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Montag, 23. März 2026
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Epstein-Skandal: Ex-Prinz Andrew immer stärker unter Druck

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1. Februar
Tagesschau

Epstein-Skandal: Ex-Prinz Andrew immer stärker unter Druck

Epstein-Skandal Ex-Prinz Andrew immer stärker unter Druck Nach der Veröffentlichung weiterer Akten über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gerät der ehemalige britische Prinz Andrew noch stärker in Bedrängnis. Ein weiteres mutmaßliches Opfer hat sich gemeldet. Das Foto zeigt den ehemaligen Prinzen Andrew, wie er, leger in Jeans, auf allen Vieren über einer schmalen Frau kniet, die auf dem Boden liegt. Er schaut direkt in die Kamera. Die Aufnahme prangte heute auf allen Titelseiten britischer Zeitungen. Das Datum und der Kontext des Fotos sind unklar. Doch es ist Teil der jüngst veröffentlichten Akten im Missbrauchsskandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Laut BBC liegt die Vermutung nahe, dass das Foto in dessen New Yorker Apartment aufgenommen wurde. Annabel Denham von der Zeitung The Telegraph kommentiert auf Sky News: "Selbst wenn man es noch so großzügig interpretiert, würde man sagen, dass Andrew eine furchtbare Fehleinschätzung vorgenommen hat. Wie kann sich der Bruder des künftigen Königs in so einer Situation fotografieren lassen? Das deutet auf Zügellosigkeit hin, selbst wenn keine illegale Handlung, kein Verbrechen vorliegt." Weiteres mutmaßliches Opfer meldet sich Immer wieder hatte der Ex-Prinz beteuert, von Epsteins Machenschaften nichts gewusst zu haben. Doch die neu veröffentlichten Dokumente könnten ihn in Erklärungsnot bringen. Mehrere hundert Mal taucht Andrews Name darin auf. Und zwar auch nachdem Epstein seine Strafe wegen Prostitution einer Minderjährigen abgesessen hatte. 2010 etwa soll der verurteilte Sexualstraftäter für Andrew ein Dinner mit einer 26-jährigen Russin in London vermittelt haben. Der Prinz soll Epstein 2010 auch in den Buckingham Palast eingeladen haben und zu seiner Geburtstagsfeier im St. James Palast. Dazu kommt: Nach dem wohl bekanntesten Epstein-Opfer Virginia Giuffre, die angab, drei Mal zu sexuellen Handlungen mit Andrew gezwungen worden zu sein - zum ersten Mal, als sie erst 17 Jahre alt war - hat sich nun eine weitere Frau mit Vorwürfen gegen Andrew gemeldet, wie ihr amerikanischer Anwalt Brad Edwards im BBC-Interview erzählt. Sie soll damals in ihren 20ern gewesen sein. Es sei das erste Mal, dass eine Epstein-Überlebende von sexuellen Handlungen in einer königlichen Residenz spreche, sagt Anwalt Edwards: "Wir reden hier von mindestens einer Frau, die von Jeffrey Epstein zu Prinz Andrew geschickt wurde und die sogar nach der Nacht mit Andrew eine Führung durch den Buckingham Palace bekam. Und wir sprechen nicht von Virginia Giuffre." Weitere Klage? Giuffre hatte sich letztes Jahr das Leben genommen, nachdem sie sich mit Andrew für mehrere Millionen Pfund außergerichtlich geeinigt hatte. Edwards, der insgesamt mehr als 200 Epstein-Opfer vertritt, sagt, er überlege nun, im Namen der zweiten Frau Klage gegen den Prinzen einzureichen. Aber: "Wir haben niemanden, der im Namen von Andrew mit uns kommunizieren könnte. Er scheint keinen Kontakt mehr zu seinen Anwälten zu haben. Das war die einzige Möglichkeit, mit ihm über diese Angelegenheit zu sprechen. Wir können jetzt nur Zivilklage einreichen." König Charles hatte seinem Bruder Andrew letztes Jahr seine verbliebenen royalen Titel und seine Ehren entzogen, er muss aus seinem Anwesen Royal Lodge ausziehen. Doch aus Sicht von Premierminister Keir Starmer und etwa auch seines Ministers für Wohnungswesen, Steve Reed, reicht das nicht: "Wie der Premierminister sagte: Wir müssen uns auf die Frauen konzentrieren, die Opfer von Epstein und seinen Komplizen geworden sind. Und wir können ihnen helfen, indem jeder, der Einblicke oder Informationen über die Geschehnisse hat, sich meldet und aussagt." Andrew ist nicht der einzige Brite, dessen Name in den jüngsten Dokumenten auftaucht. Seine Ex-Frau Sarah Ferguson etwa nennt Epstein nach seinem Gefängnisaufenthalt in einer E-Mail den Bruder, den sie sich immer gewünscht habe. Und Richard Branson, Gründer des Virgin Konzerns, schrieb Epstein 2013, er würde ihn liebend gerne sehen, solange er sein Harem mitbringe.

