Themen
lage

Mittwoch, 15. Juli 2026
Zurück zur Übersicht

Energietechnik: Siemens Energy benennt sich um

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
14. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Energietechnikkonzern: Siemens Energy nennt sich in Omterra um

Energietechnikkonzern : Siemens Energy nennt sich in Omterra um Der Name des früheren Mutterkonzerns hat im Ausland Vorteile. Doch dafür waren im vergangenen Jahr 300 Millionen Euro an Gebühren fällig. Der Energietechnikkonzern Siemens Energy wird künftig Omterra heißen. Das teilte das Unternehmen am Dienstagnachmittag mit. Die Namensänderung war erwartet worden, weil beide Seiten vom Jahr 2027 an ein Kündigungsrecht haben. Der Name des früheren Mutterkonzerns war für Siemens Energy im Ausland ein großer Vorteil, weil er zum Beispiel in den arabischen Ländern Türen öffnete. Gleichzeitig sorgte er regelmäßig für Verwechslungen und täuschte darüber hinweg, dass die Verbindungen zwischen den beiden Konzernen deutlich lockerer wurden. So ist die Siemens-Beteiligung seit der Abspaltung im Jahr 2020 von 35 auf inzwischen rund fünf Prozent gesunken. Für Siemens Energy war der Name des Mutterkonzerns zudem kostspielig: Im vergangenen Geschäftsjahr 2024/25 (per 30. September) mussten dafür gut 300 Millionen Euro an Gebühren überwiesen werden. Nun leitet der Vorstandsvorsitzende Christian Bruch die Vorbereitungen für die Namensänderung ein. Nach Angaben des Unternehmens ist der Grund für die Umbenennung der zeitlich begrenzte Lizenzvertrag zur Nutzung der Marke. Richtiger Zeitpunkt Künftig sollen die heutigen Unternehmen Siemens Energy und Siemens Gamesa Renewable Energy unter einem gemeinsamen Namen und Markendach zusammengeführt werden: Omterra. Der Beginn der Umfirmierung sei für dieses Kalenderjahr geplant und werde schrittweise erfolgen. „Seit unserem Börsengang war klar, dass uns die lizenzierte Marke Siemens Energy für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stehen würde“, sagte Bruch. Heute sei Siemens Energy strategisch, operativ und finanziell gut aufgestellt. Nach der Krise infolge der Milliardenverluste der Windkrafteinheit Siemens Gamesa im Herbst 2023 hat sich der Energietechnikkonzern deutlich erholt und konnte für das abgelaufene Geschäftsjahr erstmals eine Dividende an die Aktionäre zahlen. Diese Entwicklung spiegelt auch der beeindruckende Anstieg des Aktienkurses wider. Im Herbst 2023, auf dem Tiefpunkt der Krise, notierte die Aktie zeitweise unter sieben Euro, am Dienstagnachmittag waren es mehr als 150 Euro. Für Bruch ist nun der richtige Zeitpunkt, den Übergang zu einer eigenen Marke einzuleiten.

Artikel lesen
14. Juli
Wirtschaftswoche

Energietechnik: Siemens Energy bekommt einen neuen Namen

Energietechnik: Siemens Energy bekommt einen neuen Namen Siemens Energy Mit Omterra entscheide man sich „bewusst für eine eigenständige, international anschlussfähige Marke“, heißt es. Der neue Name ist ein reines Kunstwort. Das ist in solchen Fällen aus markenrechtlichen Gründen der übliche Weg. Mit dem Kunstbegriff ist der Münchner Konzern dabei nicht allein: In den vergangenen Jahren haben sich Mitarbeiter und Anleger schon an viele neue und teilweise exotisch klingende Namen gewöhnen müssen: etwa von Traton Lizenz gilt für 10 Jahre Bei der Abspaltung von Siemens Energy war vereinbart worden, dass dem neuen Unternehmen der geschützte Name Siemens zehn Jahre lang weiter zur Verfügung steht. Dafür muss der Konzern aber eine von seinem Umsatz abhängige Lizenzgebühr bezahlen. Allein im vergangenen Jahr waren das rund 300 Millionen Euro. Auch vor diesem Hintergrund hatte Siemens Energy bereits klargemacht, dass das Unternehmen die noch bis 2030 laufende Vereinbarung nicht verlängern werde. Die nun frühere Namensänderung wird kaum Einsparungen bringen. Dass der Konzern dies dennoch tut, liegt an seiner aktuell starken Position: Man sei gut aufgestellt, habe „das Vertrauen unserer Kunden und des Kapitalmarkts gewonnen, unsere Profitabilität verbessert und ehrgeizige Wachstumspläne für die kommenden Jahre“, sagt Konzernchef Christian Bruch. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, den Übergang zu einer eigenen Marke einzuleiten. Steiler Aufstieg nach schwerer Krise Seit Siemens sein Energietechnikgeschäft als Siemens Energy 2020 ausgekoppelt, an die Börse gebracht und zu großen Teilen an seine Aktionäre gegeben hat, blickt der neue Konzern auf eine wilde Achterbahnfahrt zurück. Vor allem das Windkraftgeschäft hatte mit immer neuen Belastungen regelmäßig Pläne zerstört und für Milliardenverluste gesorgt. Inzwischen hat man die Probleme dort aber weitgehend im Griff. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Konzernteil zumindest in einem Quartal schwarze Zahlen schreiben. Zudem profitiert Energy – oder künftig Omterra – stark von mehreren aktuellen Entwicklungen: vom Umbau der Netze, dem Aufbau von Windkraft, aber auch von der hohen Nachfrage nach Gaskraftwerken und nicht zuletzt von KI-Rechenzentren. Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen rund 4 Milliarden Euro Gewinn machen, das wäre der mit Abstand höchste Wert seiner kurzen Geschichte. Die Achterbahnfahrt des Unternehmens ist auch im Aktienkurs abzulesen. Im September 2020 war das Papier für 23 Euro gestartet. Im Herbst 2023 waren es weniger als 10 Euro. Dann ging es steil bergauf. Inzwischen schwanken die Kurse wieder – aber auf sehr viel höherem Niveau. Derzeit werden die Papiere um 150 Euro gehandelt. Das bedeutet, dass der Gesamtkonzern mit einer Marktkapitalisierung von um die 130 Milliarden Euro derzeit zu den wertvollsten Unternehmen im deutschen Leitindex Dax Lesen Sie auch: Diese Aktie war der Star eines unruhigen Börsen-Halbjahrs

