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Montag, 6. April 2026
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+++ Nachrichten im Irankrieg +++: Trump spart nicht mit Beleidigungen gegen Iran

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5. April
taz (Öko & Co)

+++ Nachrichten im Irankrieg +++: Trump spart nicht mit Beleidigungen gegen Iran

+++ Nachrichten im Irankrieg +++: Trump spart nicht mit Beleidigungen gegen Iran Der US-Präsident droht mit Angriffen auf zivile Infrastrukturen und spricht zugleich von einer bevorstehenden Einigung. Der Einsatz zur Rettung eines US-Waffenoffiziers lief womöglich nicht ganz reibungslos ab. Trump: „Öffnet die verdammte Straße, ihr verrückten Mistkerle“ Angesichts des ablaufenden Ultimatums an den Iran hat US-Präsident Donald Trump mit scharfen Drohungen und Beleidigungen seiner Forderung nach Öffnung der Straße von Hormus erneut Nachdruck verliehen. „Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen“, schrieb er in einem Post am Ostersonntag auf seiner Plattform Truth Social. Fox News berichtete wenig später aus einem Telefoninterview mit Trump, in dem er gesagt habe, dass er es für möglich halte, dass bis Montag eine Einigung erzielt sei. „Sie verhandeln gerade“, habe er gesagt, berichtete der Reporter, der mit Trump sprach. In seinem Post auf Truth Social drohte er erneut mit Angriffen auf Energieanlagen und Infrastruktur wie Brücken, sollte der Iran nicht einlenken. „Am Dienstag ist im Iran gleichzeitig Tag des Kraftwerks und Tag der Brücke. Das wird ein unvergessliches Erlebnis!“ schrieb Trump in Anspielung auf drohende Angriffe auf Kraftwerke und Brücken. Bereits am Samstag hatte er einen inhaltlich ähnlichen, aber bei weitem nicht so beleidigend formulierten Post abgesetzt. Die iranische UN-Vertretung in Genf erklärte auf X, die Androhung der vorsätzlichen Zerstörung ziviler Infrastruktur – Kraftwerke und Brücken – stelle einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar. „Diese Rhetorik ist nicht nur eines Präsidenten unwürdig, sondern zeugt auch von einer gefährlichen Missachtung der Genfer Konventionen und des Schutzes von Nichtkombattanten.“ Diplomatie erfordere ein Mindestmaß an Rechtmäßigkeit und keine Drohungen mit der „Hölle“. Trump hatte dem Iran schon einmal ein Ultimatum für die Öffnung der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus gesetzt, es vergangene Woche aber noch einmal verlängert. Bis zum 6. April (US-Ortszeit, 02.00 Uhr MESZ 7. April) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, sagte er seinerzeit unter Verweis auf „sehr gute“ Gespräche. (dpa) Tote und Verletzte bei Attacke auf ein Gebäude in iibanesischer Hauptstadt Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut an. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am frühen Nachmittag Tote und Verletzte bei einem Angriff auf ein dreistöckiges Gebäude im Süden der Stadt. Zur genauen Zahl der Opfer machte die Agentur zunächst keine Angaben. Augenzeugen berichteten davon, dass Verletzte in Decken weggetragen worden seien. Augenzeugen meldeten darüber hinaus vier weitere heftige Bombardements in den als Dahija bekannten südlichen Vororten Beiruts seit der Mittagszeit (Ortszeit). Rauchwolken seien in dem Gebiet aufgestiegen. Die Gegend gilt als Hochburg der Hisbollah, ist aber auch dicht besiedeltes Wohngebiet. Israels Armee hatte die Bewohner bereits mehrfach zur Flucht aufgerufen. Die vom Iran unterstützte Hisbollah feuerte derweil wieder Geschosse auf Nordisrael. In einer Gegend in Galiläa gab es Berichten zufolge am frühen Nachmittag (Ortszeit) gleich mehrfach Raketenalarm. Auch in anderen Gebieten im Norden des Landes heulten nach Beschuss der libanesischen Miliz die Warnsirenen. Berichte über Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht. (dpa) Netanjahu zu Ostern: „Nur Israel schützt Christen der Region“ Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Christen in aller Welt ein frohes Osterfest gewünscht. In seiner am Sonntag auf Sozialen Medien veröffentlichten Botschaft grüßte er ausdrücklich die „christlichen Freunde in Israel und den Vereinigten Staaten“. Netanjahu erinnerte daran, dass weltweit auch Christen verfolgt würden, auch im Mittleren Osten, im Libanon und in Syrien. „Aber in unserer Region verteidigt Israel allein unsere christliche Gemeinschaft, die wächst und gedeiht“, so der Ministerpräsident. Netanjahu legitimierte vor diesem Hintergrund auch den von Israel und den USA geführten Krieg gegen den Iran. „In diesem Land, in dem die Geschichte begann, während Raketen auf unsere Hauptstadt, die heilige Stadt Jerusalem, abgefeuert werden, und während die USA und Israel standhaft gegen das iranische Regime und seine terroristischen Verbündeten auftreten, setzen wir unseren entschlossenen Einsatz fort, die Religionsfreiheit für alle Glaubensrichtungen zu schützen – besonders in dieser heiligen Zeit.“ (kna) Iran und Oman bemühen sich um eine Regelung für Straße von Hormus Der Iran und der Oman bemühen sich um eine Regelung für die Schifffahrt in der für den globalen Energiehandel zentralen Straße von Hormus. Nach Angaben der omanischen Nachrichtenagentur erörtern Vertreter der Außenministerien beider Länder sowie Fachleute Optionen, „wie unter den derzeitigen Umständen in der Region ein reibungsloser Durchgang durch die Straße von Hormus gewährleistet werden kann“. Der Zeitpunkt der Gespräche fällt mit einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zusammen. Trump droht mit Angriffen auf iranische Kraftwerke, sollte die Führung in Teheran die Meerenge nicht bis Ostermontag (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April MESZ) vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen. Über die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar liegt der Seeverkehr praktisch still. Irans Kontrolle sowie Warnungen vor Minen, Drohnenangriffen und der Entzug von Kriegsrisikoversicherungen machen die Passage für westliche Reedereien nahezu unmöglich. Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter liegen in der Region fest. Die Meerenge ist an ihrer engsten Stelle nur rund 33 Kilometer breit. Die Hoheitsgewässer des Irans und des Omans überlappen sich vollständig, einen neutralen Hochsee-Korridor gibt es nicht. Der Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt. Die Expertin für Energiemärkte, Amena Bakr, schrieb auf X, seit dem 30. März hat das Datenanalyseunternehmen Kpler eine strategische Aufteilung der Schifffahrtsrouten in eine „Oman-Route“ und eine „Iran-Route“ festgestellt. Mit „Oman-Route“ ist gemeint, dass Schiffe fern von iranischen Gewässern und nahe der omanischen Territorialgewässer fahren. (dpa) Iran beschießt Israel erneut mit Raketen Nach neuen iranischen Raketenangriffen auf Südisrael hat es am frühen Nachmittag dort auch Einschläge gegeben. Sicherheitskräfte seien deshalb im Einsatz, teilten Israels Polizei und Armee mit. Israelische Medien meldeten, bei einem Angriff sei ein Industriegebiet in der Wüste Negev getroffen worden. Es ist den Angaben zufolge bereits das dritte Mal, dass das Gebiet seit Kriegsbeginn vor fünf Wochen unter Beschuss geraten ist. Den Berichten zufolge gab es lediglich geringe Schäden durch Splitter und eine Druckwelle. Im israelischen Fernsehen verbreitete Aufnahmen zeigten dicke Rauchschwaden über dem Gebiet. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz drohte derweil erneut dem Iran. „Solange der Raketenbeschuss auf israelische Bürger andauert, wird der Iran einen schmerzhaften Preis zahlen, der seine nationale Infrastruktur zersetzen und zusammenbrechen lassen wird“, sagte Katz laut in einer am frühen Nachmittag von seinem Büro veröffentlichten Videobotschaft. (dpa) Emirate melden Angriffe mit 60 Geschossen aus dem Iran Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate mit Dutzenden Geschossen angegriffen. Die Islamische Republik habe neun ballistische Raketen, einen Marschflugkörper und 50 Drohnen gegen die Emirate eingesetzt, teilte das Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Damit seien die Emirate im Kriegsverlauf mit 507 Raketen, 24 Marschflugkörpern und 2.191 Drohnen angegriffen worden. Nach einem der Angriffe kam es am Sonntag in einer petrochemischen Fabrik zu einem Brand. Die Behörden in Abu Dhabi teilten mit, das Feuer sei ausgebrochen, nachdem Trümmer eines abgefangenen Geschosses auf die Anlage in Ruwais nahe der saudi-arabischen Grenze gestürzt seien. Die Produktion sei angehalten worden. Die petrochemische Industrie ist in vielen Staaten der Region ein wichtiger Sektor. Anlagen in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und auch im Iran verarbeiten Öl und Gas zu Produkten wie Kunststoffen, Polymeren und Düngemitteln und erzielen damit Exporteinnahmen in Milliardenhöhe. Zu den Angriffen auf petrochemische Anlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und Bahrain bekannten sich die iranischen Revolutionsgarden. Sollten sich die Attacken auf zivile Ziele im Iran wiederholen, würden die Einsätze gegen wirtschaftliche Interessen der USA intensiviert, warnten sie in einer Mitteilung. (ap/rtr) Tanker mit irakischem Rohöl passiert Straße von Hormus Ein mit irakischem Rohöl beladener Tanker passiert Daten von LSEG und Kpler zufolge die Straße von Hormus nahe der iranischen Küste. Zuvor hat der Iran den Irak von den Transitbeschränkungen für die wichtige Seeroute ausgenommen. Die „Ocean Thunder“ hat den Daten nach rund eine Million Barrel Rohöl geladen und soll ihre Fracht Mitte April in Malaysia entladen. (rtr) Pakistan und Ägypten sprechen mit Iran über Deeskalation Die Außenminister Pakistans und Ägyptens haben mit ihrem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi Möglichkeiten für eine Deeskalation im Krieg im Nahen Osten ausgelotet. Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar habe mit Araghtschi die Lage besprochen und deutlich gemacht, dass sein Land alle Bemühungen begrüße, die einer Entspannung dienten, teilte das Außenministerium in Islamabad am Sonntag mit. Das ägyptische Außenministerium erklärte, Minister Badr Abdel-Atti habe sowohl mit Araghtschi als auch mit Dar, dem türkischen Chefdiplomaten Hakan Fidan und dem US-Gesandten Steve Witkoff telefoniert. In der Mitteilung vom Sonntag hieß es, Abdel-Atti habe tags zuvor mit seinen Gesprächspartnern „Ideen und Vorschläge“ diskutiert, um „die erforderliche Ruhe herzustellen“. Der Minister warnte demnach vor einer „beispiellosen Eskalation“ im Nahen Osten. (dpa) Iranische Revolutionsgarde: mehrere „fliegende Objekte“ zerstört Das iranische Militär hat nach eigenen Angaben bei dem US-amerikanischen Rettungseinsatz für den am Freitag abgeschossenen Piloten im Südwesten des Iran mehrere US-Flugzeuge abgeschossen. „Untersuchungen von Experten vor Ort haben ergeben, dass zwei militärische Transportflugzeuge vom Typ C-130 und zwei Black-Hawk-Hubschrauber der US-Armee von unseren Streitkräften zerstört wurden“, teilte das vereinigte Kommando der iranischen Streitkräfte am Sonntag mit. Die Angaben ließen sich von der Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht überprüfen. Bei Angriffen in derselben Gegend sind Medienangaben zufolge zehn Menschen getötet und sieben verletzt worden. Unter den Opfern seien auch zwei Touristen gewesen, berichtete die Seite Nurnews, die den iranischen Sicherheitskräften nahestehen soll, am Sonntag. Ob es sich um Iraner handelte oder andere Staatsangehörige, ging aus der Meldung nicht hervor, ebenso wenig wie der Grund für ihren Aufenthalt in der angegriffenen Gegend rund 580 Kilometer südlich von Teheran. Ob es gar einen Zusammenhang zwischen der Rettungsaktion für den Piloten und den Toten gab, ging aus der Nurnews-Meldung ebenfalls nicht hervor. (dpa/rtr) Crewmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets in Sicherheit Ein US-Waffenoffizier, dessen Kampfjet über dem Iran abgeschossen worden war, ist von US-Spezialkräften bei einem hochriskanten Kommandoeinsatz gerettet worden. „Wir haben ihn“, schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social in Großbuchstaben. Der Soldat sei verletzt, befinde sich jetzt aber in Sicherheit. Es werde ihm gut gehen, schrieb Trump. Der Pilot der am Freitag abgeschossenen F-15E war laut übereinstimmenden Medienberichten bereits zuvor gerettet worden. Auch dessen Rettung bestätigte Trump nun offiziell. Die Aktion für das zweite Besatzungsmitglied folgte einem zweitägigen „Wettlauf auf Leben und Tod“ zwischen US-amerikanischen und iranischen Streitkräften, um den verletzten Luftwaffenangehörigen zu erreichen, zitierte die New York Times US-Beamte. Der US-Soldat sei von „unseren Feinden gejagt worden“, sie seien ihm stündlich nähergekommen, schrieb Trump. US-Spezialkommandos seien zu seiner Rettung „tief in feindliches Gebiet“ vorgerückt, schrieb die Zeitung. Laut Trump wurden sie von Dutzenden Kampfjets flankiert. Der arabische Sender Al Jazeera zitierte einen US-Beamten, wonach es schließlich zu einem „heftigen Feuergefecht“ kam. Am Ende konnten die US-Kommandos laut New York Times den verletzten Offizier begleitet von Hunderten Spezialeinsatzkräften bergen. Er sei „nie wirklich allein“ gewesen, schrieb Trump. Die US-Militärführung habe seinen Standort in den Bergen „rund um die Uhr“ überwacht. Es sei eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen des US-Militärs in der Geschichte der USA gewesen, schrieb der Präsident weiter. Rettungsflugzeuge flogen den Waffenoffizier nach Angaben der New York Times zur medizinischen Behandlung nach Kuwait. Es habe jedoch ein letztes Hindernis gegeben, das die Rettung des Mannes verzögert habe. Zwei Transportflugzeuge, die die Einsatzkommandos und den Waffenoffizier in Sicherheit bringen sollten, hätten im Iran festgesteckt, wurde ein US-Militärbeamter zitiert. Drei Ersatzflugzeuge seien eingesetzt worden, um die US-Soldaten zu bergen. Diese hätten die beiden zurückgelassenen Flugzeuge gesprengt, um zu verhindern, dass sie in iranische Hände fielen, hieß es. Iranische Medien hatten von hohen Geldsummen berichtet, die für die Ergreifung des US-Soldaten versprochen worden sein sollen. Iraner hätten ihre Smartphones gen Himmel gerichtet, um die Rettungsaktion zu verfolgen, berichtete das Wall Street Journal. Auf Videoaufnahmen sei zu sehen, wie Iraner in die Luft feuerten und versuchten, US-Hubschrauber abzuschießen, die den an der Rettungsaktion beteiligten Hubschraubern ähnelten, hieß es. Hätte der Iran das Besatzungsmitglied zuerst gefunden, hätte die Führung in Teheran dies nach Einschätzung von Experten als Druckmittel nutzen können. Wäre das Crew-Mitglied in Gefangenschaft geraten und wären Bilder davon veröffentlicht worden, hätte dies zudem die ohnehin schon kritische Haltung der amerikanischen Öffentlichkeit zum Krieg weiter negativ beeinflusst, hatte Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House, der BBC gesagt. Die US-Regierung und besonders Trump hatten in den vergangenen Wochen immer wieder suggeriert, dass US-Flugzeuge im iranischen Luftraum keine Angriffe mehr fürchten müssten. Die USA hätten die Lufthoheit erlangt. „Trump sagte, der Iran sei „vernichtet“ worden. Dann wurde ein amerikanischer Kampfjet vom Typ F-15E abgeschossen“, schrieb der US-Fernsehsender NBC. Nach der Rettung des zweiten Besatzungsmitglieds der F-15E schrieb der US-Präsident, man wieder niemals einen amerikanischen Soldaten zurücklassen. Dass der Rettungseinsatz durchgeführt werden konnte, ohne dass ein Amerikaner getötet oder verwundet wurde, beweise „einmal mehr, dass wir die überwältigende Lufthoheit über den iranischen Luftraum erlangt haben“. (dpa) Trump erneuert Drohung gegen Iran Trump droht dem Iran erneut mit schweren Angriffen, sollte Teheran sich nicht seinem Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus beugen. „Die Zeit läuft davon – 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht“, schrieb er am Samstag auf Truth Social. Die Bedingungen seien erfüllt, wenn der Iran einem Abkommen zustimme oder die Straße von Hormus öffne. Trump hatte gedroht, Irans Kraftwerke zerstören zu lassen, sollte der Iran die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Meerenge nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen. Sein Ultimatum dafür verschob er vergangene Woche noch einmal. Bis zum 6. April (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte er unter Verweis auf „sehr gute“ Gespräche an. (dpa) Iran greift erneut Ziele in Kuwait an Bei iranischen Angriffen auf das Golfemirat Kuwait sind nach Behördenangaben in der Nacht zum Sonntag zwei Kraftwerke mit angeschlossener Wasserentsalzungsanlage erheblich beschädigt worden. Die Anlagen seien „im Rahmen des abscheulichen iranischen Angriffs“ mit „feindlichen Drohnen“ angegriffen worden, es sei „erheblicher Sachschaden“ entstanden, erklärte das kuwaitische Elektrizitäts- und Wasserministerium. Menschen seien durch den Angriff nicht zu Schaden gekommen. Zuvor hatte die kuwaitische Armee nächtliche Drohnen- und Raketenangriffe gemeldet. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um „auf die Bedrohung durch feindliche Raketen und Drohnen zu reagieren“, hatten die Streitkräfte erklärt. Dem kuwaitischen Finanzministerium zufolge wurde bei einem iranischen Drohnenangriff auf die Hauptstadt Kuwait-Stadt am Samstagabend ein Regierungskomplex „erheblich“ beschädigt. In dem Gebäude sind demnach mehrere Ministerien untergebracht. Verletzte habe es nicht gegeben. Die Angestellten leisteten ihre Arbeit aus dem Homeoffice, Besuche in dem Gebäudekomplex seien ausgesetzt. Nach Angaben des Informationsministeriums traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Auch dabei habe es keine Verletzten gegeben. (afp/dpa) Südkorea bittet Golfstaaten um stabile Energielieferungen Südkorea bittet die Golfstaaten um stabile Energielieferungen. Finanzminister Koo Yun-cheol habe zudem um den Schutz koreanischer Schiffe in der Straße von Hormus gebeten, teilt das Ministerium mit. Die Gesandten sagten eine enge Abstimmung zu, um die Versorgung zu gewährleisten. Hintergrund ist der eskalierende Krieg mit dem Iran, der den Schiffsverkehr stört. (rtr) Israel greift Chemieanlagen in Iran an Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach Armeeangaben einen Industriekomplex zur Herstellung von Chemikalien für die Waffenproduktion bombardiert. Es sei in Mahschahr im Südwesten ein Gelände mit einer von zwei zentralen Anlagen zur Herstellung von Materialien für Sprengstoffe, ballistische Raketen und andere Waffensysteme attackiert worden, teilte die Armee mit. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor unter Berufung auf das Gouverneursamt von drei Einschlägen berichtet. Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fadschr 1 und 2, Ridschal und Amirkabir, hieß es. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es Todesopfer und Verletzte gegeben habe. Mahschahr ist eine Hafenstadt in der iranischen Provinz Chusesten nahe der Grenze zum Irak. Unterdessen kam Israel in der Nacht erneut unter Beschuss aus dem Iran. Eine Rakete sei in Südisrael in ein unbewohntes Gebiet eingeschlagen, zitierte die Times of Israel das Militär. Niemand sei verletzt worden. Während des Tages waren in Vororten von Tel Aviv Wohnhäuser Medienberichten zufolge bei Raketenbeschuss stark beschädigt worden. Vier Menschen wurden verletzt. Zugleich sei eine Drohne der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz aus dem Jemen abgefangen worden. (dpa) Hisbollah: Israelisches Kriegsschiff vor libanesischer Küste angegriffen Die pro-iranische Hisbollah im Libanon hat einen Angriff mit einer Rakete großer Reichweite auf ein israelisches Kriegsschiff für sich reklamiert. Sie habe das israelische Schiff 68 Seemeilen vor der libanesischen Küste mit einem Marschflugkörper angegriffen, teilte die vom Iran unterstützte Miliz am Sonntag mit. Das Kriegsschiff habe sich angeblich „auf Angriffe auf libanesisches Gebiet vorbereitet“. Es ist das erste Mal seit ihrem Eintritt in den Iran-Krieg, dass die Hisbollah den Einsatz einer solchen Rakete für sich reklamiert. Die israelische Marine nahm israelischen Angaben zufolge Hisbollah-Ziele im Libanon von Kriegsschiffen aus ins Visier, darunter war auch ein Luftangriff auf Beirut, bei dem am Mittwoch ein hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getötet wurde. Der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel war seit dem Beginn des Iran-Krieges erneut eskaliert. Die pro-iranische Miliz feuerte am 2. März als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab und zog damit den Libanon in den Iran-Krieg hinein. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze. (afp) Zwei weitere Todesurteile im Iran vollstreckt Im Iran sind zwei weitere Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars handelt es sich dabei um Schahin Vahedparast Kaloor (30) und Mohammedamin Biglari (19). Die Justiz wirft ihnen vor, gemeinsam mit anderen in einen „militärisch klassifizierten Standort“ der paramilitärischen Basidsch-Miliz in Teheran eingedrungen und dort Feuer gelegt zu haben. Ein versuchter Diebstahl von Waffen soll gescheitert sein. Nach Justizangaben wurde das Todesurteil vom obersten Gericht überprüft. Unterstützer schreiben dagegen auf X, es sei ein überstürztes Verfahren mit erzwungenen Geständnissen und fehlenden Beweisen gewesen. Der Zugang zu unabhängigen Anwälten sei verwehrt worden. Ein Recht auf Berufung habe es ebenfalls nicht gegeben. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Aus der Gruppe von sieben Jugendlichen und Männern war am Donnerstag bereits der 18 Jahre alte Amirhossein Hatami hingerichtet worden. Im Iran sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw mindestens 160 Todesurteile vollstreckt worden. Die iranische Justiz hatte am Dienstag angekündigt, die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher „ohne Gnade und Nachsicht“ zu vollstrecken. Dazu zählen auch Terrorhandlungen sowie die Zerstörung staatlicher Einrichtungen. Die Proteste wurden Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. Tausende Demonstranten wurden getötet. (dpa) Im Libanon getötete indonesische Blauhelmsoldaten beigesetzt Eine Woche nach ihrer Tötung im Südlibanon sind in Indonesien drei Blauhelmsoldaten beigesetzt worden. Die Soldaten der UN-Mission Unifil wurden am Sonntag in ihren jeweiligen Heimatorten mit militärischen Ehren beerdigt. Ihre Särge waren jeweils mit der indonesischen Flagge umhüllt. Weinende Angehörige streuten Blütenblätter auf die Gräber. Zulmi Aditya Iskandar wurde auf einem Militärfriedhof in seiner Heimatstadt Bandung im Westen der indonesischen Insel Java beigesetzt. Muhammad Nur Ichwan und Farizal Rhomadhon fanden in ihren jeweiligen Heimatstädten in Zentraljava und Yogyakarta ihre letzte Ruhe. Die drei Leichname waren am Samstag in Jakarta eingetroffen, wo sie mit einer militärischen Zeremonie im Beisein von Präsident Prabowo Subianto empfangen wurden. Die drei Blauhelmsoldaten gehörten der UN-Mission Unifil im Libanon an. Einer der drei Soldaten wurde am Sonntag vergangener Woche bei der Explosion eines Geschosses im Südlibanon getötet, wo die Kämpfe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah seit Beginn des Iran-Krieges wieder aufgeflammt sind. Die anderen beiden Blauhelmsoldten starben einen Tag später bei einer Explosion in einem Logistikkonvoi im Südlibanon. (afp) Planet Labs stellt Veröffentlichung von Nahost-Satellitenfotos ein Das Unternehmen Planet Labs stellt aufgrund einer Aufforderung der US-Regierung mit Verweis auf den Iran-Krieg die Veröffentlichung aktueller Satellitenaufnahmen aus dem Nahen Osten weitestgehend ein. Das berichteten unter anderem die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf eine E-Mail des US-Anbieters an dessen Kunden. Aufnahmen sollen demnach bis auf weiteres nur noch in Einzelfällen freigegeben werden. Die Einschränkung gelte unter anderem für den Iran sowie die betroffenen Staaten rund um den Persischen Golf. Unter anderem Journalisten und Forscher nutzen solche Satellitenaufnahmen, um zum Beispiel die Folgen von Angriffen in der Region oder die Bewegung von Schiffen zu dokumentieren. Die Aufnahmen sind vor allem hilfreich für Gebiete, die sonst schwer zugänglich sind – sei es wegen laufender Kampfhandlungen, ihrer Lage oder Beschränkungen durch die örtlichen Behörden. Planet Labs hatte die Veröffentlichung von Aufnahmen aus der Region nach Beginn des Iran-Kriegs vor gut fünf Wochen bereits aus Sicherheitsgründen verzögert. Auch das Konkurrenzunternehmen Vantor habe die Veröffentlichung von Satellitenaufnahmen aus der Region bereits eingeschränkt, hieß es in den Berichten weiter. Die US-Regierung befürchtet, dass aktuelle Satellitenaufnahmen Gegnern wie dem Iran für deren Angriffe nutzen könnten. (dpa) Drei Tote bei US-israelischen Angriffen im Nordwesten des Iran Bei Angriffen der USA und Israels im Nordwesten des Iran sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim drei Menschen getötet worden. Drei weitere Menschen seien bei den Attacken auf die Ortschaften Dschafarabad und Germi in der an Aserbaidschan angrenzenden Provinz Ardabil verletzt worden, meldete Tasnim unter Berufung auf den Regionalgouverneur weiter. Der Iran wirft Israel seit längerem vor, das Territorium des Nachbarlands Aserbaidschan für Geheimdienstoperationen und Angriffe zu nutzen. Israel ist ein wichtiger Waffenlieferant für den Staat im Südkaukasus. Nach den mehrtägigen Angriffen Israels und der USA auf den Iran im Juni 2025 hatte Aserbaidschan dem Iran zugesichert, sein Staatsgebiet werde nicht für Angriffe auf das Nachbarland genutzt. Anfang März waren mehrere Drohnen in der aserbaidschanischen Region Nachitschewan abgestürzt. Aserbaidschan machte dafür den Iran verantwortlich. Teheran wies dies zurück und beschuldigte Israel. (afp) Gemeinsam für freie Presse Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. 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5. April
Tagesschau