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1. Februar
Tagesschau

Starmer für Aussage von Ex-Prinz Andrew zu Epstein-Skandal

Veröffentlichung neuer Akten Starmer für Epstein-Aussage von Ex-Prinz Andrew Immer wieder neue Enthüllungen und immer wieder taucht Ex-Prinz Andrew auf. Nach der Veröffentlichung neuer Akten erhöht der britische Premier Starmer den Druck - und legt Andrew eine Aussage in den USA nahe. Der britische Premierminister Keir Starmer hat dem früheren Prinzen Andrew nach neuen Enthüllungen im Fall Jeffrey Epstein erneut indirekt nahegelegt, vor einem US-Kongressausschuss auszusagen. Er habe stets die Ansicht vertreten, dass jeder, der Informationen habe, dazu bereit sein sollte, sie in jedweder Form weiterzugeben, wenn er darum gebeten werde, erklärte Starmer. Denn man könne die Opfer nicht in den Mittelpunkt stellen, wenn man dazu nicht bereit sei. Andrew mehrfach erwähnt Der zum Normalbürger degradierte Andrew Mountbatten-Windsor hat eine Aufforderung des Ausschusses für Aufsicht und Rechenschaft des US-Repräsentantenhauses, sich einer "protokollierten Befragung" über seine langjährige Freundschaft mit dem gestorbenen Sexualstraftäter Epstein zu stellen und sein Wissen über dessen kriminelle Umtriebe zu teilen, bisher ignoriert. Das US-Justizministerium hatte am Freitag mehr als drei Millionen Seiten an Ermittlungsdokumenten zu Epstein sowie Tausende Videos und Fotos veröffentlicht. In den Akten taucht Andrews Name häufig auf. Ein E-Mail-Austausch aus dem Jahr 2010 legt nahe, dass Epstein für den damaligen Prinzen ein Abendessen mit einer 26-jährigen Russin in London arrangiert haben soll - kurz nachdem der Amerikaner eine frühere Haftstrafe abgesessen hatte. Einblick in Mailaustausch "Ich habe eine Freundin, mit der Sie vielleicht gern zu Abend essen würden", schreibt Epstein an eine E-Mail-Adresse mit dem Titel "The Duke". Dieser antwortet: "Natürlich. Ich bin bis zum Morgen des 22. in Genf, würde mich aber freuen, sie zu sehen. Wird sie eine Nachricht von Ihnen überbringen? Bitte geben Sie ihr meine Kontaktdaten, damit sie sich meldet." Die E-Mail ist mit "A." unterzeichnet. Als Reaktion auf eine geschwärzte E-Mail schreibt der "The Duke" anschließend:"Großartig. Gibt es weitere Informationen über sie, die nützlich sein könnten? Zum Beispiel, was haben Sie ihr über mich erzählt, und haben Sie ihr auch meine E-Mail-Adresse gegeben?" Epstein, dessen E-Mails häufig Tippfehler enthalten, antwortet: "Sie 26, russisch, clever, schön, vertrauenswürdig und ja, sie hat Ihre E-Mail." Darauf schreibt der "The Duke" zurück: "Das ging schnell! Wie geht es Ihnen? Gut, wieder frei zu sein?" Epstein antwortet: "Großartig, von vielen Dingen frei zu sein." Kein Blick für Sicherheitsrisiko Die Königshausexpertin und frühere BBC-Korrespondentin Jennie Bond zeigte sich im Gespräch der BBC schockiert über die Enthüllungen. "Was hat er sich gedacht, als Epstein ihm anbot, mit einer 26-jährigen, sehr schönen Russin zu Abend zu essen?" Und die Expertin fragt weiter "Gab es da kein Warnsignal nach dem Motto: 'Um Himmels willen, ist das nicht ein Sicherheitsrisiko? Könnte sie eine Spionin sein? Sollte ich das tun?' Nein. Er sagt: "Das wäre absolut reizend." Andrew bestreitet Vorwürfe Epsteins wohl bekanntestes Opfer, Virginia Giuffre, gab an, mehrmals zu sexuellen Handlungen mit Andrew gezwungen worden zu sein. Die Übergriffe hätten begonnen, als sie 17 Jahre alt gewesen sei. Andrew bestritt alle Vorwürfe, einigte sich aber in einer Zivilklage auf einen Vergleich. Der frühere Prinz hat auch erklärt, er habe von den Machenschaften Epsteins nie etwas mitbekommen. Sein Bruder, der britische König Charles III., entzog Andrew im vergangenen Jahr alle noch verbliebenen royalen Titel und Ehren.

