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Mittwoch, 5. August 2026
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Krieg in der Ukraine: Menschenjagd auf russisch

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5. August
taz (Öko & Co)

Krieg in der Ukraine: Menschenjagd auf russisch

Krieg in der Ukraine : Menschenjagd auf russisch Ein Video zeigt einen Ukrainer, der vor einer Drohne davonzurennen versucht. Gnadenlos geht die Angriffsarmee gerade gegen die Zivilbevölkerung vor. D as Video lässt einem den Atem stocken: Ein Gemüsehändler in der südukrainischen Stadt Cherson bereitet gerade seinen Stand vor. Wie aus dem Nichts taucht eine Drohne auf, die mehrfach über dem Platz kreist. Dann ist eine Explosion zu sehen. Die gute Nachricht: Der Mann hat überlebt, in einem weiteren Video aus dem Krankenhaus berichtet er, wie er um sein Leben rannte. Diese Art der Kriegsführung heißt in der Ukraine „Drohnen-Safari“. Das Phänomen ist nicht neu. Seit über zwei Jahren praktiziert die russische Armee diese zynische Art der Menschenjagd. Berichten aus der Ukraine zufolge würden viele Menschen auch auf ihren Datschen getötet oder verletzt – nicht selten beim Toilettengang. Das erinnert an einen Ausspruch von Wladimir Putin, damals noch russischer Ministerpräsident, aus dem Jahr 1999. Da kündigte er an, tschetschenische Terroristen würden notfalls auch auf dem Abort zur Strecke gebracht. Diese zweite „Antiterroroperation“ gegen die Nordkaukasusrepublik sollte zehn Jahre dauern. Auch wenn der Kontext ein gänzlich anderer ist und der Vergleich vielleicht geschmacklos erscheint, die Botschaft ist dieselbe: Wir erwischen euch – überall. Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums. Zwar ist unbestreitbar, dass die Ukraine hinsichtlich der technologischen Entwicklung und Produktion von Drohnen erhebliche Fortschritte zu verzeichnen hat. Nicht von ungefähr interessiert sich mittlerweile auch das Ausland für dieses im Verlauf des Kriegs erlangte Know-how. Kompletter Schutz gegen unbemannte Luftfahrzeuge, die gezielt Zivilist*innen ins Visier nehmen, ist trotzdem kaum möglich. Die ukrainische Luftabwehr hat aber noch andere Probleme. Infolge russischer Raketenangriffe auf Kyjiw starben in der Nacht zu Mittwoch mindestens 17 Menschen. Keine Rakete konnte unschädlich gemacht werden – aus dem einfachen Grund, dass Kyjiw die Mittel fehlen. Wo die Abwehrsysteme herkommen sollen, weiß niemand. US-Präsident Donald Trump ist und bleibt ein unsicherer Kantonist. Für die Ukraine ist das wahrlich keine gute Nachricht. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen Starten Sie jetzt eine spannende Diskussion!

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5. August
taz (Öko & Co)

