Themen
lage

Dienstag, 24. März 2026
Zurück zur Übersicht

Discounter KiK schließt Hunderte Filialen - auch in Deutschland

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
24. März
Tagesschau

Discounter KiK schließt Hunderte Filialen - auch in Deutschland

Auch Standorte in Deutschland Discounter KiK schließt Hunderte Filialen in Europa Der Discounter KiK will in diesem Jahr Hunderte Filialen in ganz Europa schließen, auch in Deutschland. Die Kette hatte lange massiv expandiert - davon werde nun etwas Abstand genommen. Kündigungen soll es aber keine geben. Der Textil- und Haushaltswaren-Discounter KiK schließt in diesem Jahr Hunderte Filialen in ganz Europa. Das teilte der Geschäftsführer des Unternehmens, Christian Kümmel, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa mit. Die Zahl der Geschäfte sinkt demnach europaweit bis Ende 2026 um etwa 225 auf rund 4.000. Auch in Deutschland kommt es zu Schließungen: 135 Geschäfte sollen geschlossen werden. Einige Standorte wurden bereits geschlossen, andere folgen in den kommenden Monaten. In Deutschland zählt KiK zu den Einzelhändlern mit den meisten Verkaufsstellen, nach den Schließungen soll es noch rund 2.200 Filialen hierzulande geben. Die Kette ist in 14 europäischen Ländern vertreten. Im Jahr 2024 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro. "Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität", sagte Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel: "Die Formel: 'Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden' ist nicht 100-prozentig aufgegangen." Das liege vor allem daran, dass in einigen Fällen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander lägen. "Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück", so Kümmel. Weitere Schließungen möglich Alle verbleibenden Standorte seien profitabel, betonte der Geschäftsführer. Eine Liste der Geschäfte, die schließen sollen, legte KiK bislang nicht vor - wohl auch, weil zahlreiche Beschäftigte bislang nicht informiert worden seien, wie Kümmel erklärte. "Wir werden die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiter beschäftigen oder anderweitig eine Lösung finden", sagte Kümmel. Kündigungen seien nicht geplant. KiK beschäftigt etwa 32.000 Menschen, 19.000 davon in Deutschland. Christian Kümmel kann sich vorstellen, dass das Filialnetz in den kommenden Jahren weiter bereinigt wird. Das Unternehmen hatte im September 2025 angekündigt, unrentable Filialen zu schließen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Bereits Ende des vergangenen Jahres waren einige Geschäfte geschlossen worden. Laut Kümmel wurden in der Vergangenheit schon etwa 100 Filialen pro Jahr geschlossen, die Zahl der Neueröffnungen sei jedoch stets höher gewesen. Stationärer Einzelhandel dünnt aus Das Geschäftsmodell von KiK funktioniert nach eigenen Angaben weiterhin gut. An seinem Konzept möchte KiK grundsätzlich festhalten und vornehmlich Textildiscounter sein: Rund 60 Prozent des Sortiments entfallen auf Textilien, der Rest auf Non-Food-Produkte wie Haushaltswaren und Deko. Dennoch spürt auch der Discounter die Kaufzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher. "Zwar erhält der Discount insgesamt Zulauf. Wir sehen aber, dass der ein oder andere Einkauf weggelassen wird." Kümmel zufolge hat sich das Konsumverhalten verändert: "Es gibt eine hohe Wechselbereitschaft und Preissensibilität bei Kunden." Der Geschäftsführer sieht einen zunehmenden Wettbewerbsdruck - durch stationäre Händler wie Woolworth, NKD und Action sowie asiatische Onlineportale wie Shein und Temu. Das trifft auch den gesamten stationären Einzelhandel: Die Zahl der Geschäfte dürfte in diesem Jahr laut einer Prognose des Handelsverbandes Deutschland auf unter 300.000 sinken. Ende 2015 waren es noch etwa 372.000. Die Zahl der Insolvenzen in der Branche liegt nach Angaben des Kreditversicherers Allianz Trade auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. 2025 wurden 2.571 Fälle verzeichnet.

