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Freitag, 17. Juli 2026
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Treffen von Merz und Macron: Gemeinsame Nuklearübungen mit Frankreich vereinbart

Medienspektrum

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17. Juli
taz (Öko & Co)

Treffen von Merz und Macron: Gemeinsame Nuklearübungen mit Frankreich vereinbart

Treffen von Merz und Macron: Gemeinsame Nuklearübungen mit Frankreich vereinbart Erstmals sollen Deutschland und Frankreich bei der nuklearen Abschreckung kooperieren. Auch im Umgang mit China will man zusammen arbeiten. afp | Deutschland und Frankreich haben bei der Sitzung des gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungsrats einen historischen Schritt hin zu einer gemeinsamen nuklearen Abschreckung vereinbart. Die Bundeswehr werde sich erstmals an einer französischen Nuklearübung beteiligen, hieß es in der nach der Sitzung am Freitag veröffentlichten Abschlusserklärung. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte zudem an, zentrale Bestandteile des gescheiterten FCAS-Projekts in einem anderen Rahmen fortzuführen. Zugleich verständigten sich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron offenbar auf einen schärferen gemeinsamen Kurs gegenüber China. Zur neuen nuklearen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich sagte Merz nach den Beratungen: „Wir schlagen in der Abschreckung einen neuen gemeinsamen Weg ein.“ Dazu gehöre, dass sich „die konventionellen deutschen Kräfte noch in diesem Jahr an einer nuklearen Übung der französischen Streitkräfte beteiligen“. Die Verlegung französischer Rafale-Kampfjets nach Nörvenich sei ein „erster operativer Schritt der strategischen Zusammenarbeit“, heißt es in der Abschlusserklärung. „In der neu geschaffenen strategischen Steuerungsgruppe durchdenken wir, mit welchem Mix an Fähigkeiten wir unsere gemeinsame Abschreckung in Zukunft weiter steigern“, fügte Merz an. Die deutsche Beteiligung an der Übung sei „komplementär zu unserer nuklearen Teilhabe und der Abschreckung in der Nato, an der wir festhalten“. Die Kooperation solle die Nato-Abschreckung, deren bisheriges Herzstück die Stationierung von US-Atomsprengköpfen in Europa ist, „ergänzen und nicht ersetzen“. Macron schloss derweil eine deutsche Beteiligung an den Kosten der französischen Atomstreitkräfte ausdrücklich aus. Die Zusammenarbeit ziele „unter keinen Umständen“ auf eine Mitfinanzierung des französischen Nuklearprogramms, sagte er. „Das französische Atomprogramm wird immer von Frankreich finanziert.“ Ziel sei vielmehr, die Sicherheit Europas zu verbessern und bei möglichen Gegnern größere strategische Unsicherheit zu schaffen. Merz betonte, über weitere Schritte sei noch nicht entschieden. Eine neu geschaffene „strategische Steuerungsgruppe“ solle alle strategischen Optionen erörtern und Vorschläge machen. „Wir gehen hier Schritt für Schritt vor“, sagte der Kanzler. Die Beratungen könnten in eine neue Nukleardoktrin münden, es sei aber „viel zu früh“, dies bereits festzustellen. Trotz des Aus für den gemeinsam geplanten FCAS-Kampfjet wollen Deutschland und Frankreich zudem zentrale Bestandteile des Projekts weiterführen. „Wir werden zum Beispiel die wichtige Cloud-Lösung aus FCAS in anderem Rahmen fortführen“, sagte Merz. „FCAS war nie allein ein neues Kampfflugzeug, sondern war immer ein System.“ Cloud-Umgebung und digitale Steuerung könnten langfristig sogar wichtiger sein als ein neues Flugzeug. Die Cloud-Lösung soll eine Plattform zur digitalen Kommunikation unter anderem zwischen Flugzeugen, Drohnen und anderen Waffensystem schaffen. In der Abschlusserklärung des deutsch-französischen Sicherheitsrats ist von einem „gemeinsamen europäischen Gefechtsstandard“ und der „Entwicklung eines künftigen Systemverbunds“ die Rede. Dieser soll bemannte Kampfflugzeuge und unbemannte Fluggeräte, insbesondere Drohnen, miteinander vernetzen. Ziel sei die „Interoperabilität aller europäischen Luftsysteme“. Weiter bestätigte Bundeskanzler Merz bei seiner Pressekonferenz mit Macron, Deutschland werde sich im Herbst an einer französisch initiierten Übung der sogenannten Koalition der Willigen zur Unterstützung der Ukraine beteiligen. „Deutschland wird sich beteiligen. Wir klären gemeinsam, wie diese Beteiligung dann im Einzelnen aussehen wird“, sagte der Kanzler. Macron wie Merz gingen zudem auf den Umgang mit China ein. „Ich möchte keinen neuen Handelskonflikt mit China, aber ich möchte einen offenen Dialog über diese Ungleichgewichte“, sagte Merz. Hochsubventionierte Überkapazitäten würden vor allem in den europäischen Markt gedrückt und gingen „einseitig zu Lasten der Arbeitsplätze in Europa“. Berlin und Paris fordern deshalb schnellere Schutzmaßnahmen der EU, mehr Produktion und Technologietransfer in Europa sowie Gespräche über Wechselkurse und den Zugang zu Chinas Finanzmärkten. Der französische Präsident sagte, Deutschland und Frankreich seien in dieser Frage „noch nie so übereinstimmend“ gewesen. Die EU verzeichne gegenüber China inzwischen ein Handelsdefizit von rund einer Milliarde Euro pro Tag. Merz bezifferte das jährliche Defizit auf mehr als 300 Milliarden Dollar und bezeichnete die chinesische Währung als „drastisch unterbewertet“. Im September sollen Berlin und Paris hierzu demnach eine gemeinsame Position entwickeln. Merz erinnerte zudem daran, dass dies für Macron „aller Voraussicht nach“ der letzte deutsch-französische Ministerrat als Präsident gewesen sei. Er dankte ihm für „das Vertrauen und auch den Elan“, mit dem Macron die Zusammenarbeit geprägt habe. Für Lobreden sei es jedoch noch zu früh, in den kommenden Monaten wollten beide das Vereinbarte „mit Schwung umsetzen“. Mit Blick auf die Kandidatur der Rechtspopulistin Marine Le Pen bei der französischen Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr sagte Merz, die „deutsche Hand“ bleibe unabhängig vom Wahlausgang zur vertieften Zusammenarbeit ausgestreckt. Macron riet dazu, dem französischen Volk nicht immer das Schlimmste vorauszusagen und ihm zuzutrauen, „das Beste wollen“ zu können. Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. 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17. Juli
ZDF heute

