6. April Süddeutsche Zeitung (Politik)
Krieg in Nahost: Iran will Straße von Hormus erst nach Kriegsentschädigung öffnen
Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Insider: Pakistan legt USA und Iran Plan für Kriegsende vor
Bericht: 13 Tote bei Angriff nahe Teheran - Vermittler drängen auf Waffenruhe
Iran: Straße von Hormus öffnet erst nach Kriegsentschädigung
Trump scheint Ultimatum erneut zu verschieben
Trump: In Iran vermisster US-Soldat gerettet und in Sicherheit
Israel: Geheimdienstchef der Revolutionsgarde getötet
Majid Khademi, der Geheimdienstchef der iranischen Revolutionsgarde, ist bei einem Luftangriff der USA und Israels in Teheran ums Leben gekommen. Das bestätigt der israelische Verteidigungsminister Israel Katz laut Times of Israel.
Insider: Pakistan legt USA und Iran Plan für Kriegsende vor
Iran und die USA haben einem Insider zufolge einen von Pakistan ausgearbeiteten Plan zur Beendigung der Kriegshandlungen erhalten. Dieser könnte bereits am Montag in Kraft treten und die Straße von Hormus wieder öffnen, sagte eine mit den Vorschlägen vertraute Person laut der Nachrichtenagentur Reuters. Pakistan habe den Rahmenplan ausgearbeitet und diesen über Nacht mit dem Iran und den USA ausgetauscht. Der Plan sehe einen zweistufigen Ansatz vor, der eine sofortige Waffenruhe und anschließend ein umfassendes Abkommen vorsehe.
Der Iran bestätigte laut einem Vertreter den Erhalt des Plans. Zu einer vorübergehenden Waffenruhe sei die Islamische Republik aber nicht bereit und werde dafür auch die Straße von Hormus nicht öffnen, sagte der Insider laut Reuters. Der Iran lasse sich nicht unter Druck setzen und werde sich auf keine Ultimaten einlassen. Es habe nicht den Anschein, dass die USA zu einem dauerhaften Waffenstillstand bereit seien.
"Alle Punkte müssen heute vereinbart werden", sagte einer der Insider. Zunächst solle es eine Absichtserklärung geben, die auf elektronischem Weg über Pakistan abgeschlossen werden soll. Das Land fungiere als einziger Kommunikationskanal in den Gesprächen. Der pakistanische Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, habe die ganze Nacht über in Kontakt mit US-Vizepräsident JD Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi gestanden, sagte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters.
Der Iran bestätigte laut einem Vertreter den Erhalt des Plans. Zu einer vorübergehenden Waffenruhe sei die Islamische Republik aber nicht bereit und werde dafür auch die Straße von Hormus nicht öffnen, sagte der Insider laut Reuters. Der Iran lasse sich nicht unter Druck setzen und werde sich auf keine Ultimaten einlassen. Es habe nicht den Anschein, dass die USA zu einem dauerhaften Waffenstillstand bereit seien.
"Alle Punkte müssen heute vereinbart werden", sagte einer der Insider. Zunächst solle es eine Absichtserklärung geben, die auf elektronischem Weg über Pakistan abgeschlossen werden soll. Das Land fungiere als einziger Kommunikationskanal in den Gesprächen. Der pakistanische Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, habe die ganze Nacht über in Kontakt mit US-Vizepräsident JD Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi gestanden, sagte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters.
Dem Vorschlag zufolge würde eine sofortige Waffenruhe in Kraft treten und die Straße von Hormus wieder geöffnet. Anschließend blieben 15 bis 20 Tage, um eine umfassendere Regelung auszuarbeiten. Die vorläufig als "Islamabad-Abkommen" bezeichnete Vereinbarung würde einen regionalen Rahmen für die Meerenge umfassen. Die abschließenden persönlichen Gespräche sollen in Islamabad stattfinden.
