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Donnerstag, 6. August 2026
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Aufschlag von SpaceX-Raketenteil auf dem Mond dokumentiert

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5. August
ZDF heute

Aufschlag von SpaceX-Raketenteil auf dem Mond dokumentiert

Teleskop in Chile liefert Daten:Aufschlag von SpaceX-Raketenteil auf dem Mond dokumentiert Ein Raketenteil von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX ist offenbar unkontrolliert auf dem Mond eingeschlagen. Ein Teleskop in Chile liefert nun Daten zu den Folgen. Daten eines Teleskops in Chile haben nach Einschätzung von Wissenschaftlern die Folgen des Einschlags eines Raketenteils des privaten US-Raumfahrtsunternehmens SpaceX auf dem Mond dokumentiert. Auch wenn der Moment des Aufschlags selbst nicht zu sehen war, gebe es Beobachtungen vom sogenannten Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte, die ihn belegten, sagte Carl Schmidt von der Boston University am Mittwoch. Er sei zu "100 Prozent sicher", dass die Messdaten seines Teams die Folgen des Aufschlags zeigten. Die Trägerrakete Ariane 6 der European Space Agency (ESA) soll Europas unabhängigen Zugang zum All sichern und Satelliten transportieren. Doch im globalen Raumfahrt-Wettlauf liegt Europa zurück. 27.04.2026 | 18:20 minEinschlag auf dem Mond zeichnete sich ab Unter anderem sei eine Trümmerwolke entstanden. Emissionen von Lithium und Natrium seien noch mindestens fünf bis zehn Minuten nach dem Aufschlag mehrere Kilometer in den Weltraum hinausgetragen worden, schrieb Schmidt in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AP. Bei dem eingeschlagenen Raketenteil handelte es sich um die zwölf Meter lange Oberstufe einer "Falcon 9" von SpaceX. Die Rakete hatte im Januar 2025 zwei Landefahrzeuge zum Mond gebracht. Die Oberstufe verglühte nicht in der Erdatmosphäre, sondern kam vom Kurs ab. Der Einschlag auf dem Mond zeichnete sich daraufhin ab, war laut SpaceX aber nicht so geplant gewesen. Verantwortlich war demnach eine Kombination aus Sonnenaktivität und Gravitationskräften. Bilder vom Einschlagskrater dürfte kommende Woche die Nasa-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter liefern, wenn sie über die Absturzstelle fliegt. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zum Thema Weltraum - SpaceX zieht Quartalsbilanz:Diese Sparte finanziert Elon Musks teure Visionenvon Dennis Bergermit Video44:30 - Europas Zugang zum Weltall:Warum eigene Raketen für Deutschland so wichtig sindvon Frank Bethmannmit Video0:57 - Italiener Parmitano fliegt 2027 mit:"Artemis 3": Crew steht - kein Deutscher an Bordmit Video0:37

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5. August
taz (Öko & Co)

