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Samstag, 15. August 2026
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Großbritannien - Bestürzung nach Tod des Cambridge-Professors Jason Arday

Medienspektrum

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15. August
Die Zeit (Politik)

Früherer Cambridge Professor: Andy Burnham nennt Tod von Cambridge-Professor Arday »Tragödie«

Der Tod des früheren Cambridge-Professors Jason Arday hat in Großbritannien Bestürzung ausgelöst. Der 41-Jährige war am Freitag leblos im Südwesten Londons aufgefunden worden. Premierminister Andy Burnham sprach bei einem Besuch in Cornwall von einer »Tragödie auf so vielen Ebenen, vor allem aber für alle, die Jason kannten«. Jetzt sei nicht die Zeit für »voreilige Urteile«. »Es ist ein Moment der Reflexion«, sagte er, »wir alle denken heute an Jason, sein Wirken und an seine Familie und seine Freunde«. Bildungsministerin Lucy Powell nannte die Nachricht auf X »schockierend«. Arday war vergangene Woche von seiner Professur für Bildungssoziologie zurückgetreten, nachdem zahlreiche Medien ausführlich über Plagiatsvorwürfe berichtet hatten. Die Vorwürfe bezogen sich auf seine Doktorarbeit an der Liverpool John Moores University sowie auf weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen. Eine frühere Untersuchung der Hochschule in Liverpool hatte kein wissenschaftliches Fehlverhalten festgestellt. Arday selbst wies die Vorwürfe zurück. In seinem Rücktrittsschreiben nannte er den Schritt den »einzigen Weg, dieses Kapitel zu beenden«. Der Rücktritt solle nicht als »Zustimmung zu den Darstellungen verstanden werden«. »Kritik ist zwar ein unvermeidlicher Bestandteil des akademischen Lebens, doch was ich erlebt habe, geht weit über wissenschaftliche Meinungsverschiedenheiten hinaus.« Angehörige sprachen nach Bekanntwerden des Tods von einer »anhaltenden Hetzkampagne« und einer »Kampagne der Falschinformationen«, denen Arday ausgesetzt gewesen sei. Arday sei ein »sanftmütiger Mann« gewesen, der »immer das Beste in jedem sehen wollte«, heißt es in einem Statement, das Ardays Verlag Simon & Schuster UK verbreitete. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

