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Mittwoch, 5. August 2026
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Israel lehnt Trumps Plan zur Hamas-Entwaffnung im Gazastreifen ab

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5. August
Tagesschau

Israel lehnt Trumps Plan zur Hamas-Entwaffnung im Gazastreifen ab

Abkommen für Gazastreifen Israel lehnt Trumps Plan zur Hamas-Entwaffnung ab Es sei ein "historisches Abkommen" zur Entwaffnung der Hamas, betonte US-Präsident Trump vergangene Woche. Nach tagelangem Schweigen erklärt Premier Netanjahu nun, er habe dem Plan nicht zugestimmt. Und auch die Terrororganisation stellt Bedingungen. Israel sei ein "Entwurf" zugeschickt worden, sagte Netanjahu in einer in Sozialen Medien verbreiteten Videobotschaft. "Wir haben nicht zugestimmt." Israel habe stattdessen Anmerkungen geschickt. Details dazu nannte Netanjahu bislang nicht. Der israelische Regierungschef äußerte sich damit erstmals öffentlich zu dem Plan des von Trump gegründeten "Friedensrats". Laut dem Papier soll die Hamas ihre Waffen abgeben, Israels Armee zieht im Gegenzug ihre Soldaten aus dem Gazastreifen ab. Trump hatte am Freitag mitgeteilt, der Friedensrat habe eine Einigung auf eine "vollständige Entwaffnung“ der Hamas erreicht. Die Mitteilung wurde allerdings mit Skepsis aufgenommen. Netanjahu: Kein Rückzug von "derzeitiger Linie" Strittig ist offenbar vor allem der genaue Ablauf der Entwaffnung sowie wann und wie sich die israelische Armee im Gegenzug dafür aus dem Gazastreifen zurückziehen soll. Israels Armee werde sich nicht von ihrer "derzeitigen Linie" zurückziehen, ehe die Hamas nicht vollständig entwaffnet sei, sagte Netanjahu in seinem Statement. Die israelische Armee hat ihre Kontrolle über das Palästinensergebiet in den vergangenen Monaten von 53 Prozent auf über 60 Prozent ausgeweitet. Premier Netanjahu könnte mit seiner Aussage andeuten, dass Israel nicht bereit ist, sich nun wieder hinter die ursprünglich im Rahmen der Waffenruhe vereinbarte Linie zurückzuziehen, analysiert die Zeitung Times of Israel. Doch der Plan des "Friedensrats" sieht diesen Schritt vor. Israel will Kampfhandlungen nicht einstellen Die Hamas wiederum machte die Abgabe schwerer Waffen unter anderem vom Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen abhängig. Ob das Vorhaben also umgesetzt werden kann, ist derzeit fraglich. Netanjahu äußerte indirekt Skepsis, ob sich die Hamas wirklich entwaffnen lasse. Israel werde "diese Annahme des US-Präsidenten - oder seines Teams - begutachten". Neben der Abgabe der Waffen und einem Rückzug der israelischen Truppen sieht das Abkommen auch ein Ende aller Kampfhandlungen vor. Trotz bereits geltender Waffenruhe beschoss Israel zuletzt immer wieder Ziele im Gazastreifen. Nach israelischer Darstellung zielten die Angriffe auf mutmaßliche Mitglieder von Terrororganisationen. Netanjahu sagte in seiner Videobotschaft, Israels Soldaten seien "weiterhin angewiesen, zu tun, was nötig sei, um sich selbst und Israels Bürger zu schützen". Treffen nach Vorbehalten aus Israel Nach Vorbehalten aus Israel zu der Initiative hatten sich am Montag Nikolaj Mladenow, Hoher Vertreter des "Friedensrats", und US-Berater Aryeh Lightstone mit Netanjahu getroffen. Israel und der "Friedensrat" hätten "ein gemeinsames Verständnis über die angestrebten Ziele", hieß es danach. Es ist damit weiterhin unklar, ob ein Abkommen zeitnah in Kraft treten kann.

