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Sonntag, 26. Juli 2026
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Soziale Medien - EU wirft Tiktok unzureichenden Schutz minderjähriger Nutzer vor - Änderungen gefordert

Medienspektrum

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24. Juli
ZDF heute

EU: TikTok gefährdet Kinder und Jugendliche - Strafe droht

Neue Untersuchung zeigt:EU: TikTok gefährdet Kinder und Jugendliche - Strafe droht Eine Studie der EU-Kommission wirft der Videoplattform TikTok vor, minderjährige Nutzer nicht ausreichend zu schützen. Sollte sich das bestätigen, droht eine deftige Geldbuße. TikTok gefährdet Kinder und Jugendliche nach vorläufigen Ermittlungsergebnissen der EU-Kommission durch zu niedrige Schutzstandards. Die Brüsseler Behörde kritisiert unter anderem, dass Fremde die öffentlichen Benutzerkonten von Minderjährigen sehen und die jungen Nutzer auch mit missbräuchlichen Absichten kontaktieren könnten. Sollte sich das Ergebnis der Untersuchung bestätigen und TikTok keine Änderungen vornehmen wollen, droht der Plattform eine Geldstrafe. Mit den vorläufigen Untersuchungsergebnissen treibt die EU-Kommission das nächste Verfahren gegen einen Online-Riesen voran - wieder steht dabei der Kinder- und Jugendschutz im Fokus. Gleichzeitig läuft die Debatte über strengere Altersgrenzen für bestimmte soziale Netzwerke oder andere digitale Angebote. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte zuletzt an, nach dem Sommer einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen der EU machen zu wollen. TikTok lagert die Moderation von Inhalten größtenteils aus - an Künstliche Intelligenz und an Subunternehmen. Leonie arbeitet bei einem dieser Unternehmen. 22.05.2026 | 2:09 minTikTok: Kein ausreichender Schutz gegen Cybermobbing? Mit mehr als 200 Millionen Nutzern in Europa ist TikTok eine der beliebtesten Plattformen - gerade bei jungen Menschen. Doch die Einstellungen des sozialen Netzwerks schützten Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Cybermobbing, heißt es in den vorläufigen Ermittlungsergebnissen der EU-Kommission. Veröffentlichte Inhalte könnten demnach von Dritten missbraucht werden. Denn auch Personen ohne eigenes TikTok-Konto könnten die öffentlichen Profile der Kinder und Jugendlichen sehen. Da das, was Minderjährige veröffentlichen, für immer online bleiben und sie bis ins Erwachsenenalter begleiten kann, birgt die Funktion zudem das Risiko potenziell lebenslanger Folgen. EU-Kommission TikTok verspricht Verbesserungen bei der Regulierung von Inhalten. „Content-Moderatoren“ filtern Posts für einen niedrigen Stundenlohn. Was sie übersehen, landet oft beim BKA. 25.05.2026 | 2:28 minEU fordert Datenschutzmaßnahmen TikTok verteidigte die Einstellungen ihrer Online-Plattform: Jugendkonten auf TikTok verfügen bereits ab der Einrichtung des Kontos über mehr als 50 voreingestellte Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen, die unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten entwickelt wurden. TikTok-Sprecherin Man gehöre zudem zu den wenigen Plattformen, auf denen jüngere Teenager keine Direktnachrichten nutzen könnten. Die von der chinesischen Firma Bytedance betriebene App sollte nach Ansicht der EU-Kommission die Einstellungen anpassen. Und zwar so, dass Inhalte von Kindern und Jugendlichen standardmäßig nur für TikTok-Nutzer sichtbar sind, welche die Minderjährigen akzeptiert haben. Zudem fordert Brüssel von TikTok, Inhalte von Jugendlichen nicht länger anderen TikTok-Nutzern zu empfehlen, wie es aktuell bei Posts von 16- und 17-Jährigen passiere. Zwar gibt es bisher kein europaweites Mindestalter explizit für soziale Netzwerke, das EU-Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, kurz DSA) verpflichtet große Online-Plattformen aber bereits dazu, Kinder und Jugendliche effektiv zu schützen. Ab kommendem Jahr soll das Verbot gelten – für z.B. TikTok, Instagram, Snapchat. Premierminister Keir Starmer will damit für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder unter 16 Jahren sorgen. 16.06.2026 | 2:00 minEU befürchtet Suchtrisiken bei TikTok Dass Minderjährige süchtig werden könnten, befürchtet die EU-Kommission auch bei TikTok. Konkret geht es dabei um suchtfördernde Mechanismen - wie zum Beispiel stark personalisierte Empfehlungen und das ununterbrochene, automatische Abspielen von Videos. Im Februar hatte die Brüsseler Behörde vorläufige Ermittlungsergebnisse präsentiert und auch hier Änderungen von TikTok verlangt. Das Unternehmen hat in beiden Verfahren die Möglichkeit, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen oder mit entsprechenden Änderungen die Bedenken der EU auszuräumen. Findet sich keine einvernehmliche Lösung, könnte es für TikTok teuer werden. Die EU-Kommission würde dann formell einen Verstoß feststellen und eine Strafe von bis zu sechs Prozent des jährlichen Konzernumsatzes verhängen. Auch tägliche Strafen wären möglich, um TikTok zum Einlenken zu bewegen. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zum Thema Social Media - GrafikenWidersprüche in der Mediennutzung:Warum Jugendliche die Generationen vor Social Media beneidenvon Luisa Billmayer und Marie Riesmit Video2:21 - Nach TikTok-Post von US-Rapperin:US-Fans feiern Ikkimel nach viralem ZDF-Auftrittmit Video1:56 - Vorsichtsmaßnahmen wegen Anfeindungen:Wie Marcant auf Social Media gegen Rechts kämpftvon Max Neidlinger und Ulrich Hansenmit Video27:05 - Kein TikTok und Instagram mehr für U16?:Ethikrat lehnt Social-Media-Verbot für Jugendliche abvon Dorthe Ferbermit Video0:33

