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Samstag, 15. August 2026
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Waldbrände in Deutschland - Etwa 1.800 Menschen in Nordrhein-Westfalen evakuiert, Großbrand auch in Rheinland-Pfalz

Medienspektrum

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14. August
Wirtschaftswoche

Wirtschaft von oben: Feuerwehr in Düren zieht die „Bordeaux-Option“

Wirtschaft von oben #417 – Brand Hürtgenwald: Feuerwehr in Düren zieht die „Bordeaux-Option“ Der Waldbrand im Hürtgenwald im nordrhein-westfälischen Düren ist mit 300 Hektar Brandfläche bereits jetzt eine Mammutaufgabe für die Einsatzkräfte. Und die Einsatzleitung vor Ort geht davon aus, dass die Brandbekämpfung noch mehrere Tage dauern wird. Nach den Großfeuern in Frankreich, Spanien und Griechenland ist die Waldbrandsaison damit auch in Deutschland mit voller Wucht angekommen. Nach ungezählten kleineren Bränden in der Republik lodert nun, tief im Westen von Nordrhein-Westfalen, der nach Angaben von NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) größte Waldbrand seit Gründung des Bundeslandes. Und es gebe dabei Parallelen zu den jüngsten Großbränden im Süden der EU, sagt Christopher Benkert, Katastrophenschützer und Mitglied der ehrenamtlichen Hilfsorganisation @fire Internationaler Katastrophenschutz Deutschland, die mit Fachleuten für Waldbrandbekämpfung ebenfalls bei Düren im Einsatz ist. „Wir haben in weiten Teilen Europas eine ausgeprägte Risikosituation: Es ist sehr, sehr heiß, und gleichzeitig ist es auch sehr, sehr trocken“, erklärt er. Das bedeutet, Böden und Vegetation wird das Wasser entzogen, während zeitgleich die Niederschläge fehlen. Eine besonders kritische Lage liege dabei vor, wenn die sogenannte 30er-Regel erfüllt ist. Das heißt, die Temperatur liegt über 30 Grad Celsius, die relative Luftfeuchte liegt unter 30 Prozent und der Wind weht mit über 30 Kilometern pro Stunde. Dann ist die Gefahr für einen Vegetationsbrand am höchsten. In Düren sind bei aktuell 35 Grad, mit bis zu 14 Kilometern pro Stunde schnellen Winden und einer Luftfeuchtigkeit von unter 20 Prozent bereits zwei Faktoren erfüllt. Im Vergleich zur Situation etwa im französischen Bordeaux in den vergangenen Wochen gibt es im Hürtgenwald auch wichtige Unterschiede: Während in Frankreich landwirtschaftliche Monokulturen und eine flache Topografie die Brandregion kennzeichneten, haben es die Einsatzkräfte in Deutschland mit Mischwald und den Ausläufern des Mittelgebirges Eifel und der Ardennen zu tun. Zwar könnten Mischwälder Benkert zufolge verglichen mit Monokulturen die Brandausbreitung tendenziell hemmen. Andererseits wirkten steile Hänge wie am Rand des Hürtgenwaldes eher als Brandbeschleuniger. Die vom Feuer aufsteigende Wärme trockne darüber liegende Bereiche weiter aus, sodass diese umso schneller Feuer fangen. Anhand von Satellitendaten des von der EU betriebenen European Forest Fire Information System (EFFIS) Wohin und wie schnell sich das Feuer ausbreitet, sind dabei laut Benkert wichtige Faktoren, die die Art der Brandbekämpfung leiten. Das hänge sowohl von der Vegetation als auch von Wetterveränderungen ab. Anhand von Auswertungen durch Spezialisten werde entschieden, wo welche Maßnahmen der Brandbekämpfung sinnvoll seien, so der @fire-Experte. „Für uns als Brandbekämpfer gilt es, taktische Fenster zu finden, in denen unsere Maßnahmen effizient sind.“ Der Experte betont dabei, dass es immer mehrere Maßnahmen sind, die zusammenwirken müssen, um Feuer effektiv einzudämmen. Die Möglichkeiten richten sich dabei nach der Flammenlänge, von Feuerpatschen aus nächster Nähe, über Wasserschläuche und handgeführte Strahlrohre bis zu Wasserwerfern oder Hubschraubern und Löschflugzeugen. Im Fall von Flugzeugen, mahnt Benkert jedoch an: „Brandbekämpfung aus der Luft wird nie solitär gelingen.“ Sie könne das Feuer zwar eindämmen und wichtige Zeit verschaffen, jedoch benötige es dann auch immer noch Kräfte am Boden. In der Eifel kommt zudem noch ein Risiko hinzu, das sonst vorwiegend aus Ostdeutschland bekannt ist: Altmunition im Boden. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges fand in der Region eines der letzten großen Verteidigungsgefechte des NS-Staats statt. Über viele Wochen wüteten in den Waldgebieten des Hürtgenwaldes blutige Gefechte, derentwegen die Region bis heute auch „Hölle in der Eifel“ genannt wird. Und deren Hinterlassenschaften noch heute für die Einsatzkräfte lebensgefährlich werden können. Im Lauf der ersten Brandnacht sei, berichten Anwohner, immer wieder explodierende Munition in den Wäldern zu hören gewesen. Benkert betont deshalb den Eigenschutz: „Nur wenn wir uns selbst schützen, können wir auch anderen helfen.“ Im Fall von Munition heißt das im Zweifel, einen bis zu 1000 Meter weiten Sicherheitsabstand zu halten – auch nach oben. Löschbemühungen durch Hubschrauber werden dadurch stark in ihrer Wirkung gebremst. Kommt die direkte Feuerbekämpfung an ihre Grenzen, tritt die Schadensbegrenzung in den Vordergrund. Eine Taktik, die unter anderem vor Bordeaux sehr erfolgreich war, sind Feuerschneisen. Das bedeutet, dass in noch vom Feuer verschontem Gelände Flächen gerodet werden, um die Brandausbreitung an dieser Linie zu stoppen. Im Hürtgenwald wird das aktuell ebenfalls vorbereitet. Allerdings teilweise auf andere Weise. Nämlich in Form von gezielt gelegten und kontrollierten Gegenfeuern auf gesicherten Flächen. Weil dabei das Brandgut dann schon verbraucht ist, wenn das Schadenfeuer die Fläche erreicht, fehlt diesem dort die Nahrung, um sich weiter auszubreiten. „Wir haben Expertenteams vor Ort, die genau diese Taktik gerade einsetzen“, berichtet Peter Berndgen, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Düren. Neben der aus Kanada und Südeuropa bekannten Methode der Gegenfeuer kämen aber auch im Hürtgenwald Panzer der Bundeswehr und Trupps mit Motorsägen zum Einsatz, um meist fünfzehn Meter weite Schneisen zu sorgen. Wie wirkungsvoll das sein kann, ließ sich zuletzt im Nachbarland Frankreich beobachten. Die dortigen Einsatzkräfte setzten nicht auf Gegenfeuer. Sie arbeiteten sich mit schwerem Gerät von bestehenden Straßen aus durchs Gelände vor, um die breiten Schutzschneisen anzulegen. Wie Benkert erklärt, reicht es beim Roden nicht, nur oberflächliche Vegetation wie Bäume und Sträucher zu entfernen. Auch abgestorbenes Pflanzenmaterial wie Nadeln, Wurzeln und sogar Humus können brennen, teils sogar unbemerkt unter der Oberfläche, erläutert er. Deshalb müsse der Boden weitflächig abgetragen werden, um das Feuer wirksam an einer Ausbreitung zu hindern. „Je größer und je intensiver das Feuer ist, desto breiter muss auch diese Schneise sein“, macht er klar. Im Fall des Waldbrands bei Düren ist dabei eine besonders breite Schneise vonnöten. Während zumindest auf Feldern beim Großfeuer in Bordeaux nur wenige Meter Breite potenziell ausreichen, können im Wald bis zu 20 Meter nötig sein. „Die Faustformel ist die anderthalbfache Flammenlänge“, so der Experte. Brenne also ein Wald bis in die Baumkronen, müsse die Schneisenbreite sich an der Höhe der betroffenen Bäume ausrichten. Wie sich der Brand in Düren entwickeln wird, ist am Freitagnachmittag noch schwer einzuschätzen. „Wir haben heute sehr ungünstige Bedingungen für eine Waldbrandbekämpfung“, erklärt Feuerwehrsprecher Berndgen vor Ort. Ein Ortsteil der Gemeinde Hurtgenwald wurde in der Nacht zu Freitag bereits evakuiert, ein weiterer ist aktuell von den Flammen bedroht. „Derzeit ist die Lage noch lange nicht unter Kontrolle“, heißt es am Freitagnachmittag bei Einsatzkräften vor Ort. Hier finden Sie alle Beiträge aus der Rubrik „Wirtschaft von oben“ Die Rubrik entsteht in Kooperation mit dem Erdobservations-Start-up LiveEO

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12. August
Süddeutsche Zeitung

Hitzewelle: Wo es in Deutschland gerade brennt

