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Montag, 27. Juli 2026
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Stuttgart - Porsche: Bis 2035 sollen insgesamt rund 9000 Stellen wegfallen

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27. Juli
Deutschlandfunk

Stuttgart - Porsche: Bis 2035 sollen insgesamt rund 9000 Stellen wegfallen

Zusammen mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Wegfall müssten damit rund 8900 Mitarbeiter den Konzern verlassen. Die geltende Standortsicherung verlängerte Porsche bis 2035. Betriebsbedingte Kündigungen sind in dieser Zeit ausgeschlossen. Hintergrund ist die aktuelle Krise des Autobauers. Im ersten Halbjahr war der Absatz um rund 16 Prozent auf rund 122.000 Autos zurückgegangen, in China brach er sogar um ein Drittel ein, in Nordamerika waren es 13 Prozent. Im Heimatmarkt Deutschland lieferte das Unternehmen knapp 15.000 Autos aus, sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Außerdem belasten US-Zölle das Unternehmen. Weniger Personalkosten - im Gegenzug Investitionen Das nun mit dem Gesamtbetriebsrat sowie der IG Metall verhandelte "Zukunftspaket" soll die Personalkosten deutlich senken, erklärte Porsche. Im Gegenzug sagte der Vorstand Investitionen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro in die Standorte Zuffenhausen und Weissach bei Stuttgart zu. Gemeinsames Ziel sei es, "die Wettbewerbsfähigkeit des Sportwagenherstellers zu stärken und dabei langfristig möglichst viele Arbeitsplätze abzusichern". Konkret bedeutet das unter anderem: Tariferhöhungen werden bis 2035 zum Teil einbehalten, das Weihnachtsgeld sinkt und der Mitarbeiterbonus orientiert sich stärker am Unternehmenserfolg. Große Teile des Managements verzichten 2027 und 2028 auf Erhöhungen der Grundvergütung. Homeoffice soll zudem künftig nur noch an maximal acht statt zwölf Tagen im Monat möglich sein. Diese Nachricht wurde am 27.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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27. Juli
ZDF heute