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15. August
Der Spiegel

Jason Arday: Andy Burnham bezeichnet Tod von Cambridge-Professor als »Tragödie«

Reaktionen in Großbritannien Premier Burnham bezeichnet Tod von Cambridge-Professor Jason Arday als »Tragödie« Der britische Premierminister Andy Burnham hat nach dem Tod des Soziologen Jason Arday sein Mitgefühl ausgedrückt. »Es ist in vielerlei Hinsicht eine Tragödie, vor allem aber für alle, die Jason kannten – natürlich für seine Familie und seine Freunde. Wir sind heute in Gedanken bei ihnen«, sagte Burnham einen Tag, nachdem Arday im Alter von 41 Jahren tot aufgefunden wurde. Der 41-Jährige war der jüngste schwarze Professor in der Geschichte der Universität Cambridge, mit nur 37 Jahren wurde er im März 2023 zum Professor für Bildungssoziologie ernannt. Nach Plagiatsvorwürfen war er Anfang des Monats von seinem Amt zurückgetreten. Seine Familie erklärte am Freitag, er sei Opfer einer Kampagne aus Falschinformationen und Schikanen geworden. »Dies ist kein Moment für voreilige Urteile«, sagte Burnham. »Es ist ein Moment der Reflexion, ein Moment, um darüber nachzudenken, wie es dazu kommen konnte.« Bildungsministerin Lucy Powell sprach auf der Plattform X von einer »schockierenden« Nachricht , auch Cambridge-Leiterin Deborah Prentice veröffentlichte eine Stellungnahme . Indes wurden auch kritische Stimmen am öffentlichen Umgang mit den gegen Arday erhobenen Vorwürfen laut, darunter etwa von Londons Bürgermeister Sadiq Khan. Arday sei öffentlich bloßgestellt worden und einer »Welle von Beschimpfungen« ausgesetzt gewesen, behauptete der Labour-Politiker. Arday wurde am Freitag leblos in London aufgefunden. Zum jetzigen Zeitpunkt werde sein Tod als unerwartet eingestuft, es gebe jedoch keinen Grund zu der Annahme, dass ein Verbrechen vorliege, zitierte die Nachrichtenagentur PA die Polizei. Der Fall werde untersucht. Zur Todesursache gibt es bisher keine offiziellen Angaben. Was Jason Arday vorgeworfen wurde Ardays Professur wurde 2023 als progressiver Meilenstein gefeiert, seine Lebensgeschichte bestaunt. Arday wuchs in einfachen Verhältnissen in London auf. Als Kind wurde er eigenen Angaben zufolge mit einer Form von Autismus diagnostiziert. Laut der Cambridge-Universität war er an mehreren Universitäten im Bereich der Soziologie tätig. Olympischer Fackelträger Arday 2012: Bestaunte Lebensgeschichte Foto: Joe Giddens / PA Wire / dpaDoch in den vergangenen Wochen bekam das Image des Akademikers Risse. Zahlreiche Medien berichteten ausführlich über Plagiatsvorwürfe mit Blick auf die Doktorarbeit des Professors an der Liverpool John Moores Universität. Auch in anderen wissenschaftlichen Veröffentlichungen solle er plagiiert haben. Eine frühere Untersuchung der Uni in Liverpool stellte laut PA allerdings kein wissenschaftliches Fehlverhalten fest. Schließlich wurde auch an der Glaubwürdigkeit von Teilen seiner Lebensgeschichte gezweifelt. Infrage gestellt wurden unter anderem Angaben zu Millionenspenden für wohltätige Zwecke sowie zu sportlichen Leistungen. Schwere Kritik an Eliteuni Anfang der Woche trat der 41-Jährige schließlich von seiner Cambridge-Professur zurück. Zuvor hatte die Uni eine Untersuchung zu seiner Ernennung und Tätigkeit angekündigt. Nach Angaben von BBC und PA sagte Arday zuletzt mehrere Veranstaltungen ab. - Der Fall Jason Arday: Wie Cambridge auf einen mutmaßlichen Hochstapler hereinfielVon Arno Frank6 Min6 Min - 2 Min - 2 Min In einem Rücktrittschreiben wies er die gegen ihn erhobenen Plagiatsvorwürfe zurück. Sein Rücktritt sei »der einzige Weg, dieses Kapitel zu beenden«, hieß es in dem Schreiben. Dieser solle jedoch nicht als Zustimmung zu den Darstellungen verstanden werden. »Kritik ist zwar ein unvermeidlicher Bestandteil des akademischen Lebens, doch was ich erlebt habe, geht weit über wissenschaftliche Meinungsverschiedenheiten hinaus.« Durch den Fall war auch die Universität Cambridge massiv in die Kritik geraten. Leiterin Prentice hatte zuletzt mitgeteilt, eine Untersuchung rund um Arday werde »unabhängig durch hochrangige Wissenschaftler aus Cambridge und von außerhalb« durchgeführt. Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber! Hier finden Sie – auch anonyme – Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen. Per Telefon, Chat, E-Mail oder im persönlichen Gespräch.

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15. August
Neues Deutschland