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Bilger: Niedrigwasser-Probleme wohl im gesamten August Überblick: Waldbrände in Deutschland Niedrigwasser: Lkw-Fahrverbot wird weiter gelockert Niedrigwasser am Rhein macht Tanken teurer Juli-Rekord bei Meerestemperaturen Lilly Zerbst Wo in Deutschland gerade die Wälder brennen In Deutschland stehen weiterhin Tausende Quadratmeter Wald in Flammen. Im niedersächsischen Lingen (Landkreis Emsland) sind rund 3000 Quadratmeter Wald abgebrannt. „Die Glutnester sind massiv“, sagte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr. Das Löschen werde noch Stunden dauern, Landwirte helfen demnach mit Güllefässern bei der Wasserversorgung. Niemand sei verletzt. Das Feuer war am frühen Mittwochmorgen ausgebrochen. Die Einsatzkräfte dort haben den Brand nach eigenen Angaben unter Kontrolle und gehen nicht davon aus, dass sich das Feuer weiter ausbreitet. Unter Kontrolle ist derzeit auch ein Waldbrand bei Plauen im Vogtlandkreis in Sachsen. Die Stadtverwaltung meldete am Morgen Erfolge bei der Brandbekämpfung. Das Feuer im Gebiet „Schwarzes Holz“ hat eine Fläche von etwa sieben Hektar erfasst, die mit einer Hanglage und viel Unterholz sehr schwer zugänglich sind, wie die Verwaltung mitteilte. Die Löscharbeiten werden den Angaben zufolge voraussichtlich noch länger andauern. Im baden-württembergischen Ortenaukreis haben Feuerwehren stundenlang gegen gleich mehrere Waldbrände gekämpft. Dann gab es die vorsichtige Entwarnung: Zwei Brände in Steinach und Nordrach wurden demnach gelöscht, beim dritten in Zell am Harmersbach dauern die Nachlöscharbeiten an, wie ein Polizeisprecher am frühen Morgen sagte. Am Dienstagnachmittag waren zwei Brände nahe Biberach ausgebrochen, später ein dritter in Nordrach. Rund 16 Hektar Wald standen in Zell am Harmersbach in Flammen. Die Einsatzkräfte hätten die Lage im Griff, erklärte der Kreisbrandmeister in der Nacht. Laut einem Polizeisprecher gab es am Mittwochmorgen noch Glutnester, die Nachlöscharbeiten dauern an. Unter Kontrolle ist derzeit auch ein Waldbrand bei Plauen im Vogtlandkreis in Sachsen. Die Stadtverwaltung meldete am Morgen Erfolge bei der Brandbekämpfung. Das Feuer im Gebiet „Schwarzes Holz“ hat eine Fläche von etwa sieben Hektar erfasst, die mit einer Hanglage und viel Unterholz sehr schwer zugänglich sind, wie die Verwaltung mitteilte. Die Löscharbeiten werden den Angaben zufolge voraussichtlich noch länger andauern. Im baden-württembergischen Ortenaukreis haben Feuerwehren stundenlang gegen gleich mehrere Waldbrände gekämpft. Dann gab es die vorsichtige Entwarnung: Zwei Brände in Steinach und Nordrach wurden demnach gelöscht, beim dritten in Zell am Harmersbach dauern die Nachlöscharbeiten an, wie ein Polizeisprecher am frühen Morgen sagte. Am Dienstagnachmittag waren zwei Brände nahe Biberach ausgebrochen, später ein dritter in Nordrach. Rund 16 Hektar Wald standen in Zell am Harmersbach in Flammen. Die Einsatzkräfte hätten die Lage im Griff, erklärte der Kreisbrandmeister in der Nacht. Laut einem Polizeisprecher gab es am Mittwochmorgen noch Glutnester, die Nachlöscharbeiten dauern an. Auch Thüringen setzt Sonntagsfahrverbot komplett aus Die Aufhebung des Sonntagsfahrverbots für Lastwagen gelte ab sofort und zunächst bis 31. August, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums in Erfurt auf Anfrage. Zuerst hatten die Funke-Zeitungen darüber berichtet. Zu der Regelung gebe es einen Erlass des Thüringer Landesverwaltungsamtes in Weimar. Ob sie verlängert werde, hänge von der Situation der Wasserstraßen ab und sei derzeit nicht absehbar. Damit geht Thüringen weiter als andere Bundesländer. Berlin und Brandenburg etwa erlauben sonntags lediglich Lkw-Transporte von Gütern, die üblicherweise auf Binnenschiffen befördert werden. Zuvor hatten bereits die Bundesländer Hessen, Hamburg und Schleswig-Holstein, Berlin und Brandenburg, Baden-Württemberg und Bayern sowie Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland das Sonntagsfahrverbot gelockert oder ganz aufgehoben. Damit geht Thüringen weiter als andere Bundesländer. Berlin und Brandenburg etwa erlauben sonntags lediglich Lkw-Transporte von Gütern, die üblicherweise auf Binnenschiffen befördert werden. Zuvor hatten bereits die Bundesländer Hessen, Hamburg und Schleswig-Holstein, Berlin und Brandenburg, Baden-Württemberg und Bayern sowie Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland das Sonntagsfahrverbot gelockert oder ganz aufgehoben. Thüringens Grüne kritisierten die pauschale Regelung als Reaktion auf das Niedrigwasser in Rhein, Elbe und Donau. Dass Unternehmen auf andere Transportwege ausweichen müssten, sei nachvollziehbar, erklärte Grünen-Landessprecherin Ann-Sophie Bohm. „Aber durch Thüringen fließen weder Rhein, Elbe, Donau oder eine andere für den Güterverkehr relevante Wasserstraße.“ Statt einer generellen Freigabe plädierte sie für Einzelfallentscheidungen bei Thüringer Unternehmen, die nachweislich auf Lkw-Transporte angewiesen seien. Verkehrsminister beraten über Niedrigwasser-Lage Die Verkehrsminister von Bund und Ländern beraten an diesem Mittwoch über die schwierige Lage der Binnenschifffahrt wegen niedriger Wasserstände in mehreren Flüssen. Bei der Schaltkonferenz ist auch ein Austausch über mögliche weitere Maßnahmen vorgesehen, wie Bundesminister Steffen Bilger sagte. Der CDU-Politiker bezeichnete die Lage als weiterhin sehr angespannt.  Lorenz Zeck Bilger: Niedrigwasser-Probleme wohl im gesamten August Bundesverkehrsminister Steffen Bilger sieht vorerst kein rasches Ende der Beeinträchtigungen für die Binnenschifffahrt wegen Trockenheit. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Niedrigwasserproblematik im gesamten August uns noch erhalten bleibt“, sagte der CDU-Politiker am Rande eines Unternehmensbesuchs in Neumünster. „Die Lage ist wirklich weiterhin sehr angespannt.“ Es habe jetzt ein paar Niederschläge gegeben, aber bei Weitem nicht ausreichend, erläuterte Bilger. Bilger sprach sich für einen Ausbau der Flüsse in Deutschland aus. „Wir brauchen einen Ausbau der Wasserstraße, um langfristig für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen“, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Vertrauen in die Binnenschifffahrt könne nur bestehen, wenn es nicht regelmäßig Niedrigwasserprobleme gebe. Die Wasserstraße sei der umweltfreundlichste Verkehrsträger und verdiene daher Unterstützung. Zudem kündigte Bilger an, sich für die volle Förderung von Schiffen einzusetzen, die für Niedrigwasser geeignet sind. Die für 2027 vorgesehenen Mittel waren aus Haushaltsgründen von 36 Millionen Euro halbiert worden. Dieses Anliegen werde er in die parlamentarischen Haushaltsberatungen einbringen, sagte Bilger. Bilger sprach sich für einen Ausbau der Flüsse in Deutschland aus. „Wir brauchen einen Ausbau der Wasserstraße, um langfristig für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen“, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Vertrauen in die Binnenschifffahrt könne nur bestehen, wenn es nicht regelmäßig Niedrigwasserprobleme gebe. Die Wasserstraße sei der umweltfreundlichste Verkehrsträger und verdiene daher Unterstützung. Zudem kündigte Bilger an, sich für die volle Förderung von Schiffen einzusetzen, die für Niedrigwasser geeignet sind. Die für 2027 vorgesehenen Mittel waren aus Haushaltsgründen von 36 Millionen Euro halbiert worden. Dieses Anliegen werde er in die parlamentarischen Haushaltsberatungen einbringen, sagte Bilger. Lilly Zerbst Überblick: Waldbrände in Deutschland Zwei Waldbrände fordern die Feuerwehr im baden-württembergischen Ortenaukreis. Auch ein Hubschrauber ist im Einsatz. Am Nachmittag wurde zunächst ein Feuer in Biberach nahe der Bundesstraße 33 gemeldet. Die parallel verlaufende Straße zwischen dem Waldstück und der B33 wurde gesperrt, der Verkehr auf der Bundesstraße vorsichtshalber verlangsamt, wie die Polizei mitteilte. Wenig später wurde ein weiterer Waldbrand in Zell am Harmersbach entdeckt. Dort ist derzeit ein Teil der Landesstraße 94 gesperrt. Die Ursachen beider Brände waren zunächst unklar. Im hessischen Main-Kinzig-Kreis wurde die Bevölkerung wegen eines großen Waldbrands zum Wassersparen aufgerufen. Die Wasserreserven würden für die Brandbekämpfung benötigt, heißt es in einer Warnmeldung des Landkreises. „Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie wasserintensive Tätigkeiten.“ Es gibt mehrere Brände in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach. Die Einsatzkräfte waren auch in der Nacht auf Dienstag noch mit den Löscharbeiten beschäftigt. Das Feuer flamme immer wieder auf, hieß es. Einer der Brände nahe Rodenbach hatte auf bayerisches Gebiet übergegriffen. Inzwischen besteht in der Gegend rund um Alzenau (Landkreis Aschaffenburg) keine Gefahr mehr. „Von bayerischer Seite ist das erledigt“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken am Morgen. Es sei alles gelöscht, auch dank der Polizeihubschrauber, die im Einsatz waren. In der Oberpfalz wurde ein Waldbrand nordöstlich des Schnaittenbacher Ortsteils Holzhammer auch mit Unterstützung von Landwirten gelöscht. Der Polizei zufolge brannten mehr als 1000 Quadratmeter Wald. Zwischenzeitlich habe es dramatisch ausgesehen, weil Wind das Feuer weiter anfachte und die Flammen weiter in Richtung der Ortschaft trieb. Die Feuerwehr habe sich zunächst auf diese Feuerfront konzentriert. Dann hätten Bauern die Löscharbeiten mit wassergefüllten Güllefässern unterstützt. So habe der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden können. Gerade erst war einer der größten Waldbrände Nordbayerns in diesem Jahr erfolgreich bekämpft worden: Auf dem Johannisberg der Gemeinde Freudenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach brannten 6000 Quadratmeter.   