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24. Juli
Tagesschau

EU-Kommission kritisiert Jugendschutz bei TikTok - Strafen drohen

Brüssel bemängelt Jugendschutz EU-Kommission droht TikTok Strafe an TikTok tut laut EU-Kommission zu wenig für den Schutz Minderjähriger Nutzer. Sollte sich der Verdacht erhärten und die Plattform nichts ändern, drohen hohe Strafen. TikTok selbst weist die Kritik zurück. Die EU-Kommission hat TikTok unter die Lupe genommen. Nach vorläufigen Ermittlungen kommt die Brüsseler Behörde zu dem Schluss: Die Plattform gefährdet Kinder und Jugendliche durch zu niedrige Schutzstandards. Die Kommission kritisiert unter anderem, dass Fremde die öffentlichen Benutzerkonten von Minderjährigen sehen und junge Nutzer auch mit missbräuchlichen Absichten kontaktieren könnten. Zudem könne das, was Minderjährige veröffentlichen, für immer online bleiben und sie bis ins Erwachsenenalter begleiten - das berge das Risiko "potenziell lebenslanger Folgen". TikTok, das von der chinesischen Firma ByteDance betrieben wird - soll nun nach dem Willen der Kommission seine Einstellungen anpassen. Und zwar so, dass Inhalte von Kindern und Jugendlichen standardmäßig nur für TikTok-Nutzer sichtbar sind, die die Minderjährigen als sogenannte Follower akzeptiert haben. Brüssel fordert von dem App-Betreiber außerdem, Inhalte von Jugendlichen nicht länger anderen TikTok-Nutzern zu empfehlen, wie es aktuell bei Beiträgen von 16- und 17-Jährigen passiere. Strafe von bis zu sechs Prozent des Umsatzes möglich Sollte sich das vorläufige Ergebnis der Untersuchung bestätigen und TikTok trotzdem keine Änderungen vornehmen, droht eine Geldstrafe. Die Kommission würde dann formell einen Verstoß feststellen und eine Strafe von bis zu sechs Prozent des jährlichen Konzernumsatzes verhängen. Auch tägliche Strafen wären möglich, um TikTok zum Einlenken zu bewegen. Die Plattform hat nun die Möglichkeit, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen oder mit entsprechenden Änderungen die Bedenken der EU-Behörde auszuräumen. Eine TikTok-Sprecherin verteidigte zunächst die Einstellungen: Jugendkonten verfügten bereits ab der Einrichtung des Kontos über mehr als 50 voreingestellte Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen, die unter Einbeziehung von Experten entwickelt worden seien. Zudem gehöre man zu den wenigen Plattformen, auf denen jüngere Teenager keine Direktnachrichten nutzen könnten. 200 Millionen Nutzer in Europa TikTok ist mit mehr als 200 Millionen Nutzenden in Europa eine der beliebtesten Plattformen - gerade bei jungen Menschen. Neben dem Verfahren wegen des Kinder- und Jugendschutzes läuft derzeit auch eine Debatte über strengere Altersgrenzen für bestimmte soziale Netzwerke oder andere digitale Angebote. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte zuletzt an, nach dem Sommer einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen der EU machen zu wollen. Die deutsche EU-Politikerin betonte, es müsse ein Mindestalter geben, ab dem Kinder soziale Medien nutzen dürften. Mehrere Mitgliedsländer haben bereits nationale Vorschläge für ein Social-Media-Verbot erarbeitet, Frankreich hat als einziges EU-Land eine solche Altersgrenze bereits beschlossen. Europaweit gibt es kein Mindestalter explizit für soziale Netzwerke, das EU-Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, kurz DSA) verpflichtet große Online-Plattformen aber, Kinder und Jugendliche effektiv zu schützen.