Krieg in der Ukraine: Menschenjagd mit Drohnen

Krieg in der Ukraine: Menschenjagd mit Drohnen Ein Gemüsehändler in Cherson wird von einer russischen Drohne angegriffen. Ein Video des Angriffs geht viral. Für viele Ukrainer ist das längst Alltag. Ein Gemüsehändler aus der südukrainischen Stadt Cherson wird von einer russischen Drohne verfolgt. Sie kreist um sein Fahrzeug und explodiert anschließend in unmittelbarer des Mannes. Das Video, das am Dienstag veröffentlicht wurde, verbreitete sich rasch in den internationalen Medien. Der 52-jährige Juri überlebte, musste jedoch mit einem Schädel-Hirn-Trauma, einer Explosionsverletzung, einer Gehirnerschütterung sowie Splitterwunden ins Krankenhaus eingeliefert werden. Für viele Zuschauer außerhalb der Ukraine waren diese Bilder ein Schock. Viele Ukrainer wiederum waren überrascht, dass solche Szenen im Westen nach wie vor als etwas Neues wahrgenommen werden. Tatsächlich ist der Angriff in Cherson nur einer von vielen derartigen Vorfällen. Gezielte Angriffe russischer Drohnen auf Zivilisten in Frontnähe werden seit 2024 dokumentiert. Drohnenpiloten spüren Menschen auf Straßen und Wegen sowie in Innenhöfen auf. Sie verfolgen Autos, Fahrräder sowie öffentliche Verkehrsmittel. Zu den Opfern zählen Passanten, Dorfbewohner bei der Arbeit auf ihren Grundstücken, Autofahrer, Bus-Insassen, Sanitäter, Rettungskräfte und Mitarbeiter kommunaler Dienste. Derartige Angriffe werden nicht nur in der Region Cherson verzeichnet, sondern auch in den Gebieten Charkiw, Sumy, Donezk, Saporischschja und anderen frontnahen Regionen. 1.200 Kilometer Frontlinie Die Frontlinie in der Ukraine erstreckt sich über rund 1.200 Kilometer. Das entspricht der Strecke von Berlin nach Rom. Entlang dieser Linie setzen russische Einheiten täglich FPV-Drohnen ein. FPV steht für „First Person View“ – also die Sicht aus der Ich-Perspektive. Der Bediener empfängt das Kamerabild in Echtzeit, sieht das gewählte Ziel und steuert die Drohne anhand dieser visuellen Informationen. Das kleine Fluggerät kann Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometer pro Stunde erreichen, im Tiefflug operieren, zwischen Häusern und Bäumen manövrieren und ein bestimmtes Ziel ins Visier nehmen. Solche Drohnen können mit einem Gefechtskopf von einem bis fünf Kilogramm Gewicht ausgestattet werden und Personen oder Fahrzeuge entweder durch einen direkten Treffer oder durch eine Explosion in unmittelbarer Nähe ausschalten. In Russlands Krieg gegen die Ukraine haben sich FPV-Drohnen zu einer der am weitesten verbreiteten Waffenarten entwickelt – sie sind vergleichsweise kostengünstig, manövrierfähig und schwer abzufangen. Im Durchschnitt greifen russische Streitkräfte die ukrainische Seite täglich mit 7.000 FPV-Drohnen an. Herkömmliche FPV-Drohnen werden über Funk gesteuert – eine Verbindung, die durch Maßnahmen der elektronischen Kampfführung gestört werden kann. Allerdings setzen russische Truppen zunehmend Drohnen ein, die über ein Glasfaserkabel gesteuert werden, über das sowohl Steuerbefehle als auch Bilddaten übertragen werden. Solche Fluggeräte lassen sich mit herkömmlichen Mitteln nur sehr schwer stören. Ständiger psychischer Druck Ganze Straßenzüge in Sumy, Cherson, Saporischschja und anderen Städten nahe der Front sind mit Anti-Drohnen-Netzen überspannt. Sie bieten zwar keinen hundertprozentigen Schutz, üben jedoch einen ständigen psychischen Druck aus: Selbst in der eigenen Straße fühlt man sich wie in einem Käfig – aus dem herauszublicken man dennoch Angst hat. In verschiedenen Stadtteilen von Sumy wurden bereits russische FPV-Drohnen gesichtet. Ziel der Angriffe sind Wohnviertel, private Grundstücke, Straßen, zivile Fahrzeuge und Infrastruktureinrichtungen. Im vergangenen Juni griff eine russische FPV-Drohne einen Trauerzug am Stadtrand von Sumy an – ein Mensch, dem die Beine abgerissen wurden, kam ums Leben. Mehrere weitere Personen wurden verletzt. Autofahrer aus Sumy müssen bis zu 30 Kilometer aus der Stadt hinausfahren, um zu tanken, da ein Großteil der Tankstellen in Sumy bereits durch Angriffe von FPV-Drohnen beschädigt oder zerstört wurde. FPV-Drohnen haben die Wahrnehmung von Gefahr grundlegend verändert. Bei einem Raketenangriff, einem Einschlag einer gelenkten Fliegerbombe oder einem Anflug von „Schahed“-Drohnen bleibt den Menschen oft zumindest eine Minute Zeit, um Schutz zu suchen. Im Juli herrschte in Sumy zusammengenommen 25 Tage und sechs Stunden Luftalarm. Und dennoch fahren die Menschen weiterhin zur Arbeit, nutzen Verkehrsmittel, bestellen die Felder und halten das Leben in den frontnahen Gebieten aufrecht. Nicht, weil sie keine Angst hätten, sondern weil ein Stillstand des Alltagslebens entlang der 1.200 Kilometer langen Front das allmähliche Verschwinden ganzer Regionen bedeuten würde. Glücklicherweise hat Juri aus Cherson den Drohnenangriff überlebt – Hunderte andere Menschen in der Ukraine haben das hingegen nicht. Und es wird weitere Opfer geben, denn nahezu täglich werden Ukrainer bei derartigen Angriffen verletzt oder getötet. Und ein Ende dieses Krieges ist derzeit nicht abzusehen. Aus dem Russischen von Barbara Oertel Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. 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5. August
taz (Öko & Co)