Bundeswehr nimmt erstmals an französischer Nuklearübung teil

"Wir stärken europäische Abschreckung":Bundeswehr will an französischer Nuklearübung teilnehmen Erstmals will sich die Bundeswehr an einer Nuklearübung der französischen Armee beteiligen. Merz sieht darin eine Stärkung der europäischen Abschreckung - als Ergänzung zur Nato. Die Bundeswehr wird in diesem Jahr erstmals an einer Nuklearübung der französischen Armee teilnehmen. Die deutschen Soldaten sollen sich im konventionellen Bereich beteiligen, heißt es in der Abschlusserklärung des deutsch-französischen Sicherheits- und Verteidigungsrats, der am Freitag auf dem Fliegerhorst in Nörvenich zusammengetroffen war. Die Verlegung französischer Rafale-Kampfjets nach Nörvenich sei ein "erster operativer Schritt der strategischen Zusammenarbeit", heißt es weiter. "Deutschland und Frankreich vertiefen ihre Zusammenarbeit in der Verteidigung", schrieb Kanzler Friedrich Merz (CDU) im Onlinedienst X zu der gemeinsamen Übung. "Wir stärken die europäische Abschreckung." X-Post von Friedrich Merz Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen. Berlin und Paris: Engere militärische Zusammenarbeit In ihrer gemeinsamen Erklärung betonen Deutschland und Frankreich, dass diese Zusammenarbeit die nukleare Abschreckung und Teilhabe der Nato "ergänzen und nicht ersetzen" solle. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will neuen Schwung in die Zusammenarbeit mit Deutschland bringen. „Macrons Handlungsspielraum schwindet“, so Thomas Walde. 17.07.2026 | 3:33 minBerlin und Paris einigten sich zudem auf eine vertiefte militärische Zusammenarbeit an anderen Stellen. So soll die Deutsch-Französische Brigade an Nato-Übungen des Multinational Corps Northeast in Stettin teilnehmen. Das Deutsch-Französische Lufttransportgeschwader im französischen Évreux soll bis Ende 2026 seine gemeinsame volle Einsatzfähigkeit erreichen. Vor dem Hintergrund des gescheiterten FCAS-Kampfjet-Vorhabens wollen Deutschland und Frankreich sich für einen europäischen Standard für Luftkampfsysteme einsetzen. Dies soll die "Interoperabilität aller europäischen Luftsysteme", also die Fähigkeit zum Zusammenspiel der unterschiedlichen Systeme, sicherstellen. Ein "System der Systeme", das die Vernetzung von Flugzeugen, Drohnen und weiteren Bestandteilen von Luftkampfsystemen ermöglicht, solle gemeinsam weiterentwickelt werden. Neue Satellitenbilder sollen zeigen, wie Russland seine Militärpräsenz nahe Finnland ausbaut. Wie sich Europa und die Nato auf mögliche russische Angriffe vorbereiten – ZDFheute live ordnet ein. 16.07.2026 | 35:58 minMacrons Atomschirm-Angebot: Neun Länder wollen kooperieren Macron hatte europäischen Partnern bereits vor Jahren angeboten, unter den atomaren Schutzschirm Frankreichs zu rücken. Neben Großbritannien ist es das einzige westeuropäische Land, das über Atomwaffen verfügt. In Deutschland sind derzeit US-Atombomben als Teil der nuklearen Abschreckung der Nato stationiert, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr Kampfjets bereitstellt. Die Kooperation mit Frankreich soll die Nato-Abschreckung ergänzen. Auch mit der Atommacht Großbritannien hat Frankreich eine nukleare Zusammenarbeit vereinbart. Sieben weitere Länder haben inzwischen positiv auf das französische Angebot reagiert: Polen, die Niederlande, Belgien, Griechenland, Schweden, Dänemark und zuletzt Norwegen. Mehr zu Frankreich - Deutsch-französischer Ministerrat:Merz' Abschied von Macron - Wo die Freundschaft begannvon Wulf Schmiesemit Video0:17 - Expertenrunde über WM-Aus gegen Spanien:Waren Frankreichs Stars untrainierbar?von Jannik Schneidermit Video18:25 - Spanischer Ex-Premier in der Kritik:"Unerträglich": Rassismus-Debatte vor Spanien - Frankreichmit Video7:16