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31. Januar
Tagesschau

Epstein-Akten legen neue Details im Missbrauchsskandal offen

Missbrauchsskandal Neue Epstein-Akten legen weitere Details offen Millionen Seiten neuer Epstein-Akten geben weitere Einblicke in das Umfeld des Sexualstraftäters. Sie dokumentieren Einladungen, Kontakte und E-Mail-Verkehr. In Erklärungsnot gerät auch US-Handelsminister Lutnick. Neu veröffentlichte Akten im Missbrauchsskandal um den 2019 gestorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein werfen erneut ein Schlaglicht auf dessen weitreichende Kontakte. In den Dokumenten, die das US-Justizministerium freigegeben hat, tauchen zahlreiche bekannte Namen auf. Viele Dokumente legen offenbar Details über die Verbindung zum früheren britischen Prinzen Andrew offen. Aus E-Mail-Verläufen soll demnach hervorgehen, dass der Sexualstraftäter 2010 ein Dinner für Andrew mit einer 26-jährigen Russin in London vermittelt haben soll, kurz nachdem Epstein eine gut einjährige Haftstrafe wegen Prostitution Minderjähriger abgesessen hatte. In einer Antwort mit der Signatur "HRH The Duke of York KG" und dem Buchstaben "A" unterzeichnet heißt es, Andrew sei "entzückt", sie zu sehen. Ist Andrew "The Invisible Man?" Weitere Mails legen nahe, dass Epstein für Andrew auch Abendessen mit prominenten Gästen plante. Zudem wird in den Akten ein mysteriöser Kontakt namens "The Invisible Man" erwähnt, bei dem es sich laut den Unterlagen um Andrew handeln könnte. Diskutiert wird darin unter anderem ein möglicher Aufenthalt auf Epsteins Privatinsel Little Saint James. Andrew hat stets beteuert, von Epsteins kriminellen Machenschaften nichts gewusst zu haben. Auch Andrews frühere Ehefrau Sarah Ferguson wird in den Akten genannt. Ein Mailwechsel aus dem Jahr 2009 deutet darauf hin, dass "Sarah" Epstein freundschaftlich verbunden war. Epstein wird darin etwa als "Legende" und "Bruder, den ich mir immer gewünscht habe", bezeichnet. Ferguson hatte bereits 2011 eingeräumt, 15.000 Pfund von Epstein angenommen zu haben und die Verbindung zu ihm bedauert. Verbindungen zu Elon Musk und Bill Gates Darüber hinaus soll es weitere Hinweise auf die Verbindungen zu Tech-Milliardär Elon Musk geben. Die Akten deuten an, dass Musk in regem Austausch mit Epstein gestanden hat. In einer E-Mail fragte Musk etwa "An welchem Tag oder in welcher Nacht wird es die wildeste Party auf unserer Insel geben?" Vor einer geplanten Karibikreise 2013 schrieb Musk Epstein offenbar erneut an. "Werde über die Feiertage in der Gegend der Britischen