Artikel lesen
24. März
Handelsblatt

Einzelhandel: Discounter Kik schließt etwa 300 Filialen

Einzelhandel: Discounter Kik schließt etwa 300 Filialen Bönen. Der Textil- und Haushaltswaren-Discounter Kik schließt in diesem Jahr Hunderte Filialen. Das teilte der Geschäftsführer des Unternehmens in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Zahl der Geschäfte sinkt demnach bis Ende 2026 in Europa um etwa 225 auf gut 4.000, davon in Deutschland um 135 auf rund 2.200. Europaweit sind 300 Schließungen vorgesehen und 75 Neueröffnungen. Einige Standorte wurden bereits geschlossen, andere folgen in den kommenden Monaten. „Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität“, sagte Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel. „Die Formel "Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden" ist nicht 100-prozentig aufgegangen.“ In einigen Fällen lägen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander. „Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück.“ Alle verbleibenden Standorte seien profitabel. Eine vollständige Liste der Geschäfte, die schließen sollen oder bereits aufgegeben wurden, legte Kik nicht vor. Zahlreiche Beschäftigte seien bislang nicht informiert worden, hieß es. „Wir werden die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiter beschäftigen oder anderweitig eine Lösung finden“, sagte Kümmel. Kündigungen seien nicht geplant. Kik beschäftigt etwa 32.000 Menschen, 19.000 davon in Deutschland. Kümmel kann sich vorstellen, dass das Filialnetz in den kommenden Jahren weiter bereinigt wird. Kik-Chef: „Unsere loyale Kundschaft wächst“ Das Unternehmen hatte im September 2025 angekündigt, unrentable Filialen zu schließen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Bereits Ende des Jahres waren einige Geschäfte dichtgemacht worden. Laut Kümmel wurden in der Vergangenheit bereits etwa 100 Filialen pro Jahr geschlossen, die Zahl der Neueröffnungen sei jedoch stets höher gewesen. Das Geschäftsmodell von Kik funktioniert nach Angaben von Kümmel weiterhin gut. „Unsere loyale Kundschaft wächst.“ Dennoch spürt das Unternehmen die Kaufzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher. „Zwar erhält der Discount insgesamt Zulauf. Wir sehen aber, dass der ein oder andere Einkauf weggelassen wird.“ Kümmel zufolge hat sich das Konsumverhalten verändert. „Es gibt eine hohe Wechselbereitschaft und Preissensibilität bei Kunden.“ Der Geschäftsführer sieht einen zunehmenden Wettbewerbsdruck - durch stationäre Händler wie Woolworth, NKD und Action sowie asiatische Shopping-Plattformen wie Shein und Temu Stationärer Einzelhandel dünnt aus Kik ist die Abkürzung für „Kunde ist König“ und wurde 1994 gegründet. Inzwischen ist die Kette in 14 europäischen Ländern vertreten. Im Jahr 2024 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro. In Deutschland zählt Kik zu den Einzelhändlern mit den meisten Verkaufsstellen. Der stationäre Einzelhandel steht wegen der wachsenden Konkurrenz durch den Onlinehandel und der schlechten Konsumstimmung stark unter Druck. Die Zahl der Geschäfte dürfte in diesem Jahr laut einer Prognose des Handelsverbandes Deutschland auf unter 300.000 sinken. Ende 2015 waren es noch etwa 372.000. Die Zahl der Insolvenzen in der Branche liegt nach Angaben des Kreditversicherers Allianz Trade auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. 2025 wurden 2.571 Fälle verzeichnet.

Artikel lesen
24. März
FAZ (Wirtschaft)

