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Dienstag, 14. Juli 2026
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Spanien vor dem Spiel gegen Frankreich: Klarer Favorit – und weiter?

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14. Juli
taz (Öko & Co)

Spanien vor dem Spiel gegen Frankreich: Klarer Favorit – und weiter?

Spanien vor dem Spiel gegen Frankreich: Klarer Favorit – und weiter? Vor ihrem Halbfinale gegen Frankreich gibt sich die „Selección“ sorglos und optimistisch. Schließlich bildet sie ein bislang unschlagbares Dream-Team. Im spanischen WM-Quartier nahmen die Partys in den letzten Tagen gar kein Ende. Am Sonntag feierte Nico Williams seinen 24. Geburtstag. Am Montag wurde Lamine Yamal 19 Jahre alt, nachdem es am Donnerstag bereits den 21. Ehrentag seiner Freundin zu begehen galt. Und am Freitag? Waren beide sicher auch „in love“ und wurde en passant mit einem 2:1 über Belgien das Halbfinale erreicht. Nun kommt der Dienstag, und die „Selección“ trifft in einem klimatisierten Stadion in Texas auf ein Frankreich, das der ganze Planet als quasi unschlagbares Dream-Team und logischen Weltmeister beschreibt. Der ganze Planet? Lamine Yamal sagt: „Wenn hier irgendwer den anderen fürchten muss, dann sie uns.“ Aus den Worten des Jahrhunderttalents spricht neben der Sorglosigkeit des Teenagers auch die Evidenz der jüngeren Geschichte. In den Halbfinals der EM 2024 wie der Nations League 2025 konnten die Spanier ihre nördlichen Nachbarn bezwingen. Der Ball ist rund und die taz ist ihm dicht auf den Fersen. Unsere Reporterin Alina Schwermer ist auf einem Roadtrip (meist) per Bus und berichtet in Reportagen und in ihrem Blog – manchmal auch aus den Stadien, aber noch viel öfter über alles drumherum. Alle Spiele werden von ausgeschlafenen tazler:innen für Sie hier in „Alle Spiele“ kurz zusammengefasst. Dann gibt es das ganz geheime Tagebuch von Fifa-Dingsbums Gianni Infantino. Und alles andere rund um die WM finden Sie hier. Der offenbar nicht nur taktisch, sondern auch historisch beflissene Auswahltrainer Luis de la Fuente weiß gar zu berichten, dass „wir die einzige Mannschaft sind, die jemals Frankreich in aufeinanderfolgenden Pflichtspielen besiegt hat“. Sein Amtskollege Didier Deschamps ist folglich gern einverstanden: „Spanien ist Favorit“, erklärt der Franzose. Dieses Etikett kann er abgeben, es hat noch nie Partien gewonnen. Keine Niederlage und nur ein Gegentor Das Selbstbewusstsein der Spanier speist sich nicht zuletzt aus einer Serie aus 36 Matches ohne Niederlage. Damit fehlt nur noch ein weiteres Spiel zur Egalisierung der Bestmarke von Italien (2018 bis 2021). Bereits aufgestellt hat Keeper Unai Simón einen WM-Rekord für Minuten ohne Gegentor. Inklusive der letzten Matches beim Ausscheiden nach Elfmeterschießen in Katar 2022 blieb er bis zum belgischen Treffer exakt 650 Minuten lang unbezwungen. Das gekonnte Kopfballtor von Charles De Ketelaere folgte eine der wenigen Torchancen überhaupt von Spaniens WM-Gegnern, die in sechs Spielen zusammen auf einen „Expected Goals“-Wert von 1,83 kamen. Das ist sonst eine normale Quote für ein einziges Match. Das Spanien von 2026 erinnert damit an jenes von 2010, das dem Land den einzigen WM-Titel seiner Geschichte bescherte und auf dem Weg nur zwei Gegentore kassierte. Wie damals war Spaniens Spielkontrolle bisher umfassend und bedeutete gleichzeitig die beste Verteidigung. Auch individuell ist die Abwehr gegenüber jener des EM-Titels 2024 noch stärker, was an einem weiteren 19-Jährigen liegt – Pau Cubarsí. Der Vereinskollege Yamals vom FC Barcelona ist mit seiner Art der Vorwärtsverteidigung und seiner Passsicherheit ideal für den spanischen Spielstil; und ein perfekter Partner in der Innenverteidigung für den eingebürgerten Franzosen Aymeric Laporte. Schwachstelle Angriff Im Hinblick auf die Begegnung gegen Frankreich und seine Ausnahmeangreifer um Kylian Mbappé scheint es keine gewagte Prophezeiung, dass Spanien das Mittelfeld dominieren will. Frankreich hat dort seine wohl einzige Schwachstelle, während Rodri bei den Spaniern in den letzten Partien wieder die Glanzform der EM 2024 erreicht hat, die ihm damals den Goldenen Ball des Weltfußballers eintrug. Dani Olmo erweist sich als Bindeglied zum Angriff ebenfalls in exzellenter Verfassung, und der Joker Mikel Merino entschied mit seinen Vorstößen aus dem Zentrum sowohl gegen Portugal im Achtelfinale als auch gegen Belgien das Spiel. So lässt sich bisher sogar das bescheidene Turnier des etatmäßigen Spielmachers Pedri ertragen. Wenn Spanien trotz aller Stilsicherheit bisher kaum begeistern konnte, dann liegt das am Angriff. 2024 verblüffte dort die junge Flügelzange Yamal/Williams. Mit ihren Tempodribblings und Rhythmuswechseln gaben sie der Selección ungekannte individuelle Klasse, mit ihrer jugendlichen Unbekümmertheit ansteckend gute Laune. Für die Gegner waren ihre Antritte nicht auszurechnen, im eigenen Land wurden Hochgesänge auf die Bereicherung durch die beiden Einwandererkinder angestimmt. Zwei Jahre später hat ein Ex-Ministerpräsident gerade Spanien mit einer rassistischen Bemerkung gegen die Wurzeln der französischen Spieler blamiert – und plagen sich Lamine und Nico mit den Folgen von Verletzungen herum. Optimismus und Tanzeinlagen Yamal verpasste den letzten Teil der Klubsaison und musste sich während der WM zurück in Wettkampfverfassung spielen. Auch so ist er mit Abstand der gefährlichste Angreifer Spaniens, bindet Gegenspieler, hilft generös nach hinten mit aus und wird von den Teamkollegen nicht umsonst bei praktisch jedem Vorstoß gesucht. Das ganz große Spektakel lieferte aber bisher eher sein dreijähriger Halbbruder Keyne, der mit seinen Grimassen und Tanzeinlagen zum neuen Liebling der Nation avanciert. Williams wiederum konnte nur als Ersatzkraft anreisen und bisher kaum spielen. Doch seine 15 Minuten gegen Belgien zuletzt waren seine besten, erstmals wirkte er wieder schnell und spritzig. Spanien gibt das fast so viel Hoffnung wie der ungebrochene Optimismus von Yamal. Vor zwei Jahren bei der EM machte sich Lamine Yamal durch ein Traumtor im Halbfinale gegen Frankreich auch den letzten Zuschauern bekannt. Nun sagt De la Fuente über ihn, er sehe grenzenlose Motivation in seinem Gesicht: „Seine beste WM-Partie wird noch kommen. Dabei belasse ich es.“ Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. 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14. Juli
ZDF heute