Jungferninseln/ St. Barth sein. Gibt es einen guten Zeitpunkt für einen Besuch?" Epstein habe dann eine Einladung für die Zeit nach dem Jahreswechsel ausgesprochen. Ob Musk tatsächlich Epsteins Privatinsel besuchte, ist bisher unklar. Musk hat wiederholt betont, dass er Annäherungsversuche Epsteins abgeblockt habe. "Epstein hat versucht, mich auf seine Insel zu locken, und ich habe ABGELEHNT", schrieb er 2025 auf X. In den Dokumenten werden unter anderem auch Microsoft-Gründer Bill Gates und der britische Unternehmer Richard Branson erwähnt. Gates soll mit Hilfe Epsteins außereheliche Affären gehabt haben. Seine Stiftung wies in einer Stellungnahme Behauptungen aus den Akten als "absurd und vollkommen falsch" zurück. Kontakte zu Trump und dessen Umfeld Auch US-Präsident Donald Trump wird in den Unterlagen vielfach genannt. In einer E-Mail aus dem Jahr 2012 fragt er etwa, was Epstein davon halte, nach Weihnachten seinen Club in Mar-a-Lago zu besuchen. Dies war einige Jahre, nachdem Trump eigenen Angaben zufolge die Freundschaft beendet hatte. Zudem findet sich eine Nachricht von Melania Trump an Epsteins Lebensgefährtin Ghislaine Maxwell aus dem Jahr 2002, in der sie einen Artikel über Epstein lobt. Handelsminister Lutnick - Widerspruch zu früheren Aussagen Die Akten zeigen offenbar auch, dass Trumps heutiger Handelsminister Howard Lutnick engeren Kontakt zu Epstein gehabt haben soll als bisher zugegeben. E-Mails zufolge verabredeten sich die beiden im Dezember 2012 zum Mittagessen auf Epsteins Privatinsel. Lutnicks Ehefrau kündigte die Ankunft per Boot an, woraufhin Epsteins Assistentin später eine Nachricht ihres Chefs mit dem Inhalt "Schön, euch zu sehen" weiterleitete. Dies steht im Widerspruch zu früheren Aussagen Lutnicks. Der Minister hatte im vergangenen Jahr erklärt, er habe den Kontakt zu Epstein bereits um das Jahr 2005 abgebrochen. Ein Sprecher teilte nun mit, Lutnick habe nur begrenzt Kontakt mit Epstein im Beisein seiner Frau gehabt und sei nie eines Fehlverhaltens beschuldigt worden. Auch der frühere Trump-Berater Steve Bannon taucht in den Unterlagen auf, unter anderem im Zusammenhang mit Reiseplänen und Ideen für ein Filmprojekt. Das US-Justizministerium veröffentlichte am Freitagabend mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten sowie Tausende Videos und Fotos. Die reine Nennung oder Abbildung in den Epstein-Akten ist kein Hinweis auf ein Fehlverhalten. Viele der bereits früher identifizierten Personen hatten eine Verstrickung in Epsteins kriminelle Machenschaften stets abgestritten.