Menschliche Hinterlassenschaften: Der Mond und der Müll

Menschliche Hinterlassenschaften: Der Mond und der Müll Ein ausgedientes Raketenteil von Elon Musks SpaceX soll auf dem Mond aufgeschlagen sein. Der hat schon ganz andere Sachen mitgemacht. Am Mittwochmorgen mitteleuropäischer Zeit bekam der Mond ziemlich wahrscheinlich Besuch. Der Gast wog 3,9 Tonnen, war 12 Meter lang und kam mit 8.700 Kilometern pro Stunde: die ausgediente Oberstufe einer Rakete von Elon Musks Weltraumfirma SpaceX. Im Januar 2025 hatte SpaceX zwei kommerzielle Landefähren auf den Weg gebracht. Danach trieb sie anderthalb Jahre auf einer mondkreuzenden Umlaufbahn um die Erde. Eingeschlagen sein soll sie nun in der zerklüfteten Gegend zwischen den Kratern Einstein und Bell, am Westrand des sichtbaren Mondes. Die Bestätigung durch eine Sonde wird in den nächsten Stunden bis Tagen erwartet, gilt unter Experten aber als Formalität. Der Mond ist ein Ort, an dem nichts verschwindet. Kein Wind, kein Wasser, keine Atmosphäre, die einen fallenden Körper abbremsen oder später abtragen könnte. Was hier ankommt, bleibt liegen. Und liegen tut dort schon so einiges: Landestufen, Rover, Messgeräte, Kameras, Werkzeug, Handtücher, Nagelscheren, zwei Golfbälle. Dazu 96 Säcke mit Fäkalien, Urin und Erbrochenem, abgeworfen von den zwölf Apollo-Astronauten zwischen 1969 und 1972, um Gewicht für Mondgestein zu sparen. Auf einem der ersten Bilder, die Neil Armstrong nach der Landung machte, ist so ein Beutel zu sehen. Eingesammelt wurde der Müll bislang nicht. Im Raum dazwischen sieht es nicht besser aus. Die Europäische Weltraumagentur (ESA) zählt über 54.000 Schrottteile, die größer sind als zehn Zentimeter, und schätzt die Zahl der Teile unter einem Zentimeter auf mehr als 140 Millionen. International verbindliche Regeln gibt es dafür nicht, nur nationales Recht und Empfehlungen: etwa, dass ein ausgedienter Satellit nach 25 beziehungsweise 5 Jahren verglühen oder auf eine Friedhofsbahn ausweichen soll. Investorenträume auf den Mond schießen Zugleich wird der Mond gerade zur Zielscheibe territorialer Aneignung. Im April dieses Jahres flogen erstmals seit 1972 wieder Menschen um ihn herum, US-amerikanische Astronauten und chinesische Taikonauten wollen an seinem Südpol landen und dort eine permanente Basis errichten. Die Nasa lässt sie von Privatfirmen bauen und hat vor, einen Atomreaktor dorthin zu stellen. Auch Pläne für ein Mondhotel gibt es schon, ein US-amerikanisches Start-up nimmt dafür Anzahlungen entgegen. Das Weltraumrecht geht mit der Kommerzialisierung des Mondes Hand in Hand. Ein US-geführtes internationales Abkommen spricht von „Sicherheitszonen“ auf dem Mond, ein US-Gesetz von 2015 erlaubt Unternehmen den Besitz im All geförderter Rohstoffe, und der Wirtschaftsbericht des Präsidenten von 2021 macht es zur Staatsaufgabe, Eigentum im All zu schaffen und so für Kapital verfügbar zu machen. Man will sich zuerst auf dem Mond festsetzen, bevor die Konkurrenz da ist. So entsteht auf dem Mond, was auf der Erde längst existiert: eine Landkarte aus Ansprüchen und daneben, unsortiert, der Abfall, den diese Ausweitung menschlichen Territoriums produziert. Überall, wo Menschen hingehen, lassen sie ihren Müll zurück. Zum aktuellen Fall teilte SpaceX mit, man habe sich bei der Entsorgung der Stufe an die geltenden Regeln gehalten. Das stimmt vermutlich. Die US-Luftfahrtbehörde hatte 2023 fünf zulässige Wege vorgeschlagen, ausgediente Oberstufen loszuwerden, darunter das Einschwenken auf eine Bahn um die Sonne. Der Treibstoff dafür hätte beim Start Nutzlast gekostet, also Geld. Ihn wegzulassen, kostete nichts. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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5. August
FAZ (Wirtschaft)

Einschlag ohne Kontrolle: SpaceX-Weltraumschrott wohl ungeplant auf dem Mond aufgeprallt