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5. August
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Nahost: Netanjahu: Haben Plan zur Hamas-Entwaffnung nicht zugestimmt

Israel hat laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem kürzlich verkündeten Plan des „Friedensrats“ zur Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen nicht zugestimmt. Es sei ein „Entwurf“ zugeschickt worden, sagte Netanjahu in einer in sozialen Medien verbreiteten Videobotschaft. „Wir haben nicht zugestimmt.“ Israel habe stattdessen Anmerkungen geschickt. Details dazu nannte Netanjahu bisher nicht. Der israelische Regierungschef äußerte sich damit erstmals öffentlich zu dem Plan des von US-Präsident Donald Trump gegründeten „Friedensrats“, der unter anderem vorsieht, dass die islamistische Terrororganisation Hamas ihre Waffen abgibt und Israels Armee aus dem Gazastreifen abzieht. Trump hatte am Freitag mitgeteilt, der „Friedensrat“ habe eine Einigung auf eine „vollständige Entwaffnung“ der Hamas erreicht. Die Mitteilung wurde allerdings mit Skepsis aufgenommen. Streitpunkt ist vor allem der genaue Ablauf der Entwaffnung sowie wann und wie sich die israelische Armee im Gegenzug dafür aus dem Gazastreifen zurückziehen soll. Netanjahu betonte nun, dass sich Israels Armee nicht von ihrer „derzeitigen Linie“ zurückziehen werde, ehe die Hamas nicht vollständig entwaffnet sei. Die israelische Armee hat ihre Kontrolle über das Palästinensergebiet in den vergangenen Monaten von 53 Prozent auf mehr als 60 Prozent ausgeweitet. Die Zeitung Times of Israel mutmaßte, dass mit Netanjahus Äußerungen gemeint ist, dass Israel nicht einmal bereit sei, sich wieder hinter die ursprünglich im Rahmen der Waffenruhe vereinbarte Linie zurückzuziehen. Demnach sieht der Plan des „Friedensrats“ diesen Schritt vor. Die Hamas macht die Abgabe von Waffen vom Abzug der israelischen Armee abhängig Die Hamas wiederum machte die Abgabe schwerer Waffen unter anderem vom Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen abhängig. Ob das Vorhaben also umgesetzt werden kann, ist alles andere als gewiss. Weiter erklärte Netanjahu, dass der US-Präsident und dessen Team glaubten, dass sie die Hamas entwaffnen könnten. Israel begutachte dies. Der Plan sieht auch die Einstellung aller Kampfhandlungen im Gazastreifen vor. Trotz Waffenruhe griff Israel zuletzt immer wieder mutmaßliche Mitglieder von Terrororganisationen in dem Küstengebiet an. Netanjahu sagte in seiner Videobotschaft, Israels Soldaten seien weiterhin angewiesen, zu tun, was nötig sei, um sich selbst und Israels Bürger zu schützen. Nach Vorbehalten aus Israel zu der Initiative hatten sich am Montag Nikolaj Mladenow, Hoher Vertreter des „Friedensrats“ und ehemaliger bulgarischer Außenminister, sowie US-Berater Aryeh Lightstone mit Netanjahu getroffen. Israel und der „Friedensrat“ hätten „ein gemeinsames Verständnis über die angestrebten Ziele“, hieß es danach.

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5. August
Handelsblatt

Nahost: Netanjahu: Haben Plan zur Hamas-Entwaffnung nicht zugestimmt

Nahost: Netanjahu: Haben Plan zur Hamas-Entwaffnung nicht zugestimmt Gaza/Tel Aviv. Israel hat laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem kürzlich verkündeten Plan des Friedensrats zur Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen nicht zugestimmt. Israel sei ein „Entwurf“ zugeschickt worden, sagte Netanjahu in einer in sozialen Medien verbreiteten Videobotschaft. „Wir haben nicht zugestimmt.“ Israel habe stattdessen Anmerkungen geschickt. Details dazu nannte Netanjahu zunächst nicht. Der israelische Regierungschef äußerte sich damit erstmals öffentlich zu dem Plan des von US-Präsident Donald Trump gegründeten Friedensrats, der unter anderem vorsieht, dass die islamistische Terrororganisation Hamas ihre Waffen abgibt und Israels Armee aus dem Gazastreifen abzieht. Trump hatte am Freitag mitgeteilt, der Friedensrat habe eine Einigung auf eine „vollständige Entwaffnung“ der Hamas erreicht. Die Mitteilung wurde allerdings mit Skepsis aufgenommen. Netanjahu: Israel wird sich nicht von „derzeitiger Linie“ zurückziehen Streitpunkt ist vor allem der genaue Ablauf der Entwaffnung sowie wann und wie sich die israelische Armee im Gegenzug dafür aus dem Gazastreifen zurückziehen soll. Netanjahu betonte nun, dass sich Israels Armee nicht von ihrer „derzeitigen Linie“ zurückziehen werde, ehe die Hamas nicht vollständig entwaffnet sei. Die israelische Armee hat ihre Kontrolle über das Palästinensergebiet in den vergangenen Monaten von 53 Prozent auf über 60 Prozent ausgeweitet. Die Zeitung „Times of Israel“ mutmaßte, dass mit Netanjahus Äußerungen gemeint ist, dass Israel nicht einmal bereit sei, sich nun wieder hinter die ursprünglich im Rahmen der Waffenruhe vereinbarte Linie zurückzuziehen. Demnach sieht der Plan des Friedensrats diesen Schritt vor. Die Hamas wiederum machte die Abgabe schwerer Waffen unter anderem vom Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen abhängig. Ob das Vorhaben also umgesetzt werden kann, ist alles andere als gewiss. Weiter erklärte Netanjahu, dass der US-Präsident und dessen Team glaubten, dass sie die Hamas entwaffnen könnten. Israel begutachte dies. Der Plan sieht auch die Einstellung aller Kampfhandlungen im Gazastreifen vor. Trotz Waffenruhe griff Israel zuletzt immer wieder mutmaßliche Mitglieder von Terrororganisationen in dem Küstengebiet an. Netanjahu sagte in seiner Videobotschaft, Israels Soldaten seien weiterhin angewiesen, zu tun, was nötig sei, um sich selbst und Israels Bürger zu schützen. Treffen nach Vorbehalten aus Israel Nach Vorbehalten aus Israel zu der Initiative hatten sich am Montag Nikolaj Mladenow, Hoher Vertreter des Friedensrats, und US-Berater Aryeh Lightstone mit Netanjahu getroffen. Israel und der Friedensrat hätten „ein gemeinsames Verständnis über die angestrebten Ziele“, hieß es danach.