Trump verlängert Ultimatum für Iran bis Dienstag

Blockade der Straße von Hormus Trump gibt Iran Zeit bis Dienstag US-Präsident Trump will die Öffnung der Straße von Hormus. Zweimal hatte er ein Ultimatum dafür verschoben. Jetzt lässt er Iran offenbar noch mal etwas mehr Zeit. US-Präsident Donald Trump hat Iran mit heftigen Angriffen gedroht, sollte die Straße von Hormus bis Dienstag nicht freigegeben werden. "Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen", sagte Trump dem Wall Street Journal. In einem fast zeitgleich mit dem Interview veröffentlichten Post auf der Online-Plattform Truth Social nannte Trump den Dienstagabend, 20 Uhr. Er lieferte jedoch keinen Kontext. Es liegt nahe, dass er sich damit auf die Frist an Teheran bezieht. Sein voriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen. Iran droht mit Gegenschlägen Trump droht seit Längerem damit, iranische Kraftwerke sowie die iranische Infrastruktur anzugreifen, sollte Teheran nicht die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr öffnen oder einem Abkommen zustimmen. Vor rund eineinhalb Wochen hatte Trump noch von sehr guten und produktiven Gesprächen gesprochen und das Ultimatum deshalb zum zweiten Mal verschoben. In den vergangenen Tagen wurde der Ton aber wieder rauer. Iran kündigte nach Trumps Äußerungen erneut Gegenschläge an, sollten die USA iranische Infrastruktur angreifen. In dem Fall werde Iran ähnliche Infrastruktur angreifen, die den USA gehöre oder mit den USA in Verbindung stehe, sagt ein Sprecher des Außenministeriums. Über die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar liegt der Seeverkehr durch die Meerenge weitgehend still.

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6. April
Tagesschau

Iran reagiert auf Trumps Drohung mit Gegendrohungen

Krieg gegen Iran Drohungen, Gegendrohungen und vulgäre Tiraden Wie geht es mit der Straße von Hormus weiter? Die USA und Iran überziehen sich mit martialischen Drohungen und Beschimpfungen. US-Präsident Trump verlängerte erneut sein Ultimatum. Zeitgleich soll es Gespräche mit Vermittlern geben. Nach der erneuten Verlängerung des Ultimatums und frischen Drohungen des US-Präsidenten hat das Regime in Teheran eine Ausweitung seiner Angriffe angekündigt. Sollten die USA und Israel ihre Angriffe eskalieren, könnten für den globalen Energiemarkt wichtige Schifffahrtswege jenseits der Straße von Hormus gefährdet sein, so Ali-Akbar Welajati, außenpolitischer Berater des Obersten Führers des Irans, laut dem regierungstreuen iranischen Sender Press TV. Davon betroffen sein könnte die Meerenge Bab al-Mandab und damit die Einfahrt zum Roten Meer und zum weiter nördlich gelegenen Suezkanal. "Wenn das Weiße Haus daran denkt, seine dummen Fehler zu wiederholen, wird es schnell erkennen, dass der Fluss von globaler Energie und Handel mit einem einzigen Signal unterbrochen werden kann", ergänzte der ehemalige iranische Außenminister mit Blick auf Trumps Drohungen, die Angriffe auf den Iran zu verschärfen. Zur Straße von Hormus schrieb Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten, die Passage werde erst wieder geöffnet, "wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden." Das Marinekommando der Revolutionsgarden wurde von iranischen Medien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde "niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel." Trumps vulgäre Beschimpfungen Zuvor hatte Trump mit heftigen Angriffen gedroht, sollte der Transit durch die Straße von Hormus nicht freigegeben werden. "Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen", sagte der US-Präsident dem Wall Street Journal. Es ist bereits das dritte Mal, dass Trump sein Ultimatum verschiebt. In einem fast zeitgleich mit dem Interview veröffentlichten Post auf der seiner Online-Plattform Truth Social nannte Trump den Dienstagabend, 20 Uhr (US-Ostküstenzeit). Dabei sorgte seine vulgäre Wortwahl für Aufsehen: "Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen", schrieb der US-Präsident. Darauf reagierte Tabatabaei ebenfalls mit deutlichen Worten: Trump habe aus "purer Verzweiflung und Wut" zu ordinären Beschimpfungen gegriffen, schrieb er auf X und erwiderte: "Dieser Bastard-Narr hat in seinem Wahnsinn einen totalen Krieg in der Region entfacht" und prahle damit. Bericht über Waffenstillstandsverhandlungen Unterdessen gibt es laut Medienberichten Gespräche über eine Waffenruhe. Wie das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Aussagen von vier US-amerikanischen, israelischen und regionalen Quellen berichtet, verhandeln die USA, Iran und regionale Vermittler über einen 45-tägigen Waffenstillstand. Es sei demnach die einzige Chance, eine dramatische Eskalation noch zu verhindern. Diskutiert werde ein Abkommen in zwei Phasen. Zunächst solle die 45-tägige Waffenruhe in Kraft treten, um über ein endgültiges Ende der Kämpfe zu verhandeln. In der zweiten Phase solle dann ein entsprechendes Abkommen geschlossen werden, heißt es in dem Bericht. Die Waffenruhe könne bei Bedarf verlängert werden. Die Chancen auf eine Teilvereinbarung innerhalb der nächsten 48 Stunden schätzen die von Axios zitierten Quellen jedoch als gering ein. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte ebenfalls eine mit den Plänen vertraute Quelle, wonach der Abkommensentwurf für die erste Phase eine sofortige Öffnung der Straße von Hormus beinhalten soll. Die endgültige Vereinbarung soll zudem voraussichtlich Iran dazu verpflichten, auf die Entwicklung von Atomwaffen zu verzichten - im Gegenzug würden demnach Lockerungen der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte angeboten. Eine offizielle Bestätigung der Berichte gibt es nicht.