Verfolgungsjagd eines Zivilisten: Ukraine empört

Verfolgungsjagd eines Zivilisten: Ukraine empört Ein Mann in der südukrainischen Stadt Cherson ist um einen Lastwagen gerannt, um einer Drohne zu entkommen. Die Drohne folgte ihm und explodierte. afp | Ukrainische Behörden haben am Dienstag empört auf ein von der Polizei verbreitetes Video reagiert, das zeigt, wie ein Zivilist von einer Drohne verfolgt wird. In dem Video, dessen Echtheit die Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht überprüfen konnte, ist zu sehen, wie ein Mann in der südukrainischen Stadt Cherson um einen Lastwagen rennt, um einer Drohne zu entkommen. Die Drohne folgt ihm und explodiert. Der Regionalgouverneur von Cherson, Oleksandr Prokudin, veröffentlichte später ein Video des Mannes, wie er in einem Krankenhausbett liegt. Prokudins Angaben zufolge handelt es sich bei ihm um einen Gemüsehändler, der den Angriff „wie durch ein Wunder“ überlebt hat. Der Mann habe Splitterverletzungen und eine Gehirnerschütterung. „Wir hatten gerade begonnen, die Kisten herauszuholen. Meine Frau war auch dabei. Wir hörten ein Summen“, berichtet der Mann in dem Video. Er habe dem Piloten der ferngesteuerten Drohne zeigen wollen, dass er Gemüse transportierte und kein militärisches Gerät. „Ich habe angefangen zu laufen und bin gegen das Fahrzeug geprallt. Ich kam in die Flugbahn der Drohne, sie stieß gegen mich, ich stürzte“, sagte der Mann. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte russische Soldaten für den Vorfall verantwortlich und warf ihnen vor, „Freude daran zu haben, Zivilisten zu töten und zu misshandeln“. Die Einwohner von Cherson seien täglich „mit diesen russischen ‚Safaris‘ konfrontiert“, erklärte Selenskyj im Onlinedienst X. Der ukrainische Außenminister Andryj Sybiha sprach auf X von einem „barbarischen Kriegsverbrechen Russlands“. „Es handelt sich um eine vorsätzliche und systematische Strategie Russlands. Sie wissen genau, was sie tun“, erklärte der Minister. Die Stadt Cherson zählte vor dem Krieg rund 280.000 Einwohner und war von März bis November 2022 unter russischer Kontrolle. Die russischen Streitkräfte wurden von der ukrainischen Armee auf eine Seite des Flusses zurückgedrängt, der durch die Stadt fließt, und greifen von dort regelmäßig mit Drohnen an. Mehr als vier Jahre nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine haben beide Seiten die Drohnen-Angriffe deutlich verstärkt. Die Zahl ziviler Opfer ist jüngst wieder angestiegen. Auch die russischen Behörden werfen der ukrainischen Armee vor, Zivilisten gezielt mit Drohnen anzugreifen, insbesondere in der Grenzregion Belgorod. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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5. August
Die Welt (Politik)

Video zeigt Verfolgungsjagd auf Gemüsehändler – „Russen prahlen offen damit, Menschen zu quälen“