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17. Juli
Handelsblatt

Merz und Macron: FCAS-Pleite abgehakt - Nuklear-Pakt auf dem Weg

Merz und Macron: FCAS-Pleite abgehakt - Nuklear-Pakt auf dem Weg Brühl/Nörvenich. Deutschland und Frankreich weiten ihre strategische Partnerschaft auf die nukleare Abschreckung aus und haben dafür erste konkrete Schritte eingeleitet. Die Regierungen beider Länder beschlossen bei ihrem Treffen in Nörvenich und Brühl bei Köln, dass die Bundeswehr im Herbst erstmals an einer Übung der französischen Nuklear-Streitkräfte teilnimmt. Eine Steuerungsgruppe soll über weitere Maßnahmen beraten und entscheiden. Ob irgendwann einmal französische Atomwaffen in Deutschland stationiert werden, ließ der französische Präsident Emmanuel Macron auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) offen. Er stellte aber klar, dass Frankreich sein Arsenal weiter alleine finanzieren werde. Das Ziel der Kooperation mit Deutschland und anderen Ländern sei es, „die Sicherheit des europäischen Kontinents zu verbessern und bei unseren Gegnern mehr Unsicherheit zu schaffen“, sagte Macron. Es werde daher nicht immer zu 100 Prozent offengelegt, was getan werde. „Denn vollständige und absolute Transparenz ist gegenüber Gegnern auf europäischem Boden nicht unbedingt die wirksamste Strategie.“ Geheime Sitzung in der Wartungshalle Macron hatte europäischen Partnern bereits vor Jahren angeboten, unter den atomaren Schutzschirm Frankreichs zu rücken. Neben Großbritannien ist es das einzige westeuropäische Land, das über Atomwaffen verfügt. In Deutschland sind derzeit US-Atombomben als Teil der nuklearen Abschreckung der Nato stationiert, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr Kampfjets bereitstellt. Die Kooperation mit Frankreich soll die Nato-Abschreckung ergänzen und stärken. Manifestiert wurde die neue Kooperation mit einer geheimen Sitzung des deutsch-französischen Sicherheits- und Verteidigungsrats in einer Wartungshalle des Militärflughafens Nörvenich, eingerahmt von französischen Rafale- und deutschen Eurofighter-Kampfjets. Die Rafale sind in der Lage, Atomwaffen einzusetzen. Die Kampfjets hatten bereits am Donnerstag an einer kleinen Übung teilgenommen, um den praktischen Beginn der Nuklear-Kooperation zu markieren. Sie wurden im französischen Luftraum von einem französischen Tankflugzeug mit Treibstoff versorgt. Das Ganze dauerte knapp zwei Stunden. FCAS-Überbleibsel wird weitergeführt Merz und Macron versuchten mit der Präsentation dieses und anderer Verteidigungsprojekte über die bittere Pleite bei der Entwicklung eines gemeinsamen Kampfjets hinwegzukommen. Das Milliardenprojekt war nach jahrelanger Vorbereitung vor allem gescheitert, weil sich die Unternehmen Dassault und Airbus Übrig geblieben von dem FCAS (Future Combat Air System) genannten Projekt ist die sogenannte Combat Cloud, die Waffensysteme miteinander vernetzen soll. Daran soll nun weitergearbeitet werden. „FCAS war nie allein ein neues Kampfflugzeug, sondern war immer ein System“, betonte Merz. „Und an diesem System halten wir fest, wir bauen es weiter aus.“ Letzter Ministerrat für Macron Für Macron war es wohl der letzte deutsch-französische Ministerrat. Im nächsten Frühjahr findet in Frankreich die Präsidentschaftswahl statt, bei der er nach zwei Amtszeiten nicht mehr antritt. Was danach kommt, ist völlig offen. Umfragen sehen die Rechtspopulistin Marine Le Pen in der ersten Runde seit langem vorne. Und nach der jüngsten Umfrage des Instituts Ifop kann Le Pen auch die zweite Runde gewinnen und Präsidentin werden, ganz egal welche Kandidaten die übrigen politischen Lager am Ende ins Rennen schicken. Le Pen hat ihre Kandidatur angekündigt, trotz einer Verurteilung vor Gericht. Pressekonferenz im Rokoko-Treppenhaus Sollte es zu einem Wahlsieg Le Pens kommen, würde der innerhalb der EU wichtige deutsch-französische Motor sicher an Fahrt verlieren. Statt auf eine enge Integration in Europa setzt Le Pen auf nationale Souveränität - sie steht der EU zumindest skeptisch gegenüber. Über ein solches Szenario wollten Merz und Macron bei der Pressekonferenz im prächtigen Rokoko-Treppenhaus des Schlosses Augustusburg in Brühl nicht sprechen. In dem Schloss hatten 1962 der damalige Präsident Charles de Gaulle und der damalige Kanzler Konrad Adenauer den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag in die Wege geleitet, der heute nur noch als Élysée-Vertrag bekannt ist. Verwandte Themen „Wir zählen auf Euch, und Ihr könnt auf uns zählen“ Die Freundschaft zu Frankreich und der gemeinsame Einsatz für ein einiges Europa sei der Kern der deutschen Außenpolitik, sagte Merz. „Wir zählen auf Euch, und Ihr könnt auf uns zählen. Ihr könnt Euch auf uns verlassen“, sagte der CDU-Vorsitzende. Und Macron betonte, dass es angesichts der weltweiten Krisen noch wichtiger sei, deutsch-französisch zusammenzuarbeiten. Denn alle wüssten: „Wenn sich Frankreich und Deutschland nicht einigen, kommt Europa nicht voran.“ Dem französischen Präsidenten dankte Merz „für das Vertrauen und auch den Elan, den dieser Rat geprägt hat, und den Du geprägt hast in diesem deutsch-französischen Ministerrat“. Mit Blick auf die Wahlen betonte er, die deutsche Hand bleibe immer ausgestreckt für eine vertiefte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Frankreich - unabhängig von der Entscheidung der Wählerinnen und Wähler.