Setzt Lamine Yamal seine Erfolgsserie gegen Frankreich fort?

Spaniens Teenager vor WM-Halbfinale:Setzt Lamine Yamal seine Erfolgsserie gegen Frankreich fort? von Maik Rosner Anders als Mbappé konnte Yamal der WM noch nicht seinen Stempel aufdrücken. Für das Halbfinale machen Spaniens Hochbegabtem aber auch die eigenen Erfolge gegen die Franzosen Mut. Die Geschenke müssen warten, jedenfalls jene, die sich Lamine Yamal selbst machen will. Ein Tag nach seinem 19. Geburtstag soll für Spaniens Teenager das erste Präsent im Halbfinale gegen Frankreich (21 Uhr live im ZDF) in Form eines Sieges her. Am Sonntag will sich Yamal auf die größtmögliche Weise beschenken - im WM-Finale mit dem Gewinn des Titels. Eigene Tore sind für ihn dabei nicht so wichtig. Es geht ihm vor allem um die Mannschaftserfolge, wenngleich nicht ganz uneigennützig. "Wir haben die EM gewonnen, obwohl ich nur ein Tor erzielt habe", erinnert der Youngster, der beim FC Barcelona mit 24 Toren und 18 Vorlagen in 45 Pflichtspieleinsätzen für den deutschen Trainer Hansi Flick einer der Leistungsträger ist. Yamal: Titelgewinn ist unsere Mission Auch in Spaniens Nationalteam darf er als solcher betrachtet werden, obwohl sich das auch bei dieser WM weniger an den Scorerpunkten zeigt. Die Debatten darüber lassen Yamal eher kalt. "Wenn wir die WM gewinnen, wird sich niemand mehr dafür interessieren, wie viele Tore ich geschossen habe", sagt er. Wir wollen den Titel gewinnen, das ist unsere Mission. Lamine Yamal Zwei Siege fehlen dafür noch, zunächst in Arlington bei Dallas gegen Frankreich und fünf Tage später in East Rutherford vor den Toren New Yorks gegen England oder den Titelverteidiger Argentinien, die am Mittwoch das andere Halbfinale in Atlanta austragen. Topfavorit gegen Geheimfavorit: Das Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko hat alle Zutaten für ein Topspiel. Können die Afrikaner die französische Staroffensive stoppen? 10.07.2026 | 7:16 minDe la Fuente nimmt Yamal in Schutz Dass sein wohl talentiertester Kicker in den bisher sechs WM-Spielen der Spanier erst ein Tor beitragen konnte, sieht auch Luis de la Fuente gelassen. Der Nationaltrainer nimmt ihn bei Kritik in Schutz. Yamal habe "eines der besten Spiele seiner Karriere" gemacht, beschied der Trainer nach dem 1:0-Sieg im Achtelfinale gegen Portugal. Dabei war sein Flügelartist weniger durch Offensivaktionen aufgefallen, sondern mehr durch Fleiß und Defensivarbeit. Und vor dem Halbfinale prognostizierte de la Fuente, Lamine Yamals bestes WM-Spiel werde noch kommen: Ich habe ihm gesagt, er soll ruhig bleiben und es genießen. Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM. Ich hoffe, es ist morgen - oder im Finale, wenn wir uns qualifizieren. Nationaltrainer Luis de la Fuente Dennoch kommt man um den Befund nicht umhin, dass Yamal der WM seinen Stempel noch nicht aufdrücken konnte. Zuletzt agierte er gegen Belgien eher unglücklich, traf einige falsche Entscheidungen und beraubte sich manchmal eines Vorteils gegenüber einem Gegenspieler, indem er noch einen Haken schlug, um sich den Ball auf seinen stärkeren linken Fuß zu legen. Das Achtelfinale der WM 2026 zwischen Portugal und Spanien war ein echtes Top-Duell. Außerdem standen sich Cristiano Ronaldo und Lamine Yamal gegenüber. 06.07.2026 | 8:59 minMbappé: Acht Tore in sechs WM-Einsätzen Ganz anders sieht das bei Frankreichs Ausnahmekönner Kylian Mbappé aus. Er kommt bei dieser WM auf acht Tore und drei Vorlagen in sechs Einsätzen. Mit Ausnahme der Partie gegen Norwegen traf er in jedem Spiel. Auf den Profi von Real Madrid werden sich im Halbfinale gegen Spanien besonders viele Blicke richten. Zugleich könnte es auch lohnen, genauer auf Yamal zu achten. Für das direkte Duell mit Mbappé, gewissermaßen die Fortsetzung des spanischen Clásico auf der WM-Bühne, darf sich Yamal Hoffnungen machen, seine Scorerpunkte zu verbessern. Spaniens und Yamals Halbfinalsiege