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Montag, 27. Juli 2026
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Kommentar: Dieser chinesische Börsenerfolg ist eine Chance für Europa

Medienspektrum

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27. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

CXMT: 500 Prozent Kursplus – Chiphersteller wird wertvollstes Unternehmen Chinas

500 Prozent Kursplus beim Börsenstart Chiphersteller CXMT steigt zum wertvollsten Unternehmen Chinas auf Es ist der größte Börsengang in Asien in diesem Jahr, und für Chinas Regierung geht es um die strategische Unabhängigkeit der Volksrepublik bei Speicherchips: Der chinesische Chiphersteller CXMT ist mit seinem Börsendebüt in Shanghai zum wertvollsten Unternehmen des Landes aufgestiegen. Die Aktie des Halbleiterkonzerns schoss um mehr als 500 Prozent in die Höhe und notierte zeitweise bei 54,65 Yuan. Der Ausgabepreis hatte bei 8,66 Yuan gelegen. Durch den Kurssprung stieg der Börsenwert von CXMT auf 3,65 Billionen Yuan, umgerechnet rund 473 Milliarden Euro. Damit überholte der Börsenneuling den bisherigen Spitzenreiter, die Großbank Industrial and Commercial Bank of China (ICBC). CXMT nahm mit dem Börsengang umgerechnet mehr als 7,5 Milliarden Euro ein. »Die Aktie riecht nach Spekulation« Allein im Vormittagshandel wurden CXMT-Aktien im Wert von 122 Milliarden Yuan umgesetzt. Der starke Kursanstieg könnte durch den geringen Anteil frei handelbarer Aktien von nur 6,73 Prozent verstärkt worden sein. Lokalen Medienberichten zufolge war es das erste Mal, dass eine einzelne Aktie an einem Tag einen Handelsumsatz von mehr als 100 Milliarden Yuan erzielte. Die Rallye weckte jedoch auch Sorgen über eine Blasenbildung. »Die Aktie ist zu teuer und riecht nach Spekulation«, sagte der Hedgefonds-Manager Yuan Yuwei von Trinity Synergy Investments. Ein anderer Fondsmanager, der die Aktie im Börsengang erworben hatte, verkaufte nach eigenen Angaben sofort wieder seine gesamten Anteile: »Bei einem solchen Preis wage ich es nicht, die Aktie zu halten oder zu kaufen«, sagte Wu Zhou von Shenzhen Deyuan Investment. CXMT steht wie kaum ein anderes Unternehmen für Chinas Streben nach technologischer Unabhängigkeit in der Halbleiterindustrie. Angesichts der US-Sanktionen und des globalen Technologiewettlaufs ist der Konzern zu einem zentralen Faktor der chinesischen Bemühungen geworden, die eigene Branche zu stärken und den Rückstand in strategischen Sektoren wie der künstlichen Intelligenz aufzuholen. CXMT war früher bekannt als ChangXin Memory Technologie und ist Chinas führender Hersteller von DRAM-Speicherchips. Diese Arbeitsspeicher sind ein zentraler Baustein in praktisch allen modernen Elektronikgeräten – von Smartphones über Computer bis hin zu Servern für künstliche Intelligenz. Lange wurde dieser globale Markt von den südkoreanischen Konzernen Samsung und SK Hynix sowie dem US-Unternehmen Micron dominiert. CXMT ist inzwischen zur weltweiten Nummer vier aufgestiegen. Seinem Börsenprospekt zufolge hielt es 2025 einen Marktanteil von 7,7 Prozent. China fördert den Konzern massiv Das Unternehmen profitiert von einer hohen Nachfrage nach Speicherchips. Analysten rechnen damit, dass die Preise bis Ende 2027 weiter steigen. CXMT rechnet für das erste Halbjahr damit, dass sich der Umsatz auf 110 bis 120 Milliarden Yuan mehr als versiebenfachen wird. Seit Jahren versucht die Regierung in Peking, die Abhängigkeit von ausländischen Halbleitern und der dazugehörigen Technologie zu verringern. CXMT wird daher massiv staatlich gefördert. Vor dem Börsengang hielten staatliche Investoren, darunter lokale Regierungsfonds und Chinas als »Big Fund« bekannter Halbleiter-Investitionsfonds, mehr als 36 Prozent der Anteile. - 2 Min Trotz des rasanten Wachstums und der starken staatlichen Unterstützung steht CXMT vor erheblichen Herausforderungen. Das Unternehmen hat einen technologischen Rückstand gegenüber den Marktführern – insbesondere bei hochmodernen HBM-Speicherchips, die für KI-Anwendungen wichtig sind. Zudem ist der Konzern direkt von geopolitischen Risiken betroffen. Die US-Exportkontrollen beschränken den Zugang zu den modernsten Chip-Fertigungsanlagen, etwa vom niederländischen Hersteller ASML. Das US-Verteidigungsministerium stufte CXMT zudem im Juni als »chinesisches Militärunternehmen« ein. Eine Aufnahme auf die sogenannte Entity List, die den Handel mit US-Firmen stark einschränken würde, ist eine ständige Gefahr. Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will CXMT nun seine Produktionskapazitäten ausbauen und die Forschung vorantreiben, um den technologischen Abstand zu den Konkurrenten zu verringern.