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24. Juli
Die Zeit (Politik)

Social Media: EU-Kommission wirft TikTok unzureichenden Schutz von Kindern vor

Die EU-Kommission hat der chinesischen Videoplattform TikTok unzureichenden Schutz seiner minderjährigen Nutzerinnen und Nutzer vorgeworfen. Die Möglichkeit für Kinder und Jugendliche, ein öffentlich zugängliches Profil auf der Plattform zu erstellen, könne zu »unerwünschten Kontaktaufnahmen, Cybermobbing oder ausbeuterischem Verhalten« führen, erklärte die Kommission. Sie forderte TikTok auf, die Einstellungen so anzupassen, dass die von Minderjährigen geteilten Inhalte nicht für alle Welt sichtbar sind. Eine Ausnahme sieht die Kommission für Jugendliche, die die Möglichkeit zum öffentlichen Teilen von Inhalten erhalten könnten. Diese Inhalte dürften allerdings »unter keinen Umständen« für ein Publikum außerhalb der Plattform zugänglich sein. Darüber hinaus sollte TikTok davon absehen, Inhalte von Minderjährigen anderen Nutzern zu empfehlen, erklärte die EU-Kommission. TikTok verteidigte die Einstellungen auf der Plattform als ausreichend. So verfügten Jugendkonten »über mehr als 50 voreingestellte Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen, die unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten entwickelt wurden«, sagte eine Sprecherin. Man gehöre zudem zu den wenigen Plattformen, auf denen jüngere Teenager keine Direktnachrichten nutzen könnten. Debatte um EU-weite Altersbeschränkungen bei sozialen Medien läuft an Bei den nun veröffentlichten Erkenntnissen der EU-Kommission handelt es sich um vorläufige Ergebnisse einer im Februar 2024 begonnene Untersuchung unter dem »Digital Services Act«. Sollten diese sich bestätigen, könnte dies eine Geldbuße von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes von TikTok zur Folge haben. Mit diesen Ergebnissen könnte die Diskussion rund um eine EU-weite Altersbeschränkung für Social-Media-Plattformen an Fahrt aufnehmen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte zuletzt an, nach dem Sommer einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen der EU machen zu wollen. Die Politikerin hatte auf Grundlage von Empfehlungen einer Expertengruppe ein Mindestalter für soziale Medien gefordert. In den vergangenen Monaten preschten einige Mitgliedsstaaten mit nationalen Lösungsvorschlägen vor. Es ist nicht das erste Mal, das TikTok von der EU-Kommission kritisiert wird. Im Februar stellte die Behörde fest, dass durch die stark personalisierten Empfehlungen und das ununterbrochene, automatische Abspielen von Videos die Plattform »süchtig machende« Funktionen benutzt.