gegen Frankreich Denn wenn die bisher überragenden Franzosen Schwächen haben, dann auf den Positionen der Außenverteidiger, also dort, wo Yamal voraussichtlich auf Lucas Digne, 32, von Aston Villa treffen wird. Zudem liegt ihm und den Spaniern Frankreich offensichtlich. Die jüngsten beiden Vergleiche mit Les Bleus gewannen Yamal und Spanien jeweils in der regulären Spielzeit, sowohl das Halbfinale bei der EM 2024 (2:1) als auch das spektakuläre Halbfinale in der Nations League 2025 (5:4). Beim ersten Sieg hatte Yamal einmal getroffen und beim zweiten zweimal. Drittes Halbfinal-Duell in Serie Nun steht für ihn und seine spanischen Kollegen das dritte Halbfinale hintereinander gegen Frankreich und Mbappé an und die Zuversicht wird demonstrativ betont. De la Fuente erinnerte an die jüngsten beiden Halbfinalsiege und befand, das werde den Franzosen zu denken geben. Und Yamal sagte: "Wenn Frankreich jemanden fürchten muss, dann uns." Das klingt selbstbewusst, ganz so, als gehe er von einem Geburtstagsgeschenk aus. ZDFsportstudio Update:Dein Newsletter zur Fußball-WM 2026 Alle Highlights der WM-Spiele aus der Nacht, Updates zum DFB-Team und die wichtigsten Nachrichten zur Fußball-WM 2026 – kompakt und aktuell. Jetzt abonnieren!Alle Spiele, alle Tore der Fußball-WM 2026 Bellingham trifft doppelt :Traumtor, Verlängerung bei England - Norwegen Entscheidung kurz vor Schluss :Spanien - Belgien: Jokertor und Torwart-Drama Mbappé unglücklich vom Punkt :Frankreich - Marokko: Geniestreich bricht Bann Letztes WM-Achtelfinale :Schweiz und Kolumbien verlangen einander alles ab Weltmeister verzweifelt :Argentinien und Ägypten mit denkwürdiger Schlussphase Co-Gastgeber mit Stürmer Balogun :USA - Belgien: Fünf Tore und einmal Slapstick Treffer in der Nachspielzeit :Ein Joker entscheidet Portugal gegen Spanien Tore, Elfmeter, Platzverweis :Mexiko gegen England wird zum Thriller Doppelpack entscheidet :Spektakel zwischen Brasilien und Norwegen Viele Nickligkeiten, viel Hektik :Frankreich quält sich gegen Paraguay-Bollwerk Marokko zieht ins Viertelfinale :Gelb-Rekord bei Kanada gegen Marokko Trifft Bayern-Star Diaz? :Ghana bietet Favorit Kolumbien harten Kampf Messi mit traumhaftem Tor :Kap Verde begeistert auch gegen Argentinien Entscheidung im Elfmeterschießen :Historisches Eigentor bei Australien gegen Ägypten Irrer Fehlschuss von Rieder :Intensives Duell zwischen Schweiz und Algerien Ronaldo feiert eine WM-Premiere :Irres Spektakel zwischen Portugal und Kroatien Oyarzabal trifft zweimal :Dominantes Spanien hat Österreich lange im Griff Balogun trifft und fliegt :Bosnien gegen die USA lange in Überzahl 130-Minuten-Drama in Seattle :Verrücktes Comeback bei Belgien gegen Senegal Starkes Spiel zweier guter Teams :DR Kongo macht England das Leben schwer Hexenkessel im Aztekenstadion :Mexiko - Ecuador: Megastimmung und Spektakel Mbappé und Olise überragen :Frankreich gegen Schweden wie im Rausch Norwegen im WM-Achtelfinale :Spiel der Traumtore bei Elfenbeinküste - Norwegen WM-Aus für Oranje-Team :Irrer Elferkrimi bei Niederlande - Marokko Auftakt zur K.o.-Runde :DFB-Team mit Elfmeter-Drama gegen Paraguay sportstudio Fußball-Dokus Sport :Schland in Sicht! Sport :Kapitän Kimmich Sport :Fußballnation der Zukunft? Doku | Terra X History :Rudi Völler: Eine deutsche Fußball-Legende Sport :Echt – Christian Streich Sport :ICONS - Deutsche WM-Legenden Verbraucher | WISO :Die Deals mit Fußballtrikots Politik | auslandsjournal :Foulspiel unter Freunden Doku :Greenwashed? Sport | Sport Dokus :Mesut Özil – zu Gast bei Freunden Sport :7:1 - Das Jahrhundertspiel Sport :FC Hollywood Sport :Spiel ihres Lebens Doku | Terra X History :Fußball-Legenden Doku | Terra X History :Deutschlands Doppelsieg - WM 1974 Mehr zur WM - Die Partien auf einen Blick:Spielplan, Ergebnisse und Tabellen - Von Atlanta bis Vancouver:Die Stadien - Newsletter abonnieren:ZDFsportstudio Update Fußball-WM 2026