Das Nachrichtenportal Axios hatte am Sonntag unter Berufung auf US-amerikanische, israelische und regionale Insider berichtet, dass die USA, der Iran und regionale Vermittler über eine 45-tägige Waffenruhe als Teil eines zweiphasigen Abkommens diskutierten. Dies könne zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen. Aus den USA lag zunächst keine Stellungnahme vor. Der Sprecher des pakistanischen Außenministeriums, Tahir Andrabi, lehnte einen Kommentar ab.
Das endgültige Abkommen wird dem ersten Insider zufolge voraussichtlich die Verpflichtung des Iran beinhalten, keine Atomwaffen anzustreben. Im Gegenzug sollen Sanktionen gelockert und eingefrorene Vermögenswerte freigegeben werden. Iranische Regierungsvertreter hatten Reuters in der Vergangenheit gesagt, dass die Führung in Teheran einen dauerhaften Waffenstillstand anstrebe. Dieser müsse Garantien enthalten, dass das Land nicht erneut von den USA und Israel angegriffen werde.
Das Nachrichtenportal Axios hatte am Sonntag unter Berufung auf US-amerikanische, israelische und regionale Insider berichtet, dass die USA, der Iran und regionale Vermittler über eine 45-tägige Waffenruhe als Teil eines zweiphasigen Abkommens diskutierten. Dies könne zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen. Aus den USA lag zunächst keine Stellungnahme vor. Der Sprecher des pakistanischen Außenministeriums, Tahir Andrabi, lehnte einen Kommentar ab.
Das endgültige Abkommen wird dem ersten Insider zufolge voraussichtlich die Verpflichtung des Iran beinhalten, keine Atomwaffen anzustreben. Im Gegenzug sollen Sanktionen gelockert und eingefrorene Vermögenswerte freigegeben werden. Iranische Regierungsvertreter hatten Reuters in der Vergangenheit gesagt, dass die Führung in Teheran einen dauerhaften Waffenstillstand anstrebe. Dieser müsse Garantien enthalten, dass das Land nicht erneut von den USA und Israel angegriffen werde.
Medien: Iran greift Großraum Tel Aviv mit Streumunition an
Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv am Montagmorgen (Ortszeit) hat der Iran nach israelischen Medienberichten offenbar Streumunition eingesetzt. Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete von rund 20 Einschlagsorten im Umkreis von Tel Aviv. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mehrere Menschen verletzt, darunter eine Frau schwer. In der Stadt Tel Aviv sei eine Schule getroffen worden. Auch ein Armeesprecher sagte, es handele sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Streumunition.
Auch im Norden habe es im Umkreis der Hafenstadt Haifa nach einem iranischen Angriff mit Streumunition rund zehn Einschlagsorte gegeben, berichtete ynet. Mehrere Autos seien in Brand geraten. In der Nacht waren in Haifa zwei Menschen tot aus einem Gebäude geborgen worden. Dieses war bei einem früheren Angriff von einer iranischen Rakete getroffen worden.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Städte zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht. „Der Einsatz von Streumunition durch den Iran in dicht besiedelten Gebieten in Israel stellt eine vorhersehbare und langfristige Gefahr für Zivilisten dar“, sagte Patrick Thompson, Forscher für Krisen, Konflikte und Waffen bei Human Rights Watch. „Die Submunitionen von Streubomben werden über ein weites Gebiet verstreut, wodurch sie rechtswidrig unterschiedslos wirken und gegen das Kriegsvölkerrecht verstoßen.“
Auch im Norden habe es im Umkreis der Hafenstadt Haifa nach einem iranischen Angriff mit Streumunition rund zehn Einschlagsorte gegeben, berichtete ynet. Mehrere Autos seien in Brand geraten. In der Nacht waren in Haifa zwei Menschen tot aus einem Gebäude geborgen worden. Dieses war bei einem früheren Angriff von einer iranischen Rakete getroffen worden.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Städte zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht. „Der Einsatz von Streumunition durch den Iran in dicht besiedelten Gebieten in Israel stellt eine vorhersehbare und langfristige Gefahr für Zivilisten dar“, sagte Patrick Thompson, Forscher für Krisen, Konflikte und Waffen bei Human Rights Watch. „Die Submunitionen von Streubomben werden über ein weites Gebiet verstreut, wodurch sie rechtswidrig unterschiedslos wirken und gegen das Kriegsvölkerrecht verstoßen.“
VAE: Abkommen für Iran muss freie Fahrt durch Straße von Hormus garantieren
Ein Friedensabkommen im Krieg zwischen den USA und Iran muss nach Ansicht der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus garantieren. Die wichtigste Ölroute der Welt dürfe von keinem Land als Geisel genommen werden, sagt Anwar Gargasch, diplomatischer Berater des VAE-Präsidenten.