In Südniedersachsen war die A7 ab Montagnachmittag mehr als zwölf Stunden lang gesperrt, weil dichter Rauch die Sicht behinderte. Die Reinigungsarbeiten auf der Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Hedemünden und Lutterberg dauerten zum Teil bis in die frühen Morgenstunden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Autobahn könne nun wieder in beide Richtungen befahren werden. Im hessischen Main-Kinzig-Kreis wurde die Bevölkerung wegen eines großen Waldbrands zum Wassersparen aufgerufen. Die Wasserreserven würden für die Brandbekämpfung benötigt, heißt es in einer Warnmeldung des Landkreises. „Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie wasserintensive Tätigkeiten.“ Es gibt mehrere Brände in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach. Die Einsatzkräfte waren auch in der Nacht auf Dienstag noch mit den Löscharbeiten beschäftigt. Das Feuer flamme immer wieder auf, hieß es. Einer der Brände nahe Rodenbach hatte auf bayerisches Gebiet übergegriffen. Inzwischen besteht in der Gegend rund um Alzenau (Landkreis Aschaffenburg) keine Gefahr mehr. „Von bayerischer Seite ist das erledigt“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken am Morgen. Es sei alles gelöscht, auch dank der Polizeihubschrauber, die im Einsatz waren. In der Oberpfalz wurde ein Waldbrand nordöstlich des Schnaittenbacher Ortsteils Holzhammer auch mit Unterstützung von Landwirten gelöscht. Der Polizei zufolge brannten mehr als 1000 Quadratmeter Wald. Zwischenzeitlich habe es dramatisch ausgesehen, weil Wind das Feuer weiter anfachte und die Flammen weiter in Richtung der Ortschaft trieb. Die Feuerwehr habe sich zunächst auf diese Feuerfront konzentriert. Dann hätten Bauern die Löscharbeiten mit wassergefüllten Güllefässern unterstützt. So habe der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden können. Gerade erst war einer der größten Waldbrände Nordbayerns in diesem Jahr erfolgreich bekämpft worden: Auf dem Johannisberg der Gemeinde Freudenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach brannten 6000 Quadratmeter. In Südniedersachsen war die A7 ab Montagnachmittag mehr als zwölf Stunden lang gesperrt, weil dichter Rauch die Sicht behinderte. Die Reinigungsarbeiten auf der Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Hedemünden und Lutterberg dauerten zum Teil bis in die frühen Morgenstunden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Autobahn könne nun wieder in beide Richtungen befahren werden. Lilly Zerbst Erneut Rekordtief in Köln: Pegelstände des Rheins fallen weiter Der bereits extrem niedrige Wasserstand des Rheins geht in Nordrhein-Westfalen noch weiter zurück. In Köln wurde aktuell ein historischer Tiefstwert von 56 Zentimetern gemessen, wie aus Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht. Nach der Prognose werden die Pegelstände in Köln, Düsseldorf, Emmerich und Duisburg-Ruhrort bis Freitagabend aber noch deutlich gegenüber den derzeitigen Werten sinken. „Man kann es kaum glauben, was man da sieht“, sagt Moritz Axt, Sprecher des Amtes. In der kommenden Woche sei ein leichter Anstieg der Pegelstände zu erwarten. „Das stellt noch keine Entspannung dar.“ Die Fahrrinne ist wesentlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer. Schiffe können weiterfahren, allerdings nur mit wenig Fracht. Niedrigwasser: Lkw-Fahrverbot wird weiter gelockert Wegen des anhaltenden Niedrigwassers am Rhein und anderen Flüssen wollen auch Hessen, Hamburg, Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw aussetzen. Wie lange die Ausnahmeregelungen in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gelten soll, ließen die jeweiligen Ministerien offen. Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland hatten das Fahrverbot bereits ab dem vergangenen Wochenende vorübergehend gelockert. Sachsen lehnt eine generelle Lockerung ab und verweist auf mögliche Ausnahmegenehmigungen. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger will am Mittwoch mit den Ressortchefs der Länder über weitere Entlastungsmaßnahmen beraten. Er werde mit den Landesverkehrsministern digital zusammenkommen, sagte der CDU-Politiker in Kiel. Gesprochen werden solle etwa über den Umgang mit bestimmten Gütern, die nicht länger an den Häfen gelagert werden dürfen. „Da kann man Regelungen flexibilisieren“, sagte Bilger.   Was die Aufhebung des Lkw-Fahrverbots für Reisende bedeutet, haben SZ-Redakteure Kerstin Bund und Dieter Sürig aufgeschrieben: Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland hatten das Fahrverbot bereits ab dem vergangenen Wochenende vorübergehend gelockert. Sachsen lehnt eine generelle Lockerung ab und verweist auf mögliche Ausnahmegenehmigungen. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger will am Mittwoch mit den Ressortchefs der Länder über weitere Entlastungsmaßnahmen beraten. Er werde mit den Landesverkehrsministern digital zusammenkommen, sagte der CDU-Politiker in Kiel. Gesprochen werden solle etwa über den Umgang mit bestimmten Gütern, die nicht länger an den Häfen gelagert werden dürfen. „Da kann man Regelungen flexibilisieren“, sagte Bilger. Was die Aufhebung des Lkw-Fahrverbots für Reisende bedeutet, haben SZ-Redakteure Kerstin Bund und Dieter Sürig aufgeschrieben: Niedrigwasser am Rhein macht Tanken teurer Das extreme Niedrigwasser am Rhein hat auch Einfluss auf die Benzinpreise. „Das derzeitige Niedrigwasser am Rhein wirkt preistreibend“, sagt der ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer. Es sei aber nur einer von mehreren Einflussfaktoren auf die aktuellen Spritpreise. Der Rhein wird auch für Öl, Benzin und Diesel als Transportweg genutzt. In großen Tankschiffen ist dies in der Regel deutlich günstiger als mit vergleichsweise kleinen Lkw. Nach Angaben des Experten steigen durch das aktuelle Niedrigwasser „die Logistikkosten für den Transport von Kraftstoffen und einzelnen Vorprodukten teilweise deutlich an, die Versorgung ist nach Angaben der Branche bislang jedoch weiterhin gesichert.“ Zudem werde der deutsche Markt nicht ausschließlich über den Rhein, sondern über ein „Netzwerk aus Seehäfen, Raffinerien, Pipelines sowie den Schienen- und Straßenverkehr“ versorgt, sagt Laberer. „Daher dürfte das Niedrigwasser derzeit vor allem regional zu höheren Kraftstoffpreisen beitragen.“ Das deckt sich mit der auf dem Spritpreisportal Tankerkönig einsehbaren regionalen Spritpreisverteilung. Die teuersten Bundesländer bei Benzin sind – zum Stand Dienstagmorgen – Nordrhein-Westfalen und Hessen vor Bremen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Bei Diesel liegen NRW und Hessen auf Platz zwei. Und auch auf Landkreisebene fällt auf, dass sich – insbesondere bei Benzin – die teuren Gegenden in der westlichen Hälfte Deutschlands ballen, wo der Rhein liegt, während es in Bayern – vor allem in seiner südlichen Hälfte – am günstigsten ist. Die Unterschiede betragen dabei einige Cent; bei Benzin sind es zwischen Bayern und NRW beziehungsweise Hessen ungefähr sieben Cent, bei Diesel ungefähr acht. Der Rhein wird auch für Öl, Benzin und Diesel als Transportweg genutzt. In großen Tankschiffen ist dies in der Regel deutlich günstiger als mit vergleichsweise kleinen Lkw. Nach Angaben des Experten steigen durch das aktuelle Niedrigwasser „die Logistikkosten für den Transport von Kraftstoffen und einzelnen Vorprodukten teilweise deutlich an, die Versorgung ist nach Angaben der Branche bislang jedoch weiterhin gesichert.“ Zudem werde der deutsche Markt nicht ausschließlich über den Rhein, sondern über ein „Netzwerk aus Seehäfen, Raffinerien, Pipelines sowie den Schienen- und Straßenverkehr“ versorgt, sagt Laberer. „Daher dürfte das Niedrigwasser derzeit vor allem regional zu höheren Kraftstoffpreisen beitragen.