Einschlag ohne Kontrolle : SpaceX-Weltraumschrott wohl ungeplant auf dem Mond aufgeprallt Auf dem Mond ist allem Anschein nach ein schulbusgroßes Relikt einer Falcon-9-Rakete eingeschlagen. Solche Vorfälle sind selten – und befeuern die Debatte um Weltraumschrott. Ein tonnenschweres Stück Weltraumschrott von SpaceX ist am Mittwochmorgen möglicherweise unkontrolliert auf dem Mond aufgeschlagen. Ein direkter Nachweis für den Aufprall, der gegen 08.35 Uhr deutscher Zeit erwartet worden war, stand zunächst noch aus. Bei dem schulbusgroßen Objekt handelt es sich um die vier Tonnen schwere zweite Stufe einer Falcon-9-Rakete, die im Januar 2025 eine Mondlandefähre ins All befördert hatte. Da kein Raumfahrzeug den Einschlag direkt beobachten konnte, suchen Wissenschaftler nun auf Teleskopbildern nach einer Staubwolke, um den Vorfall zu bestätigen. Der Aufprall war SpaceX zufolge unbeabsichtigt. Natürliche kosmische Kräfte hätten das Raketenteil auf Kollisionskurs mit dem Mond gebracht. „Eine Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft hat es auf einen Kurs zum Mond gebracht“, erklärte SpaceX-Direktorin Julianna Scheiman. Normalerweise fallen solche Raketenstufen zurück in die Erdatmosphäre und verglühen. Da die Mondmission vom Januar jedoch mehr Schub erforderte, verblieb die Stufe im Weltraum und wurde zu unkontrollierbarem Weltraumschrott. Der Einschlag wurde im Einstein-Krater auf der von der Erde abgewandten Seite des Mondes erwartet. Einschläge von Weltraumschrott auf dem Mond sind selten. Im März 2022 schlug ein chinesisches Raketenteil auf dem Mond ein. Die US-Raumfahrtbehörde NASA ließ zudem in den 1970er Jahren und 2009 absichtlich Raketenstufen auf dem Mond aufprallen, um die Auswirkungen zu untersuchen. Der aktuelle Vorfall lenkt jedoch erneut die Aufmerksamkeit auf den Umgang mit ausgedienter Weltraum-Hardware. Angesichts des geplanten Baus einer Mondbasis im Rahmen des Artemis-Programms beraten NASA und SpaceX nun darüber, wie solche Vorfälle künftig verhindert werden können.

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5. August
Handelsblatt

Weltraum-Schrott: Schlug Teil von SpaceX-Rakete ungeplant auf dem Mond ein?