Ein Abkommen, das das iranische Atomprogramm sowie den Einsatz von Raketen und Drohnen nicht eindämme, bereite den Weg für einen noch gefährlicheren Nahen Osten, warnt er. Die VAE wollten zwar ein Ende des Krieges, lehnten aber einen Waffenstillstand ab, der die eigentlichen Ursachen der Instabilität ungelöst lasse, erklärt Gargasch weiter.
Ein Abkommen, das das iranische Atomprogramm sowie den Einsatz von Raketen und Drohnen nicht eindämme, bereite den Weg für einen noch gefährlicheren Nahen Osten, warnt er. Die VAE wollten zwar ein Ende des Krieges, lehnten aber einen Waffenstillstand ab, der die eigentlichen Ursachen der Instabilität ungelöst lasse, erklärt Gargasch weiter.
Bericht: 13 Tote bei Angriff nahe Teheran - Vermittler drängen auf Waffenruhe
Bei einem Angriff auf ein Wohngebiet südöstlich von Teheran wurden mindestens 13 Menschen getötet. Dies meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Unterdessen diskutieren die USA, Iran und regionale Vermittler weiter über eine mögliche 45-tägige Waffenruhe, die zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen könnte. Dies berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider aus den USA, Israel und der Region.
Iran: Straße von Hormus öffnet erst nach Kriegsentschädigung
Iran hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Öffnung der Straße von Hormus mit eigenen Drohungen reagiert. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, "wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden", schrieb Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten.
Das Marinekommando der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, wurde von iranischen Medien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde "niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel". Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt.
Trump hatte der Führung in Teheran zuvor erneut mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte diese bis zum Dienstagabend US-Ostküstenzeit nicht einlenken. Tabatabaei entgegnete anschließend auf X, Trump habe aus "purer Verzweiflung und Wut" zu ordinären Beschimpfungen gegriffen. "Dieser Bastard-Narr hat in seinem Wahnsinn einen totalen Krieg in der Region entfacht" und prahle damit.
Die iranische UN-Mission schrieb auf X, Trump drohe erneut "offen damit, die für das Überleben der Zivilbevölkerung im Iran essenzielle Infrastruktur zu zerstören". Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten seien "verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät", heißt es in dem Post der UN-Mission.
Das Marinekommando der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, wurde von iranischen Medien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde "niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel". Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt.
Trump hatte der Führung in Teheran zuvor erneut mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte diese bis zum Dienstagabend US-Ostküstenzeit nicht einlenken. Tabatabaei entgegnete anschließend auf X, Trump habe aus "purer Verzweiflung und Wut" zu ordinären Beschimpfungen gegriffen. "Dieser Bastard-Narr hat in seinem Wahnsinn einen totalen Krieg in der Region entfacht" und prahle damit.
Die iranische UN-Mission schrieb auf X, Trump drohe erneut "offen damit, die für das Überleben der Zivilbevölkerung im Iran essenzielle Infrastruktur zu zerstören". Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten seien "verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät", heißt es in dem Post der UN-Mission.
Trump droht Iran: Ölpreise klettern weiter
Die Ölpreise sind nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit weiteren Aufschlägen in die Woche gestartet. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate legte zu.
Trump hatte der iranischen Führung zuvor erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus zwar zum dritten Mal zu verschieben. Doch die Drohungen werden schärfer.
"Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen", sagte Trump dem Wall Street Journal. Auf seiner Plattform Truth Social hatte der Präsident seiner Forderung an Iran auch mit Beleidigungen Nachdruck verliehen. "Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen", schrieb er in einem Post am Ostersonntag.
Trump hatte der iranischen Führung zuvor erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus zwar zum dritten Mal zu verschieben. Doch die Drohungen werden schärfer.
"Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen", sagte Trump dem Wall Street Journal. Auf seiner Plattform Truth Social hatte der Präsident seiner Forderung an Iran auch mit Beleidigungen Nachdruck verliehen. "Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen", schrieb er in einem Post am Ostersonntag.
Bericht: Fünf Tote bei US-israelischem Angriff in Iran
Bei einem Angriff in der iranischen Stadt Ghom südlich von Teheran sind einem Agenturbericht zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Dies berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur SNN unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur der Region.
Trump scheint Ultimatum erneut zu verschieben
US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus bereits zum dritten Mal zu verschieben. „Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen“, sagte Trump dem Wall Street Journal.
In einem fast zur gleichen Zeit mit dem Interview veröffentlichten Post auf der Online-Plattform Truth Social nannte Trump die Angabe Dienstagabend, 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, lieferte jedoch keinen Kontext. Es liegt nahe, dass er sich damit auf die Frist an Teheran bezieht – diese würde damit nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch ablaufen. Sein voriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen.
Trump droht seit Längerem damit, iranische Kraftwerke sowie die iranische Infrastruktur anzugreifen, sollte Teheran nicht die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr öffnen oder einem Abkommen zustimmen. Vor rund eineinhalb Wochen hatte Trump noch von sehr guten und produktiven Gesprächen gesprochen und das Ultimatum deshalb zum zweiten Mal verschoben.
In den vergangenen Tagen wurde der Ton aber wieder rauer: Trump drohte in einer Ansprache an die Nation, Iran zurück in die „Steinzeit“ zu befördern. Kürzlich bombardierten die USA zudem die höchste Brücke des Landes, die „B1“ nahe Teheran.
In einem fast zur gleichen Zeit mit dem Interview veröffentlichten Post auf der Online-Plattform Truth Social nannte Trump die Angabe Dienstagabend, 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, lieferte jedoch keinen Kontext. Es liegt nahe, dass er sich damit auf die Frist an Teheran bezieht – diese würde damit nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch ablaufen. Sein voriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen.
Trump droht seit Längerem damit, iranische Kraftwerke sowie die iranische Infrastruktur anzugreifen, sollte Teheran nicht die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr öffnen oder einem Abkommen zustimmen. Vor rund eineinhalb Wochen hatte Trump noch von sehr guten und produktiven Gesprächen gesprochen und das Ultimatum deshalb zum zweiten Mal verschoben.
In den vergangenen Tagen wurde der Ton aber wieder rauer: Trump drohte in einer Ansprache an die Nation, Iran zurück in die „Steinzeit“ zu befördern. Kürzlich bombardierten die USA zudem die höchste Brücke des Landes, die „B1“ nahe Teheran.
Trump: In Iran vermisster US-Soldat gerettet und in Sicherheit
Das in Iran vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets ist laut Präsident Donald Trump gerettet und in Sicherheit. „Wir haben ihn“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. In den vergangenen Stunden habe das Militär „eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der Vereinigten Staaten ausgeführt“. Der vermisste Soldat sei „wohlbehalten“. In einem späteren Post teilte Trump dann mit, der Soldat sei schwer verwundet. Er dankte alle an dem Spezialeinsatz Beteiligten und kündigte für Montag eine Pressekonferenz mit dem Militär im Weißen Haus an.