Porsche baut bis 2035 weitere 5.000 Stellen ab

Stuttgarter Autobauer:Porsche baut bis 2035 weitere 5.000 Stellen ab 5.000 weitere Stellen will Porsche bis 2035 abbauen. Ein "Zukunftspaket" sieht gleichzeitig eine Verlängerung der Beschäftigungssicherung sowie Milliarden-Investitionen vor. Der Sportwagenbauer Porsche baut in der Region Stuttgart bis 2035 weitere 5.000 Stellen ab. Betroffen sind das Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in nahen Weissach. Die Beschäftigungssicherung wird im Gegenzug bis Ende 2035 verlängert, wie Unternehmen und Gesamtbetriebsrat mitteilten. Zusammen mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Wegfall werden damit rund 8.900 Stellen gestrichen. Bei Tochterunternehmen werden rund 500 Jobs gestrichen, wie schon angekündigt wurde. Der Sportwagenbauer Porsche will mit einem "Zukunftspaket" zurück in die Spur finden. Quelle: dpaGewerkschaften an Verhandlungen beteiligt Der Stellenabbau soll den Angaben nach sozialverträglich erfolgen - vor allem über natürliche Fluktuation, demografische Effekte, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge. An den Verhandlungen waren auch die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall beteiligt. Ziel sei, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dabei langfristig möglichst viele Arbeitsplätze abzusichern. Porsche im Krisenmodus: Der Gewinn des Sportwagenbauers brach im vergangenen Jahr um 91,4 Prozent ein. Grund seien das China-Geschäft und Belastungen durch US-Zölle. 11.03.2026 | 0:44 minDas sogenannte Zukunftspaket sieht deshalb auch Investitionen von insgesamt 2,1 Milliarden Euro vor. Damit soll unter anderem sichergestellt werden, dass die zweitürigen Sportwagen weiterhin in Zuffenhausen vom Band rollen und die Entwicklungsarbeit in Weissach gebündelt bleibt. Finanziert wird das demnach durch ein umfassendes Maßnahmenpaket. "Es soll die Personalkosten deutlich senken und die Arbeit an den Standorten flexibler und produktiver machen", hieß es in der Mitteilung. Weihnachtsgeld sinkt, Homeoffice-Regeln verschärft Konkret bedeutet das unter anderem: Tariferhöhungen werden bis 2035 zum Teil einbehalten, das Weihnachtsgeld sinkt und der Mitarbeiterbonus orientiert sich stärker am Unternehmenserfolg. Große Teile des Managements verzichten 2027 und 2028 auf Erhöhungen der Grundvergütung. Homeoffice soll zudem künftig nur noch an maximal acht statt zwölf Tagen im Monat möglich sein. Die Zahl der Autos in Deutschland steigt weiter. 2026 kamen auf 1.000 Einwohner durchschnittlich 593 Autos, so das Statistische Bundesamt. Die höchste Pkw-Dichte hat das Saarland. 22.07.2026 | 0:33 minSparrunde folgt auf Sparrunde Das nun beschlossene "Zukunftspaket" ist bereits die zweite große Sparrunde. Im Februar 2025 hatten sich Management und Betriebsrat auf den Abbau von rund 1.900 Stellen in der Region Stuttgart bis 2029 verständigt. Zusätzlich liefen die befristeten Arbeitsverträge von etwa 2.000 Mitarbeitern aus. Aber nicht nur am Stammsitz wurde zuletzt gespart: Im Leipziger Werk hat Porsche ebenfalls Jobs abgebaut, auch drei Tochterfirmen mit zusammen rund 500 Beschäftigten wurden oder werden noch geschlossen. In Summe streicht der Sportwagenbauer in den kommenden Jahren mehr als jede dritte Stelle in seiner Heimat. Ende 2024 hatte Porsche in der Region Stuttgart rund 22.200 Beschäftigte, ein Jahr später waren es noch ungefähr 20.600. Weltweit beschäftigte der Konzern Ende 2025 fast 41.800 Menschen. Leiters hatte bereits angekündigt, Porsche deutlich verschlanken zu wollen. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat liefen seit vergangenem Herbst - wegen des Wechselns an der Unternehmensspitze aber mit Unterbrechungen. Die Autoindustrie ist angeschlagen, so wie der gesamte Industriestandort Deutschland. Auch Arbeitsplätze leiden unter der schlechten Lage der Industrie. 10.07.2026 | 2:32 minNötig sind die Sparmaßnahmen, weil Porsche bereits seit einiger Zeit in der Krise steckt. Der Konzernüberschuss des einstigen VW-Gewinnbringers brach 2025 um 91 Prozent auf 310 Millionen Euro ein. Im ersten Quartal setzte sich der Rückgang fort, wenn auch mit weniger Tempo. Bringt das Porsche-Sparpaket den VW-Chef in die Bredouille? Spannend wird sein, welche Folgen die Einigung in Wolfsburg haben wird. Denn VW-Vorstandsvorsitzender Oliver Blume - der bis Ende 2025 in Personalunion auch Porsche-Chef war - versucht dort gerade, ein eigenes, weitaus härteres Sparpaket durchzusetzen. Vier deutsche Standorte von VW und Audi sowie bis zu 50.000 Stellen weltweit stehen auf der Kippe - zusätzlich zu den 50.000 Jobs, die bis 2030 konzernweit abgebaut werden sollen. Ein Geschenk an die Porsche-Mitarbeiter ist der Sparkompromiss zwar nicht. Und auch Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung sind in der deutschen Autoindustrie nicht unüblich. Bei Porsche fällt die Garantie bis Ende 2035 nun aber großzügiger aus als bei Volkswagen und Audi. Darüber hinaus stehen Werksschließungen nicht zur Debatte. Und das, obwohl die Fabriken von Porsche zu den teuersten im Konzern gehören. Der VW-Gewinn ist im zweiten Quartal 2026 um ein Drittel eingebrochen. VW-Chef Oliver Blume will mit Sparmaßnahmen und innovativen Produkten wieder punkten. 24.07.2026 | 2:38 minDer Deal könnte daher auch Blume, der sein Sparpaket bis Ende des Jahres festzurren will, in die Bredouille bringen. Vor allem, weil in den Aufsichtsräten zum Teil dieselben Personen sitzen. Ganz vorn dabei: Vertreter der Familien Porsche und Piëch. Das wissen auch die Betriebsräte bei VW und Audi - und dürften jede Vereinbarung am Porsche-Kompromiss messen. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zur Krise der Autobauer - InterviewVW-Chef spricht über Konzernlage:Müssen Sie die VW-Zahlen schönreden, Herr Blume?mit Video8:20 - "Druck und Angst sind keine Strategie":Sparpläne bei Mercedes: Zehntausende protestierenLaura Ozdoba und Pablo Silalahi, Stuttgartmit Video1:27 - Produktion soll hochgefahren werden:Tesla plant 3.500 neue Arbeitsplätze in Grünheidemit Video0:34 - InterviewAutomesse in Peking:Was Chinas Autobauer unternehmen, um in Europa Fuß zu fassenmit Video1:41

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27. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