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14. Juli
Süddeutsche Zeitung

Halbfinale der Fußball-WM: Spanien ist Favorit? Deschamps sagt: „Das bestätige ich!“

Klar, die Spanier haben ihren Lamine Yamal, aber auch die Franzosen haben einen Spieler im Kader, dem es in den USA gesetzlich verboten ist, im Teamhotel in Boston die gediegene Aujourd’hui Bar zu betreten. Dort werden alkoholische Drinks ausgeschenkt, die in den Vereinigten Staaten erst jenseits des 21. Lebensjahres genossen werden dürfen, vor denen man also Warren Zaïre-Emery, 20, selbstverständlich beschützen muss. Davon abgesehen, trauen sie ihrem Jüngsten aber einiges zu: Am Montagnachmittag entsandte ihn sein Trainer Didier Deschamps in den Presseraum der Arena von Dallas, um einen Ausblick auf das WM-Halbfinale am Mittwoch (21 Uhr MESZ) zu geben, das die Franzosen gegen Spanien bestreiten werden. Das war womöglich ein Zeichen. Man wusste aber nicht genau, welches. Denn bisher hatte Zaïre-Emery, Mittelfeldspieler beim zweimaligen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain, bloß ein paar Minuten gespielt bei dieser WM. Aber so begab es sich nun, dass die zwei Jüngsten am Tag vor dem großen Spiel zu den Repräsentanten ihrer Mannschaften wurden. Kurz darauf betrat nämlich Lamine Yamal den Saal, und vermutlich wurde noch selten einem Fußballer in so kurzer Zeit so viele Fragen gestellt, die mit der Vorbemerkung „Happy Birthday“ begannen. Stolze acht Mal, wenn man richtig mitgezählt hat. Lamine Yamal wurde am Montag 19 Jahre alt. Sein schönstes Geschenk? „Eigentlich habe ich noch gar nicht so viele Geschenke bekommen …“ Seine Volljährigkeit hatte Lamine Yamal vor einem Jahr noch mit einer weltweit kontrovers diskutierten Mega-Party gefeiert, diesmal, bei der Mega-WM in Nordamerika, sagte er, nur auf den ersten Blick bescheidener: Er wünsche sich eine Reise nach New York. Da findet am 19. Juni das WM-Finale statt, welches der nun 19-Jährige mit der Rückennummer 19 … ja, man kann es sich denken. Den Satz zum Spiel hatte Lamine Yamal den Journalisten ohnehin schon vor einigen Tagen geschenkt, als er gefragt wurde, ob den Spaniern nicht angst und bange werden müsse angesichts der französischen Offensive: Mbappé, Dembélé, Olise und so weiter. Da hatte er frech entgegnet, die Franzosen müssten Angst vor den Spaniern haben, die seien nämlich Europameister. Eine Ansage, die man nun wunderbar Zaïre-Emery vorhalten konnte, verbunden mit der Frage: Wer hat hier Angst vor wem? „Wir versuchen, uns auf uns selbst zu konzentrieren. Das Spiel wird nicht in den Medien gespielt.“ Der französische Mittelfeldspieler war aber erkennbar nicht bereit, auf dieses kleine Duell neben dem Rasen einzusteigen. Solche Dinge würden halt gesagt, relativierte er. „Danach muss man auf dem Platz dafür geradestehen. Wir versuchen, uns auf uns selbst zu konzentrieren und diese Äußerungen nicht zu beachten. Das Spiel wird nicht in den Medien gespielt.“ So viel dann allerdings schon: „Wir sind die französische Nationalmannschaft, wir haben vor niemandem Angst.“ Tatsächlich hatten die Franzosen die vergangenen beiden Aufeinandertreffen verloren: 2024 im EM-Halbfinale von München mit 1:2, und 2025 im Halbfinale der Nations League in Stuttgart spektakulär mit 4:5. Wohlgemerkt: nicht im Elfmeterschießen. Aber insbesondere die Franzosen scheinen sich seither unter ihrem Langzeit-Trainer Deschamps, der nach der WM seinen Abschied nimmt, noch mal neu erfunden zu haben. Unter anderem bekennt sich Deschamps inzwischen dazu, die Offensivwucht konsequent auszunutzen, die sein Kader bereithält, und setzt gleich vier Offensivkräfte ein. Bisher waren Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise gesetzt, links wechselten sich Desiré Doué und Bradley Barcola ab. Insofern ist sich auch Warren Zaïre-Emery, der das Spektakel bisher überwiegend von der Bank aus verfolgt hat, sicher: „Das ist heute eine ganz andere Mannschaft, mit viel mehr Erfahrungen. Jedes Spiel bringt uns weiter. Wir sind bereit, Revanche zu nehmen.