Zuvor hatte es Medienberichte über Kämpfe in der Region gegeben. Der Kampfjet war in der Nacht zum Freitag über iranischem Territorium abgeschossen worden. Ein Besatzungsmitglied wurde rasch gefunden, das zweite war seither gesucht worden. Iran hatte ein Kopfgeld auf den Mann ausgesetzt und iranische Bürger aufgerufen, ihn lebend gefangenzunehmen. Es wäre ein symbolischer Sieg für Iran gewesen – und eine peinliche Niederlage für Trump. Der hatte zuletzt immer wieder großspurig behauptet, dass Iran praktisch kaum noch Militärkapazitäten habe.
Auf Truth Social ließ er verlauten: Der „tapfere Krieger“ habe sich hinter den feindlichen Linien in den tückischen Bergen Irans befunden und sei „von unseren Feinden gejagt“ worden. Diese seien ihm von Stunde zu Stunde nähergekommen. Alleine sei er allerdings nie gewesen: Die US-Armee hätte seinen Aufenthaltsort rund um die Uhr überwacht und seine Rettung geplant. Der Soldat habe Verletzungen davongetragen, aber es werde ihm wieder gut gehen. Dies sei das erste Mal in der Geschichte des Militärs, dass zwei US-Piloten getrennt voneinander tief im feindlichen Gebiet gerettet worden seien.
Zuvor hatte es Medienberichte über Kämpfe in der Region gegeben. Der Kampfjet war in der Nacht zum Freitag über iranischem Territorium abgeschossen worden. Ein Besatzungsmitglied wurde rasch gefunden, das zweite war seither gesucht worden. Iran hatte ein Kopfgeld auf den Mann ausgesetzt und iranische Bürger aufgerufen, ihn lebend gefangenzunehmen. Es wäre ein symbolischer Sieg für Iran gewesen – und eine peinliche Niederlage für Trump. Der hatte zuletzt immer wieder großspurig behauptet, dass Iran praktisch kaum noch Militärkapazitäten habe.
Auf Truth Social ließ er verlauten: Der „tapfere Krieger“ habe sich hinter den feindlichen Linien in den tückischen Bergen Irans befunden und sei „von unseren Feinden gejagt“ worden. Diese seien ihm von Stunde zu Stunde nähergekommen. Alleine sei er allerdings nie gewesen: Die US-Armee hätte seinen Aufenthaltsort rund um die Uhr überwacht und seine Rettung geplant. Der Soldat habe Verletzungen davongetragen, aber es werde ihm wieder gut gehen. Dies sei das erste Mal in der Geschichte des Militärs, dass zwei US-Piloten getrennt voneinander tief im feindlichen Gebiet gerettet worden seien.
Kuwait meldet starke Schäden durch iranischen Drohnenangriff
Der Golfstaat Kuwait meldet nach Beschuss aus Iran schwere Schäden an Infrastruktur und Regierungsgebäuden. Nach Angaben des Energieministeriums wurden zwei Strom- und Entsalzungsanlagen durch iranische Drohnen erheblich beschädigt. Als Folge seien zwei Stromgeneratoren ausgefallen. Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es.
Beim Einschlag einer weiteren Drohne in ein Gebäude des Finanzministeriums sei ebenfalls erheblicher Sachschaden entstanden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Verletzte habe es auch dort nicht gegeben, hieß es. Nach Angaben des Informationsministeriums traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Dabei habe es ebenfalls keine Verletzten gegeben.
Die Armee des Landes hatte zuvor einen erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen gemeldet. Die Luftabwehr war im Einsatz. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe vor fünf Wochen feuert Iran im Gegenzug Raketen und Drohnen auf Kuwait und andere Golfstaaten, die US-Militärbasen beherbergen.
Beim Einschlag einer weiteren Drohne in ein Gebäude des Finanzministeriums sei ebenfalls erheblicher Sachschaden entstanden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Verletzte habe es auch dort nicht gegeben, hieß es. Nach Angaben des Informationsministeriums traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Dabei habe es ebenfalls keine Verletzten gegeben.
Die Armee des Landes hatte zuvor einen erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen gemeldet. Die Luftabwehr war im Einsatz. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe vor fünf Wochen feuert Iran im Gegenzug Raketen und Drohnen auf Kuwait und andere Golfstaaten, die US-Militärbasen beherbergen.