Porsche baut weitere 5000 Stellen ab

Neues Sparpaket Porsche baut weitere 5000 Stellen ab Die Krise in der Autoindustrie hält an. Bereits im Februar 2025 einigten sich das Porsche-Management und der Betriebsrat auf einen Stellenabbau. Nun folgt die zweite große Sparrunde innerhalb kurzer Zeit. Der Konzern spricht von einem »Zukunftspaket«. Der Sport- und Geländewagenbauer streicht demnach bis 2035 weitere 5000 Stellen in der Region Stuttgart. Betroffen sind das Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum im nah gelegenen Weissach. Im Gegenzug wird die Standortsicherung um fünf Jahre bis Ende 2035 verlängert. Betriebsbedingte Kündigungen sind in dieser Zeit ausgeschlossen, wie das Unternehmen und der Gesamtbetriebsrat mitteilen. Der Stellenabbau soll laut Porsche sozialverträglich erfolgen – vor allem über natürliche Fluktuation, demografische Effekte, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge. An den Verhandlungen waren auch die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall beteiligt. Ziel sei, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dabei langfristig möglichst viele Arbeitsplätze abzusichern. Porsche-Mitarbeiter in Stuttgart-Zuffenhausen Foto: Christoph Schmidt / dpaWie Porsche Investitionen finanzieren will Das sogenannte Zukunftspaket sieht auch Investitionen von insgesamt 2,1 Milliarden Euro vor. Damit soll unter anderem sichergestellt werden, dass die zweitürigen Sportwagen weiterhin in Zuffenhausen vom Band rollen und die Entwicklungsarbeit in Weissach gebündelt bleibt. Finanziert wird das demnach durch ein umfassendes Maßnahmenpaket. »Es soll die Personalkosten deutlich senken und die Arbeit an den Standorten flexibler und produktiver machen.« Konkret bedeutet das unter anderem: - Tariferhöhungen werden bis 2035 zum Teil einbehalten, - Das Weihnachtsgeld sinkt - Der Mitarbeiterbonus orientiert sich stärker am Unternehmenserfolg - Große Teile des Managements verzichten 2027 und 2028 auf Erhöhungen der Grundvergütung - Homeoffice soll zudem künftig nur noch an maximal acht statt zwölf Tagen im Monat möglich sein Porsches zweite große Sparrunde Das nun beschlossene Zukunftspaket ist bereits die zweite große Sparrunde. Im Februar 2025 hatten sich Management und Betriebsrat auf den Abbau von rund 1900 Stellen in der Region Stuttgart bis 2029 verständigt. Zusätzlich liefen die befristeten Arbeitsverträge von etwa 2000 Mitarbeitern aus. Aber nicht nur am Stammsitz wurde zuletzt gespart: Im Leipziger Werk hat Porsche ebenfalls Jobs abgebaut, auch drei Tochterfirmen mit zusammen rund 500 Beschäftigten wurden oder werden noch geschlossen. In Summe streicht der Sportwagenbauer in den kommenden Jahren mehr als jede dritte Stelle in seiner Heimat. Ende 2024 hatte Porsche in der Region Stuttgart rund 22.200 Beschäftigte, ein Jahr später waren es noch ungefähr 20.600. Weltweit beschäftigte der Konzern Ende 2025 fast 41.800 Menschen. Der neue Chef Leiters hatte bereits angekündigt, Porsche deutlich zu verschlanken. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat liefen seit vergangenem Herbst – wegen der Wechsel an der Unternehmensspitze aber mit Unterbrechungen. Nötig sind die Sparmaßnahmen, weil Porsche bereits seit einiger Zeit in der Krise steckt. Der Konzernüberschuss brach 2025 um 91 Prozent auf 310 Millionen Euro ein. Im ersten Quartal setzte sich der Rückgang fort, wenn auch mit weniger Tempo. Ursachen für die Entwicklung sind das enorm kriselnde Chinageschäft, die US-Zollpolitik und die geringere Nachfrage nach E-Modellen. Hinzu kamen der Konzernumbau und wegweisende strategische Fragen: Allein die Entscheidung, wieder mehr Autos mit Verbrennungsmotor zu entwickeln und zu produzieren, schlug mit Milliarden zu Buche. Auch 2026 erwartet das Unternehmen dadurch Belastungen im hohen dreistelligen Millionenbereich. Der neue Porsche-Boss plant nach SPIEGEL-Informationen Supersportwagen statt Elektroautos. Bei der Wolfsburger Konzernmutter fürchten manche, er könnte seine Interessen ohne Rücksicht auf Volkswagen durchboxen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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27. Juli