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1. Februar
ZDF heute

Epstein-Fotos belasten Ex-Prinz Andrew: Starmer will Aussage

Missbrauchsskandal:Epstein-Fotos belasten Ex-Prinz Andrew: Starmer will Aussage Prinz Andrew auf allen Vieren, über eine Frau am Boden gebeugt: Neue Fotos aus den Akten über Sexualstraftäter Epstein belasten den Royal. Premier Starmer fordert nun eine Aussage. Nach der Veröffentlichung weiterer Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein durch das US-Justizministerium ist der britische Ex-Prinz Andrew am Wochenende weiter in Bedrängnis geraten. Unter den freigegebenen Dokumenten ist unter anderem ein Foto, das Andrew auf allen Vieren zeigt, während er sich über eine Frau beugt. Der britische Premierminister Keir Starmer sprach sich für eine Aussage Andrews vor dem US-Kongress aus. Starmer beantwortete eine entsprechende Frage in Bezug auf den ehemaligen britischen Prinzen am Samstag mit "ja". Das US-Justizministerium hat weitere Akten im Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht. Fotos zeigen den Ex-Prinzen Andrew. Quelle: U.S. Department of Justice/Jon Elswick/APEpstein soll Andrew Treffen mit Russin angeboten haben Nach Angaben des stellvertretenden US-Justizministers Todd Blanche wurden am Freitag "mehr als drei Millionen Seiten" an Material über Epstein auf einer Website des Ministeriums veröffentlicht. Darunter seien mehr als 2.000 Videos sowie 180.000 Fotos. Den freigegebenen Akten zufolge schlug Epstein Andrew Mountbatten-Windsor 2010 ein Treffen mit einer Russin vor - kurz nachdem Epstein seine Strafe wegen Prostitution Minderjähriger abgesessen hatte. Der Umgang mit den Epstein-Akten spaltet die Republikaner. Die Veröffentlichung geht schleppend, berichtet Claudia Bates aus Washington. 25.12.2025 | 1:25 minBBC berichtet über weiteren Kontakt von Prinz Andrew Der britische König Charles III. hatte seinem Bruder wegen dessen Verbindungen zu Epstein im vergangenen Jahr alle königlichen Titel und Ehren aberkannt. Die US-Australierin Virginia Giuffre hatte den ehemaligen Prinzen beschuldigt, sie als 17-Jährige missbraucht zu haben. Der britische Rundfunksender BBC in Großbritannien berichtete unter Berufung auf den US-Anwalt Brad Edwards, eine seiner Mandantinnen sei von Epstein an Andrew vermittelt worden. Der Vorfall habe 2010 stattgefunden, als sie in ihren 20ern gewesen sei. Edwards sagte der BBC: Wir sprechen von mindestens einer Frau, die von Jeffrey Epstein zu Prinz Andrew geschickt wurde. Brad Edwards, Rechtsanwalt Gerade erst musste Prinz Andrew seine royalen Titel niederlegen, nun ereilt ihn der nächste Skandal um Manipulationsversuche. Die königliche Familie ist in Aufruhr. 22.10.2025 | 5:58 minEpstein starb 2019 in Haft Der Investmentbanker Epstein soll vielfach Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente vermittelt haben. Er war erstmals 2008 verurteilt worden, weil er die Dienste von minderjährigen Prostituierten in Anspruch genommen hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals aber nur eine 18-monatige Haftstrafe. 2019 wurde er unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Rund einen Monat später wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid. Wenige Tage nach der ersten Veröffentlichung von Epstein-Akten hat die US-Regierung 8.000 weitere Dokumente veröffentlicht. Der Name von Präsident Trump soll darin öfter auftauchen. 23.12.2025 | 0:22 minEpstein-Dokumente: Trump-Regierung verzögert Veröffentlichung Laut einem Gesetz des US-Kongresses hätte die Regierung nahezu alle Epstein-Akten eigentlich bis zum 19. Dezember veröffentlichen sollen. Bislang war dies aber nur mit einem Bruchteil der Dokumente geschehen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump begründet die Verzögerungen mit der Notwendigkeit, die Identität der Opfer unkenntlich zu machen. Auch in den neuen Akten gibt es zahlreiche geschwärzte Stellen. - Epstein-Akten: Wohl mehr Trump-Flüge als bisher angenommen Die Dokumente enthalten auch Listen der US-Bundespolizei FBI mit größtenteils anonym erhobenen Anschuldigungen gegen Trump. Trump hatte sich monatelang gegen die Freigabe der Dokumente gesperrt. Er bestreitet engere Beziehungen zu Epstein. Bisher veröffentlichte Fotos und Dokumente legen das Gegenteil nahe. Ein persönliches Fehlverhalten konnte dem Präsidenten bisher nicht nachgewiesen werden. Mehr zum Fall Epstein - FAQ Epstein-Affäre:Veröffentlichung der Dokumente stockt - Streit um Clintons Beatrice Steineke, Washington, D.C. US-Justizministerium:Über eine Million mutmaßliche neue Epstein-Akten aufgetaucht mit Video1:25Weitere Dokumente veröffentlicht:Epstein-Affäre: Wohl mehr Trump-Flüge als bisher angenommen mit Video0:22Nachrichten | heute journal:Deutsche Frauen in den Epstein-Files? von S. Baumann / G. Krüger / B. ObermayerVideo2:50