“ Das deckt sich mit der auf dem Spritpreisportal Tankerkönig einsehbaren regionalen Spritpreisverteilung. Die teuersten Bundesländer bei Benzin sind – zum Stand Dienstagmorgen – Nordrhein-Westfalen und Hessen vor Bremen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Bei Diesel liegen NRW und Hessen auf Platz zwei. Und auch auf Landkreisebene fällt auf, dass sich – insbesondere bei Benzin – die teuren Gegenden in der westlichen Hälfte Deutschlands ballen, wo der Rhein liegt, während es in Bayern – vor allem in seiner südlichen Hälfte – am günstigsten ist. Die Unterschiede betragen dabei einige Cent; bei Benzin sind es zwischen Bayern und NRW beziehungsweise Hessen ungefähr sieben Cent, bei Diesel ungefähr acht. Lilly Zerbst Hitze und Trockenheit setzen Schmetterlingen zu In Bayern gibt es in diesem Jahr weniger Schmetterlinge als sonst. „In vielen Regionen Bayerns scheinen momentan zwar viele verschiedene Schmetterlingsarten vorzukommen, allerdings teilweise nur in geringer Anzahl“, sagte Simon Habermann laut Mitteilung des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV). Bereits im Frühsommer seien vergleichsweise wenige Individuen gezählt worden. Das könnte der Mitteilung zufolge daran liegen, dass sowohl die Futterpflanzen der Raupen als auch die Blüten, aus denen die Schmetterlinge Nektar saugen, nicht wachsen oder vertrocknen, wenn es zu lange heiß ist und nicht regnet. Die Auswirkungen können dabei je nach Art, Lebensraum und Region unterschiedlich ausfallen.  Auch die im Rahmen des Projekts „Falter im Fokus“ erhobenen Daten deuten auf eine geringere Individuenzahl hin: Während im Juli 2025 mehr als 1000 Meldungen der drei Arten Schwalbenschwanz, Taubenschwänzchen und Admiral eingingen, wurden im Juli 2026 bislang weniger als 250 Individuen gemeldet. Dies könne aber auch daran liegen, dass viele tagaktive Falter bei hohen Temperaturen verstärkt in den kühleren Morgen- und Abendstunden fliegen und so seltener bemerkt werden. Auch die im Rahmen des Projekts „Falter im Fokus“ erhobenen Daten deuten auf eine geringere Individuenzahl hin: Während im Juli 2025 mehr als 1000 Meldungen der drei Arten Schwalbenschwanz, Taubenschwänzchen und Admiral eingingen, wurden im Juli 2026 bislang weniger als 250 Individuen gemeldet. Dies könne aber auch daran liegen, dass viele tagaktive Falter bei hohen Temperaturen verstärkt in den kühleren Morgen- und Abendstunden fliegen und so seltener bemerkt werden. Juli-Rekord bei Meerestemperaturen Der Klimawandel und das Wetterphänomen El Niño heizen die Weltmeere weiter auf. Wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus mitteilte, wurden im Juli dieses Jahres die höchsten jemals für diesen Monat gemessenen durchschnittlichen Meeresoberflächentemperaturen verzeichnet. Der Durchschnittswert betrug 20,96 Grad Celsius. Er übertraf damit den bisherigen Juli-Rekord von 20,80 Grad aus dem Jahr 2023. Erfasst wurden die Oberflächentemperaturen der Ozeane außerhalb der Polarregion. Die Entwicklung sei „zum Teil auf die sich entwickelnden El-Niño-Bedingungen im äquatorialen Pazifik zurückzuführen“, hieß es. Diese würden sich in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter verstärken. In Europa gingen die Rekordwerte der Meeresoberflächentemperatur demnach mit weitverbreiteten marinen Hitzewellen einher. Weltweit war dieser Juli der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen: Die durchschnittliche bodennahe Lufttemperatur lag laut Copernicus um 1,47 Grad über dem geschätzten vorindustriellen Referenzwert von 1850 bis 1900. Im Pariser Klimaabkommen von 2016 hatte sich die Staatengemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Der Durchschnittswert betrug 20,96 Grad Celsius. Er übertraf damit den bisherigen Juli-Rekord von 20,80 Grad aus dem Jahr 2023. Erfasst wurden die Oberflächentemperaturen der Ozeane außerhalb der Polarregion. Die Entwicklung sei „zum Teil auf die sich entwickelnden El-Niño-Bedingungen im äquatorialen Pazifik zurückzuführen“, hieß es. Diese würden sich in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter verstärken. In Europa gingen die Rekordwerte der Meeresoberflächentemperatur demnach mit weitverbreiteten marinen Hitzewellen einher. Weltweit war dieser Juli der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen: Die durchschnittliche bodennahe Lufttemperatur lag laut Copernicus um 1,47 Grad über dem geschätzten vorindustriellen Referenzwert von 1850 bis 1900. Im Pariser Klimaabkommen von 2016 hatte sich die Staatengemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Die Weltmeere waren in diesem Jahr im Juli so heiß wie nie. Im Bild zu sehen ist der Strand von Palma de Mallorca. Clara Margais/dpa Binnenschiffer befürchten Unterbrechung der Rhein-Route Der Wassermangel im Rhein könnte dem Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) zufolge die internationale Transportroute bald im mittleren Flussabschnitt unterbrechen. „Wegen ausbleibender Niederschläge wird im Laufe der Woche an dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen Pegel Kaub erstmals ein nur noch einstelliger Wert prognostiziert“, sagte BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen der Rheinischen Post. „Im Prinzip ist der Rhein damit nicht mehr durchgängig befahrbar und damit zweigeteilt.“ Der Pegelstand von Kaub zwischen Koblenz und Mainz gilt als Referenzwert für die Rheinschifffahrt. Weil die Fahrrinne in diesem Abschnitt ohnehin relativ flach ist, sieht der BDB die dort erwarteten Pegelwerte mit besonderer Sorge. „Die gewerbliche Schifffahrt wird bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können. Gleiches gilt für die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt“, sagte Schwanen. Die Folge sind dem Verbandsgeschäftsführer zufolge zwei getrennte Gebiete. Zum einen gebe es zwischen den Nordseehäfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und der Region Köln noch Schiffsverkehr über den Rhein und das westdeutsche Kanalgebiet. „Und es gibt weiter südlich Schiffsverkehr an den Nebenflüssen Neckar, Mosel, Main, Main-Donau-Kanal“, sagte Schwanen. Der Main-Donau-Kanal gilt als international bedeutendes Verbindungsstück der Route von und nach Südosteuropa und dem Schwarzen Meer. Welche Auswirkungen das Niedrigwasser auf den Tourismus am Rhein hat, lesen Sie hier: Der Pegelstand von Kaub zwischen Koblenz und Mainz gilt als Referenzwert für die Rheinschifffahrt. Weil die Fahrrinne in diesem Abschnitt ohnehin relativ flach ist, sieht der BDB die dort erwarteten Pegelwerte mit besonderer Sorge. „Die gewerbliche Schifffahrt wird bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können. Gleiches gilt für die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt“, sagte Schwanen. Die Folge sind dem Verbandsgeschäftsführer zufolge zwei getrennte Gebiete. Zum einen gebe es zwischen den Nordseehäfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und der Region Köln noch Schiffsverkehr über den Rhein und das westdeutsche Kanalgebiet. „Und es gibt weiter südlich Schiffsverkehr an den Nebenflüssen Neckar, Mosel, Main, Main-Donau-Kanal“, sagte Schwanen. Der Main-Donau-Kanal gilt als international bedeutendes Verbindungsstück der Route von und nach Südosteuropa und dem Schwarzen Meer. Welche Auswirkungen das Niedrigwasser auf den Tourismus am Rhein hat, lesen Sie hier: Juni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nie Im Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie zuvor in den beiden Sommermonaten. Die Durchschnittstemperatur in der Region, zu der auch Deutschland zählt, betrug in dem Zeitraum 21,62 Grad, wie der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mitteilte. Damit lag sie 2,79 Grad über dem langjährigen Juni-Mittel von 1991 bis 2020. Allerdings verweist Copernicus auf ein ausgeprägtes Temperaturgefälle von West- nach Osteuropa und Skandinavien, wo es wesentlich kühler war. Auch für Deutschland zeigen die Daten, dass der Südwesten deutlich wärmer war als der Nordosten. Für Gesamteuropa war der vergangene Monat mit einer Mitteltemperatur von 20,49 Grad nur der elftwärmste Juli. Weltweit war er – zusammen mit 2024 – mit etwa 16,90 Grad der zweitwärmste. Rekordhalter bleibt der Juli 2023 mit nach damaligen Angaben 16,95 Grad. Der vergangene Monat lag global um 1,47 Grad über dem vorindustriellen Juli-Niveau. Für Westeuropa hebt Copernicus auch die extrem lang anhaltende Hitze seit dem späten Frühjahr hervor. Seit Mai habe es vier Hitzewellen gegeben – das sei für die Region außergewöhnlich viel. Die von Copernicus genutzten Daten gehen zurück bis ins Jahr 1950, teilweise sind auch frühere Daten verfügbar. Für Gesamteuropa war der vergangene Monat mit einer Mitteltemperatur von 20,49 Grad nur der elftwärmste Juli. Weltweit war er – zusammen mit 2024 – mit etwa 16,90 Grad der zweitwärmste. Rekordhalter bleibt der Juli 2023 mit nach damaligen Angaben 16,95 Grad. Der vergangene Monat lag global um 1,47 Grad über dem vorindustriellen Juli-Niveau. Für Westeuropa hebt Copernicus auch die extrem lang anhaltende Hitze seit dem späten Frühjahr hervor. Seit Mai habe es vier Hitzewellen gegeben – das sei für die Region außergewöhnlich viel. Die von Copernicus genutzten Daten gehen zurück bis ins Jahr 1950, teilweise sind auch frühere Daten verfügbar. Der Wasserstand der Flüsse lag in großen Teilen der trockenen Regionen deutlich unter dem langjährigen Mittel und erreichte örtlich sogar außergewöhnlich niedrige Werte. Besonders betroffen waren demnach die Seine, der Rhein und die Donau. Auch die Weltmeere heizten sich auf Rekordniveau auf. Die Meeresoberflächentemperatur war im Juli den Angaben zufolge so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in diesem Monat. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,96 Grad. Der bisherige Höchstwert von 20,89 Grad stammt aus dem Juli 2023.  Hitze-Warnung im Süden – zum Schulstart in ersten Bundesländern In der Südhälfte Deutschlands wird der Wochenstart wieder schweißtreibend – ausgerechnet zum Schulbeginn in drei Bundesländern. Der Deutsche Wetterdienst gab für mehrere Regionen abermals eine Warnung vor Hitze heraus. Sie gilt zunächst bis 19 Uhr für einen Großteil der Gebiete in Bayern, Baden-Württemberg sowie Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Zugleich steigt am Montag die Gefahr von Gewittern. Die hohen Temperaturen fallen zusammen mit dem Schulstart nach den Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Hunderttausende Schüler müssen nach sechs Wochen Pause wieder zur Schule. Mehr als eine Woche lang ruhte bundesweit der Unterricht. Bayern und Baden-Württemberg waren die letzten Bundesländer, die in die Schul-Sommerpause gingen. Am Montag soll es nach Vorhersage des Wetterdienstes im Süden bis zu 36 Grad heiß werden. Lediglich im Nordwesten und Norden werden Höchstwerte zwischen 19 und 25 Grad erwartet. Anders als noch am Sonntag scheint zu Wochenbeginn die Sonne nicht mehr verbreitet. Ein Niederschlagsgebiet an einer Kaltfront verlagere sich über den Nordosten nach Polen. Es könne zu schauerartigen, teils gewittrigen Regenfälle kommen. „Sonst zunächst heiter bis sonnig und meist trocken, im Tagesverlauf vom Südwesten bis zur Neiße sowie vom Schwarzwald bis nach Ober- und Niederbayern Quellwolken mit Schauern einzelnen teils kräftigen Gewittern“, heißt es in der Vorhersage von Sonntag. Die hohen Temperaturen fallen zusammen mit dem Schulstart nach den Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Hunderttausende Schüler müssen nach sechs Wochen Pause wieder zur Schule. Mehr als eine Woche lang ruhte bundesweit der Unterricht. Bayern und Baden-Württemberg waren die letzten Bundesländer, die in die Schul-Sommerpause gingen. Am Montag soll es nach Vorhersage des Wetterdienstes im Süden bis zu 36 Grad heiß werden. Lediglich im Nordwesten und Norden werden Höchstwerte zwischen 19 und 25 Grad erwartet. Anders als noch am Sonntag scheint zu Wochenbeginn die Sonne nicht mehr verbreitet. Ein Niederschlagsgebiet an einer Kaltfront verlagere sich über den Nordosten nach Polen. Es könne zu schauerartigen, teils gewittrigen Regenfälle kommen. „Sonst zunächst heiter bis sonnig und meist trocken, im Tagesverlauf vom Südwesten bis zur Neiße sowie vom Schwarzwald bis nach Ober- und Niederbayern Quellwolken mit Schauern einzelnen teils kräftigen Gewittern“, heißt es in der Vorhersage von Sonntag. Lilly Zerbst Trockenheit: Wie ist der Wasserstand in Ihrer Region? In Deutschland sind die Pegel von Flüssen, Seen und Grundwasser stark gesunken. Zuflüsse des Rheins sind im Juli teilweise versiegt, und bei Konstanz hat der Bodenseepegel einen saisonalen Tiefststand erreicht. Niedrigwasser gibt es in Mitteleuropa fast jährlich. Allerdings haben sich die Niedrigwasser-Ereignisse in den vergangenen Jahren intensiviert. An mehr als der Hälfte der 257 ausgewählten Messstellen in Deutschland ist der Grundwasser-Pegel aktuell sehr niedrig oder sogar extrem niedrig. Wie niedrig der Wasserstand in verschiedenen Regionen Deutschlands ist, zeigen von der SZ aufbereitete Daten der Bundesanstalt für Gewässerkunde: Wie niedrig der Wasserstand in verschiedenen Regionen Deutschlands ist, zeigen von der SZ aufbereitete Daten der Bundesanstalt für Gewässerkunde: Lilly Zerbst Klimabewegung hat trotz Rekordhitze keinen Zulauf „Fridays for Future“ Berlin hatte zu einer „Hitzedemo“ vor dem Bundeskanzleramt aufgerufen. Doch statt einer Million, statt Hunderttausenden, kamen am Donnerstag nur etwa 300 Menschen, so die Angaben der Polizei. Darunter war auch Luisa Neubauer. Die Regierung sei eine Katastrophe, sagt die Klimaaktivistin, aber die Gesellschaft sei solidarisch. SZ-Autorin Sonja Zekri fragt sich: Warum gehen dann so wenige Menschen auf die Straße?

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10. August
Süddeutsche Zeitung

Hitzewelle: Wo in Deutschland der Wald brennt

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Juli-Rekord bei Meerestemperaturen Binnenschiffer befürchten Unterbrechung der Rhein-Route  Juni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nie Wo es an diesem Sonntag wieder heiß wird Neues Rekord-Tief an den Rhein-Pegeln Lilly Zerbst Mehrere Waldbrände in Deutschland In Südniedersachsen brennt ein Waldstück auf Höhe von Hannoversch Münden, südwestlich von Göttingen. Dicker Rauch behindert die Sicht auf der A7, die nun voll gesperrt wurde. Betroffen ist die Autobahn an der Grenze zu Hessen zwischen Göttingen und Kassel, wie die Polizei mitteilte. Ein weiterer Waldbrand breitet sich bei Schnaittenbach im Landkreis Amberg-Sulzbach in der Oberpfalz aus. Es stehen rund 1000 Quadratmeter Wald in Flammen, wie Polizeisprecher Dominik Lehmeier berichtete. „Durch die massive Rauchentwicklung kann man nicht abschätzen, wie groß der Brand wirklich ist.“ Der Brand sei gegen Mittag gemeldet worden. Wind fache das Feuer weiter an, es breite sich weiter in Richtung der Ortschaft aus. Aktuell seien rund 100 Einsatzkräfte vor Ort, die meisten von der Feuerwehr, aber auch von Rettungskräften, der Polizei und der Bergwacht. Derzeit seien aber keine Menschen und Gebäude in Gefahr. Im hessischen Main-Kinzig-Kreis ist die Feuerwehr wegen eines Waldbrands bei Rodenbach seit dem Mittag im Einsatz. Die Anwohner im betroffenen Umland wurden gebeten, Fenster und Türen wegen des Rauchs geschlossen zu halten und Klimaanlagen sowie Lüftungen abzuschalten. Nach Angaben eines Polizeisprechers wird von mehreren Brandherden ausgegangen. Die Ausdehnung des Feuers sei bisher nicht abschätzbar. Ein weiterer Waldbrand breitet sich bei Schnaittenbach im Landkreis Amberg-Sulzbach in der Oberpfalz aus. Es stehen rund 1000 Quadratmeter Wald in Flammen, wie Polizeisprecher Dominik Lehmeier berichtete. „Durch die massive Rauchentwicklung kann man nicht abschätzen, wie groß der Brand wirklich ist.“ Der Brand sei gegen Mittag gemeldet worden. Wind fache das Feuer weiter an, es breite sich weiter in Richtung der Ortschaft aus. Aktuell seien rund 100 Einsatzkräfte vor Ort, die meisten von der Feuerwehr, aber auch von Rettungskräften, der Polizei und der Bergwacht. Derzeit seien aber keine Menschen und Gebäude in Gefahr. Im hessischen Main-Kinzig-Kreis ist die Feuerwehr wegen eines Waldbrands bei Rodenbach seit dem Mittag im Einsatz. Die Anwohner im betroffenen Umland wurden gebeten, Fenster und Türen wegen des Rauchs geschlossen zu halten und Klimaanlagen sowie Lüftungen abzuschalten. Nach Angaben eines Polizeisprechers wird von mehreren Brandherden ausgegangen. Die Ausdehnung des Feuers sei bisher nicht abschätzbar. Lilly Zerbst Hitze und Trockenheit setzen Schmetterlingen zu In Bayern gibt es in diesem Jahr weniger Schmetterlinge als sonst. „In vielen Regionen Bayerns scheinen momentan zwar viele verschiedene Schmetterlingsarten vorzukommen, allerdings teilweise nur in geringer Anzahl“, sagte Simon Habermann laut Mitteilung des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV). Bereits im Frühsommer seien vergleichsweise wenige Individuen gezählt worden. Das könnte der Mitteilung zufolge daran liegen, dass sowohl die Futterpflanzen der Raupen als auch die Blüten, aus denen die Schmetterlinge Nektar saugen, nicht wachsen oder vertrocknen, wenn es zu lange heiß ist und nicht regnet. Die Auswirkungen können dabei je nach Art, Lebensraum und Region unterschiedlich ausfallen.  