Jason Arday | Rassistische Kampagne trieb Cambridge-Professor in den Tod

- Politik - Jason Arday Rassistische Kampagne trieb Cambridge-Professor in den Tod Der 41-jährige Soziologieprofessor Jason Arday nahm sich wohl das Leben. Nach Plagiatsvorwürfen eines »Rassenrealisten« war er bereits zurückgetreten. Der britische Soziologe Jason Arday ist tot. Der 41-Jährige, der vor einer Woche inmitten einer Plagiatsaffäre als Professor der Universität Cambridge zurückgetreten war, wurde nach Medienberichten vom Freitagabend an einer Adresse im Süden Londons ohne Lebenszeichen aufgefunden. Die Polizei teilte mit, sie sei deshalb vom Rettungsdienst alarmiert worden, es gebe demnach keinen Hinweis auf Fremdeinwirkung. Ardays Familie bestätigte inzwischen, dass es sich bei dem Toten um Arday handele. Der Soziologe war 2023 im Alter von 37 Jahren als jüngster Schwarzer Professor und einer von nur sechs schwarzen Lehrstuhlinhabern in der Geschichte Cambridges gefeiert worden. Zu seiner ungewöhnlichen Karriere gehört, dass bei ihm nach eigenen Angaben im Alter von drei Jahren Autismus diagnostiziert worden war. Bis zum elften Lebensjahr habe er nicht sprechen und bis zum 18. Lebensjahr nicht lesen oder schreiben können. Nach seiner Promotion an der Liverpool John Moores University 2015 lehrte er unter anderem in Leeds Beckett, Roehampton, Durham und kurzzeitig Warwick, bevor er 2021 Professor in Glasgow und Anfang 2023 schließlich Professor für Bildungssoziologie in Cambridge wurde. Plagiatsvorwurf von »Rassenrealist« In der vergangenen Woche trat Arday allerdings nach rassistisch motivierten Plagiatsvorwürfen mit sofortiger Wirkung von seiner Professur und seiner Fellowship am Jesus College zurück. Die Kampagne gegen Arday begann am 21. Juli durch den US-Wissenschaftler Nathan Cofnas, der sich selbst als »Rassenrealist« bezeichnet und meint, Schwarze Menschen seien aufgrund ihrer Gene weniger intelligent als Weiße. Deshalb war Cofnas vom Emmanuel College in Cambridge entlassen worden; er wechselte daraufhin an die Universität Gent in Belgien. Cofnas hatte damals erklärt, er habe Ardays Doktorarbeit durch eine Plagiatserkennungssoftware laufen lassen. Diese habe ergeben, dass »viele Passagen mit minimalen Änderungen« von der Arbeit der Studentin Paula Zwozdiak-Myers aus dem Jahr 2009 übernommen worden seien. Teilweise habe Arday sogar Lektoratsfehler der Originalquelle beibehalten. Nachdem die John Moores University in Liverpool im Jahr 2025 Hinweise auf Unregelmäßigkeiten in Ardays Doktorarbeit erhalten hatte, leitete sie eine Untersuchung ein. Ein »Gremium für akademisches Fehlverhalten« hielt die Vorwürfe im Februar dieses Jahres für nicht erwiesen. Die betroffenen Stellen seien vermutlich durch einen »ehrlichen und nachvollziehbaren Irrtum« entstanden, hieß es in einer Erklärung. Cambridge-Universität kündigte neue Untersuchung an Kurz vor Ardays Rücktritt hatte die Cambridge-Universität ebenfalls eine Untersuchung zu den sich mehrenden Plagiatsvorwürfen hinsichtlich seiner akademischen Qualifikationen und früheren Tätigkeiten eingeleitet. Anlass waren Widersprüche bei mehreren von Arday beanspruchten Gastprofessuren. Die Ohio State University erklärte etwa, Arday sei dort nie beschäftigt gewesen, obwohl er dies in Biografien geschrieben hatte. Ähnliche Aufenthalte hatte der Soziologe auch für andere britische Universitäten sowie für die Nelson Mandela University in Südafrika angegeben. Die Zeitung »Guardian« hat zuletzt ebenfalls zu Widersprüchen in Ardays Biografie recherchiert. Unglaubwürdig waren etwa Aussagen in Medieninterviews, wonach er über einen Zeitraum von 20 Jahren 5 Millionen Pfund für wohltätige Zwecke gesammelt habe. Dazu sei Arday nach eigenen Angaben 30 Marathons in 35 Tagen gelaufen. Zu