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1. Februar
taz (Öko & Co)

Veröffentlichung neuer Epstein-Akten: Ex-Prinz Andrew soll aussagen

Veröffentlichung neuer Epstein-Akten: Ex-Prinz Andrew soll aussagen Der britische Premier Starmer erhöht den Druck auf Andrew Mountbatten-Windsor: Er soll zur Aufklärung des Missbrauchsskandals vor dem US-Kongress beitragen. Nach der Veröffentlichung von drei Millionen weiteren Ermittlungsakten im Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein erhöht der britische Premierminister Keir Starmer den Druck auf den ehemaligen britischen Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor. Starmer sprach sich dafür aus, dass der Bruder von König Charles vor dem US-Kongress über seine Beziehung zu Epstein aussagt und über mutmaßliche sexuelle Kontakte zu von Epstein vermittelten Frauen. „Ich habe immer gesagt, dass jeder, der über Informationen verfügt, darauf vorbereitet sein sollte, diese Informationen zu teilen, in welcher Form auch immer er darum gebeten wird“, sagte Starmer am Wochenende am Rande einer Reise nach Asien. Bereits 2020 wollte die US-amerikanische Justizbehörde mit dem damaligen Prinzen Andrew sprechen. Als Ende letzten Jahres ein erster Teil der Epstein-Akten veröffentlicht wurde, wandten sich demokratische Abgeordnete im US-Kongress erneut an ihn, mit der Bitte, dass er Aussagen machen sollte. Das US-Justizministerium hatte am Freitag nun mehr als drei Millionen neue Dokumentenseiten auf seiner Webseite veröffentlicht, darunter mehr als 2.000 Videos und 180.000 Fotos. Den ehemaligen Prinzen sieht man auf zwei bisher nicht bekannten Aufnahmen über einer bekleideten Frau knien, deren Gesicht von den Behörden zur Anonymität vertuscht wurde. Auf einem weiteren Foto berührt er ihre Hüfte. Der Ex-Prinz streitet alle Vorwürfe ab Mountbatten-Windsor, dem im Oktober 2025 von seinem Bruder Charles III. alle Adelstitel aberkannt worden sind, bestreitet bisher alle Vorwürfe gegen ihn hartnäckig. Aufsehen machte zuletzt der Fall Virginia Guiffre, die in ihrer Autobiografie behauptet, sie sei 2011 als damals Minderjährige zum Sex mit Mountbatten-Windsor gezwungen worden. Giuffre begang 2025 Suizid. Auch die nun veröffentlichten Dokumente legen nahe: Der Ex-Prinz hielt deutlich länger Kontakt zu Epstein, als er vorgibt. Mountbatten-Windsor behauptet, er habe die Beziehung zu Epstein abgebrochen, nachdem der 2008 wegen Prostitution Minderjähriger verurteilt wurde. Doch noch 2010 hatte er Epstein offenbar zu einem Besuch in den Buckingham Palace eingeladen. In einem E-Mail-Austausch unterhalten sich Epstein und der ehemalige Prinz bezüglich einer Russin, die „26 Jahre alt, schlau, schön und vertrauenswürdig“ sei, wie Epstein schreibt. Ob der Prinz sie nicht treffen wolle, es geht um einen Zeitaum im August 2010. Die US-Anwältin Brad Edwards, die viele der Opfer Epsteins vertritt, sagte unterdessen dem britischen Sender BBC, eine ihrer Klientinnen habe berichtet, sie sei just 2010 von Epstein nach Großbritannien geschickt worden, um dort Moundbatten-Windsor