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27. Juli
Wirtschaftswoche

Börsengang: Historisches Börsendebüt für Chiphersteller CXMT in China

Börsengang: Historisches Börsendebüt für Chiphersteller CXMT in China Der Hunger nach Computerchips im weltweiten Rennen um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz hat dem chinesischen Hersteller CXMT einen Traum-Börsenstart geebnet. Zum Handelsbeginn sprang das Papier des Halbleiterfertigers aus dem ostchinesischen Hefei um mehr als 470 Prozent in die Höhe. CXMT, gegründet als ChangXin Memory Technologies, ist Spezialist in der Fertigung von DRAM-Speichern. Die Chips dienen in Computern oder Smartphones als temporäre Speicher von Daten. Sie sorgen dafür, dass die Geräte auf Höchstleistung arbeiten können, indem sie schnellen Datenzugriff ermöglichen, während auf den Geräten Anwendungen laufen. In der KI-Entwicklung sind die Chips wichtig, weil sie die Trainingsdaten der Modelle zwischenspeichern und damit als eine Art Gehirn fungieren. CXMT legte die zweitstärkste Erstnotiz in der Börsengeschichte Chinas hin und stieg zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen in Festlandchina auf. Der Eröffnungspreis erreichte 49,50 Yuan je Aktie. Der Ausgabepreis für einen der rund 6,69 Milliarden Anteilsscheine hatte bei 8,66 Yuan gelegen. Was CXMT mit dem Geld vorhat Mit dem Geld will CXMT laut dem Börsenprospekt zur Erstnotiz seine Produktion ausweiten sowie in Forschung und Entwicklung seiner DRAM-Chips investieren. Die hohe Nachfrage nach solchen Chips im Zuge des globalen Rennens um die Entwicklung neuer KI-Modelle hat für einen Angebotsengpass in der Branche gesorgt, vor allem bei Herstellern von Alltagselektronikgeräten. Der Börsengang schließt an weitere Debüts in der Branche an. Mitte des Monats hatte der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix USA und China wetteifern um KI Die KI-Entwicklung ist mittlerweile zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Rivalen USA und China geworden. Wegen der von Zöllen und Exportkontrollen geprägten handelspolitischen Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt wird die Reduzierung von Abhängigkeiten auch bei Technologie immer wichtiger. Lange gingen Beobachter davon aus, dass die Chinesen ihrer US-Konkurrenz noch hinterherhinken. Das jüngst veröffentlichte Modell „Kimi K3“ der chinesischen Firma Moonshot stellte in Leistungsmessungen nach eigenen Angaben die US-Spitzen-KI-Modelle in einigen Bereichen in den Schatten. Lesen Sie auch: Wie der KI-Boom China einen neuen Speichergiganten beschert

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27. Juli
Handelsblatt

Märkte Asien: Chinas Chip-Riese CXMT legt bei Mega-Börsengang rund 470 Prozent zu

Chinas Chip-Riese CXMT legt bei Mega-Börsengang rund 470 Prozent zu Peking. Chinas größter Chiphersteller CXMT hat am Montag einen historischen Börsengang absolviert. Die Aktien stiegen zum Handelsauftakt am Shanghaier Star Market um rund 472 Prozent. Mit Einnahmen von umgerechnet rund 9,8 Milliarden Dollar ist dies der zweitgrößte Börsengang Chinas nach der Agricultural Bank of China im Jahr 2010. CXMT, früher ChangXin Memory Technologies, ist der größte Speicherchipshersteller der Volksrepublik. Mit dem Börsengang ist dem Unternehmen gelungen, den aktuellen Nachfrageboom nach Speicherchips zu monetarisieren. So genannte DRAM-Speicherchips werden für Datencenter, aber auch Smartphones und Laptops benötigt. CXMT spielt eine zentrale Rolle in Chinas Plan, die Abhängigkeit von ausländischen Chipherstellern zu verringern. CXMT will die Erlöse vor allem in Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau der Produktionskapazitäten stecken, sagte CXMT-Geschäftsführer Zhu Yiming im Vorfeld des Börsengangs. Das Unternehmen wolle zudem einen Beitrag zur Entwicklung der chinesischen Halbleiterindustrie sowie des gesamten industriellen Ökosystems leisten. Großes Interesse bei Privatanlegern schürt Sorge vor Kursverlusten bei anderen Aktien Der für Privatanleger vorgesehene Teil des Börsengangs war 212-fach überzeichnet. Einzelanleger gaben dabei 9,4 Millionen Kaufaufträge für Aktien im Wert von 7,07 Billionen Yuan ab, wie die auf Finanzdaten spezialisierte Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Das entspricht etwa dem Zehnfachen der Privatanlegeraufträge beim Weltrekord-IPO von SpaceX

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