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Montag, 6. April 2026
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"Bullshit": Kassenärzte-Chef gegen Garantie für Facharzttermine

Medienspektrum

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6. April
ZDF heute

"Bullshit": Kassenärzte-Chef gegen Garantie für Facharzttermine

Debatte um Gesundheitsreform:"Bullshit": Kassenärzte-Chef gegen Garantie für Facharzttermine Die SPD will einen gesetzlichen Anspruch auf zeitnahe Termine beim Facharzt. Kassenärzte-Chef Gassen lehnt das ab - medizinische Notwendigkeit müsse die Terminvergabe bestimmen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat die Forderung nach einer Garantie für Facharzttermine innerhalb von drei Wochen als "Bullshit" und "sozialistische Regelungswut" zurückgewiesen. Gassen: Feste fristen für Facharzttermine sind "Bullshit" Die medizinische Notwendigkeit müsse die Terminvergabe bestimmen und nicht willkürlich mit Blick auf die Wähler gesetzte Fristen, sagte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Andreas Gassen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Miersch für gesetzlichen Anspruch auf Facharzttermine Gassen reagierte auf eine Forderung von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch, der unlängst einen gesetzlichen Anspruch auf einen zeitnahen Termin beim Facharzt verlangt und drei Wochen als angemessene Frist genannt hatte. Als Möglichkeit schlug Miersch ein "Bonus-Malus-System in der Ärztevergütung" vor. "Wer keine Termine anbietet, dessen Budget sinkt." In der Debatte um lange Wartezeiten für Facharzttermine hatte schon der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine Termingarantie bei Fachärzten für gesetzlich Versicherte gefordert. Die „Finanzkommission Gesundheit“ hat am Montag ihre Reformpläne vorgelegt, nach denen Krankenkassen bis zu 42 Milliarden Euro einsparen könnten. Nun beginnt die Debatte, was umgesetzt werden soll. 31.03.2026 | 1:52 minBundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will mit einem geplanten Sparpaket höhere Krankenkassenbeiträge für mehrere Jahre abwenden. Eine Expertenkommission legte 66 Empfehlungen vor, um die Kassen angesichts stark steigender Ausgaben zu entlasten. Mit der geplanten Reform sollen die Versicherten in der Regel zuerst zum Hausarzt gehen. Der soll bei Bedarf zum Facharzt überweisen - mit Termin innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Genaueres ist noch offen. Alltag werden soll die Reform voraussichtlich 2028. "Große Mehrheit kann mehrere Wochen oder Monate warten" Das von der Koalition geplante Primärarztsystem sei "grundsätzlich ein richtiger Ansatz", sagte Gassen. "Das wird aber auch nicht funktionieren, wenn wir nicht zu einer klaren Definition dessen kommen, was wirklich dringend ist. Nach unserer Einschätzung ist das ein wirklich sehr kleiner Prozentsatz aller Termine." Diese Patienten müssten innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen behandelt werden. "Die große Mehrheit kann aus medizinischer Sicht auch mehrere Wochen oder Monate warten", so der KBV-Vorsitzende. "Wer Rückenschmerzen hat, muss nicht morgen untersucht werden, wenn er die Beschwerden schon seit drei Jahren hat." Wie können die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung stabilisiert werden? Großbritannien, Schweiz, Frankreich haben ganz verschiedene Ansätze für die Gesundheit. 31.03.2026 | 3:44 minPatientinnen und Patienten müssen immer länger auf einen Termin beim Facharzt warten. Nach einer im Februar veröffentlichten Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Linken-Anfrage betrug die Wartezeit im Jahr 2024 bei gesetzlich Versicherten, die mindestens einen Tag auf einen Facharzttermin gewartet haben, durchschnittlich 42 Tage. Im Jahr 2019 waren es noch 33 Tage. Mehr zum Gesundheitssystem Was auf Versicherte zukommen könnte:Kommission: Milliarden-Sparpotenzial für Krankenkassen Nach Urteil gegen Doctolib:Doctolib und Co.: Warum Patientenportale kritisiert werden von Sandra Lindenberger und Nicole Wehrmit Video0:46Massives Defizit bei Krankenkassen:Kassenärzte-Chef will freiwillige Leistungen abschaffen mit Video2:37

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6. April
Die Welt (Politik)

„Schon bald 50 Tage und mehr“ – Kassenärzte-Chef warnt vor längeren Facharzt-Wartezeiten