Auch die im Rahmen des Projekts „Falter im Fokus“ erhobenen Daten deuten auf eine geringere Individuenzahl hin: Während im Juli 2025 mehr als 1000 Meldungen der drei Arten Schwalbenschwanz, Taubenschwänzchen und Admiral eingingen, wurden im Juli 2026 bislang weniger als 250 Individuen gemeldet. Dies könne aber auch daran liegen, dass viele tagaktive Falter bei hohen Temperaturen verstärkt in den kühleren Morgen- und Abendstunden fliegen und so seltener bemerkt werden. Auch die im Rahmen des Projekts „Falter im Fokus“ erhobenen Daten deuten auf eine geringere Individuenzahl hin: Während im Juli 2025 mehr als 1000 Meldungen der drei Arten Schwalbenschwanz, Taubenschwänzchen und Admiral eingingen, wurden im Juli 2026 bislang weniger als 250 Individuen gemeldet. Dies könne aber auch daran liegen, dass viele tagaktive Falter bei hohen Temperaturen verstärkt in den kühleren Morgen- und Abendstunden fliegen und so seltener bemerkt werden. Juli-Rekord bei Meerestemperaturen Der Klimawandel und das Wetterphänomen El Niño heizen die Weltmeere weiter auf. Wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus mitteilte, wurden im Juli dieses Jahres die höchsten jemals für diesen Monat gemessenen durchschnittlichen Meeresoberflächentemperaturen verzeichnet. Der Durchschnittswert betrug 20,96 Grad Celsius. Er übertraf damit den bisherigen Juli-Rekord von 20,80 Grad aus dem Jahr 2023. Erfasst wurden die Oberflächentemperaturen der Ozeane außerhalb der Polarregion. Die Entwicklung sei „zum Teil auf die sich entwickelnden El-Niño-Bedingungen im äquatorialen Pazifik zurückzuführen“, hieß es. Diese würden sich in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter verstärken. In Europa gingen die Rekordwerte der Meeresoberflächentemperatur demnach mit weitverbreiteten marinen Hitzewellen einher. Weltweit war dieser Juli der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen: Die durchschnittliche bodennahe Lufttemperatur lag laut Copernicus um 1,47 Grad über dem geschätzten vorindustriellen Referenzwert von 1850 bis 1900. Im Pariser Klimaabkommen von 2016 hatte sich die Staatengemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Der Durchschnittswert betrug 20,96 Grad Celsius. Er übertraf damit den bisherigen Juli-Rekord von 20,80 Grad aus dem Jahr 2023. Erfasst wurden die Oberflächentemperaturen der Ozeane außerhalb der Polarregion. Die Entwicklung sei „zum Teil auf die sich entwickelnden El-Niño-Bedingungen im äquatorialen Pazifik zurückzuführen“, hieß es. Diese würden sich in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter verstärken. In Europa gingen die Rekordwerte der Meeresoberflächentemperatur demnach mit weitverbreiteten marinen Hitzewellen einher. Weltweit war dieser Juli der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen: Die durchschnittliche bodennahe Lufttemperatur lag laut Copernicus um 1,47 Grad über dem geschätzten vorindustriellen Referenzwert von 1850 bis 1900. Im Pariser Klimaabkommen von 2016 hatte sich die Staatengemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Die Weltmeere waren in diesem Jahr im Juli so heiß wie nie. Im Bild zu sehen ist der Strand von Palma de Mallorca. Clara Margais/dpa Binnenschiffer befürchten Unterbrechung der Rhein-Route Der Wassermangel im Rhein könnte dem Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) zufolge die internationale Transportroute bald im mittleren Flussabschnitt unterbrechen. „Wegen ausbleibender Niederschläge wird im Laufe der Woche an dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen Pegel Kaub erstmals ein nur noch einstelliger Wert prognostiziert“, sagte BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen der Rheinischen Post. „Im Prinzip ist der Rhein damit nicht mehr durchgängig befahrbar und damit zweigeteilt.“ Der Pegelstand von Kaub zwischen Koblenz und Mainz gilt als Referenzwert für die Rheinschifffahrt. Weil die Fahrrinne in diesem Abschnitt ohnehin relativ flach ist, sieht der BDB die dort erwarteten Pegelwerte mit besonderer Sorge. „Die gewerbliche Schifffahrt wird bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können. Gleiches gilt für die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt“, sagte Schwanen. Die Folge sind dem Verbandsgeschäftsführer zufolge zwei getrennte Gebiete. Zum einen gebe es zwischen den Nordseehäfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und der Region Köln noch Schiffsverkehr über den Rhein und das westdeutsche Kanalgebiet. „Und es gibt weiter südlich Schiffsverkehr an den Nebenflüssen Neckar, Mosel, Main, Main-Donau-Kanal“, sagte Schwanen. Der Main-Donau-Kanal gilt als international bedeutendes Verbindungsstück der Route von und nach Südosteuropa und dem Schwarzen Meer. Welche Auswirkungen das Niedrigwasser auf den Tourismus am Rhein hat, lesen Sie hier: Der Pegelstand von Kaub zwischen Koblenz und Mainz gilt als Referenzwert für die Rheinschifffahrt. Weil die Fahrrinne in diesem Abschnitt ohnehin relativ flach ist, sieht der BDB die dort erwarteten Pegelwerte mit besonderer Sorge. „Die gewerbliche Schifffahrt wird bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können. Gleiches gilt für die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt“, sagte Schwanen. Die Folge sind dem Verbandsgeschäftsführer zufolge zwei getrennte Gebiete. Zum einen gebe es zwischen den Nordseehäfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und der Region Köln noch Schiffsverkehr über den Rhein und das westdeutsche Kanalgebiet. „Und es gibt weiter südlich Schiffsverkehr an den Nebenflüssen Neckar, Mosel, Main, Main-Donau-Kanal“, sagte Schwanen. Der Main-Donau-Kanal gilt als international bedeutendes Verbindungsstück der Route von und nach Südosteuropa und dem Schwarzen Meer. Welche Auswirkungen das Niedrigwasser auf den Tourismus am Rhein hat, lesen Sie hier: Juni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nie Im Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie zuvor in den beiden Sommermonaten. Die Durchschnittstemperatur in der Region, zu der auch Deutschland zählt, betrug in dem Zeitraum 21,62 Grad, wie der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mitteilte. Damit lag sie 2,79 Grad über dem langjährigen Juni-Mittel von 1991 bis 2020. Allerdings verweist Copernicus auf ein ausgeprägtes Temperaturgefälle von West- nach Osteuropa und Skandinavien, wo es wesentlich kühler war. Auch für Deutschland zeigen die Daten, dass der Südwesten deutlich wärmer war als der Nordosten. Für Gesamteuropa war der vergangene Monat mit einer Mitteltemperatur von 20,49 Grad nur der elftwärmste Juli. Weltweit war er – zusammen mit 2024 – mit etwa 16,90 Grad der zweitwärmste. Rekordhalter bleibt der Juli 2023 mit nach damaligen Angaben 16,95 Grad. Der vergangene Monat lag global um 1,47 Grad über dem vorindustriellen Juli-Niveau. Für Westeuropa hebt Copernicus auch die extrem lang anhaltende Hitze seit dem späten Frühjahr hervor. Seit Mai habe es vier Hitzewellen gegeben – das sei für die Region außergewöhnlich viel. Die von Copernicus genutzten Daten gehen zurück bis ins Jahr 1950, teilweise sind auch frühere Daten verfügbar. Für Gesamteuropa war der vergangene Monat mit einer Mitteltemperatur von 20,49 Grad nur der elftwärmste Juli. Weltweit war er – zusammen mit 2024 – mit etwa 16,90 Grad der zweitwärmste. Rekordhalter bleibt der Juli 2023 mit nach damaligen Angaben 16,95 Grad. Der vergangene Monat lag global um 1,47 Grad über dem vorindustriellen Juli-Niveau. Für Westeuropa hebt Copernicus auch die extrem lang anhaltende Hitze seit dem späten Frühjahr hervor. Seit Mai habe es vier Hitzewellen gegeben – das sei für die Region außergewöhnlich viel. Die von Copernicus genutzten Daten gehen zurück bis ins Jahr 1950, teilweise sind auch frühere Daten verfügbar. Der Wasserstand der Flüsse lag in großen Teilen der trockenen Regionen deutlich unter dem langjährigen Mittel und erreichte örtlich sogar außergewöhnlich niedrige Werte. Besonders betroffen waren demnach die Seine, der Rhein und die Donau. Auch die Weltmeere heizten sich auf Rekordniveau auf. Die Meeresoberflächentemperatur war im Juli den Angaben zufolge so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in diesem Monat. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,96 Grad. Der bisherige Höchstwert von 20,89 Grad stammt aus dem Juli 2023.  