“ Ein Thema, das man keinem der beiden Youngsters ersparen konnte, lag am Montag in Dallas auf der Hand: der Rassismus-Eklat, den Spaniens ehemaliger Ministerpräsident Mariano Rajoy mit der Bemerkung ausgelöst hatte, Frankreich verfüge über einen Kader von höchstem Niveau, aber „ohne Franzosen“. In der Empörung über derart plumpen Rassismus war man in beiden Ländern vereint. „Spanien gehört denen, die es lieben und mit Leben erfüllen. Nicht denen, die es mit fremdenfeindlichen Äußerungen in Verruf bringen“, hatte Spaniens aktueller Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag bei X geschrieben. „Frankreich, wir sehen uns im Halbfinale. Möge der Bessere gewinnen und der Rassismus verlieren.“ Am Tag vor dem bislang größten Spiel ihrer Karriere ist das eigentlich nichts, womit man einen 19- und einen 20-Jährigen behelligen möchte. Aber Lamine Yamal, der Wurzeln in Marokko und Äquatorialguinea hat, und Zaïre-Emery, dessen Mutter von der französischen Überseeinsel Martinique stammt, hatten doch etwas dazu zu sagen. „Der Fußball ist dazu da, Menschen zusammenzubringen, darüber sollten wir sprechen“, sagte Lamine Yamal. Und Zaïre-Emery: „Frankreich hat Spieler aus allen Horizonten, allen Rassen. Das macht uns aus. Wir sind alle sehr eng verbunden, alle gemeinsam. Das ist alles, was man sich merken muss.“ Als dann kurz nach Zaïre-Emery der Trainer Deschamps das Podium betrat, wurde auch er zügig zu Lamine Yamals Empfehlung befragt, die Franzosen sollten die Spanier fürchten. Aber einem, der schon als Spieler und als Trainer den WM-Pokal gewonnen hat, muss man mit so etwas wie Angst natürlich nicht kommen. Ebenso wenig wie mit Niederlagen vor einem oder zwei Jahren. „Was vorbei ist, ist vorbei“, sagte Deschamps. „Sie haben gewonnen. Bravo! Aber mich interessiert, was heute ist.“ Und heute, das wurde rasch klar, ist da jede Menge Respekt. Das 0:0 der Spanier zum Auftakt gegen die Kapverden müsse man „beiseitelassen“, sagte Deschamps, und vielmehr zur Kenntnis nehmen, dass sie bis zum 2:1 im Viertelfinale gegen Belgien ohne jedes Gegentor durch dieses Turnier marschiert seien. Er erwarte ein intensives, „spektakuläres Spiel“. Und ja: „Spanien ist der Favorit? Ich will keinen Druck auf Luis ausüben“, sagte Deschamps grinsend, aber „das bestätige ich.“ Der Angesprochene, Luis de la Fuente, quittierte das allerdings seinerseits mit einem Lächeln. „Angeblich der Favorit zu sein“, sagte Spaniens Nationaltrainer, „bedeutet nichts“. Er nehme hier eine französische Mannschaft wahr, die seit 2025 „viel dazugelernt hat“. Man habe ganz unterschiedliche Spielstile. Entscheidend werde sein, wer seine Stärken besser zur Geltung bringen und die Schwächen des Gegners wirkungsvoller ausnutzen könne. Und dann zitierte De la Fuente, der ein Faible für die Geschichte des Römischen Reichs hat, auf eine entsprechende Nachfrage noch einen alten Kaiser. Julius Caesar wird die Aussage zugeschrieben, wonach es „keine großen Errungenschaften gibt ohne Leiden“. Das sei seine Botschaft für dieses Halbfinale: Um zu gewinnen, müsse man bereit sein zu leiden.