Business-Ticker: Discounter Kik schließt etwa 300 Filialen

Business-Ticker : Discounter Kik schließt etwa 300 Filialen Lesezeit: Zu dicht expandiert: eine Filiale von Kikdpa US-Geschworene: Musk schädigte Twitter-Aktionäre bewusst +++ Pötsch bleibt VW-Chefkontrolleur +++ Tausende Luxusautos wegen des Irankriegs auf kenianischer Mini-Insel gestrandet +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog. Maximilian Sachse Discounter Kik schließt etwa 300 Filialen Der Textil- und Haushaltswaren-Discounter Kik schließt in diesem Jahr Hunderte Filialen. Das teilte der Geschäftsführer des Unternehmens in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Zahl der Geschäfte sinkt demnach bis Ende 2026 in Europa um etwa 225 auf gut 4.000, davon in Deutschland um 135 auf rund 2.200. Europaweit sind 300 Schließungen vorgesehen und 75 Neueröffnungen. Einige Standorte wurden bereits geschlossen, andere folgen in den kommenden Monaten. „Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität“, sagte Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel. „Die Formel „Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden“ ist nicht 100-prozentig aufgegangen.“ In einigen Fällen lägen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander. „Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück.“ Alle verbleibenden Standorte seien profitabel. Eine Liste der Geschäfte, die schließen sollen, legte Kik nicht vor. Zahlreiche Beschäftigte seien bislang nicht informiert worden, hieß es. „Wir werden die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiter beschäftigen oder anderweitig eine Lösung finden“, sagte Kümmel. Kündigungen seien nicht geplant. Kik beschäftigt etwa 32.000 Menschen, 19.000 davon in Deutschland. Kümmel kann sich vorstellen, dass das Filialnetz in den kommenden Jahren weiter bereinigt wird. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Maximilian Sachse Chip-Konzern SK Hynix vergibt Großauftrag an ASML ASML hat einen Milliardenauftrag in mutmaßlicher Rekordhöhe eingeholt. Der niederländische Produzent von Chipmaschinen erhielt vom Halbleiterhersteller SK Hynix eine Order für seine modernsten Geräte im Volumen von knapp sieben Milliarden Euro, wie F.A.Z.-Redakteur Klaus Max Smolka berichtet. Die Information geht aus einer Mitteilung der Südkoreaner an die Börsenaufsicht hervor. Es ist die größte Einzelbestellung für ASML, die bisher jemals öffentlich bekannt geworden ist. Die Maschinen sollen bis Ende 2027 ausgeliefert sein. ASML äußerte sich am Dienstag dazu nicht. Analyst Janardan Menon von Jefferies vermutet, der Großteil des Auftrags sei schon in den vergangenen Quartalen platziert worden. Im vierten Quartal hatte das Unternehmen aus Veldhoven Neuaufträge in Rekordhöhe verbucht: im Volumen von 13,2 Milliarden Euro – doppelt so viel, wie Analysten im Durchschnitt ihrer Prognosen erwartet hatten. Der Konzern veröffentlichte die stark aktienkursrelevante Kennzahl in der Präsentation Ende Januar zum letzten Mal, weil der Vorstand sie für zu schwankungsanfällig hält. Der Hynix-Auftrag gilt Maschinen, die Chips mit der besonders fortgeschrittenen EUV-Technologie herstellen – das Kürzel steht für Extrem Ultraviolettes Licht. ASML sieht sich als einziger Anbieter von EUV-Maschinen auf der Welt, der Stückpreis kann deutlich über 300 Millionen Euro liegen. ASML äußerte sich am Dienstag dazu nicht. Analyst Janardan Menon von Jefferies vermutet, der Großteil des Auftrags sei schon in den vergangenen Quartalen platziert worden. Im vierten Quartal hatte das Unternehmen aus Veldhoven Neuaufträge in Rekordhöhe verbucht: im Volumen von 13,2 Milliarden Euro – doppelt so viel, wie Analysten im Durchschnitt ihrer Prognosen erwartet hatten. Der Konzern veröffentlichte die stark aktienkursrelevante Kennzahl in der Präsentation Ende Januar zum letzten Mal, weil der Vorstand sie für zu schwankungsanfällig hält. Der Hynix-Auftrag gilt Maschinen, die Chips mit der besonders fortgeschrittenen EUV-Technologie herstellen – das Kürzel steht für Extrem Ultraviolettes Licht. ASML sieht sich als einziger Anbieter von EUV-Maschinen auf der Welt, der Stückpreis kann deutlich über 300 Millionen Euro liegen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Maybrit Martschin Bayer-Aktie fällt nach Ausstieg von aktivistischem Investor Der Ausstieg des aktivistischen Investors Inclusive Capital macht Bayer zu schaffen. Die Aktien des Leverkusener Agrar- und Pharmakonzerns rutschten am Dienstag in der Spitze um 3,7 Prozent auf 37,05 Euro ab und gehörten damit zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex Dax, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Fonds des aktivistischen Investors Jeffrey Ubben hatte über Nacht seine restlichen 8,5 Millionen Bayer-Aktien zum Preis von je 37,45 Euro bei anderen institutionellen Aktionären platziert, wie die damit beauftragte Bank mitteilte. Das war ein Abschlag von 2,6 Prozent zum Xetra-Schlusskurs vom Montag. Inclusive Capital erlöst damit 318 Millionen Euro, dürfte mit seinem Engagement aber Verlust eingefahren haben. Inclusive Capital war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der Investor war Anfang 2023 bei Bayer eingestiegen und hatte die Absetzung von Vorstandschef Werner Baumann mit vorangetrieben. Damals hatten die 8,18 Millionen Aktien, die der Fonds kaufte, einen Wert von 407 Millionen Euro. Die Bayer-Aktie hat seither rund 25 Prozent an Wert verloren, weil der Rechtsstreit über die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat hohe Kosten verursacht. Ein Händler sagte, der Schritt könne ein Zeichen dafür sein, dass Ubben das Kurspotential für ausgereizt halte. Aktivistische Investoren hätten bei Bayer für mehr Zug gesorgt. „Und wenn der aussteigt, ist das entsprechend schlecht.