seiner ebenfalls angezweifelten Aussage, Arday sei in sechs Tagen 600 Meilen gelaufen, erklärte er später, er habe dazwischen sechs nicht mitgezählte Ruhetage eingelegt. Laut dem »Guardian« fand sich aber auch zu Ardays Erzählung, maskierte, mit Messern bewaffnete Eindringlinge hätten ihn bedroht und seinen Eltern einen Schweinekopf zugestellt, auch bei der Polizei, die dazu ermittelt haben soll, kein Beleg. Mit Rücktritt »Frieden und etwas Privatsphäre« finden Arday selbst wies die Vorwürfe in einer Erklärung vom 5. August zurück. Die unablässigen öffentlichen Angriffe seit seiner Berufung gingen demnach weit über übliche wissenschaftliche Kritik hinaus. »Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass der einzige Weg, dieses Kapitel zu beenden, darin besteht, mich zurückzuziehen«, schrieb Arday. Er wolle für seine Familie da sein und wieder »Frieden und etwas Privatsphäre« gewinnen. Mehr als 12 000 Menschen, darunter Abgeordnete der Labour-Partei und der Grünen sowie viele Cambridge-Akademiker unterzeichneten in den vergangenen Wochen eine von der Kampagnenorganisation Good Law Project initiierte Petition zur Unterstützung Ardays. Auch viele Kolleg*innen zeigten Solidarität: Der Professor für Black Studies an der Birmingham City University, Kehinde Andrews, bezeichnete Arday als Opfer einer »Schmutzkampagne«, die »so vorhersehbar wie unbegründet« sei. Der an der Universität Sussex lehrende Geograf Alan Lester sprach von einer »Nicht-Geschichte«. Der kognitive Neurowissenschaftler Simon Baron-Cohen vom Trinity College in Cambridge forderte ein Ende des »unerbittlichen Mobbings«. Jedoch räumten Wissenschaftler wie der emeritierte Soziologieprofessor John Preston von der University of Essex ein, dass es Fragen zur akademischen Sorgfalt gebe. Springer-Medium heizte Kampagne an Ein Treiber der Kampagne gegen Arday war auch die britische Zeitung »The Telegraph«, die zum Axel-Springer-Konzern gehört. Das Blatt veröffentlichte in den vergangenen zwei Wochen zwei Dutzend Artikel zu Arday und bezeichnete ihn dabei unter anderem als »Aushängeschild der Diversität«. Rechtsgerichtete Kommentator*innen ordneten den Fall in eine grundsätzliche Kritik an Programmen für Diversität, Gleichstellung und Inklusion ein. Die deutsche »FAZ« schrieb: »Ardays Fall ist die klassische Geschichte eines Hochstaplers, der seinem Aufstiegswillen die Wahrheit unterordnete.« Seine »Entlarvung« verweise darauf, dass die Universität »bei einem weißen Kandidaten womöglich gründlicher nachgeforscht hätte«. Familie: »Desinformationskampagne war zu viel« Ardays Familie veröffentlichte in der Nacht zum Samstag über den Verlag Simon & Schuster eine Erklärung. Die Vorwürfe gegen ihn werden darin als Mobbing und Schikane beschrieben. »Die Desinformationskampagne war einfach zu viel für Jason«, hieß es weiter. Arday sei »ein sanftmütiger Mensch« gewesen, »der in jedem stets das Gute sehen wollte«. Die Familie zeigte sich »zutiefst erschüttert über den Verlust dieses wunderbaren Vaters, Partners, Bruders, Onkels und Sohnes«. Auch die Vizekanzlerin der Universität Cambridge, Deborah Prentice, äußerte sich betroffen. Sie sei »zutiefst betrübt über diese tragische Nachricht«, hieß es in einer kurzen Erklärung. »Unser tiefstes Mitgefühl gilt der Familie und den Freunden von Jason Arday in dieser unglaublich schweren Zeit.« Simon & Schuster hatte für diesen Monat die Veröffentlichung von Ardays Memoiren mit dem Titel »Great and Unfortunate Things« geplant. Ob das Buch erscheint, ist nach seinem Tod offen. Wir haben einen Preis. Aber keinen Gewinn. Die »nd.Genossenschaft« gehört den Menschen, die sie ermöglichen: unseren Leser*innen und Autor*innen. 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15. August
taz (Öko & Co)