Video zeigt Verfolgungsjagd auf Gemüsehändler – „Russen prahlen offen damit, Menschen zu quälen“ Ein Video in den sozialen Netzwerken zeigt, wie eine Drohne einen Gemüsehändler an seinem Marktstand verfolgt. Der ukrainische Präsident Selenskyj zeigt sich empört. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland eine gezielte Jagd mit Drohnen auf Zivilisten in der Stadt Cherson vorgeworfen. Anlass ist ein Video aus sozialen Netzwerken, das zeigt, wie eine Kleindrohne einen Straßenhändler angreift. „Heute hat ein weiteres Video der Drohnen-‚Safari‘, die die Russen gegen Zivilisten in Cherson führen, viele schockiert“, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Er warf Russland vor, so etwas täglich zu tun. Dazu stellte er ein Video online, auf dem zu sehen ist, wie eine Drohne sich einem Mann nähert, der an einem Transporter steht. Ein grüner Schirm ist aufgebaut, Pappkisten stehen auf dem Boden. Zu sehen ist, wie der Mann nach einem Versteck sucht. Die Drohne verfolgt ihn und explodiert schließlich neben ihm. Das Video erschien unter anderem bei einem Telegram-Kanal in Cherson, danach bei der örtlichen Polizei, wobei der eigentliche Ursprung unklar ist. „Die Russen gaben das Verbrechen sogar zu, zeigten keinerlei Bedauern und prahlten offen damit, Menschen zu quälen“, schrieb Selenskyj weiter. Der Welt müsse jeder Beweis vorgelegt werden, der zeigt, dass „Russland verrückt geworden ist und dass seine Soldaten Freude daran haben, Zivilisten zu töten und zu misshandeln.“ Mann in Video wurde nach Behördenangaben verletzt Nach Angaben ukrainischer Behörden überlebte der Mann den Angriff leicht verletzt. Der Chef der Militärverwaltung des Gebiets Cherson, Olexander Prokudin, veröffentlichte bei Telegram ein weiteres Video. Auf einem Krankenhausbett sitzend erzählt der Mann, wie er um seinen Transporter herumgelaufen sei. Er habe versucht, dem Drohnenpiloten zu signalisieren, dass er tatsächlich nur Tomaten und Auberginen verkaufe. Im Gebiet Cherson stehen sich ukrainische und russische Truppen am Strom Dnipro gegenüber. Die Gebietshauptstadt Cherson liegt in Reichweite ferngesteuerter Kleindrohnen. Deshalb gibt es vor allem aus Cherson immer wieder Berichte über eine gezielte Jagd auf Zivilisten. Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Selenskyj forderte erneut Druck auf Moskau, den Krieg zu beenden. Es gehe nicht nur um die Ukraine, schrieb er. Die Nachbarstaaten Russlands sollten zusammenarbeiten für echte Sicherheitsgarantien und ein Ende des Kriegs.

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4. August
ZDF heute

Selenskyj wirft Russland Drohnen-"Safari" auf Zivilisten vor

Gemüsehändler attackiert:Selenskyj wirft Russland Drohnen-"Safari" auf Zivilisten vor Ukrainische Behörden veröffentlichen ein Video, in dem eine Drohne einen Händler verfolgt - und explodiert. Nun wirft Selenskyj Moskau eine Drohnen-"Safari" auf Zivilisten vor. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland eine gezielte Jagd mit Drohnen auf Zivilisten in der Stadt Cherson vorgeworfen. Anlass ist ein Video aus sozialen Netzwerken, das zeigt, wie eine Kleindrohne einen Straßenhändler angreift. Heute hat ein weiteres Video der Drohnen-"Safari", die die Russen gegen Zivilisten in Cherson führen, viele schockiert. Wolodymyr Selenskyj, ukrainischer Präsident Das schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Er warf Russland vor, so etwas täglich zu tun. X-Post von Selenskyj Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen. Drohnenattacke: Video soll verletztes Opfer zeigen Dazu lud Selenskyj ein Video hoch, auf dem zu sehen ist, wie eine Drohne sich einem Mann neben einem Transporter nähert. Ein grüner Schirm ist aufgebaut, Pappkisten stehen auf dem Boden. Zu sehen ist, wie der Mann nach einem Versteck sucht. Die Drohne verfolgt ihn und explodiert schließlich neben ihm. Das Video erschien unter anderem bei einem Telegram-Kanal in Cherson, danach bei der örtlichen Polizei, wobei der eigentliche Ursprung unklar ist. Aus Sicht von ZDFheute gibt es keinen Zweifel an der Authentizität der Bilder. Nach Angaben ukrainischer Behörden überlebte der Mann den Angriff leicht verletzt. Der Chef der Militärverwaltung des Gebiets Cherson, Olexander Prokudin, veröffentlichte bei Telegram ein weiteres Video. Auf einem Krankenhausbett sitzend erzählt der Mann, wie er um seinen Transporter herumgelaufen sei. Er habe versucht, dem Drohnenpiloten zu signalisieren, dass er tatsächlich nur Tomaten und Auberginen verkaufe. In der Nacht war vor allem die ukrainische Hauptstadt Kiew wieder Ziel russischer Attacken. Besonders die Abwehr von Raketen und Marschflugkörpern fällt der Ukraine zunehmend schwer. 01.08.2026 | 1:35 minCherson in Reichweite von Drohnen Im Gebiet Cherson stehen sich ukrainische und russische Truppen am Strom Dnipro gegenüber. Die Gebietshauptstadt Cherson liegt in Reichweite ferngesteuerter Kleindrohnen. Deshalb gibt es vor allem aus Cherson immer wieder Berichte über eine gezielte Jagd auf Zivilisten. Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Selenskyj forderte erneut Druck auf Moskau, den Krieg zu beenden. Es gehe nicht nur um die Ukraine, schrieb er. Die Nachbarstaaten Russlands sollten zusammenarbeiten für echte Sicherheitsgarantien und ein Ende des Kriegs. Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