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5. April
Tagesschau

Iran-Liveblog: ++ Iran warnt vor "gefährlichem Spiel" ++

Krieg am Persischen Golf ++ Iran warnt vor "gefährlichem Spiel" ++ Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat US-Präsident Trump vor einem "gefährlichem Spiel gewarnt". Trump hat in einem Interview gesagt, er könne einen Deal mit Iran bis Montag schließen. - Iran warnt vor "gefährlichem Spiel" - Trump glaubt an Deal mit Iran bis Montag - Trump droht mit Angriffen auf Kraftwerke am Dienstag - Straße von Hormus: Oman und Iran sprechen über Schiffsverkehr - Israel meldet neue Raketenangriffe aus Iran - Kuwait erneut unter iranischem Beschuss - USA: Zweites Besatzungsmitglied gerettet Ende des Liveblogs Wir schließen den Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse. Vier Verletzte in den Emiraten Am Hafen von Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist durch herabfallende Trümmer eines abgefangenen Projektils aus dem Iran ein Feuer ausgebrochen. Vier Menschen seien durch den Brand verletzt worden, teilte die Regierung des Emirats Schardscha mit. Es handle sich um drei pakistanische Staatsangehörige und eine Person aus Nepal. Eine der Personen sei schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden, die anderen hätten leichte bis mittelschwere Verletzungen erlitten. Irans Kulturminister: Hormus für die Feinde Irans geschlossen Der iranische Kulturminister Resa Salehi Amiri hat sich unbeeindruckt von den Angriffsdrohungen von US-Präsident Donald Trump gezeigt. "Die iranische Gesellschaft schenkt seinen Äußerungen im Allgemeinen keine Beachtung, da sie der Ansicht ist, dass ihm persönliche, verhaltensbezogene und verbale Ausgeglichenheit fehlt und er ständig zwischen widersprüchlichen Positionen wechselt", sagte Salehi Amiri im Interview der Nachrichtenagentur AP. Den US-Präsidenten bezeichnete er als eine "instabile, wahnhafte Figur." Es habe den Anschein, als sei Trump zu "einem Phänomen geworden, das weder Iraner noch Amerikaner vollständig durchleuchten können", fügte Salehi Amiri hinzu. Salehi Amiri sagte, die Straße von Hormus sei "für die Welt offen, aber für die Feinde Irans geschlossen". Resa Salehi Amiri über Trump: "Instabile, wahnhafte Figur". Nach Trumps Drohungen: Iran warnt vor "gefährlichem Spiel" Nach den wiederholten Drohungen von US-Präsident Trump hat der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf vor einem "gefährlichen Spiel" gewarnt. Auf der Plattform X schrieb er, mit "Kriegsverbrechen" lasse sich "nichts erreichen". Die einzige Lösung bestehe darin, "die Rechte des iranischen Volkes zu respektieren und dieses gefährliche Spiel zu beenden". Ghalibaf, der seit Kriegsbeginn zu den einflussreichsten Politikern Irans zählt, warnte, die "leichtsinnigen Schachzüge" könnten die gesamte Region in Flammen aufgehen lassen. Mohammed Bagher Ghalibaf warnt US-Präsident Trump. Trump gibt Iran Zeit bis Dienstagabend US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus bereits zum dritten Mal zu verschieben. "Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen", sagte Trump dem "Wall Street Journal". In einem fast zeitgleich mit dem Interview veröffentlichten Post auf der Online-Plattform Truth Social nannte Trump die Angabe Dienstagabend, 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, lieferte jedoch keinen Kontext. Es liegt nahe, dass er sich damit auf die Frist an Teheran bezieht - diese würde damit nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch ablaufen. Sein voriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen. Hunderte demonstrieren in Berlin Mehrere hundert Menschen haben in Berlin gegen das Vorgehen von USA und Israel im Nahen Osten demonstriert. Zu den Protestteilnehmern gehörten zahlreiche Menschen mit iranischen Flaggen sowie propalästinensische Demonstranten, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa vor Ort beobachtete. Laut Polizei nahmen zeitweise zwischen 500 und 700 Menschen an der Demonstration teil. Verletzte nach Einschlag von Rakete in Haifa Bei einem iranischen Raketenangriff in Israel sind mindestens vier Menschen verletzt worden. Eine Rakete habe ein Wohnhaus in der Stadt Haifa direkt getroffen, teilte ein Armeevertreter mit. Der Einschlag sei Minuten nach einer Warnung vor einer neuen Welle iranischer Angriffe erfolgt. Sicherheits- und Rettungskräfte sind in Haifa in den Trümmern eines Wohnhauses im Einsatz. Iran wirft Trump geplantes Kriegsverbrechen vor Iran hat US-Präsident Trump vorgeworfen, ein Kriegsverbrechen zu planen. Trumps Drohung, iranische Kraftwerke und Brücken anzugreifen, sei eine "direkte und öffentliche Aufforderung zur Terrorisierung der Zivilbevölkerung und ein eindeutiger Beweis für die Absicht, Kriegsverbrechen zu begehen", teilte die iranische Vertretung bei den Vereinten Nationen auf der Plattform X mit. "Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten sind rechtlich verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät." Opec-Staaten beschließen erhöhte Ölproduktion Angesichts der Auswirkungen des Krieges auf die weltweiten Ölpreise haben Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Partner (Opec plus) zum zweiten Mal in Folge eine Erhöhung ihrer Produktionsquoten für den kommenden Monat beschlossen. Die Opec-plus-Gruppe, zu der die führenden Ölproduzenten Saudi-Arabien, Russland und mehrere Golfstaaten gehören, habe "eine Förderanpassung ab Mai" in Höhe von 206.000 Barrel pro Tag beschlossen, erklärte die Organisation. Für den April hatte die Opec-plus-Gruppe bereits ebenfalls eine Erhöhung um 206.000 Barrel pro Tag angekündigt. Iran droht mit Vergeltungsschlägen Iran hat mit weiteren harten Vergeltungsschlägen gedroht, sollten die USA oder Israel zivile Energieanlagen in der Islamischen Republik attackieren. Nach einem israelischen Angriff auf einen petrochemischen Industriekomplex in Iran habe Teheran mit Attacken auf Anlagen in Israel und mehreren Golfstaaten reagiert, teilte die iranischen Militärführung am Sonntag mit. Sollte es weitere Angriffe geben, werde die Antwort noch heftiger sein. Trump: Deal mit Iran bis Montag In einem Interview mit dem US-Sender Fox News sagte Präsident Donald Trump, er glaube, er könnte bis Montag einen Deal mit Iran schließen. Die Verhandlungen hätten begonnen. Den aktuellen Unterhändlern auf iranischer Seite sei eine eingeschränkte Amnestie gewährt worden. Im Idealfall wird er iranisches Öl nehmen, falls Iran nicht bereit ist, eine Vereinbarung zu treffen. Zudem sagte er, dass die USA Waffen an die iranischen Protestierenden Anfang des Jahres über die kurdischen Streitkräfte vermittelt hätten, doch er glaube, dass die Kurden sie für sich behalten haben. Bericht über Tote nach Angriffen im Südlibanon Bei israelischen Luftangriffen hat es laut einem Medienbericht erneut Tote im Südlibanon gegeben. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Morgen sechs Todesopfer in dem Ort Kfar Hatta. Den Angaben zufolge soll es sich dabei um eine vertriebene Familie gehandelt haben. Die libanesische Armee teilte später mit, dass ein Soldat bei einem israelischen Luftangriff getötet worden sei. Bei einem weiteren Luftangriff - ebenfalls im Südlibanon - seien am frühen Morgen mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur NNA in einer weiteren Meldung. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Trump: Geretteter Soldat schwer verletzt Der nach dem Abschuss eines US-Kampfjets in Iran gerettete US-Waffenoffizier ist nach Angaben von Präsident Donald Trump schwer verwundet. In einem Post auf der Plattform Truth Social lobte Trump den Soldaten und alle an dem Spezialeinsatz Beteiligten für ihren Mut und kündigte für Montag eine Pressekonferenz mit dem Militär im Weißen Haus an. Trump droht mit Angriffen auf Kraftwerke am Dienstag US-Präsident Donald Trump hat Iran erneut mit verheerenden Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte Teheran die weitgehend für den Schiffsverkehr blockierte Straße von Hormus nicht freigeben. "Am Dienstag wird es in Iran den 'Kraftwerkstag' und den 'Brückentag' in einem geben", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. So etwas habe es "noch nie gegeben". Er forderte erneut, die Meerenge zu öffnen - "oder ihr werdet in der Hölle leben". Trump hatte am Samstag bekräftigt, dass sein mehrfach verschobenes Ultimatum an den Iran am Montag ablaufe. "Erinnert euch daran, als ich dem Iran zehn Tage Zeit gab, ein Abkommen zu schließen oder die Straße von Hormus freizugeben. Die Zeit läuft ab - noch 48 Stunden, dann bricht die Hölle über sie herein", schrieb er auf Truth Social. Iran beschießt Israel erneut mit Raketen Nach neuen iranischen Raketenangriffen auf Südisrael hat es dort am frühen Nachmittag Einschläge gegeben. Sicherheitskräfte seien deshalb im Einsatz, teilten Israels Polizei und Armee mit. Israelische Medien meldeten, bei einem Angriff sei ein Industriegebiet in der Wüste Negev getroffen worden. Es ist den Angaben zufolge bereits das dritte Mal, dass das Gebiet seit Kriegsbeginn vor fünf Wochen unter Beschuss geraten ist. Revolutionsgarde droht mit weiteren Angriffen auf Petrochemie-Anlagen Die iranische Revolutionsgarde bekennen sich zu Angriffen auf petrochemische Anlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und Bahrain. Sollten sich die Angriffe auf zivile Ziele im Iran wiederholen, würden die Einsätze gegen wirtschaftliche Interessen der USA intensiviert, warnten sie in einer Mitteilung. Emirate melden Angriffe mit 60 Geschossen aus Iran Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate nach deren Angaben mit Dutzenden Geschossen angegriffen. Die Islamische Republik habe neun ballistische Raketen, einen Marschflugkörper und 50 Drohnen gegen die Emirate eingesetzt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Damit seien die Emirate im Kriegsverlauf mit 507 Raketen, 24 Marschflugkörpern und 2.191 Drohnen angegriffen worden. Nach einem der Angriffe kam es in einer petrochemischen Fabrik zu einem Brand. Die Behörden in Abu Dhabi teilten mit, das Feuer sei ausgebrochen, nachdem Trümmer eines abgefangenen Geschosses auf die Anlage in Ruwais nahe der saudi-arabischen Grenze gestürzt seien. Die Produktion sei angehalten worden. Kuwait: Schwere Schäden an Energieanlagen Der Golfstaat Kuwait meldet nach Beschuss aus Iran schwere Schäden an Infrastruktur und Regierungsgebäuden. Nach Angaben des Energieministeriums wurden zwei Strom- und Entsalzungsanlagen durch iranische Drohnen erheblich beschädigt. Beim Einschlag einer weiteren Drohne in einem Gebäude des Finanzministeriums sei ebenfalls erheblicher Sachschaden entstanden. Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es. Den Angaben nach traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Das Unternehmen selbst erklärte, mehrere seiner Anlagen seien Ziel eines iranischen Drohnenangriffs geworden. Der Angriff löste demnach an mehreren Anlagen Brände aus und verursachte erheblichen Sachschaden. Irakischer Tanker passiert Straße von Hormus Ein mit irakischem Rohöl beladener Tanker passiert Daten von LSEG und Kpler zufolge die Straße von Hormus nahe der iranischen Küste. Zuvor hat Iran den Irak von den Transitbeschränkungen für die wichtige Seeroute ausgenommen. Die "Ocean Thunder" hat den Daten nach rund eine Million Barrel Rohöl geladen und soll ihre Fracht Mitte April in Malaysia entladen. Iran blockiert die Meerenge, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Transporte fließt, seit US- und israelischen Luftangriffen Ende Februar für Schiffe mit Verbindungen in die USA oder nach Israel. Andere Schiffe dürfen die Route inzwischen wieder passieren. Israel und Hisbollah: Gegenseitiger Beschuss Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut an. Augenzeugen meldeten fünf heftige Bombardements in den als Dahija bekannten südlichen Vororten Beiruts. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die Gegend gilt als Hochburg der Hisbollah, ist aber auch dicht besiedeltes Wohngebiet. Israels Armee hatte die Bewohner bereits mehrfach zur Flucht aufgerufen. Die vom Iran unterstützte Hisbollah feuerte derweil wieder Geschosse auf Nordisrael. In einer Gegend in Galiläa gab es Berichten zufolge am frühen Nachmittag (Ortszeit) gleich mehrfach Raketenalarm. Auch in anderen Gebieten im Norden des Landes heulten nach Beschuss der libanesischen Miliz die Warnsirenen. Berichte über Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht. Israel half offenbar bei Rettungsmission Israel hat das US-Militär bei dessen Rettungsmission eines vermissten Soldaten offenbar unterstützt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Sicherheitsbeamten berichtet, stellte Israel für den Einsatz Geheimdienstinformationen zur Verfügung. Nähere Details wurden zunächst nicht genannt. Papst ruft zu Ende von Konflikten auf Papst Leo ruft in seiner Osterbotschaft die Staats- und Regierungschefs weltweit zur Beendigung von Konflikten und zum Verzicht auf Machtstreben auf. "Sollen diejenigen, die Waffen haben, sie niederlegen", appellierte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei der Messe auf dem Petersplatz in Rom. Der Papst nannte in seiner Rede zwar keine spezifischen Konflikte. Er hat jedoch in den vergangenen Wochen den Krieg in Iran scharf kritisiert und US-Präsident Donald Trump aufgefordert, einen Ausweg aus dem Konflikt zu finden. Straße von Hormus: Oman und Iran beraten Die stellvertretenden Außenminister des Oman und des Iran haben Gespräche geführt, um Möglichkeiten zur Gewährleistung eines reibungslosen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu erörtern. Dies teilt das omanische Außenministerium auf X mit. Die Gespräche fanden statt, nachdem ein iranischer Vertreter am Donnerstag erklärt hatte, der Iran arbeite gemeinsam mit Oman an einem Protokoll zur Überwachung des Schiffsverkehrs in der Meerenge, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Ölvorräte transportiert wird. Pakistan und Ägypten sprechen mit Iran Die Außenminister Pakistans und Ägyptens haben mit ihrem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi Möglichkeiten für eine Deeskalation im Krieg im Nahen Osten ausgelotet. Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar habe mit Araghtschi die Lage besprochen und deutlich gemacht, dass sein Land alle Bemühungen begrüße, die einer Entspannung dienten, teilte das Außenministerium in Islamabad mit. Das ägyptische Außenministerium erklärte, Minister Badr Abdel-Atti habe sowohl mit Araghtschi als auch mit Dar, dem türkischen Chefdiplomaten Hakan Fidan und dem US-Gesandten Steve Witkoff telefoniert. In der Mitteilung vom Sonntag hieß es, Abdel-Atti habe tags zuvor mit seinen Gesprächspartnern "Ideen und Vorschläge" diskutiert, um "die erforderliche Ruhe herzustellen". Netblocks: Längste landesweite Internetsperre in Iran Die vor mehr als einem Monat in Iran verhängte Sperre des Internets ist nach Angaben der Organisation Netblocks die längste jemals in einem Land verzeichnete derartige Blockade. Die Sperre dauere nun bereits den 37. Tag in Folge an. Sie übertreffe damit "alle anderen vergleichbaren Vorfälle an Schwere" und sei "nun die längste landesweite Internetsperrung" weltweit. Netblocks verwies darauf, dass auch in der Vergangenheit das Internet in einigen Ländern über längere Zeiträume hinweg zeitweise oder regional begrenzt abgeschaltet worden sei. Ein ganzes Land sei jedoch nie so lange betroffen gewesen. Das kommunistisch regierte und international abgeschottete Nordkorea war allerdings der Organisation zufolge überhaupt noch nie an das weltweite Internet angeschlossen. Getötete UNIFIL-Soldaten in Indonesien beigesetzt In Indonesien sind drei sogenannte Blauhelmsoldaten beigesetzt worden, die bei ihrem Einsatz für die UN-Mission UNIFIL im Südlibanon ums Leben gekommen waren. Einer der drei Soldaten war am vergangenen Sonntag bei der Explosion eines Geschosses getötet worden. Die anderen beiden Blauhelmsoldaten starben einen Tag später bei einer Explosion in einem Logistikkonvoi. Der Südlibanon ist stark von den israelischen Angriffen auf die mit Iran verbündete Hisbollah-Miliz betroffen. Bislang ist aber nicht klar, wer für den Tod der UN-Soldaten verantwortlich ist. Iran meldet Abschuss von Flugzeug und Hubschraubern des US-Militärs Das iranische Militär hat nach eigenen Angaben ein Flugzeug und zwei Hubschrauber der US-Armee abgeschossen, die an dem Rettungseinsatz für einen über dem Iran abgestürzten Kampfjet-Piloten beteiligt waren. Die Abschüsse seien im Süden von Isfahan erfolgt, teilte das zentrale Einsatzkommando Chatam al-Anbija mit. Es handele sich um "zwei Hubschrauber vom Typ Black Hawk und ein Militärtransportflugzeug vom Typ C-130". Diese stünden "nun in Flammen". Die US-Rettungsaktion bezeichnete das iranische Militär als "gescheitert". Zuvor hatte bereits die Islamische Revolutionsgarde des Iran den Abschuss des Flugzeugs gemeldet. Von de USA sind die Angaben Irans bislang nicht bestätigt. Bericht über Todesopfer im Südlibanon Berichten der libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge sollen im Süden des Landes mehrere Menschen infolge von israelischen Angriffen ums Leben gekommen sein. Im Ort Kfar Hatta habe es sechs Tote gegeben. Bei einem weiteren Luftangriff - ebenfalls im Südlibanon - seien am frühen Morgen mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt worden. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Polizei löst Demo gegen Iran-Krieg in Tel Aviv auf In mehreren Orten Israels demonstrierten am Abend Hunderte Menschen gegen den Iran-Krieg. Eine Versammlung in Tel Aviv beendete die Polizei gewaltsam - einige setzten ihren Protest jedoch sogar unter Raketenalarm fort. Hisbollah reklamiert Angriff auf israelisches Kriegsschiff für sich Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat einen Angriff mit einer Rakete auf ein israelisches Kriegsschiff für sich reklamiert. Sie habe das israelische Schiff 68 Seemeilen vor der libanesischen Küste mit einem Marschflugkörper angegriffen, teilte die vom Iran unterstützte Miliz mit. Das Kriegsschiff habe sich angeblich "auf Angriffe auf libanesisches Gebiet vorbereitet". Es ist das erste Mal seit ihrem Eintritt in den Iran-Krieg, dass die Hisbollah den Einsatz einer solchen Rakete für sich reklamiert. Feuer nach Drohnenangriff auf Abu Dhabi Abu Dhabi meldet einen Drohnenangriff auf Ölanlagen. Durch herabfallende Trümmer zerstörter Flugkörper sei ein Brand in einer Anlage des Petrochemieunternehmens Borouge ausgebrochen. Die Produktion sei unterbrochen worden. Es habe keine Verletzten gegeben. Misan: Zwei Männer in Iran hingerichtet Nach offiziellen Angaben sind in Iran zwei Männer in Zusammenhang mit den Protesten zu Beginn des Jahres hingerichtet worden. Der Oberste Gerichtshof habe die Urteile gegen die beiden Angeklagten bestätigt, teilte der Informationsdienst des Justizwesens (Misan) mit. Den beiden Männern wurde vorgeworfen, während der Proteste im Januar versucht zu haben, eine Militäreinrichtung zu stürmen und sich Zugang zu einem Waffenlager zu verschaffen. Es habe sich um "Randalierer" gehandelt, die Massenmord hätten begehen wollen, indem sie versucht hätten, Waffen und militärische Ausrüstung zu stehlen. USA: Zweites F-15-Crewmitglied gerettet Nach dem mutmaßlichen Abschuss eines F-15-Kampfjets in Iran haben US-Streitkräfte auch das zweite Crewmitglied gerettet. Der Soldat sei in Sicherheit, erklärte Präsident Trump. Medien zufolge soll es bei dem Rettungseinsatz zu einem Feuergefecht gekommen sein. Iranische Staatsmedien: Drei Tote bei Angriffen nahe Grenze zu Aserbaidschan Bei Angriffen der USA und Israels im Nordwesten des Iran sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim drei Menschen getötet worden. Drei weitere Menschen seien bei den Attacken auf die Ortschaften Dschafarabad und Germi in der an Aserbaidschan angrenzenden Provinz Ardabil verletzt worden, meldete Tasnim unter Berufung auf den Regionalgouverneur weiter. Kuwait: Schäden durch iranische Angriffe Der Golfstaat Kuwait meldet nach Beschuss aus dem Iran schwere Schäden an Infrastruktur und Regierungsgebäuden. Nach Angaben des Energieministeriums wurden zwei Strom- und Entsalzungsanlagen durch iranische Drohnen erheblich beschädigt. Als Folge seien zwei Stromgeneratoren ausfallen. Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es. Beim Einschlag einer weiteren Drohne in einem Gebäude des Finanzministeriums sei ebenfalls erheblicher Sachschaden entstanden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Verletzte habe es auch dort nicht gegeben, hieß es. Nach Angaben des Informationsministeriums traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Auch dabei habe es keine Verletzten gegeben. Bericht: USA greifen Suchort von vermisstem US-Soldaten an Im Iran gibt es einem Bericht zufolge Luftangriffe in einem Gebiet, in dem sich das vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets befinden soll. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim zitierte in der Nacht einen örtlichen Gouverneur, wonach bei Angriffen, die er den USA und Israel zuschrieb, drei Menschen getötet worden seien. Die New York Times zitierte indes einen israelischen Beamten, Israels Militär teile Geheimdienstinformationen mit den USA und habe Angriffe in dem Gebiet, in dem der Pilot vermisst werde, ausgesetzt. Keine der Angaben lässt sich derzeit unabhängig überprüfen. Kuwait erneut unter iranischem Beschuss Der Golfstaat Kuwait ist erneut unter iranischen Beschuss geraten. Beim Einschlag einer iranischen Drohne in einem Gebäude des Finanzministeriums sei erheblicher Sachschaden entstanden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es. Militär meldet erneute iranische Raketenangriffe auf Israel Der Iran hat Israel in der Nacht zum Sonntag nach Militärangaben erneut mit Raketen angegriffen. Die Armee habe aus dem Iran auf Israel abgefeuerte Geschosse ausgemacht, erklärten die israelischen Streitkräfte in Online-Netzwerken. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren. Israels Armee: Chemiewerk für Raketenbau im Iran attackiert Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach Armeeangaben einen Industriekomplex zur Herstellung von Chemikalien für die Waffenproduktion bombardiert. Es sei in Mahschahr im Südwesten ein Gelände mit einer von zwei zentralen Anlagen zur Herstellung von Materialien für Sprengstoffe, ballistische Raketen und andere Waffensysteme attackiert worden, teilte die Armee mit. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor unter Berufung auf das Gouverneursamt von drei Einschlägen berichtet. Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fadschr 1 und 2, Ridschal und Amirkabir, hieß es. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es Todesopfer und Verletzte gegeben habe. Mahschahr ist eine Hafenstadt in der iranischen Provinz Chusesten nahe der Grenze zum Irak. Kuwait: Brand in Öl-Anlage nach Drohnenangriff In einer Öl-Anlage der Kuwait Petroleum Corporation (KPC) ist nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Verletzte wurden nicht gemeldet, teilte die staatliche Nachrichtenagentur mit. Notfall- und Feuerwehrteams bekämpfen den Brand, heißt es weiter. Suche nach vermisstem US-Offizier Tausende Beamte sind weltweit involviert, um nach dem vermissten US-Offizier zu suchen, berichtet ARD-Korrespondent Jonas Wixforth. Die Dunkelheit sei dafür eine gute Bedingung für das US-Militär, da es mit Infrarot und Nachtsicht den Iranern überlegen sei. Trump pocht auf Ultimatum - Drohung gegen Iran US-Präsident Trump hat Iran mit schweren Angriffen gedroht, sollte sich das Regime nicht bis zum Fristende seinem Ultimatum beugen. In der Nähe der Atomanlage Buschehr ist nach Angaben Irans ein Geschoss eingeschlagen. Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.