Wirtschaftswoche

Autoindustrie: Porsche streicht bis 2035 insgesamt rund 9000 Stellen

Autoindustrie: Porsche streicht bis 2035 insgesamt rund 9000 Stellen Der kriselnde Autobauer Porsche Der Stellenabbau soll den Angaben nach sozialverträglich erfolgen: Die Mitarbeitenden sollen vor allem über Fluktuation, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge ausscheiden, wie das Unternehmen und der Porsche-Betriebsrat am Montag nach einer Betriebsversammlung im Stammwerk Stuttgart mitteilten. So reagiert die Porsche-Aktie Die im MDax Zusammen mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Wegfall müssen damit rund 8900 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Bei Tochterunternehmen werden rund 500 Jobs gestrichen, wie schon angekündigt wurde. Ziel sei, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dabei langfristig möglichst viele Arbeitsplätze abzusichern. Im Gegenzug wird die Standortsicherung um fünf Jahre bis Ende 2035 verlängert. Bis dahin sollen außerdem 2,1 Milliarden Euro in den Standort Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach investiert werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind in dieser Zeit ausgeschlossen, wie das Unternehmen und der Gesamtbetriebsrat mitteilten. Woher kommen Porsches Probleme? Porsche steckt in der Krise, weil das Geschäft in China einbricht, die erhöhten US-Zölle belasten und sich die enormen Investitionen in Elektroautos nicht auszahlen. Zwischen 2021 und 2025 haben sich die Verkaufszahlen in der Volksrepublik China mehr als halbiert. Ein Trend, der sich in diesem Jahr bislang fortgesetzt und sogar verstärkt hat. Das passt aber nicht zu den übergroßen Strukturen der Schwaben. Bis zum Rekordhoch vor drei Jahren von rund 320.000 Verkäufen hatte die Volkswagen-Tochter einen Boom erlebt. Die Belegschaft war seit 2015 um 75 Prozent auf zuletzt gut 42.000 Jobs gestiegen. Doch seither sank der Absatz immer schneller – für dieses Jahr prognostizierte Porsche im April 250.000 Fahrzeuge. Beim Gewinn, der 2025 operativ auf 413 Millionen von 5,6 Milliarden Euro im Vorjahr eingebrochen war, wollen die Schwaben die Wende schaffen. Im ersten Halbjahr verdiente der MDax-Konzern 1,35 Milliarden Euro, eine Marge von 7,8 Prozent. Jahrelang war Porsche mit einer Marge von rund 15 Prozent der profitabelste deutsche Autobauer und neben Audi die Cash-Cow des VW-Konzerns. Was der neue Chef Leiters mit Porsche vorhat Dem seit Januar amtierenden Porsche-Chef schwebt eine schlankere Sportwagenschmiede vor, die auch mit deutlich weniger verkauften Fahrzeugen satte Gewinne einfahren kann. Die Produktpalette soll gestrafft und die Zahl der Modellvarianten reduziert werden. Zugleich denkt der Manager über neue Fahrzeuge in margenstärkeren Segmenten nach – sowohl oberhalb der zweitürigen Sportwagen als auch oberhalb des Cayenne. Eine Rückkehr zu den Traumrenditen nahe 20 Prozent erwartete Leiters zuletzt nicht: Mittelfristig sollen vom Umsatz 10 bis 15 Prozent als Gewinn übrig bleiben. „Die deutliche Verbesserung unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wird vor allem mit unseren künftigen Produkten kommen.“ Das brauche aber Zeit. Wie sich Porsche im ersten Halbjahr geschlagen hat, will das Management im Detail am Mittwoch präsentieren.