in seiner ehemaligen Residenz „Royal Lodge“ zu treffen. Während ihres Aufenthalts soll die junge Frau eine Tour durch Buckingham Palace erhalten haben. Der ehemalige Prinz, heute 65 Jahre alt, äußert sich bisher nicht, wurde aber am Samstag während eines Reitausflugs fotografiert. Bill Gates soll nach Medikamenten gefragt haben In den neu veröffentlichten Dokumente fallen weitere prominente Namen. Darunter ist der des britischen Milliardärs Richard Branson, der Epstein demnach auffordert, seinen „Harem“ beim nächsten Treffen mitzubringen. Auch der des US-amerikanischen Microsoft-Gründers Bill Gates taucht in den neuen Dokumenten auf. In einem E-Mail-Entwurf, den Epstein an sich selbst geschickt haben soll, soll er schreiben, dass Gates ihn um Antibiotika für dessen Frau gebeten habe, da er eine sexuell übertragene Krankheit von zwei russischen Prostituierten habe. Gates' Stiftung bezeichnete diese Behauptungen als absurd und falsch. Viele der nun bekannt gewordenen Schriftwechsel lassen sich nicht verifizieren. Offiziell beschuldigt wurde noch niemand der Genannten. US-Handelsminister Howard Lutnick belasten die neuen Akten ebenfalls. Er soll 2012 mit seiner Familie eine Einladung auf Epsteins Insel angenommen haben – hatte aber bisher behauptet, den Kontakt zu Epstein vor Jahrzehnten abgebrochen zu haben. Elon Musk, Tesla-Multimilliardär und Ex-Berater von US-Präsident Donald Trump, gerät auch den Fokus: Er fragte Epstein im Jahr 2012, also nach dessen Verurteilung als Sexualstraftäter, wann die wildeste Party auf dessen Insel laufe. Nicht klar ist jedoch, ob Musk dann je die Insel Epsteins besuchte. Trump selbst konnte bisher noch kein direktes Fehlverhalten nachgewiesen werden. Die neu veröffntlichten Dokumente sollen auch FBI-Listen enthalten mit größtenteils anonymen Anschuldigungen gegen Trump. Das FBI stuft sie demnach teils als „nicht glaubhaft“ ein. Frauen fordern vollständige Offenlegung Auch die jetzt veröffentlichten Akten enthalten Schwärzungen, das Justizministerium begründet sie mit dem Schutz der Opfer. Frauen, die sich selbst als Missbrauchsopfer Epsteins bezeichnen, fordern die vollständige Freigabe der Akten. Unterdessen erreicht der Missbrauchsskandal weitere Länder: In der Slowakei trat Ex-Außenminister und Regierungsberater Miroslav Lajcak zurück. Das slowaksiche Nachrichtenportal 360tka veröffentlichte am Wochenende Chatprotokolle, denen zufolge Epstein Lajcak junge Frauen angeboten haben soll. Sie seien „wahrscheinlich zu jung für dich“, habe Epstein geschrieben, worauf Lajcak geantwortet habe: „Du hast mich nicht in Action erlebt.“ Der Politiker habe im Gegenzug seine Kontakte zum slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico angeboten. Lajcak wies die Vorwürfe indes zurück: „Ich stehe unter Schock.“ Er habe nie mit Epstein über Frauen gesprochen und auch keine Treffen für diesen organisiert. (mit dpa, ap, afp) Gemeinsam für freie Presse Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. 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1. Februar
Die Welt (Politik)