Nach Uni-Skandal im britischen Cambridge: Ex-Professor Jason Arday tot aufgefunden

Nach Uni-Skandal im britischen Cambridge: Ex-Professor Jason Arday tot aufgefunden Erst gefeiert, dann gestürzt: Der über eine Plagiatsaffäre gestolperte Akademiker Jason Arday ist tot. Seine Familie erhebt schwere Vorwürfe. afp/taz | Der vor einer Woche wegen einer Plagiatsaffäre zurückgetretene britische Star-Professor Jason Arday ist tot. Der Wissenschaftler der Elite-Universität Cambridge sei an einer Adresse im Süden Londons ohne Lebenszeichen entdeckt und von Rettungskräften für tot erklärt worden, berichteten am Freitagabend mehrere Medien. Später bestätigte die Universität den Tod des 41-Jährigen. Die Familie des schwarzen Akademikers erhob schwere Vorwürfe. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben vom Rettungsdienst alarmiert, nachdem ein Mann in einem Gebäude im Stadtteil Battersea nicht ansprechbar aufgefunden worden sei. „Leider wurde der 41-jährige Mann vor Ort für tot erklärt.“ Der Tod sei als unerwartet eingestuft worden. Es werde nicht von einem verdächtigen Hintergrund ausgegangen. Obwohl die Londoner Polizei wie üblich keine Namen nannte, war laut Medienberichten klar, dass es sich bei dem Toten um Arday handelte. Dies bestätigte in der Nacht Ardays Familie, die mit Blick auf die Vorwürfe gegen den Akademiker von Mobbing und Schikane sprach. „Die Desinformationskampagne war einfach zu viel für Jason“, hieß es in einer Erklärung, die über seinen Verlag Simon & Schuster veröffentlicht wurde. „Er war ein sanftmütiger Mensch, der in jedem stets das Gute sehen wollte.“ Die Familie zeigte sich „zutiefst erschüttert über den Verlust dieses wunderbaren Vaters, Partners, Bruders, Onkels und Sohnes.“ Auch die Vizekanzlerin der elitären Universität, Deborah Prentice, zeigte sich „zutiefst betrübt über diese tragische Nachricht“. In einer kurzen Erklärung hieß es weiter: „Unser tiefstes Mitgefühl gilt der Familie und den Freunden von Jason Arday in dieser unglaublich schweren Zeit.“ Akademiker beklagte „rassistisch motivierte Kampagne“ Arday war 2023 als jüngster schwarzer Professor in Cambridge gefeiert worden, damals war er 37 Jahre alt. In der vergangenen Woche trat er mit sofortiger Wirkung sowohl von seiner Stelle als Professor für Bildungssoziologie an der Universität als auch als Fellow des Jesus College zurück, nachdem die Universität eine Untersuchung zu sich mehrenden Plagiatsvorwürfen hinsichtlich seiner Dissertation angekündigt hatte. In einem online veröffentlichten Brief betonte Arday, dass seine Entscheidung nicht „als Zustimmung zu den Darstellungen, die mich umgeben, missverstanden werden“ dürfe. Die Times hatte zuvor mehrere investigative Artikel über die Arbeit und das Privatleben des Soziologie-Professors veröffentlicht. In einem Interview mit der Zeitung räumte der Akademiker „Fehler“ in seiner wissenschaftlichen Arbeit ein, erklärte jedoch, er werde zu Unrecht „als Lügner, Fantast und wissenschaftlicher Betrüger dargestellt“. Zudem sprach er von einer „rassistisch motivierten Kampagne“, um ihn aus seinem Amt „zu entfernen“. Die Universität Cambridge hat Untersuchungen über mögliche Unregelmäßigkeiten bei Ardays Berufung sowie über das Einstellungsverfahren von Professoren insgesamt angekündigt. Haben Sie suizidale Gedanken? Dann sollten Sie sich unverzüglich ärztliche und psychotherapeutische Hilfe holen. Bitte wenden Sie sich an die nächste psychiatrische Klinik oder rufen Sie in akuten Fällen den Notruf an unter 112. Eine Liste mit weiteren Angeboten finden Sie unter taz.de/suizidgedanken. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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14. August
Tagesschau