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27. Juli
Handelsblatt

Krise in der Autoindustrie: Porsche streicht weitere 5.000 Stellen

Krise in der Autoindustrie: Porsche streicht weitere 5.000 Stellen Stuttgart. Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche Der Stellenabbau soll den Angaben nach sozialverträglich erfolgen - vor allem über natürliche Fluktuation, demografische Effekte, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge. An den Verhandlungen waren auch die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall beteiligt. Ziel sei, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dabei langfristig möglichst viele Arbeitsplätze abzusichern. Milliardeninvestition in der Porsche-Heimat Das sogenannte Zukunftspaket sieht deshalb auch Investitionen von insgesamt 2,1 Milliarden Euro vor. Damit soll unter anderem sichergestellt werden, dass die zweitürigen Sportwagen weiterhin in Zuffenhausen vom Band rollen und die Entwicklungsarbeit in Weissach gebündelt bleibt. Finanziert wird das demnach durch ein umfassendes Maßnahmenpaket. „Es soll die Personalkosten deutlich senken und die Arbeit an den Standorten flexibler und produktiver machen.“ Konkret bedeutet das unter anderem: Tariferhöhungen werden bis 2035 zum Teil einbehalten, das Weihnachtsgeld sinkt und der Mitarbeiterbonus orientiert sich stärker am Unternehmenserfolg. Große Teile des Managements verzichten 2027 und 2028 auf Erhöhungen der Grundvergütung. Homeoffice soll zudem künftig nur noch an maximal acht statt zwölf Tagen im Monat möglich sein. Der seit Jahresbeginn amtierende Vorstandschef Michael Leiters bezeichnete das Paket als „gut für Porsche“. Es ermögliche, das Unternehmen strategisch neu auszurichten. Jetzt gelte es, gemeinsam zu liefern. Klar sei: „Nur wenn wir unsere Ziele erreichen und wirtschaftlich erfolgreich sind, können wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch die nötige Sicherheit geben“. Für Gesamtbetriebsratschef Ibrahim Aslan hat das Paket Signalwirkung: Man habe den Arbeitgeber überzeugen können, dass eine Investition an den zwei Standorten eine Chance seien. Dass dafür hätten Kompromisse geschlossen werden müssen, sei Teil von Verhandlungen. „Das Paket ist hart erkämpft. Jetzt müssen wir es gemeinsam mit dem Vorstand umsetzen“, teilte Aslan mit. Sparrunde folgt auf Sparrunde Das nun beschlossene Zukunftspaket ist bereits die zweite große Sparrunde. Im Februar 2025 hatten sich Management und Betriebsrat auf den Abbau von rund 1.900 Stellen in der Region Stuttgart bis 2029 verständigt. Zusätzlich liefen die befristeten Arbeitsverträge von etwa 2.000 Mitarbeitern aus. Aber nicht nur am Stammsitz wurde zuletzt gespart: Im Leipziger Werk hat Porsche ebenfalls Jobs abgebaut, auch drei Tochterfirmen mit zusammen rund 500 Beschäftigten wurden oder werden noch geschlossen. In Summe streicht der Sportwagenbauer in den kommenden Jahren mehr als jede dritte Stelle in seiner Heimat. Ende 2024 hatte Porsche in der Region Stuttgart rund 22.200 Beschäftigte, ein Jahr später waren es noch ungefähr 20.600. Weltweit beschäftigte der Konzern Ende 2025 fast 41.800 Menschen. Leiters hatte bereits angekündigt, Porsche deutlich verschlanken zu wollen. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat liefen seit vergangenem Herbst - wegen des Wechselns an der Unternehmensspitze aber mit Unterbrechungen. Gewinneinbruch ohne Beispiel Nötig sind die Sparmaßnahmen, weil Porsche bereits seit einiger Zeit in der Krise steckt. Der Konzernüberschuss des einstigen VW-Gewinnbringers brach 2025 um 91 Prozent auf 310 Millionen Euro ein. Im ersten Quartal setzte sich der Rückgang fort, wenn auch mit weniger Tempo. Ursachen für die Entwicklung sind das enorm kriselnde China-Geschäft, die US-Zollpolitik und die geringere Nachfrage nach E-Modellen. Hinzu kamen der Konzernumbau und wegweisende strategische Fragen: Allein die Entscheidung, wieder mehr Autos mit Verbrennungsmotor zu entwickeln und zu produzieren, schlug mit Milliarden zu Buche. Auch 2026 erwartet das Unternehmen dadurch Belastungen im hohen dreistelligen Millionenbereich. Porsche-Werke nicht ausgelastet Wie tiefgreifend das Problem ist, zeigt auch ein Blick auf die Verkaufszahlen: Der Absatz sackte 2025 um ein Zehntel ab - und lag mit 279.400 verkauften Fahrzeugen auf dem niedrigsten Stand seit dem Corona-Jahr 2020. Besonders dramatisch war die Situation in China. Zwischen 2021 und 2025 haben sich die Verkaufszahlen in der Volksrepublik mehr als halbiert. Ein Trend, der sich in diesem Jahr bislang fortgesetzt und sogar verstärkt hat. Das passt aber nicht zu den übergroßen Strukturen der Schwaben: Geplant war das Fertigungsnetz einmal für 350.000 bis 400.000 Fahrzeuge pro Jahr. Aktuell steuert Porsche aber eher auf 250.000 und weniger zu. Die Werke sind nicht ausgelastet, viele Kosten laufen aber wie gewohnt weiter. Was Leiters mit Porsche vorhat Dem seit Januar amtierenden Porsche-Chef schwebt deshalb eine schlankere Sportwagenschmiede vor, die auch mit deutlich weniger verkauften Fahrzeugen satte Gewinne einfahren kann. Auf der Hauptversammlung vor wenigen Wochen hat Leiters die Grundzüge seiner Strategie skizziert, die er Anfang Oktober bei einem Kapitalmarkttag vorstellen will. Die Produktpalette soll gestrafft und die Zahl der Modellvarianten reduziert werden. Zugleich denkt der Manager über neue Fahrzeuge in margenstärkeren Segmenten nach - sowohl oberhalb der zweitürigen Sportwagen als auch oberhalb des Cayenne. Eine Rückkehr zu den Traumrenditen nahe 20 Prozent erwartete Leiters zuletzt nicht: Mittelfristig sollen vom Umsatz 10 bis 15 Prozent als Gewinn übrigbleiben. „Die deutliche Verbesserung unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wird vor allem mit unseren künftigen Produkten kommen“. Das brauche aber Zeit. Wie sich Porsche im ersten Halbjahr geschlagen hat, will das Management am Mittwoch präsentieren. Die Prognose wurde zuletzt bestätigt. Das Dilemma mit Wolfsburg Spannend wird sein, welche Folgen die Einigung in Wolfsburg haben wird. Denn VW-Vorstandsvorsitzender Oliver Blume - der bis Ende 2025 in Personalunion auch Porsche-Chef war - versucht dort gerade, ein eigenes, weitaus härteres Sparpaket durchzusetzen. Vier deutsche Standorte von VW Verwandte Themen Ein Geschenk an die Porsche-Mitarbeiter ist der Sparkompromiss zwar nicht. Und auch Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung sind in der deutschen Autoindustrie nicht unüblich. Bei Porsche fällt die Garantie bis Ende 2035 nun aber großzügiger aus als bei Volkswagen und Audi. Darüber hinaus stehen Werksschließungen nicht zur Debatte. Und das, obwohl die Fabriken von Porsche zu den teuersten im Konzern gehören. Der Deal könnte daher auch Blume, der sein Sparpaket bis Ende des Jahres festzurren will, in die Bredouille bringen. Vor allem, weil in den Aufsichtsräten zum Teil dieselben Personen sitzen. Ganz vorn dabei: Vertreter der Familien Porsche und Piëch. Das wissen auch die Betriebsräte bei VW und Audi - und dürften jede Vereinbarung am Porsche-Kompromiss messen.

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27. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Sportwagenhersteller: Porsche streicht weitere 5000 Stellen