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14. Juli
Süddeutsche Zeitung

Halbfinale der Fußball-WM: Spanien ist Favorit? Deschamps sagt: „Das bestätige ich!“

Klar, die Spanier haben ihren Lamine Yamal, aber auch die Franzosen haben einen Spieler im Kader, dem es in den USA gesetzlich verboten ist, im Teamhotel in Boston die gediegene Aujourd’hui Bar zu betreten. Dort werden alkoholische Drinks ausgeschenkt, die in den Vereinigten Staaten erst jenseits des 21. Lebensjahres genossen werden dürfen, vor denen man also Warren Zaïre-Emery, 20, selbstverständlich beschützen muss. Davon abgesehen, trauen sie ihrem Jüngsten aber einiges zu: Am Montagnachmittag entsandte ihn sein Trainer Didier Deschamps in den Presseraum der Arena von Dallas, um einen Ausblick auf das WM-Halbfinale am Dienstag (21 Uhr MESZ) zu geben, das die Franzosen gegen Spanien bestreiten werden. Das war womöglich ein Zeichen. Man wusste aber nicht genau, welches. Denn bisher hatte Zaïre-Emery, Mittelfeldspieler beim zweimaligen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain, bloß ein paar Minuten gespielt bei dieser WM. Aber so begab es sich nun, dass die zwei Jüngsten am Tag vor dem großen Spiel zu den Repräsentanten ihrer Mannschaften wurden. Kurz darauf betrat nämlich Lamine Yamal den Saal, und vermutlich wurde noch selten einem Fußballer in so kurzer Zeit so viele Fragen gestellt, die mit der Vorbemerkung „Happy Birthday“ begannen. Stolze acht Mal, wenn man richtig mitgezählt hat. Lamine Yamal wurde am Montag 19 Jahre alt. Sein schönstes Geschenk? „Eigentlich habe ich noch gar nicht so viele Geschenke bekommen …“ Seine Volljährigkeit hatte Lamine Yamal vor einem Jahr noch mit einer weltweit kontrovers diskutierten Mega-Party gefeiert, diesmal, bei der Mega-WM in Nordamerika, sagte er, nur auf den ersten Blick bescheidener: Er wünsche sich eine Reise nach New York. Da findet am 19. Juni das WM-Finale statt, welches der nun 19-Jährige mit der Rückennummer 19 … ja, man kann es sich denken. Den Satz zum Spiel hatte Lamine Yamal den Journalisten ohnehin schon vor einigen Tagen geschenkt, als er gefragt wurde, ob den Spaniern nicht angst und bange werden müsse angesichts der französischen Offensive: Mbappé, Dembélé, Olise und so weiter. Da hatte er frech entgegnet, die Franzosen müssten Angst vor den Spaniern haben, die seien nämlich Europameister. Eine Ansage, die man nun wunderbar Zaïre-Emery vorhalten konnte, verbunden mit der Frage: Wer hat hier Angst vor wem? „Wir versuchen, uns auf uns selbst zu konzentrieren. Das Spiel wird nicht in den Medien gespielt.“ Der französische Mittelfeldspieler war aber erkennbar nicht bereit, auf dieses kleine Duell neben dem Rasen einzusteigen. Solche Dinge würden halt gesagt, relativierte er. „Danach muss man auf dem Platz dafür geradestehen. Wir versuchen, uns auf uns selbst zu konzentrieren und diese Äußerungen nicht zu beachten. Das Spiel wird nicht in den Medien gespielt.“ So viel dann allerdings schon: „Wir sind die französische Nationalmannschaft, wir haben vor niemandem Angst.“ Tatsächlich hatten die Franzosen die vergangenen beiden Aufeinandertreffen verloren: 2024 im EM-Halbfinale von München mit 1:2, und 2025 im Halbfinale der Nations League in Stuttgart spektakulär mit 4:5. Wohlgemerkt: nicht im Elfmeterschießen. Aber insbesondere die Franzosen scheinen sich seither unter ihrem Langzeit-Trainer Deschamps, der nach der WM seinen Abschied nimmt, noch mal neu erfunden zu haben. Unter anderem bekennt sich Deschamps inzwischen dazu, die Offensivwucht konsequent auszunutzen, die sein Kader bereithält, und setzt gleich vier Offensivkräfte ein. Bisher waren Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise gesetzt, links wechselten sich Desiré Doué und Bradley Barcola ab. Insofern ist sich auch Warren Zaïre-Emery, der das Spektakel bisher überwiegend von der Bank aus verfolgt hat, sicher: „Das ist heute eine ganz andere Mannschaft, mit viel mehr Erfahrungen. Jedes Spiel bringt uns weiter. Wir sind bereit, Revanche zu nehmen.“ Ein Thema, das man keinem der beiden Youngsters ersparen konnte, lag am Montag in Dallas auf der Hand: der Rassismus-Eklat, den Spaniens ehemaliger Ministerpräsident Mariano Rajoy mit der Bemerkung ausgelöst hatte, Frankreich verfüge über einen Kader von höchstem Niveau, aber „ohne Franzosen“. In der Empörung über derart plumpen Rassismus war man in beiden Ländern vereint. „Spanien gehört denen, die es lieben und mit Leben erfüllen. Nicht denen, die es mit fremdenfeindlichen Äußerungen in Verruf bringen“, hatte Spaniens aktueller Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag bei X geschrieben. „Frankreich, wir sehen uns im Halbfinale. Möge der Bessere gewinnen und der Rassismus verlieren.“ Am Tag vor dem bislang größten Spiel ihrer Karriere ist das eigentlich nichts, womit man einen 19- und einen 20-Jährigen behelligen möchte. Aber Lamine Yamal, der Wurzeln in Marokko und Äquatorialguinea hat, und Zaïre-Emery, dessen Mutter von der französischen Überseeinsel Martinique stammt, hatten doch etwas dazu zu sagen. „Der Fußball ist dazu da, Menschen zusammenzubringen, darüber sollten wir sprechen“, sagte Lamine Yamal. Und Zaïre-Emery: „Frankreich hat Spieler aus allen Horizonten, allen Rassen. Das macht uns aus. Wir sind alle sehr eng verbunden, alle gemeinsam. Das ist alles, was man sich merken muss.“ Als dann kurz nach Zaïre-Emery der Trainer Deschamps das Podium betrat, wurde auch er zügig zu Lamine Yamals Empfehlung befragt, die Franzosen sollten die Spanier fürchten. Aber einem, der schon als Spieler und als Trainer den WM-Pokal gewonnen hat, muss man mit so etwas wie Angst natürlich nicht kommen. Ebenso wenig wie mit Niederlagen vor einem oder zwei Jahren. „Was vorbei ist, ist vorbei“, sagte Deschamps. „Sie haben gewonnen. Bravo! Aber mich interessiert, was heute ist.“ Und heute, das wurde rasch klar, ist da jede Menge Respekt. Das 0:0 der Spanier zum Auftakt gegen die Kapverden müsse man „beiseitelassen“, sagte Deschamps, und vielmehr zur Kenntnis nehmen, dass sie bis zum 2:1 im Viertelfinale gegen Belgien ohne jedes Gegentor durch dieses Turnier marschiert seien. Er erwarte ein intensives, „spektakuläres Spiel“. Und ja: „Spanien ist der Favorit? Ich will keinen Druck auf Luis ausüben“, sagte Deschamps grinsend, aber „das bestätige ich.“ Der Angesprochene, Luis de la Fuente, quittierte das allerdings seinerseits mit einem Lächeln. „Angeblich der Favorit zu sein“, sagte Spaniens Nationaltrainer, „bedeutet nichts“. Er nehme hier eine französische Mannschaft wahr, die seit 2025 „viel dazugelernt hat“. Man habe ganz unterschiedliche Spielstile. Entscheidend werde sein, wer seine Stärken besser zur Geltung bringen und die Schwächen des Gegners wirkungsvoller ausnutzen könne. Und dann zitierte De la Fuente, der ein Faible für die Geschichte des Römischen Reichs hat, auf eine entsprechende Nachfrage noch einen alten Kaiser. Julius Caesar wird die Aussage zugeschrieben, wonach es „keine großen Errungenschaften gibt ohne Leiden“. Das sei seine Botschaft für dieses Halbfinale: Um zu gewinnen, müsse man bereit sein zu leiden.