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5. April
ZDF heute

Trump droht Iran: "Öffnet die verdammte Meerenge"

US-Präsident verlängert wohl Ultimatum:Trump droht Iran: "Öffnet die verdammte Meerenge" US-Präsident Trump verschärft seine Iran-Drohungen - und verschiebt wohl sein Ultimatum erneut. Trumps Wortwahl zeige, wie "frustriert" er sei, so ZDF-Korrespondentin Sonnewald. Angesichts des ablaufenden Ultimatums an Iran hat US-Präsident Donald Trump mit scharfen Drohungen und Beleidigungen seiner Forderung nach Öffnung der Straße von Hormus erneut Nachdruck verliehen. Am Ostersonntag schrieb er: "Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben." Zugleich zeigte sich Trump zuversichtlich, dass noch vor Ablauf des von ihm gestellten Ultimatums eine Einigung erreicht werden könnte. Der Trump-nahe TV-Sender Fox News berichtete aus einem Telefoninterview mit dem US-Präsidenten: Trump habe gesagt, dass er eine Einigung bis Montag für möglich halte. "Sie verhandeln gerade", so der Reporter, der mit Trump sprach. Trump gibt Iran Zeit bis Dienstagabend Ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus scheint die US-Regierung erneut zu verschieben. Dem "Wall Street Journal" sagte Trump mit Blick auf die iranische Führung: Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen. Donald Trump, US-Präsident In einem fast zeitgleich mit dem Interview veröffentlichten Post auf der Online-Plattform Truth Social nannte Trump die Angabe Dienstagabend, 20 Uhr US-Ostküstenzeit, lieferte jedoch keinen Kontext. Es liegt nahe, dass er sich damit auf die Frist an Teheran bezieht - diese würde damit nach deutscher Zeit um 2 Uhr in der Nacht zu Mittwoch ablaufen. Sein voriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen. ZDF-Korrespondentin: Trump ist "wütend und frustriert" Die schrille Sprache des US-Präsidenten zeige, "wie sehr der US-Präsident unter Druck steht und wie wütend und frustriert er darüber ist, dass Iran nicht klein beigibt - weder militärisch noch auf diplomatischem Wege", ordnet ZDF-Korrespondentin Jutta Sonnewald die jüngsten Drohungen ein. Kurz vor Ablauf seines selbst gesetzten Ultimatums stünden Trump "keine guten Optionen" zur Verfügung. Trumps Wortwahl wird schriller. Woran das liegen dürfte, ordnet ZDF-Korrespondentin Jutta Sonnewald aus Washington ein. 05.04.2026 | 1:08 minDer Einsatz von Bodentruppen etwa wäre "riskant und gefährlich und das wollen auch die meisten Amerikaner nicht". Trump könne auch einen Sieg erklären und die US-Truppen abziehen, dann allerdings unvollendeter Dinge, "ohne, dass das Atomprogramm dort beendet ist und ohne dass die Straße von Hormus befreit ist", so Sonnewald. Dann hätte er die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht. Jutta Sonnewald, ZDF-Korrespondentin in Washington Iran warnt vor Verstoß gegen Völkerrecht Die iranische UN-Vertretung in Genf erklärte auf X, die Androhung der vorsätzlichen Zerstörung ziviler Infrastruktur - Kraftwerke und Brücken - stelle einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar. "Diese Rhetorik ist nicht nur eines Präsidenten unwürdig, sondern zeugt auch von einer gefährlichen Missachtung der Genfer Konventionen und des Schutzes von Nichtkombattanten." Diplomatie erfordere ein Mindestmaß an Rechtmäßigkeit und keine Drohungen mit der "Hölle". Der iranische Parlamentspräsident Mohammed-Bagher Ghalibaf warnte vor einem "gefährlichen Spiel". Ghalibaf, der seit Kriegsbeginn zu den einflussreichsten Politikern des Irans zählt, warnte, die "leichtsinnigen Schachzüge" könnten die gesamte Region in Flammen aufgehen lassen. US-Präsident will sich am Montag im Oval Office äußern Trump kündigte derweil eine Pressekonferenz mit Vertretern der US-Armee im Oval Office in Washington an. Diese werde am Montag um 13 Uhr (Ortszeit, 19 Uhr MESZ) stattfinden. Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets ist auch das zweite Mitglied gefunden worden. Iran spricht von zerstörten US-Flugzeugen. Israel melde einen getöteten Kommandeur. 05.04.2026 | 1:43 minThema dürfte auch die Rettung des zweiten Besatzungsmitglieds eines von Iran abgeschossenen US-Kampffliegers sein. Dieser sei "schwer verwundet" worden, erklärte Trump auf Truth Social. Zuvor hatte er zum Zustand des Offiziers noch erklärt, dieser sei "verletzt", aber "wohlauf". Sein Ultimatum an Iran hatte Trump vergangene Woche noch einmal verschoben. Bis zum 6. April (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, hatte der US-Präsident unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche angekündigt. In den vergangenen Tagen gab es aber weiterhin heftige Angriffe beider Seiten. Der Schiffsverkehr durch die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus liegt weiterhin weitgehend still. Irans Außenminister bekräftigt Bereitschaft zu Gesprächen Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi hatte zuletzt die Bereitschaft seines Landes zu Gesprächen über eine Waffenruhe unter Vermittlung Pakistans bekräftigt. Die Position Teherans werde von den US-Medien falsch dargestellt, schrieb er am Samstag auf der Plattform X. Iran habe sich niemals geweigert, nach Islamabad zu reisen, um dort zu verhandeln. Wichtig seien Teheran allerdings "die Bedingungen für ein endgültiges und dauerhaftes Ende des uns aufgezwungenen illegalen Krieges". Die US-Angriffe auf iranische Infrastruktur gehen weiter: Die höchste Brücke wurde zerstört, acht Menschen starben offenbar. US-Präsident Trump hofft, Teheran so zu einer Einigung zu drängen. 03.04.2026 | 1:33 minTrump stellte zeitnahes Kriegsende in Aussicht Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf Iran begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Am vergangenen Mittwoch stellte Trump in einer Rede an die Nation zwar ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht - kündigte zugleich aber neue "extrem harte" Angriffe an. Iran solle zurück in die "Steinzeit" bombardiert werden. Aktuelle Meldungen zum Iran-Krieg finden Sie jederzeit in unserem Liveblog: Mehr zum Iran-Krieg - Liveblog Aktuelle Entwicklungen der Eskalation:Iran-Krieg: Alle Nachrichten im Liveblog US-Präsident verlängert wohl Ultimatum:Trump droht Iran: "Öffnet die verdammte Meerenge" mit Video2:04Trump unter Druck:Abgestürzter US-Kampfjet in Iran: Auch zweiter Pilot gerettet mit Video2:04Nachrichten | heute journal:"Trump bleiben keine attraktiven Optionen" Video1:42