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24. Juli
Handelsblatt

Soziale Medien: Tiktok gefährdet laut EU Kinder und Jugendliche – Strafe droht

Soziale Medien: Tiktok gefährdet laut EU Kinder und Jugendliche – Strafe droht Brüssel. Tiktok gefährdet Kinder und Jugendliche nach vorläufigen Ermittlungsergebnissen der EU-Kommission durch zu niedrige Schutzstandards. Die Brüsseler Behörde kritisiert unter anderem, dass Fremde die öffentlichen Benutzerkonten von Minderjährigen sehen und die jungen Nutzer auch mit missbräuchlichen Absichten kontaktieren könnten. Sollte sich das Ergebnis der Untersuchung bestätigen und Tiktok keine Änderungen vornehmen wollen, droht der Plattform eine Geldstrafe. Mit den vorläufigen Untersuchungsergebnissen treibt die EU-Kommission das nächste Verfahren gegen einen Online-Riesen voran – wieder steht dabei der Kinder- und Jugendschutz im Fokus. Gleichzeitig läuft die Debatte über strengere Altersgrenzen für bestimmte soziale Netzwerke oder andere digitale Angebote. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte zuletzt an, nach dem Sommer einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen der EU machen zu wollen. Brüssel befürchtet Einfallstor für Cybermobbing Mit mehr als 200 Millionen Nutzern in Europa ist Tiktok eine der beliebtesten Plattformen – gerade bei jungen Menschen. Doch die Einstellungen des sozialen Netzwerks schützten Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Cybermobbing, heißt es in den vorläufigen Ermittlungsergebnissen der EU-Kommission.