Starmer fordert Aussage von Ex-Prinz Andrew vor US-Kongress

Starmer fordert Aussage von Ex-Prinz Andrew vor US-Kongress Neue Epstein-Akten setzen Prinz Andrew weiter unter Druck. Großbritanniens Premier Keir Starmer spricht sich nun ausdrücklich für eine Aussage des ehemaligen Prinzen vor dem US-Kongress aus – und verweist auf die Verantwortung gegenüber den Opfern. Nach der Veröffentlichung weiterer Akten über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat sich Großbritanniens Premierminister Keir Starmer für eine Aussage von Andrew Mountbatten-Windsor vor dem US-Kongress ausgesprochen. Starmer beantwortete eine entsprechende Frage in Bezug auf den ehemaligen britischen Prinzen am Samstag mit „ja“. „Ich habe immer gesagt, dass jeder der über Informationen (verfügt), darauf vorbereitet sein sollte, diese Informationen zu teilen, in welcher Form auch immer er darum gebeten wird“, sagte Starmer am Rande einer Reise nach Asien. Dabei gehe vor allem um die Opfer Epsteins, fügte Starmer hinzu. Der britische Regierungschef hatte sich bisher in Bezug auf Mountbatten-Windsor nicht in dieser Deutlichkeit geäußert. Im November hatte er noch gesagt, es sei die persönliche Entscheidung des Bruders von König Charles III., ob dieser aussagen wolle. Der ehemalige Prinz war mit Veröffentlichung der neuen Akten durch das US-Justizministerium am Freitag weiter in Bedrängnis geraten. Den Dokumenten zufolge, schlug Epstein Mountbatten-Windsor 2010 ein Treffen mit einer Russin vor – kurz nachdem der US-Investmentbanker eine Strafe wegen Prostitution Minderjähriger abgesessen hatte. Kurze Zeit später lud der damalige Prinz Epstein in den Buckingham-Palast ein. Ob das Treffen mit der Russin und der Besuch in dem Palast stattfanden, geht aus den Akten nicht hervor. Charles hatte seinem Bruder wegen dessen Verbindungen zu Epstein im vergangenen Jahr alle königlichen Titel und Ehren aberkannt. Die US-Australierin Virginia Giuffre hatte den ehemaligen Prinzen beschuldigt, sie als 17-Jährige missbraucht zu haben. In den neuen Akten tauchen die Namen zahlreicher weiterer prominenter Männer auf. Unter anderem werden Microsoft-Gründer Bill Gates und US-Milliardär Elon Musk erwähnt. Die Dokumente enthalten auch Listen der US-Bundespolizei FBI mit größtenteils anonym erhobenen Anschuldigungen gegen US-Präsident Donald Trump. Epstein stand unter Verdacht, tausende Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er war erstmals 2008 verurteilt worden, weil er die Dienste von minderjährigen Prostituierten in Anspruch genommen hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals aber nur eine 18-monatige Haftstrafe. 2019 wurde er unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Rund einen Monat später wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

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