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17. Juli
Handelsblatt

Regierungstreffen: Deutschland und Frankreich treiben Atom-Kooperation voran

Regierungstreffen: Deutschland und Frankreich treiben Atom-Kooperation voran Nörvenich. Frankreich und Deutschland gehen bei der frisch vereinbarten Kooperation bei der nuklearen Abschreckung nun in die konkrete Umsetzung. Unter Leitung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron tagte in einer Wartungshalle des Militärflugplatz Nörvenich bei Köln eingerahmt von Rafale- und Eurofighter-Kampfjets der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat, um die erstmalige Beteiligung Deutschlands an einer französischen Nuklearübung in die Wege zu leiten. Die Kampfjets hatten bereits am Donnerstag an einer kleinen Übung teilgenommen, um den praktischen Beginn der Nuklear-Kooperation zu markieren. Sie wurden im französischen Luftraum von einem französischen Tankflugzeug mit Treibstoff versorgt. Das Ganze dauerte knapp zwei Stunden. Die Rafale ist dafür ausgelegt. Macron hatte europäischen Partnern bereits vor Jahren angeboten, unter den atomaren Schutzschirm Frankreichs zu rücken. Neben Großbritannien ist es das einzige westeuropäische Land, das über Atomwaffen verfügt. In Deutschland sind derzeit US-Atombomben als Teil der nuklearen Abschreckung der Nato stationiert, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr Kampfjets bereitstellt. Die Kooperation mit Frankreich soll die Nato-Abschreckung ergänzen und stärken.

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17. Juli
Die Welt (Politik)