Sportwagenhersteller : Porsche streicht weitere 5000 Stellen Seit längerer Zeit steckt die Porsche AG in der Krise. Nun baut der Sportwagenhersteller noch mehr Personal ab. Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche AG Der Stellenabbau soll den Angaben nach sozialverträglich erfolgen – vor allem über natürliche Fluktuation, demographische Effekte, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge. An den Verhandlungen waren auch die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall beteiligt. Ziel sei, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dabei langfristig möglichst viele Arbeitsplätze abzusichern. Das sogenannte Zukunftspaket sieht deshalb auch Investitionen von insgesamt 2,1 Milliarden Euro vor. Damit soll unter anderem sichergestellt werden, dass die zweitürigen Sportwagen weiterhin in Zuffenhausen vom Band rollen und die Entwicklungsarbeit in Weissach gebündelt bleibt. Finanziert wird das demnach durch ein umfassendes Maßnahmenpaket. „Es soll die Personalkosten deutlich senken und die Arbeit an den Standorten flexibler und produktiver machen.“ Konkret bedeutet das unter anderem: Tariferhöhungen werden bis 2035 zum Teil einbehalten, das Weihnachtsgeld sinkt, und der Mitarbeiterbonus orientiert sich stärker am Unternehmenserfolg. Große Teile des Managements verzichten 2027 und 2028 auf Erhöhungen der Grundvergütung. Homeoffice soll zudem künftig nur noch an maximal acht statt zwölf Tagen im Monat möglich sein. Was der Konzern für das neuerliche Sparpaket an Einmalbelastungen schultern muss, dazu machte Porsche zunächst keine Angaben. Sparrunde folgt auf Sparrunde Das nun beschlossene Zukunftspaket ist bereits die zweite große Sparrunde. Im Februar 2025 hatten sich Management und Betriebsrat auf den Abbau von rund 1900 Stellen in der Region Stuttgart bis 2029 verständigt. Zusätzlich liefen die befristeten Arbeitsverträge von etwa 2000 Mitarbeitern aus. Aber nicht nur am Stammsitz wurde zuletzt gespart: Im Leipziger Werk hat die Porsche ebenfalls Jobs abgebaut, auch drei Tochterfirmen mit zusammen rund 500 Beschäftigten wurden oder werden noch geschlossen. In Summe streicht der Sportwagenbauer in den kommenden Jahren mehr als jede dritte Stelle in seiner Heimat. Ende 2024 hatte Porsche in der Region Stuttgart rund 22.200 Beschäftigte, ein Jahr später waren es noch ungefähr 20.600. Weltweit beschäftigte der Konzern Ende 2025 fast 41.800 Menschen. Der Vorstandsvorsitzende Michael Leiters hatte bereits angekündigt, Porsche deutlich verschlanken zu wollen. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat liefen seit vergangenem Herbst – wegen des Wechsels an der Unternehmensspitze aber mit Unterbrechungen. Gewinneinbruch ohne Beispiel Nötig sind die Sparmaßnahmen, weil Porsche bereits seit einiger Zeit in der Krise steckt. Der Konzernüberschuss des einstigen VW Ursachen für die Entwicklung sind das enorm kriselnde China-Geschäft, die US-Zollpolitik und die geringere Nachfrage nach E-Modellen. Hinzu kamen der Konzernumbau und wegweisende strategische Fragen: Allein die Entscheidung, wieder mehr Autos mit Verbrennungsmotor zu entwickeln und zu produzieren, schlug mit Milliarden zu Buche. Auch 2026 erwartet das Unternehmen dadurch Belastungen im hohen dreistelligen Millionenbereich. Porsche-Werke nicht ausgelastet Wie tiefgreifend das Problem ist, zeigt auch ein Blick auf die Verkaufszahlen: Der Absatz sackte 2025 um ein Zehntel ab – und lag mit 279.400 verkauften Fahrzeugen auf dem niedrigsten Stand seit dem Corona-Jahr 2020. Besonders dramatisch war die Situation in China. Zwischen 2021 und 2025 haben sich die Verkaufszahlen in der Volksrepublik mehr als halbiert. Ein Trend, der sich in diesem Jahr bislang fortgesetzt und sogar verstärkt hat. Das passt aber nicht zu den übergroßen Strukturen der Schwaben: Geplant war das Fertigungsnetz einmal für 350.000 bis 400.000 Fahrzeuge pro Jahr. Aktuell steuert Porsche aber eher auf 250.000 und weniger zu. Die Werke sind nicht ausgelastet, viele Kosten laufen aber wie gewohnt weiter. Was Leiters mit Porsche vorhat Dem seit Januar amtierenden Porsche-Chef schwebt deshalb eine schlankere Sportwagenschmiede vor, die auch mit deutlich weniger verkauften Fahrzeugen satte Gewinne einfahren kann. Auf der Hauptversammlung vor wenigen Wochen hat Leiters die Grundzüge seiner Strategie skizziert, die er Anfang Oktober bei einem Kapitalmarkttag vorstellen will. Die Produktpalette soll gestrafft und die Zahl der Modellvarianten reduziert werden. Zugleich denkt der Manager über neue Fahrzeuge in margenstärkeren Segmenten nach – sowohl oberhalb der zweitürigen Sportwagen als auch oberhalb des Cayenne. Eine Rückkehr zu den Traumrenditen nahe 20 Prozent erwartete Leiters zuletzt nicht: Mittelfristig sollen vom Umsatz 10 bis 15 Prozent als Gewinn übrig bleiben. „Die deutliche Verbesserung unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wird vor allem mit unseren künftigen Produkten kommen“. Das brauche aber Zeit. Wie sich Porsche im ersten Halbjahr geschlagen hat, will das Management im Detail am Mittwoch präsentieren. Spannend wird sein, welche Folgen die Einigung in Wolfsburg haben wird. Denn VW-Vorstandsvorsitzender Oliver Blume, der bis Ende 2025 in Personalunion auch Porsche-Chef war, versucht dort gerade, ein eigenes weiteres Sparpaket durchzusetzen. Vier deutsche Standorte von VW und Audi sowie bis zu 50.000 Stellen weltweit stehen auf der Kippe – zusätzlich zu den 50.000 Jobs, die bis 2030 konzernweit ohnehin abgebaut werden sollen. Ein Geschenk an die Porsche-Mitarbeiter ist der Sparkompromiss zwar nicht. Und auch Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung sind in der deutschen Autoindustrie nicht unüblich. Bei Porsche fällt die Garantie bis Ende 2035 nun aber großzügiger aus als bei Volkswagen Der Deal könnte daher auch Blume, der sein Sparpaket bis Ende des Jahres festzurren will, in die Bredouille bringen. Vor allem weil in den Aufsichtsräten zum Teil dieselben Personen sitzen. Ganz vorn dabei: Vertreter der Familien Porsche und Piëch. Das wissen auch die Betriebsräte bei VW und Audi. Und dürften jede Vereinbarung am Porsche-Kompromiss messen.