Weltraum-Schrott: Schlug Teil von SpaceX-Rakete ungeplant auf dem Mond ein? Washington. Rund anderthalb Jahre nach ihrem Start soll ein Teil einer SpaceX-Rakete Wissenschaftlern zufolge ungeplant auf dem Mond aufgeschlagen sein. Der Aufschlag war für den Mittwochmorgen deutscher Zeit berechnet worden, eine Bestätigung gab es aber zunächst nicht. Bei dem Raketenteil handelte es sich um die Oberstufe einer „Falcon 9“ vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX Schon vorab hatten SpaceX, die US-Raumfahrtbehörde Nasa und Wissenschaftler wie der US-Astronom Bill Gray vorhergesagt, dass eine Live-Beobachtung des Einschlags wahrscheinlich schwierig werden könnte. Anschließend könne es Stunden oder sogar Tage dauern, bis ein möglicher Aufschlag bestätigt werden könnte, da dies dann nur beispielsweise mit Hilfe von Sonden möglich wäre, die Fotos von einem möglicherweise entstandenen Krater zur Erde schicken würden. In ein paar Tagen soll beispielsweise die Nasa-Sonde „Lunar Reconnaissance Orbiter“ über die erwartete Einschlagstelle fliegen. Rakete war im Januar 2025 mit zwei Mondlandern gestartet Die „Falcon 9“-Rakete war am 15. Januar 2025 mit den Mondlandern „Blue Ghost“ des US-Unternehmens Firefly Aerospace und „Resilience“ des japanischen Start-ups ispace gestartet. „Blue Ghost“ landete rund zwei Monate später auf dem Mond, bei „Resilience“ schlug die Landung kurz darauf fehl, der Lander krachte in den Mond. Die untere Raketenstufe der „Falcon 9“-Rakete kehrte zur Erde zurück. Die oberen Raketenstufen würden bei solchen Missionen häufig planmäßig in der Erdatmosphäre verglühen, sagte SpaceX-Managerin Julianna Scheiman bei einer Pressekonferenz. „Aber für Missionen mit hoher Energie müssen wir ein anderes Manöver durchführen, um sicherzustellen, dass die Oberstufe sicher ist mit den entsprechenden Regeln und Regularien.“ Das sei in diesem Fall vorgenommen worden – „und was passiert ist, ist eine Mischung aus Sonnenaktivität und Anziehungskräften, die sie auf einen Weg hin zum Mond gebracht hat“. Nasa: Keine Gefahr für die Erde Das sei zwar in diesem Fall ungeplant gewesen, grundsätzlich sei ein Aufschlag auf dem Mond aber für eine Entsorgung auch „eine anerkannte Option, die eine vorhersagbare, nachverfolgbare und sicherere Herangehensweise an das Ende einer Mission bieten kann“, hieß es von der Nasa. „Es gibt keine Gefahr für die Erde.“ Aus wissenschaftlichen Gründen werde man den Verbleib der Raketenstufe und die Einschlagstelle weiter beobachten. Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Nasa-Wissenschaftler gingen aufgrund von Bildern der Sonde „Lunar Reconnaissance Orbiter“ damals davon aus, dass es sich um einen Teil einer alten chinesischen Rakete handelte, wahrscheinlich der Trägerrakete der „Chang'e 5-T1“-Mission, die 2014 von der Erde aus ins All geschossen worden war. China hatte diese Berichte jedoch zurückgewiesen. Geplante Einschläge zu Forschungszwecken hat es in der Vergangenheit auf dem Mond schon mehrfach gegeben.

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4. August
Handelsblatt

Weltraum-Schrott: Schlägt Teil von SpaceX-Rakete ungeplant auf dem Mond ein?