Bundeswehr beteiligt sich erstmals an Nuklearübung der französischen Armee

Bundeswehr beteiligt sich erstmals an Nuklearübung der französischen Armee Deutschland und Frankreich vertiefen ihre Zusammenarbeit: Erstmals soll die Bundeswehr in diesem Jahr an einer französischen Nuklearübung teilnehmen. Die Übung soll die Abschreckung in Europa stärken – ergänzend zur nuklearen Teilhabe Deutschlands in der Nato. Die Bundeswehr wird in diesem Jahr erstmals an einer Nuklearübung der französischen Armee teilnehmen. Die deutschen Soldaten sollen sich im konventionellen Bereich beteiligen, heißt es in der Abschlusserklärung des deutsch-französischen Sicherheits- und Verteidigungsrats, der am Freitag auf dem Fliegerhorst in Nörvenich zusammengetroffen war. Die Verlegung französischer Rafale-Kampfjets nach Nörvenich sei ein „erster operativer Schritt der strategischen Zusammenarbeit“, heißt es weiter. Das sei komplementär zur nuklearen Teilhabe in der Nato, betonte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei einer Pressekonferenz mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Deutschland und Frankreich hatten bereits im März eine engere Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung angekündigt. Deutsche und französische Kampfjets hatten bereits am Donnerstag an einer kleinen Übung teilgenommen, um den praktischen Beginn der Nuklear-Kooperation zu markieren. Sie wurden im französischen Luftraum von einem französischen Tankflugzeug mit Treibstoff versorgt. Das Ganze dauerte knapp zwei Stunden. Neun Länder wollen mit Frankreich kooperieren Macron hatte europäischen Partnern bereits vor Jahren angeboten, unter den atomaren Schutzschirm Frankreichs zu rücken. Neben Großbritannien ist es das einzige westeuropäische Land, das über Atomwaffen verfügt. In Deutschland sind derzeit US-Atombomben als Teil der nuklearen Abschreckung der Nato stationiert, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr Kampfjets bereitstellt. Die Kooperation mit Frankreich soll die Nato-Abschreckung ergänzen und stärken. Auch mit der Atommacht Großbritannien hat Frankreich eine nukleare Zusammenarbeit vereinbart. Sieben weitere Länder haben positiv auf das französische Angebot reagiert: Polen, die Niederlande, Belgien, Griechenland, Schweden, Dänemark und Norwegen. Frankreich und Deutschland führen Teile von FCAS-Projekt weiter Deutschland und Frankreich wollen laut Merz trotz des Aus für den gemeinsam geplanten FCAS-Kampfjet einen zentralen Bestandteil des Projekts weiterführen. „Wir werden zum Beispiel die wichtige Cloud-Lösung aus FCAS in anderem Rahmen fortführen“, betonte der Kanzler. In der Abschlusserklärung des Sicherheits- und Verteidigungsrats wird FCAS zwar nicht namentlich erwähnt. Vereinbart werden dort aber ein „gemeinsamer europäischer Gefechtsstandard“ und die „Entwicklung eines künftigen Systemverbunds“ zur Vernetzung bemannter Kampfflugzeuge und unbemannter Fluggeräte als Ziel formuliert. Dies solle „auf Grundlage einer offenen, modularen Architektur, gemeinsamer Schnittstellen und der Auslotung gemeinsamer Technologielösungen“ geschehen. Hintergrund des Scheiterns des FCAS-Projekts war das Zerwürfnis der beteiligten Unternehmen Dassault und Airbus. Die Bundesregierung will am „System der Systeme“ festhalten, also der Vernetzung des Kampfjets mit Drohnen und anderen Bestandteilen des Luftkampfverbands.

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17. Juli
Die Zeit (Politik)

Deutsch-französischer Verteidigungsrat: Merz und Macron wollen nukleare Partnerschaft ausbauen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen die deutsch-französische Kooperation bei der nuklearen Abschreckung weiter vorantreiben. In einer Wartungshalle auf dem Militärflugplatz Nörvenich bei Köln kam unter ihrer Leitung der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat zusammen, um die erstmalige Beteiligung Deutschlands an einer französischen Nuklearübung zu beschließen. An der Beratung nehmen auch die Außen- und Verteidigungsminister beider Länder teil. Es sind die ersten Beratungen seit dem Scheitern des von Deutschland und Frankreich gemeinsam geplanten FCAS-Kampfjets. Französische Rafale- und deutsche Eurofighter-Kampfjets hatten bereits am Donnerstag an einer kleinen Übung teilgenommen, um den praktischen Beginn der Nuklearkooperation zu markieren. Macron hatte europäischen Partnern bereits vor Jahren angeboten, unter den atomaren Schutzschirm Frankreichs zu kommen. Gespräche über gemeinsame militärische Einsätze Neben Großbritannien ist Frankreich das einzige westeuropäische Land, das über Atomwaffen verfügt. In Deutschland sind derzeit US-Atomwaffen als Teil der nuklearen Abschreckung der Nato stationiert, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr Kampfjets bereitstellt. Die Kooperation mit Frankreich soll die Nato-Abschreckung ergänzen und stärken. Teil der Gespräche im Sicherheits- und Verteidigungsrat sollen auch mögliche gemeinsame militärische Einsätze sein. Frankreich wirbt seit Langem für internationale Militäreinsätze im Fall eines Waffenstillstands in der Ukraine und an der Straße von Hormus. Deutschland zeigte sich zuletzt bereit, sich zu beteiligen, sobald die notwendigen Bedingungen erfüllt seien. Doch ein Ende der Kämpfe ist in beiden Fällen nicht absehbar. Deutsch-französische Beratungen geplant Am Nachmittag sollen Konsultationen im deutsch-französischen Ministerrat im Schloss Augustusburg in Brühl folgen. Dieser solle es ermöglichen, »unsere Wettbewerbsfähigkeit, unsere Sicherheit und unsere Verteidigung sowie die Widerstandskraft unserer Demokratien zu stärken«, schrieb Macron auf X. »Mehr denn je ist der deutsch-französische Reflex notwendig, um unsere Souveränitätsagenda umzusetzen.« Auf Schloss Augustusburg hatte der damalige französische Präsident Charles de Gaulle dem Kanzler Konrad Adenauer 1962 einen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag angeboten. Der Élysée-Vertrag ist bis heute Grundlage der Zusammenarbeit. Merz und Macron hatten sich bereits am Donnerstagabend bei einem gemeinsamen Abendessen auf Schloss Bensberg bei Köln ausgetauscht. Zum Abschluss des Ministerrats wollen sich die beiden am Nachmittag vor Journalisten äußern. Es ist der zweite und zugleich letzte deutsch-französische Ministerrat von Merz und Macron, da Macrons Amtszeit im Frühjahr 2027 endet.