Hitze-Warnung im Süden – zum Schulstart in ersten Bundesländern In der Südhälfte Deutschlands wird der Wochenstart wieder schweißtreibend – ausgerechnet zum Schulbeginn in drei Bundesländern. Der Deutsche Wetterdienst gab für mehrere Regionen abermals eine Warnung vor Hitze heraus. Sie gilt zunächst bis 19 Uhr für einen Großteil der Gebiete in Bayern, Baden-Württemberg sowie Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Zugleich steigt am Montag die Gefahr von Gewittern. Die hohen Temperaturen fallen zusammen mit dem Schulstart nach den Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Hunderttausende Schüler müssen nach sechs Wochen Pause wieder zur Schule. Mehr als eine Woche lang ruhte bundesweit der Unterricht. Bayern und Baden-Württemberg waren die letzten Bundesländer, die in die Schul-Sommerpause gingen. Am Montag soll es nach Vorhersage des Wetterdienstes im Süden bis zu 36 Grad heiß werden. Lediglich im Nordwesten und Norden werden Höchstwerte zwischen 19 und 25 Grad erwartet. Anders als noch am Sonntag scheint zu Wochenbeginn die Sonne nicht mehr verbreitet. Ein Niederschlagsgebiet an einer Kaltfront verlagere sich über den Nordosten nach Polen. Es könne zu schauerartigen, teils gewittrigen Regenfälle kommen. „Sonst zunächst heiter bis sonnig und meist trocken, im Tagesverlauf vom Südwesten bis zur Neiße sowie vom Schwarzwald bis nach Ober- und Niederbayern Quellwolken mit Schauern einzelnen teils kräftigen Gewittern“, heißt es in der Vorhersage von Sonntag. Die hohen Temperaturen fallen zusammen mit dem Schulstart nach den Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Hunderttausende Schüler müssen nach sechs Wochen Pause wieder zur Schule. Mehr als eine Woche lang ruhte bundesweit der Unterricht. Bayern und Baden-Württemberg waren die letzten Bundesländer, die in die Schul-Sommerpause gingen. Am Montag soll es nach Vorhersage des Wetterdienstes im Süden bis zu 36 Grad heiß werden. Lediglich im Nordwesten und Norden werden Höchstwerte zwischen 19 und 25 Grad erwartet. Anders als noch am Sonntag scheint zu Wochenbeginn die Sonne nicht mehr verbreitet. Ein Niederschlagsgebiet an einer Kaltfront verlagere sich über den Nordosten nach Polen. Es könne zu schauerartigen, teils gewittrigen Regenfälle kommen. „Sonst zunächst heiter bis sonnig und meist trocken, im Tagesverlauf vom Südwesten bis zur Neiße sowie vom Schwarzwald bis nach Ober- und Niederbayern Quellwolken mit Schauern einzelnen teils kräftigen Gewittern“, heißt es in der Vorhersage von Sonntag. Lilly Zerbst Trockenheit: Wie ist der Wasserstand in Ihrer Region? In Deutschland sind die Pegel von Flüssen, Seen und Grundwasser stark gesunken. Zuflüsse des Rheins sind im Juli teilweise versiegt, und bei Konstanz hat der Bodenseepegel einen saisonalen Tiefststand erreicht. Niedrigwasser gibt es in Mitteleuropa fast jährlich. Allerdings haben sich die Niedrigwasser-Ereignisse in den vergangenen Jahren intensiviert. An mehr als der Hälfte der 257 ausgewählten Messstellen in Deutschland ist der Grundwasser-Pegel aktuell sehr niedrig oder sogar extrem niedrig. Wie niedrig der Wasserstand in verschiedenen Regionen Deutschlands ist, zeigen von der SZ aufbereitete Daten der Bundesanstalt für Gewässerkunde: Wie niedrig der Wasserstand in verschiedenen Regionen Deutschlands ist, zeigen von der SZ aufbereitete Daten der Bundesanstalt für Gewässerkunde: Lilly Zerbst Klimabewegung hat trotz Rekordhitze keinen Zulauf „Fridays for Future“ Berlin hatte zu einer „Hitzedemo“ vor dem Bundeskanzleramt aufgerufen. Doch statt einer Million, statt Hunderttausenden, kamen am Donnerstag nur etwa 300 Menschen, so die Angaben der Polizei. Darunter war auch Luisa Neubauer. Die Regierung sei eine Katastrophe, sagt die Klimaaktivistin, aber die Gesellschaft sei solidarisch. SZ-Autorin Sonja Zekri fragt sich: Warum gehen dann so wenige Menschen auf die Straße? Luzia Geier Wo es an diesem Sonntag wieder heiß wird Der Deutsche Wetterdienst hat für Teile Süddeutschlands eine Hitzewarnung herausgegeben. Sie gilt ab elf Uhr für Gebiete in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Belastung könne für Menschen gefährlich werden und zu Problemen mit der Gesundheit führen. Weiter heißt es:  „Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Hitze, trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie die Innenräume kühl.“ Der Vorhersage zufolge wird es heute verbreitet heiß, in Süddeutschland bei Werten um die 35 Grad sogar teils sehr heiß. Lediglich im äußersten Nordwesten werde die 30-Grad-Marke nicht überschritten. Im Tagesverlauf kann es vor allem über dem Bergland im Südwesten Quellwolken geben, die vereinzelt Schauer oder auch ein Gewitter bringen. Eine größere Abkühlung ist aber erst einmal nicht in Sicht.  Lilly Zerbst Neues Rekord-Tief an den Rhein-Pegeln Die Pegelstände am Rhein sind in Nordrhein-Westfalen noch weiter gesunken und haben an allen vier großen Messstationen neue historische Tiefstwerte erreicht. In Düsseldorf war der Pegelstand mit 15 Zentimetern so niedrig wie noch nie und unterschritt das erst wenige Tage alte Rekordtief von 20 Zentimetern deutlich. Das geht aus Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervor. Am Pegel Duisburg-Ruhrort betrug der Wert 145 Zentimeter und unterbot damit den bisherigen Tiefstand vom vergangenen Sonntag (148 Zentimeter). In Köln war der Pegelstand schon am Donnerstag unter den erst vor wenigen Tagen gemessenen historischen Tiefstwert von 67 Zentimetern gefallen und sank dann weiter auf nun 60 Zentimeter. In Emmerich bewegt sich der Pegelstand bereits seit Tagen im negativen Bereich. Der Schwimmer des Pegels liegt trocken - eine Sonde liefert die Daten. Inzwischen ist der Wert auf den neuen Tiefstand von minus sechs Zentimeter gesunken. Am Pegel Duisburg-Ruhrort betrug der Wert 145 Zentimeter und unterbot damit den bisherigen Tiefstand vom vergangenen Sonntag (148 Zentimeter). In Köln war der Pegelstand schon am Donnerstag unter den erst vor wenigen Tagen gemessenen historischen Tiefstwert von 67 Zentimetern gefallen und sank dann weiter auf nun 60 Zentimeter. In Emmerich bewegt sich der Pegelstand bereits seit Tagen im negativen Bereich. Der Schwimmer des Pegels liegt trocken - eine Sonde liefert die Daten. Inzwischen ist der Wert auf den neuen Tiefstand von minus sechs Zentimeter gesunken. In Köln stand der Rhein-Pegel bereits vergangene Woche (Aufnahme vom 31.07.2026) besonders niedrig. Jetzt erreicht der Pegel ein neues Rekordtief. Oliver Berg/dpa Die Fahrrinne im Rhein ist wesentlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer. Schiffe können zwar weiter fahren, allerdings nur mit viel weniger Fracht als normalerweise.  Erholung ist in nächster Zeit nicht in Sicht: Bis einschließlich Dienstag werden die Pegelstände laut Prognose allenfalls um wenige Zentimeter steigen und somit auf niedrigem Niveau verharren. Die Pegelstände der einzelnen Messstationen am Rhein sind nicht direkt miteinander vergleichbar, da es keinen einheitlichen Nullpunkt für alle Pegel gibt. Erholung ist in nächster Zeit nicht in Sicht: Bis einschließlich Dienstag werden die Pegelstände laut Prognose allenfalls um wenige Zentimeter steigen und somit auf niedrigem Niveau verharren. Die Pegelstände der einzelnen Messstationen am Rhein sind nicht direkt miteinander vergleichbar, da es keinen einheitlichen Nullpunkt für alle Pegel gibt. Niedrigwasser der Donau gibt in Budapest tote Wehrmachtssoldaten frei Das Niedrigwasser der Donau hat in Budapest die Überreste von zwei Wehrmachtssoldaten, ein Motorrad und Tellerminen freigegeben. Mitarbeiter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hätten die Gebeine der Soldaten exhumiert, teilte der Volksbund mit. Wegen der entdeckten 35 Tellerminen zur Panzerabwehr sei auch der Kampfmittelräumdienst im Einsatz gewesen. „Der Volksbund rechnet damit, dass auch aus Schiffswracks, die derzeit aus Flüssen auftauchen, Kriegstote zu bergen sein könnten“, heißt es in einer Mitteilung. Das Motorrad und zwei entdeckte Erkennungsmarken seien gut erhalten, weil der Hafenschlamm mit Gasöl vermischt sei. Hitze und Trockenheit führten zu einem Rekord-Tiefstand der Donau. Dieser hat auch den Verkehr der Flusskreuzfahrtschiffe auf dem Budapester Abschnitt des Stromes zum Erliegen gebracht. „Der Volksbund rechnet damit, dass auch aus Schiffswracks, die derzeit aus Flüssen auftauchen, Kriegstote zu bergen sein könnten“, heißt es in einer Mitteilung. Das Motorrad und zwei entdeckte Erkennungsmarken seien gut erhalten, weil der Hafenschlamm mit Gasöl vermischt sei. Hitze und Trockenheit führten zu einem Rekord-Tiefstand der Donau. Dieser hat auch den Verkehr der Flusskreuzfahrtschiffe auf dem Budapester Abschnitt des Stromes zum Erliegen gebracht. Ein Wehrmachtsmotorrad aus dem Zweiten Weltkrieg kommt aufgrund des niedrigen Pegelstands in der Donau bei Budapest zum Vorschein. Foto: Gabor-Kohlrusz/Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge/dpa Lilly Zerbst Wildvögel leiden unter Sommerhitze Wildvögel, vor allem die Gebäudebrüter, leiden unter der Hitze. Während der extremen Hitzewelle Ende Juni wurden bis zu 193 aufgefundene Jungvögel pro Tag in die Vogelklinik der Universität Gießen gebracht. An der Abgabestelle bildeten sich Schlangen. Manche Leute nahmen zwei, drei Fahrstunden in Kauf, um Vögel abzugeben. „Es ist eigentlich nicht mehr zu stemmen“, sagt der Direktor der Klinik, Michael Lierz.  