Artikel lesen
14. Juli
Handelsblatt

Energietechnik: Siemens Energy bekommt einen neuen Namen

Energietechnik: Siemens Energy bekommt einen neuen Namen München. Siemens Energy Mit Omterra entscheide man sich „bewusst für eine eigenständige, international anschlussfähige Marke“, heißt es. Der neue Name ist ein reines Kunstwort. Das ist in solchen Fällen aus markenrechtlichen Gründen der übliche Weg.  Mit dem Kunstbegriff ist der Münchner Konzern dabei nicht allein: In den vergangenen Jahren haben sich Mitarbeiter und Anleger schon an viele neue und teilweise exotisch klingende Namen gewöhnen müssen: Etwa von Traton Lizenz gilt für 10 Jahre Bei der Abspaltung von Siemens Energy war vereinbart worden, dass dem neuen Unternehmen der geschützte Name Siemens zehn Jahre lang weiter zur Verfügung steht. Dafür muss der Konzern aber eine von seinem Umsatz abhängige Lizenzgebühr bezahlen. Allein im vergangenen Jahr waren das rund 300 Millionen Euro. Auch vor diesem Hintergrund hatte Siemens Energy bereits klargemacht, dass das Unternehmen die noch bis 2030 laufende Vereinbarung nicht verlängern werde. Die nun frühere Namensänderung wird kaum Einsparungen bringen. Dass der Konzern dies dennoch tut, liegt an seiner aktuell starken Position: Man sei gut aufgestellt, habe „das Vertrauen unserer Kunden und des Kapitalmarkts gewonnen, unsere Profitabilität verbessert und ehrgeizige Wachstumspläne für die kommenden Jahre“, sagt Konzernchef Christian Bruch. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, den Übergang zu einer eigenen Marke einzuleiten. Steiler Aufstieg nach schwerer Krise Seit Siemens sein Energietechnikgeschäft als Siemens Energy 2020 ausgekoppelt, an die Börse gebracht und zu großen Teilen an seine Aktionäre gegeben hat, blickt der neue Konzern auf eine wilde Achterbahnfahrt zurück. Vor allem das Windkraftgeschäft hatte mit immer neuen Belastungen regelmäßig Pläne zerstört und für Milliardenverluste gesorgt. Inzwischen hat man die Probleme dort aber weitgehend im Griff. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Konzernteil zumindest in einem Quartal schwarze Zahlen schreiben. Zudem profitiert Energy - oder künftig Omterra - stark von mehreren aktuellen Entwicklungen: Vom Umbau der Netze, dem Aufbau von Windkraft aber auch der hohen Nachfrage nach Gaskraftwerken und nicht zuletzt von KI-Rechenzentren. Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen rund 4 Milliarden Euro Gewinn machen, das wäre der mit Abstand höchste Wert seiner kurzen Geschichte. Die Achterbahnfahrt des Unternehmens ist auch im Aktienkurs abzulesen. Im September 2020 war das Papier für 23 Euro gestartet. Im Herbst 2023 waren es weniger als 10 Euro. Dann ging es steil bergauf. Inzwischen schwanken die Kurse wieder - aber auf sehr viel höherem Niveau. Derzeit werden die Papiere um 150 Euro gehandelt. Das bedeutet, dass der Gesamtkonzern mit einer Marktkapitalisierung von um die 130 Milliarden Euro derzeit zu den wertvollsten Unternehmen im deutschen Leitindex Dax

Artikel lesen
© 2026 Themenlage