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17. Juli
Wirtschaftswoche

Rüstung: Merz und Macron wollen Nuklear-Kooperation vorantreiben

Rüstung: Merz und Macron wollen Nuklear-Kooperation vorantreiben Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen ihre Kooperation bei der nuklearen Abschreckung weiter vorantreiben. In einer Wartungshalle auf dem Militärflugplatz Nörvenich bei Köln kam am Morgen unter ihrer Leitung der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat zusammen, um die erstmalige Beteiligung Deutschlands an einer französischen Nuklearübung zu beschließen. Eingerahmt von zwei französischen Rafale- und zwei deutschen Eurofighter-Kampfjets tagte die Runde, an der auch die Außen- und Verteidigungsminister teilnehmen. Die Rafale sind für den Einsatz von Atomwaffen ausgelegt. Luftbetankung als erste Übung Die Kampfjets hatten bereits am Donnerstag an einer kleinen Übung teilgenommen, um den praktischen Beginn der Nuklear-Kooperation zu markieren. Sie wurden im französischen Luftraum von einem französischen Tankflugzeug mit Treibstoff versorgt. Das Ganze dauerte knapp zwei Stunden. Macron hatte europäischen Partnern bereits vor Jahren angeboten, unter den atomaren Schutzschirm Frankreichs zu rücken. Neben Großbritannien ist es das einzige westeuropäische Land, das über Atomwaffen verfügt. In Deutschland sind derzeit US-Atombomben als Teil der nuklearen Abschreckung der Nato stationiert, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr Kampfjets bereitstellt. Die Kooperation mit Frankreich soll die Nato-Abschreckung ergänzen und stärken. Neun Länder wollen mit Frankreich kooperieren Auch mit der Atommacht Großbritannien hat Frankreich eine nukleare Zusammenarbeit vereinbart. Sieben weitere Länder haben positiv auf das französische Angebot reagiert: Polen, die Niederlande, Belgien, Griechenland, Schweden, Dänemark und Norwegen. Lesen Sie auch: Wie realistisch ist ein europäischer Atom-Schirm?

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16. Juli
FAZ (Politik)

VOr dem Ministerrat: Berlin und Paris rücken bei nuklearer Abschreckung  zusammen

VOr dem Ministerrat : Berlin und Paris rücken bei nuklearer Abschreckung  zusammen Vor dem Deutsch-Französischen Ministerrat soll in Nörvenich erstmals ein nuklearwaffenfähiger französischer Rafale-Jet gemeinsam mit deutschen Eurofightern betankt werden. Vor dem Auftakt des Deutsch-Französischen Ministerrats an diesem Freitag auf Schloss Augustusburg in Brühl wollen Paris und Berlin auch in ihrer engeren Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung einen weiteren Schritt gehen: Am Donnerstag sollen auf dem Fliegerhorst im nordrhein-westfälischen Nörvenich nach Angaben aus der Bundesregierung erstmals ein nuklearwaffenfähiger französischer Rafale-Jet und deutsche Eurofighter betankt werden. Im März hatten der französische Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz die engere Zusammenarbeit verabredet. Es wird erwartet, dass sich erstmals im Herbst deutsche Soldaten an einer französischen Atomübung beteiligen. Am Donnerstagabend wollen Merz und Macron zunächst unter vier Augen auf Schloss Bensberg bei Köln zu Abend essen, bevor ihre Kabinette am Freitag zusammenkommen, um sich unter anderem über gemeinsame rüstungs- und handelspolitische Fragen abzustimmen. Auf dem Fliegerhorst Nörvenich soll zudem der Deutsch-Französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat tagen. Die Beziehung zwischen Berlin und Paris war zuletzt belastet worden durch das Ende des gemeinsamen Kampfflugzeug-Projekts FCAS – nun soll eine Liste mit Projekten vorgelegt werden, die gemeinsam angegangen werden sollen. Aus der Bundesregierung hieß es, die deutsch-französische Freundschaft sei von größter Bedeutung. Fliegerhorst Nörvenich könnte eine Rolle spielen Macron treibt die Zusammenarbeit bei der sogenannten „forward deterrence“ (vorgelagerte Abschreckung) voran, weil er bis zu seinem Mandatsende im Mai 2027 so viele Vereinbarungen wie möglich schließen will. Die neue französische Nukleardoktrin zielt darauf ab, den französischen Nuklearschirm enger in die europäische Sicherheit zu integrieren, ohne die alleinige Entscheidungsgewalt von Paris abzugeben. Marine Le Pen, Fraktionschefin des Rassemblement National und aussichtsreiche Bewerberin für das Präsidentenamt, reagierte auf Macrons Grundsatzrede zur nuklearen Abschreckung in Île Longue nicht ablehnend. In einem Interview bestätigte sie, dass sie an der Grundsatzrede vom 2. März nichts auszusetzen habe. Dies wird in Frankreich als Zeichen gewertet, dass sie im Falle eines Wahlsiegs die Vereinbarungen nicht abwickeln würde. Frankreich beabsichtigt nicht, die nukleare Teilhabe mit den Vereinigten Staaten zu ersetzen, will diese aber ergänzen. So ist nicht geplant, Atomwaffen dauerhaft in Deutschland zu stationieren. Vorgesehen ist vielmehr, auf nukleare Drohgebärden etwa Russlands mit der punktuellen und temporären Entsendung von atomar bestückbaren Kampfflugzeugen in die Nachbarländer reagieren zu können. Der Fliegerhorst Nörvenich könnte für eine solche temporäre Entsendung infrage kommen. Kooperation bei Frühwarnung und Luftverteidigung Bislang sind vier nukleare Steuerungsgruppen zusammengetreten: im Dezember 2025 die französisch-britische, am 23. April die französisch-schwedische, Ende Mai die französisch-deutsche und am 10. Juli die französisch-polnische. Abstimmungen mit Dänemark, den Niederlanden, Belgien und Griechenland stehen noch aus. Nach der Zusammenkunft der deutsch-französischen Steuerungsgruppe Ende Mai gab es kein Kommuniqué. Inzwischen ist jedoch bekannt geworden, dass neben der Teilnahme an nuklearen Übungen mit konventionellen Mitteln auch die Kooperation unterhalb der atomaren Schwelle verstärkt werden soll. So sollen Radar- und Aufklärungsdaten enger synchronisiert und ein gemeinsames Frühwarnsystem entwickelt werden. Zudem soll die Zusammenarbeit bei der konventionellen Luftverteidigung ausgebaut werden. Dazu beitragen soll auch das neue Bündnis zur Raketenabwehr im Rahmen der Koalition der Willigen für die Ukraine.