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4. August
Tagesschau

Kommentar zur Entwaffnung der Hamas: Ein Deal, der keiner ist

Entwaffung der Hamas Ein Deal, der keiner ist Vor wenigen Tagen verkündete US-Präsident Trump eine Einigung zur Entwaffung der Hamas im Gazasteifen. Doch die Vereinbarung ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Weder die Hamas noch Israel werden sie umsetzen. Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Entwaffnungsvereinbarung ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht. An den beiden Konstanten in diesem Konflikt hat sich nämlich nichts geändert: Weder die Hamas noch die israelische Regierung haben derzeit ein Interesse an einer Umsetzung der zweiten Phase von Trumps-Friedensplan - der ja im Kern die Entwaffnung der Terrororganisation und den Rückzug der Israelis aus dem Gazastreifen vorsieht. Trump schrieb am Freitag in Großbuchstaben von einer historischen Einigung, von einem gewaltigen Schritt hin zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit im Gazastreifen. Die Terrororganisation Hamas habe zugestimmt, ihre Waffen abzugeben, Israel werde sich aus dem Gazastreifen zurückziehen. Hamas knüpft Zustimmung an Bedingungen Und was passiert daraufhin in dem Küstenstreifen? Nichts. Niemand ist auf die Straße gegangen und hat diese angeblich historische Einigung gefeiert. Für die Menschen im Gazastreifen war die Nachricht vom Freitag kein Grund zum Jubeln, denn sie haben schnell gemerkt, dass Israel bei Trumps Verkündung nicht mit im Boot gesessen hat. Und die Hamas? Die Zustimmung der Terrororganisation war an Bedingungen geknüpft. Bedingungen, von denen sie weiß, dass Israel da nicht mitmachen wird. Es ist unrealistisch zu glauben, dass die Terrororganisation freiwillig ihre Waffen abgeben wird. Die angebliche Einigung ist deshalb keine. Die Wenigen im Gazastreifen, die Hoffnung hatten, wurden in den Tagen danach eines Besseren belehrt. Die israelische Regierung kommentierte die angebliche Einigung erst gar nicht, sondern griff zu den Waffen, führte sogenannte gezielte Tötungen von Hamas-Kadern durch. Dabei starben mindestens 17 Menschen. Es ist eines der blutigsten Wochenenden seit dem Waffenstillstand im Oktober vergangenen Jahres. Für Netanjahu steht innenpolitisch zu viel auf dem Spiel Die israelische Regierung hat derzeit kein Interesse an einer Einigung. Für Premierminister Benjamin Netanjahu steht innenpolitisch zu viel auf dem Spiel. Wenige Wochen vor der Wahl wäre ein weitreichender Rückzug aus dem Gazastreifen für viele Israelis kaum vermittelbar. Das würde Netanjahu den Vorwurf einbringen, die Sicherheit Israels aufs Spiel zu setzen. Ähnlich ist die Situation im Libanon. Gerade wird wieder verhandelt. Wegen des Wahlkampfs in Israel ist auch in diesem Konflikt nicht mit Zugeständnissen zu rechnen. Wo sind die Europäer? Das Problem ist: US-Präsident Trump ist weiterhin der Einzige, der Einfluss hat und der zumindest versucht, Bewegung in den Konflikt zu bekommen. So erratisch er dabei auch vorgehen mag. Von den Europäern kommt nichts mehr. Sie scheinen es aufgegeben zu haben, an dieser Konstellation etwas ändern zu wollen.