USA greifen Suchort von vermisstem US-Soldaten an
In Iran gibt es einem Bericht zufolge Luftangriffe in einem Gebiet, in dem sich das vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets befinden soll. Die der Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim zitierte in der Nacht einen örtlichen Gouverneur, wonach bei Angriffen, die er den USA und Israel zuschrieb, drei Menschen getötet worden seien. Die New York Times zitierte indes einen israelischen Beamten, Israels Militär teile Geheimdienstinformationen mit den USA und habe Angriffe in dem Gebiet, in dem der Pilot vermisst werde, ausgesetzt.
Keine der Angaben ließ sich bisher unabhängig überprüfen. Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Spezialkräfte in den Süden Irans geschickt – auch um eine Gefangennahme des vermissten Waffenoffiziers der am Freitag abgeschossenen F-15E durch Iran zu verhindern. Iranische Medien berichten von hohen Geldsummen, die für seine Ergreifung versprochen worden sein sollen. Tasnim zitierte nun eine nicht genannte Militärquelle, wonach die USA angeblich die Hoffnung aufgegeben hätten, den Piloten zu retten. Sie bombardierten nun Orte, an denen er sich vermutlich aufhalte, um ihn zu töten, schrieb Tasnim.
Sollte Iran das Besatzungsmitglied zuerst finden, wäre das „ein großer Gewinn“ für Teheran, hatte Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House, dem britischen Sender BBC gesagt. Iran hätte dann „ein sehr starkes Druckmittel“. Rapp sprach deshalb von einer „kritischen Mission“ für die US-Streitkräfte. Der Pilot des Kampfjets konnte laut übereinstimmenden Medienberichten gerettet werden.
Keine der Angaben ließ sich bisher unabhängig überprüfen. Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Spezialkräfte in den Süden Irans geschickt – auch um eine Gefangennahme des vermissten Waffenoffiziers der am Freitag abgeschossenen F-15E durch Iran zu verhindern. Iranische Medien berichten von hohen Geldsummen, die für seine Ergreifung versprochen worden sein sollen. Tasnim zitierte nun eine nicht genannte Militärquelle, wonach die USA angeblich die Hoffnung aufgegeben hätten, den Piloten zu retten. Sie bombardierten nun Orte, an denen er sich vermutlich aufhalte, um ihn zu töten, schrieb Tasnim.
Sollte Iran das Besatzungsmitglied zuerst finden, wäre das „ein großer Gewinn“ für Teheran, hatte Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House, dem britischen Sender BBC gesagt. Iran hätte dann „ein sehr starkes Druckmittel“. Rapp sprach deshalb von einer „kritischen Mission“ für die US-Streitkräfte. Der Pilot des Kampfjets konnte laut übereinstimmenden Medienberichten gerettet werden.
Iran macht für Irak Ausnahme bei Hormus-Sperrung
Iran hat den Irak von den Schifffahrtsbeschränkungen in der Straße von Hormus ausgenommen. „Das brüderliche Irak ist von allen Beschränkungen befreit, die wir in der Straße von Hormus verhängt haben“, erklärte ein iranischer Militärsprecher in einer arabischsprachigen Videobotschaft, die von der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA verbreitet wurde. Die Ausnahme könnte den Weg für bis zu drei Millionen Barrel irakisches Öl täglich freimachen – der irakische Ölexport war im März um rund 97 Prozent eingebrochen, nachdem Iran die wichtigste Exportroute der Region faktisch gesperrt hatte.
Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Schiffsverkehr durch die Meerenge nach wochenlangem Stillstand leicht zunimmt. Zuletzt passierten offenbar ein französisches Containerschiff und ein japanischer Tanker die Straße – die ersten Durchfahrten von Schiffen aus westlich orientierten Ländern seit Beginn des Konflikts. Unklar bleibt, ob Teheran diese Passagen nach diplomatischen Verhandlungen oder Absprachen mit einzelnen Reedereien genehmigt hat.
Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels. Trotz der leichten Entspannung ist das Verkehrsaufkommen noch weit vom Vorkriegsniveau entfernt – und es bleibt offen, wann und in welchem Umfang die irakischen Ölfelder die Förderung wieder hochfahren können.
Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Schiffsverkehr durch die Meerenge nach wochenlangem Stillstand leicht zunimmt. Zuletzt passierten offenbar ein französisches Containerschiff und ein japanischer Tanker die Straße – die ersten Durchfahrten von Schiffen aus westlich orientierten Ländern seit Beginn des Konflikts. Unklar bleibt, ob Teheran diese Passagen nach diplomatischen Verhandlungen oder Absprachen mit einzelnen Reedereien genehmigt hat.
Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels. Trotz der leichten Entspannung ist das Verkehrsaufkommen noch weit vom Vorkriegsniveau entfernt – und es bleibt offen, wann und in welchem Umfang die irakischen Ölfelder die Förderung wieder hochfahren können.
USA drängen auf Sperrung von Satellitenbildern über Iran und den Nahen Osten
Der führende Satellitenbild-Anbieter Planet Labs hat am Samstag angekündigt, Aufnahmen über Iran und dem weiteren Konfliktgebiet im Nahen Osten auf unbestimmte Zeit zurückzuhalten. Laut einer E-Mail des Unternehmens an seine Kunden habe die US-Regierung „alle Satellitenbild-Anbieter“ dazu aufgefordert – aus „Sicherheits- und operativen Geheimhaltungsgründen“, wie es hieß. Das berichtet die New York Times. Das Pentagon wollte sich dazu nicht äußern.
Planet Labs wird Bilder demnach künftig nur noch in Ausnahmefällen freigeben – etwa bei „dringenden, missionskritischen Anforderungen oder im öffentlichen Interesse“. Für den gesamten Iran, die Golfstaaten und bestehende Konfliktgebiete gilt zudem eine verlängerte Veröffentlichungsverzögerung. Die neue Regelung gilt rückwirkend für alle seit dem 9. März gesammelten Daten.
Der Schritt hat weitreichende Folgen für die unabhängige Berichterstattung: Journalisten und Forscher weltweit – auch von deutschen Medien – nutzen Satellitendaten, um Militärschläge zu dokumentieren, Truppenbewegungen zu verfolgen oder Kriegsschäden zu erfassen.
Planet Labs wird Bilder demnach künftig nur noch in Ausnahmefällen freigeben – etwa bei „dringenden, missionskritischen Anforderungen oder im öffentlichen Interesse“. Für den gesamten Iran, die Golfstaaten und bestehende Konfliktgebiete gilt zudem eine verlängerte Veröffentlichungsverzögerung. Die neue Regelung gilt rückwirkend für alle seit dem 9. März gesammelten Daten.
Der Schritt hat weitreichende Folgen für die unabhängige Berichterstattung: Journalisten und Forscher weltweit – auch von deutschen Medien – nutzen Satellitendaten, um Militärschläge zu dokumentieren, Truppenbewegungen zu verfolgen oder Kriegsschäden zu erfassen.
Trump pocht auf sein Ultimatum an Iran
US-Präsident Donald Trump droht Iran mit schweren Angriffen, sollte die Führung in Teheran sich nicht seinem Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus beugen. „Die Zeit läuft davon - 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Bedingungen seien erfüllt, wenn Iran einem Abkommen zustimme oder die Straße von Hormus öffne.
Trump hatte gedroht, falls Iran die Meerenge nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen. Sein Ultimatum dafür verschob er vergangene Woche noch einmal. Bis zum 6. April (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte der US-Präsident unter Verweis auf „sehr gute“ Gespräche an.
Trump hatte gedroht, falls Iran die Meerenge nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen. Sein Ultimatum dafür verschob er vergangene Woche noch einmal. Bis zum 6. April (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte der US-Präsident unter Verweis auf „sehr gute“ Gespräche an.