der Bund noch die Länder bereit, mehr Geld für das Ticket bereitzustellen - dadurch ist der Preis des Tickets seit seiner Einführung im Mai 2023 schrittweise um 14 Euro gestiegen. Bund und Länder geben pro Jahr jeweils 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket. Die Tickets im Fernverkehr der Bahn kosten je nach Buchungszeitpunkt und Verbindung sehr unterschiedlich, die genaue Ersparnis wäre bei einem Rabatt von 50 Prozent sehr unterschiedlich. Günstigere Tickets dürften aber die Nachfrage nach Bahnfahrten deutlich ankurbeln. Offen wäre, wie ein solcher Fernverkehrs-Rabatt finanziert werden könnte. Die Bahn selbst dürfte abwinken: Der Konzern verzeichnete 2025 einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro - rund 0,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Die Fernverkehrssparte verzeichnete zwar einen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 45 Millionen Euro, blieb damit aber hinter den Erwartungen zurück. Bahnchefin Evelyn Palla stellte für den Fernverkehr ein Sanierungsprogramm in Aussicht.

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5. April
Der Spiegel (Wirtschaft)

Spritpreise: EVG-Chef fordert Bahn-Rabatte auf Deutschlandticket und Fernverkehr

Teure Energie EVG-Chef bringt Bahn-Rabatte wegen hoher Spritpreise ins Gespräch Die Eisenbahngewerkschaft EVG setzt wegen der hohen Energiepreise auf eine schienenaffine Lösung: Entlastung für Bahnfahrer. »Anstatt sich von den Ölkonzernen an der Nase herumführen zu lassen, muss die Politik neben einer Übergewinnsteuer das Staatsunternehmen Deutsche Bahn nutzen«, sagte Gewerkschaftschef Martin Burkert der »Bild am Sonntag«. Burkert ist auch stellvertretender Vorsitzender des Bahn-Aufsichtsrats. »Ein befristeter Rabatt von 30 Prozent auf das Deutschlandticket und Preissenkungen im Fernverkehr von bis zu 50 Prozent wären eine schnelle und wirksame Entlastung.« EVG-Chef Burkert Foto: Carsten Koall / dpaDas Deutschlandticket kostet derzeit 63 Euro im Monat, mit einem Rabatt von 30 Prozent würden die etwa 14 Millionen Ticketinhaber also monatlich fast 20 Euro sparen. Das Deutschlandticket wird von Bund und Ländern sowie mit den Einnahmen aus dem Verkauf finanziert. Sollten sich Bund und Länder entscheiden, einen Rabatt zu gewähren, dürfte erneut eine Debatte über die Finanzierung des Tickets entstehen. Zuletzt waren weder der Bund noch die Länder bereit, mehr Geld für das Ticket bereitzustellen – dadurch ist der Preis des Tickets seit seiner Einführung im Mai 2023 schrittweise um 14 Euro gestiegen. Bund und Länder geben pro Jahr jeweils 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket. Die Tickets im Fernverkehr der Bahn kosten je nach Buchungszeitpunkt und Verbindung sehr unterschiedlich, die genaue Ersparnis wäre bei einem Rabatt von 50 Prozent ebenfalls sehr unterschiedlich. Günstigere Tickets dürften aber die Nachfrage nach Bahnfahrten deutlich ankurbeln. - Mehr Fahrgäste: Die Bahn könnte der Gewinner der hohen Spritpreise sein – doch es gibt einen Haken Von David Böcking - Diskussion über hohe Energiepreise: Was eine Spritpreisbremse bringen würde – und welche Alternativen es gibt Von Benedikt Müller-Arnold und Stefan Schultz - Teurer Treibstoff in Deutschland: Wie sich die Spritpreise senken lassen Offen wäre, wie ein solcher Fernverkehrs-Rabatt finanziert werden könnte. Die Bahn selbst dürfte abwinken: Der Konzern verzeichnete 2025 einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro – das ist etwa eine halbe Milliarde Euro mehr als im Vorjahr. Die Fernverkehrssparte verzeichnete zwar einen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 45 Millionen Euro, blieb damit aber hinter den Erwartungen zurück. Bahn-Chefin Evelyn Palla stellte für den Fernverkehr ein Sanierungsprogramm in Aussicht.

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