Weltraum-Schrott: Schlägt Teil von SpaceX-Rakete ungeplant auf dem Mond ein? Washington. Rund anderthalb Jahre nach ihrem Start könnte ein Teil einer SpaceX-Rakete Wissenschaftlern zufolge ungeplant auf dem Mond aufschlagen. Der Aufschlag sei am Mittwoch für 8.35 Uhr MESZ berechnet, hieß es unter anderem von dem US-Astronomen Bill Gray und der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Es handele sich dabei um die Oberstufe der Rakete „Falcon 9“ vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX Ob der Aufschlag von der Erde aus sichtbar sein werde, sei noch unklar. „Ich denke, er wird sehr, sehr schwer zu sehen sein, wenn nicht unmöglich“, sagte William Cooke, ein Manager der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Astronom Gray sagte gegenüber der „New York Times“: „Das Objekt schlägt an einem Punkt ein, an dem es zumindest ein bisschen Hoffnung gibt, dass wir es beobachten können.“ Noch unklar, wann und wie ein Aufschlag bestätigt werden könnte Falls eine Live-Beobachtung nicht möglich ist, könnte es einige Stunden oder sogar Tage dauern, bis ein möglicher Aufschlag bestätigt werden könnte, da dies dann nur beispielsweise mit Hilfe von Sonden möglich wäre, die Fotos von einem möglicherweise entstandenen Krater zur Erde schicken würden. In ein paar Tagen soll beispielsweise die Nasa-Sonde „Lunar Reconnaissance Orbiter“ über die erwartete Einschlagstelle fliegen. Die „Falcon 9“-Rakete war am 15. Januar 2025 mit den Mondlandern „Blue Ghost“ des US-Unternehmens Firefly Aerospace und „Resilience“ des japanischen Start-ups ispace gestartet. „Blue Ghost“ landete rund zwei Monate später auf dem Mond, bei „Resilience“ schlug die Landung kurz darauf fehl, der Lander krachte in den Mond. Die untere Raketenstufe der „Falcon 9“-Rakete kehrte zur Erde zurück. SpaceX: „Mischung aus Sonnenaktivität und Anziehungskräften“ Die oberen Raketenstufen würden bei solchen Missionen häufig planmäßig in der Erdatmosphäre verglühen, sagte SpaceX-Managerin Julianna Scheiman bei einer Pressekonferenz. „Aber für Missionen mit hoher Energie müssen wir ein anderes Manöver durchführen, um sicherzustellen, dass die Oberstufe sicher ist mit den entsprechenden Regeln und Regularien.“ Das sei in diesem Fall vorgenommen worden - „und was passiert ist, ist eine Mischung aus Sonnenaktivität und Anziehungskräften, die sie auf einen Weg hin zum Mond gebracht hat“. Das sei zwar in diesem Fall ungeplant gewesen, grundsätzlich sei ein Aufschlag auf dem Mond aber für eine Entsorgung auch „eine anerkannte Option, die eine vorhersagbare, nachverfolgbare und sicherere Herangehensweise an das Ende einer Mission bieten kann“, hieß es von der Nasa. „Es gibt keine Gefahr für die Erde.“ Aus wissenschaftlichen Gründen werde man den Verbleib der Raketenstufe und die Einschlagstelle weiter beobachten. Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Nasa-Wissenschaftler gingen aufgrund von Bildern der Sonde „Lunar Reconnaissance Orbiter“ damals davon aus, dass es sich um einen Teil einer alten chinesischen Rakete handelte, wahrscheinlich der Trägerrakete der „Chang'e 5-T1“-Mission, die 2014 von der Erde aus ins All geschossen worden war. China hatte diese Berichte jedoch zurückgewiesen. Geplante Einschläge zu Forschungszwecken hat es in der Vergangenheit auf dem Mond schon mehrfach gegeben.