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6. April
ZDF heute

Schlagzeilen

Schlagzeilen Schlagzeilen zu aktuellen Ereignissen - kurze Nachrichten im Ticker Bei Angriffen auf zivile Ziele: Teheran droht mit Vergeltung Das oberste Kommando der iranischen Streitkräfte hat im Falle von Angriffen auf zivile Ziele in Iran mit Vergeltung gedroht. Dann "werden die nächsten Phasen unserer Offensiv- und Vergeltungsoperationen weitaus verheerender und umfassender ausfallen", so ein Sprecher des zentralen Einsatzkommandos. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump damit gedroht, die zivile Infrastruktur Irans zu zerstören. Zugleich forderte er Teheran dazu auf, seinen Forderungen nach einem Abkommen zur Wiederöffnung des Golfs nachzukommen. Reaktion auf US-Ultimatum: Iran fordert Kriegsentschädigung Iran hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Öffnung der Straße von Hormus mit eigenen Drohungen reagiert. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, wenn "die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden", schrieb der iranische Regierungsvertreter Mehdi Tabatabaei. Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt. Nach Kritik aus der EU: China mit Online-Handel-Regeln China hat neue Richtlinien für den Online-Handel erlassen. Ziel sei es, die heimische Entwicklung besser mit den internationalen Märkten abzustimmen, teilten Ministerien und Aufsichtsbehörden mit. "Wir werden E-Commerce-Unternehmen ermutigen, direkte Beschaffungsbasen in Übersee einzurichten". Dabei solle ein Gleichgewicht zwischen Förderung und Regulierung sowie zwischen Effizienz und Fairness gefunden werden. Zudem seien Pilotzonen für den grenzüberschreitenden Online-Handel geplant. Kassenarzt-Vorstand: Facharzt-Termingarantie "Bullshit" Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat die Forderung nach einer Garantie für Facharzttermine innerhalb von drei Wochen als "Bullshit" zurückgewiesen. Die medizinische Notwendigkeit müsse die Terminvergabe bestimmen und nicht willkürlich gesetzte Fristen, sagte KBV-Chef Andreas Gassen dem RND. Das geplante Primärarztsystem sei "grundsätzlich ein richtiger Ansatz", sagte Gassen. "Das wird aber auch nicht funktionieren, wenn wir nicht zu einer klaren Definition dessen kommen, was wirklich dringend ist". Luftangriff nahe Teheran: Tote bei Angriff auf Wohngebäude Ein Luftangriff hat am frühen Montagmorgen ein Wohngebäude in einer Stadt südwestlich von Teheran getroffen und nach iranischen Medienberichten mindestens 13 Menschen getötet. Der Angriff habe sich nahe Eslamschahr ereignet, meldeten die Nachrichtenagentur Fars und das Nachrichtenportal Nour News. Es war zunächst unklar, warum das Gebäude getroffen wurde. Weder Israel noch die USA reklamierten den Angriff für sich. Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit Angriffen gedroht, falls die Blockade bleibe. Rekord bei Nebenerwerb: Gründerzahl steigt in der Krise In Zeiten von Wirtschaftskrise und gestiegenen Preisen machen sich mehr Menschen in Deutschland selbstständig. Die Zahl der Gründerinnen und Gründer stieg 2025 auf rund 690.000, wie eine repräsentative Umfrage der staatlichen Förderbank KfW zeigt. Das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr mit 585.000. Grund für den Schub ist ein Rekord der Selbstständigen im Nebenerwerb: Die Zahl wuchs auf 483.000, nach 382.000 im Jahr 2024. Hauptmotiv vieler Menschen ist demnach, mit der Selbstständigkeit nebenher zusätzlich Geld zu verdienen. Nach Baumunglück: Ermittler suchen nach Ursache Nach dem tödlichen Unglück durch einen umgestürzten Baum am Ostersonntag nahe Flensburg dauern die Ermittlungen der Polizei an. Dabei waren drei Menschen bei der Ostereiersuche in einem Waldstück getötet worden, darunter eine Mutter und ihr Baby. Laut Polizei stürzte bei starken Windböen ein etwa 30 Meter hoher Baum auf eine Gruppe. Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. "Zur Ursache können wir noch keine verlässlichen Angaben machen", sagte ein Polizeisprecher. Wohnungsnot in Deutschland: Großstadt-Mieten stark gestiegen Trotz Mietpreisbremse müssen Wohnungssuchende in Großstädten heute im Schnitt 43 Prozent mehr zahlen als vor zehn Jahren. In Berlin sind es sogar 69 Prozent mehr - der höchste Zuwachs bundesweit. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor. Das Bauministerium bezieht sich auf Angebotsmieten ohne Nebenkosten von Internetinseraten in 14 Großstädten. Demnach stieg die Kaltmiete in Berlin von 9,02 Euro je Quadratmeter im Jahr 2016 auf 15,25 Euro im Jahr 2025. Blockade von Hormus: Südkorea sucht neue Rohölrouten Südkoreas Regierung hat angesichts der weitgehend blockierten Straße von Hormus ihre diplomatischen Anstrengungen zur Sicherung alternativer Ölrouten verstärkt. So werde man unter anderem Sondergesandte nach Saudi-Arabien, Oman und Algerien schicken, wie Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Zur Sicherung alternativer Transportwege sollen zudem fünf Öltanker unter koreanischer Flagge ins Rote Meer an die saudi-arabische Hafenstadt Yanbu verlegt werden. Südkoreas Wirtschaft ist stark von Rohöllieferungen abhängig. "Artemis 2"-Mission: Orion unter Mondgravitation Die vier Astronauten der "Artemis 2"-Mission haben die Einflusssphäre des Mondes erreicht. "Orion" sei an dem Punkt angekommen, an dem die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirke als die der Erde, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die Crew - bestehend aus Victor Glover, Christina Koch, Reid Wiseman und Jeremy Hansen - sind als erste Menschen seit über 50 Jahren auf dem Weg zum Mond. Sie soll nun um den Mond herumfliegen und am Samstag (MESZ) wieder im Meer auf der Erde aufkommen. Klüssendorf zu Reformdebatte: Mehrheit trägt schon genug Lasten Die SPD pocht darauf, bei den Reformen die Reichen stärker zu belasten. "Es ist inakzeptabel, wenn wieder die Hauptlast auf die Mehrheit der Gesellschaft abgeladen wird!", sagte Generalsekretär Tim Klüssendorf. Diese Mehrheit habe zuletzt schon zusätzliche Lasten getragen - nicht nur durch die Preisentwicklung, sondern auch durch Zusatzbeiträge der Krankenkassen. Statt der diskutierten Erhöhung der Mehrwertsteuer könne er sich auch vorstellen, die Steuersätze für Lebensmittel zu senken, eventuell auch auf null. Krieg in der Ukraine: Verletzte nach Angriff auf Odessa Bei einem massiven Luftangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind offiziellen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen verletzt worden. In mehreren Bezirken seien in der Nacht Wohngebiete getroffen worden, teilte der Chef der städtischen Militärverwaltung, Serhij Lyssak, auf Telegram mit. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor russischen Drohnenangriffen in der Region gewarnt. In einem der Bezirke sei ein Hochhaus getroffen worden. Es gebe schwere Schäden. Rettungskräfte seien im Einsatz. Trump droht dem Iran: Ölpreise klettern weiter Die Ölpreise sind nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit weiteren Aufschlägen in die Woche gestartet. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges. Trump hatte Irans Führung zuvor erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum zum dritten Mal zu verschieben. Auf Flug von London nach Porto: E-Zigarette löst Brand aus Eine E-Zigarette im Handgepäck hat auf einem Flug von London-Gatwick nach Porto beinahe einen Zwischenfall mit schwerwiegenden Folgen ausgelöst. Das Gerät sei kurz nach dem Start der Maschine der portugiesischen Airline TAP in Brand geraten, teilte die zuständige Behörde GPIAAF in Lissabon mit. Als Rauch aus dem Gepäckfach drang, kehrte das Flugzeug sofort um und landete 14 Minuten nach dem Abheben wieder sicher in Gatwick. Der Zwischenfall habe sich am 8. Februar ereignet, hieß es am Sonntag. Verletzt wurde niemand. Überflutungen in Angola und Namibia: Tote und Tausende Vertriebene Bei Überschwemmungen in Angola sind mindestens 15 Menschen getötet worden. Mehr als 4.000 Häuser seien überflutet worden, teilten Rettungskräfte mit. Stunden andauernde Regenfälle hatten anschwellende Fluten ausgelöst, die Straßen überfluteten und die Infrastruktur in der Hauptstadt Luanda sowie in Benguela beschädigten. Laut Feuerwehr wurden zwölf Tote in Benguela und drei in Luanda registriert. Im benachbarten Namibia stieg der Pegel des Flusses Sambesi stark an. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Nach heftiger Kontroverse: Kahlo-Werke 2028 wieder in Mexiko Nach einer heftigen Kontroverse um den Umzug geschützter Werke von Frida Kahlo und anderen mexikanischen Künstlern nach Spanien haben die Sammlungsverwalter die Rückkehr nach Mexiko garantiert. Im Jahr 2028 sollen die Werke der Sammlung Gelman Santander in ihr Land zurückkehren, teilte die spanische Stiftung Banco Santander mit. Die Bank, die seit Januar die Werke verwaltet, hatte angekündigt, diese nach einer Ausstellung in Mexiko dauerhaft in Santander unterzubringen. Dies sorgte für heftige Diskussionen. Fund mit Schrift "Polonium 210": Umweltministerium prüft Fläschchen Zwei Männer haben bei der Ostereiersuche im Garten in Vaihingen an der Enz nordwestlich von Stuttgart ein Fläschchen mit der Aufschrift "Polonium 210" gefunden. Dieses sei ein potenziell tödliches Strahlengift, teilte Kreisbrandmeister Andy Dorroch mit. Die Feuerwehr schätzte das Fläschchen als echt ein. "Das Behältnis passt zum Stoff." Es sei jedoch keine Radioaktivität gemessen worden. Die Männer seien unverletzt. Das baden-württembergische Umweltministerium holte das Fläschchen ab, um den Inhalt zu überprüfen. Nach Attacke in Hamburg: Zukunft des Wolfs weiter ungewiss Fast eine Woche nach dem Vorfall mit einem Wolf in Hamburg-Altona ist dessen Zukunft weiter ungewiss. Der Wolf befindet sich seit Dienstag in einer Wildtierauffangstation bei Sachsenhagen. Am Nachmittag machten sich laut Beobachtern rund 100 Menschen bei einer Mahnwache am Hamburger Jungfernstieg für die Freilassung des Wolfs stark. Am Montagabend war das männliche Jungtier in eine kleine Einkaufspassage im Zentrum Altonas gelaufen und hatte dort eine Frau verletzt. Die Polizei fing das Tier in der Binnenalster ein. Wohl längste Blockade jemals: Iran sperrt Internet seit 37 Tagen Die vor mehr als einem Monat in Iran verhängte Sperre des Internets ist nach Angaben von Experten die längste jemals in einem Land verzeichnete derartige Blockade. Die Internetsperre für die Iraner dauere "nun bereits den 37. Tag in Folge" an, erklärte die Organisation Netblocks auf X. Sie übertreffe damit "alle anderen vergleichbaren Vorfälle" und sei "nun die längste landesweite Internetsperrung" weltweit. Iran hatte den Internetzugang am 28. Februar abgeschaltet. Seitdem herrscht in Iran ein Informationsblackout. Brandkatastrophe in der Schweiz: Notrufe illegal veröffentlicht? Mehr als drei Monate nach der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana mit über 40 Todesopfern haben die örtlichen Rettungsdienste wegen der Veröffentlichung von Notrufen die Justiz eingeschaltet. Wie die Agentur AFP von der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation erfuhr, wurde "Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht". Grund dafür sei die "unrechtmäßige Weitergabe interner Dokumente". In Crans-Montana waren in der Silvesternacht 41 Menschen bei einem Brand in der Bar "Le Constellation" ums Leben gekommen. Zuletzt auf ZDFheute veröffentlicht Diese Städte sind Spitzenreiter:Großstadt-Mieten in zehn Jahren um 44 Prozent gestiegen mit Video1:35- Liveblog Aktuelle Entwicklungen der Eskalation:Iran-Krieg: Alle Nachrichten im Liveblog Wachsende Kritik am US-Präsidenten:US-Superwahljahr: Wird der Spritpreis für Trump gefährlich? mit Video2:18Chance auf neuen Entfernungsrekord:"Artemis 2"-Crew erreicht Einflusssphäre des Mondes mit Video1:37- Liveblog Russland greift die Ukraine an:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine Historische Mondmission:Artemis 2: Das ist die Crew, die auf dem Weg zum Mond ist mit Video2:34Debatte um Gesundheitsreform:"Bullshit": Kassenärzte-Chef gegen Garantie für Facharzttermine mit Video2:58Ukraine-Hilfen, Moskau-Nähe, Rechtsstaat:Ungarn und die EU: Das sind die größten Streitpunkte mit Video6:442,43 Euro für einen Liter Diesel:Spritpreis: Befürchtung des ADAC "bestätigt sich zusehends" mit Video1:44Kandidatur für Vorsitz, Dürr zieht zurück:Kubicki: Bin nicht die Zukunft, will aber eine für die FDP mit Video0:21Gesundheitszustand "ganz schlecht":Wal-Rettung mit Katamaran? Behörden prüfen Vorgehen mit Video54:58Baby unter den Todesopfern:Baum stürzt auf Gruppe: Drei Tote in Schleswig-Holstein mit Video0:58

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6. April
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Krieg in Nahost: Iran will Straße von Hormus erst nach Kriegsentschädigung öffnen

Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Insider: Pakistan legt USA und Iran Plan für Kriegsende vor Bericht: 13 Tote bei Angriff nahe Teheran - Vermittler drängen auf Waffenruhe Iran: Straße von Hormus öffnet erst nach Kriegsentschädigung Trump scheint Ultimatum erneut zu verschieben Trump: In Iran vermisster US-Soldat gerettet und in Sicherheit Israel: Geheimdienstchef der Revolutionsgarde getötet Majid Khademi, der Geheimdienstchef der iranischen Revolutionsgarde, ist bei einem Luftangriff der USA und Israels in Teheran ums Leben gekommen. Das bestätigt der israelische Verteidigungsminister Israel Katz laut Times of Israel. Insider: Pakistan legt USA und Iran Plan für Kriegsende vor Iran und die USA haben einem Insider zufolge einen von Pakistan ausgearbeiteten Plan zur Beendigung der Kriegshandlungen erhalten. Dieser könnte bereits am Montag in Kraft treten und die Straße von Hormus wieder öffnen, sagte eine mit den Vorschlägen vertraute Person laut der Nachrichtenagentur Reuters. Pakistan habe den Rahmenplan ausgearbeitet und diesen über Nacht mit dem Iran und den USA ausgetauscht. Der Plan sehe einen zweistufigen Ansatz vor, der eine sofortige Waffenruhe und anschließend ein umfassendes Abkommen vorsehe. Der Iran bestätigte laut einem Vertreter den Erhalt des Plans. Zu einer vorübergehenden Waffenruhe sei die Islamische Republik aber nicht bereit und werde dafür auch die Straße von Hormus nicht öffnen, sagte der Insider laut Reuters. Der Iran lasse sich nicht unter Druck setzen und werde sich auf keine Ultimaten einlassen. Es habe nicht den Anschein, dass die USA zu einem dauerhaften Waffenstillstand bereit seien. "Alle Punkte müssen heute vereinbart werden", sagte einer der Insider. Zunächst solle es eine Absichtserklärung geben, die auf elektronischem Weg über Pakistan abgeschlossen werden soll. Das Land fungiere als einziger Kommunikationskanal in den Gesprächen. Der pakistanische Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, habe die ganze Nacht über in Kontakt mit US-Vizepräsident JD Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi gestanden, sagte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Der Iran bestätigte laut einem Vertreter den Erhalt des Plans. Zu einer vorübergehenden Waffenruhe sei die Islamische Republik aber nicht bereit und werde dafür auch die Straße von Hormus nicht öffnen, sagte der Insider laut Reuters. Der Iran lasse sich nicht unter Druck setzen und werde sich auf keine Ultimaten einlassen. Es habe nicht den Anschein, dass die USA zu einem dauerhaften Waffenstillstand bereit seien. "Alle Punkte müssen heute vereinbart werden", sagte einer der Insider. Zunächst solle es eine Absichtserklärung geben, die auf elektronischem Weg über Pakistan abgeschlossen werden soll. Das Land fungiere als einziger Kommunikationskanal in den Gesprächen. Der pakistanische Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, habe die ganze Nacht über in Kontakt mit US-Vizepräsident JD Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi gestanden, sagte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Dem Vorschlag zufolge würde eine sofortige Waffenruhe in Kraft treten und die Straße von Hormus wieder geöffnet. Anschließend blieben 15 bis 20 Tage, um eine umfassendere Regelung auszuarbeiten. Die vorläufig als "Islamabad-Abkommen" bezeichnete Vereinbarung würde einen regionalen Rahmen für die Meerenge umfassen. Die abschließenden persönlichen Gespräche sollen in Islamabad stattfinden. Das Nachrichtenportal Axios hatte am Sonntag unter Berufung auf US-amerikanische, israelische und regionale Insider berichtet, dass die USA, der Iran und regionale Vermittler über eine 45-tägige Waffenruhe als Teil eines zweiphasigen Abkommens diskutierten. Dies könne zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen. Aus den USA lag zunächst keine Stellungnahme vor. Der Sprecher des pakistanischen Außenministeriums, Tahir Andrabi, lehnte einen Kommentar ab. Das endgültige Abkommen wird dem ersten Insider zufolge voraussichtlich die Verpflichtung des Iran beinhalten, keine Atomwaffen anzustreben. Im Gegenzug sollen Sanktionen gelockert und eingefrorene Vermögenswerte freigegeben werden. Iranische Regierungsvertreter hatten Reuters in der Vergangenheit gesagt, dass die Führung in Teheran einen dauerhaften Waffenstillstand anstrebe. Dieser müsse Garantien enthalten, dass das Land nicht erneut von den USA und Israel angegriffen werde. Das Nachrichtenportal Axios hatte am Sonntag unter Berufung auf US-amerikanische, israelische und regionale Insider berichtet, dass die USA, der Iran und regionale Vermittler über eine 45-tägige Waffenruhe als Teil eines zweiphasigen Abkommens diskutierten. Dies könne zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen. Aus den USA lag zunächst keine Stellungnahme vor. Der Sprecher des pakistanischen Außenministeriums, Tahir Andrabi, lehnte einen Kommentar ab. Das endgültige Abkommen wird dem ersten Insider zufolge voraussichtlich die Verpflichtung des Iran beinhalten, keine Atomwaffen anzustreben. Im Gegenzug sollen Sanktionen gelockert und eingefrorene Vermögenswerte freigegeben werden. Iranische Regierungsvertreter hatten Reuters in der Vergangenheit gesagt, dass die Führung in Teheran einen dauerhaften Waffenstillstand anstrebe. Dieser müsse Garantien enthalten, dass das Land nicht erneut von den USA und Israel angegriffen werde. Medien: Iran greift Großraum Tel Aviv mit Streumunition an Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv am Montagmorgen (Ortszeit) hat der Iran nach israelischen Medienberichten offenbar Streumunition eingesetzt. Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete von rund 20 Einschlagsorten im Umkreis von Tel Aviv. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mehrere Menschen verletzt, darunter eine Frau schwer. In der Stadt Tel Aviv sei eine Schule getroffen worden. Auch ein Armeesprecher sagte, es handele sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Streumunition. Auch im Norden habe es im Umkreis der Hafenstadt Haifa nach einem iranischen Angriff mit Streumunition rund zehn Einschlagsorte gegeben, berichtete ynet. Mehrere Autos seien in Brand geraten. In der Nacht waren in Haifa zwei Menschen tot aus einem Gebäude geborgen worden. Dieses war bei einem früheren Angriff von einer iranischen Rakete getroffen worden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Städte zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht. „Der Einsatz von Streumunition durch den Iran in dicht besiedelten Gebieten in Israel stellt eine vorhersehbare und langfristige Gefahr für Zivilisten dar“, sagte Patrick Thompson, Forscher für Krisen, Konflikte und Waffen bei Human Rights Watch. „Die Submunitionen von Streubomben werden über ein weites Gebiet verstreut, wodurch sie rechtswidrig unterschiedslos wirken und gegen das Kriegsvölkerrecht verstoßen.“ Auch im Norden habe es im Umkreis der Hafenstadt Haifa nach einem iranischen Angriff mit Streumunition rund zehn Einschlagsorte gegeben, berichtete ynet. Mehrere Autos seien in Brand geraten. In der Nacht waren in Haifa zwei Menschen tot aus einem Gebäude geborgen worden. Dieses war bei einem früheren Angriff von einer iranischen Rakete getroffen worden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Städte zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht. „Der Einsatz von Streumunition durch den Iran in dicht besiedelten Gebieten in Israel stellt eine vorhersehbare und langfristige Gefahr für Zivilisten dar“, sagte Patrick Thompson, Forscher für Krisen, Konflikte und Waffen bei Human Rights Watch. „Die Submunitionen von Streubomben werden über ein weites Gebiet verstreut, wodurch sie rechtswidrig unterschiedslos wirken und gegen das Kriegsvölkerrecht verstoßen.“ VAE: Abkommen für Iran muss freie Fahrt durch Straße von Hormus garantieren Ein Friedensabkommen im Krieg zwischen den USA und Iran muss nach Ansicht der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus garantieren. Die wichtigste Ölroute der Welt dürfe von keinem Land als Geisel genommen werden, sagt Anwar Gargasch, diplomatischer Berater des VAE-Präsidenten. Ein Abkommen, das das iranische Atomprogramm sowie den Einsatz von Raketen und Drohnen nicht eindämme, bereite den Weg für einen noch gefährlicheren Nahen Osten, warnt er. Die VAE wollten zwar ein Ende des Krieges, lehnten aber einen Waffenstillstand ab, der die eigentlichen Ursachen der Instabilität ungelöst lasse, erklärt Gargasch weiter. Ein Abkommen, das das iranische Atomprogramm sowie den Einsatz von Raketen und Drohnen nicht eindämme, bereite den Weg für einen noch gefährlicheren Nahen Osten, warnt er. Die VAE wollten zwar ein Ende des Krieges, lehnten aber einen Waffenstillstand ab, der die eigentlichen Ursachen der Instabilität ungelöst lasse, erklärt Gargasch weiter. Bericht: 13 Tote bei Angriff nahe Teheran - Vermittler drängen auf Waffenruhe Bei einem Angriff auf ein Wohngebiet südöstlich von Teheran wurden mindestens 13 Menschen getötet. Dies meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Unterdessen diskutieren die USA, Iran und regionale Vermittler weiter über eine mögliche 45-tägige Waffenruhe, die zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen könnte. Dies berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider aus den USA, Israel und der Region. Iran: Straße von Hormus öffnet erst nach Kriegsentschädigung Iran hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Öffnung der Straße von Hormus mit eigenen Drohungen reagiert. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, "wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden", schrieb Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten. Das Marinekommando der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, wurde von iranischen Medien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde "niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel". Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt. Trump hatte der Führung in Teheran zuvor erneut mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte diese bis zum Dienstagabend US-Ostküstenzeit nicht einlenken. Tabatabaei entgegnete anschließend auf X, Trump habe aus "purer Verzweiflung und Wut" zu ordinären Beschimpfungen gegriffen. "Dieser Bastard-Narr hat in seinem Wahnsinn einen totalen Krieg in der Region entfacht" und prahle damit. Die iranische UN-Mission schrieb auf X, Trump drohe erneut "offen damit, die für das Überleben der Zivilbevölkerung im Iran essenzielle Infrastruktur zu zerstören". Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten seien "verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät", heißt es in dem Post der UN-Mission. Das Marinekommando der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, wurde von iranischen Medien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde "niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel". Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt. Trump hatte der Führung in Teheran zuvor erneut mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte diese bis zum Dienstagabend US-Ostküstenzeit nicht einlenken. Tabatabaei entgegnete anschließend auf X, Trump habe aus "purer Verzweiflung und Wut" zu ordinären Beschimpfungen gegriffen. "Dieser Bastard-Narr hat in seinem Wahnsinn einen totalen Krieg in der Region entfacht" und prahle damit. Die iranische UN-Mission schrieb auf X, Trump drohe erneut "offen damit, die für das Überleben der Zivilbevölkerung im Iran essenzielle Infrastruktur zu zerstören". Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten seien "verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät", heißt es in dem Post der UN-Mission. Trump droht Iran: Ölpreise klettern weiter Die Ölpreise sind nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit weiteren Aufschlägen in die Woche gestartet. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate legte zu. Trump hatte der iranischen Führung zuvor erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus zwar zum dritten Mal zu verschieben. Doch die Drohungen werden schärfer. "Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen", sagte Trump dem Wall Street Journal. Auf seiner Plattform Truth Social hatte der Präsident seiner Forderung an Iran auch mit Beleidigungen Nachdruck verliehen. "Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen", schrieb er in einem Post am Ostersonntag. Trump hatte der iranischen Führung zuvor erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus zwar zum dritten Mal zu verschieben. Doch die Drohungen werden schärfer. "Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen", sagte Trump dem Wall Street Journal. Auf seiner Plattform Truth Social hatte der Präsident seiner Forderung an Iran auch mit Beleidigungen Nachdruck verliehen. "Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen", schrieb er in einem Post am Ostersonntag. Bericht: Fünf Tote bei US-israelischem Angriff in Iran Bei einem Angriff in der iranischen Stadt Ghom südlich von Teheran sind einem Agenturbericht zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Dies berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur SNN unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur der Region. Trump scheint Ultimatum erneut zu verschieben US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus bereits zum dritten Mal zu verschieben. „Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen“, sagte Trump dem Wall Street Journal. In einem fast zur gleichen Zeit mit dem Interview veröffentlichten Post auf der Online-Plattform Truth Social nannte Trump die Angabe Dienstagabend, 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, lieferte jedoch keinen Kontext. Es liegt nahe, dass er sich damit auf die Frist an Teheran bezieht – diese würde damit nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch ablaufen. Sein voriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen. Trump droht seit Längerem damit, iranische Kraftwerke sowie die iranische Infrastruktur anzugreifen, sollte Teheran nicht die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr öffnen oder einem Abkommen zustimmen. Vor rund eineinhalb Wochen hatte Trump noch von sehr guten und produktiven Gesprächen gesprochen und das Ultimatum deshalb zum zweiten Mal verschoben. In den vergangenen Tagen wurde der Ton aber wieder rauer: Trump drohte in einer Ansprache an die Nation, Iran zurück in die „Steinzeit“ zu befördern. Kürzlich bombardierten die USA zudem die höchste Brücke des Landes, die „B1“ nahe Teheran. In einem fast zur gleichen Zeit mit dem Interview veröffentlichten Post auf der Online-Plattform Truth Social nannte Trump die Angabe Dienstagabend, 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, lieferte jedoch keinen Kontext. Es liegt nahe, dass er sich damit auf die Frist an Teheran bezieht – diese würde damit nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch ablaufen. Sein voriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen. Trump droht seit Längerem damit, iranische Kraftwerke sowie die iranische Infrastruktur anzugreifen, sollte Teheran nicht die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr öffnen oder einem Abkommen zustimmen. Vor rund eineinhalb Wochen hatte Trump noch von sehr guten und produktiven Gesprächen gesprochen und das Ultimatum deshalb zum zweiten Mal verschoben. In den vergangenen Tagen wurde der Ton aber wieder rauer: Trump drohte in einer Ansprache an die Nation, Iran zurück in die „Steinzeit“ zu befördern. Kürzlich bombardierten die USA zudem die höchste Brücke des Landes, die „B1“ nahe Teheran. Trump: In Iran vermisster US-Soldat gerettet und in Sicherheit Das in Iran vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets ist laut Präsident Donald Trump gerettet und in Sicherheit. „Wir haben ihn“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. In den vergangenen Stunden habe das Militär „eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der Vereinigten Staaten ausgeführt“. Der vermisste Soldat sei „wohlbehalten“. In einem späteren Post teilte Trump dann mit, der Soldat sei schwer verwundet. Er dankte alle an dem Spezialeinsatz Beteiligten und kündigte für Montag eine Pressekonferenz mit dem Militär im Weißen Haus an. Zuvor hatte es Medienberichte über Kämpfe in der Region gegeben. Der Kampfjet war in der Nacht zum Freitag über iranischem Territorium abgeschossen worden. Ein Besatzungsmitglied wurde rasch gefunden, das zweite war seither gesucht worden. Iran hatte ein Kopfgeld auf den Mann ausgesetzt und iranische Bürger aufgerufen, ihn lebend gefangenzunehmen. Es wäre ein symbolischer Sieg für Iran gewesen – und eine peinliche Niederlage für Trump. Der hatte zuletzt immer wieder großspurig behauptet, dass Iran praktisch kaum noch Militärkapazitäten habe. Auf Truth Social ließ er verlauten: Der „tapfere Krieger“ habe sich hinter den feindlichen Linien in den tückischen Bergen Irans befunden und sei „von unseren Feinden gejagt“ worden. Diese seien ihm von Stunde zu Stunde nähergekommen. Alleine sei er allerdings nie gewesen: Die US-Armee hätte seinen Aufenthaltsort rund um die Uhr überwacht und seine Rettung geplant. Der Soldat habe Verletzungen davongetragen, aber es werde ihm wieder gut gehen. Dies sei das erste Mal in der Geschichte des Militärs, dass zwei US-Piloten getrennt voneinander tief im feindlichen Gebiet gerettet worden seien. Zuvor hatte es Medienberichte über Kämpfe in der Region gegeben. Der Kampfjet war in der Nacht zum Freitag über iranischem Territorium abgeschossen worden. Ein Besatzungsmitglied wurde rasch gefunden, das zweite war seither gesucht worden. Iran hatte ein Kopfgeld auf den Mann ausgesetzt und iranische Bürger aufgerufen, ihn lebend gefangenzunehmen. Es wäre ein symbolischer Sieg für Iran gewesen – und eine peinliche Niederlage für Trump. Der hatte zuletzt immer wieder großspurig behauptet, dass Iran praktisch kaum noch Militärkapazitäten habe. Auf Truth Social ließ er verlauten: Der „tapfere Krieger“ habe sich hinter den feindlichen Linien in den tückischen Bergen Irans befunden und sei „von unseren Feinden gejagt“ worden. Diese seien ihm von Stunde zu Stunde nähergekommen. Alleine sei er allerdings nie gewesen: Die US-Armee hätte seinen Aufenthaltsort rund um die Uhr überwacht und seine Rettung geplant. Der Soldat habe Verletzungen davongetragen, aber es werde ihm wieder gut gehen. Dies sei das erste Mal in der Geschichte des Militärs, dass zwei US-Piloten getrennt voneinander tief im feindlichen Gebiet gerettet worden seien. Kuwait meldet starke Schäden durch iranischen Drohnenangriff Der Golfstaat Kuwait meldet nach Beschuss aus Iran schwere Schäden an Infrastruktur und Regierungsgebäuden. Nach Angaben des Energieministeriums wurden zwei Strom- und Entsalzungsanlagen durch iranische Drohnen erheblich beschädigt. Als Folge seien zwei Stromgeneratoren ausgefallen. Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es. Beim Einschlag einer weiteren Drohne in ein Gebäude des Finanzministeriums sei ebenfalls erheblicher Sachschaden entstanden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Verletzte habe es auch dort nicht gegeben, hieß es. Nach Angaben des Informationsministeriums traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Dabei habe es ebenfalls keine Verletzten gegeben. Die Armee des Landes hatte zuvor einen erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen gemeldet. Die Luftabwehr war im Einsatz. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe vor fünf Wochen feuert Iran im Gegenzug Raketen und Drohnen auf Kuwait und andere Golfstaaten, die US-Militärbasen beherbergen. Beim Einschlag einer weiteren Drohne in ein Gebäude des Finanzministeriums sei ebenfalls erheblicher Sachschaden entstanden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Verletzte habe es auch dort nicht gegeben, hieß es. Nach Angaben des Informationsministeriums traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Dabei habe es ebenfalls keine Verletzten gegeben. Die Armee des Landes hatte zuvor einen erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen gemeldet. Die Luftabwehr war im Einsatz. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe vor fünf Wochen feuert Iran im Gegenzug Raketen und Drohnen auf Kuwait und andere Golfstaaten, die US-Militärbasen beherbergen. USA greifen Suchort von vermisstem US-Soldaten an In Iran gibt es einem Bericht zufolge Luftangriffe in einem Gebiet, in dem sich das vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets befinden soll. Die der Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim zitierte in der Nacht einen örtlichen Gouverneur, wonach bei Angriffen, die er den USA und Israel zuschrieb, drei Menschen getötet worden seien. Die New York Times zitierte indes einen israelischen Beamten, Israels Militär teile Geheimdienstinformationen mit den USA und habe Angriffe in dem Gebiet, in dem der Pilot vermisst werde, ausgesetzt. Keine der Angaben ließ sich bisher unabhängig überprüfen. Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Spezialkräfte in den Süden Irans geschickt – auch um eine Gefangennahme des vermissten Waffenoffiziers der am Freitag abgeschossenen F-15E durch Iran zu verhindern. Iranische Medien berichten von hohen Geldsummen, die für seine Ergreifung versprochen worden sein sollen. Tasnim zitierte nun eine nicht genannte Militärquelle, wonach die USA angeblich die Hoffnung aufgegeben hätten, den Piloten zu retten. Sie bombardierten nun Orte, an denen er sich vermutlich aufhalte, um ihn zu töten, schrieb Tasnim. Sollte Iran das Besatzungsmitglied zuerst finden, wäre das „ein großer Gewinn“ für Teheran, hatte Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House, dem britischen Sender BBC gesagt. Iran hätte dann „ein sehr starkes Druckmittel“. Rapp sprach deshalb von einer „kritischen Mission“ für die US-Streitkräfte. Der Pilot des Kampfjets konnte laut übereinstimmenden Medienberichten gerettet werden. Keine der Angaben ließ sich bisher unabhängig überprüfen. Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Spezialkräfte in den Süden Irans geschickt – auch um eine Gefangennahme des vermissten Waffenoffiziers der am Freitag abgeschossenen F-15E durch Iran zu verhindern. Iranische Medien berichten von hohen Geldsummen, die für seine Ergreifung versprochen worden sein sollen. Tasnim zitierte nun eine nicht genannte Militärquelle, wonach die USA angeblich die Hoffnung aufgegeben hätten, den Piloten zu retten. Sie bombardierten nun Orte, an denen er sich vermutlich aufhalte, um ihn zu töten, schrieb Tasnim. Sollte Iran das Besatzungsmitglied zuerst finden, wäre das „ein großer Gewinn“ für Teheran, hatte Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House, dem britischen Sender BBC gesagt. Iran hätte dann „ein sehr starkes Druckmittel“. Rapp sprach deshalb von einer „kritischen Mission“ für die US-Streitkräfte. Der Pilot des Kampfjets konnte laut übereinstimmenden Medienberichten gerettet werden. Iran macht für Irak Ausnahme bei Hormus-Sperrung Iran hat den Irak von den Schifffahrtsbeschränkungen in der Straße von Hormus ausgenommen. „Das brüderliche Irak ist von allen Beschränkungen befreit, die wir in der Straße von Hormus verhängt haben“, erklärte ein iranischer Militärsprecher in einer arabischsprachigen Videobotschaft, die von der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA verbreitet wurde. Die Ausnahme könnte den Weg für bis zu drei Millionen Barrel irakisches Öl täglich freimachen – der irakische Ölexport war im März um rund 97 Prozent eingebrochen, nachdem Iran die wichtigste Exportroute der Region faktisch gesperrt hatte. Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Schiffsverkehr durch die Meerenge nach wochenlangem Stillstand leicht zunimmt. Zuletzt passierten offenbar ein französisches Containerschiff und ein japanischer Tanker die Straße – die ersten Durchfahrten von Schiffen aus westlich orientierten Ländern seit Beginn des Konflikts. Unklar bleibt, ob Teheran diese Passagen nach diplomatischen Verhandlungen oder Absprachen mit einzelnen Reedereien genehmigt hat. Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels. Trotz der leichten Entspannung ist das Verkehrsaufkommen noch weit vom Vorkriegsniveau entfernt – und es bleibt offen, wann und in welchem Umfang die irakischen Ölfelder die Förderung wieder hochfahren können. Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Schiffsverkehr durch die Meerenge nach wochenlangem Stillstand leicht zunimmt. Zuletzt passierten offenbar ein französisches Containerschiff und ein japanischer Tanker die Straße – die ersten Durchfahrten von Schiffen aus westlich orientierten Ländern seit Beginn des Konflikts. Unklar bleibt, ob Teheran diese Passagen nach diplomatischen Verhandlungen oder Absprachen mit einzelnen Reedereien genehmigt hat. Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels. Trotz der leichten Entspannung ist das Verkehrsaufkommen noch weit vom Vorkriegsniveau entfernt – und es bleibt offen, wann und in welchem Umfang die irakischen Ölfelder die Förderung wieder hochfahren können. USA drängen auf Sperrung von Satellitenbildern über Iran und den Nahen Osten Der führende Satellitenbild-Anbieter Planet Labs hat am Samstag angekündigt, Aufnahmen über Iran und dem weiteren Konfliktgebiet im Nahen Osten auf unbestimmte Zeit zurückzuhalten. Laut einer E-Mail des Unternehmens an seine Kunden habe die US-Regierung „alle Satellitenbild-Anbieter“ dazu aufgefordert – aus „Sicherheits- und operativen Geheimhaltungsgründen“, wie es hieß. Das berichtet die New York Times. Das Pentagon wollte sich dazu nicht äußern. Planet Labs wird Bilder demnach künftig nur noch in Ausnahmefällen freigeben – etwa bei „dringenden, missionskritischen Anforderungen oder im öffentlichen Interesse“. Für den gesamten Iran, die Golfstaaten und bestehende Konfliktgebiete gilt zudem eine verlängerte Veröffentlichungsverzögerung. Die neue Regelung gilt rückwirkend für alle seit dem 9. März gesammelten Daten. Der Schritt hat weitreichende Folgen für die unabhängige Berichterstattung: Journalisten und Forscher weltweit – auch von deutschen Medien – nutzen Satellitendaten, um Militärschläge zu dokumentieren, Truppenbewegungen zu verfolgen oder Kriegsschäden zu erfassen. Planet Labs wird Bilder demnach künftig nur noch in Ausnahmefällen freigeben – etwa bei „dringenden, missionskritischen Anforderungen oder im öffentlichen Interesse“. Für den gesamten Iran, die Golfstaaten und bestehende Konfliktgebiete gilt zudem eine verlängerte Veröffentlichungsverzögerung. Die neue Regelung gilt rückwirkend für alle seit dem 9. März gesammelten Daten. Der Schritt hat weitreichende Folgen für die unabhängige Berichterstattung: Journalisten und Forscher weltweit – auch von deutschen Medien – nutzen Satellitendaten, um Militärschläge zu dokumentieren, Truppenbewegungen zu verfolgen oder Kriegsschäden zu erfassen. Trump pocht auf sein Ultimatum an Iran US-Präsident Donald Trump droht Iran mit schweren Angriffen, sollte die Führung in Teheran sich nicht seinem Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus beugen. „Die Zeit läuft davon - 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Bedingungen seien erfüllt, wenn Iran einem Abkommen zustimme oder die Straße von Hormus öffne. Trump hatte gedroht, falls Iran die Meerenge nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen. Sein Ultimatum dafür verschob er vergangene Woche noch einmal. Bis zum 6. April (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte der US-Präsident unter Verweis auf „sehr gute“ Gespräche an. Trump hatte gedroht, falls Iran die Meerenge nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen. Sein Ultimatum dafür verschob er vergangene Woche noch einmal. Bis zum 6. April (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte der US-Präsident unter Verweis auf „sehr gute“ Gespräche an.