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4. August
FAZ (Politik)

Hamas-Entwaffnung: Israel will vorerst nicht aus Gaza abziehen

Hamas-Entwaffnung : Israel will vorerst nicht aus Gaza abziehen Nach Trumps Ankündigung, die Hamas habe ihrer Entwaffnung zugestimmt, gerät der Plan ins Stocken. Israel greift derweil weiter Ziele im Gazastreifen an. Schon nach wenigen Tagen stößt das Umsetzungsabkommen zu Donald Trumps Gazaplan auf größere Hindernisse. Der Friedensrat teilte am Montag mit, die israelische Armee müsse ihren Abzug hinter die „gelbe Linie“ im Gazastreifen erst dann beginnen, wenn die Hamas vollständig entwaffnet worden sei. Zuvor hatte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem Nikolaj Mladenov getroffen, den Hohen Vertreter des von dem amerikanischen Präsidenten ins Leben gerufenen Gremiums. Dies dürfte auf den Widerstand der Hamas treffen, denn es widerspricht der in der vergangenen Woche verkündeten Einigung. Zunächst gab es keine Stellungnahme der militanten islamistischen Organisation. Die Reihenfolge und die Details der im Gazaplan vorgesehenen nächsten Schritte sind seit Monaten umstritten. Am Donnerstag hatte Trump verkündet, dass die Hamas und der Friedensrat sich auf einen 15-Punkte-Umsetzungsplan geeinigt hätten. Darin heißt es, die Hamas solle schrittweise ihre Waffen an die palästinensische Technokratenregierung übergeben. Dieser Prozess soll mit einem ebenfalls schrittweise vollzogenen israelischen Truppenabzug einhergehen. 15 Menschen im Gazastreifen getötet Während die israelische Regierung zu dem Plan zunächst nicht offiziell Stellung bezogen hatte, äußerten namentlich nicht genannte „ranghohe Vertreter“ in Medien an verschiedenen Punkten Kritik. Von einem israelischen Regierungsvertreter hatte es bereits kurz vor Trumps Ankündigung geheißen, Israel fordere eine vollständige Entwaffnung der Hamas, „einschließlich des Abtransports sämtlicher Waffen aus dem Gazastreifen und einer vollständigen Entmilitarisierung des Küstengebiets als Voraussetzung für jeden weiteren politischen Prozess“. Die Vermittlerstaaten Qatar, Ägypten und Türkei äußerten derweil scharfe Kritik an den andauernden Angriffen Israels im Gazastreifen. In einer gemeinsamen Erklärung in der Nacht auf Dienstag hieß es, „diese Verstöße“ gefährdeten den Weg zur Deeskalation und verschärften das Leid der Zivilbevölkerung. Israel müsse seinen Verpflichtungen aus dem Völkerrecht nachkommen und die Bedingungen des Waffenruheabkommens einhalten, um dessen Umsetzung nicht zu untergraben. Bei israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen waren am Sonntag laut palästinensischen Angaben abermals mindestens 15 Menschen getötet worden. Insgesamt wurden den Angaben zufolge seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom vergangenen Oktober mehr als 1000 Palästinenser getötet. Israel begründet die Angriffe mit Verletzungen des Abkommens vonseiten der Hamas.

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3. August
Süddeutsche Zeitung (Politik)

SZ-Podcast „Auf den Punkt“: Trump verkündet Hamas-Entwaffnung: Monumentaler Schritt oder Hoax?