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3. August
Neues Deutschland

Raumfahrt | Einstein bekommt Gesellschaft

- Wirtschaft und Umwelt - Raumfahrt Einstein bekommt Gesellschaft Mit dem Absturz einer Space-X-Raketenstufe wird sich ein neuer Mondkrater bilden. Die Kommerzialisierung des Weltraums hinterlässt immer mehr Schrott. Am 5. August findet voraussichtlich wieder eine Mondlandung statt. Diesmal wird sie aber nicht mit großem Medienrummel in alle Welt ausgestrahlt, denn es handelt sich um eine ungeplante Kollision. Laut Berechnungen des US-Astronomen Bill Gray wird an diesem Tag gegen 8.34 Uhr deutscher Zeit ein Teil einer Space-X-Rakete auf dem Mond aufschlagen. Es handele sich dabei um die Oberstufe der »Falcon 9«, mit der im Januar 2025 zwei kommerzielle Mondlander zum Erdtrabanten gebracht wurden, teilte die Raumfahrtbehörde Nasa mit. Es handelte sich um die erste erfolgreiche kommerzielle Mondmission. Der Einschlagort liegt auf der erdzugewandten Seite nahe dem Krater Einstein. Ob das Ereignis beobachtet werden kann, ist indes unklar. »Ich denke, es wird sehr, sehr schwer zu sehen sein, wenn nicht unmöglich«, so der Nasa-Manager William Cooke. Es brauche sehr empfindliche Teleskope und eine wolkenlose Sicht. Womöglich kann die Nasa-Sonde »Lunar Reconnaissance Orbiter« Informationen zu dem Aufschlag liefern, da sie kurz davor und danach über die erwartete Einschlagstelle fliegen und das Gebiet detailliert scannen soll. So lassen sich Vorher-Nachher-Vergleiche anstellen. Eine Kleinigkeit ist das Ganze nämlich nicht: Das rund fünf Tonnen schwere Teil aus Stahl und Aluminium fliegt rasend schnell auf den Mond zu. Grey zufolge wird das hohle zylindrische Bauteil mit rund 9000 Kilometern pro Stunde aufschlagen. Die dadurch entstehende Staubwolke könnte schon eher zu sehen sein. Ein internationales Forscherteam um William Jo von der University of Texas in Austin hat Berechnungen mithilfe spezieller physikalischer Simulationen dazu auf der Open-Source-Wissenschaftsplattform »arXiv« veröffentlicht. Demnach dürfte die zentrale Auswurfspitze der durch den Einschlag entstehenden Wolke eine Höhe von 75 bis 100 Kilometern erreichen. Zurückbleiben dürfte ein neuer Krater mit 20 bis 30 Metern Breite. Die Trümmerteile könnten durch die geringe Gravitation bis zu 1000 Kilometer weit über die Mondlandschaft geschleudert werden. Die »Falcon 9« hatte im Januar die Mondlander im Auftrag von zwei Privatunternehmen aus den USA und Japan ins All gebracht. Mit der zunehmenden Kommerzialisierung wird auch der Verkehr zwischen Erde und Mond deutlich zunehmen. Der Raketentyp von Space X ist eigentlich auf Wiederverwendbarkeit angelegt, und Firmenchef Elon Musk wirbt für sein Transportmittel mit Kostensenkungen in der Raumfahrt. Nach dem Aussetzen der Nutzlast reichte der verbliebene Treibstoff aber nicht für eine kontrollierte Rückkehr zur Erde. Seitdem bewegt sich die leere Raketenstufe in einer chaotischen Umlaufbahn. Etwas Ähnliches wurde vor rund vier Jahren erstmals beobachtet. Es soll sich um eine 2014 ins All geschossene chinesische Rakete gehandelt haben, was Peking jedoch bestritt. Musk räumte den aktuellen Vorgang übrigens zunächst ebenfalls nicht ein. Das Ereignis wirft ein Schlaglicht auf den unkontrollierten Umgang mit ausgedienter Hardware im nahen Weltraum. Astronom Gray spricht von »einer gewissen Nachlässigkeit bei der Entsorgung von übrig gebliebener Weltraumausrüstung«. Solche Hinterlassenschaften zwischen Erde und Mond werden zunehmend zum Problem. Wobei dies bisher mehr für Satelliten aufgrund ihrer schieren Menge gilt. Laut dem US Space Surveillance Network gibt es aktuell 18 518 aktive Satelliten, Tendenz durch kommerzielle Projekte wie das Starlink-Netzwerk von Space X und durch militärische Nutzung stark steigend. Zudem sind hier über 10 000 größere Schrottteile unterwegs und laut der EU-Raumfahrtbehörde Esa über eine Million Teilchen von mehr als einem Zentimeter Größe. Selbst diese können aufgrund ihrer Geschwindigkeit schwere Schäden an Satelliten anrichten. Experten warnen vor einem steigenden Risiko des sogenannten Kessler-Effekts: eine Kettenreaktion durch Kollisionen, die die wichtige Forschung, etwa das Sammeln von Klimadaten oder die Katastrophenvorhersage im Erdorbit lahmlegen könnte. Ausgediente Geräte werden bisher auf eine sehr hohe Friedhofsumlaufbahn geschickt oder zum Verglühen beim Wiedereintritt in die Atmosphäre gebracht. Doch das dabei entstehende Material breitet sich in der sogenannten Mesosphäre in etwa 75 Kilometern Höhe aus. Welche Folgen die zunehmende Verschmutzung der oberen Atmosphäre für die Umwelt haben kann, ist bislang unerforscht. Astrophysiker Manuel Metz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) spricht daher von einem »unkontrollierten Experiment mit unserer Erdatmosphäre«. Um herauszufinden, was genau beim Verglühen von Satelliten passiert, startet die Esa im kommenden Jahr die »Draco-Mission«. Sie soll Erkenntnisse für die Konstruktion künftiger Satelliten bringen, die vollständig zerfallen und keinen Müll hinterlassen. Und auch die jetzige Mond-Kollision könnte Forschungszwecken dienen: »Die Beobachtung dieses Ereignisses bietet uns die seltene Gelegenheit, neue Erkenntnisse über Auswurfwolken zu gewinnen und diese Modelle anhand eines realen Ereignisses zu kalibrieren – was für alle zukünftigen Missionen zum Mond von Bedeutung ist«, sagte Raumfahrtingenieur Jo dem Fachportal »Space.com«. Da künstliche Metallobjekte eine andere Dichte hätten als natürliche Asteroiden, dürfte eine neuartige Trümmerwolke entstehen. Forscher erhoffen sich zudem wertvolle Daten über die Zusammensetzung des trockenen Mondbodens und das Studium der Mechanik von Einschlagkratern. Passieren wird jetzt zwar nichts, aber das könnte sich mit der geplanten Errichtung von Infrastruktur und bemannten Mondbasen ändern. Insofern ist in der internationalen Forschungsgemeinschaft auch von einer schnellen Anpassung der Beobachtungspläne die Rede. Denn es wird künftig wohl viel mehr zu sehen geben. Wir haben einen Preis. Aber keinen Gewinn. Die »nd.Genossenschaft« gehört den Menschen, die sie ermöglichen: unseren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die mit ihrem Beitrag linken Journalismus für alle sichern: ohne Gewinnmaximierung, Medienkonzern oder Tech-Milliardär. 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2. August
Deutschlandfunk