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4. August
Tagesschau

Angriff auf Gemüsehändler: Ukraine wirft Moskau "Drohnen-Safari" vor

Angriff auf Gemüsehändler Selenskyj wirft Russland "Drohnen-Safari" vor Ein Video zeigt, wie eine Drohne einen Gemüsehändler in der Ukraine verfolgt - und schließlich neben ihm explodiert. Der Angriff sei kein Einzelfall, sagt der ukrainische Präsident Selenskyj. Er fordert erneut mehr Druck auf Moskau. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland eine gezielte Jagd mit Drohnen auf Zivilisten in der Stadt Cherson vorgeworfen. Anlass dafür ist ein Video, das bereits Millionen Aufrufe in sozialen Netzwerken verzeichnet. Auf dem Video ist zu sehen, wie sich eine Drohne einem Mann nähert, der an einem Transporter steht. Ein grüner Schirm ist aufgebaut, Pappkisten stehen auf dem Boden. Der Mann sucht nach einem Versteck, die Drohne verfolgt ihn und explodiert schließlich neben ihm. Nach Behördenangaben wurde er verletzt. Keine Anzeichen für Manipulation Das Video erschien unter anderem auf einem Telegram-Kanal in Cherson, danach bei der örtlichen Polizei. Später veröffentlichte es auch Selenskyj. Woher genau es stammt, ist unklar. Verifikationsexperten von ARD-aktuell kommen zu dem Ergebnis, dass das Video tatsächlich einen Platz in Cherson zeigt. Zudem gebe es keine Anzeichen dafür, dass die Aufnahme manipuliert wurde. Laut ukrainischer Polizei und ukrainischem Außenminister Andrij Sybiha wurde es heute aufgenommen. Ukraine wirft Russland gezielte Kampagne vor "Heute hat ein weiteres Video der Drohnen-'Safari', die die Russen gegen Zivilisten in Cherson führen, viele schockiert", schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Er warf Russland vor, solche Angriffe täglich durchzuführen. Sybiha erklärte, der Angriff sei Teil einer gezielten russischen Kampagne zur Einschüchterung der Zivilbevölkerung. "Dieses barbarische russische Kriegsverbrechen in Cherson erfordert internationale Verurteilung und Gerechtigkeit, doch Tausende ähnlicher Verbrechen gelangen nie an die Öffentlichkeit", schrieb er auf Telegram. Selenskyj forderte erneut mehr Druck auf Moskau, den Krieg zu beenden. Es gehe nicht nur um die Ukraine, schrieb er. Die Nachbarstaaten Russlands sollten zusammenarbeiten für echte Sicherheitsgarantien und ein Ende des Krieges. Mann im Video wurde laut Behörden verletzt Nach Angaben ukrainischer Behörden überlebte der Mann den Angriff leicht verletzt. Der Chef der Militärverwaltung des Gebiets Cherson, Olexander Prokudin, veröffentlichte dazu bei Telegram ein weiteres Video. Auf einem Krankenhausbett sitzend erzählt der Mann, wie er um seinen Transporter herumgelaufen sei. Er habe versucht, dem Drohnenpiloten zu signalisieren, dass er tatsächlich nur Tomaten und Auberginen verkaufe. UN sprechen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit Bereits im Mai 2025 kam die UN-Menschenrechtskommission zu dem Schluss, dass die Drohnenangriffe der russischen Streitkräfte gegen Zivilisten in der Region Cherson Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Mord darstellen. Im Gebiet Cherson stehen sich ukrainische und russische Truppen am Fluss Dnipro gegenüber. Deshalb gibt es vor allem aus Cherson immer wieder Berichte über eine gezielte Jagd auf Zivilisten.