Seit Oktober vergangenen Jahres gilt im Gazastreifen ein äußerst brüchiger Waffenstillstand. Laut palästinensischen Gesundheitsbehörden sind dort seither trotzdem mindestens 1230 Palästinenser durch israelische Angriffe getötet worden. Die Lage ist nach wie vor prekär: Viele Menschen hausen weiterhin in überfüllten Zeltlagern, in denen es an Lebensnotwendigem fehlt. Ende vergangener Woche aber hat Donald Trump einen „monumentalen Schritt“ zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit im Gazastreifen verkündet. Der von ihm gegründete Friedensrat habe eine Einigung mit der Hamas erreicht, hat der US-Präsident auf seinem Netzwerk Truth Social behauptet. Wie auch alle anderen islamistischen Gruppen im Gazastreifen sei die Hamas bereit, sich „vollständig entwaffnen“ zu lassen. Doch die Hamas fordert, dass Israel zunächst die Angriffe einstellt und seine Truppen abzieht, bevor sie ihre Waffen an eine neue palästinensische Verwaltungsbehörde übergeben, sagt SZ-Israel-Korrespondentin Kristiana Ludwig. Das stehe nicht unmittelbar bevor. Vielmehr gebe es bislang nur einen neuen Fahrplan des von Trump gegründeten Friedensrates für Gaza. Zentrales Element des Plans ist ein neu gegründetes Technokraten-Komitee, das aus palästinensischen Behördenmitarbeitern bestehen soll. Dieses Komitee soll eines Tages die Hamas-Regierung ersetzen und die Entwaffnung organisieren. Zudem sehe der Plan vor, dass die Waffen von diesem Komitee gelagert werden sollen. Zusätzlich zum Technokraten-Komitee soll es eine internationale Stabilisierungstruppe geben, die aus Soldaten aus Indonesien, Marokko, Albanien, Kasachstan und Kosovo bestehen soll. Doch auch diese Truppe existiert bislang allenfalls in Grundzügen. Den Text über Israels Einsatz von Glyphosat in Syrien und Libanon lesen Sie hier. Weitere Nachrichten: Marokko weist Schuld an Ceuta-Zwischenfall zurück; Trump bläst Großangriff auf Iran an; 1000 Juristen fordern AfD-Verbotsverfahren. So können Sie unseren Nachrichtenpodcast abonnieren: „Auf den Punkt“ ist der tägliche Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung zu den wichtigsten Themen des Tages. Sie finden alle Folgen auf sz.de/nachrichtenpodcast. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie unser Audio-Angebot in Ihrer Lieblings-Podcast-App oder bei iTunes und Spotify. Eine Übersicht über all unsere Podcasts finden Sie unter www.sz.de/podcast und hier erfahren Sie, wie Sie unsere Podcasts hören können. Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de.

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2. August
Tagesschau

Israel äußert Bedenken zu Trumps Plan für Gaza-Entwaffnung

Hamas-Entwaffnung Israel äußert Bedenken zu Trumps Gaza-Plan Schon vor Tagen hatte US-Präsident Trump eine Einigung zur Entwaffnung des Gazastreifens verkündet. Jetzt gibt es eine offizielle Reaktion aus Israel: Man habe den USA "ernsthafte Sicherheitsbedenken" übermittelt. Am Freitag verkündete US-Präsident Donald Trump eine Einigung für den Gazastreifen: Der von ihm ins Leben gerufene "Friedensrat" habe eine Vereinbarung zur Entwaffnung der Terrororganisation Hamas und anderer bewaffneter Gruppen erzielt. Doch es blieben viele offene Fragen - und Skepsis. Jetzt hat auch Israel Bedenken zu dem Abkommen formuliert. Die israelische Regierung habe gegenüber den USA "ernsthafte Sicherheitsbedenken" geäußert, erklärte ein Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Die Einschätzung der israelischen Geheimdienste laute, dass die Hamas weiterhin bestrebt sei, ihr militärisches Potenzial wiederaufzubauen, anstatt abzurüsten. "Entwaffnung bedeutet physische Abgabe von Waffen" Das israelische Militär werde sich nicht aus dem Gazastreifen zurückziehen, bevor die Hamas die Waffen niederlege, betonte der Sprecher. Die israelische Seite gehe davon aus, dass die Organisation andernfalls ihre Präsenz im gesamten Küstengebiet rasch ausweiten werde. "Entwaffnung bedeutet die physische Abgabe der Waffen. Nichts weniger als das." Die Hamas selbst hatte zuvor erklärt, die von Trump verkündete Einigung anzunehmen - setzte aber Zugeständnisse Israels voraus. Die Zivilbevölkerung im Gazastreifen leidet unter den verheerenden Folgen des Krieges. Trump will Entwaffnung in Phasen Der US-Präsident hatte nach Verkündung des Abkommens erklärt, die Entwaffnung werde in "sorgfältig strukturierten Phasen" erfolgen. Während die Entwaffnung voranschreite, würden sich die israelischen Streitkräfte zurückziehen. Ein Zeitplan für diese Schritte blieb offen. Seit Monaten blockiert die Entwaffnung als Streitpunkt die Verhandlungen. Eine im Oktober 2025 durch die USA vermittelte Waffenruhe sieht vor, dass die Hamas ihre Waffen abgibt, ihr Tunnelnetzwerk zerstört - Israel aber auch seine Streitkräfte aus dem Gazastreifen abzieht und eine technokratische palästinensische Regierung installiert wird.

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