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Montag, 27. Juli 2026
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Deutsche Wirtschaft - Ifo-Index: Unternehmen zwar weniger pessimistisch, neue Unsicherheit im Iran-Krieg aber noch nicht berücksichtigt

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27. Juli
Wirtschaftswoche

Konjunktur: Trotz Unsicherheit zeigt sich die „Wirtschaft weniger pessimistisch“

Konjunktur: Trotz Unsicherheit zeigt sich die „Wirtschaft weniger pessimistisch“ Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen hat sich erneut etwas aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juli auf 86,6 Punkte, nach 85,7 Zählern im Vormonat, und damit das dritte Mal in Folge, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Ökonomen hatten nur mit 86,0 Punkten gerechnet. „Trotz der unsicheren Lage am Persischen Golf zeigt sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch“, erklärte Ifo-Chef Clemens Fuest. Die Firmen blicken zwar etwas skeptischer auf ihre Lage als zuletzt, bewerten ihre Geschäftsaussichten aber optimistischer. Im Nahen Osten waren die Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran zwischenzeitlich wieder aufgeflammt und hatten für steigende Ölpreise gesorgt. Auch der Transport von Öl, Gas und Rohstoffen durch die für die internationalen Lieferketten so wichtige Straße von Hormus läuft noch lange nicht wieder so wie vor dem Iran-Krieg. Eine tragfähige Öffnung der Schiffspassage gilt als wichtiger Impuls für die seit Monaten unter hohen Energiepreisen ächzende Wirtschaft. „Die deutsche Wirtschaft ist bereit, Schwung aufzunehmen“, sagte Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe der Nachrichtenagentur Reuters. „Für die Gesamtwirtschaft zeichnet sich ein leichter Aufwärtstrend ab.“ Die Stimmung verbesserte sich querbeet durch die Branchen: in der Industrie, bei den Dienstleistern, im Handel und am Bau. „In der Industrie kehrt die Hoffnung zurück“, betonte Wohlrabe. Die Betriebe berichteten von einer besseren Nachfrage. „Insbesondere die Erwartungen erlebten einen deutlichen Schub“, erklärte das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut. „Die Durststrecke ist also nicht vorüber“ „Der deutliche Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas ist nur bedingt aussagefähig“, warnte Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer. Denn die meisten Unternehmen hätten die Umfrage vor dem massiven Ölpreisanstieg der beiden vergangenen Wochen beantwortet. „Aber zumindest zeigt der Anstieg, welches Erholungspotenzial vorhanden ist, falls sich die USA und der Iran einigten und die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet würde.“ Leider dürfte der Weg zu einer Verständigung jedoch lang und holprig werden – „sodass die Konjunktur auch im zweiten Halbjahr unter den hohen Energiepreisen leiden wird.“ Ähnlich mahnend äußerte sich Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Bank Bethman HAL: „Im tiefen Keller brennt noch Licht – auf dem niedrigen Niveau ist die bessere Stimmung aber kaum wahrnehmbar.“ Die neue Eskalation im Iran-Krieg dürfte ein besseres Ergebnis verhindert haben. „Auch das Reformpaket der Bundesregierung hat eine Stimmungsrakete nicht gezündet.“ Die Laune der Unternehmen dürfte erst dann besser werden, wenn die Energiepreise deutlich fielen. „So oder so dürften Monate vergehen, bis die Stimmung das Niveau vor Ausbruch des Iran-Krieges erreicht“, sagte der Experte. „Die Durststrecke ist also nicht vorüber.“ Lesen Sie auch: Warten kostet Wachstum

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27. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

Ifo-Index: Unternehmenschefs zeigen sich trotz Irankriegs weniger pessimistisch

Ifo-Index steigt zum dritten Mal in Folge In deutschen Unternehmen deutet sich ganz vorsichtig eine Trendwende an Von Euphorie spricht niemand, aber von der Hoffnung auf eine Trendwende. Trotz der unsicheren Lage im Nahen Osten hat sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen erneut etwas aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juli auf 86,6 Punkte. Es war der dritte Anstieg in Folge, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilt. »Trotz der unsicheren Lage am Persischen Golf zeigt sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch«, sagte Ifo-Chef Clemens Fuest. Die Firmen blicken zwar etwas skeptischer auf ihre Lage als zuletzt, bewerten ihre Geschäftsaussichten aber optimistischer. »In dieser schwierigen Gemengelage ist das ein Lichtblick«, sagte der Umfragechef des Münchner Ifo-Instituts, Klaus Wohlrabe. »Die deutsche Wirtschaft ist bereit, Schwung aufzunehmen.« In der zweiten Jahreshälfte dürfte das milliardenschwere Infrastrukturpaket der Bundesregierung nach und nach seine Wirkung entfalten. »Insbesondere die Erwartungen erleben einen deutlichen Schub«, hieß es beim Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut. Firmen stellen sich auf steigende Preise ein Vor allem in den Chefetagen der deutschen Industrieunternehmen hat sich die Stimmung im Juli aufgehellt. »Die Betriebe berichten von einer verbesserten Nachfrage«, sagte Wohlrabe. Das betreffe alle großen Branchen wie Auto- und Maschinenbauer, nicht jedoch die Chemieindustrie. Dort nahm der Pessimismus zu, laut Ifo-Ökonom Wohlrabe wohl getrieben von steigenden Ölpreisen. Diese lassen auch die Preiserwartungen in der Wirtschaft insgesamt steigen. »Viele Unternehmen sind auf Preiserhöhungen gewechselt«, sagte Wohlrabe. »Auch hat die Unsicherheit wieder zugenommen, und zwar branchenübergreifend.« Von Optimismus sei die deutsche Wirtschaft noch ein Stück weit entfernt. - 1 Min - 1 Min Im Nahen Osten waren die Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran zwischenzeitlich wieder aufgeflammt und hatten für steigende Ölpreise gesorgt. Auch der Transport von Öl, Gas und Rohstoffen durch die für die internationalen Lieferketten so wichtige Straße von Hormus läuft noch lange nicht wieder so wie vor dem Irankrieg. Eine tragfähige Öffnung der Schiffspassage gilt als wichtiger Faktor für die Wirtschaft. »Im tiefen Keller brennt noch Licht« Ökonomen geben sich betont zurückhaltend. »Der deutliche Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas ist nur bedingt aussagefähig«, warnte Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer. Denn die meisten Unternehmen hätten die Umfrage vor dem massiven Ölpreisanstieg der beiden vergangenen Wochen beantwortet. »Aber zumindest zeigt der Anstieg, welches Erholungspotenzial vorhanden ist«, sagte Krämer mit Blick auf eine mögliche Einigung zwischen den USA und Iran. Er gehe jedoch davon aus, dass die Konjunktur auch im zweiten Halbjahr unter hohen Energiepreisen leiden werde. Ähnlich vorsichtig äußerte sich Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Bank Bethman HAL: »Im tiefen Keller brennt noch Licht – auf dem niedrigen Niveau ist die bessere Stimmung aber kaum wahrnehmbar«, beschrieb er die Lage.