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27. Juli
Tagesschau

Sparmaßnahmen bei VW-Töchtern Audi und Porsche

VW-Töchter unter Druck Sparmaßnahmen bei Audi und Porsche Bei einer Betriebsversammlung stellt Porsche das "Zukunftspaket" vor - es geht um Einsparungen und Jobabbau. Auch bei Audi soll noch stärker gespart werden als bisher. Der Autobauer kappte seine Prognose. Beim Sportwagenbauer Porsche wurden auf der heutigen Betriebsversammlung erstmals Details des sogenannten Zukunftspakets vorgestellt. Ein wichtiger Bestandteil: Stellenstreichungen. Der kriselnde Autobauer will in den kommenden Jahren rund 5.000 weitere Stellen abbauen - zusammen mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Wegfall müssen damit rund 8.900 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Die Mitarbeitenden sollen über Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge sozialverträglich ausscheiden, wie das Unternehmen und der Porsche-Betriebsrat nach einer Betriebsversammlung im Stammwerk Stuttgart mitteilten. Außerdem sollen Tariferhöhungen bis 2035 zum Teil einbehalten werden, das Weihnachtsgeld sinkt und der Mitarbeiterbonus orientiert sich stärker am Unternehmenserfolg. Große Teile des Managements verzichten 2027 und 2028 auf Erhöhungen der Grundvergütung. Homeoffice soll zudem künftig nur noch an maximal acht statt zwölf Tagen im Monat möglich sein. Die geltende Standortsicherung verlängert Porsche bis 2035. Betriebsbedingte Kündigungen seien in dieser Zeit ausgeschlossen. Außerdem sollen bis 2035 2,1 Milliarden Euro in den Standort Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach investiert werden. Ziel: Porsche zukunftsfähig machen Ziel der aktuell beschlossenen Maßnahmen sei, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dabei langfristig möglichst viele Arbeitsplätze abzusichern. Denn die VW-Tochter steckt bereits seit einiger Zeit in der Krise. Das nun beschlossene Zukunftspaket ist bereits die zweite große Sparrunde. Im Februar 2025 hatten sich Management und Betriebsrat auf den Abbau von rund 1.900 Stellen in der Region Stuttgart bis 2029 verständigt. Zusätzlich liefen die befristeten Arbeitsverträge von etwa 2.000 Mitarbeitern aus. Auch Audi in der Krise Auch beim Ingolstädter Autobauer Audi geht es - wieder einmal - um Kosteneinsparungen: Die bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen zeigten zwar Wirkung, reichten aber nicht aus, sagte Finanzchef Jürgen Rittersberger zur Vorstellung der Audi-Halbjahreszahlen und betonte: "Wir müssen in dem Umfeld, in dem wir uns bewegen, wettbewerbsfähiger und effizienter werden, an den Kostenstrukturen arbeiten und Entscheidungsprozesse schneller hinbekommen." Gleichwohl betonte VW-Chef Oliver Blume zuletzt, dass er Werksschließungen vermeiden wolle. "Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen. Das ist immer die letzte Option." Ähnlich äußerte sich heute auch Rittersberger: Es werde kein Gegeneinander der beiden Standorte Neckarsulm und Ingolstadt geben. "Wir haben Möglichkeiten, an beiden Standorten die Effizienz zu steigern", sagte Rittersberger. "Wenn alle mithelfen, können wir eine Zukunft für Neckarsulm organisieren." Standorte effizienter machen Das Handelsblatt berichtet bereits über Überlegungen, den Standort Neckarsulm durch eine Senkung der Kapazitäten dort und in Ingolstadt zu retten. Derzeit können in Neckarsulm jährlich 225.000 Fahrzeuge gebaut werden, das sind bereits rund 75.000 weniger als noch vor wenigen Jahren. An dem Standort laufen derzeit ausschließlich Verbrennerfahrzeuge vom Band. Laut Rittersberger ist bereits beschlossen, die Nachtschicht in dem Werk zu streichen. "Wir sind kontinuierlich dabei, die Kapazitäten auf die Marktlage anzupassen." Blume hatte zuletzt in einem intern veröffentlichten Interview gesagt, dass in Europa Überkapazitäten von 500.000 Fahrzeugen abgebaut werden müssten. Prognose gesenkt Aktuell läuft bereits ein Stellenabbauprogramm bei den Ingolstädtern. Im März vergangenen Jahres hatte das Unternehmen den Abbau von bis zu 7.500 Jobs bis 2029 verkündet. Damals war allerdings auch die Beschäftigungssicherung, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, bis Ende 2033 verlängert worden. Beim Abbau komme man gut voran, sagt Rittersberger. In den Zahlen schlägt sich das bislang allerdings nur bedingt nieder: Angesichts eines immer schwieriger werdenden Marktes in China und der Eskalation im Nahen Osten erwartet der Autobauer im laufenden Jahr weniger Umsatz und Rendite, wie Audi heute mitteilte. Für das Gesamtjahr sagte die Volkswagen-Tochter nur noch Erlöse von 58 bis 63 Milliarden Euro voraus, das sind fünf Milliarden Euro weniger als noch im April prognostiziert. Auch die Rendite dürfte mit fünf bis sieben Prozent um einen Prozentpunkt niedriger ausfallen als bislang angenommen. Derzeit ist Audi von dieser Rendite aber noch weit entfernt: Im ersten Halbjahr lag sie lediglich bei 3,8 Prozent. Schwächstes erstes Halbjahr seit 2021 Audi blickt zudem auf das schwächste erste Halbjahr seit 2021 zurück: Der Gewinn im zweiten Quartal sank um rund 21 Prozent auf 563 Millionen Euro nach Steuern. Der Rückgang beim Quartalsgewinn fällt allerdings vergleichsweise niedrig aus, wenn man ihn mit dem Einbruch um rund ein Drittel bei Konzernmutter Volkswagen im zweiten Jahresviertel vergleicht. Treiber der Krise ist - wie im Gesamtkonzern auch - unter anderem die Situation in China. Dort und in den USA verlor Audi zuletzt deutlich an Absatz. Zudem herrscht ein starker Preiswettbewerb. Das China-Geschäft, das bei Audi wegen der dortigen Joint-Ventures im Finanzergebnis verbucht wird, trug im ganzen ersten Halbjahr nur noch 73 Millionen Euro bei. Im Vorjahreszeitraum war es noch fast viermal so viel.