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13. Juli
ZDF heute

Spaniens Kapitän Rodri nimmt Yamal in Schutz

Zündet der Jungstar gegen Frankreich?:Spaniens Kapitän Rodri nimmt Yamal in Schutz Halbfinalist Spanien überzeugt bei der WM bisher vor allem als Kollektiv. Jungstar Yamal konnte noch nicht recht zünden, erhält aber vor der Partie gegen Frankreich Rückendeckung. Lamine Yamal erzielte bei der Fußball-WM bislang nur ein Tor - Spaniens Kapitän Rodri hat den Jungstar an dessen 19. Geburtstag aber in Schutz genommen. Bei der EM vor zwei Jahren habe Yamal "so viel Reife" gezeigt. "Er ist jetzt zwei Jahre älter, und ihr habt gesehen, was er kann, deshalb beeindruckt es euch vielleicht nicht mehr so sehr", sagte Rodri dem "Guardian" vor dem Halbfinale gegen Frankreich am Dienstag (21 Uhr MESZ/live im ZDF) in Dallas. "Manchmal muss man ihn im Spiel beruhigen" Yamal müsse manchmal "seine Nervosität, seinen Drang" zügeln. "Er ist so wichtig für uns, mit und ohne Ball. Er ist ein intelligenter Junge. Aber er ist erst 19, und manchmal muss man ihn im Spiel beruhigen", sagte Rodri: Er hat so viel Fußballpotenzial, das er unbedingt zeigen will. Es geht darum, den richtigen Moment abzuwarten. Gegen Frankreich hoffen wir, dass er eine wichtige Rolle spielen kann. Rodri über Yamal Von Oberschenkelverletzung ausgebremst Im EM-Halbfinale 2024 war Yamal im Alter von 16 Jahren ein Traumtor gegen die Franzosen (2:1) gelungen. In der Nations League traf der Offensivspieler des FC Barcelona ein Jahr später sogar doppelt gegen die Équipe Tricolore (5:4). In der Vorbereitung auf die WM wurde Yamal aber durch eine Oberschenkelverletzung wochenlang ausgebremst. La Furia Roja gegen die Roten Teufel: Gesucht wird Frankreichs Gegner im Halbfinale. Können die Belgier der spanischen Dominanz etwas entgegensetzen? Und hält Spaniens Defensive erneut die Null? 10.07.2026 | 8:08 minDass Yamal noch Steigerungsbedarf habe, sei in dessen Alter "völlig normal". Der Angreifer höre "immer zu, ist immer bereit, sich zu verbessern und zu reifen. Er ist sehr selbstkritisch und stellt hohe Ansprüche an sich selbst", versicherte Rodri, der betonte, darauf zu bestehen, dass Yamal weitermache und nicht aufgebe: "Er ist ein Junge, der zuhört und immer lernen will. Er ist ein Vorbild." Topfavorit gegen Geheimfavorit: Das Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko hat alle Zutaten für ein Topspiel. Können die Afrikaner die französische Staroffensive stoppen? 10.07.2026 | 7:16 minZDFsportstudio Update:Dein Newsletter zur Fußball-WM 2026 Alle Highlights der WM-Spiele aus der Nacht, Updates zum DFB-Team und die wichtigsten Nachrichten zur Fußball-WM 2026 – kompakt und aktuell. 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13. Juli
Neues Deutschland