„Schon bald 50 Tage und mehr“ – Kassenärzte-Chef warnt vor längeren Facharzt-Wartezeiten Sollte das Gesundheitsministerium die derzeit diskutierten Kürzungsvorschläge umsetzen, könnte das für Patienten unangenehme Folgen haben, warnt Andreas Gassen. Eine andere Forderung nannte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gar „Bullshit“. Kassenärzte-Chef Andreas Gassen hat vor deutlich längeren Wartezeiten auf einen Facharzttermin gewarnt, sollte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) die Kürzungsempfehlungen für die niedergelassenen Mediziner der von ihr eingesetzten Expertenkommission umsetzen. „Wenn die Politik den Kürzungsvorschlägen der Kommission eins zu eins folgt, dann müssen sich die Patienten darauf einstellen, schon bald 50 Tage und mehr auf einen Facharzttermin zu warten“, sagte Gassen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland mit Blick auf Angaben der Bundesregierung, wonach die Wartezeit für gesetzlich Versicherte 2024 im Schnitt 42 Tage betragen hat. 2019, als die nun von der Kommission zur Disposition gestellten Vergütungsregeln eingeführt wurden, waren es den Regierungsangaben zufolge noch 33 Tage. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung argumentierte, aufgrund des bestehenden Kostendeckels würden aktuell 40 Millionen Facharzttermine nicht vergütet. Bei einer Streichung der Zuschläge, die über die Terminservicestellen oder Hausärzte vermittelt werden, böten die Praxen nur noch Termine an, die tatsächlich bezahlt würden. „40 Millionen weniger Termine bedeuten, dass etwa jeder elfte Termin damit wegfällt. Das werden die Patienten binnen weniger Wochen natürlich merken“, sagte er. Gassen warnte: „Es kann doch wohl niemand ernsthaft davon ausgehen, dass meine Kolleginnen und Kollegen einfach so weitermachen, wenn uns nun noch über eine Milliarde Euro weggenommen wird, anstatt endlich alle Leistungen zu bezahlen, die erbracht werden.“ SPD-Vorschlag ist „Bullshit“, findet Gassen Er wies die Argumentation der Expertenkommission und des Bundesrechnungshofs zurück, die Zuschlagsregelung habe für die Versicherten nichts gebracht. „Die Fachärzte haben in den vergangenen Jahren natürlich deutlich mehr Termine angeboten, weil es sich durch die Zuschläge finanziell gelohnt hat“, sagte er. „Aber wir erleben, dass der gefühlte Bedarf eigentlich nicht zu stillen ist. Behandeln wir einen neuen Patienten, wartet schon der nächste auf einen schnellen Termin. Und jeder meint natürlich, sein Anliegen sei dringend“, so der Mediziner. Die Forderung von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch nach einer Termingarantie von drei Wochen nannte er „Bullshit“. „Die medizinische Notwendigkeit muss die Terminvergabe bestimmen und nicht willkürlich von der Politik aus Wählerappeasement gesetzte Fristen“, mahnte er. Gassen forderte stattdessen eine klare Definition der Dringlichkeit. Nach Einschätzung der KBV handele es sich dabei um einen „wirklich sehr kleinen Prozentsatz aller Termine“. Diese Patienten müssten innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen behandelt werden. „Die große Mehrheit kann aus medizinischer Sicht auch mehrere Wochen oder Monate warten. Wer Rückenschmerzen hat, muss nicht morgen untersucht werden, wenn er die Beschwerden schon seit drei Jahren hat“, so der KBV-Chef.

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5. April
Handelsblatt

Warten auf den Arzttermin: Kassenarzt-Vorstand: Termingarantie für Facharzt „Bullshit“

Warten auf den Arzttermin: Kassenarzt-Vorstand: Termingarantie für Facharzt „Bullshit“ Berlin. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat die Forderung nach einer Garantie für Facharzttermine innerhalb von drei Wochen als „Bullshit“ und „sozialistische Regelungswut“ zurückgewiesen. Die medizinische Notwendigkeit müsse die Terminvergabe bestimmen und nicht willkürlich mit Blick auf die Wähler gesetzte Fristen, sagte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Andreas Gassen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Unser System wird vor die Wand fahren, wenn wir nicht endlich verbindliche Regeln schaffen, die auf dem medizinischen Bedarf beruhen und nicht auf persönlichen Wünschen von wem auch immer.“ Miersch für gesetzlichen Anspruch auf Facharzttermine Gassen reagierte auf eine Forderung von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch, der unlängst einen gesetzlichen Anspruch auf einen zeitnahen Termin beim Facharzt verlangt und drei Wochen als angemessene Frist genannt hatte. Als Möglichkeit schlug Miersch ein „Bonus-Malus-System in der Ärztevergütung“ vor. „Wer keine Termine anbietet, dessen Budget sinkt.“ In der Debatte um lange Wartezeiten für Facharzttermine hatte schon der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine Termingarantie bei Fachärzten für gesetzlich Versicherte gefordert. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will mit einem geplanten Sparpaket höhere Krankenkassenbeiträge für mehrere Jahre abwenden. Eine Expertenkommission legte 66 Empfehlungen vor, um die Kassen angesichts stark steigender Ausgaben zu entlasten. Mit der geplanten Reform sollen die Versicherten in der Regel zuerst zum Hausarzt gehen. Der soll bei Bedarf zum Facharzt überweisen - mit Termin innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Genaueres ist noch offen. Alltag werden soll die Reform voraussichtlich 2028. „Große Mehrheit kann mehrere Wochen oder Monate warten“ Das von der Koalition geplante Primärarztsystem sei „grundsätzlich ein richtiger Ansatz“, sagte Gassen. „Das wird aber auch nicht funktionieren, wenn wir nicht zu einer klaren Definition dessen kommen, was wirklich dringend ist. Nach unserer Einschätzung ist das ein wirklich sehr kleiner Prozentsatz aller Termine.“ Diese Patienten müssten innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen behandelt werden. „Die große Mehrheit kann aus medizinischer Sicht auch mehrere Wochen oder Monate warten“, so der KBV-Vorsitzende. „Wer Rückenschmerzen hat, muss nicht morgen untersucht werden, wenn er die Beschwerden schon seit drei Jahren hat.“ Patientinnen und Patienten müssen immer länger auf einen Termin beim Facharzt warten. Nach einer im Februar veröffentlichten Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Linken-Anfrage betrug die Wartezeit im Jahr 2024 bei gesetzlich Versicherten, die mindestens einen Tag auf einen Facharzttermin gewartet haben, durchschnittlich 42 Tage. Im Jahr 2019 waren es noch 33 Tage.

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