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4. August
Der Spiegel

Video von Attacke auf Gemüsehändler: Selenskyj kritisiert Drohnen-»Safari« auf Zivilisten in Cherson

Video von Attacke auf Gemüsehändler Selenskyj kritisiert Drohnen-»Safari« auf Zivilisten in Cherson Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland eine gezielte Jagd mit Drohnen auf Zivilisten in der Stadt Cherson vorgeworfen. Anlass ist ein Video aus sozialen Netzwerken, das offenbar zeigt, wie eine russische Kleindrohne einen Straßenhändler angreift. »Heute hat ein weiteres Video der Drohnen-›Safari‹, die die Russen gegen Zivilisten in Cherson führen, viele schockiert«, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Er warf Russland vor, so etwas täglich zu tun. Dazu stellte er ein Video, auf dem zu sehen ist, wie eine Drohne sich einem Mann nähert, der an einem Transporter steht. Ein grüner Schirm ist aufgebaut, Pappkisten stehen auf dem Boden. Er soll – das wird später klar – ein Gemüsehändler sein. Der Mann faltet flehend die Hände zusammen und sucht panisch nach Schutz vor der Drohne hinter seinem Auto. Diese verfolgt den Mann. Schließlich explodiert sie neben ihm. Today, many were shocked by yet another video of the drone “safari” Russians are carrying out against civilians in Kherson. A Russian drone deliberately hunted down a man selling vegetables and detonated right next to him. The Russians even admitted to the crime, showing zero… pic.twitter.com/uGjC7esFwR — Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) August 4, 2026 Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Das Video erschien unter anderem bei einem Telegram-Kanal in Cherson, danach bei der örtlichen Polizei. Wo es herstammt, ist unklar. Nach Angaben ukrainischer Behörden überlebte der Mann den Angriff leicht verletzt. Die Polizei veröffentlichte auf sozialen Medien ein Foto, das ihn nach der Attacke zeigen soll. Kurz darauf wurde der Angegriffene offenbar im Krankenhaus interviewt, das legt ein Video nahe, das der Chef der Militärverwaltung des Gebiets Cherson bei Telegram veröffentlicht hat. Demnach heißt der Mann Jurij und hat bei dem Angriff vielfache Splitterverletzungen erlitten. Jurij selbst sitzt in dem Video auf einem Bett und beschreibt, er habe seine Ware ausgebreitet und den Schirm aufgestellt, als die Drohne gekommen sei. Seine Frau sei weggelaufen. Dann erzählt er, wie er dem Drohnenpiloten klarzumachen versucht habe, dass er mit Gemüse handle und keine Waffen oder anderweitige Fracht mit militärischem Nutzen transportiert habe. »Er ist ja unter den Schirm geflogen und hat gesehen, dass da Tomaten standen und Auberginen«, so Jurij. »Ich zeigte ihm (gemeint ist der Drohnenpilot, Anm. d. R.): ›Schau her, Gemüse!‹« Dennoch sei die Drohne ihm gefolgt. Im Gebiet Cherson stehen sich ukrainische und russische Truppen am Strom Dnipro gegenüber. Die Gebietshauptstadt Cherson liegt in der Reichweite ferngesteuerter Kleindrohnen aus Russland. Deshalb gibt es vor allem aus der Stadt immer wieder Berichte über eine gezielte Jagd auf Zivilisten. Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Selenskyj forderte erneut Druck auf Moskau, den Krieg zu beenden. Es gehe nicht nur um die Ukraine, schrieb er. Die Nachbarstaaten Russlands sollten für echte Sicherheitsgarantien und ein Ende des Krieges zusammenarbeiten.