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16. Juli
Der Spiegel (Politik)

Deutschland und Frankreich setzen Atomkooperation um

Erste gemeinsame Luftwaffenübung Deutschland und Frankreich setzen Atomkooperation um Ihre im März vereinbarte Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung haben Deutschland und Frankreich mit einer gemeinsamen Luftwaffenübung erstmals in die Praxis umgesetzt. Zwei französische Rafale-Kampfjets, die mit Atomwaffen bestückt werden können, und zwei Eurofighter der Bundeswehr trainierten unmittelbar vor dem Deutschlandbesuch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Betankung in der Luft durch ein französisches Tankflugzeug. Das bestätigte ein Sprecher der Luftwaffe der Nachrichtenagentur dpa. Am Rande der Tagung des deutsch-französischen Verteidigungsrats soll es am Freitag auf dem Fliegerhorst Nörvenich bei Köln eine weitere Übung geben, bei der deutsche und französische Soldaten Wartungsarbeiten an den Flugzeugen des jeweils anderen Landes durchführen. Erste Teilnahme an französischem Nuklearmanöver im Herbst Damit beginnt die Umsetzung der Nuklearpartnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich , die Anfang März von Merz und Macron vereinbart worden war. Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen soll der Verteidigungsrat am Freitag als nächsten Schritt beschließen, dass sich im Herbst erstmals deutsche Soldaten an einem französischen Nuklearmanöver beteiligen. Macron hatte europäischen Partnern bereits vor Jahren angeboten, unter den atomaren Schutzschirm Frankreichs zu rücken. Neben Großbritannien ist es das einzige westeuropäische Land, das über Atomwaffen verfügt. In Deutschland sind derzeit US-Atombomben als Teil der nuklearen Abschreckung der Nato stationiert, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr Kampfjets bereitstellt. Die Kooperation mit Frankreich soll die Nato-Abschreckung ergänzen und stärken. Neun Länder wollen mit Frankreich kooperieren Auch mit der Atommacht Großbritannien hat Frankreich eine nukleare Zusammenarbeit vereinbart. Sieben weitere Länder haben positiv auf das französische Angebot reagiert: Polen, die Niederlande, Belgien, Griechenland, Schweden, Dänemark und Norwegen. Lesen Sie hier mehr über Macrons Atomschirm.

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16. Juli
Die Zeit (Politik)

Nukleare Abschreckung: Deutschland und Frankreich beginnen gemeinsame nukleare Abschreckung