An Hitzetagen kommen vor allem junge Schwalben und Mauersegler in die Klinik. Sie brüten an Gebäuden unter den Dachsimsen. Dort kann es sich auf extreme Temperaturen von bis zu 70 Grad aufheizen. Bevor sie kollabieren, springen die Jungen aus dem Nest, obwohl sie noch gar nicht fliegen können. „Wenn junge Schwalben das Nest verlassen, werden sie noch ein paar Tage von den Eltern versorgt“, erklärt Lierz. „Das simulieren wir hier.“ Die Helfer füttern die jungen Vögel alle anderthalb Stunden. Auch am Nabu-Artenschutzzentrum im niedersächsischen Leiferde kamen Ende Juni innerhalb von drei Tagen etwa 275 Notfälle. Wie viele Tiere insgesamt an Hitzetagen sterben, mag sich Bärbel Rogoschik, Leiterin des Zentrums, nicht ausmalen. „Das meiste kriegen wir gar nicht mit.“ An Hitzetagen kommen vor allem junge Schwalben und Mauersegler in die Klinik. Sie brüten an Gebäuden unter den Dachsimsen. Dort kann es sich auf extreme Temperaturen von bis zu 70 Grad aufheizen. Bevor sie kollabieren, springen die Jungen aus dem Nest, obwohl sie noch gar nicht fliegen können. „Wenn junge Schwalben das Nest verlassen, werden sie noch ein paar Tage von den Eltern versorgt“, erklärt Lierz. „Das simulieren wir hier.“ Die Helfer füttern die jungen Vögel alle anderthalb Stunden. Auch am Nabu-Artenschutzzentrum im niedersächsischen Leiferde kamen Ende Juni innerhalb von drei Tagen etwa 275 Notfälle. Wie viele Tiere insgesamt an Hitzetagen sterben, mag sich Bärbel Rogoschik, Leiterin des Zentrums, nicht ausmalen. „Das meiste kriegen wir gar nicht mit.“ Fast alle Wildtier-Auffangstationen hätten einen Aufnahmestopp verfügt, weil sie überrannt wurden, berichtet Lierz. „Wir müssten eigentlich auch zumachen.“ Aber das Team habe beschlossen, durchzuhalten und alle Helfer zu mobilisieren. „Es ist viel, daneben läuft ja noch die normale Arbeit. Aber man macht es gern, wenn es den Tieren danach gut geht“, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Melina Fuchs. Mit diesen Hitzetipps lassen sich Wildvögel vor der Hitze schützen: Mit diesen Hitzetipps lassen sich Wildvögel vor der Hitze schützen: - Nistkästen am Haus nicht in Süd- oder Westrichtung anbringen, sondern Nord- und Ostseiten wählen. Dort ist es weniger heiß. - Wasserstellen für Vögel einrichten, auch ein kleiner Gartenteich ist hilfreich. Auf Sauberkeit an den Trinkstellen achten. - Fassaden begrünen. - Im Garten beschattete Ecken einrichten. Dort hält sich die Feuchtigkeit länger. - Nicht zu viel Unruhe im Garten verbreiten, damit sich die Vögel bei Hitze in den Bäumen und Sträuchern aufhalten können. - Regentonnen und Pools abdecken: Vögel benötigen an extremen Hitzetagen so sehr das Wasser, dass sie hineinstürzen und ertrinken können. - Den Garten naturnah gestalten mit heimischen Pflanzen. Davon profitieren Insekten, mit denen die Jungvögel gefüttert werden. - Beete mulchen, also mit organischem Material bedecken. Dadurch hält sich die Feuchtigkeit besser. Unter der Mulchschicht gedeihen Bodenlebewesen, die anderen Tieren als Nahrungsquelle dienen. - Die Biologin Lea-Carina Hinrichs von der Deutschen Wildtier-Stiftung rät außerdem davon ab, Jungvögel zu Hause großzuziehen. „Man muss sachkundig sein.“ Luzia Geier Wohnungslosenhilfe warnt vor Gefahren für Obdachlose Angesichts der extremen Hitze hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe vor lebensgefährlichen Folgen für Obdachlose gewarnt. Wer auf der Straße lebe, trage das höchste Risiko bei Extremhitze, sagte Geschäftsführerin Sabine Bösing der Rheinischen Post. „Ohne Zugang zu Wasser, Schatten oder kühlen Räumen sind wohnungslose Menschen der extremen Hitze schutzlos ausgeliefert.“Sabine Bösing (Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe) Viele litten laut Böning bereits unter Vorerkrankungen, die durch die Hitze weiter verschärft würden. Neben Akuthilfen sei auch der „Schutz von kühlem Wohnraum“ nötig, sagte die Geschäftsführerin weiter. Hitzeschutz müsse eine verbindliche Pflichtaufgabe von Staat und Kommunen werden. Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) mahnte, besonders gefährdete Menschen bräuchten „verlässlichen Schutz“. Länder und Kommunen müssten flächendeckende Hitzeaktionspläne umsetzen, sagte SoVD-Chefin Michaela Engelmeier der Zeitung. Luzia Geier Städte- und Gemeindebund fordert „Kraftakt für Wasserversorgung“ Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert angesichts der anhaltenden Hitze einen „nationalen Kraftakt für die Wasserversorgung und die Klimaanpassung“ in den Kommunen. „Bereits jetzt ist die Hälfte aller Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland von akutem oder strukturellem Grundwasserstress betroffen“, sagte der Präsident des kommunalen Spitzenverbandes, Ralph Spiegler, der Rheinischen Post. Deutschland müsse Wasser daher „künftig als strategische Ressource begreifen“. Die wirtschaftlichen Folgen der Hitze- und Dürreperioden seien „längst Realität“, betonte der Verbandsvertreter. Jeder Hitzetag koste die Wirtschaft Studien zufolge „zwischen 430 und 984 Millionen Euro aufgrund von sinkender Produktivität“. Das gefährde Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand, mahnte Spiegler. Die Kommunen allein könnten dieses Problem nicht lösen. „Deshalb brauchen wir eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaschutz und Klimaanpassung im Grundgesetz und damit eine dauerhaft gesicherte Finanzierung durch Bund und Länder.“ Die wirtschaftlichen Folgen der Hitze- und Dürreperioden seien „längst Realität“, betonte der Verbandsvertreter. Jeder Hitzetag koste die Wirtschaft Studien zufolge „zwischen 430 und 984 Millionen Euro aufgrund von sinkender Produktivität“. Das gefährde Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand, mahnte Spiegler. Die Kommunen allein könnten dieses Problem nicht lösen. „Deshalb brauchen wir eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaschutz und Klimaanpassung im Grundgesetz und damit eine dauerhaft gesicherte Finanzierung durch Bund und Länder.“ Bilger plant wegen Niedrigwasser Lkw-Fahrten an Sonntagen Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger plant angesichts des historischen Niedrigwassers im Rhein auf alternative Transportrouten auszuweichen. "Wir können das Wetter nicht beeinflussen, aber wir können dafür sorgen, dass unsere Wirtschaft gut durch diese Zeit kommt", sagte der CDU-Politiker im Anschluss an ein Spitzentreffen mit Vertretern aus Schifffahrt, Häfen und Wirtschaft. Wenn der Verkehr auf der Wasserstraße Rhein nur noch eingeschränkt möglich sei, dann müsse man verstärkt auf Straße und Schiene ausweichen. Die Gütertransportgesellschaft DB Cargo hat laut Bilger zugesichert, die vom Niedrigwasser betroffene Industrie zu unterstützen, mehr Güter auf die Schiene zu bringen. Zwar gebe es derzeit noch keine Versorgungsengpässe, die Gefahr bestehe aber. Daher plane man nun Ausnahmen vom Lkw-Fahrverbot für Sonn- und Feiertage. „Ich habe bereits mit den Ländern gesprochen und große Bereitschaft dazu erkennen können“, so Bilger. Zudem habe man die bundeseigene Autobahngesellschaft angewiesen, alles daranzusetzen, Ausweichverkehr nicht durch vermeidbare Baustellen auszubremsen. Der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) äußerte sich in Vorfeld skeptisch zu dem Vorschlag. „Die Fahrer müssten dann stattdessen an anderen Tagen den Lkw stehen lassen, um die mit hohen Bußgeldern versehenen Vorgaben der Lenk- und Ruhezeitenverordnung einzuhalten“, sagte Vorstandssprecher Dirk Engelhardt der Rheinischen Post. Die verfügbare Lenkzeit werde dadurch nicht erhöht. Daher plane man nun Ausnahmen vom Lkw-Fahrverbot für Sonn- und Feiertage. „Ich habe bereits mit den Ländern gesprochen und große Bereitschaft dazu erkennen können“, so Bilger. Zudem habe man die bundeseigene Autobahngesellschaft angewiesen, alles daranzusetzen, Ausweichverkehr nicht durch vermeidbare Baustellen auszubremsen. Der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) äußerte sich in Vorfeld skeptisch zu dem Vorschlag. „Die Fahrer müssten dann stattdessen an anderen Tagen den Lkw stehen lassen, um die mit hohen Bußgeldern versehenen Vorgaben der Lenk- und Ruhezeitenverordnung einzuhalten“, sagte Vorstandssprecher Dirk Engelhardt der Rheinischen Post. Die verfügbare Lenkzeit werde dadurch nicht erhöht. Bilger hatte für Donnerstagnachmittag vor allem Vertreter der Industrie und der Logistikbranche zu einem Spitzengespräch nach Bonn geladen. Der Nachrichtenagentur Reuters hatte er diese Woche gesagt, die Situation am Rhein sei ungewöhnlich früh im Jahr schon sehr angespannt. Es ging bei dem Krisentreffen aber nicht nur um kurzfristige, sondern auch um langfristige Maßnahmen. Als Beispiele nannte Bilger den Ausbau von Fahrrinnen und die Umrüstung von Schiffen, damit diese auch bei künftigen Niedrigwasser-Lagen fahren könnten.

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