“ Jeffrey Ubben sitzt seit 2024 auch im Aufsichtsrat von Bayer; sein Mandat läuft noch bis 2028. Im November 2023 hatte er allerdings Investoren mitgeteilt, dass er einige Fonds auflösen und Kapital zurückgeben wolle, wie Reuters von zwei Insidern erfahren hatte. Ubben wolle Inclusive Capital Partners drei Jahre nach der Gründung schließen. Ubben, einer der bekanntesten aktivistischen Investoren an der Wall Street, hatte eine Aufspaltung von Bayer gefordert. Der seit Juni 2023 amtierende Vorstandschef Bill Anderson baut die Führungsstruktur um, hat eine strategische Überprüfung, die zu einer Aufspaltung hätte führen können, jedoch ausgesetzt. Inclusive Capital war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der Investor war Anfang 2023 bei Bayer eingestiegen und hatte die Absetzung von Vorstandschef Werner Baumann mit vorangetrieben. Damals hatten die 8,18 Millionen Aktien, die der Fonds kaufte, einen Wert von 407 Millionen Euro. Die Bayer-Aktie hat seither rund 25 Prozent an Wert verloren, weil der Rechtsstreit über die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat hohe Kosten verursacht. Ein Händler sagte, der Schritt könne ein Zeichen dafür sein, dass Ubben das Kurspotential für ausgereizt halte. Aktivistische Investoren hätten bei Bayer für mehr Zug gesorgt. „Und wenn der aussteigt, ist das entsprechend schlecht.“ Jeffrey Ubben sitzt seit 2024 auch im Aufsichtsrat von Bayer; sein Mandat läuft noch bis 2028. Im November 2023 hatte er allerdings Investoren mitgeteilt, dass er einige Fonds auflösen und Kapital zurückgeben wolle, wie Reuters von zwei Insidern erfahren hatte. Ubben wolle Inclusive Capital Partners drei Jahre nach der Gründung schließen. Ubben, einer der bekanntesten aktivistischen Investoren an der Wall Street, hatte eine Aufspaltung von Bayer gefordert. Der seit Juni 2023 amtierende Vorstandschef Bill Anderson baut die Führungsstruktur um, hat eine strategische Überprüfung, die zu einer Aufspaltung hätte führen können, jedoch ausgesetzt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Maximilian Sachse SAP-Aktie sackt nach Herabstufung ab Eine Herabstufung und eine drastische Kurszielsenkung durch JP Morgan setzen SAP zu. Die Aktien des Walldorfer Softwarekonzerns brechen in der Spitze mehr als fünf Prozent auf 146 Euro ein und fallen damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Die Analysten der US-Bank stuften die Aktie auf „Neutral“ von zuvor „Overweight“ herab und stutzten das Kursziel um rund ein Drittel auf 175 Euro von zuvor 260 Euro. Zur Begründung verwiesen sie auf einen sich verlangsamenden Auftragsbestand im Cloud-Geschäft und den zunehmenden Wettbewerb im Bereich Künstliche Intelligenz. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Martin Gropp Drägerwerk erwirtschaftet Rekordumsatz Der Medizintechnikkonzern Drägerwerk hat im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz erzielt, den Gewinn deutlich gesteigert und die dritte Dividendenerhöhung in Folge angekündigt. „Im Jahr 2025 haben wir unseren Erfolgskurs fortgesetzt und den höchsten Umsatz unserer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet“, erklärte Firmenchef Stefan Dräger am Dienstag. „Trotz widrigem Umfeld haben wir dabei auch unser Ergebnis verbessert.“ Der Umsatz stieg um 5,3 Prozent auf den Rekordwert von rund 3,48 Milliarden Euro, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Derweil schnellte das operative Ergebnis (Ebit) um rund 20 Prozent auf mehr als 233 Millionen Euro, obwohl die positiven Einmaleffekte aus dem Vorjahr fehlten und Zoll- und Währungseffekte belasteten. Die Aktionäre sollen für das Jahr 2025 je Stammaktie 2,21 (Vorjahr: 1,97) Euro und je Vorzugsaktie 2,27 (2,03) Euro erhalten. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das im Kleinwerteindex S-Dax gelistete Lübecker Unternehmen einen Umsatzanstieg von einem bis fünf Prozent. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll zwischen 5 und 7,5 Prozent liegen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Marcus Jung Frühere Maple-Banker entgehen Cum-Ex-Prozess Im milliardenschweren Cum-Ex-Steuerskandal ist ein Verfahren gegen drei Ex-Manager der Maple Bank gegen eine Millionen-Geldauflage eingestellt worden. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts Frankfurt auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Demnach zahlen die drei Angeschuldigten insgesamt 2,3 Millionen Euro und entgehen so einem öffentlichen Strafprozess. Das Landgericht habe die Verfahren gegen die Manager eingestellt, obwohl die Staatsanwaltschaft schon Anklage erhoben habe. Die mittlerweile insolvente Maple Bank galt als einer der zentralen Akteure im Cum-Ex-Skandal um illegale Aktiendeals, mit denen sich Banken eine einmal gezahlte Kapitalertragsteuer vom Staat doppelt erstatten ließen. Die Maple Bank mit kanadischen Wurzeln soll allein rund 374 Millionen Euro an unrechtmäßigen Steuererstattungen erlangt haben. In der strafrechtlichen Aufarbeitung wurden bereits mehrere frühere Manager der Maple Bank zu Haftstrafen verurteilt, darunter der ehemalige Deutschland-Chef. Auch der Rechtsberater der Bank, der frühere Freshfields-Anwalt Ulf Johannemann, muss wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ins Gefängnis. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Susanne Preuß Vier Prozent Umsatzwachstum mit Fotobüchern – und eine Dividenden-Erhöhung Aktionäre des Foto-Dienstleisters Cewe dürfen mit einer Dividende von 3 Euro je Aktie rechnen, nachdem es voriges Jahr 2,85 Euro gab. Das teilte das Unternehmen aus Oldenburg nach dem entsprechenden Aufsichtsratsbeschluss mit. Seit 17 Jahren hat Cewe jedes Jahr die Dividende erhöht. Der Umsatz mit Fotobüchern und anderen Dienstleistungen rund ums Foto stieg voriges Jahr laut vorläufigen Zahlen um vier Prozent auf 864 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 86 auf 88 Millionen Euro. Details zum Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht die Cewe Stiftung & Co. KGaA an diesem Donnerstag. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Maximilian Sachse Delivery Hero will Taiwan-Geschäft an Rivalen Grab verkaufen Delivery Hero nimmt einen neuen Anlauf zum Verkauf seines Taiwan-Geschäfts. Der asiatische Konkurrent Grab wolle die Tochter Foodpanda Taiwan für 600 Millionen Dollar in bar übernehmen, teilte der deutsche Essenslieferant am Montag mit. Die Einnahmen würden unter anderem zum Schuldenabbau verwendet. Die Transaktion müsse jedoch noch von den Behörden genehmigt werden. Vor etwa zwei Jahren hatte Delivery Hero schon einmal versucht, sich von Foodpanda Taiwan zu trennen. Der Verkauf an Uber Eats war damals am Veto der dortigen Kartellbehörde gescheitert. Der Markt für Essenslieferungen in Taiwan ist hart umkämpft. Das bei Foodpanda Taiwan über die Plattform gehandelte Brutto-Warenvolumen (GMV) lag Delivery Hero zufolge 2025 bei 1,5 Milliarden Euro. Zudem habe die Tochter einen bereinigten operativen Gewinn erwirtschaftet. Das Berliner Unternehmen weist die Geschäftsentwicklung einzelner Märkte in der Bilanz nicht gesondert aus. Früheren Angaben zufolge lag das GMV von Foodpanda Taiwan zwischen März 2023 und März 2024 ebenfalls bei etwa 1,5 Milliarden Euro. Der Verkauf erfolgt für Delivery Hero zu einem kritischen Zeitpunkt. Einer der größten Aktionäre fordert einen Rückzug des Essenslieferanten aus ganzen Regionen. Das Unternehmen sei im Vergleich zur Konkurrenz zu ertragsschwach. Der Vermögensverwalter Aspex droht zudem mit der Absetzung des Konzernchefs und Mitgründers Niklas Östberg. „Der Start einer Veräußerung von Ländergesellschaften ist zwar positiv zu bewerten, doch Taiwan allein reicht bei weitem nicht aus", teilte Aspex der F.A.Z. mit. Das Unternehmen müsse weiterhin hohe Bußgelder wegen Rechtsverstößen zahlen und zerstöre auch weiterhin Wert durch „ineffiziente Finanzierungsvereinbarungen.“ Es sei noch sehr viel zu tun, bevor das Management das Vertrauen der Kapitalmärkte zurückgewinnen könne. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Maximilian Sachse US-Geschworene: Musk schädigte Twitter-Aktionäre bewusst Tech-Milliardär Elon Musk hat in einem Prozess um sein Vorgehen bei der Übernahme von Twitter eine Niederlage erlitten. Geschworene eines Bezirksgerichts in San Francisco kamen zu dem Schluss, dass Musk im Jahr 2022 mit zwei irreführenden Äußerungen ein Wertpapiergesetz verletzt hatte. Da das den Aktienkurs drückte, könnte er verpflichtet werden, damaligen Anteilseignern eine hohe Wiedergutmachung zu zahlen. Musk äußerte sich zunächst nicht zu dem Urteil. Er könnte dagegen in höherer Instanz in Berufung gehen. Der Tech-Milliardär hatte im April 2025 mit Twitter die Übernahme des Kurznachrichtendienstes für einen Kaufpreis von rund 44 Milliarden Dollar vereinbart. Doch wenig später behauptete er, dass Twitter viel mehr automatisierte Bot-Accounts habe als offiziell angegeben und drohte mit einem Rückzieher. Der Twitter-Verwaltungsrat beharrte jedoch auf der Einhaltung der Vereinbarung und am Ende schloss Musk den Kauf Ende Oktober 2022 doch zum abgesprochenen Preis ab. Aktionäre von Twitter zogen bereits Anfang Oktober 2022 vor Gericht und warfen Musk vor, mit seinen Äußerungen den Kurs absichtlich manipuliert zu haben. Die Geschworenen berechneten nun auch den jeweiligen Betrag, um den Musks Worte den Twitter-Aktienkurs an einzelnen Tagen zwischen dem 13. Mai und dem 3. Oktober 2022 aus ihrer Sicht künstlich gedrückt hatten. Zu einem späteren Zeitpunkt soll festgelegt werden, wie viel Wiedergutmachung Musk damaligen Aktionären zahlen soll. Es könnten hunderte Millionen oder auch einige Milliarden US-Dollar werden. Der Tech-Milliardär hatte im April 2025 mit Twitter die Übernahme des Kurznachrichtendienstes für einen Kaufpreis von rund 44 Milliarden Dollar vereinbart. Doch wenig später behauptete er, dass Twitter viel mehr automatisierte Bot-Accounts habe als offiziell angegeben und drohte mit einem Rückzieher. Der Twitter-Verwaltungsrat beharrte jedoch auf der Einhaltung der Vereinbarung und am Ende schloss Musk den Kauf Ende Oktober 2022 doch zum abgesprochenen Preis ab. Aktionäre von Twitter zogen bereits Anfang Oktober 2022 vor Gericht und warfen Musk vor, mit seinen Äußerungen den Kurs absichtlich manipuliert zu haben. Die Geschworenen berechneten nun auch den jeweiligen Betrag, um den Musks Worte den Twitter-Aktienkurs an einzelnen Tagen zwischen dem 13. Mai und dem 3. Oktober 2022 aus ihrer Sicht künstlich gedrückt hatten. Zu einem späteren Zeitpunkt soll festgelegt werden, wie viel Wiedergutmachung Musk damaligen Aktionären zahlen soll. Es könnten hunderte Millionen oder auch einige Milliarden US-Dollar werden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Maximilian Sachse Pötsch bleibt VW-Chefkontrolleur Hans Dieter Pötsch soll oberster Kontrolleur des Volkswagen-Konzerns bleiben. Der Nominierungsausschuss des VW -Aufsichtsrats schlug den 74-Jährigen zur Wiederwahl vor, wie das Unternehmen mitteilte. Dieser Vorschlag wird dem Aufsichtsrat in seiner kommenden Sitzung vorgelegt, am 18. Juni soll die Hauptversammlung darüber entscheiden. Pötsch erklärte dazu laut Mitteilung: „Dem Wunsch, das Unternehmen weiterhin an der Spitze des Kontroll- und Beratungsgremiums durch diese herausfordernden Zeiten zu führen, komme ich gerne nach.