Medienberichte: Früherer Cambridge-Professor Arday tot aufgefunden

Medienberichte Cambridge-Professor Arday tot aufgefunden Er wurde als jüngster schwarzer Professor in Cambridge gefeiert. Nun ist Jason Arday laut Medienberichten gestorben. Erst vor wenigen Tagen hatte er nach Plagiatsvorwürfen seinen Rücktritt erklärt. Der frühere Professor der Universität Cambridge, Jason Arday, ist Medienberichten zufolge tot aufgefunden worden. Das berichteten der Sender Sky News sowie die BBC. Die Londoner Metropolitan Police bestätigte dies nicht. Sie teilte aber mit, ein 41-jähriger Mann sei im Südwesten Londons für tot erklärt worden. Zum jetzigen Zeitpunkt werde sein Tod als unerwartet eingestuft, es gebe jedoch keinen Grund zu der Annahme, dass ein Verbrechen vorliege, zitierte die Nachrichtenagentur PA die Polizei. Der Fall werde weiter untersucht. Die Polizei nennt in Großbritannien grundsätzlich keine Namen. Die Vizekanzlerin der Universität, Deborah Prentice, zeigte sich "zutiefst betrübt" über den Tod Ardays. Der Soziologe war in der vergangenen Woche von seiner Professur zurückgetreten. Dies hatte in Großbritannien für große Aufregung gesorgt. Die Vorwürfe wies Arday in einem Schreiben zurück. Medien berichteten unter anderem über Plagiatsvorwürfe mit Blick auf die Doktorarbeit des Professors an der Liverpool John Moores Universität. Auch an der Glaubwürdigkeit von Teilen seiner Lebensgeschichte wurde öffentlich gezweifelt. Universität in der Kritik Eine frühere Untersuchung der Uni in Liverpool stellte laut der PA kein wissenschaftliches Fehlverhalten fest. In seiner Stellungnahme hatte Arday mitgeteilt, der Rücktritt sei "der einzige Weg, dieses Kapitel zu beenden". Dieser solle nicht als "Zustimmung zu den Darstellungen verstanden werden". Die Leiterin der Universität Cambridge, Deborah Prentice, hatte zuletzt mitgeteilt, eine Untersuchung rund um Arday werde "unabhängig durch hochrangige Wissenschaftler aus Cambridge und von außerhalb" durchgeführt. Die Universität war aufgrund des Falls stark in die Kritik geraten. Arday war 2023 zum jüngsten schwarzen Professor in der Geschichte der Uni Cambridge geworden.

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14. August
Der Spiegel

Jason Arday: Cambridge-Professor nach Plagiatsvorwürfen tot aufgefunden

Nach Plagiatsvorwürfen Cambridge-Professor Jason Arday tot aufgefunden Jason Arday, früherer Professor an der renommierten Universität Cambridge, ist tot. Das berichten unter anderem der »Guardian« , die »Times« sowie die BBC . Die Londoner Metropolitan Police teilte demnach mit, ein 41-jähriger Mann sei am Einsatzort im Südwesten der britischen Hauptstadt für tot erklärt worden. Erst vor wenigen Tagen war er wegen schwerwiegender Plagiatsvorwürfen zurückgetreten. Zum jetzigen Zeitpunkt werde sein Tod als unerwartet eingestuft, es gebe jedoch keinen Grund zu der Annahme, dass ein Verbrechen vorliege, zitierte auch die Nachrichtenagentur PA die Polizei, die in Großbritannien grundsätzlich keine Namen nennt. Der Fall werde weiter untersucht. Der Rücktritt des Soziologen von seiner Professur in der vergangenen Woche hatte in Großbritannien für große Aufregung gesorgt. Die Vorwürfe wies Arday in einem Schreiben zurück. Medien berichteten unter anderem über Plagiatsvorwürfe mit Blick auf die Doktorarbeit des Professors an der Liverpool John Moores Universität. Auch an der Glaubwürdigkeit von Teilen seiner Lebensgeschichte wurde gezweifelt. Eine frühere Untersuchung der Uni in Liverpool stellte laut der PA kein wissenschaftliches Fehlverhalten fest. In seiner Stellungnahme hatte Arday mitgeteilt, der Rücktritt sei »der einzige Weg, dieses Kapitel zu beenden«. Dieser solle nicht als »Zustimmung zu den Darstellungen verstanden werden«. Nach Angaben der BBC sagte Arday zudem mehrere Veranstaltungen ab. Die Leiterin der Universität Cambridge, Deborah Prentice, hatte zuletzt mitgeteilt, eine Untersuchung rund um Arday werde »unabhängig durch hochrangige Wissenschaftler aus Cambridge und von außerhalb« durchgeführt. Die Universität war aufgrund des Falls stark in die Kritik geraten. Arday war 2023 zum jüngsten schwarzen Professor in der Geschichte der Uni Cambridge geworden. Eine Professorin der Universität bezeichnete den Fall zuletzt laut der Nachrichtenagentur PA als »Geschenk« für diejenigen, die gegen Vielfalt an Hochschulen vorgehen würden.

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