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4. August
Die Zeit (Politik)

Drohnenangriff in Cherson: Video dokumentiert Jagd russischer Drohne auf Zivilisten in Cherson

Die Ukraine hat Russland erneut vorgeworfen, in der südukrainischen Großstadt Cherson gezielt Zivilisten mit Drohnen zu jagen und anzugreifen. Anlass ist ein von der ukrainischen Polizei veröffentlichtes Video, welches das seit Jahren bekannte Vorgehen russischer Soldaten in der Region belegen soll. Das Video zeigt, wie eine ferngesteuerte Kurzdistanzdrohne einen Mann in ziviler Kleidung anfliegt. Dieser versucht mehrmals, sich hinter einem zum Verkaufsstand umfunktionierten Transporter zu verstecken, um den herum die Drohne ihn mehrmals jagt. Schließlich wird die Drohne genau dorthin gesteuert und explodiert unmittelbar hinter dem Rücken des Mannes. Er soll den Angriff überlebt und Splitterverletzungen sowie eine Gehirnerschütterung davongetragen haben. Der Zeitpunkt der Attacke ist nicht eindeutig klar. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die ukrainischen Angaben zu deren Ort jedoch verifizieren. Vor der Veröffentlichung durch die Polizei war das Video auf einem örtlichen Telegramkanal aufgetaucht. Wer es aufnahm, ist bislang unklar. Selenskyj beklagt Jagd auf Zivilisten durch Drohnen Präsident Wolodymyr Selenskyj verbreitete das Video auf X und warf Russland vor, eine »Drohnen-›Safari‹« in Cherson durchzuführen. Damit bezog er sich auf eine Bezeichnung von Einwohnern Chersons für derartige Angriffe, bei denen Zivilisten von russischen Drohnen gejagt werden. Cherson, Hauptstadt der gleichnamigen südukrainischen Region, wurde zu Kriegsbeginn von Russland erobert und im November 2022 von ukrainischen Truppen befreit. Die Stadt wird lediglich durch das wenige Kilometer breite Dnipro-Delta von russischen Stellungen getrennt. Cherson wird nahezu täglich mit Artillerie und präzise steuerbaren Kurzdistanzdrohnen attackiert. »Die Welt muss das sehen«, schrieb Selenskyj auf X. »Sie muss jeden einzelnen Beweis sehen, der zeigt, dass Russland verrückt geworden ist und dass seine Soldaten Freude daran haben, Zivilisten zu töten und zu misshandeln.« Selenskyj warf Russland vor, derartige Verbrechen nicht nur nicht zu verheimlichen, sondern damit »anzugeben«. Damit dürfte er sich auf Veröffentlichungen russischer Militärblogger beziehen. In einem russischen Telegramkanal, der seit Jahren für Drohungen gegen die Bewohner Chersons bekannt ist, wurde der Angriff mit der Arbeit von »Chirurgen« verglichen. Zugleich wird darin ohne Belege behauptet, das Fahrzeug des angegriffenen Mannes sei in der Vergangenheit dabei beobachtet worden, militärisch nutzbare Güter zu transportieren. UN sprachen bereits 2025 von fast 150 ähnlich getöteten Zivilisten Bei dem angegriffenen Zivilisten handelt es sich nach örtlichen Angaben um einen 52-jährigen Gemüsehändler. Der Chef von Chersons Militärverwaltung, Olexander Prokudin, veröffentlichte später ein weiteres Video. Darauf ist zu sehen, wie der Mann auf einem Krankenhausbett sitzend von dem Angriff erzählt. Er habe versucht, dem Drohnenpiloten zu signalisieren, dass er nur Gemüse verkaufe, sagte er. Kurz nach Aufbau des Verkaufsstandes hätten er und seine Frau zunächst das Summen der Drohne gehört. Seine Frau habe sich in Sicherheit bringen können. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete den Angreifer als »Sadisten«, der genau wisse, dass er einen Zivilisten angreife. Er beschuldigte Russland, mit derartigen Attacken eine »bewusste und systematische« Strategie zu verfolgen. Zu dieser Einschätzung gerieten bereits in der Vergangenheit auch neutrale Beobachter. So sprachen die Vereinten Nationen 2025 in einem Bericht zur Lage in Cherson von damals fast 150 Zivilisten, die in der Stadt und ihrem Umland auf eine ähnliche Weise getötet worden seien. Zudem spreche die Häufigkeit der Angriffe dafür, dass sie »staatlich koordiniert« würden, was ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstelle. In Cherson, das vor dem Krieg fast 300.000 Einwohner hatte, leben inzwischen weniger als 70.000 Menschen.

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