Themen
lage

Sonntag, 12. Juli 2026
Zurück zur Übersicht

Kritik an Metas KI-Bildgenerator „Muse“: Not your Muse

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
12. Juli
taz (Öko & Co)

Kritik an Metas KI-Bildgenerator „Muse“: Not your Muse

Kritik an Metas KI-Bildgenerator „Muse“: Not your Muse Meta nimmt wegen öffentlicher Aufruhr neue KI-Funktionen offline. Datenschutz ist für den Konzern egal, Hauptsache, der Ruf leidet nicht. W ir haben die Verantwortung, eure Daten zu schützen. Wenn wir das nicht können, verdienen wir es nicht, euch zu dienen“, schrieb Mark Zuckerberg noch 2018 entschuldigend, als herauskam, dass sensible Daten von 87 Millionen Meta Nutzer:innen für politische Werbung verkauft wurden. Acht Jahre und einer Rekordstrafe der EU von 1,2 Milliarden Euro später, weil Meta Nutzer:innendaten von EU-Bürgern an Regierungsbehörden der USA übermittelt hatte, bleiben das leere Worte. Zu sehen ist das an der vor wenigen Tagen eingefügten KI-Bildgenerierungsfunktion „Muse Image“. Schnell folgte massive Kritik: zum einen, weil sich solche Systeme für Deepfakes oder pornografische Inhalte missbrauchen lassen – eine Gefahr, die mit anderen KI-Tools längst Realität geworden ist. Zum anderen, weil Meta vorsah, öffentliche Profile für das Training der KI zu nutzen. Wer das nicht wollte, musste selbst aktiv widersprechen. Datenschutz per Opt-out: genau andersherum, als es sein sollte. Wer so viel Macht besitzt, trägt Verantwortung Es lag in Metas Hand, das so zu tun. Der Konzern betreibt Plattformen mit Milliarden Nutzer:innen, entscheidet über Sichtbarkeit und Teilhabe. Wer diese Macht besitzt, trägt Verantwortung. Mit einer so mächtigen KI verschiebt Meta die Grenzen dessen, was mit den Daten geschieht. Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums. Dass die Funktion nach öffentlicher Empörung nach nur vier Tagen wieder offline ging, ist kein Beweis für Einsicht. Es zeigt vor allem, worauf der Konzern reagiert: auf schlechten Ruf und wirtschaftliche Risiken. Der Datenschutz, auch wenn Zuckerberg es 2018 noch so bedeutungsschwer sagte, ist kein Anliegen des Konzerns. Das Geschäftsmodell von Meta basiert darauf, möglichst viele Daten auszuwerten. Solange sich damit Milliarden verdienen lassen, werden die Interessen der Nutzer:innen nie die des Konzerns sein. Vier Tage sind zudem genug Zeit, Daten abzugreifen, Deepfakes zu erstellen und alles wer weiß schon wo zu speichern. Vertrauen wir nicht mehr darauf, dass Tech-Milliardäre unsere Interessen schon im Blick haben werden. 50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen Starten Sie jetzt eine spannende Diskussion!

Artikel lesen
11. Juli
Tagesschau

Meta nimmt nach Protesten KI-Bildgenerator "Muse Image" vom Netz

"Muse Image" abgeschaltet Meta nimmt nach Protesten KI-Bildgenerator vom Netz Erneut hat ein Internetkonzern eine Funktion zur Erstellung von KI-Bildern wieder abgeschaltet: Nach Protesten zog Meta die Anwendung "Muse Image" zurück. Man habe auf Bedenken in Bezug auf den Datenschutz reagiert, so die Erklärung. Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat eine erst vor wenigen Tagen eingeführte Funktion zur Erstellung von Bildern mit Künstlicher Intelligenz (KI) nach massiver Kritik wieder eingestellt. Mit dem Werkzeug konnten Nutzer Bilder auf Basis öffentlicher Instagram-Konten generieren. Das Unternehmen teilte mit, man habe auf die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes reagiert. "Wir haben das Feedback gehört, dass diese Funktion ihr Ziel verfehlt hat, daher ist sie nicht mehr verfügbar", hieß es in einer Erklärung. Funktion war standardmäßig aktiviert Meta hatte die Anwendung "Muse Image" erst am Dienstag als Teil seines KI-Chatbots auf den Markt gebracht. Die Funktion stieß jedoch umgehend auf Widerstand, da sie für die Nutzer standardmäßig aktiviert war. Die US-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA und mehrere Prominente riefen daraufhin dazu auf, das Werkzeug manuell abzuschalten. Die Gewerkschaft kritisierte die automatische Zustimmung als inakzeptabel und als völlige Fehleinschätzung der öffentlichen Stimmung. SAG-AFTRA begrüßte Metas Schritt, die Funktion schließlich wieder einzustellen. Im Januar hatte das US-Unternehmen X-AI von Elon Musk die Möglichkeiten eingeschränkt, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Fotos zu manipulieren. Mit dem KI-Assistenten Grok war es zuvor möglich gewesen, sexualisierte Bilder zu erstellen.

Artikel lesen
11. Juli
ZDF heute

Meta stellt umstrittene KI-Bildfunktion wieder ein

Nach massiver Kritik:Meta stellt umstrittene KI-Bildfunktion wieder ein Nur vier Tage nach dem Start zieht Meta seine KI-Bildfunktion "Muse Image" nach massiver Kritik wieder zurück. Sie war ohne Zustimmung der Nutzer aktiviert. Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat eine erst vor wenigen Tagen eingeführte Funktion zur Erstellung von Bildern mit Künstlicher Intelligenz (KI) nach massiver Kritik wieder eingestellt. Mit dem Werkzeug konnten Nutzer Bilder auf Basis öffentlicher Instagram-Konten generieren. Das Unternehmen teilte am Freitag (Ortszeit) mit, man habe auf die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes reagiert. Wir haben das Feedback gehört, dass diese Funktion ihr Ziel verfehlt hat, daher ist sie nicht mehr verfügbar. Erklärung von Meta Meta rudert nach Protesten zurück Meta hatte die Anwendung "Muse Image" erst am Dienstag als Teil seines KI-Chatbots auf den Markt gebracht. Die Funktion stieß jedoch umgehend auf Widerstand, da sie für die Nutzer standardmäßig aktiviert war. Die US-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA und mehrere Prominente riefen daraufhin dazu auf, das Werkzeug manuell abzuschalten. Die Gewerkschaft kritisierte die automatische Zustimmung als inakzeptabel und als Fehleinschätzung der öffentlichen Stimmung. SAG-AFTRA begrüßte Metas Schritt, die Funktion schließlich wieder einzustellen. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zu Meta - Untersuchung zu Meta-Konzern:EU sieht Suchtgefahr bei Instagram und Facebookmit Video0:29 - FaktencheckKettenbrief schürt Panik:Nein, die Meta-KI liest WhatsApp-Chats nicht mitvon Oliver Kleinmit Video0:31 - Urteil zu Messenger:Meta-Dienst muss sich an härtere EU-Wettbewerbsregeln haltenmit Video0:36 - Instagram, WhatsApp und Facebook:Meta kündigt kostenpflichtige Plus-Modelle für Apps anmit Video0:39

Artikel lesen
© 2026 Themenlage