Fußball-WM | WM-Halbfinale: Warum Frankreich Lamine Yamal liegt

- Sport - Fußball-WM WM-Halbfinale: Warum Frankreich Lamine Yamal liegt Spaniens Lamine Yamal blieb bei der WM bisher hinter Kylian Mbappé zurück. Frühere Siege gegen Frankreich machen ihm Hoffnung. Die Geschenke müssen warten, jedenfalls jene, die sich Lamine Yamal selbst machen will. Einen Tag nach seinem 19. Geburtstag soll für Spaniens hochbegabten Teenager das erste Präsent an diesem Dienstag im Halbfinale gegen Frankreich in Form eines Sieges her. Am Sonntag will sich Yamal auf die größtmögliche Weise beschenken, dann im WM-Finale mit dem Gewinn des Titels. Eigene Tore sind für ihn dabei kein vorrangiges Ansinnen. Es geht ihm hauptsächlich um die Mannschaftserfolge, wenngleich nicht ganz uneigennützig. »Wir haben die EM gewonnen, obwohl ich nur ein Tor erzielt habe«, erinnerte der Youngster, der beim FC Barcelona mit 24 Toren und 18 Vorlagen in 45 Pflichtspieleinsätzen für den deutschen Trainer Hansi Flick einer der Leistungsträger ist. Auch in Spaniens Nationalmannschaft darf er als solcher betrachtet werden, obwohl sich das auch bei dieser WM weniger an den Scorerpunkten ablesen lässt. Die Debatten darüber lassen Yamal eher kalt. »Wenn wir die WM gewinnen, wird sich niemand mehr dafür interessieren, wie viele Tore ich geschossen habe«, sagte er, »wir wollen den Titel gewinnen, das ist unsere Mission.« Zwei Siege fehlen dafür noch, zunächst in Arlington bei Dallas gegen Frankreich und fünf Tage später in East Rutherford vor den Toren New Yorks gegen England oder den Titelverteidiger Argentinien, die am Mittwoch das andere Halbfinale in Atlanta austragen. Schaffen die Spanier die beiden angestrebten Siege, hätte auch Yamal sein größtes Ziel erreicht. Mehr Arbeiter als Artist Dass sein wohl talentiertester Kicker in den bisher sechs WM-Spielen der Spanier erst ein Tor beitragen konnte, sieht auch Luis de la Fuente gelassen. Der Nationaltrainer weiß ohnehin, was er an Yamal hat. Bereits vor fast drei Jahren ermöglichte de la Fuente ihm das Debüt in Spaniens Auswahl. Yamal war da gerade einmal 16 Jahre und knapp zwei Monate alt. Bei Fragen, warum der Rechtsaußen nun nicht mehr Tore und Vorlagen zu Spaniens WM-Erfolgen beisteuert, nimmt ihn De la Fuente in Schutz. Yamal habe »eines der besten Spiele seiner Karriere« gemacht, beschied der Trainer beispielsweise nach dem 1:0-Sieg gegen Portugal. Dabei hatte sein Flügelartist weniger durch Offensivaktionen geglänzt, sondern mehr dadurch, sich mit Fleiß und auch Defensivarbeit in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Dennoch kommt man um den Befund nicht umhin, dass Yamal der WM seinen Stempel noch nicht aufdrücken konnte. Zuletzt gegen Belgien agierte er eher unglücklich, traf einige falsche Entscheidungen und beraubte sich manchmal eines Vorteils gegenüber einem Gegenspieler, indem er noch einen Haken schlug, um sich den Ball auf seinen stärkeren linken Fuß zu legen. Ganz anders sieht das bei Frankreichs Ausnahmekönner Kylian Mbappé aus. Acht Tore und drei Vorlagen stehen in seiner Bilanz nach seinen bisher sechs Einsätzen bei dieser WM. Mit Ausnahme der Partie gegen Norwegen traf der 27-Jährige in jedem Spiel. Ein günstiger Gegner Auf den Profi von Real Madrid werden sich nun im Halbfinale gegen Spanien besonders viele Blicke richten. Zugleich könnte es auch lohnen, genauer auf Yamal zu achten. Für das direkte Duell mit Mbappé, gewissermaßen die Fortsetzung des spanischen Clásico auf der WM-Bühne, darf sich Yamal Hoffnungen machen, seine Statistik bei den Toren und Vorlagen zu verbessern. Denn wenn die bisher überragenden Franzosen Schwächen haben, dann auf den Positionen der Außenverteidiger, also dort, wo Yamal voraussichtlich auf Lucas Digne, 32, von Aston Villa treffen wird. Zudem liegt ihm und den Spaniern Frankreich offensichtlich. Die jüngsten beiden Vergleiche mit Les Bleus gewann Spanien jeweils in der regulären Spielzeit, sowohl das Halbfinale bei der EM 2024 (2:1) als auch das spektakuläre Halbfinale in der Nations League 2025 (5:4). Beim ersten Sieg hatte Yamal einmal getroffen und beim zweiten zweimal. Nun steht für ihn und seine spanischen Kollegen das dritte Halbfinale hintereinander gegen Frankreich und Mbappé an, und die Zuversicht wird demonstrativ betont. De la Fuente erinnerte an die jüngsten beiden Halbfinalsiege und befand, das werde den Franzosen bestimmt zu denken geben. Und Yamal sagte: »Wenn Frankreich jemanden fürchten muss, dann uns.« Das klang sehr selbstbewusst. Anscheinend geht er von einem Geburtstagsgeschenk aus. Wir stehen zum Verkauf. Aber nur an unsere Leser*innen. Die »nd.Genossenschaft« gehört denen, die sie lesen und schreiben. Sie sichern mit ihrem Beitrag, dass unser Journalismus für alle zugänglich bleibt – ganz ohne Medienkonzern, Milliardär oder Paywall. 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