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24. Juli
Handelsblatt

Soziale Medien: EU: TikTok gefährdet Kinder und Jugendliche - Strafe droht

Soziale Medien: EU: TikTok gefährdet Kinder und Jugendliche - Strafe droht Brüssel. TikTok gefährdet Kinder und Jugendliche nach vorläufigen Ermittlungsergebnissen der EU-Kommission durch zu niedrige Schutzstandards. Die Brüsseler Behörde kritisiert unter anderem, dass Fremde die öffentlichen Benutzerkonten von Minderjährigen sehen und die jungen Nutzer auch mit missbräuchlichen Absichten kontaktieren könnten. Sollte sich das Ergebnis der Untersuchung bestätigen und TikTok keine Änderungen vornehmen wollen, droht der Plattform eine Geldstrafe. Mit den vorläufigen Untersuchungsergebnissen treibt die EU-Kommission das nächste Verfahren gegen einen Online-Riesen voran - wieder steht dabei der Kinder- und Jugendschutz im Fokus. Gleichzeitig läuft die Debatte über strengere Altersgrenzen für bestimmte soziale Netzwerke oder andere digitale Angebote. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte zuletzt an, nach dem Sommer einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen der EU machen zu wollen. Brüssel befürchtet Einfallstor für Cybermobbing Mit mehr als 200 Millionen Nutzern in Europa ist TikTok eine der beliebtesten Plattformen - gerade bei jungen Menschen. Doch die Einstellungen des sozialen Netzwerks schützten Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Cybermobbing, heißt es in den vorläufigen Ermittlungsergebnissen der EU-Kommission. Veröffentlichte Inhalte könnten demnach von Dritten missbraucht werden. Denn auch Personen ohne eigenes TikTok-Konto könnten die öffentlichen Profile der Kinder und Jugendlichen sehen. „Da das, was Minderjährige veröffentlichen, für immer online bleiben und sie bis ins Erwachsenenalter begleiten kann, birgt die Funktion zudem das Risiko potenziell lebenslanger Folgen“, argumentiert die Brüsseler Behörde. TikTok verweist auf bestehende Sicherheitsfunktionen Die Online-Plattform verteidigte die Einstellungen seiner Plattform: „Jugendkonten auf TikTok verfügen bereits ab der Einrichtung des Kontos über mehr als 50 voreingestellte Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen, die unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten entwickelt wurden“, teilte eine Sprecherin mit. Man gehöre zudem zu den wenigen Plattformen, auf denen jüngere Teenager keine Direktnachrichten nutzen könnten. Die von der chinesischen Firma Bytedance betriebene App sollte nach Ansicht der EU-Kommission die Einstellungen anpassen. Und zwar so, dass Inhalte von Kindern und Jugendlichen standardmäßig nur für TikTok-Nutzer sichtbar sind, welche die Minderjährigen akzeptiert haben. Zudem fordert Brüssel von TikTok, Inhalte von Jugendlichen nicht länger anderen TikTok-Nutzern zu empfehlen, wie es aktuell bei Posts von 16- und 17-Jährigen passiere. Sammelt Brüssel Argumente für ein Social-Media-Verbot? Die von Brüssel erhobenen Vorwürfe könnten EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen als zusätzliche Argumentationsstütze für mögliche Altersschranken bei Social Media dienen. Nach Empfehlungen der von ihr beauftragten Experten hatte die deutsche Politikerin betont, dass es ein Mindestalter geben müsse, ab dem Kinder soziale Medien nutzen dürften. Mehrere Mitgliedsländer preschten in den vergangenen Monaten mit nationalen Vorschlägen für ein Social-Media-Verbot voran. Die EU-Kommission steht daher zunehmend unter Druck, will das Thema aber EU-weit lösen und dafür spätestens im Herbst eine Lösung präsentieren. Zwar gibt es bisher kein europaweites Mindestalter explizit für soziale Netzwerke, das EU-Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, kurz DSA) verpflichtet große Online-Plattformen aber bereits dazu, Kinder und Jugendliche effektiv zu schützen. Auffällig ist, wie viele dieser oft Jahre dauernden Verfahren zum Kinder- und Jugendschutz die EU-Kommission allein in den vergangenen vier Monaten vorangetrieben hat: - Pornoseiten: Die Brüsseler Behörde wirft Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos Ende März vor, zu leicht für Jugendliche zugänglich zu sein. - Snapchat: Gegen Snapchat laufen seit Ende März Ermittlungen der EU-Kommission, weil Kinder und Jugendliche unangemessenen Kontaktversuchen durch Erwachsene (Cybergrooming) sowie Werbung für Alkohol und Drogen ausgesetzt seien könnten. Brüssel verlangt von Snapchat zudem, das selbst festgelegte Minderalter von 13 Jahren durchzusetzen. - Facebook und Instagram: Die EU-Kommission verlangt von Facebook und Instagram seit Ende April, das selbst in den Nutzungsbedingungen festgelegte Mindestalter von 13 Jahren besser durchzusetzen, um Kinder zu schützen. Vor zwei Wochen kam der Vorwurf hinzu, beide Plattformen würden eine zu große Suchtgefahr für Kinder und Jugendliche bergen. Verwandte Themen EU-Verfahren gegen TikTok auch wegen Suchtrisiken Dass Minderjährige süchtig werden könnten, befürchtet die EU-Kommission auch bei TikTok. Konkret geht es dabei um suchtfördernde Mechanismen - wie zum Beispiel stark personalisierte Empfehlungen und das ununterbrochene, automatische Abspielen von Videos. Im Februar hatte die Brüsseler Behörde vorläufige Ermittlungsergebnisse präsentiert und auch hier Änderungen von TikTok verlangt. Das Unternehmen hat in beiden Verfahren die Möglichkeit, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen oder mit entsprechenden Änderungen die Bedenken der EU auszuräumen. Findet sich keine einvernehmliche Lösung, könnte es für TikTok teuer werden. Die EU-Kommission würde dann formell einen Verstoß feststellen und eine Strafe von bis zu sechs Prozent des jährlichen Konzernumsatzes verhängen. Auch tägliche Strafen wären möglich, um TikTok zum Einlenken zu bewegen.

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24. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Öffentliche Nutzerprofile: Tiktok verstößt gegen EU-Jugendschutzregeln