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6. April
FAZ (Politik)

Die Lage im Irankrieg: Teheran reagiert mit eigenen Drohungen

Die Lage im Irankrieg : Teheran reagiert mit eigenen Drohungen Mit einer wüsten Tirade versucht US-Präsident Trump, die Öffnung der Straße von Hormus durch Iran zu erzwingen. Teheran kontert und will Reparationen für die Kriegsschäden eintreiben. Derweil steigt der Ölpreis immer weiter. Trump hatte der Führung in Teheran zuvor erneut mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte diese bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. „Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen“, schrieb er Ostersonntag auf seiner Plattform Truth Social. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed-Bagher Ghalibaf schrieb auf der Plattform X, mit „Kriegsverbrechen“ lasse sich „nichts erreichen“. Die einzige Lösung bestehe darin, „die Rechte des iranischen Volkes zu respektieren und dieses gefährliche Spiel zu beenden“. Ghalibaf warnte, die „leichtsinnigen Schachzüge“ könnten die gesamte Region in Flammen aufgehen lassen. Trump hat sein Ultimatum zum dritten – und möglicherweise letzten Mal – verschoben. Angeblich letzter Versuch für Waffenstillstand Die USA, Iran und regionale Vermittler unternähmen einen „letzten Versuch“, die Bedingungen für einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand auszuhandeln, berichtete das US-Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf Aussagen von vier US-amerikanischen, israelischen und regionalen Quellen. Es sei die einzige Chance, eine dramatische Eskalation noch zu verhindern. Massive US-Angriffe auf die iranische Zivilinfrastruktur hätten Vergeltungsschläge gegen Energie- und Entsalzungsanlagen in den Golfstaaten zur Folge. Die Chancen auf eine Teilvereinbarung innerhalb der nächsten 48 Stunden schätzen die von „Axios“ zitierten Quellen jedoch als gering ein. Trump sagte dem „Wall Street Journal“: „Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen.“ Die iranische UN-Mission schrieb dazu auf X, Trump drohe erneut „offen damit, die für das Überleben der Zivilbevölkerung im Iran essenzielle Infrastruktur zu zerstören“. Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten seien „verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät“, heißt es in dem Post der UN-Mission weiter. Trump und Teheran beschimpfen sich gegenseitig Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten, reagierte auf Trumps Drohung mit den Worten, dieser habe aus „purer Verzweiflung und Wut“ zu ordinären Beschimpfungen gegriffen. Tabatabaei fügte selbst auf X polternd hinzu: „Dieser Bastard-Narr hat in seinem Wahnsinn einen totalen Krieg in der Region entfacht“ und prahle damit. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, „wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden“, schrieb der iranische Beamte. Iran beansprucht die Kontrolle über die Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt. Ölpreise ziehen weiter an Nach Trumps neuen Drohungen starteten die Ölpreise mit weiteren Aufschlägen in die Woche. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges. Über die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Seit Beginn des Irankrieges am 28. Februar liegt der Seeverkehr durch die wichtige Meerenge weitgehend still. Das Marinekommando der iranischen Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht der Islamischen Republik, wurde von iranischen Staatsmedien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde „niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel.“ Südkoreas Regierung verstärkt derweil ihre diplomatischen Anstrengungen zur Sicherung alternativer Ölrouten. Es würden Sondergesandte nach Saudi-Arabien, Oman und Algerien geschickt, berichtete Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap. Zudem sollten fünf Öltanker unter koreanischer Flagge ins Rote Meer an die saudi-arabische Hafenstadt Yanbu verlegt werden. Saudi-Arabien kann Öl über Pipelines vom Persischen Golf nach Yanbu transportieren und dort verschiffen. Abermals Todesopfer im Iran und in Israel Unterdessen setzten die USA und Israel ihre massiven Luftangriffe in Iran fort. In der Hauptstadt Teheran kamen nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr mindestens vier Menschen bei einem Angriff auf ein Wohngebiet ums Leben. Bei einem weiteren Bombardement von zwei Wohngebäuden südwestlich von Teheran starben laut Nachrichtenagentur Fars mindestens 13 Menschen. Bei einem Luftangriff auf ein Wohngebäude in der Stadt Qom im Zentrum des Landes seien zudem mindestens fünf Menschen getötet worden. Die Bergungsarbeiten dauerten in den frühen Morgenstunden noch an. In der israelischen Stadt Haifa bargen derweil Rettungskräfte zwei Leichen aus Trümmern eines Gebäudes, das von einer iranischen Rakete getroffen worden war, wie die „Times of Israel“ am frühen Morgen berichtete. Zwei weitere Personen galten zunächst noch als vermisst. Unterdessen teilte die Armee am Morgen mit, eine weitere Welle an Angriffen in Teheran beendet zu haben. Trump droht seit längerem damit, auch Irans Kraftwerke sowie die Infrastruktur des Landes anzugreifen, sollte Teheran nicht die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr öffnen oder einem Abkommen zustimmen. Vor rund eineinhalb Wochen hatte Trump noch von sehr guten und produktiven Gesprächen gesprochen und das Ultimatum deshalb nochmals verschoben. In den vergangenen Tagen wurde der Ton dann aber rauer: Trump drohte in einer Ansprache an die Nation, den Iran zurück in die „Steinzeit“ zu bomben.

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6. April
Handelsblatt

Die Lage im Überblick: „Ihr Mistkerle“ - Trump und Teheran drohen sich

Die Lage im Überblick: „Ihr Mistkerle“ - Trump und Teheran drohen sich Teheran/Washington. Der Iran hat auf das jüngste Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Öffnung der Straße von Hormus mit eigenen Drohungen reagiert. Sollten die USA und Israel ihre Angriffe eskalieren, könnten für den globalen Energiemarkt wichtige Schifffahrtswege jenseits der Straße von Hormus gefährdet sein, warnte Ali-Akbar Welajati, außenpolitischer Berater des obersten Führers des Irans, laut dem regierungstreuen iranischen Sender Press TV. Davon betroffen sein könnte die Meerenge Bab al-Mandab und damit die Einfahrt zum Roten Meer und zum weiter nördlich gelegenen Suezkanal. Trump hatte der Führung in Teheran zuvor erneut mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte diese bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. „Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen“, schrieb er Ostersonntag auf seiner Plattform Truth Social. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed‑Bagher Ghalibaf schrieb auf der Plattform X, mit „Kriegsverbrechen“ lasse sich „nichts erreichen“. Die einzige Lösung bestehe darin, „die Rechte des iranischen Volkes zu respektieren und dieses gefährliche Spiel zu beenden“. Ghalibaf warnte, die „leichtsinnigen Schachzüge“ könnten die gesamte Region in Flammen aufgehen lassen. Trump hat sein Ultimatum zum dritten - und möglicherweise letzten Mal - verschoben. Bericht: letzter Versuch für Waffenstillstand Die USA, der Iran und regionale Vermittler unternähmen einen „letzten Versuch“, die Bedingungen für einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand auszuhandeln, berichtete das US-Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf Aussagen von vier US-amerikanischen, israelischen und regionalen Quellen. Es sei die einzige Chance, eine dramatische Eskalation noch zu verhindern. Massive US-Angriffe auf die iranische Zivilinfrastruktur hätten Vergeltungsschläge gegen Energie- und Entsalzungsanlagen in den Golfstaaten zur Folge. Die Chancen auf eine Teilvereinbarung innerhalb der nächsten 48 Stunden schätzen die von „Axios“ zitierten Quellen jedoch als gering ein. Trump sagte dem „Wall Street Journal“: „Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen.“ Die iranische UN-Mission schrieb dazu auf X, Trump drohe erneut „offen damit, die für das Überleben der Zivilbevölkerung im Iran essenzielle Infrastruktur zu zerstören“. Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten seien „verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät“, heißt es in dem Post der UN-Mission weiter. Trump und Teheran beschimpfen sich gegenseitig Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten, reagierte auf Trumps Drohung mit den Worten, dieser habe aus „purer Verzweiflung und Wut“ zu ordinären Beschimpfungen gegriffen. Tabatabaei fügte selbst auf X polternd hinzu: „Dieser Bastard-Narr hat in seinem Wahnsinn einen totalen Krieg in der Region entfacht“ und prahle damit. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, „wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden“, schrieb der iranische Beamte. Der Iran beansprucht die Kontrolle über die Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt. Ölpreise ziehen weiter an Nach Trumps neuen Drohungen starteten die Ölpreise mit weiteren Aufschlägen in die Woche. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges. Über die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar liegt der Seeverkehr durch die wichtige Meerenge weitgehend still. Das Marinekommando der iranischen Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht der Islamischen Republik, wurde von iranischen Staatsmedien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde „niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel.“ Südkoreas Regierung verstärkt derweil ihre diplomatischen Anstrengungen zur Sicherung alternativer Ölrouten. Es würden Sondergesandte nach Saudi-Arabien, Oman und Algerien geschickt, berichtete Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap. Zudem sollten fünf Öltanker unter koreanischer Flagge ins Rote Meer an die saudi-arabische Hafenstadt Yanbu verlegt werden. Saudi-Arabien kann Öl über Pipelines vom Persischen Golf nach Yanbu transportieren und dort verschiffen. Erneut Todesopfer im Iran und in Israel Unterdessen setzten die USA und Israel ihre massiven Luftangriffe im Iran fort. In der Hauptstadt Teheran kamen nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr mindestens vier Menschen bei einem Angriff auf ein Wohngebiet ums Leben. Bei einem weiteren Bombardement von zwei Wohngebäuden südwestlich von Teheran starben laut Nachrichtenagentur Fars mindestens 13 Menschen. Bei einem Luftangriff auf ein Wohngebäude in der Stadt Qom im Zentrum des Landes seien zudem mindestens fünf Menschen getötet worden. Die Bergungsarbeiten dauerten in den frühen Morgenstunden noch an. In der israelischen Stadt Haifa bargen derweil Rettungskräfte zwei Leichen aus Trümmern eines Gebäudes, das von einer iranischen Rakete getroffen worden war, wie die „Times of Israel“ am frühen Morgen berichtete. Zwei weitere Personen galten zunächst noch als vermisst. Unterdessen teilte die Armee am Morgen mit, eine weitere Welle an Angriffen in Teheran beendet zu haben. Trump droht seit längerem damit, auch Irans Kraftwerke sowie die Infrastruktur des Landes anzugreifen, sollte Teheran nicht die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr öffnen oder einem Abkommen zustimmen. Vor rund eineinhalb Wochen hatte Trump noch von sehr guten und produktiven Gesprächen gesprochen und das Ultimatum deshalb nochmals verschoben. In den vergangenen Tagen wurde der Ton dann aber rauer: Trump drohte in einer Ansprache an die Nation, den Iran zurück in die „Steinzeit“ zu bomben.