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27. Juli
Süddeutsche Zeitung (Wirtschaft)

Automobilindustrie: Porsche baut weitere 5000 Stellen ab

Der kriselnde Autobauer Porsche will in den kommenden Jahren rund 5000 weitere Stellen abbauen. Die Mitarbeitenden sollen über Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge sozialverträglich ausscheiden, wie das Unternehmen und der Porsche-Betriebsrat am Montag nach einer Betriebsversammlung im Stammwerk Stuttgart mitteilten. Zusammen mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Wegfall müssen damit rund 8900 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Bei Tochterunternehmen werden rund 500 Jobs gestrichen, wie schon angekündigt wurde. Die geltende Standortsicherung verlängert Porsche bis 2035. Bis dahin sollen außerdem 2,1 Milliarden Euro in den Standort Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach investiert werden. Der Absatz sank zuletzt immer schneller Porsche steckt in der Krise, weil das Geschäft in China einbricht, die erhöhten US-Zölle belasten und sich die enormen Investitionen in Elektroautos nicht auszahlen. Bis zum Rekordhoch vor drei Jahren von rund 320 000 Verkäufen hatte die Volkswagen-Tochter einen Boom erlebt. Die Belegschaft war seit 2015 um 75 Prozent auf zuletzt gut 42 000 Jobs gestiegen. Doch seither sank der Absatz immer schneller – für dieses Jahr prognostizierte Porsche im April 250 000 Fahrzeuge. Beim Gewinn, der 2025 operativ auf 413 Millionen Euro – von 5,6 Milliarden im Vorjahr – eingebrochen war, wollen die Schwaben die Wende schaffen. Jahrelang war Porsche der profitabelste deutsche Autobauer und neben Audi die Cashcow des VW-Konzerns.

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27. Juli
Handelsblatt

Autobauer: Porsche baut weitere 5000 Stellen in Deutschland ab

Autobauer: Porsche baut weitere 5000 Stellen in Deutschland ab Stuttgart. Der kriselnde Autobauer Porsche Zusammen mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Wegfall müssen damit etwa 8900 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Bei Tochterunternehmen werden rund 500 Jobs gestrichen, wie schon angekündigt wurde. Die geltende Standortsicherung verlängert Porsche bis 2035. Bis dahin sollen außerdem 2,1 Milliarden Euro in den Standort Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach investiert werden. Über die Verlängerung der Standortsicherung und den Umfang des Stellenabbaus hatte das Handelsblatt bereits vergangene Woche berichtet. Monatelang verhandelte die Unternehmensführung mit der Arbeitnehmerseite. Nicht in der Vereinbarung ist der Standort Leipzig. Inwieweit die getroffenen Regelungen auch in Sachsen Anwendung finden, stehe noch aus, sagte ein Sprecher. Belegschaft macht weitere Zugeständnisse „Das Zukunftspaket ist gut für Porsche“, sagte Vorstandschef Michael Leiters. Es gebe die Möglichkeit, das Unternehmen strategisch neu auszurichten und in die Wettbewerbsfähigkeit zu investieren. „Mit dem Zukunftspaket legen wir das Fundament unserer Strategie Sportwagenschmiede 35.“ Diese will der seit Jahresbeginn amtierende Porsche-Chef am 7. Oktober auf einem Kapitalmarkttag vorstellen. Bis dahin müssen auch noch wichtige Modell- und Plattformentscheidungen getroffen werden.

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