Nukleare Abschreckung: Deutschland und Frankreich beginnen gemeinsame nukleare Abschreckung Die im März vereinbarte Nuklearpartnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich ist angelaufen. Bald sollen deutsche Soldaten an einem französischen Manöver teilnehmen. Deutschland und Frankreich haben ihre nukleare Zusammenarbeit erstmals praktisch erprobt, indem französische Rafale-Kampfjets und deutsche Eurofighter die Luftbetankung trainierten. Am Rande des deutsch-französischen Verteidigungsrats soll es weitere Übungen geben, bei denen Soldaten Wartungsarbeiten an den Flugzeugen des jeweils anderen Landes durchführen. Im Herbst sollen erstmals deutsche Soldaten an einem französischen Nuklearmanöver teilnehmen, um die nukleare Abschreckung der Nato zu ergänzen. Frankreich und Großbritannien sind die einzigen westeuropäischen Länder mit Atomwaffen, während Deutschland US-Atombomben als Teil der Nato-Abschreckung beherbergt. Neben Deutschland haben auch andere europäische Länder wie Großbritannien, Polen, die Niederlande und Belgien Interesse an einer nuklearen Zusammenarbeit mit Frankreich gezeigt. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? Diese Audioversion wurde künstlich erzeugt. Die Audioversion dieses Artikels wurde künstlich erzeugt. Wir entwickeln dieses Angebot stetig weiter und freuen uns über Ihr Feedback. Deutschland und Frankreich haben ihre im März vereinbarte Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung erstmals praktisch erprobt. Zwei französische Rafale-Kampfjets und zwei Eurofighter der Bundeswehr trainierten die Luftbetankung durch ein französisches Tankflugzeug, wie die Luftwaffe bestätigte. Am Freitag soll es am Rande des deutsch-französischen Verteidigungsrats auf dem Fliegerhorst Nörvenich bei Köln eine weitere Übung geben, bei der Soldaten Wartungsarbeiten an den Flugzeugen des jeweils anderen Landes durchführen. Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen soll der deutsch-französische Verteidigungsrat am Freitag außerdem beschließen, dass sich im Herbst erstmals deutsche Soldaten an einem französischen Nuklearmanöver beteiligen. Die Kooperation soll die nukleare Abschreckung der Nato ergänzen. Frankreich verfügt neben Großbritannien als einziges westeuropäisches Land über Atomwaffen. In Deutschland stehen zurzeit US-Atombomben als Teil der nuklearen Abschreckungen der Nato bereit. Im Ernstfall stellt die Bundeswehr für deren Einsatz Kampfjets bereit. Nicht nur Deutschland möchte mit der Atommacht Frankreich kooperieren. Auch Großbritannien vereinbarte eine nukleare Zusammenarbeit mit den Franzosen. Polen, die Niederlande, Belgien, Griechenland, Schweden, Dänemark und Norwegen reagierten ebenso positiv auf das Angebot.

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16. Juli
Handelsblatt

Ministerrat in Brühl: Deutschland und Frankreich starten Atom-Kooperation

Ministerrat in Brühl: Deutschland und Frankreich starten Atom-Kooperation Nörvenich. Deutschland und Frankreich leiten erste praktische Schritte der Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung ein. Auf dem Fliegerhorst Nörvenich bei Köln sollen noch heute ein französischer Kampfjet vom Typ Rafale, der mit Atomwaffen bestückt werden kann, und ein Eurofighter der Bundeswehr gemeinsam betankt werden, wie es kurz vor einem Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron auf Schloss Bensberg bei Köln aus deutschen Regierungskreisen hieß. Mit der Aktion in Nörvenich beginnt die Umsetzung der Nuklear-Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich, die Anfang März von Merz und Macron vereinbart worden war. Wenn am Freitag der deutsch-französische Sicherheits- und Verteidigungsrat auf dem Fliegerhorst tagt, wird es um eine weitere Vertiefung gehen. Unter anderem soll beschlossen werden, dass sich im Herbst erstmals deutsche Soldaten an einem französischen Nuklearmanöver beteiligen, wie es hieß. Macron hatte europäischen Partnern bereits vor Jahren angeboten, unter den atomaren Schutzschirm Frankreichs zu rücken. Neben Großbritannien ist es das einzige westeuropäische Land, das über Atomwaffen verfügt. In Deutschland sind derzeit US-Atombomben als Teil der nuklearen Abschreckung der Nato stationiert, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr Kampfjets bereitstellt. Die Kooperation mit Frankreich soll die Nato-Abschreckung ergänzen und stärken.

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16. Juli
Handelsblatt

Sicherheit: Rafale wird morgen über Deutschland betankt – erster Schritt der nuklearen Zusammenarbeit

Erste Rafale wird morgen über Deutschland betankt Brühl. Nach dem weitgehenden Scheitern des gemeinsamen Kampfjetprojekts FCAS suchen Deutschland und Frankreich nach neuen Formen der Verteidigungszusammenarbeit. Dazu sollen die Verteidigungsminister beider Länder die im März vereinbarte Kooperation bei der nuklearen Abschreckung vorantreiben. Sie treffen sich dazu an diesem Freitag auf dem Luftwaffenstützpunkt in Nörvenich bei Köln. Symbolisiert wird der Fortschritt durch einen Betankungsvorgang, den es zuvor laut Regierungskreisen noch nicht gab: Im deutschen Luftraum soll neben deutschen Eurofightern auch ein französischer Rafale-Jet betankt werden, der dazu geeignet ist, Atombomben zu tragen. Das bestätigten Regierungskreise dem Handelsblatt. Als besonders kompliziert gelten solche Manöver nicht. Die Aktion ist darum eher symbolischer Natur – und soll wohl auch dem Eindruck entgegenwirken, dass die deutsch-französische Zusammenarbeit im Rüstungsbereich unter den Erwartungen bleibt. Der deutsch-französische Ministerrat am Freitag ist Teil einer ganzen Reihe bilateraler Treffen auf höchster Ebene. Nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu Beginn der Woche zweimal in Paris gewesen war, stand an diesem Donnerstag der Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach auf dem Programm.

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