Öffentliche Nutzerprofile : Tiktok verstößt gegen EU-Jugendschutzregeln Der Befund der EU-Kommission ist vorläufig, aber eindeutig: Tiktok unternimmt nicht genug, um Kinder und Jugendliche vor Fremden zu schützen. Hat die Entscheidung Einfluss auf ein mögliches Verbot? Die Plattform Tiktok verstößt wegen des Designs seiner Nutzerprofile für Minderjährige gegen die Jugendschutzbestimmungen des EU-Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA). Zu diesem vorläufigen Ergebnis kommt die Europäische Kommission in einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung. Nach Auffassung der Behörde werden Kinder und Jugendliche aufgrund der Kontoeinstellungen für Minderjährige zu sichtbar und können zu einfach kontaktiert werden. Die Kommission hatte seit Februar 2024 untersucht, inwieweit Tiktok die DSA-Bestimmungen zum Jugendschutz unterläuft. Schon im Februar dieses Jahres verlangte sie vom Unternehmen, sein Angebot substanziell zu verändern und Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass jugendliche Nutzer von den Diensten abhängig werden. Tiktok dürfe die Nutzer beispielsweise nicht mehr dauernd mit neuen Inhalten „belohnen“, wenn diese nach unten scrollen. Dieses „unendliche Scrollen“ setze das Gehirn in einen „Autopilotmodus“. Großes Risiko von Cybermobbing Die EU-Behörde hat diesen Befund nun erweitert. Konkret beanstandet sie, dass Minderjährige ihre Nutzerprofile als öffentlich führen können. Dadurch seien ihre Inhalte nicht nur für andere Tiktok-Nutzer, sondern teils auch für Personen ohne eigenes Konto sichtbar. Bei Minderjährigen im Alter von 16 und 17 Jahren könnten veröffentlichte Inhalte zudem über den „For You“-Feed einem breiten Publikum empfohlen werden. Aus Sicht der Kommission erhöht dies das Risiko unerwünschter Kontaktaufnahmen und von Cybermobbing. Minderjährige könnten absichtlich beleidigt, bedroht oder bloßgestellt werden. Fremde erhielten so Einblick in das Leben von Kindern; zugleich könnten von Minderjährigen veröffentlichte Inhalte dauerhaft im Netz verbleiben und diese bis ins Erwachsenenalter verfolgen. Auch private Konten hält die Kommission nach derzeitigem Stand nicht für hinreichend geschützt. So seien Minderjährige weiterhin über Follower- und Following-Listen auffindbar. Profilbilder blieben zudem selbst für Nutzer ohne Tiktok-Konto sichtbar. Das Risiko von Cybermobbing bestehe also auch hier. Es drohen Bußgelder Nach dem vorläufigen Urteil der Kommission muss Tiktok die Voreinstellungen für öffentliche Konten von Kindern und Jugendlichen so anpassen, dass deren Inhalte standardmäßig nur für Nutzer sichtbar sind, die zuvor ausdrücklich akzeptiert wurden. Zwar könnten ältere Minderjährige ihre Inhalte auf Wunsch einem größeren Kreis zugänglich machen; außerhalb der Plattform dürften diese Inhalte jedoch nicht ausnahmslos erreichbar sein. Zudem solle Tiktok darauf verzichten, Inhalte Minderjähriger über seinen „For You“-Feed anderen Nutzern zu empfehlen. „Der DSA verpflichtet Plattformen dazu, den Schutz von Minderjährigen von vornherein in die Gestaltung ihrer Dienste zu integrieren, und er zieht sie zur Verantwortung, wenn sie dies nicht tun“, sagte die zuständige Digitalkommissarin Henna Virkkunen. Tiktok kann nun Einsicht in die Akten nehmen und schriftlich auf die Vorwürfe antworten. Wenn die Kommission danach – wie zumeist – ihre Sicht auf den Fall nicht ändert, kann sie ein Bußgeld von bis zu sechs Prozent des globalen Jahresumsatzes verhängen. Ein solches Bußgeld droht dem Unternehmen in jenem Teil der Untersuchung, zu dem die Kommission im Februar ein vorläufiges Urteil abgegeben hatte. Weitere Teile des DSA-Verfahrens gegen Tiktok hat die Kommission schon abgeschlossen. Sie deutete aber an, dass sie sich ein nach Alter abgestuftes Regelwerk vorstellen kann. Eine Gruppe von Fachleuten hatte kürzlich in einem Bericht für die Kommission vorgeschlagen, soziale Medien nur Kindern unter 13 Jahren strikt zu verbieten. Sie sollen internetfähige Geräte nur unter elterlicher Kontrolle oder pädagogisch betreut nutzen. Für Kinder unter drei Jahren soll auch das tabu sein.

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