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27. Juli
Tagesschau

Trotz Unsicherheit "Wirtschaft weniger pessimistisch"

Ifo-Index steigt Stimmung der deutschen Unternehmen verbessert Die Stimmung unter deutschen Unternehmen hat sich weiter verbessert. Über alle Branchen hinweg stieg das ifo-Geschäftsklima, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer - trotz der unsicheren Lage in Nahost. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen hat sich erneut aufgehellt. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juli auf 86,6 Punkte und damit das dritte Mal in Folge, wie das Münchner ifo Institut zu seiner Umfrage unter rund 9.000 Führungskräften mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 86,0 Punkten gerechnet. Im Juni hatte das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer noch bei 85,7 Zählern gestanden. Analysten betonen allerdings, dass man den aktuellen Anstieg nicht überinterpretieren dürfe: "Der deutliche Anstieg des ifo-Geschäftsklimas ist nur bedingt aussagefähig, weil die meisten Unternehmen die Umfrage vor dem massiven Ölpreisanstieg der beiden letzten Wochen beantwortet haben", betont Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Iran-Krieg drückt weiter auf die Stimmung Im Nahen Osten waren die Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran zwischenzeitlich wieder aufgeflammt und hatten für steigende Ölpreise gesorgt - ein Barrel der Referenzsorte Brent hatte zwischenzeitlich wieder mehr als 100 Dollar gekostet. Auch der Transport von Öl, Gas und Rohstoffen durch die für die internationalen Lieferketten so wichtige Straße von Hormus läuft noch lange nicht wieder so wie vor dem Iran-Krieg. Eine tragfähige Öffnung der Schiffspassage gilt als wichtiger Impuls für die seit Monaten unter hohen Energiepreisen ächzende Wirtschaft. Entsprechend betont auch Alexander Krüger, Chefvolkswirt bei Bethmann Hal: "Die Laune der Unternehmen dürfte erst dann besser werden, wenn die Energiepreise deutlich fallen. Solange das nicht geschieht, wird die Stimmung wohl einem Auf und Ab folgen." So wird denn auch die aktuelle Lage schlechter bewertet. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor fielen die Urteile zur aktuellen Lage etwas schlechter aus. Mit Optimismus in die Zukunft Deutlich besser fällt dagegen der Blick in die Zukunft aus, der Indikator wurde vor allem durch die verbesserten Erwartungen der Unternehmen gestützt. Die Stimmung verbesserte sich in allen Branchen: in der Industrie, bei den Dienstleistern, im Handel und am Bau. Aufgehellt hat sich im Juli vor allem die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Industrieunternehmen. "Die Betriebe berichten von einer verbesserten Nachfrage", sagte ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe. Das betreffe alle großen Branchen wie Auto- und Maschinenbauer, nicht jedoch die Chemieindustrie. Dort nahm der Pessimismus zu - "mutmaßlich getrieben von steigenden Ölpreisen", wie Wohlrabe betonte. "Leichter Aufwärtstrend" Diese lassen auch die Preiserwartungen in der Wirtschaft insgesamt steigen. "Viele Unternehmen sind auf Preiserhöhungen gewechselt", betonte der Experte Wohlrabe: "Auch hat die Unsicherheit wieder zugenommen, und zwar branchenübergreifend." Von Optimismus sei die deutsche Wirtschaft noch ein Stück weit entfernt. "Aber zumindest zeigt der Anstieg, welches Erholungspotenzial vorhanden ist, falls sich die USA und der Iran einigten und die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet würde", betont Commerzbank-Chefökonom Krämer. Ähnlich interpretiert auch Wohlrabe die Daten: "Die deutsche Wirtschaft ist bereit, Schwung aufzunehmen", so der ifo-Umfragechef: "Für die Gesamtwirtschaft zeichnet sich ein leichter Aufwärtstrend ab."

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