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6. April
Handelsblatt

Iran-Krieg: Fristen und Drohungen: Trump und die Straße von Hormus

Iran-Krieg: Fristen und Drohungen: Trump und die Straße von Hormus Die Meerenge von Hormus ist wegen ihrer Bedeutung für den Transport von Öl und Flüssiggas ein Nadelöhr der Weltwirtschaft. (Archivbild) Foto: -/The Visible Earth/NASA/dpa Washington. Trump will den Iran mit massiven Bombardierungen auch ziviler Infrastruktur in die „Hölle“ befördern, er beschimpft die Führung in Teheran als „verrückte Mistkerle“ und stellt neue Ultimaten. Damit will er den Iran dazu bewegen, die für den Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt zu öffnen. Der Iran ist den USA militärisch unterlegen, doch die Blockade der Meerenge ermöglicht es der Führung in Teheran, die USA und die ganze Welt wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Hier ein Blick auf die Lage in der Straße von Hormus - und eine chronologische Auswahl von Trumps teils widersprüchlichen Äußerungen und Drohungen dazu: - 28. Februar: Bis zum Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran verläuft der Schiffsverkehr in der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitestgehend ungestört. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wird durch das an der schmalsten Stelle nur etwa 50 Kilometer breite Nadelöhr transportiert. Auch für den Transport von Flüssiggas, Helium und Dünger ist die Meerenge entscheidend. - Anfang März: Nach iranischen Angriffen auf Schiffe und mehreren Drohungen kommt der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus praktisch zum Erliegen. Die Weltmarktpreise für Öl und Gas steigen sprunghaft an. - 15. März: Trump drängt die Nato-Partner mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Meerenge. Die Nato werde vor einer „sehr schlechten“ Zukunft stehen, sollten die Partner den USA dabei nicht helfen, sagt Trump. - 16. März: Europäische Nato-Partner wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland lehnen einen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus während des Kriegs ab. Ein Sprecher der Bundesregierung sagt in Berlin: „Dieser Krieg hat mit der Nato nichts zu tun.“ - 16. März: Trump wiederholt seine Forderung an die Partner und fügt hinzu, die USA hätten der Nato schließlich auch mit der Ukraine geholfen, obwohl das Land von den USA weit entfernt sei. - 17. März: Trump kritisiert die Nato-Verbündeten und klagt, sie begingen einen „törichten Fehler“. Gleichzeitig betont er nun, die USA bräuchten deren Hilfe gar nicht. „Weil wir solche militärischen Erfolge erzielt haben, "brauchen" oder wünschen wir uns die Unterstützung der NATO-Staaten nicht mehr – DAS HABEN WIR NIE GETAN!“, erklärt er auf Truth Social. - 20. März: Trump bezeichnet die Nato-Verbündeten auf seiner Plattform in Großbuchstaben als „FEIGLINGE“. Ohne die USA sei das Verteidigungsbündnis ein zahnloser Tiger. Jetzt, da der Kampf militärisch „GEWONNEN“ sei, beschwerten sie sich über die hohen Ölpreise, würden aber nicht dabei helfen, die Meerenge zu öffnen, schreibt er. - 20. März: Die Straße von Hormus müsse von jenen Staaten bewacht und kontrolliert werden, die auf sie angewiesen seien, schreibt Trump. Die USA könnten dabei vielleicht helfen, falls Verbündete anfragten. - 21. März: Trump setzt dem Iran ein Ultimatum für die Öffnung der Straße von Hormus. Teheran solle diese binnen 48 Stunden vollständig und „ohne Drohungen“ öffnen. Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, droht Trump. - 23. März: Trump gewährt dem Iran Aufschub und ordnet an, in den nächsten fünf Tagen keine Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur zu fliegen. Dies sei das Ergebnis „sehr guter und produktiver Gespräche“ über eine Beilegung des Konflikts. Der Iran dementiert Trumps Darstellung. - 26. März: Trump verlängert sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Straße von Hormus erneut. Bis zum Ostermontag um 20.00 Uhr werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben. - 31. März: Der Benzinpreis in den USA klettert im Durchschnitt auf vier US-Dollar pro Gallone (3,785 Liter). Vor dem Krieg waren es noch knapp drei Dollar - ein Anstieg von über einem Drittel in einem US-Wahljahr. - 1. April: Trump sagt bei einer Rede an die Nation, die USA hätten mit dem Problem der Straße von Hormus „nichts zu tun“. Das Thema werde sich von selbst erledigen, wenn der Iran-Krieg ende. Die USA importieren tatsächlich nur wenig Öl über die Meerenge, hängen aber genauso wie die übrigen Länder vom Weltmarktpreis des Rohstoffs ab. Die USA könnten bei der Sicherung der Meerenge vielleicht helfen, sagt Trump. - 4. April: Trump pocht auf sein Ultimatum und droht dem Iran mit schweren Angriffen, sollte sich die Führung in Teheran nicht beugen. „Die Zeit läuft davon - 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht“, schreibt er. Die Bedingungen seien erfüllt, wenn der Iran einem Abkommen zustimme oder die Straße von Hormus öffne. - 5. April: Trump verleiht seinem Ultimatum mit neuen Drohungen und Beleidigungen auf Truth Social Nachdruck: „Öffnet die verdammte Straße, ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen“, schreibt er. - 5. April: Etwa fünf Stunden später gibt Trump der iranischen Führung nun doch bis Dienstagabend Zeit - und scheint sein Ultimatum damit bereits zum dritten Mal zu verschieben. „Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen“, sagt Trump. Er spricht nun von Dienstag, 20.00 Uhr (Ortszeit Washington; 2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) als neuer Frist. - 5. April: Der Iran lehnt Trumps Ultimatum ab. Die Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, „wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Kriegs vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden“, schreibt ein Vertreter des iranischen Präsidenten. Der Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt. - 6. April: Der Ölpreis steigt nach Trumps jüngsten Drohungen weiter. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg zum Wochenbeginn auf 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Vor dem Krieg lag der Preis um die 70 Dollar - eine Zunahme von mehr als 50 Prozent.

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6. April
Handelsblatt

Energie: Trump droht dem Iran: Ölpreise klettern weiter

Energie: Trump droht dem Iran: Ölpreise klettern weiter New York/London. Die Ölpreise sind nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit weiteren Aufschlägen in die Woche gestartet. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate legte zu. Trump hatte der iranischen Führung zuvor erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus zwar zum dritten Mal zu verschieben. Doch die Drohungen werden schärfer. „Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen“, sagte Trump dem „Wall Street Journal“. Auf seiner Plattform Truth Social hatte der Präsident seiner Forderung an den Iran auch mit Beleidigungen Nachdruck verliehen. „Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen“, schrieb er in einem Post am Ostersonntag. Opec+ besorgt über Angriffe auf Energie-Infrastruktur Die acht Kernstaaten des Öl-Kartells Opec+ zeigen sich derweil tief besorgt über iranische Angriffe auf die Energie-Infrastruktur. Die Wiederherstellung beschädigter Energieanlagen sei kostspielig und zeitaufwendig, was die allgemeine Versorgungssicherheit beeinträchtige, erklärten die Länder. Entscheidend für die Versorgung sei auch der Schutz internationaler Seewege, so das Bündnis mit Blick auf die weitgehende Blockade der Straße von Hormus. Zugleich drehen die acht Länder - zu ihnen gehören vom Iran-Krieg besonders betroffene Staaten wie Saudi-Arabien, Kuwait, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate - den Ölhahn etwas auf. Die Tagesproduktion könne im Mai um 206.000 Barrel (je 159 Liter) gesteigert werden, hieß es.

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5. April
Handelsblatt

Krieg: Trump gibt iranischer Führung Zeit bis Dienstagabend

Krieg: Trump gibt iranischer Führung Zeit bis Dienstagabend Washington. US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus bereits zum dritten Mal zu verschieben. „Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen“, sagte Trump dem „Wall Street Journal“. In einem fast zeitgleich mit dem Interview veröffentlichten Post auf der Online-Plattform Truth Social nannte Trump die Angabe Dienstagabend, 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, lieferte jedoch keinen Kontext. Es liegt nahe, dass er sich damit auf die Frist an Teheran bezieht - diese würde damit nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch ablaufen. Sein voriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen. USA griffen bereits Brücke an Trump droht seit längerem damit, iranische Kraftwerke sowie die iranische Infrastruktur anzugreifen, sollte Teheran nicht die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr öffnen oder einem Abkommen zustimmen. Vor rund eineinhalb Wochen hatte Trump noch von sehr guten und produktiven Gesprächen gesprochen und das Ultimatum deshalb zum zweiten Mal verschoben. In den vergangenen Tagen wurde der Ton aber wieder rauer: Trump drohte in einer Ansprache an die Nation, den Iran zurück in die „Steinzeit“ zu befördern. Kürzlich bombardierten die USA zudem die höchste Brücke des Landes, die „B1“ nahe Teheran. Über die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar liegt der Seeverkehr durch die Meerenge weitgehend still.

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5. April
Die Zeit (Politik)

US-Ultimatum: Donald Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit verheerenden Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte das Land die Straße von Hormus nicht freigeben. "So etwas hat es noch nie gegeben", schrieb Trump auf seiner Onlineplattform mit Blick auf die für Dienstag angekündigten Angriffe. Zudem forderte er den Iran erneut auf, die weitgehend für den Schiffsverkehr blockierte Straße von Hormus freizugeben. "Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Mistkerle", schrieb Trump. "Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen", sagte Trump dem Wall Street Journal. Neue Zeitangaben für Ultimatum In einem fast zeitgleich mit dem Interview veröffentlichten Post auf seiner Onlineplattform nannte Trump die Angabe Dienstagabend, 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, lieferte jedoch keinen Kontext. Es liegt nahe, dass er sich damit auf die Frist an Teheran bezieht – diese würde damit nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch ablaufen. Sein voriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen. Bereits zuvor hatte er dem Iran mit der "Hölle" gedroht und daran erinnert, dass sein mehrfach verschobenes Ultimatum am Montag ablaufe. Sein Ultimatum hatte er vergangene Woche unter Verweise auf "sehr gute" Gespräche mit dem Iran bereits verschoben. Die USA würden bis Ostermontag keine iranischen Kraftwerke angreifen. Der Iran warf Trump vor, ein Kriegsverbrechen zu planen. Die Drohung sei eine "direkte und öffentliche Aufforderung zur Terrorisierung der Zivilbevölkerung und ein eindeutiger Beweis für die Absicht, Kriegsverbrechen zu begehen", teilte die iranische UN-Vertretung auf der Plattform X mit. "Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten sind rechtlich verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern", hieß es. Auf beiden Seiten gab es heftige Angriffe in den vergangenen Tagen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus liegt weiterhin weitgehend still. Sie ist besonders für den globalen Öl- und Gashandel wichtig. Die Folgen sind auch hierzulande seit Wochen spürbar, etwa durch stark gestiegene Spritpreise. Verfolgen Sie alle Entwicklungen zum Irankrieg in unserem Liveblog.

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3. April
FAZ (Politik)

Nach Trumps Ansprache: Das wäre ein bitteres Ergebnis des Irankriegs

Nach Trumps Ansprache : Das wäre ein bitteres Ergebnis des Irankriegs Macron sagt, man könne die Straße von Hormus nur im Einvernehmen mit Iran öffnen. Damit würde das Regime zum Torwächter an einer Lebensader der Weltwirtschaft. Es ist bekanntlich nicht immer ratsam, Trump beim Wort zu nehmen. Er schlägt einfach zu viele rhetorische Haken. Nach seiner Fernsehansprache ist aber erkennbar, dass der Präsident eher früher als später aus dem Irankrieg aussteigen will. Lange Kriege sind (nicht nur) in Amerika unpopulär, und die Benzinpreise bleiben auch dort ein gewichtiger innenpolitischer Faktor. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass Trump demnächst, vielleicht wie angekündigt in zwei oder drei Wochen, einen Sieg verkünden wird und das (durch seine Intervention erst entstandene) Problem in der Straße von Hormus dann tatsächlich den Ländern überlässt, die von dort Öl und Gas beziehen. Das sind primär asiatische Staaten, aber einiges geht auch nach Europa. Die Weltmarktpreise betreffen sowieso alle. Das System wurde nicht beseitigt Das ist der schwierige Hintergrund, vor dem nun die europäischen Überlegungen zur Wiedereröffnung der strategisch so bedeutenden Meerenge spielen. Es fällt auf, dass vor allem Frankreich, das hier mit Großbritannien eine Führungsrolle übernimmt, skeptisch ist, was den Einsatz militärischer Mittel betrifft. Die Straße „im Einvernehmen mit Iran“ zu öffnen, wie Macron sagt, hieße aber, dass die Europäer (und die Asiaten) der Führung in Teheran entgegenkommen müssten: finanziell, politisch, wirtschaftlich. Nach derzeitigem Stand wäre das immer noch das alte, für das Land und die Welt so problematische Regime, auch wenn Trump das Gegenteil behauptet. Beseitigt wurden bisher nur Teile der Führungsriege, nicht die Ideologie oder das System. Die militärische Schwächung Irans, die Trump und Netanjahu ohne Zweifel erreichen werden, liegt im Interesse Europas. Das wird hier meist übersehen. Aber sollte das Regime zum Torwächter an einer Lebensader der Weltwirtschaft werden, dann wäre das ein bitteres Ergebnis dieses Krieges. Ganz zu schweigen vom Schaden, den die NATO genommen hat. Putin bleibt ein großer Profiteur von Trumps Politik, selbst noch als Verbündeter Irans.

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3. April
taz (Öko & Co)

US-Angriffskrieg im Iran: Trumps planloser Irankrieg könnte ihn teuer zu stehen kommen

US-Angriffskrieg im Iran: Trumps planloser Irankrieg könnte ihn teuer zu stehen kommen Der US-Präsident steht vor einem Scherbenhaufen: Die Wirtschaft leidet, das Mullah-Regime bleibt gestärkt an der Macht und Trump verliert Popularität. D ie US-Regierung um Präsident Donald Trump will den seit mehr als einem Monat anhaltenden Krieg im Iran zu einem schnellen Ende bringen. Das war die entscheidende Erkenntnis aus Trumps Ansprache an das amerikanische Volk am 1. April. Nachdem sich die Rechtfertigungen und Zielvorgaben aus dem Weißen Haus in den vergangenen Wochen immer wieder verändert hatten, hofften die US-Bevölkerung und auch der Rest der Welt auf ein wenig Klarheit. Diese Hoffnung wurde allerdings gründlich enttäuscht. Internationale Beobachter:innen und auch US-Wähler:innen dürften sich wundern, wie die US-Regierung den Krieg in der aktuellen Phase beenden kann. Die unterschiedlichen Zielvorgaben aus dem Weißen Haus lassen große Zweifel aufkommen. Welche Kriterien der US-Präsident heranzieht, um seine Entscheidungen zu treffen, ist zudem unbekannt. Was dessen Rede verdeutlichte, ist, dass die US-Regierung aktuell ziellos im Iran Krieg führt. War es Fehlkalkulation des US-Militärs? Hatte man in Washington geglaubt, dass die Menschen im Iran das Mullah-Regime stürzten, wenn sie durch US-Luftangriffe unterstützen würden? Und was ist mit der Straße von Hormus? War die nahezu vollständige Schließung der so wichtigen Meeresenge durch den Iran nicht vorhersehbar? Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten, linken Meinungsspektrums. Es sind Fragen, die die US-Regierung, wenn überhaupt, bislang nur bruchstückhaft beantworten konnte. Diese Unklarheiten und vielen Widersprüche haben die globalen Märkte verunsichert und in den vergangenen Wochen die weltweiten Energiepreise in die Höhe getrieben. Dies wirkt sich auch auf die wirtschaftliche Situation in den USA aus – trotz Trumps Behauptungen, dass die Schließung der Straße von Hormus die USA nicht großartig betreffen würde. Benzinpreise sind seit Kriegsbeginn in den USA um mehr als 30 Prozent angestiegen. Der Krieg ist unbeliebt Selbst Trump dürfte mittlerweile klar sein, dass der Krieg im Iran in der US-Bevölkerung immer unbeliebter wird. Zudem deuten Medienberichte an, dass die Berater des Präsidenten die Situation gerne besser darstellen, als sie wirklich ist. In einem wichtigen Wahljahr wie diesem könnte das die Republikaner teuer zu stehen kommen. Auf seine treusten Wähler kann sich der 79-jährige Republikaner jedoch verlassen. Wie das Zusammentreffen der rechtskonservativen Szene bei CPAC in Dallas vergangene Woche zeigte, steht die überwältigende Mehrheit der MAGA-Bewegung hinter dem Präsidenten. Die widersprüchlichen Aussagen aus dem Weißen Haus bezüglichen der aktuellen Kriegssituation gehen derweil weiter. Trump sprach in seiner Rede davon, dass die USA kurz davorstehen würden, ihre militärischen Ziele zu erreichen. Gleichzeitig hat die US-Regierung jedoch Tausende Soldaten in die Region entsandt. Die US-Regierung will derweil auch weiter mit der neuen iranischen Führung verhandeln. Etwas, das man in Teheran abstreitet. Falls diese Verhandlung zu keinem Ergebnis führen sollten, will Trump seine Drohung wahr machen und die Energieinfrastruktur im Iran angreifen. Brücken und Kraftwerke seien als Nächstes dran, erklärte der Präsident in einem Post auf Truth Social. „Unser Militär – das (bei Weitem!) größte und mächtigste der ganzen Welt – hat noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig ist“, schrieb er. Dass ein Angriff auf die zivile Energieversorgung im Land ein Kriegsverbrechen wäre, ist dabei nur eine Randnotiz. Wenn man sich Trumps Aussagen während der vergangenen Wochen ansieht, dann wirkt es so, als würden vor allem die Aktienkurse sowie die weltweiten Ölpreise das Handeln des Präsidenten beeinflussen. Berichte, dass eine Bodenoffensive geplant sei, um die für den Iran so wichtigen Ölexportanlagen auf Kharg Island zu übernehmen, erscheinen daher nicht abwegig. Wenn sich die Situation im Iran nicht bald maßgeblich verändert, muss die Frage gestellt werden, was die USA mit diesem Krieg erreicht haben. Teile des Mullahregimes sind immer noch an der Macht. Der Iran verfügt immer noch über hochangereichertes Uran, und viele internationale Lieferketten sind aufgrund der Sperrung in der Straße von Hormus zum Erlegen gekommen. Experten glauben noch dazu, dass die Gefahr, die von Iran ausgeht, keineswegs ausgeschaltet sei. Vielmehr hätte der Krieg das Regime gestärkt. Gemeinsam für freie Presse Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. 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