Astronomie - SpaceX-Raketenteil kracht demnächst auf den Mond - Wissenschaftler gespannt

Absturz auf den Mond war nicht geplant Die zwölf Meter lange und 4,5 Tonnen schwere Oberstufe stammt von einer Rakete, die im Januar des vergangenen Jahres zwei Landefähren privater Unternehmen in Richtung Mond gebracht hatte. Dass sie auf den Himmelskörper prallt, war laut SpaceX nie geplant. Sie wird auf der Vorderseite des Mondes einschlagen und die Energie von umgerechnet drei Tonnen TNT freisetzen. Experten erwarten, dass der Aufprallblitz weniger als eine Sekunde dauern und wahrscheinlich zu schwach sein wird, um mit bloßem Auge erkannt zu werden. Doch das herausgesprengte Material dürfte kilometerweit ins All geschleudert werden und deshalb mit dem Fernrohr von der US-Ostküste, Kanada und Teilen Südamerikas aus zu sehen sein. Krater von 5 Metern Tiefe erwartet Benjamin Fernando vom US-amerikanischen "Los Alamos National Laboratory" rechnet mit einem Einschlagskrater von 27 Metern Durchmesser und 5 Metern Tiefe. Das könne man von der Erde aus nicht sehen, sagte er Nachrichtenagentur AP. Aber der "Lunar Reconnaissance Orbiter" der US-Raumfahrtbehörde Nasa und der südkoreanische Mondorbiter "Danuri" sollen nach seinen Angaben Vorher-Nachher-Aufnahmen der Absturzstelle machen. Gefahr für Astronauten einschätzen Meteoriten und andere kosmische Objekte prallen in der Regel auf den Mond, ohne dass Wissenschaftler vorher davon wissen. Deshalb ist dieser vorhersehbare Einschlag eines künstlichen Objekts umso interessanter für die Forscher. "Ein Grund für unser Interesse an diesem Ereignis ist, dass wir herausfinden wollen, wie groß die Gefahr durch einen Trümmeraufprall für künftige Astronauten ist", erklärte Fernando. Diese Nachricht wurde am 02.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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