“ Sein Ziel bleibe es, VW „wetterfest“ aufzustellen. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ über die Personalie berichtet. Der Österreicher Pötsch arbeitet seit 2003 für die VW-Gruppe, zwölf Jahre als Finanzvorstand und seit Herbst 2015 an der Spitze des Aufsichtsrats. Er ist zudem Chef der VW-Eigentümer-Holding Porsche SE. Deren Aufsichtsrat beschloss, das Mandat von Pötsch um eine weitere Amtszeit zu verlängern. Die Bestellung erfolge mit Wirkung zum 1. Januar 2027 für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2031, teilte die Porsche SE separat mit. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Maximilian Sachse Musk: Tesla und SpaceX bauen Chipfabriken für Eigenbedarf in Texas Die von Elon Musk geführten Unternehmen SpaceX und Tesla wollen im texanischen Austin zwei hochmoderne Chipfabriken bauen. Musk kündigte das Projekt mit dem Namen „Terafab“ am Sonntag auf seiner Online-Plattform X an. Ein Werk solle Halbleiter für Autos und humanoide Roboter produzieren, das andere sei für Rechenzentren mit Künstlicher Intelligenz (KI) im Weltraum gedacht. „Terafab wird technisch gesehen aus zwei Fabriken bestehen, von denen jede nur ein einziges Chipdesign herstellt“, schrieb Musk. Schon am Samstag hatte er in Austin Pläne für einen KI-Chip-Komplex vorgestellt. Dabei betonte er, dass die derzeitige weltweite Chipproduktion künftig nur einen kleinen Bruchteil des Bedarfs seiner Unternehmen decken werde. „Entweder wir bauen die Terafab, oder wir haben keine Chips“, sagte er. Es ist eine neue Ankündigung unter vielen des Unternehmers, dessen Versprechungen sich in der Vergangenheit aber immer wieder nur stark verspätet oder gar nicht erfüllt haben. Dass Tesla eine eigene Chipfabrik benötigt, hatte Musk schon in der Vergangenheit geäußert. Die Beteiligung des Raumfahrtunternehmens SpaceX war jedoch bislang nicht bekannt. Die neuen Weltraum-Chips müssten für extremere Umgebungen und höhere Temperaturen ausgelegt sein, erklärte Musk. Das geplante Rechenzentrum im Weltall soll künftig eine Rechenleistung von einem Terawatt pro Jahr erzeugen. Zum Vergleich: In den gesamten USA wird derzeit etwa ein halbes Terawatt generiert. Bislang sind Rechenzentren im Weltall allerdings vor allem eine Idee, wirklich konkrete und seriöse Umsetzungspläne gibt es noch nicht. Es ist eine neue Ankündigung unter vielen des Unternehmers, dessen Versprechungen sich in der Vergangenheit aber immer wieder nur stark verspätet oder gar nicht erfüllt haben. Dass Tesla eine eigene Chipfabrik benötigt, hatte Musk schon in der Vergangenheit geäußert. Die Beteiligung des Raumfahrtunternehmens SpaceX war jedoch bislang nicht bekannt. Die neuen Weltraum-Chips müssten für extremere Umgebungen und höhere Temperaturen ausgelegt sein, erklärte Musk. Das geplante Rechenzentrum im Weltall soll künftig eine Rechenleistung von einem Terawatt pro Jahr erzeugen. Zum Vergleich: In den gesamten USA wird derzeit etwa ein halbes Terawatt generiert. Bislang sind Rechenzentren im Weltall allerdings vor allem eine Idee, wirklich konkrete und seriöse Umsetzungspläne gibt es noch nicht. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Alexander Armbruster VW-Chef Blume lobt Chinas Planung und Leistungsbereitschaft VW-Chef Oliver Blume setzt auf China und lobt die strategische Weitsicht der Führung in Peking. "Die Chinesen gehen sehr planerisch vor mit sogenannten Fünfjahresplänen und haben dort auch klare Prioritäten", sagte er der "Bild am Sonntag". Und er fügte hinzu: "Das ist optimal durchstrukturiert. Und was wir in China sehr positiv erleben, ist eine hohe Disziplin und Leistungsbereitschaft, die Themen umzusetzen." Es lohne der Blick über den eigenen Gartenzaun. "Zu schauen, wie es andere Länder machen, und in China können wir dort auch einiges lernen, wie das Land sich entwickelt hat", sagte Blume. Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang hat derweil ausländischen Unternehmen eine weitere Öffnung der Wirtschaft und vollständige Gleichbehandlung versprochen. Angesichts wachsender globaler Handelsspannungen wolle die Volksrepublik das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft stärken, sagte Li am Sonntag auf dem China Development Forum in Peking staatlichen Medien zufolge. Die Europäische Union führt dagegen wiederum den Erfolg der chinesischen Automobilindustrie in Europa auch auf staatliche Subventionen und damit Wettbewerbsverzerrung zurück. Der Staatenbund hat deswegen im Oktober des Jahres 2024 Einfuhrzölle auf Elektroautos aus China in Kraft gesetzt. Anfang dieses Jahres hat die EU-Kommission nachgelegt und Mindestpreise für chinesische E-Autos vorgeschlagen. Mit Blick auf den "Autogipfel" von Bundeskanzler Friedrich Merz sagte VW-Chef Blume: "Jetzt wird es entscheidend sein, zügig zu entscheiden und hinter die jeweiligen Themen einen konkreten Plan zur Umsetzung zu machen." Es müsse gemessen werden, wie man dabei vorankomme. "Jetzt hoffe ich stark darauf, dass wir dort Tempo aufnehmen." Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Alexander Armbruster Rheinmetall verspricht erste neue Fregatte für das Jahr 2031 Der Rüstungskonzern Rheinmetall erwartet, die Fregatten vom Typ F126 für die Marine zügig bauen zu können. "Wir gehen davon aus, dass wir die Fregatte F126 im Sommer als Generalunternehmer unter Vertrag bekommen", sagte Tim Wagner, Chef der neu geschaffenen Division Maritime Systems, nach einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA der "Welt am Sonntag". Und er fügte demnach hinzu: "Wir wollen die Durchlaufzeiten beschleunigen und die erste der sechs geplanten Fregatten im zweiten Halbjahr 2031 abliefern." Es liefen Gespräche mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Anfang April hatte Rheinmetall für 1,5 Milliarden Euro die Marinewerft-Sparte NVL der Bremer Lürssen-Gruppe übernommen. Deren Zentrum ist die Hamburger Werft Blohm+Voss. Generalunternehmer für den Bau der F126 war ursprünglich das niederländische Unternehmen Damen Naval in Vlissingen. Damen Naval kann die Schiffe aber nicht zeitgerecht produzieren, das Programm liegt aktuell etwa vier Jahre hinter dem Zeitplan. Der Bau von geplanten sechs F126 für rund zehn Milliarden Euro ist das bislang größte Neubauprogramm der Deutschen Marine. Die Schiffe sind vor allem darauf spezialisiert, U-Boote zu jagen. Die Übernahme durch Rheinmetall als Generalunternehmer ist eine von zwei Optionen, die das Verteidigungsministerium gegenwärtig verfolgt. Alternativ bereitet sich der Kieler Marineschiffbauer TKMS auf den Bau von kleineren Fregatten vom Typ Meko A-200 DEU vor. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Stefan Paravicini Neuer Aufsichtsrat für Jenoptik Der Aufsichtsrat des Thüringer Technologiekonzerns Jenoptik ist wieder komplett. Das Amtsgericht Jena hat mit Wirkung zum 20. März 2026 und bis zum Ablauf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung Andreas Krey in das Gremium bestellt. Krey steht seit mehr als zwanzig Jahren an der Spitze der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen. Der Freistaat ist mit rund 11 Prozent an Jenoptik beteiligt und größter Aktionär des Unternehmens. Die Ersatzbestellung war nötig geworden, nachdem der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende von Jenoptik, Matthias Wierlacher, der Vorstandsvorsitzende der Thüringer Aufbaubank, sein Mandat im Aufsichtsrat von Jenoptik zum Jahresende niedergelegt hatte. Den Vorsitz im Aufsichtsrat hat seither Daniela Mattheus inne. Zur ihren ersten Aufgaben an der Spitze des Kontrollgremiums gehört die Suche nach einem Nachfolger für den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Stefan Traeger, der Jenoptik im Februar verlassen hat. Die Ersatzbestellung war nötig geworden, nachdem der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende von Jenoptik, Matthias Wierlacher, der Vorstandsvorsitzende der Thüringer Aufbaubank, sein Mandat im Aufsichtsrat von Jenoptik zum Jahresende niedergelegt hatte. Den Vorsitz im Aufsichtsrat hat seither Daniela Mattheus inne. Zur ihren ersten Aufgaben an der Spitze des Kontrollgremiums gehört die Suche nach einem Nachfolger für den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Stefan Traeger, der Jenoptik im Februar verlassen hat. Krey soll den Aufsichtsrat mit Kompetenzen unter anderem in Unternehmensführung, Corporate Governance sowie Finanz- und Betriebswirtschaft verstärken, teilte Jenoptik mit. Er hält weitere Mandate unter anderem im Aufsichtsrat der Stahlwerk Thüringen GmbH sowie im Beirat der Analytik Jena GmbH & Co. KG. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Alexander Armbruster 4000 Luxusautos auf kenianischer Mini-Insel gestrandet Tausende Luxusautos sind im Zuge des Iran-Kriegs auf dem Weg von Japan nach Dubai Hafenbehörden zufolge auf einer kenianischen Insel gestrandet. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten hervor. Örtliche Medien zeigten zahlreiche glänzende Wagen der deutschen Automarke Porsche, die einem Lagergebäude auf der Insel Lamu geparkt waren. Die Autos gehören zu insgesamt 4000 Fahrzeugen, die in der vergangenen Woche von zwei Schiffen der italienischen Grimaldi-Gruppe auf Lamu abgeladen wurden. Das zuletzt angekommene Schiff hatte am 24. Februar die japanische Hafenstadt Yokohama verlassen – vier Tage, bevor der Iran-Krieg mit US- und israelischen Angriffen auf den Iran begann. Am 1. März wurde das Ziel des Schiffs, der Hafen Dschebel Ali in Dubai, von iranischen Gegenangriffen getroffen. Nach Angaben örtlicher Hafenbeamter erwartet die Insel ein weiteres Containerschiff mit 5000 Autos in der kommenden Woche. Die kenianische Hafenbehörde erklärte im Onlinedienst X, dass Lamu auf einen Anstieg des Verkehrsaufkommens vorbereitet sei. „Es gibt immer noch Schiffe mit Fracht, die für den Golf bestimmt sind, aber seit sich die Situation dort verschlechtert hat, treiben diese Schiffe mehr oder weniger nur auf dem Meer umher“, sagte Lamus Hafenmanager Abdulaziz Mzee örtlichen Medien. Der Krieg sei kein Grund zum Feiern, aber die Wirtschaft auf Lamu profitiere davon. Die Autos dürften im Hafen bleiben, bis sich die Situation stabilisiere, fuhr Mzee fort. „Es gibt immer noch Schiffe mit Fracht, die für den Golf bestimmt sind, aber seit sich die Situation dort verschlechtert hat, treiben diese Schiffe mehr oder weniger nur auf dem Meer umher“, sagte Lamus Hafenmanager Abdulaziz Mzee örtlichen Medien. Der Krieg sei kein Grund zum Feiern, aber die Wirtschaft auf Lamu profitiere davon. Die Autos dürften im Hafen bleiben, bis sich die Situation stabilisiere, fuhr Mzee fort. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

Artikel lesen
24. März
Der Spiegel (Wirtschaft)

Kik schließt rund 300 Filialen

Discounterkette Kik schließt rund 300 Filialen Der Textil- und Haushaltswaren-Discounter Kik wird in diesem Jahr Hunderte Filialen schließen. Die Zahl der Geschäfte sinkt laut Kik-Geschäftsführer Christian Kümmel bis Ende 2026 in Europa um etwa 225 auf gut 4000, davon in Deutschland um 135 auf rund 2200. Europaweit sind 300 Schließungen vorgesehen und 75 Neueröffnungen. Einige Standorte wurden bereits geschlossen, andere folgen in den kommenden Monaten. »Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität«, sagte Kümmel. »Die Formel ›Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden‹ ist nicht hundertprozentig aufgegangen.« In einigen Fällen lägen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander. »Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück.« Alle verbleibenden Standorte seien profitabel. Keine Kündigungen geplant Eine Liste der Geschäfte, die schließen sollen, legte Kik nicht vor. Zahlreiche Beschäftigte seien bislang nicht informiert worden, hieß es. »Wir werden die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiterbeschäftigen oder anderweitig eine Lösung finden«, sagte Kümmel. Kündigungen seien nicht geplant. Kik beschäftigt etwa 32.000 Menschen, 19.000 davon in Deutschland. Kümmel kann sich vorstellen, dass das Filialnetz in den kommenden Jahren weiter bereinigt wird. Das Unternehmen hatte im September 2025 angekündigt, unrentable Filialen zu schließen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Bereits Ende des Jahres waren einige Geschäfte dichtgemacht worden. Laut Kik-Chef Kümmel wurden in der Vergangenheit bereits etwa hundert Filialen pro Jahr geschlossen, die Zahl der Neueröffnungen sei jedoch stets höher gewesen. Kik ist die Abkürzung für »Kunde ist König« und wurde 1994 gegründet. Inzwischen ist die Kette in 14 europäischen Ländern vertreten, in Deutschland zählt Kik zu den Einzelhändlern mit den meisten Verkaufsstellen. Im Jahr 2024 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro.

Artikel lesen
© 2026 Themenlage